1835 / 79 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

rawski, Anton. Monarchowicz, Thomas. Olesinski, Jo⸗ hann. Panko, Simon. Palimon, Anton. Piotrowski, Adam. Rodzewicz, Franz. Sewka, Simon. Trubkowski, Marcus. Trofimow, Stephan. Turco, Joseph. Fo⸗ diukiewicz, Johann. Szytowski, Michael. Szantyrowski, Idachim. Jablonski, Simon. Jancewicz, Matheus. Jakuhowski, Michael. In der Provinz Bialpstok. Edelleute. Kiersnowski, Ignatz. Chodakiewicz, Alex⸗ nder Ludwig. Czarniawski, Paul. Von unbekannter Abkunft. Gorski, Franz. Bauern. Froic, Andreas. Hackiewicz, Stanislaus. Szykalowski, Andreas. (Unterz.) Mitglied der Kommission. Regierungsrath Beloserski. (Unterz.) Loco Secretarii. Roshbitzki.

Bekanntmachung.

Von Seiten der Wolhynischen Gouvernemenrs⸗Liquidations⸗

Commission wird hiermit zur allgemeinen Kenntriß gebracht: daß in Folge Allerhoͤchst bestaͤtigter Confirmation des Kiever Kriegs⸗Podolischen und Wolhynischen General⸗Gouverneurs

sowohl das bereits aufgefundene bewegliche und unbewegliche

Vermoͤgen folgender Personen des Wolhynischen Gouverne⸗

ments, als auch dasjenige, welches in der Folge ausgemittelt werden koͤnnte, fuͤr Theilnahme an dem letzten Aufruhr in

Polen, definitiv confiscirt worden ist, und zwar:

„in dem Kremenetzer Kreise: das Vermoͤgen 1) des „Martin Rosenkiewicz und 2) des Andreas Kwiatkowski; „in dem Dubnoer Kreise: 3) des verabschiedeten „Lieutenants aus Polnischen Diensten Nicolaus Kamenski; „4) des ehemaligen Advokaten beim Dubnoer Kreisgericht, „Receß Wontrabka, und 5) des aus Polnischen Diensten „verabschiedeten Obersten Ignatz Heinrich Kaminski; „in dem Alt⸗Constantinover Kreise: 6) des Felix „Gwinczewski, und 7) des Karl Gwinczewski; „in dem Zytomirer Kreise: 8) des Gutsbestz⸗ „er⸗Sohnes Grafen Gustav Kraszewski, und 9) „des Edelmanns Andreas Bydlowski; in dem „Rownoer Kreise: 10) des Gutsbesitzers Alexander „Pausza; 11) des Leonhard Petnicki (Sohn eines ver⸗ „abschiedeten Russischen Offiziers); 12) des Gutsbesitzer⸗ „Sohnes Adam Skirmund; und 13) des Edelmanns

Joseph Sidlecki; in dem Zaslawer Kreise: „14) des Gutsbesitzer⸗Sohnes Adolph Roszeiszewski und

„im Ostroger Kreise das Vermoͤgen 15) des Romuald

Pruszynski.“

Demzufolge werden A. alle Glaͤubiger, welche Forderungen an erwaͤhnte Personen oder deren Vermoͤgen haben, B. alle Schuldner, deren Verpflichtungen der Zahlungs⸗Termin einge⸗ ruͤckt ist, C. alle, welche in ihren Haͤnden ein bewegliches Ver⸗ moͤgen, Kapitalien oder auf den Namen einer von den oben er⸗ waͤhnten Personen ausgestellte Dokumente und Obligationen von Kredit⸗Anstalten besitzen, D. sowohl Privat⸗Personen, als Kirchen, Kloͤster, Lehr; und wohlthaͤtige Anstalten, E. alle Gu⸗ berntal⸗Confiscations⸗Commissionen, Kameral⸗Hoͤfe, uͤbrige Ju⸗ risdictionen und Aemter, wie endlich alle Gerichtsstellen aufge⸗ fordert, kraft der §. 13. der Allerhoͤchst am 28. Juni des 1832sten Jahres bestätigten Regeln, die in den 1., 2., 3., 4., 5. und 6ten Punkten der fruͤhern Publicationen dieser Kommission festgesetz⸗ ten Verpflichtungen zu erfuͤllen, wenn sie sich die in §. 15. ober⸗ waͤhnter Regeln angezeigten Folgen nicht zuziehen wollen.

Meteorologische Beobachtung. 8 1835. V

Morgens. Nachmitt. Abends Nach einmaliger 17. Marz. 6 Uhr. 2 Uhr. 10 Uhr. Beobachtung.

Luftdruck.. 334,1 3“ Par. 334,1 1 nh ss8i 6 Par Nauelwarme 6,9 °R. uftwaͤrme 2,2 °R.⸗ 5,1 °R. + 3,*°R. g5 Thanpunt: 1 0 ⸗R’+. 2,0%R. . 1,0R Singuneme 3,8 =R. Dunstsaͤttg. 88 pCt. 77 pCt. 84 „Ct. Wetter. .. truͤbe. halbheiter. I1 truͤbe. Wind NW. NNW. V NRNNW. Wolkenzug NNW. Tagesmittel: 334,4 571à 3,60 R...

Bodenwärme 3,9 °R. Ausdünst. 0,0 8 7 %Rh. Niederschlag 0.

1,40 R. 83 pCt.

Auswürtige Börsen.

Amsterdam, 13. März. Niederl. wirkl. Schuld 55 ¼4 ½. 538 do. 10171.17. Ausg. Schald 12.2. Kanz-Iiill. 25 ½. 4 ½ 3 Amort. 95 ½. 3 9 80. Kurzs. 99. Oesterr. Preuss. trräm.-Scheine 114 ¼. do 4 8⅛ Apl. 101 ½. Spanl. 59 47 .

.

Antwerpen, 12. März. Span. 5 8 48. Zinsl. 16¾. Cortes 48 ¼. Darmst. 27 ½.

London, 13. März. Cons. 33 92 ½¼. 103. Span. Cortes 62 ½. 58 v. 1835 9 Prüimie. Zinsl. 17. 16 ¾. Ausg. Span. Schuld 27. Holl. 2 ½ 9 5 % 103 ½. 103 ½. Portag. 93 ½. 92 ½. Engl. Kuss. 109. Bras. 5 ½. ½¼. Columb. v. 1824 38z. 43. Mex. 42 ½. 42. Chili 44 ⅛. ¼.

zelg.

Wien, 13. März.

318 gliche Schauspiele. Donnerstag, 19. Maͤrz. Im Schauspielhause: male: Kaiser Friedrich I. (erster Theil), oder: Mailand, historische Tragoͤdie in 5 Abth. und einem Vorspiele, von E. Raupach. (Dlle. B. Stich: Agnola, als Gastrolle.) Freitag, 20. Maͤrz. Im Opernhause: Das Schloß Candra, historisch, romantischs Oper in 3 Abth., mit Baller. Musik von J. Wolfram. Im Schauspielhause: Abonnement suspendu. Représen- tation extraordinaire au bénéfice de Mlle. Lancestre: Le dea se composera de: 1) La fille de Dominique, vau- ville nouveau en 1 acte. 2) Les Adieux, concert pour le Piano, par Hummel, exécutés par Mr. Wörlitzer. 3) Estelle, ou: Le père et la fille, comédie nouvelle en 1 acte, 8 Scribe. 4) Variations pour Piano et Violon, sur la Frolienne favorite de la Fiancée, par Herz und Beriot, exé- cutées, par Mrs. Wörlitzer et Leopold Ganz. 5) La Tem- béte, ou: P'ile des bossus, imitation burlesque du ballet de a Billlets zu dieser Vorstellung sind von Morgens 9 bis Nach⸗ mittags 2 Ube in der Wohnung der Dlle. Uggestte, Nach⸗ Straße Nr. 68 zu folgenden Preisen zu haben: Ein Billet zum Balkon und einer Loge des ersten Ranges 1 Rthlr. ꝛc.

Da zu dieser Benefiz⸗Vorstellung Abonnements nicht guͤltig sind, so werden die resp. Inhaber von Abonnements⸗Plaͤtzen ersucht, bis Donnerstag, den 19ten d., Mittags 12 Uhr, bestim⸗ men zu lassen, ob sie die Plaͤtze behalren wollen, oder ob diesel⸗ ben anderweitig verkauft werden sollen.

Zum ersten⸗ Friedrich und

Köni

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1 ec8001 e 89 86 1111““ Donnerstag, 19. Maͤrz. ie Familien Capuleti und Mon tecchi, Oper in 4 Akten. Musik von Bellini. —— ——NTEb“]

Neueste Nachrichten.

DParis, 12. Maͤrz. Der Koͤnig arbeitete gestern mit den Ministern der Marine und des Innern, und ertheilte demnaͤchst dem General Sebastiani die Abschieds⸗Audienz.

Das Ministerium scheint nunmehr definitiv konstituirt zu seyn; auf wie lange, muß die Zukunft lehren. Als Conseils— Praͤsidenten bezeichnet man den Herzog von Broglie, der zu⸗ gleich die auswaͤrtigen Angelegenheiten uͤbernehmen wuͤrde, und als Kriegs⸗Minister den Marschall Maison, bis zu dessen An⸗ kunft zaus St. Petersburg der Graf von Rigny das Kriegswe⸗ sen uͤbernehmen soll. Die saͤmmtlichen uͤbrigen Minister wuͤrden im Amte hleiben. Indessen enthalten selbst die heutigen Abendblaͤt⸗ ter noch nichts Bestimmtes uͤber diese Combination, wohl aber hofft nan, sie morgen im Moniteur zu finden. Heute liest man im Journal des Débats, das jetzt, wo die doctrinaire Partei sich durch den Hinzutritt des Herrn von Broglie im Kabinet noch verstaͤrkt hat, als das eigentlich mini⸗ sterielle Blatt zu betrachten ist, bloz folgende Zeilen: „Wir glauben, anzeigen zu koͤnnen, daß die ministeriellen Arrangements ihrer Beendeigung nahe sind. Die Combination, die schon gestern fruͤh zur Zufriedenheit aller Freunde der verfassungsmaͤßigen Monarchie fast zu Stande gekommen war, hat Abends wieder aufgenommen werden koͤnnen, und wir haben Ursache zu hof⸗ fen, daß binnen 24 Stunden die Entwickelung der ministeriellen Krise amtlich bekannt seyn wird.“ In eben diesem Blatte liest man Folgendes: „Die Deputircen der Majoritaͤt haben sich meuerdings gestern Abend bei Herrn Anzahl, wie am 10ten, versammelt. Auf die gegruͤndete Hoff⸗ nung, die ministeriellen Arrangements bald zu Stande kommen zu sehen, ist beschlossen worden, eine Adresse an den Koͤnig, als zwecklos, aufzugeben und dagegen sofort einen Schritt im Na⸗ men der Versammlung bei denjenigen der vorigen Minister (Thiers, Guizot und Humann) zu thun, welche die Zusammen⸗ setzung des Kabinets durch die Weigerung, an demselben Theil zu nehmen, verhindern wuͤrden, wenn sich der Koͤnig an ihren Patriotis⸗ mus und ihre Erfahrung wendete. Die zu diesem Zwecke er⸗ nannten Commissaire sind der General Jacqueminot, die Herren Odier, Frangois Delessert, von Marmier, von Lariborssière, Louis Lemercier und Joseph Périer. Die ehrenwerthen Mit⸗ glieder haben sich auf der Stelle ihrer Mission entledigt und Herr v. Chastelier hat sogleich dem Praͤsidenten der Deputirten⸗ Kammer geschrieben, um seinen Entwurf einer Adresse an den Koͤnig zuruͤckzunehmen.“ Die Deputirten der Opposition, un⸗ gefaͤhr hundert Mitglieder stark, waren gestern bei Herrn Ni⸗ kolas Koͤchlin zusammengekommen, um sich uͤber den Gang zu verstaͤndigen, der bei Gelegenheit des von dem Herrn von Cha⸗ stelier niedergelegten Antrages zu befolgen seyn wuͤrde. Sie hat⸗ ten einstimmig beschlossen, ihn in den Bureaus zu unterstuͤtzen, aber auf eine klare Abfassung der Adresse zu dringen. Der Bons Sens sagt, auch der tiers-parti habe gestern Abend in der Straße Monsigny, in dem ehemals von St. Simonisten bewohnten Hause, eine Versammlung gehalten; er weiß aber nicht was vorgefallen ist. 1 In der Pairs⸗Kammer unterhielt man sich heute bere laut uͤber die Wahl des Herzogs von ghea1 e Enafee Praͤsidenten. Auf der Tagesordnung stand ein Bericht des Herrn Tripier uͤber den Gesetz⸗Entwurf wegen des Verkaufs

5 % Met. 10122. 4⅞ 942½. Bank Actien 1323 31.

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Fulchiron in eben so großer

eine andere Abfassung in Antrag brachte. die Berathungen uͤber das Gesetz Majorate. und zwar beide dawider, indem sie behaupteten, da

setz wohlerworbenen Rechten zu nahe trete; 8 en Grafen Dejean und von Montlosier. Rede dieses Letzteren traten der Herr Gutzot in den Saal,

Hiernaͤchst wegen der

es waren

Herzog von Broglie von denen jener die Gluͤckwuͤn des Herrn Barthe und einiger anderer Pairs annahm. 2 iste Artikel des erwaͤhnten Gesetz⸗Entwurfes, wonach jede richtung eines Majorats fuͤr die Folge verboten seyn soll, mit großer Stimmen⸗Mehrheit durch. Dagegen fand . Artikel, welcher von den bereits bestehenden Majoraten and erheblichen Widerspruch, indem die Meinungen hauptsaͤchlich! uͤber getheilt waren, bis wie weit diese Majorate noch solt vererbt werden duͤrfen. Die Berathungen uͤber diese Frage n ren bei dem Abgange der Post noch nicht beendigt. Die heutige Sitzung der Deputirten⸗Kammer, in h cher der Vice⸗Praͤsident, Herr Passy, den Vorsitz fuͤhrt,“ gann mit der Vorlesung eines Schreibens des Herrn Chasegn wodurch dieser seine, Tages zuvor dem Praͤsidenten eingganh Proposition, wegen einer Adresse an den Koͤnig, wieder derg nahm. (S. oben.) Hr. Garnier⸗Pages hielt dies Versahm unregelmaͤßig, indem die Zuruͤcknahme in den Bure autisi erfolgen muͤssen, und beschwerte sich zugleich, daß auf diese di 1an s;dgege⸗ ö vafse e sey, indem er w ehrere seiner Freunde gestern bloß in der Hoffnun Wort verzichtet haͤtten, 9 Secen8 beantragten Adreß⸗Entwurf vernehmen lassen zu koͤnnen; dessen aber habe die sogenannte Majoritaͤt sich mittlerweile in ei besonderen Lokale versammelt gehabt, und die Zuruͤcknahme se Proposition erwirkt. Herr Chastellier entschuldigte sich hi auf, daß er die Mitglieder der Kammer nicht zeitig genug n diesem Schritte benachrichtigt habe. Herr Giraud erzin daß wenn er der Urheber der Proposition gewesen wäre, er nicht zuruͤckgenommen haben wuͤrde; gleichwohl war er mit ne reren anderen Deputirten der Meinung, daß uͤberhaupt jede he position erst dann als das Eigenthum der Kammer betragh werden koͤnne, wenn sie oͤffentlich vorgelesen worden sey. 2 entgegengesetzten Ansicht waren mehrere Oppositions⸗Mitglie⸗ die mit Herrn Garnier⸗Pagés verlangten, daß die Deputir sich noch einmal in ihre Bureaus zuruͤckziehen sollten, damitee Herr Chastellier seinen Antrag regelmaͤßig zuruͤcknehme. wurde jedoch hierauf keine Ruͤcksicht genommen, vielmehr Tagesordnung geschritten. Diese war ein Bericht Marschalls Clauzel über einen abermaligen Zuschuß n. 1,400,000 Franken zu den Militair⸗Pensionen. Mehte Gesetz⸗Entwuͤrfe von öͤrtlichem Interesse wurden darauf mitt ßer Stimmen⸗Mehrheit angenommen. Waͤhrend der mung traten die Herren Guizot, Thiers, Humann und Duche in den Saal, und man konnte aus ihren zufriedenen Mienen! lich entnehmen, daß das Staatsruder ihnen verblieben ist. . fand Herr Mauguin sich bald veranlaßt, die Rednerbuͤhne besteigen. „Das Ministerium“, sagte er, „scheint endlich nannt zu seyn, und ich kuͤndige daher der Kammer hiermit daß ich morgen Interpellationen an die Minister richten weedt Der Finanz⸗Minister meinte, daß, da die betreffenden U ordnungen noch nicht im Moniteur erschienen waͤren, es we angemessener seyn moͤchte, hiermit bis zum Sonnabend zu n ten. Mit diesem Vorschlage erklaͤrte die Masoritaͤt der Kam sich einverstanden, so daß also die naͤchste Sonnabend⸗ Sitn sehr interessant zu werden verspricht. Den Beschluß derg Pece ias6 Sitzung machten die Berathungen uͤber die Smn assen. Der Baron von Varennes ist heute aus Hamburg eingetroffen. Das Mémorial des Pyrenées vom FIten d. sagt: St. Sebastian war das Gerüͤcht verbreitet, daß ein hefeu Treffen bei Vittoria stattgefunden und mehrere Stunden dauert habe; den Insurgenten waͤre es schon gelungen geweh in die Stadt einzudringen; ein starkes Feuer aus den Haͤu haͤtte sie aber genoͤthigt, sich mit Verlust aus der Stadt wwe zuruͤckzuziehen.“

In der Frankfurter Ober⸗Post⸗Amts⸗Zeitun liest man die nachstehende, in Straßburg eingegangene telegra sche Depesche aus Paris vom 12. Maͤrz um 3 Uhr Nachmitne „Das Kabinet ist konstituirt. Marschall Maison ist Kriegs⸗Minister ernannt; der Herzog von Broglie zum M ster der auswaͤrtigen Angelegenheiten. Die anderen Portefeutz bleiben in den Haͤnden der bisherigen Minister. Der M teur wird morgen die Koͤnigl. Verordnungen enthalten.“

‚Heute schloß 5proc. Rente pr. compt. 107. 10. cour. 107. 30. 3 proc. pr. compt. 79. 95. fin cour. 10. 5proc. Neap. pr. compt. 96. 85. fin conr. 97. —. 5mmn Span. 48. 3proc. 28 ¼. Cortes 48 ¼. Ausg. Span. Schuld ü

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Redacteur Cottel.

der Fruͤchte auf dem Halme, fuͤr welchen der Berichterstatter

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ekanntmachungen.

Der Verein der Kunstfreunde im Preußischen Staate versammelt sich Montag am 23. Maͤrz d J⸗, Vormittags um 10 Uhr, im Koͤnigl Gewerbhause, Klosterstraße Nr. 36, Behufs der Abstattung des Jah⸗ resberichts, so wie zur Reshnint eisg und Ver⸗ loosung der erworbenen Kunstgegenstande.

Berlin, am 16. Marz 1835. . Direktorium des Vereins der Kunstfreunde im Preußischen Staate.

abgeschaͤtzt worden

Subhastations⸗Patent.

Die unterm 28. Januar 1834 von uns verfuͤgte, und nach der Bekanntmachung vom 6. December d. J. zuruͤckgenommene Subhastation des dem Kam⸗ merherrn, Hof⸗ und Justitien⸗Rath Carl Joseph v. Eeee zugehoͤrigen, in dem Langensalzaer Kreise

elegenen, und im Hypotheken⸗Buche des unterzeich⸗ neten Ober⸗Landesgerichts Tom II. No. 38. pusg sq. eingetragenen Mannlehn⸗Ritterguts Mulverstedt zweiten Antheils, mit den dazu gehdrigen Holzungen auf dem Ihlefelde, so wie der Haͤlfte eines halben Guts in Großengottern und einem Fuͤnftel von dem

Allgemeiner Anzeiger fuͤr

andern halben Gute daselbst, welche Grundstuͤcke zu⸗ sammen auf 57,624 Thlr. 11 sgr. 5 ¹¼ pf gerichtlich

trag eines Glaͤubigers ihren Fortgang nehmen. Es ist daher ein Bietungs⸗Termin auf den 22. Julius 1835, Vormittags 10 Uhr, vor dem Deputirten, Koͤnigl. Ober⸗Landesgerichts⸗ Assessor Herrn Krug in dem Lokal des unterzeichne⸗ ten Ober⸗Landesgerichts angesetzt worden, zu welchem die Kauflusigen mit dem Bemerken hierdurch vor⸗ geladen werden, daß die Taxe, der neuste Hypotheken⸗ Schein und die besondern Kauf⸗Bedingungen in der Registratur hier eingesehen werden koͤnnen. Raumburg, den 23. December 1834. Koͤnigl. Preuß. Ober⸗Landesgericht von

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Literarische Anzeigen. pug. 334. So eben ist erschienen und res Der Preußische Stagt in allen seinen Be⸗

ziehungen; eine umfassende Darstellung seiner Geschichte, Statistik, Geographie, des Militair⸗ gaates und der Topographie, mit besonderer Be⸗

tet von einem Vereine v sind, soll nunmehr auf den An 8

stande des Freiherrn L.

le Lieferung.

Dies auf schoͤnem Druckpapier 10 sgr. pier 15 sgr. kostet. Lieferungen tritt der Ladenpreis (um

„Die zweite in 12 Tagen duͤrfte besonders auch in Beziehung

Verhaͤltnisse den Lesern aus men sein.

Der ersten Lieferuug vorgeheftet. vtrerzns 11“

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Sachsen.

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erschien und kann durch alle gen werden (vorraͤthig handlung zu Berlin,

die Preußische

ruͤcksichtigung der Administration. Bearbei⸗

Gelehrten und Freunden der Vaterlandskunde unter dem Vor.

von Zedlitz (2Z. N.)

Werk erscheint in 12 Lieferungen, wovon jede und auf Velinpa⸗

Nach Beendigung der 6 ersten fertige Lieferung Veraͤnderung in dem Ministerium und ihrer Ressort allen Staͤnden willkom⸗

Prospekt dieses wichtigen Werkes

Aug. Hirschwald, Burgstr. Nr. 25.

In J. Scheible's Verlags⸗Expedition in Leipzig Buchhandlungen bezo⸗

in der Stuhrschen Schtoßpiat dir Aschen Buch

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Der Flagellantismus u. die Jesuitenbeich

Vollstaͤndige Geschichte der Geißelungs⸗Instit Kloster⸗Zuͤchtigungen und Beichtstuhl⸗Verirrune aller Zeiten. Nach dem Italienischen des Giovff Frusta. Preis 1 ¼ Thlr. 5

LTI“ Interessante Schrift. Bei G. Basse in Quedlinburg fift eben ersch nen und bei Ludwig Oehmigke, Burgstraße Nr in Berlin, zu haben: b Mademoiselle Avrillon's

Memoiren uͤber die Kaiserin Josephin ihre Familie und ihren Hof. 2 Baͤnde. S8vo. Ä0 Preis 1 Thlr 25 sgr. 8 Die Darstellung der Verfasserin ist eben so treffli als lebendig und wahr. Nicht leicht findet man treueres Bild der Vergangenheit, als dieses Me uns darbietet; nirgends Uebertreibung und Schm. chelei, uͤberall Wahrheit, historisch⸗treue Erzaͤhlu der Begebenheiten und treffende Charakteristik al⸗ der hohen Personen, mit denen die Verfasserin,“ moͤge ihrer Stellung, in nahe Beruͤhrung zu komme so oft Gelegenheit hatte. Das Buch bietet eine il ßerst angenehme, unterhaltende Lectuͤre dar.

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der neuesten

ist bei der

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Abschahegan ü9 Zwei Redner ließen sich üͤber dasselbe verneßn 9

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Beim Ablaufe s trovinzen aber bei den Koͤniglichen Post⸗Aemtern zu

die Bestellungen

des Quartals wird hiermit in Erinnerung gebracht, daß die Bestellungen auf diese Zeitung nebst

deeE gens,srzrtsährs 1 vrabende seines Datums durch die Stadtpost frei ins Haus gesandt wird.

aim das Platt um Pönarke sit spaͤtestens den 31sten d. M. an uns gelangen zu lassen, indem son

r den ganzen der Monarchie auf 2 Rthlr.

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raͤnumeration hier am Orte bei der Redaction (Mohren⸗Straße Nr. 34), in den Frcat⸗ Cour. vierteljaͤhrlich festge

etzt ist, wofuͤr den hiesigen Ahon⸗ zu koͤnnen, muͤssen

jahr abmessen aflch⸗ fuͤr das kommende Vierteljah Eee

ch selbst zuzuschreiben haben, wen

es Blattes eine Unterbrechung erleidet und nicht sämmtliche Rummern vom Anfange des Quartals an nachgeliefert werden koͤnnen.

Amtliche Nachrichten. Kronik des Tages. Se. Majestaͤt der Koͤnig haben den Major vom Generalstabe,

gohann Ludwig Wilhelm Salpius, in den Adelstand zu

ben geruht. 8 Se Koönigliche Majestaͤt jrektor Honigmann in . dictnag har den Kreis Sangerhausen Allergnaͤdigst zu en geruht. 6 ““

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haben den Land⸗ und Stadtgerichts⸗ Sangerhausen zugleich zum Kreis⸗ Der bei dem Land⸗ und Stadtgericht zu Horstmar ange⸗ ellte Justiz⸗Kommissarius von Hamm ist zugleich zum No⸗ rius in dem Bezirke des Ober⸗Landesgerichts zu Muͤnster er⸗ annt worden. 3 1 Der bei dem Land⸗ und Stadtgerichte zu Luͤdenscheid ange⸗ selte Justiz⸗Kommissarius Davidis ist zugleich zum Notarius un dem Bezirke des Ober⸗Landesgerichts zu Hamm ernannt worden. m Bezirke der Koͤnigl. Regieruug 808 ist der bisherige Prediger in Alt⸗Stuͤdnitz, als Prediger in Marrin angestellt worden; dem bisherigen Vikar in Putzig, Paul Pfarrstelle in Gemlitz verlie⸗

zu Coͤ eeers, u Danzig ist - wsotf, die erledigte katholische en worden; zu Erfurt ist die erledigte evangelische Pfarrstelle zu Schmira dem Kandidaten des Predigtamts und Rektor an der Stadtschule zu Soͤmmerda, Johann Karl Wilhelm Diethold, verlie⸗ hen, und der bisherige evangelische Pfarrer zu Nausiß und Herrnschwende, Fedcan Friedrich Koch, zum Pfarrer zu K ernannt worden; 1ines, znegsberg ist dem bisherigen Katecheten und Rektor in Bischofstein, Gustav Albert Leopold Schiller, die er⸗ lebigte Pfarrerstelle an der evangelischen Kirche zu Postniken veriehen, und der Predigtamts⸗Kandidat, Julius Otto Steinwender, zum der evangelischen Kirche nten berufen worden; 5 1b Str 1 ist der bisherige Diakonus zu Bergen auf Nuͤgen, Johann Peter Dabis, zum Pastor susbstitutus an der Kirche zu Triebsees ernannt worden.

8

Zeitungs⸗Nachrichten. Ausland.

Frankreich. Heute Nachmittag ist das Kabinet Koͤnigl. Verordnungen sind unterzeich⸗

11 1 Farenn. 12. Maͤrz. definitiv konstituirt, die 89 und telegraphische Depeschen nach allen Departements ab⸗ gesandt worden. (S. das gestrige Blatt der Staats⸗Ztg.)

Ein hiesiges Blatt sagt: „Ob der Marschall Maison das ihm angetragene Kriegs⸗Ministerium annehmen wird, ist noch sehr zweifelhaft. Daß es ihm uͤbertragen worden, ist das Werk des Herrn Thiers, der in ihm einen Beistand gegen die Ver⸗ saͤrkung hofft, welche Herr Guizot durch Herrn von Broglie's Eintritt erhalten hat. Der erste Kampf, den das neue Kabinet zu bestehen haben wird, findet am Sonnabend statt, wo die Mäcglleder desselben der Deputirten⸗Kammer Aufschluͤsse uͤber die Veranlassung und den Verlauf der ministeriellen Krisis zu geben haben. Die Majoritaͤt der Kammer hat sich indeß bisher so fuͤgsam und schuͤchtern bewiesen, daß ein entscheidender Schritt zum Sturze des Ministeriums nicht zu erwarten steht; und hat sich je die Masoritaͤt einmal, wenn auch vielleicht nur indirekt, fuͤr das Kabinet ausgesprochen, so wird sie es auch spaͤter bei der Ame⸗ rikanischen Frage schwerlich im Stich lassen. Der Bericht uͤber diesen Gegenstand seite a h hen 23sten von Herrn Du⸗ mon der Kammer vorgelegt werden.

Das Journal d erce enthaͤlt nachstehenden Artikel: „Die Regierungs⸗Anarchie, die seit mehreren Monaten herrscht, scheint noch keinesweges ihrem Ende nahe zu seyn, und wenn es selbst einer rein doctrinairen Verwaltung gelingen sollte, fuͤr den Augenblick die Leitung der oͤffentlichen Angelegenheiten wieder en sich zu reißen, so wuͤrde deshalb doch nicht Alles beendigt seyn, und es wuͤrden sehr bald neue Verlegenheiten entstehen. Es ist in der That unmoͤglich, zu einer zufriedenstellenden Loͤ⸗ sung zu gelangen, wenn man den bisher eingeschlagenen Weg hartnaͤckig verfolgen will, und es ist ein schwerer Irrthum, wenn man glaubt, daß die Schwierigkeiten der gegenwaͤrti⸗ gen Lage in der Wahl der Staatsmaͤnner liegen, waͤhrend sie nur in der Wahl der auf eine Repraͤsentativ⸗Regierung an⸗ wendbaren Grundsaͤtze zu suchen sind. Man will ein neues Ministerium konstituiren, und man verlangt, daß dieses neue Ministerium genau in die Fußtapfen desjenigen trete, welches ersetzt werden soll. . der Deputirten⸗Kammer seyn, und doch will man durchaus Namen beibehalten oder eintreten lassen, welche nur durch par⸗ lamentarische Niederlagen bekannt sind. Man verlangt ein neues Ministerium, und beharrt darauf, eine Amnestie zu verweigern; dies Alles ist unvertraͤglich und auf die Dauer unmoͤglich.“

Die gestrige Sitzung der Deputirten⸗Kammer giebt dem

enovateur zu folgenden Betrachtungen Anlaß: „Die gestrige Sitzung hat uns den im Juli 1830 gegruͤndeten Zustand der

ciam verurtheilen.“

Das neue Ministerium soll ein Widerschein

Seite das Koͤnigthum, welches sich seit zwanzig Tagen in TCom⸗ binationen aller Art erschoͤpft, ohne ein verantwortliches Mini⸗ sterium zu Stande bringen zu koͤnnen, von der anderen Seite die Deputirten⸗Kammer in eine solche Ohnmacht versunken, daß sie nicht einmal den Muth hat, ihr Stillschweigen zu brechen und die Fehler des Systems zu bezeichnen. Niemals wurde der Welt ein groͤßeres und lehrreicheres Schauspiel gegeben: hier se⸗ hen wir eine, angeblich auf den Wunsch der Nation gegruͤndete Regierung, und die dennoch durch eine verhaͤngnißvolle Noth⸗ wendigkeit auf Wege geleitet wird, die nach allen Seiten zum Abgrunde fuͤhren; dort erblicken wir eine Deputirten⸗Kam⸗ mer, welche direkt von der Volks⸗Souverainetaͤt abstammt, und doch durch außerordentliche Umstaͤnde dahin gebracht wird, einzu⸗ sehen, daß sie nicht im Stande ist, die Gefahren zu beschwoͤren, welche die Dynastie und den von ihr erwählten Zustand der Dinge bedrohen. Ist dies nicht Revolution? Und mehr als Revolution Anarchie? Und hier sind es nicht etwa die Lei⸗ denschaften der Straßen, die wahnsinnige Aufregung einiger Volks⸗Redner, die ruͤcksichtslose Kuͤhnheit einiger Verschwoͤrer, welche den Staat in jene unglaubliche Verwirrung gestuͤrzt ha⸗ ben; nein, Ruhe und Schweigen herrschen rund um den Thron. Das Koͤnigthum wird nicht mit unloyalen Waffen bekaͤmpft. Kaum daß man in den parlamentarischen Reden einige Energie bemerkt, und die Opposition, um ihre Maͤßigung und Geduld zu erklaͤren, hat sich selbst die dynastische Opposition nen⸗ nen muͤssen. Und doch herrscht seit vier Monaten die Zwie⸗ tracht in dem Conseil Ludwig Philipp's; zwei heftige Krisen brachten zwei ministerielle Zwischenreiche hervor, waͤhrend wel⸗ cher, zum groͤßten Nachtheil des oͤffentlichen Wohls, die Ver⸗ waltung gleichsam suspendirt war. Woher koͤmmt das? Sollte es nicht durch die Worte des Herrn Odilon⸗Barrot erklaͤrt wer⸗ den koͤnnen, der gestern von der Rednerbuͤhne herab sagte: „„Das Alles deutet auf ein Grund⸗Uebel hin, das mit der Wurzel ausgerottet werden sollte.““

ie gestrige Soirée bei dem Praͤsidenten der Deputirten⸗ Kammer war zahlreich besucht. Viele Deputirte sprachen sich sehr unwillig uͤber die Schritte der 150 bei Herrn Fulchiron versammelt gewesenen Deputirten aus, durch deren Einmischung die Wiederherstellung des doctrinairen Kabinets zu Stande ge⸗ kommen ist.

Es ist hier jetzt mehr als je Sitte, die politischen Zustaͤnde und Ereignisse in Epigramme zu kleiden, und selbst ein Theil der groͤßern Journale laͤßt selten einen Tag voruͤbergehen, ohne einige politische Witze mitzutheilen. Jede große Stadt pflegt eine oder ein Paar Autoritaͤten zu haben, denen alle bons mots in den Mund gelegt werden, und die alle auten und schlechten Einfaͤlle auf ihre Schultern nehmen muͤssen. Wird in Paris eine Albern⸗ heit erzaͤhlt, so muß sie Herr Viennet gesagt haben; Hr. Dupin hat das Privilegium fuͤr die guten Einfaͤlle. So erzaͤhlt man heute, daß Letzterer, als die Rede davon gewesen sey, dem Mar⸗ schall Maison die Praͤsidentschaft des Conseils zu uͤbertragen, ge⸗ sagt habe: „Dem Koͤnige sind ja schon drei Marschaͤlle unter dem Leibe erschossen worden.“ Als einige Deputirte die Gruͤnde wissen wollten, warum er die Kammer mehrere Tage lang nicht zusammenberufen habe, erwiederte er: „Es giebt kein Ministerium; man kann die Regierung doch nicht in eontuma-

Großbritanien und Irland. 1 Parlaments⸗Verhandlungen. Unterhaus. Siz⸗ zung vom 10. Maͤrz. (Nachtrag.) Der Marquis von Chandos schloß seinen Vortrag zu Gunsten der Aufhebung der Malz⸗Steuer mit folgenden Worten: „Der Englische Paͤch⸗ ter kann sich in keiner schlimmeren Lage befinden, als jetzt. Dies allein sollte schon die ehrenwerthen Mitglieder bewegen, meinem Antrag die ernstlichste Beruͤcksichtigung zu schenken. Ich habe denselben so einfach als moͤglich gestellt und uͤberlasse die Frage einer Jury von Englischen Land⸗Edelleuten. Niemand, hoffe ich, wird an meiner Motion Anstoß nehmen, und nach dem, was ich an anderen Orten gehoͤrt, so wie nach den Reden zu urtheilen, welche in verschiedenen Theilen des Landes gehalten worden sind, halte ich es fuͤr unmoͤglich, daß Land-⸗Edelleute, die ihre Parlaments⸗Sitze ganz allein dem Ackerbau⸗Interesse ver⸗ danken (lauter und anhaltender Beifall), jetzt, in der Stunde der Noth, diejenigen im Stich lassen koͤnnen, von denen sie so kraͤftig unterstuͤtzt worden sind. Ich fordere Sie also auf, als Land⸗Edelleute von England, den Beschluß zu unterstuͤtzen, den ich dem Hause vorgelegt habe.“ Auch Herr Handley, der die Motion unterstuͤtzte, glaubte, daß das Ministerium gegen die Wuͤnsche der Ackerbau treibenden Klasse um so weniger taub seyn koͤnne, als ihm so viele Land-Edelleute aus Essex, Kent und anderen Grafschaften als Rathgeber zur Seite staͤnden. „Die ehrenwerthen Herren und Lords gegenuͤber“, sagte der Redner, der zur Opposition gehoͤrt, „hegen große Furcht vor den Fortschritten der Reform und schreien laut, man solle die Institu⸗ tionen des Landes zu bewahren suchen; aber ich behaupte, daß von dem traurigen Zustande, in welchem sich der Ackerbau befindet, al⸗ lein eine Revolution zu fuͤrchten ist (Beifall), daß dadurch am Ende alles Eigenthum zu Grunde gerichtet und die Institutionen des Landes gefaͤhrdet werden muͤssen. Die Malz⸗Steuer ist de⸗ moralisirend in ihren Wirkungen, weil sie den Tageldoͤhner eines gesunden Getraͤnkes daheim beraubt und ihn in die Schenken treibt. Sehr wichtig ist auch die Thatsache, daß in den letzten 40 Jahren der Verbrauch des Malzes nicht zugenommen hat, waͤhrend der Verbrauch von Zucker um 30 pCt, der von Thee um 40 pCt. und der von Kaffee um 200 pCt. gestie⸗ en ist. (Hoͤrt, hoͤrt!) Der Paͤchter wird auch durch die Malz⸗

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inge in dem allerauffallendsten Lichte gezeigt. Von der einen

euer gendthigt, seinem Vieh schlechtere Fuͤtterung zu geben, denn

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die Trestern vom Bier sind anerkannt besser fuͤr das Vieh, als die 1ch eh he. 8en9 großer Uebelstand im Gefolge der Malz⸗ steuer ist ferner der, daß es dem Arbeiter nicht moͤglich ist, bei der hoben Abgabe sich selbst Bier zu brauen, und daß er also die Bier⸗ schenken besucht. Ich weiß, daß man dies ein Utopisches Projekt nennt, daß man es als eine Chimaͤre bezeichnet, und daß man sagt, die Arbeiter koͤnnten sich doch in keinem Fall ihr eigenes Bier zu Hause brauen. Ich glaube aber, daß, was der Eine kann, der An⸗ dere bei gleichen Mitteln auch vermag.“

Sir R. Peel, der sich hierauf erhob, um den Antrag des Marquis von Chandos zu bekaͤmpfen (und aus dessen Rede wir bereits gestern den 1e en mitgetheilt haben), zeigte, um die Unbilligkeit der Forderung, daß gerade von dem Malz die Steuer abgenommen werden sollte, darzuthun, daß der Verbrauch von Malz sich ungeachtet der Steuer in den 4 letzten Jahren fortwaͤhrend vermehrt habe, was also doch beweise, daß man die Steuer noch erschwingen koͤnne; im Jahre 1831, sagte er, habe diese Steuer dem Schatz 4,208,000 Pfund, im folgenden 4,675,000, dann 4,772,000 und im letzten Jahre 4,812,000 Pfund einge⸗ bracht, und die Gerstenpreise seyen gestiegen. Auch behauptete er, daß, wenn von dem bedraͤngten Zustande der Landwirthschaft die Rede seyn solle, keinesweges diejenigen, welche Gerste anbauten, vorzugsweise zu einer Erleichterung berechtigt waͤren, denn in der vor⸗ letzten Session sey durch die Untersuchungen eines Ausschusses nachge⸗ wiesen worden, daß die, welche Weizen bauten, am meisten Noth litten. Ferner erklaͤrte er es fuͤr eine Taͤuschung, als wuͤrde das land⸗ wirthschaftliche Interesse durch die Aufhebung jener Steuer und die davon erwartete Zunahme der Bier⸗Consumtion gewinnen. Die Nichtzunahme dieser Consumtion, sagte er, sey . eine Folge der Steuer, sondern eine Veraͤnderung in den Ge⸗ wohnheiten der Nation, die nun einmal an Thee, Kaffee und geistigen Getraͤnken mehr Gefallen finde. Eine mit fruͤheren Zeiten, fuhr der Redner fort, koͤnne daher gar nicht stattfinden, denn im Jahre 1722, als die Bevoöͤlkerung von Eng⸗ land 6 Millionen betragen, habe man ungefaͤhr einen Barrel Bier auf den Kopf gerechnet; hingegen waren nur 370,000 Pfd. Thee und 3 Mill. Gallonen geistiger Getraͤnke verbraucht wor⸗ den, dagegen im vorletzten Jahre 31,829,000 Pfund Thee und 12,332,000 Gallonen geistige Getraͤnke. Im Jahre 1760 habe man 262,000 Pfund Kaffee verzehrt und im Jahre 1833 dage⸗ gen 20,791,000 Pfund, wobei zu bemerken, daß von Kolonial⸗ Waaren, Weinen und anderen geistigen Getraͤnken eine weit hoͤhere Abgabe entrichtet wuͤrde, als von Malz. Es sey demnach, meinte er, ein wahrer Unsinn, von einem Na⸗ tional⸗Getraͤnke zu sprechen; ja, er glaubte, daß durch die Ab⸗ schaffung der Malzsteuer eine noch groͤßere Consumtion von gei⸗ stigen Getraͤnken eintreten wuͤrde, denn bei den jetzigen Fortschritten der Chemie sey nichts leichter, als Spiritus aus Malz zu distilliren, sobald dieses freigegeben wuͤrde; hierdurch wuͤrde ein neuer Aus⸗ fall in der Auflage auf Spiritus eintreten, so wie in der Auf⸗ lage auf Thee und Kaffee, deren Verdraͤngung durch Bier kei⸗ nesweges eine moralische Seite darbiete; außerdem habe das ge⸗ genwaͤrtige Malz⸗System noch den Vortheil, daß es 3 Mill. Pfd. jaͤhrlich in Umlauf setze, waͤhrend die Annnahme des vor⸗ liegenden Antrages alle Operationen des Malzgeschaͤftes in Stok⸗ ken bringen wuͤrde. In dem weiteren Verlaufe seiner Rede setzte Sir R. Peel die gaͤnzliche Nichtigkeit aller scheinbaren Ersatzmittel fuͤr einen so großen Ausfall aus einander. Am wenigsten wollte er (wie bereits erwaͤhnt) von einer Eigenthums⸗Steuer wissen, weil eine solche den oͤffentlichen Kredit ganz und gar erschuͤt⸗ tern wuͤrde. „Gegenwaͤrtig“, so schloß der Redner seinen Vor⸗ trag, „belaͤuft sich die Masse der 3 ½ pCtigen Consols auf 250 Millionen Pfd., und die Zeit ist nicht fern, wo sie al den abgezahlt werden koͤnnen (hoͤrt! hoͤrt! hoͤrt!): alles die Folge der strengen Redlichkeit, welche man bisher gegen die oͤffentlichen Glaͤubiger beobachtet hat. Ich warne daher das Haus vor ei⸗ nem uͤbereilten Entschlusse, erklaͤre aber, daß ich, falls ich den⸗ noch uͤberstimmt werde, es einem anderen Kanzler der Schatz⸗Kam⸗ mer uͤberlassen muß, den Ausfall von 5 Millionen Pfd. zu decken.“ Herr Cobbett, der zunaͤchst das Wort nahm, sprach in einem so leisen Ton, daß die Bericht⸗Erstatter nicht einen einzigen Satz richtig verstehen konnten; nur so viel war zu vernehmen, daß er das Haus aufforderte, sich durch die Drohung des sehr ehrenwerthen Baronets, daß er resigniren wolle, wenn er bei der Abstimmung uͤber diese Frage in der Minoritaͤt bliebe, nicht von der Unter⸗ stuͤtung der Motion des edlen Lords (Chandos) abschrecken zu lassen. Lord Norreys, Revpraͤsentant der Grafschaft Oxford, sagte, die Umstaͤnde, unter denen diese Motion jetzt dem Hause vorgelegt werde, seyen ganz verschieden von denen, unter wel⸗

daher diesmal gegen den Antrag stimmen.

„Das vorige Mal“, fuhr der Redner fort, „war ein bedeuten⸗ der Üeberschuß in der Einnahme vorhanden, und die Malzsteuer haͤtte damals gewiß ohne viele Schwierigkeit zur Haͤlfte aufgehoben werden koͤnnen. Auch unterstuͤtzte ich den Antrag in der vorigen Session, weil der damalige Kanzler der Schatzkammer erklaͤrte, daß er keine Maßregel zur besonderen Erleichterung der Beschwerden des Ackerbau⸗Interesses einzubringen gedenke. Jetzt aber haben wie ein Ministerium, welches diesem Interesse in jeder Hinsicht freund⸗ lich gesinnt ist, wir haben keinen großen Ueberschuß in der Ein⸗ nahme, und es wird nicht eine partielle, sondern die gaͤnzliche Ab⸗ schaffung der Steuer verlangt. Viele, die den edlen Lord (Chan⸗ dos) jetzt unterstuͤtzen, meinen es keinesweges gut mit dem Ackerhau⸗ Interesse, sondern duͤrften vielmehr die Ersten seyn, die sich gegen den edlen Lord kehren und aus der Abschaffung der Malzsteuer ein Argument fuͤr die Aufhebung der Korngesetze hernehmen moͤchten. Hoͤrt, hoͤrt!) Ich bedaure es, daß der edle Lord die Motion so fruͤhzeitig eingebracht hat. Es schweben jetzt noch Fragen von großer Wich⸗ tigkeit, und wenn es je eine Zeit gab, wo Einigkeit unter den

Freunden der Regierung noͤthig war, so ist es die jetzige. (Hoͤrt!)

pari wer-

chen sie in der vorigen Session eingebracht worden, und er muͤsse