1 v11“ AXAuswärtige Böreoen. ö Amsterdam, 21. Mürz. 1b
Niederl. wirkl. Sehuld 56 ½. 5 % do. 101 ½. Ausg. S Kauz-Bill. 26. 4 ½ 8 Amort. 95 ½. 3 ½ ½ 80 ½. Kuss. 98 ½. Oesterr. Preuss. Prüm.-Scheine 117 ⅛. do 4½ Anl. —. Spaun. 5 8 48 1t. 27
8 28 . Antwerpen, 20. März. Span. 5 % 48 ½. 38% 29. Zinsl. 21 ½. Cortes 481. Darmst. 27 ½. . 8 Hamburg, 24. März. Sanir04 4 1a. Russ. 1e Hope in Cert. 99. Preuss. Präm.-Scheine 131 ½. Poln. 141 ½. Dän. 74 ⅛. Port. 90 ⅛. Warschau, 22. März. 8 “ 1“ Pfandbr. 97 ½. 3. Part.-Obl. 437. “ “ 8 8* 5 44 11“— Wien, 21. März. 58 Met. 101 ⅞. 4 ½ 957 ⁄. Bank-Actien 1334 . Neue Anl. 590 ¼. 2 ½ 6 55 ½8. 20 7 1
do. Coup. 28.
13“
Meteorologische Beobachtung. Morgens Nachmitt. Abends Nach einmaliger 6 Uhr. 2 Uhr. 10 Uhr. Beobachtung.
341,L Par. 341, 04 Par. 339,8 . Par. Quellwärme 6,2 °R. — 90 90⁴ 0 Le 85 .ꝓ½ 1,. ⸗R. sgußwarme 3,1 °R. 78 vyCt. 8 ets. 7 ½ 1798 Bodenwärme 3,4 °R. beiter. eiter. truͤbe. „Hgdi⸗ „4 Wind... b NW. NW. W sauedunn. 0,08 5 ‧Rh. Wolkenzug — NW. Uriederschlag 0. 67 pCt. 3,7 00 R..
Luftdruck.. Luftwaͤrme Thaupunkt Dunstsaͤttg. Wetter...
Tagesmittel: 340, 00öü2,6 0° R. — 2,2 °R...
Mittel fur das 3te Monds⸗Viertel: 337,8 3„. .] 0,6 00 R. 77,8 Ct. NW.
Königliche Schauspiele.
Freitag, 27. Maͤrz. Im Schauspielhause: Die Braut von Messina, Trauerspiel in 4 Abth., von Schiller. (Dlle. Bertha Stich: Beatrice, als Gastrolle.)
Sonnabend, 28. Maͤrz. Im Schauspielhause: Die Groß⸗ mama, Lustsp. in 1 Aufz., von Kotzebue. Hierauf: Der Kam⸗ merdiener, Lustsp. in 1 Akt. Und: Der reisende Student, mu⸗ sikalisches Quodlibet in 2 Abth.
b Sonntag, 29. Maͤrz. Im Opernhause: Fernand Cortez, Oper in 3 Abth. Musik von Spontini. Ballets von Hoguet. M Im Schauspielhause: Sohn oder Braut, Lustsp. in 1 Aufz., von G. Harrys. Hierauf: Der Abbé de l'Epée, historisches Drama in 5 Abth., von Kotzebue. (Fraͤul. v. Hagn: Julius.)
Mcontag, 30. Maͤrz. Im Schauspielhause: Kaiser Frie⸗
drich I., 1ster Theil, historische Tragoͤdie in 5 Aufz., nebst einem Vrvorspiele von E. Raupach. (Dlle. B. Stich: Agnola, als Gastrolle.)
Koöͤnigstädtisches Theater. Freitag, 27. Maͤrz. Das Maͤdchen aus der Feenwelt, oder: Der Bauer als Millionair, Zauber⸗Maͤhrchen in 3 Akten, von F. Raimund. .
Sonnabend, 28. Maͤrz. Zum erstenmale: Der Schwur, oder: Die Falschmuͤnzer, komische Oper in 3 Akten, nach dem Franz. des Scribe, von Dr. Petit. Musik von Auber.
Sonntag, 29. Maͤrz. Der Gloͤckner von Notre⸗Dame, romantisches Drama in 6 Tableaux, nach dem Roman des Vic⸗ tor Hugo, von Charlotte Birch⸗Pfeiffer. (Madame Birch⸗ Pfeiffer: Gervaise, als Gastrolle.)
Montag, 30. Marz. Zum erstenmale wiederholt: Die Eh⸗ ren⸗Dame. Lustsp. in 1 Akt, nach Dupin von A. Cosmar. Hierauf auf Begehren: Die Reise auf gemeinschaftliche Kosten. Posse in 5 Akten, von L. Angely.
Neueste Nachrichten.
Paris, 20. Maͤrz. Der Koͤnig arbeitete gestern mit dem Conseils⸗Praͤsidenten und dem Großsiegelbewahrer.
Die Deputirten⸗Kammer setzte heute ihre Berathun⸗ gen uͤber den Gesetz⸗Entwurf wegen der Verantwortlichkeit der Minister, und namentlich uͤber den 6ten Artikel fort (s. das ge⸗ strige Blatt der St. Ztg.), der zuletzt sammt allen dazu beantrag⸗ ten Amendements verworfen wurde. Die naͤchst folgenden Ar⸗ tikel handeln von dem, von der Deputirten⸗Kammer bei der Anklage eines Ministers zu beobachtenden Verfahren, und gin⸗ gen ohne eine erhebliche Debatte durch.
Der Herzog Decazes ist in diesem Augenblicke sehr damit beschaͤftigt, sich der Anwesenheit der zur Guͤltigkeit der gerichtli⸗ chen Verhandlungen des Pairshofes erforderlichen Anzahl Pairs u versichern, und taͤglich haͤlt er zu diesem Behufe lange Kon⸗ eee mit dem Marquis von Semonville. Diese Unterhand⸗ lungen machen es zur Zeit noch unmoͤglich, den Augenblick zu bestimmen, wo die Debatten werden beginnen koͤnnen. Denn je mehr Zeit vergeht, desto mehr nimmt die Zahl der Patrs ab, die bei den zugegen zu seyn versprechen. Vor einigen Tagen zaͤhlte man nur noch vier Mitglieder mehr, als die vorgeschriebene Zahl. Seitdem aber haben drei wieder an⸗ gezeigt, daß sie bei dem Prozesse nicht anwesend seyn koͤnnten.
Herr Fumeron d'Ardeuil ist zum Praͤfekten des Depts. der Rhone⸗Muͤndungen statt des zum Staatsrath befoͤrderten Herrn Thomas ernannt worden.
Der Militair,Intendant des Besatzungs⸗Heeres in Afrika, Baron Bondurand, ist unlaͤngst mit Tode abgegangen.
Der verantwortliche Herausgeber des legitimistischen Blattes „la France“, Herr Descrivieux, der schon wegen mehrerer fruͤ⸗ herer Verurtheilungen eine Zeitlang im Gefaͤngnisse sitzt, ist neuerdings wegen eines Artikels des gedachten Blattes, worin der Assisenhof eine Beleidigung der Person des Koͤnigs erkannt hat, in contumaciam zu 6monatlicher Haft und einer Geldbuße von 4000 Fr. kondemnirt worden.
iebt einen offiziellen Bericht
Das Journal de Paris uͤber den Eindruck, welchen die Ankunft der Brigg „Assas“,
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welche die Abberusung Serruriers uͤberbrachte, zu New⸗York
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gemacht hat. Der Befehlshaber der Brigg und mehrere zu zoͤsische Offtzzer⸗ waren beim Landen von dem Poͤbel auf! groͤblichste Weise insultirt worden. (S. oben den Artikel RN York.) Der Franzoͤsische General⸗Konsul zeigte dies dem Me an, der sofort die Sache wieder gutmachte. Am 22. Maͤrz p Washington's Geburtstag: Die Municipal⸗Behoͤrde, den M an der Spitze, und der General⸗Konsul, begaben sich an Landungsplatz, um den Befehlshaber der Brigg und die M ziere zu empfangen. Alles lief aufs beste ab. Man gah Franzosen eine Collation, wobei Toaste auf Frieden und Cn tracht zwischen den beiden Laͤndern ausgebracht wurden.
Von der Spanischen Gräͤnze gehen folgende Nachree ten ein: „General Mina ist am 14ten in Elisondo angekomma um einen neuen Transport zu eskortiren. Er hat 10,000 Man bei sich. In Elisondo fand er 2000 Mann von der Dirvisi Ocana's, 800 Mann unter dem Befehlshaber dieses Pla Zugarramurdi, und 2500 Mann von der Division Jaureguh Im Ganzen stehen ihm also 15,300 Mann zur Verfuͤgung, Am 16ten sollte der von Mina erwartete Transport von Bayhn unter der Eskorte Franzoͤsischer Truppen abgehen.“ — Der zette de France wird außerdem noch aus Bayonne mie theilt: „Mina schreibt, daß er auf seinem Marsche von Panxa lona nach Elisondo angegriffen worden ist, daß er 7 Todle g 73 Verwundete gehabt und die Karlisten großen Verlust nüin haben.“
Im heutigen Blatte des Messager liest man Folgeg. „Man hatte von einer zu Gunsten der ausgesetzten Spanseh Schuld beantragten Maßregel gesprochen; neuere Briefe n Madrid berichten jedoch, daß diese Maßregel von der Kommn sion der Prokuradoren⸗Kammer nicht genehmigt worden Diesem Umstande muß man das Sinken jener Effekten an e gestrigen Boͤrse zuschreiben; heute stiegen dieselben wieder i. etwas.“
— Heute schloß 5proc. Rente pr. compt. 107. 60. † cour. 107. 75. 3 proc. pr. compt. 80. 60. fin cour. 70. 5proc. Neap. pr. compt. 97. 50. sin cour. 97. 60. öhm. Span. 49 ½. 3proc. 31. Ausg. Span. Schuld 18 ½.
Frankfurt a. M., 23. Maäͤrz. 102 101 ¼ 4proc. 95 ¼. 95 ½. 2 ½⁄proc. 57 B. 1proc. ¹ G. Bank⸗Actien 1602. 1600. Part.⸗Obl. 140 ½ 140 ½ Loos 100 Gulden 213. Preuß. Praͤm.⸗Sch. 65 ¾ 65 ¼ do. g9 Anl. 97 ½. G. Holl. 5proc. Obl. von 1832 100 ¼. 100 21. P0 Loose 71 ½. 70 ½. 5 proc. Span. Rente 47 ½. 47 ½. 3proc. do. g 28 ¼. 28
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Redacteur Cottel.
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Ieeernssar.
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11111“ “ ℳ LoWIA11““
—Bekanntmachungen.
Auszug. “
Mitt Beziehung auf die, den Stralsundischen Zei⸗ tungen ausfuͤhrlich inserirten Ladungen, werden alle und jede, welche an die, dem Hauptmann Carl Wil⸗
gen, jetzt verkauften, im Grimmenschen Kreise und Brandshaͤger Kirchspiel belegenen Guͤter Gr. und Kl MRuhof mit dem sogenannten Fischer⸗Ende, nebst Saäaten und Ackerarbeiten, so wie an das theils dem Paͤchter dieser Guͤter, dem Pensionair Ketelboter, ge⸗ hoͤrige, theils eiserne, dem Kaͤufer der Guͤter mit
3 89— rleeC 1“ ““
Da auf die Amortisation nachstehender Westpreußischen Pfandbriefe
Allgemeiner Anzeiger fuͤ
uͤberlassene dortige lebende und todte Inventarium, Forderungen und Anspruͤche zu machen haben, hier⸗ durch aufgefordert, solche in einem der Termine, als am 28. Februar, 23 MaKrz oder 10. April d. J, Morgens 10 Uhr, beim Konial. Hofgericht speciell anzumelden und zu beglauoigen, helm v. Normann auf Helle und Neuhof zugehdri⸗bei Strafe der durch den am 1. Mai d J zu pu⸗ blicirenden Praͤclusiv⸗Abschied zu erkennenden Praͤ⸗ elusion und gaͤnzlichen Abweisung. Datum Greifswald, den 30 Januar 1835.
Koͤnigl. Preuß Hofgericht von Pommern
II1I111“
und Ruͤgen.
Edietal ⸗Citation.
r die Pr
olgenden
86
v„. Moͤller, in Basel, in das Ausland gingen.
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1 W
U. Setas des Erytrahenten.
66 des
Benennung
Departements.
vereint, sondern in u““
briefes.
Thl und koͤnnen eine Erhoͤhung selbst
Kaufmann H. F. Lehmann zu Halle.
Kaufmann Werkmeister zu Brom⸗ berg und Kaufmann C. L. Sil⸗⸗ ling zu Cuͤstrin. Pietrunke.
Depositorium des Land⸗ u. Stadt: gerichts n Eragdenh. Kaczkowo.
Bauergutsbesitzer Gottfried Pruß zu Wettschuͤtz. Littschen.
Nieczuchowo.
Schneidemuͤhl.
desgleichen. Bromberg.
Marienwerder.
—
tungen zu leisten.
1gg- Leipzig, den 1. Maͤrz 1835.
entwendet.
18 75 verdorben.
46 25 desgl.
eußischen Staate
Millionen Franken, wovon à Millionen baar einge⸗ schossen wurden, und hatte zu Ende 1834 an Reserve, die nach einem Beschlusse der Gesellschaft bis zu 12 Millionen anzuwachsen hat, bereits 1 Million Fran⸗ ken. Die Praͤmien⸗Einnahme belief sich im Jahre 1834 in runder Summe auf 3 Mäallionen Franken, und die Summe bestehender Versicherungen auf 2600 Millionen Franken so wie die Summe der bis dahin mit der groͤßten Puͤnktlichkeit und Rechtlich⸗ keit bezahlten Brandschaͤben auf 20 Millionen Fran⸗ ken, wovon 2 Millionen durch die Direktoren des Auslandes, Heeren Ehinger & Comp., Banquiers
1 Es bietet demnach diese Gesellschaft dem Versiche⸗ W 1“““ rungslustigen Garantien dar, die andere Anstalten 8 des Continents selten aufzuweisen vermoͤgen, und die 111“ uum so hoͤher anzuschlagen sind, als die von ihr uͤber⸗ oommene Gefahr sich nicht auf einen kleinen Raum ganz Frankreich, Deutschland, der Schweiz und Italien befindet, und sie nur gegen Feuer versichert, ohne sich See⸗Assekuranzen und an⸗ dern gefaͤhrlichen Unternehmungen zu unterziehen.
Die Praͤmien sind, wo nicht geringer, doch durch⸗ aus jenen der besten Assekuranz⸗Gesellschaften gleich,
ren, wenn die Gesellschaft durch große Brandschaͤden veranlaßt wuͤrde, ungewoͤhnlich bedeutende Verguͤ⸗
choͤmberg, Weber & Comp., Haupt⸗Agenten des Pboͤnix zu Paris Fuͤr Berlin uͤbernimmt Antraͤge gegen Feuersgefahr J. L. Blancbois, Friedrichsstraße Nr. 72, Agent des Phoͤnir in Paris.
n.
Bergemann, L., Peter der Große als Man e8 dargestellt, àr, 5r, ör Band. M. Thlr
à
Hiermit ist dieses gehaltvolle Werk geschlossen. resp Besitzer der ersten 3 Bande werden ersuck t,n. Foetsehung gefaͤlligst bei uns in Empfang nehnnz h wollen. -
Den vielfachen Anfragen der resp. Interesfmn zu begegnen, zeigen wir an, daß Schedels vollstaͤnd. allgem Waaren⸗Lexiba fuͤnfte, ganz umgearb. u. verb Aufl. Heraug.) Prof. O. L. Erdmann. 7te Lief. Sarder — Smm huͤte. ¾ Thle. am 28. Januar 1835 zur Fortsetzung versandt Die Ste und letzte Lief rung erscheint zu Ostern) J. C. Hinrichssche Buchhaudlung in Lein Obiges Werk ist vorraͤthig in der Plahnse Buchhandlung, Jaͤgerstraße Nr. 37, so wie auch Mittler und in der Enslinschen Buchhandlu
in Berlin. t e
“
uͤber die Porsebung der Monumenta historica Germaniae
edigit G. H. Pertz.
Den Herren Besitzern und geneigten Beforden dieses großen deutschen National⸗Werks, besonce auch den Herren Juristen wird die Nachlt willkommen seyn, daß gegen Pfingsten d. J. der Band des Ganzen, oder der I. Band der Lkb. von welchem bereits gegen 100 Bogen abgedruckts zuverlaͤssig erscheinen, und eine ganz neue, mit h vieler Handschriften vermehrte und berichtit
dann nicht erfah⸗
dito.
64 100
bekannten Inhaber dieser Pfandbriefe aufgefordert, sich spaͤtestens bis zum achten Zins⸗Zahlungs⸗Termin 3 den 2. Januar 1836,
bei dem General⸗Landschafts⸗Syndicus, Herrn Ober⸗ Landesgerichts⸗Rath Ulrich mit ihren Anspruͤchen zu melden und solche zu bescheinigen oder die gaͤnzliche Amortisation der gedachten Pfundbriefe zu gewaͤrti⸗ gen, wodurch die Landschaft oͤder das betreffende Gut 1
an sie
8 Guͤter⸗WVerkauf.
Die der Westpreußischen Landschaft gehdrige, drei Meilen von Bromberg belegene Herrschaft Schubin soll im Wege der oͤffentlichen Licitation an den Meist⸗ bietenden verkauft werden. Hierzu haben wir einen
Termin auf üäümaesAmnn Vormittags um 10 Uhr, in unserm Geschaͤfts⸗Lokale anberaumt, und laden Kauflustige mit dem Bemerken ein, daß vor der Zulassung zum Gebote eine Kaution von 6000 Thlr. baar oder in Pfandbriefen oder Preu⸗
engrce.
angetragen worden ist, so werden die etwanigen un⸗ von allen ferneren, wegen dieser Pfandbriefe zu bil⸗ denden Anspruͤchen gaͤnzlich befreit wird, und die un⸗ bekannten Inhaber derselben sich sodann ihrer Ent⸗ schaͤdigung halber lediglich an diejenigen halten muͤssen, durch deren Haͤnde diese Pfandbriefe gediehen sind.
Marienwerder, den 28. Februar 1835.
Koͤnigl. Westpreuß General⸗Landschafts⸗
bei dem Westpreußischen General⸗-Landschafts⸗Aqenten Herrn Ludwig Lessing (am Haakeschen Markte Nr. 12), in Breslau in der Registratur der Hochloͤblichen Fuͤr⸗ stenthums⸗Landschafts⸗Direktion eingesehen werden. Wir sind uͤbrigens im Stande den Kaufliebhabern sehr guͤnstige Zahlungs⸗Bedingungen zuzusichern. Bromberg, am 7. Marz 1835.
Koͤnigl. Westpreuß Provinzial⸗Landschafts⸗
An
gegangen und
Berlin, den 19. Mäaͤrz 1835.
E1“
zzes i g e⸗ in Betreff der Zinszahlung von den Pol⸗ nischen 5procentigen Schatz⸗Obligationen. Hiermit benachrichtige ich die betreffenden Inte⸗ ressenten, daß die am 1. April c. zahlbar werdenden Zins⸗Coupons der Poln. 5 procentigen Schatz⸗Obli⸗ gationen schon von heute ab zum vortheilhaftesten Course in meinem Comptoir realisirt werden koͤnnen. 9
Arons Wolff, Linden Nr 44.
Ausgabe der Capitularien und Reichs⸗Gesehe vom 6. bis zum 15. Jahrhundert
entbalten wird. Die Bogenzahl und somit auch Preis der einzelnen Baͤnde dieser wichtigen Autt lung des Ganzen, auf welche auch eine besonhe Subscription Statt finden kann, werden getn er als wie bei den zwei ersten Baͤnden seyn, auf eine desto zahlreichere Theilnahme, besonders juristischen Publikums, zu hoffen ist, und gefaͤlligen Bestellungen recht bald erbeten wen um selbige gleich nach Erscheinen um so prom
mmxeem
e 1
zu haben:
D ie Pr
Direktion. v. Wolschlaeger.
hischen Staats⸗Papieren niedergelegt werden muß.
Die genannte Herrschaft enthaͤlt ein Areal von 36,434 Morgen Preußisch, mit Ausschluß der im Be⸗ sitze der Einsassen befindlichen Flaͤchen, und besteht
aus der Stadt Schubin, à Vorwerken, 21 zinspflich⸗ rigen Bauerdoͤrfern, g einzelnen zinspflichtigen Eta⸗ blissements, mehreren Muͤhlen und Kruͤgen und einer Forst von 24,286 Morgen.
8
7 pf. ermittelt. Ein specieller Extrakt aus dieser Taxe
b — gern ertheilen. und die Verkaufs⸗Bedingungen koͤnnen in Berlin
Die General⸗Verwaltung Bersicherungs⸗Geseltschaft des Pdoͤnir zu ar
hat uns die Sns,g fuͤr Sachsen, Preußen und die angrenzenden L
nen demnach gegen Feuers⸗ und Blitzstrahl⸗Schaden sauf Gebaͤude, Waaren, Bei der im Pabre 1828 erfolgten Abschaͤtzung ist ler Art u. G w. der Werth der Herrschaft auf 204,011 Thlr. 18 sgr. woruͤber wir au
Die Gesellschaft des Phoͤnir besitzt an Kapital 24 Br
3 Thetle. geh
der Feuer⸗
Paris sten Geschichte. ander uͤvbertragen. Wir zeich⸗
—
* den niedrigsten Praͤmien⸗Saͤtzen, Verlangen jede naͤhere Auskunft
Literarische Anzeigen.
Anz g 1ö Bei Duncker und Humblot in Berlin ist jetzt vollstaͤndig erschienen und in allen Buchhandlungen
i n2 e8s I n. Von Lady Morg Uebersetzt von Dr. G. N Baͤrmann. 3 Thlr. Dieses neueste Werk der geistreichen Lady Morgan ist theils Roman, theils eine Skizze von Belgien, seinen Denkmaͤlern und Kunstschaͤtzen und seiner neue⸗
In der Niecolaischen Buchbandlung in Berlin, uͤderstraße Nr. 13, ist zu habe:
ausfuͤhren zu koͤnnen. Hannover, im Februar 1835. Hahnsche Hof⸗Buchhandlung e Bestellungen bierauf nehmen alle Buchhandlunl, ; in Berlin C. F. Amelang, Bruͤderstraße Nr. 1!,
In der Buch⸗ und Musikalienbandlung von (. Kecht in Berlin, Bruͤderstraße Nr. 24, sowie l in dessen Handlung in Wriczen a. O., ist zu bab
Briefe aus Amerika von neuester Zel
besonders 79 Auswanderungsluighe Aus der Brieftasche eines dorthin gewanderten 1z schen. Herausg. von Fr. Lange. gr 8vo. geh. 17 In unserer Zeit, wo die Auswanderungslust
an.
3 auͤhrt das Gan Wi ; 1 treues Bild von ETTE Stazde in Amerika sich immer mehr verbreitet, glaubte 7
un England und Irland, und ist ohne Zweifel eine der Mobilien, Fabrikgeraͤthe al⸗ interessantesten Erscheinungen der neusten Literatur.
von dort zuruͤckgekehrte Verfasser dieser Briefe sin deutschen Landsleuten schuldig zu sein, ibnen . emachten Erfahrungen in vorstehender Schrit edenken zu geben, damit sie sich dieselben zu el minder theuern Preis als er aneignen mochten,
LI
Oesterr. 5proc. Mani
tung der verfuͤgten Mehr⸗
Amtliche Nachrichten. Kronik des Tages.
Se. Majestaͤt der Koͤnig haben dem General⸗Lieutenant V außer Dienst, von Kamecke zu Stettin, den Rothen Adler⸗
Oroen 2ter Klasse mit Eichenlaub zu verleihen geruht.
Se. Koͤnigl. Hoheit der Prinz Wilhelm (Sohn Sr.
Majestaͤt des Koͤnigs) ist von Wien zuruͤckgekehrt. Angekommen: Se. Durchlaucht der Kaiserl. Oesterreichi⸗
sche Kaͤmmerer, Fuͤrst Adoloh Schwarzenberg, von Wien.
Abgereist: Se. Excellenz der Wirkliche Geheime Rath, peaͤsident der Haupt⸗Verwaltung der Staats⸗Schulden und Chef des Seehandlungs⸗Instituts, Rother, nach Preußen.
Zeitungs⸗Nachricht Ausland.
Frankreich.
Deputirten⸗Kammer. Sitzung vom 20. Maͤrz. (Nachtrag.) Der gestrige, nach einer Privat Korrespondenz ge⸗ lieferte kurze Bericht uͤber diese Sitzung bedarf insofern einer Berichtigung, als der von der betreffenden Kommission aus⸗ gegangene 6te Artikel des Gesetz⸗Entwurfes uͤber die Ver⸗ antwortlichkeit der Minister allerdings angenommen wurde, jedoch mit Hinweglassung eines Schlußsatzes, wonach die Pairs⸗ Kammer bei der Anklage eines Ministers, der die ihm bewillig⸗ ten Kredite uͤberschritten, die Befugniß haben sollte, den be⸗ treffenden Minister zur gänzlichen oder theilweisen Wiedererstat⸗
Ausgabe zu verurtheilen. Die Herren Bérenger, Charamaule und Gouin hatten aͤhnliche Vor⸗ schuͤge gemacht, die jedoch bereits in der Sitzung vom 19ten verworfen worden waren, indem der Finanz⸗Minister rund heraus erklaͤrte, daß Niemand mehr wuͤrde Minister seyn koͤn⸗ nen, sobald er mit seinem Privat⸗Vermoͤgen fuͤr jede von ihm uͤber die Säͤtze des Budgets hinaus verfuͤgte Ausgabe einstehen sollte. Am 20sten traten nichtsdestoweniger wieder die Herren von Mosbourg, Hebert, von Schonen und Stroltz mit neuen Antraͤgen der Art hervor; sie fielen indessen gleich⸗ falls durch, und der 6te Artikel wurde darauf, mit Uebergehung derjenigen Bestimmung, wonach die Mehr⸗Ausgabe dem Mi⸗ nister persoͤnlich zur Last fallen sollte, in folgender Abfassung angenommen:
„Art. 6. Hat ein Minister die ihm auf dem Budget seines Departements eroͤffneten Kredite uͤberschritten, und wer⸗
den die spaͤterhin von ihm verlangten Nachschuͤsse verworfen, so kann die Deputirten⸗Kammer ihn, bei groben Verstoͤßen, der Pflichtvergessenheit anschuldigen.“
Die naͤchstfolgenden Kapitel handeln von dem bei der An⸗ klage eines Ministers zu beobachtenden Verfahren und enthalten im Wesentlichen nachstehende Bestimmungen:
„Art. 7— 18. Die Deputirten⸗Kammer kann einen Minister nur auf den Grund einer von 5 Deputirten unter⸗ zeichneten Denunciation, die dem Praͤsidenten einzureichen und von diesem unverzuͤglich dem betreffenden Minister mitzuthei⸗ len ist, in Anklagestand versetzen. Innerhalb dreier Tage muß die Kammer uͤber diese Denunciation entscheiden; entweder verwirft sie solche, oder sie ernennt eine Kommission zu deren Pruͤfung. Diese Kommission besteht aus 9 Mitgliedern, zu denen jedoch die Unterzeichner der Denunciation nicht gehoͤren duͤrfen. Die Kommission empfaͤngt und untersucht die Akten⸗ stuͤcke, die ihr einerseits zur Begruͤndung der Anklage, anderer⸗ seits zur Vertheidigung des Ministers vorgelegt werden; sie kann auch Zeugen vorladen, die bei Vermeidung der gesetz⸗ lichen Strafen erscheinen muͤssen. Dagegen darf sie den Minister nicht zum Verhoͤre cüiren, wohl aber kann sie die ihr dienlich schei⸗ nenden Aufschluͤsse von ihm verlangen. Die Regierung ihrerseits kann diejenigen Aktenstuͤcke verweigern, deren Veroͤffentlichung sie fuͤr nachtheilig fuͤr den Staat haͤlt. Die Kommission muß spaͤtestens innerhalb eines Monats Bericht erstatten. Geschieht solches nicht, so wird sie aufgeloͤst, und wenn demnaͤchst bin⸗ nen 14 Tagen nicht eine andere an ihrer Stelle ernannt wird, so gilt dies einer Zuruͤcknahme der Anklage gleich. Die all⸗ gemeine Berathung beginnt erst 8 Tage nachdem der Kommis⸗ sions⸗Bericht erstattet und dem angeschuldigten Minister mit⸗ getheilt worden ist. Wird nach der allgemeinen Berathung die Verwerfung der Anklage verlangt, so geht diese jedem an⸗ dern Antrage vor; im entgegengesetzen Falle stimmt die Kam⸗ mer uͤber jeden einzelnen Anklage⸗Punkt besonders ab, und zwar mittelst Kugelwahl, worauf zuletzt noch eine Abstimmung uͤber die ganze Resolution erfolgt. Sind die Anklage⸗Punkte angenommen, so ernennt die Kammer sofort 5 Commissaire, um die Ankage vor der Pairs⸗Kammer zu behaupten. Die be⸗ treffende Resolution wird zugleich von dem Praͤsidenten und den Secretairen der Kammer unterzeichnet, und dem Koͤnige und der Pairs⸗Kammer mitgetheilt. Wird die Session ge⸗ schlossen, bevor noch der Pairshof sich constituirt hat, so bleibt der Prozeß bis zur naͤchsten Session liegen; dagegen erleidet er keine Unterbrechung, insofern die Session erst nach der Constituirung des Pairshofes geschlossen wird. Wird die Deputirten⸗Kammer aufgeloͤst, nachdem die gerichtli⸗ chen Verhandlungen vor dem Pairshofe bereits geschlossen worden, so erfolgt nichtsdestoweniger das Urtheil. Sind in⸗ dessen bei einer solchen Aufloͤsung die Verhandlungen noch nicht geschlossen, so wird der Prozeß vertagt. Die neue Kam⸗ mer kann die Anklage wieder aufnehmen; geschieht solches aber nicht innerhalb dreier Monate nach ihrem Zusammentritt, so wird die fruͤhere Anklage fuͤr null und nichtig erklärt. Befin⸗
“
det sich bei einer solchen Vertagung der an eschuldigte Mini⸗
eingegangenen Bittschriften gewidmet. Devpartements des Kanals verlangten ein Gesetz uͤber die Re⸗
Praͤsident bemerkte inzwischen,
ster im Gefaͤngnisse, so kann der Pairshof seine Freilassung gegen Caution verfuͤgen, und diese Caution wird ihm erst nach 3 Monaten zuruͤckgestellt, insofern näͤmlich in dieser Zeit die neue Kammer die Anklage nicht wieder aufnimmt; die Zuruͤck⸗ gabe erfolgt natuͤrlich fruͤher, wenn die Kammer schon vor dem Ablaufe jener 3 Monate die Anklage aufgiebt.“ Die Fortsetzung der Debatte uͤber die noch restirenden 33 Artikel wurde auf den naͤchsten Montag angesetzt. Die Sitzung vom 21. Maͤrz war den bei der Kammer Nehrere Gutsbesitzer des
montirung der Kavallerie. Ihre Eingabe wurde nach einer lan⸗ gen, aber wenig erheblichen Debatte an den Kriegs⸗Minister verwiesen. — Einiges Gelaͤchter erregte der Antrag eines Rechts⸗ gelehrten in Carpentras auf eine Revision des gesammten Civil⸗ Gesetzbuches, und namentlich auf eine Modificirung desselben in Bezug auf die Ehescheidung. Dieser letztere Theil der Bitt⸗ schrift wurde dem Justiz⸗Minister uͤberwiesen. — Eine Vorstel⸗ lung der Kaufmannͤschaff von Bordeaux wegen Ermaͤßigung des Wechsel⸗Stempels wurde den Ministern der Finanzen und des Handels zugestelt. — Ein Pariser Schriftsteller wo te, daß man dem Marschall Ney, dem Haupt⸗Eingange des Palastes Luxem⸗ burg gegenuͤber, eine Reiter⸗Statue in Erz errichte. Herr von Bricqueville unterstuͤtzte den Antrag, der indessen nach ei⸗ ner zweimaligen Abstimmung durch die Tagesordnung besei⸗ tigt wurde. Die linke Seite protestirte zwar gegen diese Ent⸗ scheidung und behauptete, das Bureau habe sich geirrt. Herr von Bricqueville rief sogar laut, daß die Verwerfung eines sol⸗ chen Vorschlages noch eine Schmach mehr fuͤr die Kammer seyn wuͤrde. Man verlangte die Abstimmung mittelst Kugelwahl; der daß uͤber die Verwerfung nicht der mindeste Zweifel obwalten koͤnne, und daß das Bureau in dieser Beziehung nur einer Meinung sey. Die uͤbrigen Peti⸗ tionen, die noch zum Vortrage kamen, waren ohne Interesse, und betrafen groͤßtentheils Privat⸗Reklamationen. Herr Thiers legte in dieser Sitzung auch mehrere Gesetz⸗Entwuͤrfe von oͤrtlichem Interesse vor, und am Schlusse der Sitzung be⸗ schaͤftigte die Versammlung sich noch mit andern Gesetz⸗Entwuͤr⸗ fen derselben Art, von denen einer, wonach das Aude⸗Departe⸗ ment zur Ausschreibung einer außerordentlichen Steuer ermaͤch⸗ tigt werden sollte, verworfen wurde.
Pearis, 21. Maͤrz. Der Moniteur meldet, daß der Koͤ⸗ nig wegen des Ablebens des Herzogs von Sachsen⸗ Altenburg eine viertaͤgige Trauer anlegen werde.
In einem hiesigen Blatte liest man: „Man hat be⸗ merkt, daß Herr von Broglie, nachdem er in den ersten Tagen, die seiner Ernennung folgten, so viel Laͤrm von der Versamm⸗ lung der Minister in seinem Hotel gemacht, sich jetzt schon dar⸗ ein gesunden hat, dem Koͤniglichen Willen etwas nachzugeben; denn gestern und vorgestern hat sich das Conseil vollstaͤndig in den Tuilerieen unter dem Vorsitze des Koͤnigs versammelt.“
Im Journal de Paris liest man: „Als vor einigen Tagen die Rede davon war, daß der Praͤfekt des Rhone⸗De⸗ partements, Herr Gasparin, als Unter⸗Staats⸗Secretair im Ministerium des Innern angestellt werden sollte, haben mehrere Oppositions⸗Blaͤtter es sich angelegen seyn lassen, diesem Plane einen Ursprung und eine Absicht unterzulegen, deren Abge⸗ schmacktheit nur von denen ganz gewuͤrdigt werden kann, welche die Ehre haben, den Minister des Innern und Herrn Gasparin persoͤnlich zu kennen. Eine solche Fabel verdiente keine Antwort. Ietzt gehen jene Blaͤtter so weit, zu behaupten, daß der Mini⸗ ster des Innern, durch ihre Aufklaͤrungen aͤngstlich gemacht, den Plan, ein Unter⸗Staats⸗Secretariat zu bilden, aufgegeben habe. Wir wissen noch nicht, welches in dieser Hinsicht die Absichten des Ministers des Innern sind, der allein in dieser Sache zu entscheiden hat. Sehr wohl aber wissen wir, und dafuͤr koͤnnen wir uns verbuͤrgen, daß, was auch der Minister im Interesse der ihm anvertrauten Geschaͤfte beschließen moͤge, er sich niemals durch jaäͤmmerliche Klatschereien veranlaßt finden wird, auf ein nuͤtzliches Projekt Verzicht zu leisten, noch dem ehrenwerthen Herrn Gasparin sein persoͤnliches Vertrauen zu entziehen.“
Dasselbe Blatt widerspricht der von dem „Messager“ gegebenen Nachricht, daß die Regierung ein Conseil von Gene⸗ ralen zusammenberufen und ihm die Frage vorgelegt habe, ob es nicht zweckmaͤßig seyn duͤrfte, den Plan, die Hauptstadt zu be⸗ festigen, wieder aufzunehmen.
Der Constitutionnel enthaͤlt Folgendes: „Es ist nun entschieden, daß der Prozeß vor dem Pairshofe zwischen dem 5. und 12. Mai eroͤffnet werden wird. Wir haben schon gesagt, daß man in diesem Augenblicke nicht mehr als vier Mitglieder uͤber der erforderlichen absoluten Majoritaͤt zaͤhlt. Unter den anwe⸗ senden Pairs befinden sich 1 Neunziger, 7 Achtziger, 22 Sieb⸗ ziger, und mehr als die Haͤlfte der Mitalieder sind aͤlter als 60 Jahre. Es ist also mit Wahrscheinlichkeit an unehmen, daß Un⸗ paͤßlichkeit oder andere Gruͤnde eine gewisse vhnzahe dieser Greise entfernt halten werden, so daß noch vor Eroͤffnung der Debatte nicht die erforderliche Anzahl von Richtern vorhanden seyn duͤrfte. Ein Pair, den man darauf aufmerksam machte, wie unmoͤglich es sey, sich auf die Anwesenheit des Neunzigers und der 7 Achtziger zu verlassen, erwiederte laͤchelnd: „„Gerade die sind es, auf welche die Regierung am meisten zaͤhlt.““ Es muß noch bemerkt werden, daß, unabhaͤngig von den Kranken, es auch Pairs giebt, die dem Prozesse sehr abge⸗ neigt sind. So koͤnnte z. B. die ganze Karlistische Seite, welche sich gegen den Prozeß ausgesprochen hat, durch ihr Nicht⸗Er⸗ scheinen denselben unmoͤglich machen. Es sind zwar Briefe an die abwesenden Pairs geschrieben, um sie dringend zur Ruͤckkehr aufzufordern; aber es ist nicht sehr wahrscheinlich, daß sie ihre schoͤnen Besitzungen gerade im Mai verlassen werden, um sich einem so unangenehmen Geschaͤfte zu unterziehen. Endlich kann nach den Regeln des Kriminal⸗Verfahrens kein Pair, der auch nur einen einzigen Tag bei den Debatten fehlt, den folgenden
mehr beiwohnen. Diese Regel steht ein fuͤr alle⸗
mal fest. Das Alles hatten die Herren Pasquier und Decazes wohl vorausgesehen, als sie die Nothwendigkeit der Amnestie und die Unmoͤglichkeit des Prozesses darzuthun suchten!“
Es ist jetzt gewiß, daß das von dem Grafen Duchatel entwerfe⸗ ne und auf das Gutachten der Untersuchungs⸗Kommission basirte neue Zollgesetz in diesem Jahre nicht vorgelegt werden wird.
Heute Morgen sind zwei Couriere aus dem Hotel der Oesterreichischen Gesandtschaft abgegangen, der eine nach Wien, der andere nach St. Petersburg.
Der verantwortliche Herausgeber der Auotidienne, Hr. Dieudé, ist heute von dem hiesigen Assisenhofe wegen eines am 5. Jan. erschienenen Artikels mit der Ueberschrift: „Der Tag der Koͤnige; der Koͤnig trinkt!“ der Aufreizung zu Haß und Verachtung gegen die Person des Koͤnigs fuͤr schuldig befunden, und zu 6 monatlicher Gefängniß⸗ und 5000 Fr. Geldstrafe ver⸗ urtheilt worden.
Das Unwesen mit den „Piqueurs“ nimmt in Lyon auf eine hoͤchst beunruhigende Weise zu; mehr als 60 Personen haben in der letztern Zeit die Anzeige gemacht, daß sie gestochen wor⸗
den seyen.
Der Moniteur meldet in Bezug auf die Spanischen An⸗ gelegenheiten: „Nach den neuesten, vom Kriegs⸗Schauplatze eingetroffenen Nachrichten ist die Stellung der beiderseitigen Truppen folgende: Mina hat alle seine Truppen dem Bastan⸗ Thale genaͤhert und ist nach Narvate bei San Estevan gegan⸗ gen, das von den Karlisten besetzt ist. Lopez steht zu Puente de la Reyna, Caratala in der Borunda, Espartero in Gutpuzcoa.
und Vigo zu Zubiri. Zu⸗
Jaureguy ist fortwaͤhrend zu Lesaca, malacarreguy hat auch seine Streitkraͤfte in dem Utzama⸗Thale konzentrirt. Mina hat Befehl gegeben, das Dorf Lecaroz, wel⸗ ches die Karlisten vor Elisondo deckte, niederzubrennen.“ Das Journal de Paris fuͤgt diesen Nachrichten des „Moniteur“ noch den Paragraphen hinzu: „Viele Einwohner sind im Bastan⸗ Thale erschossen worden.“ Trotz des Schweigens des „Moni⸗ teur“ scheint diese Angabe richtig zu seyn. Die Journale aus dem Suͤden stimmen fast ganz mit folgendem Auszuge aus der Kor⸗ respondenz der Gazette de France uͤberein: „Am 14ten d. M. hat Mina das schoͤne Dorf Lecaroz bei Elisondo nieder⸗ brennen lassen; er war in Person bei der Aussuͤhrung seiner Befehle zugegen. Es steht nur noch die Kirche und ein daran stoßendes Haus, das zu einer befestigten Kaserne umgeschaffen werden soll. Alle Einwohner wurden je fuͤnf mit Stricken an einander gebunden. Jede solche Gruppe looste, und immer eins von den fuͤnf Individuen, aus denen sie bestand, wurde er⸗ schossen. Die uͤbrigen wurden geknebelt bis nach Pampelona geschleppt. — Am 15ten ist von Bayonne ein Transport fuͤr Mina abgegangen. Er besteht aus 200,000 Fr., den einztgen in Bayonne noch vorraͤthigen Fonds, aus 4000 Paar Schuhen 9 G 8 Zwieback, F. Fleische und Munition, er Transport war von einer Abtheilung de Li “ begleitet.“ 1 ““ iIn dem are de Bayonne vom 17ten d. M. hei
es: „Wir koͤnnen versichern, daß der General Mina Nabeh vorbereitet hat, daß seine Armee am 20sten d. M. im Stande seyn wird, die Karlisten uͤberall anzugreifen und zu verfolgen Es scheint, daß bis zu dieser Zeit saͤmmtliche Verstaͤrkungen ein⸗ getroffen seyn werden, deren der General Mina hierzu dedarf.“ „Heute war an der Boͤrse etwas mehr Leben in den Ge⸗ schaͤften, als in der letztern Zeit, und die Rente ist neuerdings etwas gestiegen. Es hieß, Herr Humann habe auf seinen Plan die öprocentige Rente zu convertiren, verzichtet. Man war ganz ohne politische Nachrichten; es zirkulirten nur einige Geruͤchte uͤber den Krieg in Spanien. So hieß es z. B., die Regierung habe durch den Telegraphen die Nachricht erhalten, daß Mina Elisondo 88 deblokirt habe, und daß Zumalacarreguy genoͤthigt worden sey, sich mit allen seinen Truppen zuruͤckzuziehen. Die Legitimisten dagegen suchten das Geruͤcht zu verbreiten, daß die Karlisten nach der Niederbrennung des Dorfes Lecaroz einen Vortheil davon getragen haͤtten.
Großbritanten und Irland.
Parlaments⸗Verhandlungen. Unterhaus
zung vom 17. März. (Nachtrag.) Hr. Wnnn9, der HSnt, “ as ehesens 1 Dissenters im Unterhause, er⸗
iederte auf die (gestern im Auszuge mitgetheilt 3 ir R. S Folgendes: h ““
„Ich kann nicht umbhin, anzuerkennen, daß der ehr
Baronet sich einer großen und wichtigen S99. egeestzenmerehe men hat. Er hat die zu uͤberwindenden Schwierigkeiten und di Mittel zu ihrer Bestegung so trefflich klassifteirt, daß ich fuͤr den Erfolg seiner Maßregel die besten Hoßnungen hege. Ohne Zweifel war an der von dem edlen Lord (Russell) eingebrachten Bil- Mar ches auszusetzen, und die Haupt⸗Schwierigkeit bestand in der Publi cation der Aufgebote, vor Allem aber in dem Registrirungs⸗System, wie seine Bill es vorschlug. Obgleich nun diese Schwierigkeiten durch die Bewilligungen, welche jetzt so freundlich ein eraͤumt wer⸗ den, nicht ganz gehoben sind, so waͤre er doch unredlich, wenn ich nicht eingestehen wollte, daß der sehr ehrenwerthe Baronet ihne mit groͤßerem Gluͤck, als irgend ein Anderer, zu gewußt. (Hört!) Rur fuͤrchte ich, daß manche bedeutend Klassen von Dissenters sich durch seine Maßregel doch noch in ihre Erwartungen getaͤuscht sehen werden. Die Bistemtoh⸗ wollen nich allein, daß die Ehe bloß in Bezug auf sie als ein Civik⸗Kontrak angesehen werde; sie wollen eine Verbesserung des Gesetzes, sie wol len vollkommene gesellschaftliche Gleichbeit vor den Aeheg setzes. (O, o!) Sie werden, fuͤrchte ich, großen un chen Anstoß daran nehmen, daß diese Art und Weis niß einzugeben, sich nur auf sie beschraͤnken soll. der That zu den Dissenters 9 „„Ihr koͤnnt heirathen, als der uͤbrige Theil der Gesellschaft es Es heißt, sie als Indifferentisten in Religi 109n), 98 veFaser Fhn niedrigem Gei werden gewiß manche Dissenters sa 1 8
en wird, daß die Trauung fuͤr seaen⸗ Er 97rgg, rauche. Ich wuͤnschte also, man haͤtte ein fuͤr alle 81.1 1s Jühs angenommen. Auch das wird Schwierigkeite machen, daß die Dissenters sich vor eine Magistrats⸗Per⸗
thun muß.“ ons⸗Sachen darstellen und Charakter. Das