1835 / 93 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

Antwerpen, 26. Mürz. Span. 5 % 48 ¾. 328% 20. Cortes 48 ½. Coup. 29 ½. Belg. 102. Darmst. 27 ⅔. Neue Span. Anl. 68. London, 27. März.

Conz. 3 ½⅞ 91 ½. Span. Cortes 64 ½. Ausg. Span. Sehuld 28 ¾. Zinsl. 16 ½. Holl. 2 ½ 8 55 ½. 58 16 Portug. 54 ½. Engl. Ruzs. 108 ⅛. Bras. 87 ⅞. Columb. v. 1824 39 . Mex. 43. Pera 29 ¾.

1

Wien, 27. März.

58 Met. 101 ¾. 4⅛ 95 ½. Bank-Actien 1335 ¾. Neue Anl. 590 ¼.

Koͤnigliche Schauspiele. 8 8

Donnerstag, 2. April. Im Schauspielhause: Tlavigo, Trauer⸗ spiel in 5 Abth., von Goͤthe. (Herr Sevdelmann, Regisseur des Koͤniglichen Hoftheaters zu Stuttgart: Carlos, als erste Sade rolle.) Hierauf: Der Ahnenstolz in der Kuͤche, Posse in 1 Akt, nach Scribe und Mazeres, von Lembert. (Herr Seydelmann: Vatel.

3. April. Im Opernhause: Die Stumme von Portici, große Oper in 5 Abth., mit Ballets. Musik von Auber. HHr. Versing: Pietro, als Gastrolle.) (Die Solotänzer des Koͤnigl. Hoftheaters zu Madrid, Hr. Font, Hr. Campruvi, Mad. Dubinnon und Dlle. Serral, werden hierin folgende Spanische National⸗Taͤnze ausfuͤhren: Im ersten Akt: Las Boleras Roba- das, in vndazusischer Tracht. Im dritten Akt: El Zapateado, mit Tambourin und Castagnetten, im Kostuͤm von Itano.)

Preise der Plaͤtze: Ein Platz in den Logen des ersten Ran⸗ ges 1 Rthlr. 10 Sgr. ꝛc.

Im Schauspielhause: 1) Le vienx mari, vaudeville en 2 actes, par Scribe. 2) Prosper et Vincent, vaudeville comi- que en 2 actes.

Sonnabend, 4. April. Im Schauspielhause: Ludwig XI. in Peronne, historisch vomantisches Schauspiel in 5 Abth. (Hr. Seydelmann: Ludwig XlI., als Gastrolle.)

Sonntag, 5. April. Im Opernhause: Die Hochzeit des Figaro. Oper in 2 Aorh. mit Tanz. Musik von Mozart. (Dlle. S. Heinefetter: Susanne, als letzte Gastrolle. Dlle. Stephan:

Zinsl. 19 ⅜.

Anl. v. 1834 7 ½ 8 Prümie. 59½ 102 ⅛.

Preise der Plaͤtze: Ein Platz in den Logen und im Balcon des ersten Ranges: 1 Rthlr. ꝛc.

Sonntag, 5. April. er Gloͤckner von Notre⸗Dame, roman⸗ tisches Drama in 6 Tableaux, nach dem Roman des Victor Hugo, frei bearbeitet von Charlotte Birch⸗Pfeiffer. (Mad. Birch⸗ Pfeiffer: Gervaise, als Gastrolle.)

Paris, 26. Maͤrz. Gestern Mittag um 1 Uhr hatte der Kextkanische Gesandte, Herr Lorenzo de Zavala, die Ehre dem Koͤnige in einer Privat⸗Audienz sein Rekreditiv zu uͤberreichen.

Der Minister⸗Rath war gestern Abend bei dem Grobßsiegel⸗

betazeeh versammelt.

er Tuͤrkische Botschafter am Londoner Hofe, Nuri⸗Efendi, hat sich am 20sten mit 2 Secretairen, 1 Dollmetscher und 6 Domestiken in Calais nach England eingeschifft.

Die heutige Sitzung der Deputirten⸗Kammer eroͤff⸗ nete Herr Felix Real mit einem Berichte uͤber den definitiven Rechnungs⸗Abschluß von 1832. Die Sitzung mußte sodann eine geraume Zeit suspendirt werden, da die Versammlung nicht voll⸗ zaͤhlig war. Als die anwesenden Deputirten zuletzt ungeduldig wurden, bemerkte der Praͤsident, daß die Kommission fuͤr den Gesetz⸗Entwurf uͤber die Verantwortlichkeit der Minister in die⸗ sem Augenblicke noch mit dem Amendement des Herrn Vivien (das Tags zuvor am Schlusse der Sitzung noch einmal an diese Kommission verwiesen worden war) beschaͤftigt sey, um sich mit den Ministern uͤber den Inhalt desselben zu verstaͤndigen. Um 2 Uhr endlich traten Hr. Sauzet (der Berichterstatter) und der Minister des Innern in den Saal. Der Erstere erklaͤrte, daß die Minister und die Kommission sich uͤber das Prinzip des gedachten Amen⸗ dements geeinigt haͤtten, und brachte hiernach fuͤr den betreffen⸗ den Artikel des Gesetz⸗Entwurfes eine andere Abfassung in Vor⸗ schlag, welche sich in folgende Bestimmungen zusammenfassen laͤßt: „Wenn gegen einen Praͤfekten, Unter⸗Praͤfekten oder Anfuͤhrer

derselben, da es sonst unmoͤglich sey, sie gruͤndlich zu beurthn. Herr Odilon⸗Barrot tadelte die neue Abfassung auf ahe schiedenste, indem darnach, mit Ausnahme der Vermittelung Staats⸗Raths, Alles beim Alten bliebe. Zugleich trug er de an, daß die Kammer vor Allem die Frage entscheide', ob uüͤbe⸗ haupt der Mitschuldige eines Ministers vor den Pairshof geg gen werden koͤnne. Es wurde endlich, nach dem Wunscheh Herrn Sauzet, beschlossen, die ganze Debatte bis zum folge

nee

den Tage auszusetzen, so daß die Versammlung schon um 3 1” wieder auseinander ging.

Herr Philipp Dupin, der Vorsteher des hiesigen Advokat Standes, ist heute morgen, auf Anlaß eines Schreibens, ni mehrere junge Advokaten, die den politischen Gefangenen 8 Amtswegen als Vertheidiger zugetheilt worden (vergl. den Artt Paris vom 25sten), an den Praͤsidenten des Pairshofes gerichg sagene u dem Großsiegelbewäahrer gerufen worden. Bevon ich dhetatn begab, hatte er eine Besprechung mit seinem Bal der, Herrn Dupin d. Aelt.

Herr Cavaignac widerspricht in einem Schreiben an i „National“ dem von dem „Renovateur“ verbreiteten Geriih daß Herr O' Connell seine Vertheidigung uͤbernommen hahe fuͤgt noch hinzu, er habe sich in Betreff dieses Gegenstanden m an Herrn OTonnell gewendet, wie große Anspruͤche dieser uc auf das Vertrauen eines Gefangenen habe.

Die in die vorjaͤhrigen Unruhen verwickelten und von da

Pairs⸗Hof in Anklagestand versetzten Einwohner von Lyon ben, einer telegraphischen Depesche zufolge, erst gestern fruͤh u giehen geruht. 6 Uhr die Reise hierher angetreten, ohne daß ihr Abgang vo ²* Se. Majestaͤt der Koͤnig haben den jetzigen Besitzern der dort die mindeste Unruhe erregt haͤtte. Sie koͤnnen nicht 1 t ergmannschen Parfuͤmerie⸗Fabrik, dem Apotheker August vor dem 28sten in der Hauptstadt eintreffen, da sie natuͤrlich wi ilhelm Bullrich und dem Kaufmann Ludwig Knob⸗ ter Bedeckung reisen und dies die Fahrt verzoͤgert. Mauch, das Prädikat als Hof⸗Lieferanten beizulegen geruht.

Der Bon Sens sagt, waͤhrend des großen Prozesses wi ““ den ein Linien⸗Regiment und zwei Schwadronen Kavallerie in Garten des Luxembourg kampiren, und alle anstoßende Straßa wuͤrden gesperrt werden.

Der Stadt-Rath von Algier hat die noͤthigen Errichtung einer hoͤheren Unterrichts⸗Anstalt bewilligt.

Amtliche Nachrichten. 11X1X1X“

hc. Majestaͤt der Koͤnig haben dem praktizirenden Arzt,

r. Moery zu Lennep, Regierungs⸗Bezirk Duͤsseldorf, den Rothen Adler⸗Orden vierter Klasse zu verleihen geruht.

Des Koͤnigs Majestat haben dem Kaufmann und Ober⸗

Vorsteher der Kaufmannschaft zu Stettin, Daniel Wilhelm

Schulze, den Charakter eines Kommerzien⸗Raths beizulegen

und das daruͤber ausgefertigte Patent Allerhoͤchstselbst zu voll⸗

Das o5te Stuͤck der diesjaͤhrigen Gesetz⸗Sammlung, welches eute ausgegeben wird, enthaͤlt die Allerhoͤchsten Kabinets⸗Hr⸗ Nr. 1586. vom 11. Februar, die Erhebung eines Bollwerks⸗ und Pfahl⸗Geldes zu Loitz betreffend, nebst dem Tarif dafuͤr, von demselben Tage.

Fonds 1

die Graͤfin, als Gastrolle.)

Im Schauspielhause: Die seltsame Wette. Hierauf: Die dl (Hr. Ruͤthling: Doktor Murr.)

Einfalt vom Lande.

Theater. Oper in 2 Akten, nach dem

b1“ Konigstaͤdtisches Donnerstag, 2. April. Fausta. Italiaͤnischen. Musik von Donizetti. Freitag, 3. April. Zum erstenmale;⸗ Einer fuͤr Alle. Posse in 2 Akten, von T. ren⸗Dame. Lustspiel in 1 Akt, nach Dupin, von

Alle

Sonnaͤbend, 4. April. Der Barbier von Sevilla, komische Oper in 2 Akten, nach dem Italiaͤnischen von Kollmann. Musik (Dlle. Vial, vom Koͤniglich Sardinischen Hof⸗ Rosine, als erste Gastrolle.)

von Rossini. Theater zu Turin:

Vorher: Die Eh⸗

fuͤr Eine und

A. Cosmar.

amendirten Artikel, ist, vorgelesen hatte,

der Gendarmerie eine Klage gefuͤhrt wird, so schickt der Koͤnigl. Gerichtshof, vor welchem sie angebracht worden, die Prozeß⸗Ak⸗ ten an den betreffenden Minister 8 das gerichtliche Verfahren seinen Fortgang. den Verklagten unter seinen Schutz, so wird jenes Verfahren eingestellt, aber der Minister sowohl als der angeschuldigte Beamte koͤnnen von der Deputirten⸗Kammer in Anklagestand versetzt und vor den Pairshof verwiesen werden.“ einiges Murren in den Reihen der Opposition und die Sitzung wurde abermals eine Zeit lang eingestellt. Hiernaäͤchst erklaͤrte Hr. Vivien, daß er sein Amendement zuruͤcknehme und den Vorschlaͤ⸗ gen der Kommission beitrete. Nachdem sodann der Praͤsident die deren Abfassung eben so lang als verwickelt

verlangten mehrere

Heute

.Antwortet dieser nicht, so hat Nimmt er dagegen 49.

Cortes 48 .

Diese Antraͤge erregten

⁸₰ 99

Deputirte den Druck

107. 70. 3proc. pr. compt. 80. Neap. pr. compt. 97. 55. 3proc. 30 ½.

Pr. compt. 107. 65. fin eou- 0. 75. fin cour. 80. 80. öptr fin cour. 97. 60. 5proc. Oym Ausg. Schuld 20. 2] proc. Holl. 56. 1-

schloß 5proc. Rente

uxb. He ., b, aealK. xe,nn.

llg

1“ Bekanntmachung.

Die zur Kaufmann Ernst Ludwig Hohnfeldtschen erbschaftlichen Liquidations⸗Masse gehoͤrigen, auf dem Langenmarkt bierselbst unter den Servis⸗Nummern 487 und 488 gelegenen und No. 7 und 20 in den Hypotheken⸗Buͤchern verzeichneten, auf 6089 Thlr. gerichtlich veranschlagten Grundstuͤcke, welche in zwei Vorderhaͤusern, einem Hofraume und einem Hinter⸗ Gebaͤude bestehen, sollen in nothwendiger Subhasta⸗ tion verkauft werden.

Hiezu ist ein Termin auf

den 1. September 1835, vor dem Auctionator Herrn Engelhardt in oder vor dem Artushofe angesetzt.

Die Taxe und die neuesten Hypotheken⸗Scheine

koͤnnen in unserer Registratur, so wie bei dem Auc⸗ tionator eingesehen werden.

Danzig, den 10. Februar 1835. b Koͤnigl. Preuß. Land⸗ und Stadtgericht

Edictal⸗Citation. . Auf den Antrag ihres Curators werden die Gebruͤ⸗

der Wallburg, Carl Friedrich, geboren den 9 Mai 1777, und Fobann Friedrich Wilhelm, geboren den

1. Februar 1782, von denen seit 1814 und resp. 1805 alle Nachrichten fehlen, so wie deren etwanige un⸗ bekannte Ergen und Erbnehmer bierdurch oͤffentlich vorgeladen, sich innerhalb neun Monat und spaͤtestens in dem auf

den 17. Dezember 1835, Mittags 12 Uhr, angesetzten Termin auf der Gerichtsstube zu Lanke zu melden und weitere Anweisung zu gewaͤrtigen, wi⸗ drigenfalls die Todes⸗Erklaͤrung der Gebruͤder Wall⸗ burg ausgesprochen, und das Vermoͤgen den naͤchsten Verwandten zugesprochen werden werd.

Liebenwalde, am 3. Maͤrz 1835. Graäflich von Redernsches Patrimonialge⸗

richt Lanke ꝛc.

9 „Nachricht, betreffend die Koͤniglich Preußische staats⸗ und landwirthschaftliche Akademie zu Greifswald und Eldena.

Den 18. Mai dieses Jahres werden die Vorlesun⸗ gen bei der staats⸗ und landwirthschaftlichen Akade⸗ mie zu Greifswald und Eldena beginnen. Wer daran LTheil nehmen will, beliebe sich vorher bei mir zu melden. Auf Verlangen werde ich gern naͤhere Nach⸗ richt uͤber die Einrichtung dieser Lehranstalt ertheilen und die Wohnung betreffende Auftraͤge besorgen lassen. Darauf sich beziehende Briefe ditte ich an mich nach Eldena zu senden und dug der Adresse zu bemerken: „Die staats⸗ und landwirthschaftliche Akademie betreffend.“

Eldena bei Greifswald, am 22. Maͤrz 1835.

188 Friedrich Schulze, DDirreetor der Koͤniglich Preußischen staats und landwirthschaftlichen Akademie zu Greifs

wald und Eldena.

Bekan ntmachung. Zar Deckung der in dem Zeitraume vom 2. Sep- tember 1834 bie 2. März 1835 vorgefallenen Feuer- achäden ist auf den, im abgelaufenen Societätsjahre um 3 Mill. 20,100 Thlr. gestiegenen jetzigen Fonds

2

emeiner Anzeiger fuͤr die P

von 19 Mill. 223. 425 Thlr., ein Beitrag von zwei Silbergroschen zwei Pfennige pro Cent ausgeschrieben worden. Wir erwarten zur schleu- nigen Befriedigung der Verunglückten von den ge- ehrten Mitgliedern mit Zuversicht die pünktlichste Einzahlung der repartirten Beiträge.

Schwedt, den 15. März 1835.

Die Haupt-Direktion der Hagelschaden- und Mobiliar-Brand-Versicherungs-Ge- sellschaft zu Schwedt.

v. Rieben. Saenger. Meyer. vüIKöller.

Diejenigen Inhaber von Certisicaten der Russ. Holl. Anleihe bei Hope & Comp., Ate Serie, welche die am pr. Mail fällig werdenden Zinsen in Berlin zu erheben wünsehen, werden hiermit aul- gelordert, die betreffenden Coupons spätestens bis den 28. April a. c. bei den Unterzeichneten vorzei- gen und mit dem nöthigen Vermerk verschen zu Lssen. Der Linlösungs-Termin der auf diese Weise angemeldeten Conpons wicd s. Zt. durch die öffent- 1n Blätter bekannt gemacht werden.

Berlin, am 31. März 1835. Anhalt und Wagener, Brüderstrasse No. 5.

si.

In Betreff der Zinszablung der und 5pro⸗ centigen Spanischen Rente (Vales.) Die am 1 April „. e. faͤlligen Conpons der A und 5 procentigen Spanischen Rente (Vales) realisire ich zum bestmoͤglichen Course von heute ab. Berlin, den 27. Maͤrz 1835. e Poachim,, Muͤhlendam Ne. 4) unter den Colonaden.

Literarische Anzeigen.

In allen Buchhandlungen des In⸗ und Anglan⸗ des ist zu haben:

Friedrich Wilhelm I.,

Koͤnig von Preußen. Vpon Dr. Friedrich Foͤrster. 2r, Ir u. letzter Band

Alle 3 Baͤnde complett. gr. 8vo. Ladenpreis 7 Thlr, dieselben auf fein Patent⸗Velin⸗Papier9 Thlr. 22 ½ sgr.

Vorraͤthig ist das Werk in der Enslinschen Buch⸗ bandlung (Ferd Muͤller), Breitestraße Nr. 23, in Landsberg bei Wilmsen, in Prenzlau bei Kal⸗ versberg.

Pantheon des Preußischen Heeres. Unter diesem Titel erscheint bei uns ein biogra⸗ phisches Handbuch für Militair und Civil⸗Personen, aus den Quellen bearbeitet und herausgegeben unter Mitwirkung eines Vereins von Freunden der Preu⸗

ßischen Kriegsgeschichte durch den Freiherrn E. von Zedlitz (3 N). Es enthaͤlt die Verhaͤltnisse, Schick⸗ sale und Thaten der seit dem Befreiungskampfe bis in die Gegenwart verstorbenen Preußischen Ge⸗ nerale, chronologisch geordnet von Scharnhorst, L'Es⸗ tog, dem Herzog von Braunschweig u. s. w. bis zu Valentint, Oppen, Cardel, Luͤtzow, Roͤder, Lingels⸗ heim. Das ganze wird 2 Bäaͤnde enthalten, von welchen der erste den Zeitraum vom Befreiungskriege

bis zum Jahre 1824, der zweite den von da an bis

8 sise Braenwart⸗ oder bis zum Fruͤhjahr 1835 um⸗ hließt.

Durch alle gute Buchhandlungen sind ausfuͤhrliche Anzeigen dieses Werkes zu haben. Fuͤr die Subseri⸗ benten kostet jeder der beiden Baͤnde nur 1 ¾ Thlr., auf Schreibpapier Thlr.

Stuhrsche Buchhandlung in Berlin, Schloßplatz Nr. 2.

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AQ—

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Wutsch⸗Galopp aus der parodirenden Posse: „Julerl, die Putz⸗ macherin“ Verfaßt und vorgetragen von Herrn Beckmann. Musitk vom Musik⸗Direktor V. Kug⸗ ler. Mit dem Bildnisse des Licinerl. Preis 71 sgr.

28 Interessante Lectuͤre.

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reußischen Staaten.

volutions⸗Drama des vorigen Jahrbunderts. M. beau, der Sohn der Aristokratie, der Maherts., Vol der unerbittliche Feind Ludwig's XVI. und Roß pierre's, des Throns und der Guillotine. Mn beau, der begeisterungstrunkene, verzweifelte Spil an dem großen Pharaotische des Koͤnigthums und Nation, wurde bisher von schlecht unterrichteten u uͤbelwollenden Geschichtschreibern als ein Scheuse als eine Geißel der Menschheit gebrandmarkt. D. ser Irrthum, der manche bedeutungsschwere Blin⸗ in der Weltgeschichte ausfuͤllt, wird zum Theil dum diese von ihm selbst, seinem Vater und Oheim schriebenen Memoiren widerlegt. Wir lernen zunaͤchst seine Voreltern kennen; die Epoche La. wig’s XIV. gebt in neuen, geistreichen Zuͤgen u Anekdoten an uns voruͤber; wir sehen Mirabeau t Kind, als Juͤngling, als Privatmann, als Rehnn und politischen Schriftsteller, als Gesetzgeber u Staatsmann; alle seine geheimsten Gedanken wam in seinem vertrauten Briefwechsel uns vor Auha⸗ gelegt, und wir muͤssen gestehen, Mirabeau war, wen auch kein guter, doch ein großer Mann, dessen vl bewegtes, ereignißschweres Leben eine der romantilt sten Episoden in der neuern Geschichte bildet. D. Herausgeber dieser Memoiren, Mirabeaue s Adoyte sohn, der beruͤhmte Rechtsgelehrte Lucas Mon tigny, dessen Donnerworte noch jetzt oft die fen zoͤsischen Schranken erzittern machen, verdient s dieses eben so geistreich aufgefaßte als authentet gearbeitete Werk den hohen Dank der Mit⸗ und Nat⸗ welt. Die gegenwaͤrtige, vom Hrn. U)r. Le Pet besorgte deutsche Bearbeitung ist des meisterbeft Segö ves sehnt der gebildeten La welt mit Recht zu empfehlen. Das Ganze vi à Baͤnde stark 89 Quedlinburg und Leipzig, im Februar 1835. Gottfried Buass

1.““

Baines History of the Cotton Mannsacture in Cra- Britain, with a Description of the great mechapies Inventions and a Viewv of the present state of Ue manufacture. IIlustrated with many drawings obmacii nery ete. Roy. Svo. cloth boards. 5 Thlr. 15 899

20 Linden. A. Asher.

Goethe's saͤmmtliche Werke, * in 55 Bñanden. (Stuttgart, Cotta sche Buchhandlung.)

aschen⸗Ausgabe: roh 17 Tblr.; Hlbfrzbd.

Thle. 15 sgr.; Prachtband 24 Thlr. 20 sar⸗

ktav⸗Ausgabe: roh 34 Thlr.; Hlbfrzbd.

Thlr. 20 sgr. : Prachtband 44 Thlr. 25 sgr.

odethe uͤber Kunst und Alterthum, 8 in 6 Baͤnden

1 (Ebendaselbst) Roh 7 Thlr.: Hlöfrzbd. 8 Thlr. 10 sgr; Prachtbe 9 Thlr. 15 sgr, sind stets vorraͤthig in der Buchhandlung J. A List, in Berlin, Burgstr. Nr.ü

Memoiren Mirabeau's. Geschrieben von ihm selbst, seinem Vater, Oheim und Adoptivsohn.

Aus dem Franzoͤsischen vom Dr. Le Petit. Erster Band. 8vo. geh. Preis 1 Thlr. 19 sgr. Mirabeau ist ohne Zweifel der verwickeltste, aber

„In der Buch⸗ und Musikalienhanblung von 0 F. Kecht in Berlin, Bruͤderstraße Nr. 24, so n hüstr dessen Handlung in Wriezen g. d. O, ist⸗

Struensee, oder die Koͤnigin u. d. Guͤnstling

auch der interessanteste Charakter in dem großen Re⸗

Nach d. Franzoͤsischen der Herren Fournier u. vould. 8 Thlr, mit Litestuse. de es gz

von der V ten, daß man

1““ 8 » 1587. vom 2sten ejusd., uͤber die Rechtsbeständigkeit der Geschaͤfte, welche bis zur Publication der Verord⸗ nung vom 31. Maͤrz 1833 in Verwaltungs⸗Angele⸗ genheiten einer Land⸗Gemeinde aus den zur Provinz Sachsen gehoͤrigen, der Westphaͤlischen Zwischen⸗

Herrschaft unterworfen gewesenen Landestheilen ge⸗

schlossen worden, und vom 18. Maͤrz, die Einfuͤhrung der revidirten Städte⸗Ordnung in der Provinz Westphalen be⸗ treffend. Berlin, den 3. April 1835. 8 Debits⸗Comtoir der Gesetz⸗Sammlung

Zeitungs⸗Nachrichten. 8 64“*“

Frankreich.

Paris, 26. Marz. Der Koͤnig arbeitete gestern mit dem onseils⸗Praͤsidenten und dem See⸗Minister. 1b

Das Journal du Commerce sagt: „Der Gesetz⸗Ent⸗ wurf uͤber die geheimen Ausgaben scheint uns ganz zur Loͤsung der ministeriellen Frage geeignet; denn er beruͤhrt, wie Herr Guizot eingesteht, das Wesen der von der Regierung befolgten Politik. Es koͤmmt darauf an, zu erfahren, ob die Regierung, mitten der friedlichen Haltung des Landes, alle den Zeiten un⸗ srer buͤrgerlichen Unruhen entliehenen Gebraͤuche fortsetzen will, öb die gerichtlichen Verfolgungen ewig dauern sollen, ob man die geheimen Ausgaben in unsere politischen Sitten verpflanzen will? da die Frage in diesen Ausdruͤcken gestellt werden kann, so wol⸗ len wir hoffen, daß die Kammer endlich den Muth haben werde, hre Meinungen einzugestehen und daß sie, durch die Verwer⸗ ung des Gesetz⸗Entwurses, neuerdings ihr Hinneigen zu jener iberalen und gemaͤßigten Politik zu erkennen geben werde, fuͤr die sie sich bei Eroͤffnung der Session in ihrer Adresse entschied.“

Der Courrier frangais enthaͤlt Folgendes: „Mehrere

Avokaten haben Briese von dem Präͤsidenten der Pairs⸗Kammer

serxhalten, worin ihnen angezeigt wird, daß sie ernannt worden, um die wegen der April⸗Freignisse Angeklagten von Amtswegen 1 vertheidigen, und daß Maßregeln getroffen worden, um ihnen lde Besprechung mit den Gefangenen zu erleichtern. Der groͤ⸗ ßere Theil dieser Advokaten ist erst seit kurzem in den Stand eingetreten. Eine Morgen⸗Zeitung theilt einen Umstand mit, der erklaͤrt, warum der Pairshof vorzugsweise junge Leute gewaͤhlt hat, denen es zwar an Faͤhigkeiten nicht fehlt, die sich aber we⸗ gen der kurzen Zeit ihrer Wirksamkeit noch keinen Ruf haben er⸗ werben können. Jener Zeitung zufolge, hat Herr Philipp Du⸗

vin, als Vorsteher des Advokaten⸗Standes, der Aufforderung des

herrn Pasquier gemaß, die Liste angefertigt. Wir wissen, daß diese Liste nicht genau befolgt worden ist, und daß Advokaten von mtswegen ernannt worden sind, obgleich Herr Dupin ihre Na⸗ men nicht aufgezeichnet hatte. Heute Morgen waren die aufge⸗ sorderten Advokaten groͤßtentheils in der Bibliothek des Advokaten⸗ Standes versammelt, und unterhielten sich uͤber das Verfahren, das sie se beobachten haͤtten. Alle waren der Meinung, daß sie sich der ertheidigung nicht ohne Zustimmung der Angeklagten unterzie⸗ hen düͤrften; aber sie waren nicht einig uͤber die Art und Weise, wie sie den, ihnen von dem Präaͤsidenten des Pairshofes ertheil⸗ ien Auftrag ablehnen wollten. Die Einen erinnerten an die Be⸗ simmung der Verordnung vom Jahre 1822, wodurch dem Ad⸗ vofaten erlaubt wird, eine Vertheidigung ex officio abzulehnen, usofern seine Beweggruͤnde von dem Praͤsidenten, der ihn er⸗ hannt hat, gebilligt werden. Sie behaupteten, daß das von den Aprik⸗Gefangenen in die oͤffentlichen Blaͤtter eingeruͤckte Schrei⸗ den ein hinreichender Grund sey, um sich der Vertheidigung zu entziehen; sie wollten ihre Weigerung schriftlich dem Hrn. Pas⸗ zuter einreichen, indem derselbe unmoͤglich Advokaten, die die sreie Vertheidigung der Angeklagten ehrten, einer Disciplinar⸗ gtrafe unterwerfen koͤnne. Andere, obgleich sie einraͤum⸗ en, daß der Advokat nicht gezwungen werden koͤnne, ex officio zu plaidiren, fuͤhrten Beispiele an, wo man sich erordnung von 1822 entfernt habe. Sie glaub⸗ in der Sitzung des Pairshofes erscheinen Mise⸗ um daselbst eine foͤrmliche Weigerung aus dem kunde der Angeklagten zu erwarten. Noch Andere, und dies vr die groͤßere Zahl, haben beschlossen, an die Gefangenen zu 8 beiben um sie von dem ihnen ertheilten Auftrage in Kennt⸗ nes zu setzen, und sie zu fragen, ob sie die bezeichneten Advoka⸗ als Vertheidiger annaͤhmen; sie vermuthen, daß die Ange⸗

rend der

——, ——

klagten ihnen antworten werden, daß sie sich bereits andere Ver⸗ theidiger gewaͤhlt haͤtten, und sie glauben, daß diese Antwort, dem Herrn Pasquier vorgelegt, genuͤgen duͤrfte, um seine Ernen⸗ nungen als nicht geschehen zu betrachten. Wenn der Praͤsident des Pairshofes nichts destoweniger auf seiner Ansicht beharren sollte, so waͤre es dann die Pflicht des Vorstehers und des Dis⸗ ziplinar⸗Rathes des Advokaten⸗Standes, einen Schritt zu thun, um den Praͤsidenten von einem Irrthume abzubrin en, der der Freiheit und den Rechten der Advokaten Abbruch thut“,

Sieben Kandidaten haben sich gemeldet, um den verstorbe⸗ nen Dupuptren in der Akademie der Wissenschaften zu ersetzen; unter ihnen befinden sich die Herren Lisfranc, Civiale und Le⸗ roy⸗d'Etiolles.

Herr Dupin d. Aelt. hat seiner Geburtsstadt Varcy im Departement der Nièvre eine immerwaͤhrende jaͤhrliche Rente von 50 Fr. zur Verbesserung des Volks⸗Unterrichts, und nament⸗ lich zum Ankaufe von Buͤchern, die jaͤhrlich als Preise vertheilt werden sollen, ausgesetzt.

Das schoͤne Schloß J. Laffitte geboten.

Die zum Besten der „Quotidienne“ eroͤffnete Subscription, um die diesem Blatte auferlegten Geldstrafen aufzubringen, hat bereits uͤber 2000 Fr. eingetragen. Die Gesammtsumme der von der „Auotidienne“ zu entrichtenden Strafen betraͤgt 16,000 Fr.

Der Maire von Arras hatte vor einiger Zeit eine Bekannt⸗ machung erlassen, worin er, aus Ruͤcksicht fuͤr die Ruhe der Ein⸗ wohner, die Arbeits⸗Stunden derjenigen Buͤrger, die 9 bei ih⸗ rem Gewerbe des Hammers zu bedienen haben, beschraͤnkte. Diese Buͤrger haben nun ihrerseits eine Ankuͤndigung an den Straßenecken anschlagen lassen, worin sie, in Betracht, daß das Fahren bei Nachtzeit sehr laͤstig sey, allen Wagen und Kutschen verbieten, sich nach 9 Uhr Abends auf offener Straße sehen zu lassen, damit sie ihrerseits in ihrer Ruhe nicht gestoͤrt wuͤrden.

Am 20sten d. M. starben in Marseille nuͤr noch 5 Perso⸗ nen an der Cholera, so daß das Uebel im Abnehmen zu seyn scheint.

Das die gegenwäaͤrtige Lage der Dinge im noͤrdlichen Spanien in fol⸗ gender Weise dar: „Zumalacarreguy hat fast seine saͤmmtlichen Streitkraͤfte, die in 16 Bataillonen bestehen, im Bastan⸗Thale konzentrirt; es scheint, daß er jeden Augenblick einem Angriff ent⸗

dhefche⸗ und er trifft demzufolge seine Anordnungen. Die Dinge haben sich seit einigen Tagen sehr geaͤndert; die Christinos, die fruͤher in Elisondo blokirt waren und das Feld nicht halten konnten, haben ihrerseits die Offensive ergriffen. Die Ankunft Mina's allein e diese Veraͤnderung bewirkt; man glaubt, daß er bald seine Vortheile benutzen werde. Er manoͤvrirt in diesem Augenblicke, um die Insurgenten von allen Seiten zu umzingeln und sie zu einem entscheidenden Treffen zu noͤthigen. General Vigo hat das Dorf Lanz mit 2000 Mann besetzt. Oraa mar⸗ schirt mit 4000 Mann auf Irurita, und der Brigadier Jaureguy hat Befehl erhalten, mit 1500 Mann die Insuͤrgen⸗ ten zu umgehen und ihnen jeden Ruͤckzug abzuschneiden, wäͤh⸗ ber⸗General mit dem Gros seiner Armee in guter Ordnung vorruͤckt, um Zumalacarreguy die Gelegenheit darzubie⸗ ten, in einer einzigen Schlacht diesen großen Streit zu erledigen. Nie hatte der Krieg diesen regelmaͤßigen und furchtbaren Andlick dargeboten; die beiden Parteien, in einem engen Raum zusam⸗ mengedraͤngt, stehen einander im Angesicht und sind in gewisser Hinsicht genoͤthigt, handgemein zu werden. Wir werden sehen, wer von den beiden stolzen Nebenbuhlern den Sieg an seine Partei zu fesseln wissen wird. Dieser Kampf kann uͤber das Schicksal Spaniens und uͤber den Ruf Mina's und Zumalacar⸗ reguy's entscheiden. Die Gazette de France macht hierzu die Bemerkung, es scheine doch nicht, daß Mina entschlossen sey, eine entscheidende Schlacht zu wagen, da er neuerdings wieder nach Pampelona zurdes gegehrt sey, angeblich um Verstaͤrkungen abzuwarten.“

Großbritanien und Irland.

London 27. Maͤrz. Se. Majestaͤt haben dem Gouverneur von Neu⸗Suͤd⸗Wales, General⸗Major Sir Richard Bourke, die Insignien des Bath⸗Ordens zufertigen lassen.

Der General⸗Major Sir Howard Douglas, Lord⸗Ober⸗Com⸗ missair der Jonischen Inseln, hatte gestern im Kolonial⸗Amte noch eine Unterredung mit dem Grafen von Aberdeen und reist heute nach Pg Bestimmungs⸗Hrt ab.

er neue Juͤrkische Gesandte, Nuri Effendi, ist von dem Sohn des Fuͤrsten von Samos als Dollmetscher und von zwei Secretairen begleitet. Sein Gefolge besteht im Ganzen aus 33 Personen. Mehrere Offiziere der Armee und Marine, Soͤhne ausgezeichneter Familien Konstantinopels, waren schon vor ihm hier angekommen.

Hiesige Blaͤtter berichten, daß naͤchstens die Vermaͤhlung zwischen Lord John Russell und Lady Ribblesdale stattfinden werde.

Die Times spendet dem Herzoge von Wellington, als Staats⸗Secretair der auswaͤrtigen Angelegenheiten, in ihrem heu⸗ tigen Blatte großes Lob wegen seiner in den orientalischen An⸗

elegenheiten befolgten Politik, weil derselbe es dahin gebracht eg. daß die Unabhaͤngigkeit der Moldau und Wallachei von Seiten Großbritaniens anerkannt worden sey, welche Nachricht diese Zeitung gestern in ihrem Boͤrsen⸗Bericht mittheilte.

in Birmingham haben die Tories einen politischen Verein unter dem Namen „konservativer Klub“ gebildet und beabsichti⸗ gen, wie es heißt, ein neues Tory⸗Blatt herauszugeben, zu des⸗ sen bbe der Graf von Dartmouth 500 Pfd. unterzeich⸗ net hat.

Vor einigen Tagen hat sich ein seit mehreren Jahren an der Boͤrse wohlbekannter Mann, der, wie sich nun ergeben, Falschmuͤnzerei getrieben, mit einer bedeutenden Geldsumme von er entfernt. Der Betrag der von ihm angefertigten falschen Papiere und Wechsel soll sich auf 20,000 Pfd. belaufen, und mit

loß Maisons an der Seine, das dem Hrn. gehoͤrt, wird in diesem Augenblicke zur Miethe aus⸗

Mémorial des Pyrenses, ein liberales Blatt, stellt

1835.

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dieser Summe hat er wahrscheinlich das Land verlassen, um nach Amerika zu gehen. Er ist der Neffe eines der achtbarsten Kauf⸗ leute der City, mit dem er gemeinsam die ausgedehntesten Ge⸗ schaͤfte an der Boͤrse machte und das allgemeine Vertrauen genoß.

Im heutigen Boͤrsenberichte der Times heißt es: „Die Preise der Fonds waren heute in Vergleich zu gestern anfe ngs ziemlich fest und etwas besser, Nachmittags aber fielen die Con⸗ sols wieder. Geruͤchte von einer schlimmen der Dinge im Norden von Spanien, wonach man schon eine Einmischung von Seiten Frankreichs befuͤrchtete, zeigten sich zwar bald als un⸗ gegruͤndet, aber die Besorgnisse daruͤber, ob das Ministerium sich zu halten im Stande seyn werde, verbreiteten durchgehends eine sehr aͤngstliche Stimmung und wirkten nachtheilig auf die Fonds ein. Der Plan der Konvertirung der Spanischen Cortes⸗Scheine, welcher heute amtlich angezeigt wurde (s. d. gestrige Blatt der St. Ztg.), hat durch seine Klarheit und Einfachheit allgemeine Zufriedenheit erregt und muß den Inhabern solcher Obligationen, die sich nun auf dem Punkte sehen, nach zwoͤftehalbjaͤhriger Ge⸗ duld ein zinstragendes Papier zu erhalten, wovon sogleich bei der Konversion eine Dividende ausgezahlt werden soll, uͤberaus erfreulich seyn. Die Aussicht auf eine demnaͤchstige große Ver⸗ mehrung der im Umlauf befindlichen Cortes⸗Bons hat uͤbrigens heute dieselben etwas heruntergedruͤckt.“

Die zu Jamaika erscheinende Kingston Chronicle vom 10. Februar will wissen, daß der Marquis von Sligo, der von dem jetzigen Ministerium in seinem Posten als Gouverneur die⸗ ser Kolonie bestaͤtigt worden, sich dort fuͤr immer als Grund⸗ besitzer anzusiedeln gedenke; dieses Blatt spricht dabei den Wunsch aus, daß auch andere Englaͤnder, die bedeutendes Grundeigen⸗ auf Jamaika besaͤßen, diesem Beispiele folgen moͤchten.

as Versammlungs⸗Haus von Jamaika ist bis zum 3. März prorogirt. Die Bill, wonach einem jeden Einwanderer oder dem, der ihn einfuͤhrt, 15 Pfund ausgezahlt werden sollen, war vor der Proroganten noch angenommen worden.

Zeitungen aus Montreal bis zum 25. Februar enthalten die Rede des Gouverneurs bei Eroͤffnung des Parlaments von Unter⸗Kanada, worin es unter Anderem heißt:

„Es war meine Absicht, Sie an dem durch die Köͤnigliche Pro⸗ clamation vom 16. Dezember zur Zusammenkunft des Provinzial⸗ Parlaments festgesetzten Tage zu versammeln. Ich hatte schon ei⸗ nige wichtige Mittheilungen uͤber Gegenstaͤnde von der hoͤchsten Wichtigkeit für die Provinz erhalten, die eine Zeit lang die ernst⸗ liche Aufmerksamkeit der Regierung Sr. Majestaͤt auf sich gezogen, und hinsichtlich deren es wuͤnschenswerth war, vor der Versamm⸗ lung des Parlaments instruirt zu seyn, als ich die offizielle Anzeige erhielt, daß in dem Kabinet Sr. Majestaͤt eine Veraͤnderung kau⸗

efunden habe, weshalb die Zusammenkunft des Parlaments aufge⸗ schoben wurde. Ich bin von der Regierung Sr. Majestat offiziell benachrichtigt worden, daß in dem Peeee. eine Bill in Bezug auf das Postwesen in den Besitzungen Sr. Majestaͤt in Nord⸗Amerika durchgegangen ist, und zugleich ein Gesetz⸗Entwurf fuͤr dies Depar⸗ tement Ihnen sur Berathung vorgelegt werden soll. Die Verwer⸗ fung der Subsidien⸗Bill in der vorletzten Session, die Trennung der Legislatur nach der letzten Session, ohne eine Geld⸗Bewilligung, und das Unzureichende der FJonds, welche der Krone zur Be⸗ streitung der Ausgaben fuͤr die Civil⸗Regierung und die Verwal⸗ tung der Justiz gesetzlich bewilligt sind, mußten nothwendig de Regierung in große Verlegenheit setzen. Unter diesen Umstaͤnden hielt die Regierung Sr. Majestaͤt es fuͤr zweckmaͤßig, eine Summe von 31,000 Pfd. auf die Militair⸗Kasse anzuweisen, um den Rich⸗ tern und anderen Beamten der Krone, welche durch die Nichtbezah⸗ lung ihrer Besoldungen in große Verlegenheiten gerathen waren, einen Theil ihres Gehaltes auszahlen zu koͤnnen. Die Regierung Sr. Maj. ist uͤberzengt, daß von den durch die gesetzgebende Versammlung von Unter⸗Kanada bewilligten Fonds der von der Militair⸗Kasse ge⸗ machte Vorschuß wird zuruͤckgezahlt werden. Meine Herren vom

esetzgebenden Rath und der gesetzgebenden Versammlung! Ich habe vßren nur noch zu empfehlen, sich Ihren wichtigen Pflichten mit

ifer zu widmen, und meinen ernstlichen Wunsch auszusprechen, daß das jetzt zum erstenmale versammelte Parlament moͤge durch Wohlthaten fuͤr die Provinz.“

Aus Mexico sind Nachrichten bis zum 4. Februar über New⸗York eingegangen. Santana hat sich wieder auf seinen Landsitz in der Naͤhe von Vera⸗Crug zuruͤckgezogen, und waͤhrend seiner Abwesenheit von der Hauptstadt ist Barragon zum Vice⸗ Praͤsidenten ernannt. Die Abreise Santana's hat zu vielen Muthmaßungen Anlaß gegeben, und manche glauben, es sey eine neue Verschwoͤrung im Werke. Die Zeitungen waren kuͤrzlich sehr heftig in ihren Bemerkungen uͤber die Fremden, doch hat unser Gesandter keine Notiz davon genommen. Der Vice⸗Praͤ⸗ sident Gomez Farias, welcher Santana's Stelle hätte vertreten sollen, ist, wie es heißt, einer Laune des Praͤsidenten zu Gefallen, uͤbergangen worden. Man spricht von der absoluten Nothwendigkeit einer neuen Anleihe.

London, 27. Maͤrz. In meinem letzten Schreiben 8b ich Ihnen gemeldet, daß Lord John Russell den große Probierstein der Staͤrke oder der Beharrlichkeit der Minister naͤmlich die Frage uͤber das Einkommen der Irlaͤndischen Kirche, am 30sten d. M. vornehmen will. Die Oppositions⸗Journale schmeicheln sich, daß dieses der Todesstoß der Minister seyn werde. Dies laͤßt sich jedoch nicht annehmen, indem die Minister dabet nicht nur auf alle die, welche sie bei der Adresse unterstuͤtzten, sondern auch auf manche Andere rechnen koͤnnen, welche sie durch die Liberalitaͤt ihrer bisherigen Maßregeln und durch ihr kluges Benehmen gewonnen haben. Sollten sie sich aber auch in einer Minoritaͤt befinden, so werden sie dies bloß fuͤr eine Verschiedenheit der Ansichten uͤber einen einzelnen Punkt erklaͤren, die sie um so weniger noͤthigen koͤnnte, sich zuruͤckzuziehen, als die Opposition in keinem Falle eine große Mehrheit haben wird. Sir Robert Peel hat nun auch seinen Plan kund gemacht, hinsichtlich der Umtauschung des Zehnter in England, welcher Plan eben so einfach und praktisch ist, als alle andere Maßregeln, die er seit der Eroͤffnung des Parlamen⸗ tes dem Hause vorgelegt. Er that dies in einer der meisterhaf⸗ testen Reden, welche seit lange im Unterhause gehalten worden, wobet er eine Vertrautheit mit diesem hoͤchst schwierigen Ge⸗-

ich auszeichnen

genstande bewies, welche Jeden in Erstaunen setzt. Was aber