1835 / 93 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

88 am meisten Bewunderung erregt, ist, daß er die Riesen⸗Arbeit aushaͤlt. Denn die ungeheuere Anstrengung und vielen Nacht⸗ wachen, welche es erfordern muß, so vielerlei Gegenstaͤnde zu be⸗ herrschen, waͤren allein schon genug, einen ganzen Menschen in Anspruch zu nehmen. Außerdem ist aber noch zu erwaͤgen, daß auf ihm allein die ganze Buͤrde ruht, die ministerielle Politik, ja die Existenz des Ministeriums zu vertheidigen, indem fast kei⸗ ner von seinen Kollegen zu sprechen vermag, oder Lust bezeigt, es zu thun, und die uͤbrigen Tories, wenn sie ja reden, ihn durch die Entwickelung ihrer alten Ansichten und Vorurtheile nur in Verlegenheit setzen. Ja, es muß ihn schmerzen, daß die, welche von seiner Verwaltung ihr Heil erwarten, ihn nicht einmal durch ihre Gegenwart unterstuͤtzen, waͤhrend die Opposition sich immer zahlreich genug einfindet, um ihn, wenn auch nicht bei Haupt⸗ fragen, viermal hintereinander, ja dreimal an einem Abende, und das letzte Mal durch eine Mehrheit von 110 zu uͤberstimmen. Dies deutet auf eine Traͤgheit unter den Tories hin, welche die Existenz des jetzigen Ministeriums gefaͤhrden kann, wenn es sich nicht damit aͤndert. Die Weigerung des Lord Can⸗ terbury (Sir C. M. Sutton), die Mission nach Kanada zu uͤbernehmen, und die Schwierigkeit, Sir Edward Sugden an seiner Stelle als Irlaͤndischer Kanzler zu erhalten, sind, wo nicht aͤhn⸗ liche Anzeigen eines Mangels an Zusammenhalten, doch Schwierig⸗ keiten, welche auch vorzuͤglich dem Premier⸗Minister laͤstig seyn muͤssen. Es ist klar, daß Lord Stanley und dessen Anhaͤnger jetzt weiter von ihm entfernt stehen, als selbst im Anfange der Session, indem er selten anders auf ihren Beistand rechnen kann, als da, wo es die Sache der Kirche, vielleicht auch die Existenz sei⸗ nes Ministeriums gilt. 1 8 E1111“

Aus dem Haag, 29. Maͤrz. Ueber das zu errichtende Lager zu Rijens erfaͤhrt man, daß es im Anfang des Monats Juni durch die zweite Division und einen Theil der dritten Division unter dem Befehl des Herzogs von Weimar bezogen werden soll. und der uͤbrige Theil der dritten in das Lager einziehen und als⸗ dann der General⸗Lieutenant van Geen dort den Oberbefehl fuͤhren.

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Man erfaͤhrt, daß die jetzt noch im Dienste besindliche Ar⸗

alllerie⸗Schutterei in kurzem unbestinmnten Urlaub erhalten wird,

wie derselbe seit dem vorigen Jahre den Schutters von der In⸗ fanterie zu Theil geworden ist. Auch heißt es, daß die Ofsiziere der letztgenannten Waffengattung, die vor der Ertheilung des unbestimmten Urlaubs à la suite der Armee aufgefuͤhrt wurden, wahrscheinlich in Aktivitaͤt gestellt werden, dann aber an dem unbestimmten Urlaub, der ihren Waffenbruͤdern ertheilt wurde, Antheil haben sollen.

Amsterdam, 28. Maͤrz. Die Course der Hollaͤndischen Staats⸗Papiere sind die letzten acht Tage uͤber fast Alle weichend gewesen, wovon als die wichtigsten Ursachen die niedrigeren Noti⸗ rungen von London und Mangel an Auftraͤgen anzumerken sind; denn die in den wieder versammelten Generaͤlstaaten zur Deckung von mehrjaͤhrigen Defizits angekuͤndigte Vermehrung der 5 proc. wirklichen Schuld um 8 Millionen Kapital hat keinen erheblichen Einfluß auf die Preise gehabt; Integrale gingen allmaͤlig von 56 82 auf 55½ Ct., Kanz⸗Billets von 25 ¼2 Fl. auf 259⸗ Fl., 5proc. wirk⸗ liche Schuld von 101¼ auf 101¼ pCt., Syndikat⸗Obligationen von 95 auf 95 vCt. Aetien der Handels⸗Gesellschaft, welche sich wie⸗ der bis 106 pCt. erholt hatten, wurden an den letzten Tagen stark ausgeboten, wodurch deren Cours bis 105 ½ vCt. gesunken ist. Der Um⸗ fatz in Russischen und Oesterreichischen Staats⸗Papieren war sehr be⸗ schraͤnkt, auch sind deren Preise etwas flauer geworden. Spanische 5 proc. Ferpetuelle und Cortes⸗Obligationen, die sich anfangs bei Auftraͤgen aus IFytwerpen etwas hoͤher stellten, nahmen nach Ankunft der letzten Englischen Post mit niedrigeren Notirungen wieder ihren vorigen Staud ein; fuͤr Cortes⸗Coupons erhielt sich indeß eine maͤßige Frage zu 28 ½ Ct. Vonden Suͤd⸗Amerikanischen Fonds sind Columbische Oblig. sehr vegeyrt gewesen und bis 20 18 „Ct. gestiegen; wegen der letzten füaueren Norirungen von London wichen dieselben jedoch wieder bis 20 ½ pCt. Brastlianische und alle uͤbrigen blieben preishaltend. Der Geld⸗Cours ist unveraͤndert. Am Getraidemarkt sind einige Zu⸗ fuhren von weißem Friesischen und neuem Rostocker Weizen einge⸗ troffen und untergebracht, welches einige Lebhaftigkeit herbeifuͤhrte; dagegen blieben sowohl alter als neuer Roggen ohne erheblichen Haͤndel. Hafer wurde niedriger abgelassen und fand dadurch Ab⸗ nehmer. Die bedungenen Preise waren: fuͤr 130pfuͤnd. alten weiß⸗ bunten Polnischen Weizen 220 Fl., 288 128pfuͤnd. alten Luͤbecker dito 160 Fl, fuͤr 128.130pfuͤnd. alten Rostocker 160. 168 Fl., fuͤr 133⸗ pfuͤnd. schoͤnen neuen dito 170 Fl., fuͤr 127. 130pfuͤnd. Friesischen 145.155 Fl. fuͤr 86pfuͤnd. feinen Hafer 93 Fl./ fuͤr 78pfuͤnd. dicken 75 Fl, fuͤr 77. 78pfuͤnd. feinen Futterhafer 77. 78 Fl. -

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c11114*“*“* ruͤssel, 27. Maͤrz. Aus Madrid ist der Ritter de Baso hier vneglhlh. um Sr. Maj. dem Koͤnige die Insignien des ihm von der Koͤnigin Christine verliehenen goldenen Vließes zu üͤberbringen. Koͤnig hat den Titel eines Protektors der Antwerpener Gesellschaft fuͤr Wissenschaften, Literatur und Kunst angenommen, welche sich nunmehr eine „Koͤnigliche Gesellschaft“ nennt. Herr Gendebien haͤlt sich bereit, nach Paris abzugehen, um die ihm angebotene Vertheidigung mehrerer von den bekannten Angeklagten zu uͤbernehmen. ““ Schweden und Norwegen. Stockholm, 24. Maͤrz. Se. Majestaͤt der Koͤnig haben den Professor Agardh in Lund zum Bischofe des Karlstad⸗Stif⸗ tes (Wermeland) ernannt. ,8 .“ Einer Hollaͤndischen Rhederei⸗Gesellschaft ist die Errichtung einer regelmaͤßigen Dampfschifffahrts⸗Verbindung zwischen Stock⸗ holm und Luͤbeck gestattet worden. 1 Nicht unwichtig fuͤr den Suͤden dieses Reiches, besonders aber fuͤr den Gesundbrunnen und das See⸗Bad Ramloͤsa, eine halbe Meile von Helsingborg und Helsingoͤr, 4 Meilen von Ko⸗ penhagen, in einer der reizendsten Gegenden belegen, duͤrfte die neu eingerichtete Dampfschifffahrts⸗Verbindung mit Stettin seyn. Deshalb Einiges uͤber Ramloͤsa. Die beiden stark eisenhaltigen eind alkalischen Quellen daselbst (nach des beruͤhmten Berzelius Untersuchung) springen aus einem Sandfelsen, und sind schon lange bewaͤhrt gegen Gicht, Magenbeschwerden, ja, gegen voͤllige Kontraktheit gefunden worden. Die Baͤder hingegen, sowohl kalte als warme, am Zusammenslusse des Kattegat und der Ost⸗ see, süund bedeutend salziger als die uͤbrigen Baͤder am letztge⸗ nannten Meere. Unsere Koͤnigliche Familie besucht diese Stelle oft ungeachtet sie fast 100 Meilen von Stockholm entlegen ist. Die Wohn⸗Gevaͤude des Brunnens, nahe am herrlichen Sunde, enthalten eine bedertende Anzahl bequemer Zimmer; fast taͤglich gewahrt man hier die Schiffe beinahe aller Nationen, die oft zu mehreren Hunderten vee Meeresflaͤche bedecken. Nicht nur Kranke, die auf der Stelle jeon aͤrztliche Hulfe 1 9 8 jeder Reisende findet hier alle billtg⸗ e een 9 befriedig 18 es der Besitzer, Oberst von Dannfelt, l h sehr angelegen leyn läͤßt, den dortigen Aufenthalt immer annehmuyr,

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Zu Anfang des Juli wird die erste Division und Keller ꝛc.

Unter der zahlreichen Brunnen⸗Gesellschaft herrscht, besonders ge⸗ gen Fremde jedes Standes, ein sehr zuvorkommender Ton. Fast taͤglich finden mit geringen Kosten Lustpartieen nach dem nahen Daͤnemark statt, wohin taͤglich viermal Paketboͤte gehen, oder nach der reizenden Umgegend des Brunnens, z. B. dem Stein⸗ kohlenwerke von Hoganaͤs oder dem beruͤhmten Granitfelsen Kulla⸗ borg, der auf drei Seiten vom Ocean bespuͤlt wird. Außerdem hat Ramloͤsa ein gutes Theater und jeden Sonntag glaͤnzende Baͤlle, wohin das von Kopenhagen in 4 Stunden hersegelnde, spaͤt Abends zuruͤckgehende Dampfschiff viele Reisende fuͤhrr. Auch findet in der Mitte des Juli jedes Jahres ein stark besuchtes viertägiges Wettrennen nahe bei Ramloͤsa statt. Die Brunnen⸗ und Badezeit beginnt den 24. Juni und schließt den 26. August. Der Monat Juli ist der besuchteste. Die Preise sind niedriger als bei irgend einem auslaͤndischen Brunnen oder Bade. So kostet z. B. ein wohl meublirtes Zimmer monatlich 1 Friedrichs⸗ d'or u. s. w. Die Reise von Berlin uͤber Stettin nach Kopen⸗ hagen u. s. w. nach Ramloͤsa oder uͤber Greifswald nach Ystad und von da nach Ramloͤsa kostet in Allem, die Dampfschiffe ein— berechnei, etwa 20 24 Rthlr. und 36 44 Stun 1 88

v 11614“

Kopenhagen, 27. Maͤrz. Se. Maj. der Koͤnig haben den Geheimen Konserenz⸗Rath Joachim Friederich Grafen von Bern⸗ storff, Großkregz des Dannebrogs und Dannebrogsmann, zum Ritter des Elephanten⸗Ordens ernannt.

Vorgestern Mittag starb hier die ruͤhmlichst bekannte Schrift⸗ stellerin, die Frau Geheime Konferenz⸗Raͤthin Sophie Christiane Friederike Buun. Sie war geboren in Tonna im Gothaischen, wo ihr Vater, Balthasar Muͤnter, damals Superintendent war, aber als Hauptprediger an der Petrikirche nach Kopenhagen be⸗ rufen wurde. Ihr Bruder war der beruͤhmte verstorbene Bischof Friedrich Muͤnter. Im Jahre 1783 wurde sie verheirathet mit

dem Geheimen Konferenz⸗Rath J. C. Brun. Die Verstorbene

machte viele Reisen und war befreundet mit mehreren Gelehrten

und Dichtern, als Baggesen, Matthison, Bonstetten, Salis, Ihre mannigfachen Schriften in Deutscher Sprache findet man in Nyerups und bis 1827 in Osfts Literatur⸗Lexikon angegeben. Mehrere derselben sind ins Daͤnische uͤbersetzt.

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Kassel, 29. Maͤrz. In der Sitzung der Staͤnde⸗Ver⸗ sammlung vom 28. Maͤrz gaben der Minister des Innern und der Landtags⸗Kommissar nochmalige Erklaͤrungen, die Rotenbur⸗ ger AQuart betreffend. Der Landtags⸗Kommissar sagte: Ihre Durchlaucht die verwittwere Frau Landgraͤfin von Rotenburg habe dem Staats⸗Ministerium erklaͤrt, daß Sie entschlossen sey, Ihre im Monat August d. J. bevorstehende Entbindung zu Ro⸗ tenburg abzuwarten, und, vorausgesetzt, daß Hoͤchstihre Gesund⸗ heits⸗Umstaͤnde und die Witterung kein Hinderniß entgegenstellen, im Monat April die Reise von Zembovitz dorthin anzutreten; zur Begruͤndung der von J. H. D. in Beziehung auf die hier⸗ nach zu treffenden Anordnungen geaͤußerten Wuͤnsche fuͤhre deren General⸗Bevollmaͤchtigte unter andern an: daß der Heimfall der Auart bis jetzt weder eingetreten, noch wahrscheinlich sey. Der

Ausschuß ward mit Berichterstattung uͤber diese Erlaͤrungen beauf⸗

tragt. Es wurden dann die §§. 1— 13 incl. des Volksschul⸗Ge⸗ setzes diskutirt und mit verschiedenen Modisicationen groͤßtentheils angenommen.

In der Sitzung vom 27sten hatte der Minister des Aus⸗ waͤrtigen und des Kurfuͤrstlichen Hauses, von Trott, im Auftrage Sr. Hoheit des Kurprinzen und Mitregenten der Staͤnde⸗Ver⸗ sammlung ein hoͤchstes Rescript, die Rotenburger Quart betref⸗ fend, mitgetheilt. Se. Hoheit der Kurprinz und Mitregent er⸗ klaͤren darin, wie die Rotenburger Quart nur ein Theil des un⸗ veraͤußerlichen fideikommissarischen Hausgutes des Kurhauses Hes⸗ sen sey.

Muͤnchen, 27. Maͤrz. Zwei Katholiken traten hier zur evangelischen Confession uͤber und legten vergangenen Sonntag das protestantische Glaubensbekenntniß oͤffentlich in der Kirche ab. Dies hat hier deswegen Aufsehen gemacht, weil ein solcher Uebertritt hier noch nicht stattgefunden hat.

Von den Schlachten⸗Malern aus der hiesigen Schule: Mon⸗ ten, Schelver und Eckert, erscheinen hier 200 lithographirte und schoͤn colorirte Blaͤtter, welche das gesammte Deutsche Bundes⸗ heer in charakteristischen Gruppen, und zwar die genaue Unifor⸗ mirung saͤmmtlicher Truppen⸗Abtheilungen der Deutschen Bundes⸗ ftaͤaten darstellen werden.

Augsburg, 29. Maͤrz. (Allg. Zeitg.) Se. Mafestaͤt der Koͤnig von Bayern hatten Sich bekanntlich in dem Monate Januar d. J. an Se. Majestaͤt den Kaiser Franz von Oester⸗ reich gewendet, um dessen Mitwirkung und Zustimmung zu dem Uebertritte einiger Maͤnner von tiefer wissenschaftlicher Bildung aus den Oesterreichischen Stiftern in die nach Augsburg ver⸗ legte Benediktiner⸗Abtei zu erlangen. Die Antwort des Hester⸗ reichischen Monarchen traf kurz vor dessen Erkrankung in Muͤn⸗ chen ein, und wurde auf Koͤniglichen Befehl abschriftlich dem Abte Huber zur Hinterlegung in dem Kloster⸗Archive mitgetheilt. Diese Antwort gewaͤhrt einen so tiefen Blick in die Denkweise des Erlauchten Verblichenen, sie giebt die einfache großartige Rich⸗ tung seines edlen Gemuͤthes in so charakteristischen Zuͤgen wie— der, daß wir uns freuen, das nicht nur fuͤr Oesterreich und Bayern. sondern auch fuͤr die Geschichte uͤberhaupt denkwuͤrdige Akten⸗ 1g. nach erholter Ermaͤchtigung des erlauchten Empfaͤngers dem

rucke uͤbergeben zu duͤrfen.

„Durchlauchtigst Großmaäͤchtiger Fuͤrst, besonders lieber Vetter, Bruder und Schwager! Mit Theilnahme und Vergnuͤgen habe Ich aus Ew Majestaͤt Schreiben vom 14. Dezember verflossenen Jahres die Maßregeln ersehen, welche Dieselben zur Wiederherstellung des Ordens des heiligen Benedikt in Bayern ergriffen. Meine besten Wuͤnsche begleiten Ew. Maj. bei diesem frommen Werke! Moͤge es nach so vielen bedauernswerthen Zerstoͤrungen Ew. Maj. gelin⸗ gen, recht gruͤndlich und lebenskraͤftig ein Institut wieder auf⸗ leben zu machen, welches, fast von den aͤltesten Zeiten der Kirche an, derselben zur Ehre und Zierde, so vielen glaͤubigen Ge⸗ muͤthern zur Erbauung und den Wissenschaften zur Stuͤtze und Pflanz⸗Schule gedient hat, und welches in meinen Staaten des Schutzes, den Ich nach Pflicht und Gewissen den ehrwuͤrdigen Stiftungen Unserer Voraͤltern angedeihen lasse, durch die Dienste, die es noch taͤglich im Kirchen⸗ und Lehramte leistet, sich wuͤrdig erweiset. Ich habe bereits den Bischof von Augsburg benachrich⸗ tigt, daß die Aebte des Benediktiner⸗Ordens in Meinen Deutschen Provinzen beauftragt sind, mit ihm und dem Abte Barnabas von St. Stephan wegen der zur Aushuͤlfe nach Bayern abzugebenden Ordens⸗Individuen in Verhandlung zu treten, und ihren Wuͤnschen, so weit es die eigenen Haus⸗Beduͤrfnisse nur immer erlauben, zu entsprechen. Indem es meist Kolonieen aus den uralten Kloͤstern Bayerns waren, welche zuerst den Orden des heiligen Benedikt nach Oesterreich verpflanzten, und gerade den aͤltesten und beruͤhmtesten Meiner Abteien das Daseyn gaben, so wird die Mitwirkung, welche diese Abteien jetzt zur Wiederherstellung des Ordens in Bayern lei⸗ sten werden, von ihrer Seite nur Abtragung einer alten Dankbar⸗

her zu machen. ze s⸗Schuld, und dieser Umstand fuͤr selbe gewiß ein neuer Beweg⸗

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grund seyn, dem von Ew. Maj. in sie gesetzten ehrenvollen V trauen eifrig und willig entgegen zu kommen. Mit vollkommensn Hochachtung verbleibe ich stets Ew. Maj. gutwilliger Vetter, Bre der und Schwager Franz b Wien, 16. Februar 1835. 8

Dem Vernehmen nach soll eine Anzahl achtbarer Buͤr zu Bamberg hoͤheren Orts eine Eingabe gemacht haben 8 Inhalts, daß auch in dieser Stadt nach der Regel des heilig Benedikts, durch Einverleibung der dasigen Pfarrei St. Mn tin und der dasigen Studien⸗-⸗Anstalten in dem ehemaligen Jesu ten⸗Gebaͤude daselbst ein Kloster errichtet werden moͤge.

Karlsruhe, 27. Maͤrz. Naͤchsten Dienstag den zlsten) M. findet die feierliche Eroͤffnung unserer Kammer statt. N man durch wohlunterrichtete Personen vernimmt, so sind die ij terhandlungen unserer Regierung in Betreff des Anschlusses den Deutschen Zoll⸗Verein so weit gediehen, daß es zum voöll, 2 Anschluß nur noch der Genehmigung der Staͤnde bedarf. 1

Den Freiherren Karl und Ferdinand von Lotzbeck, welche bekanntlich durch ein sehr ansehnliches Geschenk eine Gewer⸗ Schule hier begruͤndet haͤben, hat die hiesige Stadt das Ehreg buͤrgerrecht verliehen. .

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Wien, 23. Maͤrz. (Schles. Ztg.) Se. Majestaͤt Kaiser widmet fortwaͤhrend gleichen Eifer den Staats⸗ Geschäͤft Vom fruͤhen Morgen bis spaͤt in die Nacht um 12 und 1 dh. arbeitet derselbe in seinem Kabinette. Die einzige Mußestung verwendet der Monarch in der Regel zu einem Spaztergas auf der Bastei oder durch die Stadt. 3

Die Frau Herzogin von Angouleme hat heute fruͤh iag Ruͤckreise nach Prag angetreten. *

Die Wiener Zeitung meldet: „Die hiesigen evangellsche Gemeinden Ausgsburgischen und Helvetischen Bekenntnisses haben wegen des hoͤchst betruͤbenden Hinscheidens Sr. K. K. Appsict Majestaͤt Franz des Ersten am Iten d. M. eine feierliche Traug Andacht in ihren Bethaͤusern, welcher auch die Professoren ) Studirenden an der hiesigen protestantisch theologischen Lehr⸗h.

stalt beiwohnten, veranstaltet; auch sind Trauer⸗Andachten al

Anordnung der K. K. Konsistorien Augsburgischer und Helbvel

scher Konfession bei saͤmmtlichen evangelischen Gemeinden beide

Konfessionen der Deutschen, Boͤhmischen, Galizischen und Illhe

schen Provinzen des Oesterreichischen Kaiserstaates eingelein worden.“

Seit gestern sind die Vorstadt⸗Theater wieder geoͤffnet; auh das am Kaͤrnthner Thor, wo eine Italiaͤnische Gesellschaft zu h Vorstellungen engagirt ist. Das Burg⸗Theater hingegen vle bis zum Oster⸗Montag geschlossen. 1 .

Aus Persien hat man uͤber Konstantinopel die beru gendsten Nachrichten. Die Ruhe in diesem Lande schien vl kommen gesichert. Als Folge hiervon hat der Handel und w Gewerbe in Persien bereits wieder Leben gewonnen, und wurde namentlich in Konstantinopel von Persischen Kaufleuten auße ordentlich haͤufige Bestellungen gemacht.

Die Allgemeine Zeitung berichtet aus Wien: N Publikum erregt eine schreckliche Mordthat, die ein gewisser Gnj Franz Beleznay zu Pesth veruͤbt hat, großes Aufsehen. Diese⸗ Mann gehoͤrt einer reichen Ungarischen Magnaten⸗Familie an Ein unregelmaͤßiger Lebenswandel hatte ihn in Schulden versch

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und seinen aͤlteren Bruder Johann veranlaßt, die Kuratel uͤbr ihn verhaͤngen zu lassen. Hieruͤber erbittert, begiebt er sich n 19ten Nachmittags um 3 Uhr mit drei geladenen doppellaͤufigt Terzerolen zu seinem Bruder, fordert ihn auf, die Kuratel alf heben zu lassen; da der Bruder sich dessen weigert, schießt!

ihm eine Kugel in den Unterleib und verwundet dessen Frußbt

durch eine Kugel in die Brust, einen eben anwesenden Komimte Beamten aber mit zwei Kugeln am Arm und im Unterleib. De Bruder ringt mit ihm, bis die herbeigeeilten Bedienten Beie auseinander bringen. Graf Franz faͤhrt ungestoͤrt in seinm Fiaker nach Hause, wo er dann spaͤter durch zwei Beamte un neun Heyducken verhaftet wurde. Der Komitats⸗Beamte ii gestern verschieden, fuͤr das Leben der beiden andern Opfer sil noch Hoffnung vorhanden seyn. Die Familie Beleznay traf scha vor einigen Jahren ein furchtbares Schicksal. Ein juͤngern Bruder des oben genannten Moͤrders ermordete den eigenen We ter, und wurde enthauptet. Die Ungarischen Gesetze, die ine— nigen Faͤllen verschaͤrfte Todesstrafen anordnen, verdammen dar Vater⸗ und Brudermoͤrder zur Hinrichtung durch das Schwerd, nachdem dem Missethaͤter zuerst die rechte Hand abgehauen wer den. Diese Strafe mußte der Vatermoͤrder erleiden, und da Brudermoͤrder wird derselben nicht entgehen.“

Spanien.⸗

In einem von Franzoͤsischen Blaͤttern mitgetheiln Schreiben aus Madrid vom 15. Maͤrz heißt es: „Seit da glaͤnzenden Balle, welchen der Britische Gesandte, Herr Villiet⸗ im Winter gegeben hat, sind seine Salons woͤchentlich einme den ausgezeichneten Personen aller Meinungen geoͤffnet gewesen Der Repraͤsentant Englands wuͤnscht offenbar, den politische Haß, der in diesem Lande so maͤchtig ist, wenigstens auf einigr Stunden in der Woche vergessen zu machen. Es ist ein eigee thuͤmlicher Anblick, Maͤnner von allen Meinungen, von den Marquis de las Amarillas bis zu Herrn Galiano, und von Qur⸗ sada bis Quiroga hier bei einander zu sehen. Royalisten, Eme⸗ grirte, Exaltados und Ministerielle versammeln sich, um sich im ruhigen Gespraͤche von den leidenschaftlichen Debatten der Kam⸗ mern zu erholen. Auch die Zeitungen, welche seit der Freihet der Debatte erscheinen, sinden sich in diesen Versammlungen.“

Der Vapor von Barcelona enthaͤlt Folgendes: „Die Karlisten scheinen es jetzt auf Catalonien, welches bisher wenig von dem Buͤrgerkriege gelitten hat, abgesehen zu haben. Vor kurzem wurden mehrere Landhaͤuser von den Insurgenten ange⸗ zuͤndet und einige Gendarmen getoͤdtet. Am 10ten fielen etwe 20 junge Leute von der Stadt⸗Miliz von Manresa auf ihrem Wege nach Olot zur Verstaͤrkung des dortigen Postens in einen Hinterhalt der Karlisten und wurden saͤmmtlich niedergehauen.“ Dasselbe Blatt fordert laut entschiedenere Maßregeln, um dem Buͤrgerkriege ein Ende zu machen.

Die Times meldet aus Madrid vom 18. Maͤrz: „D die Gesundheit Martinez de la Rosa's wieder hergestellt ist, sh

ist von seinem Ausscheiden vor dem Schlusse dieser Session derst

Cortes nicht mehr die Rede. Man sagt und glaubt allgemein in Madrid, der Herzog von Wellington habe dem Don Carlos angezeigt, daß das jetzige Britische Ministerium seinen Anspru chen auf die Spanische Krone durchaus keine Unrerstuͤtzung ge⸗ waͤhren werde. Man war der Meinung, daß die Sache des

Praͤtendenten hierdurch ihre Stuͤtze verliere, allein es ist wenigfe

Hoffnung, daß er sich deshalb zuruͤckziehen wird.“

Tuͤrkei.

Der Morning Herald enthaͤlt 2 1 Kong 8 . Rachstehendes aus; stanilnopel z2om 25. Pebruag; dn Tuhana Müheihm

11 8 8 62 8

in Name, der nichts Geringeres, als Sonne und Mond bedeu⸗ t), zweite Tochter des Sultans, welche. (wie bereits gemeldet) nid vermaͤhlt werden wird, ist jetzt 19 Jahre alt und soll sehr hoͤn und liebenswuͤrdig seyn. Der ihr bestimmte Gemahl ist, er orientalischen Sitte gemaͤß, noch nicht genannt, doch bezeich⸗ t man den 8 48b. I. 1 8 1b z den Gluͤcklichen. Die aͤlteste Schwester dieser Prinzessin, die kultana Salihé, welche im vorigen Fruͤhjahr an Halil Pascha ermaͤhlt wurde, wird Ihren Gemahl und Sklaven in kurzem it einem Erben beschenken. In fruͤheren Zeiten waͤre dieser ürstliche Sproͤßling sogleich nach der Geburt erdrosselt worden, ein dergleichen barbarische Gebraͤuche werden von dem jetzigen hadischeh nicht mehr geduldet, es herrscht im Gegentheil große reude daruͤber. Diese Prinzessin zeigt eine entschiedene Vor⸗ ebe fuͤr Europaͤische Sitten und hat jetzt, zur Unterhaltung ih⸗ 5 Hofstaats und ihrer Freunde, ein kleines Theater errichtet. sehrere Franzoͤsische Stuͤcke sind schon fuͤr dasselbe uͤbersetzt. zor kurzem hieß es, sie habe den Vorschlag gemacht, die Engli⸗ he Kirche in Pera anzukaufen, um sie in ein Theater zu ver⸗ pandeln; doch ist dies wohl nur ein Spott auf die Englaͤnder, beil die Kirche mehrere Jahre hindurch nicht benutzt worden ist.“

Belgrad, 1. Maͤrz. Die Verfassungs⸗Urkunde Serbiens, veiche Fuͤrst Milosch unterm 15. Februar ertheilt hat, besteht 6 14 Kapiteln und 140 Artikeln. Das erste Kapitel enthaͤlt ie Ausdehnung und den Zustand Serbiens; das zweite handelt on den National⸗Farben und dem Wappen Serbiens; das dritte on den Serbischen Behoͤrden; das vierte von der Gesetzgebung nd der Art, wie solche im allgemeinen gehandhabt wird; das finfte vom Fuͤrsten Serbiens; das sechste von dem Staatsrath Senat); das siebente von den Gerichts⸗Behoͤrden; das achte von er Volks⸗Versammlung; das neunte von der Kirche; das zehnte on dem Finanzwesen; das 11te von den allgemeinen Rechten Ferbiens; das zwoͤlfte vom Rechte der Beamten; das dreizehnte on den Abaͤnderungen und Zusaͤtzen in der Verfassung des Fuͤr⸗ enthums Serbien, und das vierzehnte Kapitel enthaͤlt den Schluß. iese Verfassung ist unterschrieben worden: 1) vom Serbischen uͤrsten Milosch Theodorowits Obrenowits; statt seiner und auf einen Befehl hat dessen Namen sein Bruder, der Herr Jephrem Hbrenowits, unterschrieben; 2) von den beiden Fuͤrstlichen Bruͤ⸗ een Johann Theodor Obrenowits und Jephrem Theodor Ob⸗ nowits; 3) von den Volks⸗Deputirten aus den Bezirken, im samen ihrer Bezirke; 4) von den Bezirks⸗Capitainen; 5) von en Vorgesetzten der Bezirks⸗Gerichte; 6) von den Gliedern des Staats⸗Raths, angefangen von den Staatsraͤthen, fortgesetzt on Wirklichen Staatsraͤthen und Ministern, beschlossen von em Praͤsidenten und dem ersten Secretair des Staats⸗Raths; ) von zwei zu zwei Geistlichen nach der Reihe der Bezirke und h) von den Bischoͤfen und zuletzt vom Metropoliten.

E

Berichte aus Bolivia ruͤhmen die gute Verwaltung des vraͤsidenten Santa Cruz. Man hielt seine Wiedererwaͤhlung ür gewiß und glaubte, daß er zum Praͤsidenten auf Lebenszeit berde ernannt werden. Eine Dampfschifffahrt auf dem Amazo⸗

zen⸗Fluß bis zu den Graͤnzen Bolivia's war projektirt, und es

den Amazonen⸗Fluß befahrende Dampf⸗ hhiff eine Praͤmie von 20,000 Dollars ausgesetzt worden. Are⸗ spa und Cuzco, die reichsten Provinzen Peru's, hatten sich eweigert, die Regierung von Lima anzuerkennen und zeigten higung, sich an Bolivia anzuschließen; dadurch wuͤrde das auptbeduͤrfniß dieses Landes befriedigt werden, es wuͤrde Haͤfen

Stillen Meere besitzen. Auch Chili scheint unter der Praͤ⸗ dentschaft des General Prieto, den die aristokratische Partei im anuar

bereits fuͤr das erste

1829 an die Spitze der Regierung berief, aufzubluͤhen. die Haͤupter der entgegengesetzten Partei, die Generale Freyre, dHiggins und Pinto, leben im Exil, und man hofft daher, daß ie neue Praͤsidentenwahl, welche in diesem Jahre, nach Been⸗ igung des gesetzlichen fuͤnfjaͤhrigen Zeitraums, stattfinden soll, hne Unruhen abgehen wird.

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Berlin, 2. April. Die Koͤnigl. Daͤnische Regierung hat en Kaufmann A. Marius zu ihrem Vice⸗Konsul in Swine⸗ uͤnde bestellt, in welcher Eigenschaft derselbe von dem diessei⸗ igen Gouvernement anerkannt worden ist.

Da das Koͤnigl. Landgestuͤt in der Provinz Westphalen chon seit mehreren Jahren in Wirksamkeit ist, so soll in diesem Fruͤhjahre auf hoͤhere Verfuͤgung versuchsweise zum erstenmale n Ankauf von Pferden daselbst gemacht werden, um zu sehen, b sie in ihrer Veredlung so weit vorgeschritten, daß sie der Kavallerie und Artillerie der Armee als brauchbare Remonten berwiesen werden koͤnnen, in welchem Falle kuͤnftig alljaͤhrlich er Ankauf in jener Provinz fortgesetzt werden soll. Es werden diesem Behufe am 4., 5., 6., 8., 9., 12., 14. und 15. Mai „J. resp. in Minden, Herford, Bielefeld, Paoerborn, Wieden⸗ rück, Coesfeld, Tecklenburg und Warendorf Remonte⸗Maͤrkte bgehalten werden. 1 b Aus Kreuznach meldet man, daß der Fuͤrst zu Salm⸗ Salm den ehemaligen Sitz seiner Ahnen, die alte Burg Rhein⸗ rafenstein, die sich in der Naͤhe jener Stadt, in einer der rei⸗ enssten und fruchtbarsten Gegenden des Rheinlandes, auf zwei 00 Fuß hohen Porphyrfelsen uͤber dem Spiegel des Naheftusses ehebt, neuerdings durch Kauf wieder an sich gebracht, und daß ibterer nun auch die Genehmigung der Koͤniglichen Regierung Coblenz erhalten hatt.

Die Wittwe des Kaufmanns Anton Wolf zu Heiligen⸗ tadt im Reg. Bez. Erfurt hat dem dortigen Magistrat mehrere apitalien im Betrage von 3250 Rihlr. Gold und 1753 Rthlr. berschiedenen Muͤnzsorten geschenkt, um damit, in Verbindung teinigen bereits vorhandenen Stiftungs⸗Fonds, ein Waisen⸗ aus fuͤr katholische Maͤdchen aus Heiligenstadt zu errichten. Riese Schenkung hat die Genehmigung Sr. Majestaͤt des Koͤ⸗ igs erhalten.

Ueber die Resultate der Verwaltung der Koͤnigl. Straf⸗ nd Besserungs⸗Anstalt zu Lichtenburg (Regierungs⸗ Bezirk Kerseburg) fuͤr das Jahr 1834 ist Folgendes zu melden: Es be⸗ inden sich am Schlusse des Jahres 1833 in dieser Anstalt 640 trafgefangene (vergl. Nr. 121 der St.⸗Ztg. vom v. J.). Im ahre 1834 wurden deren 473 eingeliefert, dagegen aber 448 ent⸗ sen, so daß sich am 1. Jan. d. J. 695 Gefangene in der An⸗ heefenden, und zwar 4953 maͤnnliche und 170 weibliche. Von hesint 21 zu lebenslaͤnglicher und die uͤbrigen zu mehr oder under langer Zuchthaus⸗Strafe kondemnirt. Unter den saͤmmt⸗ caen im v. J. detinirt gewesenen Verbrechern waren 373 Ruͤck⸗ bnge⸗ von denen eine Frau jetzt zum 18ten Male die Zuchthaus⸗ Faaße erleidet. Durch die Beschaͤftigung der Straͤflinge, mit 8 hluß der fuͤr die Oekonomie noͤthig gewesenen Arbeiten, ist

die Anstglt ein baarer Arbeits⸗Verdienst von 19,448

Pascha von Adrianopel, Mustapha Nuri Pascha,

Rthlr. erzielt worden. Die Ausgaben beliefen sich uͤberhaupt auf 31,617 Nach Abrechnung des oben angegebenen Ver⸗ dienstes der Arbeitsfaͤhigen, jedoch mit Hinzurechnung der Gene⸗ ral⸗Kosten, stellen sich sonach die jaͤhrlichen Unterhaltungs⸗Kosten fuͤr jeden Sraͤfling durchschnittlich auf 19 Rthlr. 15 Sgr. 10 Pf.

Auf dem Rittergute zu Dieskau bei Halle brach in⸗ den Fruͤhstunden des 30. Maͤrz ein Feuer aus, welches mehrere

Scheunen und Wirthschafts⸗Gebaͤude in Asche legte und wobei gegen 600 Schafe in den Flammen umkamen. b

Wissenschaftliche Nachrichten.

„Deer Kiefernspinner (phalena bombyx pini).

Die abermalige Ausbreitung dieses Wald⸗Verwuͤsters ist geeig⸗ net, die Besorgniß aller Besitzer von Kiefern⸗Waldungen zu erre⸗ gen, und wenn gleich der verstossene gelinde Winter die Gelegen⸗ heit geboten hat, die Larven desselben (Raupen) aus dem Moose zu sam⸗ meln, so erleidet es doch nach der bisherigen Erfahrung einen gerechten Zweifel, ob der naͤchste Sommer und das kuͤnftige Jahr voruͤberge⸗

hen wird, ohne Spuren seiner Verwuͤstung zuruͤckzulassen. Naturerscheinungen, welche oft wiederkehren, in der Kategorie

von Landplagen stehen, das Staats⸗ und Privat⸗Vermoͤgen in einem

hohen Grade gefaͤhrden, nehmen nicht nur das Interesse der Be⸗ theiligten in Anspruch, sondern aller Individuen, die der gebildeten Klasse der Gesellschaft angehoͤren.

Die jedesmalige Erscheinung des Kiefernspinners erregt vorzugs⸗ weise Besorgniß, da die Larven mit moͤglichster Verschonung der

Verderben anheimfallen, daß sie die Brauchbarkeit zu Bauholz ver⸗ 1c und als Brennholz auf die niedrigste Stufe des Werths herab⸗ inken.

Glaubwuͤrdige Nachrichten, aus amtlichen Quellen geschoͤpft (Hennert), berechnen den durch diese Raupe bewirkten Verlust der

Kurmaͤrtischen Staatsforste in den Jahren 1791— 1793 auf ein Sie-⸗ bentheil der zu 650,900 Mg. angegebenen Gesammtflaͤche; einen ver⸗

haͤltnißmaͤßigen Verlust erlitten gleichzeitig die Pommerschen, Neu⸗ maͤrkischen ꝛc. Forste, so wie die staͤdtischen und Privat⸗Waldungen.

Wenn spaͤtere Ausbreitungen derselben eine gleiche Hoͤhe nicht erreichten, so war dennoch der jedesmalige Verlust ein sehr fuͤhlbarer.

Das Daseyn dieser Raupe in einer desorglichen Menge ist nicht

Regel, vielmehr Ausnahme; als Regel findet man bei Tage langem Suchen selten ein Exemplar, und hieraus folgt, daß ihre ungewoͤhn⸗

liche Ausbreitung durch eine die Vermehrung beguͤnstigende, oder

aber die Gegenwirkung hemmende Veranlassung herbeigefuͤhrt seyn muß.

Entschieden wichtig ist die Ermittelung dieser Ursache, da eine

mit den Naturgesetzen, welche die Raupen⸗Ausbrei⸗ tung beguͤnstigt und sie nach einer ziemlich regelmaͤßigen DOauer wie⸗ 8 8 38 488ee 1 g begunstig 8. 89 hig mal ist zu wuͤnschen, daß mehrere aͤhnliche Versuche unter: verschie⸗

der zuͤgelt, die Mittel an die Hand giebt, wirksame Maßregeln des denen Oertlichkeiten gemacht werden moͤgen, um alle desfalsige Zwei⸗

Schutzes zu waͤhlen, nutzlose aber zu unterlassen. 1 Bisher glaubte man, daß zwischen dieser Raupe und einigen

daß die Witterung die Ausbreitung in einem hohen Grade beguͤn⸗

ige, daß die weine ihnen sehr nachstellten, und in dieser Ueber⸗ s ;28 „889,85,8988 1 stige, daß die Schweine ihnen sehr nachstellten, und in dieser Ueber⸗ Haͤnden, bis zum Gipfel der Staͤmme reichen zu koͤnnen, und dieie⸗

nigen Exemplare zu sammeln, welche ihre Ausbildung bis zur Puppe

zeugung wurden den Erstern Schutzbriefe ertheilt, und das Eintrei⸗ ben von Schweineherden in den befallenen Waͤldern verordnet.

Noch in der neusten Zeit ist von einem Mann vom Fach be⸗ hauptet worden, daß man uͤber die oͤftere Ausbreitung dieser Raupe sich nicht wundern koͤnne, da die beruͤhrten heilsamen Vorschriften des Schutzes nicht gehoͤrig befolgt wuͤrden; ferner daß die Ursache der oͤftern Ausbreitung, hauptsaͤchlich in der Geschlossenheit der Waldungen liege.

Eine Widerlegung der letzten, durch Erfahrung nicht bestaͤtig⸗ ten Behauptung erscheint uͤbersluͤssig; moͤchte aber der geschlossene Stand einen solchen verderblichern Einfluß aͤußern koͤnnen, so lie⸗ gen fuͤr diejenigen, so daran glauben, in den nicht zu verkennenden Bemuͤhungen, diesen Zustand bald abzuhelfen, sattsame Gruͤnde der Beruhigung.

Was aber die Wechselwirkung mit einigen Vogel⸗Geschlechtern

Beweis leicht zu fuͤhren, daß letztere diese starkbehagarte Raupe nur durch Hunger gezwungen sehr einzeln fressen, und daß die Huͤlfe der Voͤgel und Ameisen, bezuͤglich auf dieselbe, fuͤr Null zu achten ist; denn bewirkt die Seltenyheit der Voͤgel und Ameisen die Aus⸗ breitung, so muß das Uebel fortdauern, bis das gestoͤrte Gleichge⸗ wicht durch eine Vermehrung derselben wieder hergestellt ist; al⸗ lein dieses ist nicht der Fall und die sich nach Zeit immer ziem⸗ lich gleichbleibende Dauer dieser Erscheinung, entzieht einer fak⸗ tischen Wirksamkeit der Voͤgel und Ameisen den letzten Funken des Glaubens.

Eben so wenig ist mit Haltbarkeit ein wesentlicher Einfluß der

Witterung zu behaupten; diese Raupe besitzt, wie Versuche mancher⸗ lei Art dargethan haͤben, eine seltene Abhaͤrtung und die Erfahrung, daß Raupen⸗Ausbreitungen oft schon bei nassen, kalten Jahren be⸗ gonnen, bei warmen, trockenen ein Ende genommen haben, wuͤrde genuͤgen, jede Illusion zu beseitigen, wenn die vorzubestimmende Dauer noch einen Zweifel uͤbrig ließe.

Wer sich darauf beschraͤnkt, eine solche Raupen⸗Ausbreitung in ihrem wachsenden Zustande zu beobachten, der kann sehr leicht uͤber die Ursache getaͤuscht werden und auf eine falsche Spur gerathen; allein wenn die Ausbreitung aufhoͤrt, die Raupen ein Ende neh⸗ men, dann kann dem Beobachter, der taͤglich die Gelegenheit hat, den Gesundheits-Zustand von tausenden zu untersuchen, kein Zweifel bleihen, wodurch ein solches bewirkt wird, und er wird auf die Weise mit der Wechselwirkung bekannt werden, welche zwi⸗ schen dem Kiefernspinner und einigen Arten nicht Allen der Schlupfwespen und Mordfliegen vesteht. Eine jedesmalige Ausbrei⸗ tung des Kiefernspinners umfaßt die ziemlich regelmaͤtzige Dauer von drei Jahren und vergleicht man den Gesundheits⸗Zustand sei⸗ ner Larven waͤhrend dieser Periode, so erhaͤlt man folgende Resultate.

Im ersten Jahre ist die Vermehrung sehr groß und der Ge⸗ sundheits⸗Zustand derselben ungestoͤrt.

Im zweiten Jahre macht die Vermehrung reißende Fortschritte und der Gesundheits⸗Zustand bleibt bis zur letzten Haͤutung unper⸗ aͤndert, dann aber zeigen sich bei einigen Spuren von Krankheit, und man bekommt sowohl aus den Larven als den Puppen und Eiern des Kiefernspinners die ersten Schlupfwespen.

Im dritten Jahr fressen die Raupen noch bis zur letzten Haͤu⸗ tung ungestoͤrt, allein diese uͤberstanden, bemerkt man ein fast allge⸗ meines Kranken, die feindlichen Schlupfwespen haben sich tausend⸗ faͤltig vermehrt. 1 18

Im vierten Jahre ist kaum noch eine Spur von Raupen sichtbar.

Das dritte Jahr ist gewoͤhnlich fuͤr die Larven des Kiefernspin⸗ ners das verhaͤngnißvolle; ihre Vermehrung und ihre Gesundheit steht im umgekehrten Verhaͤltniß zu der vorhandenen Menge von Schlupfwespen.

Ein fruͤherer Zutritt der Schlupfwespen bewirkt zuweilen eine Abkuͤrzung, dieses gehoͤrt jedoch zu den Ausnahmen.

Die diesen Raupen⸗Feinden zugewendete Beobachtung liefert merkwuͤrdige Resultate; vorzuͤglich faͤllt ihre außerordentliche Fort⸗ pflanzungs⸗Faͤhigkeit auf. In dem einen Sommer sieht man jeden Zweig meilenlanger Waͤlder mit Raupen bedeckt, und bemerkt nur schwache Spuren ihrer Gegner; allein schon im naͤchsten Jahre ha⸗ ben diese das verlorene Uebergewicht wieder gewonnen, und aus der bei weitem groͤßern Zahl von Larven und Puppen sieht man nur Schlupfwespen entkriechen; wann Einigen die Ausbildung bis zum Schmetterling gegluͤckt ist, so vermoͤgen sie ihre Eier der allgemei⸗ nen Zerstoͤrung nicht zu entziehen, sie werden von einer ganz kleinen Gattung von Schlupfwespen aufgesucht, deren Brut darin Nah⸗ rung und Entwickelung findet. b

Die Existenz einer jeden Schlupfwespe ist daber an den Tod einer Raupe geknuͤpft, und jede von ihnen ist unermuͤdlich bemuͤht,

denem Fortpflanzungs⸗Vermoͤgen, wie hier bei den

ihn zu beobachten, hat es nicht ermangelt;

Dubinnon und Dlle. Serral, werden hierin folgende Spanische

1“

b aufzusuchen, um denselben ihre Nachkommenschaft aufzu⸗ Ein solches uͤberwiegendes Fortpflanzungs⸗Vermoͤgen beduͤrfen die Schlupfwespen aber auch, um 688 vr Verwuͤstung zu 18 Das Vermehrungs⸗Vermoͤgen des Kiefernspinners ist bekannt⸗ lich sehr groß; angenommen, daß das seiner Gegner dem seinigen nur gleich waͤre, so koͤnnte bei ein Mal vorhandener Raupen⸗Aus⸗ breitüng nie ein Aufhoͤren eintreten. Der Haltpunkt wuͤrde erst nach erfolgter Entnadelung der letzten Kiefer und nicht fruͤher zu erwarten seyn.

Wenn zwischen zwei Insekten⸗Geschlechtern von sehr verschie⸗ Ichneumonen und Raupen der Fall ist, eine Wechsel⸗Wirkung in der. daß die mit der groͤßeren Vermehrungs⸗Faͤhigkeit begabte die Min⸗ derbedachte zu ihrer Ernaͤhrung bedarf, so muͤssen die Entwickelungs⸗ Gegenstaͤnde bald erschoͤpft seyn, und es wird erst die eine, dann die andere oͤrtlich verschwinden. .

Aus dem Verschwinden beider folgt aber die Ruͤckkehr des fruͤ⸗ beren Verhaͤltnisses, nach welchem eine neue Raupen⸗Ausbreitung wieder moͤglich wird. b

Eine zweite Folgerüng ist gleichfalls unumstoͤßlich, naͤmlich daß Raupen⸗Ausbreitungen nur da erfolgen koͤnnen, wo ihre feindlichen mit einem ungleich groͤßeren Fortpflanzungs⸗Vermoͤgen ausgestattete Gegner fehlen. Erstere sind anfaͤnglich nur in einzelnen Erempla⸗ ren vorhanden, und also leichter zu zuͤgeln, als spaͤterhin die Mil⸗ lionen zu vertilgen.

Wenn eingeraͤumt werden muß, daß eine Raupen⸗Ausbreitung nur da erfolgen kann, wo ihre vorbezeichneten Gegner fehlen, so

jungen Holzbestaͤnde, das ausgewachsene haubare Holz zum Ziel ih⸗ entsteht die Frage, ob menschliche Bemuͤhungen im Stande sind,

rer Verwuͤstung waͤhlt, und die entnadelten Baͤume so schnell dem

auf die Erhaltung dieses schuͤtzenden Insekts zu wirken und sie muß beijaht werden.

Diese Raupenfeinde verschwinden nicht vermoͤge fremder Ein⸗ wirkung, sondern weil sie die vorhandenen Nahrungs⸗ und Ent⸗ wickelungs⸗Gegenstaͤnde, welche ihre Nachkommenschaft bedarf, so

vollstaͤndig konsumiren, daß nicht die Probe bleibt, ihre Erhaltung

ist al so nur durch die Aussetzung von Raupen, die man, in Haͤusern geschuͤtzt, erzogen hat, in einer ununterbrochenen Reihefolge moͤglich.

Eine Einrichtung fuͤr diesen Zweck vermag bei einer geringen Ausdehnung die Forsten einer ganzen Provinz zu schuͤtzen; denn

ist die Erhaltung der Schlupfwespen nur an einem Ort, in einem geringen Umfang

ringe g gesichert, so vermag man bei der ihnen eigen⸗ thuͤmlichen Vermehrungs⸗Faͤhigkeit der Sache sehr bald jede belie⸗ bige Ausdehnung zu geben, und die kleinen Puppen der Schlupf⸗

wesven sind „in großer Menge mit Leichtigkeit fortzubringen und

zum Schutz entfernter Reviere zu verwenden.. Der Unterschriebene hat schon einigemale an fruͤheren Ausbrei⸗

tungen des Kiefernspinners den Versuch geknuͤpft, Raupen im Walde

auszusetzen, ohne nur ein Exemplar bis zum Schmetterling fortbrin⸗ gen zu koͤnnen, sie dienten thren Gegnern zur Speise und fristeten ihre Dauer; dieses spricht unbezweifelt fuͤr seine Behauptung; alle⸗

fel zu beseitigen, und die Aufforderung dazu, ist der Hauptzweck die⸗

Vogel⸗Geschlechtern auch den Ameisen eine Wechselwirkung bestehe, ses Aufsabzes.

Die Aussetzung kann unter Beseitigung jeder Besorgniß gesche⸗ hen, wenn sie im jungen Holze erfolgt, von einer Hoͤhe, um mit den

gebracht haben moͤchten. Ein Graben hindert die Entweichung. Der Vorschlag klingt allerdings parador, Ranpen im Walde auszu setzen, um den Wald fuͤr Raupen⸗Verheerungen zu schuͤtzen; allein es ist ein dem Bundesgenossen zu leistender Beistand, auf das Be⸗ duͤrfniß der Schlupfwespen berechnet; den Voͤgeln und Ameisen konnte nur ein negativer Schutz durch unterbleibende Nachstellung verliehen werden, jene beduͤrfen einen positiven durch Fuͤtterung. Wie im Jahre 1821 der Unterschriebene seine dem Kiefernspin⸗ ner gewidmeten Beobachtungen zuerst durch den Druck bekannt machte, da fanden solche nur sehr theilweise Anklang; aber bald zeigte sich eine Hinneigung zu seinen Ansichten, indem man die von dem⸗

V selben angewandten Vorrichtungen, um die bezeichneten Raupenfeinde 5 8 1 42 8 br. 2 8* cht nit de Ra 5 e „P, I1] 78 und den Ameisen, die Wirksamkeit der Schweine betrifft, so ist der nicht mit den Raupen zu roͤdten (Raupenzwinger), nachahmte und

ihren praktischen Nutzen anerkannte.

Unbezweifelt ist die Feststellung der Frage von großer Wichtig⸗ keit: ob die Forsten fuͤr die so oft wiederkehrende Verwuͤstung dieses schaͤdlichen Insektes zu schuͤtzen sind? Menschliche Anstrengungen, welche bei jeder Wiederkehr angewendet werden und sich auf Ein⸗ sammeln besch raͤnken muͤssen, sind sehr kostspielig und in ihrem Er⸗ folge hoͤchst unvollkommen.

In den letzten 50 Jahren hat der Kiefernspinner den Forsten einen nicht zu berechnenden Verlust zugefuͤgt, und an Gelegenheit

ht allein dennoch hat dieser

Zweig des Wissens keine sichtbaren Fortschritte gemacht, indem so wenig die Ursache der jedesmaligen Raupenausbreitung, als die Kraft, welche sie zuͤgelt, als unbestrittene Wahrheit anerkannt ist.

Dem Unterschriebenen lassen seine Beobachtungen keine Zweifel:“ die Ausbreitung erfolgt, da wo der Kiefernspinner sich zeigt, und die Kraft mangelt, welche spaͤter der Verhee⸗ „rung Grenzen setzt; diese Grenzen werden dem Kiefern⸗ „spinner durch einige Arten der Ichneumonen und Mord⸗ „fliegen gezogen.“

Wie bei dieser zerstoͤrenden Wechselwirkung beide Geschlechter

fuͤr voͤllige Aufreibung geschuͤtzt werden, daruͤber lassen sich nur Ver⸗

muthungen anfuͤhren, die aber auf Beobachtungen gegruͤndet sind; viele Schmetterlinge entfliegen, durch ihren Instinkt geleitet, dem Walde, wo ihre Nachkommenschaft nicht mehr gedeihen kann, und finden, Theils in der Naͤhe, Theils vom Winde fortgetrieben, in der Ferne einzelne Kiefern fuͤr ihre Brut; auf dieser Flucht werden sie von ihren feindlichen Gegnern gefolgt, die aber nur die Nachhut erreichen koͤnnen, und wegen des spaͤtern Eintreffens eine Verlust bringende Ausbreitung zu hindern, nicht vermoͤgend sind. B Allemal bewirkt jede Raupenausbreitung eine so große Vermeh⸗ rung ihrer. Gegner und so bedeutend eigene Verminderung, daß die Kiefernsorste nach einer stattgefundenen Ausbreitung fuͤr eine Reihe von Jahren geschuͤtzt sind. Stettin, den 30. Maͤrz 1835.

v. Buͤlow⸗Rieth.

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Freitag, 3. April. Im Opernhause: Die Stumme vor Portici, große Oper in 5 Abth., mit Ballets. Musik von Auber. (Hr. Versing: Pietro, als Gastrolle.) (Die Solotaͤnzer des Koͤnigl. Hoftheaters zu Madrid, Hr. Font, Hr. Campruvi, Mad. National⸗Taͤnze ausfuͤhren: Im ersten Akt: Las Boleras Roba- das, in Andalusischer Tracht. Im dritten Akt: Eli Zapateado mit Tambourin und Castagnetten, im Kostuͤm von Itano.)

Preise der Plaͤtze: Ein Platz in den Logen des ersten Ran ges 1 Rthlr. 10 Sgr. ꝛc.

Im Schauspielhause: 1) Un matelot, drame-vaudeville- en 1 acte. 2) Prosper et Vincent, ou: Les frères jumeaux, vaudeville comique en 2 actes.

Sonnabend, 4. April. Im Schauspielhause: Ludwig XI. in Peronne, historisch⸗romantisches Schauspiel in 5 Abth., nac Walter Scott's Auintin Durward, von J. v. Auffenberg. (Hr. Seydelmann: Ludwig XI., als Gastrolle.) b . Sonntag, 5. April. Im Opern ause: Die Hochzeit des Figaro, Oper in 2 Abth., mit Tanz. Musik von Mozart. (Dlle. S. Heinefetter: Susanne, als letzte Gastrolle. Dlle. Stephan die Graͤfin, als Gastrollel )