1835 / 94 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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der Art, daß kein Mitglied der Opposition mehr ein Wort hin⸗ zufuͤgen zu muͤssen glaubte, und andererseits kein ministerielles Mitglied ihm zu antworten versuchte. In dem 9ten Bu⸗ reau siegte Herr Las⸗Cazes, fuͤr den Herr Thiers vo⸗ tirte, nur mit einer Stimme uͤber Herrn Odilon⸗Barrot. Die Kommission besteht aus folgenden Mitgliedern: Istes Bureau, Herr Croissant; 2tes Bureau, err Etienne; 3tes Bureau, Herr Lepelletier d'Aulnay; 4tes Bureau, Herr Rouillé de Fontaine; 5tes Bureau, General Jacqueminot; ötes Hureau, Herr von Mornay; 7tes Bureau, Herr von Laribois⸗ sibre; Stes Bureau, Herr Moreau; 9tes Bureau, Herr von Las⸗ Cazes.“ Nach dem Journal de Paris hätten die Kan⸗ didaten des Ministeriums im Ganzen 223, und die der Opposi⸗ tion nur 138 Stimmen erhalten.

Der Praͤfekt des Rhone⸗Departements, Herr Gasparin, ist gestern wieder aus Lyon hier eingetroffen, und nahm heute an den Berathungen der Pairs⸗Kammer Theil.

In vergangener Nacht trafen die Gefangenen von Lyon in acht Diligencen hier ein. Sie wurden fuͤr's erste in der Con⸗ ciergerie untergebracht. Mehrere Schwadronen Lanciers waren an der Chaussée vor Paris aufgestellt worden, um die Gefange⸗ nen in die Stadt zu eskortiren. Alle Zugaͤnge zu der Concier⸗ gerie waren die Nacht hindurch von Abtheilungen der Munici⸗ pal⸗Garde besetzt. Wie es heißt, waren die Truppen der Gar⸗ nison in ihren Kasernen consignirt.

Nach dem Bon Sens haͤtte der Advokatenstand von Pa⸗ ris, in Betracht, daß es fuͤr einen Advokaten eben so unzart seyn wuͤrde, seine Beihuͤlfe einem politischen Gefangenen gewalt⸗ sam aufzuzwingen, als sie demselben ohne gesetzlichen Grund zu verweigern, und in Beruͤcksichtigung des (schon erwaͤhnten) Schreibens der Gefangenen von Ste. Pelagie beschlossen, den Requisitionen des Praͤsidenten des Pairshofes keine Folge zu geben. —MNach der Sentinelle des Pyrenées vom 2qsten d. ist das Fort Exkcharri⸗Aranaz (Navarra), das am 18ten und 19ten von zwoͤlf Bataillonen Karlisten eingeschlossen war und mit zwei kleinen Artilleriestuͤcken beschossen wurde, am letzteren Tage in die Gewalt der Belagerer gefallen. Die 300 Mann starke Gar⸗ nison wurde zu kapituliren genoͤthigt. Die Karlisten bemaͤchtig⸗ ten sich einiger Artilleriestuͤcke, die sie dort vorfanden. Noch am 10ten ging Zumalacarreguy mit den vier ersten Bataillonen von Navarra und dem ersten Guiden⸗Bataillon in das Amezcoasthal, wo er sich mit sechs Alavesischen und acht Biscayischen Bataillo⸗ nen unter dem General Eraso vereinigte. Er ruͤckte dann nach Eulate, wo sich Don Carlos befand. Zumalacarreguy hat alle diese Teuppen in zwei Kolonnen getheilt. Die eine unter Eraso ist mit einer Schwadron Kavallerie an den Ufern des Flusses von los Arcos hinabgegangen; die zweite unter Zumalacarreguy ist auf diesem letzten Punkte geblieben. Sieben Bataillone un⸗ ter dem General⸗Kommandanten von Guipuzcoa, dem Brigadier Don Miguel Gomez, sind vor Etcharri⸗Araslaz geblieben. Der Indicateur von Bordeaug sagt, man glaube noch nicht an das Geruͤcht von der Wegnahme von Etcharri⸗Aranaz.

Der Schwaͤbische Merkur meldet aus Straßburg vom 25. Maͤrz. „Die Wahlen fuͤr unsern Gemeinderath sind nun seit gestern beendigt. Die Opposition hat den Sieg davon getragen, und da sie bereits unter den im Amte gebliebenen Mit⸗ gliedern die Mehrheit hatte, so ist diese nun um desto entschie⸗ dener. Mit Vergnuͤgen hat man bei dieser Gelegenheit bemerkt, vaß, wenn nicht der Parteigeist, doch der Parteihaß bei uns verschwunden ist. S

Kein leidenschaftlicher Auftritt hatte Statt, man behandelte sich mit Achtung, und ließ auch das Verdienst seiner Gegner gelten. Gestern ereignete sich in einem unserer Gasthöfe, der Stadt Paris, ein Vorfall, der einige Aufmerk⸗ samkeit erregte. Ein eleganter Reisewagen fuhr zum Hofthore hinein; kaum hatte der herbei eilende Kellner den Hechegchlag aufgerissen, um die in dem Wagen sitzenden Reisenden in Em⸗ pfang zu nehmen, so nahten sich auch zwei Polizeidiener, um die Retsenden zu bitten, noch einige Augenblicke sich auf ihren Plaͤtzen

zu gedulden. Bald darauf kam der Polizei⸗Commissair; er durch⸗ sah die Paͤsse der Reisenden, dann hieß er sie aussteigen und vurchsuchte den Wagen. Man fand in demselben eine Menge aufruͤhrerischer Flugschriften. Die Reisenden sind Legitimisten, die sich nach Prag begeben wollen; sie wurden nach der Praͤ⸗ fektur gefuͤhrt. Das Weitere des Vorfalls ist nicht bekannt ge⸗

7 EEEEEEEE1“ 2 1114141414*“*“ 8 worden. 8

q1ö111111A’““ Großbritanien und Irland.

London, 27. Maͤrz. Gestern Nachmittag wurde im aus⸗ waͤrtigen Amte ein Kabinets⸗Rath gehalten, der mehrere Stun⸗ den dauerte.

Der Observer meint, Sir R. Peel muͤsse sich bei dem Mangel an kraͤftiger und talentvoller Unterstuͤtzung von Seiten der uͤbrigen im Unterhause sitzenden Mitglieder seines Ministe⸗ riums oft in einer sehr schwierigen und unangenehmen Lage be⸗ sinden; so habe er neulich an einer starken Erkaͤltung gelitten und sich dennoch genoͤthigt gesehen, ganz allein die Vertheidigung seiner Maßregel uͤber die Umwandlung des Zehnten zu fuͤhren und außerdem noch die verschiedenen Fragen und Vorschlaͤge der HOpposition zu beantworten und zu bekaͤmpfen, und es sey pein⸗ lich gewesen, die Anstrengung des hochgeehrten Baronets zu be⸗ werken, die er angewendet, um seinen zufaͤllig rauhen Ton zu mildern.

Der Courier thut, als sey es schon ganz ausgemacht, daß die Minister nach der Abstimmung uͤber den Antrag des Lord John Russell in Betreff der Verwendung des Irlaͤndischen⸗Kir⸗ chen⸗Eigenthums sich wuͤrden zuruͤckziehen muͤssen, und sagt: „Wir sind uͤberzeugt, daß es dann keine große Schwierigkeit machen wird, ein vollkommen liberales Ministerium zu bilden, das dem Lande hinreichendes Vertrauen einzusloͤßen geeignet waͤre.

Unter den Mitgliedern des zur Untersuchung des Orangisten⸗ Wesens in Irland vom Unterhause ernannten besonderen Aus⸗ schusses bemerkt man Personen von den verschiedensten Parteien, wie die Repealer und Radikalen O'Connell, Finn, Sheil, F. Maule, die Orangisten und Tories Oberst Perceval, Oberst Co⸗ nolly, Lord Castlereagh und Recorder Shaw, die gemaͤßigten Whigs Sir J. Graham und Spring Rice und den Quaͤker Herrn Pease. Dem Courier zufolge, sollen aber Oberst Shaw Ind Herr Shaw spaͤter darum nachgesucht haben, sie dieses Ge⸗ schaets zu entbinden, und ihre Entschuldigung waͤre angenommen

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Widerstande vorbereiten konnten.

aufgestellt.

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der Untersuchung vereitelt werden wuͤrde. Der Globe be⸗ hauptet, das Resultat der Abstimmung uͤber diese Frage habe schon mehrere Mitglieder von der sogenannten „schwankenden Partei“ zur Opposition hinuͤbergefuͤhrt, namentlich haͤtten sich zwei derselben zu dem Diner unterzeichnet, welches die Opposition morgen dem Lord John Russell geben will. Eben dieses Blatt sagt, die Herren C. Roß und Sir G. Clerk, beides Mitglieder der Verwaltung, haͤtten den Premier⸗Minister bei jener Frage irregefuͤhrt und ihn versichert, die Minister koͤnnten darauf rech⸗ nen, daß die Abstimmung zu ihren Gunsten ausfallen wuͤrde, und Sir R. Peel sey nun sehr ungehalten auf sie.

Dem Morning Herald zufolge, ist der Name des Falsch⸗ muͤnzers, der sich (wie gestern gemeldet) dieser Tage, nachdem er vielfaͤltige Betruͤgereien an der hiesigen Boͤrse veruͤbt, aus dem Staube gemacht hat, Christopher Charles Foster. Sein Onkel, ein angesehener Kapitalist der City, soll den groͤßten Ver⸗ lust durch ihn erlitten haben.

Die ministeriellen Blaͤtter machen bemerklich, daß die jetzi⸗

en Minister die ausgewanderten Polen, die ihre Huͤlfe in An⸗

spruch naͤhmen, mit zuvorkommender Humanitaͤt empfingen, waͤh⸗ rend die vorigen wenig fuͤr sie gethan haben, ja, Lord Broug⸗ ham sogar den Besuch des Fuͤrsten Czartoryski, als Privatper⸗ son, abgelehnt habe.

Der Morning Herald belobt das Benehmen, welches der

Englische Gesandte in Persien, Sir John Campbell, bei dem

dortigen Regierungswechsel beobachtet, und besonders, daß der⸗

selbe den jungen Schach durch den Vorschuß einer Summe von 15,000 Pfund sogleich in den Stand gesetzt habe, von Tauris aufzubrechen, ehe die anderen Thron⸗Praͤtendenten sich noch zum 1 Den neuen Schach schildert das genannte Blatt als einen gutgearteten Juͤngling, der aber etwas zu laͤssig sey, um selbst zu handeln, oder auch nur zu den⸗ ken, und sich daher ganz besonders dazu eigne, von seinem jedes⸗ maligen ersten Minister geleitet zu werden. „Dies wuͤrde kein Ungluͤck seyn“, fuͤgt der Morning Herald hinzu, „wenn ein weiser und redlicher Minister zu finden waͤre; zum Ungluͤck aber ist die ganze Nation so entartet, daß daran nicht zu denken ist.“

Die hiesigen Zeitungen sind uͤber die neuesten Nachrichten aus New⸗York sehr verschiedener Ansicht. Der Standard und der Globe halten sie, ihrem allgemeinen Charakter nach, fuͤr sehr kriegerisch; der Albion dagegen besorgt nicht, daß der zwischen Frankreich und Amerika obwaltende Streit mit einem Kriege en⸗ den werde. Dies ist auch, dem Sun zufolge, die allgemeine Ansicht an der hiesigen Boͤrse. Der Courier sagt: „Es wird diesen Nachrichten in der City keine große Wichtigkeit beigelegt, weil die bestunterrichteten Personen nicht daran zu zweifeln schei⸗ ien, daß die Franzoͤsische Kommission die Annahme des Entschaͤ⸗ digungs⸗Traktats dringend anempfehlen werde.““

Eine Zeitung aus Mauritius vom 29. Dezember erwaͤhnt, daß auch auf der Insel Bourbon Mazßregeln zur Verbesserung des Zustandes der Sklaven in dieser Kolonie ergriffen seyen. Das in Westindien gegebene Beispiel muß nothwendig fruͤher oder spaͤter seinen Einfluß uͤberall aͤußern, wo die Neger noch in Leibeigenschaft gehalten werden.

EE“ e Npezeheiäaehh dete en Aus dem Haag, Maͤrz. Se. K. H. der Prinz von Oranien wird dieser Tage aus dem Hauptquartiere hier wieder zuruͤck erwartet.

Bei Sr. Hoheit dem Herzoge von Sachsen⸗Weimar findet heute elne große musikalische Soirée statt, zu der sehr viele Ein⸗ ladungen ergangen sind.

220 SS.

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Krakau, 28. Maͤrz. Vorgestern wurde in der Stadt Pod⸗ gorze ein großer Trauergottesdienst fuͤr Se. hoͤchstselige Majestaͤt den Kaiser Franz J. in den dortigen neu erbauten Kirchen abge⸗ halten. In der Mitte der Halle erhob sich ein praͤchtiger Kata⸗

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falk, ganz aus Karabinern, Saͤbeln, Pistolen und Kanonen er⸗ richtet und mit Standarten umgeben.

Auf den Spitzen der Saͤbel ruhte der Sarg mit den Insignien und der Krone des verstorbenen Monarchen. Die Lichtensteinschen Husaren bildeten laͤngs der Kirche ein Spalier, und vor ihnen war Infanterie Saͤmmtliche Kaiserlich Oesterreichische Militair⸗ und Civil⸗Behoͤrden von Podgorze wohnten dieser Trauerfeierlichkeit bei; auch die Behoͤrden der freien Stadt Krakau, so wie eine große Menge Galizischer Gutsbesitzer aus der Umgegend und viele Einwohner Krakau's hatten sich dazu eingefunden, um dem Andenken des unvergeßlichen Monarchen ihre Huldigung darzubringen. Das Hochamt wurde von dem Krakauer Kano⸗ nikus und Senator Walczynski verrichtet, und die Standrede hielt der Geistliche Herr Tauscher in Deutscher Sprache.

zuruͤck und bezeigte ihm in den zuvorkommendsten Ausdruͤcken seinen Dank fuͤr die von den Krakauern bei dieser Gelegenheit bewiesenen Gesinnungen gegen das Oesterreichische Kaiserhaus. Gestern reiste der Kaiserlich Oesterreichische General Fuͤrst Liechtenstein als Courier nach St. Petersburg hier durch. Heute wird im hiesigen National⸗Theater ein neues Melo⸗ drama in 6 Akten, „Napoleon in Spanien“, aufgefuͤhrt. 8 ]

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mt. Due uUschhland. Schwerin, 29. Maͤrz. Hier ist folgende landesherrliche Bekanntmachung erschienen:

„Wenn es nicht Unsere Absicht ist, bei dem am 24sten k. M. April bevorstehenden Jubilaͤo Unserer 50jaͤhrigen Regierung große und kostspielige Festlichkeiten und Veranstaltungen treffen zu lassen, indem Wir durch die vielen Beweise langer Ersahrung uns von der bewaͤhrten Anhaͤnglichkeit und Liebe aller Unserer Diener und ge⸗ sammter Unterthanen zu fest versichert halten, um eines erneuerten Ausdrucks zur Bestaͤtigung derselben zu beduͤrfen; so wollen Wir jedoch die Bezeugung theilnehmender Gesinnung und wohlmeinen⸗ der Gluͤckwaͤnsche bei dieser frohen Veranlassung nicht zuruͤckweisen, wozu sich indeß keiner Unserer Diener oder Unterthanen verpflichtet oder verbindlich halten mag. Die Uns bereits angezeigte foͤrmliche Deputation Unserer getreuen Staͤnde wollen Wir deshalb, als von Seiten Feees at edes aegnaafgt ern ernterem Hoflaersn Ludwigslust annehmen, wuͤnschen aber, daß in solchen Betracht alle besondere Deputationen und Abordnungen von Staͤdten, Aemtern und Corporationen, nicht stattfinden msgen⸗ indem solches fuͤr un⸗ ser Alter nur beschwerlich seyn wuͤrde. Mit tiefem Gefuͤhl fuͤr die

8 Bei der uͤber die Wahl des Admiral Beresford fuͤr Chat⸗ ham eingeleireten parlamentarischen Untersuchung, die ungeachtet des Einspruchs der Minister von der Opposition durchgesetzt wurde, handelt es sich um die angeblich ungebuͤhrende Einmi⸗ schung von Beamten in die Wahl⸗Angelegenheiten. Sir R. Peel wollte die Untersuchung bloß auf die offizielle Einmischung dieser Beamten beschraͤnkt wissen, Sir G. Grey war aber der

zeinung, daß durch eine solche Beschraͤnkung der ganze Zweck

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Gnade, welche der Ewige Allmaͤchtige Uns hiebei vorzugsweise an⸗ gedeihen lassen, und womit derselbe Unsere ganze bisherige Regie⸗ rung so sehr gesegnet hat, und in der sichern Ueberzeugung, daß alle Unsere geliebten Unterthanen in diesem Dankgefuͤhl gegen Gort sich mit Uns vereinigen, soll im ganzen Lande in allen Kirchen feier⸗ licher Gottesdienst miit Dankgebet entweder am Tage des 24. April oder am folgenden Sonntage, den 26. April d. J., gehalten werden. Gegeben durch Unsere Regierung. Schwerin, den 24. Maͤrz 1835.

27714 2 Friedrich Franz. 18 A. G. v. Brandenstein.“

Her in Podgorze kommandirende Kaiserlich Oesterreichische General begleitete den Regierungs⸗Chef von Krakau bis an die Bruͤcke

Neu⸗Strelitz, 1. April. Auch in unserm Groß

thum ist die Einfuͤhrung und der Debit der in Paris 25 digten „Bibliothek der Deutschen Klassiker“ auf das Stren verboten worden. R

Kassel, 27. Maͤrz. (Frankf. Journ.) Das. v Finanz⸗Minister v. Motz proponirte neue Grundsteuer „Gan welches die Einfuͤhrung einer gleichmäaͤßigen Besteuerung 1 Grund⸗Eigenthums in ganz Kurhessen, in Gemaͤßheit der im 148 der Kurhessischen Verfassungs⸗Urkunde ertheilten Vorschke zum Zweck hat, und womit sich die Staͤnde⸗Versammlung ü6 saͤchlich in der juͤngsten Zeit mehrere Wochen hindurch beschaͤfti ist vorgestern nach lebhaften Debatten und nicht ohne starken 16 derspruch von Seiten einer besonders dabei betheiligten Minoritz mit 30 Stimmen gegen 19 angenommen worden. Diese Minorit welche sich der Annahme des fraglichen Gesetz⸗Entwur w setzte, aber in diesem Kampfe unterlag, bildete die Abgeordner aller derjenigen Klassen von Staats⸗-Angehoͤrigen, welche sich lh her im Genuß von entweder gaͤnzlicher oder theilweiser Befreimn

sich die saͤmmtlichen Kurhessischen Standesherren, der vormalj reichs⸗unmittelbare Adel in den Provinzen Hanau und /Bune die gesammten ritterschaftlichen Gutsbesitzer in Ober⸗ h Niederhessen und in der Grafschaft Schaumburg befanxe die vielen uͤbrigen Exemten ungerechnet, welche in der Stun Versammlung nicht besonders vertreten waren. Die Widersprith welche gegen die Annahme des Gesetzentwurfs geltend gemach wurden, betrafen indessen eigentlich nur den letzten Abschnitt 1 selben, welcher von der Regulirung der, den Exemten das Wegfallen ihrer bisherigen Steuerfreiheiten zuzustehena Entschaͤdigungen handelte. Dieser hatte in Folge der staͤndische Berathungen eine voͤllige, von der Proposition der Staatsrege rung bedeutend abweichende Umgestaltung erfahren, welche keine wegs den Interessen der bisher Bevorrechteten entsprachen. Dis glaubten, auf den Grund der Verfassungs⸗Urkunde, welche ihne bei gesetzlicher Einfuͤhrung einer gleichmaͤßigen Besteuerung, angemessene Entschaͤdigung fuͤr den Verlust rechtmaͤßiger Steue freiheiten verhieß, alle ohne Ausnahme und ohne Ruͤcksicht af die Verschiedenartigkeit der ihrem Besitz von Steuervorzuͤg en zu Grunde liegenden Rechtstitel, Anspruch auf vollstaͤndige Entsch digung fuͤr die ihnen zugemutheten Opfer machen zu koͤnnen. * dieser Beziehung war aber der Antrag des mit der Begutzh tung dieses Gegenstandes beauftragten landstaͤndischen Aussche ses, dessen Bericht⸗Erstatter Hr. Wippermann war, und ha die Staͤnde⸗Versammlung durch Stimmenmehrhrit ihre Beiste mung ertheilt hatte, nichts weniger als guͤnstig ausgefallen. He nach sollten naͤmlich als rechtmaͤßige Grundsteuer⸗Befreiunmn wofuͤr Entschaͤdigung gefordert werden köͤnne, nur solche ang sehen werden, welche vom Staate mittelst laͤstigen Titels erwe ben worden sind und gedachte Entschaͤdigung sollte bloß in ia Ersatze des Werthes bestehen, welchen die fuͤr den Erwerb Steuerfreiheiten und Steuerbevorzugungen entrichtete Gegent stung hatte, in welcher letzteren Beziehuͤng von dem Ausschusse ine nem naͤchtraͤglichen Berichte noch besondere Vorschlaͤge gemacht w den waͤren. Da fuͤr die meisten Steuerbevorrechtungen des Me kein anderer besonderer Rechtstitel nachzuweisen war, als die Geme leistung des persoͤntichen Waffen⸗ und Kriegsdienstes, der m der Einfuͤhrung des stehenden Militairs aufgehoͤrt hatte, so

am Tage, daß nach obigen Grundsaͤtzen die Leistung irgend ein Entschaͤdigung bei der Mehrzahl der Freiguͤter wegftel. mildert wurde gleichwohl das aufgestellte Prinzip bei der An fuͤhrung und konsequenten Befolgung einigermaßen durch Bestimmung, daß der Lehnsnexus als eine laͤstige Bednd gung der Guͤterbesitzer betrachtet werden sollte und groͤßte Theil der adeligen Besitzungen in Lehnguͤtern stand. Allein die Majoritaͤt der Londstaͤnde war zugl der Meinung, daß die Aufhebung des Lehnwesens und die le waͤndlung der Lehen in Allodien ein zureichendes Mittel 1 Enrschaͤdigung der Besitzer von Feudalguͤtern darbieten die

Die verschiedenen Klassen des Adels in Kurhessen, welche in Steuer⸗Privilegien aufgeben sollten, wollten dagegen nicht anderet handelt werden, als der Adel in anderen Deutschen Laͤndern, namenl in Braunschweig, Hannover und Sachsen, wo die Heranziehung Besitzer von fruͤher steuerfreien Guͤtern zu einer gleichmaͤßzn Grundsteuer mittelst Zahlung des zu Kapital angeschlagenen,; Zukunft zu entrichtenden Mehrbetrags der Steuer bewirkt we den war, wodurch den Betheiligten die vollstaͤndigste Entschee gung zu Theil geworden. Saͤmmtliche adelige Staͤnde⸗Mitll der, selbst diejenigen unter denselben nicht ausgenommen, welb man sonst gewohnt war, in den Reihen der Opposition zu

blicken, erhoben ihre Stimme gegen die Annahme des neun Grundsteuer⸗Gesetzes in der von der Majoritaͤt der Staͤndee sammlung beliebten Fassung. Da sie die Verwerfung dessebe nicht durchzusetzen vermochten, so blieb ihnen nichts uͤbrig, A. von den einzelnen Staͤnden, die sich in ihren Interessen gefige det halten, durch die Verfassung eingeraͤumten Befugnisse 0. brauch zu machen, Separat⸗Stimmen dagegen in den Protrhe len der Staͤnde⸗Versammlung niederzulegen. Dieses ist geschege erstlich von den Kurhessischen Standesherren den Fuͤrsten we Isenburg⸗Bierstein, den Grafen von Isenburg⸗Waͤchtersbätt Meerholz und Buͤding und den Grafen von Solms⸗Noͤdelhen zweitens von dem vormals reichsunmittelbaren, in Kurheste beguͤterten Adel, drittens von der Althessischen Ritterschaft un endlich viertens von der Altschaumburgischen Ritterschaft. Dieh Standes⸗Stimmen sind gleichzeitig mit dem Beschluß der Stäͤnke Versammlung der Staats⸗Regierung mitgetheilt worden, und haͤngt von letzterer jetzt ab, ob und inwiefern sie dieselben zu

ruͤcksichtigen fuͤr gut finden wird.

Dresden, 28. Maͤrz. Diesen Winter uͤber hatte Se. Koͤni Hoheit der Prinz Johann mit mehreren Kavallerie⸗Offiziereni großartigen Lokale der Koͤnigl. Reitbahn in der Neustadt, umg Leitung des Majors von Engel, verschiedene Touren eingelle Caroussel und Quadrillen geritten u. s. w., um auf eine Jahreszeit angemessene, zugleich gesellige Weise die Reitkunst uͤben. Gestern fand in den spaͤten Morgenstunden der Schle dieser Uebungen statt, in Gegenwart Sr. Maj. des Koͤnigs U des ganzen Hofes mit Ausnahme des von einer leichten Erk tung noch nicht ganz genesenen Prinzen Mitregenten welc ihre Plaͤtze auf der um die Reitbahn herumlaufenden Galler genommen hatten. Es hatten sich dazu gegen Einladungen l durch Billets eine Menge Einheimische und Fremde eingefunde unter welchen sich auch der Kaiserl. Oesterreichische General⸗Maqfg Graf Vincenz Esterhazy befand. Die eine Quadrille wurde n Sr. Koͤnigl. Hoheit dem Prinzen Johann, die andere vom sten und General⸗Adjutanten Baron von Luͤtzerode gefuͤhrt. bedarf wohl keiner besondern Erwaͤhnung, daß die so fleißig ve bereitete, so streng ücegcte ritterliche Fertigkeit und seltene Kun verbunden mit dem Anblick so ausgewaͤhlter und wohlgeschult

Thiere, die freudigste Theilnahme und Anerkennung gefund

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Uüln unter

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Der Kaiserl. Oesterreichische General

eimar, 1. April. . F - und der Graf Eduard von Zichy sind

af Vincent Esterhazy er angekommen. 1 1 1 *gZur Befoͤrderung der Sicherheits⸗Polizei will der Polizei⸗ ath Eberhardt in Gotha einen allgemeinen Polizei⸗Anzeiger r Thuͤringen, Franken und das Vogtland auf seine Kosten her⸗ sgeben. Die Polizei⸗Behoͤrden im Altenburgischen sind von

8 r Landes⸗Regierung aufgefordert worden, dieses Unternehmen

unterstuͤtzen.

Muͤnchen, 28. Maͤrz. Der 76ste Jahrestag der K. Aka⸗ nie der Wissenschaften wurde heute wie in den fruͤheren Jah⸗ Beiseyn mehrerer Herren Staats⸗Minister und sonsti⸗ r hoher Beamten, Militairs und anderer wuͤrdiger Zuhoͤrer nd Zuschauer gefeiert.

Muͤnchen, 30. Vorgestern traf der Major Frhr. Pfeil, Adjutant Sr. Koͤnigl. Hoheit des Kronprinzen, von vien hier ein, und reiste am 29. wieder nach jener Hauptstadt

von Beitraͤgen zur Grundsteuer befunden hatten, in welchem Fa b.Am letztern Tage hatte der Kaiserl. Oesterreichische Feldmar⸗

ballLieutenant Graf Ceccopieri Audienz bei Sr. Maj. dem Koͤ⸗ ig, um die offizielle Anzeige von dem Ableben des Kaisers

g 4 4 20. 2 . tanz und dem Regierungsantritt des Kaisers Ferdinand zu uͤber⸗

richen.

Zur Ergaͤnzung der Abgaͤnge in der Armee werden in die⸗ m Fahre 9812 Mann aus der Altersklasse 1813 ausgehoben. Hie Konstribirung dieser Mannschaft ist in allen Kreisen in vol⸗ m Gange, und die Zutheilung derselben an die betreffenden Re⸗ menter wird in den ersten Tagen des kuͤnftigen Monats voll⸗ onmen beendigt seyn. Daß aber dessenungeachtet die Aussichten hr friedlich seyen, geht daraus hervor, daß die Gesammtzahl er zu stellenden Mannschaft gegen jene des Jahres 1834 um chr als 650 K;pfe zuruͤcksteht, und daß von saͤmmtlichen jetzt mzureihenden Konskribirten sogleich bei der Einreihung beinahe je Haͤlfte der Mannschaft unmontirt in staͤndigen Urlaub ent⸗ en wird.

888 soll nunmehr bestimmt seyn, daß statt des als Bischof ach Eichstaͤdt bestimmt gewesenen Grafen von Neisach, welcher ese Stelle abgelehnt hat, der gegenwaͤrtige Bischof von Mandl Speyer als Bischof nach Eichstaͤdt versetzt werden soll.

Stuttgart, 30. Maͤrz. Ihre Kaiserliche Hoheit die Frau großfuͤrstin Helena Pawlowna, geborne Prinzessin von Wuͤrt⸗ berg, hat fuͤr das Denkmal Schillers die Summe von 500 öln. Bco. Ass. eingesandt.

Dem Vernehmen nach hat der Kanzler von Autenrieth, egen seiner Gesundheitsumstaͤnde, nicht nur um Entlassung von inem Amte als Kanzler der Universitaͤt und von seiner Stelle zordentlicher Professor an der medizinischen Fakultaͤt zu Tuͤbin⸗ en, gebeten, sondern auch bei Sr. Majestaͤt unmittelbar seine telle als konsultirender Arzt des Koͤnigs niedergelegt.

Die in oͤffentlichen Blaͤttern vor kurzem enthaltene Nach⸗ cht, daß es einem Fabrikanten in England gelungen sey, wol⸗ ne Lumpen wieder in Wolle aufzuloͤsen und diese auf das Neue Tuchfabrication zu benuͤtzen, giebt Veranlassung, die Prio⸗ eaͤt dieser Erfindung fuͤr einen Wuͤrttembergischen Fabrikanten

Anspruch zu nehmen. Es hat naͤmlich der Fabrikant 5. Schaͤuffelen in Heilbronn bereits im August 1833 der Cen⸗ gistelle des landwirthschaftlichen Vereins eine Beschreibung sei⸗ 5 Apparats und seiner Verfahrungsweise zur Aufloͤsung der ollenen Lumpen in Wolle, nebst Proben von Wollgarn, so wie I, einem gestrickten Kleidungsstuͤck und von einem Stuͤcke liche, welche aus diesem Garn bereitet waren, eingesendet, wo⸗ pn im Korrespondenzblatte des landw. Vereines, Jahrg. 1833, bd. 2, S. 132, Nachricht gegeben worden ist, und wofuͤr dem insender, unter Hinzuziehung seiner mehrfachen Fortschritte in e Papierfabrication, im September 1833 der mechanische Preis theilt worden ist. Schaͤuffelen hat sich neuerdings gegen die entralstelle bereit erklaͤrt, Jedem, welcher diese Fabrication be⸗ eiben will, und sich diesfalls an ihn wenden wuͤrde, schriftlich der muͤndlich gruͤndliche Anweisung unentgeltlich zu ertheilen.

Frankfurt a. M., 31. Maͤrz. Die uns benachbarte Land⸗ Hrafschaft Hessen⸗Homburg ist nun ebenfalls dem großen Deut⸗ hhen Zollvereine beigetreten. Von Morgen, den 1. April an, reten die Zollgesetze in Kraft.

Pesth, 22. Maͤrz. Man meldet in Betreff der That des Grafen Franz Beleznay (vergl. die gestrige Nummer der St. tg. Art. Wien) noch Folgendes: „Der Moͤrder fuhr nach voll⸗ kachter That in einem auf ihn wartenden Fiaker in seine Woh⸗ ung zuruͤck. Indessen zeigte der verwundete Bruder die Sache em Gerichte an, ein Verhafts⸗Befehl wurde erlassen, und die azu beauftragten Gerichts⸗Personen fanden den Moͤrder in sei⸗ er Wohnung, mit teuflischer Gelassenheit eine Pfeife Taback auchen. Er ward jedoch ohne Widerstand verhaftet. Da aber egenwaͤrtig der Komitats⸗Jurisdiction, wegen haͤufig vorgekom⸗ eener Raub⸗Anfaͤlle, das Standrecht verliehen ist, so sollte auch der Praf demgemaͤß behandelt, und binnen 24 Stunden gehaͤngt werden.

Das deshalb zusammengetretene Geschwornen⸗Gerichtaber erklaͤrte ge⸗

fern, nach einer mehr als 12stuͤndigen Sitzung, in diesem Falle as Standrecht fuͤr inkompetent, und der Moͤrder ward dem ge⸗ bohnlichen Gerichtsgange uͤberlassen. Inzwischen ward er, wie e dem Standrechte unterworfenen Inquisiten, waͤhrend zwei kagen und zwei Naͤchten (bis zur Faͤllung des obigen Spruches) i kein verschlossenes Behaͤltniß gebracht, sondern in den offenen säumen des Komitatshauses, gefesselt und streng bewacht, den lugen des Publikums preisgegeben, wobei der Zudrang der Men⸗ chhen, wie leicht zu erachten, ungeheuer war. Der Verbrecher ber ward nicht bedauert, da er als exzessiver Mensch bekannt van der schon manches Unheil anrichtete. Es ist ihm jetzt das⸗ be Gefaͤngniß angewiesen, in welchem sein Bruder vor mehre⸗ ein Jahren das Todesurtheil erhielt.“

Konstantinopel, 7. Maͤrz. Die Tekwimi Wekaji om 6. Si'lkaadeh (6. Maͤrz) meldet, daß der Sultan am 16. Schewal (14. Februar), in Begleitung der vornehmsten Hofwuͤr⸗ dem Militair⸗Hospitale und der Kaserne Selimie zu Sku⸗ aei einen Besuch abgestattet habe. Se. Hoheit nahm alle ein⸗

elnen Kranken des Hospitals in Augenschein, und wuͤrdigte dann auch das Repositorium, worin die fuͤr Kranke geeigneten Klei⸗

ungsstuͤcke, so wie die Speisen und Trinkgeschirre aufbewahrt berden, eines pruͤfenden Blickes. Beim Abschied ließ Se. Ho⸗

Olaeit unter die Kranken und ihre Waͤrter Geschenke vertheilen.

n entlehnen demselben Blatte die nachstehenden Mel⸗ en:

4 Zu den militairischen Uebungen gehoͤren jetzt auch Einzel⸗ h pfe. So z. B. wird gelehrt, wie ein Infanterist mit seiner inte einen Feind abwehren soll, der ihn zu Fuße und mit ge⸗ genem Saͤbel angreift; wie er den Saͤbelhieb eines Reiters

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pariren soll u. s. w. Der Sultan ließ einen Theil der Mann⸗ schaft in der Kaserne Selimie solche Uebungen anstellen, und als⸗ dann die in Skutari anwesenden Offiziere der aus Boli und Isnikmid ausgehobenen zwei Milizen⸗Bataillone an der Spitze eines Garde-⸗Bataillons bei klingendem Spiele einige Evolutio⸗ nen machen. Alles geschah zur großen Zufriedenheit Sr. Ho⸗ heit, und der Sultan freure sich besonders uͤber die raschen Fort⸗ schritte, welche diese neu angestellten Offiziere binnen kurzer Zeit in der Kriegskunst gemacht haben.“

„Das meiste Holz, welches zum Bau der Großherrlichen Schiffe auf den Werften von Konstantimnopel und Isnikmid (Ni⸗ kodemien) dient, liefern die reich bewaldeten Berge der Sand⸗ schake Boli und Kodscha IJli. Weil aber auch Privatpersonen viele Baͤume dieser Waͤlder theils zu eignem Gebrauche, theils um sie zu verkaufen, umhauen, und solchergestalt das zum Bau der Großherrlichen Schiffe und anderer oͤffentlicher Gebaͤude noth⸗ wendige Zimmerholz mit der Zeit ausgehen koͤnnte, so hat der Geheime Kriegsrath Ahmed Fewsi Pascha, Statthalter der erwaͤhn⸗ ten beiden Sandschake, Sr. Hoheit auf seiner letzten Reise durch die genannten Landschaften, seiner tiefen Einsicht gemäß, einen Plan ausgedacht, wodurch einem kuͤnftigen Mangel an Bauholz vorge— beugt wird, ohne daß der Vortheil, den Privatpersonen aus die⸗ sen Waͤldern ziehen, geschmaͤlert wuͤrde.

naͤmlich die Berge der genannten Sandschake geometrisch vermes⸗ sen und sowohl die Arten als die Anzahl der Baͤume genau be⸗ stimmen. Die zu Großherrlichen Bauten erlesenen Baͤume wer⸗ den mit besonderen Zeichen versehen, und Bauern aus den be⸗

nachbarten Distrikten zu Waldhuͤtern bestellt. Die minder taug

lich befundenen und also unbezeichnet gelassenen Baͤume darf jede Privatperson umhauen und als Eigenthum behandeln. Der Sultan hat diesen und noch anderen von der Tuͤrkischen Zeitung mitge⸗ theilten Vorschlaͤgen Fewsi Pascha's, betreffend die einstweilige

Aufbewahrung des Bauholzes, bevor es weiter transportirt

wird u. s: w. Gehoͤr gegeben und danach verfuͤgt.“ Die Tekwimi Wekaji vom 6. Maͤrz meldet außerdem,

daß der bei der Tuͤrkischen Gesandtschaft in Paris attachirte Dol⸗ der Rigny und

metscher Ruheddin Efendi wegen seiner Geschicklichkeit und gu⸗ ten Auffuͤhrung mit der Wuͤrde eines Chodscha's des Diwans beehrt worden sey. Das dahin lautende Bestallungsschreiben ist an denselben nach Paris abgegangen.

Auch in Bosnien soll jetzt, wie die Tuͤrkische Zeitung meldet, mit Errichtung der Landwehr ein guter Anfang gemacht worden seyn, dies verheißen die angekommenen Schreiben Daud Pascha's, Ali Pascha's, des Statthalters von Hersek (Herzego⸗ wina) und Akif Efendi's, ersten Großherrlichen Bittschriftenmei⸗ sters, der sich mit besonderen Auftraͤgen in Bosnien befindet. Dasselbe Blatt enthaͤlt in einem langen Artikel Verfuͤgungen des Sultans, welche die bessere Verwaltung der zu den heiligen Or⸗ ten Mekka und Medina gehoͤrigen Religions⸗Guͤter (Ewkaf) betreffen. In einem nicht viel kuͤrzeren Artikel wird uͤber Be⸗ foͤrderungen an den Hochschulen (Medresse) Bericht erstattet.

Vereinigte Staaten von Nord⸗Amerika.

New⸗York, 3. Maͤrz. Die Dokumente, welche der Praͤ— sident zugleich mit seiner neuesten Botschaft (s. das gestrige Blatt der St. Ztg.) dem Kongreß uͤbersandt hat, bestehen aus 13 ver⸗ hhenen Nummern, wovon Folgendes der wesentlichste In⸗ alt ist: b 1) Ein Bericht des Staats⸗Secretairs, Herrn Forsyth, der die versprochene Auskunft uͤber die Weglassung der letzten Note des Herrn Serrurier giebt und als Grund davon anfuͤhrt, daß die Ame⸗ rikanische Regierung fuͤr noͤthig befunden habe, dieselbe vor ihrer Publizirung oder Beantwortung der Franzoͤsischen Regierung vorle⸗ gen zu lassen, um zu erfahren, ob einige darin enthaltene, Anstoß erregende Ausdruͤcke als das Resultat eines uͤberlegten Planes von Seiten dieser Regierung oder nur als eine Indiscretion ihres Ge⸗ sandten anzusehen seyen. 2) Die erste Depesche des Herrn Living⸗ ston nach Empfang der Botschaft des Praͤsidenten vom 1. Dezember. Sie ist aus Paris vom 11. Januar datirt und laͤßt sich uͤber den nachtheiligen Eindruck aus, den die erste Kundwerdung der Bot⸗ schaft, und besonders die Androhung von Repressalien, nicht nur im Allgemeinen, sondern hauptsaͤchlich auch in der Kammer unter den bishe⸗ rigen Verfechtern der Entschaͤdigung hervorgebracht habe. Die Gefuͤhle verwundeten Stolzes, welche die Franzosen beseelen, seyen noch durch die Sprache einiger Amerikanischen Oppositions⸗Blaͤtter, wie des „Washington Intelligencer“”“ und des „New⸗York Courier“, genaͤhrt worden, welche aus Haß gegen den Praͤsidenten dessen Maßregeln als dem Willen der Majoritaͤt des Volkes widerstreitend darstellten. Herr Livingston aͤußert uͤbrigens, daß die entschiedene Sprache des Praͤsidenten im uͤbrigen Europa eine guͤnstige Aufnahme gefunden zu haben scheine, und fuͤhrt als Beweis das von den Revpraͤsentan⸗ ten der großen Europaͤtschen Maͤchte nach der Bekanntwerdung der Botschaft gegen ihn beobachtete Benehmen an. Auch legt er gro⸗ ßes Gewicht auf die kommerzielle und politische Bedeutung seines Vaterlandes, die sich alsbald durch das Fallen der Fonds kundgege⸗ ben habe, und glaubt, daß die Sprache der Botschaft mit der Zeit auch auf die Gesinnungen der Franzosen guͤnstig wirken und beson⸗ ders das Franzoͤsische Kabinet den Forderungen der Vereinigten Staaten geneigt machen werde, was um so eher geschehen duͤrfte, wenn der Kongreß bloß Handels⸗Beschraͤnkungen anordnete oder seine Ent⸗ scheidung bis zum Ende der Session aussetzte, woraus man in Frankreich den Entschluß ziehen wuͤrde, daß der Kongreß zu Re⸗ pressalien geneigt sey. 3) Eine zweite Depesche des Herrn Living⸗ ston vom 14. Januar erstattet uͤber eine Konferenz Bericht, welche derselbe in Folge der Botschaft des Praͤstdenten mit dem Minister der auswaͤrtigen Angelegenheiten, Admiral Rigny, hatte. Herr Li⸗ vingston suchte in dieser Unterredung so viel als moͤglich den uͤblen Eindruck zu verscheuchen, den die Botschaft hervorgebracht hatte, indem er dieselbe im mildesten Lichte, als ein eigentlich nur an die Amerikanische Nation gerichtetes Dokument darstellte. Er fand uͤbrigens, daß besonders ein Umstand das Mißfallen des Koͤnigs der Franzosen erregt hatte, naͤmlich der, daß der Praͤsident sich daruͤber beklagte, daß die Franzoͤsischen Kammern nicht, wie Herr Ser⸗ rurier in Gemaͤßheit von Instructionen der Franzoͤsischen Re⸗ gierung es versprochen hatte, im vorigen Jahre schon fruͤher zusammenberufen worden. Der Admiral Rigny zeigte dem Ame⸗ rikanischen Gesandten den Gesetz⸗Entwurf in Betreff der 25 Mil⸗ lionen, welcher, wie derselbe behauptete, am Tage nach der Ankunft der Botschaft den Kammern vorgelegt worden waͤre, wenn nicht der Inhalt der Botschaft diese Vorlegung unmoͤglich gemacht haͤtte. Die Konferenz endete, nach der Versicherung des Herrn Livingston, ganz friedlich, und Abends wurde bei dem Oesterreichischen Bot⸗ schafter festgesetzt, daß Herr Livingston den Bericht an seine Regie⸗ rung bis zum 16. Januar verschieden sollte, als er zu seinem gro⸗ ßen Erstaunen noch am Abend um 10 Uhr eine Note des Grafen von Rigny erhielt. 4) Die eben erwaͤhnte Note des Franzoͤsischen Ministers der auswaͤrtigen Angelegenbeiten, in welcher derselbe die Verzoͤgerung der Varlegung des Traktats durch administrative Gruͤnde zu entschuldigen sucht und die Botschaft des Praͤsidenten als eine Her⸗ ausforderung bezeichnet, indem er Letzterem das Recht zu den harten von ihm gebrauchten Aeußerungen abspricht. Auf diese Auseinandersetzung folgt die Erklaͤrung, daß der Koͤnig es seiner Wuͤrde schuldig zu seyn geglaubt, „seinen Gesandten nicht laͤnger einer gegen Frank⸗ reich so beleidigenden Sprache auszusetzen“, weshalb Hr. Serrurier zur Ruͤckkehr nach Frankreich beordert sey. Im Laufe dieser Note wird die Ansicht ausgesprochen, daß das Oberhaupt der Regierung der Vereinigten Staaten mehr als jeder Andre die moralischen Un⸗

Eine Kommission soll

moͤglichkeiten einer constitutionnellen Verfassun 1 2 g haͤtte begreifen sol⸗ farach m sehr gun auch die Französische Regierung sich 1en. An⸗ 1 digungen, die er nicht naͤher bezeichnen wolle, verletzt fuͤhle, so wolle sie dennoch mit Ruͤcksicht auf fruͤhere Verpflichtungen der S den Vertrag nochmals vorlegen. Außerdem werden auch urch diese Note noch Herrn Livingston seine Paͤsse angeboten, wo⸗ bei sich Graf Rigny des Ausdrucks bedient, Hr. Livingston „moͤge dieje⸗ nigen Maßregeln ergreifen, welche ihm als die natuͤrlichen Folgen dieser Mittheilung erscheinen moͤchten.“ Herr L. sucht in seiner Depesche das ganze Verfahren der Franzoͤsischen Reglerung als ein Mittel zur Ehrenrettung darzustellen. 5) Eine Note des Herrn Li⸗ vingston an Herrn Forsyth vom 15. Januar, welche die Gruͤnde er⸗ klaͤrt/ weshalb er dem ersten Eindruck nicht gefolgt sey und seine Paͤsse nicht verlangt habe; er habe, sagt er, in jener Note die Ab⸗ sicht des Franzoͤsischen Kabinets gesehen, ihm die Verantwortlichkeit fuͤr die Abbrechung des diplomatischen Verkehrs zwischen den beiden Landern aufzubuͤrden; uͤberdies habe der Freiherr von Nothschild ihn besucht und ihm versichert, daß der zweideutige Schluß der Nigny⸗ schen Note nicht als eine Aufforderung zur Abreise anzusehen sey. Er beschloß daher, beim Grafen Rigny eine genauere Auskunft daruͤber Fügfaeen und sich im Falle, daß dennoch ein fof⸗ cher Sinn hineinzulegen sey, sich nach Holland oder England zu⸗ ruͤckzuziehen, was aber, wie er sagt, jedenfalls sehr kostspielig und unangenehm fuͤr ihn gewesen seyn wuͤrde. Er erklaͤrt, daß er sich nicht wundern wuͤrde, wenn die Franzoͤsische Regierung, im Falle der Verwerfung des Gesetz⸗Entwurfs, der Regierung der Vereinig⸗ ten Staagten mit einer Wegnahme der Amerikanischen Kauffahrtei⸗ Schiffe und einem Angriffe auf das Geschwader im Mittelmeere zu⸗ vorkaͤme, weshalb er dem Commodore Patterson die gehorige War⸗ nung zugehen lassen werde 6) Eine Note des Hrn. Livingston an den Gra⸗ fen v. Rigny vom 14. Jan. zur Anfrage, ob er Frankreich zu verlas⸗ sen habe, oder nicht. Herr Livingston spricht sein Bedauern daruͤber aus, daß eine Mittheilung eines Regierungs⸗Zweiges der Vereinig⸗ ten Staaten an einen anderen, die dem Franzoͤsischen Kabinet nicht einmal offiziell mitgetheilt worden sey, als Grund fuͤr eine Maßre⸗ gel angegeben werde, welche nothwendiger Weise das gute Verneh⸗ men zwischen zwei Nationen, die durch gleiche politische und Handels⸗Interessen mit einander verbunden seyen, sioren muͤsse. Alsdann fragt Herr Livingston ohne Weiteres nach der Erklaͤrung der oben erwaͤhnten Phrase am Schlusse der Note des Herrn von legt schließlich dem Franzoͤsischen Kabinet die Verant⸗ wortlichkeit fuͤr die gestoͤrten diplomatischen Verbindungen auf. Eine Antwort auf die Anfrage des Herrn Livingston sindet sich nicht un⸗ ter den vorgelegten Dokumenten und ist auch wahrscheinlich nicht in der Form einer Note ertheilt worden, da, wie Herr Livingston selbst in dem Bericht unter Nr. 5 sagt, Herr von Rigny ihm durch Herrn von Rothschild hatte erklaͤren lassen, keine schriftliche Mit⸗ theilung uͤber den Gegenstand machen zu wollen. Bekanntlich hat indeß Hr. Livingston Paris nicht verlassen. 7) Eine Depesche des Herrn Livingston an Hrn. Forsyth, vom 16. Januar, worin er dem Staats⸗ Secretair anzeigt, daß ein Gesetz⸗Entwurf uͤber die 25 Mill. den Franzd⸗ sischen Kammern vorgelegt sey, zwar sey darin nur von dem Ka⸗ pital und nicht von den Zinsen die Rede, indeß werde auf den Traktat Bezug genommen, und es sey daher zu erwarten, daß dessen Bestimmungen in das zu erwartende Gesetz aufgenommen werden wuͤrden. Am Schlusse dieser Depesche widerspricht Herr L. dem von Franzoͤsischen Blaͤttern verbreiteten Geruͤchte, daß er bei Hofe er⸗ schienen sey oder beim Koͤnige Audienz gehabt habe. 8) Eine Note des Herrn Forsyth an Herrn Livingston vom 13. Februar, worin Ersterer dem Letzteren meldet, daß, im Falle der Verwerfung des Gesetz⸗Entwurfes von Seiten der Franzoͤsischen Kammern eine Fre⸗ gatte nach Havre abgesandt werden solle, um ihn abzuholen. 9) Eine zweite Note Desselben an Denselben, in welcher Herr Forsyth dem Gesandten die Zufriedenheit des Praͤsidenten mit seinem Ver⸗ fahren anzeigt, mit dem Beifuͤgen, daß der Praͤsident weder Be⸗ fremden noch Mißfallen empfunden haben wuͤrde, wenn Herr L. gleich nach Empfang der Note vom Grafen von Rigny mit dem ganzen Gesandtschafts⸗Personal Frankreich verlassen haͤtte, was ihm fuͤr den Fall der Verwerfung des Gesetz⸗Entwurfes vorgeschrieben ist; im Falle der Bewilligung der 25 Mill. soll er Herrn Barton als Geschaͤftstraͤ⸗ ger zuruͤcklassen und sich selbst nach Holland oder England begeben. 10 bis 13) Ein Noten⸗Wechsel zwischen dem Franzoͤsischen Gesand⸗ ten, Herrn Serrurier, und dem Staats⸗Secretair, Herrn Forsyth, welcher in Folge der Abberufung des Ersteren stattfand. Herr For⸗ syth bietet ihm alle moͤgliche Erleichterungen an, welche er ihm ver⸗ schaffen koͤnne, um den Befehlen seines Hofes schleunig Folge zu leisten. Here Serrurier dagegen ersucht um eine Konferenz, und als Herr Forsyth um schriftliche Mittheilung bittet, beglaubigt derselbe schriftlich den Herrn Pageot, ersten Gesandtschafts⸗Seeretair, als

Geschaͤftstraͤger des Koͤnigs der Franzosen.

In der Sitzung des Repraͤsentanten⸗Hauses vom 2. Februar bemerkte Herr Dickson bei Vorlegung mehrerer Bitt⸗ schriften zur Abschaffung der Sklaverei und des Skla⸗ venhandels im Distrikt Columbia unter Anderem: . „Die Bittsteller beschweren sich daruͤber, daß ein Theil der Be⸗ wohner des Distrikts Columbia, ohne ein Verbrechen begangen zu haben, doch nicht als Zeuge angenommen wird. Ein freler Mann kann ungestraft ein Verbrechen, selbst einen Mord, in der Gegen⸗ wart von Sklaven begehen, denn da ihr Zeugniß nicht guͤltig ist, so kann er nicht uͤberfuͤhrt, also auch nicht bestraft werden. Jeder Farbige (Neger oder Mulatte), mag er auch frei geboren und erzo⸗ gen seyn, mag er das Wahl⸗Recht ausgeuͤbt und bei Erwaͤhlung der hoͤchsten Beamten der Regierung seine Stimme abgegeben haben, mag er zu allen Rechten eines weißen Mannes berechtigt seyn, so⸗ bald er den Boden dieses Distrikts betritt, wird er als Sklave be⸗ trachtet. Er muß dann binnen 30 Tagen dem Mayor von Washing⸗ ton den Beweis bringen, daß er ein freier Mann ist, und zwei freie Buͤrgen stellen, die bei einer Strafe von 500 Dollars dafuͤr haften, daß er sich friedlich und ordentlich betragen und der Corporation nicht zur Last fallen werde. Diese Verpflichtung muß am Ende ei nes jeden Jahres fuͤr die zwei naͤchstfolgenden Jahre erneuert wer den. Geschieht dies nicht, so muß der ungluͤckliche Farbige entwe der sogleich die Stadt verlassen, oder er wird in das oͤffentliche Ar⸗ beitshaus gebracht, his er das Verlangte geleistet hat. Jeder freie Farbige, der ohne seinen Freibrief ausgeht, ist in Gefahr, als ent laufener Sklave aufgehoben, ins Gefaͤngniß geworfen und, zur Be streitung der Gerichtskosten, verkauft zu werden, wenn e nicht beweist, daß er ein freier Mann ist. Thut er die und weigert er sich, die fuͤr das Einfangen entlaufener Sklaven fest gesetzte Summe zu zahlen, so wird er wieder ins Gefaͤngniß gefuͤhrt und als Sklave verkauft. Diese Gesetze sind ein Schandfleck in den Annalen unserer Republik, sie sind Fallen, in dem Sitze der Regie⸗ rung aufgestellt, um freie Maͤnner zu fangen und zu lebenslaͤngli cher Sklaverei zu verdammen. Sehr viele freie Maͤnner sind Opfe dieses erbarmungslosen Gesetzes geworden, eines Gesetzes, das n. gend seines gleichen hat! Eine andere Beschwerde der Petitione betrifft die strengen Strafen der Sklaven in diesem Disteikt. Wen ein Sklave ohne Erlaubniß des Nachts sich herumtreibt ode bei Tage die Pferde reitet, so wird er gepeischt, mit gluͤhenden Eisen gebrannt oder auf andere schauderhafte Weise gestraft, wen er nur dabei am Leben bleibt und nicht zur Arbeit untuͤchti wird. Fuͤr einen geringen Verrath wird den Sklaven di rechte Hand abgehauen, oder sie werden gehangen, gekoͤpft, ode geviertheilt, und der Kopf und die einzelnen Stuͤcke dann an den besuchtesten Orten derjenigen Grafschaft, wo der Mord begangen wurde, oͤffentlich ausgestellt. Wenn diese Gesetze auch wohl niemals ihrer ganzen Ausdehnung nach angewendet worden sind, so erschei nen sie doch als der Ueberrest eines hoͤchst barbarischen Zeitalters; sie sind in unserer aufgeklaͤrten und menschenfreundlichen Zeit ein Schandfleck fuͤr unsere Verfassung und muͤssen modisicirt oder ganz aufgehoben werden. Ein anderer Gegenstand dieser Petitionen ist

ferner das Fortbestehen des Sklavenhandels in diesem Distrikte, ob⸗ gleich fast alle eivilisirte Nationen ihn gesetzlich abgeschaff