1835 / 113 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

2 Sar. auch 22 Sgr. 9 Pf; Erbsen (schlechte Sorte) 1 Rthlr.

den 18. April 1835. ch 6 Rthlr. 5 Sgr.; der Cent⸗

17 Sgr. 6 Pf. Sonnabend, Das Schock Stroh 8 Rthlr., au

ner Heu 1 Rthlr. 2 Sgr. 6 Pf., auch 15 Sgr.

CEmmxxr——EReeenrCʒmaenne Neueste Nachrichten. Der Spanische Botschafter hatte vor⸗ 1— Gestern Vormittag arbeiteten Se. Majestaͤt nach einander mit den Ministern des oͤffentlichen Unterrichts, der auswaͤrtigen Angelegenheiten und ß im Hofe der Tuile⸗ Lanciers⸗Regiment exerziren. (Die Nachricht, daß auf einem Irrthume.) eputirten⸗Kammer behauptete Herr Berryer volle drei Stunden die Rednerbuͤhne,

DParis, 16. April. gestern Abend eine Audienz beim Koͤnige.

des Krieges. D lerieen das Zte der Herzog nach Bruͤssel

In der gestrige

er Herzog von Orleans lie

abgereist sey, beruhte n Sitzung der 2

Augenblick ermuͤdet worden waͤre. Nach guin das Wort,

Kammer vorgelegten vidimirten Ab es nicht erlaubt sey,

Minister, daß habe, worauf Jener entgegnete, dies thue sicch jetzt genoͤthigt sehen werde, lieber verschwiegen haben wuͤrde. dieserhalb noch holt versicherte, rium befindliche Aktenstuͤcke mitgetheilt habe, der Kammer unmoͤglich so weit gehen koͤnne verantwortlich zu machen, die bei seinem handen waͤren. Nach einigen

8 daß die Aufmerksamkeit der Versammlung dadurch einen ihm ergriff Herr Mau⸗

um von dem Conseils⸗Praͤsidenten zu verlan⸗ gen, daß er am folgenden Tage die von der Nord⸗Amerikani⸗ schen Regierung angelegten Original⸗Etats der konfiszirten Schiffe mittheile. Der Herzog von Broglie erwiederte, daß, wenn er solches auch vermoͤchte, er es nicht thun wuͤrde, indem die der schriften hinreichend waͤren, und an der Authenticitaͤt derselben Herr Mauguin auf seiner Forderung bestand, erklaͤrte der

b er die verlangten Originalien nicht in Haͤnden ihm sehr leid, da er Thatsachen aufzudecken, die er Auch Herr Isambert drang

in den Conseils⸗Praͤsidenten, der indessen wieder⸗ daß er ohne Ausnahme alle bei seinem Ministe⸗ und daß das Recht , ihn fuͤr Piecen Ministerium nicht vor⸗ Bemerkungen

zu zweifeln. Als

des Bericht⸗

ner⸗Talente des Herrn giebt sich aber zugleich Argumente schon heute Die Gazette de France sagt, das M

nach seinem Landgute in Languedoc begeben. man, dem großen Prozesse aus dem

Fonds im verflossenen Auartale ein giebt sich daraus, daß in diesem Zeitraume 3,588 Fr. 4 zproc. Rente zu 80,415 Fr.

458

erstatters trennte sich die Versammlung in ungewoͤhnlicher Auf⸗ regung. Es war bereits 6 ½ Uhr. Zu der heutigen Sitzung hatten sich die Minister schon bei guter Zeit eingefunden, da der große Succeß, dessen sich Herr Berryer Tags zuvor zu er⸗ freuen gehabt hatte, sie um das Schicksal des Gesetz⸗Entwurfes einigermaßen besorgt machte. Andererseits gehoͤrten aber auch die Herren Berryer, von Fitz⸗James und Janvier zu den ersten Deputirten, die im Saale eintrafen. tokolls geschah unter Zeichen einer Herr Réalier⸗Dumas setzte darauf die Debatte mit einer Rede zu Gunsten des Gesetz⸗Entwurfes fort. Ihm folgte Herr Hen⸗ nequin auf der Rednerbuͤhne, und nach diesem ergriff der Mi⸗ nister des Innern das Wort, um den durch die Rede des Herrn Berryer hervorgebrachten uͤbeln Eindruck moͤglichst wieder zu verwischen. Er war beim Abgange der Post noch auf der Rednerbuͤhne. (Wir werden auf seinen Vortrag zuruͤckkommen.)

Die hiesigen Blaͤtter, selbst die der liberalen Opposition, be⸗ zeichnen den gestern in der Deputirten⸗Kammer von Herrn Ber⸗ ryer gehaltenen Vortrag als ein Muster der Beredtsamkeit. „Wir wuͤrden uns vergeblich bemuͤhen“, sagt eines dieser Blaͤt⸗ ter, „die vortreffliche Rede des Herrn Berryer, die er von vorn bis zum Schlusse aus dem Kopfe gehalten, zu analysiren. Ein

solcher Triumph ist ohne Beispiel in unseren parlamentarischen Journal des Döbats laͤßt dem Red⸗ Berryer volle Gerechtigkeit widerfahren,

Annalen.“ Auch das

Muͤhe, die von demselben aufgestellten in einem langen Artikel zu widerlegen. inisterium, das bisher der Majoritaͤt sicher gewesen, fange jetzt wieder an zu zweifeln. Der Marschall Soult hat gestern Paris verlassen und sich 1 Er will, so sagt Wege gehen. Der Moniteur theilt die Uebersicht der von dem Tilgungs⸗ geloͤsten Renten mit. Es er⸗

63 Cent.; ferner 14,004 Fr. Aproc. Rente

Die Vorlesung des Pro⸗ ungewoͤhnlichen Aufregung.

vinzen keine

Eben d den ausfuͤhr

bern ist in Nr. 1

gen bis zur Anzeige von

clamationen Volks⸗Auflaͤ

ten aus M der General neral Rodil

Kriegs⸗Sch dessen, daß d

H 107. 95.

zu 336,304 Fr. 90 Cent.; 4,395,413 Fr. 42 Cent. zuruͤckgekauft worden sin

fecht, das er am 28sten jenseits des zu bestehan gehabt hat.

Auf außerordentlichem

der die Karlisten in Unter⸗ nigreichs Valencia befehligte. die Haͤnde der Christinos gerathen; man Zumalacarreguy begeben wollte, um sich mit diesem In Sarragossa scheint die Ruhe General⸗Capitain und der Civil⸗G

(etwa 500,000 Thaler Gold), die ein Englisches Damp gelandet hatte, war unter Das Journal des D adrid vom 9ten mit:

sichert, es wuͤrden unverzuͤglich 80,000 bil gemacht werden, um einen

V fuͤhren. Mittlerweile giebt Don Carlos sich alle

eute schloß 5proc. Rente pr. 3proc. pr. compt. 81. 950. Neap. pr. compt. 98. 70. 48 ½. 3proc. 30 ½. Ausg. Sch.

endlich 167,652 Fr. Jproe. Ren ieses Blatt giebt heute aus Algier vo lichen Bericht des Generals Rapatel 18. 8, Flusses Chiffa mit 18 (Der wesentliche Inhalt d gegeben worden.) 1 entlichem Wege sind hier die Madriderz April eingegangen. Sie enthalten die 1 Verhaftung des Insurgenten⸗Chefs em und im Norden des

Arragonien Er ist bei Miranda am Eh glaubt, daß er s wieder hergestellt 5 tesa ouverneür hatten am atenf »und eine Verordnung ge Eine Summe von 8 Mill 9

Bedeckung in Madrid amgezneg 1t zbats theiit folgende Privat ⸗Nae s ist jetzt entschi

Valdez sich zur Nord rmeest”gesenneshia, soll ihn interimistisch in Madrid ersetzen zen

9 Mann Stadt⸗Mil 8 Hauptschlag in Navarra au Mäuͤhe

08 der St.

8. der

an die Einwohner ufe erlassen.

auplat nach Castilien zu verpflanzen; es schin ie Insurgenten Navarra's und der Baskischen h besondere Lust haben, uͤber den Ebro zu gehen!

compt. 107. 85. ine G fin counr. 82. —. 6 in cour. 98. 80. 5proc. 8 22 ¼. Cortes 49. 23½ proc. Holl. 7. Redacteur Cottel.

188 Gedruckt be! A.

——

Bekanntmachungen.

Be 8 Avertissement. Alle diejenigen, welche an die verloren gegangene

5

9

8 1“

meiner

von dem Kammerratb Joachim Christian Lembke, unterm 31. Decbr. 1783 füͤr den General⸗Major von Knobelsdorff ausgestellte Obligation, welche unterm 20. Juli 1789 vom Pommerschen Vormundschafts⸗

Collegio zu Stettin, laut Attest des Puvillen⸗Collegit vom 25 August lichten Amtmann Wendt, Friederike

1817 dem Negocianten Abraham Noah

Neumaͤrkschen 1814 der verehe⸗ Auguste Alber⸗ tine, geborne Taddel, von dieser unterm 7. Oetbr zu Landsberg

a. d. W. cedirt worden, und von diesem, laut Cession

vom 18. November 1817 und vom 8. December 18

1d Ingrossations⸗Vermerk 17 auf das General⸗Deposito⸗

rium des Koͤnigl. Land⸗ und Stadtgerichts zu Lands⸗

berg a. d. W. Courant guͤltig, zu pCt. zinsbar, und ein aub Rubr. III. No. II. bb. auf den zur K Lembkeschen Familien⸗Stiftung gehoͤrigen Guͤtern Balz und Klein Cessionarien, Pfand⸗ oder sonstige Brie Anspruͤche zu haben vermeinen, gefordert, dieselben binnen drei stens in dem auf den

vor dem Deputirten, auf dem Koͤnigl. Ober⸗L

21. May

L p.,

weisen.

Bei unterlassener Anmeldung nicht nur mit ihren verlorne Document praeeludirt, sondern es wird nen deshalb auch ein ew legt, und das bezeichnete und nicht weiter geltend erklaͤrt werden.

Frankfurt a. d. O., den 3. Februar 1835. Koͤnigl. Preuß. Ober⸗Landesgericht.

ih⸗ iges Stillschweigen aufer

EWbo el a Das im zweiten rum as⸗Bezirks Magd

m a.

eburg belegene, unter der Jurls⸗

diettoit des Ober⸗Landesgerichts daselbst stehende, und

dem Justiz⸗Commissarius Georg Wilhelm Herzbruch zu Burg gehoͤrige Lehn⸗Rittergut Schoͤnhaufen zwei⸗ ten Antheils nebst der ersten Kavel des ersten An⸗

theils, welche zusammen nach Abzug der Lasten und

Abgaben auf

116,683 Thlr. 1 sgr. 9 pf, geschrieben Einhundert sechszehn Tausend Sechshundert drei und achtzig

Thaler einen Silbergroschen neun Pfennig, gerichtlich abgeschaͤtzt worden sind, soll auf Antrag von Hppothek⸗Glaͤubigern im Wege der nothwendi⸗ gen Subhastation verkauft werden.

Zu diesem Ende haben wir einen Bietungstermin auf

vor dem Herrn Ober⸗ Landesgerichts⸗Rath von Kem⸗ nitz auf unserm Collegienhause hieselbst anberauntt, wo auch in unserer Concurs⸗Registratur die Taxe des Guts, weicher die fuͤr die Churmark Branden⸗ burg und namentlich fuͤr die Altmark emanirten Tar⸗ Principien vom Jahre 1777 zum Grunde gelegt sind, nebst dem neuesten Hypotheken⸗Schein und den spe⸗ eiellen Kauf⸗Bedingungen eingesehen werden koͤnnen. Zu diesem Termine werden zugleich zur Wahrneh⸗

2 2 2.

mung ihrer Gerechtsame die undekannten lehnsfaͤhi⸗

gen Descendenten des Rittmeisters Friedrich Heinrich

Bernhard Alexander von Bismark, ingleichen folgende eingetragene Creditoren, deren Aufenthalt unbekannt

ist, naͤmlich: he 2) die Louise Henriette von Bismark, geborne von Miltitz, 3 b) die Sophie Catharine Charlotte von Bismark, *) die Henriette Auguste Sophie von Bismark,

8

unter der Verwarnung vorgeladen, daß im Fall des

Ausbleibens dem Meistbietenden nicht nur der Zu⸗ schlag ertheilt, sondern auch nach gerichtlicher Erle⸗ gung des Kaufschillings die Loͤschung der saͤmmtlichen eingetragenen, wie auch der leer ausgehenden Forbe⸗

rungen und zwar der letztern, oh Zweck der Produetion der Instru fuͤgt werden soll. 5 Magdeburg, den 3. Oetober 1834. Der erste Senat des Kbnigl. Preu Landesgerichts.

ß. Ober⸗

Referendarius von Malzahn II. ; andesgerichte hierselbst ange setzten Termine gebuͤhrend anzumelden und nachzu⸗

werden dieselben etwanigen Anspruͤchen an das

Document fuͤr amortisirt

Jerichowschen Kreise des Regie⸗

d) der Obrist⸗Wachtmeister Reinhardt von Krahn,

uͤbergegangen ist, noch uͤber 650 Thlr.

werden hierdurch auf⸗ Monaten und spaͤte⸗ Koͤ

Ediet

In der Hellmannschen Concurs⸗Sache werden die Erben der Gebruͤder Lausberg aus Elberfeld und 7 die Erben Garnicht ex Muͤnster hierdurch aufgefordert, sich als solche inner⸗ halb 3 Monate spaͤtestens a

den 23. Ma cor. s. Stahlknecht nicht weiter gehoͤrt, dachter Concurs⸗M sollen.

nigl. Preuß.

E

Die, dem Brauer Rathmann Carl Schroeder ge⸗ hoͤrigen, zu Friesack b

2) eine Wiese, 3) eine Wiese,

7) 8) 9) 10) 11) 12) 13) 14) 15)

eine halbe Sie eine Scheune eine dito

„buchs verzeichnet, zusammen auf 7106 Thlr 6 sgr. A pf. gewuͤrdigt, sollen im Wege der nothwendigen 8

den 22. Septem

verkauft werden. Die Taxe und d

koͤnnen taͤglich in und die Kauf⸗Bedin

kannt gemacht werden

Nenstadt a d. Do Das Stadt

In den

finden sich nachstehe

forderung bisher nicht zu erreichen gewesen:

1) aus Concurse 2) aus curse:

dem, Hacke fuͤr den P dem Froͤhl

b) fuͤr den Sch 3) aus dem Muͤlle Concurse: naͤmlich: a) fuͤr Schneid

auf den Belauf von....... ehringschen Er⸗

hh) fuͤr die G ben dito 4) aus dem Muͤll Concurse:

a) füͤr den Stadthalter Wahl ¹) fuͤr den Kauf: c) fuͤr den Muͤller Flemming

5) aus der Koepke

ne daß es zu diesem bit. Angelegenheit: mente bedarf, ver⸗

a) fuͤr den Wu

b) fuͤr den Koͤnigl. Fiseus. 6) aus dem Kluͤnderschen Con-⸗

curse: 1 fuͤr den Knecht

Anzeiger fuͤr

Ebenso werden alle den Nachlaß des Aron Bla Felicitas Deppe eben daher, des Bernhard Steffens aus Asseln, und auf die Concurs⸗Masse des Franz Multhaupt aus Kleinenberg Anspruͤche meinen, aufgefordert, gleichem Rechtsnachtheile hier anzumelden. Zu dem⸗ selben Termine werden getragen und das Handlungshaus Saling Kammerrath um aus der Loventhalschen Concurs⸗Masse 21 Thlr. Erbzins⸗ 24 sgr. resp. 21 Thlr. heyde, als Eigenthuͤmer, widrigenfalls diese Gelder ebenfalls dem f⸗Inhaber, kannt werden sollen.

Paderborn, den 31. Dezember 1834.

1) eine Großbuͤrgerstelle n

4) eine Viertelhufe, 5) eine halbe Hauswiese, 6) ein Garten Folio 1888ä48, eine halbe Hufe Folio 200 b.,

eine Viertelhufe 8 eine halbe Hauswiese Folio 201 b., eine halbe Hufe Acker Folio 156 b,

eine Viertelhufe Acker eine Achtelhufe Acker

im Gerichts⸗Locale zu Friesack oͤffentlich meistbietend

ie neuesten Hrpotheken⸗Scheine Kreisgerichtlichen Depositorio hieselbst be⸗

*) fsir den Schaͤfer Stuͤwe, und 1 1959

ie Preu

8

888 8 4

al⸗Citation.

P 0

. I. X.

) aus Bauer Hackersche Masse 8) füͤr den Maurergesellen Sal⸗ chow aus der Salchow⸗Katzower Verlassensch⸗Sache ... ..... 9) in einer Bruͤsch⸗Muͤllerschen Pfuaͤndungssache als Caution 20 Thlr. Gold;

10) in der Untersuchungs⸗Sache ct. die unverehlichte Christine Marie Holz aus Hohendorff.....

11) fuͤr den Schaͤfer Weber aus der Hollaͤnder Remerschen Nach⸗ laßsache I. . . . -12) fuͤr die Erben der unvereh⸗ lichten Margarethe Stine Regine Meyer zu Ludwigsburg

13) fuͤr die Nachlaßmasse der un⸗ verehlichten Maria Carolina Krey auf dem Anelammer Peendamm. 1à4) fuͤr einen Muͤller Heldt.. 15) in der Bruͤsch⸗Oesterreichschen Forstgerichtlichen Unters.⸗Sache 5 Thlr. Gold 16) fuͤr den Peter Stoldt... 1⁰) fuͤr die Finck⸗Boltenhaͤger 18) als Hassesche Haus⸗Kaufgelder elegenen Grundstuͤcke: 19) ein Brandenburgisches De⸗ ebst Pertinenzien Hosttam .. v˙22525) ein Osterreichsches Depositum

Fvn 21—23) drei unbekannte Deposi⸗ talmassen von resf.

post Jadocus Unticht aus ber in termino i 1835, Morg. 10 Uhr, zu legitimiren, widrigenfalls sie und ihre Forderungen aus ge asse dem Fisco zuerkannt werden diejenigen, welche auf uschild in Paderborn, der

1 e zu haben ver⸗ solche in gleicher Frist und der Martin Ebers in Berlin daselbst vorgeladen,

19 sgr. in Empfang zu nehmen, Fisco zuer⸗

Land⸗ und Stadtgericht.

————

nntmachung.

2¼) als Harloffsche Masse ...

25) als Nachlaßmasse des Ziegler⸗ gesellen Kruse zu Hollendorff... 26) als Nachlaßmasse des Schmidt⸗ gesellen Behrendt zu Carlsburg. Bei der Unbekann der benannten Personen und bei Aufflaͤrung fuͤr die allgemein und Benennun Gerichten

Folio 174 b,

Folio 40 h., benruthe T

Folio 211 b, Folio 7 des Hypotheken⸗

an das vormalige Koͤnigl. Ar Subhastation in termino

mentlich bemelderen Interessenten und ber 1835, Vorm. 10 Uhr,

Erben, so wie Alle Und Deposital⸗Bestaͤnde und an die uͤbr hierdurch geladen, in den unserer Registratur eingesehen, h., ingleichen den 30. Mai d. gungen werden im Dermine be⸗ angesetzten Termine beim Koͤni 1 seelbst zu erscheinen uͤber ihre B sse, den 15. Januar 1835. teer ausreichender Legitimation, gericht zu Friesack. zuweisen und darauf d

ßischen St ate

m. Ert.

h. c.

hhafter Blick⸗

2

—.

15.

tschaft mit den Aufenthaltsoͤrtern dem Mangel an

respeetive ohne

g aufgefuͤhrten zum Theil von fruͤheren

mis⸗ jetzt Kreis⸗

Gericht abgelieferten Massen werden daher die na⸗

deren etwanige

Jede, welche sonst an deren

igen Deposital⸗

Massen Anspruͤche zu machen gemeint seyn sollten auf den 18ten und 2asten J., Morgens 10 Uhr, gl. Kreisgericht hier⸗ erechtigung, auch un⸗ sich vollstaͤndig aus⸗ ie weitere Erkenntniß zu er⸗

warten co sub pracjudicio., daß durch die im letzten

Termine ergehende P Anspruͤche verhaͤngt

vonenten in die als stillschweigend ertheilt bestaͤtigt, Massen, als

raͤclusiva die Aus und die Einstim nd benannte Gelder, deren Ab

2 Pom. Crt. Pr. Ert. r⸗elmshaͤger Th. . Fh. sar. pf. aͤchter Heiden 36. 2. 4. 5

aͤcht werden abgegeben werden. ichschen Con⸗

Datam Greifswald, am 4. April 1 Königl. Preuß. Kreisgericht 4 Ander aͤfer Dettman

schließung aller mung der De⸗

Ausschuͤttung der Deposital Bestaͤnde

auch sothane

Nasse dem regio fisco verfallen erkannt und dieselben demgemaͤß, nach Abzug der Kosten, an jenen

835. hieselbst. ssen.

r Lembkeschen

Set e brief. Der w Untersuch ister Instanz ergangene Erkenntniß zu sechsjaͤbriger Zuchthaus

ersche Erben

ssen hat G aus den rath leer in der letzteren Zeit detinirt wurde, Da nun an der Wiederhabhaftw

tigten Delinquenten sehr alle resp. Civil⸗ und

er

Engelschen

mann Gierow

Katzower De⸗ 1

ndarzt Koch.

G angelegentlichste Ersuchen

entsprungenen gefaͤhrlichen Betruͤger,

liren zu lassen, im Betretungsfalle 3. 271. 1 10. 5.

Verhaftnehm

Martens..

egen Faͤlschung und Betruges allhier zur ung gezogene und bereits durch das in er⸗

rdung dieses beruͤch⸗ r gelegen ist, so ergeht an Militair⸗Behoͤrden des Auslandes, wie uͤberhaupt an jedermaͤnniglich, das , auf den ob

llement hierunter mitgetheilt wird, sorgfaͤltigst vigi⸗ ung zu bewirken und wegen demnaͤchsti⸗

strafe

verurheilte Foͤrster Otto Schiller aus Wendhau⸗ sch elegenheit gefunden, in vergangener Nacht haͤuslichen Gefaͤngnissen hieselbst, worin

zu entweichen

In⸗ und

edachten hier essen Signa⸗

seine sofortige

Th. sgr. pf.

16. 24.

6. Stuttgart ist erschienen nnd an alle

3. Eine Sammlung von Bibelspruͤchen

gaaten. ger Ablieferung desselben in die Gefaͤngnisse d sigen Stadtgerichts das Weitererforderlal ”9 nen oder resp. zu veranlassen. Hildesbeim, den 13. April 1835. Die von Koͤniglicher Justiz⸗Canzlei dass verordnete Untersuchungs⸗Commissiyn

der Schiller und Complicen.

Signalement des Foͤrsters Schillen Alter: 54 Jahre; Groͤße: fast 6 Fuß; Natur mig, sehr kräaͤftig, mit hoher breiter Brust und zem dicken Halse; Haare: dunkelbraun, mit on untermischt; Stirn: offen und frei; Augenvbru grau, duͤnn und lang; Augen: klein und grau; Na gewoͤhnlich; Mund: desgleichen; Kinn: rund; zii gesund; Bart; braun und grau: Gesicht: oval; 9 sichtsfarbe: geltahg⸗ vI Kennzeichen: sehr G reistes nnd gewandtes Wesen; in sichte viele Blatternarben.“ 8

Literarische Anzeigen. Bei Duncker und Humblot Franzöoͤsische i Nr. 20., ist so eben erschienen und in 1 handlungen zu haben: Von den Beweisen fuͤr die Unsterblichkeit der menschlichen Sell im Lichte der speculativen Philosophie. Von Carl Friedrich Goͤschel.

Eine Ostergabe. . gr. 8vo. geh. 1 ½ Thlr. ne

In der Hallberger'’schen Verlagshandlum S versendet worden: * Buchhandlin

Spruchbusch. Bibe zum Gebrauch Unterricht in den israelitischen Schub Veranstaltung der K. Wuͤrttemberg. igellt schen Ober⸗Kirchenbehoͤrde.) 1 8vro. Preis 5 sgr. geh. 7 ½ sgr. Ein gut gewaͤhltes und geordnetes Spruckug si unstreitig das beste Religions⸗Compendium, u nan Kindern in die Hand geben kann. Denn wenn do⸗ fuͤr gesorgt wird, daß ein solcher Vorrath von N. belspruͤchen Eigenthum des Gedaͤchtnisses und de Gemuͤthes der Kinder wird, so erhalten sie deͤung seinen Schatz von heiligen Wahrheiten, die sen verlassen, sondern uͤberall begleiten, und fur Verhaͤltnisse des Lebens mit Einsicht, Kraft n Muth ansruͤsten.

Die Brauchbarkeit des außer Zweifel gesetzt, daß fuͤhrung desselben in den israelitischen Schulen Königreichs, nach vorhergegangener sorgfaͤltiger si fung durch die angesehensten israelitischen Theolbhe und, nach eingeholter Genehmigung von Eeit ai hohen Ministeriums des Kirchen⸗ und Schulwee von der Central⸗Kirchenstelle ist veranstaltet wonet Wir zweifeln nicht, daß auch israelitische Lehreri (Auslandes schon laͤngst den Mangel eines solchengh [ligionsbuches gefuͤhlt haben, und sich nun ftel werden, demselden abhelfen zu koͤnnen. 1

Dr. Maier s Rede bei dem Antritt seines Ans

als Rabbiner zu Stuttgart. gr. 8ro. btn

5 sgr. Zu haͤben bei E. S. Mittler in Berlin, Jisen Bromberg, Culm und Gnesen, und in allen Buch

handlungen in Berlin.

dem Religions⸗ (Auf

Vorliegenden ist dadm die Herausgabe und G.

Bei Breitkopf ienen:

Das Hauslexikon. Vollstaͤndiges Handbuch vpraktischer Le⸗ benskenntnisse füͤr alle Staͤnde. V Zehntes Heft (Dampfnudeln bis Duͤnger.) Preis 6 ggr. (7 ½ sgr. oder 27 Kr. Rhein.) Bestellungen nehmen alle solide Buchhandlunges so wie die loͤblichen Post⸗Expeditionen an. Leipzig, im Maͤrz 1835.

und Haͤrtel in Leipzig ise

Breitkopf & Haͤrtel.

2 8

8

Kronik des Tages. 88 Der bisherige Privat⸗Docent Dr. Johann Gustav Bern⸗

hard Droysen

ierselbst ist zum außerordentlichen Professor

in der philosophischen Fakultaͤt der hiesigen Koͤniglichen Univer⸗ sitäat ernannt worden.

Angekommen Sr. Majestaͤt des K

: Der General-Major, General⸗Adjutant oͤnigs und zweiter Kommandant von Berlin,

Graf von Nostiz, aus Schlesien.

Abgereist: Se. Durchlaucht Nudolstadt, hlaucht der Prinz Alexander

warzbur 64, Durch GBraunfels, und Se. Excellenz

der Prinz Albert zu zu Solms⸗

der Kaiserl. Russische Wirkliche Geheime

Nath, Kammerherr, außerordentliche Gesandte und bevollmaͤch⸗

igte Minister am hiesigen Hofe,

Luüdwigslust.

von Ribeaupierre, na

Ze

8.

Deputirten⸗

Nachtrag.) Die ungewoͤhnliche

herrn Berryer

itungs⸗Nachrichten. Ausland.

Frankreich.

Kammer. Sitzung vom 15. April. Sensation, welche die Rede des deren wir vorgestern nur kurz erwaͤhnten)

unter den saͤmmtlichen Organen der verschiedenen Parteien er⸗ regte, veranlaßt uns, heute auf dieselbe etwas ausfuͤhrlicher zu⸗

rickzukommen.

Nachdem der Redner, des Innern der legitimist Beschuldigungen, erklaͤrt, um dem Minister nicht zu neuen

ten werde,

hen, wodurch derselbe oftmals seine seine Gegner, fuhr er also fort: der in dieser Versammlung wiederhallte, und

heit versetze, als ich einen Einwurf,

mit Hinweisung auf die von dem Minister ischen Partei gemachten Vorwuͤrfe und daß er sich aller Recriminationen enthal⸗ Anklagen Anlaß zu ge⸗ Freunde in groͤßere Verlegen⸗ „Indessen kann

der, wenn ich ihn nicht beantwortete, auf die Diskussion, in welche

ich mich einlassen wi schweigen uͤbergehen.

welche wir hier einnehmen, erklaͤren wollen.

könnte mon die wohl mehr aus d

gegenseitige Achtung, die wir uns en Augen setzen, als indem man die

lIl, nachtheilig einwirken koͤnnte, nicht mit Still⸗

osition aus der Stellung, M. H., wodurch schuldig sind, Gruͤnde eines

Man hat unsere Opp

Redners nur nach der Neigung oder dem Hasse, den er einfloͤßt, be⸗

urtheilte? (Vortrefflich

sach, sich uͤber mich z stritten in diesem Kan digen, wenn ich hinz! aung, Stellen oder Euch also gegen uns, Nicht um eine Meint handelt es sich; die F habe mich damit

!) Ich waͤre strafbar, und Sie haͤtten Ur⸗ u beklagen, wenn ich behauptete, die Minister npfe lediglich, um ihre Portefeuilles zu verthei⸗ zfuͤgte, daß ihre Anhaͤnger sie nur in der Hoff⸗

Wuͤrden zu bekommen, unterstuͤtzten.. Benehmt

wie Ihr wollt, datz wir gegen Euch handeln. ing, eine Partei, nicht um die Vergangenheit rage gilt einem augenblicklichen Interesse. Ich und nach einer muͤhevollen Arbeit, nach

iinem gewissenhaften Studium komme ich, um Ihnen zu sagen, was

uͤber den Ihnen vorgelegten Traktat denke.

(Hoͤrt) Man hat

cfragt, oo ein gewissenhafter Mann es wagen wuͤrde, hier seine

and dig! sige.

u erheben und rankreich ist A

ifall auf der Linken.) Es ist meine alen denjenigen mitzuth Wahrheit au Der Redner ging nun

men zu lassen, die

als Grundlage der En in dem Traktate v eutralitaͤt war, sachen zu beweisen, d t die Amerikaner si selhst begeben haͤtten.

Amerikanischen Schiffen v merikanischer Schiffe durch die Engländer und die von

nahme A Englischer Seite an ebruͤckungen an.

öre seiner Flagge

einer neutralen Macht befunden? der auf die Dekrete von Berlin und Vereinigten Staaten sehr wohl gefuͤhlt,

zu sagen: Frankreich ist Amerika nichts schul⸗

Ja, m. H., dieser Mann bin ich! ich erhebe die Hand und

ts schuldig! (Murren im Centrum. Ueberzeugung, und ich hoffe, sie eilen, welche, ohne sich von Vorurtheilen einneh⸗ frichtig suchen.“ (Anbaltende Bewegung.) zuvoͤrderst auf das Prinzip zuruͤck, Ae Ha 2

merika nich

tschaͤdigung angenommen worden ist.

om 30. Septemder 1800 enthaltene Basts die so suchte der Redner durch Gruͤnde und That⸗

eben wegen der Uebertretung der Neutrali⸗ ch jedes Anrechts auf eine Entschaäͤdigung von

Er fuͤhrte die zu Gunsten Englands auf den orgenommene Matrosenpresse, die Weg⸗

den Amerikanern veruͤbten Erpressungen und Er fragte danach, ob Amerika, als es die nicht vertheidigte, sich in der Stellung In dem vierjaͤhrigen Kampfe, Mailand gefolgt, haͤtten die daß sie sich von dem Geiste

Traktaten entfernt haͤtten. Napoleon habe sie aufrecht erhalten wollen und habe die Neutralen in der Hoffnung aufgerufen, daß sie

te Neutralitaͤt vertheidigen wuͤrden. nicht im Interesse Amerika's,

worden. Wenn man nit, tmental⸗Sperre ije an Leuten, geschickt erweisen,

nch, hat auch sie ihre treulosen Diener gehabt. (Sehr gut!) M.

ger

fallitat unter den

trale jerzu, handelt sich nicht um sangt von ihr nicht, brer Fabne Achtung neutrale Schweiz mo sisfe und sich i u thun, Oesterreich ieße, und wenn da delte, glauben Sie, auf ihre Neutralltaͤt zu verlangen, glaube

ein, nein! laͤngere enommenen Fall au merika an und fuf

btretung von Louist

daß sie auch vertheidigt er Redner fort, „was man uͤber die von geurtheilt hat die sich in der Erfindung

ken zur See als füͤr die ation ihrer Flagge sagt man, muß sie

In der That waͤre der Krieg sondern in dem der Neutralen gefuͤhrt utralitaͤt stipulire, so verstehe man da⸗ werden muͤsse. „Ich weiß Alles“, fuhr Navoleon verfuͤgte Kon⸗ Wenn eine Macht stuͤrzt, fehlt es von Schmaͤhungen gegen und als die Kaiserliche Regierung zusammen⸗ zner und undankbaren Anklaͤ⸗ H., die erste Bedingung der Neu⸗ Voͤlkern, eben so wohl fuͤr die Neutrali⸗ auf dem Festlande, ist, daß die neu⸗ oder Fahne Achtung verschaffen muß. die Mittel haben! Gewiß; allein es den Sieg, sondern um die Ehre. Man ver⸗ daß sie den Sieg davontrage, sondern daß sie zu verschaffen wisse! Wie! wenn z. B. die rgen die Oesterreicher auf ihrem Gebiet Fuß

eine Ne

brer Plaͤtze und Positionen bemaͤchtigen ließe, wenn se Schweiz keinen Widerstand IAesie wenn sie, 1

ohne einen Schuß bis an das Franzoͤsische Gebiet herankommen iun Frankreich die Schweiz feindlich behan⸗ daß, sofern nun die Schweiz kaͤme, um sich zu berufen und von Frankreich Entschaͤdigung

n Sie, daß Sie ihr eine solche schuldig waͤren?“

Bewegung.) Der Redner wendete diesen an⸗ das Verhaͤltniß zwischen Frankreich und Nord⸗ r fort: „Napoleon hatte uͤberdies wegen der ang Anspruch auf die Dankbarkeit der Verei⸗

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nigten Staaten. Als er bei einer großen Genugthuung, welche man eine kontinentale nennen koͤnnte, ausrief: Ich habe England ei⸗ nen maͤchtigen Rivalen geschaffen! erwartete er gewiß nicht, daß er sich bald gendthigt sehen wuͤrde, den Muth der Verei⸗ nigten Stgaten durch Dekrete, wie die von Mailand, anzu⸗ feuern." Der Redner verlas bierauf einen vom 5. August 1810 da⸗ tirten Brief des damaligen Franzoͤsischen Ministers der auswaͤrtigen Angelegenheiten, welcher der Wirkung jener Dekrete, naͤmlich der Zuruͤcknahme der Intercourse⸗Bill in Amerika, gefolgt war, einen Brief, der, als das echte Manifest der Kaiserlichen nach der Bemerkung des Redners, den sichersten Schluͤssel zur Politik der Zeit abgebe, und zog den Schluß, daß, wenn die Amerikaner irgend Anspruͤche haͤtten, diese sich lediglich vom November 1811 herschreiben duͤrften. Dann wandte er sich gegen den von der Mi⸗ nister⸗Bank ausgegangenen Einwurf, daß die Amerikaner zu schwach gewesen waͤren, um England Widerstand zu leisten. Er behauptete, daß dieser Einwand ungegruͤndet sey. „Wer saͤbe nicht ein“, sagte er, „daß es sich hier um Schwaͤche und Unvermoͤgen gar nicht handelte. Was hat denn die Amerikaner gehindert, ihre Flagge zu vertheidigen? Nur ihr Kraͤmergeist, nur das Beduͤrfnih, unermeßlichen Gewinn zu ziehen.“ Der Red⸗ ner berief sich hier auf den hieruͤber Auskunft ertheilenden, von dem Herzog von Bassano redigirten Bericht, erinnerte ironisch an einen aͤhnlichen Bericht von 1825, indem dieses Datum der Kammer nicht angenehm seyn koͤnne, und zitirte endlich den letzten zu Gunsten des Traktats von 1831 abgefaßten Bericht vom Jahre 1834 und namentlich folgende Stelle daraus: „In dem Augenblicke, wo das Embargo bekannt wurde, durchschnitten die Amerikanischen Kauffahrer alle Meere mit ihren Fahrzeugen. Sie zogen die Wechsel und Gefahren der Schifffahrt und eines verwegenen Handels der muͤßigen und nachtheiligen Sicherheit, die ihnen in den Haͤfen ihres Vaterlandes auferlegt war, vor. Sie verblieben fast alle auf dem Meere, außer dem Bereiche des Embargo.“ Ein solches Motiv, meinte der Redner, duͤrfe Frankreich zur Zahlung einer Entschaͤdi⸗ gung an die Vereinigten Staaten nicht bewegen; der damalige große Mangel an Zucker und Kaffee in den Kontinental⸗Haͤfen und ihr ho⸗ her Preis (7 —8 Sous in den Kolonieen, 6 Fr. in Paris) beweise voll⸗ kommen die bedeutenden Vortheile, die den Amerikanern daraus zugeflos⸗ sen waͤren. „Sind denn die Vereinigten Staaten heute in einem solchen Zustande, daß Frankreich dieses Uebermaß von Habsucht beloh⸗ nen solle“ (Sehr gut, sehr gut.) Herr Berryer erinnerte hier an die vielfaͤltigen Vortheile, die den Amerikanern aus dem Zjaͤhrigen Kriege gegen England erwachsen waͤren; gleichwohl sey die Ent⸗ schaͤdigung zum Theil gezahlt worden. Zur Bestaͤtigung dieser Be⸗ hauptung berief sich der Redner, nicht auf die vorgelegten Doku⸗ mente, sondern auf die Englischen Versicherungs⸗Compagnieen, welche nicht bloß die Waaren der Amerikanischen Schiffe, sondern auch die Amerikanischen Versicherungs⸗Gesellschaften selbst versichert gehabt haͤtten, und die schon jetzt wseder in London zusammentraͤten, um vorweg auf die 25 Millionen, die man heute von der Kammer fordere, Beschlag zu legen. (Anhaltende Aufregung.) „Diese Bemer⸗ kung“, fuͤgte der Redner hinzu, „moͤge die einzige seyn, die ich anderswo als aus den uns mitgetheilten Dokumenten entlehne. Ich glaube, hier⸗ durch nicht die Kraft dessen, was ich gesagt, geschwaͤcht zu haben; ich rede hier nach bestem Gewissen, und ich erstaune, daß man auf diesen Baͤnken sitzen und uͤber meine Absichten Zweifel hegen kann. Was mich betrifft, so lege ich zu viel Gewicht auf die Ehre, als daß ich irgend Jemandes Absichten verdaͤchtigen koͤnnte. Ich behaupte, m. H2, daß es schmachvoll waͤre, an Personen eine Entschaͤdigung zu zahlen, die schon unermeßlichen Gewinn gezogen haben.“ Der 6te Artikel des Berliner Dekrets leitete ferner den Redner zu der An⸗ sicht, daß die verlangte Entschaͤdigung nicht sowohl den Amerikanern als vielmehr den Kapern von Bordeaux zu entrichten waͤre. (Bei⸗ fall von der Linken.) Er habe nichts dagegen, daß man den Trak⸗ tat von 1831 lieber eine Transaction als einen Traktat nennen wolle; denn in der That sey die politische Redlichkeit, die man doch bei allen Vertraͤgen voraussetzen muͤsse, hier nicht auf beiden Seiten dieselbe und wuͤrde sich mit den stets wachsenden Forderungen der Amerikaner, die von 30 Millionen auf 40, auf 70, endlich 1814 auf 92 Millionen gestiegen waͤren, nicht wohl vereinbaren lassen. Da⸗ von abgesehen, haͤtte Napoleon 1803 mit den Vereinigten Staaten stipulirt, ihm eine Summe von 80 Millionen zu zahlen, mit Vor⸗ behalt von 20 Millionen zur Entschaͤdigung der Amerikaner fuͤr Reclamationen aus der Zeit vor 1800. Gleichwohl habe die Ame⸗ rikanische Regierung ihren eignen Unterthanen diese 20 Millionen nicht gezahlt. Nach alle dem werde er (der Redner) nun noch be⸗ weisen, daß man Frankreich zum drittenmale wolle zahlen lassen. Ich frage“, sagte er, mit Bezugnahme auf die verschledenen Berichte uͤber die zu Grunde gegangenen Schiffe, „kann man auf dergleichen Papiere die Steuerpflichtigen mit 31 Millionen belasten! denn auf diese Summe wird, mit den Zinsen, die Entschaͤdigung sich belaufen? und dies sind jene aufrichtigen Dokumente!“ Der Redner fuͤhrte darauf den obigen Satz durch, daß man Frankreich zumuthen wolle, noch eine dritte Zahlun zu leisten; er setzte sodann unter Beibringung verschiedener Aktenstuͤcke auseinander, daß selbst Herr Galatin im Jahre 1822 und Herr Rives im Jahre 1831 die Schuldforderung nur auf 15 Millionen berechnet haͤtten; uͤberdies hielt er es nicht fuͤr unwahrscheinlich, daß mehrere konsiszirte Schiffe, deren Eigenthuͤmer schon fruͤher entschaͤdigt worden, jetzt noch einmal auf der Entschaͤdigungsliste figurirten; eben so ruͤgte er es, daß einzelne Schiffe von Herrn Ri⸗ ves selbst viel geringer als von der Kommission abgeschaͤtzt worden waͤren. Hiernaäͤchst ließ er sich mit gleicher Ausfuͤhrlichkeit uͤber die Abtretung von Louistana vernehmen. Als er hier vorweg durch ci⸗ nige Zeichen der Ungeduld unterbrochen wurde, rief er dem Mini⸗ ster des Innern zu: „Ich jammere Ihnen, Herr Minister; nicht wahr? Haben Sie aber die Guͤte, mich bis zu Ende zu hoͤren!“ Hr. Thiers berief sich darauf, daß er keine Stlbe gesagt habe, worauf Hr. Berryer erwiederte: „Sie haben Aergeres gethan, als zu sprechen. (Der Mi⸗ nister hatte mitleidig mit den Achseln gezuckt.) Ich meinerseits habe mehr Achtung fuͤr die Reden des Kabinets, als dieses fuͤr die Mei⸗ nungen seiner Gegner. Und jetzt nur noch Folgendes: Der uns vor⸗ liegende Traktat ist schon im vorigen Jahre vL8“ wo wir bei weitem noch nicht so unterrichtet waren, als jetzt; es hat seitdem kein Krieg stattgefunden, und der Amerikanische Kongreß hat sich in einer Stimmung getrennt, die uns voͤllig beruhigen muß. Unsere Arbeiter sind durch die vorjaährige Verwerfung durchaus in keine schlimmere Lage versetzt worden; uͤberhaupt aber tadele ich es, daß man in unsere Berathungen immer das Interesse der Massen einmengen will; es ist dies ein boͤses Beispiel. Der Fuͤrst Lubecki tritt in diesem Augenblicke mit neuen Reclamationen an Frank⸗ reich hervor. Sollen wir hier etwa auch sagen, wir muͤßten den Russen Geld geben, damit unsere Arbeiter keine drohende Sprache fuͤhrten? Ich verwerfe eine solche Argumentation als unwuͤrdig fuͤr eine parlamentarische Debatte. Man muß vor Allem die Ge⸗

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rechtigkeit, das Recht und die National⸗Ehre zu Rathe ziehen; man

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muß sich an den Ton der letzten Botschaft des Praͤsidenten erin⸗ nern und die darin enthaltene drohende Sprache in Erwaͤgung zie⸗ hen. Wir duͤrfen den Auslaͤndern nicht sagen: Beschimpft uns, und wir werden Euch entschaͤdigen! Wir muͤssen gerade den entge⸗ gengesetzten Weg einschlagen. Man verlangt mit Unverschaͤmtheit, daß wir zahlen sollen; wir sind aber nichts schuldig und werden so⸗ nach nichts zahlen.“

Paris, 16. April. Die Rede, die Herr Berryer gestern in der Deputirten⸗Kammer gehalten hat, ist heute der Gegen⸗ stand aller Gespraͤche, das Lhema aller Raisonnements der oͤf⸗ fentlichen Blaͤtter. Von den 3 ministeriellen Zeitungen schweigt der Moniteur ganz, wie denn dieses Blatt uͤberhaupt nie po⸗ litische Betrachtungen anstellt. Das Journal des Döbats laͤßt dagegen dem ausgezeichneten Rednertalente des Advokaten der Legitimitaͤt volle Gerechtigkeit widerfahren, indeß das Jour⸗ nal de Paris den von Herrn Berryer errungenen Sieg zu verkleinern sucht, seinen Vortrag weitschweifig, arm an Argu⸗ menten und doch zugleich heftig sindet, nebenbei aber dem Red⸗ ner den Vorwurf der Unredlichkeit macht, indem Herr Berryer mit einem dem Traktate zum Nachtheile gereichenden Aktenstuͤcke, wo⸗ von er Kenntniß gehabt, bis a letzten Augenblick zuruͤckgehalten habe, waͤhrend er doch schon vor 3 Wochen von der Kommission aufgefordert worden sey, ihr alle diejenigen Dokumente mit utheilen, die etwa zu seiner Verfuͤgung stehen moͤchten. Ein ühnlhher Kunstgriff, fuͤgt das gedachte Blatt hinzu, sey Herrn Berryer schon im vori⸗ gen Jahre gegluͤckt, doch solle er ja nicht glauben, daß die Kam

mer zum zweiten Male in dieselbe Falle eingehen werde. Die 3 legitimistischen Blaͤtter, naͤmlich die Gazette, die Quoti⸗ dienne und der Rénovateur, ertheilen natuͤrlich dem Redner ihrer Parthei das groͤßte Lob, und es moͤchte hiernach nur noch interessant seyn, die Aeußerungen der verschiedenen Nuͤancen der liberalen Opposition in dieser Hinsicht zu vernehmen. Wir be⸗ ginnen mit dem Constitutionnel: „Das Ministerium,“ sagt dieses Blatt, „schmeichelte sich, daß es, nachdem es die Versammlung ermuͤdet, die 25 Mill. leicht davon tragen wuͤrde. Herr Berryer hat aber gestern der Debatte neues Leben gegeben; durch seinen beredten Vortrag, durch seine sorgfaͤltigen Untersuchungen und durch seine schlagenden Beweisgruͤnde ist es ihm gelungen, 3 Stunden lang die Aufmerksamkeit der Kammer zu fesseln, und Sympathie bei ihr zu erwecken. Er hat das von der Kommission muͤhsam auf⸗ gefuͤhrte Gebaͤude gewagter Behauptungen und willkuͤrlicher Summen Stuͤck fuͤr Stuͤck wieder abgetragen; er hat die Ver⸗ einigten Staaten strenge behandelt, und qfen Kraͤmergeist scho⸗ nungslos aufgedeckt. Die Zeit ist aber au gekommen, wo man die Wahrheit, und zwar die ganze Wahrheit, sagen muß; bis aber die Minister Herrn Berryer's Angaben widerlegt haben, glauben wir, daß die Kammer es sich selbst schuldig sey, die Schuld nicht anzuerkennen. Indem wir hier der Gewandtheit und dem Talente des Herrn Berryer unsere Huldigung dar⸗ bringen, haben wir seine politischen Meinungen nicht vergessen; da er indessen diesmal sein Talent nicht benutzt hat, um die Galle seiner Partei uͤber unsere Institutionen auszugießen, da er zu⸗ gleich Frankreichs Ehre und Staats⸗Vermoͤgen vertheidigt, und der Restauration nur das geringe Lob ertheilt hat, daß es mit diesen beiden Guͤtern besser Haus gehalten habe, als das doctri⸗ naire Ministerium, so sind wir ihm fuͤr den beredten Beistand, den er uns geliehen, unseren Dank schuldig. Der Parteihaß wird uns nie so weit verblenden, daß wir das Talent und die Wahrheit bloß deshalb verwerfen sollten, weil sie sich in den Reihen unserer Gegner zeigen.“ Der Temps aͤußert sich fol⸗ gendermaßen: „Herr Berryer hat 3 Stunden lang die weitlaͤuftige Nord⸗Amerikanische Frage behandelt, sie Jedermann verstaͤndlich ge⸗ macht, und durch die Macht seiner Argumentation wie durchdas Ueber⸗ gewicht seiner Beredtsamkeit die Versammlung zu uͤberzeugen gewußt. Mit Huͤlfe seines unglaublichen Gedaͤchtnisses hat er alle subsi⸗ diarische Fragen, sey es, daß sie die Politik, die Geschichte, die Diplomatie, den Handel oder die Finanzen betrafen, klar geord⸗ net. Zahlreiche Aktenstuͤcke lagen auf der Rednerbuͤhne um ihn herum; er befragte sie abwechselnd, verglich die Texte und legte sie aus; er hielt die Minister bestaͤndig in Athem und verwirrte sie bei ihren Unterbrechungen durch geistreiche Repliken oder eine schlagende Logik. Gestern Abend wollte das Journal de Paris das schoͤne Talent des Herrn Berryer in Abrede stellen. Wir koͤnnen dies nur beklagen, und wissen in der That nicht, wel⸗ chem ihrer Leser das ministerielle Abendblatt durch seine uͤble Laune zu dienen hofft. Was uns betrifft, so haben wir das schoͤne Talent des Herrn Berryer ,„ das mehr dem ganzen Lande als einer Partei angehoͤrt, ohne Ruͤckhalt gelobt. Gewiß ist durch seine Rede die Ueberzeugung manches Deputirten erschuͤttert worden; wird dies gleichwohl einen Einfluß auf die Abstimmung haben? Wir moͤchten es nicht prophezeien!“ Im Courrier français liest man Fol— gendes: „Man wird nicht von uns verlangen, daß wir hier einen Auszug aus der Rede des Herrn Berryer geben sollen: keine Thatsache, die er beruͤhrt, keine Betrachtung, die er ange⸗ stellt, darf uͤbergangen werden. Es 4 unglaublich, mit welchem Scharfsinn der Redner die von den Ministern vorgelegten Doku⸗ mente beleuchtete. Nichts laͤßt sich demselben vergleichen, als das Talent, womit Herr Berryer seinen Beweisgruͤnden bei seinen Zuhoͤrern Eingang zu verschaffen wußte. Es wuͤrde uns zu weit fuͤhren, wenn wir ihm in allen seinen Untersuchungen folgen wollten; uns genuͤge daher, ihm fuͤr den Eifer, die Beharrlichkeit und den Fleiß zu danken, die ihn endlich zur Aufdeckung der bisher verschwiegenen Thatsachen gefuͤhrt haben. Ohne Zweifel wird heute Herr Thiers oder ir⸗ gend ein anderer Minister der Kammer zurufen: Mißtrauet den Worten des Herrn Berryer, denn er ist ein Legitimist! Ja Herr Berryer ist ein Legitimist; dies hindert aber nicht, daß er sich gestern als ein gewissenhafter Deputirter, ein großer Redner und ein guter Buͤrger gezeigt hat. Wollte Frankreich ihm bloß we⸗ gen seiner politischen Gesinnung den ihm geleisteten Dienst nicht anrechnen, so waͤre dies undankbar. Frankreich aber ist uͤber sol⸗ chen elenden Parteigeist erhaben: es wird das Talent des Hrn. Berryer von der verzweifelten Sache, der er treu gehlieben, zu