das Koͤnigreich Norwegen, verfaßt vo durch Koͤnigliche gnaͤdigste Resolution 8 8 November 1828 ernannten Commission, und von derselben unterm 28. August 1832 an das Justiz⸗ und Polizei⸗Departement der Koͤniglichen Nor⸗ wegischen Regierung abgegeben. Auf Veranstal⸗ tung der Gesetz⸗Commission, in Gemaäßheit der Koͤniglichen gnaͤdigsten Resolution vom 5. Ayril 1834, aus dem Norwegischen uͤbersetzt von Thaulow. gr. 8vo. 10 Bog auf gutem Druck⸗ papier. geh. 15 sgr. Leipzig, im Februar 1835.
Atlas der wichtigsten Schlachten,
Treffen und Belagerungen der alten, mittlern und neuern Zeit in 200 Blättern Royal-Folio mit einem begleitenden Text in Deutscher und Französischer Sprache in gr. Ato. Nach den besten Quellen, unter Mithülfe der Ab- cheilung des topographischen Corps des Königlich Württembergischen General-Quarliermeister-Slabs bearbeitet von F. v. Kausler, Major im Königl. Württembergischen General-Quar- tiermeister- Stab, Mitglied der Königl. Schwedischen Akademie der Kriegswissenschaften. 10. Lieferung. Enthält folgende Schlachtenpläne, als: Schlacht an der Trebia in 2 Blättern. — bei Novi in 2 Blättern, — bei Auerstädt in 2 Blälttern, — an der Katzbach in 1 Blatt, — bei Dresden in 2 Blättern, — bei Kulm in 2 Blättern, — bei Toulouse in 1 Blatt, — bei Ligny in 1 Blatt, — bei Belle-Al- liance in 1 Blatt, und einer Uebersichts-Karte zu den Schlachten-Planen bei Jena u. Auer- städt. Preis 11 Fl. 25 Kr. oder 7 Thlr. 1 ¼ sgr. In derselben Verlagshandlung sind ferner erschienen:
Die Compagnien, welche dies direct betraf, haben, in so weit es sie angeht, jene Beschuldigungen wi⸗ derlegt, und wir wuͤrden ganz daruͤber geschwiegen
aben, da b9 Feuer⸗Versicherungs⸗Gesellschaft des Phoͤnir in Paris, deren Geschaͤfte uns anvertraut sind, bei jenen Braͤn⸗ den nicht mit interessirt war, wenn nicht die Ver⸗ laͤumdung alle Franzoͤsische Compagnien in dieselbe den Neun und Zwanzigsten Septbr. 1835, Angelegenheit zu verwickeln bemuͤht gewesen waͤre. entweder der Abfassung, eines locatorischen Erkennt⸗ Wir sehen uns daher genoͤthigt, etwanigen Irrun⸗ ns. oder, nach Befinden, der Inrotulation und gen zu begegnen/ swelch⸗ auj diese Weise im Publi⸗ Versendung der Acten zum Verspruͤch Rechtens, und kum verbreitet werden koͤnnten. den Vier und E“ 1835, Als die Feuer⸗Versicherungs⸗Gesellschaft des Phoͤ⸗ der Publication des abgefaßten, oder eingeholten Er⸗ nix in Paris den Beschluß gefaßt hatte, ihre Opera⸗ kenntnisses, welches hinsichtlich der Außenbleibenden tionen auch uͤber Deutschland, die Schweiz und Ita⸗ fuͤr publicirt erachtet werden wuͤrde, gewaͤrtig zu lien zu erstrecken, errichtete sie zur Verwaltung der seyn. Geschaͤfte in jenen Gegenden ein Direktorium fuͤr Im Uebrigen haben auswaͤrtige Glaͤubiger, zu An⸗ das Ausland, welches sie in die Haͤnde des unter den nahme der kuͤnftig etwa zu erlassenden Verfuͤgungen, ehrenvollsten Beziehungen gekannten Hauses der Her⸗ bei Vermeidung fuͤnf Thaler untbeilbarer Strafe, ren Banquiers Ehinger & Comp. in Basel legte, Procuratoren im hiesigen Orte zu bestellen. mit welchen die Haupt⸗Agenten des Auslandes zu cor⸗ Stadtgericht Leisnig, den 23. Januar 1835. resvondiren haben. — b 4 Herrmann Ehrenvest Otto, Stadtr. Die Exvertisen geschehen auf ihre Befehle und In⸗ struktionen, die Brandschaͤden hingegen werden durch zwei Experten des Orts, wo der Brand stattgefunden hat, ermittelt, wovon der eine durch den Versicher⸗ ten selbst, der zweite von dem Agenten der Compag-— nie gewaͤhlt wird. Auf diese Weise ist keiner der Ver⸗ sicherten der Gefahr ausgesetzt, vor franzoͤsische Ge⸗ richtshoͤfe gezogen zu werden, wie dies bei anderen ffrranzoͤsischen Compagnien, welche dem Versicherten Waͤhrend dieser 3 woͤchentlichen Dauer ist auch der nicht die Vortheile eines eigenen im Auslande errich⸗ Detailhandel allen aus den Zollvereins⸗Staaten anher teten Direktoriums bieten, schon der Fall war. Die
anderweit an Gerichtsstelle legal zu erscheinen, guͤt⸗ liches Verhoͤr, Handlung und Vergleich, unter der Verwarnung, daß die Außenbleibenden, oder die, welche zwar erscheinen, doch nicht deutlich und be⸗ stimmt sich erklaͤren, ob sie den vorseienden Vergleich aannehmen wollen, oder nicht? fuͤr stillschweigend ein⸗ EE1““ unter sich zu pfle⸗ — b n˖ Verglei m⸗ v gleich nicht zu Stande ko
F. A. Brockhaus.
C. W. Froehlich & Comp., Confirmanden⸗Geschenk. — ẽ 8 — 2 . —
Erbauungsstunden fuͤr Juͤnglinge und Amtliche Nachrichten.
Jungfrauen Kronik des Tages.
nach ihrem feierlichen Eintritte in die Mitte reifere Christen. Von 8 9 S 9 maltz. 4 Hauptpastor in Hamburg. Se. Koͤnigl. Majestaͤt haben den Land- und Sta ichts⸗ 11 „ Fuͤnfte verbesserte Auflage. Mit 1 Kupfer geheftet Direktor Fent zum “ Justiz⸗Rath und ö Rath im Justiz⸗Ministerium Allergnaͤdigst zu ernennen geruht. Des Koͤnigs Maäjestaͤt haben den Intendanten des zweiten Armee⸗Corps, Laudien, zum Geheimen Kriegs⸗Rath im Kriegs⸗
Vorlesungen uͤber angewandte Taktik, 1“ 6 Preis 1 Thlr. “ zum Unterrichte und zum Selbststudium. Bear⸗ Leipzig, 1835, bei Friedrich Fleischer Ministerium zu ernennen, und das Patent fuͤr denselben in die⸗ ser Eigenschaft Allerhoͤchst zu vollziehen geruht.
Unterwasserstraße
Berlin, Sonntag den 26sten April
— —
——
Ueberzeugung gelangte, daß der nicht ganz dhtlehven dna0s dauern — entschied der Sieg: den Russen machte,
Kontinent der Kolonial⸗Waaren das zweitemal — ich sage es mit Be⸗ 1 E 84 Napoleon tuss sung E
und hieruͤber kam es zu dem Kussischen Ge x macht den Einwand, daß die Vereinigten Staaten ihrer Flag⸗ 1 dieselbe Achtung zu verschaffen gewußt, die Frank⸗ 88 1. ihr bewiesen habe. Heißt dies aber nicht mit andern 1 den Amerikanern zurufen: „„Macht, daß Ihr staͤrker seyd, als die Englaͤnder!v Vergegenwaͤrtigen Sie sich einmal die Ge⸗ schichte. Im Jahre 1780 war der aus Rußland, Schweden und Daͤnemark bestehende Nordische Bund, den man die bewaffnete Neu⸗ Fh h nannte, gewiß eher im Stande, als Nord⸗Amerika, seiner Flagge Achtung zu verschaffen, aber England war staͤrker als alle drei und vereitelte die Bemuͤhungen des Bundes. Auch unter dem Konsulate, bei einem Ereignisse, das die Welt mit tiefem Unwillen
Sade, Koechlin, Ducos,
Dufaure, Maës un SSrh s. faure, d Bignon aus
Großbritanien und Irland.
London, 18. April. Da Lord John Russel, den man fruͤ⸗ 89 als Staats⸗Secretair fuͤr die “ Fageie ei hestes bezeichnete, in dem neuen Ministerium das Departement des Innern uͤbernehmen soll, so wird, wie heute verlautet, Lord Palmerston wieder die auswaͤrtigen Angelegenheiten erhalten.
Der Standard will wissen, daß Herr Byng, das Parla⸗ ments⸗Mitglied fuͤr Middleser, zum Pair erhoben werden solle, öG and, Dohn hae Platz zu machen, der wahrscheinlich,
n Devonshire ein rwer üß
rrcheedesbehsecbe er neuen Wahl unterwerfen muͤßte,
11““ die diesjaͤhrige Jubilatemesse detreffend. Die diesjaͤhrige Jubilatemesse nimmt ihren Anfang am 3. Mai d. J. und endigt sich am 23. desselben Monats.
Bekanntmachung, beitet von M v. Muͤller, Oberst im Koͤniglich Wie der Werth dieses trefflichen Buches bisher er⸗
Wuͤrttemberg. General⸗Qnartiermeister⸗Stab. 2 kannt wurde, beweist wohl am besten der Absatz der Theile mit Karten und Plaͤnen. 12 Thlr. 15 sgr. Aten Auflage in dem kurzen Zeitraume von 18 M⸗ Vorlesungen uüͤber Feldverschanzungs⸗ naten. Es ist ein Buch, was denen, die es besizzen kunst, in Verbindung mit dem Pionier⸗ und und kennen, lieb und theuer geworden ist, und die Pontonnierdienste, so wie uͤber die stehende Be⸗ bleibt wohl die beste Empfehlung seines innern Werthes
festigung und die Lehre des Angriffs und der
Im Bezirke der Koͤnigl. Regierung M zu Koͤln ist an die Stelle des von Nemmenich nach Ruͤngs⸗
kommenden Verkaͤufern gestattet; jedoch bewendet es Compagnie des Phoͤnix hat die Bestimmung getrof⸗ in Ansehung des juͤdischen Kleinhandels, wozu üch
fuͤr diese Messe die Allee vor dem Halleschen Thore laͤngs dem sogenannten Pichhofe und dem Georgen⸗ garten als Verkaufsplatz angewiesen ist, so wie wegen des Hausirens ohne Unterschied bei der zeitherigen Verfassung. .
Uebrigens bleibt außer den hiesigen Messen den Fremden der Verkauf ihrer Waaren nach wie vor verboten.
Leipzig, den 18. April 1835.
Der Rath der Stadt Leipzig.
Dr. Dudrich.
Kunst⸗Auction zu Dresden.
Den 4. Mai d. F. beginnt allhier die Versteige⸗ rung des Kunst⸗Nachlasses von dem verstorbenen Herrn Heinrich Naͤke, Professor und Mitglied der Königl. Saͤchs. Akademie der bildenden Kuͤnste zu Dresden. Es befinden sich darunter die vielen Handzeichnungen des Kuͤnstlers, die außeror⸗
dentlich geistvollen Gegenstaͤnde eigener Composition, als auch die vortrefflichsten Studien nach aͤltern Mei⸗ stern Italiens, enthalten. Unter den Kupferstichen sind mehrere Prachtblaͤtter, wie die Cartons von Holloway und Raphael, der Sposalizio und Longbi, das Abendmahl von Morghen ꝛc, so
wie viele aͤltere Blaͤtter und ausgezeichnete Werke,
fen, daß jede zwischen ihr und den Versicherten ent⸗ stehende Differenz entweder im Wohnorte des Ver⸗ sicherten oder des Haupt-Agenten, von welchem die Police unterzeichnet ist, geschlichtet werde.
Diese zweckmaͤßige Einrichtung hat der Gesellschaft des Phoͤnix in Frankreich, der Schweiz und Italien, so wie in Deutschland das vollste Vertrauen erwor⸗ ben, und wir werden solches zu behaupten wissen.
Es besteht das Kapital der Gesellschaft aus 24 Mil⸗ lionen Franken und 1 Million Reservefonds. Die jaͤhr⸗ liche Praͤmien⸗Einnahme ist 3 Millionen Franken, und die ganze Versicherungs ⸗Summe bis jetzt 2600 Millionen Franken. Fuͤr Brandschaͤden wurden be⸗ reits 20 Millionen, wovon 2 Millionen nach Deutsch⸗ land gingen, auf die loyalste Weise entrichtet.
Wir sind zu jeden ausfuͤhrlichen Mittheilungen mit Vergnuͤgen bereit. Leipzig, den 4. April 1835.
Schoemberg, Weber & Comp. Haupt⸗Agenten der Feuer⸗Versicherungs⸗ Gesellschaft des Phoͤnix zu Paris, fuͤr Sachsen, Preußen und die angrenzenden
Laͤnder. Fuͤr Berlin uͤbernimmt Auftraͤge gegen Feuersgefahr J L. Blancbois, Agent des Phoͤnix zu Paris, Wallstraße Nr. 13.
Bekanntmachung
merkwuͤrdig.
Das gedruckte Verzeichniß ist auf portofreie Zu⸗
schrift zu haben, in Berlin: bei Herrn A. Asher, zu Breslau: bei Herrn Auct.⸗Commissair Pfeifer und in der böö1 Buchhandlung, zu Ham⸗ burg: bei Herrn E. Buchhandlungen, zu Dresden durch die Walther⸗ sche Hof⸗Buchhandlung.
Dresden, am 28. Maͤrz 1835. “ Carl Ernst Heinrich, Auctionator.
Dampfschiffahrt
u“ zwischen “ St. Petersburg und Luͤbeck im Jahre 1835, 1 mit den beiden privilegirten schoͤnen Dampfschiffen Nicolay I. und Alexandra. Abgangstage Abgangstage von Luübeck: von St. Petersburg: S3. Juni, *2 6., 13., 24. Juni, . ¹„ 21., 28. Juli, ⸗ 1., 11., 18., 29. Juli, „ 25. August, ⸗ 5, 15., 22. August, 8 . 17., 29. Sept.,⸗ 2., 9., 19, 26. Sept., 6., 15., 22. October, ⸗ 7., 14., 24., 31. Octbr. 2 Uhr Mittags von neuen Styls. Travemuͤnde. 11 Preise der Plaͤtze, so wie Frachten fuͤr Contanten und Waaren Jahre. Anmeldungen geschehen
Dampfschiffahrts⸗G
im Comptoir der esellschaft in Luͤbeck.
Nordseebad Wangerooge.
Das Nordseebad auf der Insel Wangerooge an der Oldenburgischen Kuͤste, so wie die, nach wie vor, auf Herrschaftliche Kosten zu fuͤhrende Bade-⸗Wirth⸗ schaft, wird auch in diesem Sommer mit dem 1. July eröffnet und mit dem 31. August geschlossen werden Wegen Bestellungen von
welche sich
ner finden koͤnnen, Geheimen Hofrath den Voigt Alers in Wangerooge.
Die Ueberfahrt 1 den durch das Oldenburgische
remen, Oldenburg und Abfahrts⸗Stunden von
wöͤchentlich in bequem eingerichteten Paketboͤten von
Hamburg und Bremen aus.
Die Inspect Wangerooge, 5. April 1835.
Harzen, uͤbrigens durch 888
ind die naͤmlichen wie im vergangenen
Logis, die diejenigen, dieses Bades zu bedienen wuͤnschen, nach ihrer Auswahl in den beiden geraͤumigen und anstaͤn- dig eingerichteten Logirhaͤusern, oder in den zu die⸗ sem Zweck bequem aptirten Wohnungen der Insula⸗ wendet man sich entweder an den Westing in Oldenburg, oder an den Badearzt, Doctor Chemnitz in Jever, oder an
ge nach der Insel geschieht taͤglich in Wochenblatt und durch edruckte Anschlaͤge in den ersten Gasthaͤusern zu Fever naͤher anzuzeigenden
der Jeverschen Kuͤste, und Svo. 25 sgr. Jeversch Diese anziehende und — durch die Stimme eines
so kundigen Beurtheilers — allen Theaterfreunden doppelt willkommene Schrift, welche mit Freimuͤthig⸗ keit nicht nur den gegenwaͤrtigen Zustand der deut⸗ schen Buͤhne beleuchtet, sondern auch in den Lei⸗ sstungen eines der groͤßten jetzt lebenden Schauspieler
ion des Seebades der Insel
Wir beehren uns, diejenigen Personen, welche
bei der Londoner Union-Societät ihr Leben auf ganze Lebensdauer versichert haben, zu benach- richtigen, dass die Capital-Summen ihrer Policen durch die ihnen planmässig verheissene, aus dem Avance des Geschäftes entstandene Dividende in Folge der jetzt wiederum stattgehabten Declaration vertrössert worden sind, worüher die Interessenten unserer Agentur ihre sie betreffenden Benachrichti- gungen bei uns in Empfang zu nehmen haben. — Im Jahre 1841 soll wiederum eine solche Ver- theilung stattfinden, an welcher nicht nur die bis- herigen lebenslänglichen Versicherungen, sondern auch alle diejenigen Theil nehmen, welche his zum 31. December 1840 auf Lebensdauer abgeschlossen werden, und zur Zeit der Vertheilung in Krafi sind. Diese Societät bietet alle Vortheile eines soliden Etablissements dar: 1) Vollkommene Sicherheit durch den garantiren- den Fonds. 2) Keine Verantwortlichkeit für die Verluste der Societät, also keine Verpflichtung zu Nachschüssen. 3) Antheil an dem Nutzen aus dem Geschäfle. Wer näher über die Einrichtung dieser Societät unterrichtet zu sein wünscht. hat sich an die Un- terzeichneten zu wenden, welche auch den Plan unentgeltlich verabreichen.
Berlin, im April 1835.
Ossent & Poppe, Agenten der Londoner Union- Lebensversicherungs-Societät.
Literarische Anzeigen.
Bei Duncker und Humblot, Franzoͤsische Str. Nr. 20 a., ist so eben erschienen und in allen Buch⸗ handlungen zu haben:
Von den Beweisen fuͤr die Unsterblichkeit der menschlichen Seele im Lichte der speculativen Philosophie-
Von Carl Friedrich Goͤschel. 1b Eine Ostergabe. 1 ½ Thlr.
gr. 8vo. geh.
In dem Verlage des Unterzeichneten ist erschienen und in allen soliden Buchhandlungen zu haben, in Berlin bei F Duͤmmler: Seydelmann und das deutsche Schauspiel. Fuͤr Kenner und Freunde der Buͤhne
von August Lewald. Velinpap. broch. 25 sgr.
Berichtigung.
Es ist natuͤrlich, daß das Publikum denen Theil⸗ welche das Ungluͤck einer Feuers⸗Ge⸗ fahr trifft, und mit Erbitterung den Anzeigen und 1 die in neuerer Zeit meh⸗
rere öͤffentliche Blaͤtter gezen die Feuer⸗Versicherungs⸗ aben, welche bei den kuͤrz⸗
Deutschland stattgefundenen Braͤnden bethei⸗
nahme schenkt, Mittheilungen beipflichtet,
Gesellschaften verbreitet lich in
eine neue und durchgreifende Richtung nachweist
nahme zu finden. Stuttgart, April 1835. S. G. Liesching.
und Landkartenhandlungen des In⸗ nnd Auslandes bezogen werden.
Berlin in der Stuhrschen Buchhandlung, Schloß⸗ platz Nr. 2, auch bei Bechtold & Hartje, Kecht, Mittler, Nicolai, Oehmigke und allen ande⸗ ren Buchhandlungen zu haben:
Ein noͤthiges Huͤlfs⸗ und Handbuch fuͤr alle Unter⸗
der 1sten Ausgabe anerkannt. Diese 2te Ausgabe ist mit den neuesten Gesetzes-Bestimmungen bis Ende
Beduͤrfnisse. allen Buchhandlungen zu bekommen.
geschmuͤckt mit Stahlstichen von Deutschlands,
wird keiner Empfehlung beduͤrfen, um die beste Auf⸗
In der unterzeichneten Buchhandlung ist so eben
Vertheidigung fester Plaͤtze. Bearbeitet von M. v. Muͤller, Oberst im Koͤnigl Wuͤrttemberg. General⸗Quartiermeister⸗Stab. 2 Bde. 10 Thlr. Vorstehende Werke koͤnnen durch alle Buch⸗, Kunst⸗
Maͤrz 1835.
Freiburg, im 8 Herdersche Verlagshandlung.
Bei Wienbrack in Leipzig ist erschienen und zu
Der Preußische Staatsbuͤrger in allen seinen Rechtsverhaͤtnissen.
terthanen des Preußischen Staats. 2te verm. Ausgabe. gr. 8vo. geb. Preis 12 Thlr. Die Brauchbarkeit dieses Werkes wurde schon bei
1834 vermehrt, und entspricht so dem jetzigen Zeit⸗ Ausfuͤhrliche Ankuͤndigungen sind in
Schoͤnste Bibelausgabe,
Frankreichs und Englands beruͤhmten Meistern. Carlsruher Pracht⸗Bibel. Mit einer Vorrede vom Prälaten Dr. Hüffe II. 1ste, 2te u. 3te Lieferung. Subseriptions⸗Preis à
Lieferung 10 sgr. Stahlstiche: Das heilige Abendmahl, nach L. da Vinci. Jesus zu Emaus, nach Appiani. Die Grablegung, nach Titian. F Das heilige Grab zu Jerusalem. t Innere Ansicht von Jerusalem. Ansicht von Bethlehem. Der Herr Generalsuperintendent Dr. Röhr. sagt in der kritischen Prediger-Bibliothek Bd. XV., Hest VI. unter Anderm folgendes über diese Aus- gabe der heiligen Schrift: „Dies gegenwäürtige Unternebmen ist ganz geeig- net, den Wünschen frommer Bibelfreunde in jedem Bezuge genug zu thun und ihnen die heilige Schrift in einer Gestalt darzureichen, welche dem innern Werthe derselben völlig angemessen ist und durch ihre äussere Wohlgefälligkeit auch die eigensinnig- sten Forderungen eines gebildeten Geschmacks be- friedigt.“ Nachdem er darauf dem Format, Papier und Druck seinen vollen Beifall geschenkt, fährt er so fort: „Die Zugahe von 24 von den berühmtesten Küust- lern Deutschlands, Englands und Frankreichs gefer- tigten Stahlstichen ist überdies so werthvoll, dals sie schon an sich jedes Opfers werth scheint, zu dem man sich zur Förderung dieses Unternehmens entschlielst. Man sieht wohl, nur das Vertrauen der Unternehmer zu der Grolsmuth eines jetzt mehr als sonst für's Heilige und Göttliche erwärmten Pablikums habe dieses kostspielige Unternehmen in solcher Weise wagen können. Möge nun auch die- ses Vertrauen seine volle Rechtfertigung finden und der Erfolg desselben den Beweis licfern, dass es in Deutschland noch Viele giebt, welche einer der ge- meinsamen Unterstützung so würdigen Sache sie ihr zauch wirklich angedeihen lassen.“ Urtheilt ein so verdienstvoller Mann auf diese Weise über ihr Unternehmen, so würde es überflüssig sein, wenn die Verlagshandlung ausser dessen Worten noch etwas zur weitern Empfehlung desselben bei- kügte. Subscribentensammler erhalten bei 12 Exemplaren Eins gratis. Leipzig, April 1835.
W. Creuzbauer.
Buchhandlung (Ferd. Muͤller), Breitestr. Nr. 23 in Landsberg bei Wilmsen, in Prenzlau bei Kal bersberg, zu haben:
Expedition der Carlsruher Bibel,
Bestellungen nehmen fortwaͤhrend an: in Berlin die Buch⸗ und Kunsthandlung von E. H. Schroe⸗ der, Konigstraße Nr. 37, so wie in der Enslin⸗ schen Buchhandlung, Amelang, Bechtold und Hartje, Bethge, G. Gropius, Jonas, Kecht,
lage, Logier, Kuhr, Mittler, Nauck sche Buchhdlg, L. Oehmigke, Plahn, Zesch, in der Stuhr'’'schen Buchh. der Nicolai'schen Buchh. in „Berlin, Elbing und Stettin, so wie in allen Buch⸗ handlungen Breslau's, Koͤnigsberg's und Potsdam's
So eben ist erschienen und in der Enslinschen
Bei W. Martius, Klosterstraße Nr. 17, ist g.
eben erschienen und in allen Buchhandlungen zu haben:
Wollt ihr auch weggehen’ Predigt, den x
Maͤrz 1835 gehalten von Dr. Fr. Strauß. 24 sgr
So eben erschien bei G. Fincke, Spittelmarkt Rre l.
Funfzig Schachparthien zwischen La Bourdonneaä u. einem Englaͤnder. A. d. Engl. d. Lewis, ils v. L. Bledow. brosch. 15 9
“
So eben ist erschienen und in allen Buchhandlir—
gen (namentlich bei E. S. Mittler in Berlg,
Posen, Bromberg, Culm und Gnesen) Die Koͤniglich Preußischen Ge 8 Verordnungen ber das Bauwesen vollstaͤndig in alphabetischer Ordnung zusammenge stellt, als Huͤlfsbuch fuͤr Baumeister und Bauhemn. Von O. W. L. Richter, Koͤnigl. Preuß. Criming⸗ rath. 394 Seiten in gr. 8vo. Preis 1 Thlr. 15 g. Eine so vollstaͤndige Sammlung wie diese, al uͤber das Bauwesen erxistirenden Preuß. Gesetze g. es noch nicht, obschon der Geschaͤftsmann, der Bwo⸗ ger und der Landmann haͤufig uͤber den Munt eines Buches klagten, in welchem sie sich in dihe Beziehung Raths erholen konnten. Die Preußsse Gesetzgebung hat dem Bauwesen eine vorjzüͤghc Sorgfalt gewidmet, obschon ihre Anordnungen den verschiedenen Edikten, Gesetzsammlungen, Ahr⸗ buͤchern ꝛc. schwer aufzufinden sind. Von dem Uu zen einer solchen Sammlung deshalb uͤberzeugt, n der Verfasser dieselbe vollstaͤndig und mit grm Sorgfalt zusammengestellt und glaubt mit uns d.
eine gute Aufnahme rechnen zu duͤrfen. Leipzig, Maͤrz 1835. Baumgaͤrtner's Buchhandlun,
sn haben. etze und
Beachtenswerthe Anzeige fuͤr Predizu⸗ Schullehrer und Bibelfreunde. So eben ist erschienen und in Berlin zu habents Ludwig Oehmigke, Burgstraße Nr. 8, auch t Bechtold, Kecht, Mittler, Nicolai, Stuht Gutbier, F. A. P., Summarien oder kurzer balt, Erklaͤrungen und erbauliche Betrachtunga der heil. Schrift des neuen Testaments, ul Gebrauch bei kirchlichen Vorlesungen, zur T bereitung fuͤr Prediger auf freie, erklaͤrende u erbauliche Vortraͤge uͤber ihre Vorlesungen, ul fuͤr Schullehrer zur Erklaͤrung fuͤr die tu⸗ kinder und zur haͤuslichen Erbauung fürsihan fleißigen Bibelleser. 2ter Theil zweite Abtheilung: die Avoftelge⸗ schichte von Lucas. gr. 8vo. Pr. Asgr Leipzig, bei A. Wienbrack. (I. 1— 5 udll! ebendaselbst kosten 2 Thlr. 12 ½ sgr.) 2 Ueber die fruͤhern Theile dieses so zeitgemasin lehrreichen Werkes, das nicht allein fuͤr Peag und Schullehrer, sondern fuͤr jeden Bibelfteunf Interesse hat, sprachen die meisten Kritiken sich sl⸗ stig aus. Auch dieser Theil ist in gleichem O bearbeitet und wird den Besitzern der ersteren n minder willkommen seyn.
In der Buch⸗ und Musikalienhandlung bor; F. Kecht in Berlin, Bruͤderstraße Nr. A, st.⸗ auch in dessen Handlung in Wriezen a. d. Odern zu haben: Der Kaiser Napoleon, oder Beitraͤge zur Vervollstaͤndigung seines Porte⸗ als Mensch, Feldherr und Staatsmann, in ü Sammlung wenig bekannter Anekdoten, gelegent licher Witzworte, scherzhafter Reden und solchern sichten und Urtheile desselben, welche zu seiner G racteristit und zum richtigen Verstaͤndniß der be⸗ gen Tagesgeschichte wesentlich beitragen koͤnnen. den besten Quellen geschoͤpft von Adalbert 9h Mit Napoleons Portrait. Duodez, geh. 20 Eine vollständigere Sammlung von Anekdoten, poleons, dessen Groͤße die kommenden Jahrhum noch besser als die gegenwaͤrtigen Geschlechter an nen und wuͤrdigen werden, ist bis jetzt no 1 veranstaltet worden. Ihre Zahl ist nicht gen als 256, wobei der Herausgeber aus mehr als Baͤnden von oft sehr unzugaͤnglichen und thar Franzoͤsischen Memoiren und andern Werten sorglichste Auswahl getroffen und um den Lese wenigen Seiten viel bieten zu koͤnnen, st 8 zählung einer jeden Anekdote der moͤglichsten 9. „befleißigt hat. Nur auf solche Weise war 1 ⸗lich, fuͤr diesen geringen Preis in einem ein Baͤndchen einen Reichthum zu entwickeln, wer
liget sind.
heziehen:
erschienen und durch E. S. Mittler in Berlin zu
Vorschlag zu einem Strafgesetzbuch füͤ
r ein haͤndereiches Werk haͤtte anfuͤllen koͤnnen.
meines Landes schrieb, ahndete ich nicht, daß sie einst der
dorf versetzten Pfarrers Johann Peter Effertz der bisherige Vikar zu Muͤnz, Friedrich Wilhelm Stemmeler, zum Pfarrer zu Nemmenich und der bisherige Pfarrer zu Frimmers⸗ dorf, Franz Kaspar Hermann Joseph Aloys Clasen, zum Pfarrer zu Paffendorf ernannt worden.
Abgereist: Der Kaiserl. Oesterreichische Kaͤmmerer, Gr Joseph Esterhazy von Galantha, nach Wien.
“ 23.
Zeitungs⸗RNachrichten.
ͤ 11131““ v““ Deputirten⸗Kammer. Sitzung vom 16. April. Nachtrag.) Wir geben hier nachtraͤglich noch aus der gehalt⸗ vollen Rede des Herrn Thiers denjenigen Theil, worin er die Rechte der Neutralen und die daraus entspringenden Folgen de⸗
ducirte:)) „Die große Theorie der Rechte der Neutralen“, sagte er, „wird
nun bereits seit zwei bis drei Jahrhunderten in Europa besprochen.
Ich meinerseits habe sie lange studirt, und als ich die ö stand einer so wichtigen Debatte, als die gegenwaͤrtige eLben wuͤrde. Meine Ansichten uͤber diese Frage baben sich n 1e erlauben Sie mir, daß ich sie Ihnen hier in wenigen Worten mit⸗ theile. Gesetzt, es bricht ein Krieg zwischen Frankreich und England aus, so sagen die nicht kriegfuͤhrenden Maͤchte, wie z. B. Schweden, Daͤnemark, Holland, Nord⸗Amerika u. s. w. zu den kriegfuͤhrenden: „„Fuͤhrt immerhin Krieg miteinan⸗
der, m. H., wenn es Euch beliebt; uns, die dieser Krieg nichts an⸗
geht, muß es frei stehen, unsere Handels⸗Verbindungen fortzusetzen und wenn wir vor dem Kriege die Englischen, Peanis echen dng sonstigen Europaͤischen oder außereuropaͤischen Haͤfen besuchten, so wollen wir sie auch jetzt noch besuchen und Verkehr in denselben treiben; denn der Krieg, den Ihr zur Befriedigung Eurer Leiden⸗ schaften oder Eurer Interessen fuͤhrt, darf uns nicht schaden, die wir dem Kriege fremd sind.“% Der Zweck der Neutralitaͤt ist also, den Neutralen waͤhrend eines Krieges den Genuß aller der Rechte zu sichern, die sie vor dem Kriege besaßen, und hiervon schreibt sich jener Grundsatz der Neutralen her, daß die Flagge die Waare decke. Ich, der Reutrale, gehe in die Haͤfen Frankreichs, kaufe dort Franzdsische Waare und fuͤhre sie hin, wo es mir beliebt; sie gehoͤrt mir, und waͤre dies auch nicht der Fall, so kann ich mit Frankreich wie mit England ungehindert Handel treiben. Doch tritt hier in dem Interesse der beiden kriegfuͤhrenden Theile eine natuͤrliche Beschraͤnkung ein: man darf Waaren, aber keine Kriegs⸗ bontrebande laden. Dies ist der zweite Grundsatz der Neutralen. Der dritte Grundsatz ist das Verbot des Einlaufens in belagerte Seeplaͤtze, denn man darf es natuͤrlich nicht zugeben, daß unter dem Vorwande des Handels⸗Verkehrs eine belagerte Stadt mit Lebensmit⸗ sin versehen werde. Der vierte Grundsatz ist das Recht der Visita⸗ fon. neutraler Fahrzeuge, nach den uͤbereingekommenen Regeln; der ünfte endlich lautet daͤhin, daß die Eigenthuͤmer der als verdaͤchtig büsgebrachten neutralen Fahrzeuge vor die gewoͤhnlichen Gerichts⸗ Kfe gestellt werden sollen. Die einfache Destnition der Neutralitaͤt Th 9 die Aufrechthaltung aller Rechte der nicht kriegfuͤhrenden - e. Lassen Sie uns jetzt die Folgen dieser schoͤnen Theorie, die fnem civilisirten Zeitalter so wuͤrdig ist, naͤher entwickeln. Was lan . Folgen anders, als daß bei einem Kriege die Neutralen al⸗ ke den Handels⸗Verkehr mit der ganzen Welt treiben, waͤhrend die hnsetrenden Theile den Nutzen einbuͤßen, der Jenen daraus er⸗ 1 . „Will man also den Neutralen zurufen; „Ihr habt einen 9 imeßlichen Handel getrieben, unermeßliche Vortheile gehabt!“ so g ht Ihnen gar nichts weiter, als was Sie laͤngst wußten, naͤm⸗ vrc⸗ Gse Neutrale sind. Man muß sich hier nicht durch Vor⸗ derslte blenden lassen; wer eine Theorie will, der muß auch die Folgen dt kasten wollen, und diese sind in dem vorliegenden Falle, daß die Neutra⸗ 188 gtausschließlich den Handel treiben. Hieraus aber erklaͤrt sich auch shae natarlich, was schon seit zwei Jahrhunderten erwiesen ist, daß nan ich die staͤrkere NRation von den Rechten der Neutralen nichts wissen Fceiindeß die minder starken Maͤchte diese Rechte behaupten; es öf- sich daraus, weshalb England die Rechte der Neutralen nie⸗ 8 anerkennen wollte, waͤhrend Frankreich sich stets auf sie be⸗ Verannd sich nur ein einziges Mal taͤuschte, als es sie durch die 8* 1 von Berlin und Mailand verletzte. Weshalb will denn wise —9 staͤrkere Nation von den Rechten der Neutralen nichts Echen⸗ Weil die Meere eine Handels⸗Straße sind, und weil der Närk re sich also sagt: „„Was nutzen mir meine Flotten, um die 88 an beherrschen, wenn meine Gegner unter dem Schutze der wie 4b en Flagge den Handel und Verkehr in Kriegszeiten so gut 6 68 Friedenszeiten treiben koͤnnen“““ In Frankreichs Interesse uns sei agegen, die Theorie der Neutralen jederzeit anzuerkennen, nn 8 Schiffen den freien Handel zur See zu sichern. Ich hes- on oben gesagt, daß Napoleon, als er die Dekrete dieser 8 5 und Mailand erließ, im Irrthume war. Der Zweck möglic 89 ist Ihnen bekannt. Napoleon hatte geglaubt, daß es Dieser Jey⸗ den ganzen Kontinent von England abzuschneiden. rafte⸗ 1i heer strafte sich einmal selbst Luͤgen, und spaͤterhin EFepurch bidens Gang der Ereignisse Luͤgen. Das erstemal geschah ö“ ewilligung von Licenzen, indem der Kaiser zu der ⁷) In das gestrige8 uͤck di stellenden mngs gestrige Bruchstuͤck dieser Rede hat sich ein sinnent⸗ 58 nder Fehler eingeschlichen: In der zweiten Spalte, Zeile 3 von
en mu 4 b 5 dern: an, 18 ümsch,niche heißen: „und so will ich denn“, son⸗
erfuͤllt hat, wir meinen den Brand von Kopenhagen, standen Ruß⸗ land, Schweden und Daͤnemark den Enbnheg 17öö doch gelang es diesen durch eine rasche Erpedition und durch Nel⸗ sons Genie, den Bund zu brechen. Was nun die vereinigten Nor⸗ dischen Maͤchte, gestuͤtzt auf Frankreich, nicht vermochten, wie baͤt⸗ ten es die Amerikaner allein vermocht? Man hat eine Parallele zwischen Nord⸗Amerika und der Schweiz gezogen. Dieses Gleichniß haͤlt aber durchaus nicht Stand, wie denn die Neutralitaͤt zu Lande und die zur See im diplomatischen Rechte niemals neben einander ge⸗ stellt worden sind. Die Neutralltaͤt der Schweiz beruht auf einem Zugestaͤndnisse, man hat den Schweizern gesagt: „„Euer Gebiet kann dem Feinde Eingang zu dem meinigen verschaffen; koͤnnt Ihr es vertheidigen oder nicht? Wenn Ihr es koͤnnt, so uͤberlasse ich Euch diese Sorge; wo nicht, so ruͤcke ich gleich selbst ein!“ Daß nun aber die Schweiz im kritischen Augenblicke 80,000 Mann der besten Trup⸗ pen stellen und daß sie mit diesen 80,000 Mann in einem Gebirgs⸗ lande den Europaͤischen Heeren Widerstand leisten koͤnne, leidet nicht den mindesten Zweifel. Sagt man daher den Schweizern: „„Ver⸗ theidigt Eure Neutralitaͤt!“ so koͤnnen sie es; will man dagegen den Ame⸗ rikanern von 1806 zurnfen: „„Verschafft Eurer Flagge Achtung!““ so ist dies eine Ironie. Dagegen raͤume ich ein, daß es fruͤher einmal eine Zeit gab, wo man den Nord⸗Amerikanern allenfalls den Vorwurf machen konnte, daß sie auf die Theorie der Neutralen freiwillig verzichtet haͤtten: ich meine das Jahr 1794, wo die Vereinigten Staaten mit England einen Traktat unterzeichneten, in welchem die Rechte der Neutralen in zwei wesentlichen Punkten verletzt wur⸗ den. Bedenken Sie aber wohl, meine Herren, daß Napoleon nach dieser Zeit, naͤmlich im Jahre 1803, den Nord⸗Amerikanern, ungeach⸗ tet dieser Verletzung, eine Entschaͤdigung von 20 Millionen zahlte. Spaͤterhin weigerten sich die Vereinigten Staaten, einen aͤhnlichen Vertrag mit England abzuschließen, und als dieses auf seinem An⸗ trag bestand, zogen sie es, statt nachzugeben, vor, einen heldenmuͤ⸗ thigen Krieg 1 fuͤhren, und ihre Hauptstadt einaͤschern zu lassen. Wenn nun die Amerikaner entschaͤdigt worden, nachdem sie gegen Frankreich gefehlt hatten, um wie viel mehr muͤssen sie nicht ent⸗ schaͤdigt werden, nachdem sie zur Aufrechthaltung der Rechte der Neutralen einen verderblichen Krieg gefuͤhrt haben?“
Paris, 18. April. Schon in der Sitzung der Deputirten⸗ Kammer vom löten hatte 9 Mauguin den Herzog v. Broglio aufgefordert, die von den Vereinigten Staaten angelegten Origi⸗ nal⸗Etats der konfiszirten Schiffe mitzutheilen, und, auf die Er⸗ wiederung des Ministers, daß er diese Etats nicht besitze, die Bemerkung hinzugefuͤgt, daß er unter diesen Umstaͤnden naͤchstens selbst eine wichtige Thatsache aufdecken werde, die er sonst lieber verschwiegen haͤtte. Demzufolge kam der gedachte Deputirte in der gestrigen Sitzung auf diesen Gegenstand noch einmal zuruͤck. Es sey ganz unmoͤglich, meinte er, daß das Ministerium nicht Original⸗Etats in Haͤnden haben sollte, indem es sonst gar nicht wuͤrde haben unterhandeln koͤnnen; da indessen die Minister mit diesen Etats durchaus nicht herausruͤcken wollten, so sehe er sich zu seinem Bedauern genoͤthigt, einen ihm zugekommenen Brief mitzutheilen, dessen Verfasser er jedoch. verschweigen muͤsse. Der Redner verlas darauf folgende Zeilen: „Wenn Herr Mau⸗ guin von den Original⸗Etats der Amerikanischen Forderungen Kenntniß nehmen will, so wird er leicht wahrnehmen, daß hier eine Faͤlschung stattgefunden bdet⸗ indem die in dem Wasserzei⸗ chen des Papiers enthaltene Jahreszahl neuer ist, als das Da⸗ tum des Etats selbst. Dieser Umstand war es, der, als er in dem Privat⸗Kabinet des Herrn von Polignac entdeckt wurde, Letztern bestimmte, die Forderung zuruͤckzuweisen.“ Auf die Frage des Conseils⸗Praͤsidenten, welche Etats angeblich verfaͤlscht wor⸗ den, erwiederte Herr Mauguin, es waͤren die von dem Amerika⸗ nischen Minister der Franzoͤsischen Regierung uͤbersandten Listen der konfiszirten Schiffe. „Wenn Herr von Broglie mir sagt“, fuͤgte er hinzu, „daß er diese Listen nicht mehr in Haͤnden habe, so will ich ihm glauben; wenn er mir aber sagt, daß es solche Listen nie gegeben, so glaube ich ihm nicht.“ Der Redner ver⸗ las darauf noch einmal den erwaͤhnten Brief, was eine anhaltende Bewegung verursachte, so daß die Sitzung wohl 10 Minuten lang eingestellt wurde. Endlich entschloß sich der Herzog von Broglie, das Wort zu ergreifen; er erklaͤrte wiederholt, daß der Franzoͤsischen Regierung Original⸗Etats niemals zugekommen waͤren; sie kenne bloß gedruckte Listen, wovon verschiedene Exemplare gleichzeitig mit der Korrespondenz aus Amerika einge⸗ gangen waͤren. Der Finanz⸗Minister fuͤgte hinzu, daß es hier
auf geschriebene Etats auch gar nicht ankomme, indem, was die
in Beschlag genommenen und verkauften Ladungen betreffe, der Verkaufs⸗Ertrag sich aus den Franzoͤsischen Zolllisten hinlänglich ergebe; und was die auf offenem Meere versenkten Schiffe be⸗ treffe, in Rochefort zur Zeit eine Kommission niedergesetzt gewe⸗ sen sey, der alle auf diesen Schiffen vorgefundenen Paper⸗ mit⸗ bhcheic worden waͤren, so daß man auch den Werth dieser Fahrzeuge genau kenne. — Als den Verfasser des von Herrn Mauguin mitgetheilten Briefes bezeichnet man hier den Fuͤrsten von Prchanae selbst.
„Mehrere hiesige Blaͤtter machen die Bemerkun Bignonsche Amendement zu dem Gesetz⸗Entwurfe Jbennge Nande Amerikanische Schuldforderung nicht bloß von denjenigen Depu⸗ tirten verworfen worden ist, die den Traktat unversehrt erhalten sondern auch von denjenigen, die den Vereinigten Staaten gar nichts bewilligen wollen. Unter den Oppositions⸗Mitgliedern, die wider das gedachte Amendement gestimmt, nennt man die Herren Lafayette, von Tracy, Bureau de Pusy,
1“ 8
von Grammont, von] seyn, Ihre Forderungen zu befriedigen
Man ist sehr gespannt darauf, ob Graf Durham, der jetzt von seiner Krankheit wieder gan 9 ae Eeele 1n, be 88 öecskeane erhalten bird. F “
Es sind gegenwaͤrtig nicht weniger als 8 Per ’. ben, die einmal das Amt eines Kanzlers der h ehe 8 kleidet haben, naͤmlich Lord Sidmouth, Marquis von Lansdowne, Lord Bexley, der diesen Posten 11 Jahre lang inne hatte, Graf von Ripon, Graf Spencer, jetzt saͤmmtlich Mitglieder des Ober⸗ hauses; Herr Herries, Herr Goulburn und Sir R. Peel, Mit⸗ en des Unterhauses. Von ehemaligen Premier⸗Ministern le⸗ en noch sechs, naͤmlich Lord Sidmoutz⸗ Graf von Ripon, Her⸗ jogt E1“ Graf Grey, Lord Melbourne und Sir Ro⸗ Der Spectator findet es seltsam, daß die Times auf de einen Seite von der unvermeidlichen Vernichtung spreche, die dem Staate drohe, wenn ein Ministerium der Bewegung ans Ruder komme, waͤhrend sie auf der anderen Seite in ihrem Boͤr⸗ sen⸗Bericht melde, daß alle Fondsmaͤrkte in diesem Augenblick große Festigkeit zeigten, daß die Preise der Staatspapiere gestiegen seyen, und daß auch in den meisten derselben ziemlich viel Ge⸗ schaͤfte gemacht wuͤrden „welches beides doch schwer mit einander zu vereinigen sey, da die Spekulanten, die empfindlichsten unter alen voltischen Alarmisten⸗ wohl nicht so nns und sicher seün
rden, wenn die Monarchie sich wirklich 8 Zerstoͤ⸗ nnns ecinde hie sich wirklich am Rande der Zerstoͤ—
Der erste Bericht der zur Untersuchung des Munizipal⸗Cor⸗ porations⸗Wesens niedergesetzten Kommission schließt 5 den Worten: „Wir halten es nach allem diesen fuͤr unsere Pflicht, Ew. Majestaͤt vorzustellen, daß die gegenwaͤrtigen Munizipal⸗ Corporationen von England und Wales weder das Vertrauen noch die Achtung der Unterthanen Ew. Majestaͤt besitzen oder verdienen, und daß eine gruͤndliche Reform bewerkstelligt werden muß, ehe sie das werden koͤnnen, was sie nach unserer Meinung die wir Ew. Majestaͤt unterthaͤnigst vorlegen, seyn sollten, naͤmlich nuͤtzliche und wirksame Werkzeuge der öö“ 4
Am Schlusse des Jahres 1834 erschienen in oͤffentliche Blaͤtter, worunter 91, also ¼, politischen Inhalts. Das gelesenste Blatt, die Times, enthielt im vorigen Jahre 113,637 Anzeigen, wovon der Staat 8522 Pfund Stempel Gebuͤhren be⸗ og; nach der Times koͤmmt der Morning Herald mit 64,577
Inzeigen und 4843 Pfund Stempel⸗Gebuͤhren, ferner der Mor⸗ ning Advertiser mit 37,733 Anzeigen und 2829 Pfund Stem pel⸗Gebuͤhren, dann die Morning Post mit 56,727 Anzeigen und ö I b
ie Ma zsteuer hat, nach den dem Parlamente vorgelegte Nachweisen, waͤhrend sie im Jahre c Pares 4,380,279 Bfde einbrachte, im Jahre 1835 nur 3,798,891 Pfd. eingetragen; nachher aber stieg die Einnahme wieder stufenweise so sehr, daß sie im vorletzten Jahre 5,153,574 Pfd. betrug. In den Jahren 1825 bis 1830 einschließlich wurden jaͤhrlich im Durchschnitt 32,404,718 Bushel Malz verbraucht, 1831 bis 1833 aber nämlich 86 der Aufhebung der Biersteuer, im Durchschnitt 38,693,653; Siasuedn schreibt man natuͤrlich der Aufhebung jener
Die fruͤheste Angabe uͤber Korn-Durchschnitts-Preise in England ist vom Jahre 1646. Der “ Weizen war damals 22 Sh. 1 P. In den Jahren 1654, 1685 und 1706 überstieg derselbe nicht 22 Sh. 1 P. Der fruͤhest⸗ hohe Stand des Weizen⸗Preises war zu Anfang des gegenwaͤr⸗ tigen Jahrhunderts, naͤmlich im Jahre 1800: 110 Sh. 5 P im Jahre 1801; 115 Sh. 11. P., im Jahre 1812: 122 Sh⸗ 8 P. und im Jahre 1813: 106 Sh. 6 P. Im Jahre 1814 war er auf 72 Sh. 1 P. und im Jahre 1822 auf 43 Sh. 3
8 1e Der gegenwaͤrtige Durchschnitts⸗Preis ist 39
Seit der Wiederaufnahme der Arbeiten zur Vollendung des Themse⸗Tunnels scheint sich auch die Theilnahine des Publikums 8 E113““ . Sele zu steigern, denn in der vo⸗ oche wurde der Tunnel von mehr 1 Perst i Te genonmer, hr als 1000 Personen in
eit Anfang dieses Monats sind die Chilischen Bons 12 pCt., die Columbischen 11 ½ pCt., die PFerushgse 9 228 die Mexikanischen 6 pCt., die Portugiesischen 44 Ct. und die Spa⸗ nischen 3 pCt. gestiegen. Alle andere fremde Fonds sind eben⸗ falls, wiewohl in geringerem Grade, gestiegen, was um so merk⸗ wuͤrdiger ist, da das Geld waͤhrend dieser Zeit knapp war. Vie⸗ len erscheint dies als das Resultat der bloßen Speculation ohne solide Basis, aber Andere schreiben das Steigen dem jetzt in e nent n Rgh. Kredit⸗Systeme zu.
olgendes ist ein Auszug aus der Antwort, welche der B von Tripolis, Ali Pascha Karamanli, dem Könige 1 h land auf dessen Gluͤckwuͤnschungs⸗Schreiben uͤbersandt hat: „Dem Verlangen Ew. Majestaͤt in Betreff des Schutzes, der Ihren Un⸗ terthanen eben so wie allen Menschen im oͤffentlichen und im Pri⸗ vatleben und in den Handels⸗Geschaͤften gebuͤhrt, kommen Wir von Herzen entgegen, und Wir werden diesem Umstande ganz be⸗ sonders dann Unsere ganze Aufmerksamkeit schenken, wenn erst der Friede im Lande hergestellt seyn und nicht mehr durch Auf⸗ ruͤhrer gestoͤrt werden wird. Alsdann werden Wir im Stande
und eine Uns 1
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