VDVporderhaͤusern, einem Hofraume und einem Hinter⸗ Gebaͤude bestehen, sollen in nothwendiger Subhasta⸗
1“ m s
Bekanntmachungen.
Edictal⸗Citation. n; „Von dem Koͤniglichen Ober⸗Landesgerichte zu nigsberg werden der Friedrich Otto Eduard von Baczko, welcher im Jahre 1818 als Post⸗Eleve in Magdeburg spurlos verschwunden ist, und seit dieser Zeit nichts von seinem Leben und Aufenthalte hat hoͤren kassen; ingleichen dessen etwa zuruͤckgelassene undekannte Erben und Erbnehmer, zum Termine den 27. Juli 1835, Vormittags um 11 Uhr, vor dem Herrn Ober⸗Landesgerichts⸗Assessor Grafen Egloffstein zu ihrer schriftlichen oder persoͤnlichen Anmeldung unter der Verwarnung hiedurch vorge⸗ laden, daß ausbleibenden Falles der erstere fuͤr toͤdt erklaͤrt, und die letztern mit ihren Erbanspruͤchen an den Nachlaß desselben werden praeccludirt, und dieser
an die sich legitimirenden Erben wird ausgehaͤndigt
werden. 2 Urkundlich unter Vordruͤckung des groͤßern Insie⸗
gels und der verordneten Unterschrift ausgefertigt. Koͤnigsberg, den 14. “ 1834.
Koͤnigl. Preuß. Ober⸗Landesgericht.
Avertissement „Die im Lauenburgschen Kreise belegenen Guts⸗
und Gerechtigkeiten, welche nach den unterm 24. und 30.August 1832 aufgenommenen landschaftlichen Taxen und zwar der Antheil C. auf 2877 Thlr. 7 sgr. 11 pf. und der Antheil E. auf 4105 Thlr. A sgr. gewuͤrdigt worden, sind, da die in der fruͤhern Subhastation dieser Guts⸗Antheile Meistbietende gebliebene verehe⸗ lichte Gutsbesitzer Beckmann und Gutsbesitzer Jo⸗ hann von Jelowski ihre Zahlungs⸗Verbindlichkeit zu erfuͤllen außer Stande gewesen sind, auf Gefahr und Kosten derselben anderweit zur nothwendigen Sub⸗ hastation gestellt, und zum oͤffentlichen Verkauf ein Bietungs⸗Termin auf den 31. October , — Vormittags 10 Uhr, in unserm Partheien⸗Zimmer vor dem Deputirten, Ober⸗Landesgerichts⸗Rath Frei⸗ herrn von Troschke angesetzt worden; welches bier⸗ durch mit dem Bemerken zur oͤffentlichen Kenntniß gebracht wird, daß die Taxen, der neueste Hypothe⸗ ken⸗Schein und die Kauf⸗Bedingungen taͤglich in unserer Konkurs⸗Registratur eingesehen werden koͤnnen. Cöslin, den 2. Februar 1835. Civil⸗Senat des Koͤnigl. Ob
gemeiner
“ 8 5b
besonderen Kauf⸗Bedingungen koͤnnen in Registratur eingesehen werden. eweesegh
Danzig, den 20. Maͤrz 1835. S Koͤnigl. Preuß. Land⸗ und Stadtgericht.
Retardats⸗Kuündigung.
Nachfolgenden Gewerken, deren jetziger Aufenthalt
nicht aufzusinden gewesen und die von ihren Linthei⸗ len die Zubußen laͤnger als 3 Quartale restiren, na⸗ mentlich:
1) bei der Kobaldzeche: b 6 Herr Johann Heinrich Schulze zu Penig in Sachsen, wegen 52 Thlr. Zubußreste von 2 Kuxen: Herr Kaufmann C. J. Pötticher in Freien⸗ walde an der Oder wegen 6 Thlr. Zubußreste von 1 Kux; Herr von Bakhof sonst zu Schlettwein bei Poͤsnek, wegen 24Thlr Zubußreste von 2 Kuxen:
2) bei dem Berggebaͤnde Maximiliane sammt Hein⸗ richszeche: 1 . Herr Rittmeister Graf von Herzberg, sonst zu Aschersleben, wegen 32 Thlr. 18 sgr. 9 pf. Zu⸗ bußreste von 3 Kux; und Herr Apotheker Heese in Oranienburg, wegen 27 Thlr 18 sgr. 9 pf Zubußreste von 1 Kux;
wird hierdurch bekannt gemacht, daß, wenn sie bis mit Nr 6 Woche des Quartals Crunis laufenden
nzeiger fuͤr
unserer
den, sie ihrer Bergtheile fuͤr verlustig erklaͤret und
im Gegenbuche ausgethan werden sollen.
Kamsdorf bei Saalfeld, den 4A. April 1835.
Koͤnigl. Preuß. Henneberg.⸗Neustaͤdt. Berg⸗Amt.
—
Edictal⸗Citation.
1 ekanntmachung. Bei dem unterzeichneten Pupillen⸗Collegium steht die Vertheilung des Nachlasses des in Neuwedell verstorbenen Oberpfarres Schmidt bevor. Die et⸗ wanigen unbekannten Glaͤubiger dieses Nachlasses werden hiervon mit der Bedeutung in Kenntniß ge⸗ setzt, daß, wenn sie sich mit ihren Anspruͤchen hier binnen 3 Monaten nicht melden, die Masse demnaͤchst sofort getheilt werden wird, und sie sich alsdann nur an jeden einzelnen Erben nach Verhaͤltniß seines
praͤkludirt, und ihnen deshalb gegen die uͤbrigen
nen sich an die hierselbst fungirenden Justiz⸗Com⸗ missarien Kreilmann zu Erwitte und Schulenburg zu Lippstadt wenden, und selbige mit gehoͤriger Voll⸗
Da wir uͤber das Vermoͤgen des hiesigen Kauf⸗ manns Bernhard Cohen durch Verfuͤgung vom heu⸗ tigen Tage wegen klarer Insufficienz den Conkurs von Amtswegen eroͤffnet, auch dato den offenen Ar⸗ rest verhaͤngt haben, so wird dieses den Glaͤubigern des gedachten Gemeinschuldners hierdurch oͤffentlich bekannt gemacht, und ein Termin vor dem zur In⸗ struction des Conkurs⸗Prozesses ernannten Deputir⸗ ten, Ober⸗Landesgerichts⸗Assessor Meyer an der hiesi⸗ gen Gerichtsstelle auf den 27. Juli, Vormittags 5 Uhr praͤfigirt, in welchem saͤmmtliche Glaͤubiger ihre Anspruͤche an die Conkursmasse, sie moͤgen Na⸗ men haben wie sie wollen, gebuͤhrend anmelden, und deren Richtigkeit nachweisen muͤssen. Diejeni⸗ gen, welche in diesem Termine nicht erscheinen und ihre Forderungen nicht liquidiren, haben zu gewaͤrti⸗ gen, daß sie mit allen ihren Anspruͤchen an die Masse
Wö“ ein ewiges Stillschweigen auferlegt wer⸗ den soll. Unbekannte, oder zu erscheinen Verhinderte koͤn⸗
macht und Information versehen. In dem anberaumten Liquidations⸗Termine haben sich die Creditoren zugleich uͤber die Beibehaltun
Antbeils halten koͤnnen. 8 Frrankfurt a. d. OQ, den 14. Februar 1835. Koͤnigl. Preuß. Pupillen⸗Collegium.
Gerichtliche Vorladung.
In Willfahrung des Antrags der Erben des im Jahr 1811 hierselbst verstorbenen Commerzien⸗Raths Gottfried Michael von Vahl, werden alle diejenigen, welche an das von diesem auf die Extrahenten ver⸗ erbte, in Neu⸗Vorpommern im Grimmenschen Kreise belegene, gegenwaͤrtig verkaufte Grellenberg c. p. aus irgend einem Grunde Rechtens, Forderungen und Anspruͤche zu haben vermeinen, hiermit geladen, solche entweder am I. oder 21. April, oder aber am 11. Mai d. J., Morgens 10 Uhr, vor dem Koͤnigl. Hofgericht speciell anzumelden und zu beglaubigen, bei Strafe der Praͤcluston, welche durch den in ier⸗ mino den 1. Juni d. J. zu publicirenden Praͤclusiv⸗ Abschied erkannt und vollzogen werden wird.
Die ausfuͤhrlichen Ladungen, auf welche hier Be⸗ zug genommen wird, sind den Stralsundischen Zei⸗ tungen inserirt.
Datum Greifswald, den 3. Maͤrz 1835.
Koͤnigl. Preuß. Hofgericht von Pommern und Ruͤgen. Dr. Odebrecht, Hofgerichts⸗Rath.
gem Ermessen deshalb ex officio Verfuͤgung getroffen werden soll.
8 L“
Bekanntmachung.
8
Die zur Kaufmann Ernst Ludwig Hohnfeldtschen erbschaftlichen Liquidations⸗Masse gehoͤrigen, auf dem Langenmarkt hierselbst unter den Servis⸗Nummern 487 und 4A88 gelegenen und No. 7 und 20 in den Hypotheken⸗Buͤchern verzeichneten, auf 6089 Thlr. gerichtlich veranschlagten Grundstuͤcke, welche in zwei
fion verkauft werden. Hiezu ist ein Termin auf . den 1. September 1835, vor dem Auctionator Herrn Engelhardt in oder vor dem Artushofe angesetzt. b Die Taxe und die neuesten Hypotheken⸗Scheine Ioͤnnen in unserer Registratur, so wie bei dem Auc⸗ tionator eingesehen werden. Danzig, den 10. Februar 1835. Khnigl. Preuß. Land⸗ und Stadtgericht.
Bekanntmachung.
3
8 88
erhalten, wenn er mir gnuͤglich nachweist, daß er im gewordenen guten Ruf zu erhalten, und, in diesem Falle besonders, wird eine bedeutende baare Anzah⸗ lung von mir weder gewuͤnscht noch erwartet.
Unterhaͤndler direct an mich;
gethal im Fuͤrstenthume Moldau ersucht seinen angenommenen Sohn Constantin von Negry
Das jetzt dem Gutsbesitzer von Kleist zugehdrige, fruͤher dem Gutsbesitzer Haber zugehoͤrig gewesene, in dem Werderschen Dorfe Klein⸗ Zuender gelegene, und Nr. 2 in dem Hypotheken⸗Buche verzeichnete, auf 5462 Thlr. 23 sgr. A pf. gerichtlich veranschlagte Rustical⸗Grundstuͤck, welches in 4 Schulzen⸗Huben cullmisch Land eigener Qualitaͤt nebst Wohn⸗ und Wirthschafts⸗Gebaͤuden bestehet, soll in nothwendiger Subhastation verkauft werden.
Hierzu ist ein Termin auf
den 26. October c., Vormittags 11 Uhr, vor dem Herrn Justizrath Barnheim an der Gerichts⸗
stelle angesetzt. . Die Taxe, der neueste Hypotheken⸗Schein und die
oder Abaͤnderung des zum Interims⸗Curator un Contradiktor Amtsschreiber Herrn Hille unter der Verwarnung zu aͤußern, daß sonst nach pflichtmäaͤßi⸗
Gesecke, den 12. Maͤrz 1835. Koͤnigl. Preuß. Justiz⸗Amt.
Seebad auf Norderney).
Das Nordsee⸗Bad auf der Insel Norderney wird auch in diesem Jahre am 1. Juli eroͤffnet und am 15. September geschlossen werden.
Wegen Logis⸗Bestellungen wolle man sich an den Badeverwalter Koͤpke wenden, welcher desfallsige Auftraͤge prompt besorgen wird.
Aurich in Ostfriesland, im April 1835.
Der Koͤnigl. Bade⸗Commissair Graf Wed el.
Verkauf des Hoͤtel de Bavizdre in Leipzig
Wegen meines nunmehro vorgeruͤckten Lebensalters und da meine naͤchsten Erben die von mir zeither im Hôtel de Bavieère allhier betriebene Gastwirthschaft nicht uͤbernehmen wollen, bin ich gesonnen, dieses Grundstuͤck mit dem dazu gehoͤrigen vollstaͤndigen Inventar aus freier Hand zu verkaufen.
Sehr billige Kauf⸗Bedingungen soll der Abkaͤufer
Stande sey, den seit 0 Jahren dem Hause zu Theil
Die Kaufliebhaber lade ich daher ein, sich ohne zu wenden. Leipzig, den 15. April 1835.
Joh. Vitus Kistners Wwe.
Ritter Constantin von Honaki Groß Lo⸗
ihm Nachrichten uͤber seinen jetzigen Aufenthalt mit⸗ tels der Großhandlung H. C. Popp in Wien zu ge⸗ ben, wo er sowohl Hrfefe von seiner Familie, als auch alle Mittel zur Ruͤckkehr in den Schooß der Sei⸗ nigen bereit finden wird.
Maadbe-TEnaun ,1eeta ere. 5 2
Literarische Anzeigen. Hoͤchst wichtige Schrift fuͤr deutschen Ge⸗ werbfleiß und deutsche Landwirthschaft.
Bei G. Basse in Quedlinburg ist so eben erschie⸗ nen und in allen Buchhandlungen zu haben, in Ber⸗ bei Ludwig Oehmigke, Burgstraße Nr. 8: Praktische Anweisung zur Fabrikation des
Runkelruͤben⸗Zuckers nach den neuesten vortheilhaftesten Methoden. Von Dubrunfaut und v. Dombasle. Nach dem Franzoͤsischen Fezhnehet und mit Zusaͤtzen vermehrt. . Mit 4 Taf. Abbildungen. Fvo. Preis 1 Thlr 19 sgr. Unvberechenbar sind die Vortheile, welche die in neuester Zeit hoͤchst vervollkommnete Fabrikation des
—252 IEüEmNU
Antheile Schimmerwitz C. und E. nebst Pertinenzien Jahres ihre Zuschußreste nicht abgefuͤhret haben wer-
von Fried Ferd. Ad. Sack, Koͤnigl. Preuß. Hof⸗ und Domprediger, und Karl Heinr. Sack, ord. Prof. d. Theol. an der Rhein. Friedrich⸗Wilhelms⸗ Universitaͤt, bisherigem Pfarrer der evangelischen Ge⸗
erschienen:
Herausgegeben von den Lehrern der hoͤhern Buͤrger⸗
zaͤhlungen, Gedichte, Fabeln u. s. w., von welchen mehrere sehr umfassend sind, wie z. B. die Erzah⸗ lungen uͤber Luther, Friedrich II., den Deutschen Freiheitskampf, u. a. m., in der sorgfaͤltigsten Aus⸗
schoͤne Absicht der Herausgeber: ein gutes, vpassen⸗
der Gymnasien und die hoͤhern Klassen der Elementarschulen zu liefern, dadurch zu unter⸗ stuͤtzen, daß dieses Schulbuch nach seinem Umfange und der ihm gegebenen Ausstattung, zu den wohl⸗ feilsten gehoͤrt, welche zu haben sind, dessen Einfuͤh⸗ rung also wesentlich erleichtert ist. Mit Vergnuͤgen wird jede Buchhandlung den sehr geehrten Vorste⸗ hern von Lehranstalten auf gefaͤlliges Verlangen die⸗ ses Lesebuch zur Ansicht mittheilen. — Der erste Theil (Preis 10 sgr.) hat sich seit seinem Erscheinen einer ausgezeichneten Theilnahme zu erfreuen und ist in vielen namhaften Lehranstalten eingefuͤhrt. selbe ist auch vom zweiten Theil nicht ohne Grund zu erwarten
nehmen Bestellung darauf an; in linsche Buchhandlung (Ferdinand Muͤller), Breite Straße Nr. 23.
moderne par M. Schoell, die Bände XXXXV. XXXXVI. 1. 2., resp. Subscribenten gegen Zahlung von 1 Thlr. 12sͤgr. in Emplang genommen werden.
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der geistigen Getraͤnke, nach praktisch bewaͤhrten Er⸗ fahrungen. Von A. L. Mo eves, Apotheker erster— 84
Klasse, geheftet. Preis 25 sqgr.
die Pr. 1
Zuckers aus Runkelruͤben, fuͤr Deutschland herbei⸗ fuͤhren wird. Bald werden die Vorurtheile bekaͤmpft sein, welche sich den Runkelruͤben⸗Zuckerfabriken noch immer entgegen stellen; eine neue Aera erhoͤheten Wohlstandes wird dann fuͤr die Grundbesitzer begin⸗ nen. Frankreich insbesondere haben wir die wichtig⸗ sten Verbesserungen in diesem neuen, nuͤtzlichen In⸗ dustriezweige zu verdanken; denn mehre Hundert Fa⸗ briken liefern dort an Tausende von Raffinerien den Rohzucker aus Runkelruͤben. v
“
Erschienen und so chen in unterzeichneter Buchhandlung an- gekommen:
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Jeder,
der auch nur eine von diesen 3 Bibel-Ausgaben bestelit, erhält einen grofsen und herrlichen
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. . 2 . .
stimmt. Stuhrsche Buchhdl. in Berlin, “ Schlossplaltz No. 2
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Hermanni, G., Opuscula. Vol. VI. 3 Thle.
Hieraus besonders abgedruckt:
Hermann's. G., Recension von Herrn K. 0.
Müller's Eumeniden d. Aeschylus. 1 Thlr. 15 sgr. Seymour's C. A. E., general English and Ger- man Glossary. Revised and augmented by Dr. J. G. Flügé l. Cartonnirt. 1 Thlr. 10 sgr. Leipzig, im Maͤrz 1835. de — Ernst Fleisch r.
—
In meinem Verlage ist so eben erschiene.
Petee d i g een
meine zu Bonn. gr. 8vo. Preis 1 Thlr. 10 sgr. Bonn, im Maͤrz 1835. Eduard Weber.
In Berlin zu haben bei F. Duͤmmler und in den uͤbrigen Buchhandlungen.
Im Verlage von Riegel in Potsdam ist so eben
Lesebuch fuͤr Preußische Schulen. Zweiter Theil
schule zu Potsdam 36 Druckbogen, schoͤn 8Set auf weißem Papier. 17 l sgr. Dieser zweite Theil enthaͤlt 297 verschiedene Er⸗
wahl. Der Verleger hielt es fuͤr seine Pflicht, die
des und gemeinnuüͤtziges Lesebuch fuͤr die hoͤheren Buͤrgerschulen, die untern Klassen
Das⸗
Alle Buchhandlungen des In⸗ und Auslandes
n Berlin die Ens⸗
eußischen Staaten.
Land⸗ und Hauswirthschaft 1835 befindet sich i sehr guͤnstige Recension dieses wirtl brauchbaren Buches.
8 Neues Journal fuͤr Landwirthschaft Im Verlage der Unterzeichneten erscheint von he an und ist durch alle solide Buͤchhandlungen, so durch die Loͤblichen Post⸗Expeditionen zu dezieyen Central⸗Blatt fuͤr Landwirhschaft und verwandte Gewerbe, redigirt von Dr. Victor Jacobi, Privat⸗Doe der Land⸗ und Staatswirthschaft an der Unibens
b Leipzig.
Der Preis des 12 gr. Saͤchs.
Der Preis des halben Jahrganges ist 1 gh. 18 gr. Saͤchs, und wird bei Bestellung praͤnumen Diese Zeitschrift ist bestimmt, aus dem gesammg Bereiche der Landwirthschaft und der damit häuf verbundenen technischen Gewerbe, das Neutz und Bedeutendste an Erforschun fahrungen, Entdeckungen und Erfindu gen, dem landwirthschaftlichen Publikum in gedrig ter Kuͤrze fortlaufend vorzulegen. Zu dem Ende he dieselbe hauptsaͤchlich Auszuͤge aus der saͤmmtlige deutschen und auswaͤrtigen Journal⸗ und neuen gh cher⸗Literatur, und nur ausnahmweise kurze Origin Aufsaͤtze uͤber wichtige Materien darbieten. Hierdmn hoffen wir, bei dem großen Umfange und immer nehmendem Wachsthum der oeconomischen Liternne die Uebersicht des wissenschaftlich Interessanten wohl, als des practisch Brauchbaren auf aͤhnle Weise zu erleichtern, wie dies bereits in andern 9“ und mit Dank aufgenommen we en ist..
Leipzig, am 1. April 1835.
Breitkopf u. Haertel
gen, E.
Für Medicinal- und Polizei-Beamte, OH behörden, Thierärzte und Landwirtle Einladung zur Subscription ohne Vorau- zahlung auf nachstehendes Werk. Repertorium der Preussischen Veterinär-Polizeigesel herausgegeben von Voldemar Gielen, Königl. Preufs. Kreis-Thierarzte. Nordhausen, 1835. Bei Wilhelm Köhne Vorstehendes enthält in fünf Abschnitten: J. 0 ordnungen, welche die bei der Handhabung Veterinär-Polizei mitwirkenden Personen beira II. Verordnungen, welche zur Verbesserumg Viehzucht erlassen wurden. III. Gesetzliche se schriften für den Viehhandel. IV. Vorschristenn Beobachtung der Reinlichkeit ete. beim Schlacke und Fleischbeschau. V. Verordnungen wegen! vendung und Unterdrückung epizootischer Im heiten der Hausthiere, und wegen des von ka thieren zu besorgenden Schadens. Eine vpolba dige Sammlung aller Gesetze, Verordnungen,] lehrungen etc., welche in Bezug auf Vetetüur-) lizei von den Königl. Preuss. Behörden cas wurden; ein höchst vollständiges und streng betisch geordnetes Register beschliesst das J und erleichtert dessen Gebrauch. Der Herausgeber dieser Sammlung, w'édarche bisher bestandene Lücke in der veterinär-wis schaftlichen Litteratur ausgefüllt wird, ist übene dafs dieselbe nicht bloss seinen Herren Col- sondern auch jedem Preussischen Medicinal-Poh Beamten, so wie den Ortsbebhörden und mandh Landwirihe wegen ihres praktischen Nutzewd willkommene Erscheinung seyn dürlte. Heiligenstadt, im April 1835. W. Gielen.
Königl. Preuss. Kreis-Tliern
Vorstehendes Werk, zwischen 26 hbis 30 Uh- siark, in gr. 8vo., auf gutes weisses . mit ganz neuen Lettern gedruckt, wird Milt d. J. in meinem Verlage erscheinen. Der Sqdhecff tions-Preis beträgt pro Bogen 2 sgr. Der meelleri Ladenpreis wird um ¼ höher seyn. Alke wld Buchhandlungen nehmen Subscription an, mäehs die Stuhrsche Buchhandlung in Berlin, Klobs-
blatz No. 2. Nordhausen, im April 1835. 8 1“ W. Köbne.
Bei Ed. Leibrock in Braunschweig erschia, eben und ist in allen Buchhandlungen zu haben Berlin bei C. F. Amelang, Bruͤderstraße Rr. bei E. S. Mittler und in der Stuhrschen Be handlung): Gelpke, Prof. A. H. Ch., uͤber die Entstehun⸗ art und Beschaffenheit der Kometen, wie . uͤber die Bahn und den Lauf des Halleysce Kometen fuͤr das Jahr 1835. Mit 3 Kuhse
1“ 6 ] ““ 8 7 2 2 8 . . So eben ist der Schluss des Cours d'histoire
angekommen, und kann von den
Zugseich werden diejenigen resp. Subscribenten,
Vollständige Exemplare, 27 Vol., sind noch zu
Duncker und Humblot,
Französische Stralse No. 20 a.
Die Destillirkunst
14 Bogen in 8vo. — In Nr. 10 des Leipziger Universal⸗Blattes fuͤr
Preis 12 ½ sgr. Der beruͤhmte Name des Verfassers dieses klain Werkes buͤrgt fuͤr den Werth desselben, deshalb darf solches wohl weiter keiner Empfehlung.
So eben ist in unserm Verlage volllstaͤndigg
schienen und in allen Buchhandlungen zu haben:
Washington Irvings Wanderbuch. Erster Theil.
Reise durch die Prairieen voch licher
in einer so anti-nationalen Kammer die Fragen immer nur nach persoͤnlichen wußte sehr ernste Pruͤfung nicht 18 war daher
Aus dem Englischen. Preis der vier Hefte 19 Veit & Comp., Obervllstr. Nr.
Im Verlage von Pietro Mechetti in Wien eben erschienen und hbei mir für 15 sgr. 2u h; 8 Joseph Lanner.
Abschied von Pesth. Monument-Walzer für das Pianoforte. 0. 1 Die neuesten von Lonner in den Original- gaben bei Mechetti in Wien erschienenen 0 sitionen sind ebenfalls bei mir vorräthig. T. Trautwein in Berlin, Breitestrasse No. 8.
ganzen Jahrganges ist 3 xhl⸗
aber
wissen, unterdruͤckt den Zweifel und spornt die Schwachen und Indolenten an.
also eben so viel rechnen kann sofern von den Ministern abhaͤngen, als sie die großen Lieferun⸗ 9 haben oder die Bankgeschaͤfte machen. och 50 andere Deputirte hinzu, die gern ein Staatsamt erha⸗
Amtliche Nachrichten.
Kronik des Tages.
Des. Koͤnigs Majestaͤt haben dem Guts⸗Administrator Wil⸗ elm Ritz zu Breitenwerder, im Friedebergschen Kreise der
geumark, die Rettungs⸗Medaille mit dem Bande zu verleihen
truht.
Angekommen: Der Fluͤgel⸗Adjutant Sr. Majestaͤt des gaisers von Rußland, Rittmeister Fuͤrst Basile Dolgorucky, con Leipzig.
Der Großherzoglich Badische Geschaͤftstraͤger am hiesigen Fofe, Major von Frankenberg⸗Ludwigsdorff, von Lud⸗ vigslust. eDer General⸗Major und Commandeur der 7ten Landwehr⸗ Prigade, von Monsterberg, von Magdeburg.
Abgercist: Se. Durchlaucht der Kaiserl. Oesterreichische zimmerer, Fuͤrst Adolph von Schwarzenberg, nach Wien.
r1
cht
718
en.
Frankreich.
Paris, 19. April. Das Journal des Dobats aͤußert
heute uͤber die Annahme des Gesetz⸗Entwurfs wegen der Nord⸗Amerikanischen Schuldforderung folgendermaßen: „Der Gesetz⸗Entwurf ist mit einer Majoritaͤt von 152 Stimmen und it einem Amendement angenommen worden, wonach erst dann virklich Zahlung geleistet werden soll, wenn die Nord⸗Amerikani⸗ sch Regierung eine Ehren⸗Erklaͤrung in Bezug auf die Botschaft hes Praͤsidenten Jackson abgegeben hat. Wir koͤnnen diesen Vor⸗ hehait nur loben, indem er in angemessener Weise das Interesse inserer Nationalwuͤrde mit dem Interesse der Gerechtigkeit ver⸗ kindet. Da wir schuldig sind, so bezahlen wir; da aber die ver— angte Schuld in einem nichts weniger als gemaͤßigten Tone ver⸗ angt worden, so begehren wir, daß vor der Zahlung der National⸗ vuͤrde ein Genuͤge geschehe. Dies ist ein Verfahren, wie es sich fuͤr ein großes Volk ziemt, das eben so sehr uͤber Drohungen als uͤber die Absicht haben ist, eine Beleidigung zu benutzen, um sich quitt zu er— läiren. Beleidigungen koͤnnen uns nie der Pflicht “ ine rechtmaͤßige Schuld zu zahlen; sie legen uns nur die Pflicht huf, eine Genugthuung zu verlangen. Die Oppositions⸗Blaͤtter werden gewiß laut schreien, und eins derselben (der „Messager“; jehe unten) schon jetzt, daß die Kammer sich denatio⸗ alisirt habe. Es ist indessen stets die Rolle der Opposition ge⸗ vesen, im Voraus ihren Sieg zu verkuͤnden, und, wenn sie sich paͤterhin getaͤuscht sah, zu Declamationen ihre Zuflucht zu neh⸗ en und ihren Gegnern alle Einsicht und Redlichkeit abzuspre⸗ hhen. Jetzt bleibt ihr nur noch ein Trost uͤbrig, naͤmlich das Amendement zum ersten Artikel, durch dessen Annahme dem Ministerium eine schwere Verantwortlichkeit aufgelegt vorden seyn soll. Wir lassen dieser Taktik Gerechtigkeit viderfahren, und wetten im Voraus, daß, was Amerika auch thun moͤge, die Opposition die gegebene Genugthuun fͤr unzureichend halten wird. Die Kammer wird spaͤterhin auch dleruͤber Richter seyn. — Jetzt noch Ein Wort. Herr Livingston lte, insosern der Traktat verworfen wuͤrde, mit seinem ganzen bgesandtschafts⸗Personale Frankreich verlassen. Der Traktat ist aher von der Deputirten⸗Kammer angenommen worden und wird es hoffentlich bald auch von der Pairs⸗Kammer werden. Viel⸗ licht wird Herr Livingston es gleichwohl fuͤr angemessen halten, von Allem, was sich zugetragen, seiner Regierung persoͤnlich Bericht abzustatten, damit er sich nicht aufs neue der Gefahr ven feine Korrespondenz publizirt zu sehen. Vielleicht auch
wurd die Amerikanische Regierung es fuͤr angemessen halten, ihn nicht nach Frankreich zuruͤckzuschicken, um ihm die Verlegenheit zu erspa⸗
ren, die Hr. Livingston, nach den ihm von der Rednerbuͤhne herab beigemessenen geschriebenen Worten, unfehlbar empfinden muͤßte. ir tadeln die Amerikanische Regierung nicht, daß sie die Depe⸗ schen des Herrn Livingston so rasch und so vollstaͤndig publizirt hat. Der nach der dortigen Verfassung uͤbliche Gebrauch erforderte dies vielleicht; eine solche Oeffentlichkeit muß aber oft die Folge haben, daß dieser oder jener Diplomat aufgeopfert wird, da Nie⸗ mand verlangen kann, daß ein Unterhaͤndler, der oͤffentlich die egierung, bei welcher er beglaubigt ist, gelaͤstert hat, auch in der Folge noch in dem von ihm beleidigten Lande gern gesehen werde. Aus allen diesen Gruͤnden halten wir den fernern Aufent⸗ alt des Herrn Livingston in Paris fuͤr sehr schwierig und seine üͤckkehr fuͤr sehr ungewiß.“
Auch die uͤbrigen hiesigen Blaͤtter stellen bereits ihre detrachtungen uͤber die Abstimmung der Kammer in Ansehung Forderungen der Nord⸗Amerikanischen Regierung an. „Noch a’, sagt die Gazette de France, „hat es seit der Juli⸗ Kevolution einen so lebhaften Kampf in der Kammer gegeben, nie ist der beklagenswerthe Geist dieser Versammlung deut⸗ hervorgetreten. Die erfolgte Abstimmung beweist klar, daß
Das Ministerium daß die Nord⸗Amerikanische Frage eine
bestehen koͤnne, und der Herzog von Bro⸗ auf den klugen Gedanken gerathen, aus der⸗ Iben eine Kabinets⸗Frage zu machen. Eine Kabinets⸗Frage regt das persoͤnliche Interesse gewaltig an, erstickt das Ge⸗
Interessen entschieden werden. wohl,
Es giebt in der Kammer 168 salarirte Beamte, Stimmen, auf die das Ministerium unbedingt ; uͤberdies giebt es mindestens 50 Personen, die in⸗
Rechnet man nun
schen moͤchten, so erhaͤlt man die bedeutende Zahl von 268. Kein Wun⸗ der also, daß ein Gesetz⸗Entwurf, bei dem es sich um die Existenz des Ka⸗ binets handelte, mit einer starken Majoritaͤt angenommen worden ist.“ — Die AQuotidienne beginnt ihren Artikel mit folgenden Worten: „Wir hatten eine zu gute Meinung von der Kammer; wir bitten deshalb das Land um Entschuldigung. Die Majori⸗ taͤt, welche so eben die 25 Millionen votirt hat, steht nicht hoͤher als diejenige, welche gestern das Amendement des Herrn Bignon verwarf. Fast die ganze Presse hat sich mit uns getaͤuscht, und sogar ein wenig staͤrker als wir.“ Das gedachte Blatt spottet hiernaͤchst uͤber das Amendement des General Vala ze, wonach vor einer zufriedenstellenden Erklaͤrung uͤber die Botschaft des Generals Jackson keine Zahlung geleistet werden soll. Wenn die Vereinigten Staaten nur Geld bekaͤmen, meint dasselbe, mit einer Ehren⸗Erklaͤrung, die im Voraus abgekartet sey, wuͤrden sie nicht karg seyn. „Diese Sitzung“, so schließt die Auotidienne nachdem sie der Gpposition ehrenvoll gedacht, „diese lebhaft auf⸗ geregte Sitzung, wo die Centra mit einem schwer zu bezeichnen⸗ den Eifer einen Tribut an Amerika vokirten, und wo der tiefe Un⸗ wille der unabhaͤngigen Deputirten einen edelmuͤthigen Kontrast mit einem unedlen Ministerialismus zeigte, wird wie ein ver⸗ haͤngnißvolles Merkmal auf der Stirn der Urheber und Billiger des Traktats der 25 Millionen bleiben. Eine solche Pruͤfung mußte Frankreich noch bestehen. Diesmal ist die Lection voll⸗
aͤndig; es fehlt nichts, nicht einmal jener bittere Spott eines
mendements, in welchem von der Wuͤrde Frankreichs die Rede ist, und das die Sorge um diese Wuͤrde den Haͤnden einer Macht anheimstellt, der das Land eine Erniedrigung mehr und 25
Millionen weniger zu verdanben hat.“ — In ahnlicher Weise aͤußert
sich der Réönovateur. „Die Kammer“, sagt dieses Blatt, „hat den Traktat ohne irgend eine Ruͤcksicht auf die National⸗ Ehre und die Interessen des Landes bestaͤtigt. Wir wundern uns uͤber dieses Resultat nicht; es ließ sich voraussehen. Wir wußten, daß Beweggruͤnde, die man nicht gern eingesteht, das Verfahren der Maäjoritaͤt auch bei dieser Gelegenheit leiten wuͤr⸗ den. Wir konnten uns hieruͤber nicht taͤuschen, da wir die Kam⸗ mer kennen; indessen haͤtten wir doch kaum geglaubt, daß es in derselben nur 137 Buͤrger gebe, die von ihrem hohen Berufe innig genug durchdrungen sind, um sich zu weigern, die Wuͤrde und das Interesse ihres Landes einer geheimen hothwendigkeit aufzuopfern.“ — Der Constitutionnel beklagt das Votum als ein trauriges Resultat, das gleichwohl vorauszusehen gewesen sey; ergiebt sich jedoch darein, als in eine Art politischen Schicksals, lahe man weiter nicht aͤndern koͤnne. Auch will dieses Blatt in der Annahme des Gesetzes keinesweges einen ministeriellen Sieg er⸗ blicken. Viele Deputirte seyen durch persoͤnliche Interessen be⸗ stimmt worden; und wie Unrecht sie auch hierin gehabt, so wuͤr⸗ den sie jetzt hoffentlich ihre Unabhaͤngigkeit von dem Ministerium um so mehr bewahren und verstaͤrken, als sie diesem momentan zu Huͤlfe gekommen waͤren. Andere Deputirte seyen durch alte Ruͤcksichten gegen Amerika, durch ein frommes Andenken an den General Lafayette 9 bewogen worden, die 25 Millionen zu bewilligen; dahin gehoͤre selbst Herr von Tracv. Wenn man die 80 Stimmen, die zu dieser Kategorie gehoͤrten, von der Majo⸗ ritaͤt in Abzug bringe, so bleibe nur noch die Zahl der Deputir⸗ ten uͤbrig, welche immer blindlings fuͤr das Ministerium stimmten. — Der Temps stimmt mit dem Constitutionnel darin uͤberein,
der Opposition enthalte, indem mehrere Oppositions⸗Mitglieder s Mi erlezenheit haͤtten retten und sich selbst die Verantwortlichkeit einer Niederlage desselben haͤtten
daß die Majoritaͤt fuͤr das Gesetz sher mannigfaltige Elemente
das Ministerium aus einer großen?
ersparen wollen. Das gedachte Blatt vermißt jedoch hierin einen edeln und muthigen Sinn und tadelt zugleich die Haͤupter der Opposition, daß sie aus falscher Bescheidenheit ihre Zustimmung nicht scharf motivirt und hierin der Partei Stanley in Eng⸗ land nachgeahmt haͤtten, welche in den letzten Kaͤmpfen momentan eine aͤhnliche Inkonsequenz bewiesen habe, ohne doch ihrem Charak⸗ ter als Whig⸗Partei etwas zu vergeben. Zum wenigsten haͤtte das Ministerium dieses Opfer als Bedingung einer guͤnstigen Allianz mit Amerika benutzen sollen. Uebrigens sey es nicht diese Frage, welche die Existenz des Ministeriums bedroht habe; vielmehr werde erst die Frage uͤber die 1,200,000 Fr. zu geheimen Fonds hieruͤber ent⸗ scheiden. Hier erst wuͤrden die Parteien einander frei gegenuͤbertreten, und aus der einmal konstatirten Minoritaͤt werde sich der Kern einer Majoritaäͤt bilden. — Der Courrier frangais beleuch⸗ tet noch einmal die letzten Amendements der Herren Isambert und von Rancé. Es werde eine Zeit kommen, meint derselbe, wo das Ministerium fuͤr den schmachvollen Traktat der 25 Millio⸗ nen Rechenschaft werde ablegen muͤssen. Der Parteihaß erloͤsche mit der Zeit; aber die dem Namen eines großen Volkes ange⸗ thanen Flecken verwischten sich nicht. Das angenommene Amen⸗ dement (des Generals Valazé) gebe uͤbrigens nicht die mindeste Buͤrgschaft, da an die zu verlangende zufriedenstellende Er⸗ klärung die Bedingung der Veroͤffentlichung derselben nicht ge⸗ knuͤpft sey. — Der Messager sucht zuerst zu zeigen, warum die Opposition in allen wichtigen Fragen de eee g n muͤsse, in⸗ dem das Ministerium eine kompakte Masse, die Opposition aber nur einzelne Elemente bilde. Das Ministerium mit seinem kla⸗ ren Zwecke und entschiedenen Willen ziehe an die Pha⸗ lanx, uͤber die es von vorn herein disponire, die ganze schwan⸗ kende und furchtsame Masse der Kammer heran; Alles sey hier deutlich und entschieden; eine herrschende Idee, die Idee der Er⸗ haltung des Kabinets regiere das Ganze. Mit 160 Deputirten, die vom Ministerium abhingen, werde es diesem um so leichter, seine Gegner niederzuhalten, als diese sich theilten, um nach ih⸗ rem Gewissen zu votiren. „Die Bewilligung der Amerikanischen Entschaͤdigungs⸗Forderung“, fuͤgt das gedachte Blatt hinzu, „wird die Kammer noch unter diejenige stellen, welche die Emigran⸗ ten⸗Entschaͤdigung votirt hat. Wir sollten uns schaͤmen: nach einer Debatte, die uͤber die Flecken des Traktats vom 4. Juli ein so helles Licht geworfen hat, nach so vielen den Unterhaͤnd⸗ lern zur Unehre gereichenden Aufschluͤssen, nach so vielen Aus⸗
fluͤchten der Vertheidiger des Vertrags, beeilt die Kammer nichts⸗
destoweniger sich, das Gold und die Ehre ihres Landes
den Prahlereien des Generals Jackson aufzuopfern. Die Kammer, die einer 1. Handlung faͤhig war, hat sich denationalisirt.“ er National endlich unterwirft die ganze Debatte noch ein Mal einer ausfuͤhrlichen 8 und schließt seinen Artikel mit folgenden ironischen Worten; „So waͤre denn diese beklagenswerthe Angelegenheit beendigt, und uns bliebe nur noch uͤbrig, den verschiedenen Unabhaͤngigen Maͤnnern fuͤr den vortrefflichen Erfolg zu danken, den wir ihnen schuldig sind. Welche schoͤne Depesche wird Herr Livingston nicht noch an demselben Abend seiner Regierung geschrieben ha⸗ ben. Jetzt kommt die Reihe an den ßuͤrsten bubecke Die Kammer ist auf gutem Wege; er mag sich daher nur melden; er wird gut empfangen werden. Wir haben Geld fuͤr alle Welt.“
Im heutigen Journal de Paris liest man: „Als wir gestern apjeigten, daß die von Seiten der April⸗Angeklagten ge⸗ waͤhlten Rechts⸗Beistaͤnde von dem Praͤsidenten des Palrshoses die Erlaubniß erhalten haͤtten, mit ihnen in Verbindun zu tre⸗ ten, zogen einige Journale hieraus den Schluß, der Häirshof habe sich hierdurch gegen die Verordnung vom 30. Maͤrz und gegen das Urtheil des Koͤniglichen Gerichtshofes vom 13. April erklaren wollen. Um sich dergleichen Behauptungen zu erklaͤren, muß man glauben, daß entweder jene Herren von sgber Leiden⸗ 1g stark verblendet werden, oder daß ihre Neigung, mit ihren esern einen Scherz zu treiben, sehr groß ist. er saͤhe in der That nicht ein, wie vollkommen uͤbereinstimmend jene Bewilli⸗ gung sowohl mit der Verordnung vom 30. Maͤrz, als mit dem Urtheile des Koͤniglichen Gerichtshofes von Paris und eben so mit der von dem Pairshofe gefaßten Resolution ist, bloß Mit⸗ glieder des Advokatenstandes zu den Debatten zuzulassen. Wir haben schon bemerkt, und koͤnnen es nicht oft genug wiederho⸗ len, daß der Pairshof durch die Zuruͤckweisung der von den An⸗ geklagten zu ihren Rechts⸗Beistaͤnden gewaͤhlten gleichgesinn⸗ ten Freunden nur eine Schicklichkeits-Maßregel in dem In⸗ teresse der Ordnung, die bei den Debatten herrschen muß, treffen wollte; daß er jedoch stets bereit seyn wuͤrde, so weit es von ihm abhinge, jenes Interesse mit dem der Freiheit der Vertheid igung in Einklang zu bringen; und eben davon hat der Praͤsident des Pairshofes einen Beweis gegeben, indem er die Angeklagten au⸗ torisirte, sich vorweg mit denjenigen ihrer Freunde zu besprechen, de⸗ ren Rathschläge sie einholen zu muͤssen glauben. Allein diese Autorisation begreift Seitens des Praͤsidenten gar keine Entsa⸗ gung auf das gesetzliche Recht in sich, wovon er Gebrauch machen zu wollen bereits angekuͤndigt hat, das Recht, Niemanden vor dem Pairshofe das Wort zu gestatten, als den Advokaten oder Sachwaltern. Auf diese Weise werden, bevor die Debatten ih⸗ ren Anfang nehmen, die Angeklagten die erforderliche Zeit gehabt haben, ihre Freunde und Beistaͤnde zu konsultiren; sie werden von dem Gerichtshof allen nur moͤglichen Vorschub erhalten haben, um ihre Vertheidigungsmittel mit jenen vorzubereiten, und werden von diesen Mitteln entweder selbst oder durch einen Advokaten oder Sachwalter, den sie auch jetzt noch in ganz Frankreich zu waͤhlen die Freiheit haben, Gebrauch machen koͤnnen. Hiernach wuͤrde es uͤberfluͤssig seyn, auf das Abgeschmackte der Ansicht hin⸗ zuweisen, daß in jenem Schritte des Praͤsidenten irgend ein Tadel gegen die Verordnung vom 30. Maͤrz, welche eben so sehr auf das Recht als auf die Billigkeit gegruͤndet ist, oder gegen ein Urtheil liege, womit die Opposition sich weit weniger zufriedon zeigt, seitdem die Bekanntmachung des Textes ihr nicht mehr er⸗ laubt, es zu entstellen.“
Die Sendung des Lord Elliot nach Spanien veranlaßt den Courrier frangais zu folgenden Bemerkungen: „Als wir von dem Zwecke der Mission des Lord Elliot Mittheilung mach⸗ ten, zeigten wir zu gleicher an, daß die Franzoͤsische Regie⸗ rung bei dem Madrider Hofe und beim General Mina Schritte gethan habe, um den Grausamkeiten, welche fast jedem Hand⸗ gemenge zwischen den Karlisten und Christinos folgen, ein Ziel zu setzen. Die im Namen Frankreichs gemachten Vorstellungen sind dem General Mina nicht zu Ohren gekommen, und man muß es zu seiner Entschuldigung sagen, nur allmaͤlig kam er 15 dem Systeme, welches man ihm heute zum Vor⸗ wurf macht. as wird der General Valdez thun, den man als seinen Neac hg bezeichnet, wenn die Anhaͤn⸗ ger des Don Carlos fortfahren, Grausamkeiten zu begehen, wie sie 8 schon begangen haben! Die Mission des Lord Elliot ist bei Don Carlos gescheitert (?) und die Veraͤnderung des
uglischen Ministeriums raubt ihr uͤberdies ihren Charakter. Wenn die Insurgenten von Navarra und Biscaya ihre alten Grausamkeiten wieder anfangen, so muß man befuͤrchten, daß der General Valdez sich nicht verpflichtet halten wird, bei den Re⸗ pressalien, in welche Mina sch leider eingelassen hat, stehen zu bleiben, und daß die Menschheit noch lange uͤber einen Zustand der Dinge zu seufzen haben wird, der unser Zaitalter ent⸗ wuͤrdigt.“
Wegen des heutigen
Osterfestes werden morgen die hiesigon
Zeitungen nicht erscheinen.
Großbritantlen und Irland.
Parlaments⸗Verhandlungen. Oberhaus. Sitzu
vom 18. April. um 5 Uhr nahm der aens da Lyndhurst) 2 Sitz auf dem Wollsack ein. Das Haus war edraͤngt voll von Pairs. Lord Melbourne, der Marquis von ansdowne, Graf Mulgrave, Graf Albemarle, Graf Errol, der Herzo von Norfolk und Lord Auckland nahmen ihren Sitz auf den Ministerbaͤnken. Der Herzog von Wellington, der Herzog von Cumberland, der Herzog von Buckingham, der Graf Aber⸗ deen, der Graf Roßlyn, der Marquis von Londonderry und der
erzog von Gordon 9. sich auf die Oppositions⸗Seite des
auses. Lord Brougham nahm auf der ministeriellen Seite latz, dicht hinter den Baͤnken des Schatzamts. Nachdem einige ittschriften uͤberreicht waren, erhob sich dord Melbourne und machte die de. von seiner Ernennung zum ersten Lord des Schatzes, so wie von der seiner Kollegen 28 Kabinet. Er fuͤgte