1835 / 117 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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haaus der Stadt Schubin, à Vorwerken, 21 zinspflich⸗ tigen Bauerdoͤrfern, 9 einzelnen zinspflichtigen Eta⸗ Forst von 24,286 Morgen.

7 pf. ermittelt. Ein specieller Extrakt aus dieser Taxe

Herrn Ludwig Lessing (am Haakeschen Markte Nr. 12),

1 sehr guͤnstige Zahlungs⸗Bedingungen zuzusichern.

lien betreffend, werden alle diejenigen, welche ihre Abkunst von dem weiland Amtmann Johann Michael

1 Justine, geb. Haspelmacher zu Hornhausen und Con⸗

8

leicht umgestoßen werden koͤnnen, welches einerseits die Geistlichen zwar sehr empoͤrt, andererseits aber die liberal denkenden Maͤnner aller Parteien ihr gewonnen und das allgemeine Vertrauen zu ihr befestigt hat. Bald nach der Versammlung des Kongresses hielt Santana um Erlaubniß an, nach seiner Hacienda (Mango de lavo) bei Veracruz sich zuruͤckziehen zu duͤrfen, welche ihm ge⸗ waͤhrt und an seiner Stelle General Barragan zum Presidente⸗ interino gewaͤhlt wurde. Den Vice⸗Praͤsidenten Gomez Farias erklaͤrte der Kongreß fuͤr unfaͤhig und abgesetzt. Im Staate Veracruz sind viele Truppen versammelt, und ist Santana da⸗ her immer bereit, gegen die Widersacher seines Systems aufzu⸗ treten. In Tecpam, unweit Acapulco, wo ein Englaͤnder, Ashley, eine Baumwollenspinnerei hat, ließ ein Offizier, der als Trunken⸗ bold bekannt ist, es sich einfallen, eine kleine Revolution anzuzet⸗ teln und begann damit, jenes Etablissement anzugreifen, die Ein⸗ wohner Tecpams aber kamen Ashley zu Huͤlfe, und die Regie⸗ rung ergriff so scharfe Maßregeln, daß der Revolution sogleich ein Ende gemacht wurde. Wenige Wochen vorher, am 6. Ja⸗ nuar, wurde jene Gegend von einem Erdbeben heimgesucht, welches einen großen Theil Acapulco's zerstoͤrte, und auch mehrere Gebäͤude von Ashley's Spinnerei umwarf, wobei einige Deutsche Kaufleute von Mexiko, welche zum Besuche dort waren, in Lebensgefahr geriethen. Die Ausfuhr von Silber und Gold im J. 1834 ist unglaublich groß gewesen. Sie betrug nach offiziellen Anga⸗ ben 24 Milltonen Dollars, wozu wenigstens 2 Millionen gerech⸗ net werden muͤssen, die ausgeschmuggelt wurden. Gemuͤnzt wur⸗ den im vorigen Jahre 15 Millionen Doll., wovon 6 Millionen allein im Staate Zacatecas, wo mehrere Minen jetzt in Bonan⸗ a sind. Die Mine Fresnillo hat schon mehrere Wochen immer 70 Barren zu 130 Mark Silber die Woche geliefert. Die Mi⸗ nen des Deutschen Bergwerks⸗Vereins sollen gleichfalls jetzt guͤn⸗ stige Aussichten eroͤffnen, und freuen wird es uns, wenn unsere Landsleute endlich einigen Lohn fuͤr so viele Täaͤuschungen erhal⸗ en. Der Deutsche Linnen⸗Handel liegt noch immer ganz dar⸗ nieder, und es ist fuͤr ihn kein Heil zu hoffen, bis nicht dem enormen Schmuggeln von baumwollenen Waaren durch die noͤrd⸗ lichen Haͤfen Einhalt gethan wird. v;““

Inland.

Berlin, 26. April. Die Schlesische Zeitung meldet aus Breslau vom 22. April. „Durch den Konservator der hie⸗ sigen Universitaͤts⸗Sternwarte, Herrn Hauptmann von Bogus⸗ lawski, wurde in der Nacht vom 20sten zum Alsten die Ent⸗ deckung eines neuen Kometen gemacht, die sich durch die Beob⸗ achtung in der Nacht vom 21sten zum 22sten bestaͤtigte. Es ist nicht der Halleysche Komet, welcher den Berechnungen zufolge in den Hyaden des Stiers stehen sollte. Der neue Komet ist ti Sternbilde des Bechers und nur durch gute Fernroͤhre als ein runder Nebelfleck sichtbar. Er ruͤckt auf Regulus in Linien zu und scheint, zur Sonne eilend, der Erde vorlaͤufig nicht naͤ⸗ her zu kommen. Den weiteren Beobachtungen sieht man begiecrig entgegen.“

Man schreibt aus Duͤsseldorf vom 22sten d. M.: „Gestern Abend hatte ein Postillon des hiesigen Ober⸗Post⸗Amts, der die Schnellpost nach Krefeld gefahren, beim Zuruͤckreiten das Ungluͤck, mit seinen 4 Pferden in der Raͤhe des Dorfes Herdt im Rheinc zu ertrinken. Dieses Ungluͤck wurde wahrscheäinlich dadurch herbeigefuͤhrt, daß der Postillon seine Pferde dort hatte tränken wollen. Ein in der Naͤhe befindlicher Schaͤfer entdeckte erst enige Stunden spaͤter eines der Pferde todt im Wasser lie⸗ gend, und machte bei der Ortsbehoͤrde in Herdt Anzeige davon. Heute morgen wurde die Leiche des Postillons gefunden, und die Pferde wurden, ganz in ihre Geschirre verwickelt, herausgezogen.“ Berichtigung. Im gestrigen Blatte der St. Z., S. 469, Sp. 3, Z. 44 v. u. lies „1825“ statt „1835“, u. Z. 48

5. 288 2.2 v:⸗ 60 4

27“ statt „56,72

4 —7

Ausvartige Börscha. Amsterdam, 21. April. Niederl. wirkl. Schuld 56 ½. 52 do. 102 ½ Ausg. Schuld —. Kanz-Bili. 26. 9 Amort. 95 ¼. 3 ½ 8 80 9 Kuss. 98 ½. Oesterr 997. Lreuss. Präm.-Scheine 115 ¾. do. 4 ½ Anl. 101. Span. 5 48;3⁄.

Antwerpen, 20. April.

476

8 Hamburg, 21. April. 8 Engl. Russ. 106 ½. Hope in Cert. 99. Preuss. Präm.-Scheine 120 ⅛. Poln. 140. Dän. 75. Port. 94 ⁄. London, 21. April. Belg. 104 ⅜. Span. Cortes 69 ¾. Obl. v. 1834 4918. 2 ½ 3 K do. 59 107 ¾. Engl.-Russ. —. Bras. 88 ¼. Chili 57 ½. Mex. 51 ½. Peru 43. Wien. 21. April. 438 96 ½ ½3. Bank-Actien 1342 ½.

1

Cons. 3 % 92 ½. 68 ¼. Zinsl. 19 ½. 101 ½. Port. 99 ¼. lumb. v. 1824 54.

5 ½ Met. 102 ½. Noue Anl. 2 56.

593. 2 8

Meteorologische Beobachtung.

18335. Morgens Nachmitt. Abends Nach einmaliger 25. April. 6 Uhr. 2 Uhr. Beobachtung. be—-——“ aes eneeaaeie- 2 g E,,— Luftdruck. 836, 7o Par. 335,5 2 ar. 333,29 Par. Luftwaͤrme + 2,s °R.] + 9,0°R. + 5,2 °R. Thaupunkt, 1,0 °R. 4. 0,2 °R. + 4,6 *N Dunstsaͤttg 73 v„Ct. 48 pECt. 95 vCt. Wetter. regnig.

heiter. truüͤbe. g Wind NAW. NW. NW. Wolkenzug

MRoanh Tagesmittel: 335,177 Par. 5,7°0 R...

Quellwärme 6,5 °R. Flußwärme 7, 6 °N.

Bodenwaͤrme 6,1

/ Jb

Ausdünst. 0, 03 59“ Rh.

[Niederschlag 0, 1 4 6 Rh. + 1,3 29 R. 72 vCt.

91 B.

Koͤnigliche Schauspiele.

Montag, 27. April. Im Schauspielhause: Der Essighaͤnd⸗ ler, Drama in 2 Abth. (Neu cinstudirt. Hr. Seydelmann: Vater Dominique, als Gastrolle.) Hierauf: Die Zerstreuten, Posse in 1 Akt, von Kotzebue. Und: Der Ahnenstolz in der Kuͤche, Posse in 1 Akt, nach dem Franz., von Lembert. (Hr. Seydelmann: Vatel, als Gastrolle.)

Dienstag, 28. April. Im Opernhause: Jessonda, Oper in 3 Abth., mit Tanz. Musik von L. Spohr. (Hr. Versing: den Ober⸗Bramin, als Gastrolle.) 8

Im Schauspielhause: 1) Tartnffe, on: L'lmposteur, comé- die en 5 acles et en vers, par Molière. 2) Mr. Moufflet, ou: Le duel au 3me étage, vandeville comique en 1 acte.

Koͤnigstaͤdtisches Theater. Montag, 27. April. Auf hoͤchsten Befehl: (In Jealiaͤni⸗ scher Sprache): Die Familien Capuleti und Montecchi, Oper in 4 Akten. Mustk von Bellini. (Dlle. Vial, vom Koͤnigl. Sar⸗ dinischen Hof⸗Theater zu Turin: Giylietta, als Gastrolle.)

Preise der Plaͤtze: Ein Platz in den Logen und im Balkon des ersten Ranges 1 Rthlr. ꝛr.

Dienstag, 28. April. Julerl, die Putzmacherin, parodirende Posse mit Gesang in 2 Akten. Vorher: Die Ehrendame, Lust⸗ spiel in I Akt, von A. Cosmar.

VIöebebeehheen

Paris, 20. April. In der heutigen Sitzung der Depu⸗ tirten-Kammer legte zunaͤchst Herr Duvergier de Hau⸗ ranne den Kommissions⸗Bericht uͤber das Budget des Ministe⸗ riums des Innern auf das Burcau des Praͤsidenten nieder. Bei der Eroͤffnung der Sitzung waren hoͤchstens einige 20 Deputirte im Saale, was einen derselben zu der Bemerkung Anlaß gab, daß die Herren wahrscheinlich den Ostermontag feierten. Um mindestens die Zeit nicht unnuüͤtz zu verbringen, ließen die we— nigen anwesenden Mitglieber sich einige Bittschriften⸗Be⸗ richte abstatten. Hicrauf legte Herr Girod den Kommissions⸗ Bericht uͤber die beabsichtigte Vermehrung der Gendarmerie in den 10 westlichen Departements auf das Burcau nieder. Jetzt erhob sich eine kurze Debatte uͤber die Frage, womit die Kam⸗ mer sich in den naͤchsten Tagen beschaͤftigen solle. Einige Depu⸗ tirte verlangten, daß man vor Allem das neue Zoll⸗ Gesetz vor⸗ nehme, da, so lange die Zoll⸗Tarifs nicht modifizirt worden, an eine Verbesserung der kommerziellen Interessen Frankreichs nicht zu denken sey. Andere Deputirte widersetzten sich diesem An⸗ trage aus dem Grunde, weil die Palrs⸗Kammer den betreffen⸗ den Gesetz⸗Entwurf im Laufe der gegenwaͤrtigen Session doch nicht mehr wuͤrde votiren koͤnnen. Herr Gulzot stimmte die⸗ ser Ansicht bei, und meinte sehr naiv, es moͤchte wohl besser seyn,

mmRaen

Span. 5 8 48 ½. Zinsl. 22 ½. Cortes 47 ½. Belg. 101½. Darmst. 26 ½.

22 25 —.

wenn die Kammer sich vor allen Dingen mit dem Gesetz⸗Entwurfe uͤber die geheimen Ausgaben beschaͤftigte. Die Oppositions⸗Partei brach

hieruͤber in lautes Gelaͤchter aus, und Herr Dupont von der merkte, die Minister kennten nichts Anderes, als Geld und im

Geld. Die Versammlung beschloß zuletzt, daß sie vorlaͤufi n Zoll⸗Gesetz nicht eroͤrtern wolle. An der Tagesordnung g. n die Berathung uͤber den Rechnungs⸗Abschluß von 1832. Nur Redner, worunter der Berichterstatter und einer der Königliche Commissaire, liezen sich daruͤber vernehmen, worauf Jelch uͤber die einzelnen Artikel begann.

Es scheint noch nicht ganz gewiß zu vor dem Pairshofe wirklich schon am 5. Mai beginnen werde Man spricht hin und wieder von dessen Verlegung auf den 12 .n In der ersten Sitzung wird in Gegenwart der Angeschuldigte und ihrer Rechts⸗Beistaͤnde die Anklage⸗Akte vorgelesen we Die Zahl der wider die Angeklagten vorgeladenen Zeugen beltin sich auf 500, die der Zeugen zu Gunsten der Angeklagten a 880. Hiernach laͤßt sich annehmen, daß die Pairs, die Geiu genen, die Advokaten, die Zeugen und die Gend'armen eine W sammlung von etwa 1800 Personen bilden werden, wozu 5 das Publikum auf den Galleriecen koͤmmt. 8

Der Sentinelle des Pyrences vom Iö6ten d. zufah haͤtte Lord Elliot endlich die zu seiner Reise nach Spanien f forderlichen Geleits⸗Briefe erhalten. Am 17ten wollte er, nat dem er jede Bedeckung abgelehnt, nach dem Hauptquartiere d Don Carlos abreisen.

In Madrid ist, laut Nachrichten vom IIten, ein vom ; April datirtes Dekret der verwittweten Koͤnigin erschienen 1 nunmehr definitiv den Kriegs⸗Minister General Valdez zum die Befehlshaber saͤmmtlicher Truppen in Navarra, den Baskische Provinzen, Alt⸗Castilien und Aragonien ernennt. General Mm und die uͤbrigen Generale sollen jedoch ihre Kommandos unn den unmittelbaren Besehlen des Kriegs⸗Ministers behalten. V dez hat unbeschraͤnkte Vollmacht erhalten, alle ihm dienlich sce— nenden Maßregeln zu treffen, auch diejenigen Stabs⸗ und Sld altern⸗Offiziere zu entfernen, die nicht sein Vertrauen dhh moͤchten. In Folge dieses Hekrets ist der General Valdeg ih reits nach Vittoriag abgereist, und neue Verstaͤrkungen sind m Heere nach dem Kriegs⸗Schauplatze nachgeschickt worden.

Eine andere Korrespondenz aus Madrid vom 12ten beitz tet, daß Valdez am 9ten Morgens um 3 Uhr in Begleitn zweier Adjutanten die Hauptstadt verlassen habe, um sich üln Valladolid und Burgos direkt nach Pampelona zu begeben. 8. General Don Valentin Ferraz hat interinistisch das Portefeule des Kriegs⸗Ministeriums erhalten. In Murcia haben aͤhuleh ernste Unruhen wie kuͤrzlich in Saragossa stattgehaͤbt und si nur mit großer Muͤhe unterdruͤckt worden. Der Conseils⸗Pi dent, Hr. Martinez de la Rosa, hat in der Prokuradorene im⸗ mer erklaͤrt, daß 820 Klöͤster eingezogen werden sollten, und ii man deren Ertrag zur Abtragung der Nationalschuld benutzen wen Die Prokuradoren haben den ministeriellen Vorschlag in Bef

der Regultrung der inneren Schuld angenommen.

Die Fonds sind an der heutigen Boͤrse etwas gewichen waͤhrend man in Folge der Bestaͤtigung der Nord⸗Ameritw schen Forderung auf ein starkes Steigen gerechnet hatte. Nit erklaͤrt dieses Fallen, es sey denn das obige Geruͤcht, daßt Murcig aͤhnliche tumultuarische Auftritte stattgefunden haͤtten.

Wegen des gestrigen Osterfestes sind heute bloß der No⸗ nal und Galignani's Messenger erschienen.

Heute schloß 5proc. Rente pr. compt. 107. 45. sin ehr-, 197. 55. 3proc. pr. compt. 81. 70. sin cour. 81. 80. Sym,† Neap. pr. compt. 98. 60. fiu cour. 98. 70. 5proc. Chm. 48 . 3 proc. 31 ½. Ausg. Schuld 22 ½. Cortes 49 ½. aPphr. Holl. 57. 60. 13 b

Frankfurt a. M., 23. April. Oesterr. 5proc. Meu 102 ⁄. 102⁄¾. 4proc. 97, ½. 96 1½. 2 ½ proc. 57. ½. Iproc. 25 Br. Bank⸗Actien 1614. 1613. Part.⸗Obl. 140 ¾. 140 ½. 972 zu 109 G. 213. Br. Preuß. Praͤm.⸗Sch. 65 ¼. 64 . do. 91 Anl. 97½. G. Holl. 5proc. Obl. von 1832 101½. 101. Ph. Loose 88 Br. 5proc. Span. Rente 47 ¼. 47. Zproc. do. och

Redacteur Cottel.

Gedruckt bei A. W. Hayn.

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Bekanntmachungen. Guͤter⸗Verkauf.

Die der Westpreußischen Landschaft gehöͤrige, drei Meilen von Bromberg belegene Herrschaft Schubin soll im Wege der oͤffentlichen Licitation an den Meist⸗ bietenden verkauft werden. Hierzu haben wir einen

Termin auf . den 1. Iuli d. J.,

Vormittags um 10 Uhr, in unserm Geschaͤfts⸗Lokale anberaumt, und laden Kauflustige mit dem Bemerken ein, daß vor der Zulassung zum Gebote eine Kaution von 6000 Thlr. baar oder in Pfandbriefen oder Preu⸗ ßischen Staats⸗Papieren niedergelegt weeden muß.

Die genannte Herrschaft enthaͤlt ein Arcal von 36,434 Morgen Preußisch, mit Ausschluß der im Be⸗ sitze der Einsassen befindlichen Flaͤchen, und besteht

rectorin Baͤhr, O Leipzig oder dere Dorothee Sybille,

den 31. Aug vor dem hiesigen Termine zu ersch genannten Person

pitals anzumelden Braunschweig, Herzogl.

blissements, mehreren Muͤhlen und Kruͤgen und einer

Bei der im Jahre 1828 erfolgten Abschaͤtzung ist Im Verlage d der Werth der Herrschaft auf 204,011 Thlr. 18 sgr. 1 handlungen zu erh und die Verkaufs⸗Bedingungen koͤnnen in Berlin lang, Bruͤderstra bei dem Westpreußischen General⸗Landschafts⸗Agenten Vollstaͤndige gen Behan des Haspelns

in Breslau in der Registratur der Hochloöͤblichen Fuͤr⸗ und Behandl

stenthum ⸗Landschafts⸗Direktion eingesehen werden. Wir sind uͤbrigens im Stande den Kaufliebhabern

Bromberg, am 7. Maͤrz 1835. Koöͤnigl. Westpreuß Provinzial⸗Landschafts⸗ Direktion.

1 Thlr. 5 sgr. v Wolschlaeger.

Edictal⸗Ladung

a l 9 Maulbeerbaͤnmen, In Sachen, das Gesuch der Amtmannin Weste,

sorten, in schs benannt, um Erlassung von Ediecta⸗

geworden ist, erfr

51 8 9 8;z 13 2 8 8 6 * ve Haspelmacher zu Hornhausen, imgleichen diejenigen, welche ihre Absäammung von der weiland Bau⸗Di⸗

meinen, bei Strafe der Praclusion vierdurch oͤffent⸗ lich vorgeladen, in dem auf

spruͤche auf die ruͤckstaͤndigen und faͤlltg werdenden Zinsenraten des Haspelmacherschen Fideicommiß⸗Ca⸗

—— 2 Literarische Anzeigen

Leipzig ist so eben erschienen und durch alle Buch⸗

L Erfahrungen 1. Beobachtungen von Wuilh. von Tuͤrk, Koͤnigl Preuß. Regierungs⸗ und S chul⸗Rath. 2 3 85 Mit 2 Kupfertafeln. 14 Bogen. gr. 8ro.

Der Hr. Verfasser betreibt in seinem Etablissement zu Klein⸗Glinicke bei Potsdam, welches, so wie die damit verbundenen ausgedehnten Pflanzungen von

Seidenbau interessirt, stets offen steht, seir 8 Jah⸗ ren den Seidenbau und das Haspeln der 88 dem gluͤcklichsten Erfolge. eine bewaͤhrte Schule vieler deutscher Seidenbauer

orothee Eleonore, geb. Muͤnter, zu n Matter der Doctorin Muͤnter, geb Haspelmacher, herzuleiten ver

selbst vieler hohen Provin ial⸗ andrer deutschen Lande fuͤr, daß die Besprechung und den fuͤr Deutschland und

ust d. JF, Morgens 19 Uhr,

Herzogl Kreisgerichte angesetzten einen, ihre Abstammung von den en zu documentiren und ihre An⸗

gefunden hat

ersten an Vollstaͤnd

8 setzt, den Preis den 14. Februar 1835. gleich der erste iches Kreisgericht. Ferner: H Grégoire. Madonna. Unterhaltungen Von Theodor Mundt

kl. 8vo. Preis 1 Thlr. 25 sgr. Die Verlagshandlung, in der neueste und beste

er Gebruͤder Reichenbach in alten (in Berlin durch C. he Nr. 11)9:

Anleitung zur zweckmaͤßi⸗ dlung des Seidenbaues und der Seide, sowie zur Erziehung ung der Maulbeerbaͤnme, nach den

F. Ame⸗

deutschen Hauptstaͤdten, cignet.

Zweite umgearbeitete Auflage. Preis g

Anz cbi g

8

. der dritten, verm. undl berichtigten Auflage von Ciceronis Orationes XII sclec- studirende Jüng. römischen Literatur: vom Professor A. Möbius in Detmald. Zre:i Hannover in der Hahnschen

M. Tullii

tae. Mit Anmerkungen für 1 n linge und Freunde der jedem, der sich fuͤr den deutschen n Bände. gr. 8vo. Hof- Buchhandlang. 2 Thlr.

H. 1 Seide mit Seine Anstalt, die bereits

Zle 1 Thlr. drueck

ent sich seit laͤngerer Zeit der Auf⸗ des Textes 10 sgr.)

merksamkeit und Foͤrderung des Hochloͤbl Vereins zur Befoͤrderung des Gewerbefleißes in 1b ial⸗Behoͤrden dieses und Diese Umstaͤnde buͤrgen da⸗ Belehrung uͤber ir D. G erechenbar wichti⸗ gen Gegenstand in dem hochachtraren Hrn. Verfaͤs⸗ ser den erfahrensten und berufensten Stimmfuͤhrer 1 Die gedraͤngtere Fassung bei dieser zweiten Auflage, welche jedoch, ohne der en an 2 fandigkeit nachzustehen, dieselbe durch die Ergebnisse der neuesten Erfahrung er⸗ gänzt, hat die Verlagshandlung in den Stand ge⸗ dieses gemeinnuͤtzigen Werkes im Ver⸗ n Auflage bedeutend zuermaͤßigen.

mit einer Heiligen brochirt.

Meinung, daß dies este un ste Werk des ruͤhmlich bekannten Verfassers ihrer Empfehlung nicht beduͤrfe, spricht nur die feste Ueberz ugung aus, daß es bald ein Lieb⸗ lingsbuch aller Gebilseten in der Nation werden und auf keinem Lesetische fehlen wird, wozu es eine Fuͤlle origineler Lebens-Anschauungen und Zeit⸗ Ansichten, die bald in humoristischen Skizzen⸗Zeich nungen, bald in gedankenvollen Tablcaux, bald in merkwuͤrdigen Lokal⸗Mittheilungen aus einigen fuͤd⸗ hervortreten, so vorzuͤglich

(Einzeln kosten der Iste DBand 20 sgr., der 10 sgr. und ein parater Ab 8

P N

49ã

Diese 31e Auflage unterscheidet sich darh von der zweiten: dals ihr der Ur lHerausgcher daech ein fortgesetztes umfassendes Stadiam du- WVerke des berühmten Redners und dureh be⸗ nutzung aller neuerschienenen Ausgseber, selbst keine Celegenheitsschrift ausgenommen, der möglichsten Grad Brauchbarkeit fet⸗ liehen hat.

Mit gleicher Sorglalt ist von dem Ileren Prosesan Möbius bearbeitet und daher mit vielem Beid sulgenammen:

C. Julii Caesaris Commontarii doe bel-e gallico et civili, anecedunt libri de lel- Alex. Afric. et Hisp. Mit geographischen, 1 stor. und Zrammat. Anmerkungen für studirenc- Jünglinge Süund Freunde der römischen Lilen tur. 2 Bände. Mit 3 Kupfern. gr. 8vo. h selbst. 3 Phlr. 1 8

In Berlin durch Ferd. Dümmler zu erhalten-

Preußen und

or DO4

271 27 2*

Bogen

So eben hat die Presse verlassen und ist in - Enslinschen Bnchhandlung (Ferd. Müllet) Breilestrasse No. 23. zu haben:

J . .1 2. Nachlass eines Geschiedenen. Iste Lieferung. 3 Bdchen. sauber brochirt. 2 n

Wir glauben auf diese literarisch-bezier hungsreiche Erscheinung besonders aufmerbsa” machen zu müssen.

sich durch

——

Grossi, Marco Visconti. storia del trecento caras dalle cronachi di qael secolo. 2 Vols. 2 Thlr. Tase⸗ for the Road or the fireside, 1st. and 24. Series; 1 Thlr. 15 sgr. Banim's Mayor of WVWind-Gap, ans Lady Blessingtons tzvo friends. 1 Thlr. 20 sgr. d t Book. 24. Soevies 1 Thlr. 20 sgr. Diary of a hysieian. 1 Thlr. 20 sgr.

2 N A. Asher, Linden No. 20.

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seyn, ob der Profe 6

welche bei der Kontrolle entdeckt werden, wenn selbige nicht mehr

Gymnasium, das Larinsche genannt, gegruͤndet.

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Amtliche Nachrich

Kronik des Tages.

„SEe. Koͤnigl. Hoheit der Großherzog und Ihre Kaiserl. thest die Großherzogin von Sachsen⸗Weimar, Höfchst⸗ dissen Gemahlin, sind von Weimar hier eingetroffen.

Im Bezirke der Koͤnigl. Regierung

zu Magdeburg ist die erledigte evan elische Pfarrstelle zu Lalenberge dem Prediger und Subrektor Johann Friedrich Konrad Richter zu Halberstadt uͤbertragen; zu der erledigten wangelischen Pfarrstelle in Schneidlingen der Prediger Dr. He⸗ rold in Langenstein erwaͤhlt; der bisherige zweite Prediger Nieter an der St. Martini⸗Kirche zu Halberstadt zum evangelischen Ober⸗ Prediger an dieser Kirche beruüfen, und die erledigte Kaplanei⸗ elle an der katholischen Pfarrkirche in Adersleben dem Seminar⸗ riester Johann Konrad Brockmann aus Steinheim ver⸗

liehen worden.

Angekommen: Se. Excellenz der Kaiserl. Russische Wirk⸗ liche Geheime Rath und Kammerherr, außerordentliche Gesandte und bevollmaͤchtigte Minister am hiesigen Hofe, von Ribeau⸗ pierre, von Ludwigslust. 1

Abgereist: Der Fluͤgel⸗Adjutant Sr. Majestaͤt des Kaisers von Rußland, Rittmeister Fuͤrst Basil Dolgorucki, nach

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St. Petersburg.

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Zeitungs⸗Nachrichten. Ausland.

Rußland. y11.1“ St. Petersburg, 17. April. Se. Majestaͤt der Kaiser

haben befohlen, daß die Anordnung des Reichsraths, durch wel⸗ che festgesetzt wird, daß wegen Differenzen in den Rechnungen,

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als fuͤnfundzwanzig Rubel betragen, keine Untersuchung oder Kor⸗ respondenz einzuleiten sey, auch auf alle Partien der Marine⸗Ver⸗ waltung ausgedehnt werde. 1 In Gemäßheit eines Kaiserl. Ukases, wird hier ein viertes Die noͤthigen Fonds dazu hat der Kaufmann Larin dem Departement fuͤr den oͤffentlichen Unterricht uͤberwiesen. Mit dem Gymnasium soll ein Institut fuͤr Alumnen verbunden seyn, und zwar wird der Er⸗ trag eines fundirten Kapitals von 400,000 Rubel zu deren Un⸗ terhalt verwandt. Außerdem sollen aus dem Kaiserlichen Schatze jäͤhrlich 31,720 Rubel zur Erhaltung des Gymnasiums hergege⸗ ben werden. Der Professor Dr. Fischer ist zum Direktor dessel⸗ ben ernannt worden.

Im Departement des Lehr⸗Bezirkes von Kasan sollen kuͤnf⸗

tig zu Nischni⸗Nowgorod, Simbirsk, Saratoff, Tsaritsyn, Astra⸗ chan, Katherinenburg und Orenburg meteorologische Beobachtun⸗ gen auf oͤffentliche Kosten angestellt werden.

Durch zwei fruͤhere Be 18 des Minister⸗Comité's wurde eine Classification der in den Neu⸗Russischen Gouvernements sich aufhaltenden auslaͤndischen Israeliten angeordnet. Demnach soll⸗ ten die ein Wechselgeschaͤft oder Handel treibenden Individuen, im Fall sie nicht Russische Unterthanen werden wollen, in ihren

Nechten den auslaͤndischen Gaͤsten gleichgestellt werden; solchen, die ein Handwerk betreiben, soll es vergoͤnnt seyn, sich als Odes⸗ saer Buͤrger einschreiben zu lassen; die uͤbrigen aber, welche von den Lokal⸗Behoͤrden fuͤr unnuͤtz erklaͤrt werden, wie z. B. die Hausirer und Faktoren, werden aus dem Lande gewiesen. Von nun an soll diese Verordnung auch auf die Israeliten des Koͤnig⸗ reichs Polen ausgedehnt werden, und vom 1. Januar 1836 an in Kraft treten, was durch die Odessaer Blaͤtter bekannt gemacht

wird. 11““ W

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* Imazeh. I“ 89 4 EE1“

Paris, 20. April. Auf den gestern von dem Journal des Débats dem Herrn Livingston ertheilten Rath, die Hauptstadt moͤglichst bald zu verlassen, bemerkt heute der National, daß es ein um so leichteres Spiel sey, sich jetzt nach uͤberstandener Gefahr in die Brust zu werfen, als der Nord⸗Amerikanische Gesandte ohnehin die Anweisung gehabt habe, nicht in Paris zu bleiben. Zum Beweise dessen erinnert das gedachte Blatt an die Depesche des Herrn Forsyth an Herrn Livingston vom 24. ebruar, worin es heißt: „Bei der gegenwaͤrtigen Lage unserer Verhaͤltnisse mit Frankreich befiehlt der Praͤsident Ihnen, inso⸗ fern die traktatenmaͤßig uͤbereingekommene Entschaͤdigung von den ammern nicht bewilligt werden sollte, unverzuͤglich mit dem ganzen Gesandtschafts⸗Personale das Franzoͤsische Gebiet zu ver⸗ lassen, und auf dem Kriegsschiffe, das Sie zu diesem Behufe in Havre erwarten wird, nach den Vereinigten Staaten zuruͤck⸗ zukehren. Wird die Entschaͤdigung dagegen bewilligt, so moͤgen

Sie sich nach England oder Holland begeben und Herrn Barton

als Geschaͤftstraͤger zuruͤcklassen. Jedenfalls haben Sie der Re⸗

gierung den von Ihnen gewaͤhlten temporairen Aufenthalt anzu⸗ zeigen und neue Instructionen von ihr zu erwarten.“ Man ersehe hieraus, meint der National, daß die Zuruͤckberufung des

errn Livingston, die das Ministerium moͤglicherweise als eine der Franzoͤsischen Regierung gegebene Genugthuung darstellen

Fennte, schon vor zwei Monaten von der Nord⸗Amerikanischen egierung selbst beschlossen gewesen sey.

N. Um zu beweisen, wie sehr dem Lande eine Wahl⸗Reform oth thue, stellt ein hies iges Blatt folgende Berechnung an: ie Gesammt⸗Zahl der Waͤhler belaͤuft sich gegenwärtig auf

Von diesen haben jedoch bei den letzten Wahlen nur

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das

Berlin, Dienstag den 28 8en April—

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sentanten von 32 Millionen Einwohnern nur mit einer Majori⸗ taͤt von 16,961 Stimmen gewaͤhlt worden sind.

Mehr als je ist von der Konvertirung der 5procent. Rente die Rede; man glaubt, daß diese Maßregel, wodurch Frankreich jaͤhrlich 27 Millionen an Zinsen ersparen wuͤrde, bei den Bera⸗ thungen uͤber das Budget zur Sprache kommen wird.

Der Advokatenstand bei dem Civil⸗Gerichte zu Marmande hat jetzt ebenfalls gegen die Koͤnigl. Verordnung vom 30. Maͤrz protestirt und sich den Berathschlagungen des Advokatenstandes in Paris, Rouen und Nantes angeschlossen.

In den letzten zehn Jahren sind in Frankreich 28 eiserne Haͤngebruͤcken geschlagen worden, und zwar 6 uͤber den Rhone, 3 uͤber die Vienne, 3 uͤber die Loire, 3 uͤber die Seine, 2 uͤber die Durance, 2 uͤber die Ardèche, 2 uͤber die Saöne, 2 ßsJber die Garonne, I uͤber den Gard, 1 uͤber den Ain, 1 uͤber die Marne, 1 uͤber den Ter und 1 uͤber die Mosel. Diese 28 Bruͤk⸗ ken nehmen eine Laͤnge von 5245 Metres ein, und haben etwa 10,490,000 Fr. gekostet. 8

Großbritanien und Irland. 8.

Parlaments⸗Verhandlungen. Oberhaus. Siz⸗ zung vom 18. April. (Nachtrag.) Lord Brougham bat Haus um Erlaubniß, einer in der „London Review“, einem seit kurzem erscheinenden Journal, enthaltenen Behauptung wider⸗ sprechen zu duͤrfen. „Ich bin zwar nicht gewohnt“, sagte er, „Ew. Herrlichkeiten mit all' den Beschuldigungen zu belaͤstigen, die gegen mich erhoben werden, denn, wenn ich das thun wollte, wuͤrde ich zu Nichts Anderem Zeit haben, und ich glaube, daß ich meine Zeit sowohl fuͤr mich als fuͤr das Land besser anwen⸗ den kann. Was ich aber in diesem Augenblicke bemerken will, ist, in Bezug auf eine Maßregel des Ministeriums, zu welchem ich gehoͤrte, so wichtig, daß ich nicht umhin kann, darauf auf⸗ merksam zu machen. In einem Artikel der „London Review“, die, nach diesem einen Artikel, den ich gelesen habe, zu urtheilen, ein sehr achtbares Journal seyn muß, wird gesagt, daß die Bill, welche ich mit Genehmigung des damaligen Ministeriums eingebracht, um den neu kreirten Wahlorten Munizipal⸗Verfassungen zu verlei⸗ hen, in mehreren wesentlichen Details sehr mangelhaft und uͤber⸗ haupt eine schlecht zusammengebaute und uͤbereilte Maßregel ge⸗ wesen sey. Nun muß ich aber geradezu bestreiten, daß sie in Uebereilung angefertigt worden. Lord Althorp und ich haben ihr große Aufmerksamkeit gewidmet, denn es war schon seit Mo⸗ naten abgemacht, daß dem Parlament eine solche Bill vorgelegt werden sollte. Es waren sieben oder acht talentvolle Kommissa⸗ rien mit den Vorbereitungen dazu beschaͤftigt gewesen. Was die Frage anbetrifft, ob die Aldermen und anderen Magistrats⸗Per⸗ sonen auf Lebenszeit gewaͤhlt werden sollen, oder nicht, so habe ich in dieser Beziehung nur noch hinzuzufuͤgen, daß meine An⸗ sicht daruͤber noch nicht definitiv entschieden ist.“ Der Graf von Wicklow uͤberreichte sodann eine Bittschrift aus der Graf⸗ schaft Meath zu Gunsten der von Sir R. Peel im Unterhause eingebrachten Zehnten⸗Bill und gegen die Verwendung der Kirchen⸗ Einkuͤnfte zu anderen als streng protestantisch⸗kirchlichen Zwecken. Die Bittsteller erklaͤrten, wenn die letzte Resolution des Füchs saag⸗ ausgefuͤhrt werden sollte, so wuͤrden die Irlaͤndischen Protestanten sich genoͤthigt sehen, ihr Vaterland zu verlassen. Sie schlossen daher mit der Bitte, daß das Parlament, wenn es jene Resolu⸗ tion in Ausfuͤhrung bringen wollte, so viel Geld, als es der Kirche dadurch entzoͤge, dazu bewilligen moͤchte, um die Prote⸗ stanten Irlands in den Stand zu setzen, daß sie in ein anderes ruhigeres Land auswandern koͤnnten. (Gelaͤchter.) Lord Mel⸗ bourne, der (wie gestern gemeldet) hierauf die Bildung des neuen Kabinets anzeigte, sagte in seinem kurzen Vortrage unter Anderem auch, daß unter den großen und mannigfaltigen Schwie⸗ rigkeiten, die sich der Zusammensetzung seines Ministeriums ent⸗

egengestellt, einige in der That von sehr herber und kraͤnkender Aer gewesen seyen. Lord Alvanley berief sich bei seiner Be⸗ ruͤhrung des Verhaͤltnisses der jetzigen Verwaltung zu Fheae OConnell auf ein Schreiben des Letzteren an den fruͤheren Staats⸗Secretair des Innern, Lord Duncannon, so wie auf hehrire erst vor wenigen Wochen von Herrn O(Con⸗ nell gehaltene Reden, worin dieser die verwegensten Ab⸗ sichten zur Zerreißung der Union und zur Untergrabung der be⸗ stehenden gesetzlichen Ordnung angekuͤndigt habe. Der Marquis von Londonderry entgegnete auf die Erklaͤrung des Premier⸗ Ministers, daß die neue Verwaltung nach der letzten Resolution des Unterhauses handeln wolle, er koͤnne diese Resolution nicht respektiren, da sie aus einer Union der Partei des edlen Lords (Melbourne) mit O'Connell und dessen radikaler Sippschaft, ge⸗ woͤhnlich der „Schweif“ genannt, (Gelaͤchter) hervorgehe; jene Section des Unterhauses aber (die O'Connell sche) sey der groͤßte Fluch fuͤr sein Vaterland (Irland) und fuͤr England, der jemals ins Parlament eingedrungen. Lord Teynham fand es sehr un⸗ geziemend, auf diese Weise von dem Unterhause zu reden, oder auch nur Herrn O Connell und dessen Freunde so zu bezeichnen.

Unterhaus. Sitzung vom 20. April. (Nachtrag.) Diese Sitzung wurde (wie bereits gestern erwaͤhnt) fast mit lau⸗ ter deeretergen Schmaͤhungen der beiden Parteien ausgefuͤllt. Henr O'Connell nahm in seiner Rede, in der er auf die Aus⸗ faͤlle des Oberst Sibthorp gegen das neue Ministerium antwor⸗ tete, auch Gelegenheit, uͤber das Benehmen des Marquis von Londonderry (s. Oberhaus) lag bee „Ein Mitglied einer hohen Versammlung“, sagte er, „hat sich dieser Tage sehr laͤcher⸗ lich und unstatthaft benommen. Es hat von Irlands Revpraͤsen⸗ tanten auf eine Weise geredet, die man fuͤr bloͤdsinnig oder Feseni s halten muß. Der aufgeblaͤhte Possenreißer (hoͤrt, hoͤrt!), der sich solcher Ausdruͤcke bediente, wird den Unterschied zwischen unabhaͤngi⸗ gen Maͤnnern und solchen, deren Stimme nicht einmal der Er⸗ kaufung werth ist, obgleich sie sich auf den Maͤrkten feil bieten, noch kennen lernen.“ err Sinclair machte dagegen allerlei hoͤhnische Bemerkungen uͤber das neue Ministerium und dessen Materialien; er sprach unter Anderem seine Verwunderung dar⸗

126,355 mitgestimmt, wovon 80,137 fuͤr die jetzigen Deputirten, 216 aber wider dieselben stimmten, so daß die 459 Repragͤ⸗

uͤber aus, daß der neue Bau nicht durch die kolossale Granit⸗ saͤule des Irlaͤndischen Riesendammes (eines merkwuͤrdigen

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Ueberrestes aus Irlands Vorzeit) verherrlicht worden sey, und meinte, es duͤrfte den Ministern schwer werden, zwischen der radikalen Seylla und der konservativen Charybdis hindurch zu steuern. Herr C. Buller fragte am Schluß der Sitzung noch den vorigen Secretair fuͤr Irland, ob es die Absicht der Mitglieder des vorigen Ministeriums sey, nach den Ferien mit der von ihnen eingebrachten wichtigen Bill hin⸗ sichtlich der geistlichen Gerichte weiter vorzuschreiten, worauf Sir H. Hardinge erwiederte, daß er wegen Abwesenheit der . ren, welche unter der vorigen Verwaltung die richterlichen Be⸗ amten der Krone gewesen, hieruͤber nichts zu sagen im Stande sey.

London, 21. April. Der Herzog von Cumberland beehrte am Freitag Abend ein von dem Marquis von Londonderry gege⸗ benes Diner mit seiner Gegenwart, stattete am Sonnabend dem Koͤnige im St. James⸗Palast einen Besuch ab und begab sich dann nach Kew.

Gestern Nachmittag hielten die neuen Minister den ersten Kabinets⸗Rath im auswaͤrtigen Amte, der von 3 bis halb 6 Uhr dauerte. Es waren die Lords Melbourne, Lansdowne, John Russell, Palmerston, Auckland, Duncannon, Holland und Howick, die Herren Spring Rice und Poulett Thomson und Sir John Hobhouse gegenwaͤrtig.

Der Flobe nennt (außer den gestern nach dem Courioer mitgetheilten Namen) auf seiner Minister⸗Liste noch den Ad⸗ miral Adam als einen der Lords der Admiralitaͤt und den Oberst⸗ Lieutenant Fox als General⸗Magazineur des Feldzeug⸗Amts.

Der Sun fuͤhrt in seiner Liste den Lord Brougham mit unter den neuen Ministern, jedoch als nicht zum Kabinet gehoͤrend, unter dem Titel eines Praͤsidenten des Oberhauses auf, waͤhrend dieses Blatt den Sir C. Pepys, Sir. L. Shadwell und Hrn. Bosanquet als Kommissarien des großen Siegels bezeichnet.

Das General⸗Feldzeug⸗Amt soll dem Sir Ronald Fergusson,

arlaments⸗Mitglied fuͤr Nottingham, angeboten, aber von die⸗ em Offizier ausgeschlagen worden seyn.

Lord der vorige Großstegelbewahroer, ist von London abwesend und hat daher seine Sieget noch nicht zuruͤck⸗ gegeben. Es haben in Folge dessen mehrere der neuen Beamten im Schatzamt, in der Admiralitaͤt und in der Ostindischen Kon⸗ trolle, deren Bestallungen erst von dem eeee un⸗ tersiegelt werden muͤssen, so wie der neue Großsiegelbewahrer beng⸗ Lord Duncannon, ihre Amts⸗Geschaͤfte noch nicht beginnen koͤnnen. 8*

Der Courier glaubt, daß in Folge des Minister⸗Wechsels weder Lord Heytesbury als General⸗Gouverneur nach Ostindien, noch Lord Amherst als Koͤniglicher Kommissar nach Kanada ab⸗ gehen duͤrfte. .

Sir Robert Peel's Verwaltung war die kuͤrzeste in Eng⸗ land seit dem Jahre 1760, wo Georg III. den Thron bestieg. Sie dauerte nur 118 Tage. Die anderen kurzen Ministerien bühben jenes Zeitraums waren das des Lord Shelbourne im Jahre 1782, welches 123, das des Herrn Canning, welches 135, das des Grafen von Ripon, welches 152, und das vorige des Lord Melbourne, welches 186 Tage dauerte. 1

Die Morning Post aͤußert sich folgendermaßen uͤber das neue Ministerium: „Die Verwaltung scheint fuͤr jetzt aus rei⸗ nen Whigs Se zu sollen, ohne eine sichtbare Beimischung von der Repeal⸗Faction oder von Englischem, Irlaͤndischem und Schottischem Radikalismus. Wir sagen, eine sichtbare Beimi⸗ schung, denn es muß auch dem unaufmerksamsten und oberflaͤch⸗ lichsten Beobachter klar seyn, daß ein Whig⸗Ministerium mit sei⸗ nen armseligen 150 Anhaͤngern im Unterhause sich nicht eine Woche ohne die Huͤlfe des O'Connell'schen Schweifs zu halten vermag, waͤhrend es allen Unbefangenen eben so einleuchten muß, daß dieser letztere seinen Beistand nicht anders leihen wird, als unter der wohlverstandenen Bedingung, daß ihm fuͤr die ver⸗ meintliche Schmach und Demuͤthigung, die er durch seine Aus⸗ schließung vom Ministerium erfahren, vermittelst einer geheimen Zusicherung von etwas 18 noch, als amtlicher Gewalt, Genug⸗ Hüung zu Theil werde. ein geheimer Vergleich aͤhnlicher

rt mit den Englischen und Schottischen Radikalen sollte abge⸗ schlossen worden seyn, darf jedoch mit Recht bezweifelt werden. Die letzteren haben bei all ihren Irrthuͤmern noch zu viel gesundes Eng⸗ lisches Gefuͤhl. Der wichtige Unterschied zwischen Herrn O'Connell nebst seinem Schweif und den Radikalen von England und Schottland ist der, daß die Ersteren von den Grundsaͤtzen und Gesinnungen der politischen Schule Lopola's erfuͤllt sind, die Letzteren aber nicht. Doch ist die Unterstuͤtzung von Seiten der Englischen und⸗ Schottischen Radikalen so wie von Seiten des Irlaͤndischen Agi⸗ tators und seines Anhangs fuͤr das Bestehen des Melbourneschen Kabinets unerlaͤßlich. Es I Zeiten in der Geschichte unseres Landes gegeben, wo das Publikum durch das Geschrei in Allarm versetzt wurde, daß sich hinter dem Throne ein Einfluß befinde, der maͤchtiger sey, als der b selbst. Was man aber jetzt zu fuͤrchten hat, ist nicht ein geheimer Einfluß hinter dem Thron sondern eine verfassungswidrige und verantwortungslose Gewalt, welche sich offen uͤber die Verwaltung stuͤrzt, der Regierung jede 18s Bewegungen vorschreibt, die scheinbaren Rathgeber der Krone sn bloßen Bureau⸗Schreibern erniedrigt und den Souve⸗ rain selbst zu einem Werkzeuge in den Haͤnden von Maͤnnern, die selbst wieder die S g. Anderer sind, herabwuͤrdigt. Der eigentliche Kabinets⸗Rath Englands wird unter einem solchen Ministerium nicht in Downing⸗Street, sondern waͤhrend der Parlaments⸗Sessionen in irgend einer Schenke an der Westmin⸗ ster⸗Bruͤcke, wo gewisse Irlaͤndische Mitglieder zu diniren pflegen, und waͤhrend der Parlaments⸗Ferien in Dublin oder in Derry nane⸗Abtei ihren Sitz haben.“ G

Als Lord Brougham sich am Sonnabend im Oberhause von den Oppositions Baͤnken auf die ministerielle Seite des Hauses hinuͤber begab, verneigte er sich unterweges gogen den Herzog von Richmond und den Grafen von Ripon, die auf den Auer⸗ baͤnken saßen, und es schien, als ob er diese Pairs einladen wollte, ihm auf die Baͤnke hinter den Ministern zu folgen; sie blieben

sedoch auf ihren Plaͤtzen und schemen, ehen so wie Lofd Stanleg