1835 / 118 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

Posten gab, zum oͤffentlichen Besten zu gebrauchen. Die von den vorigen Ministern angenommene Stellung und ihre Erklaͤrungen zu Gunsten der Reform, der doch viele, ja der groͤßte Theil von ihnen stets feindlich gewesen war, boten eine lockende Gelegenheit zu Schmaͤhungen und Anklagen dar. Ich war jedoch bemüͤht, ein sol⸗ ches Verfahren moͤglichst zu vermeiden. Das Ministerium Lord Melbour⸗ ne's hatte umfassende und gewiß nothwendige Verbesserungen in unseren kirchlichen und politischen Institutionen beabsichtigt; es war daher mein erstes und hauptsaͤchliches Augenmerk, darauf zu sehen, daß diese Refor⸗ men durch den im November stattgehabten Ministerwechsel nicht gefaͤhr⸗ det oder in ihrem Fortgange gehemmt wuͤrden. In Gemaͤßheit dieses Planes wurde von Lord Morpeth ein Amendement zu der Adresse an die Krone vorgeschlagen und durchgesetzt.“ (Hier folgt der Text des in Nr. 64 der St. Ztg. mitgetheilten Amendements, und daran reihen sich die im vorgestrigen Blatt der St. Ztg. ent⸗ haltenen Stellen. Dann faͤhrt Lord Russell folgendermaßen fort:) „Dies waren die Hauptgegenstaͤnde der Debatten und der haͤufigen wesentlichen Differenzen zwischen der Majoritaͤt des Unterhauses und der letzten Verwaltung. In einigen anderen Punkten schien eine Uebereinstimmung sehr unerwartet gewesen seyn muß. Es war ein bestaͤndiger Gegen⸗ stand des Vorwyrss fuͤr Lord Grey's Ministerium, daß es den Acker⸗ bau nicht genugsam von seinen Buͤrden befreie, und die Beibehaltung der Malzsteuer wurde als ein schlagender Beweis dieser Verabsaͤu⸗ mung hervorgehoben. Sir Robert Prel war anderer Meinung, und kaum ertlaͤrte er, daß sein Ministertum mit der Malz⸗Steuer stehen und fallen wuͤrde, so zeigte es sich sogleich, daß der Larm, der den Grafen Grey als dem Interesse des Gutsbesitzers feindlich gesinnt und Lord Althorp als gleichguͤltig gegen die Wohlfahrt des Paͤchters ver⸗

schrieen hatte, cin bloßes, ohne Scheu erbobenes und ohne Scham aufge⸗

gebene, Factions Geschrei gewesen war. Auch scheint es nicht, daß das vorige Ministerium, waͤre es luͤnger am Ruder geblieben, etwas Weiteres brabsichtigte, als den Grundbesitz von einem Theil der Gra schafts⸗Steuer zu befreien, was Lord Althorp schon im vorigen Jahre zugestanden hatte. Die einzige Maßr gel, nelche die vorigen Minister zum Vortheil des Ackerbaues wirklich einbrachten, war eine Bill zur Befoͤrderung des freiwilligen Zehnten⸗Austausches. Ich habe Ihnen oft gesagt, daß ich mir von einer solchen Maßregel keine wirksame Folgen verspreche, und ich suͤrchte, daß das Huͤlss⸗ mittel gerade da, mo der Zeynten am druͤckendsten ist, am wenigsten wirken wuͤrde. Eine fuͤr den Zehnt⸗Herrn und den Zehnt⸗Pflichti⸗ gen gleich annehmliche Maßregel zu entwerfen, ist ohne Zweifel schwierig, aber ich sehe bis jetzt noch keinen Grund, warum man den Verjuch aufgeben sollte. Dies waren die Gesichts punkte, von de⸗ nen ich bei meiner Opposition gegen das vorige Ministerium aus⸗ ging, und nun, da ich zu einem Imte gelangt bin, werde ich mich gewissenhaft vemuͤhen, danach zu verfahren und meine Zwecke aus⸗ zufuͤhren. Dadurch denke ich dazu behuͤlflich zu seyn, daß das Land von der Reform⸗Akte die rechten Fruͤchte aͤrndte. Als einer von denen, die am eifrigsten bei der Entwerfung, Einbringung und Durchfuͤhrung jener eroßen Maßregel beschaͤftigt waren, bin ich zu erklaͤren verpflichtet, daß ich einerseits nicht die Absicht hatte, als solle sie die erste in einer Reihe organischer Veraͤnderungen seyn, von denen eine jede ihre Vorgaͤngerin immer an Wich⸗ tigkeit und Raschheit uͤbertraͤfe. Ja, wenn selbst solche Veraͤnderungs⸗Plaͤne an und fuͤr sich nuͤtzlich waͤren, so bin ich doch der Meinung, daß der oͤffentliche Geist und die oͤffentli⸗ chen Kraͤfte durch Erwaͤgung und Betreibung praktischer Verbesserungen weit zweckmaͤßiger beschaͤftigt werden koͤnnen, als dadurch, daß wir unsere alten Institutionen nach abstrakten Theorieen formen oder sie fremden Mu⸗ sern nachbilden. Andererseits wollte ich aber auch nicht, daß die Reform⸗Akte ein bloßes Spielzeug in den Haͤnden des Volkes seyn sollte, ohne ihm oder seinen Nachkommen einen Nutzen zu ge⸗ waͤhren. Es war mein Wunsch, die uͤbermaͤßigen oder schlecht an⸗ gewandten Staats⸗Ausgaben durch den Einfluß des Volks braufsich⸗ tigt und gehemmt von ihren Fehlern und durch Wiederherstellung ihres urspruͤnglichen Geistes in erneuertem und gereinigtem Zustande zu erblicken; Zeuge zu seyn von der Beseitigung aller unnoͤthigen Hindernisse, welche dem freien Denken, Schreiben und Handeln entgegenstehen; und es dabin zu bringen, daß die Interessen aller Klassen nicht nach den Vovrurtheilen und Partei⸗Neigungen derjenigen abgewogen werden, welche sich der Srimme des Volks entgegensetzen und sich das Erbtheil des Volks anmaßen, sondern durch die rechtmaͤßigen Re⸗ praͤsentanten dieses Volkes, welche der Souverain zusammenberufen hat, um die Monarchie, deren festeste Stuͤtze sie sind, aufrecht zu erhalten und das Bild der aufgeklaͤrten Nation zu seyn, deren Ver⸗ rtrauen sie genießen.“

Der Lord⸗Mayor gab gestern den großen Oster⸗Schmaus, zu welchem uͤber 300 Personen eingeladen waren, unter denen man die Bischoͤfe von London, von Orford, von Llandaff und von Ohio, die Gesandten von Wuͤrttemberg, Belgien, Brasilien, Griechenland, Mexiko, Bayern, Schweden und Nord⸗Amerika und den vorigen General⸗Fiskal Sir W. Follett bemerkte. Als ddeer Lord⸗Mayor den Toast auf die Minister Sr. Majestaͤt aus⸗ brachte, gaben sich in dem groͤßeren Theil der Gesellschaft laute Zeichen der Mißbilligung kund. Mit enthusiastischem Beifall

Hurden dagegen die Toasts auf den Herzog von Wellington und Sir Robert Peel von der Gesellschaft aufgenommen. Der Lord⸗ Mayor aͤußerte sich uͤber diese beiden Staatsmaͤnner in folgen⸗ der Weise: „Wenn ich die Gesundheit eines Mannes ausbringe, der sich nicht nur als großer Feldherr, sondern auch als großer Staatsmann auszeichnete, und dem das Publikum uͤberhaupt und die Londoner Buͤrger insbesondere auf's tiefste ver⸗ pflichtet sind (Beifall), so wissen Sie alle, daß ich den Herzog von Wellington meine; Sie wissen, daß ich einen Mann meine,

der die Schlachten seines Landes gefochten hat und in Friedens⸗ zeiten bemuͤht gewesen ist, seinen großen energischen Geist auf

as Gemeinwohl zu richten nnd Se. Majestaͤt mit seinem Rath zu unterstuͤtzen, der seinem Souverain mit seltener Treue gedient Und zugleich die oͤffentlichen Interessen aufs hoͤchste befoͤrdert hat. (Rauschender Beifall.) Einen anderen Toast werden Sie ge⸗

mit gleich aufrichtigem Applaus begruͤßen. Sie kennen die eigenthuͤmlichen Verhaͤltnisse, unter welchen Sir Robert Peel die Zuͤgel der Regierung uͤbernahm und die oͤffentlichen Angelegenheiten zu leiten begann, und Sie wissen auch, welche haͤusliche Opfer dieser ehrenwerthe und ausgezeich⸗ nete Staatsmann zum Besten der Nation gebracht hat. (Beifall.) Die Ereignisse schlagen oft gegen die Erwartungen aus, die man gehegt hat, und so war es auch hier der Fall; aber wenn jemals ein Mann dazu geneigt und geeignet war, seinem Souverain und dem Publikum mit Kraft und Wirksamkeit zu dienen, so ist es Sir R. Peel. (Lauter und iange anhaltender Beifall.) Noch vor kurzem saß dieser erlauchte

Staatsmann in diesem Saal zu meiner Rechten, nachdem er von den Graͤnzen Italiens hierher zuruͤckgeeilt war, um die schwierige Aufgabe zu uͤbernehmen, die . sa dieses Landes zu leiten, und ich war stolz auf die Ehre, einen Mann zu meinem Gast zu haben, der, als es galt, seine Pflicht gegen den Souverain zu erfuͤllen, Unannehmlichkeiten, Gefahren und Wirren fuͤr nichts achtete.“ (Stuͤrmischer Beifall.) Der Wuͤrttembergsche Gesandte brachte dann die Gesundheit der Lady⸗Mayorin aus, und dieser zunaͤchst folgte ein Toast auf das Wohl des Bischofs von Ohio, der seinem Dank die Be⸗ merkung hinzufuͤgte, daß die Kirche, welche er repraͤsentire, wenn sie auch nicht dieselbe waͤre, wie die Anglikanische, ihr doch in ih⸗ ren Glaubens⸗Artikeln und fast in allen wesentlichen Stuͤcken

zwischen beiden obzuwalten, die Manchem

zu sehen; unsere Institutionen durch Laͤuterung

482 aͤhnlich sey. Der letzte Toast galt dem Englischen Advokaten⸗ stande, in dessen Namen Sir W. Follett dankte, indem er zu—

gigkeit und die Institutionen des Landes mit demselben Eifer, den er stets in anderen schwierigen und unruhigen Zei⸗ ten bewiesen habe, auch jetzt aufrecht zu erhalten be— muͤht seyn werde. Großer Beifall folgte auch dieser Erklaͤrung.

Der Globe sieht die Times jetzt als das Haupt⸗Organ des abgetretenen Ministeriums an. 1

Das British Magazine enthaͤlt folgende Angaben uͤber die Art und Weise, wie das Englische Kirchen⸗Patronat vertheilt ist: „Ueber 2353 Stellen haben Geistliche, uͤber 805 Stellen Kollegien, uͤber 7553 Stellen Laien zu verfuͤgen; die Gesammt⸗ zahl der Pfruͤnden belaͤuft sich also auf 10,711. Die Patrone der ersten Klasse sind die Bischoͤfe, welche uͤber 1298, die De⸗ chanten, welche uͤber 70, die Kapitel, welche uͤber 694, die Digni⸗ tarien und Praͤbenden, welche uͤber 291 Pfruͤnden zu verfuͤgen haben; die Patrone der zweiten Klasse sind Orford, welches 432, Cambridge, welches 312, Eton, welches 42, Winchester, welches 15, und St. David's, welches 4 Pfruͤnden zu seiner Disposition hat; die Patrone der dritten Klasse, erstens der Koͤnig, der in seiner Eigenschaft als Souverain uͤber 93 Pfruͤnden, in seiner Eigenschaft als Prinz von Wales uͤber 35, in seiner Eigen⸗ schaft als Herzog von Lancaster uͤber 52 und durch den Lord⸗ Kanzler uͤber 824, zusammen uͤber 1004 Pfruͤnden zu gebieten hat, und zweitens Privatpersonen und Corporationen, die uͤber 6549 Stellen das Patronat ausuͤben.“

Die Rede, welche Herr Perrin, der jetzige General⸗Proku⸗ rator fuͤr Irland, zu Gunsten der Russell'schen Motion in Be⸗ treff des Irlaͤndischen Kirchenguts gehalten hat, ist in einem be⸗ sonderen wohlfeilen Abdruck erschienen.

Da die Eisenbahn, welche von hier nach Gravesend beab⸗ sichtigt wird, durch den Park von Greenwich fuͤhren und dieser also sehr darunter leiden muͤßte, so sind die Bewohner dieser Gegend, wegen des Schadens, der dem Park und dem Hospi⸗ tal daraus erwachsen wuͤrde, gegen dies Unternehmen eingekom⸗ men, und der vorige Kommissar fuͤr die Forsten und Waldungen, Lord Somerset, hat das Gutachten abgegeben, daß die Eisen⸗ bahn gar nicht noͤthig sey, und daß ihr Vortheil den damit ver⸗ knuͤpften Verlust nicht wuͤrde ersetzen koͤnnen.

Aus Canton vom 20. November wird berichtet, daß die Bengalische Regierung einen Agenten nach China gesandt habe, um Thee⸗Saamen und Pflanzen anzukaufen und Chinesen an— zuwerben, die sich auf den Bau des Thees verstehen. Dieser Abgeordnete fuhr in Gesellschaft des Herrn Guͤtzlaff und eines Marine⸗Offiziers in einem Schnellsegler die Kuͤste hinauf bis zum Hafen Amoy, wo sie landeten und, von einem Chinesen ge⸗ fuͤhrt, eine zweitaͤgige Landreise antraten, um sich Saamen von Ancoi⸗Thee zu verschaffen und dessen Kultur zu sehen. Die Ein⸗ wohner nahmen sie sehr freundlich auf.

Auf der Insel Portorico sind im vorigen Jahre 60,000 Orhoft Zucker, 20,000,000 Pfund Kaffee, 6,000,000 Pfund Ta⸗ back, 1,000,000 Pfund Baumwolle, 20,000 Oxhoft Molassen und 13,000 Fanegas Kakao geaͤrndtet worden. Der Gesammt⸗ werth der Ausfuhr belief sich auf mehr als fuͤnftehalb Millionen Dollars, wovon zwei Drittheile in Nord⸗Amerikanischen Schiffen ausgefuͤhrt wurden. Die Bevoͤlkerung von Portorico wird jetzt auf 3509,000 Seelen geschaͤtzt, worunter 50,000 Sklaven und eben so viel freie Schwarze.

Nachrichten aus Rio Janeiro zufolge, hat daselbst eine Ministerial⸗Veraͤnderung stattgefunden. Am 6. Januar war das

Arsenal in Rio Janeiro von einem bewaffneten Haufen ange⸗

griffen worden; der Zweck war, sich der Afrikanischen Schwar⸗ zen wieder zu bemaͤchtigen, die sich auf der von einer Englischen Korvette aufgebrachten Brigg „Rio de la Plata“ befunden hat⸗ ten und die nun im Arsenal in Verwahrsam waren. Die Eng⸗ lischen Soldaten, welche vor dem Gebaͤude Wache hielten, wur⸗ den gemißhandelt und 200 der Neger fortgeschleppt. Der Kom⸗ mandant hat nun Befehle erlassen, um aͤhnliche Faͤlle ins Kuͤnf⸗ tige zu verhuͤten und der Thaͤter habhaft zu werden. Die Be⸗ voͤlkerung von Brasilien wird jetzt auf 3,130,000 Freie und 2,086,666 Sklaven veranschlagt.

Schweden und Norwegen. 4

Stockholm, 21. April. Eine von dem Koͤnigl. Schwedi⸗ schen Geschaͤftstraͤger in Lissabon am 16ten d. hier einge angene Depesche uͤberbrachte die traurige Nachricht von dem Ableben des Prinzen August von Portugal, Herzogs von Leuchtenberg, Schwagers Sr. Koͤnigl. Hoheit des Kronprinzen. Der Koͤnigl. S he wegen dieses Todesfalles auf fuͤnf Wochen Trauer angelegt.

Die Schwedische Bibel⸗Gesellschaft hielt am vorigen Mit⸗ woche im großen Boͤrsensaale eine oͤffentliche Versammlung, der auch Se. Koͤnigl. Hoheit der Kronprinz beiwohnte. Der Praͤ⸗ sident der Gesellschaft, Minister Graf von Rosenblad, eroͤffnete die Sitzung durch eine Anrede, worauf der Secretair I)r. Pet⸗ terßon den Jahresbericht abstattete. Es geht daraus hervor, daß die Druckerei der Gesellschaft im vorigen Jahre 30,000 Exem⸗ plare der heiligen Schrift und seit ihrem Bestehen im Ganzen 410,787 Exemplare geliefert hat, worunter 127,187 vollstaͤndige Bibeln und 283,600 Neue Testamente. Das Einkommen der Gesellschaft betrug im vorigen Jahre 10,745 Rdr. 9 Schill. Die Bibeln derselben sind zum Theil in Schwedischer und zum Theil in Finnischer Sprache gedruckt. Dermalen zaͤhlt die Schwe⸗ dische Bibel-⸗Gesellschaft, die mit der Englischen in vielfacher Be⸗ ruͤhrung steht, 959 Mitglieder.

Deutschland.

Kassel, 21. April. (Frkft. Journ.) Seit laͤnger als funfzig Jahren besteht hier eine vom Landgrafen Friedrich II. im Jahr 1779 gestiftete, und von demselben, so wie von dessen Regierungs⸗Nachfolgern, den Kurfuͤrsten Wilhelm J. und Wil⸗ helm II., dotirte hohe Schule unter dem Namen Lyceum Fri- dericinnum, welche als unmittelbare Vorbereitungs⸗Anstalt zu den akademischen Studien diente, und nicht bloß der hiesigen Stadt, sondern auch dem ganzen Lande zum Vortheil gereichte. Man kann sagen, daß die Mehrzahl der Kurhessischen Staats⸗ diener und wissenschaftlich gebildeten Maͤnner im Lyceum zu Kas⸗ sel ihren ersten Jugend⸗Unterricht genossen, und sich zur Uni⸗ versitaͤt vorbereitet hat. In Gemaͤßheit der Stiftungs⸗Ur⸗ kunde hatte dieses Lehr⸗Institut eine eigne Direction, deren gebornes Mitglied der jeweilige Buͤrgermeister von Kassel war, ein ihm eigens der Stadt zu diesem Behuf vom Landgrafen Friedrich II. geschenktes Gebaͤude, einen eigenen, unter der Verwaltung des Magistrats und unter der Aufsicht der Direction stehenden Stiftungs⸗Fonds, wozu noch ein stiftungs⸗ maͤßiger und nachmals durch die Liberalitaͤt der Hessischen Fuͤr⸗ sten noch vermehrter Zuschuß aus der Staatskasse kam. Außer⸗ dem war dem Stadt⸗Rathe das Praͤsentations⸗Recht bei der

Anstellung der Lehrer stiftungsmaͤßig zugesichert. Neben dem

gleich die Hoffnung aussprach, daß dieser Stand die Unabhan⸗

Lyceum zu Kassel bestanden noch Gymnasien . Ha.. Rinteln, Marburg und Hersfeld. Die Staz. bewilligte in der neuesten Zeit die jaͤhrliche 25,160 Thalern als Zufluß aus der Staatskasse

theilung unter dieselben.

nen Plane vorzunehmenden gelehrten Schulen in Kurhessen, stellte das des Innern an den Magistrat der Stadt Ka Forderung, daß derselbe seinen bisherigen Gerechtsamen ziehung auf das Lyceum zu Kassel entsage, hoͤre, eine staͤdtische Anstalt zu seyn und in eine umgewandelt werde. Buͤrgermeister und Stadt⸗Rath indessen mit ihren Pflichten nicht vereinbarlich, dieser Am zu entsprechen. Es fanden hierauf zwar Unterhandlun schen dem Ministerium und der sie fuͤhrten zu keinem Resultat und blieben ohne Erfolg der Bedingung, daß der hiesige Magistrat seine Rechte Lyceum zu Kassel aufgebe, dieses den uͤbrigen hoͤheren des Landes gleich zu behandeln, auf der anderen Seite di Behoͤrde sich nicht dazu verstehen wollte,

des Innern aber fand sich hierdurch veranla

sten Erklaͤrungen des Ministeriums nicht

Schul⸗Anstalt angehoͤren, abzustehen, Stand zu setzen, solche zu einem Landes⸗Gymnasium zu dem vorhandenen Beduͤrfnisse auf andere Weise fuͤrgeso den muͤsse.

sen, sie auf den Standpunkt zu erheben

zu erhalten, welche dem Stande und den Anfe Staats und der Wissenschaft entsprechen, wie sich d besondere in der verbesserten Einrichtung der hiesigen schule mit dem Namen eines Lycei Friderician

ten, gerschule mit Unterstuͤtzung aus wie des Schullehrer⸗Seminars beurkundet herrliche Absicht dauert auch jetzt fort;

Erreichung des Gesammtzweckes unter jezeitigen Verh erkannt werden. Da nun fuͤr den nach einer zeitgemaͤß nung eingerichteten Gymnasial⸗Unterricht des zahlreicheren

siger Stadt zu suchen gedrungen und bisher finden im Stande gewesen sind, auch dessen Bestimmung umfassenden erweiterten Anstalt aufgehen zu lassen, Anstand nimmt, von abzustehen, jedoch gemaͤß auch der Vorbehalte

landesherrlichen Schenkungsbriefe vom Jahre 1779: „, ganze Schul⸗Verfassung der gnaͤdigsten Intention gemaͤ richtet werde, die Stadt aber in Allem, und ihr dazu beizutragen moͤglich sey, zu diesem heilsam

Lyceum wird sich demnach in dem Maße, in welchem Gymnasium wird gewaͤhrt werden,

machen hatte.“

Karlsruhe, 23. April. der ersten Kammer legte der Staats⸗Minister Winter einen

auf die demselben angehäͤngten Motive. denselben in einer Vorberathung in naͤhere Erwaͤgung zu

Darmstadt, 24. April. Am 22sten d. trafen die bei der Großherzog die erste vorbereitende Sitzun wohnten. Es wurde eine Kommission von 6 Pruͤfung der Wahlen durchs Loos bestimmt.

Einweisungs⸗Kommission. Gester

ten fuͤr die Praͤsidentenstellen.

Schweiz. Anwortsnote an den Kaiserlich cation des Todes des alten und der Thronbesteigung des Kaisers den Staͤnden noch immer nicht mitgetheilt, und sich fortwaͤhrend im Schatten des Geheimnisses am besten fallen. Man versichert hier,

daß sich der Vorort hier zum Erstenmal uͤber die fatale hoͤlzligeschichte „mißbilligend“

den Rest eines allfaͤlligen Zwiespaltes noch schließlich zu gen, und zugleich die Oesterreichische Gesandten persoͤnlich zur Uebergabe seiner Kreditive nach zn senden. Ob die Kantons⸗Regierung von Bern hier allei elt, oder der Vorort, oder beide, weiß man nicht.

Vorort ebenfalls betheiligt und thaͤtig sey, ist sehr lich, desto schlimmer aber, daß er getreuen Mitstaͤnde etwas davon wissen zu lassen. Verm gebracht werden. Die Hochverraths⸗Procedur ist in ganz im Stocken. raths vom 22. Maͤrz 1834 ist Alles liegen geblieben. richte haben in dieser Beziehung inzwischen nichts gethan. Untersuchung fing am 1 ten die Angeklagten vergeblich auf eine Anklage⸗Akte. Die

Verwirrung, in welche verkehrte Beschluͤsse des Großrat

„Versammlun, Summe 9 1 zur Unterhal tung dieser sehr gelehrten Schulen und zur gleichmaͤßigen Ve Bei der jetzt nach einem allge Reorganisation und Reform d

Ministeriun

damit dasselbe nuf Staats⸗Ansal hielten

staͤdtischen Behoͤrde statt;

auf der einen Seite das Ministerium dabei beharrte, nur

auf ihre Mitwirkn bei dem ferneren Bestand des Lyceums zu verzichten. Der Ministe 5 alle weitere Untn handlungen mit dem Magistrate der Stadt Kassel abzubrechen un diesem durch einen an denselben gerichteten amtlichen Erlaß eroͤffnen: „daß, da derselbe durch die offensten und umfasse habe vermocht werdan koͤnnen, von Festhaltung derjenigen Einrichtungen, welche an si nur dem beschraͤnkten Charakter des Lyceums als eine staͤdtisc und den Staat in m

Allerdings ist von jeher das hoͤchste Bestreben g Landes⸗Regenten darauf gerichtet gewesen, den Unterrichts⸗NGe stalten der Residenz jede moͤgliche Foͤrderung angedeihen zu la— und in der Stelug

orderungen hi

sen Beschenkung und Begabung mit Guͤtern und Einkin) der nachherigen Abtrennung und Einrichtung der Pih landesherrlichen Kassen, hat, und diese sie kann sich aber den Formen realisiren, welche als nothwendige Garantiten 1-

der Landeskinder, welche solchen in steigender Progression in he nur theilweise g mit gesorgt werden muͤß und n Forbes“, eines Schiffes, wenn auch nicht ganz zu diesem Ge⸗ Stadtrath das ohnehin vielfach veraͤnderte Lyceum in eim

so ist zwar hi

was von ihr absinge

zwecke willigst die Hand biete““, vom Landesherrn bescasin worden, ein Landes⸗Gymnasium als Staats⸗Anstalt hier errichn zu lassen, neben welchem das Lyceum mit einer anderweiten e gemessenen Einrichtung unabhaͤngig von jenem Landes⸗Goymm sium fortbestehen soll. Umfang und Hoͤhe des Unterrichtes

zu beschraͤnken haben, upidrigen Winden und Stroͤmungen sehr viel zu kaͤmpfen gehabt, werden die Mittel des Lyceums fuͤr den ihm vorbleibenden z a ß konnte Socotra vor dem 27. Oktober nicht erreicht werden. in dem Grade ausreichender werden, in welchem es fuͤr wen die Strecke von Socotra bis Mokka, so wie die zwischen Mokka gehende Zwecke (des hoͤheren Unterrichts) bisher Aufwand und Djidda ward in 3 ½ Tagen zuruͤckgelegt.

In der sechsten oͤffentlichen Sitzme

Entwurf uͤber die Aufhebung der Bannrechte vor, und verwe Die Kammer beschbe

Abgeordneten zur Geg Kammer hier ein und meldeten sch

statt, welcher 33 Mitglieder be⸗ zur vorclufigen Heute, in der pbei⸗ ten vorbereitenden Sitzung, schritt man zur Wahl der Kandid' Es wurden dazu erwaͤhlt: ß Herren Abgeordneten Eigenbrodt und Schenck mit 37 Stimma (also einstimmig, da 38 Mitglieder stimmten), Weyland mit 1) von Grolman Und Ludwig mit 29 und Hardy mit 22 Stimmn.

Zuͤrich, 17. April. (Allg. Ztg.) Der Vorort hat Koͤniglichen Hof auf die Nols

daß jene Note durchaus nicht bloße foͤrmliche Hoͤflichkeits⸗Erwiederung zu betrachten sey, sondm

ausgesprochen und dadurch versuch habe, die Zwistigkeiten beizulegen. Gegenwaͤrtig, und davon us sen die getreuen Mitstaͤnde noch weniger, soll von Bern T- durch Hrn. v. Essinger direkt in Wien unterhandelt werden, ug

Regierung zu veranlassen, ief gen Staaten, fast Alle wandten sich jenseits des Alleghanis, dn 6 n Aufnahme kommt, sind viele gezogen, und am Schlusse des wahrsche

so vereinzelt handelt, ohne sein⸗ wird die Sache auf der naͤchsten Tagsatzung ernstlich zur Spract

Cvnesc. es Gruß Seit dem Konnexitaͤts⸗Beschlusse dedie Ge dasel

1. Sept. 1832 an, und noch immer!

aͤßt sich, schon um ihrer Ausdehnung und der unglaubliche

ben, nur durch eine Amnestie auf eine fuͤr die ver⸗

178 sucht hepar eien ertraͤgliche Weise beendigen. Jedes Durch⸗

decwollen des Prozesses dient zu nichts, als die Regierung

ompromittiren, und die Gefahren einer Reaction, so wie die Ven Fucerung nd Spannung der Parteien zu vermehren.

1 Aegypten. 3

er die fuͤr Europa, Afrika und Asien hoͤchst wichtige Han, welche die Englaͤnder mittelst Dampfboͤten auf M then Meere bereits eroͤffnet haben, schreibt der Bayerische ebr. Pruner Folgendes: „Es wurden als Verbindungs⸗ ssend wischen Indien und England zwei Wege in Vorschlag 1 der erste durch das Festland auf den Fluͤssen Euphrat begxis. Allein die umwohnenden, groͤßtentheils nomadischen, drzuberischen Voͤlker machen diesen Weg zu gefaͤhrlich und mangbar. Man waͤhlte daher den zweiten sicherern Weg, naͤm⸗ gag Rothe Meer hinauf, uͤber Aegypten laͤngs des Mittellaͤn⸗ 8 Meeres nach England hinuͤber. Die ersten Versuche fuͤr itelung dieser Communication wurden auf Kosten der Ostindi⸗ üvoagnie gemacht. Der „Hugh Lindsay ging zum erstenmal tne ombay im Maͤrz 1829 ab. Er nahm in Kosseir Reisende auf, wäihr nach Suez zum Empfang der Pakete. Die Kohlen waren alsgeschickt nach Djidda, Mokka und andern Orten, die das mmvsboot beruͤhrte. Dieses Dampfboot segelte gewoͤhnlich im hötar von Bombay ab, und brauchte in der Regel 28 bis henge bis zu seiner Ankunft in Suez. Doch bald fand die indische Compagnie es zu theuer, und die Direktoren in aand glaubten die Sache gleichfalls von keinem hohen Be⸗ 6 und so ward beschlossen, kein Dampfboot weiter auf diesem gege zu senden. Alsbald beriethen sich jedoch die Kaufleute der ei praͤsidentschaften (Benge len, Madras und Bombay), und teinigten sich zu einer Subscription, in der Absicht, eine gelmnaͤßige Dampfschifffahrt zwischen Indien und eieh zu nichten. Man lud auch die Londoner Kaufleute zur Mitwir⸗ ing ein, und sie haben bereits dazu ihre Einwilligung ge⸗ ben. Waͤhrend man aber die Sache noch uͤberlegte, entstand den Subskribenten eine Spaltung daruͤber, ob Bombay

Bengalen als der geeignetste und dem allgemeinen In⸗ rese cntsprechendste Abfahrts⸗Punkt zu waͤhlen sey. Uind der That versagten die Kaufleute in Bombay , ihre Stadt die zur Abfahrt geeignetste haltend, ihre Mitwirkung. Die engaler Gesellschaft dagegen behauptete, sich darauf stuͤtzend, Bengalen die groͤßte und im Mittelpunkte gelegene Praͤsi⸗ nischaft ist, es sey dem allgemeinen Interesse angemessen ihre grovinz als Abfahrtspunkt zu bestimmen, da dies den wesentli⸗ en Vortheil gewaͤhre, alle drei Monate von dort nach Suez Dampfboot zu senden, waͤhrend von Bombay aus der suͤd⸗ itliche Wind 5 bis 6 Monate des Jahres hindurch wehe, nurch einem Dampfboote jene Fahrt, wenn nicht ganz un⸗ söglich doch hoͤchst beschwerlich wird. Auf diese Gruͤnde hin üffnete sie, ohne Unterstuͤtzung von Seiten der uͤbrigen Praͤsi⸗ ntshaften, die Communication mittelst des Dampfschiffes

ssel in Be

nuthun gen zwi ai

inden va auf daß Schula e Stakt

erheha, rgt wah

tes ing Stabh

landes nue h

aͤltnise en 0c Theit

häfte geeignet, doch fuͤr Anfangs⸗Versuche nicht untauglich. ind auch die Vortheile gegenwaͤrtig noch nicht ganz den Aus⸗ ben entsprechend, so laͤßt sich dieses doch in kurzem hoffen. ist vorerst hinlaͤnglich, daß die Kaufleute einmal von der Moͤg⸗ ckeit einer Communication uͤberzeugt sind; bessere Anordnungen erden bald folgen. Der „Forbes“ verließ Calcutta am 7. Sep⸗ inber; zwischen genanntem Platze und Madras begegnete er ei⸗ im heftigen widrigen Winde, und anstatt den letzten Punkt in bis, 5 Tagen zu erreichen, wie man mit Recht hoffen konnte, am er erst am 14ten Abends daselbst an. Von Madras am bten abgehend, erreichte er die Insel Ceylon (point de Gal) in er Nacht des 21sten. Man verließ Gal den 25sten, und hoffte

14 Tagen in Socotra einzutreffen; aber am 12. Tage ent⸗ eckte man, daß die Kohlen nicht zureichten, und weil man mit

Landes

in da daß h g eine

en Em

er vm

Von Djidda ach Suez brauchte man bei widrigem Winde 5 ¾ Tage. Die Maschinenkraft gleicht der von 120 Pferden. Die Mann⸗ chaft besteht mit Ausnahme der Offiziere aus Eingebornen In⸗ dins. Das Schiff ist 125 Fuß lang, 22 Fuß breit zwischen hen Raͤdern. Die Maschinerien abgerechnet, traͤgt es 162 Ton⸗ ehe. eenen; ohne diese wuͤrde es 470 Tonnen fassen. Der Capitain üücye heißt Forth, und der Ober⸗Ingenieur Dagus. Koͤmmt nun zu meistn eieem Dampfboote noch eins von Malta nach Alexandrien uͤber Landien, in Verbindung mit demjenigen, das schon laͤngst von Malta uͤber Gibraltar nach London faͤhrt, so waͤre ein Erforder⸗ ß befriedigt, das der Fortschritt des Jahrhunderts eben so sehr als die vermehrte Voͤlker⸗Verbindung an unsre Zeit macht. Be⸗ onders wichtig waͤre diese Verbindung fuͤr den Englischen Han⸗ del im Allgemeinen, vornehmlich aber im Fall einer, wenn gleich unwahrscheinlichen, Russischen Invasion in die Indischen Provin⸗ zen. Kommt nun noch eine Eisenbahn zwischen dem Rothen Meer und dem Mittellaͤndischen, oder auch nur dem Nil, zu Stande, so wird der aͤußerste Europaͤische Norden mit dem Asiatischen Suͤ⸗ den, Afrika umfassend, in rascher Beruͤhrung vereint. Und Ae⸗ gypten als Vereinigungsplatz der beiden Aeußersten wird ein eig⸗ nes neues Leben gewinnen.

Vereinigte Staaten von Nord⸗Amerika.

Washington, 17. Maͤrz. Noch in keinem Jahr ist die Ein⸗ wanderung in die Vereinigten Staaten so bedeutend gewesen, als im vorigen, und nach dem Custom house Berichten von sieben der bedeutendsten Haͤfen der Union belief sich die Gesammtzahl simmtlicher neuer Ankoͤmmlinge 1834 auf 75,179 Koͤpfe! Deutschland hat nicht wenig beigetragen, die Bevoͤlkerung dieses andes zu vermehren in Neu⸗Hrleans landeten 12,283; in daltimore 11,802; in Philadelphia 1976; in New⸗York 4063; in Boston 414; in City Point 208; in Charlestown 125 Deutsche ladsleute! Nur der kleinste Theil von ihnen blieb in den oͤstli⸗

Gesch

n fand

neuur

schen zuk g

Stein

beseß

und stedelten sich im Staate Ohio, mehr aber noch in Illinois n han und Missouri an; auch nach Michigan, welches taͤglich mehr vergangenen Jahres belief sich die Zahl der Einwohner jenes ehtetes schon auf 93,000 Seelen, zu welchem Canada 1834 ällein gegen 8000 beisteuerte. Im Laufe dieses Jahres noch wird Michigan als selbststaͤndiger Staat der Union bei⸗ veten, aͤnger aber wird dieser Zeitpunkt bei Arkansas hin⸗ zusgeschoben bleiben, denn alle groͤßere Ansiedelungs⸗Versuche 8 bst. sind, eben so wie der letzte der Gießener Gesellschaft, Diunter Follenius und Muͤnch, gescheitert. Auch nach den Ka⸗ wavnada's fanden im vorigen Jahre viele Deutsche ihren Weg. Die inwanderung nach Ober⸗ und Unter⸗Kanada von Großbritanien

uthla

Sache

sich leicht auf 50,000 Seelen belaufen.

483 1

In Quebek und Mont⸗ real allein landeten 1834, nach oöffß elgen Berichten, von der Er⸗ oͤffnung der Schifffahrt bis zum 11. Juli, 21, 853 Einwanderer, und in Quebek waͤhrend des ganzen Jahres 29,769 Individuen. Sollte die Einwanderung Britischer Unterthanen nach den Ka⸗ nada's noch zehn Jahre so fortdauern, wie die letzten sechs Jahre, wo von 1829 bis Mitte 1834 187,521 Seelen, ohne die aus den Staaten heruͤber gekommenen, in Quebek und Montreal landeten, so duͤrfte der Union im Norden eine bedeutende Neben⸗ buhlerin erwachsen.

8 11“

Ausstellung auf der Koͤniglichen Akademie der Kuͤnste. Es ist in diesen Blaͤttern schon fruͤher aus einer andern Feder der kleinen Ausstellung Erwaͤhnung geschehen, welche die Akademie der Kuͤnste seit dem 13ten d. M. erdfnet hat; indessen scheint das In⸗ teresse der Gegenstaͤnde noch einer ausfuͤhrlichren Beachtung zu der⸗ dehesn auch hat sich seitdem noch manches Werthvolle hinzuge⸗ unden. . Wir heben billig mit Huͤbners großem Altar⸗Gemaͤlde an. Ez ist fuͤr die Kirche zu Meseritz bestimmt, und wir haben hier zunaäͤchst die Liberalitaͤt des Gebers zu ruͤhmen, des Herrn Wilhelm Werner in Ozorkow (im Koͤnigreich Polen). Die Darstellung selbst koͤnnte auf den ersten Blick fuͤr eine Auferstehung, Himmelfahrt oder we⸗ nigstens fuͤr eine Vision genommen werden; allein eine naͤhere Be⸗ trachtung lehrt sehr bald, daß man es hier mit einer symbolischen Composition zu thun habe, die sich als solche vollkommen verstaͤnd⸗ lich macht und in ihrer Art durchgebildet heißen darf. Die vier Evangelisten sitzen in ernster Betrachtung da, uͤber ihnen in den verklärten Luͤften erscheint der Heiland; vor den heiligen Maͤn⸗ nern steht der Kelch, und die Inschrift: „Ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende“ setzt vollends den Sinn des Bildes außer Zweifel. Eine so einfache Symbolik, welche zu⸗ gleich eine so unmittelbare Sprache zum Gemuͤth hat und ohne Umweg malerische Anschaulichkeit besitzt, besonders bei dieser Sammlung aller Figuren, bei dieser edlen, einfachen Zu⸗ sammenstimmung aller Linien der Gruppe, endlich bei der großen Harmonie des Farbeneindrucks, nimmt eine wesentliche Stelle in der boͤhern Sphaͤre der Malerei ein und ist davon eigentlich ganz un⸗ trennbar. Wenn wir ein andermal gesuchte symbolische Beziehun⸗ gen in zu naher Verbindung mit dramatischer Lebendigkeit und un⸗ mittelbarer Natuͤrlichkeit glaubten tadeln zu muͤssen, so ist ein Ge⸗ maͤlde, welches diese Symbolik so tief mit dem ganzen Kunststyl in Formen und Farhen zu verschmelzen und auf einen Gemuͤths⸗Ein⸗ druck zu konzentriren weiß, von solchem Tadel voͤllig ausgenommen. Im Gegentheil muüssen wir dem Kuͤnstler Gluͤck wuͤnschen, daß er mit so großer Sicherheit ein Werk von wahrhaft kirchlichem Styl hin⸗ stellte, in dem nichts stoͤrt und zerstreut, in dem nichts aus der Stimmung herausfaͤllt, und das also geeignet ist, Andacht und bei⸗ lige Sammlung in dem Beschauer zu erwecken. Hierzu wirkt schon die große ernste Ruhe in den Linien der Gruppe, dann aber auch das Milde und gleichsam Feierliche der gesammten Faͤrbung. In der Aus⸗ theilung der Farben fuͤr die Gruppe der Evangelisten waͤhlte der Kuͤnstler dunkle und gebrochene Farben, welche, ohne geschwaͤcht zu seyn, sich zu einer sansten Harmonie vereinigen; oben aber, in leichter, blauer Luft, auf heiteren Wolken, schwebt der Erloͤser, und auf eine erquick⸗ liche Art spielen die blauen Luftfarben in den strahlenden Goldglanz der Glorje uͤber. Die Gestalt selbst wuͤrden wir nicht sowohl luftig und transparent sinden, was uͤberdies vielletcht auch nicht ein⸗ mal zu ruͤhmen waͤre, sondern der Koͤrper und das herabfallende weiße Gewand ist vielmehr rings umher angeleuchtet und das Ganze schwimmt gleichsam in einem milden Licht. Der Heiland, in er⸗ habener Haltung, erhebt seine Haͤnde segnend uͤber die Seinigen, die andaͤchtig vertieft, seine unmittelbare Naͤhe nicht wahr⸗ nehmen, und wenn der jugendliche Johannes auch aufwaͤrts gen Himmel schaut, so gewahrt er dennoch die Erscheinung nicht, denn er blickt mehr zum Bilde heraus. Nur der Engel, der sich auf den Schooß des Matthaͤus stuͤtzt, blickt empor zum Heiland, und scheint sich freudig bewußt zu seyn, daß er mit Augen schaut, was den An⸗ deren unwahrgenommen bleibt. Alles dies ist nicht bloß fein, son⸗ dern es ist tief gedacht, ja es ist die einzige poetischwahre Auffas⸗ ung. f 2Den Evangelisten gab Huͤbner schoͤne Koͤpfe; will man aber skrupu⸗ loͤs seyn, so ließe sich vielleicht sagen, daß der greise Matthaͤus mehr im Sinn alter Bilder genommen sey, waͤhrend die Anderen unserer Ratur um mehrere Schritte naͤher staͤnden; ferner unterscheidet sich die orientalische Physiognomie des Mareus vielleicht noch zu merklich von den mehr Germanischen Koͤpfen des Lukas und des schoͤnen Johannes. Als ganz vortrefflich muß der Faltenwurf der Gewaͤnder geruͤhmt werden; welche Freiheit, welche Dreistigkeit der Technik bei der uͤberlegtesten Durchbildung! In andern Theilen wieder zeigt sich die Sorgfalt der Schule fuͤr das Detail, bis ins Genreartige. Be⸗ onders den Koͤpfen moͤchten wir noch einen breiteren Pinsel wuͤn⸗ f und sind des Glaubens, daß eine weniger spitze Ausfuͤhrung der Großartigkeit des Ganzen besser entsprochen, vielleicht sogar noch zu mehr Energie und Waͤrme des Ausdrucks gefuͤhrt haben wuͤrde.

Daß der Kuͤnstler die symbolischen Thiere der Evangelisten fort⸗ ließ und nur den Engel des Matthaͤus behielt, kann gewiß Niemand tadeln; sie wuͤrden ja ohnedies in dieser heilig vertieften Gruppe eine sehr unangemessene Rolle gespielt haben. Mit großer Meisterschaft und mit allen Reizen der Farbe ist der Engel gemalt, nur moͤchte man aus dem heiter laͤchelnden Koͤpfchen einen Zug von Schalkheit wegwuͤnschen, welcher, statt der unbefangenen seligen Ge⸗ muͤthlichkeit, wie in den Engeln auf der Sixtinischen Madonna, ihn vielmehr schon dem Ausdrucke eines Amor annaͤhert.

Aber dies sind Rigorismen der Kritik, wozu nur ein vorzuͤgli⸗ ches Werk auffordert. Wir haben hier jedenfalls ein Gemaͤlde von einem großen Styl, welches ein Heimischwerden unserer Kunst in der hoͤheren Sphaͤre verheißt, und von neuem zur Widerlegung der⸗ jenigen beitragen wird, welche unserer Kunst durch eine gewisse Klein⸗ glaͤubigkeit das Gelingen im Religioͤsen schlechthin versagen wollen.

Das besprochene Bild ist in der historischen Gattung das ein⸗

ige, man muͤßte denn einen Carton von Loͤwenstein, einem Schuͤ⸗

89 Hensel's, hierher zaͤhlen wollen. Der Kuͤnstler waͤhlte zur Auf⸗ gabe den Deutschen Kaiser Heinrich 1V., wie er im Buͤßerhemde mit Weib und Kind uͤber die Alpen steigt, um sich vor dem Papst zu demuͤthigen; gewiß eine Wahl, welche der Strebsamkeit des jun⸗ gen Kuͤnstlers Ehre macht; allein sie uͤberstieg wohl fuͤr jetzt noch seine Kraͤfte. Er wußte den Deutschen Kaiser durch nichts weiter zu bezeichnen, als durch ein Stuͤckchen Hermelin⸗Gewand, welches unter der Pilgertracht sichtbar wied: im Ausdruck spiegelt sich we⸗ nig von dem wahren Inhalt der Situation und auch gegen die An⸗ ordnung der Gruppe ließe sich noch manches einbwenden.

Eine kleine Skizze von Lessing, darstellend den Tod Kaiser Frie⸗ drichs II., ist freilich das Werk eines Meisters. Welcher Ausdruck schon hier in der leicht und mit wenigen Mitteln hingeworfenen Skizze, sowohl in dem Antlitz des verscheidenden Kaisers, als auch in den Mienen der theil⸗ nehmend um ihn Beschaͤftigten, denen noch die Gewißheit von sei⸗ nem Hinscheiden zu fehlen scheint, die freilich schon deutlich genug auf dem Antlitz geschrieben steht. Es sind viele edle Gestalten und sprechende Physiognomieen, doch wagen wir bei dieser Gele⸗ genheit eine Aeußerung, die wir bisher noch lieber unterdruͤckten, naͤmlich daß die Koͤpfe ihrer Proportion nach einander sehr aͤhnlich sind, und bis auf geringe Modistcationen fast als dieselben erschei⸗ nen. Ueberdies moͤchte uns gerade diese Porportion nicht ganz be⸗ friedigen: wir halten die Gesichtstheile im 8 fuͤr zu klein und glauben, daß abgewogenere Vertheilung edler, schoͤner, kraͤftiger und gewiß großartiger seyn koͤnne.

aber gewiß noch uͤbertreffen wird, ist zwar er leit 9 1 zwar vollendet, aber leider nichr zur Verherrlichung dieser Ausstellung eingetroffen. Dagegen haben wir Hoffnung, eine gute Lithographie davon zu erhalten; ein Lithograph in Duͤsseldorf ber von dem Besitzer, Sr. Koͤniglich

Hoheit dem Kronprinzen, die gnaͤdige Erlaubniß dazu erlangt, 11

dies eben ist der Grund, daß das Bild uns fuͤr jetzt entzogen bleibt

1s , Literarische Nachrichten. Die Jaͤger und Schuͤtzen des Preußischen Heeres. Was sie waren, was sie sind und was sie seyn werden. weiter Theil: Was sie sind. (Ihre ge erhaͤltnisse.) Von C. F. Gumtau, mandeur des reitenden Feldjaͤger⸗Corps. Alles und das Beste behaltet. Berlin, Mittler, 1835. . Wenn uns der Herr Verfasser im ersten Bande seines schaͤtzba⸗ ren Werkes mit der Vergangenheit eines Corys bekannt machte, aus dem so viele der ausgezeichnetsten hoͤheren Offiziere hervorgingen, so giebt er uns in dem zweiten Theile desselben, der so eben die Presse verließ, einen vollstaͤndigen Jaͤger⸗ und Schuͤtzen⸗Codex des Preu⸗ ßischen Heeres, wenn wir uns anders dieses Ausdrucks bedienen duͤr⸗ fen. Der Herr Verfasser hat sich hierbei einen Standpunkt gewaͤhlt, wie es die geniale Behandlung des ersten Theiles voraussetzen ließ. Ohne uns hier auf eine detaillirte Angabe des reichen Inhaltes des Werks einzulassen, wollen wir nur bei einzelnen Abschnitten stehen bleiben. Manche derselben in diesem Bande bieten einem Theile des militairischen Publikums natuͤrlich nichts Neues dar, aber sie geben doch auch dem Eingeweihten eine bis jetzt noch im⸗ mer vermißte zusammenhaͤngende Uebersicht der eigenthuͤmlichen Verbaͤltnisse dieses Corps in seinen verschiedensten Beziehungen. Referent vermißt durchaus nichts, woruͤber nur irgend noch eine naͤhere Eroͤrterung noͤthig erscheinen koͤnnte. Dem Nichtmilitair wird das Buch in sofern eine willkommene Gabe seyn, als es neben einer großen Menge gesetzlicher Bestimmungen auch das Regulatlv uͤber den Besuch des hoͤheren praktischen Forst⸗Lehr⸗Institutes, die Bestimmungen uͤber die von den Kandidaten des Forstwesens nach⸗ zuweisende Qualisication und uͤber die zu diesem Zwecke angeordne⸗ ten Pruͤfungen, uͤberhaupt Alles enthaͤlt, was uͤber den Eintritt in das Jaͤger⸗ und Schuͤtzen⸗Corps und in das reitende Feldjaͤger⸗ Corps, uͤber die Entlassung daraus, uͤber spaͤtere Versetzungen zc. gruͤndlich orientirt. Mit besonderem Interesse wird der Jaͤger und Mann von Fach den ôten Abschnitt lesen, der eine Beschrei⸗ bung der verschiedenen Buͤchsen⸗Gartungen, besonders der Schwei⸗ zer⸗Buͤchse, enthaͤlt. Die dazu gehoͤrige Tabelle Nr. 7. giebt eine Erlaͤuterung uͤber die Behandlung der Buͤchse, der Niemand ein klassisches Gepraͤge absprechen wird. Dasselbe Inter⸗ esse wird der 9te Abschnitt gewaͤhren, der von den Uebun⸗ gen der Jaͤger und Schuͤtzen handelt und uͤberall die noͤ⸗ thigen Hinweisungen und Instructionen giebt. „Ein Meister in der Schießkunst“, heißt es in einer derselben, „die 1816 von dem damaligen Inspecteur der Jaͤger und Schuͤtzen, Obersten von Witzleben, emanirte, ist von allen Feinden der furchtbarste. Aus jedem Hinterhalte muß dem Feinde ein sicherer Tod entgegen lauern, und fallen muß, was sich im Bereiche der nie fehlenden Schuͤsse seben laͤßt. Ein Jaͤger⸗ oder Schuͤtzen⸗ Bataillon traͤgt das Ver⸗ derben eines ganzen feindlichen Corps in seinen Cartouchen.“ haben in diesen Tagen, wenn gleich auf einem entfernteren Kriegs⸗ Theater im Norden, gesehen, was Jaͤger vermoͤgen, wenn sie den Ansichten gemaͤß, die diese Instruction voraussetzt, gebraucht werden. „Einige Beilagen enthalten die Tabellen uͤber die Resultate beim Scheibenschießen. Wer die Uebungsart unserer Jaͤger und Schuͤtzen kennt, wird die Resultate derselben um so bedeutender finden, als dabei eine Menge Schwierigkeiten, welche man bei den Uebungen absichtlich hervorsucht, um die FJaͤger daran zu gewoͤhnen, uͤberwan⸗ den werden muͤssen. Diese vortreffliche Art und Weise, die Salda⸗ ten inmitten des Friedens an Ueberwindung von Schwierigkeiten zu gewoͤhnen, die im Kriege oft jede Minute bringt, erinnert unz an die militairischen Uebungen der Roͤmer, die ihren jungen Soldaten gleichfalls den Dienst im Frieden erschwerten, um ihnen so den Krieg um so leichter zu machen. Der 10te Abschnitt des Werkes behandelt die Unterrich s⸗Erzie⸗ hungs⸗Anstalten, vorzuͤglich aber der 11te A. und B.

Major und Com Motto: Pruͤfet in Kommission bei

9612½ Wir

den besonde⸗ ren Unterricht im Forst⸗ und Jagdwesen fuͤr das Garde⸗Jaͤger⸗ Bataillon und die Jäger⸗Abtheiluugen. Um die Belehrung über diesen Gegenstand so allgemein wie moͤglich zu machen, werden die Leute des Garde⸗Jaͤger⸗Bataillons sowohl, als die der anderen Jaͤ⸗ ger⸗Abtheilungen in einigen Unterrichtsstunden, mit Ruͤcksicht auf den in den Bataillons⸗Schulen genossenen Unterricht, durch die Feldwebel oder Oberjaͤger in den ersten Forst⸗ und Jagd⸗Wissen⸗ schaften unterrichtet. Die von dem ruͤhmlichst bekannten Ober⸗ Land⸗Forstmeister Hartig verfaßten Lehrbuͤcher fuͤr Jaͤger und Foͤr⸗ ster werden hierbei als Grundlage benutzt. Die Jaͤger und Schuͤz⸗ zen sind also, wie das uͤbrige Heer, eine Bildungs⸗Anstalt fuͤr das Volk mit, in der sie zugleich fuͤr ihren kuͤnftigen Beruf theoretisch und, so weit dies angeht, auch praktisch gebildet werden.

Der 14te Abschnitt enthaͤlt das Erforderliche uͤber die Ergänzung der Jaͤger und Schuͤtzen fuͤr die betreffenden Truppentheile sowohl, als fuͤr die Aushebungs⸗Behoͤrden und besonders fuͤr Jaͤger⸗Lehrlinge; der löte handelt von der Kriegs-Reserve; der 16te von der Mobilmachung; der 19te von den Versorgungen; der 2!ste von den Pensionirungen; das Buch endlich, das 25 Abschnitte und einen Nachtrag enthaͤlt, fuͤhrt den Jaͤger und Schuͤtzen Schritt vor Schritt durch lein Ver⸗ haͤltniß, vom ersten Eintritte in dasselbe bis zur einstigen Versor⸗ gung. Dreißig Beilagen geben zu den etwaigen Bestimmungen und Erlaͤuterungen die genuͤgendste Auskunft. Eine bildliche Darstellung eines Jaͤgers unserer Tage ist dem Buche beigegeben. Vergleichen wir diese mit der des stattlichen Waidmannes von 1772, die wir emn ersten Theile finden, so moͤchten wir sagen, daß sich beide in ihrer aͤußeren Erscheinung zu einander verhalten, wie die Zeiten, denen sie selbst angehoͤren. Wenn wir die Reichhaltigkeit des Gegenstandes, den dieses treffliche Buch so gruͤndlich eroͤrtert, erwaͤgen, so duͤrfen wir dreist behaupten, daß wir durchaus kein literarisches Produkt uͤber den betreffenden Gegenstand besitzen, das wir ihm wuͤrdig zur Seite stellen koͤnnten. Wir duͤrfen es also mit vollem Rechte einen wahren Jaͤger⸗ und Schuͤtzen⸗Koder nennen, der uͤber alle Bezie⸗

hungen dieser Waffe in jeder Hinsicht gruͤndlich orientirt. B.

Koͤnigliche Schauspiele.

MMiittwoch, 29. April. Im Opernhause: Mirandolina, Lust spiel in 3 Abth., nach dem Italiaͤnischen, von C. Blum. Hier auf: Die Sylphide, Ballet in 2 Abth., von Ph. Tagliont.

Donnerstag, 30. April. Im Schauspielhause: Die Royali sten, Schauspiel in 4 Abth., von E. Raupach. (Hr. Seydel mann: Oliver Cromwell, als Gastrolle.) 8

Freitag, 1. Mai. Im Schauspielhause: Der Freischuͤtz, Oper in 3 Abth. Musik von C. M. v. Weber.

Koͤnigstaͤdtisches Theater.

Mittwoch, 29. April. Der Schwur, oder: Die Falschmuͤn zer, Oper in 3 Akten, nach dem Franz. des Scribe, von Dr. Petit. Musik von Auber.

Donnerstag, 30. April. Zum erstenmale wiederholt: Das boͤse Haus, historisch⸗romantisches Schauspiel in 5 Akten, von Joseph Freiherrn von Auffenberg. 1

Freitag, 1. Mai. Alle fuͤr Eine und Einer fuͤr Alle, Posse

si zus war 1834 ebenfalls nicht unbedeutend, und duͤrfte mit den hs seüber New⸗York nach den Kanada's gegangenen Auswanderern

Das große Bild von Bendemann, Jeremias auf den Truͤm⸗ mern von Jerusalem, auf dem so große Erwartungen ruhen, die es

11“

in 2 Akten, von A. Glasbrenner. Hierauf: Die Ochsenmenuet, Singspiel in 1 Akt.

1ö“