1835 / 121 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

Neum. Int. Sch. do.

Berlin Den 30. April 1835.

Aamtl. Fonds- und Geld-Cours- Zettel.

ZIf ErieflGeld.]

101 12 ,100 2 [Ostpr. Pfandbr. 4 99 ¾ 98 ¾ [Pomm. do. 4 65 ¾ 65 ¾ [Kur- u. Neum. do. 4 101 [100 ¾ Schlesische do. 24 100 ¾ 100 [Rkst. C. u. Z.-Sch. 101 d. K.- u. N. 793½

5 993 8 216 215 897 18 ½ 102 [1012 13 13 1 3 4

62³½ 1 U21

[ZIF. ErieflGeld.

102 107 102 ½

St.-Schuld-Sch.

Pr. Engl. Obl. 30.

Präm. Sch. d. Seeh. Kurm. Obl. m. l. C.

Berl. Stadt-Obl. Königsb. do. Elbing. do.

Westr r. Pfandbr. Grosshz. Pos. do.

Gold al marco Neue Duk. Friedrichsd'or.. Disconto

24,—

ö’

Preuss. Cour. Erief.] Geld.

1222 141 151¾ 151 6 25 ¾ 80 ½ 104⁄ 103 ¾

Wechsel-Cours.

Kurz 2 Mt. Kurz 2 Mt. 3 Mt.

Imnlstordam . . . . . . . . . . .8550 II. 300 Mk. 300 Mk. 1 LsSt. 300 Fr. 2 Mt. .150 Fl. 2 Mt. 150 Fl. 2 Mt. 100 Thl. 2 Mt. 8 Tage 103 ½ 2 Mt. 3 Woch. 30 ½

Kurz

Wien in 20 Xr... igsburg Breslau

Petersburg.. . Warschau

Meteorologische Beobachtung.

1835.] Morgens Nachmitt. Abends Nach einmaliger 29. April. 6 Uhr. 2 Uhr. 10 Uhr. Beobachtung.

uftdruck. 334,27 Par. 332, 8 1 Par. 333, 1 Par. Quellwärme 6, 3 R.

Zntacnceee 6,3 ° R. + 8,8 °R. Flußwärme 8, 3 88

aupunkt 3,s ° R. + 2,7 °R. [Bodenwarme 7,9 1 8⸗ 12“ 62 vCt. [nusdünst. 0,074,‧*Rh.

Dunstsaͤttg 82 vCt. 1 1

8 halbheiter. truͤbe. Miederschlag 0, 0 2 8 „Rh.

Wind.... SO. . SSO. Nachm. 6 Uhr Gewitter

Wolkenzu in WSW. Tagesmittel: 833,v 2 Par. 10, R.. 3,8 ° R. 63 Cpt.

Koͤnigliche Schauspiele.

Freitag, 1. Mai. Im Schauspielhause: Der Freischuͤtz, Oper in 3 Abth. Musik von C. M. v. Weber.

Sonnabend, 2. Mai. Im Schauspielhause. Nathan der Weise, dramatisches Gedicht in 5 Abth., von G. E. Lessing. (Hr. Sepdelmann: Nathan, als Gastrolle.)

Sonntag, 3. Mai. Im Opernhause: Auf Begehren: Ro⸗ bert der Teufel, Oper in 5 Abth., mit Ballets. Musik von J. Meyerbeer.

Im Schauspielhause: Des Goldschmieds Toͤchterlein, Alt⸗ deutsches Sitten⸗Gemaͤlde in 2 Abth., von C. Blum. Hierauf: Die Novize, Lustspiel in 1 Akt, von C. Blum. (Dlle. Helene Muͤgge, Schuͤlerin der Mad. Crelinger: Therese.) Und: Zum er⸗

stenmale: Die Verraͤtherin, Original⸗Lustspiel in 1 Akt, von F. v. Holbein. 8 Koͤnigstaͤdtisches Theater. 8

Freitag, 1. Mai. Alle fuͤr Eine und Einer fuͤr Alle, Posse in 2 Akten, von A. Glasbrenner. Hierauf: Die Ochsenmenuect,

Singspiel in 1 Akt, von 1“ Musik nach Haydn's Com⸗ positionen arrangirt vom Kapellmeister v. Seyfried.

Sonnabend, 2. Mai. Anna Boulen, Oper in 2 Akten, nach dem Italiaͤnischen des Felix Romani. Musik von Donizetti. (Neu einstudirt. Dlle. Vial, vom Koͤnigl. Sardinischen Hof⸗ Theater zu Turin: Anna Boulen, als Gastrolle. Johanna Sey⸗ mour: Dlle. Beckaͤr. Smeton: Dlle. Haͤhnel.)

Preise der Plaͤtze: Ein Platz in den Logen und im Balkon des ersten Ranges 1 Rthlr. ꝛc. Sponntag, 3. Mai. Der Glo6ͤckner von Notre⸗Dame, ro⸗

mantisches Drama in 6 Tableaux, von Charlotte Birch⸗Pfeiffer.

en.

Neueste Nachricht 1“

Paris, 24. April. Der Koͤnig begab sich gestern nach Versailles. .

In der heutigen Sitzung der Deputirten⸗Kammer wurde zunaͤchst eine zweite Abstimmung uͤber den Gesetz⸗Entwurf wegen des Zuschusses zu dem Pensions⸗Fonds des Finanz⸗Mini⸗ steriums veranstaltet, da die Abstimmung vom vorigen Tage fuͤr unguͤltig hatte erklaͤrt werden muͤssen. Der betreffende Gesetz⸗ Entwurf ging jetzt mit 220 gegen 19 Stimmen durch. An der Tagesordnung war darauf die Debatte uͤber die Verlaͤnge⸗ rung des Gesetzes vom 23. Februar 1834 (wodurch den Quar⸗ tier⸗Meistern und Brigadiers der Gendarmerie in den 10 west⸗ lichen Departements die Befugnisse von Gerichtspolizei⸗Beamten beigelegt werden) bis zum 31. Maͤrz 1836. Herr Lacrosse verlangte, daß man das Devpartement des Finisterre von dieser Bestimmung ausschließe. Herr Dubois widersetzte sich jedoch diesem Antrage, da sonst die Ruhestoͤrer der uͤbrigen Departements in dem des Finisterre Zuflucht su⸗ chen und sich dort ihrer Verfolgung und Verhaftung entziehen moͤchten. Sechs andere Deputirte begehrten eine Ausnahme zu Gunsten des Departements der Nordkuͤsten. Allein dieser An⸗ trag sowohl als der obige des Herrn Lacrosse wurden verworfen und der Gesetz⸗Entwurf unveraͤndert mit 234 gegen 56 Stim⸗ men angenommen. Bevor die Versammlung sich trennte, legte noch der Minister des Innern zwei neue Gesetz⸗Entwuͤrfe vor; in dem einen werden neuerdings 560,000 Fr. zur Unterstuͤz⸗ zung der politischen Fluͤchtlinge, in dem andern 250,000 Fr. zur Jahresfeier der Juli⸗Revolution verlangt.

Wie verlautet, soll wieder ein ordentlicher Gottesdienst, wie unter den fruͤheren Koͤnigen, in der Kapelle der Tuilerieen ein⸗ gerichtet werden. Man nennt bereits einige Geistliche, die als Beichtvaͤter der verschiedenen Mitglieder der Koͤniglichen Familie angestellt werden sollen.

Graf Appony, der Botschafter Oesterreichs, hatte gestern fruͤh mit dem Herzoge von Broglie eine Konferenz im Ministe⸗ rium der auswaͤrtigen Angelegenheiten.

Lord Cowley reist heute nach London zuruͤck.

Herr von Medem hat gestern der Regierung angezeigt, daß Graf Pahlen, der zum Botschafter Rußlands in Paris ernannt ist, erst Ende September von St. Petersburg abreisen werde.

In den hiesigen Zeitungen liest man heute einen Tages⸗ befehl des Grafen Jacqueminot, Chefs des Generalstabes der National⸗Garde, wodurch diese angewiesen wird, vom 5. Mai, als dem Tage der Eroͤffnung des großen Prozesses an, taͤglich ein Detaschement von 246 Infanteristen und 17 Kavalleristen zur Disposition des Pairshofes zu stellen. Ueberdies soll sich waͤh⸗ rend der ganzen Dauer des Prozesses ein Batatllon der 9., 10., 11. und 12. Legion, aus den Umwohnern des Palastes Luxem⸗ bourg bestehend, bereit halten, um auf die erste Aufforderung zu den Waffen greifen zu koͤnnen.

Nach dem Tagesbefehle, der von dem General Jacqueminot in Bezug auf den Dienst der National⸗Garde waͤhrend der De⸗ batten des vor dem Pairshofe schwebenden Prozesses erlassen

worden ist, wird der Pairshof wöchentlich fuͤnf Sitzungen hal⸗

ten; am Donnerstag und Sonntag wird er seine Sitzungen aus⸗ setzen.

Bei der Abstimmung uͤber den Gesetz⸗Entwurf wegen der Nord⸗Amerikanischen Schuldforderung hatte Herr Baude in der Kammer laut ausgerufen, es sey eine wahre Schande, so das Staats⸗Vermoͤgen zu Gunsten Fremder zu verschleudern. Herr Bessidres, der in seiner Naͤhe saß, hatte hierin eine persoͤnliche Beleidigung gefunden und von Herrn Baude Genugthuung ver⸗ langt. In Folge dieser Herausforderung fand vor einigen Ta⸗ gen ein Duell im Gehoͤlze von Vincennes statt, bei welchem die beiden Gegner s Kugeln wechselten, ohne einander zu treffen, worauf die Sekundanten sich ins Mittel legten.

Marschall Soult ist am 18. April zu Toulouse angekommen.

Die politischen Fluͤchtlinge haben von den Praͤfekten der De⸗ partements ein Cirkular erhalten, das sie mit einer Verminde⸗ tüng Get ihnen von der Regierung ausgesetzten Unterstuͤtzung

edroht.

Der Constitutionnel sagt, er habe jetzt Gewißheit dar⸗

Dieses

an dem großen Prozesse nicht Theil nehmen werde. Beispiel ll auch schon Nachahmer gefunden haben.

Brest aus nach Para unter Segel gegangen.

sh aus das Journal de Paris meldet nunmehr, daß Lord Elliot am 18ten von Tolosa abgegangen sey und in Lecumberry mit dem Obersten Wilde zusammentreffen werde, um sich mit diesem in das Karlistische Hauptquartier zu begeben. Zumala⸗ carreguy war am 18. nach der Borunda marschirt, nachdem er alle in der Naͤhe stehende Truppen an sich gezogen. Don Car⸗ los ist in Oñate geblieben. In den hiesigen Blaͤttern liest man nunmehr das Entlassungs⸗Gesuch, das Mina unterm 8. April dem Kriegs⸗Minister eingesandt hat; er gruͤndet dasselbe auf sei⸗ nen uͤbeln Gesundheits⸗Zustand, der ihn, so oft er versucht, sein Hauptquartier Pampelona zu verlassen und sich an die Spitze der Truppen zu stellen, was zu 5 verschiedenen Malen ge⸗ schehen, immer wieder genoͤthigt habe, alsbald in das Kran⸗ kenbett zuruͤckzukehren; so lange indessen die Zahl seiner Truppen nur schwach und ihre Organisation schlecht gewesen, habe er, um nicht fuͤr feigherzig gehalten zu werden, um seinen Abschied nicht bitten moͤgen; jetzt aber, wo diese Ruͤcksichten wegsielen, glaube er in dem Interesse des Ruhmes der Spanischen Waffen, sein Entlassungs⸗Gesuch nicht laͤnger zuruͤckhalten zu duͤrfen.

Aus Bayonne vom 20. April schreibt man: „Bergara it am 17ten d. in die Gewalt Zumalacarreguy's gefallen. Bäen Haͤuser sind durch das von den Karlisten aus hasf Artilleriestut ken unterhaltene Feuer zerstoͤrt, 350 Mann, theils Linientruppen und Tirailleurs, theils Urbanos, sind gefangen genommen und 3000 Flinten, 4 Kanonen und Effekten jeder Art erbeutet worden. Die Statdt

at durch die Granaten und Bomben, welche die Karlisten hineingewon 18 sehr gelitten. Die Belagerer hatten am 16ten bei einem Angrist auf die Redouten 40 Mann verloren. Die Garnison von Bergara hat 125 Mann Todte und Verwundete gehabt.

gelegt werden. Valdez ist gerade an dem Tage, wo sich 3w malacarreguy dieses Platzes bemaͤchtigte, in dem Haupta uartie von Logrosio angekommen. Nach der Einnahme Vergarat hat Zumalacarreguy, als er von dem Anmarsche des General Valdez mit einem bedeutenden Truppen⸗Corps Kenntniß erhiel, alle seine Leute zusammengezogen und ist in die unzugänglichen Distrikte der Borunda zuruͤckgekehrt.“

nischen Fonds heute nicht unbedeutend in die Hoͤhe gegangen es hieß, es wuͤrde eine große Anzahl Moͤnchs⸗Kloͤster eingezoge werden, um die oͤffentliche Schuld Spaniens zu tilgen. 1

gemacht.

Den neuesten Nachrichten aus Madrid Brigadier Palarea nach Toledo, und der Ober Provinz La Mancha abgefertigt worden, um den daselbst ausge brochenen Aufstand zu daͤmpfen. 1

Der Spanische Finanz⸗Minister Toreno hat sich zu Madre mit der Sennorita de Villamanos, einer Tochter des Grafe Carnicer, vermaͤhlt.

Heute schloß ö5proc. Rente pr. compt. 107. 70. fin com 107. 15.ras pr. compt. 82. 2. sin cour. 82. 25. 5proc Neap. pr. compt. 98. 95. fin cour. 99. 5. 50 ½. 3 proc. 32 ½. Ausg. Schuld 23 ½. Cortes 51 ½. Holl. 57. 90.

Frankfurt a. M., 27. April. Oesterr. 5proc. Metal 102 ⅞. 102 ¾. Aproc. 96 ¼. 96 ½. 2 ⁄½proc. 57. B. lproc. A2. Br. Bank⸗Actien 1615. 1613. Part.⸗Obl. 141. 140 ¾. Loos u 100 G. 213. Br. Preuß. Praͤm.⸗Sch. 65 ½. 65. do. 4pro

nl. 97 ¾. G. Holl. 5proc. Obl. von 1832 101 ½. 101. Päl Loose 70 ⅛. B. 5proc. Span. Rente 481. 47 ⅞. 3proc. do. pen⸗ 29 ½. 29 ½. 8

2usgg⸗ , war de

2 pro

uͤber erhalten, daß der Marschall Gérard, Pair von Frankreich,

1“

Bekanntmachungen.

In dem Kreisgerichtlichen Depositorio hieselbst be⸗ finden sich nachstehend benannte Gelder, deren Ab⸗ forderung bisher nicht zu erreichen gewesen:

Pom. ECrt.

1) aus dem Hacker⸗Helmshaͤger Th. f. Concurse fuͤr den Paͤchter Heiden 2. 36

2) aus dem Froͤhlichschen Con⸗ curse: .

§) fuͤr den Schaͤfer Stuͤwe, und b) fuͤr den Schaͤfer Dettman 13. 17 ¾.

3) aus dem Muͤller Lembkeschen EC 1. 349.

naͤmlich:

Pr. Crt. Th. sgr. pf.

5 Thlr. Gold

Erben

auf den Belauf von . ... .. b) fuͤr die Gehringschen Er⸗ ben dito ; .16 ¾. 4) aus dem Muͤller Engelschen 2 oncurse: a) fuͤr den Stadthalter Wahl à. 11. b) fuͤr den Kaufmann Gierow 4 471. c) fuͤr den Muͤller Flemming 3. 45. 5) aus der Koepke Katzower De⸗ bit⸗ Angelegenheit: 8 fuͤr den Wundarzt Koch b) füͤr den Koͤnggl. Flzens 6) aus dem Kluͤnderschen Con- curse: fuͤr den Knecht Martens 3. 27 ½. 7) aus Bauer Hackersche Masse 16. 22. 8) fuͤr den Maurergesellen Sal⸗ chow aus der Salchow⸗Katzower Verlassensch⸗Sache 3. 7 . 9) in einer Bruͤsch⸗Muͤllerschen Pfaͤndungssache als Caution 20 Thlr. Gold; 10) in der Untersuchungs⸗Sache ct. die unverehlichte Christine Marie Holz aus Hohendorf‧ 15 39. 11) fuͤr den Schaͤfer Weber aus der Hollaͤnder Remerschen Nach⸗ laßsache.... ... 2 1“

12) für die Erben der unvereh⸗Pom. Crt. Pr. Crt. lichten Margarethe Stine Regine Th. Meyer zu Ludwigsburg .... 8 13) fuͤr die Nachlaßmasse der un⸗ verehlichten Maria Carolina Krey auf dem Anclammer Peendamm. 14) fuͤr einen Muͤller Heldt... 15) in der Bruͤsch⸗Oesterreichschen Eöbeen Unters.⸗Sache

16) für den Peter Stoldt.. 17) füͤr die Finck⸗Boltenhaͤger

18) als Hassesche Haus Kaufgelder

1b 19) ein Brandenburgisches De⸗

a) fuͤr Schneidersche Erben b positum .... 1166 1. 30. 20) ein Osterreichsches Depositnm 11.“ sden 28. Mai a.

21—– 23) drei unbekannte Deposi⸗

talmassen von resp.....

2

2à) als Harloffsche Masse ... 25) als Nachlaßmasse des Ziegler⸗ gesellen Kruse zu Hollendorff... 26) als Nachlaßmasse des Schmidt⸗ gesellen Behrendt zu Carlsburg. . 2, Bei der Unbekanntschaft mit den Aufenthaltsoͤrtern 5. der benannten Personen und bei dem Mangel an Aufklaͤrung fuͤr die allgemein und respective ohne Benennung aufgefuͤhrten zum Theil von fruͤberen Gerichten an das vormalige Koͤnigl Amts⸗ jetzt Kreis⸗ Gericht abgelieferten Massen werden daher die na⸗ mentlich bemeldeten Interessenten und deren etwanige Erben, so wie Alle und Jede, welche sonst an deren Deposital⸗Bestaͤnde und an die uͤbrigen Devposital⸗ Massen Anspruͤche zu machen gemeint seyn sollten hierdurch geladen, in den auf den 18ten und 2osten b., ingleichen den 30. Mai d. J, Morgens 10 Uhr, angesetzten Termine beim Koͤnigl. Kreisgericht hier⸗ selbst zu erscheinen uͤber ihre Berechtigung, auch un⸗ ter ausreichender Legitimation, sich vollstaͤndig aus⸗ zuweisen und darauf die weitere Erkenntniß zu er⸗ warten eo sub praejudicio. daß durch die im letzten Termine ergebende P ““

2 . 35 t 8 . 8 8 2 9 d 4 5 9

iner Anzeiger fuͤr die Preußischen Anspruͤche verhaͤngt und die Einstimmung der De⸗ vonenten in die Ausschuͤttung der Deposital Bestaͤnde gals stillschweigend ertheilt bestaͤtigt, auch sothane Massen, als dem regio sisco verfallen erkannt und dieselben demgemaͤß, nach Abzug der Kosten, an jenen

. Th. sgr. pf.

werden abgegeben werden.

Datum Greifswald, am 4. April x Konigl. Preuß. Kreisgericht bieselbst. Dr. Anderssen.

Staaten.

Erwin von Steinbac

‚oder Geist der Deutsch Baukunst. Ein Roman von Theodor Melas Theile. Hamburg, Verlag von Friedr. Perthe

Die frische Lebendigkeit, mit welcher dieser N. man gedichtet, wird ihm eine große Anzahl Leser wenden und keiner wird ihn aus der Hand legg ohne sich durch das darin gefundene Edelgedag⸗ Zartgefuͤhlte und Christlichsittliche gestaͤrkt zu f len: im Gemuͤth werden noch lange nachhallen! fuͤrs Leben Frucht tragen die hohen Gestalten ein

1835.

Berliu, am 30. April 1835.

1 A᷑.vrFaAFAE 15

(Stechbahn Nr. 3) zu haben:

Svo.

iSc- Ausschließung aller

Diejenigen Inhaber von Certificaten der Russ. HHoll. Anleihe bei llope & Comp., 3te Seric, wel- .23. 8. che die am r. Juni fällig werdenden Zinsen in Berlin zu erheben wünschen, werden hiermit auf- 1. 4 7. gefordert, die betreffenden Coupons bis späötestens c. bei den Untrkzeichneten vorzei- gen, und mit dem erforderlichen Vermerk versechen zu lassen. Der Einlösungs-Termin der auf diese Weise angemeldeten Coupons wird s. Zt. durch die öffentlichen Blätter bekannt gemacht werden.

Anhalt und Wagener, Brüderstrasse No. 5.

RmhremMNNrvaat. oeeonns

2 2* 2 2. Literarische Anzeigen. In der literarisch⸗artistischen Anstalt in . ist erschienen und bei E. S. Mittler in Berlin Wahrheit uͤber die Gothaer Bank

von Dr. A. M. Anselm. Preis 11 ¼ jgr. Der Verf. hat in dieser Schrift die neuerlich uͤber Verfassungs⸗Verletzungen und andere angebliche Miß⸗ verhaͤltnisse der Gothaer Bank aufgeworfen und durch Sbgeeee daruͤber erschienene Schriften nicht er⸗ ledigte Fragen ruhig, unpartheiisch und gruͤndlich gepruͤft. Der Inhalt ist wichtig, nicht nur fuͤr jeden Theilnehmer der Gothaer Bank, sondern auch fuͤr Staats⸗Beamte in allen deutschen Laͤndern.

Meister Dieterich, eines Bischof Serenius, der nige Erich und Hakan, und die fast heilig⸗raj einer Elisabeth, einer Freya: die geistvoll trest den Schilderungen der Hanse in Koeln und Luͤht der Bau⸗ und Malerkunst, der Gewerke, des Rim thums und der Kirche im 13ten Jahrbundert, waͤhren vielfaͤltige Belebrung, obwohl dem Verste nicht beliebt hat, sich an das Kostuͤm jener Zeit alten. 8

Dies Buch wuͤrde bei dessen Reichthum des

balts und schoͤner Sprache zu den vorzuͤglichsten scheinungen der gegenwaͤrtigen Literatur gezaͤhlt u den muͤssen, waͤre die Komposition gedraͤngter 9ah ten: die gehaͤuften Abentheuer ermuͤden, ohne die Schilderung eines jeden ein geschlossenes lie ches oder ergoͤtzliches Bild darbietet. An Fanm Thiergottesdienst u. s. w. im hoͤchsten Norden Sah⸗ dens moͤchte mit Recht Anstoß genommen wer⸗ Die Kritik wird nicht schweigen, denn dies T ist recht gerignet in Liebe und Haß aufgenommel werden. Der Verfasser, wer er auch sey I. oder alt? hat sich als reich begabter Mann ern sen und seinem Werke wird Raum werden. 2

—— 2

In allen Buchhandlungen (in Berlin bei E Schroͤder, Koͤnigsstraße Nr 37) ist zu haben: Thoms Wetherley. Ein Wunder neuester

Das mystificirte Deutschland und Streich à la Philadelphia. Ausgefl von v. Gschwindt. Leipzig bei L. F.

Preis 2 ½ sgr.

Muͤnchen

Die Briggs „Assas“ und „Cuirassier“ sind gestern von

Dem General Valdez kann der Fall Bergara's nicht zur Lalf

In Folge der hoͤheren Notirung von London sind die Spef Nachricht von der Einnahme des Forts Bergara durch

Truppen Zumalacarreguy's hat nur wenig Eindruck an der Boͤtth.

Grasse nach de

5 proc. Spam.

Berlin, Sonnabend den 2ten Mai

Kronik des Tages.

Se. Hoheit der General der Infanterie und kommandirende General des Garde⸗Corps, Herzog Karl von Mecklenburg⸗ Strelitz, ist von Ludwigslust zuruͤckgekehrt.

11““ 82 1.“

Angekommen: Ihre Durchlauchten der Prinz Albert

u Schwarzburg⸗Rudolstadt und der Prinz Alexander zu Solms⸗Braunfels, von Ludwigslust.

Se. Erlaucht der Kaiserl. Russische General der Infanterie, Fuͤrst Andreas Gortschakow, von Dresden.

Der General⸗Major und Commandeur der 3ten Kavallerie⸗ Brigade, Graf von der Groͤben, von Pasewalk.

Abgereist: Se. Excellenz der Wirkliche Geheime Staats⸗ und Kriegs⸗Minister, General Lieutenant und General⸗Adjutant von Witzleben, nach Kissingen.

Se. Execellenz der Kaiserlich Russische Hofmeister Musin⸗Puschkin, nach Dresden.

88 8 8

Zei

Zeitungs⸗Nach

Frankreich.

Paris, 25. April. Der Koͤnig fuͤhrte gestern Mittag den Vorsitz im Minister⸗Rathe. Um 2 Uhr hatte der Koͤnigl. Saͤch⸗ sische Gesandte, Herr von Koͤnneritz, die Ehre, Sr. Majestaͤt in einer Privat⸗Audienz die Antwort seines Souverains auf das Abberufungs⸗Schreiben des Barons von Bourgoing zu uͤber⸗ reichen.

Der Moniteur widerspricht heute der von mehreren Zei⸗ tungen gemachten Anzeige, daß am Namenstage des Koͤnigs eine Revue der National⸗Garde stattfinden wuͤrde. Der 1. Mai, be⸗ merkt das gedachte Blatt, und die Jahresfeier der Juli⸗Revolu⸗

tion folgten zu nahe auf einander, als daß der Koͤnig sich, un⸗

geachtet seines Wunsches, die National⸗Garde wieder um sich versammelt zu sehen, dazu entschließen koͤnnte, sie in einem so vüren Zeitraume zweimal ihren buͤrgerlichen Geschaͤften zu ent⸗ ziehen. Die Pairs⸗Kammer wird am Montag wieder eine oͤffent⸗ liche Sitzung halten. Es ist fuͤr diesen Tag eine amtliche Mit⸗ theilung angekuͤndigt; man vermuthet, sie werde den von der Deputirten-⸗Kammer genehmigten Gesetz⸗Entwurf uͤber die 25 Mill. zum Gegenstande haben. 1b

In der Rede, mit welcher der Minister des Innern in der gestrigen Sitzung der Deputirten⸗Kammer den Gesetz⸗Entwurf vorlegte, wodurch eine Unterstuͤtzungs⸗Summe von 560,000 Fr. fuͤr die politischen Fluͤchtlinge verlangt wird, bemerkte er, die Kammer habe bisher alljaͤhrlich eine Summe von 2 ½ Millionen zu diesem Zwecke bewilligt, allaͤhrlich aber auch haͤtten die Minister einen Nachschuß verlangen muͤssen, dergestalt daß z. B. im Jahre 1833 die Gesammt⸗Ausgabe sich auf 4 Mill., im Jahre 1834 aber auf 3,680,000 Fr. belaufen habe; fuͤr 1835 werde dagegen ein Zuschuß von 560,000 Fr. hinreichen, wonach die ganze Ausgabe in diesem Jahre nur noch 3,060,000 Fr. be⸗ tragen wuͤrde. Der Minister fuͤgte hinzu, daß am 1. Jan. 1834 noch 5704 Auslaͤnder unterstuͤtzt worden waͤren, waͤhrend man am 1. Jan. 1835 nur 5428 gezaͤhlt habe, naͤmlich 4 Spanier, 1 Hannoveraner, 2 Neuchateller, 708 Italiaͤner und 4713 Polen. Zu diesen muͤsse man aber 202 Auslaͤnder hinzuzaͤhlen, die zum Theil, nach⸗ dem sie fruͤher auf eine Unterstuͤtzung verzichtet, kuͤrzlich wieder wegen eines gaͤnzlichen Mangels an Erwerb, die Huͤlfe der Regierung haͤtten in Anspruch nehmen muͤssen, zum Theil aus Triest, von wo aus sie nach Amerika haͤtten eingeschifft werden sollen, die Erlaubniß nachgesucht haͤtten, sich mit ihren Ungluͤcks⸗Gefaͤhrten in Frankreich vereinigen zu duͤrfen. Da hier von 60 Polen die Rede

sey, bemerkte Herr Thiers, so habe das Ministerium geglaubt, sich der Zustimmung der Kammer versichert halten zu duͤrfen, wenn es ihnen ihr Gesuch bewillige. Er schloß seinen Vortrag mit folgenden Worten: „Es laͤßt sich freilich noch nicht mit Ge⸗ wißheit absehen, wann der bisher von Ihnen bewilligte Unter⸗ stuͤzungs⸗Fonds wird eingezogen werden koͤnnen. Mittlerweile aber fuͤgen sich die Fluͤchtlinge je mehr und mehr in die Ruhe und Ordnung, welche die Regierung ihnen bei ihrer Aufnahme zur Bedingung gemacht hatte. Im Uebrigen sollen die verlang⸗ ten 560,000 Fr. auch noch dazu dienen, denjenigen Spaniern zu Huͤlfe zu kommen, die ein Opfer der gegenwaͤrtigen Kriegs⸗ Ereignisse werden und, von Allem entbloͤßt, auf unserem Gebiete Zuflucht suchen. Schon haben mehr als 300 Spanier auf diese Weise ihre Waffen in unsere Haͤnde niedergelegt; um sie vom Kriegs⸗Schauplatze zu entfernen, mußte man ihnen einen Wohn⸗ itz im Innern Frankreichs anweisen; hier suchten sie Anfangs Irbeit, jedoch umsonst, und nachdem sie bald in das tiefste Elend versunken, verlangten sie als letzte Gunst, daß man sie zu ihren Landsleuten zuruͤckbringe. Der Auadrupel⸗Allianz⸗Traktat machte es uns aber zur Pflicht, dafuͤr Sorge zu tragen, daß sie nicht die Reihen der Karlisten verstaͤrkten; zugleich aber mußten wir ihnen einige Unterstuͤtzung bewilligen, damit sie sich wenigstens die ersten Lebens⸗Beduͤrfnisse verschaffen koͤnnten. Eine Suümme von 80,000 Fr. wird Ihnen gewiß nicht uͤbertrieben erscheinen, insofern der Krieg auf der Halbinsel sich in die Laͤnge ziehen sollte.“ Diese letzte Aeußerung des Redners erregte einige Sen⸗ sation. Nachdem der Minister den Gesetz⸗Entwurf selbst vorgelesen, motivirte er den zweiten Entwurf wegen eines Kredits von 250,000 Fr. zu der diesjaͤhrigen Julifeier, wobei er bemerkte, daß die im vorigen Jahre zu diesem Zwecke bewilligten 200,000 Fr. schwer⸗ lich hinreichen moͤchten, um das Fest der letzten Revolution auf eine wuͤrdige Weise zu begehen.

In der heutigen Sitzung der Deputirten⸗Kammer stattete zunoͤchst der Graf Mollten den gewoͤhnlichen Bericht

uͤber den Zustand des Tilgungs⸗Fonds und der Depositen⸗Kasse ab. Herr Dufaure berichtete sodann uͤber die in Antrag ge⸗ brachte Wiedererwaͤhlung der Herren Laurence und Sebastiani. Er sprach sich im Namen der betreffenden Kommission dahin aus, daß, da Herr Laurence ein besoldetes oͤffentliches Amt angenom⸗ men, der Graf Sebastiani aber zu einem hoͤheren diplomatischen Posten, mit welchem uͤberdies ein staͤrkeres Gehalt verknuͤpft sey, befoͤrdert worden, Beide sich auch, dem Gesetze von 1830 gemäͤß, einer neuen Wahl unterwerfen muͤßten. Demgemaäͤß brachte er eine Resolution in Vorschlag, wonach jene beiden Deputirten als aus der Kammer ausgeschieden betrachtet werden sollen. An der Tagesordnung waren jetzt verschiedene unerhebliche Bittschrif⸗ ten⸗Berichte. Die Berathungen uͤber den Gesetz⸗Entwurf we⸗ gen der geheimen Fonds sollen erst am Montage beginnen.

Der Gazette de France zufolge wuͤrden im Hotel des Nord⸗Amerikanischen Gesandten die Vorbereitungen zur Abreise mit großer Thaͤtigkeit betrieben.

Das Journal des Doöbats bemerkt zu einem (unten un⸗ ter London mitgetheilten) Artikel des Sun uͤber den Gesetz⸗ Entwurf wegen der Nord⸗Amerikanischen Schuldforderung und namentlich uͤber den Zusatz, wonach von den Vereinigten Staa⸗ ten eine Genugthuung fuͤr die Botschaft des Praͤsidenten noch vor der Zahlung des ersten Termins der Entschaͤdigung verlangt werden soll, Folgendes: „Diese Betrachtungen sind wichtig; nur dies wollen wir hier in Erinnerung bringen, daß die Verfassung der Vereinigten Staaten es nicht gestattet, den General Jackson zum drittenmale zu waͤhlen; und wenn die Genugthuung nicht vor der Wahl des neuen Praͤsidenten gegeben wird, so muͤßte nothwendig der Nachfolger des Generals Jackson die von Frank⸗ reich gemachte Bedingung erfuͤllen.“

Es haben sich neuerdings drei Theilnehmer an den letz⸗ ten Unruhen in der Hauptstadt, die sich bisher den Nach⸗ forschungen der Polizei zu entziehen gewußt, freiwillig ge⸗ stellt, um mit ihren Mitangeschuldigten vor dem Pairshofe zu erscheinen.

Im Constitutionnel liest man: „Wir erfahren, daß au⸗ ßer dem Marschall Soult und dem Grafen von Preissac auch noch mehrere andere Mitglieder der Pairs⸗Kammer der von dem Marschall Gérard abgegebenen Erklaͤrung, an dem Prozesse kei⸗ nen Theil zu nehmen, beigetreten sind. Man zaͤhlt den ehren⸗ werthen Grafen von Pontécoulant und den Vicomte Dubouchage zu denjenigen Pairs, welche beschlossen haben, sich zuruͤckzuziehen.“

„Bekanntlich“, aͤußert die Gazette de France, „ist das Urtheil des Koͤniglichen Gerichtshofes zu Paris, wodurch die Berathschlagung des Disziplinar⸗Rathes des Advokatenstandes annullirt worden ist, vor den Cassationshof gebracht worden. Wie dringend das Geschaͤft auch sey, noch hat man den Tag fuͤr die Fuͤhrung des Prozesses nicht angesetzt. Kassirt nun aber der Cassationshof das Urtheil des Koͤniglichen Gerichtshofes zu Pa— ris, so muß er die Sache vor einen anderen Koͤniglichen Ge⸗ richtshof verweisen, und wenn dieser letztere wie der Pariser Koͤnig⸗ liche Gerichtshof entscheidet, so spricht der Cassationshof alsdann in einer Plenar⸗Sitzung das Urtheil. Man fragt sich nun, wie diese Debatten noch vor dem 5. Mai beendigt werden koͤnnen; und doch muß die Frage, welche zwischen dem Koͤniglichen Ge⸗ richtshofe und dem Advokatenstande von Paris obschwebt, vor dieser Epoche erledigt werden, wenn anders man will, daß der Prozeß mit einiger Wuͤrde von statten gehe.“

Der Renovateur enthaͤlt Fölgendes: „Es ist uͤberraschend, welche Aehnlichkeit bei dem Hesahn ge großen Prozesse der Anblick der Hauptstadt zu Anfang des Jahres 1835 mit dem⸗ jenigen zu Anfang von 1832, unseligen Andenkens, darbietet. Wie im Jahre 1832 wird der Handel, vorzuͤglich mit Luxus⸗ Artikeln, bald ganz und gar stillstehen; wie im Jahre 1832 waren die, sonst so glaͤnzenden Tage von Longchamps traurig und todt; wie im Jahre 1832 endlich soll eines der Hauptfeste des Orleanismus, der 1. Mai, nicht gefeiert werden, aus Besorg⸗ niß, die National⸗Garde moͤchte diese Gelegenheit ergreifen, um ihrem Unwillen uͤber den großen Prozeß Luft zu machen. Sollte man sich nicht noch mitten unter die Verheerungen der Cholera versetzt glauben? So war es denn der doctrinairen Partei, die⸗ ser politischen Cholera, vorbehalten, jene Tage der Furcht und der Trauer, welche uns die Gegenwart der Asiatischen Pest brachte, fuͤr die Hauptstadt von neuem ins Leben zu rufen.“

In Bezug auf den April⸗Prozeß bemerkt die Tribune: „Der abenteuerliche Prozeß nimmt die Koͤnigliche Buchdruckerei so in Anspruch, daß alles fuͤr diese Anstalt bewilligte Geld dazu hergegeben wird, die zu dieser Angelegenheit gehoͤrigen volumi⸗ noͤsen Berichte zu drucken. Dagegen hat seit laͤnger als 6 Mo⸗ naten keine der von den gelehrten Gesellschaften angeordneten Ar⸗ beiten mehr Fortgang. So ist die Fortsetzung der von den Be⸗ nediktinern begonnenen Literatur⸗Geschichte Frankreichs gaͤnzlich unterbrochen worden; ein Gleiches traf die Sammlung der Verordnungen unserer Koͤnige, und eben so alle Ueber— setzungen auslaͤndischer Werke, wozu auch die projektirte Samm⸗ lung der Geschichtschreiber der Kreuzzuͤge gehoͤrt, fuͤr welche der Minister des oͤffentlichen Unterrichts einen besonderen Kredit verlangt hat.

In Bezug auf das von Franzoͤsischen Blaͤttern mitgetheilte angebliche Duell zwischen den beiden Deputirten, Herren Baude und Bessières, erklaͤrt heut das Journal du Commerce im Namen dieser Deputirten selbst, daß jene Angabe ungegruͤndet sey.

Der National enthaͤlt ein Schreiben von einem Zuhoͤrer der Vorlesungen in der Gesellschaft fuͤr Civilisation, worin derselbe sich uͤber die Aufloͤsung dieser Gesellschaft auf den Grund des Associations⸗Gesetzes beschwert, da dieselbe lediglich wissenschaft⸗ liche Zwecke verfolgt habe, was sie vor der Anwendung jenes Gesetzes haͤtte sichern sollen. Deer Praͤfekt des Departements des Nieder⸗Rheins hat am 15ten d. M. auf den Grund des Associations⸗Gesetzes vom 10. April 1834 den Befehl zur Aufloͤsung des patriotischen Cirkels in Straßburg, als eines nicht autorisirten Vereines, ertheilt.

In einem Privat⸗Schreiben aus Bayonne vom 20sten

heißt es: „Die Einnahme Vergaras durch Zumalacarreguy be⸗

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staͤtigt sich. Bergara ist eine offene Stadt auf der Straße von Bayonne nach Madrid, an dem Punkte, wo die Straße nach Bilbao abgeht. Als militairische Station ist sie ohne Bedeutung, und daher werden die Karlisten sie auch wahrscheinlich nicht lange be⸗ setzt halten. Mina's System, Plaͤtze, die einem Handstreich aus⸗ gesetzt sind, zu befestigen und mit einer Garnison von 4 bis 500 Mann zu bcft en⸗ faͤngt seine Fruͤchte zu tragen an. Solche schwache Garnisonen sind, wenn sie von 12 oder 16 feindlichen Bataillonen umzingelt werden, bald genoͤthigt, sich zu ergeben, oder fallen nach einem nutzlosen Widerstande. Valdez wird ohne Zweifel ein ganz anderes System in der Leitung dieses schwieri⸗ gen Krieges befolgen. Alle Truppen⸗Bewegungen muͤssen kombi⸗ nirt seyn; denn getrennte Divisionen werden nie etwas ausrich⸗ ten gegen Zumalacarreguy, der sein Terrain so gut kennt. Don Carlos hat den Grafen von Alcudia, einen vormaligen Mi⸗ nister Ferdinand's VII., zu seinem Gesandten nach Wien ernannt, um den Kaiser zu seiner Thronbesteigung zu begluͤckwuͤnschen.“

Einige 18 ige Blaͤtter bemerken uͤber die Eroberung von Bergara, daß sie gleichsam unter den Augen des Generals Val⸗ dez vollbracht worden sey, der sie nicht habe hindern koͤnnen, und daß, dem neuen Ober⸗Befehlshaber gewissermaßen zum Trotze, alle Berge in der Umgegend mit Freudenfeuern uͤber die⸗ ses Ereigniß bedeckt gewesen seyen, was die Quotidienne als ein Zeichen der Sympathie dieser Landschaft mit den Karlisten ansieht. Der Messager sagt, daß man aus dem Stillschwei⸗ gen des Moniteurs uͤber den Fall von Bergara gegen die Wahr⸗ heit dieser Nachricht allenfalls haͤtte Verdacht schoͤpfen koͤnnen, wenn man nicht wuͤßte, daß das Ministerium nur solche Depeschen, die ihm gefielen, zur oͤffentlichen Kenntniß braͤchte.

An der heutigen Boͤrse wollte man behaupten, General Valdez habe eine Anzahl Karlisten umzingelt und gefangen ge⸗ nommen; die Gefangenen seyen aber nicht erschossen worden. Man sagte ferner, Lord Elliot habe keine Audienz bei Don Car⸗ los erhalten koͤnnen, weil er ihn nicht als Koͤnig habe behandeln wollen. In den Spanischen Fonds war es heute sehr lebhaft; sie stiegen um 1 bis pCt.

Großbritanien und Irland.

London, 25. April. Der Koͤnig kehrte vorgestern Abend wieder nach Windsor zuruͤck.

Lord Melbourne arbeitete gestern zum ersten Mal in seiner Amtswohnung in Downing Street; vorgestern gab er das erste Kabinets⸗Diner. „Lord Rugent, der vorige Lord⸗Ober⸗Commissair der Joni⸗ schen Inseln, hatte gestern im Kolonial⸗Amte eine Zusammenkunft mit Herrn Charles Grant.

Das letzte Mal, wo sich das große Siegel in den Haͤnden einer Kommission befand, war vom Mai 1792 bis Anfang Fe⸗ bruar 1793, waͤhrend welcher Zeit Lord Kenyon, der Oberrichter von England, den Vorsitz im Oberhause fuͤhrte. Das Siegel war damals dem Lord Ahurlow abgenommen worden, und die drei Kommissarien waren der Praͤsident des Schatzkammerge⸗ richts, Herr Eyre, und die Richter Ashhurst und Wilson.

Unter den neuen Ministern befinden sich 9, welche Parla⸗ ments⸗Mitglieder fuͤr Schottische Orte und Grafschaften sind.

Der Albion muntert die Bittsteller der konservativen Par⸗ tei auf, immer mehr Adressen an den Koͤnig und an Sir Ro⸗ bert Peel zu Stande zu bringen. „Es muß dahin kommen“, sagt dieses Blatt, „daß an dem Tage, wo das Unterhaus seine Sitzungen wieder beginnt, seine Tafel in buchstaͤblichem Sinne unter der Last dieser Adressen zusammenbricht. Man wird sie freilich nicht lesen, aber das schadet nichts, es muß nichts verab⸗ saͤumt werden, um eine Demonstration hervorzubringen, die ihre moralische Wirkung nicht verfehlen wird.“ 1 Die Times sagt in ihrem Boͤrsen⸗Bericht, daß man sich in der City sehr uͤber die gezwungene Vertagung des Parlaments und uͤber den daraus hervorgehenden Verzug in den Geschaͤften beklage. Dies Alles, meint das genannte Blatt, waͤre nicht ge⸗ schehen, wenn nicht eine rachsuͤchtige und ehrgeizige Partei den Koͤnig genoͤthigt haͤtte, sein Ministerium wider Willen zu ent⸗ lassen und ein anderes zu ernennen, das nun fast einen Monat brauche, um dahin zu gelangen, etwas unternehmen zu koͤnnen.

Der Courier findet sich zu einer Rechtfertigung der per⸗ soͤnlichen Eigenschaften der jetzigen Minister gegen die Angriffe der Times veranlaßt, ohne jedoch deshalb dem Charakter derje⸗ nigen Mitglieder des Peelschen Ministeriums zu nahe zu tre⸗ ten, welche die Times ihren Nachfolgern gegenuͤberstellt. Letzteres Blatt hatte naͤmlich eine Vergleichung der Mit⸗ glieder der gegenwaͤrtigen mit denen der vorigen Verwal⸗ tung unternommen und in dieser Beziehung folgende Bewer⸗ kungen gemacht: „Da ist zuvoͤrderst Herr Spring Rice. Dieser Herr trat vor 3 oder 4 Jahren zuerst als einer der Se⸗ cretaire des Schatzamts auf und verblieb auf diesem untergeord⸗ neten Posten bis zum vorigen Jahre, wo er pl tlich zum Ko⸗ lonial⸗Secretair, zu nichts Geringerem als zum Nachfolger Lord Stanley's befoͤrdert ward! Und jetzt finden wir ihn gar zum Nach⸗ folger eines Mannes, wie Sir Robert Peel, ernannt!“ Sahen vielleicht die Taufpathen des neuen Kanzlers der Schatzkammer diese Spruͤnge“ voraus, als sie ihm den Namen „Spring“ Rice gaben? Jedenfalls kann nichts laͤcherlicher und abgeschmackter seyn, als ein solcher Wechsel, wie der zwischen Sir R. Peel und Herrn Rice es sey denn die Vertauschung des Herzogs von Wellin gton, des erfahrensten Diplomaten Europa's, mit einem Manne wie Lord Palmerston, oder die Vertauschung eines der ausge eich⸗ netsten Advokaten Englands, des Sir William Folleee: 85 dem kaum seinem Namen nach bekannten Herrn Rolfe dal⸗ Ge neral⸗Fiskal. Und so geht es weiter. Lord Ly ndhurst wahr⸗ scheinlich der beste Richter des Reichs, wird, ohne daß man ein⸗ mal weiß, wem er Platz machen soll, mit einer jaͤhrlick en Pension von 5000 Pfund bei Seite geschoben, obgleich Lord Eben

oͤffentlich im Oberhause erklaͤrte, daß es kein Richtera

. 8 5as hreramt gebe welches Lord Lyndhurst nicht zieren wuͤrde, und keines ais z dessen Annahme er, als Premier⸗Minister, ihn zu noͤthigen 9

stand nehmen koͤnnte. In Irland ist der Fall wo moͤglich noch