Erblasser nachzuweisen, und sich als dessen naͤchste f 69 widrigenfalls nach fruchtlosem Verlaufe dieses Termins uͤber die Erbschaft des ꝛc. Carl Pietzsch eventualiter als ein bonum vacans den
Erben zu legitimiren,
Gesetzen gemaͤß verfuͤgt werden wird. Bitterfeld, den 25. April 1835. Koͤnigl. Preuß. Gerichts⸗Amt.
8
. 1“
CEE Nachfolgenden Gewerken, dere nicht a-zacnden gewesen und die von ihren Anthei⸗ len die Zubußen laͤnger als 3 Quartale restiren, na⸗ 1nshe h der Kobaldzech 1) bei der Kobaldzeche: Herr Johann Heinrich Schulze zu Penig in Seäachsen, wegen 52 Thlr. Zubußreste von 2 Kuxen: Herr Kaufmann C. J. Boͤtticher in Freien⸗ woaalde an der Oder wegen 6 Thlr. Zubußreste Herr von Bakhof sonst zu Schlettwein bei Poͤsnek, wegen 24 Thlr. Zubußreste von 2 Kuxen; 2) hei dem Berggebaͤnde Marximiliane sammt Hein⸗ ecichszeche: 8 Herr Rittmeister Graf von Herzberg, sonst zu Aschersleben, wegen 32 Thlr. 18 sgr. 9 pf. Zu⸗ bußreste von 3 Kur; und Heer Apotheker Heese in Oranienburg, wegen 27 Thlr. 18 sgr. 9 pf. “ von 1 Kur; hi bekannt gemacht, daß, Kuartals Cruünis. lantenden s ihre Zubußreste nicht abgefuͤhret hahen wer⸗ “ e.2 Becegtheile fuͤr verlustig erkaͤret und im Gegenbuche ausgethan werden sollen. Kamsdorf bei Saalfeld, den à. April 1835. Konigl. Preuß. Henneberg.⸗Neustaͤdt. 1b Berg⸗Amt.
vird mit Rr. 6 Woche des
7
1
8 den Antrag der Ebefrau des Leinweber Haa⸗ u, behe Sbarlokte, geborne Gatzke, wird ihr Ehe⸗ mann, welcher sich im Jahr 1816 entfernt, hierdurch vorgeladen, in dem zur Beantwortun und Instruc⸗ rion der von derselben wider ihn auf Grund boͤsli⸗
deren jetziger Aufenthalt
wenn sie bis
Geistlichen Stanislaus Glidzuiski waͤhrend des letzten Krieges verbrannt sein sollen. —
Daß die Pfandbriese Lin. C. No. 13 289, 117,965 und 121,833 ohne Coupons, jeder auf 1000 Fl., gehoͤ⸗ rend den Majemwskischen Minorennen, waͤhrend des Krieges in die Erde veraraben, vernichtet wurden. —
Daß die Pfandbriefe Liu. B. No. 993, 1218, 1285, 2422, 3083, 62,136, 86,584, jeder zu 5000 Fl., Litt. C. No. 63,241 und 108,797, jeder zu 1000 Fl., mit
der Judita Bergsohn zufaͤllia verbrannt sein sollen.
Endlich daß die Pfandbriefe Litt. C. No. 6906. 14,393, jeder zu 1000 Fl., Liun. E. No. 137,093, 143,812, 143,813, jeder zu 200 Fl., ohne Coupons als Eigen⸗ thum des Janatz ECodlewski durch Zufall verloren ge⸗ gangen sein sollen.
Da die Eigenthuͤmer obenbenannter Pfandbriefe ver⸗ langen, Duplicate der verlornen zu bekommen, so wer⸗ den diejenigen Eigenthuͤmer, die zu solchen Pfandbrie⸗ sen einiges Recht haben koͤnnten, aufgefordert, sich
Bekanntmachung an, mit ihren Forderungen oder Ein⸗ wendungen an die General⸗Direetion in Warschau schriftlich zu melden; widrigenfalls werden die gedach⸗ ten Pfandbriefe fuͤr verschollen erklaͤrt und auf deren Stelle die verlangten Duplicate ausgestellt und den Eigenthuͤmern ausagehaͤndigt. Der Praͤsident und Staats⸗Rath 1 J. Morawski.
Drewnowski.
8— 8
T1X““
Das Juniussische Stipendium, uͤber welches Nr. 108 der Leipziger Zeitung vom Jahre 1834, der Allg. Anzeiger der Allg. Preuß. Staats⸗Zeitung Nr. 129 von demselben Jahre und Nr. 115 des Berliner In⸗ telligenz⸗Blattes von 1834 mehrere Auskunst giebt, wird dieses Jahr den 1. Juni vergeben. Competen⸗ ten, welche ihren Anspruch auf dasselbe von Ver⸗ wandtschaft mit dem Stifter oder seiner Ehegenossin ableiten wollen, haben sich unter Beibringung der erforderlichen Legitimation noch vor besagtem Tage bei dem unterzeichneten Stadtgericht zu melden. Leipzig, den 2. Mai 1835. Das Stadtgericht zu Leipzig.
Zerlassung angestellten Ehescheidungsklage auf — Lalt, Vormittags 11 Uhr,
in der Gerichtsstube zu Wugarten anberaumten Ter⸗ 8
mine versoͤnlich oder durch einen gehrig legitimirten Bevollmaͤchtigten zu erscheinen, die Klage vollstaͤndig zu beantworten, widrigenfalls er in contumaciam der in der Klage enthaltenen Thatsachen fuͤr gestaͤndig erachtet, die Ehe gestengt und 8 fuͤr den allein schul⸗ digen Theil erklaͤrt werden wir 8
riedeberg N. M., den A. Maͤrz 1835 Graͤfl. von Blankenseesches Patrimonial⸗ gericht uͤber Wugarten.
88
.—
dieienigen, welche an die Verlassenschaft des eentatn djunkti der philosophischen Fakultaͤt hierselbst, Herrn Doctor Quistorp, und an das, zu dieser Verlassenschaft gehoͤrige, in der Knopfstraße Nr. 16 hieselbst belegene Wobhnhaus insbesondere, Anspruͤche aus irgend einem Grunde Rechtens zu ha⸗ den vermeinen, werden hiedurch peremtorie vorge⸗
olche in termino — 1ne vn cill, 11. Mai oder 25. Mai d. J.,
0 Consilti anzumelden, unter dem Nachtheile, zagfe⸗ sonst durch das⸗ am 9. Junius zu erlassende Praͤclustv⸗Erkenntniß damit werden ausgeschlossen erden. W Greifswald, am 7. April 1835. Rector und Concilium academicum. Von ae
—,—
r s e l a m g. b
Wenn der Herr Rathsverwandter Colberg bierselbst als Exccutor des Tesigments des verstorbenen Kauf⸗ manns Joachim Christian Frensel und seiner gleich⸗ falls verstorbenen Wittwe Friedrica Dorothea Fren⸗ sel, gebornen Stender, mit der Anzeige, daß von die⸗
“
vormaligen hiesigen Hafenschreibers Sten⸗ ö die Entel der beiden Frenselschen Schwe ern Maria Eleonora Frensel, welche an den Chirur⸗ gus Toͤnnies in Grimmen und Anna Regina Fren⸗ sel, welche an den Cantor Schuͤtze in Grimmen ver⸗ ehelicht gewesen, zu Erben eingesetzt worden, daß aber die vollstäͤndige Ermittelung dieser Testaments⸗ Erben bisber nicht mit Zuverlaͤssigkeit babe bewirkt werden koͤnnen, sowobl zu diesem Zweck als auch in Betreff sonstiger Anspruͤche an den Nachlaß auf Er⸗ lassung das behustgen dffentlichen Proclama angetra⸗
en hat. Solchemnach werden alle diejenigen, welche gus einem Erbrecht oder irgend anderm Grunde zu Anspruͤchen oder Forderungen an den Nachlaß des Kausmannes Joachim Cbristian Frensel und seiner Wittwe Friedrica Dorothea Frensel, gebornen Sten⸗ der, sich berechtigt halten moͤchten, hierdurch gela⸗ den, solche Anspruͤche und Forderungen in den dazu auf den 14 Mai, den 29. Mai und den 11. Junius dieses Jabres, Nachmittags 3 Uhr, vor Uns angesetzten Terminen gehoͤrig anzumelden und
meinen, und zwar jener, unter der Verwarnung, daß
sen Erblassern außer einer Adoptiv⸗Tochter, theils die
Winter, Stadtrichter, R. d. K. S. C.⸗V⸗O. Nachdem der Huͤfner Johann Friedrich Kuͤhn, in dem zu hiesigem Gerichts⸗Bezirke gehoͤrigen Dorfe Nieska, bereits im Jahre 1814 in Folge der erlitte⸗ nen Kriegsdrangsale eingetretener truͤber Stimmung sich entfernt, ohne seitdem von seinem Leben und Aufenthalte Nachricht gegeben zu haben, so werden Gerichtswegen auf den Antrag dessen nachgelasse⸗ ner praͤsumtiven Erben nicht nur Johann Friedrich Kuͤhn, sondern auch, im Fall derselbe nicht mehr am Leben sein sollte, alle diejenigen, welche an dessen Vermoͤgen Erbe⸗ oder andere Auspruͤche zu haben ver⸗
er außerdem werde fuͤr todt geachtet und sein Ver⸗ moͤgen den sich gebuͤhrend rechtfertigenden Erben oder Glaͤubigern uͤberlassen werden, diese aber, unter der Bedeutung, daß sie außerdem werden fuͤr davon ausgeschlossen, so wie der Wiedereinsetzung in vori⸗ gen Stand fuͤr verlustig erklaͤrt werden, andurch ge⸗ laden, ven 29 Sgmnbee scheinen, zuvoͤrderst in Ansehung ihrer Person gehb⸗ rig sich auszuweisen, hiernaͤchst ihre Anspruͤche und Forderungen gehoͤrig an⸗ und vorzubringen, hieruͤber nach Befinden mit dem bestallten Contradictor so⸗ wohl, als unter sich rechtlich zu verfahren, JEELEEEEEEEqE Eq1A1ö1ö11A“; an welchem Tage die Akten inrotulirt werden sollen, zu beschließen, und sodann oII1185 der Eroͤffnung eines Erkenntnisses in der Sache sich zu gewaͤrtigen. Schloß Zabeltitz, den 18. April 1835. 8 Dire Gerichte daselbst. A. W. Schenk, Dir.
Ein freies Allodial⸗Rittergut, dicht an der Grenze des Herzogthums Sachsen gelegen, wobei sich 1560. Magdeburger Morgen, hiervon 51 ½ Wiese, 700 Mor⸗ gen bestandenen birkenen und kiefernen 808 Morgen oder 27 Hufen pflugbares Ackerland, einer im Gange befindlichen Kartoffel⸗Brennerei, Brauerei, einer Ziegelei, die jaͤhrlich 700 Thlr. bei einem sehr geringen Betriebe reinen Ertrag liefert, Fischerei von 3 Teichen und Jagd befinden, soll mit complettem Inventarium, worunter 500 Stck. Schaafe befindlich, unter den solidesten Bedingungen, welche im Commissions⸗Buͤreau von G A. Heine in Halle zu erfragen sind, verkauft werden.
Abschriften des Anschlags sind gegen Erstattung der Copialien ebenda zu erhalten. “
Einem kunstliebenden Publikum wird die Nach⸗
nachzuweisen, unter der Androhung, daß sie widri⸗
zfalls durch die am 27 dieses Jah, Ferfasicher Diat zu publieirende Praͤclusiv-Erkennt⸗
iß mit s werden praͤeludirt und von dem Nsalas sgverain. werden abgewiesen werden; wobei jedoch denjenigen Frenselschen Erben, welche sich be⸗ reits bei dem obengenannten Herrn Testaments⸗Erf⸗ cutor unter Einreichung ibrer Geburtsscheine genhe 3 det haben, zur Nachricht gestellt wird, daß es ster Seits einer Anmeldung auf dieses Proclama nicht bedarf 1.,ghj
Stralsund, den 1. Mai 1835.
8 - rum Stadt⸗Kammergericht. PTe S zum Stag⸗. Groskurd.
z. Junius dieses Jahres in
richt mitgetheilt, daß am 1. Juni 1835 und folgende Tage zur Versteigerung einer aus der Nachlassen⸗ schaft des verstorbenen Domkapitular und ehemaligen Pator zu Ahrweiler Herrn Reichelstein herruͤhrenden Gemaͤlde⸗Sammlung geschritten wird. Diese Samm⸗ lung enthaͤlt mehr als Hundert und Funfzig Oelge⸗ maͤlde aus der Italienischen, Deutschen, Flamaͤn⸗ nischen Schule, alter und neuerer Zeit, namentlich von Titian, Poussin, Duͤrer, Cranah, Holbein, Te⸗ niers, Ostade und anderer Auch finden sich vor vor⸗ treffliche Seulptur⸗Arbeiten in Holz und Elfenbein, und Glasmalereien, so wie eine uralte Lateinische Bibel mit vielen Miniatur⸗Gemaͤlden in einem Auart⸗Bande, ein chenfalls uraltes mit der Feder auf Pergament geschriebenes Missale Romanum in 2 Folio⸗Baͤnden und ein Atlas in 4 Baͤnden groß
1
Warschau, den 14. April 1834.
Die General⸗Direction des laudschaftlichen Credit⸗
Koͤnigveiche Polen macht zufolge Art. 124
arvi 1m Vereins Credit⸗Gesetzes bekannt:
[andschaftlichen be g 9 Pfandbriefe jeber 2u 5000 Fl., so wie auch der Pfandbriefe Litr
No. 65,72⸗ Wwalbjahr unde pr b erste und zweite Halbjahr 1832
331, farz . 1831, s8 albjahr 1833, und außerdem
8 81 214 4 ze “ 98 abhrfefe Liu. C. No. 65,727, 1829, gehoͤrend als Eigenthum des
daß der Coupon ku fuͤrs erste Halbjahr
Liu. B. No. 1597 und 86 364, 1 ger 1 . C. chen er sich als Kloster⸗Geistlicher befand, als bei
zu 1000 Fl. mit den Coupons fuͤrs erste 1830, fuͤrs erste und zweite
Folio. 1 Der Fleiß und die Liebe, welche der seelige Be⸗ sitzer viele Jahre lang auf die Sammlung dieser Ge⸗ maͤlde verwendet hat, so wie die anerkannten Kennt⸗ nisse desselben und die guͤnstigen Umstaͤnde, in wel⸗
Aufhebung der Kloͤster am Niederrhein die Kirchen⸗ Gemaͤlde verschleudert wurden und leicht von ihm an sich gebracht werden konnten, geben die Gewaͤhr⸗ leistung, daß nur Tuͤchtiges und Ausgezeichnetes hier
7
7
1.X“
den Coupons aufs erste Halbjahr 1833, als Eigenthum
binnen eines Jahres von der ersten Publication diese-
ßischen innern Staats⸗Verwaltung ist jetzt das 2te Heft des Jahrganges 1834 erschienen, wel⸗ ches die Herren Abonnenten hierselbst in den Vor⸗ mittagsstunden von 10—1 Uhr bei mir gefaͤlligst in Empfang nehmen wollen. dasselbe dinnen 8 —14 Tagen zu erhalten sein.
Leipzig erscheint:
K. A. Varnhagen von Ense und Th. Mundt. 3 Baͤnde.
L. von Knebel, dem vertrautesten Freunde, Genossen und Geistesverwandten der ausgezeichnetsten Maͤnner seiner Zeit, der Koryphaͤen der gesammten deutschen Literatur, muß den wahren und kundigen Freunden unserer National⸗Literatur eine eben so wichtige, wie hoͤchst interessante Gabe sein. haupten laͤßt, daß Knebel's literar. Nachlaß die wich tigsten Mittheilungen zu jener Dichter⸗Periode ab⸗ schließt, so sollte er fuͤglich in keiner Bibliothek feh⸗ len, welche die Werke Goͤthe's, Herder's, Schiller's 1835, und der andern unsterblichen Vertreter derselben be⸗ vor uns in hiesiger Gerichtstelle gesetzmaͤßig zu er⸗sitzt.
Nachlasses erhaͤlt das Publikum: Die Biographie Knebel's; eine vollstaͤndige Sammlung sei⸗ ner lyrischen Gedichte; seine prosaischen und vermischten Schriften uͤber philoso⸗ phische und literarische Gegenstaͤnde: in⸗ teressante Auszuͤge aus seinen Tagebuͤchern; und endlich den reichhaltigen Briefwech⸗ sel, den er mit seinen beruͤhmten Zeitge⸗
Pae die an ihn Briefe geschrieben, auffuͤhren: Larl Staatsminister von Altenstein; Boie; Fraͤu⸗ lein von Bose: Dalberg; Einsiedel; Fer⸗ now: Falk; Gleim; Hegel; Herder; Caroline Herder: Henriettev. Knebel: Lavater; Mat⸗ thisson: H Meyer;: Fr. Nicolai: Oken; Pas⸗ Forsten und sow: Ramler: Jean Paul Fr. Richter: Char⸗
lotte v. Schiller: Schuͤtz: Voß: Zacharias Werner; Wieland: F. A Wolf.
und noch in diesem Jahre beendigt. seriptions⸗Preis ist bis zum Erscheinen der zwei⸗ ten Lieferung 4½ Thaler, die bei Empfang des ersten Bandes gezahlt werden; dann tritt aber der Laden⸗ preis von wenigstens 6 Thalern ein.
liefern zu koͤnnen und bitten nur alle, die gesonnen sind, sich dieses Werk anzuschaffen, sich gefaͤlligst bei Zeiten zu melden, was uns wegen Bestimmung der Auflage hoͤchst wuͤnschenswerth ist. Alle solide Buch⸗ handlungen nehmen Subseriptionen an, namentlich E. S. Mittler in Berlin (Stechbahn Nr. 3), Po⸗ sen, Bromberg, Culm, Gnesen, auch C. Vincent
31 in der Eulenpfuͤtz⸗Straße in Trier die Gemaͤlde, und den Katalog derselben bei dem Intelligenz⸗Com⸗ toir einsehen. Auswaͤrtige belieben sich mit ihren Bestellungen in frankirten Briefen an die Herren Krahe, bekannt als der Sohn des ehemaligen Galle⸗ rie⸗Directors zu Duͤsseldorf und an Jean Georg Beer, Kaufmann, beide in Trier, wenden. Trier, den 31. Maͤrz 1835.
Dampf⸗Schiffahrer 1 zwischen 1 Stektit ul d Cd pei hah en
Das Dampfschiff: „Dronning Maria,“ Capit. eht waͤhrend des Monats Mai 11I16“
6ten l5tenz von Stettin
25sten
29sten!
Aten S8ten
1 von Copenhagen ab
am 22sten
am 27sten “
den 29. April 1835.
L e
9
am am am am am am
Stettin
wnonius.
—
Literarische Anzeigen.
AInnne Von den von Kamptzschen Annalen der Preu⸗
In den Provinzen wird
Berlin, am 6. Mai 1835. Schmidt, Hofrath Behrenstr. Nr. 68.
Einladung zur Subscription 1 Im Verlage der Gebruͤder Reichenbach in
“
K. L. von Knebel's literarischer Nachlaß und Briefwechsel. Herausgegeben von
e. gr 8vo. Mit von Knebel's wohlgetr. Bildnisse. Subseriptions Preis 4½ Thlr. Das Erscheinen des literarischen Nachlasses von K.
Da sich mit Recht be⸗
In der gegenwaͤrtigen Ausgabe des Knebelschen
rossen unterhalten hat. Um von diesem selte⸗ ien Briefaustausch nur eine Andeutung zu geben, vollen wir hier nur einige Namen der bedeutendsten Weimar;
August, Großherzog von
Das ganze Werk wird drei Baͤnde gr. 8vo. stark Der Sub⸗
Wir hoffen, schon naͤchste Ostermesse einen Band
in Prenzlau. Leipzig, im Maͤrz 1835. Gebruͤder Reichenbach.
Die neuesten Romane und Unterhaltungs⸗ Schriften, welche in Berlin durch T. Traut⸗ wein, Breitestr. Nr. 8, zu erhalten sind. Freunde einer gewaͤhlten Unterhaltungs⸗Lectuͤre, so wie alle Lesegesellschaften, Journalcirkel und Leihbi⸗
bliotheken werden auf folgende neuere, schoͤnwissen⸗ g
schaftliche Werke und Journale aufmerksam gemacht, welche im Verlage des Unterzeichneten so eben er⸗ schienen sind, sich den interessantesten Erscheinungen dieser Art, namentlich den Werken eines Bulwer, Walter Scott, Cooper, Spindler, Tromm⸗ litz ꝛ an die Seite stellen und sich den Beifall sach verstaͤndiger Kritiker in vollem Maße erworben haben:
Tempelritter, der. Ein historischer Roman in
zwei Theilen. 8vo. Preis 3 Thlr.
Die Unterhaltungs⸗Literatur moͤchte in ihren neu⸗ sten Erzeugnissen nur wenige Romane aufzuweisen haben, in welchen sich das Romantische mit dem Ge⸗ schichtlichen so allbefriedigend vereinte, als hier. Der Tempelherrn⸗Orden in seinem letzten Strahlenscheine
vorzufinden ist. Uebhaber koͤnnen taͤglich in dem Sterbehause Nr
zeigt seine tief in das Mittelalter der bekannten Welt eingreifende politische und religibse Bedeutsamkeit.
Er fuͤbrt eben so
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und lehrt tzt endlich
Geheimnisse der aͤltesten Maurerei ent⸗
Christen, F. C, Arkona, historisch⸗romantisches Gemaͤlde aus der letzten Haͤlfte des zwoͤlften Jahrhunderts. 1834 2 Thle. 2 Thlr. 15 sgr.
Hektor Fieramoska oder der Zweikampf bei Barletta, historischer Roman von M. D' Azeglig Aus dem Italienischen frei uͤbersetzt. 1834. 2 Thlr.
Bernatowicz, F, Pojata, die Tochter Lezdeikoz oder die Litthauer im vierzehnten Jahrhundert Historischer Roman nach dem Polnischen von „. H. W. Schnaase. 1834. 4 Thlr. 15 sgr.
Bernatowicz, F., Nalencz. der polnischen Geschichte. Nach dem Polnischen von Schnaase. 1834. 2 Thle. 2 Thlr.
Morvell, D. C, romantische Erzaͤhlungen im poetischen Gewande. 1834. 4 Thle. 5 Thlr.
Satori, J., Johanna 1. Koͤnigin von Neapel⸗. Eine historische Erzaͤhlung. 2 Thle. 1834. 1 Thle.
15 sgr.
Wassili, Uschakow, die Kirgiß⸗Kaissak. Eine Er⸗ zaͤhlung, aus dem Russischen uͤbersetzt von C. R. Goldhammer. 2 Thle. 1834. 1 Thlr. 7 sgr.
8 er, Fr, weimarische Blaͤtter. 1834. 2 Thlu. 10 sgr. -
Hugo, Victor, Hernani oder castilianische Ehre. Romantisches Drama in 5 Aufzuͤgen, uͤbertragen von F. Peucer. 1834. 15 sgr.
Krug v. Nidda, Fr, der Schmidt von Juͤter⸗ bog. Chronikensage in Romanzen 1834. 22 ½ sgr.
Petit, Dr. le, Luther und Faust in Vignetten zu deutschen Dichtern. Ein literarisches Fibelbuch. 1834 15 sgr. —
Memoiren des expatriirten Barons von Vegesack, zum Verstaͤndniß des gegen ihn im Jahre 1832 vor dem Criminalgericht zu Stock holm gefuͤhrten Processes wegen angeblichen Hoch⸗ 1ehhs Von ihm selbst herausgegeben. 183 22 ⁄ sgr
Massalouv, J V. der Zigeuner. Histor. Roman aus der Mitte des 17ten Jahrhunderts. 3 Thle. 1834. 3 Thlr.
Freibenter, die, von Paris. Ein histor. Ge⸗ maͤlde der Pariser Welt im 1. Viertel des 16. Jahrhunderts. Nach dem Franz: les mauvais zorçons pr. Merrimée frei bearbeitet. 3 Theilce, 1831 — 34. 3 Thlr. 22 ½ sgr.
Bulgarin, Th., Peter Iwanowitsch. Russisches Charaktergemaͤlde, als Fortsetzung des: Jwan Wischyghin oder der russische Gilblas. Ueber⸗ setzt von F. Nork. 3 Thle. 1834. 3 Thlr.
Buͤrck, August, Heinrich von Ofterdingen. Erste Abtheilung: Der Saͤngerkrieg auf Wartburg. Romantische Erzaͤhlung 1834. 1 Thlr. A sgr.
Bartels, Fried., der Luͤtticher. Historischeroman⸗ tisches G aus Belgiens neuster Geschichte. 1833. 26 sgr.
Allegro, die boͤsen Sieben. Burleske. 2 Bdchen.
Auch unter dem Titel:
Burlesken von Allegro. 1. u. 2. Boͤchen. 1 Thlr.
Kriegsseenen. Aus dem Franz nach: „le lit de camp. seënes de o vie militaire.“ uͤbertra⸗ gen von Herm. Meynert. 1832 1 Thlr. 78 sgr.
Meynert, Hermann, Corallenzweige. Erzaͤhlun⸗ gan⸗ Novellen und Phantasiestuͤcke. 1833. 1 Thlr. 15esgr.
Panorama von Ofen und Pesth, oder Cha⸗ rakter- und Sittengemaͤlde der beiden Haupt⸗ stäͤdte ungarns. Aufgenommen nach eigener An⸗ schauung von Spiritus asper und Spiritus lenis. brosch. 1833. 1 Thlr. 15 gr.
Schefer, L., neue Novellen. 3 Bde. 1832. 6 Thlr.
Seyffarth, DDr. Woldemar, meine Reisetage in Deutschland, Frankreich, Italien und der Schweiz. 4 Thle 1831 — 32. 8 Thlr. 15 sgr. b
Tietz, Fr. Erzaͤhlungen ind Phantasiestuͤcke Mit einem Vorworte von 2. Varon de la Mtre Fouqué6. 1834. 1 Thre. . ·
Storch, Lud, die Fanatiker. in histor. Roman aus der 2 Haͤlfte des 16. Jahrhunderts. 2 Thle. 1831. 2 Thlr.
— — Foͤrberts Henns. N eines Wundermannes de wahren Begebenheiten d UI., brosch. 1830 1 Tblr. 18 sar. 1 .
— — der Freiknecht, historisch Roman aus der zweiten Haͤlfte des 14. Jahrh „w.östs.“ 3 Bande⸗ 1830 — 33. brosch 6 Thlr. 5 8
— der Glockengießer. Novelle nach einer deut⸗ schen Volkssage bearbeitet. Ein Nachtstuͤck. 1830† hrosch. 1 Thlr. 10 sgr. 8
Lesevereine und Leihbibliotheken, bei denen, wemg
1833.
le aus dem Leben neren Zeit, nach
sie nur auf einige Vollstaͤndigkeit in Darbietunmg neuer Lectuͤre Anspruch machen wollen, keines der vorstehenden Werke fehlen darf, wollen sich wegen der Anschaffung derselben an die ihnen zunaͤchst go⸗ legene Buchhandlung wenden. lung dieser und anderer Romane und Unterhaltungs⸗ schriften meines fruͤheren Verlages, wenn solche den Betrag von 50 Thlr. netto erreicht, bewillige ich d—⸗— nen bedeutenden Rabatt. 3
Bei directer Beslel⸗
Leipzig, im Januar 1835. C. H. F. Hartmann
Bei Simon Schropp & Comp. in Berlin, †
erstralse No. 24. ist ersecbhienen:
Plan der 1 mgegend Vvon Stargard. aukge- nommen und gezeichnet von E. von Hartwis A Blatt. Preis schwarz 1 Thlr. 10 sgr., cole- rirt 2 Thlr.
Atlas der alten Welt, in 6 Blättern. Heraus gegeben von der Academie der Wissenschafler zu Berlin. Preis 1 Thlr.
Karte von Dentschland und den angrenzenqdem
Lündern im Maassstab von g-oalso- bearheitet nac den Materialien des Königl. Preufsischen Genera stabs. a) Section, Zwoll, Münster; Cöln, Mainz, Metz. Enthalrtend: a) Section, Berlin, Magdeburg, Dres den; b) Stuttgart, Zürich, Augsburg. 1
Iste Abtheilung. Preis 2 Thlr. Enthaltendh Amsterdam, Antwerpen; b) Düsseldop c) Bröüssel, Kheims. Sedan; 2te Abtheilung. Preis 1 Tn“-
in Raubburgen und Maͤldern, als in die Felsenkluͤfte des heimlichen Gerichts und statt⸗ licher Richtersitze, eben so zum glaͤnzenden Tournier, als in die tagesscheuen Schlupfwinkel moͤnchischer und pfaͤffischer Verworfenheit, eben so zum Kampyf zwischen Buͤrger und Ritter, als in meuchelmoͤrderi⸗ schen Hinterhalt; er hegt den Minnegesan
die Strafen verbotener Liebe kennen; er 1 diesem Allen die Krone dadurch auf, daß er den Vor⸗ hang vor dem Allerheiligsten des Tempels hinweg. zieht und die huͤllt.
Ein Roman au;
Staats⸗Zeiti
Berlin, Sonntag den 10:ten Mai
Se. Majestaͤt der Koͤnig haben dem Gerichts⸗Vollzieher Johannes Schroͤder zu Neuerburg, im Landgerichts⸗Bezirk Frier, das Allgemeine Ehrenzeichen zu verleihen geruht.
Se. Majestaͤt der Koͤnig haben dem hiesigen Nacht⸗Wacht⸗ meister Lrebrich das Allgemeine Ehrenzeichen zu verleihen geruht.
Der Koͤnigliche Hof legt uͤbermorgen, den I1ten dieses, die Trauer auf 14 Tage an fuͤr Se. Kaiserliche Hoheit den Erzher⸗ zog Anton von Hesterreich.
Berlin, den 9. Mai 1835. 8
von Buch, Ober⸗Ceremonienmeister.
Im Bezirke der Koͤnigl. Regierung zu Posen ist der bisherige Pfarrer zu Klein⸗Kreutsch, Martin Eichler, als Pfarrer in Kankel; der bisherige Probst
zu Jarocin, Joseph Karpienski, als Pfarrer in Tursko;
der bisherige Kommendarius Ignaz Ewicz als Pfarrer in
Konary; der bisherige Kommendarius zu Obrzycko, Martin
Ciecholewski, als Pfarrer in Kottow; der bisherige Pfarrer zu Ruchocice, Valentin Brodzinski, als Pfarrer in Kre⸗ rowo, und der evangelische Predigtamts⸗Kandidat Kuͤhn, bisher interimistischer Rektor der Stadtschule in Schrimm, als Pfarrer zu Jarocin angestellt worden.
Angekommen: Se. Excellenz der Kaiserl. Russische Ge⸗ neral⸗Lieutenant und Commandeur der 2ten leichten Kavallerie⸗ Division, von Knorring, von St. Petersburg.
Abgereist: Se. Erlaucht der Kaiserl. Russische General GGete le, Fuͤrst Andreas Gortschakoff, nach St. Pe⸗ tersburg.
Der Kammerherr, außerordentliche Gesandte und bevoll⸗ maͤchtigte Minister am Koͤnigl. Niederlaͤndischen Hofe, Major Graf von Wylich und Lottum, nach dem Haag.
5g.
ngs⸗Nachrichte
St. Petersburg, 2. Mai. Se. Majestaͤt der Kaiser ha⸗ ben dem Kaiserl. Oesterreichischen General⸗Major, Fuͤrsten Karl von Liechtenstein, den St. Annen⸗Orden erster Klasse mit der Kaiserl. Krone und dem diesseitigen Gesandten in Madrid, Geheimen Rath von Oubril, so wie dem General⸗Lieutenant Schi⸗ poff und dem Admiral Gall, den Weißen Adler⸗Orden verliehen.
Der diesseitige Gesandte im Haag, Wirkliche Staatsrath und Kammerherr Potemkin, ist zum Range eines Geheimen Rathes befoͤrdert worden.
Ihre Majestaͤt die Kaiserin haben die Gemahlin des Gene⸗ rals der Infanterie, Chrapowitzki, die Gemahlin des General⸗ Lieutenants Kleinmichel und die Gemahlin des Geheimen Raths und Post⸗Direktors von St. Petersburg, Bulgakoff, zu Damen des Katharinen⸗Ordens zweiter Klasse ernannt.
Das gestrige Blatt der Nordischen Biene enthaͤlt einen interessanten Artikel uͤber die neuerrichtete Auditeur⸗Schule, wel⸗ chen wir in einem gedraͤngten Auszug unsern Lesern mittheilen. „Allmalig“, heißt es darin, „werden alle Behoͤrden des Reiches mit fähigen und unterrichteten Beamten besetzt; nur die Kriegs⸗ Rechtspflege, dieser so wichtige Verwaltungs⸗Zweig, hat bis jetzt immer noch tuͤchtiger Geschaͤftsmaͤnner entbehrt, da die gewoͤhn⸗ liche Bildung fuͤr die mannigfaltigen schweren Pflichten eines Auditeurs nicht hinreicht und Jedermann einen leichtern Dienst vorzieht. In der That ist der bescheidene und im Kreise des Livildienstes wenig bekannte Beruf eines Auditeurs in der Aus⸗
übung mit vielen Schwierigkeiten verbunden. Der Auditeur soll
kein bloßer Geschaͤftsfuͤhrer seyn, welcher kalt und gefuͤhllos das Gesetz auf das Verbrechen anwendet; nein, er muß der Anwalt des An⸗ geklagten, der Mittler wtschen diesem und den Richtern, ein Mann von gutem Gemuͤth und festen Grundsaͤtzen seyn; er muß unerschuͤtterliche Rechtlichkeit und ausgebreitete Kenntnisse in sich vereinigen, damit sei⸗ nem forschenden Blick kein Umstand, welcher zur Steuer der Wahr⸗ heit, keine Thatsache, welche das Loos des Angeklagten erleich⸗ tern kann, entgehe. — Um endlich dem laͤngst gefuͤhlten Mangel an solchen Geschaͤftsmaͤnnern abzuhelfen, wurde beim Kriegs⸗ Ministerium eine besondere Auditeur⸗Schule errichtet, in welcher die Schuͤler außer einer allgemeinen wissenschaftlichen Bildung noch besonders im vaterlaͤndischen Rechte und in der braktischen Ausuͤbung ihres kuͤnftigen Berufs Unterricht erhal⸗ ten. Das Reglement fuͤr diese Schule wurde den 26. Maͤrz 1832 Allerhoͤchst bestaͤtigt. Diesem gemaͤß besteht die Schule aus 100 Zoͤglingen, unter welchen 40 Soͤhne von Edelleuten und Ober⸗Offizieren, die uͤbrigen 60 Kantonnisten seyn sollen. Jedem Zoͤgling wird bei seinem Eintritt in die Schule, wenn er ein Edelmanns⸗ oder Ober⸗Offiziers⸗Sohn, 400, wenn er ein Kantonnist, 200 Rbl. zu gut gerechnet, welche bei irgend einer Kredit⸗Anstalt niedergelegt werden, bis zum Austritt des Zoͤglings, wo er alsdann die Sum⸗ a sammt den angewachsenen Zinsen erhaͤlt. Die nach einem Erxamen aus der Anstalt entlassenen Schuͤler treten mit Unterof⸗ fijiers⸗ Rang als Auditeurs⸗Gehuͤlfen in den aktiven Dienst und werden in die Auditoriats⸗Departements der Armee und der Flotte vertheilt. Bei ihrem Eintritt in den Dienst beziehen sie einen Gehalt, die Edelmanns⸗ und Ober⸗Offiziers⸗Soͤhne von 500 die Uebrigen von 200 Rubel. Wenn die Auditeurs⸗Gehuͤlfen sich die noͤthige Uebung in Fuͤhrung der Geschaͤfte erworben, so werden sie zu Auditeurs befoͤrdert und bei den Regimentern Cgestelt; sie erhalten als einmalige Unterstuͤtzung zu ihrer guipirung, Edelleute und Offiziers⸗Soͤhne 750, die uͤbri⸗ gen 500 Rubel, und stehen, was Rang und Gehalt be⸗
trifft, unter den allgemeinen Verfuͤgungen. Denjenigen el
sich besonders eifrig im Dienst Fecbeisen, wird de. de⸗ veache eine Gehalts⸗Zulage, im Betrag von 200 Rubel fuͤr das Jahr, bewilligt. Die Edelleute und Offiziers⸗Soͤhne muͤssen 10, die uͤbrigen 15 Jahre als Auditeure dienen. Wenn sie nach Ablauf dieses Zeitraums in demselben Dienste zu verbleiben wuͤnschen, so erhalten sie zu ihrem bisherigen Gehalt noch die Haͤlfte des⸗ selben als Zulage. — Die Auditeur⸗Schule wurde zu Ende des Jahres 1832 eroͤffnet, sie steht unter der unmittelbaren Fuͤrsorge und Aufsicht des Dejour-⸗Generals vom Stabe Sr. Kaiserlichen Hoheit, General⸗Adjutanten Kleinmichel. In diesem Jahre er⸗ folgte die erste Entlassung derjenigen Zoͤglinge, welche den voll⸗ staͤndigen Lehrcurs beendigt hatten. Es wurden 25 Schuͤler ent⸗ lassen, naͤmlich ein Ober⸗Offiziers⸗Sohn, zwei Soͤhne freien Stan⸗
des und 22 Soldaten⸗Soͤhne.“ Die Kaiserliche Akademie der Wissenschaften hat den ersten 1834 einem Werke des Hrn.
Demidoffschen Preis fuͤr das Jahr
Sidonski: „Einleitung in die Wissenschaft der Philosophie“, worin sich der Verfasser als einen gruͤndlichen Kenner der Deut⸗ schen philosophischen Schulen erweist, und den zweiten Preis dem bekannten Pater Hyaeinth fuͤr sein neues Werk: „historische Uebersicht der Oirad⸗Voͤlker oder Kalmuͤcken vom l5ten Jahrhun⸗ dert bis auf unsere Zeit“ zuerkannt.
Ein von Musik⸗Liebhabern kuͤrzlich veranstaltetes Konzert zum Besten der vom patriotischen Damen⸗Verein geleiteten Schulen hat nebst der Probe, zu der ebenfalls Eintrittskarten fuͤr Geld ausgegeben wurden, nicht weniger als zwanzigtausend Ru⸗ bel eingebracht. Ein ansehnlicher Theil dieser Einnahme ruͤhrt freilich von der Kaiserlichen Familie her, welche Konzert und Probe ebenfalls mit ihrer Gegenwart beehrte.
Die Gebruͤder Eichhorn, die in Moskau sechs sehr besuchte Konzerte gaben, werden wieder in St. Petersburg erwartet.
Frautrech.
Paris, 2. Mai. Nachstehendes ist der vollstaͤndige Inhalt der Antwort, die der Koͤnig gestern dem Herrn Dupin d. Aelt. an der Spitze der großen Deputation der Deputirten⸗Kammer ertheilte: „Der Antheil, den Sie an dem Ereignisse nehmen, das Mir einen Enkel gegeben, ruͤhrt mich lebhaft. Gewiß ist dieses Ereigniß von gluͤcklicher Vorbedeutung fuͤr Frankreich, da es die Unabhaͤngigkeit und die Zukunft Belgiens sichert, und hier⸗ durch zugleich ein Buͤndniß noch enger knuͤpft, das die Politik und so viele Gesinnungen zu unterhalten uns gebieten. Ich danke der Deputirten⸗Kammer fuͤr den Gluͤckwunsch, den Sie Mir im Namen derselben darbringen, und Ich danke ihr Mei⸗ nerseits fuͤr den Geist, von welchem sie sich beseelt gezeigt hat, — jenen einsichtsvollen Geist, der so ganz geeignet ist, den Werth unserer Institutionen fuͤhlbar zu machen, und uns vor den Taͤuschungen zu bewahren, wodurch man so oft bemuͤht gewesen ist, unseren Angelegenheiten eine dem National⸗Wunsche widerstrebende Richtung zu geben. Ich bin stolz darauf, daß Ich gemeinschaftlich mit Ihnen diesem Geiste die Oberhand erhalten habe, und daß es Mir gelungen ist, un⸗ ser Vaterland vor den Gefahren, die dasselbe bedroheten, zu be⸗ wahren. Ohne Zweifel wuͤnsche Ich lebhaft, in dem Zwischenraume beider Sessionen die Provinzen zu bereisen; Sie wissen, daß Ich dies so oft gethan, als es Mir moͤglich war. Es wird Mir sehr angenehm seyn, Mich in der Mitte der dortigen Einwohner zu befinden, und Ich habe das Vertrauen, daß ich Sie zufrieden 5 hen werde. Ich danke der Kammer fuͤr die Mitwir ung, die sie Meiner Regierung geliehen; der Beistand, den Ich noch immer bei ihr gefunden, so oft es sich darum handelte, den Thron und Unsere Institutionen zu vertheidigen, sichert ihr eben so sehr ein Recht auf die Erkenntlichkeit der Nation, als auf Meine Zunei— gung und Mein lebhaftes Mitgefuͤhl.“ — Eine große Menge von Deputirten hatte sich der Deputation angeschlossen. „Der Temps lobt den Geist, den die Bewohner der Haupt⸗ stadt am gestrigen Namensfeste des Koͤnigs bei den oͤffentlichen Festlichkeiten an den Tag gelegt haͤtten, so daß die Feier durch kei⸗ nen unangenehmen Vorfall irgend einer Art gestoͤrt worden sey. „Bei jeder Gelegenheit“, bemerkt dieses Blatt, „gewahrt man mit Vergnuͤgen, wie der Volksgeist sich je mehr und mehr unse⸗ ren Institutionen und zugleich der Krone, als der lebendigen Repraͤsentantin der Verfassung, anschließt. Die Blind-Ergebenen klagen uͤber einen Mangel an Enthusiasmus, und die Feinde un⸗ serer Institutionen schreien, es herrsche Kaͤlte und Gleichguͤltig⸗ keit. Wir hingegen sehen hierin nichts anderes, als einen Fort⸗ schritt des gesunden Sinnes der Menge, und ein uͤberlegtes Ver⸗ trauen zu dem durch den Volks⸗Willen aufgerichteten Throne. Dieses Gefuͤhl ist unter der Masse vorherrschend; es hat durch— aus mit den individuellen Ausstellungen anders Gesinnter an dem Regierungs⸗Systeme nichts gemein. Ueberdies passionirt man sich gewoͤhnlich nur fuͤr das, was man zu verlieren besorgt, und nur zu oft ist der Enthusiasmus der Vorlaͤufer des Wankelmuths. Das Volk begreift noch nicht die ganze Wichtigkeit der parla⸗ mentarischen Reactionen, welche die heller blickenden Maͤnner beschaͤftigen. Seit fuͤnf Jahren sind demselben von den unter sich entzweiten Parteien Katastrophen vorhergesagt worden, ohne daß der Staat wahrhaften Gefahren ausgesetzt gewesen waͤre. Ist das Volk erst mit gewissen Uebertreibungen vertraut, so weiß es, woran es ist, und giebt sich alsdann mit ganz andern Dingen ab, so daß es sogar, wenn wirkliche Gefahren seinen Freiheiten drohen, die Augen schließt. So bleibt denn, wir wie⸗ derholen es, in einem Lande, das in eine solche Schlaffheit ver⸗ sunken ist, der echten und redlich gesinnten Opposition nur ein einziges Mittel uͤbrig, die Aufmerksamkeit rege zu erhalten und das Vertrauen der Volksmasse zu gewinnen, nämlich die Hand⸗ lungen der Regierung, denen jene so wenig Aufmerksamkeit schenkt, mit vollkommener Unparteilichkeit zu beurtheilen. Zuletzt wird der Kontrast eines solchen Verfahrens gegen einen blinden und parteiischen Ministerialismus die oͤffentliche Gleichguͤltigkeit uͤberwinden und der Opposition dasjenige allgemeine Ansehen verleihen, welches Vernunft und Redlichkeit sich jederzeit unter den Menschen erwerben.“ 16
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Heute ist man im Palaste Luxemburg damit beschaͤfti t, die letzten Vorbereitungen zu dem großen Prozesse zu treffen. ist der Palast nach dem Odeéon zu vollstaͤndig verbarrikadirt Auch ist ein zunaͤchst belegener Theil des Gartens fuͤr das Pu⸗ blikum gaͤnzlich geschlosseen. Vor der Barrikade am Eingange des Gartens sind neun Zelte fuͤr das Militair aufgeschlagen, wo bei es aber sein Bewenden nicht 8 duͤrfte. Die Orangerie ist in eine Kaserne verwandelt. on allen Seiten sieht man Pallisaden, Wachthaͤuser, die Hauptwache, Zelte u. s. w. Die S haben einen Schnellschreiber fuͤr sich gewaͤhlt, wel⸗ cher uͤber die Debatten des Prozesses Bericht abstatren soll. Zu demselben Behufe sind von London Uebersetzer hier angekommen, welche die Eigenthuͤmer der vornehmsten Englischen Journale herge schickt„haben. Der Graf Roy liegt an einer zuruͤckgetretenen Gicht krank danteder, wodurch der Pairshofabermals eines Richters beraubt wird Das von dem Praͤsidenten der Pairs⸗Kammer an die einzelnen Pairs erlassene Rundschreiben lautet also: „Der Praͤsident des Pairshofes hat die Ehre, Herrn.. zu benachrichtigen, daß, in Folge des am 6. Februar d. J. erlassenen Beschlusses, die Eroͤffnung der Debatten in der der Kammer uͤbertragenen An⸗ gelegenheit auf Dienstag den öten d. M. um 12 Uhr festgesetzt ist. Die Sitzung soll punkt 12 Uhr mit dem Namens⸗Aufrufe beginnen, weshalb die Herren Pairs ersucht werden, sich in dem Berathungs⸗Zimmer um halb 12 Uhr zu versammeln. Sie wer den in der reglementsmaͤßigen Pairs⸗Uniform, den Degen zur Seite, mit schwarzer 6 nen.“ Dieser Einladung war eine andere vorangegangen, durch Herr Pasquier die Herren Pairs auf den 2ten und zu zwei Praͤliminar⸗Sitzungen zusammenberufen hatte. 1
Die Advokaten von Orleans haben, nach dem Beispiele der Advokaten von Paris und den ersten Provinzialstaͤdten, ebenfalls gegen die Koͤnigliche Verordnung vom 30. Maͤrz protestirt. 8
Die Kunst⸗Ausstellung von 1835 ist, nachdem sie 2 Monate ge eroͤffnet gewesen, vorgestern Abend um 4 Uhr geschlossen
orden.
Großbritanien und Irland. London, 2. Mai. Die Herzogin von Kent besuchte gestern die Ausstellung in der Koͤniglichen Akademie der Kuͤnste; die Prinzessin Victoria wurde durch einen Katarrh in ihren Zim⸗ mern zuruͤckgehalten.
Die Hof⸗Zeitung enthaͤlt nun auch die Anzeige von der Ernennung des Grafen von Erroll zum Ober⸗Jaͤgermeister und des Marquis von Conyngham zum General⸗Postmeister.
Herr Poulett Thomson ist von Manchester und Sir Nufane Donkin von Berwick wieder hierher zuruͤckgekehrt.
Sir Robert Peel hat am Montage folgende, von 400 Lon⸗ doner Advokaten unterzeichnete Adresse empfangen: .
„Wir, die unterzeichneten Mitglieder der Englischen Barre, bitten um die Erlaubniß, Ihnen die aufrichtige Bewunderung kundgeben zu duͤrfen, mit welcher Sie uns durch die Weisheit Besonnenheit und Festigkeit erfuͤllt haben, die Sie in Ihrer Amtsfuͤhrung als Premier⸗Minister Sr. Maäjestaͤt bewiesen. Wir bedauern aufs schmerzlichste die Nothwendigkeit, welche Sie ge⸗ zwungen hat, sich von der Verwaltung zuruͤckzuziehen, und wir hoffen ernstlichst, daß das Land dieser Dienste, die wir fuͤr seine Wohlfahrt und Sicherheit als wesentlich noͤthig betrachten, nicht lange beraubt seyn wird. Nur dem Umstand, daß viele von uns in Berufs⸗Geschaͤften von London abwesend waren, duͤrfen Sie es zuschreiben, daß wir Ihnen diesen Ausdruck unserer Gesin⸗ nungen nicht schon fruͤher dargebracht haben.“
Diese Adresse wurde dem gewesenen Premier⸗Minister mit Schreiben von Sir Charles Wetherell zu⸗ gesandt:
„Mein theurer Sir Robert! Ich habe das Vergnuͤgen, Ihnen eine Adresse zu uͤbersenden, die von mehr als 400 in Lon⸗ don ansaͤssigen Mitgliedern der Englischen Barre unterzeichnet ist, worunter sich, wie Sie sehen werden, viele der ausgezeichnet⸗ sten Personen von allen Klassen des Advokatenstandes befinden. Bei dieser Gelegenheit will ich nur bemerken, daß die außeror⸗ dentlichen Talente, die Einsicht und Klugheit, welche Sie in der Leitung der Regierungs⸗Angelegenheiten als erster Minister der Krone an den Tag gelegt, Uund vor Allem Ihre Standhaftigkeit in der Behauptung der zur Sicherheit der heruschenden Kirche unumgaͤnglich erforderlichen Grundsaͤtze diese entschiedene Aeuße⸗ rung ihrer Gesinnungen von Seiten dieser gelehrten und unab⸗ haͤngigen Koͤrperschaft hervorgerufen haben. Sie werden dieselbe ohne Zweifel als einen aufrichtigen Tribut der Hochachtung ent⸗ gegennehmen, welche die Englische Barre, besonders in diesem Augenblick, Ihrem oͤffentlichen Charakter und Ihren Diensten schuldig zu seyn glaubt. Ich verharre, mein theurer Sir No— bert, Ihr getreuster Ch. Wetherell.“
Hierauf hat Sir Robert Peel am Dienstage mit folgen⸗ den 8 Sir Charles Wetherell gerichteten Schreiben geant⸗
ortet:
„Mein theurer Sir Charles! Erlauben Sie mir, da ich durch Ihre geehrte Vermittelung die Adresse des Advokatenstan⸗ des empfangen habe, letzterem meine herzliche und achtungsvolle Erkenntlichkeit und Dankbarkeit fuͤr die hohe Ehre, die er mir erwiesen, ebenfalls durch Sie zu erwiedern. Haͤtte ich mich mit dem peinlichen Bewußtseyn von der Verwaltung uruͤckge ogen daß mir aus Mangel an Hingebung fuͤr den Dienst des K nigs, aus Ungeduld in Niederlagen oder aus Furcht vor Schwierig⸗ keiten und Gefahren, die mit den oͤffentlichen Interessen in 8c. ner Verbindung gestanden, die Vertheidigung der mir zugewie⸗ senen Aufgabe fehlgeschlagen waͤre, so wuͤrde meine Ruͤckkehr ins Privatleben, von solchen Nuͤckblicken begleitet, ein schwerer Kum⸗ mer fuͤr mich gewesen seyn. Da ich aber von den ausge eichne⸗ ten Maͤnnern, welche diese Adresse unterzeichnet, die den Kampf in den ich verwickelt war, mit angesehen haben, und die ganz besonders im Stande sind, uͤber die Beweg⸗ gruͤnde und das Benehmen aller derjenigen, die an je⸗ nem Kampfe Theil nahmen, zu urtheilen, wenn ich von
diesen Maͤnnern die Versicherung erhalte, daß ich mir, un⸗
chon
Weste und schwarzen Beinkleidern erschei⸗ wo⸗