Kahlden, uͤber welches der foͤrmliche Concurs eroͤffnet worden, aus irgend einem Grunde Rechtens Forde⸗
1“ “ “ dem Praͤfidenten der Deputirten⸗Kammer lebhafte Vorwuͤrfe ge⸗ macht worden, weil seine Rede nicht der Ausdruck der Gesin⸗ nungen der Majoritaͤt gewesen sey.
Neuerdings sind Geruͤchte uͤber ernste Unruhen, die in Lis⸗ sabon ausgebrochen waͤren, verbreitet. Die Minister, heißt es, waͤren genoͤthigt worden, sich auf Englischen Fahrzeugen einzu⸗ schiffen und nach England unter Segel zu gehen. Es wird ver⸗ sichert, es sey die offizielle Nachricht davon im Ministerium des Innern eingetroffen.
schreibt man: „Alle Ko⸗
Von der Spanischen Seggze lonnen der Christinos waren am 23. April in der Gegend von
Pampelona vereinigt; sie halten auf Befehl des Kriegs⸗Ministers Valdez Ororbio, Orcoyen, Arazuri, Barrios, Huarte und Vil⸗ laba besetzt. Zumalacarreguy hat mit zwoͤlf Bataillonen in den Andia⸗Gebirgen Position genommen. Er haͤlt Viezu, Vidaurre, Salinas de Oro, Arguinano und Goni besetzt, die nur vier Lieues von den durch die Truppen der Koͤnigin okkupirten Punk⸗ ten entfernt sind.“
Die Sentinelle des Pyrénées vom 28. April berich⸗
tet ebenfalls uͤber das Treffen bei Estella zwischen den Karlisten
unter Zumalacarreguy und den Christinos. Nach diesem Blatte waͤhrte der Kampf vier Tage hindurch; er begann am 20sten Abends bei der Eremitage von St. Fermin, jedoch ohne Erfolg. Beide Theile behaupteten ihre Positionen und bivouakirten. Am 2lsten begann der Kampf wieder, und zwar mit mehr Er⸗ bitterung als Tags zuvor, Verlust war auf beiden Seiten bedeutend. Es ist noch unbe⸗ kannt, wer sich den Sieg zuschreiben darf. Die Sentinelle weicht in manchen, nicht unwesentlichen Punkten von dem Berichte des Phare ab; so sagt sie z. B. nicht, daß in diesem Treffen Gene⸗ ral Valdes die constitutionnellen Truppen angefuͤhrt habe und nur mit Muͤhe und Verlust nach Estella gekommen sey. Hiesige Blaͤtter enthalten folgende Nachrichten aus Ma⸗ drid vom 25. April: „Das Ministerium hat gestern in der Prokuradoren⸗Kammer eine unerwartete Niederlage erlitten. Die Kammer entschied sich fuͤr die Vorschlaͤge der Finanz⸗Kommission und beschloß, daß bloß die Haͤlfte der nicht konsolidirten Vales und nicht zwei Drittheile derselben, wie es das Ministerium wuͤnschte, konsolidirt werden sollen. — Die Ankunft des Obersten Grasse in der Mancha hat dort die Ruhe wiederhergestellt. Das Gleiche laͤßt sich
und hielt bis zum 23sten an. Der
aber nicht auch von Valencia sagen, wo seit der Abreise des Ge nerals Valdez die Insurrection ihr Haupt erhoben hat. Der. General⸗Capitain dieser Provinz schreibt, daß mehrere vereinigt Karlisten⸗Schaaren das Fort Canet, jedoch erfolglos, angegriffen haben. Die Thaͤtigkeit des Generals Llauder haͤlt die Inst
. - . . . ur en⸗ ten in Catalonien im Schach, und der Brigadier Palearaben Toledo.“
Frankfurt a. M., 6. Mai. Oesterr. 5 roc. 103. 102 ¼. Aproc. 97 ½. 97 ¾. 28 roc. Ihe 8.9 e. G. Bank⸗Actien 1636. 1635. Part.⸗Obl. 141 ½. 1411. u 100 G. 214. Br. Preuß. Praͤm.⸗ Sch. 65 ½¼. 65. nl. 98 ½. G. Holl. Loose 70 ¾. 70 ½. b5proc. Span. Rente
2. do. 4pror
47⁄. 47 ⅞. 3 proc. do. perp.
Redacteur Cottel.
2
.
Bekanntmachungen.
NCaEEn 9.
Alle diejenigen, welche an das nachgelassene Ver⸗ moͤgen des als Paͤchter zu Neparmitz auf Ruͤgen ver⸗ storbenen Hauptmanns Ernst Ludwig Friedrich von
verpflichten, dienst tritt,
Mittheilungen. Holland.
Hollaͤndische Zustaͤnde. theilungen. chweden. fuͤr den Fall, daß er in den Staats⸗
alles, was er an Stipendien oder theilungen.
Alllgemeiner Anzeiger fuͤr die Preußischen Staaten.
3) muß der Aufzunehmende durch ein Gesundheits⸗ des Attest des Kreis⸗Physikus nach die Gesundheit und Koͤrperkraͤfte besitze, welche sein Gewerbe erfordern, auch daß er die Blat⸗ tern durch Impfung oder sonst uͤberstanden habe;
4) die Eltern oder Vormuͤnder des Stipendiaten muͤssen, wenn er nicht disposittonsfaͤhig ist, sich Soch
Der Tod Gustav Adolf's. — Bibliographische Mit⸗
. Familienlebens in Großbritanien. nachweisen, daß er der Englaͤnder im Jahre 1834. — Bibliographische
— Bibliographische Mit⸗
.““ 8
Der Preis ist, selbst vom Unbemittelt en bezahlen, nur 6⁄ sgr. fuͤr das Heft.
Alle Buch⸗ und Kunsthandlungen nehmen daranf Bestellung an. — Ausfuͤhrlicher Prospectus und Prokhe liegt in allen Buch⸗ und Kunsthandlungen zur An⸗ sicht bereit, in Berlin bei E. S. Mittler (Stec⸗ bahn Nr. 3), und in dessen Handlungen zu Posg, Bromberg, Culm und Gnesen, so wie in all deren Buchhandlungen.
— Die Musik
Lopst öproc. Obl. von 1832 101 4. 101 ½. Poln.
brecht von
P1“ -. 8 u
S “ . 8
Kronik des Tages. 6
Se. Koͤnigliche Majestaͤt haben den Ober⸗Landesgerichts⸗
gath von Hartmann in Muͤnster zum Geheimen Justizrath Alergnaͤdigst zu ernennen geruht. C1111“
Se. Durchlaucht der regierende Herzog von Sachsen⸗ Koburg⸗Gotha, und Ihre Durchlauchten der Erbprinz und der Prinz Al⸗ Sachsen⸗Koburg⸗Gotha sind nach Dresden Bekanntmachung.
8 “
zez Roggen mit 17 — 18 Fl.
Morgen wird die hiesige Bank den Jahresbericht uͤber ihre Geschaͤftsfuͤhrung abstatten.
Auf den letzten Warschauer Maͤrkten bezahlte man den Kor⸗ und Weizen mit 19½ — 22 Fl.
8 8 1 . 111111X“A“*“;
Paris, 3. Mai. Der Moniteur faͤhrt fort, die am 1sten d. M. von den verschiedenen Behoͤrden an den Koͤnig gehaltenen Anreden, so wie die von Seiner Majestaͤt darauf ertheilten Antworten zu geben. Dem Herrn Gutzot, der an der Spitze des Rathes fuͤr den oͤffentlichen Unterricht erschien, erwiederte der Koͤnig Folgendes: „Die moralische Besserung der Jugend ist zugleich auch eines der maͤchtigsten Mittel, das Land vor Gefah⸗ ren zu bewahren und Mir die große Aufgabe zu erleichtern, die Ich zu loͤsen berufen bin. Wenn der Mensch sein wahres Be⸗
scheint: gehaͤssig, sobald ich an die Stellung der Maͤnner denke, die ihn den Angeklagten gegenuͤber I unpolitisch, weil ich Frankreich friedlich und ruhig sehe, well, meiner Meinung nach, die bevorstehenden Debatten nur geeignet sind, aufs neue Haß und Zwiespalt anzustiften, statt daß man beide zu ersticken bemuͤht seyn sollte. Wenn eine Regierung, sie moͤge Namen haben, welche sie wolle, so küchlich oder vielmehr ungluͤcklich gewesen ist, mit den Waffen in der Hand uͤber ihre Gegner ju siegen, so ist es das sicherste, vielleicht das einzige Mittel, neuen Kaͤmpfen zu begegnen, das man sich großmuͤthig zeige. Dies ist der Grund, weshalb ich jede Art der Lhellnabme an diesem Prozesse von mir weise. (gez.) Der Marquis von Dreur⸗Brezeé.“
Nachstehendes ist der Inhalt der (gestern erwaͤhnten) Pro⸗ testation, welche zur Unterzeichnung in der 5ten Legion der Na⸗ tional⸗Garde zirkulirte:
„Die Unterzeichneten, Neh Unteroffiziere und National⸗ Gardisten der dten Legion, erklären, nachdem sie von dem Tages⸗
rungen und Anspruͤche haben, werden mit Beziehung auf die den Stralsundischen Zeitungen auszabrlich eingeruͤckten Ladungen hiermit aufgefordert, solche in einem der folgenden Termine, als . — am 4. und 26. Mai oder am 19. Juni d. J.,
Rußland.
Moskau im Jahre 1612. — Ueber eine neue Er⸗ steigung des Ararat. — Eine Russische Volkssage. Skizze aus der Biographie meiner Großmutter. —
Praͤmien aus der Stiftung erhielt, von seinem Gehalte in solchen Abzuͤgen zu erstattten, welche gesetzlich als Maximum zulaͤssig sind; den Vorzug haben bei gleicher Qualifikation
—. ——
Zu aͤußerst billigen Preisen. A. Medizinische Werke:
Außer der woͤchentlich zweimal zwischen Berlin und Dres⸗ en coursirenden Schnellpost wird auch in diesem Jahre fuͤr die Sommerzeit, vom 9. Mai bis zum 20. September, eine dritte
stes richtig erkennt, so ist es ein Leichtes, ihn zu leiten; schwer aber ist das Amt der Regierenden, wenn sie zugleich gefaͤhrliche Taͤuschungen bekaͤmpfen und die Gemuͤther von Abwegen abbrin⸗
Befehle des Generalstabes vom 16. April bloß durch die Zei⸗ tungen Kenntniß erhalten, daß sie: in Betracht, daß uͤber die Ab⸗ fassung des besagten Tages⸗Befehls, welcher die zum Dienste bei dem Pairshofe berufenen Detaschements unter den Befehl des Mi⸗
Morgens 10 Uhr, vor dem Koͤniglichen Hofgericht speciell anzumelden, zu beglaubigen und de prioritate n, bei Strafe der Praͤ⸗ und gaͤnzlicher Abweisung vom Concurse, welche durch den am 10. Juli d. J. zu publicirenden Praͤclusiv⸗Abschied erkannt und vollzogen werden wird.
solcherhalb zugleich zu deduciren, elusion
Datum Greifswald, den 4. April 1835.
Koͤnigl. Preuß. Hofgericht von Pommern
und Ruͤgen.
(L. S.) v. Moͤller, Praeses.
Subhastat ons⸗Patent.
„Die im Großherzogthume Posen,
hend aus: 2) der Stadt Neu⸗Tomysl; 2
3) den Haulaͤndereien
Glinno, Przyleg, Santo, Paprockie’, Sekowskie, Nowa Roza, Kozielas,
der Muͤhle Bobrowka mit einem Kruge;
5) der Muͤhle Mniszek,
212* 8
welche gerichtlich auf 154,375 Thlr. 23 sgr. 5 ¼ pf.
taxirt worden ist, soll im Termine den 14. Juli 1835,
fruͤh 10 Uhr, vor dem Landgerichts⸗Rathe Culemann in unserem Instructions⸗Zimmer oͤffentlich an den Meisthietenden verkauft werden, wozu wir Kauflustige
hiermit einladen.
— Buker Kreises belegene, zur Graf Victor v. Szoldrskischen Concurs⸗ Masse gehdͤrige adelige Herrschaft Tomyil, beste⸗
den Doͤrfern Alt⸗Tomysl, Wytomysl und Koza;
die rechten
Bassewitz
sichtigt werden tet sein:
zu werden, wenn
Der Vorsitzend
Erblassers (einee von la Roche⸗Starken⸗ fels) und deren Descendenten des Herrn von
letzten Ehe mit einer von la Roche.
Das Koͤnigl. Gewerbe⸗Institut selbst fordert von dem Aufzunehmenden: ein Alter von wenigstens 17 Jahren, keine Kenntniß alter Sprachen, aber moͤg⸗ lichst viel allgemeine Bildung. Unerlaͤßlich ist: staͤndige Kenntniß der Deutschen Sprache, bigkeit, sich schriftlich leicht darin auszudruͤcken und das gemeine Rechnen, in dem Umfange etwa, wie es von dem Sekundaner eines Gymnasiums zu fordern
Anmeldungen zu diesen Stipendien geschehen bei dem Unterzeichneten als Vorsitzenden des Vereins, und zwar fuͤr den jaͤhrlichen, mit dem 1. Oktober beginnenden Lehrgang bis spaͤtestens zum 1. August d. J., und muͤssen, wenn sie bei der Wahl beruͤck⸗ sollen, mit folgenden Attesten beglei⸗
a) dem Taufscheine:
b) einem Zeugniß uͤber die Schulkenntnisse und sonstigen Attesten, welche das etwa schon er⸗ lernte Gewerbe des Angemeldeten nachweisen:
c) einem Gesundheits⸗ u. Impfung⸗Atteste ad No. 3:
d) einem Atteste uͤber die Militair⸗Verhaͤltnisse des Aufzunehmenden.
Das ad No. 4 vorgeschriebene gerichtliche Ver⸗
pflichtungs⸗Dokument braucht erst dann beigebracht
pendiat gewaͤhlt worden i den ersten Tagen des Monats August. — Berlin, am 1. Mai 1835.
Die Taxe, der neueste Hypotheken⸗Schein und die
Schwesterkinder der Mutter des Bibliographische Mittheilungen.
n de Die Insel Hydra.
auf Schoͤnhof bei Wismar aus der lungen. China.
Aegypten.
voll- Nord⸗Amer die Faͤ⸗ in chen Nord⸗Amerika's.
Mannigfal Vernet
Zur Armenischen westlichen
Schiller. — leridge uͤber Haͤndlerinnen. — Die
Frobischer.
tische Nationalschuld. England.
der Ifeax zete wirklich als Sti⸗John Quiney Adams. Die Wahl geschieht in ei 96
betraͤgt 3 Thlr. jaͤhrlich e des Vereins fuͤr Gewerbfleiß spedition der Staats⸗Zeitung,
in Preußen. 1 Beuth. Erhoͤhung zugesandt wird.
Griechenland. — Bibliographische Mitthei⸗
Verkehrte Ansichten von Chinesen und Chinesischem. Mehmed Ali's Harem. — Strafgesetze der Aegypter. V i k a.
Eine Wanderung durch die Savannen des westli⸗ Von Washington Irving. — t i
Schiller in Polnischer Uebersetzungs — Die Familie — Der Suenos⸗Stein in Schottland. — Gelehrtenkunde. — Die Juden im Indien. — Die Jagd des Neu⸗Holland. — Reizbarkeit der Muskeln des Hai⸗ fisches — Die Chinestschen Farben. — Die wilden Hunde in Neu⸗Holland. — Coleridge's ürtheil uͤber Musikalisches aus Nord⸗Amerika. — Co⸗ Shakespeare. — Cobbet und die Papier⸗ Die Sage vom Ursprunge Pali⸗ bothra's — Welt⸗Literatur⸗Zeitung. — Sir Martin — Persischer Ehrensold. — Treue einer Australischen Wilden. — Coleridge uͤber die Ameri⸗ kaner. — Coleridge uͤber Don Quixote. — Die Bri⸗ — Ein Denkmal fuͤr Schoͤll. — Alt⸗Calabar. — Die Baumwollen⸗Fabrication in 1 — Das Leben in Neapel. — Literatur. — Winter⸗Konzerte in St. Petersburg. —
Der Praͤnumerations⸗Preis auf diese Zeitschrift sgr. vierteljaͤhrlich), wofuͤr sie den Abonnenten in Berlin (durch die Ex⸗ Mohrenstraße Nr. 34), frei ins Haus und denen in der Provinz ohne Porto⸗
Weber's anatom. Atlas nebst Erklaͤr., vollstaͤndig Duͤsseldorf, 1834. 26 ¾ Thlr. Loder's anatom. Kupftr⸗ taf. nebst Erklaͤr., vollstaͤndig. Weimar, 1804. 19 * Thlr Rosenmuͤller's chirurg.⸗anatom. Abvild. neost Er⸗ klaͤr., vollstaͤndig. Weimar, 1807. 13 Thlr. Zin⸗ mermann's anatom. Darstellungen, 18 Hefte mit 72 Kupfertaf. und Erklaͤr. Leipzig, 1831. 4 Thl. esalii 0pb. omn. anatom. ct chirurg., edd. B oer- have et Albini. 2 Vol. Fol. Lugd. Bat., 17 ⁄, 8F Thlr. Meckel tabh. anatom.-pathol., 4 fasc. c. 33 tab. aen. Lips., 1826. 14 Thlr. Opera mecdiec, gracc. ed. Kühn. 26 Vol. in 29 Hlbfrzhdn. Li 8, 1833. 47 Thlr. Hufeland's Journal f. 1795 — 1 30, 71 Bde. nebst 4 Supplem. und 3 Register⸗Baͤnden Berlin. 43 Thlr. Rust“s Magazin f. 1816 — 18 ²9%, 28 Baͤnde. Berlin. 24 Thlr. Reil's Archiv f d. Physiologie f. 1796 — 1815, 12 Bde. Halle. 9 Thlr. Meckel's Archiv f. Anatomie und Physiologie fuͤr 1815 — 1832, 14 Bde. Halle und Leipzig. 183 Thlr. Hesselbach, Bibliothek d. Deutschen Medizin und Chirurgie f. 1828 —- 1830, nebst 2 Suppl.⸗Bden., 8 Bde. Wuͤrzburg. 7 Thlr. Encyclop. Woͤrter⸗ buch d. mediz. Wissenschaften, herausg. v. d. Fakul⸗ taͤt zu Berlin, Bd. 1. 9. Berlin, 1833. Meckel's Hdbch. d. menschl. Anatomie. 4 Bande. Halle, 1815 — 20. A2 Thlr. p. Frank de cur. h. morh. epitome. 6 libri in 9 pibus. et Vienn. 1792 — 1821. 9 ⅞ Tülr. B. Naturwissenschaftliche Werke:
Herbst und Jablonsky, Insekten. 21 Baͤnde (11 Bde. Schmetterlinge und 10 Bde. Kaͤfer), mit 6 Bden. illum. Kupfertaf. in Querfolio. Berlin, 1782 1806. Ganz vollstaͤndig. 55 Thlr. Cuvier et Valenciennes, histoire natur. des poissons. 9 Vol. avec 236 planches color. Paris, 1828 — 1833. 43 ½ Thlr. Lesson. hist. nat. des oiseaux-mouches, avec 86 pl. color. Paris, 1829. 17 TPhlr. Lesson. b. n. des Colibris., av. 66 pl. color. 14 ½ Thlr. Lesson, les Trochilidées. av.
e g
Kaͤnguru in
Finnische
11 ½ Thlr.
Manh., Tubing.
chnellpost⸗Fahrt zwischen den genannten beiden Staͤdten einge⸗ ichtet werden. — Der Gang der alsdann woͤchentlich dreimal zwischen Berlin nd Dresden coursirenden Schnellposten wird, von gedachtem ermine an, solgender seyn: aus Berlin Montag, Donnerstag, Sonnabend — 9 Uhr Morgens, in Dresden Dienstag, Freitag, Sonntag — 9—10 Uhr Morgens, aus Dresden Sonntag, Dienstag, Freitag — 6 Uhr Abends, in Berlin Montag, Mittwoch, Sonnabend — 6—7 Uhr Abends. 9 8 Die erste Sommer⸗Post geht Sonnabend den 9. Mai aus Berlin und Sonntag den 10. Mai aus Dresden ab; die letzte dagegen wird Sonnabend den 19. September aus Berlin und Sonntag den 20. September aus Dresden abgefertigt werden. b — Berlin, den 4. Mai 1835. General⸗Post⸗Amt.
“ 1“X““
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Im Bezirke der Koͤnigl. Regierug
zu Achen ist der bisherige Vikar in Deutz, Johann Rech, zum Pfarrer in Eicks, ferner die vakante Pfarrstelle zu Amel dem bisherigen Pfarrer in Weywertz, Mathias Lan⸗ ger, und die dadurch erledigte Pfarre zu Weywertz dem bishe⸗ rigen Pfarrer zu Hollerath, Johann Heinrich Hynen, kon⸗ ferirt worden.
Abgereist: Der General⸗Major, außerordentliche Gesandte und bevollmaͤchtigte Minister am Koͤnigl. Sardinischen Hofe, Graf zu Waldburg⸗Truchseß, nach Koͤnigsberg in Pr.
gen sollen, die oft zu einem Ziele fuͤhren, das den Wuͤnschen Derer, die jene Wege eingeschlagen, völlig entgegen ist, gewiß aber dem wohlverstandenen Interesse des Landes zuwider⸗ laͤuft. Ich will daher mit Ihnen hoffen, daß Unsere Jugend, nach beendigten Studien, kuͤnftig mit solchen Gesinnungen in die Gesellschaft eintreten werde, die nicht bloß zu ihrem per⸗ soͤnlichen, sondern zu dem Wohle und dem Gedeihen Aller gerei⸗ chen. Wer zu diesem großen Resultate mitwirkt, macht sich um das Vaterland wohlverdient. Sie wissen, wie sehr Ich Ihren Eifer zu schaͤtzen weiß, und wie gern Ich Ihnen hierfuͤr und fuͤr alle die Gesinnungen danke, die Sie Mir zu erkennen geben.“
Mehrere hiesige Blaͤtter wollen wissen, daß vier Minister, naͤmlich die Herren von Broglie, Guizot, Humann und Persil, am Namensfeste des Koͤnigs das Großkreuz der Ehrenlegion er⸗ halten haͤtten; Herr von Broglie sey galant genug gewesen, die betreffende Koͤnigliche Verordnung fuͤr Herrn Persil, und Herr Persil die fuͤr Herrn von Broglie zu contrasigniren.
Man findet es auffallend, daß das Gesetz uͤber die Abschaf⸗ fung der Majorate, nachdem solches von beiden Kammern ange⸗ nommen, noch nicht promulgirt worden ist.
Außer den (gestern unter den neuesten Nachrichten mitge⸗ theilten) Bestimmungen, die der Pairshof in seiner ersten vorbe⸗ reitenden Sitzung getroffen hat, verdienen noch folgende einer be⸗ sonderen Erwaͤhnung. In der Anrede, womit der Praͤsident die Sitzung eroͤffnete, belobte er zunaͤchst alle diejenigen Pairs, denen ihr Alter und schwacher Gesundheits⸗Zustand einen Anlaß, sich der Theilnahme an dem Prozesse zu entziehen, geboten, und die dessenungeachtet nur ihrem Eifer fuͤr die Sache Gehoͤr gegeben haͤtten. Als namentliche Beispiele fuͤhrte er die Herren Barbé⸗ Marbois und Lemercier an. Die erste Frage, welche hierauf zur Sprache kam, war die, ob die Minister, die zugleich Pairs sind, u dem Richteramte zuzulassen waͤren. Herr von Broglie beja⸗ hete diese Frage auf das entschiedenste, und seine Meinung be⸗ hielt, ungeachtet die Herren Villemain und Dubouchage mit vie⸗ ler Waͤrme die entgegengesetzte Ansicht verfochten, die Oberhand.
litair⸗Kommandanten des Palastes stellt, kein Mißverstaͤndniß obwal⸗ ten kann; daß dieser Dienst, welcher in den Dienst der durch die Gesetze zur Disposition der gerichtlichen Behoͤrden gestellten Gen⸗ darmerie⸗Corps eingreift, der National⸗Garde nur durch eine gewaltsame Ausdehnung und einen offenbaren Mißbrauch des Gesetzes vom 24. Maͤr; 1834 aufgebuͤrdet werden kann; daß er uͤberdies den Buͤrger⸗Gefuͤhlen der Natsonal⸗Garde und den schon seit einem Jahre vergebens ge⸗ hegten Wuͤnschen widerstrebt, eine Amnestie proklamirt zu sehen, als ein Pfand der Vergessenheit der Fehler, welche alle Parteien began⸗ en haben moͤgen, so wie der Versoͤhnung zwischen Allen, die den Triumph der Juli⸗Revolution aufrichtig wollen; daß die National⸗ Garde diesen außergewoͤhnlichen Dienst nicht uͤbernehmen kann, ohne sich der Absicht anzuschließen, wonach zu den schrecklichen Auftrit ten in der Straße Transnonain die vielleicht noch schrecklicheren De⸗ batten eines wegen seines Charakters und seiner monstroͤsen Formen unerhoͤrten Prozesses, welcher mit dem gehaͤssigen Angriffe auf die heilige Freibeit der Vertheidigung begonnen hat, hinzutreten sollen; daß dieser Prozeß auf allen Punkten des Landes die Herzen empoͤrt und Schreck und Unruhe unter die Familien verbreitet; daß er die uͤbelsten Besorgnisse weckt und daß seine unberechenbare Dauer schon im voraus den nachtheiligsten Einftuß auf den Verkehr geuͤbt hat; daß die National⸗Garde, welche noch nie ein von dem all⸗ emeinen Besten gebotenes Opfer gescheut hat und stets bereit ist, sore Ergebenheit fuͤr die durch die Charte von 1830 geheiligten In⸗ stitutionen an den Tag zu legen, gleichwohl in dem vorliegenden Fall durch ihre freiwillige Theilnahme nicht Maßregeln der Strenge sa befoͤrdern belfen darf, welche ihren Gefuͤhlen des Friedens und er Eintracht widerstreben; daß es mithin Schuldigkeit jedes guten Buͤrgers ist, seine Mitwirkung zu einer weder durch das Gesetz noch durch das Gebot der Nothwendigkeit gerechtfertigten Hand⸗ lung zu versagen, — erklaͤren also, daß sie in ihrer Eigenschaft als Buͤrger und Mitglieder der National⸗Garde gegen den vorerwaͤhn⸗ ten Ta esbefehl protestiren, und sich unter einander und auf Ehre verpflichten, jeden autzerordentlichen Dienst, der ihnen bei Gelegen⸗ beit des vor die Pairs⸗Kammer gebrachten Prozesses aufgetragen werden miͤchte, zu verweigern.“ Es heißt heute, daß das militairische Kommando des linken Seine⸗Ufers dem General⸗Lieutenant Tiburtius Sebastiani an⸗
Kauf⸗Bedingungen, koͤnnen in der Registratur einge⸗ 66 pl. color. 141 Tbhr. sehen werden. Zugleich werden folgende, dem Aufenthalte nach unbekannte Rceal⸗Glaͤubiger: 1“ a) die Adelaide Ludowika Cecilie und Josephine Helena, Adamine, Geschwister von Mielecka; b) die Louise Marianna Eleonora Amalie, verehe⸗ lichte von Mielecka; c) d Flruneito⸗ v. Wilezynska, geborne v. Gos⸗ üska:
vertraut, und daß der General Bugeaud, so wie noch ein ande⸗ rer General⸗Major unter ihm zu stehen kommen wuͤrden.
Die Gemaͤlde⸗Gallerie im Pallaste Lurembourg wird waͤhrend des Prozesses geschlossen seyn; doch haben die Direktoren des Theaters Robineau bisher noch nicht Befehl erhalten, ihre Vor⸗ stellungen einzustellen.
Die LQuotidienne giebt heute einen Plan von dem neuen Saale des Pairshofes, indem sie zugleich verspricht, uͤber die bevorstehenden Debatten eben so genau als ausfuͤhrlich zu be⸗
Der General Bernard fragte, ob nicht seine Ernennung zum Pair nach bereits erfolgter Verweisung des Komplotts vor den Pairshof ein gesetzlicher Grund sey, sich zu⸗ ruͤckzuziehen. Dieses wurde einstimmig bejaht. Ruͤcksichtlich der Wahl der Vertheidiger bestand Herr Berenger darauf, daß man den Angeklagten die groͤßtmoͤglichste Freiheit gewaͤhre. Der Vicomte Dubouchage unterstuͤtzte ihn; der Praͤsident glaubte je⸗ doch diese Freiheit in dem Interesse der Angeklagten selbst be⸗
Bei A. W. Hayn, Zimmer Straße Nr. 29, ist
erschienen und daselbst, so wie in allen Buchhand⸗
lungen zu haben:
Post-Reise-Handbuch
von C. F. Jahn, Königl. Geheimen Post-Revisor.
Vierte veränderte Ausgabe. 1833. Preis: geh. 1 ½ Thlr.
Un h a lt:
Darstellung des Postfuhrwesens
Ruͤppell's Atlas z. der Reise im noͤrdl. Afritt 20 Hefte mit 120 color. Taf. Fol. Frkft. a. M, 1826 ff., vollstaͤndig. 247 Thlr. Dietrich’s Gaͤrt⸗ nerlextkon, 23 Baͤnde. Berlin, 1803 — 1826. Hlbfrzbd. 18 Thlr. Pallas flora Rossica, 2 Vol., c. 100 tab. color. Fol. Petrop., 1784 — 88. 19 Thle. Jac- uin, gramina, c. 48 tab. color. Fol. (rariss) 14⁄ Thlr. Jacquin. fragm. bolan. lasc. 3 ct A. c. 50 tab. color. Fol. 9 ½ Thlr. Trew, plantae selee-
Diejenigen Inhaber von Certisicaten der Russ. Holl. Anleihe bei Hope & Comp., 3te Serie, wel- che die am dr. Juni fällig werdenden Zinsen in Berlin zu erheben wünsechen, werden hiermit auf- gelordert, die betreffenden Conpons bis spätestens den 28. Mai a. c. bei den Unterzeichneten vorzei- gen, und mit dem erforderlichen Vermerk versehen zu lassen. — Der Einlösungs-Termin der auf diese Weise angemeldeten Coupons wird s. Zt. durch die öffentlichen Blätter bekannt gemacht werden.
Zeitungs⸗Nachrichte
veahelan d. Rußland.
Odessa, 21. April. Se. Excellenz der General⸗Gouver⸗
Absehnitt.
Fol. No-
E 5
Truͤmver wird, da er der oͤffentlichen Bekanntma⸗ chung vom 26. Maͤrz v. J. gemaͤß im Termine vom 15. d. M. nicht erschienen ist, mehr fuͤr todt erklaͤrt.
Aoniglich Großbritannisch⸗Hannoversches
Seydlit hat den Verein fuͤr Gewerb ßen zu seinem Universalerben eingesetzt, so daß der groͤßte Theil der Rente aus seinem uͤber 90,000 Thlr. betragenden Vermoͤgen zu Stipvendien fuͤr
der Erolasser folgende Bedingungen vorgeschrieben:
hierdurch zur Wahrnehmung ihrer Gerechtsame vor⸗ geladen.
d) die Jobann Gottfried Gablerschen Minorennen, respective deren Vormund; Berlin, am 30. e) der Paͤchter Eduard v. Raczynski, v
Posen, den 29 December 1834.
Koͤniglich Preußisches Landgericht. Literar
M
Publicandum. 1 Der aus Berenshausen gebuͤrtige Johann Heinrich angedrohtermaßen nun⸗ Gieboldehausen, den 27. April 1835.
Amt. 8 Kolligs. H. Guͤnther. Winfeld.
Der Ritterschaftsrath Herr Ernst Friedrich v. lungen.
eiß in Preu⸗ F
1t Zoͤglinge es Koͤnigl Gewerbe Instituts verwendet werden soll, eren ein jedes fuͤr jetzt 300 Thlr. jaͤhrlich betraͤgt.
Außer den unten folgenden Vorschriften des In⸗ im Ungluͤck.
uts fuͤr die Aufnahme solcher Etipendiaten, hat diesjaͤhrige Pariser
1) um Sdhne aus den hoͤhern Staͤnden dem Be⸗ triebe technischer buͤrgerlicher Gewerbe zuzu⸗ wenden, duͤrfen die Eltern der jungen Leute nicht Handwerker sein; insofern der Aufzunehmende sich nicht einem technischen Gewerbe widmet, welches im Koͤ⸗ nigl. Gewerbe⸗Institut praktisch gelehrt wird, wozu die Mechanik, das Formen und Gießen gehoͤren, muß deeselbe nachweisen, daß er bereis ein Handwerk gelernt schicklichkeit zu dessen Betriebe erworben habe. Das Studium des Baufachs uͤberhaupt, ohne nenen ein Bauhandwerk erlernt zu haben, berechtigt
8 c ; nicht zur WWWöö“ ““
Adrian Balbi. —
Werke von ten und Cyklopen.
fuͤr die Literatur des Auslandes.
Verzeichniß der im Monat Maͤrz 1835 Zeitschrift gelieferten Artikel: Portugal.
Die Portugiesische Literatur im 18ten und Jahrhundert. — Bibliographische Mittheilungen.
Die Kirchhoͤfe von Madrid. vor dem Thore von Toledo. — Die Amtsbewerber im heutigen Spanien. — Bibliographische Mitthei⸗
Das Karneval zu Marseille. letzte Italiaͤnische Raͤuber⸗Hauptmann. — Historische Aehrenlese. Ermordung Heinr , Afrikanischen Kuͤste. — Der unsichtbare Capitain. — Die
der Malcrei in Frankreich. Kostuͤms. — Bibliographische Mittheilungen. 8 e n.
Bartolini's Kunst⸗Werkstatt in Franzdsische und die Englische
— Bibliographische
b Eng. iakational Kharatter weisen, do idner und Nord⸗Amerikaner. — Das Englische und und sich hinreichende Ge⸗ das Franzo sische Heer ltel. g. gemeinen Voͤlker⸗Statistik.
doner Zeitungen und ihre Herausgeher. — Die Poesie
April 1835. Anhalt und Wagener, Brüderstrasse No. 5.
Beförqerung der Reisenden elc.
8
ische Anzeigen. aggn
von dieser
8 Jahrhunderts von l9ten 1 Geh. Preis ½ Thlr. Spanien. Von der bereits angekuͤndigten:
1. Das Campo Santo
rankreich. (Schluß.) — Der Von Mery. Einige Details uͤber die ichs IV. — Eine Scene an der — Dupuytren. — Die Frauen
in wohlfeilen Lieferungen zu
Buchhandlung zur Ansicht bereit. Leipzig, April 1835.
Kunst Ausstellung und der Zustand — Zur Geschichte des handlung, Schloßplatz Nr. 2. tali Florenz. — Die ( Nationalschuld. Von Ein Fruͤhstuͤck in Aquapendente. Mittheilungen.
land.
der Englaͤnder, Franzosen, Ita⸗
V 1 d B
Geziert mit
Zweiter Artikel. — Zur all⸗ Nach dem eben erschie⸗ Mac Gregor. — Riesen, Gigan⸗
Von Leigh Hunt. — Die Lon⸗
Meister.
Velinpapier.
in den Europüischen Staaten in Bezug auf die
II. Abschnitt. Uebersicht der Münz-, Wegemaals- und Gewichts-Verhältnisse in Europa. Anhang. Die wichtigeren Reiserouten.
Bei Ch. E. Kollmann in Leipzig ist erschienen und in allen Buchhandlungen zu haben: Schelling und Hegel, oder die neueste Philosophie im Vernichtungskriege mit sich selbst begriffen.
Ein Beitrag zur Geschichte der Philo
Professor Krug in Leipzig.
Bibliothek von Vorlesungen der vorzüglichsten und berühmtesten Lehrer des Auslandes über Medizin, Chirurgie und Geburts- 8 bülfe, bearbeitet oder redigirt von Dr. Fr. J. Behrend in Berlin,
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Deutsches Nationalwerk:
Die ganze heilige Schrift des alten und neuen Testaments nach Dr. M. Luthers deutscher Uebersetzung.
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tae (pinx. Ehret, inc. et color. Haid.) rimb., 1750 — 73, mit 100 illum. Kpfrtaf. u. 3 Por⸗ traits. 10½ Thlr. Lacepede's Naturg. d. Ambhi⸗ bien, herausg. v Bechstein, 5 Bde., mit 167 color t Kpfrtaf Weimar, 1800—1802. 9 ½ Thlr. Berze⸗ liius' Jahresbericht ꝛc., herausg. v. Gmelin und Woͤhler, Jahrg. 1— 12. Tuͤbing, 1822 — 33. 82* Thlr. Kunst⸗ und Gewerbsblatt des polytechn. In⸗ stit. d. Koͤnigr. Bayern, ganz vollstaͤndig 1815 bis 1834, nebst dem Monatsblatt fuͤr Bauwesen, ganz vollstaͤndig 1821 bis 1829. Muͤnchen. — Zu⸗ sammen 34 Thlr. N. Von dem „Monatsblatt“ besitzen wit außerdem noch mehrere vollstaͤndige Exemplare, die wir zu billigen Preisen abgeben.
sophie des 19ten Berlin, Buchhandlung J. A. List, Burgstr. N.”
Im Verlage der Nauckschen Buchhandlung in Berlin, Hausvoigtei⸗Platz Nr. 1, ist so eben erschie⸗ nen und an alle Buchhandlungen versandt: Ergünzungen und Abänderungen der Preussischen Gesetzbücher, oder Sammlung aller das Allgemeine Landrecht, die Allgemeine Gerichts-, Criminal-. Hypotheken- und Deposital-Ordnung ergänzenden, abändernden und erläuternden Gesetze und Königlichen Verordnungen, verhunden mit einem Kepertorium der Justiz: Mini- sterial-Rescripte und der in der Simon- und von Strampffschen Sammlang von Rechtssprüchen der Preulsischen Gerichtshöle enthaltenen Judicate; nach den Materien der Gesetzbücher geordnet. In sechs Bänden. Mit Genehmigung Eines Hohen Justiz-Ministerit herausgegeben von A. J. Aaopff.
Königl. Preuss. Kreis-Hustizrath uad Stadtgerichts- Erster Band enthaltend dos An. Theil rster Band enthaltend das Allg. Landrecht, The 1 Tit. 1—23. Subferiptions⸗Preis fuͤr alle sechs Baͤnde 7 Thlr. Der 2te und 5te Band erscheinen im August und die denn noch fehlenden Baͤnde Mi⸗
chgelis dieses Jahrez. 39 8 8
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neur von Neu⸗Rußland und Bessarabien, Graf Woronzow, ist am IjIten mit dem Dampfschiffe „Peter der Große“ in Kertsch 1 und am folgenden Tage Abends nach Taganrog abgereist. 81 Man schreibt aus Konstantinopel vom 10. April: i Türkische Flotte, aus funfzehn Kriegsschiffen, worunter ein Li⸗ nienschif†f und mehrere Fregatten ersten Ranges, bestehend, ist noch immer in den Dardanellen. Ueber die Bestimmung dersel⸗ ben sind verschiedene Geruͤchte in Umlauf; unter Anderem heißt es auch, sie seyen nach Tripolis bestimmt. — Die Truppen⸗Sen⸗ dungen zur Armee des Groß⸗Wesirs dauern fort und in dem Kriegs⸗Ministerium herrscht große Thaͤtigkeit. — Die Pest, wel⸗ che sich von Alexandrien nach Cypern, Volo, Euboea und Me⸗ telino verbreitet hat, beginnt auch wieder die Hauptstadt und ihre Umgebung zu beunruhigen. Ein Oesterreichisches und ein Tuͤrkisches Fahrzeug, beide von Metelino kommend, sind fuͤr verdaͤchtig erklaͤrt. le aus Alexandrien kommende Schifse sind in dem in den Dar⸗ danellen errichteten Lazareth der Quarantaine unterworfen. Doch sind die Behoͤrden so leichtsinnig in der Ertheilung der freien Peaktika, daß diese Maßregel fast unnuͤtz ist, um so mehr, da nur die Menschen und nicht die Waaren, welche fast immer der Sitz der Krankheit sind, der Quarantaine unterworfen werden. Dies beunruhigt uns fuͤr den Sommer. — Am 5. April hatten wir einen herrlichen Sommertag, am folgenden Tage wurde das etter sehr schlecht und am Ften siel eine bedeutende Menge chnee auf den Bergen, wo er noch liegt. Die Heftigkeit des Windes hat die Ankunft des Dampfschiffes aus Smyrna ver⸗ zigert, und man spricht von acht Schiffbruͤchen, die in der Ge⸗ gend der Meerenge statt gefunden haben sollen. — Es heißt, daß acht Franzoͤsische Kriegsschiffe im Archipel angekommen sind.“
Poiken.
Warschau, 5. Mai. Vorgestern wurde hier der Namens⸗ iag Ihrer Majestaͤt der Kaiserin aufs feierlichste begangen. In der Kathedralkirche und in der Schloßkapelle war festlicher Got⸗ tesdienst, dem alle Militair⸗ und Civilbehoͤrden und eine große
kenge Personen vom Adel⸗ und Buͤrgerstande beiwohnten. Vaͤhrend des Tedeums wurde das Geschuͤtz abgefeuert. In den immern des Schlosses nahm der General Ruͤdiger die Gluͤck⸗ wuͤnsche der Behoͤrden und des hohen Militairs entgegen und gab dann in seiner Wohnung ein glaͤnzendes Diner. Abends
„Die
—8 vgroße Gesellschaft bei ihrer Duͤrchlaucht der Fuͤrstin Paske⸗
und in der Stadt war Illumination.
schraͤnken zu muͤssen, indem einige von ihnen unbedachtsamer Weise unter ihren, fruͤher in den Prozeß verwickelt gewesenen, spaͤterhin aber wieder auf freien Fuß gesetzten Bekannten ihre Vertheidiger waͤhlen wollten. Es sey daher sein fester Entschluß, den Angeklagten Niemanden zum Vertheidiger zu gestatten, der nicht zum Advokatenstande gehoͤre, mit alleiniger Ausnahme ih⸗ rer Vaͤter und Bruͤder. Als die Frage uͤber die Vertheilung der Billets besprochen wurde, nahm sich der Vicomte Dubouchage der Journalisten an. Der Herzog Decazes erklaͤrte, die Herren Pairs wuͤrden waͤhrend der ganzen Dauer des Prozesses, jeder von einem Tage zum anderen ihr Bil⸗ let erhalten. Fuͤr verschiedene Behoͤrden sollen Tribunen reservirt werden; darunter auch eine fuͤr die Soͤhne der Pairs. Herr Dubouchage widersetzte sich zwar, doch ohne Erfolg, dieser letzteren Bestimmung, und wollte die betreffende Tribune den Zei⸗ tungsschreibern noch besonders eingeraͤumt wissen, indem er zugleich den, den Soͤhnen der Pairs zugedachten Vorzug als eine Ruͤckkehr zur Erblichkeit schilderte. Der alte Saal wird waͤhrend des Prozes⸗ ses zum Berathungs⸗Saal dienen, und die Kammer wird sich zu ihren Berathungen jedesmal dahin zuruͤckziehen. Kurz vor dem Schlusse der um 5 Uhr aufgehobenen Sitzung las der Praͤsi⸗ dent noch eine, von dem Grafen d'Ambray unter der Restauration abgefaßte Instruction vor, welche bestimmt, daß die Pairs mit Fragen an die Angeklagten und die Zeugen nur sehr maͤßig seyn, und diese Fragen stets durch den Mund des Praͤsidenten an sie gelangen lassen sollen.
Die hiesigen Blaͤtter theilen folgendes Schreiben des Marquis von Dreux⸗Brezé an den Praͤsidenten der Pairs⸗Kam⸗ mer mit:
8 „Brezé, den 28. April 1835.
Herr Praͤsident! Erst vor zwei Tagen empfing ich das Ein⸗ berufungs⸗Schreiben, womit Sie mich beehrt haben, und in Folge dessen ich mich am 1. Mai zu Paris einfinden sollte. Ohne meinen sehr kraͤnklichen Zustand, der auch mehreren meiner Kollegen hinlaͤng⸗ lich bekannt ist, waͤre ich schon laͤngst dort und haͤtte es als meine Pflicht betrachtet, an den Geschaͤften der Sitzung Theil zu neh⸗ men; heute jedoch muß ich Ihnen freimuͤthig die Erklaͤrung abge⸗ ben, Herr Praͤsident, daß ich, auch wenn ich mich nicht an meinen einsamen Aufenthalt gefesselt fuͤhlte, keinesweges mich dazu ver⸗ steben wuͤrde, an den gerichtlichen Verhandlungen, fuͤr welche Sie mich einberufen, Theil zu nehmen; im Gegentheil wuͤrde ich, wenn ich mich zu dieser Sitzung zu begebm auch im Stande gewesen
waͤre, jetzt durch eine freiwillige eganhi viel als moͤglich
gegen einen Prozeß protestirt haben, de mir gehaͤssig und unpolitisch
richten.
Die Gazette de France und die Auotidienne enthiel⸗ ten vor einiger Zeit eine royalistische Erklaͤrung (S. Nr. 44 der St.⸗Ztg.) um deren Willen der Koͤnigl. Prokurator einen Pro⸗ zeß gegen sie anhaͤngig machte. Die Raths⸗Kammer des Tri⸗ bunals erster Instanz war aber der Meinung, daß der angeschul⸗ digte Artikel zwar nachtheilige Folgen haben, aber doch nicht als ein direkter Angriff gegen die Rechte des Koͤnigs betrach⸗ tet werden koͤnne. Der Prokurator that gegen diese Entscheidung Einspruch, worauf der Koͤnigliche Gerichtshof im entgegengesetzten Sinne erkannte und die Geschaͤftsfuͤhrer der gedachten beiden Journale vor die Assisen verwies. Hier sollte der Prozeß schon in den ersten Tagen des April verhandelt wer⸗ den, als der Geschaͤftsfuͤhrer der Gazette an den Cassations⸗ hof ging und auf Kassirung der Entscheidung des Koͤniglichen Gerichtshofes antrug. Demnach beschaͤftigte sich der hoͤchste Ge⸗ richtshof gestern mit dieser Rechtssache, und faͤllte zuletzt folgen⸗ den Urtheilsspruch: „In Betracht, daß der Koͤnigl. Gerichtshof seine Entscheidung zur Genuͤge motivirt hat, indem er erklaͤrte, daß sich aus der Instruction des Prozesses gegen den Ge— schaͤftsfuͤhrer die Beschuldigung hinlaͤnglich ergebe, in einer gedruckten, publizirten und vertheilten Schrift das Ver⸗ gehen des Angriffs auf die Rechte begangen zu haben, die der Koͤnig den Wuͤnschen der Franzoͤsischen Nation ver⸗ dankt, verwirft der Gerichtshof das Cassations⸗Gesuch.“ Hiernach werden die Geschaͤftsfuͤhrer der Gazette und Auoti⸗ dienne naͤchstens vor dem Assisenhofe erscheinen.
Herr Leo von Joannis, Capitain des „Luxor“, der den Obelisken aus Aegypten geholt und hierher gebracht hat, hat einen Bericht uͤber diese Mission im Drucke herausgegeben. „Herr Joannis“, sagt der Moniteur, „belehrt uns in einer lebendigen Schilderung, und außerdem in einer Reihe von selbst verfertigten und gestochenen Zeichnungen uͤber die geringsten mit diesem denkwuͤrdigen Unternehmen verknuͤpften Umstaͤnde. Alles, was geschehen ist, um jene herrliche Saͤule von dem Orte, wo sie seit 3000 Jahren gestanden, von der Stelle zu bringen und wegzufuͤhren, wird von Herrn von Joannis umstaͤndlich erzaͤhlt, so daß sein Buch großes Interesse gewaͤhrt.“
Wir haben die Nachricht gegeben, bemerkt das Jour⸗ nal du TCommeree, daß der St. Simonist, Dr. Fourcade, in Kahira seinen Tod gefunden, als ein Opfer seines Eifers, womit er sich der Cholera⸗Kranken angenommen hatte. Die anderey