1835 / 151 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

Bekanntmachungen.

Avertissement.

Die im b Kreise belegenen Guts⸗ 1 tz C. und E. nebst Pertinenzien

und Gerechtigkeiten, welche nach den unterm 24. und 30. August 1832 9. landschaftlichen Taxen Antheil C. auf 2877 Thlr. 7 sgr. 11 pf

und der Antheil E. auf 4105 Thlr. A sgr. gewuͤrdigt worden, sind, da die in der fruͤhern Subhastation dieser Guts⸗Antheile Meistbietende gebliebene verehe⸗ lichte Gutsbesitzer Beckmann und Gutsbesitzer Jo⸗ hann von Jelowski ihre Zahlungs⸗Verbindlichkeit zu Koͤnigl. Preuß. Land⸗ erfuͤllen außer Stande gewesen sind, auf Gefahr und Kosten derselben anderweit zur nothwendigen Sub⸗

Antheile Schimmerw

und zwar der Ant

hastation gestellt, und zum oͤffentlichen Verkauf e Bietungs⸗Termin auf

den 31. DOetober ece.,

gebracht wird, daß die Taxen, der neueste

Coöslin, den 2. Februar 1835. Civeil⸗Senat des Koͤnigl. Ober⸗Landes⸗ gerichts.

88

Bekanntmachung. Die zur

487 und 488

tion verkauft werden. Hiezu ist ein Termin auf

den 1. September 1835,

vor dem Auctionator Herrn Engelhardt in oder vor

dem Artushofe angesetzt.

Die Taxe und die neuesten Hypotheken⸗Scheine koͤnnen in unserer Registratur, so wie bei dem Auc⸗ Koͤnigl. Westpreuß Provinzial⸗Landschafts⸗

tionator eingesehen werden. Danzig, den 10. Februar 1835. Koönigl. Preuß. Land⸗ und Stadtgericht.

1““

6 116

Edietal⸗Ladung. Folgende Verschollene: ¹) der Hausler und Maurer Balthasar Weiß aus Schnellewalde; 8 2) dessen Sohn Martiin; 3) desselben Sohn Balthasar: 4) der Gottfried (oder Johann Friedrich) Stephan eben daher; 3) die Catharina Klinke von da⸗ 6) 8 Innlieger und Weber Martin Scholz eben aher: 7) der Schmidt Ignatz Koͤnig aus Neustadt; 8) der Schriftsetzer Franz Augustin Joseph Neuge⸗ bauer eben daher: 9) der Bauerssohn Hanns Georg Merfert aus Kreywitz; 10) dessen Bruder Peter Merfert; 11) der Buͤrger Wenzel Braun aus Neustadt: 12) der Haͤuslersohn Hanns Georg Kotzem Schnellewalde; 13) dessen Bruder Thomas Kotzem; 14à) der Haͤuslersohn Martin Irmer von da; 15) der Haͤuslersohn Gottlieb Herrmann; 9 der Haͤuslersohn Martin Herrmann daher; 17) der Gaͤrtnersohn Andreas Wenzel aus Wackenau; 18) die Theresia Raab aus Neustadt; 199 der Haͤuslersohn Hanns Georg Schramm aus Schnellewalde; 20) der gewesene Soldat Gottlieb Herrmann von da; 21) die Maria Elisabeth Barbara Winkler aus Neustadt:

tottzs

4 8 5 ö“ 11415““ 111“

aus

22) der Sattlergesell Anton Kretschmer eben daher; Publications⸗Terminen, die Bescheide oder Urthel, 23) der Haͤuslersohn Johann Georg Borkert aus iittags 12 Uhr, fuͤr publicirt angenommen werden sollen.

Wackenau;

2) der Handelsmann Joseph Winter aus Neustadt, gebuͤrtig aus Groͤbnig;

25) der Haͤusler Friedrich Poeche aus Wackenau:

26) der Dienstknecht Johann Scholz aus Muͤhlsdorff;

27) der Baͤcker Emanuel Garnig aus Neustadt,

so wie deren unbekannte Erben und Erbnehmer wer⸗

den hierdurch aufgefordert, dem unterzeichneten Ge⸗

richte von ihrem Leben und Aufenthalte schriftlich Erste General⸗Versammlung der Leipzig⸗

oder persoͤnlich spaͤtestens in dem zu ihrer Meldung auf den 31. August k. J., Vormittags 11 Uhr, vor dem Herrn Land⸗ und Stadtgerichts⸗Assessor

dann weitere Anweisung zu gewaͤrtigen

werden nach Ablauf des Termins fuͤr todt erklaͤrt, und es wird ihr Vermoͤgen den sich legitimirenden

sprochen werden.

Neustadt in Ober⸗Schlesien, am 7. Juli 1834. ga Koͤnigl. Land⸗ und Stadtgericht. b 71 ] 2 du..

Ediectal⸗Citation. Auf den Antrag der Erben des zu Croechern ver⸗ storbenen Ackermanns, Schulzen und Holzhaͤndlers

Friedrich Heinrich ist uͤber dessen Nachlaß der erb⸗

schaftliche Liquidations⸗Prozeß eroͤffnet, und haben

wir zur Anmeldung und Verisicirung der Anspruͤche der vorhandenen Glaͤubiger einen Termin auf 2 den 31. Juli c., Vormittags 9 Uhr,

dieselben unter der Warnung vorgeladen werden, daß die ausbleibenden Creditoren aller ihrer etwanigen Vorrechte verlustig erklaͤrt und mit ihren Forderun⸗ gen nur an dasjenige, was nach Befriedigung der sich meldenden Glaͤubiger von der Masse noch uͤbrig bleiben moͤchte, verwiesen werden sollen. Deenienigen, welche im hiesigen Orte keine Be⸗

kanntschaft haben, und am persoͤnlichen Erscheinen dem verehrten S Publikum gewidmet.

behindert sind, schlagen wir die Justiz⸗Commissarien

Kluͤssendorff, Kuͤhne und Eisenhart vor, um sich an den Verfassern befreundeten Ve Wi i⸗ einen derselben zu wenden und denselben mit Infor⸗ f L.h. Vrrluss venee Peaes,e keseches-

mation und Vollmacht zu versehen.

EV116

Kaufmann Ernst Ludwig Hohnfeldtschen erbschaftlichen Liquidations⸗Masse gehoͤrigen, auf dem Langenmarkt hierselbst unter den Servis⸗Nummern b elegenen und No. 7 und 20 in den Hypotheken⸗Buͤchern verzeichneten, auf 6089 Thlr. gerichtlich veranschlagten Grundstuͤcke, welche in zwei 7 pf. ermittelt. Vorderhaͤusern, einem Hofraume und einem Hinter⸗ Gebaͤude bestehen, sollen in nothwendiger Subhasta⸗

der fernern Zufertigungen nach Vorschrift der Prozeß⸗ Ordnung einen Anwalt hier zu bestellen. 1

1 bahn⸗Compagnie vollstaͤndig unterzeichnet worden ist Marx angesetzten Termin Nachricht zu geben, und so werden in Folge der Müerhöchsten und Hechsten 4

reee eee G Befnonis saͤmmtliche 1 - den it etien⸗Inhaber hierdurch eingeladen, sich bei der er⸗ Erben, eventualiter dem Koͤniglichen Fiscus zuge⸗sten constituirenden ve eeetes gaw a ch 8.

Freitags, den 5. Juni d. J., fruͤh um 8 Uhr, im Saale des hiesigen Gewandhauses einzufinden, und, in Gemaͤßheit der Bestimmungen des §. 23. des Statuten⸗Entwurfs, Zwanzig Actionairs zu Mitgliedern des Ausschusses, welchem nach §. 36. die Wahl der Directoren und deren Stellvertreter ob⸗

im §. 12. naͤher bezeichnete Stimmrecht nur nach erfolgter Legitimation durch Vorzeigung der zustan⸗ digen Actien dermalen der Interims⸗Scheine

Iu J maͤchtigte zu erscheinen unzulaͤssig i di im ‚hiesigen Gerichtshause vor dem Herrn Kammer⸗ nechtas,2 . gisssehe an bie ss, . ense ecen; gerichts⸗Assessor Pochhammer angesetzt, zu welchem sammlung gefaßten Beschluͤsse gebunden sind.

113“

8

r Anzeiger fuͤr die Preußische

Fporstgrund im Forstrevier Burgstall, Forstb buche von Croechern, Band 2, Blatt 64:

Angern eingetragene Wiese;

thekenbuchs von Angern, und

Grundstuͤcke. Wolmirstedt, den 3. Marz 1835.

I 11ö

Guͤter⸗Verkauf. 1

.“

Die der Westpreußischen Landschaft gehorige,

88 irn

in

den 1. IJiul’i d. J.,

b 18 ypothe⸗ Vormittags um 10 Uhr, in unserm Geschaͤfts⸗Lokale Mackeldey'schen Lehrbuchs, bei Koͤnigl. Wuͤr⸗ ken⸗Schein und die Kauf⸗Bedingungen taͤglich in anberaumt, und laden Kauflustige mit dem Bemerken 1 unserer Konkurs⸗Registratur eingesehen werden koͤnnen.

ßischen Staats⸗Papieren niedergelegt werden muß. 36,434

Forst von 24,286 Morgen. Bei der im der Werth der Herrschaft auf 204,011 Thlr. 18 sgr.

und die Verkaufs⸗Bedingungen koͤnnen in Berlin bei dem Westpreußischen General⸗Landschafts⸗Agenten Herrn Ludwig Lessing (am Haakeschen Markte Nr. 12), in Breslau in der Registratur der Hochloͤblichen Fuͤr⸗ stenthums⸗Landschafts⸗Direktion eingesehen werden. Wir sind uͤbrigens im Stande den Kaufliebhabern sehr guͤnstige Zahlungs⸗Bedingungen zuzusichern. Bromberg, am 7. Maͤrz 1835.

Direcktion. v. Wolschlaeger.

Nachdem zum Vermoͤgen Andreas Lehmanns, Halb⸗ bauer⸗Gutsbesitzers zu Daranitz, der Concurs⸗Prozeß eroͤffnet worden; so werden alle bekannte und unbe⸗ kannte Glaͤubiger gedachten Lehmanns und wer sonst an dessen Vermoͤgen aus irgend einem Rechtsgrunde einen Anspruch zu machen gesonnen, hiermit vorge⸗ laden, den b Dritten August 1835 5 Anmeldung und eventuell zur Bescheinigung der Forderungen, auch Antretung des rechtlichen Verfah⸗ rens mit dem Curator litis., dann den Ersten September 1835 zur Bekanntmachung des Praͤclusiv⸗Bescheides, auch den Fuͤnften October 1835 zur Pflegung der Guͤte, so wie, wenn kein Vergleich zu Stande kommt, zur Inrotulation der Acten Be⸗ hufs der Abfassung eines Location⸗Bescheides oder zur Acten⸗Versendung nach rechtlichem Erkenntnisse, und den Sechszehnten November 1835 zur Bekanntmachung desselben, entweder in Person oder durch gehorig gerechtfertigte Gevollmaͤchtigte zu erscheinen, unter der Verwarnung, daß bei ihrem

ibrer Anspruͤche an dasselbe, so wie der Einsetzung in den vorigen Stand fuͤr verlustig, ingleichen dieie⸗ nigen, welche im Guͤtepflegungs⸗Termine außenblei⸗ ben, oder zwar erscheinen, jedoch uͤber Annahme ei⸗ nes etwa zu treffenden Vergleichs sich nicht, oder nicht deutlich erklaͤrt haben, als darin willigend an⸗ gesehen, und nicht minder beim Außenbleiben in den

Auswaͤrts Wohnende haben zugleich zu Annahme

Budissin, am 12. Maͤrz 1835. s

Das Stadtgericht.

Dresdner Eisenbahn⸗Compagnie. Nachdem das Capital der Leipzig⸗DOresdner Eisen⸗

9

weiz 1 Orts genehmigten Statuten, und Kraft der im §. 2 ffaͤ f vst ir Diejenigen, welche sich bis dabin nicht melden, des boben Dcretes vom 6 Mai 8 89 hech.

dem unter- L

iegt, zu erwaͤhlen. Es wird hierbei in Erinnerung gebracht, daß das

s. 19) ausgeuͤbt werden kann, daß durch Bevoll⸗

*) 22 Morgen 90 ¶Ruthen als Wiese genutzter bach und Mackeldey. Der verewigte Feuerbach er-⸗

gang Vaethen. Eingetragen im Hypotheken⸗ 11, und Mackeldey von seinem Lehrbuch des heuti- b) eine sub No. 158 des Hypothekenbuchs von mich keine leichte Aufgabe, tuͤchtige, mit dem Plane c) die kleine Stiegwiese sub No. 12. des Hypo⸗ Maͤnner aufzusuchen, die sich der in der Folge noͤ⸗

4) mehrere einzelne sub No. 87 und 88 des Hy⸗ zu unterziehen geneigt waͤren. Mit freudiger Beru⸗ pothekenbuchs von Letzlingen verzeichnete bigung aber mache 0 hiermit bekannt, daß 9 s ge

und Stadtgericht.

b drei Beide wuͤrdige Maͤnner werden, unter Vermeidung Meilen von Bromberg belegene Herrschaft Schubin 8 8 vseh Fechmetpbgs

Vormittags 10 Uhr, in unserm Partheien⸗Zimmer soll im Wege der oͤffentlichen Lieitation an den Meist⸗

vor dem Deputirten, Ober⸗Landesgerichts⸗Ratb Frei⸗ bietenden verkauft werden. Hierzu haben wir einen zeitgemaͤßen?

1 . itgemaͤßen Verb ersehen, berrn von Troschke angesetzt worden; welches hier⸗ Termin auf gr seitgemaͤßen Perhesserungen und Zusaßen versehen durch mit dem Bemerken zur oͤffentlichen Kenntniß

ein, daß vor der Zulassung zum Gebote eine Kaution Laufe des Jahres 1837 erscheinen. J. W1 1 44 1 4 ge⸗ 1 8 18. . Indem ich mic von 6000 Thlr. baar oder in Pfandbriefen oder Preu⸗ 1 hmich

Die genannte Herrschaft enthaͤlt ein Areal von Anzeige zu widmen, empfehle ich beide Werke der

36 Rorgen Preußisch, mit Ausschluß der im Be⸗ ferzerem Wohlwollen. 111“ sitze der Einsassen befindlichen Flaͤchen, und besteht saus der Stadt Schubin, à Vorwerken, 21 zinspflich⸗

tigen Bauerdoͤrfern, g einzelnen zinspflichtigen Eta⸗ u geneigten Auftraͤgen obiger- blissements, mehreren Muͤhlen und Kruͤgen und etner sicñ dis 1 ferg Cb“ Jahre 1828 erfolgten Abschaͤtzung ist

Ein specieller Extrakt aus dieser Tarre

doch zur M. M. 1835, wo dann der Ladenpreis von 0

benden Uebersetzer sich der Theilnahme und des Bei⸗ falls der Deutschen aller Gauen erfreuen wird.

treffliche Werk besonders aufmerksam!

e⸗ (lebte von seinem Lehrbuche des peinlichen Rechts

gen römischen Kechts 10 Auflagen. Es war fuͤr

und Systeme der beiden Verstorbenen einverstandene

thig werdenden Herausgabe neuer Auflagen mit Liebe

ungen ist, den Herrn Geh. Rath Dr. Mittermaier in Heidelberg als kuͤnftigen Herausgeber des Lehr- buchs von Feuerbach, und den Herrn Geh. Hofrath Dr. Kosshirt daselbst (unter Benutzung des hand⸗ schriftlichen Nachlasses des Verfassers) als Herausge⸗ ber des Lehrbuchs von Mackeldey zu gewinnen.

wesentlicher Aenderungen, die kuͤnftigen Auflagen im Geist und Plane der verewigten Verfasser, mit den

und die 12te Auflage des Feuerbachschen Lehrbuchs wird im Herbste dieses Jahres, die I1te Auflage des

tembergischem Privilegio gegen den Nachdruck, im

beeile, den akademischen Rechtslehrern und sonstigen zahlreichen Verehrern der zu fruͤhe Verstorbenen diese

Gießen, im April 1835. G. F. Heyer, Vater.

Stuhrsche Buchhandlung, Schloßplatz Nr. 2 v

.

11““ ““ 1 1“ EE111I1I 12 8

Einladung zur Subseription auf: b Ed. Gi „Uon's

Geschichte des allmaͤhligen Sinkens und

endlichen Unterganges

des Roͤmischen Weltreiches, nebst einer biographischen Skizze uͤber den Verfasser Deutsche Ausgabe in Einem Bande von Johann Sporschil. Von diesem großartigen Werke habe ich mich ent⸗ schlossen eine Deutsche Uebersetzung in Einem Bande zu veranstalten. Ich habe diese Uebersetzung Herrn Sporschil uͤbertragen, weil er nicht nur die spre⸗ chendsten Beweise seiner tiefen Kenntniß der Engli⸗ schen Sprache geliefert, son dern sich seit mehr als einem Jahrzehend mit diesem von ihm

schichtswerke beschaͤftigt hat. Die Uebersetzung wird die ganze Gediegenheit, Kraft und Schoͤnheit des Styls des beruͤhmten Verfassers wiedergeben, und soll in dieser Beziehung ein Normalwerk der Deut⸗ schen Literatur bilden. .

Die typographische Ausstattung wird Alles uͤber⸗

gfleisft worden ist; ein vollendeter Stahlstich wird ie Zuͤ

verabsͤumt werden, was durch Korrektheit und Ele⸗ ganz zum Gelingen des Ganzen beitragen kann.

versandt werden. Der Subscriptions⸗Preis betraͤgt nur 6 Thlr. fuͤr 150—160 kl. 4. Bogen, erlischt je⸗

9 Thlr. unwiderruflich eintritt.

wein in Berlin, Breite Straße Nr. 8, ist

Friedrichstr.), ist zu haben:

1 8 8 „, Kpfr. 7 ½ Thlr. bieten, was in Ausgaben der Art in Deutschland je kunst, 2 Hefte, m. Kyfr.

„vpßdes ser⸗Mahl⸗Muͤhlenbau, des großen Verfassers verewigen, und nichts Föders, Bruͤckenbau, 2 Thle., m. Kpfe., geb. Das Werk wird im Laufe d. J. ausgegeben und Ordnung, mit Suppl. 9 Thlr., ohne Supyl 6 Ne F. ausgeg Menzel, Fagaden z. Stadt⸗ und Lendhägferon Hefte, geb. 12 Thlr. Hefte. 40 Thlr. Architectur Alle Verchrer der Geschichte, was so viel heißt als draul. Architectur, ½ Bde. 3 Thlr. 20 sgr. Triei alle gebildeten Deutschen, lade ich daher zur Unter⸗ ⁄½ Thlr. Hur b z Außenbleiben oder Nichtliquidiren ihrer Forderun⸗ zeichnung in der angenehmen Hoffnung ein, daß das 8 Fölr. Burg, geomekrisch und architeet Zeicke en, sie von diesem Creditwesen fuͤr ausgeschlossen, groͤßte Geschichtswerk der neuern Zeit, verdeutscht von * einem der genauesten, gewissenhaftesten und besten le⸗

Handbuch z. Berechnung der Baukosten, 19 &.

erihus anhn

1XX“ 395 8 8 8

Tanztouren, f. Pfte. 10 sgr., Flöte oder Violine 12 ½ sgr. Marschan, Ungebeure Heiterkeit.

10 sgr., der beliebte Galop

5 sg 4 1 p 5 sgr. Rungenhagen, NMotette.

zesang d. Engel

men einzeln à 9 pf.

Sammlung der beliebt. Mârsche der . Preufs. Armee, comp. von Auber, Desfn Beethoven, Prinzen Friedrich v. Preufsen W’- George von Cumberland K. H., Meqerhe,, Mozart, Rossini, Spontini, Weber, arr. pf von Neithardt u. Ehbers. 6 Hefte à ¼ ThI- Uir arr f. Flöte od. Violine v. Gabrielsky. à ¼ Thlr. 1 8

Schunke, 3 Divertissements sur des molit, la Juive (Die Jüdin) Opéra de Ha lery- 2 †f 0. 2. vid; à Thlr.

I. Pfte. Op. 41. No. 1. ¾ Thlr., N Schlesingersche Buch- und Musihhaad in Berlin, unter den Linden Nö. 38½

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en M

In der Buch⸗ und Musikhandlung von T. Trag⸗ erschienen: so g Ueber die Frage: Ob sich die Staͤdte⸗O nung besser fuͤr große oder fuͤr klc Staͤdte eigne, Von Karl Streckfuß,“ nigl Preuß. Geh. Ober⸗Regierungs⸗Ratzen Berlin. Pr. Broch. 2 ½ sgr. (Aus dem üten Hefte des zweiten Jahrganges n

„Ab and über? 6 8 K han, lungen uͤber Preußens Kommuna besonders abgedruckt.)

Herausgegeben von J. E. Th. Jante

Auch ist fertig geworden und bereits verlandt,

Das ate Heft des 2ten Jahrgangs der vorst nannten Abhandlung 2 2 stehend go⸗ Aufsaͤtze:

es enthaͤlt folgene 1) Obige auch einzeln abgedruckte Schrift. Mhher

die Koͤnigl. Saͤchsische allgemeine Staͤdte⸗Orhuung 18 6 Febr. 5 zum Vergleich mit der Jrache⸗ nung vom 17. Maͤrz 1831 fuͤr die Abfassung der be⸗ kal⸗Statute giebt. 4) Instruktion vfrsagane 8 Rücängenesens der n de deng des Kassen⸗ un echnungswesens der Staͤdte des Bezi E Bezirks vom A.

3) Winke, welche die revidirte Staͤdte⸗Do⸗

Der 2te Jahrgang dieser „Abhandlung“

nun vollstaͤndig erschienen und fuͤr 2 Thlr., ein ein zelnes Heft aber fuͤr 15 sgr. bei dem Verlegte 9 so verebrten, fast heilig gehaltenen Ge⸗’in allen Buchhandlungen zu haben.

8 1113“ 6ürFrc,r, A chit e1en.

8 8

8 EE“

Bei (Ecke der Gilly, Handbuch d. Londbaukuns, 2 Bde

b 1, 5 Bde, mit

Gilly u. Eytelwern, Wasserbau

9 Thlr. Neumann, Wasß

3 Hefte, ꝛn. Kpfr. Thl.

8

Normand, Vergl. Darstellung d. architen

Ir. Schinckels Entwuͤrfe, r. Schulz, Beitraͤge zur Hydrai 4 Thlr. Woltmann, Beitraͤge z 9e

Bde., m. Kpfr 6 ¼ Thlr. Ernst, Muͤhlente

kunst, 7 Bde., m. Kpfr. 4 Thlr. Wolfram, Heun

Leipzig, im Maͤrz 1835. 1 Otto Wigand.

15 5 111““ b11

So eben sind bei uns erschienen und durch alle oliden Buch⸗ und Musikhandlungen zu haben:

48 Stücke aus den beliebtesten Opern und Ro- manzen von Auber, Bellini, Onslow, Herold,

Fingersatz für den ersten Umerricht. (Les plaisirs de la jeunesse) 3 Hefte à Thlr. Adam durch seine der Jugend gewidmeten Com⸗ ositionen in Frankreich und Deutschland gleich hoch eachtet, bietet hier die reizendsten Melodien fuͤr An⸗

ehrer, Eltern und Schuͤler machen wir auf dieses

Carschmann. 6 Gesänge für eine Singstimme m. Begl. d. Pfte. Op. I1. 1 Thlr. In diesem Heft ist das reizende Lied: „Der kleine Hans,“ 1. Dhoix der omances et d'ariettes italiennes av. acc. de Pffe. No. 40 43. Beauplan. L'eufant du régiment Der Sohn des Regiments. 5 sgr. Meyerbeer, Le Ricordanze, Aria per mezzo Soprano Erinnerung. 10 sgr. Bellini, 1l Rimprovero Der Voͤrwurf. 5 sgr. Pan- seron, J'attends avec Acc. de Pste. et Violon on Hautbois. 5 sgr. Frauchomme, Thème original p. 1. Violoncelle av. Acc. de „'Orchestre. 1 Thlr. 12 ½ sgr., ou de Piano. ²* Thlr.

Fürstenau, 4 Rondinos sagiles et agréables sur des motifs de Anna Bolena, Tell et Gustave pour la Flãte 7 ½ sgr., dilo av. Acc. de Pfte.

Leipzig, am 22. Mai 1835. Eisenbahn⸗Comite.

Literarische Anzeigen.

An e i ge,

Das rechtswissenschaftliche Publikum hatte mit dem

oͤren folgende Grundstuͤcke:

lehrer zu betrauern, deren Geistes Recht auf di Geisteswerke wohl mit

Meyerbeer, der Mönch (Le Moine). Gesang-

de Portici (Die Stumme) arr. d'après la fan- fuͤr taisie de M. Lafont pour je Vi olo neelle avecssen Acc. de F'Orchestre. 3 ¾ Thlr., ou de Piano 1 ¼ Thlr.

Huth. 4 Cesünge für eine Bariton- oder All- stimme, m. Begl. d. Pfte. Op. 4. 27 ½ sgr.

mit

sCene für eine Bass- oder Baritonstimme m.

Begl. d. Pfle. ¾ Thlr.

Nachwelt zu kommen verdienen: Feuer-

nalthem: Angabe der

. kunst betreff, 12 Bde. 10 Thlr. Bestellungen hierauf nehmen an die Buchhandlun d. Baukunst, 1 2r Bd. e Anum, Bau⸗

gen von E. S. Mittler in Berlin (Stechbahn Nr. 3), Materialien, 2 Bde. 3 Thlr. Zal wnachtr den hesgn, Meh⸗ Culm und Gnesen und Vincent Pompeji 18 LII 24 Inie aewonan in Prenzlau. 3 8

Fuͤr Gutsbesitzer, Oeconomen, Brannr⸗

. In der Buchha 8 Adam, die Freuden der Jugend am Pianoforte. Beelin, Ieer ehze ging mission erschienen und zum Subscriptionspreis w in 8 er, Bellini, On old, zwei Friedrichsd or zu haben: Meyerbeer, Spontini, Rossini. Weber elc. MitS chneefuß, C. G, practische Anweisung t seinen durch practische Erfahrungen bewaͤhrten! vielseitig gepruͤften, hoͤchst gewinnreichen, eihe. thuͤmlichen Verfahrungsarten beim Betrit der Branntweinbrennerei, vermittelst we cher nicht allein eine fortwaͤhrende, sehr bedeutmm Ersparniß an der Ausgabe fuͤr Hefe gemacht die Ausgabe zu dem Gaͤhrungsmittel bei einch nicht unbedeutenden Betriebe taͤglich circa ie Pfennige betraͤgt), eine vortreffliche Gaͤhrung e Maische erzweckt, und das Ueberlaufen, so wie dh Anbrennen derselben gaͤnzlich verhuͤtet, sonden auch aus Kartoffeln und Korn die hoͤchstmöglitt v Ausbeute an guten unverfaͤlschten Branntnh oder Spiritus (die sich bei Kartoffeln von dinc n. Berliner Scheffel sogar bis auf 10 Berliner Qun von 50 pro Cent nach Tralles oder 37 pro 00 nach Richter oder Stoppani, oder 20 ½ Grad siüh Cartier, bei 12 ½ Grad nach Reaumuͤr⸗Temypetn belaufen kann) bei jeder Brennerei⸗Einrichtus ohne mehr Aufwand, Muͤhe und Kosten, al⸗ der gewoͤhnlichen Methode, erzielt, und naͤchtm auch die moͤglichste Benutzung des Maischkalls erreicht werden kann; nebst einem Anhange:

kanntlich fuͤr alle dkonomischen und techniste 1 1 1 Zwecke gleich brauchbaren gepreßten oder trociens Ganz. Grande fantaisie s. d. motiss de la Muette ssogenannten Pfundhefe aus der Branntwein⸗Maish

besonders benutzen und einen eintraͤglichen Kan

2) Das Verhaͤltniß der Maaße und Gewichte, Deutschland und andern Laͤndern enthaltend, ¹

einer Tafel Abbildungen. ist in de Eine ausfuͤhrliche Anzeige dieses Werkes ist in 1 . Bluchhandlung Karl Curths, Jaͤgerstrabe R Musard, 5 Contretänze über Spanische Natio- gratis zu haben.

f. Baumeister, 3 Bde., m. Kpfr. Thlr Rotz⸗ Beiträaͤge z. Maschinen⸗Baukunde, 2 Hefte 6 8ll

Durand, Abriß d. Baukunst, 2 Bde., mit üift 12 Thlr. ; 1 Bde., mit Kf

Sammlung nuͤützl. Aufsaͤtze, die Lau⸗ Crelle, Journl

weinbrenner ꝛc.

1) Die Vorschrift zur rechten Bereitung

diejenigen Branntwein⸗Producenten, welche 16 Nebenzweig des Branntweinbrennerei⸗Betrienf

dieser Hefe betreiben wollen und

„9

Walze Galopp aus dem lustigen Studenten, fron Ps

Weihnachtsmorgen, f. 4 Stimmen, mit Fes†¹ en, f. 8 mit Beol] Orgel oder d. Pste. Op. 37. 10 sgr., die 1804

öten Division, Prinz Frankfurt a. d. O.

zungs⸗Saal verließ, bemerkte ie von Menschen und hoͤrte deutlich die Worte, (Graf Jaubert) nach solle, als er Haare auf dem Kopfe 8 mehreren meiner Kollegen in den Saal zuruͤck, suchte Herrn Jau⸗ bert auf, und rieth ihm, sich durch eine andere Thuͤr nen; er weigerte sich dessen aber. als die hier versammelte Menge sich ir draͤngte und uns den Weg versperrte. 1 mit sehr heftigen Gebehrden gegen Herrn Jaubert; was eigentlich gesagt wurde, konnte ich nicht recht hoͤren, fernte, um die Gitter schließen zu lassen un schirenden Detaschement der geben, zuruͤckzukehren. nur, daß einige Herr A. Giraud fuͤgte dieser Er „In dem Augenblicke,

und vor mir weggegangen war,

waͤren, welche Drohungen gegen Her suchte Letztern sofort auf, u sagte ihm zugleich, daß einige nehmen e

der dichten Menschenmenge 2

Stoͤcken findung ist, erg

vor einiger Zeit behauptete“, sagte er, „daß die

dito m. Begl 1 81 Ge

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. 8 27 8 2 9 428;⸗ 1 4 * 8 8

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Berlin, Montag den 1sten Juni

Se. Majestaͤt der Koͤnig haben geruht, den bisherigen neral Konsulats⸗Secretair von Gerolt in Mexiko zu Aller⸗ icstihrem General⸗Konsul daselbst zu ernennen.

Der Hofgerichts⸗Referendarius Witte ist zum Justiz⸗Kom⸗ sarius fuͤr die Justiz⸗Aemter Balve und Menden, mit An⸗ isung seines Wohnsitzes in Balve, und der Hofgerichts⸗Refe⸗ ndarius und, Amtsschreiber Hille zum Justiz⸗Kommissarius

die Iustiz⸗ Aemter Ruͤthen und Belecke, mit Anweisung seines

Vohnsiöe in Ruͤthen, im Arnsberger Hofgerichts⸗Bezirke, er⸗

orden.

eah bisherige Ober⸗Landesgerichts⸗Referendarius Kornek

um Justiz⸗Kommissarius bei dem Land⸗ und Stadtgerichte

Schoͤnlanke bestellt worden. 1 1

Der bisherige Ober⸗Landesgerichts⸗Referendarius Stro⸗ undt is zum Justiz⸗Kommissarius bei dem Land⸗ und Stadt⸗ tichte in Koͤsfeld bestellt worden.

Der bisherige Advokat Friedrich Borchardt ist zum havokat Anwalt bei dem Koͤniglichen Appellations⸗Gerichtshofe in oln bestellt worden.

Heffentliche Sitzung der Koͤniglichen Akademie der Kuͤnste m 3. Juni Mittags 12 Uhr zur Erstattung des Jahres⸗Be⸗ ihts und Ertheilung der zuerkannten Praͤmien, verbunden mit jer Ausstellung von Probe⸗Arbeiten aus saͤmmtlichen Klassen der glavemie und aus den hiesigen und Provinzial Kunst⸗ und Ge⸗ vere⸗Schulen fuͤr den Unterricht im Zeichnen und Modelliren; uch werden Kompositionen mehrerer Eleven der musikalischen etion der Akademie executirt. Die Beschuͤtzer und Vorsteher ae ͤffentlichen Unterrichts, so wie die Freunde der Kunst, wer⸗ den ergebenst eingeladen, dieser Sitzung, welche im großen Vor⸗ gale der Akademie stattfindet, beizuwohnen.

(gez.) Dr. G. Schadow, Direktor.

Dem Eisenwerks⸗Faktor Karl Adolph Pohlenz zu Creba Miesky ist ein Patent hn Nies Modell und Beschreibung erlaͤuterte, in ihrer ganzen Zusammensetzung als neu und eigen⸗ thuͤmlich anerkannte Torspresse, auf Fuͤnf nach einander folgende Jahre vom 29. Mai 1835, dem Tage der Ausfertiguͤng, angerechnet und fuͤr den ganzen Umfang der Monarchie 8

erchen worden.

Abgereist: Der General⸗Major und Commandeur der

gten Diviston, von Loͤbell, nach Erfurt.

Se. Durchlaucht der General⸗Major und Commandeur der George zu Hessen⸗Kassel, nach

Der General⸗Major und Commandeur der 3ten Division,

von Weyrach, nach Stettin.

Ausland. Ftankreich. Deputir

im Hofe

stattgehabten Vorfaͤlle folgende

beendigter Sitzung habe.

National⸗Garde den meiner Ruͤckkunft verhaftet worden

der Ruhestoͤrer

als ich erlassen wollte, trat mein Bruder, der mir entgegen, achrichtigen, daß auf dem Hofe me

ten⸗Kammer. Sitzung vom 23. Mai. (Nach⸗ trag.) Bei Eroͤffnung dieser Sitzung gab der General Jacque⸗ minot uͤber die Tags zuvor des Palastes Bourbon Aufschluͤsse: „Als ich den Siz— h auf dem Hofe einen Haufen daß unser Kollege mehr Pruͤgel erhalten Ich kehrte sofort mit

zu entfer⸗ Kaum trat er nun in den Hof, ndichten Massen um uns Zugleich wandte man sich

da ich mich sofort ent⸗ d dem eben abmar⸗ Befehl zu erfuhr ich seyen.“ zaͤhlung Folgendes hinzu: gestern den Sitzungssaal gleichfalls Deputirter ist um mich zu be— rere Menschen versammelt on Jaubert ausstießen. Ich mäüihn hiervon zu unterrichten, und seiner Kollegen ihn in ihre Mitte Als wir in den Hof traten, kamen uns aus oder 3 Maͤnner entgegen und üuͤberhaͤuften Herrn Jaubert mit Vorwuͤrfen. Mein Bruder er⸗ kannte den Einen derselben fuͤr den naͤmlichen, der schon im Saale von den Zuhoͤrer⸗Tribunen herab auf Herrn Jaubert ge⸗ der schmaͤht hatte; er wollte ihn also festnehmen. In diesem Au⸗ genblick aber entspann sich ein Kampf, der zuletzt damit en⸗ digte, daß einige der Ruhestoͤrer verhaftet wurden. hat uns in oͤffentlichen Blaͤttern beschuldigt, daß wir mit zugeschlagen haͤtten; daß dies aber eine reine Er— iebt sich ganz einfach daraus, daß Keiner von uns einen Stock bei sich fuͤhrte.“ Der General Bugeaud fand sich durch diesen Vorfall veranlaßt, im Allgemeinen gegen die unredlichen Zeitungsschreiber zu Felde zu ziehen. „Als ich

Man

sere Tyrannen geworden seyen, da meinten Sie, m. H., ich ginge zu weit, und waͤre zu leidenschaftlich. Was sagen Sie jetzt? Nicht genug, daß diese Leute uns taͤglich verleumden und unsere Reden entstellen, lauern sie uns an der Thuͤr unseres Sitzungs⸗ saales auf, um uns wegen unserer Meinungs⸗Aeußerungen zur Rechenschaft zu ziehen. Heißt dies die Wuͤrde der Kammer ach⸗ ten? M. H., haͤtte ich das schneidende Talent unseres Praͤsi⸗ denten, so wuͤrde ich diese Gelegenheit nicht voruͤbergehen lassen, ohne dem Lande zu zeigen, was es den Journalisten zu verdan⸗ ken hat; ich wuͤrde es ermahnen, sich vor jenem furchtbaren Gifte, das man uͤber ganz Frankreich verbreitet, zu bewahren, und wuͤrde hierdurch eine heilige Pflicht zu erfuͤllen glauben, denn ich wiederhole es: der Preß⸗Unfug ist die Pest unserer Zeit. Ich war fruͤher ein entschiedener Anhaͤnger der Preßfrei⸗ heit; ich liebte sie bis zur Raserei, und es bedurfte der wieder⸗ holten Angriffe und Beleidigungen, womit die Presse auch das Heiligste nicht verschont hat, um meinen Sinn so ganz zu aͤn⸗ dern. Ich glaubte, die Presse wuͤrde die Staatsdiener in ihren Pflichten bestaͤrken; statt dessen verbreitet sie Sophismen, Luͤgen und Verleumdungen uͤber die Buͤrger, die Gesetze und die Hand⸗ lungen der Regierung, so daß es kaum noch einen Ehrenmann giebt, der sich durch dieses heillose Treiben nicht im Innersten em⸗ poͤrt fuͤhlte. Und doch soll die Preßfreiheit eine Lebensfrage fuͤr uns seyn! ja, fuͤr die Journalisten mag sie es seyn, aber fuͤr das Land gewiß nicht. Wie sehr sie es fuͤr die Journalisten ist, wird man leicht begreifen, wenn man bedenkt, daß der „Constitution⸗ nel“ und andere Blaͤtter schon 20 Jahre lang von dem einzigen Worte „Doctrinair“ leben. Was mich betrifft, so habe ich mich uͤber die Presse nicht zu beklagen; sie hat mir mehr Gutes als Boͤses gethan; aber ich liebe mein Land, und eben deshalb schmerzt es mich, wenn ich sehe, wie viele Uebel die Presse ihm zufuͤgt, und wie wuͤnschenswerth es waͤre, wenn sie in die Graͤn⸗ zen der Vernunft und Wahrheit zuruͤckkehrte.“ Um wenigstens kuͤnftig die Ruhe und Ordnung im Saale selbst aufrecht zu er⸗ halten, erklaͤrte zuletzt Herr Cloͤment, einer der Quaͤstoren, daß er die geeignetsten Maßregeln hierzu mit seinem Kollegen verabreden wuͤrde. (In Folge dessen sind noch an demselben Abend alle den Zeitungsschreibern fuͤr die laufende Session be⸗ willigten Eintritts⸗Karten fuͤr unguͤltig erklaͤrt, und die Redak⸗ toren der taͤglich erscheinenden politischen Journale aufgefor⸗ dert worden, sich am 25sten Vormittags auf der Quaͤstur zu melden, um neue Karten daselbst in Empfang zu nehmen.) Jetzt verlangte Herr Jollivet das Wort und trug auf den Grund des 15. Artikels des Gesetzes vom 25. Maͤrz 1822 dar⸗ auf an, den verantwortlichen Herausgeber des „Reformateur“ wegen eines „legislative Todtschlaͤger“ uͤberschriebenen Artikels vor die Schranken der Kammer zu laden. In diesem, von Herrn Jollivet vorgelesenen Artikel heißt es naͤmlich: „Die Opposition der Deputirten⸗Kammer, anstatt zwei Mitschuldige herauszuge⸗ ben, bietet sich in Masse an. Die Centra haben alle Hoffnung verloren und verzweifeln an Allem; denn ihre Zuflucht ist der Aufstand und die kraͤftigsten unter ihnen geben sich zu Todt⸗ schlaͤgern (assommeurs) her. (Zeichen des Unwillens.) Es ist Herr Jaubert, den sie zum Gevatter waͤhlten. Luͤ⸗ gen und bleich werden, heulen und den Kopf haͤngen, das ist Herr Jaubert, wie er leibt und lebt. (Neue Bewegung.)... Das anstaͤndige Benehmen der Tribunen bildete ohne Zweifel einen zu schreienden Gegensatz gegen das tolle Geschrei der Her⸗ ren von den Centris. Herr Jaubert wollte Rache nehmen fuͤr die ihm und den Seinigen von den Tribunen gegebene Lehre und schrie: „„Das Publikum stoͤrt uns; ich bezeichne die Tribune der Journalisten!““. Nach aufgehobener Sitzung machte sich Herr Jaubert mit bleichen Zuͤgen davon, wie ein Suͤndenbock fuͤr alle schlechten Handlungen einer solchen Coterie. (Mehrere Stim⸗ men: „Das ist abscheulich!“) Ihm zur Seite gingen zehn bis zwoͤlf Schergen, mit kraͤftigen Armen, die das Votiren mit Faͤusten besser verstehen als mit Gedanken. Als darauf ein Jour⸗ nalist sich Hrn. Jaubert naͤherte, um ihm hoͤflich uͤber seine Luͤge Vor⸗ wuͤrfe zu machen (Bewegung), sahe er sich von funfzehn Individuen, die Deputirten Renouard und Augustin Giraud an der Spitze, moͤrderisch angefallen Die funfzehn Memmen (wir reden von den Todtschlaͤgern) verstummten vor der Lection, die die herbeigeeilte Munizipal⸗Garde ihnen gab und gingen vier Schritte weiter zu Herrn Bugeaud, der ihnen dazu gratu⸗ lirte Wenn diese Elenden die Presse mit Gewalt unter⸗ druͤcken wollen, wir nehmen den Kampf auf; die Patrioten werden eingeladen, sich einschreiben zu lassen; die Redakteure des „Reforma⸗ teur“ lassen sich an die Spitze unserer Liste setzen; es wird uͤberraschend seyn, Hrn. Jaubert die Reihen unserer Gegner schließen zu sehen.“ Nach Vorlesung dieses Schreibens erinnerte der Praͤsident die Kammer an eine fruͤhere aͤhnliche Proposition (wie die des Herrn Jollivet) in Bezug auf die „Tribune“. „Wie damals“, sagte er, „steht auch heute Ihnen das Recht zu, entweder zu erklaͤren, daß, da die Kammer sich fuͤr hinlaͤnglich unterrichtet halte, die Proposition sofort in Ausfuͤhrung kommen solle .. (Viele Stim⸗ men: Ja, ja!) oder dieselbe, Behufs reiflicherer Erwaͤ⸗ gung einer besondern Kommission zu uͤberweisen. (Nein, nein!) Jetzt moͤge Jemand eine Proposition abfassen, und ich werde daruͤber abstimmen lassen.“ Nach einigen Bemerkungen des Herrn Karl Giraud wandte sich der Praͤsident an Herrn Jollivet: „Verlangen Sie, daß man sofort uͤber Ihre Proposi⸗ tion abstimme oder sie einer Kommission uͤberweise?“ Hr. Du⸗ cos: „Einer Kommission?“ Einige Stimmen: „Auf der Stelle!“ Herr Jollivet versetzte, nachdem er sich auf das Beispiel eines der Haͤuser des Englischen Parlaments berufen: „Eine Kammer, m. H., welche mehr als 400 Mitglieder zaͤhlt, wird gerecht genug seyn, um einen Unschuldigen loszusprechen, oder einen Schuldigen zu verurtheilen (Unterstuͤtzt! Unter⸗ stuͤtzt! Der Praͤsident ließ jetzt zuerst uͤber die Frage wegen der Ueberweisung an eine Kommission abstimmen und diese wurde verworfen. Fuͤr die unmittelbare Vorladung des Herausgebers des „Reformateur“ vor die Barre der Kammer entschied sich dagegen eine sehr große Majoritaͤt. Als Herr Garnier⸗

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Gelaͤchter, worauf Herr Dupont (von der Eure) aufstand

und mit Eifer rief: „Achten Sie die Stimm⸗Freiheit!“ Ein

Gleiches that Herr Larabit. Derselbe Auftritt wiederholte sich

bei der zweiten Abstimmung, so daß der Praͤsident bemerkte:

„Ich muß dieses Benehmen ruͤgen. Wenn sich auch nur ein Mit⸗

glied erhebt, so muß diesem Einzigen um so viel mehr die gebuͤh⸗

rende Achtung gezollt werden, da dies das beste Mittel ist, die Freiheit Aller zu sichern!“ (Sehr gut! sehr gut!) Endlich beschloß die Kammer, den Herausgeber des Blattes (wie bereits erwaͤhnt worden), auf Montag vorladen zu jassen., Als hierauf die Berathung uͤber die gerichtliche Belangung des Herrn Audry⸗de⸗Puyraveau wieder aufgenommen wurde, ließen sich noch die Herren Dubois und Odilon⸗Barrot wider, Herr Hebert dagegen fuͤr den betreffenden Antrag der Kom⸗ mission vernehmen. Sodann trat Herr Dupin den Praͤsiden⸗ ten⸗Stuhl an Herrn Passy ab, um auch seinerseits den Antrag zu bekaͤmpfen. „Ich bedauere es“, aͤußerte er, „daß Herr Audry⸗de⸗Puyraveau nicht dem Beispiele des Herrn von Corme⸗ nin gefolgt ist, sich vielmehr geweigert hat, die von ihm verlang⸗ ten Aufschluͤsse zu geben. Diese Weigerung ist eine Beleidigung fuͤr die Deputirten⸗Kammer, und ihr waͤre er vor Allem eine Genugthuung schuldig. Was die Pairs „Kammer betrifft, so ist eine Uebereinstimmung mit derselben nicht bloß wuͤn— schenswerth, sondern unerlaͤßlich; nur wenn beide Kam⸗ mern sich gegenseitig achten und jede Kollision sorgfaͤltig vermeiden, ist ein Zusammenwirken moͤglich. Hiernach ist es ge⸗ wiß nicht erlaubt, die eine oder die andere Kammer ungestraft zu beleidigen; ja, ich gehe noch weiter und behaupte, daß nicht bloß die Pairie, sondern jede Staats⸗Behoͤrde ohne Ausnahme, und waͤre es auch die niedrigste, auf Schutz gegen ungerechte Angriffe Anspruch machen darf; denn vor Allem muß dem Rechte und dem Gesetze Achtung verschafft werden. Ich wuͤrde also auch nicht das mindeste Bedenken tragen, Herrn Audry⸗de⸗Puy⸗ raveau seinen gewoͤhnlichen Richtern zu uͤberweisen, da mir das inkriminirte Schreiben allerdings eine gerichtliche Belangung zu rechtfertigen scheint. (Sensation.) Duͤrfen wir aber zugeben, daß ein Deputirter dieserhalb vor die Schranken der Pairs⸗ Kammer geladen werde? Diese Frage geht nicht bloß Herrn Audry⸗de⸗ Puyraveau, sie geht die ganze Kammer an, und eben aus diesem Grunde interessirt sie mich auf das lebhafteste. Die Deputirten⸗ Kammer selbst will eines ihrer Mitglieder der Pairs⸗Kammer ausliefern! Giebt es einen groͤßeren Beweis von Untergebenheit eines Staatskoͤrpers gegen einen andern, als wenn jener den An⸗ geklagten ausliefert, und dieser die Strafe diktirt. Bemerken Sie uͤbrigens wohl, m. H., daß ich hier von der Pairs⸗Kammer als gesetzgebenden Koͤrper, und nicht als Gerichtshof spreche. Der Unterschied ist ungeheuer und liegt nicht bloß in den Worten. Als gesetzgebender Koͤrper ist die Pairs⸗Kammer unsers Gleichen; sie bildet eine der drei Staatsgewalten; ihr Wille ist nichts ohne die Mitwirkung der beiden andern Gewalten. Als Gerichtshof dagegen repraͤsentirt sie, wie die uͤbrigen Landes⸗Tribunaͤle, die gesammte Staats⸗Gesellschaft; im Namen derselben spricht sie uͤber Tod und Leben, als oberste Gerichtsbarkeit und ohne Re⸗ kurs. Ich mag hier nicht die Beweisgruͤnde wiederholen, die bereits im Laufe dieser Debatte vorgebracht worden sind; der vorliegende Fall ist durchaus neu und es besteht kein Gesetz, wonach er entschieden werden koͤnnte. Wo aber die Gesetze schweigen, da sprechen die Grundsaͤtze, und fuͤr mich ist der erste Grundsatz der, daß die Deputirten⸗Kammer sich wahren, und sich nicht der Pairs⸗Kammer unterordnen muͤsse. Entschuldigen Sie meine Gewissenhaftigkeit, meine Herren, aber ich weise jedwede Solidaritaͤt mit Meinungen zuruͤck, die nicht die meinigen sind. Meine innige Ueberzeugung sagt mir, daß ich in

Kammer nicht willigen duͤrfe; ich stimme dawider.“ Dieser

mit betraͤchtlicher Stimmen⸗Mehrheit angenommen.

Paris, 24. Mai. Das (gestern erwaͤhnte) Schreiben des General Sebastiani an seine Kommittenten in Vervins lau⸗ tet also:

Vertrauens erhielt, hatte ich gehofft, daß meine diplomatische Stellung mir es gestatten wuͤrde, an den legislativen Sitzungen

der Koͤnig mich zu berufen geruht hat, einen ununterbrochener Aufenthalt noͤthig macht und mir nicht erlaubt, denjenigen An— theil an den legislativen Geschaͤften zu nehmen, mit Recht von Ihrem Revpraͤsentanten erwarten Bezirk knuͤpfte, verzichten. Ich habe nicht noͤthig, meine Herren, Ihnen hier meine ganze Dankbarkeit fuͤr von Ihnen erhaltenen Beweise Ihrer Achtung auszudruͤcken von allen Erinnerungen meines politischen Lebens wird diese den bleibendsten Eindruck in meinem Gedaͤchtnisse hinterlassen. Sie haben mich abwechselnd in die Kammer abgeordnet, um die Ord

Auftrage treu geblieben, welcher zugleich der Auftrag meines Nach folgers seyn wird. Ihre Ergebenheit fuͤr den Thron und die von

Buͤrge dafuͤr. 1b ine Trennung von Ihnen fuͤr mich ein sehr empfindliches Opser ist, und daß nur das Bewußtseyn einer großen oͤffentlichen Pflicht mi die Kraft leihen konnte, es zu

Anhaͤnglichkeit an Sie. L. den 12. Mai 1835.

H. Sebastiani.“ bastiani auf seine Wiedererwaͤhlung in Vervins verzichtet.

ten⸗Kammer haben mehrere Oppositions⸗Mitglieder, Herrn Odilon.

Pagds allein sich dagegen erhob

entstand ein allgemeines

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ihre Unabhaͤngigkeit be⸗

die Ueberweisung des Herrn Audry⸗de⸗Puyraveau vor die Pairs⸗ Vortrag fand großen Beifall in den Reihen der Opposition.

Bei der Abstimmung wurde indessen (wie bereits gemeldet) der b Antrag der Kommission, den gedachten Deputirten auszuliefern,

„Meine Herren! Als ich mich im vergangenen Jahre um Ihre Stimmen bewarb, und einen neuen Beweis Ihres

persoͤniich Theil zu nehmen. Da aber der neue Posten, wohin

welchen Sie 1 duͤrfen, muß ich auf dieses Band, welches mich so lange an Ihren

die

nung und die Freiheit zu vertheidigen; ich bin diesem zwiefachen

der Revolution von 1830 gegruͤndeten Institutionen sind mir Seyen Sie uͤberzeugt, meine Senn daß diese

zu bringen. Ich scheide, m. H., mit der Versicherung meiner groͤßesten Hochachtung und meiner steten Es ergiebt sich aus diesem Schreiben, daß der Graf Se⸗ Gleich nach Aufhebung der gestrigen Sitzung der Deputir

Barrot an der Spitze, eine Protestation gegen das Votum der