1835 / 156 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

der „Tribune“, Ibnen dasselbe sagen wird. Wir brauchen Sie nicht davon in Kenntniß zu setzen, weshalb wir die Unterschriften selbst hinzugefuͤgt haben: das ist unser Geheimniß. Wir nahmen die Unterschriften, welche sich stereotypirt in unserer Druckerei fan⸗ den und setzten sie auf unsere eigene Verantwortung unter den Brief. Das ist die Thatsache. Ihr Gesetz heißt Sie nicht uͤber das zu rich⸗ ten, was in dem Innern unseres Gewissens vorgeht. Wir haben nicht geglaubt, irgend Jemand zu kompromittiren, indem wir Dinge aͤbdrvuckten, die weit unschuldiger sind, als Alles, was wir bisher

gesagt haben.“ Jetzt kam d in folgender We ie Vertheidigung des Herrn Michel hat mir die Ueberzeu⸗ gung gegeben, daß Sie, als Pairs⸗Kammer, nicht die Beleidi⸗ guͤngen, welche gegen den Pairs⸗Hof gerichtet worden, rächen vürfen. jaher auf die mir vorgelegten Fragen nicht ant⸗ worten. den . Nach dem Gesete, das Sie selbst gemacht haben, siad Sie, wenn Sie uns wegen eines auf dem Wege der Presse begangenen Vergehens anklagen, uns unsere eigenhaͤndige Unterschrift zu zeigen verbunden. Ich verlange daher, daß man mir meine Unterschrift, die sich ohne Zweifel in den Haͤnden des Herrn Praͤsidenten befindet, vorlege, um daruͤber zu entschei⸗ den, ob es die meinige ist oder nicht.“ Da der Praͤsident dies verneinte, und Herr Carrel abermals fragte, ob er unterzeichnet be, so erwiederte dieser, es hHandele sich bier nicht um ihn selbst, dern um Alle, die sich mit ihm in gleicher Lage befaͤnden. Was rwauf die Frage: ob er unterzeichnet habe, oder nicht, zu antwor⸗ en habe, werde man spaͤterhin sehen. „Nach den Worten des Ge⸗ setzes“, suhr er fort, „kann ich nicht als Mitschuldig. eines Preß⸗ gehens angeklagt werden, wenn man mir nicht das? orpus delicti orlegt. Wir kennen die Anklage nur aus dem Vorschlage eines Ihrer Mitglileder, die Herausgeber und diejenigen Unterzeichner, deren Unter⸗ chriften als anthentisch nachgewiesen werden koͤnnten, in Anklage⸗ üstand zu versetzen. Wir hatten geglaubt, daß die Zeit, welche schen diesem Vorschlage und unserer Vorladung vergangen ist, reichend gewesen ware, um die Authenticitaͤt der Unterschriften dar⸗ zuthun, und daß die Kammer Alles angewandt habe, um die Wahr⸗ heit zu entdecken. Indessen hat man dies Alles fuͤr uͤberfluͤssig er⸗ achter, weil man sich fuͤr eine hochgestellte Versammlung haͤlt, wer man einen heerschenden Einfluß auf die Gesetzgebung ausuͤbt, und weil man ohne Zweifel glaubt, man stehe uͤber den Gesetzen, weil man sie mache. Wir verlangen alle Garantieen, welche die Gesetzgebung uns be⸗ willigt, und ich bestehe daͤher auf meinem Antrag, daß, da es kein Vergehen geben kann, wenn man nicht das Original des Aktenstuͤcks, auf das es begruͤndet wird, vorzulegen im Stande ist, die Kammer zu entscheiden beliebe, daß dem Prozesse keine weitere Folge gegeben werden koͤnne, bevor nicht die eigenhaͤndigen Unterschriften der Vor⸗

geladenen jedem Einzelnen von ihnen vorgelegt worden.“ Im Laufe der Debatte, die sich uͤber diesen Antrag in Ge⸗ genwart der Angeklagten erhob, stimmte der Vicomte Dubou⸗ chage dafuͤr, daß man den Prozeß bloß gegen die beiden Her⸗ ausgeber der „Tribune“ und des „Röformateur“ fortsetze, alle übrigen angeblichen Unterzeichner des inkriminirten Schreibens aber ex nenu lasse. Der Graf von Bastard erklaͤrte es da⸗ z fuͤr einen großen Irrthum, wenn man das O riginal jenes Schreibens allein als das Corpus delicti betrachte; das wahre Corpus dolicti waͤren die beiden in Beschlag genommenen „Nummern, und wenn man demnach forsche, ob die Un⸗ hner des Schreibens wirklich ihre Namen dazu hergege⸗ geschehe es bloß, um zu ergruͤnden, in wie weit sie an Rinkriminirten Faktum der Publecation Theil genommen haͤt⸗ Bei der darauf erfolgten Abstimmung wurde der obige Antrag des Herrn Carrel verworfen; nur 3 Pairs erhoben sich Guͤnsten desselben. Als darauf der Praͤsident sich noch ein⸗ nal an Herrn Carrel mit der Frage wandte, ob er das ange⸗ chuldigte Schreiben unterzeichnet, oder an der Veroͤffentli⸗ desselben Theil genommen habe, bekaͤmpfte derselbe st die obige Ansicht des Grafen von Bastard. „Wenn“, er, „die beiden Zeitungs⸗Nummern allein das Cor⸗ weshalb fragt man uns denn noch, ter

die Reihe an Herrn Armand Carrel, der sich eise aussprach: 3

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delieti ausmachen, wir jenes Schreiben unterzeichnet haben. Wenn ich mich durch ein eußerung eines Pairs zu dieser Debatte veranlaßt finde, so ist dies nicht meine Schuld. Nicht ich habe es veran⸗ laßt, daß 190 Personen, die man beschuldigt, daß sie den Pairs⸗ hof beleidigt haͤtten, hier der Pairs⸗Kammer gegenuͤberstehen, an b V Theil nehmen und von den widersprechen⸗ den Ansichten des Einen oder des Andern ihrer Mitglieder einen mehr oder minder lebhaften Eindruck empfangen.“ Der Praͤsi⸗ dent bemerkte auf diesen Ausfall, daß, wenn er bei der letzten Berathschlagung die Angeklagten nicht entfernt habe, solches bloß em Grunde geschehen sey, weil er geglaubt, daß keine stattfinden wuͤrde; jetzt sehe er wohl sein Unrecht ein, er Carrel aus den Aeußerungen der Herren Dubouchage astard Veranlassung genommen habe, sich in eine Erör⸗ die ganz außerhalb seiner Befugnisse liege. e der Praͤsident die obige Frage zum dritten Male

n Ce worauf dieser sich also äußerte:

„Inrem d c Prasident wt⸗derholentlich dieselbe Frage an mich richtet, gi zu verstehen, daß er sich an Maͤnner von Ehre wende. J Hinsicht hat er mich vor keinem der uͤbrigen An⸗ kigaten auszeichnen wollen; denn an jeden von uns richtet er die

ob wir den inkriminirten Btzeß umterzeichnet haͤtten pder

ve⸗ Verfatren hat für unz, als Privat⸗Parsonen, etwas

ciboftes: zu gleicher Zeit aber ist s ktwag ganz Reucs in

Fen Aanalen unseres Landes, daß man slngetlagte vor

ürre, ore erblickt, welch⸗ aufqefordert westen, auf stre

au erklären, ob ste schnidig fiud oder nicht. Wie Sie seben, uns erteunlich leicht gemacht, uns aus der Sache herauz⸗ iechen: man agt uns: E.Nlaret Srre Unschuld und Ihr solt Unschuldige betrachtet werden! Laehlag! weil wir über unsere voe nad gebacht haben, weil wir dun. Stahde waren, obschon Sie weigerten, die Avrekk⸗Angeklagten vor jhren Schranken zu

zemen wirr Anßand, wir Maͤnner vyn Muth, Man⸗ e von Gewissen, ich darf es sagen, wir aufgeklärte zs seibst als Unschuldige zu proklamiren, um uns außer⸗ zzu siellen und die drohende Verurtheilung von nabzuchenden. Ditses Befuͤhl, m. H., Ste werden krdigen wissen. Noch einmal, was hier sich er⸗ z untchbet in den Annalen der Justizyflege, nicht

Lande, sondern in allen civilisicten Landern. Ich

„mich, nen! ein, aber auch nur ein Beispiel stellt sich jetzt mei⸗ nem (Getlachtnisse bar. Ich entlehne es der Geschichte der traurigsten Tage unferer crüen Revolution. Es war im September, in vem vaganiste der Abten, in den Tagen, wo das Blut stromweise ver⸗ gossen wurcde, als einige Maͤnner sich zu einem Gerichtshofe ver⸗ mmalten uln zwres Sufer bei sich vorüberfuͤhren ließen. Man riaf jebdem Emzelnen zu⸗ „„Bist Du ein Aristokrat oder nicht?““ nichtere aurbeu auf bie vloße Erklaͤrung, sie waren keine Aristo⸗ kattn, vb. F. sie màren Unschulbige, losgesprochen und frei⸗ asfen Wir beünten uns in einer fast ahnlichen Lage. (Allge⸗ iines Mueten.) Man sagt uns Erklaͤrt Euch als Richt⸗Unter ztichner das Schrelbens, und Ihr seyd unschuldig; im entgegen⸗ vechten Faue erd Iöer schulbig. Wenn Sle ein billiger GGerichts⸗ vof ünb, wmir, alde Hbfe ves Königreichs es seyn mussen, so kann un ere Unschulb nicht binlauglich erwiesen seyn, wenn wir si⸗ sel vsi aussorechen. Ich meine, vurch das bloße Faktum meiner Erklaͤrung 16 321 nichts fu! Ihr Erkenntnitz entschfeben, Indem Sie sich an sere Ehre wenten, satzen Sie unz emer Versuchung aus, woburch geschmtichelt fuͤhlen wurden, Da es nun aher sich ein⸗

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ren Verhandlungen 7

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mal so verhaͤlt, so glaube ich auf Ehre und Gewissen, und ohne daß ich damit eine Billigung oder Mißbilligung des inkriminirten Schreibens ausgesprochen haben will, erklaͤren zu duͤrfen, daß ich es nicht unterzeichnet habe. (Anhaltende und lebhafte Sensa⸗ tion.) Hiermit will ich aber keinesweges meine Unschuld erwiesen haben, noch soll mir die Kammer auf mein Wort glauben: sie wird nach ihrem Ermessen handeln und ich harre ihres Urtheils. (Neue Bewegung.) 8.

Der Praͤsident antwortete hierauf Folgendes: „Die Pairs⸗ Kammer verwirft den Vergleich, den Herr Carrel sich erlaubt hat, und der eben so wenig zu der Zeit, in der wir leben, als fuͤr die Versammlung paßt, zu welcher der Redner spricht. Es kann Niemanden in den Sinn kommen, die September⸗Tage der Revolutions⸗Zeit mit demjenigen zusammenzustellen, was sich hier in diesem Saale zutraͤgt. Ein großer Staats⸗Koͤrper ist groͤblich beschimpft worden; er ladet diejenigen Personen vor seine Schran⸗ ken, die in den Augen des Publikums den Schimpf begangen haben, um von ihnen zu erfahren, ob sie die Uneerzeichner des angeschuldigten Aktenstuͤckes sind oder nicht. Hierdurch aber gehen wir jedoch keinesweges schon im Voraus die Verpflichtung gegen Sie, m. H., ein, Sie nach Maßgabe Ihrer Antworr fuͤr schul⸗ dig oder nicht schuldig zu halten; wohl aber wird Ihre Antwort von großem Gewichte bei unserer Entscheidung seyn. Ganz anders verhielt es sich in der Revolutions⸗Zeit: man fragte die Leute, ob sie Aristokraten waͤren oder nicht, und auf ihre Antwort erfolgte sofort die blutige Entscheidung. Ich konnte jenen eben so ungerechten als beleidigenden Vergleich nicht ungeruͤgt lassen.“ Herr Carrel antwortete zu seiner Recht⸗ fertigung: „Ich wollte durch diesen Vergleich bloß andeuten,

wie unregelmaͤßig das ganze Verfahren ist, dessen man sich gegen

uns bedient, obgleich dasselbe uns, als Privatmaͤnnern, nur schmei⸗ chelhaft seyn kann. Der Praͤsident hat mich falsch verstanden, wenn er meinen Worten irgend einen anderen Sinn unterlegte.“ Herr Antony Thouret, der jetzt befragt wurde, erklaͤrte, daß er das inkriminirte Schreiben weder unterzeichnet noch publizirt habe, daß er aber den Inhalt desselben billige. Der Praͤsident verlas darauf den bereits bekannten, an ihn gerichteten Brief der Herren Trélat und Michel, worin dieselben sich als die alleinigen Unterzeichner jenes Schreibens angeben und die moralische und gesetzliche Verantwortlichkeit desselben allein zu uͤbernehmen sich bereit erklaͤren. Die beiden anwesenden Ange⸗ klagten bestaͤtigten auch jetzt noch diese ihre Erklaͤrung. Von den uͤbrigen Angeklagten aber sagten auf Befragen dreißig aus, daß sie jenes Schreiben weder unterzeichnet noch an der Veroͤffentlichung desselben Theil genommen haͤtten. Bemerkenswerth war dabei noch die Vernehmung Ras⸗ pail's. „Was ist Ihr Gewerbe?“ fragte ihn der Praͤsident. Raspail: „Ich habe keins; Ihre Regierung hat mich zu Grunde gerichtet.“ Der Praͤsident: „Welches ist Ihr Wohnort?“ Raspail: „Ich habe keinen.“ Der Praͤsident: „Was haben Sie uns zu sagen?“ Raspail: „Nichts; das Land kennt un⸗ sere Redlichkeit; Sie koͤnnen leicht denken, daß Sie es nicht mit Thoren zu thun haben; wir aber wissen, daß Sie unsere Feinde sind. Sie haben die Spitzfindigkeit des Gesetzes fuͤr sich, wir haben die Wahrheit fuͤr uns. Auf Ihre Frage diene Ihnen zur Antwort, daß ich mich in demselben Falle besinde, wie Hr. Car⸗ rel. Fuͤr die Publication sind die Herausgeber verantwortlich.“ Der Praͤs.: „Sie haben also das Schreiben weder unter⸗ zeichnet noch publizirt?“ Rasp.: „Nein.“ Der Redacteur der „Revue enecyclopédique“”“ Herr Reynaud sagte: „Ich habe die Beschimpfung lebhaft empfunden, die der Pairshof uns zu⸗ gefuͤgt hat, als er uns verhinderte unser Defensoren⸗Amt auszuuͤben, und als er uns die Thore der Gefaͤngnisse verschloß, in denen die Angeklagten unseren Beistand verlangten. Der Pairshof hat unsere Rechte verletzt; wir sind zuerst beleidigt worden, und ich erklaͤre daher, daß die in dem Schreiben ausgedruͤckten Ge⸗ sinnungen die meinigen sind, wenn gleich ich, um der Wahrheit die Ehre zu geben, hinzufuͤgen muß, daß ich das Schreiben nicht unterzeichnet habe.“ Der Haupt⸗Redacteur des in Poitiers erscheinenden „Echo du peuple“, Herr von Thiais, verweigerte jede Antwort. Die Sitzung wurde um 6 Uhr aufgehoben.

In der Sitzung vom 30. Mai wurde die Vernehmung der noch uͤbrigen 78 Angeklagten fortgesetzt. Alle erklaͤrten mit mehr oder weniger Wortgepraͤnge, daß sie das angeschuldigte Schreiben nicht unterzeichnet, auch zu dessen Veroͤffentlichung nicht mitge⸗ wirkt haͤtten. Es scheint hiernach, daß außer den beiden Heraus⸗ gebern der „Tribune“ und des „Reéformateur“ hauptsaͤchlich nur die Herren Trelat und Michel, die sich als wirkliche Unter⸗

zeichner angegeben haben, zur Verantwortung werden gezogen

werden. (Das Verhoͤr dauerte bis zum Abgange der Post.)

Paris, 30. Mai. Der Koͤnig hatte vorgestern eine lange Unterredung mit dem Fuͤrsten von Talleyrand und arbeitete ge⸗ stern mit dem Justiz⸗Minister. Der Prinz Leopold von Sici⸗ lien besichtigte in Begleitung der Herzoge von Orléans und von Nemours das Invaliden⸗Hotel.

Lord Granville hatte heute Morgen eine Audienz beim

Die heutige Sitzung der Depufirten⸗Kammer war zu⸗ naͤchst den bei derselben eingelausenen Bittschriften gewidmet. Hierauf entwichelte der General Delort eine von 143 Deputirten (worunter auch er selbst) unterzeichnete Proposition wegen Aus⸗ zahlung der ruͤckständigen Gehaͤlter der Ehrensegions⸗Ritter. Hr. Dupin der Aeltere stimmte fuͤr die Verwerfung dieses Antrags, indem aus der Bewilligung desselhen neue Lasten fuͤr die Steuer⸗ pflichtigen erwachsen wuͤrden.

Die Bayonner Zeitungen enthalten heute keine wichtige Nachricht aus Spanien. Als Geruͤcht galt in Bayonne, daß Zumalacarreguy damit umgehe, die Ebro⸗Linie anzugreifen; auch ging allgemein die Rede von einer ruͤckgaängigen Pewegung des Heeres der Koͤnigin, dessen Insubordinations⸗Geist taäͤglich mehr um sich greife. Ein Privat⸗Schreiben aus Bayonne vom 26sten enthaͤlt Folgendes: „Zumalacarreguy ward durch die Truppen unter Lopez genoͤthigt, die vortheilhaften Stellungen am Ebro und bei Pampelona zu verlassen. Am 21. Mai zog er nach St. Estevan; doch schon nach einigen Stunden wandte er sich nach Estella zu und faßte Posto zwischen dieser Stadt und Puenta la Reyna. Diese ganz unerwartete Bewegung hinderte bie Diviston Oraag nach Urdach zu kommen, wo sie Proviant holen sollte. Sie verließ Maya und nahm die Richtung nach Estevan. Doch war da kein Bleiben, denn Eraso und Sagasti⸗ belza hatten das Corps abgeschnitten. Oraa sah sich an die Graͤnze gedruͤckt. Er hatte kaum eine andere Wahl, als einen ungleichen Kampf anzunechmen oder auf Franzoͤsisches Gebiet zu entweichen. Doch entkam er noch durch ein kuͤnstliches Manoͤver aus der HFalle und floh nach Pampelona zu. Urdach und die anderen Graͤnzorte werden nun wohl in bie Hände der Karlisten kommen.“

Her General Mina ist am 20 sten d. M. in Begleitung des

Dr. Lallemand, der ihn von seinem Blasenuͤbel zu befreien suchen

will, in Montpelller angekommen.

der Argolis gegen Hypothek ihres Grundbesitzes um 8 Procent anbietet, auch auf andere Provinzen ausgedehnt werden moͤchte.

Die Angelegenheiten der Griechischen Gesandschaft in Kon⸗ stantinopel (bemerkt die Ethniki) sind immer noch auf demsel⸗ ben Fuße und die Bemuͤhungen des Herrn Zographos haben die Lage der Unterthanen Sr. Maj. des Koͤnigs Otto unter den Tuͤrken noch um nichts gebessert. niß unter ihnen. sten von Samos begeben, ein Th (Rajas) geworden, 1 und mehr einen Sultans ist in den Dardanellen ein Aegypten kommenden Schiffe eingerichtet worden. sind die zwei dabei angestellten Aerzte und sorgslos, und so wird die Maßregel wenig helfen.

Aegy p

Großbritanien und Irland. Lord W fse Pgk schon. 1n Quebek seyn, 8 3 uder geblieben waͤre.

London, 30. Mai. Gestern Abend kehrten Ihre M

ten wieder nach Windsor

Gestern wurde der

360 Personen des hoͤher

Sir R. Peel am R Schweden und Norwegen. dat. Aus der (gestern erwaͤhnten) vom gfen von Wetterstedt bei Schließung des Reichstags abgelese⸗ Koͤniglichen Rede theilen wir noch folgende Stelle mit: ur Veraͤnderung unserer Repraͤsentation Wir haben vielfache Klagen Sie ist Men⸗ aͤnnern geschaffen, die uns an Wuͤrdigkeit kann jedoch moͤglicherweise der Verbesserungen 6 gen n. Weit davon entfernt, denjenigen zebeseerungen Mich widersetzen zu wollen, deren Nuͤtzlichkeit esen wird, soll die Nation Mich vielmehr immer bereit die Einfuͤhrung derselben, 2 Uebereinstimmung mit der ,„ zu unterst

Beburtstag William Pitt'’s von en und niederen Adels durch ein alz zendes Diner gefeiert, wobei der Viscount Mahon den V fuͤhrte und der Herzog von Wellington als Vice⸗Praͤsident Der Praͤsident brachte den Toast auf Pi unter Anderem: „Meine Herren! Wenn Pitt noch lebte, sol seit seinem Tode nichts seinen Unwillen m erregt haben wuͤrde, als die Weise, wie seine Grundfaͤtz.“ Stuͤtze der großen konservativen Partei in England, als illiberal und engherzig dargestellt worden sind. Niemals war eine Beschuldigung unbegruͤnde der Liberalitaät wurde, ten Jahren von der revolutionnairen Partei mit das Rechte und aus denselben Gruͤnden fruͤherer Zeit das der Freidenkerei, naͤmlich die geti Freiheit des Gedankens, welche die wahren, wenn auch nicht oͤffentlich erklaͤrten

Aber wie das Englische Volk gezeigt daß es sich nicht durch den Namen blenden laͤßt, und nicen⸗ jenigen, welche sich Freidenker nennen, deshalb fuͤr Freunte e Religion haͤlt, ebenso wird es dennoch die Konse . auch die Feinde derselben sich prahlerisch den Namen geben, fuͤr seine Freunde erkennen. (Beifall.) Wenn man fie welche von den beiden P Sir Robert Peel und Lord Stanley einerseits (lauter Beßs⸗ ind durch Lord John Russell und Herrn O'Connell anderen repraͤsentirt werden, wenn man fragt, sage ich, welche von den so repraͤsentirten Parteien am meisten auf die Benem „liberal“ Anspruch hat, so stehe ich keinen Augenblick an n gen, es ist die konservative. Was die auswaͤrtige Politik bertz so frage ich, was kann zweckmaͤßiger und liberaler seyn, als Ansichten, welche wir hegen? Betrachten wir nicht die Befteis von Spanien und Portugal ohne irgend eine selbstische, emt zige und habsuͤchtige Politik? Was kann auf liberalere pien gegruͤndet seyn, als unsere Begrij Wir wuͤnschen nicht, Streit uͤber den Ursprung des Besitthin zu fuͤhren, sondern unser Zweck ist, allem Eigenthum Schut, n. Ist dies nicht liberal? nichts fuͤr fast bestimmt zu h

Stockholm, 30.

Daruͤber besteht große Betruͤb⸗ Ein Theil hat sich unter den Schutz des Fuͤr⸗ sind Tuͤrkische Unterthanen auch dadurch mehr

rere Vorschlaͤge üimlauf gese Mangelhaftig awerk, aber von lechstanden; sie 1 usgleichungen beduͤrfen.

tt aus, und 8 und Griechenland verli eil seiner Bevoͤlkerung. Auf Befehl des Auarantaine gegen die aus⸗ 8 Zum Ungluͤck Tuͤrken, d. h. unwissend

vernommen. ich uͤberzeugt, d

wie wir Alle wissen, iner Ueberzeugung nach ir nach dem Grundgesetze 1— Alles, was das letztere ge⸗ tt, Alles, was die Nothwendigkeit erheischt, soll eingefuͤhrt doch einzig und allein auf dem Wege, welchen die Ge⸗ zeichnen und nicht in Folge momentaner Eingebung. Die tung und die Wohlfahrt der Gesellschaft erheischen Ord⸗ Vaterlandsliebe und Eintracht, die alle auf Gerechtigkeit , welche wiederum selbst auf die Kraft der Vernunft sich lütt, les gleicht und ordnet. 1 Einer Koͤnigl. Kundmachung vom 16ten d. M. zufolge, ist 4 eden und Kußland unterm hossene Convention wegen gegenseitiger Auslieferung von Bettlern und Verbrechern b 1 eringert worden.

angenommen, .P. A. Z.) Unter den hinrafste, befindet sich auch „Bey, einzige Tochter des In seinem eigenen Palaste

Alexandrien, Opfern, welche die Pest zu Kahira die Wittwe des beruͤhmten Paschas, die noch uͤbrig gewesen. zu Seinbra ist ein Fraͤnkischer Garde⸗Oberster gestorben, so wie auch in der Residenz Ibrahim Pa 1 gehabt haben; zu Kahira sties

von denen angenommen uude der Religion sind. schas mehrere Pestfaͤlle statt⸗ die Sterblichkeit bis zum 15ten d. ie Todesfaͤlle unter den Arabern vermindern sich waͤhrend die Franken immer mehr von diesem Uebel Die Schifffahrt befindet sich in beklagens⸗ werthem Zustande, alle Segel fliehen diese verpestete K 8 ig ist vor einigen Tagen unversehens nach Kahira zuruͤckgekommen, da neuere Nachrichten von aufruͤhrerischen Be⸗ wegungen aus Syrien eingelaufen sind, welche die Anwesenheit Ibrahim Paschas in jenen Provinzen nothwendig machen. Gleich⸗ Aufruhr⸗Versuche von keiner Be⸗

vvativen, uenf sIsso 5 8 c. 12* vativen, umn die Alles aus auf 1350.

ie zwischen Sch Mai 1828 uberfallen werden.

teien, die jetzt im Unterhause iu

Der Vice⸗

Deutsch

MNuͤnchen, 29. Mai.

an d.

(Schw. Merk.) keuchtenberg ist von Hechingen zuruͤck hier einge⸗ und wird sich demnaͤchst mit ihrer Tochter, der Prin⸗ Theodolinde, nach Florenz begeben. ach wird der Herzog Max von Leuchtenberg gegen Ende des imni von hier nach Lissabon abreisen, um seine Schwest serin Amalie, und seine verwittwete Schwaͤgerin zu besuchen. ein Betreff der Verehelichung des Herzogs Max mit der Koͤni⸗ i Donna Maria sind von Seiten des Portugiesischen Kabinets er Prinz Mar soll vollkommen Auch die Herzogin

J. K. Hoh. die wohl haͤlt man diese neu In Briefen aus Wien heißt es: Die Pest hat bereits ganz Mittel⸗ und Ober⸗Aegypten ergriffen, ohne in N gypten nachgelassen zu haben. Alexandrien ist beinah eine Einoͤde, es hat durch Krankheit und Auswanderung uͤbe seiner Bevoͤlkerung verloren. er Seuche zeigt einige Zeit zu verlassen.

Sicherem Vernehmen

r zwei Drittel , der groͤße persoͤnliche Willens seyn, das Land auf ie einzeln in Konstantinopel noch vorkommenden Pestfälle sind sporadischer Natur, und man hegt 3 mehr wegen neuer Verbreitung. Theil der Europaͤischen Tuͤürket ist ganz frei, besonders erfreut sich die ganze Straße des besten Gesundheitszustandes. Dagegen zeigt sich in Bosnien Serb eine boͤsartige

e, von alten Rechte Furcht vor

Oder ist es etwa libenne alten, eine immerwaͤhrende Au zu erhalten und bestaͤndig Zweifel uͤber die Besitzer von Ch thum, sey es kirchlich oder buͤrgerlich, zu erheben? Giebt es ner etwas, das auf umfassendere und liberalere Prinzipien, herrschenden . das von do nen unterstuͤtzt wird?

ittheilungen hier angelangt. i, das Anerbieten anz welche ihren Sohn wegen seiner Minderjaͤhrigkeit an Bestimmtheit ver— besonders auf die Vorstellungen ihrer Tochter, der Wittwe reils ihre Einwilligung, wiewohl mit Erst nach einem laͤngeren Hei werde Prinz Marx dort den und dann nicht mehr hieher zuruͤckkehren. i. Se. Durchlaucht der Erbprinz von . tmit seiner Gemahlin, Tochter huͤrsten Hohenlohe⸗Oehringen, nach Hoͤchstihrer in Friedrichs⸗ maͤhlung, zum Besuche bei Ih ) Se. Koͤnigl. Majestaͤt haben des zen Durchlaucht unter die Zahl der Großkreuze des Or⸗ ttembergischen K Karlsruhe, 30.

unehmen. keine Besorgni Der noͤrdliche

„ẽRoerrn 12 ,0 . . hritte hindern Adrianopel, Sophia und Belgrad n Theile von

aisers Dom Pedro, sonders viele Erwachsene hinrafft.

en, gegeben haben.

kufenthalte in List

und in dem angraͤnzer

u Soyr Reichen zum Besten der ngem Herz dies Institut wuͤrde vernichtet, wer wuͤrde Vortheil davon! ben? Etwa der Landmann, welcher seine Kirche, oder der Gu⸗ besitzer, der seine Einkuͤnfte verliert? Kann es irgend etwasn ben, das weniger auf den Ruhm des Liberalen Anspruch i als das sogenannte freiwillige Religions⸗Prinzip, welches; Geistlichen alle Wuͤrde, alle Unabhaͤngigkeit und in demsete Verhaͤltniß natuͤrlich auch alle Achtung von Seiten der Gemen Wir, meine Herren, sind dagegen uͤberzeugt, daße herrschende protestantische Kirche ein Haupt⸗Hebel der In

des Charakters und der Wohlfahrt unseres Vaterlandes ist, u daher sind wir bereit, sie mit unserer ganzen Kraft zu vertz digen. (Lauter und anhaltender Beifall.) Wir wollen, dien kommenheiten des Instituts verbessern, aber wir wollen dasselb ngen, oder seine Wirksamkeit schwaͤchen. Wenn wur⸗ der Muͤhe werth hielten, uͤber Worte zu streiten, so ohne Zweifel ergeben, daß wir die wahren Liberalen sind, w eine genaue Pruͤfung der Grundsaͤtze der Quasi⸗Liberalen wuitn zeigen, daß sie unter der Maske einer seyn wollenden Liberaltt Herzlosigkeit und Ungerechtigkeit verbergen. (Lauter Beifel“ Der Redner brachte dann den Toast auf die Herrschaft des e testantismus in Großbritanien und Irland aus und sagte: „ℳ weiß, daß Sie Alle mir darin beistimmen, die protestar Kirche aufrecht zu erhalten, mag sie in England oder an rer verwundbarsten Stelle, in Irland, angegriffen

Sturtgart, nland. Die oͤffentlich

hwarzburg⸗Sondershausen „Berlin, 5. Juni. Sitzung der Koͤnigl. ademic der Kuͤnste zur Erstattung des Jahres Praͤmien fand vorgestern von 12 ½ bis 2 Uhr im großen Vorsaale der Akademie vor einem

reichen Auditorium

tgehabten V Ihren Koͤnigl.

. zur Ertheilung der stäten hier angekommen. E111““ aufgenommen. Der Finanz⸗Minister v. Boͤckh at der zweiten Kammer in der heutigen Sitzung der Zoll⸗Kom⸗ zur Kenntniß gebracht: Leo⸗ . erzog von Baden, Herzog von Nachdem Uns vorgetragen worden, daß uͤber den it den Kronen Preußen, Bayern, Sachsen, Wuͤrttem⸗ erg, dem Kurfuͤrstenthum und dem Großherzogthum Hessen und 1 ngischen Vereins unter dem 12. l. M. hlossenen Handels⸗ und Zoll⸗Vertrag sich unrichtige Ansich⸗ n verbreitet haben und dadurch Mißverstaͤndnisse entstanden n Wir andurch, daß dieser Vertrag zur oͤffentli⸗ Gegeben Karlsruhe in Unserem 35. Leopold.

8 vüt. Freiherr v. Reizenstein. olgt hierauf der vollstaͤndige Text des Handels⸗ u. Zollvertrages). In der hiesigen Zeitung liest w ingemeinem Eifer faͤhrt die zweite Kammer fort, ingelegenheit in Vormittags⸗ und Nachmittags⸗Sitzun⸗ n v berathen, und es duͤrfte wohl kaum mehr irgend etwas inderes zur Verhandlung kommen, ehe diese che zu stattung reif ist. and läßt sich übrigens leicht erklaͤren. ichtigsten Artike

. Schadow eroͤffnet, und zu An⸗ fang, am Schluß und in den Pausen zwischen den Vorträ⸗ aͤmien wurden mehrere von Ele⸗ ven der akademischen Schule fuͤr musikalische Composition com⸗ ponirte Musikstuͤcke ausgefuͤhrt, namentlich ein Symphonie⸗Satz, von Adolph Stahlknecht komponirt, eine Hymne, aus Chor, Solo und Fuge bestehend, von Ernst David Wagner, ein Stuͤck mit Chor und Solostimme’ von Julius Quartett⸗Satz fuͤr Bogen⸗Instrumente von Friedrich Wilhelm Rehfeldt und ein Chorgesang von Karl Eckert. fuͤr Musik wurd sich freuen, schon nach so kuü und gruͤndlichen Kunstleitung hervortreten zu sehen. digter Sitzung wurden die anstoßenden Saͤle der Versammlung eroͤffnet, wo die Probe⸗Arbeiten saͤmmtlicher Klassen der Akademie und der Kuͤnstler⸗Ateliers, des Eleven⸗Instituts, der akademischen er hiesigen und der Provinzial⸗Kunst⸗ und Bis Dienstag den 9ten d. Uhr den Besuchen

gen und der Ertheilung der ison kolgendes hoͤchstes N 8

old von Gottes Gnaden, Großh

in Gefahr b on Uins mit den K 3 Weiß, eir en Staaten des T I c) Die Schule J. eroͤffnet, und man muß einer ernsten

Nach been⸗

st im Oktober v. 8 18 Zeit die Resulte den Kenntniß gebracht werde.

taats⸗Ministerium, den 29. Mai 1835.

Karlsruhe, 31. Mai. Zeichenschule, so wie Gewerk⸗Schulen aufgestellt sind. bleibt diese Ausstellung taͤglich von 11 bis: dublikums unentgeltlich geoͤffnet, und zwar der Hand werker wegen auch waͤhrend des Festes. Aus dem Jahres⸗Bericht des Secretairs der Akademie, „₰ wir folgende N verstorbenen Mitglieder derselben:

„Die Verluste der Akademie seit ihr Versammlung am 3. Juni v. J. waren zahlreich und unersetz⸗ Zwei ordentliche, drei hochverdiente Ehren⸗Mitaglieder feh⸗ len in ihren Reihen. Am 20. Januar starb Wilhelm Kolbe, welcher mit der Ausuͤbung der Kr. Landschaftszeichner und Kupferstecher ei

protestantischen die Gesinnungen daß Viele, obgleich sie in manchen Lehren abweichen, doch! unschaͤtzbre Wohlthat eines nationalen Religions⸗Insti erkennen. Ich nenne nur die Quaoͤker, die, nach Paley’s Erkl nur in einem Lande existiren koͤnnen, wo eine h sie unterstuͤtzt.“ Der Redner brachte nun noch folgenden Toh auf Sir Rob. Peel aus: „L wart des ausgezeichneten Staatsmannes ruͤhmen koͤnnen, s er unseren Gedanken doch nicht fern. 1 der die neueren Vorgaͤnge im Unterhause mit Aufmerksant betrachtet hat, und dessen Herz bei Erwaͤhnung des Namens? Robert Peel nicht lauter schlaͤgt? (Großer Beifall.) Ich n. daß dieser ausgezeichnete Mann heute zu einem Diner bei X„ Koͤniglichen Hoheit, der Herzogin von Kent, eingeladen umd ihm daher unmoͤglich ist, uns mit seiner Gegenwart zu erfreun Die Times glaubt, daß uͤber die zu Wolverhampton! der Wahl des Sir F. Goodricke vorgefaͤllenen Unruhen, b. nen es so weit kam, daß der Magistrat das Militair ; rufen mußte, eine gerichtliche Untersuchung eingelei den wird. 1b Dem Publie Lede

diese Sache zur Bericht⸗ as ausschließende Wirken fuͤr diesen Gegen⸗ . Jetzt werden von den In des Verkehrs an allen Graͤnzen theils die ten, theils die erhoͤhten neuen Zoͤlle erhoben. Von dem Augen⸗ ist aber zwischen dem Groß⸗ ereins der zollfreie Ver⸗ davon nur noch auf ein Vier⸗ ausgeschlossen: er, 3) Syrup, 4) Kaffee, 5) Kakao, ee, 9) roher und sabrizirter Taback, ic, 11) ganzseidene und halbseidene d baumwollene Waaren und 13) Weine. llenen Waaren sind aber, wenn sie mit eglaubigten Ursprungs⸗Zeugnissen der Fabrikanten ne von 1834, wenn sie mit Ursprungs⸗Zeugnissen der zenten versehen sind, gleich nach der 1 8 alss zollfrei. Diese Be⸗ stig, denn das

voöofessors Toelken, entnehmen errschende die waͤhrend des letzten Jahres wir uns nicht der Gepeticke der Zuseinꝛmung de 1 ͤff G zzogthum und den Laͤndern des 3

&sr Ei hier zugen E“ Ist Einer hier zuge und es bleiben

hr die Regel, ljahr. nach herge 2 Baumwollengarn,

Gewuͤrze, 7)

) kurze Was

Ix ¹ Dessau Karl Organisation seltene wissenschaftliche Seine scriftstellerischen Arbeiten wa der Deutschen Sprachforschung gewidmet und sanden verdiente Anerkennung, so daß Kolbe als „Ueber den Sprache und Beider’“ Antage „Ueber Wortmengerei““ 18689. u. a., welche in einer verhaͤng wiß haͤusiger genannt worden i wo er indeß vielleicht eine noch hoͤhere sinniger Natur⸗Betrachtung war Ko landschaftlicher verschlungener Kraͤuter und tische Gruppen er mit unendlicher Sorgfalt bis dicht vor das Auge bringt, indem er sie in moͤglichster Raͤhe zu zeichnen pffegt, nit lebhaftem Vergnuͤgen in den mit derselben Liebe von ihm radirten Blaͤttern wahrnimmt. Es sind gleichsam artistische Beobachtun . und Krautbuͤschel gebe chen Darstellung. 28

) Neis, 8) ren, Auincai 1²) wollene un lenen und baumwo

Bildung verei

fasser der bekannten Wer Franzoͤsischen „Ueber Sprachreinheit“ (1815) nißvollen Zeit ans Licht traten, ge⸗ als in kuͤnstlerischer? G Stufe einnimmt. gluͤcklich in tausfuͤhrlichster

Deutschen

Zustimmung der Staͤnde Heschraͤnkungen fuͤr kurze Zeit sind „Baumwollengaen (weißes ungezwirntes) zahlt Zoll. Die Artikel 2— 8 und die uͤberseeischen 1 er nicht aus den Vereinsstaaten, unsere tter sind großtentheils verkauft, und was noch auf on liegt, kann die Auarantainezeit wohl aushalten; der

züche Zall ist mit den alten Weinen. Ku

zene ünd halbseidene welchem der ho hrheilig wirken d E duͤrfte aber w

ger zufolge, will Herr Montague d bei der Wahl zu Tiverton als Gegner des Lord Palmen auftreten.

Der Courier widerspricht der in der Behauptung, daß Herr Kennedy, der in Tiverton fuͤr Lord! merston Platz gemacht hat, zum Ober⸗Richter in Madras nannt werden solle. 1 1“

Eine von der Times mitgetheilte Depesche des Grafen⸗ Aberdeen an den Gouverneur von Kanada, Lord Aylmer, ie vom 11. Februar dieses Jahres, veranlaßt dieses Blatt zue Dieses offizielle Dokument wird allen besser denkenden Mitgliedern von beiden Seiten des⸗ terhauses Genuͤge leisten, so sehr auch das Partei⸗Gefuhl e etwas, was einem politischen Gegner Ehre macht, gereize⸗ die Bevoͤlkerung

ie 40 wir 1 ziehen wir Behandlung Times enthalt deren naturgemaͤße chao⸗

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n L Knurze Waaren un ee Waaren sind also die einzigen Artikel, Zoll wäaͤhrend des provisorischen Zustandes te, weil diese aus d en und zum Th hl unserer Re Joj hos GW0 ;0. 7.

.er Zeit des Provisoriums utet aus den Ve Erstattung en wird.7

s Pstanzenlebens. Wenige Graͤser den ganzen Inhalt einer ausfuͤhrli⸗ Bereits im Jahre 1795 am 28. November, vor bald vierzig Jahren, zum ordentlichen Mitgliede der Akade⸗ mie gewaͤhlt und durch gelehrte Wuͤrden ausgezeichnet, erreichte bis zu Ende der Kunst gewid⸗ Und nach seinem Tode zu Anfang dieses Jahres wurde ihm die Aerkennung, daß die von ihm hinterlassenen ra⸗ dirten Platten in einer bereits begonnenen Folge und mit ange messener aͤußeren Ausstattung publizirt werden sein Andenken auf die ruͤhmlichste Weise sich verjuͤngen sehen. Nicht ohne ein wehmuͤthiges Gefuͤhl wende ich mich zu unerwartetes E der Bluͤthe des Ruhmes und kuͤnstlerischer 2 ein Raͤthsel blieb, und seine Freu

1 ereinsstaaten be⸗ wirklich bezogen werden. gierung ganz freistehen, sie waͤh⸗ t gegen die alten reinsstaaten eingehen zu lassen. in Kugenblick zu zweifeln, Seiten der Staͤnde moͤglich

vude omer .

genden Bemerkungen: Zoͤlle oder ganz Bei diesen

daß auch die Be⸗

st beschleunigt

er ein hohes ruͤstiges Alter, d Die Devpesche vücdeich Griechenland.

Der Bischof von Hydra ist von der suspendirt worden, weil in er eine Ehe geschlossen, ohne zu wis⸗ n Tuͤrke sey, und der Oberhirt fuͤr die seiner Untergebenen verantwortlich ist. öst. In der genannten Zeitung daß die Anleihe von 12 M B. Sina in Wien den

Theil der Kanadischen Bevoͤlkerung Sie muß die Ueberzeugung gruͤnden, daß das Ministerium Sir R. Peel's keine Maͤhe schont haben wuͤrde, um wirkliche Beschwerden abzustellen 1 gerechte Erbitterung zu versoͤhnen, so weit es mit der Erhalu⸗ Kanada's in seinem jetzigen Zustande als Britische Kolonie? traäͤglich gewesen waͤre. Die wohlwollende Gesinnung, in 7 diese Depesche entworfen worden, leuchtet von Anfang bü—

oder Franzoͤsischen

ausgenommen ), so daß wir

en, 19. April. Synode auf

n i Monate nem Sprer

gel ein Priester eine E Ehemann ein

Handlungen irksamkeit der Welt

mit tiefster Trauer erfuͤl⸗

„*) Sie erscheinen bei Reimer in Berlin; das erste Heft ist be⸗ reits ausgegeben.

welche der Hr. ewohnern 8 8.

nndbars. bsich is len mußte. Leopold Robert war geboren zu La Chaux de

Fonds, in einer der malerischen Gebirgs⸗Gegenden des Neucha⸗“

teller Jura, dicht an der Graͤnze von Frankreich, wahrscheinlich im Jahre 1795. Sein Vater war ein Uhrgehaͤusemacher, doch nicht ohne Mittel, seinen Soͤhnen Leopold und Aurel eine sorg⸗ fäͤltige Erziehung zu geben. Leopold, der aͤltere, von Natur zur Schwermuth geneigt, welche hemmende Gemuͤthsstimmung bei jenen fabrikfleißigen Bergbewohnern oͤfter vorkommt, wurde fruͤh der Kunst gewidmet, fand aber erst spaͤt, oder schuf sich vielmehr die fuͤr sein ernstes tiefes Gefuͤhl geeignete Gattung. Nachdem er in Paris jahrelang mit unsaͤglichem Fleiß sich der Kupferstecherkunst, worin er 1814 einen Preis erhielt (allein nicht den großen, welcher zu einer Reisepension berechrigt), ge⸗

widmet, bei David gezeichnet, in seinem Vaterlande Portraits

gemalt hatte, ging er 1818, von einem Freunde mit sehr maͤßi⸗

gen Geldmitteln Unterstuͤtzt, nach Rom. Die Anmuth und gleich⸗

sam antike Natuͤrlichkeit und Einfalt des Italiaͤnischen Volksle⸗ bens ergriff sein tiefes Gemuͤth mit ganz neuem Zauber. Und so entstanden jene reizenden Darstellungen einer alltaͤgli⸗ chen Wirklichkeit, ene tieffinnigen Genre⸗ Bilder, welche durch poetischen Gehalt und gleichsam psychologischen Ernst vor allen aͤhnlichen sich auszeichnen und so leicht nicht wieder er⸗ reicht werden. Robert's Gemaͤlde sind weder zahlreich noch von sonderlichem Umfang oder durch blendende Farben anlockend. Ihr Inhalt scheint wie von selbst gefunden. Zwei Maͤdchen von Procida sitzen am Meeres⸗Ufer; eine Frau steht neben den Trummern einer Huͤtte; ein schlafender Naäuber wird von seinem Weibe bewacht; Schnitter kehren von der Erndte heim; Fischer fahren aufs Meer hinaus. Allein in diese einfachsten Gegen⸗ staͤnde legt Robert eine Naturwahrheit, die bis ins Kleinste sich auf eigne Beobachtung stuͤtzt. Es sind nicht bloß Kostuͤme und Rational⸗Physionomieen; wie zahllos waͤren dann seine Vor

gaͤnger. es sind gleichsam elegische Idyllen eines liebevoll auf⸗ gefaßten fremden Volkslebens; Gestalt, Haltung, Geberde, Be⸗ schaͤftigung, alles in jedem Bilde gehoͤrt einer bestimmten Pro⸗ vinz Italtens an, waͤhrend die Wahrheit und Tiefe des Aus⸗

drucks einen wehmuͤthigen Blick in das Innerste des menschli⸗ chen Herzens aufthut, und doch Alles ungesucht, voll Anmuth und Einfalt vor uns hintritt. Eine neue Gattung nationeller Seelenmalerei ist dadurch eingefuͤhrt, welche die nannigfachste Anwendung auf alle Voͤlker und Zustaͤnde zulaͤßt, allein nur Meistern ersten Ranges gelingen kann. Ein Haupt⸗Erforderniß scheint dabei, daß alles in seiner tieferen Menschlichkeit auf⸗ gefaßt seyn muß, wodurch selbst das an sich abstoßende, wie de

Schlaf eines fluͤchtigen Moͤrders, der Theilnahme zugaͤnglich wird. Er waͤlzt sich in angstvollem Traum, seine Hand, die wider Alle ist, haͤlt selbst im Schlafe das aufgezogene Schloß seines Ge⸗ wehrs, und sein Fuß ruht auf dessen Lauf, so daß keiner, ohne ihn zu wecken, es ihm entreißen kann. Allein neben ihm sitzt ein Weib, eine Verlorene wie er, verwildert und so meverbrannt, die aͤngstlich fuͤr ihn wacht, und ihren Blick in die Ferne sendet, daß kein Ueberfall dieses schlummernde Raubthier der Berge er⸗ reichen soll. Hunderte haben sich in Nachahmung dieses Bildes versucht; man koͤnnte eine Gemaͤlde⸗Gallerie von Banditen zu⸗ sammenbringen; nirgend zeigt sich ein Widerschein dieser hoͤheren Weihe, dieser menschlichen Versoͤhnung, wenn ich mich so aus⸗ druͤcken darf, welche selbst in jenem Tieger, der in seiner Furcht⸗ barkeit ausgestreckt daliegt, uns einen Menschen erkennen laͤßt; eben so, wie einst in die zahllose Nachkommenschaft poetischer Ritter und Raͤuber, welche Goethe's Goͤtz von Berlichingen ins Daseyn rief, keine Spur seines dichterischen Adels uͤber⸗ ging. Dergleichen wird nur einmal erfunden und ist auf den ersten Wurf vollendet und abgeschlossen. Die Nach⸗ ahmungen zeigen erst die Unerreichbarkeit des Originals.

Ein soscher Meister war Kean Kobere in der Bißß Ein solcher Meister war Leopold Robert, in der Bluͤthe der

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zahre und des Ruhmes, als er vom Leben Abschied nahm; im⸗

mer thaͤtig, immer beobachtend, von unsaͤglicher Gewissenhaftig⸗ eine endlose Menge von Studien. Erst in Rom, dann in Nea⸗ pel und den zauberischen Umgebungen dieser Stoͤdte, zuletzt in Venedig, lebte er versunken in kuͤnstlerischen Schoͤpfungen, allein im Kampf mit einem siechen Koͤrper und mit einem Herzen voll Schwermuth, welche seinen Bilck schaͤrfte fuͤr die Zuͤge der Trauer, wodurch er seinen einfachsten Darstellunden eine ruͤh⸗ rende Bedeutsamkeit giebt. Ein bescheidenes Mißtrauen in seine Kraͤfte machte ihn geneigt zu jener Furcht edler Gmuͤther, kei ies Beifalles werth zu seyn, weil sein tiefstes Werk hinter sei⸗ nen noch tieferen Gedanken zuruͤckblieb. das Leben in seiner naturgemaͤßen Wirklichkeit zi

und dann vernichtend auf das eigene und

pricht, und wahrscheinlich nur dies, was ihn in

Nicht eine empfindliche Eitelkeit, sondern

nem eigenen Werth, weil er diesen in

suchen sich gedrungen sah.

bald hinweggeraͤumt werde, lies Gemälde, worauf er den Fleiß 1

in Paris aus Geringschätzung von der Tag im Kalender sein en⸗

er seinem Leben freiwallig ein

1. 2 1 8 4 „* . infall ging erschuͤtternd dure

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ren Periode, z8 verschiedenen Male Feiten hHierder zur Aus⸗ 22 25 8 Fan Teihr Frresn 412 XFEp] 8 9 86g dee a stellung, so daß sein Ruhm zum Theil von hier aus sich ver⸗ 8* —. —2 7 3 zurden auch von andern Seiten ihm Aus⸗ 8 19 po 1831 pgSAfieir . 1 Jahre §3öl erdielt er de 5 4 ] t in demselben te:

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und heorüufen * des Innern, Freiherr Friedrich von Schuckmann «⸗ zigjaͤhrigen Alrer, da er 1755 am 26. Junt zu FANH lenburg⸗Schwerin geboren war. Als Gedeirn

Chef der Abtheilung fuͤr den Kulrus und Unterr her als Staats⸗Minister des Innern fuͤhrte er de

tung der Akadenne, welche ihn an