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Allgemeine
A. hn exX; 46. 4 (‿☛.¶⁄ 1e in . JSe n 1 “ 8 . - . rg aee Snth, Kch. 4b6 1186828 8 9 vanse .
Fmers s amehs E nze ang a, 96
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11“ 8 “ E16“ 1 wohner von Lyon und dessen Vorstaͤdten, deren Eigenthum Folge des Aufstandes von 1834 gelitten hat, verwendet wer
und daß die andere Haͤlfte ihre erste Bestimmung behalten si
—
Gezensatz das Weinerliche, Winselnde der Thraͤnentzne im Ausdruckh Kohnigstaͤdtisches Theater. 1t 85* 8 88 L Feches, so. 219 pecheadies⸗ Dem aee tog⸗ 11. Juni. Zum erstenmale wiederholt: Gast⸗ 5 die Anerkennung der Kunstrichter erhalten. Das Urtheil eines Paeche, PFrsoh⸗ oder: Unrechte Wege, Posse in 5 Akten, von der Letztern spricht am vollstaͤndigsten und wahrsten die Meinung Freitag, 12. Juni. Der Gloͤckner von Notre⸗Dame, ro⸗
unserer gebildeten Th f 1— — 66 Theaterfreunde aus und darum moͤge es hier mantisches Drama in 6 Tableaux, nach dem Roman des Victor
eine Stelle he 8 twis Hugs frei bearbeitet Charlotie Birch⸗Pfeiff Wenn wir die zarte Jugend dieses lieblichen Geschwister⸗Paa⸗ 9 i eitet von Charlotte Birch⸗Pfeiffer. . 98 5 p Sonnabend, 13. Juni. Das Koͤnigbeich der Weiber, oder:
res betrachten, und wenn wir dabei bedenken, daß sie kaum ein paar b 2 v Die verkehrte Welt, Burleske mit Gesang in 2 Akten, von Fr.
6 e ee ie geben⸗ 8en 8 Fuͤlle 8 on Talent, ihre schoͤnen, so berrlich herangehildeten Mittel und oft Genée. Vorher: Der Weiberhasser, Lustspiel in 1 Akt, von L. uͤch ihr Heraustreten aus sich selbst zur künstlerfschen Idealitaͤt ib⸗ Angely. h Veiberhasser, Lustsp .
er Gebilde wahrnehmen, so koͤnnen wir nur in ihr undedingtes Lob F“ einstimmen. Es thut einem wohl, wenn man so richtig, so schoͤn und hbedeutsam reden hoͤrt, wie es bei diesen Kunstjuͤngerinnen der Fall ist. Wer erkennt nicht in dem schoͤnen, vollen Redeton, in dem Auseinandersetzen und Betonen, in dem Gerechtigkeitswiderfahren⸗ lassen jeder Sylbe die Lehrerin und Meisterin, ihre Mutter? Man kann es jungen angehenden Talenten nicht genug empfehlen, hier den Werth des einfachen, schmucklosen Vortrags, ohne Wortziererei und Schoͤnrednerei, bloß von der eignen Bedeutungsfuͤlle wichtig s und wirkend gemacht, kennen zu lernen und sich eben so anzueig⸗ nen.“
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Genest, der einzige unter den politischen Gefangenen 8 sich zu legitimistischen Ansichten bekennt, bat am Himmelfahrtzn Fgus eseno vu. um Erlaubniß, die Messe besuchen zu duͤrfen. Der Polizei⸗g 7 fekt willigte in sein Gesuch, und der Gefangene wurde von „ Polizei⸗Beamten nach der Kirche begleitet. Zwei gefuͤrchtete Chouans, Namens Allard, die berei⸗ contumaciam zusm Tode verurtheilt waren, sind vor wenn Tagen in einer Meierei unweit Cholet in ihren Betten Heft gen genommen worden. Sie leisteten keinen Widerstanz gleich sie oͤfters erklaͤrt hatten, daß sie sich nie lebendig vi. ergreifen lassen, sondern daß sie sich bis zum Tode vertheidie wollten. — 1 - Die gestrige Nummer des „Charivari“ wurde, wegen Artikels mit der Ueberschrift: „Intervention des Chariyvat, der Interventions⸗Frage“, auf der Post und in dem Bu des Journals in Beschlag genommen. Das Journal de Paris meldet: „Der Genern g wollte sich auf Lecumberry zu wenden, um sich mit Vah vereinigen; er traf aber unterwegs auf uͤberlegene Kari Streitkraͤfte, die ihn noͤthigten, sich nach Pampelona zungh K.
in, F r 11“
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Amtliche Naͤchrichten.
Se. Majestaͤt der Koͤnig haben dem Gutsbesitzer Adolph von Brand zu Lauchstedt in der Neumark die Kammerherrn⸗ Puͤrde zu ertheilen geruht. I1“
Des Koͤnigs Majestaͤt haben dem bisherigen Regierungs⸗ Fath Johann Friedrich Christoph Bruͤggemann zu Merseburg den Charakter eines Geheimen Regierungs⸗Raths Allergnaͤdigst zu verleihen geruht.
Se. Koͤnigl. Majestaͤt haben den bisherigen Regierungs⸗ Rath von Bonin zu Magdeburg zum General⸗Kommissartus der Provinz Sachsen zu ernennen geruht.
Des Koͤnigs Majestaͤt haben die Befoͤrderung des Welt⸗ Geitichen Genelli zum Dom⸗Kapitular an der Kathedral⸗ Küche zu Pelplin Allergnaͤdigst zu genehmigen geruht.
Markt⸗Preise vom Getraide. Berlin, den 9. Juni 1835. Zu Wasser: Weizen (weißer) 1 Rthlr. 28 Sgr. 9 Pf., auch Rthlr. 20 Sgr. und 1 Rthlr. 15 Sgr.; Roggen 1 Rthlr. 13 Sgr. Pf., auch 1 Rthlr. 12 Sgr. 6 Pf.; große Gerste 1 Rthlr. 3 Sgr. Pf.; Hafer 1 Rthlr. 1 Sgr. 3 Pf., auch 27 Sgr. 6 Pf.; Erbsen lechte Sorte) 1 Rthlr. 22 Sgr. 6 Pf. Sonnabend, den 6. Juni 1835.
Das Schock Stroh 8 Rthlr. 15 Sgr., auch der Centner Heu 1 Rthlr. 2 Sgr. 6
derholte Vorstellungen von Seiten Herrn O' Connell's endlich ent⸗
Mosbourg, daß man diesen Reserve⸗Fonds gaͤnzlich einziehe und V 9 stellunge . schloß, so daß die Sache erledigt war.
zum Besten der Staats⸗Kasse verwende, gab zu einer weitlaͤuftigen Debatte Anlaß, die in der heutigen Sitzung fortgesetzt wurde, und zuletzt die Verwerfung des gedachten Antrages zur Folge hatte. Der erste Theil des Finanz⸗Budgets im Betrage von 328,483,725 Fr. zur Verzinsung und Tilgung der konsolidirten Schuld, so wie zur Verzinsung der Cautionen, der schwebenden und der immerwaͤhrenden Schuld, endlich zur Bestreitung der Militair⸗ und sonstigen Pensionen, wurde darauf ohne Weiteres angenommen. Der zweite Theil enthoͤlt 13 Mill. fuͤr die Civil⸗Liste, 720,600 Fr. fuͤr die Pairs⸗Kammer, 649,900 Fr. fuͤr die Depu⸗ tirten⸗-⸗Kaͤmmer, und 2,409,600 Fr. an Beisteuer zu der Dota⸗ tion der Ehren⸗Legion. Nachdem diese verschiedenen Summen bewilligt worden, wandte man sich zu dem drirten Theil des Fi⸗ nanz⸗Budgets, wovon bis zum Abgange der Post noch folgende Summen genehmigt wurden: fuͤr den Rechnungshof 1,149,000 Fr; fuͤr die Central⸗Verwaltung des Finanz⸗Ministeriums 6,312,834 Fr.; fuͤr die Muͤnzen 282,6090 Fr.; fuͤr das Kataster 5,500,000 Fr.
Die Pairs⸗Kammer wird sich morgen und vermuthlich auch noch uͤbermorgen bloß mit legislativen Arbeiten beschaͤftigen und den Prozeß gegen die April⸗Gefangenen erst in der naͤchsten Woche wieder aufnehmen. . Die vor einiger Zeit veranstaltete Kollekte zum Besten der Wittwe, der Kinder und uͤbrigen noch lebenden Angehoͤrigen Cathelincau's hat 168,288 Fr. eingetragen. Es ist beschlosser
London, 5. Juni. Lord Hill hat einen Armee⸗Befehl er⸗ lassen, worin den gemeinen Soldaten in Großbritanien und Ir⸗ land verboten wird, auf den Straßen mit ihrem Seitengewehr zu erscheinen. Auf die Kolonieen scheint sich diese Verfuͤgung nicht zu erstrecken. . 1 8
Sir Francis Burdett hat mit den Radikalen fuͤr den Gro⸗ teschen Antrag auf Einfuͤhrung der geheimen Abstimmung bei den Wahlen gestimmt. Die Erklaͤrung, welche dieser Siaats⸗ mann in Bezug auf seine Nichttheilnahme an dem kuͤrzlich ge⸗ stifteten Reform⸗Verein neulich in den Standard hatte einruͤcken lassen, scheint er jetzt modifiziren zu wollen, denn in der gestrigen Times liest man folgendes Schreiben von ihm: „Seitdem ich einen Brief an den Herausgeber des Standard gerichtet, habe ich das Papier, dessen er erwaͤhnte (naͤmlich die von dem Re⸗ form⸗Verein erlassene Adresse), gelesen, und ich freue mich, zu finden, daß darin keine respektwidrige Aeußerung gegen Se. Ma⸗ jestaͤt, noch sonst ein Ausdruck enthalten ist, welcher das zu sa⸗ gen scheint, was der Standard hineinlegt. Zugleich bitte ich, mich als einen solchen anzusehen, der jenem Dokumente voͤllig fremd ist, der fuͤr die darin geaͤußerten Gesinnungen nicht ver⸗ antwortlich seyn will, und der mit der Sache in keinem andern Zusammenhange steht, außer als Unterzeichner zur Er⸗ leichterung der Einregistrirung der Waͤhler.“ Der worden, daß das Kapital dieser Summe allein den Kindern Courier, der dieses Schreiben weitlaͤuftig kommentirt, ruft Cathelineau's zufallen, und daß die Wirtwe und sonstigen Ange⸗ aus: „Armer Sir Francis Burdett, wie bist Du gesunken!“ hoͤrigen nur eine lebenslaͤngliche Rente aus derselben erhalten und meint, der Reform⸗Verein werde ihm wahrscheinlich seine 5 sollen. 8 Guineen, die er als Beitrag eingesandt, zuruͤckschicken und seinen
Auch die Loire ist in der Nacht vom 1sten auf den 2ten Namen von der Liste streichen. 16“ zwischen Blois und Tours ploͤtzlich um 12 Fuß gestiegen und an Am Schluß der Debatte uͤber die Grotesche Motion am mehreren Stellen aus ihren Usern getreten, wodurch ein beträͤcht⸗ Dienstag Abend wurde es im Unterhause etwas unruhig, und licher Schaden verursacht worden ist. 1ssfoaͤhrend der Sprecher seine Aufmerksamkeit auf die eine Seite richtete, entspann sich auf der andern ein heftiger Wortwechsel, der beinahe wieder zu einem Duell zwischen Parlaments⸗Mit⸗ gliedern, naͤmlich zwischen Herrn Hume und Herrn Charlton (Mitglied fuͤr Ludlow), gefuͤhrt haͤtte. Am folgenden Morgen naͤmlich las man im Courier folgende beide Briefe:
„Herr Charlton an Herrn Hume. Im Unterhause, 2. Juni. Mein Herr! Ich hoͤrte Sie das Wort „impertinenter Mensch“ gebrauchen, waͤhrend ich sprach. Ich glaube, daß Sie mit diesen Worten mich gemeint haben; um aber Irrungen zu vermeiden, wuͤnsche ich, daß Sie mir sofort erklaͤren, ob Sie mich gemeint haben, oder nicht.“
„Derselbe an Denselben. Ein paar Stunden spaͤter. Mein Herr! Ich hoͤre so eben von Herrn Forester, daß Sie sich ge⸗ weigert haben, ihm irgend eine Antwort auf mein Billet zu ertheilen, so wie auch, daß Sie sich geweigert, irgend eine Er⸗ klaͤrung zu geben, oder mir einen Freund zuzuschicken, mit dem ich daruͤber unterhandeln koͤnnte. Unter diesen Umstaͤnden be⸗ daure ich, oͤffentlich erklaͤren zu muͤssen — und die Welt wird mir darin Recht geben — daß Sie sich durch Ihr unmaͤnnli⸗ ches und feiges Benehmen des Namens eines Ehrenmannes gaͤnzlich unwuͤrdig gemacht haben.“
Die Sache wurde jedoch auf friedlichem Wege ausgeglichen, indem beide Theile ihre Beleidigungen zuruͤcknahmen. (S. oben die Sitzung des Unterhauses vom 3. Juni.)
Die Namen derjenigen Personen, welche bei der letzten Krisis an der fremden Fonds⸗Boͤrse nicht zu zahlen im Stande waren,
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6 Rthlr. 15 Sgr.; Pf., auch 15 Sgr.
Auswärtige lförsen. 8 Amsterdam, Juni.
Niederl. wirkl. Schuld 551⁄ ½. 5 %8 do. 100 ½. Ansg. Schuld 18 Kanz-Bill. 25 ½ 4 ½ 9 Amort. 92 ¾. 3 ⁄ 3 80. Russ. 99. Oesterr. 98 ⁄. Preuss. vräm.-Scheine 112 ½. do. 4 % Anl. —. Span. 58 433¼. 33 26.
ziehen. Am 2. Juni wurde Elisondo abermals von den sten angegriffen.“
Von der Spanischen Graͤnze wird unterm 29. gemeldet: „In dem Gefecht, welches am 16ten in der ie gend von Noain stattfand, machten die Karlisten 85 Mm. Gefangenen, nahmen 26 Pferde weg und toͤdteten 80 M.
— : . 8₰ 3 Mana- von den Truppen der Koͤnigin. Die Karlisten hatten 3y
wundete, worunter der Oberst O'Donnell, und 17 Todte „ kurz darauf erfolgte Tod O'Donnell's war ein harter fuͤr Zumalacarreguy, der sehr viel auf ihn hielt. n der Einnahme von Trevisso wurden die Truppen der Gag befragt, ob sie fuͤr Don Carlos dienen wollten und, da sie ablehnten, nach Estella gebracht. Spaͤter aber gaben se Wunsch zu erkennen, in den Reihen der Karlisten zu kaͤm unter der Bedingung, daß den Offtzieren ihr Rang gech⸗ 9 wuͤrde. Zumalacarreguy versprach, ihren Vorschlag dem 1 2* Carlos mitzutheilen.“ ISb An der heutigen Boͤrse siel die Spanische Anleihe mie um 2 ½ pCt. Man sprach von neuen schlimmen Nachrichten die Regierung der verwittweten Koͤnigin von Spanien; Regimenter, hieß es, seyen zu Don Carlos uͤbergegangen,] Vittoria sey von den Truppen Zumalacarreguy's in Besth⸗ nommen. — Heute schloß 5proc. Rente pr. compt. 106. 95. fincn 107. 20. 3 proc. pr. compt 78. 95. sin cour. 79. 15. irne Neap. sin cour. 95. 30, ohne den Coup. 5proc. Span. Zproc. 27. Cortes 36 ⁄. Ausg. Schuld 17 ½. Guebhard 2 ½ proc. Holl. 56. 75. .
Neueste Nachrichten.
Paris, 4. Juni. Vorgestern Abend hatte der Gesandte, Herr von Koͤnneritz, eine Audienz beim Koͤnige. Ge⸗ stern arbeiteten Se. Maj. mit dem Marine⸗Minister.
Nachdem die Pairs⸗Kammer sich gestern um 2 Uhr in den geheimen Ausschuß verwandelt hatte, um das Erkenntniß uͤber die der Beleidigung dieser Kammer fuͤr schuldig befunde⸗ nen Individuen abzufassen, erschien um 5 Uhr ein Thuͤrsteher und kuͤndigte auf Befehl des Praͤsidenten an, daß die oͤffent⸗ liche Sitzung bis heute vertagt sey. Heute sollte nun um 3 Uhr wieder eine oͤffentliche Sitzung zu legislativen Zwecken stattfinden, und zwar stand der Bericht der mit der Pruͤfung des Gesetz⸗Entwurfs in Betreff der Vollziehung des Traktats uͤber die Nord⸗Amerikanische Schuldforderung beauf⸗ tragten Kommission an der Tagesordnung, aber der geheime Ausschuß, der heute Mittag von neuem begann, dauert jetzt
beim Abgange der Post (halb 5 Uhr) noch immer fort, und es Inkulpaten noch nichts ent⸗
Saͤchsische
Antwerpen, 4. Juni. Span. 5, 8 3 ½ —. EZinsl. 17. Cortes 36.
42 . Beig. 99 .
Conp. 20. London, 5. Juni. Cons. 338 —. Belg. 99 ½¼. Span. Cortes 45. Obl. v. 1834 Ziusl. 1“. Ausg. 17 ½. 2 ½ 8 Holl. 55 ¾. 5 ½ do. 100 ¾. Port. Engl.-Russ. 108 ¼. Bras. 83. Columb. v. 1824 35. Mex. 35 ½. Chili 50. St. Petersburg, 2. Inni. Lond. 10 ¼ ½. Amsterdam 53. Hamburg 9. Paris 111 ¼. Silber- 6 ⅛ in B. A. 133. 53½ Inscript. Ser. III. u. WV. 101. Wien. 5. Juni. 5 % Met. 101 353. 4½ 97 ¾9. Bank-Actien 1327. Neue Anl. 587 ½.
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8
Der bisherige Stadtgerichts⸗Assessor Muth in Neu⸗Ruppin st zum Justiz⸗Kommissarius bei den Gerichten des Templiner Kreiss, mit Anweisung seines Wohnortes in Zehdenick, und zum Notar ernannt worden. “
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Zeitungs⸗Nachri
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. Koönigliche Schauspiele. Donnerstag, 11. Juni. Im Opernhause: Die gefaͤhrliche Wette, komische Oper in 2 Abth., nach einer neuen Bearbeitung der Oper: Cosi fan tutte, zur beibehaltenen Musik von Mozart. Im Schauspielhause: I1) Le Mariage de raisen, vaudeville en 2 actes, par Scribe. 2) La seconde représentation de: Les gants jaunes, ou: Les tribulations d'un danseur, vaude- ville nouvcan en 1 acte, par Mr. Bayard. Freitag, 12. Juni. Im Schauspielhause:
ist also uͤber das Schicksal jener schieden.
In der heutigen Sitzung der Deputirten⸗Kammer die Berathungen uͤber das Budget des Finanz⸗Ministers ortgesetzt,
Im heutigen Moniteur liest man: „Wir haben schon gemeldet, daß der Koͤnig beschlossen hatte, es solle die Summe von 500,000 Fr., welche dadurch, daß die mit dem Marschall Herzog von Dalmatien abgeschlossene Uebereinkunft ruͤckgaͤngig gemacht wurde, disponibel geworden ist, zu außerordentlichen Be⸗ stellungen bei den Fabriken der Stadt Lyon angewandt werden. Se. Maj. haben nun durch eine neue Verfuͤgung vom 1. Juni befohlen, daß die Haͤlfte dieser Summe zur Unterstuͤtzung derjenigen Ein⸗
Frankreich.
Paris, 4. Juni. Der Koͤnig arbeitete gestern nach einan⸗ der mit den Ministern der Marine, des Krieges, des oͤffentlichen Unterrichts und der auswaͤrtigen Angelegenheiten.
Die Berathungen uͤber das Ausgabe⸗Budget schreiten rasch vor, so daß die Session vielleicht schon in 8 — 10 Tagen geschlossen werden wird. Es erregte daher einiges Gelaͤchter, als in der gestrigen Sitzung der Deputirten⸗Kammer Herr Oger, Deputirter des Departements der Ardennen, sich noch einen Ktaäͤ⸗ gigen Urlaub erbat, mit der Versicherung, daß er jedenfalls am loten wieder in der Hauptstadt seyn werde, um an den Debat⸗ ten der Kammer Theil zu nehmen. In dieser Sitzung wurde (wie bereits erwaͤhnt) die Diskussion uͤber das Budget des Mi⸗ nisteiums des Innern beendigt. Unter den Kapiteln, die noch zu bewilligen waren, befand sich auch eins uͤber 326,000 Fr. zu algemeinen Unterstuͤtzungen. Herr Sapey verlangte, daß man dafselbe um 350,000 Fr. erhoͤhe, mithin auf 676,000 Fr. festsetze, und doßman diesen Zuschuß hauptsaͤchlich denjenigen Staͤdten, die bei den vorsaͤhrigen polttischen Unruhen gelitten, wiez. B. Lyon, St. Etienne, Salins u. a. zuwende. Herr von Rancé unterstuͤtzte den Antrag und auch der Berichterstatter erklaͤrte sich beifaͤllig daruͤber; derselbe wurde inzwischen, als es daruͤber zur Abstimmung kam, mit einer Ma⸗ joritaͤt von 22 Stimmen verworfen. Herr Lemereier trug darauf auf einen Zuschuß von 200,600 Fr. ausschließlich zu Gun⸗ sten der Lvoner an, und diese Summe wurde mit ziemlich starker Stimmenmehrheit bewilligt. — Bei der darauf eroͤffneten
b Debatte uͤber das Budget des Finanz⸗Ministeriums hiest Herr Fould eine lange Rede, worin er die Ermaͤßigung des Tilgungs⸗ Fonds und die Reduction des Zinsfußes als die geeignetsten Mit⸗ tel bezeichnete, die Staues⸗Ausgaben mit der Einnahme auszu⸗
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Großbritanien und Irlaunbdb. Parlaments⸗Verhandlungen. Unter⸗ haus. Sitzung vom 3ten Juni. Herr Hume er⸗ zaͤhlte den Hergang der Sache, weshalb er (wie gestern gemel⸗ det) Herrn Charlton einer Verletzung der Privilegien des Hau⸗ ses anklagte, folgendermaßen: „Herr Charlton ließ in seine Rede gegen das Ballottement die Bemerkung einfließen, Lord Stanley habe bewiesen, daß das System der geheimen Abstimmung in Nord⸗Amerika fehlgeschlagen sey. Als ich dies hoͤrte, sagte ich zu Herrn Roebuck, der neben mir saß, es sey nichts der Art be⸗ wiesen worden, worauf Herr Charlton sich ploͤtzlich mit den Wor⸗ ten zu mir wandte: „„Herr, schweigen Sie; wenn Sie etwas einzuwenden haben, so reden Sie, wenn ich fertig seyn werde.““ Ich entgegnete hierauf: „„Ich werde nicht schweigen; ich rede nicht zu Ihnen.““ Jener aber wiederholte in drohendem Ton: „„Wenn Sie nicht schweigen, werde ich Sie zum Schweigen bringen. Sie kensch, wir
Don Carlos,
Infant von Spanien, Trauerspiel in 5 Abth., von Schiller. (Hr. Karl Muͤller, vom Stadt⸗Theater zu Riga: als Gastrolle.
ller, er Don Carlos, Frl. v. Hagn: Prinzessin Eboli.) edärten ee
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Gedruckt bei A. W. Hapn.
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Allgemeiner Anzeiger fuͤr die Preußischen Staaten — theken⸗Schein und Bedingungen in der Registratur mit beigefuͤgter Jahreszahl zu den in allen 2 Ver⸗ der Subseribent aus demselben sich veeschaffen ka Bekanntmach ungen. einzusehenden Tare, soll am loosungen gezogenen, werden zur Zeit zu haben sein, erkauft er mit einer so Heeee⸗ monallichen 2 Bekanntmachung. 1 9. Decem ber c., bet Hertel in Berlin, Scharrnstk. Nr. 3. sgabe, wahrlich nicht zu theuer! b Die in diesen Blaͤttern unterm 4. Maͤrz c. ange⸗ Vormittags 11 Uhr, an ordentlicher Gerichtsstelle Die erste und zweite Lieferung dieses Werkes kuͤndigte Licitation der Pacht des Amts Fahrland subhastirt werden. xeeea bereits an alle Buchhandlungen versandt, und ünndet nicht Statt, da dasselbe inzwischen aus freier,] Alle unbekannten Real⸗Praͤtendenten werden auf⸗ Litera risch e Anzeige n von uns zur Einsicht mitgetheilt. Hand vervachtet worden ist. geboten, sich bei Vermeidung dee Praͤclusion spaͤte⸗ hs 1b 2 Stuhrsche Buchhandlung in Berl Potsdam, den 3. Juni 1835. stens in diesem Termine zu melden. Bei E. S. Mittler in Berlin (Stechbahn Nr. 3) “ Schloßplatz Nr. 2. 8 * t9 18 Regier 8 n 9 vFnn 19 t 15. 55 188839. 9 ist so eben erschienen: 1“ Abtheil. fur die Verwaltung der direkten nigl. Preuß. Land⸗ und Stadtgericht. Dii 8 er 8 ; Steuern, Domainen und Forsten. und W äsche 8e Wo l e “ Interesse fuͤr Woll⸗Producenten, Fabrikan⸗ Bei Duncker d F b . ;8sihhet ten und Haͤndler. Eine vergleichende Zusammenstel⸗ Nr. 20; niss 8 . . ot, Franz ficegt lung der verschiedenen bei dieser wichtigen Speration zandlunge 1h. 9n. und in alla de in Anwendung gebrachten Methode. andlungen 8 8” ; 8 haben: b
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sind ein impertinenter Men brauchen hier keinen Radikalismus und keinen Republikanis⸗ mus.““ Nun erst erwiederte ich: „„Sie sind selbst ein imper⸗ tinenter Mensch““, und Herr Charlton schrieb mir darauf zwei Briefe, die durch die Zeitungen bekannt geworden sind. (S. den Art. London.) Ich beruüfe mich hierbei auf das Zeugniß des Herrn Roebuck und frage, ob es nur einen Augenblick ge⸗ duldet werden darf, daß, wenn einen ehrenwerthen Herrn der Zorn oder vielleicht nur die Lust ergreift, sich in den Zeitungen
An kuͤndigung.
1 Nr o el a m. Bei dem unterzeichneten Gerichte befindet sich seit dem 26. April d. J., als eines veruͤbten Diebstahls
Avertissement.
Die im Schwetzer⸗Kreise belegene freie Allodial⸗ Von J. &. Possarr
Ritterguͤterherrschaft Poledno, zu welcher das Gut Ppoledno Nr. 140 und der Guts⸗Antheil Wienskowo Nr. 184, Lilt. A. gehoͤrt, ist im Wege der Execution
zur Subhastation gestellt, und der Bietungs⸗Ter⸗ mmin auf
den 29. August 1885, Vormittags um 10 Uhr, vor dem Deputirten, Herrn Ober⸗Landesgerichts⸗Rath Reidenitz, hieselbst, ange⸗ setzt worden
Die im Jahre 1833 aufgenommene landschaftliche Tare, nach welcher der Werth der gedachten Herr⸗ schaft 35,423 Thlr. 16 sgr. 8 pf. betraͤgt, und die Veckaufs⸗Bedingungen, so wie der neueste Hypothe⸗ kenschein, sind uͤbrigens jederzeit in der hiesigen Re⸗ gistratur einzusehen Marienwerder, den 19. November 1834.
Civil⸗Senat des Koͤnigl. Ober⸗Landes⸗
Subhastations⸗Patent, wegen des Gutes Ober⸗ und Nieder⸗Wal⸗ dau, Bunzlauer Kreises.
Zur Subhaftat:on des im Bunzlauer Kreise bele⸗ genen, nach der landschaftlichen Credit⸗Taxe auf 85,007 Thlr. 22 sgr. 3 pf und nach der Verkaufs⸗ Taxe auf 95,231 Thlr. 14 sgr. 9 pf. abgeschaͤtzten Gu⸗ res Ober⸗ und Nieder⸗Waldau ist ein Bietungs⸗Ter⸗
au
. 1 †. P8 ., Vormittags um 11 Uhr, angesetzt worden. Besce und zahlungsfaͤhige Kauflustige werden da⸗ her vorgeladen, in diesem Termine vor dem ernann⸗ ten Deputirten Herrn Ober⸗Landesgerichts⸗Assessor Paschke auf dem hiesigen Schloß entweder in Person, oder durch gehoͤrig informirte und gesetzlich legiti⸗ mirte Mandatarien sich einzufinden, ihre Gebote ab⸗ zugeben und demnaͤchst den Zuschlag an den Meist⸗ und Bestvietenden zu gewaͤrtigen. 11
Die Taxe, der neueste Hypotheken⸗Schein und die
besondern Kauf⸗Bedingungen koͤnnen waͤhrend der
gewöhnlichen Amtsstunden in der hiesigen Registra⸗ tur eingesehen werden. Glogau, den 13 Januar 1835. Koͤnigl. Ober⸗Landesgericht von Nieder⸗ Schlesien und der Lausitz. (L. 5.) Se v. Goͤtze.
2
8 Nothwendiger Verkauf. Das der Marianna von C vrge gehoͤrige Erb⸗ vachts⸗Vorwerk (Swiedzyn, Kreis Loebau, abgeschaͤtzt auf 5712 Thlr. 16 sgr. 4 pf.; zufolge d neb Hypo⸗
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verdaͤchtig, ein Mensch verhaftet, welcher keine Paͤsse oder sonstige, zu seiner Legitimation dienende, Papiere
befitzt, aber sich Fohann Henrich Martin Schleet
nennt, aus Borkholt, ohnweit Perleberg, in der Prieg⸗ und Jahr alt sein will, 6 Fuß groß kraͤftiger Statur ist, Matrose zu sein an⸗ giebt, und als solcher seit etwa 20 Jahren Reisen,
nitz gebuͤrtig und 40 und starker
groͤßtentbeils von Hamburg aus, zur See auf den Schiffen: „Helena“, gefuͤhrt von den Capitainen
Schmidt und Burchard nach St. Petersburg und
mehreren Ostsee⸗Haͤfen, ferner nach London, Havanna,
Archangel, Amsterdam und Westindien, und auf der
Elbe, groͤßtentheils auf einem vom Capitain Stef⸗ fens gefuͤhrten Schiffe, nach Magdeburg und Dres⸗ den gemacht haben, am 28. Maͤrz d J, in Amster⸗ dam vom Schiffe: „Helena“, Capitain Burchard, entlassen, dann fuͤr den Koͤnigl. Niederlaͤndischen Sce⸗ dienst geworben, in Leuwarden von einem Koͤniglichen Kriegsschiffe: ‚Marianna“, der Reise in seine Heimath ins hiesige Herzogthum gekommen sein will. Da indessen das unterzeschnete Gericht uͤber dieses ebengedachte Individuum und dessen fruͤheren Lebenswandel sichere Auskunft zu er⸗ halten wuͤnscht, besonders in soferne, ob derselbe be⸗ reits wegen Diebstahls oder wegen anderer Verbre⸗ chen zur Strafe gezogen ist: so ersucht, unter Ver⸗
sicherung seiner Bereitwilligkeit zu aͤhnlichen Gegen⸗ diensten, das unterzeichnete Gericht alle einheimische
und auswaͤrtige Behoͤrden, welche die gewuͤnschten Nachrichten zu ertheilen vermoͤgen, hiermit dienster⸗
gebenst, zur Huͤlfe Rechtens, solche Nachrichten moͤg⸗
lichst bald geneigst anhero gelangen Cloppenburg 1835, May 30. Großbherzoglich⸗Oldenburgisches Landge⸗ richt des Kreises Cloppenburg. J. C. v. Oeder.
zu lassen.
Ritterguts⸗V Ein Rittergut im Koͤnigreich Sachsen, mit allen Branchen der Oekonomie, in der fruchtbarsten Pflege und angenehmer Umgebung, ist zu verkaufen und das Naͤhere auf vortofreie Anfragen unter der Adresse: A. Ii. in Freiberg“ zu erfahren.
er kauf.
i g e.
An ;z e Das Verzeichniß der in der 3ten Ziehung am 1.
Juli c. herauskommenden 90 Serien der Seehand⸗
lungs⸗Praͤmienscheine mit einer tabellarischen Ueber⸗ sicht der darin enthaltenen 9000 Nummern, und das belannte tabellarische Heft saͤmmtlicher 2520 Serien
ausfallen; es wird daher diese Anleitung einer rich⸗ tigen und zweckmaͤßigen Waͤsche der Wolle Kaͤufern und Verkaͤufern willkommen sein.
erscheint vom April 1835 an folgendes neue geogra⸗ phische Werk:
on; In Verbindung mit mehreren Gelehrten herausgegeben desertirt und nun auf
Mit drei Karten, neun Grundrissen bedeutender Staͤdte, acht Stahlstichen und einhundert in den
lien, Spanien und Portugal; Band V. Frankreich g
lichen Lieferungen, deren jede im Subseriptionspreise 12 sgr. kostet, und deren jede im Durchschnitte 788 8 Bogen stark ist; eine 25ste Lieferung besteht aus dem erwaͤhnten Atlas, und es kostet dieselbe auch nur 12 sgr.
8 und Pauerhaͤft, ve⸗ e gchaa ha 8 Die Karten, Grundrisse, Stahlstiche und Holzschnitte zqischgs, der ⁴⁵ (Aasichten von Staͤdten, romantischen Gegenden, Wörterhuch, encyclopädisches, dei Seehaͤfen, Gebirgen, Volkstrachten u. s. w. darstel⸗ lend), werden von ausgezeichneten Kuͤnstlern geliefert, so daß wir dieses werthvolle Werk ein sehr schoͤn aus⸗
ch . Leichen. „Ich muß mich wundern“, aͤußerte er, „daß der Finanz⸗ Minister nicht bereits von uns die Autorisation verlangt hat, den
Zinsfuß unserer Staats⸗Schuld herabzusetzen. Nie gab es einen guͤn⸗ stigern Augenblick dazu, und man moͤchte daher den Minister fast der Nachläͤssigkeit beschuldigen, daß er diesen Augenblick ungenutz voruüͤbergehen läßt, waͤhrend so viele ander? Maͤchte sich so ernstlich mit jener Maßregel beschaͤftigen. Wohl weiß ich, daß man in Paris, wo die meisten Renten konzentrirt sind, von einer Re⸗ genommen und daher auch vorzugsweise dazu gem duction des Zinssußes nicht gern etwas hoͤren will. Haben wir worden. Fuͤnf Baͤndchen seiner Gedichte waren nicht aber auch Pflichten die Steuerpflichtigen zu erfuͤllen? Ist nicht auch diesmal wieder das Einnahme⸗Budget um 28
reits fruͤher in Oestreich gedruckt und schnell ven . d ge; fen. E“ Auflage umfaßt alcs, Mil. geringer, als unsere Ausgaben? Und wie koͤnnten sich die
er Poetisches geschrieben, vollstäͤndig.
Die Verlagshandlung ist uͤberzeugt, den Freu harmlosen Scherzes mit diesem von ihr freund ausgestatteten Werke eine angenehme, oft erheitm manchmal aber auch das Herz wohlthaͤtig beruͤhen Lectuͤre zu verschaffen, und besonders den Declan ren ein reiches Feld zum Vortrage zu eroͤffnen
Um die Anschaffung zu erleichtern, soll bis d. J. ein wohlfeiler Subscriptionspreis von 42 fuͤr alle 6 Baͤnde stattfinden.
Fuͤr die Besitzer der fuͤnf ersten Baͤndcha „Poetischen Kleinigkeiten”“ ist das Baͤndchen mit diesem Titel einzeln à 1 Thlr zu sü
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Einzige, vollstaͤndige Sammlung, in sechs Bälce Mit dem Bildnisse des Dichters.
gr. 12m0. geheftet. Subseriptions⸗Preis 41 Ah Castelli ist als Dichter in ganz Deutschland!
theilhaft bekannt Seine Poesten empfehlen sich. e zuͤglich durch Humor und Gemuͤthlichkeit im Inbe und durch ungezwungene Naivrtaͤt im Ausdruck⸗ sind bei oͤffentlichen Vortraͤgen stets mit Beifall
gr. 8 o. broch. Preis 1 Thlr.
Wohl selten ist ein Buch zu einer zweckgemaͤßeren Zeit erschienen, als vorstehendes in dem Augenblicke, wo fast auf allen Wollmaͤrkten uͤber die schlechte Waͤsche der Wolle geklagt wird und deshalb oft le⸗ diglich die Preise fuͤr uͤbrigens gute Wolle geringer
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In J. Scheible's Verlags⸗Expedition in Leipzig
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Cours fuͤr dieselben Obligationen zahlt, die sie zu weit niedrige⸗ ren Preisen gekauft haben?“ Der Redner trat schließlich mit dem Antrage hervor, die 5proc. Renten zu verloosen, und den nhabern derselben statt des baaren Geldes entweder Aproc. Ren⸗ ten zu dem Pari⸗Course oder Zproc. unter dem Pari⸗Course an⸗ zubieten. Der Finanz⸗Minister widersetzre sich diesem An⸗ trage auf das Enrtschiedenste, indem er der Meinung war, daß die Inhaber 5proc. Renten es bei einer Verloosung bei weitem vorziehen wuͤrden, baares Geld als Renten zu einem geringe⸗ ren Zinssuße anzunehmnen. Herr Gouin verlangte einige Aufschluͤsse uͤber den Betrag der schwebenden Schuld, worauf der Finanz⸗Minister erwiederte, daß dieselbe sich am 1. Juni 8 3. auf 8 Millionen Fr. belaufen habe. „Was die Re⸗ ge1o. 7. r. gg ction des Zinsfußes betrifft“, fuͤgte er hinzu, „so ist es zu ei⸗ 8 8 8 7 gn sgr. 8 7 4 2. - 1 “ - 201 01219, 2* 88 - hochwichtigen Maßregel vor Allem noͤthig, daß der erscheten 1o abem qu der Schl⸗fingench fabiriche Horizont nicht bloß fuͤr den Augenblick, sondern auch und Musikhandlung, unter den Linden Nr. 34. 4 die naͤchste Zukunft durchaus wolkenlos sey. Ich glaube, daß diese Zeit nicht mehr fern ist, und erklaͤre daher, daß mein liebster Wunsch in Erfuͤllung gehen wuͤrde, wenn es mir noch waͤhrend meines Ministeriums moͤglich waͤre, jene große Finanz⸗ HOperation zu bewirken. Es bedarf dazu eines spetiellen Gesetzes, und ich bin entschlossen, Ihnen ein solches in den ersten Tagen der kuͤnftigen Session vorzulegen, wenn die politischen Umstaͤnde es irgend gestatten. Sie werden aber leicht einsehen, daß die Regierung in dieser Beziehung nicht schon jetzt eine bestimmte Verbindlichkeit uͤbernehmen kann.“ ie allgemeine Berathung wurde hierauf geschlossen, und es be⸗ gann diejenige uͤber die einzelnen Artikel des Finanz⸗Budgets urch den ersten Artikel desselben soll der Finanz⸗Minister er⸗ maͤchtigt werden, die bei dem Reserve⸗Fonds der Tilgungs⸗Kasse befindlschen Schatzkammer⸗Scheine in 4 oder 3proc. Renten zu verwandeln und zu konsolidiren. Ein Antrag des Grafen von
Europa und seine Bewohner. Ein Hand⸗ und Lesebuch fuͤr alle Sltaͤnde.
von Prof. Karl Friedrich Vollrath Hoffmann. Acht Baͤnde.
Text eingedruckten Holzschnitten. Moͤglichste Billigkeit bei groͤßter Eleganz.
Des ruͤhmlichst bekannten Herrn Verfassers neue⸗ stes Werk wird aus acht Baͤnden bestehen, welche ees Zen I. Boden, dhifenehh Band II. gewaͤsser und Klima; Band III. Naturerzeugnisse, 8 2r.. xxt Bewohner; Band IV. Tuͤrkei, Griechenland, Ita⸗ Angelo, tyran de Padoue. Drame en 3 )o Sund Großbritanien; Band VI. Schweiz, Nieder⸗ lande, Deutschland und Daͤnemark; Band VIlI. Oe⸗ sterretch; Band VIII. Seandinavien und Rußland. Den Schluß des Werkes bildet vraetae , de 88 I eine orohydrographische, eine statistische und eine 5 „S. 9; ,. ve Auflage t ethnographische Karte von Europa, auch neun Grund⸗ vbSer beshen üten t echen, Fnsga⸗ risse bedeutender europaͤischer Staͤdte enthaͤlt. ie Lieferumg, aus 3 Baͤnden bestehend, erschin Das ganze Werk erscheint broschirt in 24 monat⸗ und noch zum Subseriptionspreise von 2 Thle, zu haben bei E. H. Schreoedet,
2 Kdohnigstr. Nr. 37.
Das Format ist ein großes Oktav, das Papier ist So eben ist fertig geworden und in alle Bu
ndlungen zu haben:
schen Wissenschasten. Herausgegeben von Prof. Dr. H. Busch, C. F. v. Gräle, Hufeland, H. F. Link und J. I 4 III. Fal . Frühgg t. gr. Svo. 1 estattetes nennen und cs mit vollem Recht empfeh⸗ NXlII. Fallopii-Frühgeburt. gc So-
en koͤnnen.
Veit & Comp., Oberwallsrr. Nr. 1 Die Belehrung und nuͤtzliche Unterhaltung, welche
Inhaber dproc. Renten beschweren, wenn man ihnen den Pari⸗
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einen Namen zu machen, ein Anderer verpflichtet seyn sollte, sich hinzustellen und sich eine Kugel durch den Kopf jagen zu lassen. Ich weiß sehr gut, daß es Faͤlle giebt, wo keine andere Alterna⸗ tive bleibt, als zu den Gesetzen der Ehre seine Zuflucht zu nehmen, und ich verdamme Keinen, der in einem solchen Nothfall nach der bestehenden Sitte handelt; aber darf es des⸗ wegen in einer berathenden Versammlung zum Gebrauch werden, daß Einer, der seinen Gegner nicht durch Argumente schlagen kann, der Sache dadurch ein Ende macht, daß er ihn todtschießt? (Hoͤrt! und Gelaͤchter.) Ich kann dreist behaupten, daß der ehrenwerthe Herr geglaubt hat, es wuͤrde doch huͤbsch seyn, wenn er auch seinen Namen einmal unter der Ueberschrift: „Korre⸗ spondenz zwischen Herrn Charlton und Herrn Hume“ paradiren sähe; aber das Haus darf ein solches Verfahren nicht gutheißen.“ Herr Charlton erzaͤhlte nun gleichsalls, was sich am Abend vorher zuge⸗ tragen, nur auf eine etwas andere Art. Er wollte namentlich nicht zuge⸗ ben, daß er zuerst den Ausdruck „mpertinenter Mensch“ gebraucht habe. Daruͤber wurde nun lange hin und her gestritten. Herr Roe⸗ buck und mehrere andere Ohrenzeugen bestaͤtigten die Aussage des Herrn Hume; Sir R. Peel und Andere wollten jedoch jenen Ausdruck von Herrn Charlton gar nicht gehoͤrt haben. Der Antrag des Kanzlers der Schatzkammer, daß man uͤber die Sache zur Tagesordnung uͤbergehen solle, blieb ohne Erfolg, bis es endlich Herrn O'Connell gelang, den Streit zu schlich⸗ ten. Dieser bemerkte naͤmlich, nach allen Regeln verdiene die Aussage derjenigen Zeugen, welche positiv aussagten, daß sie et⸗ was gehoͤrt, den Vorzug vor denen, welche bloß deshalb, weil sie es nicht gehoͤrt, verneinten, daß etwas gesagt worden; deswe⸗ gen muͤsse auch die Erzaͤhlung des Herrn Hume fuͤr richtig an⸗ genommen werden; da aber Herr Charlton auf Ehre versichere, den Ausdruck „impertinenter Mensch“ nicht gebraucht zu haben, so liege darin wenigstens, daß er den Ausdruck, im Fall er ihn wirklich gebraucht haͤtte, zuruͤcknehme und somit Herrn Hume eine Ehren⸗Erklaͤrung gebe, die diesen zufriedenstellen müsse, denn den anderen Ausdruck: „Schweigen Sie“ koͤnne man allen⸗ falls passiren lassen, weil er das Haus nicht verletze; sollten aber die beiden ehrenwerthen Mirglieder sich dabei nicht beruhigen, so wolle er (O Connell) darauf antragen, daß man sie in Haft bringe. Herr Hume erklaͤrte nun, wenn dem so sey, so wolle er auch seinen Ausdruck „impertinenter Mensch“ zuruͤcknehmen, da der⸗ selbe nur durch eine gleiche Aeußerung seines Gegners habe her⸗ vorgerufen werden koͤnnen. Er verlangte jedoch auch, daß Herr Charlton seine beiden Briefe ebenfalls widerrufen solle, wozu sich
Letzterer auf dringendes Zureden einiger Mitglieder und auf wie⸗
sollen am naͤchsten Montage bekannt gemacht werden; dem Ver⸗ nehmen nach befinden sich sehr bedeutende Kaufleute darunter.
Die Portugiesischen Papiere sind an der hiesigen Boͤrse sehr gestiegen, weil ein Spekulant deren fuͤr 100,000 Pfund ange⸗ kauft hat.
Das Dampsschiff „Harlequin“, welches der General⸗Dampf⸗ schifffahrts⸗Compagnie gehoͤrt, ist in 11½ Stunden von Voulogne in London angekommen, so daß die Reisenden, welche an Bord desselben von Paris hier anlangten, den Weg von jener Haupt⸗ stadt bis London in 39 Stunden zuruͤcklegten.⸗ “
Niederlande.
— — Amsterdam, 6. Juni. Am hiesigen Fonds⸗Markt be⸗ schaͤftigten sich die Spekulanten während der abgelaufenen Woche wieder hauptsaͤchlich mit dem Handel in Spanischen Staats⸗ Pa⸗ pieren. Die fortwaͤhrend umlaufenden Geruͤchte uͤber eine Inter⸗ vention in den Spanischen Buͤrgerkrieg verursachten ein anhalten⸗ des Schwanken in den Preisen, daber kamen die Notirungen von London, Paris und Antwerpen immer niedriger, so daß sowod! Spanische als alle uͤbrige Fonds mehr oder weniger gesunken sind. Den bedeutendsten Fall erlitten Cortes⸗Obligationen und deren Con⸗ pons, wovon sehr viele, wie es heißt, fuͤr Englische Rechnung, zu Markte kamen; der Preis der ersteren ging von à1 ½ pCt. erst auf 38 ½ zurxuck, erholte sich wieder auf 39 ¼, doch fiel er Tags darauf bis 37 ¼ pCt., und gestern war in diesem Effekt fast gar kein üm⸗ satz; die Coupons sind von 23 allmaͤlig auf 20 pCt. gewichen. Die Course der Perpetuellen haben sich meistens nach den von Antwer⸗ ven gekommenen Notirungen gerichtet; diese waren gestern sehr nie⸗ drig und brachten 5proc. von 44 auf 43 pCt., 3proc. von 26 ¼ auf 25⁄ vCt. und aufgeschobene Schuld⸗Dokumente von 18 ⁄2 auf 17 ½ Ct. Von Holländischen Staats⸗Papieren sind ebenfalls bedeutende Par⸗ tieen vom Auslande zum Verkauf hierhergekommen; da jedoch viele fuͤr inlaͤndische Rechnung abgenommen worden sind, so haben sich die Course so ziemlich auf ihrem letzten Stand behauptet; Russische und Oesterreichische Obligationen litten am wenigsten bei diesem slaunen Zustande, doch war der Handel darin auch von keiner Er⸗ beblichkeit; Preußische Praͤmien⸗Scheine haben etwas geschwankt, indem dieselben zu Anfang der Woche auf 110 ½ Fl. sielen, darauf wieder 112 ¾ Fl. erreichten und gestern 112 Fl. galten. Suͤd⸗Eme⸗ rikanische Fonds wurden haͤufig ausgeboten, wodurch auch deren Cours zum Weichen kam; Brasilianische wurden gestern zu 841 und Columbische zu 20 ¼ pCt. abgelassen. Die Frage nach Geld er⸗ baͤlt sich zu den Coursen von. 3 und 4 Ct. — Am Getraide⸗Markt stel wegen des nahen Festes wenig vor, indem nur Kleinigkeiten von Weizen und Roggen an Verbraucher abgingen, wobei die Preise des letzten Korn⸗Marktes sich sehr fest zelgtehhe.. . 1 8
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