zu gewinnen, gleich von Anfang an eine Anstrengung machte, worin wohl der Grund mit liegen mag, daß er die auf ihn geset⸗ ten Erwartungen nicht rechtfertigte. Um die Ecke kamen die Pferde ziemlich zusammen, Regulator nahm etwas die Spitze, mußte sie aber bald an den Bruder des Frretail uͤberlassen, der dieselbe wieder gegen den Black⸗Cynet nicht zu halten vermochte, von welchem er um ¾ Laͤngen geschlagen wurde; das Rennen dauerte 1 Min. 12 Sek.
Dieses Rennen zst das erste Rennen zweijaͤhriger Pferde, welches auf dem Conrinen t stattgefunden hat. Von vielen Seiten her wird ein Widerspruch gegen die Rennen von so jungen Pferden erhoben, allein der Anblick der Pferde, welche hier auftraten, mag wohl bei Bielen die Ansichten rechtfertigen, von welchen diejenigen ausgehen, welche sich fuͤr die Rennen der zweijaͤbrigen Pferde erklaͤren, indem ste dehaupten, daß durch einen solchen Zweck die Zuͤchter dahin ge⸗ bracht wuͤrden, daß sie ihre Pferde so erzögen, daß sie sich fruͤhzei⸗
tig ausbildeten, und die ferne Erfahrung wird nun die anderweitige Behauptung, daß eine vollkommene koͤrperliche Ausbildung bei Pfer⸗ den eben so wie dies bet Menschen der Fall ist, nur erreicht werden koͤnne, wenn eine angemessene Uebung in fruͤyster Jugend beginne, derlegen. Um nun durch wiederholte Er⸗ ahrungen gruͤndliche Belehrung zu erhalten, ist es von hoͤchstem Interesse, daß sich die Rennen zweijaͤhriger Pferde eine Reihe von Jadren hinterrinander wiederholen, wozu die erfreulichste Aussicht vorhanden ist, indem eine gleiche Proposition fuͤr das hrere Unterschriften erhalten hat.
XII. Rennen auf der freien Bahn 88 (Einfacher Steg.) Inlaͤndische Pferde — 3jaͤbrige 115 Pfd. — Pfd. — Stuten und Walachen 3 Pfd. weniger — ¼ Meile — 10 Frd'or. Einsatz — halb Reugeld. Des Herrn Grafen v. Renard brauner Hengst Hippolit vom King Fergus und der Miß Walker ging als Vertheidiger der Peitsche, welche im vorigen Jahr die braune Stute Whippiar ge⸗ wonnen hatte, hda kein Herausforderer aufgetreten war, uͤber die Bahn, und der Graf v. Renard erhielt also von neuem auf! Jahr den Besttz der I e. XIII. Rennen auf der freien Bahn. (Doppelter Sieg.) Länder, seit drei Monaten im Besit von In⸗ ½ Meile — 3jaͤbr. 120 Pfd. — Ajaͤhr. 138 Pfd. — Stuten und
Pferde aller laͤndern — — djaͤhr. 150 Pfd. — aͤltere 156 Pid.
1 Wallachen 3 Pfd. weniger.
Es erschienen:
1) Herr Kammerherr v. Wilamowicz⸗Moͤllendorff, braune
Stute Shalot vom Master Henry und der Maiden.
2) Herr v. Maltzahn⸗ Sommersdorff, brauner Hengst Alexris vom Rubello u. d. F. Zunilda.
3) Herr A. Mosson, brauner Hengst Pincher vom Lapdog, Mutter v. Rubens. Reiter weiß und blau gestreift, schwarze Kappe. (Steger, geritten von Hart.)
à) Se. Durchlaucht der Fuͤrst zu Carolath, braune Stute vom Whalebone und der Mutter des Godolphin.
Des Herrn Kammerherrn v. Wtilamowicz⸗Moͤllendorf braune Stute Rebecea vom Filho da Puta, Mutter von Waverley, des Herrn A. Mosson braune Stute Eleanor vom Middleton und der Eliza, Desselben braune Stute Maid of Underley vom Muley und der Dick⸗Andrews⸗Mare, Desselben braune Stute Petticoat vom Pantaloon und der Vexation, und des Herrn Lieutenant von Thömen braune Stute Toni vom Whalebone und der Blackina waren zuruͤckgezogen.
Die Whalebone⸗Stute fuͤhrte und nahm nach und nach ei⸗ nen weiten Vorsprung, nach der dritten Biegung nahm Pincher die Spitze und auch Shalot ging der Whalebone⸗Stute vorbei,
Erster Lauf.
von der letzten Biegung an entstand ein Kampf zwischen Pincher
und Shalot, in welchem jener mit à4 Laͤngen siegte. Das Rennen dauerte 4 Minuten 33 Sekunden. Zweiter Lauf.
Das Abreiten geschab im langsamsten Tempo, Pincher und Shalot hielten sich hinter der Whalebone⸗Stute, von der er⸗ sten Biegung an nahm Pincher die Spitze und fuͤbrte bis in die Mitte der dritten Seite, von wo er sich wieder zuruͤckhielt, von der letzten Biegung an setzte er sich neben die Whalebone⸗Stute und maͤchte mit dieser sein Rennen, so daß er sie um 3 Laͤnge schlug; der Lauf dauerte 4 Min. 45 Min.
Der Sieger erhielt eine von Sr. Majestaͤt dem Koͤnige Aller⸗ gnaͤdigst ausgesetzte Renn⸗Praͤmie von 400 Rthlr.
XIV. Rennen auf der freien Bahn. (Einfacher Sieg.) Unterschrifts⸗Reunen Nr. XXXXIII. — Rennzeit 1835. — Pferde jesrs Alters und Landes, welche bei den Fruͤhjahrs⸗ Uebungen 1835 beim Ex rziren und Mandver vor der Front gecitten sind — Offiziere reiten — ½ Meile — 160 Pfd. — der Sieger erhaͤlt von den uͤvrigen Konkurrenten als Preis einen Degen oder Saͤbel. W. Geaf zu Stolberg⸗Wernigerode, Lieut. im Garde⸗Drag. Regt.
Es erschienen:
1) Here Lientenant v. Ketteler, braune Stute Rosabelle, vom Snav u d. Violante.
2) Herr Oberst v. Barner, braune Stute Gazelle v. Waxy⸗
Pope u. d. Dinarzade.
3) Here Lienenant Graf zu Stolberg, brauner Hengst Lu⸗
cullus vom His⸗Grace (Sieger.)
4) Herr Lieutenant v Wilamowiecz⸗Moͤllendorff, Fuchs⸗ hengst Bravo vom Serapall.
5) Herr Lieutenant ven Herschfeldt, brauner Wallach Figaro. Herr Graf zu Stolberg Werntgerode, hatte nicht genannt. Bravo uüuͤhrte, vom Figaro dicht gefolgt, Gazelle nahm an
der 2Lemn Scite den zten Platz ein; nach der dritten Liegung drah Figavo zusammen. Von der letzten Viequng an, entstand en scharfes Rennen ‚wischen Rosabelle, Lucullus und G azelle, in welchem der Kampf sich bald auf beide letztern beschraͤnkte, und nach einem Lauf von 4 Min. 45 Sek. so endete, daß Lucullus um eine Nasenlange siegte.
XV. Rennen auf der freien Bahn . (Einfacher Seeg.) 1 Meile. — Herausforderung — um 200 F d'or.
Herr Graf Renard, braune Stute Cbristiana vom Filho da
naͤchste Jahr
ajaͤhrige. 125
V
Puta und der Treasure,
gegen Herrn von Biel, braune Stute Lady Charlotte, vom Catton und der Lady Easby von Whisker, Reiter blau, rothe Aermel, schwarze Kappe.
Vom Abreiten an nahm Lady Cbarlotte um einige Laͤngen die Fuͤhrung, an der schmalen Seite ruͤckte Christiana etwas naͤher, al⸗ kin Lady Charlotte gewann den Vorsprung wieder und siegte nach einem Lauf von 2 Min. 8 Sek.
Fz. v. Eckardstein. v. Willisen.
Kunst⸗Nachrichten. Berliner Rennbahn. Zum Besten der Nothleidenden in Ost⸗ und Westpreußen.
Unter diesem Titel ist ein lithographisches Blatt im Verlage der hiesigen Kunsthandlung von Luͤderitz erschienen, und daß es alle Empfeblung verdient, bezeuat schon die Unterschrift: gezeichnet und lithographirt von Franz Kruͤger. In der That haben wir es nur der wohlthaͤtigen Absicht des Herrn Professors Keuͤger zu danken, daß er, was wir neulich im Interesse der Lithogravhie so sehe wuͤnschen mußten, diesmal mit eigener Hand auf den Stein gezeichnet hat. Mit wenigen geistreichen Strichen ist hier viel ge⸗ leistet: wer koͤnnte auch Portraits so treffend, und Pferde so leben⸗ dig und charakteristisch darstellen. Im Hntergrunde sind die Tri⸗ bunen, und man erkennt darin die hoͤesten Zuschauer, im Vorder⸗ grunde bewegen sich zu Fuß und zu Pferde die Ordner des Ren⸗ nens in g-schaäͤftiger Amtlichkeit; das Pferd, das so eben von einem Jokei vorgeritten wird, scheint wohl zu wissen, was vorgeht. Mehr hinterwaͤrts wird noch ein Roß sichtbar, das zwar aussieht, wie die theure Zelt, allein wir wetten, daß es im Lauf nicht am schlechtesten
bestehen wird. Moͤchte das Blatt, damit die wohlthaͤtige Absicht erfuͤllt werde, recht viele Kaͤufer finden. Gr.
Auswärtige Börsen. Amsterdam, 12. Juni.
Niederl. wirkl. Schuld 55 ½. 5 % do. 100 ¾. Ausg. Schuld 1 91½. Kanz-Bill. 25 2 „3. A 8 Amort. 94 ½. 32 3 79 Russ. 98 ½ Oesterr. 988⁄. Preuss. Präüm.-Scheine 111. do. 48 Anl. —. Span. 5 % 42⅛. 38 26;⁄.
Antwerpen, 11. Jnni. Zinsl. 16 ¾. Coeftes 30.
London, 12. Juni. 1“ „ Cons. 3 ⅛ 91 ¾. Belg. 99 ½. Span. Cortes 38. Obl. v. 1834 36. Zinsl. 10. Ausg. 15 ½. 2;5 3 Holl. 55 ½. 59 do. 190 ½. Port. 85 ½. Engl.-Russ. —. Bras. 80 ½. Columb. v. 1824 34. Alex. 34. Peru 30 ½. Chili 46.
St. Petersburg, 9. IJnni.
Lond. 10 ¼ vã. Amsterdam 53. Hamburg 911. Paris 111 ¾. Silber- Kub. 357 ½. 5 ½ Inscript. Ser. I. 102
Wien, 12. Juni.
438 97 ¼. Bank-Actien 1330. Neue Anl. 584 ½.
Span. 58 41 ½.
5;x Met. 1012½.
Koͤnigliche Schauspiele.
Donnerstag, 18. Juni. Im Schauspielhause: Zum ersten⸗ male: Kaiser Friedrich I. (zweiter Theil), oder: Friedrich und Alexander, historische Tragoͤdie in 2 Abth., von E. Raupach. Erste Abth. in 2 vcangen, zweite Abth. in 3 Aufzuͤgen.
Zu dieser Vorstellung oleiben die bereits geloͤsten, mit Mitt—⸗ woch bezeichneten Schauspielhaus⸗Billets guͤltig; auch werden die 1n noch zu verkaufenden Billets ebenfalls mit Mittwoch bezeich⸗ net seyn.
Keo—dͤnigstaͤdtisches Theater.
Donnerstag, 18. Juni. Zum erstenmale wiederholt: Die Normannen vor Paris, lyrisches Drama in 2 Akten, aus dem Italiaͤnischen des Felix Romani uͤbersetzt von Albini. Musik von Mercadante. (Dlle. Vtal: Bertha, als Gastrolle.)
Preise der Plaͤtze: Ein Platz in den Logen und im Balkon des ersten Ranges 1 Rthlr. ꝛc.
Neueste Nachrichten.
Paris, 11. Juni. Der Praͤsident der Deputirten⸗Kam⸗
mer 1 vorgestern Abend eine Audienz beim Koͤnige.
er Prinz Leopold von Sicilien ist gestern fruͤh um 5 Uhr von hier nach England abgereist. Es heißt, er werde in den er⸗ sten Tagen des Juli hierher zuruͤckkehren.
Die Minister waren gestern Vormittag zu einer Konferenz bei dem Conseils⸗Praͤsidenten versammelt.
Die Pairs⸗Kammer beschaͤftigte sich in ihrer heutigen legislativen Sitzung mit dem Gesetz⸗Entwurfe uͤber die nordame⸗ rikanische Schuloforderung. Der Herzog von Noailles trat zur Bekaͤmpfung und der Minister des oͤffentlichen Un⸗ terrichts zur Vertheidigung desseben auf. Beim Abgange der Post liez der Graf Roy sich, gleichfalls wider den Entwurf, vernehmen. Eingeschrieben waren noch der Graf von Mont⸗ losier fuͤr und der Vicomte Dubouchage gegen denselben. (Wahrscheinlich ist der Gesetz-Entwurf noch in dieser Sitzung angenommen woroen.)
Die Berathungen uͤber das Einnahme⸗Budget wurden in der gestrigen Sitzung der Deputirten⸗Kammer noch nicht beendigt. Gleichwohl fand das angesagte Abschieds⸗Diner statt; 176 Deputirte von allen Nuancen der Majoritaͤt nahmen an demselben Theil, und das aͤlteste Mitglied der Gesellschaft, Herr Bedoch, brachte den Toast auf das Vaterland, die Charte, den Koͤnig und die Koͤnigliche Familie aus. Waͤhrend des Mahls fuͤhrte das Musik⸗Corps des 54sten Linien⸗Regiments meh⸗ rere Musistuͤcke aus; den Anfang machten die „Mar⸗ seillaise“ und die „Parisienne“. Heute vereinigten die Deputirten sich in ihrem gewoͤhnlichen Sätzungssaale zu der
letzten Sitzung im Laufe dieser Session.
Debatte angenommen worden, weise mit dem Antrage hervor, die Lotterie, die bekannt dem 1. Jan. k. J. eingehen soll, noch bis zum 1 fortbestehen zu lassen. durch die Betrachtung motivirt wurde, daß den Ertrag der Lotterie in den naͤchsten Jahren nicht anderweitig wuͤrde decken koͤnnen, wurde
fen. keln des Einnahme⸗Budgets
Stimmen.
Pairshofes behauptet, er sey dessen Schranken zu erscheinen. Audienz des Pairshofes zu antworten sich weigerte, ist von worden. gestern in die Conciergerie begab, wo er den dem Befehle des Pairshofes erwiederte, er werde nur der Gewalt weichen. ließ zwei Municipal-Gardisten kommen und fehl, zu gehorchen. Herr Girard beharrte auf seiner Weng und nun befahl der Commissair den beiden Gardisten, s Person desselben zu bemaͤchtigen. Dem Befehl wurde Fa leistet, und Herr Girard mit zwei Polizei⸗Inspektoren nn⸗ Fiacre gebracht.“
Der republikanische „Raͤformateur“ von gestern ist eines Artikels uͤber seine vorgestrige Beschlagnahme, ah konfiszirt worden.
Die National⸗Garde von Blois ist aufgeloͤst worze es heißt deshalb, weil am 1. Mai von 1400 Mann l. der Revue nicht erschienen waren.
Der Abbé von Lamennais ist von hier nach seinem e der Bretagne zuruͤckgekehrt.
Den neuesten Nachrichten von der Spanischen Grin⸗ folge hat der General Valdez, um sein Heer zu konzeme die kleineren befestigten Punkte, die er in Navarra und dan kischen Provinzen noch inne hatte, raͤumen lassen; er wil noch Bilbao, St. Sebastian und Pampelona besetzt e Espartero, der mit allen Streitkraͤften, die er hatte menbringen koͤnnen, nach Villafranca geeilt war, um dien sten zur Aufhebung der Belagerung zu noͤthigen, ist bei Des von Zumalacarreguy, der von dieser Bewegung Kenntniß ten hatte, angegriffen und nach einem heißen Kampfe gesch worden. Die Christinos ließen an Todten, Verwundem! Gefangenen 600 Mann auf dem Schlachtfelde zuruͤck; 900 daten, 2 Obersten und 27 Offiziere aller Grade sind, we Auotidienne berichtet, zu den Karlisten uͤbergegangen. Messager will wissen, daß die Spanische Regierung sich Beistand eines Portugiesischen Huͤlfs⸗Corps foͤrmlich vemh habe. In Bezug auf die in England und Frankreich nacheg nen Privat⸗Werbungen fuͤr Rechnung der Spanischen Regie bemerkt der National: „Es ist nicht wahrscheinlich, daß diesest bungen großen Erfolg in Paris und London haben werden; alle waͤrtigen Offiziere, die bei der Regierung Christinens d genommen haben, sind sehr schlecht behandelt worden. Bg
Herr Ja.
lich ist es, daß eine große Anzahl tapferer Leute das Ge Don Pedros theilen wollte. Die Partei der Christinw⸗ hat keine Fahne und wir wuͤrden als ein sehr ungluͤckliches das Geschenk betrachten, das man mit unserer Fremdenlegie Algier einer Regierung machen wuͤrde, die so wenig fäͤhi von dieser Huͤlfe Vortheil zü ziehen.“
In einem Privat⸗Schreiben aus Madrid vom 3.] heißt es: „Die Wichtigkeit der jetzigen Lage der Dinge hu⸗ Koͤnigin zu dem Beschlusse veranlaßt, uich Madrid mehr ü hern. Sie wird, wie man versichert, Aranjuez verlassen um nach Caramanchel begeben. Die Communicationen des Hofts den Ministern und dem diplomatischen Corps werden auf Weise haͤufiger und schneller seyn. Die Regierung hat ssch sen, einen „offiziellen Moniteur“ erscheinen zu lassen. de nisterielle Presse zaͤhlt jedoch jetzt schon zi mlich viele Op es gehoͤren zu ihr die „Madrider Zeitung“, die „Abeja, „Annalen der Verwaltung“ und eine Anzahl kleinerer I Das Corps des Pfarrers Merino soll die Stadt Roa eingenmm haben. — Aus Lissabon haben wir Nachrichten vom 27, erhalten. Die „Guarda Avanzada“ thealt als offtziell fah Namen mit, die zu der neuen ministertellen Combenation, ren sollen: Praͤsident des Minister⸗Conseils, Marschall Salae Finanzminister, Francisco Antonio de Campos; Marinemm der Marquis von Loule; Minister des Innern, J. Em Magallaes; Minister des Cultus und der Justiz, Manuk tonio de Carvalho; Minister der auswaͤrtigen Angelegent der Herzog von Palmella. Nach der heutigen „Revisnt wola“ waͤre diese Minister⸗Veraͤnderung durch spaͤtere Nacih bestaͤtigt worden.“
— Heute schloß 5proc. Rente pr. compt. 107. 75 107. 90. 3Uproc. pr. compt 77. 80. fin cour 77. 9 ¼ Neap. 96. 25. öproc. Span. 49½. 3proc. 27 ½. Cortes 30. Sch. 15 ½. 8
5. s 99.
w᷑, rre-e. Sn, 7ene eaeine,
Allgemeine
Bekanntmachungen.
Avertissement. Die im Hypothekenbuche des Ober Landesgerichts eingetragenen mit Jurisdiction ve sehenen, im Lands⸗ berger Kreise der Rrumark gelegenen, der Kammer rath Lemdleschen Familienstiftung zugeboͤrigen Erb zinsgüter Balz und Kleinheide nebst Zubehoͤr, zusam⸗ men abgeschaͤtzt auf
32,256 Thlr. 5 sgr. 3 pf.
melden
üaeSEEEEEEEEb
r Anzeiger fuͤr die
Kinder gli⸗der und Verloosung der erworbenen Kunstwerke Diejenigen, welche in Berlin neu beitretend an derselben noch Theil zu
[Aufenthalt nach unbekannten Glaͤubiger, die des Amtmanns Lembke so wie zugleich die Lembkeschen Familienstiftung aufgeboten zur Wahr⸗ nehmen wuͤnschen, werden ersucht, nebmung ihrer etwanigen Rechte dung der Praͤclusion spatestens
Franffurt a. d O., den 19. Mai 1835. Koͤnigl. Preuß. Ober⸗Landesgericht.
hierzu oͤffentlich vorgeladen, findet am 6. August statt.
Interessenten der Kammerrath
sich bei Vermei⸗ zum 14. in diesem Termin zu N .“ seiß⸗ geichlossen wied
zufolge der, nebst Hypotheken⸗Schein und Bedingun⸗ gungen, in der Registratur einzusehenden Taxe, sol⸗ len vor dem Assessor Oelrichs
in termino den 23. December 1835, Vormittags um 10 Uhr, an ordentlicher Gerichts⸗ stelle lffentlich verkauft werden, und werden die dem
Bekanntmachung. Kunst⸗Verein fuͤr die Rheinlande und
Westphalen. Die diesjaͤhrige General⸗ Versammlung
Duͤsseldorf, im JFuni 1835.
und Westphalen
der Mit⸗
“
Preußischen Staaten.
Juli bei Herrn G. Gropius (Schloßvlatz Nr. 1) zu melden, indem an diesem Lage die dortige
In Duͤsseldorf wird die Actienrolle erst am 30. △ . 8 7 5 S 9 3 Fuli geschlossen, und werden daher diejenigen, deren So . — „ller),¹ Anmel ung und Beitrag bis zu diesem Tage bei der linschen Buchhandlung (Ferd. Muͤlle
Verwaltung des Vereins eingeht, noch aufgenommen
Der Seecetair des Kunst⸗Vereins fuͤr die Rheinlande
Anzei gen
In Ferd. Duͤmmlers Buchhandlung,“
Literarische
sich deshalb bis Nr. 19, hat eben die Presse verlassen: gemie 8 Abhandlungen d. Königl. 4 ks eae
’ Wissenschaften zu Berbin., Jahre 1833. gr. 410. Mit vielen Kupten
9 8
7.]
—
2 er So eben ist erschienen und in Berlin ind
straße Nr. 28, zu haven:
b 8809. Baton von, uͤber den Ch Martin Luthers. Ein Sendschreite Herrn zu Sescaden.
br. 7 sgr. 6 pf. 6
H. Vogler’sche Buchhandlung n
“
inzwischen einer ziemlich lebhaften Diskussion, an welcher auch der Fin⸗ Minister Theil nahm, mit großer Stimmen⸗Mehrheit pe Einigen anderen Amendements zu den noch uͤbrigen; erging es nicht besser, und der Gesetz⸗Entwurf passirte zuletzt unveraͤndert mit 284 gega
Der Angeklagte Girard hatte in der gestrigen Sitzung gewaltsam genoͤthigt worden, Der Constitutionnel, heute hieruͤber Folgendes mit: Herr Girard, der in der gij
Jennisson, Poltzei⸗Commissair, aus der Conciergerie wegg⸗ Das Protokoll dieses Beamten sagt aus, daß Herrn Girm in Kenntniß setzte. Herre
wiederholte da
Nachdem versche- Paragraphen des Einnahme⸗Budgets ohne irgend eine erhe traten 9 Deputirte amendem 8 N. ich
. Jan. Dieser Vorschlag, der haupt der Staatzz 1
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8* 7 85 f
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Amtliche Nachrichten. Kronik des Tages.
Des Koͤnigs Majestaͤt haben die Geheimen Rechnungs⸗ bwisoren bei der Ober⸗Rechnungs⸗Kammer, Kohli, Hell⸗ th, Seefisch und Rehfeldt, zu Rechnungs⸗Raͤthen Aller⸗ adigst zu ernennen und die Patente fuͤr dieselben zu voll⸗
hen geruht.
Angekommen: Der Koͤnigl. Schwedische außerordentliche gandte und bevollmaͤchtigte Minister am hiesigen Hofe, Frei⸗ r d'Hhsson, von Frankfurt a. M. 8
Agereist: Se. Excellenz der General⸗Lieutenant und h Adjutant Sr. Majestät des Koͤnigs, von Thile I.,
Marienbad.
Der Kaiserl. Oesterreichische General⸗ Major, Graf von hlik, nach Wien.
Zeitungs⸗Nachrichte Ane lhand.
Frantreich.
Paris, 11. Juni. Der Handels⸗Minister hat unter 13 sschiedene Departements, die kuͤrzlich durch Ueberschwemmungen sitten, die Summe von 99,500 Fr. vertheilen lassen.
Man liest im Temps: „Der Augenblick ist gekommen, vb der Pairshof sich uͤber die große Frage, welche eine Spal⸗ g in seinem Schoße hervorgerufen hat, entschieden ausspre⸗ sen soll, die Frage naͤmlich, was das Schicksal derjenigen Ange⸗ agten seyn wird, die auf jedwede Vertheidigung verzichtet ha⸗ en. Diese Schwierigkeit zu loͤsen, ist der Freitag oder der Ponnabend bestimmt. Gestern Morgen wurde bei dem Großre⸗ tendar eine lange Konferenz gehalten, um uͤber einen Mittel⸗ eg zu berathschlagen. Die Majoritaͤt will von ihrem gefaßten beschuß nicht zuruͤckkommen; Herr Villemain selbst erklaͤrt, man gürfe nicht zuruͤcktreten. Als wenn man zuruͤcktraͤte, wenn en sich in die gesetzliche Kraft der Prozeß⸗Ordnung ige. Unter diesen Umstaͤnden machte Herr von Porta⸗ h, der sich zu dem schwachen Fuͤhrer des Wortes ei⸗ er engherzigen Magistratur hergiebt, den Vorschlag, die Angetlagten in contumaciam zu verurtheilen. Aber wer ver⸗ nag die Gesetzlichkeit eines Kontumaz⸗Urtheils zu begreifen, wenn die Angeklagten seit 14 Monaten gefangen G werden? Wie! zehn Urtheile werden gefaͤllt, auf das loße Verhoͤr von geugen, ohne eine contradictorische Debatte in ihrer Gegenwart, nd ohne daß die Angeklagten ihr Zeugniß zu verwerfen im Stande sind. Diese bizarre und gehaͤssige Absicht hat heute bei dem Großreferendar verhandelt werden sollen. Der aufgeklärtere Theil der Pairs hat seine Theilnahme an diesem Verfahren rund ab⸗ geschagen. Zu diesen gehoͤren die Herren Tripier und Zangiacomi. Die Minoritaͤt besteht auf ihrer Meinung, dieser naͤmlich: man künne den Angeklagten keine Gewalt anthun. Nur diejenigen, welche die Debatte W“ koͤnne man richten; das Urtheil über die ausgebliebenen Angeklagten muͤsse man dagegen auf eine indere Sitzung verschieben; mittlerweile werde man ein Gesetz über das gerichtliche Verfahren vor dem Pairshofe den Kam⸗ mem vorlegen. Wir hoffen, die Minoritaͤt werde den Muth saben, sich zuruͤckzuziehen, wenn ein anderer Weg eingeschlagen werden sollte.“
Der Constitutionnel meint, der Beschluß der Franzoͤ⸗ ssschen Regierung uͤber die von Spanien verlangte Intervention saute doch nicht so unbedingt, wie es nach dem „Journal des Däbats“ den Anschein habe. „Die Ansichten einer gewissen Par⸗ ti im Minister⸗Rathe“, sagt dieses Blatt, „haben sich nicht ge— indert, und die gefaßten Plaͤne sind bloß aufgeschoben. Einst⸗ weilen stellt der Courier, welcher dem Madrider Kabinet die ab⸗ chlägige Antwort Frankreichs uͤberbringt, ihm als Entschaͤdigung dis 6000 Mann starke Fremden⸗Legion zur Verfuͤgung. Dieselbe bnnte leicht durch Rekrutirungen in Frankreich, England oder eigien verstaͤrkt werden. Es versteht sich von selbst, daß diese kuppen im Solde der Koͤnigin Christine stehen. Portugal wird ein Huͤlfs⸗Corps stellen, wozu es durch die ausdruͤcklichen Kauseln des Quadrupel⸗Allianz⸗Traktates verbunden ist. Die Seekraͤfte von Frankreich und England werden eine thaͤtige Be⸗ wachung an den Spanischen Kuͤsten ausuͤben und zugleich fuͤr den Transport der fuͤr den Dienst der Koͤnigin angeworbenen sreiwilligen dienen. Dieses sind, wenn anders wir gut unter⸗ nichtetsind, die beschlossenen Maßregeln, welche eine Unterstuͤtzung des onstitutionnellen Thrones in Spanien bezwecken, ohne eine Interven⸗ non noͤthig zu machen. Wir glauben an die Wirksamkeit dieser Maß⸗ zegeln, welche von Seiten der Maͤchte, die den Auadrupel⸗Allianz⸗ kaktat unterzeichnet haben, nichts anderes sind, als die genaue nusführung desselben. Die Spanische Insurrection gedeiht bloß 1 vier Provinzen. In den uͤbrigen sind die Absolutisten 1 eigenen Huͤlfsmittel beschraͤnkt, und der geringe Erfolg
* Versuche hat gezeigt, wie wenig Anklang sie finden.“
Ver Die Gazette de France faßt dagegen die gegenwaͤrtigen thaͤltnisse Spaniens in folgendem Ueberblick zusammen: „Die racgangige Bewegung der Christinos ist auf allen Punkten be⸗ 1 erfolgt. Die Einnahme von Villafranca und Oraas Nie⸗ tlage fehlte noch, um die vereinzelten Corps, welche durch ihre nzahl noch einigen Bestand repaͤsentirten, gaͤnzlich zu zerstreuen. Fan der Graͤnze bis an den Ebro wird Christine bald kein ver⸗ ngtetztes Dorf, keine Festung mehr haben. Welche Standhaf⸗ sc di⸗ fragen wir, wird erst noch die Armee des Valdez bewei⸗ ne. wenn sie von der verungluͤckten Interventions⸗Forderung hoͤrt, 75. in der Unordnung und Desorganisation, welche so viele erlagen in ihren Reihen schon hervorgerufen haben. Eine vTTöTWWöII68“
allgemeine Flucht oder eine Capitulation wird sich von dem Au⸗ genblicke an, als die einzig wahrscheinliche und nahe Aufloͤsung der Katastrophe zeigen. Die neuesten Nachrichten aus Madrid sprechen von der Besorgniß vor einer revolutionnairen Bewegung, welche die exaltirte Partei an die Spitze bringen koͤnnte. Indeß ist eine Anarchie ohne Armee nicht sehr furchtbar; ihr Triumph wuͤrde nur kurz seyn; nach strafbaren Excessen wuͤrde sie selbst zu Grunde gehen. Die revolutionnairen und republikanischen Ideen haben nicht so großen Einfluß auf den Geist der Armee, um ihr jenes Vertrauen zu sich selbst wieder einzufloͤßen, das sie verloren hat. Eine Armee in einer Lage, wie diejenige, worin das Heer des Val⸗ dez sich befindet, endigt nicht mit einem? usbruch von Verzweiflung; sie zerstreut sich oder stellt Bedingungen; und das großmuͤthige und loyale Benehmen des Don Carlos gegen diejenigen, die sich bereits unter seine Fahnen gestellt haben, ist eine maͤchtige Auf⸗ munterung. Die gemaͤßigte Partei ist so schwach nicht. Bis auf diesen Augenblick hat sie der Bewegung Einhalt gethan. Jetzt jedoch, wo ihre persoͤnliche Zukunft auf dem Spiele steht, wird sie es vorziehen, entweder der Anarchie nachzugeben, die sie zu verschlingen droht, oder sich in den Augen des Don Carlos und ganz Spaniens das Verdienst beizulegen, die Revolution im Zaume zu halten, um auf diese Weise die Erinnerung an die Halsstarrigkeit zu verwischen, womit sie bisher einer ge⸗ folgt ist, welche die Wohlfahrt und die Interessen der Spani⸗ schen Monarchie auf eine so verwegene und thoͤrichte Weise kom⸗ promittirt hat.“
Die Auotidienne macht darauf aufmerksam, daß die Nachrichten aus Spanien jetzt nicht fuͤglich eher ein erhoͤhtes Interesse darbieten koͤnnten, als bis die Nachricht von der Ver⸗
nisteriums gewesen, als ein Anhaͤnger des jetzigen. Haͤtten die Ernennungen in Irland von ihm abgehangen, wie man glauben machen wolle, so waͤren sie vielleicht besser geworden. Wenn er die jetzige Ad⸗ ministration unterstuͤtze, so geschehe dies bloß, um die Ruͤckkehr der vorigen zu verhindern, deren laͤngeres Verbleiben im Amte nothwen⸗ dig einen blutigen Aufstand in Irland veranlaßt haben wuͤrde. Obgleich nun auch Lord Morpeth erklaͤrte, die Regierung wuͤnsche Jedermanns Beistand in Ehren, beruͤcksichtige aber kein Individuum insbesondere, so meinte doch Sir R. Bateson, er moͤchte lieber das Mitglied fuͤr Dublin zum General⸗Anwalt er⸗ nannt, denn als Triebfeder eines Marionetten⸗Spiels agiren sehen. In derselben Sitzung wurde ein Antrag des Dr. Bow⸗ ring, wegen Mittheilung der Korrespondenz des Englischen Konsuls in Tripolis, Herrn Warrington, und der Britischen Regierung, mit Bezugnahme auf das vielfach unguͤnstig be⸗ sprochene Benehmen dieses Beamten, von dem Antragsteller selbst wieder zuruͤckgenommen, da sich der Unter⸗Staats⸗Secretsi fuͤr die Kolonieen, Sir George Grey, bereit erklaͤrte, dieselbe im Auszuge mitzutheilen.
London, 12. Juni. Bei dem Lever, welches der Koͤnig vorgestern hielt, ertheilte Se. Majestaͤt dem Indischen Prinzen Dschamuheddin und dem Sir Charles Bagot SI. und nahm aus den Haͤnden des General Sebastiani ein Schreiben des Koͤ nigs der Franzosen entgegen.
Der Globe will wissen, daß Lord Stormont sich am 5ten d. im Unterhause gegen die Corporations⸗Reform⸗Maßrege habe erheben wollen, und daß er sich schon zahlreiche Bemerkun⸗ gen dagegen aufnotirt gehabt; da aber Sir Robert Peel, der
weigerung der verlangten Intervention in Madrid und im Haupt⸗ artier des Don Carlos bekannt geworden sey.
Christinos mit dem wachsenden Vertrauen der
moralisation der so wird man sich selbst
Karlisten gewissermaßen Schritt haͤlt,
der Truppen des Don Carlos uͤben wird, Gegner uͤberall vor sich weichen sehen.“
Großbritanien und Irland.
DParlaments⸗Verhandlungen. Unterhaus. Siz⸗ zung vom 10. Juni. (Nachtrag.) Nachdem bei Eroͤffnung dieser Sitzung Herr Longfield, der Mitbewerber des Herrn Fer⸗ gus O Connor bei der Wahl fuͤr die Grafschaft Cork, an die Stelle des Letzteren, der diese Grafschaft schon seit mehreren Sessionen vertreten hat, dessen Wahl aber diesmal fuͤr unguͤltig erklaͤrt wurde, vereidigt worden war, erhob sich Lord Castle— reagh und uͤberreichte eine Vittschrift der protestantischen Ein⸗ wohner von Downshire in Irland, datirt vom 3. Oktober vori⸗ gen Jahres (dieselbe, welche der Marquis von Londonderry kuͤrz⸗ lich dem Oberhause vorgelegt hatte), indem er die Mitglieder er⸗ suchte, seinen Worten einige Aufmerksamkeit zu schenken, wenn auch viele von ihnen der großen Hitze wegen vielleicht lieber wo anders zu seyn wuͤnschten, als hier im Hause. Er setzte zuerst auseinander, warum er die Bittschrift habe; sie sey naͤmlich aus der Besorgniß vor den Grundsaͤtzen des vorigen Melbourneschen Ministeriums entstanden, und da kurz nach ihrer Beschließung dieses Ministerium aufgeloͤst worden und ein anderes ans Ruder gekommen, zu dem die Irlaͤndischen Pro⸗ testanten das vollkommenste Vertrauen gehabt, so habe sie naruͤr⸗ lich so lange, als letzteres gedauert, zuruͤckgelegt werden muͤssen; jetzt aber haͤtten sich die Gruͤnde, welche die Petition hervorge⸗ rufen, noch um das zehnfache gesteigert. (Beifall von Herrn O'Connell.) „Das ehrenwerthe und gelehrte Mitglied fuͤr Dub⸗ lin“, fuhr der Redner fort, „klatscht mir Beifall; ich zwar nicht gern etwas sagen, wodurch sich irgend Jemand beleidigt fuͤhlen koͤnnte, doch glaube ich dieses Mitglied fuͤr eine der Hauptpersonen, gegen welche die Bittschrift gerich⸗ tet ist, betrachten zu muͤssen. Ich sah den ehrenwerthen und gelehrten Herrn auf die andere Seite des Hauses hinuͤbergehen, um jetzt eine Verwaltung zu unterstuͤtzen, die fast aus denselben Maͤnnern besteht, wie diejenige, welche dem
deutung auf Herrn O Connell enthalten war. (Beifall.) Minister fechten unter dem gruͤnen Panier des ehrenwerthen Mitgliedes (Gelaͤchter), und dies hat den loyalen prorestantischen Bewohnern des Nordens und anderer Theile
habe, und meinte, der Secretair fuͤr Irland (Lord Morpeth) wuͤrde es schwerlich wagen, in diesem Hause, so wie Lord Melbourne im Oberhause, den uͤberwiegenden Einfluß abzuleugnen, den O'Connell auf das jetzige Ministerium ausuͤbe. Dann kam Lord Castlereaggh auch noch wie⸗ der auf den vielbesprochenen Einzug des Grafen Mul⸗ grave in Dublin und behauptete, es sey dabei nicht nur ein Ban⸗ ner miit der Inschrift: „Daniel's Lord-⸗Lieutenant“, sondern auch ein offenbar rebellisches Emblem, die Harfe ohne Krone, umhergetragen worden. Als der Lord seine Rede beendigt hatte, ertheilte ihm der Sprecher einen Verweis daruͤber, daß er sich so . von dem Gegenstande der Petition entfernt und daß er auf fast 30 Mitglieder des Hauses angespielt haͤtte, die saͤmmt⸗ lich zu einer Erwiederung berechtigt seyn wuͤrden; wenn man aber ein solches Verfahren wollte einreißen lassen, so koͤnnte das Haus unmoͤglich mit seinen Geschaͤften fertig werden, und wenn es auch taͤglich 24 Stunden versam⸗ melt bliebe. Lord Castlereagh entschuldigte sich mit der Wichtigkeit des Gegenstandes und damit, daß er das Haus so selten belaͤstige. Herr Crawford, der, wie er ver⸗ sicherte, mit der Grafschaft Down in engen Verbindungen steht, behauptete, daß jene Petition keinesweges die Gesinnungen der dortigen Einwohner ausdruͤcke, sondern nur durch Orangistische Umtriebe zusammengebracht sey, und Herr O'Connell fand sich durch die Aeußerungen des Lord Castlereagh zu der Erklaͤrung
veranlaßt, er sey eben so wenig ein Gegner des Greyschen Mi⸗
— „Wenn man uͤbrigens erwaͤgt“, fuͤgt das gedachte Blatt hinzu, „wie die De⸗
sagen, welchen bedeutenden Einfluß jene Nachricht auf den Geist die schon jetzt ihre
nicht eher uͤberreicht
nun moͤchte;
Koͤnige die vorjaͤhrige Thron⸗Rede anrieth, in der die bekon te Hin⸗ Die
ern des Ne — von Irland große Besorgniß eingefloͤßt.“ Der Redner wiederholte nun die Klage, daß O'Connell alle richterliche Ernennungen in Irland diktirt
Fuͤhrer der konservativen Partei, den Grundsaͤtzen jener Maß⸗ regel beigepflichtet, so habe Lord Stormont schweigen muͤssen. Die Zahl der Unterhaus⸗Mitglieder, welche fuͤr das Pro⸗ jekt der geheimen Abstimmung bei den Parlamen tswahlen sind, hat sich seit zwei Jahren schon um 40 vermehrt; als im Jahre 1833 uͤber diese Frage abgestimmt wurde, befanden sich nur 106, in diesem Jahre aber schon 146 Mitglieder in der fuͤr dieselbe stimmenden Minoritäͤt. Die Minister wollen es, dem Vernehmen nach, von nun an nicht mehr zugeben, daß die den Lord⸗Lieutenants von Grafschaf⸗ sten, wie z. B. dem Herzoge von Gordon, zustehende Befugniß, gewisse untergeordnete Beamte zu ernennen, in einem den An⸗ sichten des Ministeriums entgegengesetzten Sinne ausgeuͤbt werde. Die Times ruͤhmt es, daß der Herzog von Newcastle kuͤrzlich seinen Paͤchtern 20 pCt. von ihrer Pachtsumme habe zuruͤckzahlen lassen. Herr Brinsley Sheridan ist mit seiner entfuͤhrten Gattin,
mit der er sich nun auch nach dem Ritus der Anglikantschen
Kirche hat trauen lassen, von dem Landsitze des Sir James Graham hier angekommen und gedenkt, in kurzem mit ihr nach dem Kontinent abzugehen.
Die Herren Braham und Nates haben das sogenannte Kolosseum hierselbst nebst dem dazu gehoͤrigen großen Panorama fuͤr 39,000 Pfd. angekauft und wollen es zu Konzerten und anderen Vergnuͤgungen noch sehr erweitern.
In Giasgow sind die ganzen Fabrikgebaͤude des Herrn Wil⸗ liam Dunn abgebrannt; man schaͤtzt den Schaden auf 50,000 Pfd. Sterl.
Zur voͤlligen Abmachung der Differenzen, die sich bei der letzten Abrechnung am hiesigen Fonds⸗Markte ergaben, ist von dem betreffenden Ausschusse noch bis zum 22sten d. M. Frist gegeben worden, weil die Verwickelungen zu groß sind.
Ueber den Gang der zwischen Frankreich und England in Betreff der Spanischen Angelegenheiten gepflogenen Unterhand⸗ lungen berichtet der Pariser Korrespondent der Times folgen⸗ des Naͤhere: „Die Depesche des Generals Sebastiani an den Herzog von Broglie ist, seinen Angaben zufolge, schon am Sonntage, den 7ten d., in Paris angelangt und enthielt eine foͤrmliche Antwort der Britischen Regierung auf die acht Tage vorher dem Lord Palmerston vorgelegten drei Fragen. Erste Frage: Ob die Britische Regierung der Meinung sey, daß der Casus foederis in Gemaͤßheit des Auadrupel⸗Vertrages sich er— hoben und die Zeit bereits gekommen sey, um den Anforderun⸗ gen Ihrer Katholischen Majestaͤt zu entsprechen? Antwort: Nach Ansicht der Britischen Regterung sey die gegenwaͤrtige Lage Spa⸗ niens nicht der Art, um das Eingehen auf das Verlangen Ih⸗ rer Majestaͤt nothwendig zu machen. Zweite Frage: Angenom⸗ men, die Intervention wuͤrde als nothwendig erkannt, wuͤrde alsdann England bereit seyn, in Gemeinschaft mit Frank⸗ reich zur Ertheilung des gewuͤnschten Beistandes an Spa⸗ nien mitzuwirken? Die Antwort lautete ganz einfach ne⸗ gativ, doch in den freundschaftlichsten und gefaͤlligsten Aus⸗ druͤcken. Dritte Frage: Ob Frankreich, falls es ein Heer uͤber die Pyrenaͤen ruͤcken zu lassen beschloͤsse, um den Wuͤnschen der Spanischen Regierung zu entsprechen, spaterhin bei England Beistand in Beziehung auf die Europaͤischen Folgen einer solchen Intervention finden wuͤrde? In Beziehung auf diese letzte Frage hieß es in der Antwort, daß, wenn Frankreich spezielle Gruͤnde von hinlaͤnglicher Bedeutsamkeit zu haben glaube, um seine Separat⸗Intervention in Spanien zu rechtfertigen, England gegen eine solche J
Intervention nichts einzuwenden haben wuͤrde, daß aber, da nach Ansicht der Britischen Regierung die Zeit dazu noch nicht gekommen sey, die Antwort auf die vorletzte Frage ihrer Natur nach auch die dritte erledigt habe. Nach Empfang dieser Antwort verlor die Franzoͤsische Regierung keine Zeit, um dem Grafen von Rayneval ihren Beschluß mitzuthei⸗ len, daß sie nicht gesonnen sey, einseitig der von dem Botschafter nach Paris uͤbersandten Anforderung zu entsprechen; doch war diese Mittheilung von erneuerten Ausdruͤcken der herzlichen Theilnahme be⸗
gleitet, welche die Franzoͤsische Regierung fuͤr die Aufrechthaltung
des Throns J. Kathol. Majestaͤt und des demselben zu Grunde liegenden Systems empfinde. Es soll angeboten worden seyn, die Fremden⸗Legion aus Algier zu Spaniens Verfuͤgung zu stellen. Der Courier, der diese Depesche nach Madrid bringt, ist am Mor⸗
gen des Ften d. abgegangen und duͤrfte seine Bestimmung am 1111“ 1 “ —