1835 / 171 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

2) La reprise de: un grand embarras, vaudeville In Charlottenburg: Kotzebue. (Dlle. H. Erck: Montag, 22. Juni. Kaiser Friedrich der, historische Abth.

Pagenstreiche, Paul von

J. Czweiter Theil), oder: Tragoͤdie in 2 Abth., in 2 Aufzuͤgen,

Koͤni Sonntag, 21. Juni. Posse mit Gesang in 2 Akten, von Meisl. ler. Vorher: Rataplan, Akt, von Pillwitz. Moncag, 22. Juni. Drama in 2 Akten, aus üͤbersetzt von Albini⸗. Bertha, als Gastrolle.) Preise der Plaͤtze: Ein ersten Ranges 1 Rthlr.

Neueste Nachrich

Paris, 14. Iuni. Der Koͤnig ertheilte

dem Neapolitanischen Botschafter, Fuͤrsten von Preußischen Gesandten, Freiherrn von Werthe stern arbeitete Angelegenheiten, des Innern, Unter den Bittschriften,

der Deputirten⸗Kammer der gestern erwaͤhnten) teressante Debatte herbeifuͤhrte. Ein gewisser ber mehrerer Obligationen aus der Anleihe, Sachsen im Jahre 1811 Laffitte ließ, genwaͤrtigen Reclamationen des olens Gehoͤr gegeben seits den Betrag dem dieselbe genschaft als

s dem Italiaͤnischen Musik von Mercadan

des ꝛc.

des Handels woruͤber in der berichtet wurde,

, werden sollte, jener Anleihe in Rechn

Großherzog von Warschau eroͤffn

sches Eigenthum den Glaͤubigern zur Hypothek

den sey. Der Berichterstatter bemerkte, Mal seit 1828, daß Herr an die Kammer wende;

daß dies

jedoch irgend ein Resultat gehabt beschwerte

sich uͤber diese Ruͤcksichtslosigkeit

——ö

Monsieur Chapolard, ou: comique en 1 acte. Posse in 5 Abth., von Husch.)

Im Schauspielhause: Zum erstenmale: Friedrich und Alexan⸗ von E. zweite Abth. in 3 Aufzuͤgen.

gstaädtisches Theater.

Julerl, die Putzmacherin, Musik von A. Muͤl⸗ der kleine Tambour, Vaudeville in 1

Die Normannen vor Paris, lyrisches

Platz in den Logen und im Balkon

ten.

Se. Majestaͤt mit den Ministern der auswaͤrtigen

estrigen Sitzun 9 3.fang sich (upes noch eine zweite, die eine nicht ganz unin⸗ Pasquelin, Inha⸗ die der Koͤnig von in Paris durch das Haus Perregaux⸗ verlangte naͤmlich, daß, falls den ge. Fuͤrsten Lubecki man

un von dem Koͤnige von Sachsen 1

es sey dies das vierte Pasquelin sich in dieser Angelegenheit alle seine Petitionen waͤren dem Mini⸗ ster der auswaͤrtigen Angelegenheiten uͤberwiesen worden, habe. des Ministeriums ge⸗

e Lovelace dans

Raupach. Erste

parodirende

des Felix Romani te. (Dlle. Vial:

vorgestern Abend Butera, und dem r, Audienz. Ge⸗

zu Gunsten Franzoͤsischer⸗ stelle, in— seiner Ei⸗ auch Polni⸗ bestellt wor⸗

et,

ohne Herr Laffitte

gen die Kammer, da doch die Forderung Frankreichs keineswegs so ganz unbedeutend sey. Das Kapital derselben, fuͤgte er hinzu, belaufe sich mit Hinzurechnung der ruͤckstaͤndigen Zinsen gegen⸗ waͤrtig auf 20 Mill. Fr., die zum Theil Privatpersonen, zum Theil aber auch der Regierung zu Gute kaͤmen. Er ersuche hiernach den Herrn Mi⸗ nister der auswaͤrtigen Angelegenheiten, der Kammer mindestens einige Aufschluͤsse uͤber die gegenwaͤrtige Sachlage zu geben, damit die Glaͤu⸗ biger, die nun seit 24 Jahren warteten, endlich neue Hoffnung schoͤpfen koͤnnten. Der Ton seils⸗Praͤsident erwiederte, er Fg der Kammer schon fruͤher einmal erklaͤrt, daß die gedachte

nleihe mit unter die Zahl der Forderungen aufgenommen wer⸗ den wuͤrde, die Frankreich den Reclamationen Rußlands gegen⸗ uͤberstelle; er koͤnne diese Erklaͤrung hier nur wiederholen und bemerke nur noch, daß man uͤber diesen Gegenstand in diesem Augenblicke in Unterhandlung stehe. Die gedachte Bittschrift wurde darauf, nach dem Antrage des Berichterstatters, abermals dem Minister der auswaͤrtigen Angelegenheiten zugestellt.

Man glaubt nicht, daß bei der auf den naͤchsten Freitag angekuͤndigten Sitzung viele Deputirte anwesend seyn werden. Es wird jedoch verfichert, ein Deputirter beabsichtige, an diesem Tage Interpellationen uͤber die Angelegenheiten Spaniens an das

Ministerium zu richten.

Das Journal de Paris giebt in seinem gestrigen Blatte den Weg an, zu dem man in Hinsicht der widerspenstigen April⸗ entschlossen zu seyn scheint. Man wird sie mit Ge⸗

Angeklagten walt zum Verhoͤre fuͤhren, wie es schon mit Girard und Car⸗ ht sich, die Gesetz—

rier geschehen. Das ministerielle Blatt bemuͤ lichkeit einer solchen Maßregel darzuthun.

Der Fuͤrst von Talleyrand wird naͤchster Tage nach seinem Schlosse Pont de Sains bei Avesnes abreisen. Er ist daran bis jetzt durch die Berathungen uͤber die Spanischen Angelegenheiten verhindert worden.

Es scheint bestimmt, daß das erste in den Dienst Isabella's eintretende Huͤlfs⸗Corps aus der in Algier stehenden Fremden⸗ Legion, welche Frankreich an Spanien abtritt, und aus einer Belgischen Legion bestehen wird, die 10,000 Mann stark seyn soll. Diese Truppen zusammen werden, wie es heißt, von einem Franzoͤsischen General befehligt werden.

Aus Bayonne wird vom 10ten d. M. geschrieben, daß in Pampelona in Folge von Zwistigkeiten zwischen den Urbanos und den Militair⸗Behoͤrden eine aufruͤhrerische Bewegung stattge⸗ funden hat. Dieser Emeute folgte sogleich der Befehl des Ge⸗ nerals Valdez, alle Besatzungen aus Navarra zuruͤckzuziehen.

Aus Madrid sind Zeitungen vom 7. Juni hier eingegan⸗ en. Die Abeja melder, daß Herr Martinez de la Rosa am

5ten seine Entlassung eingereicht habe. Die Koͤnigin, sagt die

Abeja, weigere sich, diese Demission anzunehmen; „alle fuͤgt sie hinzu, „sie muß angenommen werden.“ von Toreno wird als kuͤnftiger Conseils⸗Praͤsident, Garcia Herreros als Justiz⸗ Minister, der Marquis Viluma als Minister des Innern bezeichnet. Nach Eco wuͤrde Herr von Torend die Praͤsidentschaft des seils nur interimistisch erhalten. Dieses Blatt nennt als M ster des Innern Cano Manuel oder Calatrava oder Herr und als Finanz⸗Minister Herrn Alvarez Guerra. Herr Montevirgen ist zum Direktor der Renten an die Stell⸗ Don Domingo de Torres ernannt. Die Fonds waren im Steiz Außer obigen Zeitungs⸗ Nachrichten enthalten die hin Blaͤtter noch folgende Privat⸗Korrespondenz aus Madrid „Juni: „Die letzten Ereignisse haben unter den Gliedemn Koͤniglichen Familie eine Annaͤherung herbeigefuͤhrt, welch⸗ Umstaͤnde wuͤnschen lassen mußten. Der Infant Francise Paula ist in Aranjuez, wo er, wie es heißt, mit der Koi den Gang verabredet, der in der Krisis, worin sich; nien befindet, nothwendig wird. Die Botschafter 9 reichs und Englands verlassen die Koͤnigin gar nicht i Man versichert, daß die Abreise des Hofes von Aranjuez Cakamanchel sehr nahe ist. Man kann sich leicht einen Ie von der Ungeduld machen, mit welcher die Antwort des F sischen Kabinets auf die bei demselben gemachte Anfrage ern wird. Eine Weigerung wuͤrde fuͤr das constitutionnelle; nien gewissermaßen das Vorspiel zu einer neuen Existenz Die freiwillige Entlassung des Herrn Martinez de laz ist in diesem Falle gewiß. Keine halbe Maßregeln, Ausfluͤchte, kein Justemilieu⸗System ist dann mehr lich. Dem Herrn Martinez de la Rosa wuͤrde Henh Toreno folgen, der, um den Staat zu retten, genoͤthi wuͤrde, an den exaltirten Patriotismus zu appelliren. Es positiv, daß, wenn die Ereignisse den angedeuteten Gang ie die ministerielle Umgestaltung auch eine voͤllige Umgestaltun den Botschafter⸗Posten nach sich ziehen wird. Die Diple in Paris und London werden zuerst abberufen werden.“ Frankfurt a. M., 17. Juni. Oesterr. 5proc. N

102 ½. 102 ½. 4proc. 98 1½. 98 ⁄. 2 proc. 58. B. lpro⸗ B. Bantk⸗Actien 1618. 1617. Part.⸗Obl. 140 ½. 140 ½, zu 100 G. 213. Br. Preuß. Praͤm.⸗Sch. 63 ½. 63 ½. do. 9 nl. 98 . B. Holl. 5proc. Obl. von 1832 100 ½. Br. Loose 68 ¼. 68 ½. 5proc. Span. Rente 40 ½. 40 ½. 3proc. do⸗ 25. 24 ¼. b

Redacteur F 1121.

Gedruckt bei A. W. Hayn.

hgmmeErnrn

Allgemeiner Anzeiger fuͤr die

.

St 11j Der fluͤchtige, anbei signalistrte Dr. Se Christian stenwalde, ist des ochverraths be schuldigt worden. eg 1 Im Auftrage des Koͤniglichen Kammergericht werden veshalb alle in⸗ hoͤrden ersucht, den Ur. laßt, fest in die h lassen. 8 Berlin, den 17. Juni 1835. Der Koͤnigliche Criminalrath

8 Signalement. Geburtsort: Fuͤrstenwalde burg: Religion: lutherisch; Alter: 29 5 Fuß 5 Zoll; Haare: schwarzbraun; was breit; Augenbraunen: schwarzbraun; braun; Nase: gerade, etwas dick; Mund: Unterlippe etwas aufgeworfen; Bart: sch schwach: Kinn: blaß, in's Gelbliche uüͤbergehend: Statur: stark, breit⸗ schultrig. Besondere Kennzeichen: geht raschen Schrittes und bewegt im Gehen stark die Arme.

philosophia

Verbrechens des

Kombst, wo zu nehmen undgegen

ö11I1I1X1X“”“ Zur Fortsetzuug der nothwendigen Subhastation des im Luckauer Kreise der Niederlausitz belegenen, der Johanna Charlotte Elisabeth von Strobschuͤtz, geborne von RNaschkau, zugehoͤrigen Mannlehn⸗Rit⸗ terguts Pitschen, welches auf 52168 Thlr. 26 sgr. § pf. gerichtlich abgeschäͤtzt worden, ist ein Termin

vor dem Deputirten, Assessor Bescherer, auf FSh Nen 18. FJuli ocr. auf hiesigem Ober⸗Landesgericht anberaumt, zu wel⸗ chem Kauflustige eingeladen werden.

Die Tare, der neueste Hypotbekenschein und die besonderen Kaufbedingungen sind in unserer Registra⸗ tur einzusehen.

Frankfurt a. O., den 15. April 1835.

Koͤnigl. Preuß. Ober⸗Landesgericht.

——

1111““*“

Land⸗ und Stadtgericht Colberg. Nachdem uͤber das Vermoͤgen des hiesigen Kauf⸗ manns Ephraim Levinthal der Concurs eroffnet und der General Connotations⸗Termin auf den 1. Septbr. G, Vormittags 10 Uhr, an ordentlicher Gerichtsstelle anberaumt ist, so werden alle diejenigen, welche An⸗ spruͤche auf die Masse zu haben vermeinen, aufgefor⸗ dert, in demselben entweder versoͤnlich oder durch gehoͤrig legitimirte Bevollmaͤchtigte, wozu Auswaͤr⸗ tigen der Regierungs⸗Rath Haentsch und der Actuar Beckershaus in Vorschlag gebracht werden, zu er⸗ scheinen, und ihre Forderungen anzumelden, widri⸗ genfalls sie praͤcludirt, und ihnen gegen die. uͤbrigen Glaͤubiger ein ewiges Stillschweigen wird auferlegt werden. Die Activ⸗Masse belauft sich auf 324 Thlr. 19 sgr. 9 pf. und Passiva sind bis jetzt circa 2500 Thlr. angemeldet.

11“ 8 In Folge boͤherer Bestimmung soll ein Quantum groͤßerer Eisengußwaarrn der biesigen Koͤnigl. Eisen⸗

gießcrei, als Waagehalken verschiedener Groͤße, welche 10 ferner Garten⸗

Gustav Adolph Kombst aus Fuͤr⸗

er sich betreten Erstattung der Kosten

in der Mark Branden⸗ Jahre; Groͤße: Stirn: frei, et⸗ Augen: mittlen, warzbraun, rund: Gesicht: oval: Gesichtsfarbe:

wie die bis

oöͤffentlich an den e

auf dem Werke Berlin

2

den 17

Fußkratzeisen, der, Bratenwe

wozu der Termin auf den genden Tage Vormittags selbst anberaumt ist. Juni 1835.

gerichts Koͤnigliches Eisengießerei⸗Amt. und auswaͤrtige Polizei⸗Be⸗

Bettstellen, Laternenstaͤn⸗ nder, Feuerungsthuͤren ec. Meistbietenden verkauft werden, In unserm Verlage ist erschien 22. d. M. und -die fol⸗ Buchhandlungen zu haben:

von 9 bis 12 Uhr N

die bewaͤhrtesten Mittel

aäuf seiner

nach Schweden un nach Copenhagen

B Da beschlossen der Leipzig⸗Dresdn

dert, selbi

e bi dieses b

Jabres,

sselbst zu leisten, indem wiederholt darvat

im Unterlassungsfalle, nach die ausgesprochene Ve gezahlten Einschusses unabaͤnderlich ein⸗

wird, daß der im §. 5. des bereits ttreten muß. Es wird uͤbrigen Interimsscheine,

gen uͤber die geleist

Zugleich wird in Befolgung des §. A1. der Statu⸗ ten hierdurch zur Kenntniß gebracht,

Wahl des Directori Herr Gustav H

dessel ben 8 ernannt worden sin

24 noͤgege. de Das Damvpfschiff Dronning Maria wird bei sei⸗ tesigen Hausvoigtei⸗Gefaͤngnisse einliefern zunem Abgange von hier am 22sten und 26sten dieses, iner Tour nach Copenhagen Ruͤckreise von daher, den Hafen von Malmoe anlaufen, so

befoͤrdert werden koͤnnen, die gleich. Stettin, den 18. Juni 1835.

ekanntmach worden ist, auf die

maͤßheit des §. 4. d lung von Acht Th lassen, so werden die Actionairs hierdurch aufgefor⸗

selbige mit ei mernfolge geordneten Verzeichnisse in zwei Exempla⸗ ren, zu begleiten, um die Ausfertigung der Quittun⸗

Herr Dr. Wilhelm Cr

Leipzig, am 16. Juni 1835.

Leipzig⸗Dresdner Elsenbahn⸗Compagnie.

e oͤffentlichen und auf seiner G rini am 19ten und Losten dieses, den genannten Gegenstand exiflirt.

6 Sh. maͤßigkeit der zur Vertilgung der Ramloͤsa 27 Fesseüde ten empfohlenen Mittel buͤrgt der

d dem Bade Preise sind aber den entomologischen

A. Lemonius.

unn g. Interimsscheine

er Eisenbahn⸗Compagnie, in Ge⸗ er Statuten, eine weitere Einzah⸗ aler per Actie stattfenden zu

uͤr Landwirt

F enbrack in Leipzig un

Bei A. Wi schienen und in Berlin bei bahn Nr. 3), Bechtold u. Hartj colai, Oehmigke, Stuhr, so dern Buchhandlungen, zu haben: Das theoretisch und mischen Vereine. Herausgegeben von 2ter Band oder 5tes bis 8tes ötes Heft: Weiden und Wiesen. gen. Die Mittel, den Unfaͤllen bau vorzubeugen. Verbesserungs wirthschaft. 15 sgr.

6tes Heft: Arbeitseintheilungen.

Geraͤthschaften. 12 ½ sgr. 7tes Heft: Reinertragsberech

einer ganz neuen,

Methode.) Oekonom. Stes Heft: Das Wissenswuͤrdigste

und Physiologie fuͤr den Ackerba

g spaͤtestens am

31. August im Bureau der

Compagnie hier⸗ erinnert sem Tage, Verlust aller Rechte und

s ersucht, bei der Einreichung der

einem nach der Rum⸗

ete Einzahlung zu erleichtern.

daß durch die

zum Vorsitzenden, und usius zum Stellvertreter

ums arkort

kes oder Heft 1— 4 (Preis 1 Thlr. nommen wurde, bestaͤtigt die Brauch zur Genuͤge, selbst im Auslande fand

Die in Folge de

Mai c. verfallenen

Russ. lioll. A

mit 13 Thle. Rub. 50 Cop.

8

fuͤr die schen P caten Die Johannis d. Polnischen

ben werden.

Pfund bis 18 Centner tragen, walzen, Stubenoͤfen, e amine, Bratoͤfen, 111“

z. c. hei den Unterzeichneten angemeldeten

nleihe beil Serie, werden von heute an bis 31. Jali 7 sgr. Pr. Cour. bezahlt.

Berlin, ain 18. Juni 1835.

Benachri Inhaber von fandbriefen und v uͤber dergleiche

Pfandbriefe Ban jetzt ausgeloosten Capitalien dieser beiden Effekten⸗Gattungen, koͤnnen schon von heute meinem Comptoir zum

Berlin, den 12. Juni 1825.

sche T faßliche Darstellung vor vielen aͤhnl aus.

Kirchhof, F, die G sichersten Mittel, zu zu erhalten gr 8vo.

Eine

r Bekanntmachung vom 1I. April am 127. Coupons von Certisicaten dor Hopo & Comp., Ate 1

pro Coupon von 12

etraidep

unsern Anhalt und Wagener, Brüderstrasse No. 5.

n

g

sch Certifi⸗

n Pfandbriefe.

J. faͤllig werdenden Zinsen der

und der Bank⸗Certificate, so

——

nach Berlin an die Stuh versendet worden:

Allgemeine Encyecl der gesammten

chtig u Landscha

der Deutschen, mit gehoͤriger genden wohlfeiles

ab in

vortheilhaftesten Course erho⸗ Hand-, Haus⸗ und H nach den zwoͤlf Monaten des Jahres Arons Wolff, den geordnet, mit den noͤthig

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Heft, folgenden

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Der Beifall, mit welchem der iste Bd. dieses Wer⸗

es Anerkennung, indem es bereits in's Polnische uͤbersetzt ist That zeichnet es sich durch eine vorzugsweise prakti⸗ endenz, so wie durch eine populaire, gemein⸗

die gesunkenen Getraldepreise heben und auf einer dauernden geh. 20 sgqr. Ebendaselbst.

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Land⸗ und Hauswirthschaft

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ven Gäͤot. Landwirthschaft bekannt. Der allgemeine Re

fall, welchen dasselbe gefunden hat, laͤßt nicht

zweifeln, daß die 3 Supplement⸗Baͤnde, welche n

Encyclopaͤdie, die nunmehr die Schatze eil

ganzen landwirthschaftlichen „Bib l iot

umschließt, die groͤßte Vollstaͤndigkeit geben, ah falls wellkommen seyn werden.

Die hier nachgelieferten Wissenschaften, welchen fruͤher, um dem Werke nicht eine zu große Ach nung gewinnen zu lassen und dadurch dem Vem zu schaden, uͤberging, sind folgende: b 1) Die decon. technische Mineralogit Dr. J. H. Kurr. 2) Die Naturgeschit der dem Landwirthe schaͤdlichen Thiu nebst Angabe ihrer Vertilgungsarten, von Proß. Zenker. 3) Die Rechtskunde fuͤr gebille Hausvaͤter, von DVr. Horn. 4) Die Fh und Backkunst, vom fuͤrstl preuß. Hausbofmaj F. A. Teubner. 5) Der Vogelfang, Pastor C. L. Brehm. 6) Die Forst⸗Techt logie und Nachtraͤge zur landwirthsche lichen Technologie, vom Prof. Orc. Voͤlket Man wird bei der Aufzahlung dieser Nactn⸗ zugeben, daß sie im Interesse der Wissenschaft

der Besitzer der Encyclopaͤdie gewaͤhlt sind un dem Mangel

Berlin,

h e. d Torgau ist er⸗

einem oͤkono. Fr Kirchhof. Inhalts:

Urbarmachun⸗ beim Pflanzen⸗ mittel der Land⸗

Landwirthsch. nungen (nach

„den man fruͤher bei diesem Wette weilen gefuͤhlt haben duͤrfte, abhelfen. Dirll sind mit besonderer Beruͤcksichtigung ihrer praltts Anwendung und in der Absicht zusammen gälte durch dieselben einen wirklichen und fuͤhlbaren Nu zu stiften.

aus der Chemie u. 20 sgr.

7 ⁄½ sgr.) aufge⸗ barkeit desselben

2

In der 8

Bei C. H. Jonas, am alten Packhof N. (unweit der Schleusenbruͤcke), ist so eben erschi und in allen Buchhandlungen zu haben:

Die Staa „geschig cher Ansicht neu entwickelt und begruünde 1 Skiäzze. Von Dr. Johann Eristoph Rin Koͤnigl.

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Von J C. F. Manso's 1 Geschichte des Preußischen Staaͤtes seit dem F

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C. F. Doerffling.

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o paͤdie

Ein uͤlfsbuch fuͤr Plabr in zwoͤlf Baͤn⸗ b

L11

on wo sie nach San —— 8 g.

n der Spitze von tswissenschaften nach geschicz t son

Preuß Regierungs⸗Rathe. gr⸗ nachdem sie in das - geh. Preis 15 sgr. dort alles sehr zeitgemaͤße Schrift, deren Gegenstand fuͤr jeden Landwirth von hohem Interesse ist und in Tagen wohl Beherzigung verdient. od jedoch

von Hubertsburg bis zur zweiten Pariser dla ün

Jäͤgersirahẽ Re sc 1 weil die

——— 8 vr v

Berlin, Montag den 22ten Juni

Beim Ablanfe des Quartals wird vvinzen aber bei den Koͤniglichen Post⸗Aemtern zu machen spätestens den 3

bitten, die Bestellungen bis g erleidet und n

Ie Blattes eine Unterbrechun

1 sind, und daß der ten das Blatt am Vorabende seines Datums durch die Stadtpost

osten d. M. icht saͤmmtl

—õõʒʒʒÿ—

termit in Eri h if diese Zei ation hier am Orte bei den hiermit in Erinnerung gebracht, daß die Bestellungen auf diese Zeitung nebst vederteeen böee an Cour. vierteliaͤhrlich festgesetzt ist, wofuͤr den hiesigen Abon⸗ e der Auflage fuͤr das kommende Vierteljahr abmessen zu koͤnnen, senten es Quartals an nachgeliefert w

Preis fuͤr den frei ins Haus gesandt wird. 2 an uns gelangen zu lassen, indem iche Nummern vom Anfange des

ganzen Umfang der Monarchie auf 2 Um jedoch die erforderliche Staͤrk sonst die Interes

1835.

der Redaction (Mohren⸗Straße Nr. 24), in den

müuͤsset

ich selbst zuzuschreiben haben, wenn die Zusendung

erden koͤnnen.

Amtliche Nachrichten. Kronik des Tages.

des Koͤnigs Majestaͤt haben den Rittergutsbesitzer und her,Landesgerichts⸗Assessor Ruprecht zu Breslau zum Land⸗ h'des Striegauer Kreises zu ernennen geruht.

Angekommen: Se. e der General der Infanterie, on Schoͤler, uͤber Luͤbeck von St. Petersburg.

Se. Excellenz der Erb⸗Hofmeister der Kurmark Branden⸗ rg, Graf von Koͤnigsmarck, von Netzband. Abgereist: Der Fuͤrst Leo Radziwill, nach Ems.

1 H11““

Frankreich. .“ 8g

Paris, 14. Juni. Der Gouverneur des Inval auses, Marschall Moncey, wurde vorgestern Abend von dem onige empfangen. 1

Außer den 25 folgsamen Gefangenen, die den gegenwaͤrtigen Ferhandlungen vor dem Pairshofe beiwohnen, sieht man auf n Baͤnken der Angeklagten noch 5 Widerspenstige, die mit Ge⸗ alt in die Session gefuͤhrt worden sind; sie heißen Girard, arrier, Villard, Lange und Margot und haben sich auf das bestimmteste geweigert, auf die an sie gerichteten Fragen zu ant⸗ sorten, so lange der von ihnen gewaͤhlte Rechtsbeistand ihnen icht zur Seite stehe. Das Verhoͤr der 25 Folgsamen ist been⸗ igt, auch sind die fuͤr und wider sie vorgeladenen Zeugen ver⸗ ummen worden. Die Gefangenen sind jetzt in folgender Weise

heilt: im Luxembourg befinden sich 30, in der Conciergerie 7, in Ste. Pélagie 44 und in der Abtei 8; in Summa 122.

Herr Trélat, der bekanntlich von der Pairs⸗Kammer zu reijaͤhriger Haft und einer Geldbuße von 10,000 Fr. kondem⸗ irt worden ist, hat ein Schreiben in den Courrier frangais nruͤcken lassen, worin er denjenigen Provinzal⸗Blaͤttern, die sich boten haben, nicht nur jene Geldbuße mittelst Subscriptionen ufzubringen, sondern auch fuͤr die Erziehung der Kinder Trélat's vaͤhrend seiner dreijaͤhrigen Gefangenschaft Sorge zu tragen, fuͤr re gute Absicht dankt, jedoch zugleich erklaͤrt, daß er, wie im— er, durch schriftstellerische Arbeiten die Existenz seiner Familie

sichern gedenke. Er wolle nicht hoffen, fuͤgt er in seinem Schreiben hinzu, daß die Regierung ihm hierin hinderlich seyn, nd somit nicht bloß seine koͤrperliche, sondern auch seine Geistes⸗ Preiheit beschraͤnken werde; sollte dies aber dennoch der Fall eyn, so wuͤrde er es sich zur Ehre anrechnen, das ihm von sei⸗ en Collegen gemachte Anerbieten anzunehmen.

Das Journal de Paris zeigt an, daß der General—⸗ igkurator auf Cassation des Erkenntnisses des hiesigen Koͤnigl. Geichtshofes wegen der Ankuͤndigung fremder Guͤter⸗Lotterieen engetragen habe.

Im Phare de Bayonne vom 9. Juni liest man: Lin Tagesbefehl Zumalacarreguy's vom 3. Juni gebietet allen Maͤnnern von 17 bis 40 Jahren, die Waffen zu Gunsten des Don Carlos zu ergreifen. Diejenigen, welche nicht dienen wol⸗ en, koͤnnen sich durch Erlegung von 10 Unzen Gold (850 Fr.) isetzen lassen. Man berechnet, daß Zumalacarreguy in Folge dieser Maßregel sehr bald 17,000 Soldaten mehr unter seinen lahnen haben werde. Am 3. Juni sind 3 Kolonnen des Ge⸗ erals Valdez auf Puente⸗la⸗Reyna marschirt; sie begeben sich uch Larraga, wo sie eine Garnison von 500 Mann und 200 pferden lassen werden. Jrun ist gestern Morgen geraͤumt worden; die Kriegs⸗Munition, die nach dem Bruͤckenkopf trans⸗ vortirt worden war, mußte in Frankreich niedergelegt werden, Sebastian gebracht werden soll.⸗˙— Nach riefen von der Graͤnze vom 10. Juni war Zumalacarreguy 21 Bataillonen gegen die offene Stadt Bil⸗ bao auf dem Marsche. Valdez hatte sich in Bewegung gesetzt, mm einen Ueberfall derselben zu verhindern, waͤhrend die Garni⸗ ich zu einem kraftvollen Widerstande vorbereitete.

2 Aus Barcelona hat man Nachrichten vom 5. in Tages⸗Befehl vom 3. Juni meldet, Pulver⸗Magazin von efkr disponible Pulver weggenommen und auf das Feld reut haben, ohne daß man sie erreichen konnte. Die ver⸗ sedenen vereinten Corps des Tristani, Ros d'Eroles und andere genoͤthigt gewesen, sich zu trennen, um den gegen sie 6 Kolonnen zu entschluͤpfen. Am ersten Tage sollen die genten zu Matamargo geschlagen worden seyn.

Großbritanien und Irland. Parlaments⸗Verhandlungen, Unterhaus. vom 12. Juni. Herr D. W. Har estrag in Bezug auf die Untersuchun der Pensions⸗ bis zum 14. Jusi, und er duͤrfte iühnd done 1.- meint) vielleicht wieder auf ganz unbestimmte Zeit d Herr F. Buxton zeigte an, daß er am naͤchsten pationge auf Suspendirung der Zahlungen der durch die Eman⸗ hen kte den Pflanzern fuͤr die Sklaven bewilligten Ent⸗ gungs⸗ Summe von 20 Millionen Pfund antragen werde, su Gunsten der Neger ausgemachten Bedingungen von hrer ehemaligen Herren nicht erfuͤllt wuͤrden.

daß die Aufruͤhrer, Manresa gedrungen,

trichteten

Siz⸗

vey verschob

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8

Morpeth setzte seine Motion in Betreff der Irlaͤndischen Zehn⸗ ten bis zum Freitag den 26sten d. M. aus. (Die Ti mesmeint, auf diese Weise koͤnne die Parlaments⸗Session bis

iden⸗

Weihnachten dauern, wenn es uͤberhaupt die Absicht der Minister sey, diesen Ge⸗ genstand noch in der letzigen Session zur Sprache zu bringen.) Eine Frage des Herrn Sinclair, ob die Regierung Nachrich⸗ ten uͤber die Noth erhalten habe, die an der Westkuͤste von Ir⸗ land herrsche, wurde von Lord Morpeth bejaht, mit dem Hin⸗ zufuͤgen, daß die erforderlichen Abhuͤlfe⸗Maßregeln getroffen wer⸗ den sollten, nur muͤsse man dabei mit großer Vorssehr zu Werke gehen, um nicht Erwartungen zu erregen, die man nicht befrie⸗ digen koͤnnte. Herr O' Connell hielt es nicht fuͤr raͤthlich, zu erklaͤren, daß die Regierung Gelder vorschießen wolle, um den Nothleidenden Erleichterung zu verschaffen, weil sonst der Land-Adel in Irland, der seinen Theil an dieser Last tragen muͤsse, gar nichts thun und Alles auf den Staat fallen wuͤrde. Hierauf trat der Polizei⸗Beamte des Hau⸗ ses in den Saal und benachrichtigte den Sprecher, daß Dasent und Pilgrim, zwei der in die Ipswicher Wahl⸗Angelegenheit verwickelte in Verwahrsam seyen. Ein von Herrn Gisborne zu Gunsten des Ersteren gestellter Antrag, daß der⸗ selbe mit einem Verweis entlassen werden sollte, wurde verwor⸗ fen, und die beiden Individuen bleiben daher in Haft. Auf die Frage eines Mitgliedes, ob der Staats⸗Secretair fuͤr die auswaͤr⸗ tigen Angelegenheiten wisse, wie es mit der Unterhandlung zwischen Spanien und seinen ehemaligen Suͤd Amerikanischen Koloniren stehe, antwortete Lord Palmer ston, die Britische Regierung interessire sich zwar sehr dafuͤr, daß die Unabhaͤngigkeit dieser Staaten von Seiten Spaniens endlich anerkannt werden moͤchte, und er hoffe auch, daß es in kurzem in dieser Hinsicht zwischen beiden Thei⸗ len zu einem freundlichen Vergleich kommen wuͤrde, das ehren⸗ werthe Mtiglied sey aber im Irrthum, wenn es etwa glaube, daß die Unterhandlung irgend wie unter dem Einfluß oder unter der Vermittelung der Englischen Negierung gepflogen werde, und er koͤnne daher auch uͤber den Stand derselben nichts Naͤheres wissen. England wuͤrde gewiß gern die Hand dazu geboten ha⸗ ben, wenn man es um seine Mitwirkung in dieser Sache er⸗ sucht haͤtte, dies sey aber weder direkt noch indirekt geschehen, und die ganze Unterhandlung werde nur zwischen dem Ge⸗ neral Soublette und der Spanischen Regierung gefuͤhrt. Den Schluß der Sitzung machte die Diskussion des von Herrn Robinson gestellten Antrages, daß das ganze Steuerwesen des Laͤndes, mit Ruͤcksicht auf eine Abschaffung oder Verminderung derjenigen Steuern, die den Ackerbau, den Handel, die Fabriken und die Schifffahrt bedruͤcken, oder die mit unverhaͤltnißmaͤßiger Schwere auf einer besonderen Klasse der Gesellschaft, na⸗ mentlich der arbeitenden und produzirenden, lasten, und mit Ruͤcksicht auf die Substituirung anderer minder druͤckender und leichter und wohffeiler zu erhebender Abgaben, von einem besonderen Ausschusse des Hauses untersucht werden sollte. Herr Spring Rice und Herr p. Thomson sprachen sich auf das enrschiedenste gegen diese Motion aus, weil kein Jahr verflossen sey, wo die Regierung nicht, auch ohne eine solche Untersuchung von Seiten eines Ausschusses, bemuͤht gewe⸗ sen sey, so viel als nur irgend thunlich von den druͤckendsten Steuern aufzuheben. Der Antrag wurde denn auch mit großer Majoritaͤt, naͤmlich mit 105 gegen 42 Stimmen, verworfen.

Oberhaus. Sitzung vom 15. Juni. In dieser Siz⸗ zung nahm der Herzog von Wellington seinen am Freitag angekuͤndigten Antrag (s. das gestrige Blatt der St. Ztg.) auf Vorlegung einer Abschrift von der auf die Anwerbung Britischer Unterthanen fuͤr den Dienst der Spanischen Regierung bezuͤgli⸗ chen, in der Hof⸗Zeitung erschienenen Proclamation, ohne zu sa⸗ gen warum, wieder zuruͤck. Der Marquis von London⸗ derry aͤußerte sein Bedauern daruͤber und stellte, statt seines Freundes, selbst einige Fragen an Lord Melbourne: ob naͤmlich jener Geheime⸗Raths⸗Befehl 1) in Folge irgend einer Aufforde⸗ rung der Koͤnigin von Spanien erlassen worden sey? oder 2) in Folge einer Bitte des Spanischen Gesandten? oder 3) ob die Britische Regierung den Befehl ohne alle Aufforderung von außen her erlassen habe? und endlich 4) da die vorige Regierung Feszschen den streitenden Parteien einen Vertrag zu Stande gebracht habe, durch welchen dem nutzlosen Blutvergießen ein Ende gemacht sey, ob die von hier aus nach Spanien gehenden Soldaten in diesen Vertrag mit eingeschlossen werden sollten? ob sie nicht vielmehr, da zwischen England und Spanien kein Krieg bestehe, dort, sobald sie mit den Waffen in der Hand ergriffen wuͤrden, ohne Weiteres fuͤsilirt werden wuͤrden? Dem ganzen Lande muͤsse daran liegen, uͤber diese Punkte Gewißheit zu haben; die Bestimmungen des Geheimen⸗Raths⸗Beschlusses selbst aber wuͤrden hoffentlich naͤchstens der Gegenstand ausfuͤhrlicherer Dis⸗ kussion in diesem Hause werden. Lord Melbourne antwortete, die fragliche Maßregel sey allerdings in Folge eines Gesu chs des Spanischen Gesandten von der 4 ritischen Regierung ergriffen worden. (Hoͤrt, hoͤrt!) Der Minister erklaͤrte sich so⸗ dann vollkommen einverstanden mit dem Lobe, welches der Mar⸗ quis dem von Lord Elliot vermittelten Vertrage ertheilt hatte, indem er bemerkte, daß schon mehreren hundert Perso⸗ nen dadurch das Leben gerettet worden sey (hoͤrt!), und fuͤgte hinzu, es sey kein Grund vorhanden, warum die in Spanische Dienste tretenden Briten, die ja ganz als Spani⸗ sche Soldaten zu behandeln seyn wuͤrden, der Vortheile dieser Convention nicht theilhaftig werden sollten. Diese Gelegenheit benutzte noch Lord Brougham, um den Wunsch auszusprechen, die Britische Regierun werde, bei der vortheilhaften Stellun

die sie jetzt der Spanischen Regierung gegenuͤüber einnehme, nicht

Herr Eward, statt der dreijaͤhrigen Erneuerun

versaͤumen, die Anerkennung der Suͤd⸗Amerikanischen Freistaaten von Seiten Spaniens zu bewirken, die nicht fuͤr England allein, sondern fuͤr ganz Europa und fuͤr die Neue eben so sehr wie fuͤr die Alte Welt von der groͤßten Wichtigkeit sey, worauf Lor Melbourne bemerkte, er wisse im Augenblicke nicht genau, wie jetzt der Stand der darauf bezuͤglichen Unterhandlungen sey; e zweifle aber nicht daran, daß es das Bestreben eines jeden Brit schen Ministeriums, welches dem jetzigen vorangegangen, gew

erwuͤnschten Ziele zu fuͤhren (hoͤrt, und das gege

sen sey, diese Sache zum . hoͤrt, vom Herzog von Wellington) waͤrtige Kabinet werde sich dieselbe Aufgabe angelegen seyn la sen. Auf das Gesuch des Herzogs v. Wellington verschob der Graf von Radnor seinen Antrag auf die zweite Lesung der Bill in Betreff der Abschaffung der Universitaͤts⸗Eide bis zum 24sten d. M. Hierauf uͤberreichte der Graf Roßlyn den Be⸗ richt des Ausschusses uͤber den Wieder⸗Aufbau der Parlaments⸗ Haͤuser, der nach einigen Debatten und nach Verwerfung eines von Lord Malmesbury vorgeschlagenen Amendements, wonach das fuͤr das Oberhaus bestimmte Gebaͤude fuͤr zu eng erklaͤrt und auf Erweiterung des Raumes zwischen Thron und Wollsack bestanden werden sollte, mit 30 gegen 25 Stimmen angenommen wurde. In Folge dessen ward eine Adresse an den Koͤnig ge⸗ nehmigt, worin Se. Majestaͤt ersucht werden, 5 Kommissarien zur Pruͤfung und Berichterstattung uͤber die von den Konkurren⸗ ten eingereichten Plaͤne zum Bau neuer Parlamentshaͤuser zu ernennen. Am Schluß der Sitzung fragte Graf Roden den Großsiegelbewahrer, wann der Bericht der Irlaͤndischen Kirchen⸗ Kommissarien auf die Tafel des Hauses niedergelegt werden wuͤrde, worauf Lord Duncannon erwiederte, er koͤnne dies noch nicht genau bestimmen, glaube aber, am naͤchsten Donnerstag oder Freitag.

Unterhaus. Sitzung vom 15. NJuni. Herr Poulett Scrope kuͤndigte zum 2. Juli einen Antrag auf die Erlaubniß an, eine Bill zur Unterstuͤtzung und Beschaͤftigung der Irlaͤndi⸗ 8 schen Armen einbringen zu duͤrfen. Bei der Ueberreichung einer Bittschrift gegen die Ab chaffung des Zeitungs⸗Stempels erklärte 8 Herr Roebuck, die oͤffentliche Presse in England sey von der angesehensten bis zur unbedeutendsten Zeitung hinab ganz und gar verderbt und eine Schande fuͤr das Land. „Der Despotis⸗

mus“, sagte er, „ist gar nichts im Vergleich gegen die Tyrannei

der Zeitungen, die saͤmmtlich in den Haͤnden gemeiner Miethlinge sind, welche, eben so feig als niedertraͤchtig, ihre Namen verheim⸗ lichen und den Charakter ihrer Nebenmenschen im Finstern mor⸗ den. Die jetzige E11 ist nichts als eine Masse von Feigheit, Niedertraͤchtigkeit, Bef echlichkeit und Verrath. (0, und Gelaͤchter.) Von der Wuͤrde der Presse spricht man? Beim Himmel! ich weiß davon nichts. Wenn man aber den Zeitungs⸗ Stempel abschaffen wollte, der jetzt die Presse zu einem Monopol macht und die Verbreitung der Einsicht verhindert, so wuͤrde je⸗ nes gemeine Pack gewiß zu Grunde gerichtet werden, und ich wuͤrde mich unendlich freuen, diesen Tag erscheinen zu sehen.“ (O, o) Herr Lowther stimmte mit diesen Ansichten durchaus nicht uͤberein, obgleich er selbst, wie er sagte, so wie viele An⸗ dere, oͤfters von der Presse verfolgt worden sep. Auch Herr Hume wollte in das von Herrn Roebuck ausgesprochene Ver⸗ dammungs⸗Urtheil uͤber die Presse nicht einstimmen; ein Theil derselben, sagte er, lege sich freilich nur Unehre ein, aber es gebe doch viele andere Zeitungen, welche die Rechte des Volks maͤnn⸗ lich vertheidigten. (Hoͤrt, hoͤrt) Hierauf kam die Ipswicher Wahl⸗Angelegenheit wieder zur Sprache, und es wurden nach einigen Debatten acht Personen, die im Verwahrsam des Hauses waren, zum Gefaͤngniß in Newaate verurtheilt. Auf den Antrag des Lord G. Somerset wurde dann eine aͤhnliche Adresse, wie im Oberhause (s. oben), in Bezug auf den Bau der neuen Parlamentshaͤuser an den Koͤnig gerichtet. Die von Lord John Russell eingebrachte Munizipal⸗Reform⸗Bill wurde in dieser Sitzung nach kurzer Diskussion ohne Abstimmung zum zweitenmal verissen. Sir R. Peel und Lord Stan⸗ ley machten zwar mehrere Einwendungen gegen einige wichtige Bestimmungen der Bill, wollten sich jedoch deshalb der zweiten Verlesung derselben nicht widersetzen. Lord Stanley sprach haupt⸗ saͤchlich gegen die in der Bill festgesetzte Art der Wahl der Mit⸗ glieder des Gemeinderathes, welche nach dem in der Bill be⸗ stimmten Modus geheim seyn wuͤrde, waͤhrend die Minister selbst oͤffentliche Wahlen wuͤnschten; auch zog er eine 62 jaͤhrige Erneuerung des Gemeinderathes der Zjaͤhrigen vor. Sir R. Peel theilte diese An⸗ sichten, wollte sich aber nur fuͤr die Verhandlung im Ausschusse einige Amendements vorbehalten, deren Inhalt er uͤbrigens sofort ankuͤn⸗ digte; die wichtigsten da runter, außer den von Lord Stanley gemachten Einwendungen, bestanden darin, daß, nach Sir R. Peel's An⸗ sicht, einige Qualificationen festgesetzt werden muͤßten, welche zur Annahme des Amtes eines Gemeinderaths, namentlich aber des Mavyor⸗Amtes, befaͤhigen; ferner, daß der Mapor nicht uͤber alle Kontrolle von Seiten der Kommune gestellt, dann, daß uͤber die Verwendung der uͤberfluͤssigen Kommunal⸗Einkuͤnfte etwas be⸗ stimmt, und endlich, daß nicht der Regierung allein (sondern auch dem Parlamente) die Befugniß uͤberlassen werde, jede Stadt in Wahl⸗Distrikte einzutheilen und die Zahl der von jedem Distrikt zu Waͤhlenden festzusetzen. Von der radikalen Seite wurde Lleichfalls einige Amendements angekuͤndigt; namentlich verlangt Herr Blackburne in gewisser Beziehung groͤßere Ausdehnung des Wahlrechts, naͤmlich auf Jeden, der auch nur seit einem Jahre in der Stadt wohnt (die Bill verlangt Ansaͤssigkeit), un des Gemeinde⸗ raths, jaͤhrliche Erneuerung desselben. Berathungen in Ausschusse beginnen am naͤchsten Montag.