Jedermann fragt nach der Ursache Ruͤckkehr, da doch Ober⸗Aegypten und uͤberhaupt die Pest niemals uͤber Theben hinaufgereicht hat, der Pascha folglich in vollkom⸗ mener Sicherheit geblieben waͤre, waͤhrend er nun hier mitten in der Epidemie anlangt. Freilich kann er eine gute Quarantaine beobachten, was indessen bis jetzt nicht geschehen. Daß die Pest kontagioͤs und nicht zugleich epidemisch ist, hat ihm gewiß nie⸗ mand verbuͤrgen koͤnnen, um so weniger als der Marseiller Clot⸗ Bey, Praͤsident des Sanitaͤts⸗Conseils, gerade der entgegengesetz⸗ sen Meinung ist und die Pest fuͤr nicht kontagioͤs, sondern fuͤr epidemisch erklaͤrt. Bis jetzt ist er und noch einige Aerzte, welche Pestbeulen seziren und bei Behandlung der Pestkranken, oder bei den Autopsien nicht mehr Vorsicht gebrauchen als bei anderen Krankheiten, ein lebendiger Bewels dieses Sy⸗ stems. Indessen sind schon zwei Aerzte, ein Franzose und ein Krakauer, der erste als Opfer dieses Glaubens, und der zweite, obschon an Ansteckung glaubend, aus Liebe zu seiner Pflicht und Ehre als Arzt, gefallen. Der Pascha kam in sofern sehr zur guten Stunde hier an, indem gerade am Tage seiner Ankunft ein reicher Bey mit seiner ganzen Familie, 23 an der Zahl, gestorben war, worauf der Pascha Alles, was er 1c lassen, einziehen ließ. Daß er indessen, um bei aͤhnlichen Todes⸗ faͤllen nicht zu ferne zu seyn, hierher gekommen, ist nicht sehr wahrscheinlich, obschon einige boͤse Zungen es behaupten wollen. Er scheint freilich solcher Erbschaften ziemlich zu beduͤrfen, da er oder das Gouvernement — was wohl Eins ist — der Armee und allen uͤbrigen Angestellten bereits acht Monate Sold und Gehalt schuldig ist, so daß manche mehr den Hunger als die Pest
fuͤrchten.
Kahira, 5. Mai. Die Pest hat noch immer nicht nach⸗ zelassen und es sterben hier jetzt durchschnitt ich 2000 Menschen n jedem Tage. Mehr als 50,000 Menschen sollen bereits in der hiesigen Stadt allein von der schrecklichen Krankheit dahin⸗ gerafft seyn. Mehmed Ali befindet sich noch in Schubra, um
welches ein dreifacher Kordon gezogen ist.
SFnland. LE“ Berlin, 29. Juni. Das im heute ausgegebenen 13ten Stuͤcke der Gesetz⸗Sammlung enthaltene Gesetz wegen Bestra⸗ fung der unbefugten Anfertigung oͤffentlicher Siegel, Stem⸗ pel ꝛc. lautet also: „Wir Friedrich Wilhelm, von Gottes Gnaden, Koͤnig von Preußen ꝛc. ꝛc. thun kund und fuͤgen hiermit zu wissen:
Da die Vorschriften des Allgemeinen Landrechts Theil II. Tit. 20. §§. 268 und 269 wegen Bestrafung der unbefugten Anfertigung oͤffentlicher Stempel, Siegel u. s. w. nicht umfas⸗ send genug befunden worden, und die Strafgesetze derjenigen Landestheile, in welchen das Allgemeine Landrecht noch nicht ein⸗ gefuͤhrt ist, einer entsprechenden Bestimmung hieruͤber erman⸗ geln, so verordnen Wir auf den Antrag Unseres Staats⸗Mimi⸗ steriums und nach erfordertem Gutachten Unseres Staats⸗Raths fuͤr den ganzen Umfang Unserer Monarchie, wie folgt:
§. 1. Ohne schriftliche Anweisung der Behoͤrde darf Nie⸗ mand nachstehende Gegenstaͤnde anfertigen oder verabfolgen lassen:
1) 3. oder Formen, welche zur Anfertigung von Me⸗
8 tallgeld, 2) Stiche, Platten, Stempel oder andere Formen, welche zur Anfertigung von Papiergeld oder Stempelpapier bestimmt sind, oder dazu gemißbraucht werden koͤnnen, 3) Stiche, Platten, Stempel oder andere Formen, welche zu sdSdoen von einer oͤffentlichen Behoͤrde unter ihrer Firma aus⸗ zustellenden Schuldscheinen, Zins⸗Coupons, Quittungen,
Anweisungen, Bescheinigungen, Steuerzetteln oder andern
dergleichen Urkunden dienen koͤnnen,
) oͤffentliche Siegel oder Stempel, welche zur Beglaubigung oͤffentlicher Urkunden, so wie des Maßes und Gewichtes, oder zur amtlichen Bezeichnung oder amtlichen Verschließung gewisser Sachen und Waaren dienen koͤnnen. z
§. 2. Eben so wenig darf Jemand, ohne eine schriftliche An⸗
ung der Behoͤrde, den Abdruck der vorstehend bezeichneten Stiche, Platten, Stempel oder Formen, oder irgend einen Druck von Formularen zu den daselbst bezeichneten Urkunden unterneh⸗ men oder Abdruͤcke verabfolgen lassen. Das Imprimatur des Censors gereicht dem Uebertreter zu keiner Entschuldigung.
§. 3. Die schriftliche Anweisung zur
Druck oder zur Verabfolgung der in den
neten Gegenstande zum Gebrauch fuͤr
hoͤrden, kann nur von den oberen Militair⸗ und Civil⸗Behoͤrden
in den Provinzen, oder ihren vorgesetzten hoͤheren Behoͤrden, er⸗
theilt werden; im Militair jedoch auch von den Gouvernements, Kommandanturen, Regiments⸗Commandeurs und Vorstehern der
Milrtair⸗Verwaltungs⸗Behoͤrden fuͤr die Gegenstaͤnde ihres Ge⸗ chaͤfts⸗Bereichs.
§. 4. Wer den obigen Verboten, §. 1 und 2, Hneäderhan⸗
delt, wird, insofern damit nicht ein schwereres Verbrechen ver⸗ bunden ist, mit dreimonatlichem bis Sechsheizn Gefaͤngnisse oder Festungs⸗Arreste bestraft, und soll dabei auf die durch das Vergehen fuͤr den Staat oder das Publikum entstandene Gefahr besonders Ruͤcksicht genommen werden. . §. 5. Die Anwendung dieser Strafen wird dadurch nicht ausgeschlossen, daß bei der Anfertigung von Siegeln, Stempeln,
Dlatten, Formen u. s. w. die Merkmale, durch welche die Eigen⸗ chaft derselben als oͤffentliche Siegel, Stempel u. s. w. bedingt ist, abgeaͤndert worden, in sofern die Abaͤnderung von der Art ist, daß sie nur bei besonderer sachkundiger Aufmerksamkeit wahr⸗ genommen werden kann.
Urkundlich unter Unserer Hoͤchsteigenhaͤndigen und beigedrucktem Koͤniglichen Insiegel. “
Gegeben Berlin, den 6. Juni 1835. “
1“ Friedrich Wilhelm.
8 Carl, Herzog zu Mecklenburg.
v. Kamptz. Muͤhler. Graf v. Alvensleben.“
— Ganz in der Art, wie am vorigen Mittwoch in Moabit bei Berlin, fand gestern Vormittag in der hiesigen Rosenthaler Vorstadt die Einweihung der daselbst neu⸗ erbauten Elisabeth⸗Kirche statt. Des Koͤnigs Majestaͤt wohnten mit Ihren Koͤniglichen Hoheiten dem Kronprinzen und der Frau Kronprinzessin, so wie mit einigen anderen Mitgliedern des Koͤ⸗ niglichen Hauses dieser feierlichen Handlung bei. Nach FEhcg tung der Liturgie hielt auch hier der evangelische Bischof Hr. Neander die Einweihungs⸗Rede und fuͤhrte darauf mit dem Su⸗ perintendenten Schut den neuen Prediger von Gerlach in sein v-Sn;. der hiernaͤchst die Kanzel bestieg und die Antritts⸗Pre⸗ digt hielt.
— Herr Karl Muͤchler macht in der neuesten Nummer des
„Berliner Modenspiegels“ den Vorschlag, dem Deutschen Dich⸗
hier, AQuarantaine halten. dieser schnellen, unerwarteten bis jetzt verschont geblieben ist
Anfertigung, zum §§. 1 und 2 bezeich⸗
Unterschrtfe
85
80 ter Langbein auf dem hiesigen Dorotheenstaͤdtischen Kirchhof vor
Unsere unmittelbaren Be⸗
dem Oranienburger Thore, Denkmal auf Subscription zu errichten und Behufe seine Landsleute,
wo seine Gebeine ruhen, ein einfaches fordert zu diesem denen der Verstorbene durch seine hei⸗
teren Dichtungen so oft eine truͤbe Stunde verscheucht, zu Bei⸗
traͤgen auf, zu deren Annahme Herr Alex. Cosmar, und
der Redacteur
Herausgeber jener Zeitschrift (Kupfergraben Nr. 6. wohn⸗
haft), sich bereit erklaͤrt.
““ Koͤnigst
gers Herrn Bayer, Sevilla“ und der Dlle. Vial, Zweifel des Almaviva sowohl in den
8 ———.
aͤdtisches Theater. Der Besuch eines Gastes, des Königl. Bayerischen Hof⸗Saͤn⸗ hat den beiden Singspielen, „der Barbier von „Fra Diavolo“, außer dem noch immer frischen Reiz einen neuen verliehen. Herr Bayer, den man ohne einen Tenoristen ersten Ranges nennen darf, sang die Partie Arien als in den vielstimmigen Par⸗
tieen mit großer Sicherheit, angenehmem Wohllaut der Stimme
und melodioͤsem Ausdruck.
Rosine excellirt, ist schon in den; aber diesmal war mehr sagen will, sichtbar wenn dies der Fall ist, darum schienen auch heute
Wie Dlle. Vial in der Rolle der diesen Blaͤttern genugsam belobt wor⸗ sie besonders bei Stimme und, was noch in der guͤnstigsten Stimmung. Nur dann, gelingt einem Kuͤnstler das Hoͤchste; — die schoͤnen vollen Toͤne der Dlle. Vial
noch einen maͤchtigeren Klang gewonnen zu haben und darum war
auch die Wirkung vielleicht in ebracht ei der Auffuͤhrung des — 8 zum zweiten Male und wiederum in Gesellschaft der
groͤßer als jemals. Diese Wirkung Gemeinschaft mit der, die der gepriesene Gast hervor⸗ hatte, war denn auch so kundbar geworden, daß „Fra Diavolo“, worin Herr Bayer Dlle. Vial
auftrat, das Haus, ungeachtet der gegenwaͤrtigen, zum Theater⸗Be⸗
such eben Beide, gleich bei ihrer ersten
Fabreszeit fast ganz angefuͤllt war.
nicht einladenden Erscheinung mit lebhafter Freude be⸗
willkommnet, leisteten denn auch im Gesang, namentlich Herr Bayer
in der kraft⸗ und lebensvollen Scene des dritten Akts, an mannigfaltigem, die Kuͤhnheit und den Libertinismus
die so reich des stolzen
Raͤubers charakterisirenden Ausdruck und malerischen Schilderungen ist,
und Dlle. Vial mit Passagen und Koloraturen ausgeschmuͤckten ches, daß die zahlreiche hingerissen wurde und, befriedigt das Haus verließ
Schluß eingelegten, fast uͤberreichlich Arie so Vorzuͤgli⸗ Versammlung zu dem ungestuͤmsten Beifall wenn nicht alle Zeichen kraͤgen, vollkommen
Aber aus der Vorste ung des „Bar⸗
in einer am
bier von Sevilla“ muß auch Herr Fischer als Figaro, und aus der
des „Fra Diavolo“ die unnachahmliche einfache komische
Kraft des
Herrn Beckmann mit Auszeichnung erwaͤhnt werden.
1“ Amtl.
Berliner Börse. 8 Den 29. Juni 1835. “
F Unt⸗ (Preus/z. Cur.)
“
St.-Schuld-Sch. Pr. Engl. Obl. 30. Präm. Sch. d. Sech. Kurm. Obl. m. l. C. Neum. Int. Sch. do. Berl. Stadt Obl. Königsb. do. Elbing. Danz. do. in Th. Westpr. Pfandbr. Grofshz. Pos. do.
——
42.
NiIiederl. wirkl. Kanz- Bill. 251c 42 98 ¾ 38*26 8,
[EM bürieshhend
Ostpr. Pfandbr. ₰4 Pomm. do. V 4 Kur- u. Neum. do. 4 Schlesische do. 4 Rkst. C. u. Z.-Sch. d. K.- u. N. Gold al maroo Neue Duk. .. Friedrichsd'or. Disconto
do.
8,—
102 ½ 101 ½ 103 ⅞ 102 ½
ne
—— —— —
Auswärtige Börsen. Amsterdam, 24. Juni. Schuld 55 ½. 53 do. 100 ⅞. 8 Amort. 94 ½ 3 9 79 ½ do. 49 Anl. —.
Ausg. Schuld —. Russ. 99. Oesterr. Preuas. Präm.-Scheine —. Span. 5 3 41.
Antwerpen, 23. Juni.
Zinsl. 16 ¾, Cortes 30½ Coup. 18. Belg. 100. Darmst. 25 ½ Vien, 24. Juni.-
Span. 5 8 41 Guebhard
Neoue Span. Anl. 4232
. u“] 8
rin, Oper in 2 Abth. der; Roͤschen, als Gastrolle. musikalisches Quodlibet in 2 Abth. (Dlle. M. Schneider:
5 8 Met. 1013⁄ ½ 43 97 ⅜⁄. Neue Anl. 584 ⁄. Bank-Actien 13453.
Koͤnigliche Schauspiele. 30. Juni. Im Opernhause: Die schoͤne Muͤlle⸗ Musik von Paesiello. (Dlle. M. Schnei⸗ Hierauf: Der reisende Student, Hann⸗
Dienstag,
chen, als letzte Gastrolle.)
male: ville's: „Elle est folle“* Der Spiegel des Tausendschoͤn, Burleske in von C. Blum.
oder: Akten.
Im Schauspielhause: Zum ersten⸗ 2 Abth., nach Meles⸗ Angely. Hierauf: 1 Akt, mit Gesang,
Mittwoch, 1. Juli. Sie ist wahnsinnig, Drama in bearbeitet von L.
Koͤnigstaͤdtisches Theater. Dienstag, 30. Juni. Der boͤse Geist Lumpacivagabundus, Das liederliche Kleeblatt, Zauberposse mit Gesang in 3
Neueste N
Paris, 23. Juni.
achrichten.
„Gestern Mittag kam der Koͤnig nach
den Tutlerieen und arbeitete mit den Ministern des Handels, der
auswaͤrtigen Angelegenheiten, halb 5 Uhr kehrten
gen Sitzung der
des Krieges und der Marine. Um Se. Majestat nach Neuilly zuruͤck.
Von den verschiedenen Gesetz⸗Entwuͤrfen, die in der gestri⸗ Pairs⸗Kammer zur Verathung kamen, gab
allein derjenige uͤber die Verbesserung der Fluß⸗Schifffahrt zu
einer kurzen Debatte delte es naͤmlich,
Anlaß. Der Vicomte Dubouchage ta⸗ daß so ungeheure Summen auf den Kanalbau
verwandt wuͤrden, waͤhrend die gewoͤhnlichen Staats⸗Ausgaben
schon die Einnahme uͤberstiegen. nerseits vertheidigte die und noch zu verwendenden Summen und bemuͤhte sich, weisen, Entwurfes, so wie Verbindung auf dem Mittellaͤndischen Einnahme des Staats wuͤrden. mit 77 gegen 20 Stimmen.
Der Finanz⸗Minister sei⸗ bisher auf den Kanalbau verwandten
u be⸗ daß, selbst nach der Annahme des vorliegenden Gesetz⸗ des Gesetzes uͤber die Dampfschifffahrts⸗ Meere, Ausgabe und immer noch mit einander alanciren Die Annahme jenes Gesetz⸗Entwurfes erfolgte darauf Die folgenden drei Gesetz⸗Entwuͤrfe
gingen ohne irgend eine Debatte fast einstimmig durch, naͤmlich:
1) Budget, 2) pelplatzes fuͤr gen eines Zuschusses von die fremden politischen ihre 24ste Gerichts⸗Sitzung. gegen gewesenen der anwesenden; lungen waren im
„Entwurf uͤber die Zuschuͤsse zu dem vorjaͤhrigen der Gesetz⸗Entwurf uͤber die Errichtung eines Sta⸗ verbotene Waaren und 3) der Gesetz⸗Entwurf we⸗ 500,000 Fr. zu den Unterstuͤtzungen fuͤr Fluͤchtlinge. — Heute hielten die Pairs Von den in der letzten Session zu⸗ Pairs fehlte bloß der Graf Vogué6. Die Zahl ngeklagten belief sich auf 46. Die Verhand⸗ Uebrigen von keinem erheblichen Interesse.
Der Herzog von Choiseul wird naͤchster Tage nach der chweiz zu dem Herzog von Orleans abreisen.
der Gesetz
“ 11“
Maison werde zum Praͤsidenten des Minister⸗Raths erne werden und Herr von Broglie seine Entlassung nehmen. 1 Die Minister Broglie und Gutzot haben seit einigen 2 sehr haͤufige und lange Konferenzen. 4
Es heißt, Herr von Rumigny, Botschafter in Bern sich wegen des April⸗Prozesses gegenwaͤrtig hier befindet, n eine Mission nach Berlin erhalten.
Zahlreiche Zuͤge von Auswanderern aus dem Elsaß ko jetzt fast taͤglich durch Paris, um sich in Havpre nach Anea einzuschiffen.
b WT sagt, der Herzog von Broglie habe fremden Gesandten auf dessen Anfrage die Versicherun daß das neulich von den Zeitungen mitgetheilte Pr Spanischen Ministeriums nicht authentisch sey.
Der Oberst Schwarz, der als Chef der Expedition gene wird, die sich in Paris fuͤr den Dienst der Madrider Regien bildet, steht, dem Vernehmen nach, im Begriff, sein Ges⸗ j beginnen. Er ist ein Zoͤgling der Militair⸗Schule von S trat waͤhrend der letzten Insurrection in Polen als Oberst Lancier⸗Regiments in den Dienst der Insurgenten und hatte ter in Portugal ein Ober⸗Kommandd in der Expedition 8 Algarbien unter dem Herzoge von Terceira, wo er die Frang schen Truppen befehligte und sich, wie hiesige Blaͤtter sn durch seine persoͤnliche Tapferkeit und hohen Talente deren —
* in
tung und Zuneigung gewann und erhielt.
Nach einem Schreiben aus Bayonne vom 18ten se Sagastibelza mit seiner Division in Lazaca. Am 17ten vnh kurz nach 1 Uhr die Urbanos, die den festen Bruͤckenkopf dem jenseitigen Ufer der Bidassoa besetzt halten, von den Kan sten, die aus Irun ausgezogen, und von anderen In sutgenen Trupps, die von dem St. Martialberge herabgtemma waren, heftig angegriffen. Die Freiwilligen der Läri Unterhielten hinter ihren Fortificationen ein lebhaftes bnas Als einige Kugeln der Insurgenten in einige Hauser un Franzoͤsischem Gebiete fuhren, stellte der Commandeur G Franzoͤsischen Truppen auf dem rechten Ufer seine Leute Schlacht⸗Ordnung auf. Er selbst ging mit zwei Freiwillag bis auf die Mitte der Bruͤcke, die eigentliche Graͤnzlinie n schen dem Franzoͤsischen und Spanischen Gebiet, um die Nich tung der Kugein zu beobachten. Die Insurgenten verließen als sie diese Vorbereitungen sahen, das Schlachtfeld und jaga sich nach Irun zuruͤck. Die legitimistische Election ), Bordeaux vom 20sten berichtet, 1400 Gefangene von Partei der Koͤnigin, die sich in den zwei Depots in Biscnn befunden, haͤtten sich erboten, fuͤr die Sache des Don Carlos fechten. Ein Dekret des Don Carlos, aus Onate vom llten datirt, habe ihr Verlangen genehmigt. Sie wuͤrden zwei 9 taillone bilden und von Karlistischen Chefs angefuͤhrt werda Ein heute in Paris eingetroffener Privatbrief meldet, daß 0. neral Valdez erst am 17ten d. M. fruͤh Morgens an der Syit von 15,000 Mann Vittoria verlassen habe, um sich nach Bilh zu wenden.
Die Nachricht von der Verwu ndung Zumalacar veguh wird jetzt von den Bordeauxer Zeitungen bestaͤtig die dieses Ereigniß jedoch erst am 20sten melden, und nach dene es sich erst am 18ten sgeshagen haben soll, waͤhrend nach der neulich von dem Moniteur mitgetheilten telegraphisch Depesche schon am 16ten stattgefunden haben sollte. Jene Vh ter fuͤgen noch hinzu, daß Zumalacarreguy in Folge seiner Wun⸗ das Kommando niedergelegt habe, nennen aber seinen Nachüpn im Oberbefehl noch nicht. (S. weiter unten.)
Heute waren die Fonds sehr gesucht. Gegen das Ende da Boͤrse aber trat eine heftige Reaction in allen Fonds ein. De Steigen war eine Folge von guͤnstigen Nachrichten von h Spanischen Graͤnze gewesen. Die Privat⸗Briefe von dort hh staͤrigten ebenfalls die Nachricht von der schweren Verwundum Zumalacarreguy's. Es hieß sogar, daß man eine Amputatit habe vornehmen muͤssen, und daß man im Lager der Karlis besorgt habe, er moͤchte der Operation unterliegen; sollte Zun lacarreguy aber auch wieder hergestellt werden koͤnnen, so wi er doch jedenfalls das Kommando uͤber seine Truppen vier oder fuͤnf Monaten nicht wieder antreten. Es hieß aud die Karlistische Armee habe die Belagerung von Bilbao aufg hoben und sich nach Irun gewendet. In Spanischen Fonds! schahen wenig Geschaͤfte. Auch in ihnen war anfangs eine gende Bewegung und zuletzt eine Reaction eingetreten. Do wurden durch das Geruͤcht veranlaßt, daß zwei Bataillone Ch stinos von der Sache der Koͤnigin abgefallen waͤren und sich Don Carlos erklaͤrt haͤtten. Auch wollte man wissen, daß t guͤnstige Depeschen aus Madrid eingetroffen waͤren.
Der Indicateur Bordelais vom 21sten d., dere außerordentlichem Wege hier eingegangen ist, enthaͤlt Nachrich aus St. Jean de Luz vom 19ten. „Die Schaluppe „Sayte hat die positive Nachricht uͤberbracht“, heißt es darin, „daß —. malacarreguy am 17ten d. Morgens vor Bilbao bei einem A falle, den die Truppen der Koͤnigin machten, am Schenkel schm verwundet worden ist, und daß man eine Amputation füͤr w umgaͤnglich gehalten und schon die Vorbereitungen dazu geteofe hat. Eraso hat das Kommando uͤber das Belagerungschan uͤbernommen. Zumalacarreguy war nach Bergara gebracht wen den.“ Nach Briefen aus Ir
un haͤtten die Karlisten ihr Umng nehmen gegen Bilbao definitiv aufgegeben und noch am I7m die Belagerung aufgehoben. Am 18ten haben alle Karlisten i Jrun den Befehl erhalten, zu der Hauptmacht der Insurgenm zu stoßen. Er wurde auch sogleich ausgefuͤhrt. Man glaus daß er mit der Aufhebung der Belagerung von Bilbao in g⸗ sammenhange stehe. 8 1 1
Der General⸗Capitain von Estremadura hat angezeigt, sich die Zahl der Stadt⸗Miliz in dieser Provinz sehr verma habe, besonders in den Staͤdten Badajoz und Caceres. N Miliz hat den Portugiesischen Moͤnch Perez gefangen 386 men, der eine aus Miguelisten und Karlisten zusammengeset Schaar organisirt hatte. 8
— Heute schloß 5proc. Rente pr. compt. 108. 25. fin com 1(8. 35. 3proc. pr. compt 78. 40. sin cour. 78. 45. 28 Neap. 96. 25. (nach dem Pariser Cours⸗Blatt 95. 40.) dn Span. 40 ½. Zproc. 27 ½. Cortes 352. Ausg. Schuld lüh 2 ⅞ proc. Holl. 57.
Frankfurt a. M., 26. Juni. Oesterr. 5proc. I 102 ½. 102 ½¼. 4proc. 98 8⁄. 98 25. 2 ½proc. 58. 57 ½. Iomn G. Bank⸗Actien 1621. 1619. Part.⸗Obl. 140 ½. 140 ¼. 1 u 100 G. 212 ½. Br. Preuß. Praͤm.⸗Sch. 63 ½. 631. do. vn Inl. 98 ½. 97 ½. Holl. 5proc. Obl. von 1832 101. Br. hn Loose 69 ½. G. 5proc. Span. Rente 40 ½. 40 ¼. 3proc. do. /
Selt zwei Tagen ist das Geruͤcht verbreitet, Marschalll