“ “ 1“ Allgemeiner
bekannt, dafs derselbe gern bercit ist, sechriftliche Aulträge zur Besorgung von Logis bei Bestimmung der gewünschten Piecen und ungefährer Angabe der Miethspreise. sogleich und zur möglichsten Zu- friedenheit auszuführen.
Zoppot, den 28. Juni 1835. Der Bad e-Comit é6G.
Bekanntmachungen.
Bekannrmachung.
Folgende, dem verstorbenen Kaufmann Johann Gott⸗
hilf Boschke gehoͤrigen, zusammen auf 11,953 Thlr. abgeschaͤtzten Grundstuͤcke:
a) Niederstadt auf dem Steindamm, Nr. 3 des Hy⸗ potheken⸗Buchs und Nr. 379 und 380 der Ser⸗ vis⸗Anlage, mit 2 mit einander verbundenen Vorderhaäͤusern, Speicher und Malzhaus, nebst
Pferdestall, Brandhaus, Maststall, Brandweins⸗ kammer, Kuhstall und Roßmuͤhle, geschaͤtzt auf Le greffier TTer Bruggen vendra publiquement à 8772 Thlr.; Anvers, vers la fin de Septembre wu au commen-
b) das Holzfeld Niederstadt vorlaͤngst der Mottlau cement d'Octobre prochain, le magnifiqque cabinet,
Vente publique d'objets d'art et de curiosité.
auf dem ersten Steindamm, Nr 7 des Hypo⸗ theken⸗Buchs, geschaͤtzt auf 2329 Thlr. 1 sgr.; c) Niederstadt in der Schilfgasse, Nr. 28 des Hy⸗ potheken⸗Buchs, bestehend aus einem mit einem Dielenschoppen bebauten Platze, abgeschaͤtzt auf 853 Thlr, sollen in nothwendiger Subhastation verkauft wer⸗
délaissé par feu Monsieur le Comte Clemens. Wen- ceslas de Renesse Breidbach, comprenant une su- perbe Collection de médailles, antiques et moder. nes, tableaux, gravures, diplomes, livres, manu- serits, armes et autres curiosités.
Des annonces ultérieures indiqueront Pépoque sixe et l'ordre de la vente de chaque elalse, oinsi-
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für die Preußischen Staate.
Wir wollen bloß zum Schlusse dem verehrten Le⸗ ser zeigen, was wir versprechen koͤnnten, wenn wir wollten, und was wir halten wollten, wenn wir koͤnnten; zum Beispiel: — — 1
Jedoch nein, da wir nicht „zum Beispiel“ die⸗ nen wollen, so wollen wir es dieses Mal bei dem Androhen des Versprechens bewenden lassen, und machen blos auf die Leistungen der Theater⸗ Zeitung bis jetzt aufmerksam und auf die ausgezeich⸗ neten Mitarbeiter, die sie besitzt. Zugleich machen wir noch auf die Schnelligkeit unserer Mittheilung uͤber Theater, Kunst, Literatur u. s. w. aufmerksam, eine Schnelligkeit, die fast die Schnelligkeit unserer verehrten Praͤnumeranten noch uͤbertrifft! Unsere Correspondenz von allen bedeutenden Punkten ist auch kein unbedeutender Punkt. Fuͤr den humoristischen Theil des Blattes haben wir die Herren Castelli,
Langer, — hier erroͤthe ich ein wenig — Saphir u. a. m. — ich bitte zu lesen: „und andere Meh⸗ rere,“ aber nicht etwa: „und alte Manuscripte“ — gewonnen.
Die Modenbilder, die wunderschoͤnen, theatrali⸗
Libri symbolici Ecclesiae Catholicae.
Wesen des Torpors von L. A. Kraus, gr. Sr0
geh. à 1 Thlr.
Herbart, Umriss pädagogischer Vorlesungen.
Svo. à 10 sgr.
Hogarth's Kupferstiche mit ausfuͤhrlicher Erllz, rung von Dr. le Petit, herausg. von K. G uz ⸗
kow. 1Ate Liefrg. à 1 Thlr. 15 sgr.
Conjuni
atque notis, prolegomenis indicibnsqne instr. J Streitwolf. Fasc. I. br. à 22 ½ sgr.
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Im Verlage von Dunecker 6. Hum blot, Fra zösische Stralse No. 20 2., ist vor kurzem ersch nen und in allen Buch- und Kunsthandlungen ¹ haben:
Sammlung architectonischer Entwürf
von Schinkel, enthaltend theils Werke welche ausgeführt sind, theils Gegenstäng deren Ausführung beabsichtigt wurde, bearbeü tet und herausgegeben von Se hinke l. 238!A
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Amtliche Rachrichten.
Kronik des Tages.
Se. Majestaͤt der Koͤnig haben dem praktischen Arzte, Hof⸗ rath Dr. Steinruͤck, den Charakter als Geheimer Hofrath zu verleihen und das diesfaͤllige Patent Allergnaͤdigst zu
ziehen Smht
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Granja wurde Zumalacarreguy mit in die Proscriptions⸗Maßre⸗ geln einbegrissen, welche man gegen die Royalisten erließ; er ver⸗ lor sein Kommando, weil er in den Jahren 1822 und 1823 ge⸗ gen die Constitutionnellen gefochten hatte. Man beschuldigte ihn sogar, daß er die Absicht gehabt habe, Karl V. bei Lebzeiten Fer⸗ dinand's proklamiren zu lassen. Er wurde in Madrid vor ein Kriegs⸗Gericht gestellt, welches ihn aber freisprach. Der Koͤnig selbst erklaͤrte, daß der Oberst Zumalacarreguy ihm immer mit
Die AQuotidienne enthaͤlt folgenden Nachruf: „Der Schlag, der Karl V. seinen ruhmgekroͤnten Feldherrn entrissen hat, wird lange in Europa nachhallen; er verwundet zugleich aufs Tiefste die Herzen aller Royalisten, deren Sache der Verstorbene mit einer Energie und einem Talente vertheidigte, die selbst bei seinen politischen Gegnern gerechte Anerkennung ge⸗ funden haben. Jetzt, wo jeder Parteihaß schweigen muß, wird jene Anerkennung noch um so einmuͤthiger und glaͤnzender seyn.
In der That kann man, wenn man Zumalacarreguy als Militair betrachtet, nur volle Gerechtigkeit dem unbekannten Ofsizier wi⸗ derfahren lassen, der, aus den unteren Reihen der Armee her vorgegangen, ohne Geldmittel und ohne Kriegs⸗Material ein Heer gebildet hat, das er nur noch zum Siege zu fuͤhren gewohnt war. Aber auch als Staatsmann wird sein Name eine glaͤn⸗ zende Stelle in den Jahrbuͤchern der Geschichte einnehmen, und wie groß wird nicht erst, in dieser Zeit der Feigheit und des po⸗ litischen Verraths, der Navarresische Held dastehen, wenn man erfahren wird, welche Proben er zu bestehen gehabt, welchen Verfuͤhrungen er ausgesetzt gewesen. Wir wollen es uns nicht verhehlen: die Sache des Koͤnigs hat in Spanien einen herben Verlust erlitten, und wie groß auch der Wunsch der Waffenge⸗ faͤhrten Zumalacarreguy's seyn mag, diesen Verlust zu raͤchen, nimmermehr kann er einen Ersatz bieten fuͤr den Einfluß, die
Eifer und Treue gedient habe, und befahl dem General⸗In⸗ spektor der Infanterie Quesada und dem Kriegs⸗Minister, ühn ches alich wieder anzustellen. Der Erstere setzte Mit Bezug auf die fruͤheren Bekanntmachungen wird hier⸗ uͤber 8 8 71 Sold. Zumalacarreguy beschwerte sich dar⸗ mit in Erinnerung gebracht, daß 8 Auesada, welcher die Unverschaͤmtheit hatte, ihm 1) der Besuch der Koͤniglichen Pfauen⸗Insel J zu sagen: „„Sie haben Truppen der Glaubens⸗Armee 1) der b 28 e 8 nig n T“ ö“ in Navarra kommandirt; Sie sind deshalb der Regierung
nur Dienstags und Donnerstags gestattet, an jedem verdächti jc 7 b 1b v
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3 andern Tage aber durchaus nicht erlaubt werden kann; daß stbelchen 22 1n 11131 Feruent efhse 2 S ¹ z ofr5n „ Gyf; , G— 9 „dor⸗ p, v 8 ¹ „ 7 7 9 11“ hchs bbbee des for⸗ 2SSle Fäcgb mir erlauben, mein General, Ihnen eine ein⸗ EbEEE1 — [sache Bemerkung zu machen: Wenn ich Strafe verdiene, weil fen, und daß g † chen: mich Strafe verdiene, wei
* 58 „ 8 . öü 2. „ 8 1 im A re 1 23 t llo 5⸗EC 6- ⸗96(„v 9 3) sonstige Wasser Fahrzeuge, welche nicht zur In⸗ . 1 3n 85 den Lenaeens, asten
9 oKSürpro 6* 9 9 .· * angong- „ * ,n. 8 5
ö E1“ bei Divistons⸗General waren, jetzt so gluͤcklich sind, das Vertrauen - lben gegenn egen 3 en. der Koͤnigin zu genießen, und daß Sie die Macht haben, mich nach
den. Hiezu ist ein Termin auf
den 13. Oktober c. a., vor dem Auctionator Herrn Engelhardt, in oder vor dem Artushofe angesetzt. —
Die Taxe, die neuesten Hypotheken⸗Scheine und 9g terar 1 sch e An z e b g en
die besonderen Kauf⸗Bedingungen koͤnnen in unserer Registratur, so wie bei dem Auctionator eingesehen Saphirs Praͤnumerations⸗Ankuͤndigung der Wiener allgemeinen
werden, und 8 88 daß bietenden ein Drittheil der Kaufgelder zu 5 pCt. Zin⸗ 99 — 8 Theater-Zeitung und Originalblatt fuͤr Kunst, Literatur, Musik, Mode und
sen auf den Grundstuͤcken belassen werden soll. Danzig, den 9. Maͤrz 1835. dtgerich geselliges Leben. t Acht und zwanzigster Jahrgang. Zweite Haͤlfte,
Koͤnigl. Preuß Land⸗ und S Juli bis Ende Dezember 1835.
„Alles wiederholt sich nur im Leben, EgGgwig jung ist nur die Phantasie!“ Wenn sich Alles wiederholt, warum sollte si
Heft, enthaltend Eutwürle zu dem Schlah Kurnik im Grolsherzogthum Posen, zu deg Palais des Grafen Redern in Berlin, und z dem neuen Wachthaus in Dresden. Ro)r 3 Thlr. Die früher in unserm Verlage erschienenen Hel Heft 19: Entwürfe zu einem DenkmaAg
que les endroits. oQ l'on pourra se procurer les ca-
G“ schen, praͤchtig illuminirten Costume, Bilder und
rylographischen Beigaben erfreuen sich eines stets ge⸗ steigerten Beifalls, ein Beifall, dessen Steigerung uns sehr hoch kommt, mit einem Worte, wir sparen keine Kosten, um die Leser zu befriedigen, jedoch ein befriedigter Leser allein macht noch keinen be⸗ friedigten Redacteur; aus dem befriedigten Lesersenthalten: muß auch ein befriedigter Praͤnumerant werden. Friedrichs des Grossen. 3 Thlr. — Heft 20: FmM Wenn es der verehrliche Praͤnumerant dem verehrli⸗ würle zu der neuen Bauschule in Berlin. 3 Thl chen Leser nicht wieder sagen will, so wollen wir — Heft 21: Entwürfe zꝛu dem neuen Packhbofs-Ge ihm gestehen, daß uns im Grunde ein unbefrie⸗ bäude in Berlin und der Kapelle im Kaiserl. Garta- digter Praͤnumerant lieber ist, als zwei befrie⸗ zu Peterhof bei Petersburg. 3 Thle. — Helt 2 w8 Leser. Darum wuͤnschen wir im Grunde Entwürse zu der St. Nicolai-Kirche in Potsdan nicht sowohl, daß der Praͤnumerant der Theater⸗ den Kirchen vor dem Rosenthaler Thore, in Moabt Zeitung auch die Theater⸗Zeitung lese, als wir viel⸗ auk dem Wedding und auf dem G runne ch mehr wuͤnschen, daß der Leser der Theater⸗Zeitung 3 Thlher.
Ihre Koͤnigl. Hoheiten der Prinz und die Prinzessin Karl sind nach Hamburg abgereist.
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Bekanntmach Das zur Kaufmann Johann Carl Gnuschkeschen erb schaftlichen Liquidations⸗Masse gehoͤrige Gut Leg⸗
stries Nr. 1 von 2 Hufen 9 Morgen 104 ¶. cull⸗
eine Praͤnumerations⸗Ankuͤndigung nicht wiederho⸗
misch Land nebst saͤmmtlichen Wirthschafts⸗Gebaͤuden, len? Eine Praͤnumerations⸗Ankuͤndigung bleibt ewig Gartenhaus und Kunstgarten, auf 1374 Thlr. 29 sgr. jung, denn eine Praͤnumerations⸗Ankuͤndigung ist die 11 pf. gerichtlich veranschlagt, soll in nothwendiger Phantasie, die schoͤnste Phantasie des Redacteurs: Subhastation verkauft werden. eine Phantaste, die er vom Blatte wegspielt, und Hierzu ist ein Termin auf zwar à quatre mains. denn er spielt in der Phantasie den 8. Oetober c., dabei auch noch mit den beiden Haͤnden der Praͤ⸗ vor dem Herrn Kreis⸗Justiz⸗Rath Martins an der numeranten! Gerichtsstelle angesetzt worden. Es giebt nichts Einladenderes auf der Welt, Die Taxe, der neueste Hypotheken⸗Schein und dieals einen Redacteur! Zweimal im Jahre laͤßt er seine besonderen Kauf⸗Bedingungen koͤnnen in unserer Re⸗ Einladung ergehen, nicht eben an Diesen und Jenen, gistratur eingesehen werden. an Einzelne; nein, an die ganze Menschheit, an das Die Kaufgelder muͤssen baar eingezahlt werden. Universum, an die belebte und unbeledte Natur, Danzig, den 20. Maͤrz 1835. wenn sie nur Geld hat zu praͤnnumeriren! Koͤnigl. Preuß. Land⸗ und Stadtgericht. Es giebt zwei selige Empfindungen im irdischen Leben: Praͤnumeranten zu haben, und Praͤ⸗ b 8 numerant zu seyn; welche Empfindung von bei⸗ 8 Nothwendiger Verkauf. den die suͤßere ist, kann nur der entscheiden, welcher Das der Marianna von Czyszewska gehoͤrige Erb⸗ es weis, ob es suͤßer ist, selbst zu lieben oder geliebt pachts⸗Vorwerk Gwisdzyn, Kreis Loebau, abgeschaͤtzt zu werden. auf 5719 Thlr. 16/sgr. 4 pf.; zufolge der nebst Hypo⸗ Es ist eine unbegreifliche Ersindung — das Praͤ⸗ theken⸗Schein und Bedingungen in der Registratur numeriren! Der Mensch legt 10 Fl. C.⸗M. nieder, einzusehenden Taxe, soll am und bekommt dafuͤr sechs Monate lang oder viel⸗ qqqqq1111XA“X“ mehr, alle Woche fuͤnfmal Gelegenheit, sich zu fkeuen, Vormittags 11 Uhr, an ordentlicher Gerichtsstelle oder, was noch erbaulicher, zu bereuen. Freilich ist subhastirt werden. 8 der Augenblick schmerzlich, in welchem man ¼8 Fl. Alle unbekannten Real⸗Praͤtendenten werden auf⸗C.⸗M. hingibt, allein, gyboten, sich bei Vermeidung der Praͤelusion spaͤte⸗ Kurz ist der Schmerz und ewig ist die Freude! stens in diesem Termine zu melden. Es rouliren viele schoͤne Bonmots durch das Loebau in Westpr., den 15. Mai 1835. Weltall, das classischste Bonmot ist das: Praͤnu⸗ Koͤnigl. Preuß. Land⸗ und Stadtgericht. merirt! Aber zu einem classischen Bonmot gehdͤ⸗ 8. ren classische Hoͤrer, und diese giebt es nur unter der Classe der Praͤnumeranten; das sind die wahren Edictal⸗Citation. Classiker! Der am 6. Mai 1780 geborne, und im Jahre 1810
rer Kreises, gebuͤrtige Johann Kiesch, dessen Deposi⸗ gewiß, nach diesem Vorberichte wird die Redaction
tal⸗Vermoͤgen 33 Thlr. 4 sgr. 2 pf. betraͤgt, oder im dieser Blaͤtter kommen, und wird zur Praͤnumeration
Fall er nicht mehr am Leben sein sollte, seine etwa auf die Theater⸗Zeitung einladen, denn wir kennen zuruͤckgelassenen unbekannten Erben und Erbnehmer den verehrlichen Leser, als ob wir den verehrlichen werden hierdurch aufgefordert, sich binnen neun Leser gelesen haͤtten; und warum sollten wir dem Monaten, und zwar laͤngstens in terinino verehrlichen Leser die Freude nicht goͤnnen, uns er⸗ den 26. Mäaͤrz 1836, rathen zu haben? Also blos deßhalb, um dem ver⸗ fruͤh um 19 Uhr, in hiesiger Gerichts⸗Kanzlei ent⸗sehrlichen Leser diese Freude zu goͤnnen — fuͤr welche weder persoͤnlich oder schriftlich, oder durch einen Freude gar keine Praͤnumeration angenommen wird mit gerichtlichen Zeugnissen von ihrem Leben und — kommt die Redaction dieser Blaͤtter, und ladet Ausenthalt versehenen Bevollmäaͤchtigten unfehlbar zu zur Praͤnumeration auf die Theater-Zeitung ein. melden, ausbleibenden Falls aber zu gewaͤrtigen, daß Es ist vielleicht nicht zum erstenmale, verehrlicher die Todeserklaͤrung erfolgen und das zuruͤckgelassene Leser, daß du diese Toͤne aus unserm Munde gehoͤrt Vermoͤgen den naͤchsten, sich legitimirenden Erben, hast, und wenn uns unser zartes Gedaͤchtniß nicht ausgefolgt werden wird. truͤgt, so hat die keusche Luna kaum sechsmal die bleiche Schloß Ratibor, den 16. Juni 1835. Wange gewechselt, als du eben diese Toͤne von uns rzoglich Ratiborsches Gericht der Guͤter börteg⸗ und wahrscheinlich wirst du, bevor die keusche 4 Binkowitz und Altendorff zc. Luna noch sechsmal die bleiche Wange gewechselt hat, 6 wiederum eben diese Toͤne von uns hoͤren: allein das Proelama verleiht, diese eiserne Consequenz, diese liebenswuͤr⸗ Die hierselbit unter der Jurisdiection des Graͤflich von dige Ausdauer, diese Beharrlichkeit, mit welcher wir Kayserlingschen Patrimonial⸗Gerichts der Neustaͤdter das Wohl der Menschen ihnen auf dieselbe Weise Guͤter bei dem Gute Schmechau, im Neustaͤdter stets unermuͤdet anbieten. Landrathkreise belegene Wasser⸗, Mahl⸗ und Schneide⸗ „Guten Morgen!“ das kann man alle Tage sa⸗ muͤhle, bestehend aus zwei Wohnhaͤusern, Schneidemuͤblen, einer obschlaͤgtigen Korn⸗Mayl⸗ „guten Morgen“ gesagt; gutes Brot kann man alle
Wir kommen also wieder auf die interessante No⸗ vitaͤt des Praͤnumerirens zuruͤck, und zwar nicht so⸗ wohl zum Besten der Leser, als zum Besten der Re⸗ daction. Dieses aufrichtige Gestaͤndniß allein ist werth, daß man praͤnumerire! Also, ohne Furcht, mein geliebter Praͤnumerant, „nur naͤher, nur ganz nahe!“ fortan soll uns nichts mehr trennen, „Arm in Arm mit dir, so fordere ich mein Jahrhundert in die Schranken!“ Nun noch eine Kleinigkeit fuͤr unvorhergesehene Faͤlle: Man praͤnumerirt bei den loͤbl. Post⸗Aemtern des In⸗ und Auslandes, vorzuͤglich in Berlin, Achen, Koͤnigsberg, Breslau u. s. w und im ganzen Koͤnigl. Preuß. Staate, bei welchen jedoch bis zur Oesterr. Graͤnze mit freier Zusendung die Theater⸗Zeitung halbjaͤhrig 12 Fl. C.⸗M. kostet; ferner in allen soli⸗ den Buchhandlungen Deutschlands, oder im Bureau der Theater⸗Zeitung, Wien, Wollzeil, Nr. 780, im 2ten Stock. . Die Redaction der Wiener allgemeinen Theater⸗Zeitung. 1 Den verehrlichen Zeitungsfreunden im Koͤnigl. Preuß. Staate diene Folgendes zur besonderen Nach⸗ richt. Da viele den heurigen ersten halben Jahrgang der Wiener Theater⸗Zeitung zu besitzen wuͤn⸗ schen, so wird ihnen folgende Proposition geboten. Sie praͤnumeriren naͤmlich auf ein gauzes Jahr mit 24 Fl. C.⸗M, entweder vom 1. Jaͤnner dis Ende Dezember 1835 oder vom 1. Juli 1835 bis Ende Juni 1836. Im ersteren Falle werden dem Abonnenten alle, seit Entstehung der theatralischen Costume⸗Bil⸗
Der verehrliche Leser, der den Eingang dieser Ein⸗
von Breslau aus verschollene, zu Altendorf, Ratibo⸗ ladung gelesen hat, glaubt nun waͤhrscheinlich fuͤr schen Buͤhnenkuͤnstlex in ganzer Figur (in Groß⸗
ist es ja eben, was uns diesen unwiderstehlichen Reiz f füe encs 1 bn teressen und Wuͤnschen der Bewohner de
zwei gen, und Niemand wird sagen: Der hat schon gestern
der (vom Jahre 1833 bis Ende 1835) erschienenen und noch erscheinenden wirklich meisterhaften, groͤß⸗ tentheils in Stahl gestochenen und fein colorirten Portraite und Darstellungen der groͤßten deut⸗
Quart auf franzoͤsischem Velinpapier abgedruckt) gratis und portofrei zugemittelt, oder im zwei⸗
Ften Falle bei einer Praͤnumeration vom 1. Juli 1835
bis Ende Juni 1836 wird die aus 130 Nummern Dext bestehende Haͤlfte des Jahres 1835 der Wiener Theater⸗Zeitung portofrei uͤbermacht Es muß je⸗ doch der ganzjaͤhrige Praͤnumerations⸗Betrag von 24 Fl. C.⸗M. oder 16 Thlr. Saͤchs. direkte und baar oder in einer Anweisung an das unterzeichnete Bureau, gesendet werden.
Bei dieser Gelegenheit stellt die Redaction der Wiener Theater⸗Zeitung an die verehrlichen Schrift⸗ steller im Koͤnigl. Preußischen Staate eine besondere Bitte. Wohl ist es diesem Journal schon gelungen, bedeutende Verbreitung in Preußen zu ge⸗ winnen: es wuͤnscht jedoch seinen Eingang noch mehr zu befestigen. Sie bietet demnach sechs Dukaten in Gold faͤr den gedruckten Bogen des Formats ihrer Zeitung fuͤr jeden Beitrag an, der den In⸗
großen Preuß. Staagtes angemessen und dabei der Tendenz dieser Zeitung entsprechend ist. Vor⸗ zuͤglich wuͤnscht sie Berichte aus allen bedeutenden Staͤdten Preußens, Nachrichten uͤber Leben, Litera tur und Kunst, Correspondenz⸗Artikel des Theater, aber nur die wichtigsten Erscheinungen des Theaters betreffend, sodann Inserate uͤber Tages⸗
Der sehnlichst erwartete Lte Theil vonn: Jacobi, Dr. E., Handworterbuch der Grjech
deutscher
„A. von Haller bis auf die neueste Zeit, Eine Mustersammlung mit Ruͤcksicht auf den Ge
N welche im Verlage von g erschienen, und bei E. H. Schroeder (vorm uͤderitzsche Buchhandlung) in Berlin, Koͤn straße Nr. 37, zu haben sind:
Alexis (W.), Das Haus Duͤsterweg. Eine (
Faust. Eine Tragoͤdie von B. v. B. 22 sgr. Gaudy (Franz, Freiherr), Kaiser⸗Lieder. Nh.
Koͤnig Eduard's Soͤhne. Luise Strozzi.
Walch (Heinrich), Das
Wiese (S.), Drei Trauerspiele.
auf die Theater⸗Zeitung praͤnumerire. 8
Die äte Lieferung des Preuß. Staates in alle seinen Beziehungen (das Volk, dessen Gewerbe u. w. enthaltend) i jeder Lieferung 10 sgr.
eben erschienen und versandt. Prut Aug. Hirs
wald.
8
schen und Roͤmischen Mythologie
38 8. eben fertig geworden und wird sogleich vags andt. Lexiconformat) 23 Thlr. und ist in jeder Buchham lung, in Berlin in der Stuhrschen, Schloßplen Nr. 2, zu bekommen.
Coburg und
Das Werk kostet jetzt (2 Bde. 56 Bogr
Leipzig, 1835. Juni. Sinner'sche Hofbuchhandlung.
So eben ist erschienen und in allen Buchhandlug gen zu erhalten: 5
Fuͤnf Buͤcher Lieder und Gedicht⸗ Von
brauch in Schuleu Herausgegeben von Gustav Schwab. Preis: Gebunden 1 Thlr. 15 sgr.
Das Publikum erhaͤlt hier auf 738 eng gedruck⸗ Setten uͤber fuͤnihundert Gedichte von etwa hunze funfzig neuern deutschen Dichtern, ausgewaͤhlt i einem Dichter.
Leipzig, Juni
1835. Weidmann sche Buchhandlumg
11ö“
ue schoͤnwissenschaftliche Schriften, .A. Brockhaus in Lah
schichte aus der Gegenwart. Zwei Baͤnde. d
A Thlr. 8 Svo
der Todtenmaske Napoleon's. 8vo. Geh. I Trauerspiel in drei „. zuͤgen. Nach Casimir Delavigne fuͤr! deutsche Buͤhne bearbeitet von Dr. G. Ritter Frank. 8vo. Geh. 25 sgr. Eine florentinische Geschichte! dem 16. Jahrhundert vom Verfasser der Nom von Monza (Giov. Rosini). Nach dem? lienischen bearbeitet. Zwei Theile. 8vo. 4 TC Geluͤbde. Noy 3 Thlr 15 sgr. V 1 T
Svo.
Svo.
Zwei Theile.
15 sgr.
Berlin, den 17. Juni 1835. Koodznigliches Hof⸗Marschall⸗Amt. EW““ 8
Angekommen: Se. Durchlaucht der Fuͤrst Wilhelm Radziwill, von Dresden.
Der General⸗Major, außerordentliche Gesandte und bevoll⸗ maͤchtigte Minister am Koͤnigl. Sardinischen Hofe, Graf zu Waldburg⸗Truchseß, von Koͤnigsberg in Pr.
Der General⸗Major und Commandeur der Kadetten⸗Anstal⸗ ten, von Below, von Kulm.
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Frankreich. “
Paris, 28. Juni. Gestern versammelte sich der Minister⸗ RNath in dem Ministerium der auswaͤrtigen Angelegenheiten.
Der Constitutionnel will wissen, daß Herr Thiers binnen kurzem eine Reise nach der Schweiz und nach Italien unterneh⸗ men werde.
Der Praͤsident der Deputirten⸗Kammer begiebt sich mor— gen nach Vichy (Dept. des Allier) zum Gebrauche der dor⸗ tigen Bäder. Er hatte schon gestern seine Abschieds⸗Audienz beim Koͤnige.
Das Journal des Dobats sagt in Bezug auf den von Lord Palmerston in der Sitzung des Unterhauses vom 24. Juni gehaltenen zweiten Vortrag uͤber die Spanischen Angelegenheiten (siehe Nr. 182 der St. 3.): „Mit Bedauern haben wir aus der Antwort des Lord Palmerston an Sir Robert Peel ersehen, daß jener Minister auch den uͤbrigen Europaͤischen Maͤchten das Recht zugesteht, dem Don Carlos Beistand zu leisten; wir hof⸗ fen noch, daß die schließlichen Maßregeln der Franzoͤsischen und der Englischen Regierung den Folgen dieses sonderbaren Zuge⸗ staͤndnisses vorbeugen werden, das wir fuͤr sehr gefaͤhrlich halten, denn es muͤßte ganz einfach dahin fuͤhren, daß Biscaya und Na⸗ varra das Schlachtfeld von Curopa wuͤrden.“ — Ein anderes Blatt erwiedert hierauf, man muͤsse sich wundern, daß das Jour⸗
nal des Débats, bei seiner großen Vorliebe fuͤr eine sogar di⸗
rekte Intervention, dies erst jetzt einsehe.
Die Gazette de France enthaͤlt folgende Notiz uͤber Zumalacarregu): „Don Thomas Zumalacarreguy wurde im Jahre 1789 zu Ormaistegup, einem Dorfe in der Provinz Gui⸗ puzcoa, geboren. Seine Familie ist eine der angesehensten in der Provinz. Zur Zeit der Franzoͤsischen Invasion studirte er die Rechtswissenschaften in Pampelona; aber Zumalacarreguy hatte zu edle, zu großherzige Gesinnungen, um gleichguͤltig zu bleiben bei dem Ruͤhme jenes erhabenen Kampfes eines ganzen Volkes, das sich wie ein Mann erhob, um einen ungerechten und treulosen Angriff zuruͤckzuweisen. Der junge Mann ver⸗ ließ seine Studien und stellte sich zur Vertheidigung des Vater⸗ landes. Kurze Zeit darauf kaͤmpfte er bereits unter den Befeh⸗ len Mina's. Späͤter hat der Schuͤler den Lehrer uͤbertroffen. Im Jahre 1821 kam sein Regiment nach Pampelona in Gar⸗ nison. Der Widerwille Zumalacarreguy's gegen das neue con⸗
„„Ich kann nicht anders handeln, als
Willkuͤr eines Grades zu berauben, den ich mir mit meinem Blute erworben habe, und der mein, meiner Frau und meiner Kinder einziges Vermoͤgen ist. Meine Familie hat keine andere Stüͤtze als mich, und ich habe wiederum keine andere Stuͤtze, als meinen Degen und einen tadellosen Lebenswandel.““ — Diese Antwort war dem General Quesada zu logisch, und setzte ihn so sehr in Verlegenheit, daß er statt aller Erwiederung mit gewohn⸗ ter Heftigkeit dem Obersten die Thuͤr zuwarf, und ihm nachrief: ich handle.““ — Que⸗ sada blieb aber dabei nicht stehen; der tapfere Oberst wurde mit einer Pension von 1200 Fr. verabschiedet; davon sollte er nunmehr Frau und Kinder ernaͤhren. Zumalacarreguy, im hoͤchsten Grade gekraͤnkt und entruͤstet, vertraute einigen Freun⸗ den den von ihm entworfenen Plan, Karl V. nach dem Tode seines Bruders zu proklamiren. Er verstaͤndigte sich mit denje⸗ nigen Offizieren, die, wie er, Opfer ihrer fruͤheren politischen Gesinnungen geworden waren, und forderte sie auf, ihren Ab⸗ schied zu nehmen, und sich nach Staͤdten in der Naͤhe von Pam⸗ pelona zuruͤckzuziehen. Bei dieser Gelegenheit ließ der Infant Don Carlos den Don Thomas in das Zimmer der Prinzessin von Beira rufen, und sagte ihm: „„Ich betrachte Dich wie ei⸗ nen Freund; Du hast diejenigen zurn Sgewiesen, welche Dich zu einer Verschwoͤrung gegen meinen Bruder verleiten wollten; Du hast Dich benommen, wie es einem loyalen Spanier gebuͤhrt; ich werde Dich nicht vergessen.““9— Zumalacarreguy erwiederte, daß er nur seine Pflicht gethan habe, und daß er dieselbe auch bei⸗ dem Ableben Ferdinand's thun werde, indem er der Erste seyn wuͤrde, Don Carlos als legitimen Koͤnig von Spanien zu pro⸗ klamiren. — Zumalacarreguy suchte bei Auesada um die Erlaub⸗ niß nach, sich nach Pampelona, dem Geburtsorte seiner Frau, zu⸗ ruͤckziehen zu duͤrsen. Der rachsuͤchtige Auesada verweigerte ihm dieselbe; aber durch einen Befehl Ferdinand's wurde ihm sein Gesuch bewilligt; er reiste vier Monate vor dem Tode des Koͤ⸗ nigs ab. Don Thomas fuͤhrte in der Hauptstadt Navarra's ein sehr zuruͤckgezogenes Leben, um sich den argwoͤhnischen Blicken der Polizei zu entziehen. Eines Abends auf einem Spazier⸗ gange erfuhr er die Nachricht von dem Tode Ferdinand's, die er beim Nachhausekommen seiner Familie mittheilte und hinzu⸗ fügte, Karl V. sey jetzt Koͤnig von Spanien. Zumalacarreguy verließ gleich darauf Pampelona, und holte die Befehle des tapferen Santos⸗Ladron ein, welcher, wie im Jahre 1821, die
erste Koͤnigliche Armee in Navarra organisirte. Nach dem be⸗
kannten traurigen Ende des Generals Sanros⸗Ladron trat der Oberst Eraso an dessen Stelle, und als dieser durch eine Krank⸗ heit gezwungen wurde, sich nach Frankreich zu fluͤchten, folgte ihm Zumalacarreguy im Kommando, und begann von nun an die glaͤnzende und ruhmvolle militairische Laufbahn, wel⸗ che seinem Namen einen so großen militairischen Ruf er⸗ worben hat. Als Eraso's Gesundheit wiederhergestellt und es ihm gelungen war, aus Frankreich zu entkommen, kehrte er zur Armee des Don Carlos zuruͤck. Seine Ankunft gab zu einem Akte des Edelmuthes und der reinsten Vaterlandsliebe Anlaß, der beiden Generalen gleiche Ehre machte. Zumalacarreguy, be⸗ scheiden, wie alle wahrhaft großen Maͤnner, wollte dem fruͤhe⸗ ren Ober⸗Befehlshaber das Kommando wieder abtreten; dieser wei⸗ gerte sich aber, es anzunehmen, indem er sagte, daß Don Tho⸗ mas den Posten so wuͤrdig ausgefuͤllt habe, daß er ihn zu be⸗
Geistes⸗ und koͤrperliche Thaͤtigkeit des Verstorbenen; nichtsdesto⸗ weniger wuͤrde es der heiligen und gerechten Sache, die er ver⸗ theidigte, unwuͤrdig seyn, wenn man glauben wollte, daß sie von der Existenz eines Mannes abhinge. Dies moͤchte vielleicht der Fall seyn, wenn hier von einer Partei ohne Grund⸗ saͤtze und ohne Zukunft die Rede waͤre; nicht also aber ist die Lage derjenigen, die Karl V. um sich gesammelt hat. Menschen vergehen, die innere Ueberzeugung aber bleibt, und jene Krie⸗ ger, die schon 18 Monate lang unter abwechselndem Gluͤck einen ungleichen Kampf bestehen, werden sich durch die harte Probe, die ihnen neuerdings aufgelegt worden, nicht niederbeugen las⸗ sen. Zumalacarreguy hinterlaͤßt uͤbrigens mehrere Generale, de⸗ ren Hingebung und Bescheidenheit sie allein vermocht haben, sich unter seinen Ober⸗Befehl zu stellen. Außer dem Grafen von Espagne, der wohl hauptsaͤchlich in Catalonien auftreten vird, nennen wir Murillo, einen der ausgezeichnetsten Feld⸗ herren unserer Zeit; Iturralde, der gleichzeitig mit San⸗ tos⸗Ladron, unmittelbar nach dem Tode Ferdinand's VII., das Panier der Legitimitaͤt aufpflanzte; Villareal, einen tuͤchtigen Praktiker auf jeglichem Terrain; Eraso endlich, der, eben so thaͤ⸗ rig als beliebt, schon seit 5 Monaten ausschließlich die Operatio⸗ nen in Biscaya leitet. Alle diese beruͤhmten Maͤnner werden be⸗ muͤht seyn, die durch den Hintritt Zumalacarreguy's entstandene große Luͤcke auszufuͤllen, und wer auch dessen Nachfolger im
Ober⸗Kommando werden mag, alle werden unter einander wett⸗
eifern, an seiner Gruft den Lorbeer zu erringen, den er selbst so oft davongetragen hat.“ 8 “ Großbritanien und Irland.. 8 Parlaments⸗Verhandlungen. Unterhaus. Siz⸗ zung vom 27. Juni. Eine von Herrn Grote uͤber⸗ reichte Bittschrift aus Great Yarmouth, worin uͤber die Um⸗ triebe bei der letzten dortigen Wahl geklagt und um Schutz gegen aͤhnliche Faͤlle durch Genehmigung der geheimen Abstim⸗ mung gebeten wird, gab zu einigen Debatten Anlaß; Herr Wa⸗ son behauprete unter Anderem, daß die Stimmen fuͤr eines der ehrenwerthen Mitglieder bei der Wahl mit drittehalb Guineen auf den Mann bezahlt worden seyen; dieser Behauptung wurde zwar von anderen Seiten widersprochen, Herr Wason machte sich aber anheischig, naͤchstens auf Ernennung einer Kom⸗ mission zur Untersuchung dieser Sache antragen zu wollen. Ei nen betraͤchtlichen Theil der Sitzung fuͤllte wieder eine Verhand⸗ lung in Bezug auf die Ipswicher Wahl. Es wurden naͤm⸗ lich die Herren Dasent und Pilgrim, die eine reuige Petition eingereicht hatten, vor die Barre des Hauses gebracht und mit 190 gegen 141 Stimmen von ihrer Haft in Newgate, wohin sie bekanntlich wegen ihres Benehmens bei jener Wahl und wegen ihrer Widersetzlichkeit gegen die Aufforderungen des Hauses ab⸗ gefuͤhrt worden waren, befreit. Ein aͤhnlicher Antrag zu Gun⸗ sten des Herrn Sparrowe, der aus denselben Gruͤnden in Rew⸗ gate sitzt, wurde dagegen mit 168 gegen 127 Stimmen verwor⸗ sen. In der Diskussion uͤber diese Angelegenheit zog Herr Harvey sehr heftig gegen Herrn Kelly, eines der ausgestoßenen Mitglieder fuͤr Ipswich, her, und Herr Gisborne erklaͤrte, er werde noch auf eine weitere gerichtliche Verfolgung des Herrn Dasent durch den General⸗Prokurator antragen. Nachdem sodann ein Wortwechsel zwischen dem Oberst Perce⸗
Muͤhle, einem Backhause, einem Stahlgebaͤude, ei⸗ Tage essen; essen kann man, wie wir aus Buͤchern nem vve eree eerigeee e cech oft ageinae 1 . und wenn vn die Fn. soaehe geetzen /Knune⸗ Gemüͤsegarten von 1 ½ Morgen Magdeburgi und Voͤgel jeden Fruͤhling hoͤren kann, warum soll man straͤge, welche dem geistvollen Preußen Antheil un . . 1 8 aus 22* 7 Morgen eulmischen Wiesen und Acker⸗ 818 Redacteur 1b zweimal im Jahre hoͤren koͤn⸗- Wuͤrdigung abzugewinnen vermoͤgen. Doch ist auch 1““ und in allen Buchhandlungen
land, welche die Besitzer, Gebruͤder Ferdinand Boy⸗nen? Ist denn ein Redacteur nicht auch ein Vogel? jede andere werthvolle Mittheilung der Redaction 1 8
sen Klein und Reinhard Boysen Klein zu erbpacht⸗ Ein Vogel, der sich jaͤhrlich um die Praͤnumerations⸗ willkommen. Sie brzahlt fuͤr jede gut geschriebene Erziehungs⸗ und Unterrichts⸗ Lehre. lichen Rechten besitzen, und welche auf 5455 Thlr. zeit zweimal mauset, um welche Zeit ihm Federn aus⸗ Hriginal⸗Erzaͤhlung, fuͤr jede interessante No⸗ Von Dr. F. E. Beneke,
S sgr. A vpf. gerichtlich abgeschaͤtzt, ist zur nothwendi fallen, oder ihm neue Federn wachsen, wie's eben velle, fuͤr jeden pikanten humoristischen Auf,. Professor an der Universitaͤt zu Berlin. gen Subhastation gestellt und der peremtorische Bie⸗ kommt. satz dasselbe Honorar und noch mehr (schließt aber Erster Band. (Erztiehungslehre.) tungs⸗Termin auf Die verehrlichen Leser werden uns also entschul⸗lyrische Beitraͤge aus) und berichtigt ihre Honorare gr. Ivo. Preis: 2 * Thlr.
den 9. Januar 1836, Vormittags 11 Uhr, digen, daß wir sie wieder zur Praͤnumeration einla⸗ immer haar, jedesmal nach dem Abdruck eines Bei⸗ In der Berliner Liter⸗Zeitung Nr. 21
im Stadtgericht hierselbst angesetzt worden. den, dafuͤr werden wir den verehrlichen Leser auch trages, der Verfasser mag nur bestimmen, auf wel⸗ J. ist folgendes Urtheil uͤber dieses Ne
Die Tare dieses Grundstuͤcks, so wie der neueste entschuldigen, wenn er praͤnumerirt; dazu ist man chem Wege ihm der Ehrensold zukommen soll. Hin⸗ ausgesprochen; V Hypothekenschein sind taͤglich in unserer Registratur ja auf der Welt, um sich gegenseitige Schwaͤchen zu sichtlich der Zusendung werden alle groͤßere Beitraͤge „Es ist nicht zu verwundern, daß dieses M einzusehen. — vergeben. Die Schwaͤche aber, unsern Praͤnumeran⸗ durch Buchbaͤndler⸗Gelegenheit erbeten, Correspon⸗ schon in dem kurzem Zeitraum, welcher seit des
MNieustadt, den 21. Juni 1835. ten zu vergeben, ist unsere Staͤrke. denz⸗Artikel durch die Briefpvost. Erscheinen verflossen ist, in der paͤdagogischen M.
Adeliges Patrimonial⸗Gericht der Neu⸗ Mlas wir Alles in den naͤchsten sechs Monaten Buͤreau der Wiener Theater⸗Zeitung. großes Interesse erregt hat. Die Reichhaltigkeit
staͤdter Guͤter. leisten werden, kannst du, verehrlicher Leser, freilich (Wien, Wollzeile Nr. 780.) Vollstaͤndigkeit seines Inhalts, die mit Scharftl 1u“ chueßer nicht wissen, denn wir wissen es selbst noch nicht, 945 1“ gesammelten und dem entsprechender Wahrheit u und das ist fuͤr uns beide ein Gluͤck, denn „das . “ Deutlichkeit aufgestellten Erfahrungen, die viel
Wissen ist der Tod!“ Daß wir es aber noch nicht Neu erschienene Bücher der Dieterieh'schen praktisch brauchbaren Winke, die es enthaͤlt, so n.
wissen, ist uns sehr lieb, denn desto eher koönnen wir Buchhandlung in Göttingen, in Berlin bei F. Dümm- die Klarheit und Uebersichtlichkeit, mit der es 4
nun dem Leser Außerordentliches versprechen. Wir ler zu erhalten: faßt ist, muͤssen es nothwendig fuͤr jeden Erjict
Beseler, G., die Lehre von den Erbvertraͤgen und Lehrer zu einer hoͤchst beachtenswerthen Ersch Ir Thl. die Vergabungen von Todes wegen nach nung machen, und koͤnnen den, der diese Vorzi dem aͤlteren deutschen Rechte. gr. 8vo. à1 Thlr. zu schaͤtzen weiß, fuͤr das Werk und den Verfas⸗ 10 sgr. nicht anders als guͤnstig stimmen. Wir empfehs
Hagen, Ph. von, der torpide Croup, die gefahr- ses daher Allen, welche sich mit Erziehung theoret vollste Art der häutigen Brüune. Mit Zusätzen oder praktisch beschaͤftigen, als ein sehr lehrreich “ und phisiolog. nosoleg. Betrachtungen über das brauchbares Werk zum eifrigen Studium“ 0 890
val und Herrn 9' Tonnell stattgefunden hatte, indem der Er⸗ stere sich gegen einen ihm von Letzterem gemachten Vorwurf zu reinigen suchte, und nachdem Herr Shaw, der sich auch noch in die Sache mischen wollte, von dem Sprecher mit dem Be⸗ merken, daß diese rein persoͤnliche Debatte nicht weiter fortgesetzt werden koͤnne, zurechtgewiesen war, wurde zur Tagesoroͤnung geschritten, und Lord Morpeth erhob sich, um angekuͤndigter⸗ maßen auf die Erlaubniß anzutragen, seine Bill in Be⸗ zug auf die Zehnten in Irland und in Bezug auf die Regulirung der Irlaͤndischen Kirchen⸗Einkuͤnfte einbringen zu duͤrfen. Er schlug vor, die Abloͤsung der Zehnten durch einen fuͤr jede 100 Pfund derselben von dem Gutsbesitzer S 1 „ 8 zu zahlenden Grundzins von 70 Pfund zu bewerkstelligen. Mit gens war, da Jeder wußte, daß Zumalacarreguy, trotz seines bar⸗ Hinsicht auf den zweiten Theil seiner Bill wollte er diejenigen
Kirchspiele in Irland aufgehoben wissen, wo sich weniger als 50
schen Aeußern, der beste Mann von der Welt war, einfach in seinem Wesen, großmuͤthig, edel, uneigennuͤtzig, Sklave seines protestantische Gemeinde⸗Glieder befinden. Saͤlcher irchspiele 24 7
Worts und im hoͤchsten Grade bescheiden. — Wenn er, was zu sagte er, seyen nicht weniger als 864, und es wuͤrden dur⸗ 8
den Seltenheiten gehoͤrte, an seine Frau schrieb, so geschah 2 Nafhebüng 50,000 pfund gespart werden. Die neeh “ immer auf eine sehr lakonische Weise. „Folgendes war seine ge⸗ sallenden Prediger⸗Gehalte so wie die Abzuͤge von zu hohen Ge⸗ woͤhnliche Formel: „„Ich befinde mich wohl; sey ganz ruhig. halten an anderen Orten sollten zur Ausbreitung des oͤffentlichen Ich sende unserer Tochter zwei Kuͤsse.“" — Unter Zumalacarre⸗ Unterrichts angewandt werden. Der Minister suchte zu ent⸗ guy's Tugenden Tapferkeit und Muth in allen ihren Formen wickeln, daß die auf diese Weise beabsichtigte Reform anzufuͤhren, halten wir fuͤr uͤberfluͤssig. Ueber die naͤheren Um⸗ statt den Untergang der Anglikanischen Kirche in Irland staͤnde seines Todes ist bis jeht noch nichts bekannt.“ * herbeizufuͤhren, vielmehr durch die Abstellung schreiender Miß⸗
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stitutionnelle Regierungs⸗System war allgemein bekannt, auch mußte er deshalb manche Verfolgung erdulden, was ihn zuletzt so verdroß, daß er aus seinem Regimente ausschied, und in die von Quesada kommandirte Glaubens⸗Armee eintrat. Man machte ihn zum Bataillons⸗Chef und er bewies bald durch seine Ta⸗ pferkeit und seine militairischen Talente, daß er des Grades, zu dem man ihn befoͤrdert, wuͤrdig sey. Nach dem Kriege von 1823 wurde er Oberst⸗Lieutenant in dem Regimente der „mili⸗ tairischen Orden“”. Eines Tages bei einer Revue fiel Ferdi⸗ nand VII. die gute Haltung und die Praͤcision in den Bewegun⸗ gen jenes Corps auf und er machte dem Regiments⸗Commandeur Komplimente daruͤber. Dieser war bescheiden genug, zu erwie⸗ dern, daß dies dem Eifer des Oberst⸗Lieutenants Zumalacarreguy zu danken sey. Der Koͤnig fragte, warum er noch nicht Oberst sey, worauf man ihm antwortete, daß er noch nicht die gesetzlich vorgeschriebene Zeit gedient habe. „„Wohlan““, entgegnete der Koͤnig, „„da thun mir die militairischen Reglements diesesmal leid, denn sie werden Unrecht behalten: ich ernenne, kraft meiner Koͤniglichen Gewalt, den Don Thomas zum Obersten; ich will nicht, daß ein so vortrefflicher Offizier von der Zeit “ was er jetzt schon verdient.““ Zumalacarreguy wurde e ar des 15ten Linien⸗Regimentes, und bald galt dieses 1 giment in der Armee als ein Muster der Mannszucht und er militatrischen Bildung. — Zur Zeit der Ereignisse von la 1 ö 1414X4*“X“ 1““
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halten verdiene, und daß er (Eraso) es sich zur Ehre anrechnen wuͤrde, unter seinen Besfehlen zu stehen. Karl V. sandte Eraso das Patent als Brigade⸗General und an Zumalacarreguy das als Maréchal⸗de⸗Camp. Bei der Ankunft des Koͤnigs in Na⸗ varra wurde Letzterer zum General⸗Lieutenant und Ober⸗Befehls⸗ haber der Koͤniglichen Armee ernannt. — Zumalacarreguy war von gedrungener Statur und fing an, etwas stark zu werden; seine Physiognomie war sehr ausdrucksvoll, sein Blick lebhaft und durchdringend. Sein starker, schwarzer Schnurr⸗ und Backenbart gab ihm ein hoͤchst kriegerisches Anse⸗ hen; seine Thaͤtigkeit und Lebhaftigkeit waren eben so bewun⸗ dernswerth, als sein Gedaͤchtniß. Mit einem einzigen Blick machte er die Soldaten zittern, deren Vater und Abgott er uͤbri⸗
Ereignisse und wichtige Begebenheiten, kurz, Bei⸗ Bei E. S. Mittler in Berlin (Stechbahn!
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Seebad Zopp
ot bei Danzig. Die Landung der Russischen Hohen Kaiser- Fa- versprechen aber gar nichts, hoͤchstens wollen wir ver⸗
milie und eiues Corps Russieher Garden, welche sprechen, kuͤnftig nichts mehr zu versprechen; wir zu Danzig, ganz in der Nähe Zoppots. Anfangs Au- wollen aber nicht versprechen, daß wir das Verspre⸗ gusts statt finden wird, dürfte für viele resp. Herr-schen halten werden. Da bist du, verehrter Leser, schaften eine Veranlassung seyn, dieser Ereignisse besser daran, du brauchst nichts zu versprechen, du wegen, den Badeort Zoppot zu wahlen. brauchst nur zu halten, das heißt: die Theater⸗
Deer unterzeichnete Comité macht daher ergebenst Zeitung.
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