—
—
.— —
—
E
.“ 8
Wolle, 3208 Ctr.
ligen Hausknecht,
Bestmmung eines festen Tages der
re Laͤnge schaͤtzte er auf
. 18 t 14, 8 z2NX.
legenheit, sie genau zu betrachten. d” 170 Fuß. Sie war von dunkelblauer Farbe mit braunen Flecken und um die Mitte des Koͤrpers etwa von der Dicke einer Mehl⸗ Tonne, von wo aus sich der Durchmesser nach dem Kopf und Schwanz hin bedeutend verminderte. Der Kopf war außeror⸗ dentlich klein. Sie blieb funfzehn Minuten sichtbar und schwamm den Lorenzo⸗Strom hinab. 5* Mannschaft des Fahrzeuges und drei Passagiere sind bereit, die Aussage des Capitains zu be⸗ staäͤtigen. 8 Meyiko. Die Biene von Neu⸗Orleans enthaͤlt ein Schreiben aus San Felipe vom 13. Mai, worin es heißt: „Santana ist zum Diktator ernannt und wird nun ohne Zweisel binnen kurzem Ksiser oder Protektor seyn. In diesem Falle wuͤrde je⸗ doch die Provinz Texas bestimmt mir den Vereinigten Staaten verbunden werden. — Der Kongreß hat dieser Prövpia die Er⸗ laubniß zur Errichtung einer Bank mit einem Kapital von 1 Million Dollars bewilligt. — Das Land ist mit Fremden uͤber⸗ schwemmt, und an jedem Tage kommen neue an. — Das Wetter ist sehr trocken, und es sieht zu befuͤrchten, daß die Aerndte schlecht ausfallen wird.“
Während der Praͤsident seine Autoritaͤt in Zacatecas wie⸗ derherstellte, ist in Durango ein Aufstand ausgehrochen.
In Matamoras herrscht große Unzufriedenheit unter den Fremden, weil zwei Amerikanische Kaufseute, die einem das Sa⸗ krament tragenden Priester begegneten und demselben nicht die gebuͤhrende Chrfurcht bezeigten, auf Anstiften dieses Priesters von dem Volrte insultirt worden sind, ohne daß die Behoͤrden einschritten.
W . 88 e“ [22 E“ 89 14 .. f *
84 7
Kr
b
988 8 1“ iDd en;
E11““
Berlin, 31. Juli. Man schreibt aus Neufahrwasser bei Danzig: „Am 21sten d. M. kehrte die Kaiserl. Russische Fregatte „Pallas“ nach einer 6taͤgigen Uebungsfahrt in der Ost⸗ see wieder auf die hiesige Rhede zuruͤck, und am Lästen gab der hiesige Kommandant den Offizieren derselben ein Diner, bei wel⸗ chem die Gesundheit Sr. Majestaͤt des Kaisers ausgebracht und mit 25 Kanonen⸗Salven von den Waͤllen der Feste Weichselmuͤnde salutirt wurde. Besondere Vorbereitungen zum Empfange der K. Russischen Truppen, die, der Augabe nach, den 1. August auf der hiesigen Rhede erwartet werden, sind noch nicht getroffen worden; doch soll das 95g Lootsen⸗Personal schon mehrere Tage vorher, und bis zur Ankunft jener Truppen, auf der Ostsee stationirt werden.“
— Waͤhrend des am 9. bis 11. Juni d. J. zu Landsberg e. d. W. abgehaltenen Haupt⸗Wollmarktes sind uͤberhaupt 15,708 Ctr. 83 Pfs. Wolle eingebracht und his auf eine kaum nennens⸗ werthe Kleinigkeit verkauft worden. Im vorigen Jahre betrug das zu Markte gebrachte Quantum nur etwa die Haͤlfte, naͤm⸗ lich 7981 Ctr. Unter dem diesjaͤhrigean Gesammt⸗Auantum be⸗ fanden sich: 1100 Ctr. feine Wolle, 7000 Ctr. feinste Mittel⸗ 1 88 Pfd. feine Mittel⸗Wolle, 2000 Ctr. Mittel⸗
Wolle und 2400 Ctr. ordinaire Wolle, welche zu den Preisen von resp. 85—105 Rthlr., 70 — 85 Rthlr., 60—70 Rthlr., 45 —60 Rehlr. und 40 — 43 Rthlr, verkauft wurden. “
Zufolge einer von Gaarbruͤck uͤber Koblenz auf tele⸗ Fraphischem Wege hier eingegangenen und auf demselb en Wege ron Straßburg aus befraͤtigten Nachricht, ist bei Gelegenheit der von dem Koͤnige am 28sten d. zu Paris abgehaltenen Re⸗ vue das Pferd desselben durch das Zerspringen einer Hoͤllen⸗
1“
Wolkenzug..
von Heilbronn, großes
2 864
Maschine verwundet worden. Der Marschall Mortier und meh⸗ rere National⸗Gardisten sind getoͤdtet, außerdem noch andere Ge⸗ nerale und Adjutanten theils getoͤdtet, theils verwundet, die in der Begleitung des Koͤnigs gewesenen Prinzen aber nicht beschaͤ⸗ digt worden. .
Die ganze Bevoͤlkerung hat den Koͤnig nach diesem Vor⸗ falle mit dem Ausrufe: „Es lebe der Koͤnig!“ begleitet und ih⸗ ren Unwillen zu erkennen gegeben. 98 8 1
Paris ist ruhig. 8
E e ½ 4
Meteorologische Beobachtung. Morgens Nachmittags Abends Nach einmaliger
1835. 6 Uhr. 2 Uhr. 10 Uhr. Beobachtung.
30. Juli.
crunr aue ans vNmn⸗
Quellwärme 7,4 °R. Flußwärme 15,2 °R. Bodenwärme 13,9 °R. Ausdunstung 0,009“ Rh. Niederschlag 0.
Nachtkälte 93 ° R. 8,5 °9 R. 74 pEt.
4. 434àν -
Luftdruck. 335,44 Par.] 336,01‧Par. 336,41“ Par. Luftwärme. 10,3 ° . 17,2 °R. 10,6 °R. Thaupunkt. 800 R. 9,0 °R. 8,5 °R. Dunstsattig. 83 vCt. 54 vCt. 85 vCt. Wetter. trůbe. heiter. heiter. Üind ... W. W. W.
12,7 ° R.,
W. Tagesmittel: 335,95 Par..
Berliner Börse. Amtl. Fonds- und Celd. Cours. Zettel. 2 1012
8a,
Preuss. Cnur.
.-Schuld-Sch.
Der Ball zu Ellerbrunn, Lustspiel in 3 Abth., von C. Blum
10 ¼ Ustpr. Piandbr. 4 102 ½ 98 ⅔ [Pomm. do. 105 59 [Kur- u. Neum. do. 102½¾ Schlesische do. — Rkst. C. u. Z.-Sch. d. K.- u. N.
Pr. Engl. Obl. 30. Pra n. Sch. d. Seeh. Kurm. Obl. m. l. C. Neum. Int. Sch. do. Berl. Stadt-Obl. Königsb. do. Elbing. do.
Danz. do. in Th. Westpr. Pfandhr. CSrofkhz. Pos. do.
2
99 ½
6 12¾ 101¾ 101 101 ¾
—
4 4 4 4
—
Gold al marco . Neue Duk.. Friedrichsd'or... Disconto.
4 ½ 2b 88
216 ½ 18 ¾ 13 ½ 3
— 2 9 0 8
—
0³3 hiecg
* 00 2
4 4 4 4 4 4
. 4 102 ½ 1
Auswärtige Börson. “
Amsterdam, 25, Juli. 11;en de
wirkl. Schuld 55 7. Kanz-Bill. —. Span. 3 ½ 26 3⁄. Antwerpen, 25. Juh.
Zinsl. 17 ⅛. Cortes 37 ½
d5. NMiederl. Span. 5 8% 4ͤ1. Span. Aul. 51.
GCoup. 23 ½. Neue Frankfurt a. M., 28. Juli.
Oesterr. 5 %8 Metall. 102 ¼½. 102 ½ 4 ½ 98127 9811. 18 25 ½ B. Bank-Actien 1627. 1625 Part. Obng. 140 ¾. 140 ½. Loose zu 500 G. 116 ⅛. 116 ½. Loose zu 100 G. 213 ½ G. l'reuss. Feüm.-Sch. 60¼. 59 . do. 41½ Anl. 98 . Br. Poin. Loose 69 ½. 69 . 5 % Span. Kento 40 ¼. 40. 3½ do. perp. 24 ½. 24
Paris, 25. Juli.
58 Kente 109. 20. 38% do. 79. 15.
41 ½. 3 88 26 ⅞. Ausg. Spau. Schuld 16 ⁄., Koͤnigliche Schauspiele.
Sonnabend, 1. August. Im Schauspielhause: Der Verraͤ⸗ ther, Lustspiel in 1 Akt, von Holbein. (Dlle. Clara Stich: Claͤrchen, als Debuͤtrolle.) Hierauf: Mulier taccat in ecclesia, oder: Die kluge Koͤnigin, historische Tragikomoͤdie in 3 Abth., von E. Raupach. Und: Der Spiegel des Tausendschoͤn, Bur⸗ leske in 1 Akt, mit Gesang, nach der Idee des Arago, von C.
Blum. Im Schauspielhause: Das Kaͤthchen
2128
2 ½ 8 57 ¾. B
3 Neap. 97. 35. 5 2 Span. Cortes 40, Coup. 23.
Festes Sr. Majestaͤt des Koͤnigs: Prolog, gedichtet von A. (
Sonntag, 2, August. Ritter⸗Schauspiel in 5 Abth., nebst einem
Vorspiele in 1 Aufzug, genannt: Das heitmliche Gericht, vo H. v. Kleist, fuͤr die Buͤhne bearbeitet von F. v. Holbein.
In Charlottenburg: Der Wollmarkt, Lustspiel in 4 Abt von H. Clauren. Vorher: Der gruͤne Domino, Lustspiel in Akt, von Th. Koͤrner.
Montag, 3. August. Im Opernhause: Zur Feier des Ala hoͤchsten Geburts⸗Festes Sr. Majestaͤt des Koͤnigs: Festmarsc Sr. Majestaͤt dem Koͤnige zugecignet von Spontini. Hierauf Rede, verfaßt von A. Muͤller, gesprochen von Herrn Gru Dann: Volks⸗Gesang, den Preußen gewidmet von Spontin Und: Lodoiska, Oper in 3 Abth. Musik von Cherubini. (N. 1 einstudirt. Hr. Schaͤfer, vom Stadt⸗Theater zu Hamburg: Fh resky, als Gastrolle.)
Die Meldungen um Billets zu dieser Vorstellung sind 8 ruͤcksichtigt worden, und wird ersucht, selche bis Sonnabend I. August, Abends 7 Uhr, im Billet⸗Verkaufs⸗Buͤreau in pfang nehmen zu lassen, widrigenfalls dieselben anderweitign kauft werden muͤssen.
In Charlottenburg. Zur Feier des Allerhoͤchsten Gebmmn⸗ Festes Sr. Mafjestaͤt des Koͤnigs: Rede, verfaßt von A. Mäͤlze gesprochen von Herrn Stawinsky. Hierauf: Zum erstenmuh Khnigstaͤdtisches Theater. Sonnabend, 1. August. Endlich hat er es doch gut, macht, Lustspiel in 3 Akten, nach einer Englischen Idee fuͤr Deutsche Buͤhne bearbeitet von Albini. Vorher: Die eifersi tige Frau, Lustspiel in 2 Akten, von Kotzebue.
Sonntag, 2. August. Die Goldgrotte des Geisterbanng oder: Noch einmal jung, romantisch⸗komisches Ori inal⸗Zaubers mit Gesang in 2 Akten, von J. E. Gulden. Musik von Fra Edlen von Marinelli. (Die neue Decoration: „das Land Jugend“ vorstellend, ist von Herrn Sacchetti, die uͤbrigen nen Decorarionen des Stuͤcks sind von Herrn Pohlmann genaalt.)
Montag, 3. August. Zur Feier des Allerhoͤchsten Gebun
mar, gesprochen von Mad. Laddey. Hierauf: Zum erstenm Titus, Oper in 2 Akten. Musik von W. A. Mozart. (De Vial: Sextus, als Gastrolle.)
Preise der Plaͤtze: Ein Platz in den Logen und im Babe des ersten Ranges 1 Rthlr. ꝛc.
Markt⸗Preise vom Getraide. Berlin, den 30. Juli 1835.
Zu Lande: Weizen (neuer) 1 Rthlr. 20 Sgr.; Roggen 1 Rhfa. 6 Sgr., auch 1 Rthlr. 4 Sgr.; große Gerste I Rthlr. 2 Sgr. 6 sh. auch 1 Rthlr. 1 Sgr. 3 Pf; kleine Gerste 26 Sgr. 3 Pf.; Hase 28 Sgr. 9 Pf. Eingegangen sind 121 Wispel 14 Scheffel.
Zu Wasser: Weizen (weiter) 1 Rthlr. 28 Sgr. 9 Pf., aus 1 Rthlr. 20 Sgr. und 1 Rthlr. 15 Sar.; Roggen 1 Rthlr. 12 G 6 Pf., auch 1 Rthlr. 10 Sgr.: Hafer 25 Sgr., auch 22 Sgr. 6 Erbsen (schlechte Sorte) 1 Rthlr. 20 Sgr. Eingegangen sind II Wispel 22 Scheffel.
Mittwoch, den 29. Juli 1835.
Das Schock Stroh 6 Rthlr. 20 Sgr., auch 5 Rthlr.;
Centner Heu 1 Rthlr. 10 Sgr., auch 20 Sgr. „11502 Branntwein⸗Preise 1198 vom 24. bis 30. Juli 1835.
Das Faß von 200 Quart nach Tralles 54 pCt. oder 40 90 Richter gegen baare Zahlung und sorortige Ablteferung: Kors Branntwein 18 Rthlr. 15 Sgr., auch 20 Rehlr. 15 Sgr; Kactofe Branntwein 18 Rthlr., auch 19 Rthlr. 88 8
Redacteur Cottel. —
Gedruckt bei A. W. Hayn.
—
8 7 EE“
— — 2 — 2 22
083
*
3 3¶hshN94
2 * 8 2 zzz mäasd virt
Bekanntmachungen.
Obrigkeitliche Bekanntmachung. Alle viejenigen Personen, welche vonr dem ehema⸗ jetzigen Pferdehandler Michael Friehrich Klatte und dessen Ehefrau Fohanne Sophie,
eborene Pommer, baares Geld, geidwerthe und an⸗
ere Documente, Gold⸗ und Sildersachen, Juwelen, Kleinodien, Mobilien, Hausgeraͤth, Leinenzeug, Bet⸗ ten, Kleidungsffuüͤcke, Wagen⸗ und Pferdegeschirr, oder sonziige Effecten hinter sich haben, werden hier⸗ mit aufgefordert, davon dem unterzeichneten Crimi⸗ nalgerichte ungesaͤumt schriftlich oder in dem auf
den 5. August d. J., Vormittags 11 Uhr, vor dem Herrn Justizrath Grabvow, Molkenmarkt Nr. 2, Verhoͤrszimmer Nr. 12, anberaumten Termine muͤndlich Anzelge zu machen, widrigenfalls sie sich der Gefahr Nae ede⸗ zur Criminal⸗Untersuchung ge⸗ zogen zu werden. Kosten werden dadurch nicht vernrsacht.
Berlin, den 29. Juli 1825.
Die Criminal⸗Deputation des Koͤniglichen IIIII Stadtgerichts. 129 ,28⸗ 41
aobehinszont mi Iem em.
1 N a ch r i wch t, die Kbnigl. Preußische staats⸗ und land⸗ wirthschaftliche Akademie Elbena bei 80 Greifswald betreffend. 1
Den 25. Mai dieses Jahres wurde die staats⸗ und d. landwirthschaftliche Akademie eroͤffnet. Gegenwaͤrtig⸗ ist die Zahl der Akademiker 22, wovon 16 der Land⸗⸗ wirthschaft und 6 der Staatswirthschaft sieh widmen. Die Vorlesungen im naͤchsten Winterhalbfahre wer⸗ den den 26. October beginnen und vorzüglich auf folgende Gegensaͤnde sich heziehen: 1) die all emeine Landwirthschaft: 2) die Biehzucht, besondens Schaaf⸗ ucht; 3) die landwirthschaftliche Technologie: A) die Ban. und Fichnenkunst; 5) die Thietheilkund: 6) die occongmische Naturgeschichte; 7) die Staats⸗ wietbschaft (Finanzwissen chaft und Gewerbspolitik). Mer an dieser Austalt Theil nehmen will, hat sich bei dem Direktor zu melden.
Eldena bei Greifswald, am 20 Jullus 1835.
Friedrich Schulze, zrnz gnu ordentlicher Professor ders Staats⸗ ssMitjrthschaft zu Hreifs-wald und DOi⸗ Eass cxcector der Koͤnigl. staats⸗ und land⸗ 82175,78 wirthschaftlichen Alademie Eldena.
Allgemeiner
entsprechen,
— 4827„¼
gefunden, die Fe⸗
Maria, Capitain L
Bekanntmachungen
vom 3ten A
an jedem Montag Luͤbeck, 1
an jedem Dienstag penhagen,
Stettin, und
venhagen fahren wird Stettin, den 25. esr s.
St. Peter im mit den beiden
Abgangstag
6, 13., 25. Aug 1., 10, 17, 29. 6., 15., 22. Travemuͤnde. Preise der Pläͤtze, und Waaren sind di Jahre
Dampfschiffahr
k a
Actien der Letpz g⸗ aceracht, daß sirer, Herr C. schaͤfte
Büͤnschen zur festen Tac Wodse fuͤr die Reisen des Dampfschiffes Dronning Matia zwischen ich 2 Strtin und Copenhagen, und zur Geleisenheit fr, 9 9 *S die Ressenden hbis zue Stadt Luͤhech selyst ohne um⸗ icich. n
lim den mehrseitig ausge prochenen
Carl
schiffung in Travemuͤnde bat sich die Direltion der Stettin⸗Cs⸗ penhagener Damvfschiffahrts zheten des, Dampfschiffes Dronning und Forsten im Ministertum des Kö
an jedem Donnerstag Mittag von Copenhagen nach
an jedem Sonnabend Mittag von
Dampfschi
von Luͤbeck
2. October, „ 7.,, 14., 24., 31. Sethr. 2 Uhr Mittags von b2. neuen Styls.
Anmeldungen geschehen im Comptoir der
B e Es wird hierdurch zur Kenntniß der Inhaber von
unser Bevollmaͤchtigter und unser Cas⸗ F Baͤder, zur e von uns beauftragt wo sen über geschehene Ratenzahlungen auf den Inte⸗ rimsscheinen zu bewirken, auch daß en ein Directorial⸗ mäaͤchtigten unterzeichnen wird. Leivzig, den 25 Fuli 1835. Leipzig⸗ Dresdner Eisenbahn⸗
Gusta
Anzeiger für die Preußisch
Literarische Anzeigen.
gelangen zu koͤnnen, zu
Verwaltung
F.
„Gesellschaft veranlaßt Eine hohe General ouis, und die daruͤber ergangenen dahtn abzuaͤndern, daß dasselbe ugust dieses Jahres an: Mittag von Copenhagen nach
sich veranlaßt gesehen, kes uͤber Forst⸗Insenkten anzuordnen zeichneten mit der Ausfuͤbrung
Dieses wird mit dem
Nachmittag von Luͤbeck nach Co⸗ Obstbau wichtigsten
stellen und auf es in 6 Heften in Quarto (deren Thlr. Ladenpreis zu stehen kommt) spaͤtestens in 3 Jahren beendet seyn Berlin, den 25. Juli 1835.
aiisr;; Professor
11.“”“
Stettin nach Co⸗
Juli 1835. — Lemonius.
sburg und Luͤbeck
fundene Dachbedeckung im Druck sum auch diesenigen, welche noch
und Alepandra. e Abgangstage . von St. Petersburg:
üst, d. 5, 15., 22. August, Sevt, ⸗ 2, 9., 19, 26. Sept.,
richtiger Ausfuͤhrung derselben schienenen Schrift digen
2n b Dorn, KFonigl. Fabriken⸗
149 Preussischer Volksgesang
von 8 Ppontini wird alljährlich zur Feier des S. M. des Königs in Beelin u. a.
so wie Frachten fuͤr Contanten e naͤmlichen wie im vergangenen
71
1 7½ Sgr., dlte, 15 sgr.,
ts⸗Gesellschaft in Luͤbeck. calquartett
Iee.
dl. nntmachung.
Dresdner Eisenbahn⸗Compagnie Grofsor Sieges- und Festre Erleichterung der Ge⸗
den sind, die Quittun⸗
17 ½ sgr. 27] s3r.
auc in Behinderungs⸗ Mitglied anstatt des Bevoll⸗- Haur er. Im Verlage der Unterzeichneten ist Compaguie. nen und durch alle Buchhant Berlin durch C. F. Amelang M. T. Ciceronis DPro 8 rino oratio. Raconsuit,
zv Harkort, Vorsthender. Tenner, Bevollmaͤchtigter.
1 nigl. Hauses hat die Herausgade eines Wer⸗
zu Bemerken vorlaͤufig hier ange⸗ zeigt, daß das genannte Werk die fuͤr den Holz⸗ und Insekten Preußens nachbarten Länder auf 36 Kupfertafeln colorirt dar⸗ 30 Bogen beschrieben wird, und daß
soll.
Dr. Ratzeburge, an der hoͤheren Forst⸗Lehr⸗Anstalt zu Neustadt⸗Eberswalde.
Anfangs August werde ich, vielseitig dazn aufgefor⸗ dert, eine prakrische Anleitung uͤber die von mir er⸗ nichetan lassen, ; [I — nicht speciell mit 1e. e . schoͤnen Dampfschiffen meiner Verfahrungsart dabet bekaunt sind, vor un⸗ 9 n zu sichern, gleich Gelegenheit zu geben, einer kuͤrzlich hier er⸗ uͤber diesen Gegenstand zu wuͤr⸗
Komisstonsrath. bayn
: „Borussia“, Geburtstages
derselbe ist ersahienen: in Partitur 3 Thle., in Vo- feine Stimme mit Chor v. Begl. dito ohne Chor 7 ¼ sgr., f. arr, 5 sgr., für Pfle. zu 4 Händen, arr. 17 ½ sgr. — Die 4 Chorstimmen einzeln à 9 pf.
v. Spontini, in Partitur 3 Fhlr., acr. f. Plr.) „ f. Pfte. zu 4 Händen, arr. von Jöhns,
5 . Schlegingersche Buch. und Musikhandl. in Berlin. unter den Linden No. 34.
lungen zu erhalten, in „Bruͤderstraße Nr. 11: exto Roscio Ame- omendavit,
v““ roe varietatem, Vet. Scholiastam, selectas 5 riorum annotationes suasque adiecit Dr. Guj lelmus Bächner. superiorum ordd. in g)u nasio Fridericiano Suerinensis hraecejttor, Ngg niduc. bibliolhbecae Suer. praetsctus. Velinpapier 22 Bogen. 8vo. 13 Thle.
Das Beduͤrfneß einer neuen umfassenden An gabe der Rede Pro Roscio Amerino ist laͤngst fuͤhh bar geworden. Der Herr Herausgeber hat hier R sultate aus bisher noch nicht verglichenen Codd. nic geliefert; dagegen hat er i rade bei dieser Rede das schon fruͤher benutzte hau schriftliche Mateeial am genuͤgendsten sei und ug gehdrig benutzt zu werden braache, um auf wesen liche Textesverbesserungen zu fuͤhren, alle handschri lichen Lesarten und die aͤlterer Herausgeber iu sorgfaͤltigen Pruͤfung unterworfen und vollstann zusammengestellt. In den Anmerku ngen has vorerst die Annotationes der aͤlteren Editoren, dam⸗ ter die der wichtigsten und Wenigen zugänglihen, wie des Garatoni. saͤmmtlich wiedergegeben, unl dieselben durch seine eignen erganzt und berichtist Seine Ausgabe bietet also neben einer neuen, torteg⸗ ten Textesrecensiovn allen kritischen und her⸗ meneutischen Apparat zu dieser Rede dar, wel⸗ cher bisher nur durch Zusammensuchen der betreffen den einzelnen Ausgaben in groͤßern Bibliotheken nu erhalten war.
Matertalien und Dispositionen zu Kan⸗ zelvortraͤgen beibesondern Faͤllen. Von s1. b. Rofenmuͤller, Pfarren u Velgar⸗
15 Bogen. gr Kvo. 26 ¼ sgr.
In diesem Werke sind meist solche Faͤlle beruͤcksich⸗ tigt worden, uͤver welche auch die erfabrendsten Pre⸗ diger gern, zumal im Drange der Geschaͤfte, Win und Andeutungen von Andern benutzen. Die in die. ser Hinsicht hier gegebenen Huͤlfsmittel sind na den einzelnen betreffenden Faͤllen geo dnet und bee ben theils in ausfuͤhrlichern Entwuͤ efen, wohp namentlich werthvolle, bisher noch nicht verdffen⸗ lichte Predigten des verewigten Superinten denm Rosenmuͤller und anderer ausgezeichneter Kanze⸗ redner vom Herrn Herausgeber benutzt worden län⸗ theils in mebrecen cinfachen Dispositionen mit an gezongenem Terxt. 9
Sammlung anserlesener praktischer 5 bhandlungen fuͤr Wundaͤrzte. z3tes Heft Zvo. brose 15 sgr. —
Unter der Presse befindet sich nachstehendes hoͤcht
wichtige Werk fuͤr Rechtsgelehrte: 1 bis Repertorium uͤber die in den Jahren 180 cher mit 1834 erschienenen Sammlungen juristif
Aufsaͤtze und rechtlicher Entscheidungen
Advokat Robert Sickel. 2 Bde. gr. 8ro.
fuͤr Domainen
rbe und den Unter⸗ beauftragen.
und der be⸗ ll
jedes auf zwei erscheinen und
, Is
ern, und zu⸗
0.
aufgeführt; Pfte. von Jähns,
arsch, comp.
neh
war
uch
so eben erschie⸗
Gebruͤder Reichenbach.
veriptu- 1
Se. eimen Ober⸗Finanzrath von nes General⸗Kommissarius fuͤr die Kurmark Brandenburg, mit m Amtstitel eines Regierungs⸗Praͤsidenten, Allergnaͤdigst zu
erleihen.
St. Petersburg, 25. Juli. Se. em Koͤnigl. Wuͤrttembergischen Gesandten am Koͤnigl. Preußischen Hofe, en St. Annen⸗Orden erster Klasse verliehen.
Der bisherige Bischof der Slobodischen Ukraine, Innocenty, hzum Erzbischof von Irkutsk, Nertschinsk und Jakutsk ernannt orden und hat bei dieser Gelegenheit den St. Annen⸗Orden ster Klasse erhalten. .
Der dirigirende Senat hat eine Verordnung zur Regulirung es Handels⸗Verkehrs zwischen dem Russischen broßfuͤrstenthume dieselbe enthaͤlt die Bestimmungen uͤber usfuhr, und soll sofort nach ihrer eten.
Haben d
erlichen G Abch
Divisi
getheilte
Royalt Leipzig, im Juli 1835. 2 e
Kronik des Tages. 8
“
Majestaͤt der Koͤnig haben geruht, dem bisherigen Ge⸗
—
Stuͤlpnagel die erledigte Stelle
Der bisherige Ober⸗Landesgerichts⸗Referendarius S chroͤder
nannt von Schirp ist zum s Land⸗ und Stadtgerichts Pohnortes daselbst, bestellt worden.
Zur Feier des Allerhoͤchsten Geburtsfestes Sr. öͤnigs wird die honnerstage den 6. Augüst, hhe Sitzung halten, cht durch Karten eingeladen worden,
Justiz⸗Kommissarius im Bezirk zu Limburg, mit Anweisung seines
1 Majestaͤt des Koͤnigliche Akademie der Wissenschaften am Nachmittags um 4 Uhr, eine oͤffent⸗ zu welcher auch diejenigen Personen, welche den Zutritt haben.
Bekanntmachung
M
Der Anschluß der Preußischen Post an die zwischen Luͤbeck id St. Petersburg fahrenden Dampfschiffe, welcher bisher von breifswald aus in Ystadt stattgefunden hat, wird on Stralsund aus, ower Posthauses bewirkt werden. 1
Reisende, welche diese Verbindung zur Reise nach Rußland zu benutzen beabsichtigen, muͤssen sich en, und sich bei dem dortigen Post⸗Amte
Die fruͤher bekannt gemachten Abgangs Tage sind unveraͤn⸗ ert geblieben. 8
Berlin, den 30.
von jetzt an,
auf der Insel Ruͤgen in der Naͤhe des Wit⸗
also nach Stralsund bege⸗ melden.
General⸗Post⸗Amt.
v
ngs⸗Nachrichten. Auslannd.
Rußland. Majestaͤt der Kaiser
General⸗Lieutenant Grafen von Bismark,
eiche und dem Finnland zur oͤffentlichen Kenntniß gebracht. gegenseitige Ein⸗ und
In Bezug auf das Verhaͤltniß der Fabrikherren zu ihren itern hat die Regierung sich veranlaßt gefunden, ein eigenes
eglement zu erlassen, auptstädten eingefuͤhrt een praktischen Aerzten Weiße, eine Actien⸗Gesellschaft zur
rhoͤchsten
2rohie⸗ daß gülnlegung von Privat⸗Krankenhaͤusern in St. nger Milnunga⸗ 22 deren Orten zu bilden. Kctien, jede zu 100 Rubel, ausgegeben werden. Die Industrie⸗Ausstellung in Moskau ublikum ein ungewoͤhnlich lebhaftes Interesse erregt; in den sten Tagen der stzten sogar von 14,000 Personen taͤglich besucht. In der Bucht von Achmetschet, her Taurischen Halbinsel, ist versuchsweise auf vier Jahre eine neue Quarantaine⸗Anstalt errichtet worden.
1 Warscha Generalstabes aögereist.
Gestern
heilung
Paris
uf, sich am 28sten der Revue anzuschließen, und ens im Hofe der Tuilerieen einzufinden. In dem tadt.S uch Paris gs auf dieser ders auf alle Hoͤllen⸗Maschine dienen koͤnntern⸗
rere S en.“ Ein
angenen
arde⸗Kavallerie von St. wird hiesiger H.
„ 25. Juli.
on fordert alle
tadt⸗Sergeanten einen Mann anhalten, Pässer auf einem Karren fuhr; derselbe konnte ortsetzen, nachdem (Ein Beweis, daß die Polizei en, gegen die e eine unbestimmte Kenntniß kuͤrzlich aus st sendet der Auotidien e des juste-milieu erzaͤhlen uͤbera
entwichen waͤren, es nur
welches vorerst versuchsweise in den bei⸗ werden soll.
Seidlitz und Scholtz ist Orts gestattet worden, Petersburg und Es sollen zu diesem Zwecke 5000
hat bei dem dortigen dieselbe von 5000 und in den
Kuͤste
Eroͤffnung wurde an der Nord⸗West⸗
Polen. 8
u, 28. Juli. Der Fuͤrst Gortschakoff, Chef des der aktiven Armee, ist von hier nach Rußland
Garde einer Abtheilung der Kai⸗ Petersburg hier an. Diese auf ihrem Durchmarsch nach Kalisch einige Zeit auptstadt Rast inachen. v1111A14“
Frankreich.
Der Commandeur der Isten Militair⸗ in Paris befindlichen Stabs⸗Offtziere Suite des Koͤnigs bei Abhaltung der sich zu diesem Ende um 9 Uhr Mor⸗
„Die
langte die Avant⸗
heutigen Blatte des National liest man:
ergeanten, welche gegenwaͤrtig auf dem Wege von Neuilly
aufgestellt sind, haben den v erhalten, Alles, Straße vorgeht, genau zu beobachten, und beson⸗ Gegenstaͤnde Acht zu haben, welche etwa zu einer So sah man heute Morgen „der drei kleine seinen Weg erst daß die Faͤsser leer von dem gestern mit⸗ Person des Koͤnigs gerichteten? Tord⸗Ver⸗ erhalten haben mußte.) dem Gefaͤngnisse Ste. Pélagie entlassener ne ghende Notizen ein: „Die ll, daß, wenn die April⸗ geschehen sey, weil die Po⸗
man sich uͤberzeugt hatte,
chen die Fremden⸗Legion ay
Bekanntmachung in Kraft
lizei es zugelassen habe; daß sie noch nicht wieder verhaftet wä⸗ ren, sey nur ein Beweis, daß dem Herrn Gisquet nichts daran liege, und daß die Regierung eben so froh sey, wie der Pairs⸗ hof, ihrer entledigt zu seyn. Das heißt nun allerdings, gute Miene zum boͤsen Spiel machen; aber es heißt auch gegen die Wahrheit fehlen. Die Polizei hat keinen Antheil an der Entweichung der 28; sie ist, wie schon bei mehreren wichtigen Gelegenheiten, so auch dieses Mal, hinters Licht gefuͤhrt werden. Da gebe man nun dem Herrn Thiers geheime Fonds. Die Polizei argwoͤhnte weder den Entweichungsplan, noch die Art der Ausfuͤhrung. Da ich selbst zu jener Zeit Gefangener war, so befand ich mich mehrere Tage lang mitten unter allen Arten von Polizei⸗Beam⸗ ten. Ich habe ihren Zorn und ihr Erstaunen bei der ersten Nachricht von der Entweichung ganz in der Naͤhe gesehen. Niemand dachte daran, seinen Unwillen und seine Ueberraschung u verbergen, und ich hoͤrte einen der verschlagensten Polizei⸗ Agenten ausrufen, die Mystification sey vollständig und der Streich bewundernswuͤrdig ausgefuͤhrt.“
Der Temps sagt: „Man hat jetzt einen trefflichen Vor⸗ wand gefunden, um die Fremden⸗Legion nicht nach Spanien zu schicken, und man sagt, daß der Herzog von Broglie uͤber diesen Punkt eine sehr lebhafte Erklärung mit dem Herzoge von Frias gehabt habe. Diesen Vorwand erraͤth Jedermann; es sind die letzten Ereignisse in Afrika. Man fuͤrchtet die moralische Wir⸗ kung der Niederlage des Generals Trezel, und es sey, sagt man, nicht der Augenblick, um an eine Verminderung unserer Streitkraͤfte in Afrika zu denken. Diesem Einwande setzte der Herzog von Frtas die Unterzeichnung eines foͤrmlichen Traktates entgegen, durch wel⸗ Spanien abgetreten wird. Man hat darauf entgegnet, daß jeder Traktat, um bindende Kraft zu haben, ra⸗ tifizirt seyn muͤsse, und daß diese Ratification von Seiten der beiden Regierungen noch nicht erlangt sey; ferner sey man auch uͤber den Geldpunkt noch nicht ganz einig. Spanien kann die Fremden⸗Legion nur mit dem Beistande Frankreichs unterhalten, entweder mittelst einer garantirten Anlethe, oder mittelst eines von Frankreich selbst bezahlten Soldes. Es ist also aller Anschein vorhanden, daß die Fremden⸗Legion nicht nach Spanien geschickt werden wird, so lange ihr Dienst noch zur Erhaltung unserer Afrikanischen Besitzungen fuͤr noͤthig erachtet wird. Man ver⸗ sichert, daß der Herzog von Frias große Unzufriedenheit daruͤber zu erkennen gegeben und ganz laut gesagt habe: „„Die Fran⸗ zoͤsische Regierung will also bei uns Alles verhindern, und fuͤr uns nichts thun?““ “
Großbritanien und Irland.
Parlaments⸗Verhandlungen. Oberhaus. Sitzung vom 24. Juli. Der Graf von Harewood und der Mar⸗ quis von Salisbury uͤberreichten Petitionen der Freisassen von Doncaster, Maidstone und Essex gegen die Munizipal⸗Resform⸗ Bill; Letztere baten, ihre Klagen gegen die Bill durch einen An⸗ walt vor der Barre des Hauses anbringen zu duͤrfen, und der Marquis zeigte an, er werde am Dienstage beantragen, daß man die Klaͤgen dieser Bittsteller anhoͤren solle. Lord Brougham legte dagegen Bittschriften von den Armen⸗ Aufsehern, Kirchen⸗ Vorstehern und vielen anderen achtbaren Einwohnern der Stadt Bath, so wie von der Corporation von Bridport zu Gunsten je⸗ ner Bill vor; auch uͤberreichte er eine Petition aus Thornley in der Grafschaft Vork, worin um gaͤnzliches Verbot des Vierschanks in Bierhaͤusern gebeten wird. Viscount Strangford zeigte an, daß er am Dienstage eine Bittschrift der Stadt Coventry gegen die Munizipal⸗Reform⸗Bill vorlegen werde. Der Graf von Abingdon uͤberreichte eine solche von Seiten der Stadt Ox⸗ ford. Am Schluß der Sitzung wurde noch der Bericht uͤber die Matrosen⸗Anwerbunge⸗Bill eingebracht und angenommen.
Unterhaus. Sitzung vom 24. Juli. Der Ausschuß, welcher von dem Hause ernannt ist, um die Mittel zur Anwei⸗ sung und Einrichtung von Plaͤtzen fuͤr Damen auf der Gallerie zu untersuchen, erhielt die Erlaubniß, uͤber seine Verhandlungen und uͤber die von ihm vernommenen Zeugen⸗Aussagen Bericht zu er⸗ statten. Capitain Pechell uͤberreichte eine Bittschrift von den Land⸗Eigenthuͤmern und Paͤchtern in West⸗Sussex, worin diesel⸗ ben uͤber eine Entscheidung des Schatzkammer⸗Gerichts klagen, welcher zufolge der Zehnten auch in Ruͤben erhoben werden kann. Diese Petition war von 63 Landwirthen unterzeichnet, die 38,000 Stuͤck Schafe besitzen, und der Capitain Pechell meinte daher, man koͤnne es so annehmen, als ob 38,000 Schafe das Haus baͤten, ihren so wichtigen Nahrungs⸗Artikel, die Ruͤben, nicht durch Vermengung mit dem Zehnten zu beflecken. (Gelaͤchter.) Der General⸗Prokuratorbrachte sodann eine Bill ein, deren erste Lesung er zugleich beantragte, wodurch alle Zweifel und Bedenken uͤber die von den Sheriffs der Grafschaften und Staͤdte abzulegenden Eide und Erklaͤrungen beseitigt werden sollen, eine Maßregel, bemerkte Sir J. Campbell, die in Folge der Wahl eines Juden zum Sheriff von London nothwendig geworden sey. Die Bill wurde zum ersten Male verlesen und die zweite Lesung auf den naͤchsten Dienstag anberaumt. Herr Law erklaͤrte sich vollkommen einverstanden mit dieser Maßregel und hoffte, daß sie rasch durch beide Par⸗ lamentshaͤuser gehen werde. Auf eine Frage des Oberst Sibt⸗ horp, ob die Regierung noch die zweite Lesung der Bill in Betreff der geistlichen Gerichtshoͤfe beantragen wolle, erwiederte der General⸗Prokurator, er werde dies allerdings thun, denn die Maßregel sey eine sehr wichtige und bezwecke unter Anderem die Aufhebung der jetzt jenen Gerichten zustehenden Jurisdiction uͤber die Zehnten, worauf Jener erklaͤrte, daß er sich dieser Bill aufs entschiedenste zu widersetzen beabsichtige. Herr Roebuck uͤberreichte eine Petition gegen die Unmaäͤßigkeit und fuͤr die Anordnung vernuͤnftiger Volks⸗ Vergnuͤgungen an den Sonntagen. Die Frage uͤber die Freilassung eines Herrn Clapperton, der wegen Verletzung der Privilegien des Hauses, weil er naͤmlich auf die an ihn ergangene Aufforderung nicht als Zeuge vor einem Wahl⸗Ausschusse erschien, nun bereits sechs Wochen in Newgate gefangen sitzt, wurde auf den Antrag Lord J. Russell's, den derselbe darauf begruͤndete, daß einige zur Beurtheilung der Schuld des Verhafteten noͤthige Zeugen⸗
Aussagen noch nicht haͤtten gedruckt werden koͤnnen, mit 88 ge⸗ gen 54 Stimmen auf den naͤchsten Montag verschoben. Bei Ueberreichung einer auf die Zehnten bezuͤglichen Petition sprach Sir E. Knatchbull die Ueberzeugung aus, daß eine Veraͤnde⸗ 8 rung in den Englischen Zehnten⸗ Gesetzen durchaus nothwendig sey, und er hoffte daher, daß der edie Lord, der das Departs⸗ ment des Innern leite, dem Parlament irgend eine Maßre⸗ gel der Art vorlegen werde. Lord John Russell sag⸗ te, dies sey auch die Absicht der Regierung, einzige Zweifel, den die Minister noch daruͤber hegten, sey der, ob es nicht raͤthlich waͤre, die Sache erst vor einem beson⸗ deren Ausschuß des Haufeis zu verhandeln, damit die verschiede⸗ nen Beziehungen der Ackerbau⸗Interessen des Landes vollkommen erwogen werden koͤnnten; 1 der naͤchsten Session vorbereitet seyn, eine diesfaͤllige Maßregel einzubringen. Auf den Antrag des Sir R. Inglis wurde
und der
jedenfalls aber werde er zu Anfang
dann auch im Unterhause, so wie vor einigen Tagen schon inn
Oberhause, die Vorlegung des Protestes eines der Munizipa!⸗ Corporations⸗Kommissarien, Herrn Hogg, gegen den von seinen Kollegen uͤber das Corporationswesen erstatteten Bericht von dem Minister bewilligt. ec Irland, wie es sich mit der Freilassung gewisser Gefangenen verhalte, die wegen eines Aufruhrs in Derry von Assisenhofe zu laͤngerem und kuͤrzerem Gefaͤngniß verur⸗ theilt und von denen einige, wie verlaute, in Folge ei⸗ ner Bittschrift an Lady Mulgrave, die Gattin des Lord⸗ Lieutenants von Irland, ohne daß man sich weiter an das Assi⸗ sengericht gewandt und nach den naͤheren Umstaͤnden erkundigt habe, in Freiheit gesetzt worden seyen. Lord Morpeth antwor⸗ tete, die Sache stehe so: Der Praͤsident des Assisenhofes habe von den wegen des Aufruhrs zu Derry angeklagten und schuldig befundenen Individuen die Katholiken zu sechsmonatlicher, die Protestanten aber nur zu zwei bis dreimonatlicher Gefaͤngnißstrafe verurtheilt; als nun die Gefangenen drei Monate gesessen, häͤtten saäͤmmtliche Geschworene, die das Berdikt gefaͤllt, und worunter sich 11 Protestanten befunden, eine Petition an den Lord⸗Lieute⸗ nant, nicht an dessen Gemahlin (hoͤrt! hoͤrt!), unterzeichnet, wor⸗ in sie darum gebeten, den Katholiken die noch uͤbrige Strafzeit zu erlassen; diese Petition habe auch der Mayor von Derry un⸗ terstuͤtzt, und das Gesuch sey von dem Lord⸗Lieutenant gewaͤhrt worden. (Hoͤrt, hoͤrt!) „Der ehrenwerthe Baronet“, fuhr Lord Morpeth fort, „hat den Namen der Lady Mulgrave genannt, und ich muß gestehen, daß ich daruͤber sehr erstaunt bin. Ich wundere mich nicht uͤber die Angriffe, welche in den Irlaͤndischen Partei-⸗Blaͤttern auf diese edle Dame gemacht worden sind, denn
die Parteien sind in der Auswahl ihrer Schlachtopfer nicht eben
skrupuloͤs. Jene Angriffe haben aber keinen andern Grund, als den, daß sie eine Vitte um Unterstuͤtzung von Seiten der Frau eines der katholischen Gefangenen scheiftlich beantworter hatte.“ (Hoͤrt) Sir R. Bateson entschuldigte sich nun und ver— sicherte, daß er keine Verleumdung der Lady Mulgrave beabsich⸗ tigt habe, indem er gewiß der Letzte waͤre, der sich eine Unhoͤflichkeit gegen das schoͤne Geschlecht erlauben wuͤrde; er habe sich, sagte er, nur daruͤber beschwert, daß die Ge— fangenen auf einen bloßen Befehl des Lord⸗ Lieutenants, ohne daß man das Gericht, welches sie verurtheilt, zu Rathe ge⸗ zogen habe, in Freiheit gesetzt worden seyen, worauf der Ge⸗ neral⸗Fiskal fuͤr Irland, Herr O’'Loghlen, bemerkte, es sey gar nichts Ungewoͤhnliches, daß Strafen erlassen wuͤrden, ohne mit den Richtern, die sie diktirt, daruͤber Ruͤcksprache zu neh⸗ men. Sir R. Bateson kuͤndigte nun noch an, daß er an ei⸗ nem Tage der naͤchsten Woche auf die Vorlegung des von dem Mayor von Derry an den Lord Lieutenant gerichteten Gesuchs um Freilassung jener Gefangenen antragen werde. Die Papiere in Bezug auf die Bewilligung eines Vorschusses zür Fortsetzung des Tunnel⸗Baues versprach Herr T. Baring, auf eine Frage des Herrn Walter, dem Hause am Montage vorzulegen. Herr S. Crawford erinnerte die Minister noch einmal an die Noth in der Irländischen Grafschaft Mayo und meinte, man wuͤrde sich nach anderer Huͤlfe umsehen muͤssen, wenn das Haus nicht bald in dieser Sache etwas thun wolle. Lord Morpeth ver⸗ sicherte, daß die Regierung das Elend sehr wohl kenne, wel⸗ ches in einigen Distrikten von Irland herrsche, und daß sie alles Moͤgliche thue, um demselben abzuhelfen. Der uͤbrige Theil der Sitzung wurde mit den Ausschuß⸗Verhandlungen uͤber die Bill in Bezug auf die Verhaftung wegen Schulden hingebracht, nach⸗ dem ein Amendement des Herrn Law, diese Verhandlungen noch bis zum Montage auszusetzen, auf die Bemerkung Lord J. Rus⸗ sell's, daß an jenem Tage keine Zeit dazu seyn wuͤrde, weil an demselben die Ausschuß⸗Verhandlungen uͤber die Irlaͤndische Kir⸗ chen⸗Bill beginnen sollten, mit 56 gegen 14 Stimmen verworfen worden war. Die erstgenannte Bill passirte noch an diesem Abend den Ausschuß, und es wurde auch der Bericht daruͤber erstattet.
90⁵
London, 25. Juli. Ihre Majestaͤten begaben sich gestern und Cambridge und vieler hohen Personen in 14
Woolwich zu der schon vor einigen Wochen
Garde⸗Infanterie⸗Regiment, zwei Linien⸗Regimentern, einer Bat terie rettender und 4 Batterieen Artillerie zu peur- und Mineur⸗Corps und mehreren Marine⸗Compagniee Erst um 8 Uhr Abends trafen die Koͤniglichen Herrschaften w der im St. James⸗Palaste ein, wo großes Diner bei Sr. M jestaͤt war, bei welchem man die Gesandten von Oesterreich, Pre zen und Sachsen, mehrere Herzoge, Marquis, Grafen und Ge⸗ nerale, aber von den Ministern nur den Marquis von Lansdowne bemerkte.
Lord Howard von Effingham mit Lord Melbourne.
Der Koͤniglich Großbritanische Konsul zu Rorterdam, Alexander Ferrier, ist von Sr. Maj. bei dem letzten Lever
hatte gestern eine Unterredung
Herr zum
Ritter ernannt worden,
Fuß, einem Sa⸗
Sir R. Bateson fragte den Secretair fuͤr 1
8
um halb 11 Uhr in Begleitung der Herzoge von Cumberland Kutschen nach angekuͤndigten gro-
duster Di s lten Truppen bestande “ ßen Musterung. Die versammelten Truppen bestanden aus einem