Königliche Schauspiele. 2. August. Im Schauspielhause: Das Kaͤthchen großes Ritter⸗Schauspiel in 5 Abth., nebst einem „ genannt: Das heimliche Gericht, von H. v. Kleist, fuͤr die bearbeitet von F. v. Holbein. n Charlottenburg: Der Wollmarkt, Lustspiel in 4 Abth., von H. Clauren. Vorher: Der gruͤne Domino, Lustspiel in 1 Akt, von Th. Koͤrner.
Montag, 3. August. Im Opernhause: Zur Feier des Aller⸗ hoͤchsten Geburts⸗Festes Sr. Majestaͤt des Koͤnigs: Festmarsch, Sr. Majestaͤt dem Koͤnige zugeeignet von Spontini. Hierauf: Rede, verfaßt von A. Muͤller, gesprochen von Herrn Grua. Dann: Volks⸗Gesang, den Preußen gewidmet von Spontini. Und: Lodoiska, Oper in 3 Abth. Musik von Cherubini. (Neu einstudirt. Hr. Schaͤfer, vom Stadt⸗Theater zu Hamburg: Flo⸗ resky, als Gastrolle.)
In Charlottenburg. Zur Feier des Allerhoͤchsten Geburts⸗ Festes Sr. Majestaͤt des Koͤnigs: Rede, verfaßt von A. Muͤller, gesprochen von Sharn Stawinsky. Hierauf: Zum erstenmale: Der Ball zu Ellerbrunn, Lustspiel in 3 Abth., von C. Blum.
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schluß der Regierung verkuͤndigt, keinem jener Entsprungenen den Aufenthalt in Belgien gestatten zu wollen. Dieser Beschluß ist bereits auf Herrn Guinard angewendet worden, der einen Paß nach Ostende unter der Bedingung erhalten hat, sich gleich daselbst einzuschiffen.”“ Der Cassationshof hat in seiner vorgestrigen Sitzung den 1 Antrag des Syndikats der Wechsel „Agenten, das Urtheil des v1 pt⸗Sorten. Koͤnigl. Gerichtshofes in Betreff der unvereidigten Maͤkler w “ kassiren, verworfen, und ist der Meinung der ersten Richter bei⸗ getreten, daß keine Corporation der Wechsel⸗Agenten und Maͤkler mehr existire, und daß es einem Jeden freistehe, Kommissions⸗ Geschaͤfte am Platze zu machen. 1
Deutschland. Vnn
Darmstadt, 24. Juli. In Bezug auf die beim Landtage im Großherzogthume Hessen zur Sprache gekommene Beschraͤn⸗ kung der Oeffentlichkeit der Rechtspflege enthaͤlt die Allge⸗ meine Zeitung aus Darmstadt unterm 16. Juli Folgendes: „In unserer Provinz Rhein⸗Hessen besteht der Grundsatz unbe⸗ dingter Oeffentlichkeit der Rechtspflege, namentlich in Strafsachen, wie uͤberall, wo Franzoͤsisches Recht gilt, und worin in Frank⸗ reich selbst die einigermaßen modifizirenden Bestimmungen der Charte von 1814, und der von 1830, wenigstens bis jetzt keine zur Anwendung gebrachten Die
Den Gemeinen werden ein
bis zum Orte ihrer Bestimmung versprochen. Die Spanische Gesandtschaft hat gewuͤnscht, daß hauptsaͤchlich Franzoͤsische Offiziere die Offizier⸗Stellen erhalten moͤchten, und sie hofft, sich auch nicht in dem Falle zu sehen, die Dienste Ita⸗ liaͤnischer und Polnischer Fluͤchtlinge, die an der Expedition Theil zu nehmen sich erboten haben, annehmen zu muͤssen. Unter den Offizieren, die bei dem Thristinischen Freiwilligen⸗Corps Dienste genommen haben, nennt ein Blatt den Baron von Ville⸗ neuve, der ein Bataillon befehlen wird. Fast alle Offiziere, die sich bis jetzt gemeldet haben, haben Ehrenzeichen und zaͤhlen schon viele Dienstjahre. Mehrere sind in den Tages⸗Befehlen waͤhrend des Krieges in Algarbien mit Auszeichnung genannt und von Dom Pedro mit dem Thurm⸗ und Schwerdt⸗Orden belohnt worden. Die Compagnieen sollen heute schon ganz voll⸗ zaͤhlig seyn. Erst an der Graͤnze werden die Soldaten und selbst die Offiziere ihre Uniformen anlegen. Nach den Juli⸗Festen werden die Freiwilligen von hier abgehen. Der heutige Moniteur enthaͤlt folgende Nachrichten aus Spanien: „Don Carlos war am 21. Juli zu Estella. Er hat Ituralde zum Ober⸗Befehlshaber in Navarra ernannt. Der⸗ selbe ersetzt den General Eraso, der wegen seiner schwachen Ge⸗ 1 sundheit das Kommando niedergelegt hat. Am 20. Juli ist Cor⸗ dova mit dem Heere der Koͤnigin von Pampelona nach Puente de la Reyna aufgebrochen. Die Karlisten haben sich bei Los Arcos konzentrirt.“ 2
Das Journal des Débats, welches heute den (gestern erwaͤhnten) Bericht des Spanischen Ministeriums an die ver⸗ wittwete Koͤnigin ausfuͤhrlich enthaͤlt, bemerkt: „Dieser Be⸗ richt scheint auf Besorgnisse “ der Aufrechterhaltung der Ruhe in der Spanischen Hauptstadt hinzudeuten. Wir er⸗ fahren, daß ein Spanischer Kommissar in Paris ankommen soll, mit Vollmachten versehen, um die Werbungen in Frankreich fuͤr die Koͤnigin Christine zu betreiben. In Madrid glaubt man, daß man in Frankreich eine ansehnliche Armee von Freiwilligen wird anwerben koͤnnen. Die Koͤnigin hat obigen Bericht geneh⸗ migt und 8 daß die Vorschlaͤge ihrer Minister saͤmmtlich genau ausgefuͤhrt werden sollen.“
Nach Briefen aus Madrid vom 8ten sprach man dort von der Entlassung des Kriegs⸗Ministers, Herzogs von Ahumada. Doch hatte 2 Geruͤcht in der Spanischen Hauptstadt selbst nur
nig Glauben gefunden. 88 Mit dem Velich der Spanischen Minister an die Koͤnigin und den darin vorgeschlagenen Maßregeln sind die Oppositions⸗ Blaͤtter sehr unzufrieden. Toreno ist ganz bei ihnen in Ungnade gefallen. Nach Briefen aus Saragossa vom IIten d. M. haben die Offiziere von drei Bataillonen der Stadt⸗Miliz eine Adresse an die verwittwete Koͤnigin zu richten und darin zu verlangen beschlossen: 1) daß alle Kloͤster in Saragossa aufgehoben werden; 2) daß die Kommission, die ein Gesetz uͤber die Preßfreiheit vor⸗ bereiten soll, ihre Arbeiten beschleunige; 3) eben so die Kir⸗ 8 chen⸗Kommission; 4) daß alle die Beamten entlassen wer⸗ den, die dem gegenwaärtigen System nicht ergeben sind; 5) daß Alles aufgeboten werde, um den Kampf mit den In⸗ surgenten zu beendigen; sollten die Milizen zu diesem Zwecke mobil gemacht werden, so wollen die Antragsteller nur den Sold von gemeinen Soldaten verlangen. Werden diese Be⸗ dingungen genehmigt, so verpflichten sich die Offiziere, die oͤffent: liche Ruhe auf Gefahr ihres Lebens aufrecht zu erhalten. Au⸗ zerdem sollen aus Saragossa noch zwei Adressen an die Koͤnigin abgeschickt worden seyn; die eine, von den Sergeanten und Kor⸗ poralen der Stadt⸗Miliz unterzeichnet, welche die Entlassung ge⸗ wisser Beamten verlangen; die andere von der Munizipalitaͤt, in demselben Geiste abgefaßt, wie die der Offiziere der Stadt⸗Miliz. Auf außerordentlichem Wege sind hier heute Nachrichten aus Lissabon vom 11ten d. eingetroffen. Das Portugiesische Ministerium stand auf dem Punkte, bedeutende Modificationen zu erleiden. Man versicherte am 10ten Abends sogar, daß Herr von Silva Carvalho das Portefeuille der Finanzen und Herr Freire das des Innern wieder uͤbernehmen wuͤrden. Graf von Linhares wuͤrde mit dem Portefeuille der Marine, Graf von Villareal mit dem der auswaͤrtigen Angelegenheiten, Hr. von Sousa Pinto Magalhaes mit dem des Krieges und der Marquis von Sal⸗ danha mit der Praͤsidentschaft des Minister⸗Raths beauftragt werden. In dem Portugiesischen Blatte die Volks⸗Tribune vom ilten d. M. liest man: „Das unmoͤgliche Ministerium ist ge⸗ fallen; wir wundern uns nur, daß es so lange gedauert hat. Die so erwuͤnschte Aenderung erklaͤrt man sich so: Da der Eng⸗ lische Botschafter, Lord Howard de Walden, am Sten d. beit Handkusse nicht erschienen war, so hatte er am 9ten eine Zu⸗ sammenkunft mit gewissen Personen, die ihn um die Motive seines Benehmens fragten. Er erwiederte ganz offen, das Ministerium biete keine hinreichende Garantieen dafuͤr dar, daß es mit dem Englischen Kabinette bei einer so delika⸗ ten Frage, wie die Ausfuͤhrung des Vertrages der Qua⸗ drupel⸗Allianz durch die vier Maͤchte, um den Buͤrgerkrieg in Spanien zu beendigen und das Revpraͤsentativ⸗System in Portu⸗ gal zu konsolidiren, in Uebereinstimmung handeln werde. Der nen dieses Mittel so gut wie ich, meine Herren. Gehen Sie Sotschafter fuͤgte hinzu, es waͤre noͤthiger, als jemals, daß eine jetzt und berathen sich unter einander, aber bedenken Sie wohl, vollstoͤndige Uebereinstimmung zwischen den beiden Kabinetten daß das Land Ihnen zuruft: Einigkeit und Vergessenheit!“ von Lissabon und Madrid bestehe, und jetzt, da Herr Mendiza⸗ Die Sitzung wurde um 6 ½ Uhr aufgehoben. Die Berathschla⸗ bal in das Spanische Ministerium eingetreten, sey ein gutes gung wird erst am naͤchsten Donnerstag beginnen, und man glaubt Einverstaͤndniß unmoͤglich, weil Herr Campos der politische Geg⸗ nicht, daß der Urtheilsspruch vor dem 10. oder 12. August er⸗ ner des Herrn Mendizabal sey. Als die Dinge einmal so weit folgen werde. gekommen waren, war das Resultat unausbleidlich.“
Der Prozeß des Dr. Bancal (dessen in der Nr. 207 der Briefe aus Neapel erklaren die Nachricht fuͤr ungegruͤndet, Staats⸗Zeitung erwähnt worden) wurde gestern vor dem hiesi⸗ daß der Zweck der Reise des Prinzen Leopold von Siellien nach gen Assisenhofe verhandelt und in einer einzigen Sitzung been. Paris eine Vermaͤhlung desselben mit einer Tochter Ludwig Phi⸗ digt. Die Geschworenen erklarten nach einer 1 zstuͤndigen Bera⸗ lipps gewesen sey. thung den Angeklagten auf alle an sie gerichtete Fragen fuͤr nicht schuldig. Derselbe wurde demnach freigesprochen. Herr Frankfurt a. M., 29. Juli. Camescasse, sein Freund, warf sich ihm tief geruͤhrt in die Arme, 10217. 102 ., 4proc. 98 ½. 98 ½. 2zproc. 57 2. Br. lproc. 25 ½ worauf Beide sich, ohne ein Wort zu sprechen, aus dem Saale B. Bank⸗Actien 1627. 162. Part.⸗Obl. 140 ½. 140 ½. Loose entfernten. (Wir werden morgen auf die gerichtlichen Debatten zu 500 G. 116 ½. 116 . Loose zu 100 G. 213 ½. G. Preuß. zuruͤckkommen.) 1. Praͤm.⸗Sch. 60 ¼. 60. do. 4proc. Anl. 98 ½. Br. Poin. Loos
Paris hat bereits ein festliches Ansehen. Waͤhrend viele 69 ½. 69 ¾, bproc. Span. Rente 40¼. 39 . Zproc. do. 24 ½. 22 ½ fvege aufs Land gehen, um gc- wilden S. der drei i - age auszuweichen, stroͤmen von allen Seiten 2 eugierige her⸗ 8 es, Hgrs . beis die Alles mit ansehen wollen. In der Politik herrscht tiefe
ESees 8 “ 1 “ R Jeannison utragen, uͤberzeugt, daß sie sein Erbarmen nicht vergeb⸗ ue n. gekomm Fsen Phlsber⸗ Es heißt, der Großherr habe die Bitt⸗ 30 Sdus taͤglich kist mit dem ausdruͤcklichen Befehl an die Pforte gesandt, daß Kiaya unverzuͤglich nach Konstantinopel beschieden werden e, um zur Rechenschaft gezogen zu werden. — Der Aufstand Abanien greift rasch um sich; er hat schon eine so beunruhi⸗ de Gestalt bekommen, daß die Regierung in aller Eile Ver⸗ ungen an den Rumeli⸗Walesi nach Monastir schickt. Die ppen, welche nach Volo gesandt waren, um denen tr Emim Pascha zur Herstellung der Ruhe in Epi⸗ beizustehen, kamen am 28sten d. 8 zuruͤck. Sie wer⸗ jetzt denen beigegeben werden, die auf einer Abtheilung der lte nach Durazzo eezugehen im Begriff sind. An das Geschwa⸗ in Tripolis ist der Befehl gesandt, sich eben dorthin zu ver, gen. Eine Fregatte von diesem Geschwader kam am 2gsten tdem Bei von Tripolis und dessen Harem an Bord hier an. wurde dem Sultan vorgestellt, der ihn auf s guͤtigste empfing dihm ein Paschalik versprach, wo er den Rest seiner Tage in he verleben koͤnne. — Am 24sten wurde ein Tartar an Meh⸗ Ai mit der Anzeige abgeschickt, daß er auf seine Depeschen Betreff der Euphrats⸗Expedition unter dem Obersten Ches⸗ h keinen Bescheid erhalten werde, bevor nicht aus London eine zttwort auf die Mittheilungen eingehen wuͤrde, welche der Groß⸗ w der Englischen Regierung durch seinen Gesandten in London be machen lassen. .
Der Moniteur Ottoman vom Juni meldet, daß aid⸗Efendi⸗Farisi⸗Sade, zu der Moschee des Emir Sultan in ussa gehoͤrend, nach zehnjaͤhriger Arbeit seine Geschichte des rkischen Reiches bis zur Regierung des Sultans Abdulhamid ab vollendet und dieses verdienstvolle Werk dem Sultan rreicht habe, welcher befohlen, daß es auf Kosten der Regie⸗ ig gedruckt werden und der Verfasser eine Pension von 500 aster monatlich aus den Steuer⸗Einnahmen der Stadt Brussa
asten solle.
nur bei Tage zur Besorgung der Einkaͤufe nach Offenbach e Nachstehend folgt eine Nachweisung der zur Messe ch kon wichtigsten Waaren unter Angabe ihrer Herkunft.
ie Times orzaͤhlt heute Folgendes nach einem Irlaͤndi⸗ schen Blatt: „Am Montag Abend wurde ein Mann, RNamens John Sheehy, ungefaͤhr 70 85 alt, in der Naͤhe von Ballin⸗ landers von einigen Kerlen erschossen. Er war, wie man ver⸗ nimmt, der letzte noch lebende Erbe einer erblichen Pacht, und um diesem Recht schneller ein Ende zu machen, schaffte man ihn Rauf diese Weise aus dem Wege. Ers machten sie ihn betrunken, und dann schossen sie ihn todt. Als wir (fuͤgt die Times hinzu) die Bemerkung machten, daß diejenige Bestimmung der Irlaͤndi⸗ schen Kirchen⸗Bill, welcher zufolge Pfruͤnden mit dem Tode der jetzigen Inhaber aufgehoben werden sollten, moͤglicher Weise zur Ermordung dieser Inhaber fuͤhren koͤnnte, als einem kuͤr⸗ zeren Prozeß, um die Pfruͤnden zu erledigen, da aͤußerte Man⸗ cher großen Unwillen daruͤber, daß wir den Irländern eine solche Schandthat zumuthen koͤnnten. Moͤgen diese Personen jetzt obige Geschichte lesen!“
Madame Malibran soll durch ihre kurzen Engagements im Drurylane, und Covent Garden⸗Theater dem Herrn Bunn . Pfund eingebracht und als Honorar 3516 Pfund erhal⸗ ten haben.
Im Plymouth Journal liest man: „Der Major Sloane, der früher bei dem 23sten Fuüsilier⸗Regiment stand, befindet sich jetzt in Plymouth und wirbt Mannschaften fuͤr das 4te Regi⸗ ment der Koͤnigin von Spanien. Der Offizier⸗Etat desselben ist schon komplett; die Offiziere halten sich in den benachbarten Or⸗ ten auf, wo sie ebenfalls werben; obgleich das Depot erst wenige Tage hier ist, so sind doch schon 100 tuͤchtige junge Leute zusam⸗ mengebracht, und die Zahl derselben nimmt rasch zu.“ u“
Aus St. Sebastian sind gestern Briefe vom löten d. hier eingegangen. In einem derselben heißt es, der Times zu⸗ folge: „Die Englaͤnder stehen mit unsern Landsleuten und mit der Garnison in bruͤderlichem Vernehmen. Wir haben viel Gu⸗ tes von ihnen zu erwarten. Von Bilbao ist ein Boot hier angekom⸗ men; es war jedoch bis gestern Abend dort nichts Neues vorge⸗ fallen. Das Einzige, was man von den Bewegungen der Kar⸗ ten, oder fuͤr den guten Ruf und die Ruhe nicht betheiligter listen wußte, war, daß sie Puente de la Reyna belagert, als aber Individuen oder Familien erscheint, so sind die befaßten Gerichte der General Lopez mit seiner Division herangeruͤckt war, sich, befugt, die Verhandlung bei verschlossenen Thuͤren zu veroro⸗ ohne ihn abzuwarten, entfernt hatten.“ nen.““ Art. 3 ordnet dann an, daß das Gericht in einem solchen
In Beziehung auf den bekannten ETEETööö Ohio Falle, auf den Antrag des oͤffentlichen Ministeriums, des Be⸗ und Michigan bemerkt ein Schreiben aus Philadelphia in der schuldigten der etwanigen Civil⸗Partei, oder selbst von Amtswe⸗ Times: „Ohio ist ein selbststaͤndiger Staat, und als solcher ei⸗ gen, ein foͤrmliches Urtheil mit Motiven erlasse. Ausgenammen ner der Theile des Amerikanischen Staaten⸗Bundes; Michigan von diesem Urtheile sepen außer den bei der Verhandlung be⸗ dagegen gehoͤrt fuͤr jetzt noch zum Gebiet der Vereinigten Staa⸗ schaͤftigten Personen, wirkliche Magistrate und Gerichts⸗Angehoͤ⸗ ten, ohne ein selbststaͤndiges Mitglied derselben zu seyn. Sobald rige, wozu auch die Anwaͤlte und die Stage⸗Advokaten gerechnet seine Bevoͤlkerung sich auf 60,000 Seelen belaͤuft, duͤrfte der werden, und die fuͤr die Session designirten Geschwornen. Nach
Kongreß diesen Distrikt als einen der Staaten des Bundes an⸗ Art. 4 kann die Anordnung der verschlossenen Thuͤren in jedem Momente erkennen; bis dahin hat Michigan keine Souverainetaͤtsrechte der Verhandlungen, fuͤr diese ganz oder fuͤr Theile derselben stattfinden; guszuüben; der Praͤsident der Vereinigten Staaten ernennt nur die Verkuͤndigung des Endurtheils, und bei dem Assisen⸗Gerichts⸗ den Gouverneur und gewisse Beamten. Im Kongresse hofe die Erklaͤrung der Geschwornen, muͤssen oͤffentlich geschehen. wird es nicht repraͤsentirt; nur im Hause der Repraͤ⸗ Art. 5 verfuͤgt, daß gegen solche Urtheile kein Recours zulaͤssig sentanten hat es, wie jedes aͤhnliche Territorium, einen Abgeord⸗ sey. Art. 6 endlich spricht aus, an Sonntagen und christlichen neten, der seine Beduͤrsnisse vortraͤgt, ohne Stimmrecht zu besiz⸗ Feiertagen duͤrfe keine oͤffentliche Verhandlung in Strafsachen zen. Der Senat vertritt die Staaten als solche, in seiner Mitte stattfinden. Die Staats⸗Regierung begleitete den Gesetz⸗Entwurf kann daher ein solcher Abgeordneter eines bloßen Territoriums d nicht erscheinen. Hieraus folgt nun, daß nicht Michigan, sondern
mit Motiven. Diese bezogen sich auf den Artikel 87 des in der Provinz Rhein⸗Hessen geltenden Code civil, worin füͤr Fälle oͤf⸗
der Kongreß die Graͤnzen zu bestimmen hat; von einem Graͤnz⸗
streit zwischen Ohio und Michigan kann daher dem Rechte nach
fentlichen Skandals oder großer Unbequemlichkeiten bei verschlos⸗ gar keine Rede seyn. Wahrscheinlich wird, um einen Konflikt
senen Thuͤren verhandelt werden kann, und auf den schon vorhin zwischen Staaten zu vermeiden, der Kongreß die Graͤnzen noch
angedeuteten Artikel 64 der Franzoͤsischen Charte von 1814 und 1b 1830, wonach auch Strafsachen, wenn die Oeffentlichkeit gefaͤhr⸗ reguliren, bevor Michigan als Staat anerkannt und in den Bund aufgenommen wird.“
lich fuͤr die (Gerichts⸗) Ordnung und die Sitten werde, durch gerichtliches Urtheil zur Verhandlung bei geschlossenen Thuͤren zu In der gesetzgebenden Versammlung von Maine in Nord⸗ bestimmen sind. Die Morive bezogen sich sodann weiter Amerika wurde in der letzten Session von einem Herrn Smart darauf, daß in der vorletzten Assisen⸗Sitzung zu Mainz, der Antrag gestellt, daß alte Junagesellen zum Besten unverhei⸗ bei der Verhandlung einer Anklage wegen eines Angriffes ratheter Damen von einem gen issen Alter besteuert werden soll⸗ auf die Schamhaftigkeit, skandaloͤse Handlungen vor einem ten. Die Debatten daruͤber waren ziemlich belustigend. Unter sehr zahlreich versammelten Publikum beider Geschlechter dar⸗ den von den unverheiratheten Maͤnnern vorgeschlagenen Amende⸗ gelegt worden seyen, und daß in der letzten Assisen⸗Sitzung bei ments befand sich auch eines, wonach jeder Mann, der fünfmal der Procedur gegen die Giftmischerin Jaͤger, dem Publikum in einen Korb bekommen oder sonst ein Unaluͤck bei seinen Heiraths, der verbrecherischen Kunst das Gift auf eine Weise zuzubereiten, Bewerbungen gehabt haͤtte, von den Bestimmungen der einge, die dem ausersehenen Opfer es ganz unmoͤglich mache, auch brachten Bill ausgenommen seyn sollte. Ein Herr Jordon wollte bei der groͤßten Vorsicht der Vergiftung zu entgehen, und welche sogar Praͤmfen fuͤr alte Junggesellen, nach Verhaͤltniß ihres Al⸗ die Entdeckung auf's Aeußerste erschwere, oͤffentlicher Unterricht ters, ausgesetzt wissen. Die Bill wurde uͤbrigens bis zur naͤch⸗ ertheilt worden waͤre. Solche Thatsachen naͤhmen eine Be⸗ sten Legislatur zuruͤckgelegt, so daß die Junggesellen noch Zeit schraͤnkung so schrankenlos bestehender Oeffentlichkeit der Ver⸗ genug haben, sich dagegen zu ruͤsten. handlungen in Strafsachen als nothwendig in Anspruch. Vier An der gestrigen Boͤrse ging allgemein das Geruͤcht, daß die Stunden lang dauerten daruͤber die Verhandlungen im Aus⸗ Westindische Anleihe dem Mbschluß nahe sey, und daß man gleich schusse, dessen Bericht eine Art Mittelweg zwischen dem jetzt die ganze Summe von 20 Millionen Pfund kontrahiren wolle. Bestehenden und den Vorschlaͤgen der Staats⸗Regierung ein⸗ Getraide⸗Durchschnittspreise in vergangener Woche. schlaägt. Er entwickelt, daß die Vortheile solchen oͤffentlichen Woͤchentl. Sechswoͤchentl. Zoll. Verfahrens oͤfters durch deren Nachtheile aufgewogen wuͤeden; Weizen 42 Sh. 1 P. 40 Sh. 9 P. 46 Sh. 8 P. so bei Fleischesvergehen, bei Kindermord, bei Vergiftungen, „„„zuwei⸗ Gerste.. 28 » 10 28 » 11 » 19 » 10 len auch bei Verbrechen gegen den Staat““ u. s. w. Mittermaier Hafer 23 11 23 „ 12 3 » sey dieser Ansicht mit Unrecht entgegen. Außer den Bestimmun⸗ Roggen. 29 7 31 » 22 9 » gen der Charte von 1814 und 1830 verdienten hier der Nieder⸗ DBohnen 40 40 * 9 6 » laͤndische und Wuͤrttembergische Entwurf eines Verfahrens in Erbsen 45 39 „ 11 Strafsachen Beachtung. Gegen Inhalt und Fassung der einzel⸗ nen Artekel mit Ausnahme des Art. 2 liege ein erheblicher An⸗ Belgten. stand nicht vor. Der Art. 2 wuͤrde näͤmlich angemessen die Aus⸗
Bruͤssel, 27. Juli. Der hiesige Moniteur enthaͤlt
1 nahme von Verhandlungen, welche fuͤr den guten Ruf und die Folgendes: „Wir hatten in unserer Nummer vom 24sten auf Ruhe nicht betheiligter Personen gefaͤhrlich erscheinen koͤnnten, die neuen Angaben einiger Oppositions⸗Blaͤtter über die angebli⸗
8 2 nicht enthalten, wohl aber die zwei anderen, im Artikel vorher chen Schritte der Franzoͤ schen Regierung, um die Auslieferung angefuͤhrten Ausnahmen. Sodann wuͤnschte auch der Ausschuß der aus Ste. Pélagie Entwichenen zu erlangen, geantwortet.
die Ausnahme der einfachen Polizeigerichte in den Art. 2 weg. Aber die genannten Blaͤtter haben es nicht fuͤr gut befunden, un-⸗ Dies das Wesentlichste des Berichts, der in seinen uͤbrigen Thei⸗ sere Entgegnung aufzunehmen. Welchen Grund hat diese poli⸗ len meist historischen oder theoretischen Kommentar giebt.“ (Daß tische Uarechtlichkeit? Wir koͤnnen uns dieselbe einigerꝛnaßen er⸗
1 der Gesetz⸗Entwurf mit 25 gegen 16 Stimmen in der Sitzun klaͤren. Die Belgische Regierung hatte kund gegeben, daß sie von dein ihr gesetzlich zustehenden Rechte Gebrauch machen wuͤrde,
vom 23. Juli angenommen worden, haben wir bereits gemeldet.
Unter der Ueberschrift: „Die diesjaͤhrige Oster⸗ Nesse zu Offen⸗ den Republikanern die Aufenthaltskarten zu verweigern; sie hatte erklart, daß das Interesse des Landes diese Maßregel erheische.
bach“, enthaͤlt das Juntheft der „vaterlaͤndischen Berichte fuͤr das Großherzogthum Hessen von G. W. Freiherrn von Wede⸗ Dieses Verfahren der Regierung beruhigte alle diejenigen, kind“, einen Aufsatz, von dem wir hier Einiges entnehmen. Im welche die Vortheile unseres neuen Zustandes in Ruhe ge, Allgemeinen war die diesjaͤhrige Oster⸗Messe bei weitem bedeuten⸗ nießen, und nicht wollen, daß unser Belgien im Innern beunruhigt, und un Auslande als der Vereinigungspunkt aller
der, als dieselbe Messe im vorigen Jahr, und es hat selbst ihr Aufruͤhrer und Verschwoͤrer bezeichnet werde. Die offene und
bestimmte Erklaͤrung der Regierung sicherte ihr die Zustimmung
Umfang den der Herbst⸗Messe des vorigen Jahres nicht allein er⸗ reicht, sondern sogar in sofern uͤbertroffen, als sich zur Oster⸗Messe des Publikums; man mußte daher, um dieser Wirkung entgegen zu arbeiten, die Thatsachen zu entstellen und die Regierung
628 Verkaͤufer eingefunden hatten, waͤhrend in der letzten Herbst⸗ herabzusetzen suchen, indem man die Meinung verbreitete, daß
Sonntag, von Heilbronn, Vorspiele in 1 Aufzu
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Gezwirntes weißes und ge⸗ faͤrbtes Baumwollengarn. Bee elle Waaren aller Rohe Schaafwolle .. Wollene Waaren aller Art. Seidene Waaren. . Halbseidene Waaren... Graue Pack⸗Leinwand. Rohe Leinwand... Appretirte Leinwand .. Leinene Baͤnder, Battist und dergl. leinene Waaren. Feine Wachs⸗Leinwand Rohe Haͤute Leder aller Art Leder⸗Waaren. 116“ Stangen⸗ und Bandeisen. Eisen⸗- und Stahlblech. Grobe geschmiedete Eisen⸗ 4““ Feine Eisen⸗Waaren.. Kupfer⸗ u. Messing⸗Waaren. Nuͤrnberger⸗ und sogenannte ordinaire und feine kurze Waaren aller Art.. Tafel⸗ und Hohlglas 585 435 Spiegelglas.... 296 11“X“ 1 — 299 ¹ Porzellan “ 975 — 295 I Fayence und Steingut 468 20 110 22
Summa I 3061415189] 68067 11006 Im Dabei ist zu beruͤcksichtigen, daß diese Waaren, mit Ausnnhne der Wolle, nur aus denjenigen Zufuhren an sogenannten N guͤtern bestehen, welche waͤhrend des der Messe unmittelbar wi hergegangenen Monats und noch waͤhrend der Messe selbst, w Meßlager gemacht worden sind, daß also hierunter weder die Platze vorher bereits vorhanden gewesenen Lager⸗Bestaͤnde i die Fabrikate aus den zahlreichen Fabriken in Offenbach begrif sind. Die vorstehende Nachweisung zeigt, daß der Verkehr! der Offenbacher Messe hauptsaͤchlich mit Erzeugnissen und Fat katen des Zoll⸗Vereins betrieben wird. Es liegt in der Nal der durch die Naͤhe von Frankfurt am Main begruͤndeten haͤltnisse, daß sich die Einkaͤufer aus dem Zoll⸗Verein mit ihn Bedarf an auslaͤndischen — im Gegensatz von „Vereinslin schen“ — Waaren zu Frankfurt am Main versehen. Bef auslaͤndischer Waaren auf Meßlager zu Offenbach werden her hauptsaͤchlich nur (die Neuchateler — Drevo ren, welche Zoll, Beguͤnstigung genießen und von denen Fe mehrere Lager zu Ossenbach befunden haben, ausgenomm des Assortiments wegen gemacht. Nur der Handel mit ein auslaͤndischen Artikel, naͤmlich mit Oesterreichischer, Ungarisc und Boͤhmischer Wolle, ist zu Offenbach von großer Vedeutu Der Handel und die Spedition dieses Artikels befanden sich her in Frankfurt a. M., sind aber, seit Anfang 1834, in Fl. der Transit⸗Zoll⸗Verhaͤltnisse im Zoll⸗Verein, auf Offenbach uile gegangen. In Wollentuch und auch in den uͤbrigen wollen Fabrikaten, sofern sie nicht zu den Mode⸗Waaren gehoͤrten, 1 der Absatz den Vorraͤthen nicht ganz entsprechend. In hau wollenen Waaren haben hauptsaͤchlich bedruckte Waaren, M. Waaren, Spitzen, Tuͤlls, weiße Gewebe, Westen⸗ und Hosß zeuge, Verlinek, Saͤchsische und Elberfelder e, zu ten Preisen einen starken Absatz gefunden. Vor uͤglich han die Augsburger, Neuchateler und Saͤchsischen (Naumburg Kattune sich einer lebhaften Nachfrage zu erfreuen. — 8 niger guͤnstig, als bei den Wollen⸗Waaren, sind die Gesch in schweren Baumwollen⸗Waaren ausgefallen. Wenn auch Geschaͤfte in Seiden⸗Waaren, in Folge der hohen Preise,“ etwas zu wuͤnschen uͤbrig ließen, so war man dagegen mit Absatz der Halbseiden, Waaren, von welchen ausgezesc schoͤne Fabrikate aus Elberfeld zu Markt gebrocht waren, frieden. Leinwand und Linnenwaaren fanden zu erhe Preisen starken Absatz. Wenn auch die bedeutenden Vornit an Leder beinahe saͤmmtlich verkauft worden sind, so waren 0c die Verkäͤufer nicht ganz zufeieden gestellt, weil die Prrst sei der vorigen Herbst⸗Messe gewichen. Sohlleder war 2 bis Rhl wohlfeiler als in der Herbst⸗Messe, auch Kalbleder soll nicht von theilhaft verkauft worden seyn, waͤhrend Zeugleder und ande Leder⸗Arten bessere Nachfrage fanden. Schafleder allein behaug tete sich im Preise. Von den sogenannten kurzen Waaren, üoo namentlich die Nuͤrnberger⸗, die Spiel⸗ und die Sohlinger Su waaren gehoͤren, haben die großen Vorräthe, gleichwie Spiez Glas, und Porzellan⸗Waaren (besonders Pfeifenkoͤpfe aus zahlreichen Fabriken in Thuͤringen) einen mehr und weniger! ten Absatz gefunden.
—
1.
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Koͤnigstaͤdtisches Theater.
Sonntag, 2. August. Die Goldgrotte des Geisterbanners, oder: Noch einmal jung, romantisch⸗komisches Original⸗Zauberspiel mit Gesang in 2 Akten, von J. E. Gulden. Musik von Franz Edlen von Marinelli.
Montag, 3. August. Zur Feier des Allerhoͤchsten Geburts⸗ Festes Sr. Majestaͤt des Koͤnigs: Prolog, gedichtet von A. Cos⸗ mar, gesprochen von Mad. Ladden. Hierauf: Zum erstenmale: Titus, Oper in 2 Akten. Musik von W. A. Mozart. (Dlle. Vial: Sextus, als Gastrolle.)
Preise der Plaͤtze: Ein Platz in den Logen und im Balkon des ersten Ranges 1 Rthlr. ꝛc.
8 Dienstag, 4. August. Julerl, die Putzmacherin, parodirende
Posse mit Gesang in 2 Akten, von Meigsl. Musik von A. Muͤl⸗ ler. Im Zwischenakt: Rosa⸗Walzer von Strauß, und Jagd⸗ Galopp von Lanner.
Mittwoch, 5. Juli.
Aenderungen bewirkt haben. Staats⸗Regierung legte nun unserer zweiten Kammer einen Ge⸗ setz⸗Entwurf uͤber die Oeffentlichkeit der Verhandlungen in Straf⸗ sachen in der Provinz Rhein⸗Hessen auf dem diesmaligen Landtage vor, dessen Artikel 1 bestimmt, daß das in der, in der Provinz Rhein⸗Hessen bestehenden Straf⸗Gesetzgebung enthaltene Prinzip der Oeffentlichkeit der Gerichts⸗Verhandlungen auch fernerhin gelten sollte; gleichwohl koͤnnten Ausnahmen stattfinden. Art. 2 setzt dann fest: „„Wenn naͤmlich eine Verhandlung vor den Kriminal⸗Gerichts⸗ hoͤfen, vor den Zuchtpolizei⸗oder einfachen Polizei⸗Gerichten gefaͤhrlich fuͤr die oͤffentliche Ordnung und Sicherheit, fuͤr die guten Sit⸗
18 980 4083 16 811 542 190
2114 1048 419
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Berlin, 1. August. Am 25. Juli fand im Rathhaus⸗Saale zu oͤln die erste General⸗Versammlung der Unterzeichner zur Eisen⸗ ihn von Koͤln nach der Belgischen Graͤnze statt. Eine große Menge en Actionairen nahm an derselben Theil. Der Ober⸗Buͤrger⸗ keister von Koͤln, als Vorsitzer des Ausschusses, der sich der Vor⸗ rbeiten unterzogen hatte, eroͤffnete die Sitzung mit einer An⸗ de an die Versammlung, worin er den Wunsch aussprach, daß en keiner Seite ein feindliches Streben dem Unternehmen ent⸗ gentreten, die neue Straße vielmehr von Allen als ein Element z Friedens betrachtet werden moͤge, wie sie, ihrer Bestimmung aͤß, ein Element der allgemeinen ohlfahrt sey. Nachdem der be⸗ iindige Referent des Ausschusses hiernaͤchst uͤber die gegenwaͤr⸗ ge Lage der Vorarbeiten berichtet, konstituirte die Ge, lsschaft sich als eine „Rheinische Eisenbahn⸗ Gesellschaft nd, stellte dann ihre Statuten fest, um solche unverweilt r hoͤheren Bestaͤtigung vorzulegen. Schließlich fand die Wahl on A Mitgliedern des Verwaltungs⸗Rathes statt, der. statuten⸗ üßig innerhalb 4 Wochen einen Direktor und 4 Direktorial⸗ Falhe zu ernennen hat. Abends war in dem Hotel de Bellevue Deuz ein glaͤnzendes Festmahl der Actionaire der Eisenbahn⸗ Gesellschaft veranstaltet worden, wozu die hoͤheren Militair⸗ und wil⸗ Behoͤrden der Stadt eingeladen waren, und bei welchem
Zum erstenmale: Das goldene Kreuz, Lustspiel in 2 Akten, frei nach dem Franz. von G. Harrys. Hierauf: Zum erstenmale: Die Wiener in Berlin, Posse mit Gesang in 1 Akt, von K. v. Holteir. .“
Neueste Nachrichten.
Paris, 26. Juli. Der Herzog von Orleans ist vorgestern Abend von seiner Reise wieder hier eingetroffen.
Der Kriegs⸗Minister, Marschall Matson, ist, wie das Jour⸗ nal de Paris meldet, etwas unwohl. Er konnte estern Nie⸗ mand empfangen und sich nicht in den Minister⸗Rat begeben.
In der gestrigen Sitzung des Pairshofes gab der Ge⸗ neral⸗Prokurator (wie bereits erwaͤhnt worden) die Anklage ge⸗ gen 6 der April⸗Gefangenen auf und behauptete sie gegen die 52 üJbrigen von der Kategorie von Lyon. Die Audienz wurde Hefsn dh 3 6 — Uhr J 89 welcher Zeit 5 . G nheit gedichtetes Lied abgesungen wurde, das Polizei⸗Commissair Vassal und der Gerichtsdiener Sajou sich ar. d See e 8 8b S der⸗ en noee Ju⸗ nach der Conciergerie begaben, um die dort befindlichen 8. angeras ten Lebehoch schly... spenstigen Gefangenen daruͤber zu Prorokoll zu nehmen, ob sie
rg 1 bei dem bisher von ihnen bewiesenen Widerstande beharrten. Alle, bis auf Einen, bejahten diese Frage. Dieser Eine war Ravachol, der bei der Wiedereroͤffnung der Audienz in den Saal gefuͤhrt wurde und der sich ohne Zweifel bloß deshalb hierzu verstanden hatte, weil er Einer von den Sechsen war, hin⸗ sichtlich welcher der General⸗Advokat auf die Anklage ver⸗ zichtet hatte. Auf die von dem Praͤsidenten an ihn ge⸗ richtete Frage, ob er noch etwas zu sagen habe, erwie⸗ derte er: Nein! Dagegen ließen sich noch einige der Advokaten zu Gunsten ihrer Klienten vernehmen; unter ihnen Herr De⸗ seaubiers, welcher die nachstehenden Worte sprach. (Wir fuͤhren diese Worte bloß an, weil sie von Bedeutung sind, wenn man bedenkt, daß 3 Tage spaͤter der Koͤnig so nahe daran war, als ein Opfer politischer Aufregung zu fallen.) „Welchen Augenblick“, sagte er, „waͤhlt man, um von dem Pairshofe eine Verurtheilung zu erlangen? Es ist der Vorabend eines Tages, wo vor 5 Jah⸗ ren ein Koͤnig die Krone verlor, weil er dem unvorsichtigen Rathe seiner Minister gefolgt war. Uebermorgen ist der Tag, faͤr welchen die Regierung ganz Frankreich zu öͤffentlichen Lustbarkeiten einladet; ich sage ganz Frankreich, und was sehen wir? Die Einen befinden sich in der Verbannung, die Anderen im Kerker. Ich wuͤßte wohl ein Mittel, diesem unse⸗ ligen Prozesse ein Ende zu machen und alle Parteien mit einan⸗ der zu versoͤhnen, — ein Mittel, wie man das bevorstehende Fest zu einem wahrhaften National⸗Feste machen koͤnnte. Sie ken⸗
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— Der zu Hennersdorf, im Kreise Reichenbach des egierungs⸗Bezirks Breslau, verstorbene Freistellen⸗Besitzer huͤnzel hat der dortigen evangelischen Kirche 1000 Rthlr., fer⸗ er zur Verbesserung des Gehalts des evangelischen Geistlichen 0 Rthlr. und zum Besten der evangelischen Schule daselbst
0 Rthlr. testamentarisch ausgesetzt. d
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“ Berliner Börs Den 1. August 1835.
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Amtl. Fonds- und Geld-Cours-Zettel. (Preuss. Cour.)
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t.⸗Schuld-Sch. ¹4₰ 101 ¼ [100 ¾ [Cstpr. Pfanubr. 4 v. Engl. Obl. 30. 99 ½ 98 [Pomm. do. 4 4
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rüm. Sch. d. Sceh. 60 ¼ 59 ¾⅔˖ [Kur- u. Neum. do. Lurm. Obl. m. 1. C. 101¾ Schlesische do. eum. Int. Sch. do. 101 Rkst. C. u. Z.-Sch. Perl. Stadt-Obl. 101 ¾⅔ d. K.- u. N. Königsb. do. — lbing. do. Danz. do. in Th. Westpr. l'fandbr. Grosshz. l'os. do.
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Preuss. Cour. [FEriet.] Geld. 172 1412
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Kurz
2 Mt. Kurz . 8 2 Mt. Aarkle 1. . 3 Mt. Konstantinopel, 30. Juni. (Times.) Eine Deg 11 8 2 zi. tion der Griechischen Einwohner der Eparchie Velaz in Eyg Hogndurg 2 Mt. uͤbergab am Freitage eine Bittschrift an den Sultan, unterzeBremjau . [2 Mt. net von den Aeltesten der 44 Doͤrfer, aus welchen dieser Disttillreipn 8 Tage besteht. Sie steuen Seiner Hoheit vor, daß sie bei der Ankl Pranbfurt a. M. WZ. 2 Nt. des Tafil Busi ihre Heimat verlassen, den groͤßten Theil heheteraburg.. 3 Woch. Eigenthums der Raubsucht seiner Anhaͤnger preisgegeben 1cd
ihre Zuflucht nach Janina genommen haͤtten; daß alle mfen⸗ faͤhige Mannschaft dieses Distriktes mit dem Kiaya des 1j meli⸗Walesi guf dessen Zug gegen die Raͤuber ausgezogen n
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103
Oesterr. 5proc. Metall.
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Messe nur 599 anwesend waren, und als die Menge der zur Messe gebrachten Waaren, mit Ausschluß der Wolle, welche nie—
mals auf die Fruͤhjahrs⸗Messe in so bedeutenden Quantitaͤten
3 8
ben gestern von einem Minister⸗Rathe gesprochen, in welchem die Frage wegen der aus Ste.”
sie emer fremden Eingebung folge, und daß es sich darum handle, die Entwichenen der Polizei eines benachbarten Landes auszu⸗ liefern. Die genannten Blaͤtter scheuen es nicht, einen offenen Widerstand gegen die Behoͤrde anzurathen, aber sie werden weder Schwaͤche bei den Behoͤrden, noch Theilnahme bei dem Volke finden; ihre Prosekte sind jetzt zu genau bekannt.“
In demselben Blatte liest man: „Einige Journale ha⸗
— 80 blagie Entwichenen verhandelt wor⸗ den waͤre; dieser Mintster⸗Rath hat nicht ttegfe hn, er waͤre u nuͤtz gewesen. Wir hatzen schon vor mehreren Tagen den Be⸗
gebracht wird, wie zur Herbst⸗Messe, 43,449 Ctr. betragen hat, waͤhrend zur Herbst⸗Messe des vorigen Jahres, die Wolle eben⸗ falls ungerechnet, 43,153 Ctr. gekommen waren. Von den vor⸗ erwaͤhnten 668 Verkäkufern auf dieser Oster⸗Messe hatten sich ein⸗ gefunden; 183 aus Preußen, 119 aus Sachsen und Thuͤringen, 52 aus Bayern, 26 aus Wuͤrttemberg, 30 aus Kur⸗Hessen, 96 aus dem Großherzogthum Hessen und 102 aus nicht zum Zoll⸗ Vereine gehoͤrigen Staaten, vornehmlich aus Frankfurt. Die Zahl der erschienenen Kaͤufer laͤßt sich nicht ausmitteln, weil der groͤßte Theil derselben aus Mangel an Unterkunft zu Offenbach in Frankfurt a. M. Wohnungen zu nehmen genoͤthigt ist, und
ihm wesentlich huͤlfreich gewesen sey, sie aus ihrer siti verschanzten Stellung zu vertreiben. Anstatt aber sie ihre Dienste zu belohnen, habe der Kiaya bei seiner kunft nach Janina ihrem Distrikt eine Schatzung von 600 Pet teln zu den durch den Kriegszug verursachten Kosten auferle Umsonst haͤtten die Aeltesten die Unmoͤglichkeit, fuͤr den Di
diese Forderung zu bestreiten, so wie die Grausamkeit und Ur Frchigect des Benehmens des Kiaya's vorgestellt; sie seyen in Zefaͤngniß geworfen und bedroht worden, dort eingesperrt; bleiben, bis sie die volle Summe bezahlt haͤtten. Von Verzwe
lung getrieben, haͤtten sie beschlossen, ihre Beschwerden dem Lu
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Niederl. wirkl. Schuld 55 5. 59 do. 101 ¼. Ranz-Bill. 25 B9 99.
2 8 268.
Lond. 104 ½. 257 5z. *
Rüb
Preuss. Präm.-Scheine 105 ½. do. 4 8 Aul. —.
8 . Waͤhrend der drei Juli⸗Tage ist der Abgang der Post so
e- 997† Osterr. regulirt: am 27sten um 5 Uhr, am 2Ssten um 12 Uhr und am 1 29sten um 2 Uhr. —
Der Direktor von Ste. Pélagie hat seine Entlassung ein⸗
gereicht. b
ie Angabe, daß nun auch in Frankreich die Werbungen
fuͤr den Spanischen Dienst beginnen, bestaͤtigt sich. Heute heißt
es, die Werbungen geschaͤhen im Hotel de Normandie auf der
4 ½ 9 Amort. 94 ½, 3 ½ 8 79½.
St. Petersburg, 24. Juli. Amsterdam 53. Hamburg 9½2 ¼. Paris 111 ⅛. Süber-