1835 / 222 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

——

Schein Bedenklichkeiten erhoben,

bringen sollte.

„„Sie taͤuschen sich uͤber den Namen

1“

Diese Bestimmungen sollen auch auf die Anwendung sinden. Der fuͤnfte und letzte Titel handelt von der gerichtlichen Belangung und dem Urtheilsspruche. Der zweite Ge⸗ setz⸗Entwurf, den der Großsiegelbewahrer einbrachte, bezweckt mehrere Aenderungen in der Kriminal⸗Gerichtsordnung in Bezug auf die Entscheidung der Geschwornen⸗Gerichte. Namentlich soll die Jucy hinfuͤhro insgeheim abstimmen, und um das Schuldig

auszusprechen, soll nicht mehr wie bisher eine Majoritaͤt von mehr als 8 Stimmen erforder ich, sondern schon die einfache Mejoritaͤt von 7 gegen 5 Stimmen hinreichend seyn. Der dritte Gesetz⸗ Entwurf, mit welchem Herr Persil hervortrat, hat den Zweck, den Prozeßgang moͤglichst zu beschleunigen, und es namentlich zu verhindern, daß, wie solches gegenwaͤrtig bei dem April⸗Prozesse der Fall ist, die Angeklagten sich weigern duͤrfen, vor Gericht zu erscheinen. Es soll mit einem Worte durch dieses Gesetz das gegen⸗ waͤrtige Verfahren des Pairshofes bestaͤtigt werden. Nach dem Großsiegelbewahrer bestieg der Kriegs⸗Minister die Redner⸗ buͤhne, um der Versammlung 4 Gesetz Entwuͤrfe vorzulegen, wodurch der Wittwe des Marschalls Mortier eine lebenslaͤngliche Pension von 20,000 Fr., der Wittwe des General⸗Majors Lachasse⸗de⸗ Verigny eine solche von 6000 Frs., der Mutter des Hauptmanns Villate eine Pension von 3000 Frs., endlich dem verwundeten General Blin eine Pension von ebenfalls 3000 Frs. ausgesetzt werden soll. Zuletzt bestieg noch der Minister des Innern die Rednerbuͤhne und sagte: „Sie Alle, meine Herren, wissen,

daß, wenn die Armee herbe Verluste erlitten, auch der Civil⸗ Btand Opfer zu beklagen hat, die unserer ganzen Theilnahme werth sind. Es kann nicht in den Absichten der Regierung lie⸗ gen, die National⸗Garde und die sonstigen verungluͤckten Per⸗ sonen von den National⸗Belohnungen auszuschließen. Ich lasse daher die noͤthigen Erkundtgungen einziehen, um demnaͤchst der Kammer Vorschlaͤge zu mehreren Cwil⸗Pensionen zu machen. Da indessen leider die Zahl der Opfer groß ist, so sind diese Er⸗ kundigungen nicht so leicht zu beschaffen, und es ist mir bisher noch nicht moͤglich gewesen, den erforderlichen Gesetz⸗Entwurf vor⸗ zubereilten. Wir werden Ihnen denselben aber binnen wenigen Tagen vorlegen. Vorlaͤufig habe ich nur bevorworten wollen, daß die Theilnahme der Regierung sich uͤber alle Klassen der Gesell⸗ schaft in gleichem Maße erstreckt.“ Bevor die Versammlung sich trennte, wurde beschlossen, die Pruͤfung des von dem Groß⸗ siegelbewahrer vorgelegten ersten Gesetz⸗Entwurfes am 7ten in den Bureaus vorzunehmen. Die naäͤchste oͤffentliche Sitzung sollte erst in der kuͤnftigen Woche stattfinden.

Daris, 5. August. Der Koͤnig fuͤhrte gestern Mittag den Vorsitz im Minister⸗Rathe, und empfing spaͤterhin Deputationen verschiedener Nationat⸗Garden.

Bekanntlich hat der Erzbischof von Paris aus eigenem An⸗ triehe vorgeschlagen, morgen ein Tedeum in der Kirche zu U L. Fr. zu feiern. Nachstehendes ist das Schreiben, in welchem er seine Gruͤnde dazu auseinandersetzt: „Paris, 2. August. Herr Pfarrer! Keine hochherzige und vernuͤnftige Meinung billigt den Mord; derselbe verletzt im Gegentheil alle Meinungen und verstoͤßt gegen alle goͤttlichen und menschlichen Gesetze; und man kann s daß nur der Hoͤlle angehoͤrt;

sagen, er nn der Teufel allein dazu auffordern: lile homicida

kann erat ab ijnitio. Es heißt nicht das Gebiet der Politik betreten, von der sich die Geistlichkeit vernuͤnftigerweise entfernt haäͤlt, wenn man Abscheu vor einem Verbrechen bezeiat, welches die Religion und die Gesellschaft uͤbereinstimmend brandmarken; besonders wenn dasselbe, indem es gegen das Oberhaupt des Staats ge⸗ richtet ist, den ganzen Staat in Gefahr setzt. Auch haben wir bei den schwierigen, außerordentlichen und zarten Umstaͤnden, in die uns das furchtbare Attentat vom 28. Juli versetzt, eine Ge⸗ wissenspflicht erfuͤllt, indem wir schriftlich und muͤndlich, mit un⸗ serm lebhaften Interesse und unserm bittern Schmerz uͤber das Schicksal so vieler Schlachtopfer, Gesinnungen ausgedeuͤckt ha⸗ ben, an denen auch nur im geringsten zu zweifeln fuͤr jeden Bischof oder auch nur fuͤr jeden rechtlichen Mann die grausamste Beleidigung seyn wuͤrde. Wenn wir, als Priester, außerhalb der Ereignisse stehen, die sich nicht wesentlich auf unsere Amts⸗ p ichten beziehen, so koͤnnen wir doch, als Franzosen, als Chri⸗ sten und als Geistliche nicht Unwillen genug uͤber ein Aitentaet an den Tag legen, fuͤr welches die Kirche nur Bann⸗ fluͤche har. Durch ein Schreiben vom 31. Juli hat der Koͤnig uns, so wie allen Bischoͤfen Frankreichs zu wissen gethan, wie er wuͤnsche, daß em ganzen Koͤnigreiche Gebete füͤr die Ruhe der Seelen der ungluͤcklchen Schlachtopfer, deren Leichenfeier er eh⸗ ren will, angeordnet und zugleich uͤberall feierliche Dankgebete gehalten werden moͤchten fuͤr den so sichtbaren Schutz, den es der goͤttlichen Vorsehung gefallen hat, durch die Erhattung des Koͤnigs und seiner Soͤhne Frankreich angedeihen zu lassen, wel⸗ ches sonst vielleicht wieder der Verwirrung und dem Untergange ausgesetzt gewesen waͤre. Sie werden demnach, Herr Pfarrer, in der Kirche Ihres Sprengels u. s. w. (gez.) Hyacinth, Erzbischof von Paris.“

Der Marschall Soult hat ein Schreiben an den Koͤnig ge⸗ richtet, worin er seine Entruͤstung uͤber das Attentat gegen das Leben Sr. Maj. und seine Freude daruͤber ausdruͤckt, daß die Vorsehung des Leben des Monarchen und der Prinzen beschuͤtzt habe. 6 Ueber die Art und Weise, wie man den wirklichen Namen

des Uchebers des Attentats vom 28. Juli erforscht hat, enthäͤrt

der Temps Folgendes: „Einer von den verhafteten Personen, von dem die Polizei wußte, daß er mit dem Moͤrder in Verbin⸗ dung gestanden habe, leugnete auf das Bestimmteste, daß Gérard bei ihm gewesen sey. Da aber die Polizei, welche ihrer Sache gewiß war, weiter in ihn drang, so sagte er: „„Ich habe kei⸗ nen Gerard gesehen, ich kenne keinen Gerard; der Mann, der bei mir gewesen ist, heißt Fieschi.““ Bei den Handwerkern oder Kaufleuten, wo er sich die zur Anfertigung der Hoͤllen⸗Ma⸗ schine noͤthigen Gegenstaͤnde gekauft hatte, hat er nicht ein einzi⸗ gesmal den Namen Gérard angegeben, sondern sich immer Fieschi genannt. Maun forschte nun nach, wer dieser Fieschi seyn koͤnnte, als man sich zu erinnern glaubte, daß der Oberst Ladpocat fruͤher einen Bedien⸗ ten dieses Namens gehabt habe. Diese Andeutung genuͤgte; Herr Gisquet uͤbernahm selbst die weiteren Nachforschungen. Wenn die umlaufenden Geruͤchte wahr sind, so haͤtte Herr Gisquet nach einer anscheinend gleichguͤltigen Unterhaltung zu Herrn Ladvocat gesagt, daß er ihn verlassen muͤsse, weil er ein Verhoͤr mit Gé⸗ rard anzustellen habe. Diese wie zufaͤllig hingeworfenen Worte haͤtten Herrn Ladvocat veranlaßt, den Wunsch nsusperchen, diesen Menschen zu sehen. Er haͤtte den Pollzet⸗Praͤfekten ge⸗ beten, ihm dazu behuͤlflich zu seyn. Dieser haͤtte anfaͤnglich zum endlich aber nachgegeben, und ihm

einen Befehl eingehaͤndigt, den er ihm waͤhrend des Verhoͤrs

1“ schon bestehenden Theater

vernahm, soll ausgerufen haben: „„Ich bin verloren!“ Als der Minister des Innern ihn fragte, warum er seinen Namen verheimlicht habe, erwiederte er, daß er habe unter einem frem⸗ den Namen sterben wollen. Alle Berichte stimmen darin uͤberein, daß Fieschi eben so verstellt als luͤgenhaft ist. In einigen Verhoͤren hat er eine große Zaͤrtlichkeit fuͤr seine Kinder erheuchelt; nun hat es sich aber ergeben, daß er gar keine Kinder hat. Eben so hatte er sehr viel Gleichguͤl⸗ tigkeit fuͤr seine Frau bewiesen, und doch lebte er in sehr gutem Vernehmen mit ihr. Diese, so wie der Vater des Moͤrders, sind verhaftet worden.“

Im Journal de Paris liest man: „Mehrere Zeitungen meldeten gestern Morgen, daß Fieschi, als er seinen wahren Na⸗ men entdeckt sah, sich einer so heftigen Verzweiflung uͤberlassen haͤtte, daß er den Verband von seinen Wuͤnden gerissen habe, und daß sein Zustand dadurch hoͤchst beunruhigend geworden sey. Jene Zeitungen sind schlecht unterrichtet. Es ist wahr, daß Fieschi, als er Herrn Ladvocat erblickte, fuͤr den er immer sehr viel Achtung und Anhaͤnglichkeit empfand, in Thraͤnen ausbrach; aber er hat keinesweges seinen Verband abgerissen. Wir koͤnnen sogar melden, daß er sich ohne irgend einen Widerstand behan⸗ deln laͤßt, daß er alle Vorschriften der Aerzte genau befolgt, und daß sein Zustand so zufriedenstellend ist, wie man kaum je zu hoffen wagen durfte.“

Das Verhoͤr Fieschi's wird taͤglich von dem Baron Pas⸗ auier und dem Herzog Decazes fortgesetzt. Es ist außer Zweifel, daß die Frau Petit die Nacht vom 27sten in Fieschi's Zimmer zugebracht hat.

Der Pairshof kommt jeden Morgen in dem Berathungs⸗ saale zusammen, um in Betreff der Lyoner Gefangenen zu deli⸗ beriren. Der Prozeß Fiesch's wird den Fortgang des April⸗ Prozesses nicht hemmen.

Herr Armand Carrel, Herausgeber des National, Herr Viennot, Redacteur des Corsaire, Herr Caron, Redacteur des Tharivari, Herr Mequignon, Kafssirer des Corsaire, und Herr Carion Nisas, der auf einem Korrespondenz⸗Bureau be⸗ schaͤftigt ist, sind gestern wieder in Freiheit gesetzt worden.

Nach dem Messager sind in der Straße St. Gervais eine

denge Waffen gesunden und weggenommen worden.

Großbritanien und Irland.

Parlaments⸗Verhandlungen. Unterhaus. Siz⸗ zung vom 31. Juli. (Nachtrag.) Bei der Vorlegung der Irlaͤndischen Munizipal⸗Reformbill setzte der General⸗Prokurator fuͤr Irland, Herr Perrin, die Mißbraͤuche des jetzigen Staͤdte⸗ wesens in Irland auseinander und wies nach daß 13,000 Cor⸗ porations⸗Mitglieder die unbeaufsichtigte Verwaltung der Angele⸗ genheiten von 900,000 Einwohnern der Corporations⸗Staͤdte in Haͤnden haͤtten. Die Bill weicht von der Englischen Munizipal⸗ Reform⸗Maßregel nur in der Bestimmung des Wahlrechts ab. Es soll naͤmlich in Irland in Staͤdten mit einer Bevoͤlkerung von 20,000 und mehr Einwohnern, um Waͤhler zu seyn, hinrei⸗ chen, ein zu 10 Pfund und in Staͤdten von weniger als 20,000 Einwohnern ein zu 5 Pfund jaͤhrlicher. Rente abgeschaͤtztes Haus inne zu haben. Staͤdte, von weniger als 12,000 Einwohnern sollen zum Zweck der Munizipalwahlen nicht in Bezirke getheilt und die Buͤrger⸗ oder Waͤhser⸗Listen sollen nicht mehr von Ad⸗ vokaten, sondern von dem Mayer revidirt werden, welcher Letztere, wenn er Jemand unrechtmaͤßig in die Liste aufnimmt oder aus

Dies geschah,

und sobald Herr Ladvocat den an⸗ eblichen Gérard erblickte,

haͤtte er zu Herrn Gisquet gesagt: dieses Menschen, 1.

Gérard, sondern Fieschi Dieser, als er die Worte

domontaden auskramt und jeden Gegenstand,

derselben streicht, in eine Geldstrase von 10 Pfund verfallen soll. Die Stadt Dublin ist in die Bill mit eingeschlossen. Schließ⸗ lich gab der General⸗Prokurator eine Uebersicht von der Zahl der Einwohner und der Corporations⸗Mitglieder in den bedeu⸗ tendsten Irlaͤndischen Staͤdten. Danach hat unter anderen Cas⸗ hel mehr als 7000 Einwohner, und die ganze Corporation, Free⸗ men, Wah’⸗Buͤrger, Aldermen und Mayor, besteht nur aus 38 Personen; in Castlebar, welches 6373 Einwohner hat, zaͤhlt die Corporation gar nur 6 Mitglieder; in Ennis, bei 9568 Einwoh⸗ nern, 13; in Tralee, bei eben so viel Einwohnern, 14; in Ma⸗ ryborough, bei 5000 Einwohnern, 9; und so weiter. Hr. Shaw, der Recorder fuͤr Dublin, sagte, er wolle sich der Einbrin⸗ gung dieser Bill zwar nicht widersetzen, aber er halte es fuͤr unmoͤglich, daß die Regierung in dieser Session noch etwas Weiteres damtt zu thun gedenken sollte, als sie auf die Tafel des Hauses zu legen. (Hoͤrt! und O, o!) Lord John Russell war dieser Meinung nicht; er glaubte, das Haus koͤnnte sehr schnell mit dieser Bill fertig werden, weil sie kein neues Prinzip aufstelle, sondern nur das in der Englischen Mu⸗ nizipial⸗Reformbill enthaltene auf Irland uͤbertrage. „Ich hoffe fest“, fuͤgte der Minister hinzu, „daß die Englische Munizipal⸗ Reformbill aus der schweren Feuerprobe, der sie zwei Abende hin⸗ durch ausgesetzt gewesen (Geläͤchter), unversehrt hervorgehen und daß auch uͤber der vorliegenden Bill ein gleicher Gluͤcksstern leuch⸗ ten wird, wenn es, sobald sie an einen anderen Ort gelangt, ihr Leos seyn sollte, von irgend einem Irlaͤndischen, dem gelehrten Individuum, welches jetzt die Englische Bill zu vernichten be⸗ muͤht ist, an Charakter und Natur aͤhnlichen Rechtsgelehrten wofern ein solcher Mann sich findet angegriffen zu werden.“ (Gelaͤchter.) Herr O'Connell zußerte sich sehr erfreut daruͤber, daß der gelehrte R corder der Stadt Dublin dem Prinzip, ja selbst dem wesentlichen Detail nach nichts gegen die eingebrachte Bill einzuwenden habe. .

„Der gelehrte Recorder“, fuhr das Mitglied fuͤr Dublin fort, hat durch seine Rede gezeigt, daß ihm sein: richterlichen Functio⸗ nen tief im Gedaͤchtniß haften, und da er weiß, daß ein Delin⸗ quent, wenn er seines Verbrechens klar uͤberwiesen ist, zu dem ein⸗ zigen Huͤlfsmittel grefft, welches ihm noch uͤbrig bleibt, indem er seinen Advokaten auf lange Frist antragen heißt, so verlangt auch der gelehrte Recorder lange Frist fuͤr die Irlaͤndischen Corporatlo⸗ nen. (Hoͤrt! und G laͤchter) Der gelehrte Recorder kann sich aber fuͤr uͤberzeugt halten, daß ihre Tage gezaählt und ihre Un⸗ thaten zu Ende⸗ sind. Wie verhaͤlt es sich mit dem alten System? Wie steht es mit der Wohlhabenheit oder Achtbar⸗ keit der Aldermen von Dubln? (Hoͤrt!) Einige derselben, es ist wahr, sind Baronets, aber Andere sind Gastwirthe. (Hoͤrt! von der Ovposition.) Die vorgeschlagene Maßregel wird einer der ersten Akte seyn, durch welchenman das Irlaͤndische Volk an die Britischen Institutionen ketten kann. Ich weiß, daß sie bei jedem vernuͤnftigen und unyarteiischen Mann in Irland unbedingte Zufriedenheit finden wird. (Hoͤrt, hoͤrt!) Bisher ist noch nie ein Katholik zu der Corporation von Dublin zugelassen worden, unge⸗ achtet der großen Anzahl von Katholiken, die in Dublin wohnen, worunter sich viele Maͤnner befinden, die sich durch Talent, Ver⸗ moͤgen, musterhaften Lebenswandel, ruhigen und loyalen Sinn aus⸗ zeichnen. Die Bill ist gerecht und wohlwollend gegen Irland, und ich Lin uͤberzeugt, sie wird triumphirend durch dieses Haus gehen. Soll aber eiwa an einem anderen Ort Irland Recht vorent⸗ halten werden, weil es denen so beliebt, die Stunden lang einem stotternden Possenreißer zuhdren, der seine sinnlosen Ro⸗

den er beruͤhrt, mit eitlem Gewaͤsch besudelt? (Hoͤrt!) Da spreche man noch von ho⸗ hem Range und hoher Stehung! Kein Handwerker⸗Perein wuͤrde

einem anderen Orte hat. (Hoͤrt, hoͤrt!)

Verwerfung an einem

Herr Goul

nur, folgt;

schluͤpfen lassen sollen, da

(Hoͤrt, hoͤrth burn fuͤr unverantwortlich,

aͤußerten sich Herr und Oberst Sibthorp

rationen hinwies. neigter, die Freiheit sich Liberale nennen. fuͤllt, was kuͤrzlich in ministeriellen Partei, heute sey sogar der sehr Opposition, nicht da, daß er sich der vorliegenden

einzubringen.

Sessionen, sollen. London, 4.

Dem seit mehreren

Majestaͤt die Ritterwi⸗

Der Morning Post hazy am 18ten d. M. Wien, nach Berlin begeben.

Herr Gomez de Castro,

von

kommen.

seyn.

Plan aus,

reichen koͤnnten, so ließ er

beizupflichten, obwohl dies der

entgegen war. war nicht so, wie es ihm von den Rodomontaden des 2

Wenige glauben. Wenn

sie ihrer ster.

Auch andere Pairs fehlten, Abwesenheit weiß. terhauses dringend auf, in die verlassen.“

haͤndler⸗Corporation den

saß Lord Brougham, down. koͤnnen, weil er an diesem mußte. gebracht: „Moͤge er stets

sie auch ferner durch ihr thaͤtigkeiten des zessin Vietoria,

und moͤge

feste Handlungsweise Vaters.“

pold I., Koͤnig der Belgier, gen Nation rechtfertigen, Gesundheit die Fortschritte, macht,

theidigen gehabt, die so schwar

dar unsinnige Gesalbader fuͤnf Minnten lang mit anhoͤren, das an

irgend ein Despotismus im O

noch durch das Unterhaus jag Lefroy, Herr

treffliche Benehmen des Oberh

es die Oppositions⸗Mitglieder,

besonders haͤtte der gelehr schon fruͤher einmal gebraucht

zwei Abende kang geduldige Zuhhrer 1 Ich wiederbole meine Ueberzengung, Bill in diesem Hause mit großer Majoritaͤt durchgehen wird;

anderen Orte, wenn

daß

hoͤrt!) Genen wuͤnsq

Munde 6

Gelegenheit fuͤr ihn geh

Was die Bill anbetreffe, so hielt es Herr En eine so wichtige Maßregel so en zu wollen.

In demselben o Plunkett, Oberst Pereh

welcher Letztere unter Anderem auf auses mit Hinsicht auf 1 1— „Jenes Haus“, sagte er, „hat, eine aristokratische Versammlung ist, stets die groͤßte fuͤr die niedrigen Volksklassen gezeigt. Niemand dagegen is des Volks zu vernichten, als die Mit großer Entruͤstung hat mich daß b Frankreich vorgefallen ist.“

Herr Shiel meinte sah ließlich noch, es sey nicht die

obg lei Symm Leute

Schulz

wenn nicht mehr genug Mitglieder zur oͤrterung wichtiger Maßregeln 8 .

anwesend waͤren; vielmehr si die von ihren Plaͤtzen desertin

igens die Erlaubniß,

ehrenwerthe Baronet, der Fuͤhrer wahrscheinlich weil derselbe doch ein Bill nicht laͤchter.) Herr Perrin erhielt uͤbr Am Schluß dieser (wie bereits gemeldet) auch die

widersetzen koͤnne. 6 seine Sitzung legte Lord M om

Maßregel vor, welche das

sterium der Irlaͤndischen Zwangsbill substit steht in einer Erweiterung der Befugnisse der die sich in unruhigen Distrikten fuͤr ren und einen Koͤniglichen Anwalt zum, Praͤsidenten erheaa

Herr O'Connell war

iren will. Sie QAuartal⸗Gera permanent eh

ganz damit einverstanden.

August. Bei dem letzten Lever Templemore, als neu ernannter Kammerherr, aus den des Koͤnigs den goldenen Schluͤssel und leistete den uͤblichen Gh. Jahren bei der Britischen Gesandtscaft in Paris angestellten , Dr. R. A. Charmside, wurde von Sr. rde verliehen.

gab der Koͤnig im St. James⸗P nity⸗House, den Gouverneuren pagnieen, den Lords der Admiralitaͤt dem Handel in Verbindung st Diner, bei welchem auch Sir

der

empftng Lonf Haͤnden

Am Abend nach dem Aeue alast der Corporation des xh bedeutendsten Handels⸗Cm und den Vorstehern der u

ehenden Departements ein grej⸗

R. Peel und Sir J. Grqj

in der Uniform des Trinity⸗House zugegen waren.

Lord Elphinstone ist von seiner speziellen Mission anz Koͤnig von Wuͤrttemberg aus dem Haag hierher zuruͤckgekehe zufolge, wuͤrde der Fuͤrst von Esbe

hier abreisen und sich zuerfe na

dann auf seine Guͤter nach

7 ng”,

House definitiv er leich it En sagt das genannte Blaceit weniger werden wir nimmermehr zufrieden seyn verdienten wir, weniger zu erlangen.

Ungarn und vielleicht au

der einen hohen Posten im Pomm giesischen Finanz⸗ Ministerium bekleidet, ist, mit einer wicha finanziellen Mission von seiner Regierung beauftragt, hier am

Der Plan der Tory⸗Pairs, sich der Munizipal⸗Reform⸗ zu widersetzen, soll, wie der Courier wissen will in einer Versammlung in Apsley „In dieser Versammlu sprach sich der Herzog von Wellington mißbilligend uͤber diesch der von den Ultra⸗Tories vorgeschlagen wurde, sich Se. Gnaden aber in der Minoritaͤt befand und wohl eint sah, daß jene Pairs ihren Zweck sich endlich bewegen, ihrer Maßrugh

auch ohne feinen Beistand

Verabredung, an welcher er I- so schnell als moͤglich gefanm gebracht werden sollite, gerab.

genommen hatte, daß die Bill und vorgestern in den Ausschuß Dies Benehmen des geziemt haͤtte.

Herzogs von Wellinzn Und daß er

lnwalts an der Barre sollte ha

zu einer anderen Ansicht bekehren lassen

der untergeordneten Maͤnner seiner so haͤtte er auf das Kommando uͤb Selbstzerstoͤrung uͤberlassen sollen. Kammerherr der Koͤnigin, stimmte Lord Bellhaven, der Ober⸗ der Anglikanischen Kirche in S

werden doch wohl!

er die blinde und unlenksame Po

Partei nicht kontrolliren kim er sie lieber ganz verzichten im Graf Hone, doe gestern auch gegen die M

Kommissar der General⸗Smg chottland, war nicht anwet⸗ ohne daß man einen Grund fuͤrt Wir fordern indessen die Mitglieder des!

sem Augenblick die Stadt nicht,

England „gegen eine Tyrannei“,

8

eben so liberale Gesinnungen, ausgezeichnet seyn, wie die ihres erceg „Der Herzog von Sussex, der sein ganzes poß

Bei dem Diner, welches am Sonnabend die Ministern gab, fuͤhrte als Vorsteher der Compagnie, den Vorsitz. zu seiner Linken der Marquis von buld Lord Melbourne hatte die Einladung nicht annehmm Abend im Oberhause anwesend sin Der Toast auf den Koͤnig wurde mit dem Zusatz al eingedenk seyn, welche Grundsaͤze sei Familie auf den Thron brachten, und niemals eine Verwalt unterstuͤtzen, die nicht das Vertrauen des Volkes besitzt.“ D kamen der Reihe nach folgende Toasts: „Die Koͤnigin, und g ’1 Beispiel die Tugenden und A. Familienlebens befoͤrdern.“ ihre

Leben hindurch immer ein unveraͤnderlicher Freund jedes und wohlthaͤtigen Prinzips gewesen ist.“ bridge und die uͤbrigen Glieder der

hiesige gh Alderman Wah Zu seiner Recht

Die M La 6 söahn -

kuͤnftige so gerade

durch eben

(derden

Der Herzog von dan⸗ Koͤniglichen Familie.“ "1”

Ehrenmitglied dieser Corporanbe

wo er die Ehre und das . wie er sich ausdruͤckte, „zu ue 3 und finster gewesen sey, wie n rient.“ Lord J

und moͤge seine Regierung die Wahl der freien und unabbhana die ihn auf den Thron setzte.“ folgte demnaͤchst der Toast auf die Minister, in, veren Nan der Marquis von Lansdown dankte. .

sodann getrunken wurde, Nen welche die Freiheit in England seit der Zeit 0

dessch

L 6 *

schilderte in seiner Leben einer Koͤnigin ve n

Russell

ohn

gefutz 1” ragen, sie dort durchfallen soll wuͤrde ihren Unterstuͤtzern im naͤchsten Fuhr nur i 8 6 reicheren Sieg verschaffen.“ (Hoͤrt, 9 urn ruͤhmte die Maͤßigung, die der Prokurator fuͤr Irland in seiner Rede beobachtet, und das gelehrte Mitglied fuͤr Dublin waͤre diesem Beispiel;

te Herr einen Ausdruck, den „nicht wieder seinem er sich der Folgen wohl noch erinn werde, die derselbe bei einer fruͤheren

1

ute der Reform und

te unter

en koͤnnte.

enn der Toa

5 dies besonders d issen Ramen ich ni

nen werde, ich meine Lord Althorp.“ (Großer Beifall.)

Der General⸗Prokurator, Sir John Campbell, dessen esundheit in Verbindung mit dem Toast auf die Englische Barre tsgebracht wurde, sagte: . .

„Vor wenigen Stunden, als ich an der Barre einer gewissen ersammlung stand, hoͤrte ich ein sehr ausgezeichnetes Mitglied der

asti; ausrufen: „„

h, wenn er es wagt; er vertheidige, wenn er es vermag, diese un⸗ kechte, nichtswuͤrdige, tyrannische, verraͤtherische und revolutio⸗ ire Bill, die Euren Herrlichkeiten vom Unterhause zugesandt wor⸗ (Beifall und Gelaͤchter.) Man that, als koͤnne der Ge⸗ tral⸗Prokurator sich nie wieder oͤffentlich blicken lassen, als werde er in ukunft wie ein Ausgestoßener betrachtet werden; und siehe da, hier wird

n ist.“

im General⸗Prokurator die Gelegenheit gegeben, 1 nfuüͤr darzubringen, daß der Toast auf sein Wohl mit solchem Bei⸗ gal aufgenommen worden. bleich man mir Schuld gegeben, daß 4 . 1 Krone verletzt haͤtte, so bin ich doch fest uͤberzeugt, daß ich diese

Pflichten am besten

Kräften steht, um die Mißbraͤuche zu beseitigen, welche die Institu⸗

sonen dieses Koͤnig eraft und Nuͤtzlichk Zuletzt wurde

nd die Irlaͤndische Barre ausgebracht,

indermaßen aͤußer

„Ich weiß nicht, wie ich die Gefuͤhle ausdruͤcken soll, die alles g, waz ich heute Abend gehoͤrt und . ) Beifall.) Ich mische mich gern, so oft die Gelegenheit dazu sich sarbietet, unter das gutgesinnte und einsichtsvolle Englische Volk, Freuden seinen zsprechen, die Wohlthaten seiner liberalen Institutionen auf seine Prader in Irland auszudehnen. ffchl, jetzt zu sehen, daß es um den Thron der beiden Laͤnder

id hoͤre es mit

wollch zu tagen an

Frones selbst, indem derselbe nun auf die Liebe eines edelmuͤthi⸗ in und treuen Volkes gegruͤndet und alles dessen,

pung rn koͤnnen, die

„erst gestazzaltung getilgt werden soll. (Beifall.) Denn oͤrtert wordzschts weiter, als auf gleichen Fuß mit England gestellt zu werden.

einem Kopfe oder

eim eine uns befreundetere und wohlwollendere Regierung zu ver⸗ chafen, ich hoffe fest, wir werden bald davon uͤberzeugt seyn, daß

pir Unrecht hatten,

ische Volk in jedem Theil des Britischen Rathgeber Sr. Majestaͤt sich sammeln und unterstuͤtzung gewaͤhren sehen werden, damit dieselben Irland Gu⸗

Zerzeigen und die neines Vaterlandes

Lord Brougham beabsichtigt, mächen, um der dort bevorstehenden Versammlung der Britischen Gesellschaft fuͤr die Verbreitung der Wissenschaften beizuwohnen. Der Lord Lieutenant hat den Lord eingeladen, im Pb8 zu logiren. Der Globe bemerkt, in Irland gewesen.

Mistreß Norton, die in der literarischen gezeihneten Namen hat, liegt an einer

grank danieder.

Bruͤssel, iag die im Lager 20,000 Mann, die wohnte Se. Maj. keit ausgefuͤhrt

elt im sen wird.

Warschau,

der General Storozenko sind nach general⸗Kriegs⸗ Polizeimeister der uisenheit wird der General⸗Polize scau und Gendarmerie⸗Oberst Puchann Cywinski seine Stelle als Vice⸗Praͤsident der Hauptstadt vertreten. - Der Koͤniglich Preußische General⸗Konsul,

ach von Niederstetter, ist von Koͤnigsberg nach Warschau zu⸗

rückgekehrt.

W

eimar, 8. neden, 4

den, daß unser dur erfreut. Den Ünpaͤßlichkeit, sie vollen Genuß des liebte Landesherr ehren.

des Koͤnigs) Lazen in

esucht und sind g

bemerkte, wie die Parlaments⸗Reform dennoch lchgegangen sey, obgleich, als er sie zuerst im Unterhause vor⸗ chhlagen, ein ehrenwerther und gelehrter Herr, der kuͤrzlich in

m anderen Hause vor den Schranken erschienen (großes Ge⸗ ter), seinen Vorschlag gaͤnzlich verhoͤhnt habe. wüeden auch die Reformen durchgehen, die man Irland schul⸗

seyp, wenn sich ihnen auch jetzt eine gewisse Partei noch so ir widersetze. Auch die Gesundheit des Grafen Grey wurde gaebracht, und Lord Howick bedauerte es, daß sein Vater

urselbst zugegen sey, um fuͤr diese Ehre danken zu koͤnnen. n Spring⸗Rice, dem man in dem s dem Grundsatz einer strengen Aufrechterhaltung des Staats⸗ edits F weisen Ersparniß treu bleiben moͤchte, erwie⸗ nderem:

„Es giebt keine wohluͤberlegte Sparsamkeit, die sich mit dem aats⸗Kredit nicht vertruͤge, und keinen richtig verstandenen Staats⸗ edit, der einer vernuͤnftigen Sparsamkeit Hindernisse in den Weg

(Beifall.) Ich muß fuͤr die mir widerfahrene Aner⸗

nung um so mehr danken, als nicht leicht Jemand so sehr fuͤr dermanns Feind angesehen wird, als der Mann vom Steuerfach. verfolgt die Leute auf allen ihren Schritten; er begegnet ihnen der Schwelle ihrer Thuͤr; sie treffen ihn unterweges, mogen sie ten oder gehen; in jedem Laden tritt er ihnen in der Gestalt ir⸗ id eines besteuerten Artikels entgegen; ja, selbst das Bett, auf dem des Nachts ruhen, mahnt sie an ihn. (Beifall und Gelaͤchter.) st auf den Kanzler der Schatzkammer so gut aufge⸗ mmen wird, bin ich nicht eitel genug, um nicht daran zu denken,

6. von Beverloo versammelten Truppen, ungefaͤhr

wurden. ruppen sehr zufrieden und bewohnt ein prachtvoll eingerichtetes Lager, wo Hoͤchstderselbe bis zum Mittwoch verwei⸗

naͤchstens in die Mitte Seines Volkes zuruͤck⸗

Der Prinz Wilhelm von Preußen (Bruder und Hoͤchstseine Gemahlin befanden sich seit einigen ae Belvedere. neiche Großherzogin Kaiserliche Hoheit das an Erinnerungen so

he Tiefurt, Kromsdorf und das reizend gelegene Dornburg

Maßregeln, zu deren Durchfuͤhrung er bei⸗

So, meinte

oast wuͤnschte, daß er

er Verwaltung eines Mannes zu verdanken ist, e ohne Achtung, Ehrerbietung und Ergebenheit

Wo ist der Herr General⸗Prokurator? Er zeige

seinen innigsten Dank

(Lauter Beifall.) Meine Herren, ob⸗ ich die Pflichten gegen die

erfuͤlle, wenn ich Alles anwende, was in meinen

reichs entstellen, und den letzteren ihre fruͤhere eit wieder zu verleihen.“ 8

auch noch ein Toast auf Herrn O'Connell worauf Ersterer sich fol⸗ te:

gesehen, in mir erregt hat.

herzlichen und redlichen Wunsch (Beifall) Es ist ein troͤstendes

faͤngt; es ist troͤstlich fuͤr die Sicherheit dieses indem durch Bewil⸗ Recht und Billigkeit for⸗ die fruͤhere schlimme Ver⸗ wir wuͤnschen

was wir mit Erinnerung an

; waͤren wir es/ Welche Plaͤne sich auch in

in Anderen geregt haben moͤgen, um uns da⸗

solche Entwuͤrfe zu hegen, indem wir das Eng⸗ Reichs um die jetzigen ihnen seine unbedingte

Wohlthaten ihrer Verwaltung auf jeden Theil erstrecken koͤnnen.“ (Großer Beifall)

eine Reise nach Dublin zu

nix⸗Park Lord Brougham sey noch nie

Welt einen so aus⸗ Gehirn⸗Entzuͤndung sehr

5

August. Der Koͤnig hat am vorigen Sonn⸗

Revue passiren lassen. Am folgenden Tage den Manoͤvern bei, die mit großer Genauig⸗ Der Koͤnig ist mit den Leistungen der

Polen. 7. August. Der 6 Kalisch abgereist, Letzterer als aktiven Armee; in seiner Ab⸗ ei⸗Kommissar der Stadt War⸗

Regierungs⸗

Aug. Die neuesten Nachrichten aus Baden Großherzog sich des besten Erfolges der Bade— Gebrauch derselben stoͤrte zwar anfangs eine wurde jedoch bald vollstaͤndig gehoben. Im wieder erlangten Wohlseyns wird der allge⸗

Sr. Majestaͤt

Ihre Koͤniglichen Hoheiten haben mit der

General Graf Nesselrode und

helm, Bruder Sr. Maj. Abend um 6 ¾ Uhr hier Wien abgestiegen.

Muͤnchen, 8. Aug. 18ten d. M. auf der Ruͤckkehr in dem Koͤnigl. Schlosse uͤbernachten. Eduard von Sachsen⸗Altenburg wird

staͤten daselbst eintreffen. Nach zuverlaͤssiigen Berichten aus K. Hoh. der Kronprinz auf seiner Rei

Luxemburg, 5. August. Der des Koͤnigs von Preußen ist auch in d festlich begangen worden. Vormittags

Militair⸗Casino - eine große Anzahl angesehener Buͤrg waren in den Kasernen Baͤlle veransta

Haupt⸗Umsaͤtze fanden b von diesen Papieren wurden namhafte P auf Zeit, fuͤr Rechnung hiesiger und au gethan. Es wurden in der letzten Zeit

e.

macht, daß es nun merklich an Stuͤcken Fall mit den 5 und Aproc. rung sind solche um ½ à ben. Der Handel in Spanischen Fonds

w halten sich ausgeboten und ourse sind ungemein flau. In Cort bei mehreren Einkaͤufen blieben diese Fo ten waren nicht gefragt; die Notirung Gattung ist im Weichen. Nur Darmst sich. Praͤmien kann man billig haben. zum Tages⸗Cours bis Ende Januar 11,

nen. s und Bremen sind verlangt. 2 ½¼ pCt.

Schwei

Bern, 4. Aug. (Allg. Schw satzungs⸗Sitzung vom 31.

legenheiten Ruhe und Wuͤrde. lichen Akten, und namentlich auch ein Humbert⸗Droz aus Lachauxdefonds, um Verwendung der Tagsatzung, daß jaͤhriger Verbannung verurtheilten

der Gesandtschaft von Neuchatel

nicht mehr zu gut kommen koͤnne, sich nach derselben, und zwar am neuen Angriff auf

lich verbindlich gemacht haben.

keit handle; uͤberdies habe sondern auch

den, so waͤre es ihr naͤchster sprengen, die Einheits⸗Republik der Anarchie durch die ganze Schweiz Fuͤrstenthum gehoͤre dem Stande Ne Rechtsgruͤnden und seit seinem Eintr unangefochtenem Besitz desselben gewe

hieran, und in einem monarchischen

chatel schon vor seinem Eintritt in d genoͤssischen Archiv uͤbergeben, und sey glied aufgenommen, und fuͤr sich selbst ausgesprochen worden.

ren beziehe sich nur auf die im Jahr derungen derselben, die dem Volke Freiheiten gewaͤhre, als man sie in

tonen treffe. selben ein Recht der Kantons⸗ Tagsatzung noch endlich die Medaillen betreffe, so we das Recht streitig machen wollen, ein

Regier

allein um diese Regierung, Vaterland verdient gemacht haben. keinem Schweizer anstoͤßig seyn.

getheilt, und nun wolle man es Neuchateler zu Ablegung derselben sie entehren und wuͤrde boͤses Blu bereit, allen billigen Forderungen Pflichten gegen die Eidgenossensch len; aber dann hoffe Nach einer in dieser

Antrag Neuchatels:

frage gesetzt: sich dieser

jaͤhrigen Tagsatzung, daß

diesen Antrag den vorj

tokoll offen; sel⸗Landschaft. neuern 12 St.

gegen Antrag: Antrag;

richs: alle Staͤnde sollen sich nur

trag ad instruendum

estern wieder abgereist.

Dresden, 9. August. Se. K. H. der Pri des Koͤnigs von Preußen, sind gestern angekommen und im Hotel zur Stadt

der besten Gesundheit, und verweilt nur gierde besondere Befriedigung darbietet. reise Sr. K. Hoh. ist noch unbestimmt.

Geburtstag Sr. Majestaͤt

Metalliques. 5,16 pCt. billiger als gegen baar zu ha⸗

14 Fl. pr. Stuͤck, um solche Ende Oktober Im Wechsel⸗Handel herrscht Stille; 9 89 Das Diskonto behauptet sich auf

die ganze Schweiz bedroht, der Hefe des Volkes zusammengesetzten Vanden Meister gewor⸗ Zweck gewesen, zu proklamiren, und das Banner

vorgelegte Schreiben anderer Staͤnde zo

einzelnen Staͤnden die Kontrolle zustehe.

den Vorort mit der beauftragen, 8 St. und Basel⸗Landschaft. des Titels bedienen, erhaͤlt 8 Stimmen und Basel⸗Landschaft. zu nehmen 16 Stimmen. Genfs dem Vororte Zuͤrich die Billigung seines Benehmens in

der betreffenden Korrespondenz auszuspr

2

Ihre Koͤnigl. Majestaͤten werden am vom Bad Bruͤckenau zu Anspach

Se. Durchl. der Prinz einige Tage fruͤher mit

seiner Gemahlin aus Sigmaringen zum Empfang Ihrer Maje⸗

Ungarn erfreut sich Se. se durch dieses Koͤnigreich da, wo sich der Wißbe⸗ Der Zeitpunkt der Ruͤck⸗

er hiesigen Bundesfestung fand eine große Parade

der Besatzung statt und Nachmittags ein glaͤnzendes Bankett im „dem auch die hoͤheren Civil⸗Beamten, so wie

er beiwohnten. Abends ltet, und sowohl diese Ge⸗

baͤude, als alle von Militairs bewohnte Privathaͤuser waren er⸗ leuchtet und mit Transparenten ausgestattet.

8 rankfurt a. M., 8. August. 1 Lau heute schließenden Woche sehr still im Fonds⸗Geschaͤft; die Schwan⸗ kungen in der Notirung der gangbaren Effekten blieben unbedeu⸗ tend, waͤhrend die Tendenz im Ganzen doch eine steigende ist. Die in Metalliques, Actien und

Es war im Laufe der

Integralen statt; osten, sowohl per Cassa als swaͤrtiger Spekulanten ein⸗ so viele Versendungen ge⸗ fehlt; besonders ist dies der Auf einen Monat Liefe⸗

ist sehr gelaͤhmt. Die ruͤck⸗

gaͤngige Bewegung zu Paris wirkte nachtheilig; die 5 und zproc.

finden wenige Nehmer; die es war etwas mehr Leben; nds steigend. Lotterie⸗Effek⸗ der meisten Effekten dieser aͤdtische 50 Fl. Loose halten

Man giebt auf Integrale 16 vCt. Praͤmie; auf Actien zu 1600 beziehen zu koͤn⸗ nur Amsterdam, Leipzig

z. eizer⸗Ztg.) In der Tag⸗

Juli empfiehlt das Praͤsidium der Versammlung bei der Berathung der Neuchateler Ange⸗ Nachdem die hierauf bezuͤg⸗

e Bittschrift des Advokaten dermalen in Courtelari, er und 22 seiner zu zehn⸗

Gefaͤhrten wieder in ihr

Vaterland zuruͤckkehren koͤnnen, we eseg worden, wird das Wort ertheilt. in die erwaͤhnte Petition ein, und thut dar, daß Petenten angerufene Amnestie vom 27. der Capitulation des Schlosses ausgesprochen worden, demselben da er und seine Konsorten 29. September, zu einem Neuchatel und dessen Regierung unterschrift⸗ Die von dem Petenten geruͤgten Kriegsgerichte werde man in der Geschichte uͤberall finden, wo

Diese geht zunaͤchst die von dem Sept. 1831, welche in

es sich von bewaffneten Angriffen von Rebellen gegen die Obrig⸗ dieser Angriff nicht allein

Neuchatel, denn waͤren die aus

die Tagsatzung zu

emporzuheben. Der Titel uchatel aus unbestreitbaren itt in den Bund sey es in sen, wie mehrere von ihm igen. Neuchatel haͤnge Staate seyen nur Roya⸗

listen, wie in einer Republik nur Republikaner gute Buͤrger. Die begehrte Garantie der Verfassung betreffend, so habe Neu⸗

en Bund dieselbe dem eid⸗ mit derselben als Bundes⸗

die Gewäͤhrleistung also dadurch an und

Das gegenwaͤrtige Begeh⸗ e 1831 eingefuͤhrten Veraͤn⸗ eine groͤßere Summe von manchen regenerirten Kan⸗

In Bezug auf die Kokarde, so sey die Wahl der⸗

ungen, woruͤber weder der Was rde man keiner Regierung e Auszeichnung und Beloh⸗

nung denjenigen ihrer Angehoͤrigen zu ertheilen, welche sich nicht sondern auch um das Gesammt⸗ Der daille sey: „Treue fuͤr Pflicht und Vaterland“, und dies sollte Habe ja doch auch die Eid— genossenschaft im Jahre 1815 ihren Soldaten Medaillen aus⸗

Wahlspruch dieser Me—⸗

Neuchatel veruͤbeln? Die zwingen zu wollen, hieße t machen. Neuchatel sey zu entsprechen, und seine aft stets treu zu erfuͤl⸗

es auch auf gegenseitige Billigkeit. in und in der folgenden nen mehrstuͤndigen Berathung wurden

Sitzung stattgefunde⸗ folgende Punkte in An⸗

von dem Beschlusse der vor⸗

Stand des Titels Fuͤrsten⸗

thum enthalte, und sich bloß der Benennung Kanton bediene, zu abstrahiren 6 St. und Basel⸗Stadt; Wallis behaͤlt sich das Pro⸗

13 Stimmen und Ba⸗ aͤhrigen Beschluß zu er— Vollziehung zu Der Antrag Zuͤ⸗ „Kanton oder Stand“ Diesen An— Der Antrag

echen erhielt nur 3 Stimmen.

Freiburgs Antrag: eine Kommission aus dem Schoße der Tagsatzunng niederzusetzen, um sung Neuchatel's erhaͤlt 3 Stimmen; dieser Verfassung einer Kommission zuzuweisen, ebenfalls 3. Der Antrag Luzerns, Neuchatel's zur Gewaͤhrleistung unchulegen, erhaͤlt keine Mehrheit. Neuchatel's Antrag: in Zukunft haͤltnisse im Schoße der Tagsatzung keine Eroͤffnung und keine Berathung zu gestatten, Tages⸗Ordnung sprechen sich 92 14 Stimmen und Basel⸗Landschaft aus. Sein ferneres Begehren, den nachtraͤglichen Bestimmungen und Ausdehnungen der Verfas⸗ sung die eidgenoͤssische Gewaͤhrleistung zu ertheilen, erhaͤlt 11 Stimmen und Basel⸗Stadt; Bern, halten sich das Protokoll offen, aus 2 Stimmen und Basel⸗Landschaft. gehrte Erklaͤrung: . fassung als garantirt betrachte, wird durch eine so motivirte Tagesordnung mit 16 ½ ordnung erhielt nur 3 ½ Stimmen. traͤgt Zuͤrich an, alle Staͤnde einzuladen, ihre Kantonalfarben dem Vorort anzuzeigen; Der Antrag, Neuchatel aufzufordern, sein Kontingent nur mit den Kantonalfarben in eidgenoͤssischen (wenn naͤmlich die revidirte Militair⸗Organisation keine Mehrheit in der Hauptabstimmung erhalten sollte), erhaͤlt 14 Stimmen und Basel⸗Landschaft Antrag Neuchatel's und Uri's auf Abstrahirung von jeder Ein⸗ mischung in diese Angelegenheit nur Staͤnden gestellter Antrag: Neuchatel gent diese Medaille in eidgen. Dienste sen, erhaͤlt dz Stimmen. Der Antrag Solothurn's, gar keine De⸗ corationen im eidgenoͤssischen Dienste zuzulassen, als die von der Eidgenossenschaft ertheilten, erhaͤlt7 Stimmen und Basel⸗Landschaft; diesen Antrag ad instruendum zu nehmen, keine Mehrheit. Der Antrag Graubuͤndens, keine Genehmigung des Bundes freut sich keiner Mehrheit.

zu untersuchen, ob die fruͤhere Verfas⸗ oder der Tagsatzung garantirt worden, der Antrag, die neuern Bestimmungen

die Gesammt⸗Verfassung des Kantons er die Aenderung seiner Ver⸗

bleibt in der Minderheit; fuͤr einfache Stimme und fuͤr Verwerfung

Thurgau und Glarus be⸗ fuͤr Tagesordnung sprechen sich Die von Neuchatel be⸗ daß die Tagsatzung die monarchische Ver⸗

Stimmen ertheilt; die einfache Tages⸗ Hinsichtlich der Kokarde angenommen mit 12 Stimmen.

Dienst zu stellen

. In Bezug auf die Medaillen vereinigt der

½ St. Ein von mehreren einzuladen, sein Kontin⸗ nicht mehr tragen zu las⸗

von einer Kantons⸗Regierung ohne ertheilte Auszeichnung zuzulassen, er⸗ Ein weiterer Antrag Waadts, den Militairs zu verbieten, Abzeichen zu tragen, die an Buͤrgerkriege oder innere Zwiste erinnern, erhaͤlt Stimmen, und der An⸗ trag, dies ad instruendum zu nehmen, 10 ½ Stimmen. Die Medaillen⸗Angelegenheit faͤllt also in den Abschied. Die Petition des Advokaten Humbert⸗Droz nach dem Antrag Waadts an eine

Kommission zu weisen, erhaͤlt 11¼ Stimmen. Die Tagesord⸗

nung 5 ½ Stimmen. Hingegen der Antrag Luzerns, dem Vor⸗

orte die Bittschrift zuzustellen, um solche mit Empfehlung an die

Neuchateller Regierung zu uͤbermachen, 14 ½ Stimmen. Ssnt 17

Basel, 3. August. In der hiesigen Zeitung liest man: Waͤhrend der Landrath in Liestal die solenne Feier des heutigen Jahrestages seiner Selbststaͤndigkeit beschlossen, dachte er wohl nicht daran, daß er an diesem naͤmlichen Tage genoͤthigt seyn wuͤrde, eine starke militairische Macht, nicht zum Paradiren und Freudenschießen, sondern zur Bezwingung einer ungehorsamen Gemeinde aufzubieten. In Ermangelung zuverlaͤssiger naͤherer Details geben wir, was wir in dieser Beziehung erfahren konn⸗ ten. Nachdem die in der Birseckischen Gemeinde Hberwil erle⸗ digte Pfarrstelle auf vorgeschriebene Weise durch Bischof und Regierungs⸗Rath besetzt worden, weigerte sich die Gemeinde, diese Wahl anzuerkennen, indem sie einen im Examen weniger gut bestandenen Aspiranten vorgezogen und das Beispiel ihrer protestantischen Nachbar⸗Gemeinden, welche ihre Pfarrer selbst waͤhlen durften, auch sie luͤstern gemacht, den Mann ihrer Wuͤnsche im Amt zu erblicken. Als nun vorige Woche der Bezirks⸗Verwalter mit dem neuen Pfarrer nach Oberwil kam, um ihn in sein Amt feierlich einzusetzen, fand man Kirche und Pfruͤndhaus verschlossen und das spaͤtere Wiederkommen in Begleitung mehrerer Landjaͤger gab Anlaß zu foͤrmlichem ge⸗ waltthaͤtigem Widerstande, wobei ein ordentliches Gefecht ent⸗ stand, in welchem zwei Landjaͤger todtgeschlagen und mehrere andere verwundet worden; auch von Seiten der Bauern soll es Todte und Verwundete gegeben haben. Da man ein Einver⸗ staͤndniß dieser widerspenstigen Gemeinde mit mehreren anderen vermuthete, so glaubte der Regierungs⸗Rath nicht, einschreiten zu sollen, sondern es ward am gestrigen Sonntag in aller Eile der Landrath zusammenberufen, um in dieser Angelegenheit Be⸗ rathung zu pflegen. Das Resultat der bis Abends gehaltenen Landraths⸗Sitzung ist uns noch nicht in seinem ganzen Umfange bekannt. Es soll das Aufgebot von 700 Mann zu sofortiger Besetzung und Bezwingung von Oberwil und anderen etwa darein sich mischenden Birseckischen Gemeinden beschlossen wor⸗ den seyn, und von Reisenden, die diesen Morgen durch Liestal gekommen, vernimmt man, daß bei ihrer Durchreise in der Fruͤhe Generalmarsch geschlagen worden. Nachschrift, vom 4. August. „Die Executions⸗Truppen sollen wirklich gestern Abends in Oberwil eingeruͤckt und mehrere Mitglieder der Ge⸗ meinde gebunden nach Liestal abgefuͤhrt worden seyn.“

Spanien.

Madrid, 22. Juli. (Allg. Ztg.). Die Regierung hat fuͤr gut befunden, in der Gaceta von vorgestern eine Erklaͤrung, eine Art von Programm, an Europa zu erlassen, um sich ruͤck sichtlich des angenommenen Systems der „indirekten Interven tion“ zu rechtfertigen. Es duͤrfte vielleicht fuͤr das Ausland nicht ohne Interesse seyn, zu erfahren, welche Resultate die hiesige Regierung aus den sich darbietenden Huͤlfstruppen zu ziehen hofft, und deshalb theile ich Ihnen folgende Stellen mit: „Bereit betreten unsern Boden die Tapfern, welche sich in London un Paris anwerben lassen, um die Freiheit der Welt () zu verthei digen in der Spanischen Halbinsel, dem schoͤnen Kampfplatze, auf welchem das letzte Gefecht zwischen dem Obscurantismus, der noch einmal Athem schoͤpft, um zu unterliegen, und der nach allen Sei⸗ ten sich verbreitenden Civilisation, geliefert wird. Das Schau spiel dieser Anwerbung ist schoͤn fuͤr den Philosophen, und wird fuͤr die Nachwelt schoͤn seyn, wenn sie es in der Geschichte betrachtet. Schoͤn ist es, weil diese hochherzige Nation, in deren Annalen sich auf jeder Seite die Worte Unabhaͤngigkeit und Ehre sinden, den Nachkommen diesen mit ihrem Blute gewonnenen Wahlspruch als Erbtheil hinterlassen kann, ohne daß die Unterwerfung unter die Vormundschaft einer fremden Nation ihn verdunkelt haͤtte.“ Dann fuͤhrt die Gaceta an, daß der Regierung drei Wege offen gestanden haͤtten, um den Kampf in den Nordprovinzen zu been digen: ein foͤrmlicher Aufruf an die Nation, in Masse die Waf⸗ fen zu ergreifen, die bewaffnete Dazwischenkunft einer befreundeten Macht, oder endlich ein dritter Ausweg, den ein Volk, ohne sich zu erniedrigen, betveten koͤnne. „Indem, schließt die Gaceta, Spanien fuͤr die Befestigung einer aufkeimenden Freiheit kaͤmpft, kaͤmpft es fuͤr ein Prinzip, das in Europa populair ist, fuͤr wel⸗

ches hundert Schlachten geltefert sind, welches die Buͤrger aller