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Ein neueres Schreiben aus Barcelona vom eten d. meldet, daß zwar die Ruhe in Barcelona wiederhergestellt ist, daß jedoch noch nicht alle Besorgnisse verschwunden sind. Die achtbaren Buͤrger der Stadt hatten die Waffen ergriffen, um die Herrschaft der Anarchie zu verhindern. Es heißt, die Bewegung in Barcelona stehe mit der Reise des Infanten Don Francisco de Paula und seiner Gemahlin in Verbindung.
Nach Briefen aus Madrid vom 1. Aug. wird das Dekret zur Aufhebung von Kloͤstern an 1200 dieser Anstalten treffen. (Vergleiche den Artikel Spanien.) Die Zahl der Moͤnche war ohnehin sehr im Abnehmen; 1808 gab es de⸗ ren noch 46,000 in Spanien, 1820 nur 33,000, und jetzt sind ih⸗ rer weniger als 30,000. Herr von Frias soll von Paris abberufen und durch Ofalia oder Toreno ersetzt werden. Die Feste zu La Granja waren sehr glaͤnzend; in den letzten Tagen bewunderte der ganze Hof die Geschicklichkeit der Koͤntain; sie erlegte mit eige— nen Haͤnden einen ungeheuren Wolf. Doch wurden die Staaks⸗
Geschaͤfte nicht daruͤber versaͤumt; Graf Toreno hielt mehrere
onferenzen mit der Koͤnigin und setzte das Dekret zur Aufhe⸗ bung aller Kloͤster durch, die nicht uͤber zwoͤlf Moͤnche haben. Der Erloͤs aus dem Verkauf der Guͤter dieser geistlichen Koͤr⸗ perschaften soll zur Verminderung der inneren Schuld und zum Theil auch zur Tilgung der passiven Schuld im Auslande ver⸗ wendet werden. ““
Großbritanien und Irland.
„ Parlaments⸗Verhandlungen. Unterhaus. Siz⸗ zung vom 4. August. (Nachtrag.) Sir Edward Codring⸗ ton erhob sich, um eine ihm von Personen, die auf Rechnung des Baues von Yorkhouse noch Forderungen an den Nachlaß des verstorbenen Herzogs von York zu machen haben, uͤberreichte Bittschrift dem Hause vorzulegen und dasselbe aufzufordern, das Gesuch der Bittsteller zu bewilligen. Der Sprecher inachte hn zwar darauf aufmerksam, daß er sich außer der Ordnung be⸗ finde, indeß Sir Edward ließ sich dadurch nicht abhalten, noch einmal das Wort zu nehmen, und sagte: „Als der verstorbene Herzog von York mit seinen Anstalten zum Bau von Yorkhouse chon ziemlich vorgeruͤckt war, entdeckte er, daß er nicht im Stande d, den Bau ohne Unterstuͤtzung zu beendigen, und wandte sich daher an Lors Liverpool's Verwaltung um Vorschuͤsse gegen Ver⸗ fänduno des Grundpachts. Dies Gesuch wurde ihm von den Lords es Schutz⸗Amtes gewaͤhrt, und sie machten sich verbindlich, die Konen fuͤr das Material und die Arbeit in regelmaͤßigen Zwischenraͤu⸗ nmacu, je nachdem der Bau voeschritte, zu bezahlen. Der Herzog starb daruͤber, und zur Zeit seines Ablebens hatten die Bauleute noch uͤber 24,000 Pfund zu fordern. Sie wandten sich an die ords des Schatzamts, waren aber spaͤ⸗ ter von der Regierung fuͤr 80,000 Pfund an den verstorbenen Herzog von Sutherland verkauft, der nie einen Shilling von jener Bauschuld an die Glaͤubiger bezahlte. Ist es nun nicht üUnstatthaft fuͤr die Ehre des Herzogs von York, daß diese Per⸗ souen unbefriedigt bleiben? Se. Koͤnigliche Hoheit hat auf sei— nem Sterbebett den angelegentlichen Wunsch geaͤußert, daß seine Glaͤubiger bezahlt werden moͤchten, und er schien sehr beruhigt, als man ihm saͤgte, daß seine Guͤter und Effekten zur Befriedi⸗ gung derselben hinreichen wuͤrden. Ein Theil dieser Guͤter be⸗ steht in Bergwerken in Neu⸗Schottland, die jetzt fuͤr 20,000 Pfund jaͤhrlich verpachtet werden, und aus denen man also jene 24,000 Pfund fuͤglich abbezahlen koͤnnte. daß man auf dem Andenken des Herzogs einen Flecken haften läßt, waͤhrend so reichliche Mittel vorhanden sind, um seine Schulden zu bezahlen.“ Der Admiral beantragte so⸗ dann die Verlesung der Petition, ließ sich jedoch bewegen, seinen Antrag wireder zuruͤckzunehmen. Herr Labouchere, der Vice⸗ Praͤsident der Handels⸗Kammer, erklaͤrte auf eine an ihn gerich⸗ tete Frage, daß die Regierung einen sehr vortheilhaften Kontrakt in Bezug auf die Lieferung der Kutschen fuͤr die Briefposten ab⸗ geschlossen habe, der dem Lande jaͤhrlich eine Summe von II bis 12,090 Pfd. ersparen wuͤrde. Hierauf brachte Herr Hume (wie bereits in Nr. 223 der St. 3. kurz berichtet worden) sei⸗ nen Antrag in Betreff der Orangisten⸗Logen zur Sprache, indem er eine Reihe von Resolutionen behufs der Unterdruͤckung der⸗ selben, namentlich in der Armee, vorschlug und seine Motion mit einer sehr ausfuͤhrlichen, in die genauesten Details eingehenden Rede vertheidigte. „Niemanden“, sagte der Redner, „der nur ein wenig den Zu⸗ stand Irlands kennt, kann es unbekannt seyn, wie viel Uebel in dem in jenem Lande leider vorberrschenden Parteigeist ihren Ur⸗ sprung haben. Es hat sich ergeben, daß in 30 oder 40 Linien⸗Re⸗ gimentern durch Vollmachten von Seiten der großen Central⸗Loge Dranzisten⸗Logen organisirt sind. Waͤhrend ich Untersuchungen uͤber diesen Gegenstand anstellte, ereignete sich der letzte Vorfall zu Bel⸗ fast, und es ist klar, daß er seinen Grund in den Umtrieben der Drangisten⸗Vereine hatte. (Nein, nein!) Ich beziehe mich auf das, was in den Zeitungen daruͤter erschienen ist, und es hat sich nach angestellten Untersuchungen gezeigt, daß der erste Angriff von den Ocangisten ausging, und daß ihr Beginnen eine Contreaction von Seiten des Volksz zur Folge hatte; auch ist es erwiesen, daß das Volk der obrigkeitlichen Gewalt gehorchte, waͤbrend die Oran⸗ gisten dies nicht thun wollten. (Hoͤrt, hoͤrt! und Beifall.) Was die von diesen Vereinen begangene Uebertretung der Civil⸗Gesetze aubetrifft, so giebt es zwei Parlaments⸗Ak⸗ ten, wodurch alle solche Gesellschaften fuͤr gesetzwidrig er⸗ klaͤrt werden; in der einen derselben heißt es: „„Alle in verschie⸗ dene Zweige zertheilte Gesellschaften, deren jeder abgesondert fuͤr sich besteht und seine eigenen Kasstrer oder Praͤsidenten oder Beamten hat, und ein Jeder, der mit einer solchen Gesellschaft in Verbindung oder in Korrespondenz steht, oder der Geld zur Unterstuͤtzung der⸗ selben beitraͤgt, sollen gewissen Strafen unterworfen seyn.““— Nicht obne scharfe Bemerkungen, welche selbst seine neuen Freunde, die Minister, in einige Verlegenheit se tzten, machte Herr Hume hier auf die Aehnlichkeit dieser durch hohe Personen beguͤnstigten Orangisten⸗ Vereine mit den Arbeiter⸗Vereinen vom vorigen Jahre aufmerksam, von denen man doch, wie er saagte, damals 6 Mitglleder, bloß der von ihnen geleisteten gesetzwidrigen Eide wegen, nach Botany⸗Bay geschickt habe. Der Redner bemerkte sodann Folgendes uͤber die Einrichtung, Verbreitung und Tendenz der Logen: „„Im J. 1825 wurden neue Statuten des Ordens angenommen; die General⸗Re⸗ geln darin lauten folgendermaßen: 1) Die Orangisten⸗Institution besteht aus einer unbegraͤnzten Anzahl von Brüdern, zu deren Auf⸗ nahme es keiner anderen Befaͤhigungen bedarf, als den Charakter ihrer religidsen Grundsaͤtze. 2) Wer jemals der Roͤmisch⸗katholischen Kirche angehoͤrt hat, kann nur auf Empfeblung des Groß⸗Secretairs seiner Provinz durch einstimmigen Beschluß der großen Central⸗Loge aufgenommen werden. 3) Ein Mitglied der Institution, welches ohne besondere Erlaubniß der großen Loge etwas uͤber die Einrich⸗ tung des Vereins durch den Druck oder auf andere Weise bekannt macht, soll durch die große Loge ausgestoßen werden. 4) Jedes Mitglied der Institution muß zu einer besonders namhaft zu ma⸗ chenden Privat⸗Loge geboͤren. Die meisten solcher Logen bestehen in Irland; nach der Aussage eines von der Kommission verhoͤrten Ir⸗ saͤnders, nicht weniger als 1600, deren jede zwischen 16 und 260 Miitglieder zaͤhlt, die alle durch Schrift oder Zeichen mit einander korrespondiren, und die alle der großen Loge von Icland untergeord⸗
Kaplan
h. — c nicht im Stande, die Erfuͤl⸗ lung ihres Gesuchs zu erreichen, und das Gebäͤude wurde
net sind. In der Grafschaft Antrim bestehen 229, in Armagh 212, in Down 200 Logen; unter den 300,000 Einwohnern der Graf⸗ schaft Armagh sind 20,000 Orangisten., Auch in einigen Gegenden Englands sind sie sehr zahlreich; die Logen in Manchester z. B. aͤhlen zusammen 1050 Mitglieder. Die Aufnahme in eine Loge ist uͤberall mit Feierlichkeiten und allerlei Mysterien verbunden; man
iebt den Kandidaten eine Bibel in die Hand, nimmt ihnen geheime
ide ab und unterrichtet sie in verschiedenen mysteribsen Zeichen. Ueber die Ceremonien in einer von den Irlaͤndischen Logen hat man durch einen Prediger O'Sulllvan die Vorschriften kennen gelernt; es beißt darin unter Anderem: „„Der Kandidat soll bei seiner Ein⸗ fuͤ—hrung zwischen zwei Buͤrgen (Pathen), naͤmlich den beiden Bruͤ⸗ dern, die seine Aufnahme beantragt und unterstuͤtzt haben, mit der Bibel und dem Ordens⸗Statut in der Hand einhergehen; vor ihm zwei andere Bruͤder. Wenn er in das Zimmer tritt, soll ihm ein Kaplan folgende Worte vorlesen; (Hier solgt eine Stelle aus dem alten Testament, in welcher die Allmacht Gottes besungen wird.) Waͤhrend dies verlesen wird, soll der Kandidat am untersten Ende der Tafel stehen, und alle Bruͤder umher in tiefem Schweigen. Dant spricht der Meister: „Freund, was wuͤnschest Du hier in dieser Versammlung wahrer Orangisten 2 und der Kandidat antwortet: „Durch meine freie Wahl und freien Willen wuͤnsche ich Aufnahme in Eure loyale Ver⸗ bindung.“ — Meister: „Wer huͤrgt sr diesen Freund, daß er ein wahrer „rotestant und ein loyaler Unterthan ist?⁷ — De beiden Wurgen verneigen sich gegen den Meister und nennen jeder seinen Ramen. — Meister: „Was haͤlst Du in Deiner Hand? — Kandi⸗ dat: „Das Wort Gottes.“ — Meister: „Auf die Versicherung die⸗ ser wuͤrdigen Bruͤder hoͤffen wir, daß Du es auch im Herzen hal⸗ ten wirst. Was ist das andere fuͤr ein Buch? — Kandi⸗ dat: „Das Buch Eurer Statuten.“ — Meister „Auf die⸗ selbe Versicherung hin hoffen wir, daß Du sie eifrig ftudiren und in allen Theilen ihnen geborsamen wirst. Deswegen neh⸗ men wir Dich freubig auf. Brangisten, fuͤhrt mir Euren Freund her.“ — Die beiden Buͤrgen thun dies und stellen sich dann an beiden Seiten der Tafel hin; der Kaplan liest: „Viele sollen erloͤst und gereinigt werden, aber die Boͤsen werden Boͤses thun und nicht zur Verstaͤndniß kommen. Die Weisen aber werden verstehen. Geseghet ist der, der da wartet und kommt zu den 1330 Tagen. Gehe Deinen Weg bis an Dein Ende, denn Du wirst bleiben und erloͤst werden am Ende der Tage!“ — Fetzt kniet der Kandidat nie⸗ der auf sein rechtes Knie, der Meister bekleidet ihn mit den Abzei⸗ chen des Ordens und mit einer orangefarbenen Schaͤrpe, und der verliest abermals eine lange Stelle aus dem alten worauf der Meister spricht: „Wir nehmen Dich auf, theurer Bruder, in den frommen und loyalen Orden der Ocangisten, in der Ueberzeugung, daß Du ein gehor⸗ samer Kuecht Gottes und ein wahrer Glaͤubiger in seinem Sobhne Jesu Christo seyn wiest, und ein treuer Unterthan unseres Koͤniges und ein Veetheidiger unserer Verfassung. Halte fest an der prote⸗ stantischen Kirche, befolge ihre reinen Lehren und beobachte ihre Vorschriften. Sey der Freund aller Frommen und Friedlichen, ver⸗ zneide den Streit und suche die Liebe. Im Namen der Bruͤderschaft beiße ich Dich willkommen und bete, daß Du lange bleibest unter
Testament,
uns ein ehrwuͤrdiger Oran emann, indem Du Gott fuͤrchtest und
den Koͤnig ehrst und die Gesetze haͤltst.“ Der Meister macht hierauf das neue Mitglied mit den Zeichen und Parole⸗Worten der Bruͤ⸗ derschaft bekannt, und der Kaplan spricht: „Chre sey Gott in der Hoͤbe, Friede auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen!“ End⸗ lich huldigt das neue Mitglied dem Meister, worauf jeder seinen Platz einnimmt und jenem die Certifikate uͤber seine Aufnah⸗ me ausgesertigt werden.““ Besonders einflußreiche Mitglie⸗ der zaͤhlt der Orden unter dem Militair. Im Jahre 1832 bestand in jedem Regiment eine Distrikts⸗Loge, seitdem ist eine Ver⸗ aͤnderung eingetreten, die man nicht genau kennt. Die etwa 1600 Lokal⸗Logen in Irland balten jede zweimal im Jahre zu bestimmten Perioden ihre Versammlungen; die Protokolle dgaruͤber werden den respektiven Distrikt⸗Logen und von diesen der großen Loge in Dublin
Es ist sehr unrecht,
eingesandt. Letztere, aus Deputirten der Distrikte zusammengesetzt, baͤlt gleichfalls periodische Versammlungen und ernennt fuͤr die Zeit ihres Richtzusammenseyns einen Ausschuß, das große Comité, wel⸗ ches sich alle Mittwoch versammelt. Die große Loge selbst zaͤhlt etwa 600 Mitglieder, großtentheils vom hohen und niederen Adel. Meine vorzuͤglichste Anklage ist, daß diese Vereine eine Scheidelinie zwischen der katholischen und protestantischen Bevoͤlkerung ziehen. Alle Maßregeln derselben sind in Blut geschrieben, und doch nen⸗ nen sich die Mitglieder die allein echten Protestanten. (Hoͤrt! und großer Beifall.) Wenn die Whig⸗Verwaltung waͤh⸗ rend der vier Jahre, seitdem sie am Ruder ist, ihre Macht gehoͤrig gebraucht haͤtte, wuͤrde jetzt von keinem Orangisten⸗Verein mehr die Rede seyn. (Hoͤrt, hoͤrt!) Die Orangisten haben ein⸗ zeln und in Gemeinschaft bei allen bedeutenden politischen Veran⸗ lassungen Adressen an Se. Majestaͤt, an beide Parlamentshaͤuser und an den Lord-⸗Lieutenant eingereicht und stets gegen jede liberale Maßregel petitionirt, so gegen die Verbesserung der Kolonial⸗Ver⸗ waltung, gegen Minister⸗Wechsel im liberalen Sinne, gegen den Volks⸗Ünterricht, gegen die Aufbebung der Union, gegen die Eman⸗ cipation der Katholiken und gegen die Parlamenis⸗Reform. (Hort, boͤrt! Sendeten sie nicht ganze Ladungen von Bittschriften gegen die Anspruͤche der, wie sie dieselben nannten, „papistisch⸗roͤmisch⸗ka⸗ rholischen“ Unterthanen Sr. Majestaͤt ein?“ Oberst Perceval, der Groß⸗Schatzmeister der Central⸗Loge, erhob sich hiergegen mit gro⸗ ker Leidenschaftlichkeit und fragte, wann eine Petition von einer Drangisten⸗Loge uͤberreicht worden sey, in der das Wort „papistisch“ vorgekommen waͤre. Herr Humec: „Ich kann dem tapferen Mitgliede versichern, daß seit dem Jahre 1828 viele solcher Petitionen eingegangen sind (Hoͤrt!) Meiner Ansicht nach graͤnzt das Verfahren der Orangisten⸗Logen nahe an Hochver⸗ rath. (Hoͤrt!) Moralisch wenigstens sind sie des Verraths schuldig, wenn auch nicht dem Buchstaben des Gesetzes nach. Ein Herr Ar⸗ chibald wurde von der Central⸗Loge ausgestoßen, weil er gerufen: „O'Connell fuͤr immer!“ und ein Herr Scott, weil er Herrn O'Con⸗ nell ein Fruͤhstuͤck gegeben hatte. (Hoͤrt! und Gelaͤchter.) Wie kann ein Offizier seine Pflicht gegen den Koͤnig und das Land er⸗ fuͤllen, wenn solche Umtriebe in der Armee geduldet werden? (Hoͤrt!) Ich moͤchte sagen, wenn ein solcher Zustand der Dinge noch laͤnger soßidauern soll, so waͤre es besser, wir wuͤrden je eher je lieber die Armee ganz los. Lord Hill'’s Stab kostet dem Lande jaͤhrlich gegen 16,000 Pfund; der Ober⸗Besehlshaber sollte also billiger Weise sol⸗ chen schmaͤhlichen Umtrieben in der Armee ein Ende machen. (Hoͤrt!) Ich bin der Meinung, daß die Yeomanry in Irland auf der Stelle entlassen werden sollte, denn es sind so viel Orangisten unter diesem Corps, daß es nie zu einem wichtigen Dienst gebraucht werden kann. (Hoͤrt!) Auch jede orangistische Magistrais-Person sollte, ich stehe nicht an, es zu sagen, aus der Friedens⸗Kommission entlassen werden. Ehe dies nicht geschiebt, wird fein Frieden in Irland seyn. Das Polizei⸗Wesen in Irland sollte ebenfalls durch und durch gereenigt werden. Als Herr S. Crawford einst die Yeo⸗ manry aufforderte, eine Ruhesloͤrung zu unterdruͤcken, weigerten sich die Orangisten unter diesem Corps, Folge zu leisten, und sagten trotzig: „„Sie moͤgen sich auf die Autoritaͤt des Herzogs von Ror⸗ thumberland, des Lord⸗Lieutenants, berufen, indem Sie uns zum Dienst auffordern, wir berufen uns aber auf die Autoritaͤt des Bruders Sr. Majestaͤt, des Herzogs von Cumberland, indem wir Ihnen nicht ge⸗ horchen.“ (Hoͤrt!) Ich babe die Leute immer im Verdacht, die bestaͤn⸗ dig den Namen des Koͤnigs und der Verfassung im Munde fuͤhren. Diese Leute verhoͤhnen die Gesatze des Landes am ersten. (Hort!) Jeder, der ihr Benehmen beobachtet hat, muß wissen, daß sie ihre groͤße Loya⸗ lität nur unter Bedingungen bewahren. Sie dauert nur so lange, als Se. Maiestaͤt und die Regierung entschlossen sind, die Ueber⸗ macht der Protestanten in allen ihren Formen aufrecht zu erhalten. (Hoͤrt!) Sobald irgend etwas vorgeschlagen wird, um die Miß⸗ brauche abzustellen, die sich im Verlaufe der Zeit eingeschlichen ha⸗ ben, da boͤrt die Loyalitaͤt diesen Herren sogleich auf. (Hoͤrt!) Ich bin uüͤberzeugt, daß Se. Maiestaͤt von dem herrschenden Zustande der Dinge nichts wissen. (Hoͤrt)) Mein Zweck ist, besonders diejenigen
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zu trefen, die sich der Gunst des Hofes erfreuen; um die Subalie nen kuͤmmere ich mich weniger. (Hoͤrt!) Ich hoffe, das Haus wir) den habe daß die von dem Ausschuß zur Untersuchung der Orangisien⸗Log
um dlesen Zweck zu erreichen, nichts dagegen einzuwenden
abgehoͤrten Zeugen⸗Aussagen dem Koͤnige vorgelegt werden.“ Unter den von Herrn gen sich die ersten auf die Orangisten⸗Logen in Irland, die uͤh
gen aber auf die Existenz solcher Logen in der Armee, wohej; zugleich darauf antrug, dem Koͤnige in einer Adresse sowohl ditse ¹ 8 . 8 8- konstatirten anzuzeigen, daß naͤmlich der Herzog von Cumberla in blanco ausgefertigte Stiftungs⸗Patente fuͤr Orangisten⸗L⸗ V in der Armee abgesandt habe (die Londoner Loge schickt naͤmic
Umstand als auch einen anderen, angeblich durch Untersuchun
Missionaire in alle Theile des Koͤnigreiches, selbst in die KAh
nicen); daß Sr. Koͤniglichen Hoheit, meinte Hr. Hume, die
den Jahren 1822 und 1825 gegen die geheimen Gesellschaften in b. Armee erlassenen Verbote so wie die Existenz der Logen in der Am unbekannt seyn sollten, das werde gewiß Niemand behaupten wolg Se. Koͤnigl. Hoheit sey der Großmeister aller Orangisten han in ganz England; waͤre es moͤglich, daß er die Existenz dersa in der Armee nicht kenne? Man spreche so viel von den beitern von Dorchester, und diese haͤtten doch nur zu tha Verein von Arbeitern gehoͤrt; hier aber habe man einen Ven der Lords, Adliche, Geistliche, Ober⸗Scherifs, Offiziere und ia lamentsmitglieder umfasse, sey der nicht viel gefaͤhrlicher und mehr der Beachtung der Regierung werth? Er (Hume) s deswegen, der Minister des Innern (Lord J. Russell) ugf sich seinen Antraͤgen nicht widersetzen. Die Motion wurde Herrn Finn unterstuͤtzt und dann von Herrn Patten, w Praͤsidenten des Untersuchungs⸗Ausschusses, zuerst m griffen, welcher sich daruͤber beschwerte, daß man nicht n Schlußbericht der Kommission abgewartet, sondern denmstt durch jene Resolutionen vorgegriffen habe. Er beantragh Amendement (mit Weglassung der auf den Herzog von Chh
land bezuͤglichen Resolution), eine Adresse an den Koͤnig zut
ten, um dessen Aufmerksamkeit auf das Bestehen und dieß
der Orangisten⸗Logen in der Armee Sr. Maj., gegen die N bote in den Armee⸗Befehlen von 1822 und 1829, zu lenken m eine Untersuchung uͤber das Vorhandenseyn dieser und anban in verschiedenen Theilen des Reichs bestehender geheimer Gesil schaften zu veranlassen. Der Oberst Wood, Adjutant des 9h
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nigs und Schwager des Marquis von Londonderry, verscherg
der Herzog von Cumberland koͤnne von dem Gebrauch, der von den Vollmachten, die er in hlanco unterzeichnet habe, gemachl worden sey, unmoͤglich etwas gewußt haben; erst gestern habe er (der Redner) Se. Koͤnigl. Hoh. auf dem Wege nach dem Oberharsege⸗ troffen, und der Herzog habe ihm gesagt, es sey stets Brauc gewesen, die Vollmachten in blanco zu unterzeichnen; er hat nicht die geringste Ahnung davon gehabt, daß diese Vollmachte unter den Linien⸗Regimentern verbreitet worden seyen, und emn mal, als man vorgeschlagen habe, eine solche Vollmacht ane Regement auszustellen, habe er sich diesem Vorschlage aufs schiedenste widersetzt. (Hoͤrt, hoͤrt!) Dieser Aussage stimmt auch Oberst Perceval und Herr Maxwell, der Groß⸗Sem tair der Central⸗Orangisten⸗Loge, bei. Hrn. Ward jedoch sche die Sache nicht glaublich. Jetzt stand Lord John Russet auf und hielt eine Rede, die sehr beifaͤllig aufgenommen wurd,
„Ich bedaure“, sagte der Minister, „daß das ehren eithe M⸗
lied fuür Middlesex nicht noch bessere Beweise hat ab warten pol⸗
en, ehe dasselbe mit seinen Resolüutionen hervorgetreten. Dane einmal die Motion gemacht ist, so werde ich mich nicht scheneh meine Ueberzeugung auszusprechen. Ich bin immer ein Feind gehe mer Gesellschaften gewesen; ich habe mitgewirkt, im F hre 1831 % gefaͤhrlichen Operationen der Birminghamer politischen Union Ende zu machen, und wenn ich es damals fuͤr meine Pflicht hi in die Bestrafung von Leuten in untergeordneteren Lebens Verhü nissen, die sich in widergesetzliche Umtriebe einließen, zu willigen, halte ich es auch jetzt fuͤr meine Pflicht, ein gleiches Urtheil m gleichen Tadel auszusprechen, wenn einige der hoͤchsten und erlauc testen Personen dieses Landes, durch starken Partei⸗Anhang unferüil durch Beamte vom hoͤchsten Civil⸗ und Militair⸗Rang beguͤnstigt si tief in alle die Unrechtmaͤßigkeiten und Fehltritte eingelassen hahe welche der Zweck und die Folgen jener Vereine sind. Ein Mm waͤre es, wenn jene Gesellschaften dazu dienten, Friede um En tracht im Staate zu erhalten; wenn sie aber ersichtlich in ite Plaͤnen von Stufe zu Stufe immer hoͤher stiegen, immer we gingen, bis sie den Frieden stoͤrten, den sie erhalten zu wollen! geben; wenn sie die Quellen der Gerechtigkeit, die sie so laut preisen, truͤbten und vergifteten; wenn sie das Militair verden und verfuͤhrten, welches zu befehligen der Koͤnig allein die Peh gative hat; wenn alle diese Mißverhaͤltnisse offenbar und unzwe haft sind, dann wird das Haus fuͤhlen, daß es meine Pflicti Alles, was in meiner Macht steht, zu thun, um ihnen vorzufcge und jenen Gesellschaften ein Ende zu machen. Was die von Al” Rednern versuchte Rechtfertigung Sr. Koͤnigl. Hobeit des hahgte von Cumberland hinsichtlich der Vollmachten in blanco bettst mache ich nur darauf aufmerksam, daß Oberst Perceval selbst standen hat, der Herzog habe die von ihm und dem Sbersiena ausgestellten Blanko⸗Vollmachten unterzeichnet, also jedenfalz Verfahren gutgehgißen; uͤbrigens zweifle ich nicht daran, dast Koͤnigliche Hoheit, sobald Sie sich überzeugen, welcher unschsitt Gebrauch von den mit Ihrem Namen versehenen Voll machta macht worden, einsehen werden, daß es mit Ihrer Stellung Prinz von Gebluͤt und als Feldmarschall in der Armee nichtgt traͤglech sey, laͤnger eine so ausgezeichnete Stellung in jenet cation einzunehmen, und sich demgemaͤß von der Gesellschaft ruͤckztehen werden; und wenn, wie Andere behaupten, der Pein Stiftung von Orangisten Logen in der Armee abgeneigt ist, se g derselbe gewiß die erste sich darbietende Gelegenhelt benutzen,“ dies öffentlich zu erklaͤren.“ Lord John Russell erklaͤrte sich deswegen mit den Antti des Herrn Hume einverstanden, schlug aber vor, um einige! here Auskunft in dieser Beziehung abzuwarten, die Distis bis zum naͤchsten Dienstag I. vertagen. Hiermit war denn G Herr Hume zufrieden. Sir R. Peel aͤußerte den Wult daß man bet dieser Gelegenheit die in Irland bestehenden 1e aus dem Spiel gelassen und sich auf die Logen in der „. beschraͤnkt haben moͤchte, erklaͤrte aber gleichfalls im Lauf 9 Rede, daß er hinsichtlich der Unvertraͤglichkeit des Bestehane Logen mit der guten Disziplin in der Armee vollkomme⸗ dem Gesagten uͤbereinstimme und keinen Anstand nehm ee Einrichtung mit eben so scharfen Worten zu tadeln, algz l ehe gend einer der ehrenwerthen Herren gegenuͤber gethan danpig Erklaͤrung, die O'Connell und seine Partei mit lautem g hoͤrt!“ entgegennahmen. (Bekanntlich zeigte in der föhezge Sitzung Herr Patten an, daß der Ausschuß ein, Sahg des Herzogs von Cumberland in Bezug auf seine Stellune dem Orangisten⸗Verein erhalten habe, welches dem Hau naͤchsten Montag mitgetheilt werden solle.) vEq6q6öö161616ö6ööübü6e1“ Bruͤssel, 10. August. Sowohl die Senatoren als dig praͤsentanten haben bereits den Gesetz⸗Entwurf zur Absch der 10 Zusatz⸗Centimen angenommen, und diese additionelle
wird demnach mit dem ersten Sept. d. J. aufhoͤren.
Hume beantragten Resolutionen heu⸗
en. Der abgesetzte Daud Pascha von zerwaltung so schlecht fuͤhrte und nichts
rduche, die durch die
urden 2
sore Matfestaͤt, stets bemuͤht,
Kloͤster, di
hach die Verpflichtung, uͤber die nen hervorgeht, daß es viele Moͤnchs⸗Kloͤster und
Man hat die Bemerkung gemacht, daß der Hollaͤndische Kom⸗ undant von Mastricht, General⸗Lieutenant Dibbets, jetzt nicht
ehr so streng gegen die Zulassung von Belgiern in die genannte scwung ist und betrachtet dies als eine Erwiederung des milde⸗
ein Verfahrens, das auch von Belgischer Seite gegen die aus gastricht nach den Umgebungen kommenden Hollaͤndischen Beam⸗ n, seit kurzem beobachtet wird.
Daͤnemark.
Kopenhagen, 8. August. Se. Majestaͤt der Koͤnig haben umm 6. August den bisherigen Vice⸗General⸗Gouverneur auf br Croixx, Kammerherrn Soeboetker, zum General⸗Gouverneur uf St. Thomas und St. Jean, und unterm 28. Juli den srafen Ernst Reventlow zu Farve zum Kammerherrn ernannt.
Das Koͤnigl. Schwedische Dampfschiff, „Gylfe“, an dessen vord sich Ihre Koͤnigl. Hoheiten der Kronprinz und die Kron⸗ einzessin von Schweden, so wie der Herzog Max von Leuchten⸗ irg befanden, kam vorgestern auf der Reise von Stroͤmstad nach btockholm bei der hiesigen Rhede voruͤber. 1
Dem Vernehmen nach, hat der durch seinen Preß⸗Prozeß kkannt gewordene Professor David die nachgesuchte Erlaubniß halten, eine schon seit mehreren Jahren von ihm beabsichtigte issenschaftliche Reise nach Deutschland, Paris und London an⸗
treten. Oesterreich. 8
Wien, 6. August. Nach Berichten aus Ischl waren Se. oͤnigl. Hoheit der Erzherzog Maximilian von Este dort ein⸗ aetroffen. 8 8 Fenern um 12 Uhr hatte (wie bereits erwaͤhnt) der Tuͤr⸗ sche Botschafter seine Audienz bei Ihren Majestaͤten, welche zu von Schoͤnbrunn zur Stadt gekommen waren. In einem alla Zuge von 6 Hof⸗Wagen, begleitet von der Kaiserl. Diener⸗ aft, erhob sich der Botschafter um halb 12 Uhr von seinem alaste in die Burg, in deren Gemaͤchern die adelige Ungarische d Deutsche Garde Spalier machten. Er saß in einem mit 6 fferden bespannten Pracht⸗Wagen, der Hof⸗Dolmetsch, Hofrath r Hammer, ihm gegenuͤber. Im zweiten Wagen saß der Tuͤr⸗ sche Geschaͤftstraͤger am Kaiserl. Hofe, von Maurojeni. Nach rAudienz bei Sr. Majestaͤt dem Kaiser, begab sich der Bot⸗ hafter mit großem Zuge und unter Begleitung des Hofstaats u Ihrer Majestaͤt der Kaiserin, welche ihn, von Ihren Palast⸗ amen umgeben, empfing. Eine große Menschenmenge stroͤmte n die Burg, um den Zug des Botschafters zu sehen. — Abends gab der Fuͤrst Metternich dem Botschafter ein großes Diner, zu welchem das gesammte diplomatische Corps eingela⸗ den war.
Der Erzherzog Karl hat mit seiner Familie die Sommer⸗ sesidenz in Baden, welches diesen Sommer die schmerzlichen berluste der erhabenen Glieder des Kaiserhauses auf eine betruͤ⸗ inde Weise fuͤhlt, gestern wieder bezogen, und wird bis zur geise nach Boͤhmen dort verweilen. Die Erzherzoge Franz Karl nd Johann treten die Reise nach Kalisch uͤber Fischbach und Fambrunn in Schlesien bestimmt am 25sten d. M. an. Ein mhireiches Gefolge von Stabs⸗ und Ober⸗Offizieren wird diese unzen begleiten. Die dazu noͤthigen Uniformen und Pferde⸗ seschirre sind aufs Prachtvollste eingerichtet worden. Vierzig der insten Pferde gehen am 19ten d. M. nach Kalisch ab.
Die Herzogin von Berry wird ihren Aufenthalt in Graͤtz hesmen.
Nach Albanien ist eine Expedition von 6000 Mann aus onstantinopel abgegangen. Die Nachrichten von dort werden mer beunruhigender. Da die angeordnete Blokade der Kuͤsten [baniens erst am 17. August in Wirkung treten soll, und die peditions⸗Truppen vor dieser Zeit Skutari nicht erreichen rften, so wird sich der Pascha von Skutari nicht halten koͤn⸗ Bosnien, welcher seine zur Rettung Skutaris thun vermochte oder aus Nachlaͤssigkeit den ersten Moment rsaͤumte, ist nach Konstantinopel beschieden und soll zur Rechen⸗
hhaft gezogen werden.
Spanien. 8
Kadrid, 1. August. Die Hof⸗Zeitung enthaͤlt nach⸗ ehenden Bericht an die Koͤnigin uͤber die Aufhebung der Kloͤ⸗ er, 8 wie das darauf erlassene Koͤnigliche Dekret uͤber diesen Degenstand:
„Senora! Die Nothwendigkeit einer vernuͤnftigen und heil⸗ amen Reform der Welt⸗ und Kloster⸗Geistlichkeit ist schon lange on dem in den Cortes repraͤsentirten Koͤnigreiche anerkannt, und ises hat nicht aufgehoͤrt, dringend zu fordern, 9. den Verirrun⸗ i eines unbesonnenen Eifers und einer uͤbelverstandenen Froͤm⸗ ggkeit, welche dem Lande so großen Nachtheil und so vieles Elend treitet haben, ein Ziel gesetzt werde. Auch der jetzt aufgehobene ath von Castilien hat sich oft wegen Unterdruͤckung der Miß⸗ zu große Zahl der Moͤnche und Kloͤster und urch die Vernachlaͤssigung der kirchlichen Disziplin herbeigefuͤhrt an den Thron gewandt. Die erbabenen Vorfahren sorer Majestaͤt haben sich mit diesem wichtigen Gegenstande beschaͤf⸗ gt, indem sie theils Kommtssionen ernannten, um die Entwuͤrfe uiner Reform vorzubereiten, theils mit dem Papste Konkordare
bschlossen, oder allgemeine und besondere Maßregeln ergriffen, die
Rder neuesten Gesetz⸗Sammlung enthalten sind. Da diese Maß⸗ geln indeß niemals zur Ausfuͤhrung sind/ 8 hibes bre M. s den Spantern alle die Vortheile zu rschaffen, welche sie von der Regierung Ihrer erhabenen Tochter, er Koͤnigin Isabella II. erwarten, durch ein Dekreet vom 22. April mrreine aus Welt⸗ und Kloster⸗Geistlichen bestehende Kommisüon rnannt, um diejenigen Verbessexungen, welche sie fuͤr zweckmäͤßig ühten wuͤrde, Jhrer Majestaͤt vorzulegen. Nachdem die Kom⸗ ssion sich ein Jahr hindurch eifrig und gewissenhaft mit diesem hegenstande beschaͤftigt hat, uͤberreicht sie Ihrer Majestaͤt das Er⸗ gebniß ihrer Arbeiten. Es besteht aus den Grundlagen der allge⸗ neinen Reformen, die sowohl bei Welt⸗ als bei Kloster⸗Geistlichen bevewirken sind. Diese Grundlagen, welche von der Regierung ngfältig gepruͤft werden sollen, waͤhrend die Kommission die zur nwendüng derselben noͤthigen Verordnungen entwirft, werden den inbalt verschiedener Gesetz⸗Entwuͤrfe bilden, die den Kammern vor⸗ düögt werden sollen, nachdem das Oberhaupt der Kirche oder die aetsan⸗Praͤlaten uͤber diejenigen Punkte zu Rathe gezogen wor⸗ . sind, die ihre Einmischung erheischen. Es ist jedoch meine licht, die Aufmerksamkeit Ihrer Majestaͤt auf diejenigen Grund⸗ ggen zu lenken, welche die Aufhebung der Stifter und Moͤnchs⸗ siese Zabr weniger als zwoͤlf Mitglieder zaͤhlen, bezwecken, indem 9 Fabl⸗ nach verschiedenen kanonischen Gesetzen, zur Bildung eines erig 8. Vereins nothwendig ist. Ihre Majestaäͤt hat, als Beschuͤz⸗ er Kirche und ihrer Gesetze, nicht nur das Recht, sondern
die Beobachtung der letzteren zu wa⸗
a nun aus den der Kommission mitgetheilten Nachweisun⸗ 6 d Stifter giebt, in schin die Disziplin, wegen Mangels der kanonischen Anzahl von ee nicht beobachtet werden kann, so schlage ich Ihrer Ma⸗ 8 neiezenigen Stifter und Moͤnchs⸗Kloͤster, welche sich in dem kch leg eben füünden oder noch dahin kommen werden, aufzuhehen. ha Ibrer Malestaͤt nachstehendes Dekret zur Genehmigung
8*
vor. Die unmittelbare Folge desselben wird die Aufhebung von 900 Ordenshaͤusern, also der Haͤlfte aller vorhandenen, und die Verwen⸗ 19 ihres Eigenthums zur Tilgung der oͤffentlichen Schuld seyn. Nach dem von der Kommission mitgetheilten Verzeichnisse wuͤrden folgende Kloͤster aufzuheben seyn: 40 Stifter verschiedener Orden, 138 Dominikaner⸗Kloͤster, 181 Franziskaner⸗, 77 Barfuͤßer⸗, 7 Ter⸗ tiarier⸗, 29 Kapuziner⸗, 88 Augustiner⸗, 17 Rekollekten⸗, 37 Karme⸗ liter⸗, 4s Karmeliter⸗Barfuͤßer⸗, 36 Merzenarier⸗, 27 Merzenarier⸗ Barfuͤßer, 50 St. Johannes⸗, 11 Praͤmonstratenser⸗, 6 Minoriten⸗ Geistlichen⸗, 4 Agonisten⸗Klöoͤster, 3 Klöster der Diener der Jung⸗ feau Maria, 62 Minimen⸗, 37 Trinitarier⸗ und 7 Trinitarier⸗Bar⸗ fuͤßer⸗Kloͤster. Diejenigen Stifter und Kloͤster, welche, nachdem die Nachweisung an die Kommifsion zuruͤckgesandt worden ist, die gesetz⸗ liche Zabl ibrer Mitglieder verloren haben, so wie diejenigen, welche zwar 12 Mitglieder zaͤhlen, die das Geluͤbde abgelegt haben, unter denen sich aber nicht wenigstens zwei Drittheile Choör⸗Geistliche be⸗ finden, werden gleichfalls aufgelbst. S. Fldefonso, 25. Juli 1835. Manuel Garcia Herreros.“
Das Dekret selbst lautet folgendermaßen:
„Art. 1. Die Stifter und Kloͤster, welche nicht zwoͤlf Mitglie⸗ der zaͤhlen, die das Geluͤbde abgelegt haben, und von daonen nicht wenigstens zwei Drittheile aus Chor⸗Geistlichen bestehen, sind aufge⸗ hoben. Art. 2. Diejenigen Stifter und Kloͤster, welche schon vor⸗ her in Folge der gegenwaͤrtigen Umstaͤnde geschlossen wurden, sind gleichfalls aufgehoben, wenn sie nicht die vorhergenannte Zahl der Mitglieder haben. Art. 3. Sollte das allgemeine Beste die Erhaltung eines oder mehrerer Kloͤster erfordern, die nicht die vorgeschriebene Zahl von Mitgliedern haben, so soll dieselbe aus anderen Kloͤstern desselben Ordens ergaͤnzt werden. Art. 4. Ausgenommen hiervon sind die Or⸗ denshaͤuser der regulirten Geistlichen, die Klosterschulen und die Kollegien der Missionatre fuͤr Asien. Art. 5. Die Mitglieder der aufge⸗ bobenen Kloͤster und Stifter begeben sich in andere Haͤuser ihres Ordens, die ibnen die Praͤlaten anweisen werden, und sie koͤnnen die zu ihrem Ge⸗ brauche erforderlichen Gegenstaͤnde dorthin schafen lassen. Art. 6 Die Kirchsplele der aufgehobenen Stifter und Kloͤster werden mit allen ihnen bis jetzt zustehenden Rechten saͤkularisirt. Art. 7. Alle Besitzungen und Einkuͤnfte der aufgehobenen Stifter und Kloͤster werden zur Tilgung der oͤffentlichen Schuld oder zur Zahlung der Zinsen verwendet. Ausgenommen hiervon sind jedoch die Archive, Bibliotheken, Gemaͤlde und andere Gegenstaͤnde, die den Wissen⸗ schaften und Kuͤnsten von Nutzen seyn koͤnnen, so wie die Gebäude der Stifter und Kloͤster, die Kirchen, der Kirchenschmuck und die heiligen Gefaͤße, deren Verwendung ich mir vorbehalte. Art. 8. Wenn die Einkuͤnfte eines Klosters, in welchem die Mitglieder ei⸗ nes aufgehobenen Klosters aufgenommen worden, nicht mehr zum Unterhalt Aller hinreichen, so soll demselben so viel, als noͤthig ist, von den Einkuͤnften des aufgehobenen Klosters uͤberwiefen werden. St. Ildefonso, den 25. Juli 1835. Die Koͤnigin
A. D. Manuel Garcia Herreros.“
Dieselbe Zeitung enthaͤlt auch noch ein anderes Koͤnigliches Dekret, wodurch der Graf von Toreno, zur Belohnung seiner ausgezeichneten Dienste, zum Kammerherrn der Koͤnigi nannt wird. “
Wetlslen.
ꝛ— — Rio Janeiro, 1. Juni. Unsere Rhede hat seit einigen Tagen ein ganz kriegerisches Ansehen bekommen, nachdem kurz hinter einander die praͤchtige Englische Fregatte „Dublin“, auf die heute der Admiral Sir Graham Hammond vom Linien⸗ schiffe „Spartiate“ seine Flagge uͤbertragen sollte, und die nicht minder schoͤne Franzoͤsische Fregatte „Syrène“, mit dem Admiral Dupotet am Bord, eingelaufen. Beides sind Schiffe von 60 Kanonen. Die Salven fuͤr das Land, fuͤr die beiden Admirale und den Amerikanischen Comodore, so wie die der Brasiliani⸗ schen Wacht⸗Fregatte von 60 Kanonen, von denen jede insbeson⸗ dere erwiedert wird, bilden im Vereine mit dem Wiederhall in den Gebirgen einen unaufhoͤrlichen Donner. Unser Wetter scheint sich endlich aufklaͤren zu wollen, nachdem wir durch fuͤrchterliche Stuͤrme ein beinahe dreimonatliches anhaltendes Regenwetter ge⸗ habt, wodurch die Kaffee⸗Aerndte um reichlich eben so viel Zeit verspaͤtet worden ist; wir hatten am 20sten v. M. am Morgen nur 11 Grad Waͤrme, was hier zu Lande eine Seltenheit ist. Die offizielle Anzeige vom Hinscheiden des Kaisers von Oester⸗ reich ist hier gleichzeitig mit der unerwarteten Nachricht von dem Tode des Herzogs von Leuchtenberg eingetroffen. Dies letzte Ereigniß duͤrfte die bedeutende Auswanderung der Portugiesen von hier nach ihrem Vaterlande, wodurch uns viele Kapitalien entzogen worden, wieder etwas vermindern helfen. Es ist wie⸗ der ein Transport Englischer Bergleute hier angekommen, ihre Anzahl in Minas duͤrfte sich auf nahe an 700 Koöͤpfe belaufen. In Buenos⸗Ayres soll es unruhig aussehen; man will wissen, daß der Nord⸗Amerikanische Konsul schwer beleidigt worden und alle Fremde gezwungen sind, das rothe Band zum Abzeichen ih⸗ rer Anhaͤnglichkeit fuͤr die Sache Rosas zu tragen, der jetzt un⸗ umschraͤnkter Diktator der Republik ist. — Hier ist Alles ruhig; die Fonds stehen 72 pCt. Man spricht wieder vom Entwerthen der Kupfermuͤnze, von der Einfuͤhrung eines groͤßeren Papier⸗ Geldes fuͤr ganz Brasilien und eines kleineren Papier⸗G
fuͤr jede einzelne Provina.
In l.a n d.
Berlin, 15. August. Ueber die Geburtsfestes gehen uns noch verschiedene vinz zu, aus denen wir Folgendes mittheilen: Die Stadt Gum⸗
Feier des Allerhoͤchsten Berichte aus der Pro⸗
binnen hatte den 3. August bestimmt, um die durch die Gnade Sr. Majestaͤt des Koͤnigs, zur Erinnerung an das hundertjaͤh⸗ rige Begruͤndungsfest der Stadt erhaltene Statue des erhabenen Gruͤnders derselben, Koͤnigs Friedrich Wilhelm l, feierlich zu ent⸗ huͤllen, nachdem dieselbe schon einige Tage vorher aufgestellt wor⸗ den war. Die staͤdtischen Behoͤrden hatten zu diesem Behuf ein Fest angeordnet, welches die allgemeinste und regste Theilnahme fand und waͤhrend dessen die innigste Liebe und herzlichste Dank⸗ barkeit der Einwohner gegen Se. Majestaͤt den Koͤnig sich offen aussprachen. Am Vorabende wurde im Schauspielhause, von der jetzt in Gumbinnen anwesenden Schauspieler⸗Gesellschaft ein, in Bezug auf den 3. August gedichtetes Festspiel gegeben, in welchem eine wohlgerathene Decoration den Marktplatz mit dem darauf befindlichen neuen Regierungs⸗Gebaͤude und der, vor dem⸗ selben aufgestellten Statue, darstellte. Der Morgen des 3. Aug. wurde mit Salven, Glockengelaͤute und Musik von dem Thurme des Rathhauses begruͤßt. Um 11 Uhr versammelten sich die staͤdtischen Behoͤrden, die Gewerke und die Buͤrgerschaft vor dem Rathhause und zogen in festlichem Zuge, unter Vortragung der Fahnen und unter dem Gelaͤute der Glocken und dem Schall mehrerer Musik⸗Choͤre, zu der, mit einem geschmackvoll dekorir⸗ ten Amphitheater umgebenen, noch verhuͤllten Statue, woselbst der Zug von den versammelten Koͤniglichen Behoͤrden und einem Saͤnger⸗Chor empfangen wurde. Unter Absingung passender Lie⸗ der und waͤhrend einer von dem Buͤrgermeister Kaͤmpf gehalte⸗ nen Anrede an die Versammlung, erfolgte darauf die Enthuͤllung des Standbildes. Mittags wurden auf Kosten der Kommune 297 Arme festlich und reichlich bewirthet, und Abends war die ganze Stadt glaͤnzend erleuchtet. An mehreren Orten aufge⸗
um dem Offiziers⸗Ball beizuwohnen, zur Stadt ren. Und nun die Mehrzahl der Einwohner, die gierde auf den Straßen und zwischen den Marktbuden herum⸗ trieben! der Mehrzahl nach so Am sichtlichsten war dies ben bis acht Uhr, Balle fuhren und mit eben so vielen, h.s8s8 und in das Innere der Stadt wollten, ins Gedraͤnge amen. Zapfenstreiche der Russen der Andrang ungeheuer. Russische Musik⸗Corps waren naͤmlich vor dem auf Langgarten gelegenen, Hause, in welchem der die ganze Expedition kommandirende General Islenieff sein Absteige⸗Quartier genommen hatte, waͤhrend mehrerer Stunden aufgestellt gewesen und hatten, ein Corps nach dem andern, ganz vortrefflich musizirt, bis sie sich Dunkelheit, zu einem großen Zapfenstreiche vereinigten und, einen riesenhaften Tambour⸗Major an der Spitze, mit einem muntern Marsche und unter dem gewaltigsten Getrommel der Stadt durchzogen, viele Tausende nen her. — Der Russische Admiral, alten Danziger Familie abstammende Gema gesehensten katholischen Familien verwandt ist, will heute auf sei⸗
stellte Musik⸗Corps ’ den Frohsinn der zahlreich versam⸗ melten Menge, die i
Majestaͤt dem Koͤnige Anstimmen des Volksgesanges zu erkennen gab. fand zur In Goͤrlitz versammelten sich Militair und die Buͤrger⸗Garden auf dem Marktplatze zu einer Parade, bei welcher 1— Auf dem Schießhause erfolgte darauf nach altherkoͤmmlicher Weise das Koͤnigsschießen, und die Bewohner aller Staͤnde sowohl festlich ausgeschmuͤckten Lokalen zu frohen Gastmahlen. war der Schießplatz ringsum mit leuchtenden Pyramiden um⸗
re Freude durch haͤufig wiederholte, Sr.
Vivats und mehrmaliges
Am 4ten August ein Ball statt. am fruͤhen Morgen das
gebrachte
—
Nachfeier des 3.
das Volkslied gesungen wurde.
zu Mittag vereinigten sich hier als in anderen Abends
stellt, und im Hintergrunde erhob sich ein geschmackvoll illu⸗ minirter Triumphbogen, Buͤste Sr. Majestaͤt befand. prangte das gleichfalls erleuchtete Schießhaus, spaͤterhin die Klaͤnge heiterer Tanzmusik erschollen. Viele Tau⸗ sende aus der Umgegend, auch aus dem Koͤnigreich Sachsen Se dem entfernteren Boͤhmen nahmen Theil an dieser schoͤnen Feier, 1
freudigen Hoffnung hingab, vielleicht desvater in den dortigen Mauern zu sehen. — In Pleß in Oberschlesien gab der verts, zu welchem mehrere Staͤnde des Fuͤrstenthums, die Geistlichkeit beider Confessionen, die Koͤnigl. Beamten und die Hoͤhere Fuͤrstl. Dienerschaft geladen waren. Wohl Sr. Majestaͤt gestellten Boͤller kennbaren Zeichen der Verehrung ausgebracht. Abends gab der Fuͤrst in der Fasanerie, bei schoͤner Beleuchtung dieses tens, einen Ball, zu welchem jedem Gesitteten der Zutritt frei⸗ stand, und der bei allgemeiner Freude bis zum folgenden Mor⸗ gen dauerte. — In Arnsberg fand am Vormittag in dem dor⸗ tigen Gymnasium eine oͤffentliche Schulfeier, verbunden mit ei⸗ nem Gottesdienste, statt. im Lokale der Casino⸗Gesellschaft und fuͤr den Abend ein Ball auf dem mit Rathhause
welchem sich ein Altar mit der Auf der entgegengesetzten Seite aus dessen Innerm
unter
die noch dadurch bedeutend 18 1 S. Tezee ald den allverehrten Lan⸗
regierende Fuͤrst ein Diner von 70 Cou⸗ Der Toast auf das
unter Abfeuerung der im Park auf⸗
wurde von Sr. Durchlaucht mit unver⸗
ustgar⸗
Zu Mittag war ein festliches Mahl
seinen naͤchsten Umgebungen glaͤnzend erleuchteten veranstaltet. — Dem heutigen Militair⸗Wochenblatte zufolge, ist
der Oberst und interimistische Inspecteur der 2ten Artillerie Inspection, von Grevpenitz, als General⸗Major mit Pension in den Ruhestand versetzt worden.
— Man schreibt aus Danzig vom 10. August: „Wie⸗
wohl die Kaiserl. Russischen Landtruppen bereits am vorigen Donnerstage ihren Marsch nach Kalisch von hier aus fortgesetzt haben, so befindet sich dennoch die aus circa zwanzig Schiffen befindliche Russische Flotte, welche die Truppen heruͤbergebracht hat, etwa in Entfernung von einer starken Meile vom Lande, noch immer im Angesichte unsres Hafens, um, bis zur wahrscheinlich im Laufe der kuͤnftigen Woche erfolgenden Ankunft Sr. Maj. des Kaisers, hier zu verweilen. Die Flotte ist, wie sich solches von selbst versteht, 8000 Mann Marinesoldaten und Matrosen an Bord haben, von denen taͤglich mehrere Stadt sind, wodurch indem die Offiziere, von denen viele reich und beguͤtert seyn sollen, starke Einkaͤufe machen und auch so manches zu ihrem Vergnuͤgen ausgeben. Mittwoch den 5. August. Fremden, die wegen der Russen, dann jene, die wegen des Dominik⸗Marktes hergekommen waren, Stadt selbst einquartierten Russen, und gewiß mehrere Tausende von auf den Doͤrfern Einq
gehoͤrig bemannt und mag daher wohl an underte, mitunter selbst Tausende in der ier viel baares Geld in Umlauf koͤmmt,
Besonders gefuͤllt war die Stadt am Man denke sich die Massen der
dazu die in der circa dreitausend Mann, der Marine und den uartierten, die ebenfalls, zum Theil gekommen wa⸗ sich aus Neu⸗
Wahrlich, fuͤr einen solchen Volks⸗Andrang sind unsere schmalen Gassen gar nicht eingerichtet. am 5ten in der Abendstunde von sie⸗ wo unzäͤhlige Wagen durch die Langgasse zum die von Spazierfahrten zu⸗ Eben so war bei dem etwas spaͤter statthabenden großen Saͤmmtliche
dem juͤdischen Kaufmann Mankiewicz gehoͤrenden
zuletzt, bei einbrechender
die Hauptstraßen von Menschen hinter ih⸗ der durch seine, aus einer hlin mit unsern an—
nem groͤßten Schiffe von 110 Kanonen einen Ball geben, zu welchem am 300 Herren und Daraen aus der Stadt eingeladen sind. Die Gaͤste sollen durch das kuͤrzlich hier angekommene Russische Dampfschiff hin⸗ und hergefuͤhrt werden. Das Fest sollte schon gestern statthaben, wuͤrde aber wegen des schlechten Wetters auf heute verschoben. Und auch heute stuͤrmt und regnet es von Zeit zu Zeit, so daß der Ball vielleicht abermals ausge⸗ setzt wird.“
— Berichtigung. In Nr. 12, Sp. 2 ist auf der Iten Zeile zu lesen: „am 1. Jan. 1834“.
223 der Staats⸗Zeitung S. siatt: „am 1. Jan. 1835“
Literarische Nachrichten.
Korrespondenz des Kaiserl. Russischen Feldmar⸗ sschalls Suworoff waͤhrend des Feldzuges in Italien und in der Schweiz im Jahre 1799. Aus Original⸗Akten und offiziellen Quellen ausgezogen und auf hoͤchsten Befehl gedruckt. — Aus dem Russi⸗ schen uͤbersetzt von einem Preußischen Offizier. Glogau und Leipzig, bei C. Heymann. 1835.
Im Jahre 1826 kam in St. Petersburg auf hoͤch 2 in der Druückerei des Kaiserlichen Zesecateeeabng⸗ gef i⸗ Baͤnden unter dem Titel beraus: „Die Geschichte der Russisch⸗ Oesterreichischen Campagne im Jahre 1799, unter Anfuͤhrung des Generalissimus, Fuͤrsten Italiisky, Grafen Suworoff⸗Rimmksky. Aus Original⸗Akten und amtlichen Quellen extrahirt und heraus⸗ gegeben von G. Fuchs *).“ Die Auspizien, unter denen dieses
*) Georg Fuchs, Kaiserl. Russischer Wirklicher Staats⸗Rath, war währen der Campagne 1790 als Civil⸗Beamter im Haupt⸗Auartier des Seidmarschaus