rurier überreichte Note, seine Abberu
Garten statt, woran etwa vierhundert Personen Theil nahmen.
Als die Gesundheit des Lord⸗Lieutenants getrunken wurde, zeig⸗ ten sich bei einigen Gaͤsten Spuren Orangistischer Feindseligkeit. Um 4 Uhr erschienen die Damen im Garten, und der Zudrang der Equipagen an dem Eingange des Gartens war außerordent⸗ lich groß. Am Abend fand eine zahlreich besuchte Versammlung in der Rotunde statt, wobei der Doktor Lardner eine Vorlesung uͤber Dampf⸗Maschinen hielt. Heute Morgen gab das Koͤnigl. Kollegium der Wundaͤrzte den Gästen ein großes Fruͤhstuͤck, und in diesem Augenblicke sind alle Sectionen versammelt.“ 1
Dem Dichter Thomas Moore ist der eintraͤgliche Posten ei— nes Unter⸗Archivars der Staats⸗Dokumente angetragen worden, den er aber abgelehnt hat, weil derselbe ihm zu viel Zeit kosten und seinen bestaͤndigen Aufenthalt in London erheischen wuͤrde. Herr Moore ist von dem Britischen wissenschaftlichen Verein, der dieser Tage in Dublin seine Sitzung gehalten, ohne Abstimmung und sportelfrei einmuͤthig als Mitglied aufgenommen worden.
Naͤchsten Montag wird in Vauxhall unter den Auspizien der Herzogin von Sutherland und der Ladies Lansdowne, Salisbury und Dudley Stuart ein Fest zum Besten der Polnischen Fluͤcht⸗ linge gegeben.
Der Courier meldet: „Am Montage schiffte sich das 9te Linien⸗Regiment, etwa 800 Mann stark, zu North⸗Wall auf dem Dampfboote „Graf von Roden“ nach St. Sebastian ein. Die armen Bursche verließen ihr Vaterland unter dem Freudenge⸗ schrei der Zuschauer und manchem heißen Wunsch fuͤr ihre gluͤck⸗ liche Wiederkehr.“
Der Baron Nathantel von Rothschild ist aus Spanien hier angekommen.
Folgendes ist der wesentliche Inhalt des (neulich erwaͤhn⸗ ten) Schreibens des Herrn Livingston an den Herzog von Broglie in Betreff des Traktats aͤber die von Frankreich den Vereinigten Staaten zu zahlenden 25 Millionen:
1 „Paris, den 25. April 1835.
“ Mein Herr! Im Begriff, in Hens Vaterland zuruͤckzukehren, wünsche /ch, Frankreich nicht zu verlassen, ohne meinen zahlreichen fruͤberen Versuchen, das gute Vernehmen zwischen den beiden Laͤn⸗ dern „viederberzustellen, noch einen binzuzufuͤgen, da die wichtigsten Inceressen beider Laͤnder es verlangen. Aus der Korrespondenz und vem Verfahren der Regierung Sr Majestaͤt seit der Zeit, wo die Botschaft des Praͤsidenten der Vereinigten Staaten in Paris bekannt wurde, geht deutlich hervor, daß man die Absicht hegte, die Erfuͤl⸗ lung des Traktats von 1831 von den Erklaͤrungen uͤber gewisse Ausdruͤcke in der Botschaft abhaͤngig zu machen und die Zah⸗ lung einer anerkannten Schuld so lange zu verweigern, bis fuͤr die angebliche Unschicklichkeit in der et derselben Genagthung gegeben sey. Die bloße Moͤglichkeit, daß dies die Mei⸗ nung der Regierung Sr. Majestaͤt seyn koͤnnte, macht es mir zur Pflicht, mich uͤber die Gesinnungen meiner Regierung in dieser Be⸗ ziehung auszusprechen. Der Praͤsident der Vereinigten Staaten muß als hoͤchste exekutive Behoͤrde in seinen Mitrbeskungen an die anderen Zweige der Regierung einer vollkommenen Freiheit genie⸗ ßen. Er allein, als Organ des Verkehrs mit fremden Nationen, setzt die gesetgebende Macht von unseren auswaͤrtigen Verhaͤltnis⸗ sen in e. Bei Ausfuͤhrung dieses Theiles seiner Functionen ist in Hinsicht der Details, worin er einzugehen gendthigt ist, sowie in Betreff der zu ergreifenden Maßregeln, die groͤßte Unabhaͤngig⸗ keit notbevendig. Er darf dabei nicht bestaͤndig in Besorgniß schweben, di Empfindlich keit anderer Maͤchte zu verletzen. Bei der Erfuͤllung dieser Pflicht ist er fuͤr eine indiskrete Ausuͤbung derselben der oͤffentlichen Meinung, fuͤr eine gefahrbringende seinen Konstituenten, fuͤr eine Uuungesetzliche seinen constitutionnellen Richtern verantwortlich, aber sonst keiner andern Kontrolle, weder im Inlande noch im Auslande,
unterworfen.“ Dies sind die in dem ersten Theile dieses Schreibens. von Herrn Livingston aufgestellten Grundfaäte, und er sucht dann
zu zeigen, daß das entgegengesetzte Prinzip jeden Augenblick eine
fremde Einmischung von der L und beleidigendsten Art in die inneren wngelegenbeiten est
in nes jeden Landes nach sich zie⸗ ven wuͤrde. „Wenn der Praͤsident“, bemerkt Herr Living⸗ ston fern:e, „in seinen Beziebungen zu den Revraͤsentanten de: Nacton nicht dieser unumschraͤnkten Freibeit gendsse, so muͤßte jede seiner Botschaften immer erst allen diplomatischen Agenten zu Washinaton mitgetheilt werden, um ihre Bemerkungen
Karuͤber zu verteymen, damit unangenehme Mißverstaͤndnisse oder eine kraͤnende Forderung einer Genugtbunng vermieden wuͤrden“
Nac vem Herr Livingston diesen Grundsatz diskutirt und die An⸗ „uwchten, welche man in Frankreich uͤber die Pflichten und, Rechte der exekutiven (Sewalt der Vereinigten Staaten begt, berichtigt hat, ebt er zu der speziellen Pruͤfung der Frage uͤber und bemuͤht sich, uͤber die Botschaft des Praäsidenten alle Aufschluͤsse zu geben, die, wie er glaubt, mit der Ehre seines Landes vereinbar und geeignet sind, die ersten durch dies Dokument erzeugten Eindruͤcke zu verwischen. „Die gegen die Botschaft erbobenen Einwendungen“, saate er, „be⸗ stehen, wie ich glaube, denn sie sind nicht einzeln aufgefuͤhrt wor⸗ den, in folgenden Punkten: erstens, daß dieselbe die Rechtlichkeit der Franzoͤsischen Regierung in Zweifel ziebe; zweitens, daß sie da⸗ mit drohe, die Ausfuͤbrung des Traktats durch Repressalien erzwin⸗ gen zu wollen. Was den ersteren Punkt anbetrifft, so wuͤrde es, wenn man die Ausdraͤcke der Botschaft selbst pruͤfen wollte, leicht seyn, die Unbegruüͤndetheit des Einwurfs zu beweisen; denn es wuͤrde unmdglich seyn, einer fremden Negierung die geringste Vorstellung uͤber ibre Verpflichtungen zu machen, im mindesten auf die Erfuͤl⸗ lung derselben zu dringen, wenn es eine Beleidigung fuüͤr sie waͤre, sich daruͤber zu beschweren, daß sie dieselben noch nicht erfuͤllt habe. Unter dieser Bedingung koͤnnte eine Regierung von einer andern nie⸗ mals die Abstehung ihrer Beschwerden erlangen. Ueberdies habe ich
iin meinen Beiefen an den Herrn Admiral von Rigny mebrmals
erklaͤrt, daß die Rechtlichkeit der Regierung Sr. Majestät nicht in Zweifel gezogen werde. Was denienigen Theil der Botschaft andelangt, der das meiste Aufsehen in Frankreich erregt bat, so enthaͤlt dieses Aktenstuͤck selbst alle noͤthige Erklaͤrungen uͤber
die Vorschläge, die man als Drobungen ausgelegt hat Es ist darin
die Absicht, auf diesem Wege etwas erzwingen zu wollen, ausdruͤck⸗
lich desavouirt, und der Praͤsident beruft sich auf Frankreichs hoch⸗
herzigen Charak er, um den Gedanken zu entfernen, als ob es jemals durch Drobungen dahin gebracht werden koͤnnte, etwas zu thun,
was ihm die Gerechtiakeit nicht geboͤte. Wenn die Reglierung der Vereinigten Staaten sich auch in die Bedingungen fuͤgen koͤnnte,
die man ihr auferlegen will, und sich der Demuͤthigung unterzbge, die man von ihr fordert, wenn sie sich wirklich bereit sinden ließe,
Erklärungen zu geben, was wollte man denn noch mehr von ibr
verlangen, was sie nicht schon selbst in der Botschast erklaͤrt baͤtte? Die Franzbsische Regierung scheint es selbst anerkannt zu haben, daß uͤber diesen Theil der Botschaft keine Erklaͤruuz noͤthig sey, indem sie durch das Organ der Minister, und mit Recht, erklaͤrte,
LI deaß die Vorschlaͤge des Praͤsidenten, da sie von den anderen Zwei⸗ gen der Regierung nicht angenommen worden, kein Akt der. Nation geeworden seyen und also auch nicht, als solcher, zu einer Beschwerde
Anlaß geben koͤnnten. Es scheint segar, daß die von Herrn Ser⸗ Se. und der Umstand, daß man nir meine Paͤsse anbot, von der Franzbsisch en Regierung als fuͤr hre Ehre hinreick end betrachtet worden.“ Herr Livingston fuͤgt bin⸗ zu, daß die Vereinigten Staaten waͤbrend der Hauer der in Folge der Dekrete von Berlin und Mailand zwischen ihnen und Frankreich eingetretenen Misverstäͤndnisse eben dasselbe gethan haͤtten, was Frankreich jetzt Drobungen nenne, obne daß die Kaiserliche Regie⸗ rung oder England jemals desbalb eine Genugthuung von ihnen gefordert. Die Note schließt mit der Erklaͤrung, daß ste rein von errn Livingston allein ausgehe, und daß er nicht wisse, welche Ent⸗ Fallezanges seine Regiecung nehmen werde 116
7 22 2 8,
—ö.—
s Gesetz so ziemlich nach der Re⸗
Im Uebrigen wurde da mig angenommen.
daction der Kommission einstim Nassau, 12. August. Unser Bevollmaͤchtigter in der Zoll⸗ Anschlußsache ist heute wieder nach Berlin ab vorigen Monats ploͤtzlich in Wiesbaden an, handlungen in Berlin noch zuletzt Anstaͤnde entgegenstellten, wel⸗ che schnell aus dem Wege geraͤumt werden mußten, damit keine chermalige Verzoͤgerung den desinitiven Abschluß verhindere. Man weifelt nun nicht mehr daran, daß unser Herzogthum bald in Preußisch⸗Deutschen Zoll⸗Verein aufgenommen seyn wird. Perscheinlich wird dann die direkte Steuer eine Modification göeden. Unsere Weinbauern haben gute Aussichten auf den Er⸗ Freilich haben sie noch Keller und Faͤsser voll; aber sie hoffen, daß dieselben nach bald erfolg⸗ um Anschluß des Herzoathums geleert und dem in reichlichem Segen zustroͤmenden 1835r Wein Platz machen werden. Frequenz unserer Baͤder hat in der letzteren Zei Englaͤnder und Russen haben sich besonders zahlreich eingefunden. Die diesjaͤhrige Saison laͤßt aber dennoch keinen Vergleich mit der vorjaͤhrigen zu, denn sie bedeutend schlechter, wie auch die vielen Klagen der der Badeorte bezeugen. Frankfurt a, M., 17. Aug. fort enthaͤlt einen Brief aus St. worin die Geruͤchte von einer des Kaisers Nikol⸗
ad kommend, zessin wirh
d des Großherzogs, aus 8
aus Alexisb
ßen, aus dem Seebade Cuxhaven und Die Prin
zum Besuche in Belvedere anwesend. wahrscheinlich einige Wochen in Belvedere verweile Ruͤckkehr Ihres Durchl. Vaters, Bade zu Baden⸗Baden, welche, wie man vermuthet,
dieser Woche erfolgen wird, abzuwarten. Prinz Karl w gen von Belvedere nach Berlin abreisen. ) dem am 13ten d. M. hier stattgefundenen Gesan auch Ihre Kaiserl. Hoheit die Frau Großheczogin genwart begluͤckte, bei, nachdem er vorher den dermalen nenden Erbgroßherzog besucht hatte. eine Fortsetzung des im vorigen Jahre h ten ist, hatte eine Menge Fremde aus der Naͤhe und Leider kann man nicht allen den,
(ebenfalls fruͤher erwaͤhnte) S n Forsyth an Herrn Livingston, vom hren des Letzteren, im Namen des vollkommen gebilligt wird: „Wasbhington, den 30. Juni 1835.
uni ist dem Praͤsidenten ftrag erhalten, Sie zu be⸗ ch so langen und nuͤtzlichen genen Functionen nicht niederlegen las⸗ Beweis seiner Achtun
Folgendes ist das des Staats⸗Secretairs 30. Juni, worin das Verfe Generals Jackson,
Mein Herr!
gereist. Er kam Ende weil sich den Unter⸗ Ihr Schreiben vom 29. J vorgelegt worden, und ich habe den Au nachrichtigen, daß der Praͤsident Sie na Diensten die Ihnen uͤbertra sen kann, ohne Ihnen einen che das Resultat einer vieljaͤhrigen innigen Freun und im Frieden ist. Obalei genstaͤnde nicht immer mit d doch die Einheit in Ihren 3 Ihre Liehe zu Ihrem Vaterla der schwierigen Stellung, namentlich Ihre letzte offizielle Note, welche ranzoͤsischen Regierung enthielt,
mit Wahrhelt den lebhaften Wu des Volkes der Vereinigten Staaten darthut, beralen Verhaͤltnissen zu der Nation, verbleiben, und das aufrichtige druͤcke zu verwischen und die auf unerwartete Weise gerei nimmt sie auch, mit ge nung, daß die Amerikanisch ihrer Institutionen unvereinb cessionen machen werde,
Hoͤchstderselbe gfeste, welcheg
g zu geben, wel⸗ dschaft im K ch Ihre Meinungen uͤber politische en seinigen uͤbereinstimmten, so sind ihm cken, Ihre vollkommene Rechtlich keit und nde sehr wohl bekannt. Ihr Benehmen in welche Sie vor kurzem
Dieses Gesangfest, das ais ier gefeierten zu betrag⸗ tern zn der diesjaͤhrigen Weinlese. von mehr als 300
beigelockt. — 4 hiesigen schoͤnen Stadt⸗Kirche
Saͤngern und Musikern in der exekutirten Gesang⸗ und Musikstuͤcken das Lob der Ausfuͤhrung, was im vorigen Jahre im vollkomme Insbesondere gilt diese Bemertkung fflich kompeonss „ in dem ronn
einnahmen, und Ihre Korrespondenz bat seinen völligen Bei⸗ nsch der Regterung vnd in den friedlichen und li⸗ bei welcher Sie akkreditirt waren, zu Bestreben zeigt, alle unbegruͤndete Ein⸗ National⸗-Empfindlichkeit, selbst, wenn sie zt worden, zu besaͤnftigen. Zugleich aber be⸗ ger Festigkeit, die vielleicht genaͤhrte Hoff⸗ Regierung jemals eine mit dem Geisie are Einmischung gestatten oder Con⸗ die ihrer Ehre zuwider waͤren. sident ist uͤberzeugt, daß ihm in dieser Ansicht d Amerikanischen Volks ein Ihre Zuruͤck Palcgr g08 get an, entsprochen und sich der Welt erworben zi
t etwas zugenom⸗ der Fall war, ertheilen. Hollaͤnder, von dem vom Chor⸗Direktor Haͤsa in Weimar tre Auch der Gesang im Freien tisch gelegenen Lokale der Rasen⸗Muͤhle, war nichts weniger gelungen zu nennen; mehr oder weniger mag wohl die mung ihren Gkund in dem
ist notorisch
ten Gesangstuͤck. 19 Einwohner
Das Journal de Franc⸗ Petersburg (ohne Datum), Verschwoͤrung zus widerlegt werden. Oesterreich. ust. Der
Mißlingen der Haupt⸗Auffuͤhrm in der Kirche gehabt haben. Das naͤchste Gesang⸗Fest im Juah 1836 soll, wie es heißt, in Weimar unter Mitwirkung der in tigen Kapelle und des dasigen Saͤnger⸗Personals, von denen dies mal hier Niemand Theil genommen, gehalten werden. — Aerndte ist in unserer Gemarkun Das Resultat ist, so wie in Thuͤringen uͤberhaupt, des Winter⸗Getraides ausgezeichnet, mer⸗Getraide und die Oel⸗Gewaͤchse mittelmaͤßig. und Gemuͤse⸗Aerndte wir anhaltende Duͤrre, welch
as Leben
ie Meinung des stimmig beipflichten wird, und daß Sie in 1 nicht von langer Dauer erden, nicht nur Ibre gen Ihrer Mitbuͤrger
ezogenhelt, die, wie er hofft, g als beendigt zu betrachm
—,⁵ ⏑☛8. .—
3 itnehme Tuͤrkische Botschafter 1e aee . p Kaiserlichen Hoheit dem Erz⸗ uruͤck schon in voriger Woche zu einem Mittagsmahl auf seiner aden eine Einladung erhalten. In ie ganze hiesige Besatzung vor dem auf dem Glacis ausruͤcken.
(Allg. Ztg.)
Wien, 11. Aug Pascha, hat auf heute von Sr herzog KarlI, welcher von Teschen z wieder hier eingetroffen ist, schoͤnen „Weilburg“ bei B
den naͤchsten Tagen wird d Botschafter in Parade
Prag, 5. Aug. auch hier die Nachricht von dem Mor Ludwig Philipps lich die Blicke gelenkt, die vor fuͤnf Jahr volutionairen Partei wurde. Quelle uͤber den Ein sern Mauern lebenden Koͤniglichen Karl X. und die
lebhaftesten Abscheu vor der
des und der Verruchtheit derer Zwecke waͤhlen konnten, hat, im Augenblicke, als er „Ich bin im Voraus gewiß gitimist die Idee eines solche Eine bemerkenswert natuͤrlichste Vertreter der re angesehen werden muß. bei dem Gedanken an die der Franzosen als Gattin bewegt gewesen und hat ihr Mitleid ruͤhrendsten Ausdruͤcken ausgesprochen.
Schweiz.
Bern, 11. August. (Schwaäͤb. M me, welche der Antrag des Standes ort Rechenschaft uͤber sein Auslande zu verlangen, in der Si gefunden hat, indem nich wonnen werden konnten, kann als ssion war zum Theil sehr 0½½¶ meisten Staͤnden die geschehene Au Maͤchten erwuͤnscht ist, und wie w zung durch die Eidge⸗ auf seinem fruͤhern Wege heharrt haͤtte. die Irrungen gluͤcklich beseitigt sind, bekuͤmme darum, wie dies geschehen iset, tat erlangt wurde. ist eine Spaltung ausgebrochen National⸗Verein angeschlossen, Bruͤdern Schnell geleitet wird schen diesen beiden liberalen⸗ Liden schaftlichkeit. — Mchrichten aus dem K ausgebrochen.
sondern auch den Erwartun in Bezug auf das Sm Ihrem Vaterlande die gerechte . Ich bin u. s. w.
d aber sehr gering aus fallen; die John Forsyth.“ aber sehr gering ausf Un
e auch die an unserer Stadt vorbeffte - bende Saale zu einem kleinen Fluͤßchen reduzirt hat, un Be 8 8 n. 8 „ hat das Wachsthum dieser Fruͤchn sse ust. Der Baron von Arnim, Preußischer Gesandter am hiesigen Hofe, ist gester kommen und im Hotel Bellevue abgestiegen.
Die Koͤnigin von Portugal hat an den General L die ausdruͤckliche Einladung gerichtet, Brigaden, welche die zur Verfuͤgung der gestellte Division bilden, zu uͤbernehmen, in den ersten Tagen des Se Der Capitain von Lathem, dieser Expedition abreisen wird, ist zun sischen Armee befoͤrdert worden.
alle Baͤche austrocknet gehindert. Muͤnchen,
Bruͤssel, 14. Aug Koͤniglich
1 n hier ange⸗ 17. August. Das Regierungs⸗Blatt im 13ten d. bringt den zwischen den Zoll⸗Vereins⸗Staaten und dm Großherzogthume Baden uͤber den Anschluß dieses Staates an den Verein am 12. Mai d. J. abgeschlossenen Vertrag nebst der vom 6. Juli aus Bruͤckenau datirten Koͤniglichen Ratification zur oͤffentlichen Kenntniß.
Bei der am 11. August stattgehabten Versammlung der 40 hei der Bayerischen Hypotheken⸗ und betheiligten Actionair Herren Simon Langlois, Erich, L. Negrioli.
Muͤnchen,
Najestaͤt der Koͤnig wieder
Wie allenthalben, so hat danschlage auf das Leben die lebhafteste Sensation erregt und unwillkuͤr⸗ is auf die vertriebene Koͤnigs⸗Familie n ein Opfer desselben Hasses der re⸗ as ich aus vollkommen sicherer den jene Kunde auf die in un— n Verbannten machte, ist Fol⸗ Prinzen seines Hau igheit eines solchen Meuchelmor⸗ Mittel fuͤr ihre g gelegt, und der greise Koͤnig die Nachricht empfing, ausgerufen: und troͤste mich damit, daß kein Le⸗ gehegt haben kann.“ im Munde dessen, der als der oyalistischen Gesinnung in Frankreich Auch die Herzogin von Angoulème Gefuͤhle, welche das und als M
das Kommando einer der Koͤnigin von Spanien und sich zu diesem Ende ptembers nach Lissabon zu begeben. der mit dem General L
des Publikun
druck erfuhr, echarlier nach
Wechsel⸗Bank am staͤrksten Major in der Portugie⸗
e wurden zu Administratoren gewaͤhlt: die Freiherr von Eichthal, Geheimer Nath von Fr. X. Ritzler, Jos. von Maffei, Jos. Nitzur,
ses haben ihren
‚„ die dergleichen
C11X“ an den Ta
Kopenhagen, 15. August. bereits mehrere der gewaͤhlten liche Verbindung mit einander ren Ansichten und ben werden auch im September als Rothschild zusammenkommen schaft ein Zusammenwirken und eine vorzubereiten, welche den gluͤcklichen so wesentlich bedingt.
18. August. Wie man vernimmt holt die Absicht zu erkennen gegeben, daß das im Oktober d. J. eintretende 25jaͤhrige Ehe⸗Jubilaͤum Ihrer Koͤnigl. Majestaͤten durchaus nicht durch kostspielige oͤffentlich Feierlichkeiten begangen, vielmehr bloß im Kreise der Koͤnigliche Familie still gefeiert werden soll. Der Koͤnigl. Ministerial⸗Rath von Berks, welcher mit N9 lerhoͤchsten Auftraͤgen am 23. Juli nach Frankfurt abgegangm war, ist am 11. August wieder in Muͤnchen eingetroffen. Wuͤrzburg, 14. August. Gestern kamen Ihre Durcz lauchten Prinz Gustav von Hessen⸗Homburg K. K. Feld⸗Marschal „ und Prinz Philipp, K. K. Feld⸗Zeugmeister, nebst Gr⸗ an, und setzten ihre Reise nach Wien fort. Karlsruhe, 13. August. In der heutigen Sitzung weiten Kammer wurde — nachdem mehrere Bericht der Budgets⸗Kommission erstattet worden — zur Diskussion die Berichts des Abgeordneten Sander uͤber den den Waffen⸗Gebrauch von Seiten der betreffend, geschritten. unter Anderem stellten die Regierungs⸗Kommission umg mehrere Kammer⸗Mitgliedar den Grundsatz auf, daß der Schlei haͤndler, der, wenn er fliehe, die Waffen nicht ablege oder solche schon gebraucht habe, als ein gefaͤhrlicher Schleichhaͤndler gefaͤhrlichen Diebe ganz gleichzustellen, sa noch gefaͤhrlicher sey, als der Letztere, der den Fall, daß er ertappt werde, oͤffentliche Schleichhaͤndler lege auch durch die E keinesweges die Absicht an den Tag, so wenig als dies ein retirirendes Tof So wie dieses, so suche auch um seinen Angriff zu erneuern, " ihm noch mit um so groͤßerer Wirksamkeit moͤglich sey, wemt ein Doppelgewehr mit sich fuͤhre. auf einen gefaͤhrlichen Dieb schießen duͤrse so gut muͤsse a ich g hleichhaͤndler schießen duͤrfen, der Der Finanz⸗Minister von Bl „Gegen thn n nicht gebraucht werden, ausgenn der ergangenen Aufforderung ungeachtet, die die er vor Ergreisung der Flucht gegen he Aufsichts⸗Beamten gebraucht hat.“ Der Abg. Welker und dere bemerkten dagegen, daß die Waffen oft und darum lit weggeworfen wuͤrden, weil sie ein Entdeckungs⸗Mittel gegen w. Schleichhaͤndler lieferten, der vielleicht weit von dem Geants entfernt sey, waͤhrend der Flucht oder unmittelbar nach dersäg sie zum Nachtheil des Aufsichts⸗ koͤnne es nicht fehlen, da davon hoͤre, daß ein solcher Die oͤffentliche
Dem Vernehmen nach sind staͤndischen Deputirten in schrift— getreten, um gegenseitig mit ih⸗ Mehrere dersel⸗ „Monat sowohl in Kopenhagen „ um durch persoͤnliche Bekannt⸗ gegenseitige Unterstuͤtzung n Ausfall ihrer Bestrebungen So viel man erfaͤhrt, werden die Inter⸗ essen der groͤßeren Land⸗Besitzer von Herrn Tutein und der klei⸗ errn Alsinge zur Sprache gebracht werden; ruͤck⸗ andels soll Herr Hvidt die noth⸗ en uͤbernommen haben, und hin— sichtlich des Kommunalwesens der Hauptstadt Herr Bang eine ausfuͤhrliche Arbeit vorlegen wollen. uͤber die Fixirung der Staats⸗Schuld Rinanzen, duͤrfte von Herrn Ussing ausgehen, wenn sich auch natuͤrlicherweise viele Andere mit den thigen Datis ruͤsten.
Da General⸗Majer Graf H. Reventlow au sucht hat, wegen Kraͤnklichkeit als von Sr. Majestaͤt ernannter Abgeordneter zur Staͤnde⸗Versamnelung fuͤr Juͤtland entledigt zu werden, so ist ihm dieses unterm 5ten d. allergnaͤdigst bewilligt und Justizrath Fjeldstrup zu Sindinggaard an seiner Stelle er⸗ nannt worden.
Die 1780 verordnete und 1823 auf 80 Rbßl. Silber be⸗ stimmte Abgabe an die Post⸗Kasse von jedem Reisenden, der mit Schiffsgelegenheit zwischen Kopenhagen und Luͤbeck befoͤrdert wird und der nur einen Raͤnzel mit sich fuͤhrt, ist durch Koͤnigl. Beschluß vom 17. Juli, so weit es Handwerks⸗Gesellen betrifft, aufgehoben w
n Verbrechens
he Aeußerung Plaͤnen bekannt zu werden.
Herz der Koͤnigin ütter zerreißen muͤssen, tief mit dieser Fuͤrstin in den
neren von H sichtlich des Kopenhagener wendigen Vorschlaͤge zu ma
Lieutenant “ folge hier „htst.) Waadt, von dem Vor⸗ haͤltnissen zum tzung der Tagsatzung vom 8ten Stimmen dafuͤr ge⸗ Beweis gelten, wie sehr den sgleichung mit den Deutschen enig Bern auf eine Unter echnen koͤnnen, Nachdem nun einmal Staͤnde wenig daß ein Resul⸗ politischen Schutz⸗Vereinen „da sich ein Theil an den neuen ein anderer aber, der von den sich dagegen erklaͤrt hat. scht nun die groͤßte angekommenen Privat⸗ aͤre die Cholera daselbst wohl noch der Bestaͤtt⸗
n Beschluͤsse des mü 5. August, wegen An⸗ h der Genehmigung Man vermu⸗ Versammlung der diesfaͤlligen r ins Geleise zu bringen. Uebungs⸗Lager fuͤr 1836 wird halten werden und aus T alden, Glarus, Zug, Graubuͤnden und Thurgau zu⸗ Oberst Maillardoz wird als Lager⸗Kom⸗
Verfahren in den Ver Der wichtigste Antrag,
und die Oeffentlichkeit der
Gesetz⸗Entwurt t einmal vier volle
Graͤnz⸗Aufsichts⸗Beamm
zu seiner Unterstuͤtzung noͤ⸗ Die Disku
f Aakjer ange⸗ nossenschaft haͤtte r
trachten und einem und begnuͤgen sich,
die Waeffen nur fhs Unter unseren
mit sich fuͤhre und wicht
rgreifung der fluch von dem Angriff Parteien herr Nach heute hier anton Tessin w
Die Sache bedarf abe“
13. August. ths⸗Kollegiums vo
lassen zu wollen, pen⸗Corps thue.
Jener nur eh guͤnstigen Standpunkt auf,
öPpolen.
16. August. von hier nach Kalisch abgereist. neral⸗Direktor der Regierungs⸗Kommission des Innern und der geistlichen Angelegenheiten, General⸗Lieutenant Gol
Der Direktor der Reise⸗Kanzlei Sr. Maje wirkliche Staatsrath Posen,
St. Gallen, katholischen Groß⸗Ra erkennung des Doppel⸗Bisthums, soll oßen Raths unterstellt w gaͤrtner werde auf die Zeit der ie Tagsatzung verlassen, um bei moͤglich die Sache wiede ste eidgenoͤssische Schwarzenbach abge der Kantone Luzern, Unterw Appenzell A. Rh., St. Gal sammengesetzt werden. mandant genannt.
So aut nun der Gendaem Die juͤngsten
Der General Rozniezki ist gestern a e Eben dahin rei ute der Ge. Zollgardist auf einen Se 88 hin reist heute der Ge und die Waffen nicht ablege.
stellte den Antra
des gesammten gr thet, Herr Baum desselben wohl d Berathung wo
Das naͤch wieder bei
g, den Paragraphen so zu fassen:
owin, ab. FEgb 1 duͤrfen die Waffe
staͤt des Kaisers, ist aus St. Petersburg und der General⸗Lieutenant Sievers, Commandeur einer leichten Kaval⸗ lerie⸗Division, aus Litthauen hier angekommen.
Auf den letzten Warschauer M Korzez Roggen 14 — 16 Fl., 3 Fl. und Hafer 7 — 8 ½ Fl.
Deutschland.
Hannover, 17. August. Se. nand l. von Oesterreich haben geruht mie, welche bei dem am 14. Maͤr Kirche hierselbst wegen des toͤdtlich ligen Majestaͤt Kaisers Franz l. mitgewirkrt, so wie dem Koͤnigl. F ner, welcher den musikalischen Theil dieser Feierlichke it angeordnet und geleitet, in huldreichster Anerkennung der dadurch an den Tag gelegten Verehrung des verewigten N. der Deutschen Katser, eine goldene N Koͤnigl. Gesandten am hiesigen Hofe, stellen zu lassen.
Dresden, 16. August. Dr. von Ammon ist zu dem Reformations⸗
men, wenn er fen nicht ablegt, aͤrkten zahlte man fuͤr den Schaffhausen,
Weizen 18 ½ — 22 Fl., Gerste
Beamten zu verwenden. 6 das Volk aufgereizt werde, wenn t Fliehender niedergeschossen worde Meinung werde die Sache so ansehen, daß
Eigenthum das heiligste Urgesetz der Gesellschaft und die Veh ietzung etnes die Lebensbeduͤrfnisse mit vnnatuͤrlich hohen Fäͤlla beiegenden Gesetzes der Verletzung dieses Eigenthums nicht gleichzustellen, also ein als ein Schleichhaͤndler. Der Finanz⸗N Gesetze sind heilig, und auch mir Heiliger aber ist mir-das Menschen ℳ die Gesetze aufrecht zu erhalten, als das Leben veene. hnen und sich mit der Gesellcust 8 . Diejenige oͤffentliche Meinung, den Schleichhaͤndler mehr beguͤnstigt, als den Dieb, hälte 3 fuͤr eine verwersliche und verachtungswüͤrdige. Derjenige,
den Staat beraubt, ist nicht besser, als derjenige, der den 9 vatmann beraubt; ja ich behaupte, die Gesetze sollten strenger gen die Ersteren seyn, da die Gemeinden und Corporatione nicht die Mittel haben, sich gegen solche schreckliche Meusc vorzusehen, die dem Privatmann zu Gebote stehen.“ 9 Antrag des Abg. Duttlinger wurde der Paragraph in fogs der Fassung angenommen: „Gegen einen Fliehenden duͤrfen de Waffen nicht gebraucht werden, ausgenom nen Graͤnz⸗Aufsichts⸗
Italien.
üust. Die hiesi er die Vorsichts⸗ sind, um die E gebrochenen Seuch iese Zeitung Kardinal⸗Erzbischofs der Stadt und Didͤcese, Um die Abwendun bnigreiche vom st in der NM dacht mit Ausse vom Donnerstag den 13te ind Didscese gehalten werden soll.
Tuͤrke.
Juli. (Bresl. Zeit.) Seit le⸗
Neues in den Provi ie Resultate der Expedition nach 2 n den letzten Tagen hatte si⸗ e beschaͤftigt, der in B schichte beispiellose ohne großes Interesse keit aller M atte, und dessen wir in u
Mailand, y. Aug eine Bekanntmachung uͤb griffen worden Gebiete aus
ge Gazzetta enthaͤlt 1 Maßregeln, welche er⸗ inschleppung der auf Sardinischem ellche moͤglichst zu verhindern. ein Cirkular⸗Schreiben Sr. and an die worin denselben a g dieser Geißel vom L zu erflehen,
Majestaͤt der Kaiser Ferdi⸗ , der hiesigen Sing⸗Akade⸗ z d. J. in der katholischen hen Hintritts Seiner Hoͤchstse⸗ gehaltenen Trauer⸗Gottesdienste Hof⸗Kapellmeister D) r*. Marsch⸗
iligsten Gesetes de ieb veraͤchtliche inister v. Boͤ ckh: „Ale Nenschenleben fel. leben derjenigen, die tg
Eminenz des saͤmmtlichen Pfarrer ngezeigt wird, daß, ombardisch⸗Venetianischen am Montag den 10. Au⸗ irche zu Mailand eine dreitaͤgige An⸗ Allerheiligsten beginnen werde, die dann in allen Pfarrkirchen der Stadt
von Mail
onarchen, des letzten tedaille durch den Kaiserl. Grafen von Kuefstein, zu⸗
Hof⸗Prediger Jubelfeste nach Genf
etropolitank gen, die die Gesetze verhoͤ tzung des einen Kriegszustand setzen Der Herr Ober
Konstantinopel, 9 hat sich wenig erheblich kaän erwartet d
Ingeduld. — J nem Gegenstand tomanischen Ge ganz Eurxov fentliche Au
Beleuchtung hat nun 000 Nthlrn. zu 3 „Ct. eroͤffnet. d sind Ihre Majestaͤt nd Ihre Koͤnigl. Ho⸗ aximilian Konigl. Hoh., nebst offen und im Hotel de Saxe
Zur allgemeinen Einfuͤhrung der Gas⸗ die Stadt eine Anleihe von 102
Leipzig, 17. August. die verwittwete Koͤnigin beider Sicilien u heit die Gemahlin des Prinzen M Gefolge, von Dresden hier eingetr abgestiegen.
Jena, 16. Aug. (Leip JJ. KK. H H. der Prinz u
en ereignet. banien mit ch der Divan mit ei— ezug auf eine in der Ot⸗ welche auch fuͤr gewesen waͤre, die oͤf⸗ oslims sehr in Anspr
Berichten schon
Heute Aben
Neuerung, men, wenn dersel Beamten getödtet oder gegen einen so
. Ztg.) Seit einigen Tagen sind von der Schußwaffe, obwohl ohne Erfolg, Gebrauch gemag
uch genom⸗ nd die Prinzessin Kartz, von Preu⸗
oͤfters auf
9. 2
eine verneinende Weise Erwaͤhnung thaten. Es betraf nämlich die projektirten Reisen des Sultans, welcher die Absicht aͤußerte, nicht nur seine Provinzen, sondern selbst einen Theil von Europa zu bereisen. Dieser Wunsch wurde im Divan verhandelt, und wer die Ottomanische Geschichte, die Stellung der Ulemas und den Troß der aͤchten, altglaͤubigen, den Neuerungen abgeneigten Moslims, die den Divan ausmachen, kennt, kann sich doch nur einen schwachen Begriff machen von der Aufregung, mit welcher dieses Ansinnen abgerathen wurde. Man sagt, einige Mitglieder sollen so weit gegangen seyn, gerade heraus zu sagen, daß der Sultan nicht einen Monat abwesend seyn duͤrfte, und der Thron wuürde als von seinem Nachfolger besetzt oder erledigt erklaͤrt werden. Wie dem auch sey, der Divan hat mit den kraͤftigsten Gruͤnden den Plan des Sultans besiegt, und dieser hat darauf verzichtet. — In Pera will man wissen, daß Franzoͤsischer und Englischer Einfluß diesmal den Berathungen des Divans nicht fremd geblieben seey.
Belgrad, 5. August. Aus Orsowa wird gemeldet, daß der Fuͤrst Milosch auf seiner Reise nach Konstantinopel, mit drei Schiffen dem Laufe der Donau folgend, am Isten d. dort vorbei passirt und mit Kanonensalven begruͤßt worden ist. — Handels⸗ Briefe aus Bitoglia vom 18. Juli zufolge, hatte der Rumely— Wallessy mit mehreren Tausend Mann, groͤßtentheils regulairen Truppen, den Marsch nach Scutari angetreten, um den in der Titadelle eingeschlossenen Pascha zu entsetzen. Uebrigens ist nach diesen Briefen auch in der Stadt Elbessan ein bedenklicher Auf⸗ stand ausgebrochen, dessen Tendenz indessen ebenfalls nicht poli⸗ tisch, sondern nur gegen die Tuͤrkischen Obrigkeiten gerichtet war. — Aus Konstantinopel meldet man, daß die Pest in Folge anhaltenden Regenwetters angefangen habe, groͤßere Verbreitung zu gewinnen.
Belgrad, 8. Aug. (Bresl. Ztg.) Fuͤrst Milosch hat auf seiner Reise nach Konstantinopel den aus Bucharest uͤber Krajowa gekommenen Kaiserl. Russischen Staatsrath von Ruͤk⸗ mann auf einem Dorfe zwischen Fethislam empfangen und von demselben eine Communication seines Hofes erhalten. Herr von Nuͤkmann kehrte den naͤmlichen Tag in die Wallachei zuruͤck, Fuͤrst Milosch aber bestieg in Fethislam das Oesterreichische Dampf⸗ schiff und setzte seine Reise nach Gallacz fort. In Gallacz er⸗ wartet ihn eine Kaiserl. Russische Flotte, auf welcher er die Hin⸗ und Herreise nach Konstantinopel machen wird. Man sagt, Hr. von Butenieff, Russischer Gesandter in Konstantinopel, habe ein Landhaus fuͤr den Fuͤrsten in Bereitschaft setzen lassen, um den⸗ selben dort zu empfangen. 8
Brasilien.
Franzoͤsische Blaͤtter enthalten nachstehendes Schreiben aus Rio Janeiro vom 2. Juni: „Mit Ausnahme der un⸗ gluͤcklichen Provinz Para, deren Hauptstadt sich noch in den Haäͤnden der Insurgenten unter dem Befehl von Vinagre befin⸗ det, ist ganz Brasilien ruhig. Wir haben noch keine Nachricht von dem kleinen, aus zwei Fregatten und drei Briggs bestehenden Geschwader, das am 27. April mit dem neuen Praͤsidenten von Para von hier absegelte. — Herr Braulio, Mitglied der Regent⸗ schaft, ist gefaͤhrlich krank. — Unser Gesandter in Paris, Herr Mouttinho, hat wiederholt den Wunsch zu erkennen gegeben, aus Paris abberufen zu werden; man scheint aber nicht recht zu wis⸗ sen, was man mit ihm machen soll. Es ist ihm die Praͤsident⸗ schaft der Provinz Riogrande angeboten worden, die er abgelehnt hat. Unser Verhaͤltniß zu dem Roͤmischen Hofe wird immer ver⸗
wickelter, und nach den Gesinnungen unserer Staatsmaͤnner zu urtheilen, ist ein Bruch unvermeidlich.“
Inlan d.
Berlin, 20. August. Man schreibt aus Breslau unterm 1öten d. M.: „Gestern hat die hiesige Garnison uns verlassen, und ist in das Lager bei Beilau unweit des Zobten⸗Berges ge⸗ ruͤckt, woselbst sich das VI. Armee⸗Corps versammelt. Es stehen dort 2 Linien⸗ und 4 Landwehr⸗Infanterie⸗Regimenter in einem
Zeltlager zwischen Fuͤrstenau und Beilau, mit der Front gegen
das Vorwerk Seibschuͤtz. Das 3te Garde⸗Landwehr⸗Regiment, 2 Linien⸗Infanterie⸗Regimenter, die Schuͤtzen, und Pionier⸗Ab⸗ theilung, 4 Linien⸗ und 3 Landwehr⸗Kavallerie⸗Regimenter, so wie die gesemmte Artillerie haben enge Kantonirungen in der Naͤhe des Lagers bezogen. Eine Meile diesseits Liegnitz unweit des Cunitzer Sees ist das V. Armee⸗Corps ganz in derselben Art und Staͤrke gelagert, um sich, so wie das VI. Armee⸗Corps, in kleinen und demnäaͤchst in groͤßeren Abtheilungen zu den Ma⸗
noͤVvers, die zu Anfang k. M. stattfinden werden, vorzubereiten.
Dem Vernehmen nach, wird die erste große Parade des V. Ar⸗ mee⸗Corps am 1. September, und am folgenden Tage ein Corps⸗ Manoͤver stattsinden. Diesem folgt am 4. September bei Beilau eine große Parade des VI. Armee⸗Corps und am 5. ein Corps⸗Manoͤ⸗ ver, nach dessen Beendigung beide Corps bei Conradswalde, unweit des Pitschenbergs, in engere Kantonirungen zusammenruͤcken. Am 7. und 8. September fuͤhren in dieser Gegend beide Armee⸗Corps 83 Bataillone, 56 Escadrons und 24 Batterien) ein großes Feld⸗Manoͤver gegen einander aus. In der Nacht vom 7ten zum Tten wird bivougquirt. Unmittelbar nach Beendigung des Ma— noͤvers begeben die Allerhoͤchsten und Hoͤchsten Herrschaften sich nach Breslau, wo am Hten die bereits angekuͤndigten Pferderen⸗ nen stattsfinden. Am I'lten geht die Reise nach Kalisch zu den dortigen großen Manoͤvers, die etwa eine Woche dauern und von wo die Hohen Herrschaften sich demnaͤchst uͤber Breslau zuruͤck nach Teplitz begeben werden. ’
— Am 12ten d. M. starb zu Breslau im 57sten Lebensjahre der Bischof von Conath, Wech⸗ Bischof der Breslauer Dioͤcese, Joseph Karl von Schubert. Die feier⸗ liche Beisetzung der Leiche erfolgte am 15. Morgens 9 Uhr. Der Trauerzug setzte sich zunaͤchst nach dem Dome in Bewegung, wo vor dem Hoch⸗Altar ein Katafalk errichtet war. Nachdem der Sarg auf denselben gestellt worden, wurde das Requiem von Gansbacher aufgefuͤhrt. Das gesammte Dom⸗Kapitel, die katho⸗ lische Geistlichkeit Breslau's und die hoͤheren Staats⸗Behoͤrden, so wie eine Deputation des Magistrats und der Stadtverordne⸗ ten wohnten dieser Feier bei, nach deren Beendigung der Leichen⸗ zug den Weg nach der Michaelis⸗Kirche einschlug, wo nach einer von dem Domherrn Schonger gehaltenen Standrede der Sarg in die Gruft gesenkt wurde.
—— Das Staͤdrchen Gonzaba im Kreise Schubin des Re⸗ gierungs⸗Bezirks Bromberg ist in der Nacht vom 29. zum 30. Juli fast ganz ein Raub der Flammen geworden. In Zeit von 3 Stunden wurden 33 Wohnhaͤuser und eine Menge Stallungen
verzehrt und mehrere Gebaͤude, darunter auch die Kirche, be⸗
schaͤdigt. Das Dach der letzteren, mit Schindeln gedeckt, war schon von den Flammen ergriffen, als ein Schaͤferknecht sich kuͤhn auf dasselbe schwang und das Feuer loͤschte. Ein öhjaͤhriger
Jude, der wiederholt i sein ganz brennendes Haus eilte, um 1“ “ E“ “ 8 ..“
noch etwas zu retten, kam dabei ums Leben. Eine absichtliche Brandstiftung ist mehr als wahrscheilich.
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Koͤnigliches Schauspiel.
Das mit vielem Beifall aufgenommene neue Lustspiel des Herrn Carl Blum: „Der Ball zu Clerbrunn“, verdient auch in diesen Blaͤttern einer Erwaͤhnung: mit vielem Beifall, das heißt bis jetzt zwar nicht Beifall von Vielen; denn bei der gegenwaͤrti⸗ gen Jahreszeit wird das Schauspiel nicht von Vielen besucht; aber die kleine Anzahl der anwesenden Zuschauer gab des Beifalls viel, das heißt, nach dem bekannten Kommentar Lessings in der Emilia Galotti, ihr Weniges mit Fleiß, rechter Liebe und Lust, und so mag es dem Refer. wohl erlaubt seyn, anzunehmen, daß kuͤnftig, bei einer dem Theaterbesuch guͤnstigeren Zeit, mit dem Viel an Ge⸗ halt des Betfalls auch eine groͤßere Zahl der Beifallgeber sich ver⸗ binden werde. Die Frage: woher hat Herr Blum sein Lustspiel ge⸗ nommen, koͤnnte derselbe etwa so wie Goͤthe in dem bekannten klei⸗ en Gedicht: „Von wem, auf Lebens⸗ und Wissensbahnen“, beant⸗ orten und sagen, ich habe zwar ein Italiaͤnisches Lustspiel mit Wohlbehagen genossen, aber darum habe ich es nicht bestohlen; hat mich der Genuüß nicht nur im Moment des Lesens erfreut, sondern hat er auch noch nachhaltig gewirkt und eine Idee in mir dergestalt festgesetzt, daß sie mich angetrieben, etwas Aehnliches zu produziren; und will man dann dies ein Plagiat nennen, so werde ich mich dar⸗ uͤber zu troͤsten und mit Goͤthe zu sagen wissen: „Wer kann ange⸗ ben, von Allem was er hat, von wem er es 1774 — Akter demun⸗ geachtet will Refer. diese Gelegenheit zu einigen Worten uͤber 68 auffallenden, fast raͤthselhaften Gang des neuen Italiaͤnischen Lust⸗ spiels benutzen. Schon Federici hatte sich nach Deutschen Meistern gebildet und dies fiel auch dem ungelehrten Zuschauer dermaßen auf,⸗ daß, als am Ende des vorigen Jahrhunderts seine Lustspiele: Glei⸗ ches mit Gleichem“, „der Amerikaner“ u. a. m. auf unsere Buͤhne kamen, man geneigt war zu glauben, der Uebersetzer, Herr Vogel, habe nur seinen eigenen Fabrikaten unter einer auslaͤndischen Firma mehr Kredit zu verschaffen gesucht. Auch bei Alberto Nota, dem Verfasser der „la Fieran, von der man behauptet hat, der Blumsche „Ball zu Ellerbrunn“ sey nur eine Bearbeitung derselben, ist bei aller m.teingeflossenen Italiaͤnischen Art und Weise doch das Vorbild Deut⸗ scher Muster, namentlich der Ifflandschen Familien⸗Gemaͤlde, unver⸗ kennbar, und so zeigt es sich denn hier abermals, daß wir in Deutschland unser eigenes, auf unserm Grund und Boden erzeugtes Hab' und Gut geringschaͤtzen, ja fast verachten, waͤhrend Fremde es zum Muster nehmen. Referent erinnert sich lebhaft der Zeit, wo er, in der Bluͤthe der Schlegelschen Opposition gegen das gewoͤhn⸗ liche Geleier in Versen und in Prosa, einer Opposition, der er selbst mit Leib und Seele anhing, doch nicht zu begreifen ver⸗ mochte, daß Goldoni geistreicher als Iffland sey, der in mehr oder weniger gelungener Darstellung eines Deutschen buͤrger⸗ lichen Lebens doch nothwendig mehr ansprechen muͤsse, als der red⸗ selige Goldoni mit seiner breiten, immer gleichen Wiederholung Italiaͤnischer Braͤuche und Sitten; ja er erinnert sich auch des Gespraͤchs, das er deshalb oftmals mit einem jetzt hochgefeier⸗ ten genialen Dichter gefuͤhrt hat. Wenn die Kreuz⸗ und Quer⸗ gaͤnge in der Literatur etwas fuͤr oder gegen ein Kunst⸗Prinzip beweisen koͤnnen, so waͤre allerdings die gegenwaͤrtige Rich⸗ tung der Itallaͤnischen Lustspiel⸗Dichter, die doch ohne Zwei⸗ fel ihren Landsmann Goldont eben so gut wie den Fremdling Iff⸗ land kennen werden, ein nicht unbemerkenswerthes Faktum in dem Status causae et controversiae, dessen Referent eben erwaͤhnt hat. Mag nun aber immerhin der Weg Federici's und Alberto Nota's ein Ruͤckschritt im gesammten Lauf des Ftaliaͤnischen Lustspiels seyn oder nicht, so ist es doch hoͤchst begreiflich, daß einem Deutschen Buͤhnen⸗Dichter dieser Weg, wenn er ihn zufaͤllig fand, oder, da ein Deutscher Buͤhnen⸗Dichter sich einmal nach Allem umsehen muß, was im Universum des Drama's sich begiebt, ihn absichtlich willkommen fand, sehr befreunden mußte; und so haben sich den hier Alberto Nota's „la Fiera“ und Herrn C. Blum's „Ball zu Ellerbrunn“ so traulich vermaͤhlt, daß es ein Frevel seyn wuͤrd hter eine Scheidungs⸗Klage aus diesen und jenen noch so trif. tigen einzelnen Gruͤnden anzustellen; die Geister beruͤhren sich im Ganzen, was thut es, daß sie im Einzelnen hier und da von einander abweichen? Indeß gerade die Abweichung beweist unwidersprechl’ch, daß Herr Blum sich dem Italiaͤner nich auf Gnade und Ungnade ergeben, ja nicht einmal eine Capitulation mit ihm abgeschlossen, sondern daß, nachdem sie sich einander recognos cirt, Jeder seinen Weg nach Believen auf eigene Gefahr genom men hat. Und nur auf dem von ihm gewaͤhlten Wege konnt Herr Blum Erfolg von seiner Arbeit erwarten; der ernsten, ruͤh renden und sentimentalen Scenen ist man im Lustspien uͤberdruͤs⸗ sig, und wird ihrer so lange uͤberdruͤssig bleiben, bis einmal wieder ein Genie, wie Goethe, aufsteht, um, wie vor 60 Jahren, mit sei⸗ nem „Werther“ Saiten zu beruͤhren, die eben nur beruͤhrt, nicht dauernd angegriffen seyn wollen. Es ist ein Zauberwort, dessen sich nur der Meister, nicht dessen Lehrling mit Erfolg bemaͤchtigen, meistens nur mit Unheil anmaßen, oder klaͤglich nachaͤffen kann. Es bedarf hiernach der heitere, dem Gang des Lustspiels gemaͤßer
Weg, den Heer Blum gewaͤhlt hat, kaͤum einer Anpreisung; der
heutige Geschmaͤck selbst preiset ihn genugsam an; aber die wohlge⸗ waͤhlte Stellung der Scenen, die richtige Anoronung derselben in wechselseitiger Erfuͤllung oder Versagung der Erwartungen bekun den den erfahrnen Theaterkenner, so wie der Dialog den vielgeuͤbten Buͤhnendichter. Es fehlte demnach diesem Lustspiel zum dͤffentlichen Gelingen nichts weiter, als eine gute lebendige Darstellung, und diese ist ihm auch im Ganzen durch den Fleiß aller, im Einzelnen durch fast durchaus lobenswerthe Anwendung vorzuͤglicher, hier rech an ihrer Stelle befindlichen Talente geworden. — ⸗*—
Berliner Börse. Den 20. August 1835.
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Pr. Uonr. [Brief. † Geld.
Disconto
IMechsel-Cours.
Amsterdam 250 Fl. Kurz
do. 250 Fl. 2 Mt. B2. Damburg 300 Mk. Kurz 152 à¼
do. 300 Mk. 2 Mt. e-ng London 1 LSt. 3 Mt. Paris 300 Fr. 2 Mt. Wien in 20 Xr. 150 Fl. 2 Me. Augsburg 150 Fl. 2 Mt. Breslau 100 Thl. 2 t. Leipzig 100 Thl. 8 Tage Fraukfürt a. HI. WZz. ... 150 Fl. 2 Mt. Petersburg 100 Rbl. 3 Woch.
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Niederl. wirkl. Schuld 5à1³⁄00Q. 8 % do⸗ 101111. Ausg. Schuld —. Kanz--Bill. 24 ½. à ½ % Amort. 93 %¾. 5 ½ % —. Ruzz.