1835 / 251 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

E11“

Auswürtige Börsen. Amsterdam, 3. September.

FEbl. Schuld 547⁄ 8 % ldo. 101 ¼. 4 ½ % Amort. 931 13.

Niederl. 52. Kanz-Bill. 231 518. Kuss. 99 3 ⁄. Oesterr. 99 ¼.

Antwerpen, 2. September. Zinal. 14. Cortes 31 ¾.

do. 3 % 20

S 0 Span. 5 0 33. Aul. 42 w 1ö“

Pparis, 2. September. % Rente pr. compt. 109. 60. fin cour. 109. compt. 79. 25. fin cour. 79. 50. ün cour. 97. 70. 5 % Span. Rente 34 ¼. Schuld 14 ¼. 3 % Port. 56 ¼4.

20 3 % do.

reuss. Prüm.-Scheine 105 ¾. do.

5 % Neap. pr. compt. —. —.

chen von Marienburg, Schauspiel Rott: Czar Peter.) Freitag, 11. Sept.

Ausg. Sehuld 3 —1½2 % 77 ¾.

Mantius: Max.)

Mittwoch, 9. Sept. Akt, von A. v. Kotzebue.

von Vogel. (Hr. A. Wohlbruͤck,

80. 3 % pr.

Herb, als erste Gastrolle.)

22 ¼. Donnerstag, 10. Sept.

Ausg. De

8 Koͤnigliche Schauspiele. Mittwoch, 9. Sept. Im Schauspielhause: T Schauspiel in 5 Abth., von Goͤthe. als Antonio wieder auftreten.)

Donnerstag, 10. Sept. Im Schauspielhause

(Hr. Lemm wird hierin

Wohibruͤck, vom Stadt⸗Theater Gastrolle.)

Freitag, 11. Sept. Lebruͤn. F G. Harrys. Zum Beschluß: De

orquato Tasso,

: Das Maͤd⸗

Im Schauspielhause: Oper in 3 Abth. Musik von C. M. v. Weber. vom Hof⸗Theater zu Kassel: Kaspar, als letzte Gastrolle.

Koöͤnigstaͤdtisches Theater. Die Seelenwanderung, oder:

Schauspieler wider Willen auf eine andere Manier, Posse in 1 Hierauf: Der Amerikaner, Lustspiel in 5 Akten, nach dem Italiaͤnischen von Federici, frei bearbeitet

lau, im ersten Stuͤck: Pfifferling; im zweiten: Kaufmann

V romantisches Drama in 6 Tableaux, nach dem Roman des Vik⸗ tor Hugo frei bearbeitet von Charlotte Birch⸗Pfeiffer.

Nummer 777, Posse in 1 Akt, von Hierauf: Das goldene Kreuz, Lustspiel in 2 Akten, von

in 5 Abth., von Kratter. (Hr.

Der Freischuͤtz, (Hr. Hahs⸗

sten, Lustspiel in 1 Akt, von Th. Hell. (Hr. A. Wohlbruͤch vom Stadttheater zu Breslau, im ersten Stuͤck: letzten: Magister Lassenius, als Gastrolle.)

Pfeffer; in

* Zu Lande: Rthlr. 7 Sgr. Rthlr. 1 Sgr.

Der

1 Rthlr. 8 Sgr.

vom Stadt⸗Theater zu Bres⸗ 6 1 Zu Wasser

r Gloͤckner von Notre⸗Dame,

(Mad.

Sgr.; der Centn zu Breslau: Gervaise, als 8

r Hofmeister in tausend Aeng⸗

6 Pf, kleine Gerste 27 Sgr. 6 ] 23 Sgr. 2 Pf., auch 20 Sgr.; Erbsen 1 Rthlr. 10 Sgr.

arkt⸗Preise vom Getraide. 89

Berlin, den 7. September 1835.

Weizen (weißer) 1 Rthlr. 12 Sgr. 2„† . 6 8 Roggen 1 Rthlr 5 Sgr. 8 5 6 Pf; große Gerste 28 Sgr. 2 Pf., auch 27 9f Pf., auch 23 Sgr. 2 Pf; Ha

; Linsen 1 Rthlr. 22 Sgr. 6 Pf.

: Weizen (weißer) 1 Rthlr. 26 Sgr. 3 Pf.

1 Rthlr. 20 Sgr. und 1 Rthlr. 10 Sgr.; Roggen 1 Rthlr. 6 Pf., auch 1 Rthlr 5 Sar; Hafer 22 Sgr. 6 Pf. Sonnabend, den 5. September 1835.

Das Schock Stroh 5 Rthlr. 7 Sgr. 6 Pf., auch 4 Rthlr. l

er Heu 1 Rthlr. 10 Sgr., auch 20 Sgr.

8*

Redacteur Cottel Gedruckt bei A. W. Hayn.

1—

Bekanntma 8 Avertissement. 8 Das im Lauenburgschen Kreise belegene Gut Bi⸗ chow nedst Pertinenzien und Gerechtigkeiten, wel⸗ ches nach der unterm 28. Januar 1835 aufgenomme⸗ nen laͤndschaftlichen Taxe auf 15,542 Thlr. 11 sgr. A pf. gewuͤrdigt worden, ist zur nothwendigen Sub⸗ hastation gestellt, und zum oͤffentlichen Verkauf Ein Birtungstermin auf den 14. October cr., Vormittags 10 Uhr, vor dem ernannten Deputirten, dem Over⸗Landesge⸗ richts Rath Deoetz, angesetzt; welches hierdurch mit dem Bemerken zur oͤffentlichen Kenntniß gehracht wird, daß die Taxe, der neueste Hypothekenschein und die Kaufbedingungen taͤglich in unserer Con⸗ curs⸗Registratur eingesehen werden koͤnnen Zugleich werden aue diejenigen, welche an das zum Verkauf gestellte Grundstuͤck Anspruͤche zu haben ver⸗ meinen, insonderheit der seinem Leben und Aufent⸗ balt nach unbekannte Kaufmann Benjamin Gottfried Roel oder dessen etwanige Erben hierdurch aufgefor dert, in dem anstebenden Termin en weder persöoͤnlich oder durch zulaͤssige mit gehoriger Information und Vollmacht versedene Bevollmaͤchtigte zu erscheinen und ihre Anspruͤche naͤbee anzugeben und zu erwet⸗ sen, widrigenfalls sie mit ihren etwanigen Real⸗An. spruͤchen auf das Grundstuͤck werden praͤcludirt und ihnen desbalb ein ewiges Stillschweigen auferlegt werden wird. Coöͤslin, den 9. Maͤrz 18385. Civil⸗Senat des Kbniglichen Ober⸗ Landesgerichts.

Allgeme

ssseggehnen——

Zum oͤffentlichen Verkaufe des im Rummelsburg⸗ schen Kreise belegenen Allodial⸗Gutes Treten nebsl Pertinenzien und Gerechtigkeiten, abgeschaͤtzt auf 99,905 Thlr. 15 sgr. 8 pf, ist ein nochmaliger Termin auf

den 15. Deecember 1835, Vermttags 10 Uhr, an ordentlicher Gerichtsstelle angeleht In dem letzten Bietungs⸗Termin sind mach Verschiedenheit der gestellten Bedingungen resp 60,605 Thle. oder 65,000 Thlr. geboten worden.

Die Taxe, der neueste Hypotheken⸗Schein und die Bedengungen koͤnnen taͤglich in unserer Concurs⸗ Rea stratur einzesehen werden.

Coöslin, den 6 August 1835. Civil⸗Senat des Koͤniglichen Ober⸗ 3 Landesgericht:.

8 11ö.4“]

Von dem Koͤnigl. Ober⸗Landesgericht von Sachsen zu Naumbugg ist uͤber den Nachlaß des am 12. Fe⸗ bruac 1831 verstorbenen General⸗Lieutenants Johann Karl Friedrich von Alvensleben auf Schochwitz, auf Antraz des Vormunds seiner minorennen Kinder und resp. Benefizial⸗Miterben, der erbschaftliche Li⸗ quidattons⸗Prozeß eroͤffnet und ein Termin zur An⸗ meldung und Nachweisung der Anspruͤche der Gläu⸗ biger auf

ber 24 November c., Vormittags 9 Uhr,

vor dem Deputirten, Ober⸗Landesgerichts⸗Referen⸗ darius Velthusen, im Lokal des unterzeichneten Ge⸗ richtshofes angesetzt worden.

Es werden dahes alle etwanige unkannte Glaͤubi⸗ ger hierdurch vorgeladen, binnen 3 Monaten und spaͤtestens in dem ebigen Termine entweder in Per⸗ son odee durch einen mit Vollmacht und Informa tion versebenen Bevollmachtigten aus der Zahl der hiesigen Ober⸗Landesger chts⸗Justiz⸗Kommissarien,

—.ꝛü ꝗQ—

Gewerkschaften werden demnach aufgefordert, an die Stelle des ausgeschiedenen Herrn Appellations⸗Ge⸗s richtsraths Dr. Treitschke ein anderes Mitglied in die Schulden⸗Tilgungs Commission zu waͤhlen und solches lüängstens dis zum 1. Januar 1836 bei dem unterzeichneten Ober⸗Berg⸗Amte gehoͤrig zu legiti⸗ miren, widrigenfalls angenommen werden wird, daß die Glaͤubigerschaft ihre Gerechtsame durch das Han⸗ delsbaus Frege & Comp. nuͤgend vertreten erachitet

Koͤnigl. Preuß. Niedersaͤchsisch⸗Thuͤring⸗

der Gruͤnstraße sub &. 84 belegenen Hauses, Schut⸗ juden Ruben Levin, unterm 4. September 1775 vor dem, damals vereinigten, hiesigen Magistrat, fuͤr die Juden⸗Aeltesten zu Berlin uͤber 100 Thlr. ausgestellte Obäigation nebst Hypotheken⸗Schein de eodem die von gedachtem Hause ist verloren gegangen, und es werden alle diejenigen, welche daran als Eigenthuͤ⸗ mer, Cessionarien, Pfand⸗ oder sonstige Brief⸗Inhaber Anspruͤche baben, aufgefordert, solche unter Vorle⸗ gung des Documents

rien Herrn Doerrstock zu stadt Eberswalde in Vorschlag zumelden und gehdrig nachzuwelsen, widrigenfalls die

Bescheinigung derselben, und

iner Anzeiger fuͤr Die Glaͤubiger der Teuditz⸗Koͤtzschauer Salz⸗Berg⸗

U

d

2 zu Leipzig allein fuͤr ge⸗

Halle, den 2 September 1835. sches Ober⸗Berg⸗Amt.

Oeffentliches Aufgebot. Die von dem ehemaligen Besitzer des allhier in

den 10. November d. J., Vorm um 11 Uhr, im hiesigen Land⸗ und Stadtgericht entweder in Per son oder durch legitimirte Bevollmaͤchtigte, wozu bei mangelnder Bekanntschaft die Justiz⸗Commissa⸗ Wriezen und Cassel zu Neu⸗ ebracht werden, an⸗

gedachte Obligation fuͤr null und nichtig erklaͤrt, und die darin gedachte Summe, welche bei der erfolgten Subhastativn des dafuͤr verpfaͤndet gewesenen Grund⸗ stuͤcks und Belegung der Kaufgelder, im Hypotheken⸗ Buche geloͤscht und bei uns „d depositum gezahlt worden, den urspruͤnglichen Eigenthuͤmern der Obli⸗ gation ausgeantwortet werden soll.

Freyenwalde a d. O., den 3. August 1835. Koͤnigl Preuß. Land⸗ und Stadtgericht

Edictal⸗Citation. 1 Auf den Antrag der Erben des weiland hiesigen Kaufmanns Heinrich Christian Hoͤchstaͤdt, naͤmlich der Witt ve Marie Charlotte Auguste, gebornen Friese, des Oeconomen August Julius Heinrich Hoͤchstaͤdt und des Herrn Regierungs⸗Secretairs Adolph Jo⸗ bann Fried ich Hoͤchstaͤdt, sind, mittelst des unterm heutigen Tage erlassenen, an der hiesigen Gerichts stelle in extenso affigirten Proclams, alle diejenigen, welche an die Extrahenten, entweder an jeden Ein⸗ zelnen oder an sie insgesammt, aus dem von ihnen unter der Firma: H. C. Hoͤchstaͤdt Wittwe gefuͤhrten, jetzt dem Kaufmann Haase uͤberlassenen Handlungs⸗ Geschaͤfte, oder aus einem sonst nur irgend zu erden⸗ kenden Rechtsgrunde, seien es dingliche, auf den von ihnen dem Kaufmann Haase verkauften Grundstuͤcke ruhende, oder rein persoͤnliche Forderungen und An⸗ spruͤche zu haben vermeinen, zur Anmeldung und zwar Auswaͤctige durch hierorts Bevollmaͤchtigte, auf den 1. October d. J. zu Rathhause hieeselbst verabladet. idque sub, praeju dicio praeclusinnis. Ratzeburg im Herzogthume Lauenburg, den 19. Au⸗ „gust 1835. Koͤnigl. Stadt⸗Commissarius Buͤrger⸗

meister und Rath.

In fidem

von denen im Falle der Undekanntschaft die Justiz⸗ Kommissacien, Kriminalrath Kayser, Justizrath Quin⸗ que, Tellemann II. und Reinstein vorgeschlagen wer⸗

Den, zu erscheinen, ihre Forderungen anzuze gen, die Beweismittel betzubringen und hiernaͤchst die weitern Verfuͤgungen zu erwarten. Dadei wird denselben bekannt gemacht, daß, wenn sie in dem Termine ausblerben und auch ihre Anspruͤche vorher nicht an melden, sie aller ihrer etwanigen Vorrechte verlustia ecklät und mit ihren Ferderungen nur an dasjenige, was nach Befriedigung der sich meldenden ( dus: ger noch bẽbrig bleiben moͤchte, werden verwiesen werden. 8 Naumhurg, den 26. Juni 1835.

J. Richter, Stadtsecretalr.

Dividenden⸗Vertheilung. Der Voestand der Lebensversicherungsbank f. D. in Gotha, bei welcher die laufenden Versi⸗

cherungen bereits die Summe von

Glatz, als auch in den andern fruchtbarsten Gegen-

bis zum Werthe von einer Million Thaler, die sich in bestem Cultur-Zustande befinden, bedeutende Forsten. feine Schaafheerden etc. etc. etc. und sehr schöne Wohn- und Wirthschafts-Gebäude haben, zu den heutigen Conjuncturen angemessenen Preisen u. gegen mälsige Anzahlung zum Verkauf übertragen.

Schiff: „Dronning Maria“, Capit. Lous,

das Dampf⸗Schiff: „Kronprinzessin“, Capt. Bluhm, bis zum Schlusse der Swinemuͤnder Badezeit seine regelmaͤßigen Reisen

das Dampf⸗Schiff: Capitain Albers,

zuzeigen, dass sie gegen Vergütigung von 20 Ct. vom Nominal-Werthe für alle Spesen, incl. Porto, die Umschreibung der Spanischen Stuatspa

drichs-Strafse No. 70), beaultragt haben die zu con-

die Preußischen Staaten.

Güter-Verkaufs-Anzeige. In der Nähe von Breslau, so wie im Hieschberg- chen, Jauerschen, Liegnitzschen, Schweidnitzschen na Reichenbachschen Kreise, in der Grafschatt

en Ober- und Nieder-Schlesiens und den angren- enden Provinzen sind uns Landgüter jeglicher Grösse

Ilierauf Reflektirenden sind wir sehr gern bereit, ede gewünschte Auskunft kostenfrei zu ertheilen. Breslau, den 18. August 1835. Anfrage- und Adrefs-Büreau der Haupt- und Residenz-Stadt Breslau (im alten Rathhause).

Stettiner Dampf⸗Schiffahrt. Waͤhrend des Monats Septbr. wird das Dampf⸗

an jedem Sonnabend Morgens 8 Uhr von Stettin nach Copenhagen, und 1

an jedem Donnerstag Mittag von Copenhagen nach Stettin abgehen;

an jedem Dienstag und Donnerstag Mittags 12 Uhr und Sonnabends Morgens 8 Uhr von Stettin nach Swinemuͤnde, G jedem Montag, Mittwoch und Freitag Morgens 8 uhr von Swinemuͤnde nach Stettin fortjchzen, spaͤter aber nur 2 Mal in der Woche hin⸗ und

herfahren, und b“ „Alexander Nicolajewitsch“,

am 2. und 23. Septbr. von Swinemuͤnde nach Luͤbeck, aber 8 am 10. September von Swinemuͤnde nach Riga abgeben.

Stettin, den 1. September 18385. . A. Lemonius.

W1I1“ 1 2. 2 . 8

der Spanischen Staatspapiere.

Die Unterzeichneten beehren sich hierdurch an-

diere besorgen, und zur Bequemlichkeit des BobiKuns lie Herren Helfft. Gebrüder in Berlin (Neue Frie-

vertirenden Obligationen gegen Revers in Empfang zu nehmen. Ams'erdam, den 31. August 1835. A. S. van Raalte & Sohn.

Literarische Anzeigen. Deutsche Stereotypen⸗Ausgabe des gro⸗

ßen Dictionnaire de l'Académie fran- Laise. Diese mit Stereotypen gedruckte und fast 50 Bogen mehr als das Franzoͤsische Werk enthal⸗ tende Deutsche Ausgabe mit Uebersetzung, er⸗ scheint in 24 Heften, zum Subseriptions Preise von 10 sgr. das Heft, also 8 Thlr. das ganze complette Werk ohne Vorausbezahlung; ein Preis, der fuͤr ein solches umfassendes und klassisches Werk von nahe an 300 Bogen Text compressen Satzes auf feinem weißen Halb Velin, bisher in Deutschland noch ohne Beispiel war. Dieser Subscriptions⸗Preis gilt jedoch nur bis December dieses Jahres Alle Buchhandlungen Deutschlands sind in den Stand gesetzt, den Sub⸗

8 Zehn Millionen Preuß. Thaler üͤbersch itten haben und welche gegenwaärtig schon ungefaͤhr 6000 Mitgaglieder Jahr die dritte Ueberschußvertheilung an⸗ geordnet, und zwar soll unter die in den Jahren 1529, 1830 und 1831 beigetretenen Theilhaber

eine Dividende von 21 Prozent der von ihnen im Jahr 1831 eingezahlten Praͤmien

Koͤnigl. Preuß. Ober⸗Landesgericht. . Mahlmann.

Bekanntmachung.

mit einem Gesammibetrag von 38460 Thlr. auf uͤb⸗ [liche Weise veriheilt werden. Dite unterzeichnete Agentschaft der Bank ist beauf⸗

Durch die Ernennung des Herrn D)r. G. K.tragt, dies den Interessenten vorlaͤufig bekannt zu

Treitschke zum Appellations⸗Gerichtsrath zu Dres⸗ Verlegung seines c Dresden, hbat sich der⸗ m von der Glqubiger⸗ uͤbertragene

den und die hlerdurch veranlaßte Wohnsthes von Leipzig na selbve bewogen gefunden, die ih schaft der Teutitz⸗Kbtzschauer Salzwerke Vollmacht zu Wahrnehmung deren Gerechtsame auf

geoven und seine e. als Mi

u Egabauer Schulden E

glied der Teuditz⸗ Tilgungs⸗Commission nieder⸗

machen, und erbietet sich zur Vermittelung der An⸗

traͤge derer, welche diese wobhlberechnete Svarkasse

denutzen und den Ihr gen dadurch eine sichere

Huͤlfsquelle eroͤffnen wollen. Berlin, am 8. September 1835.

Carl Gottfried Franz, Alexanderstraße Nr. 4

seribenten die einzelnen Hefte zu 10 sgr. und das complette Werk successive zu 8 Thlr. netto zu liefern,

zaͤhlt, hat fuͤr naͤchstes und rechnen wir dabei auf um so baldigere zablreiche

Bestellungen, da wir die Zahlung fuͤr jedes ein⸗

plare das 11te, auf 25 drei Frei⸗Exemplare Berlin wendet man sich an die Stuhrsche Buch⸗ handlung, Schloßplatz Nr. 2. b

8 Verlags⸗Comptoir in Grimma.

Buchhandlungen (in Berlin durch E. S Mi Stechbahn Nr. 3), fuͤr 4 Thlr. 15 sgr. zu bekomnm, der nachherige Ladenpreis betraͤgt 5 Thlr. 15

zelne Heft nur erst nach dessen wirklich erfolg⸗ ter Ablieferung verlangen, und nur durch die allgemeinste Theilnahme dieser ungewoͤhnlich niedrige Preis zu erzielen ist, mit dem selbst die nieder⸗ laͤndischen Nachdrucker nicht zu concurriren ver⸗

moͤgen. Subsecribentensammler erhalten auf 10 Exem⸗

in der Arnoldischen Buchhandlung in Drec und Leipzig erschienen.

Bis zur Michaelismesse ist dieses Werk durch tiler,

sor. Im Fall die dritte umgearbeitete Auflage diee

Werkes wieder eine guͤnstige Aufnahme findet m dessen praktische Brauchbarkeit anerkannt wird, sich der Verfasser, welcher eine Reihe von Jahn Gelegenheit fand, fruͤher den Unterricht von geh deten jungen Leuten und spaͤter den der gemein Mannschaft zu beobachten, vorgesetzt, einen Ausz aus vorstehendem Werke fuͤr die Unteroffiziere

betheiligten Waffengattungen zu bearbeiten. D

Auszug soll jedoch nur diejenigen Gegenstaͤnde u fassen, die diese Charge bedarf, und wo mogglich

eingerichtet werden, daß er nicht allein zur eigen Belehrung, sondern auch zum Unterricht der gemg nen Soldaten denutzt werden kann.

Der Preis dieses Werkchens wird moͤglichf hilli gestellt und das Ganze dergestalt eingetheilt necde daß Sapeure, Artilleristen und Mineure die sie

treff nden Gegenstaͤnde getrennt erhalten, wodurch in drei Abtheilungen zerfallen duͤrfte, deren Verze einzeln oder auch vereint erfolgen kann, um die schaffung nach Bedarf zu erleichtern.

Bei Gerhard in Danzig ist so eben erschie

und in allen Buchhadlungen, zu Berlin in

1.“ Buchhandlung, Schloßplatz Nr. 2,

haben:

Die Zulaͤssigkeit derbuͤrgerlichen Glei stellung der Bekenner des Mosaism. in christlichen Staaten Aus dem wah Standpunkte positiv bestehender Verhaͤltnise tratet, und mit bisher zu wenig gewuͤrdg. Gruͤnden zu einem Resultate gefuͤhrt von F/ drich Braunschweig. 8vo. geh. Preis Fig

Im Verlage von Graß, Barth & Comy. Breslau erschien juͤngst und ist durch saͤmmtl Buchhandlungen zu beziehen, namentlich durch S. Mittler in Berlin, Stechbahn Nr. 3: Menzel, K. A. (Koͤnigl. Preuß Consistorial⸗ Schulrath), neuere Geschichte der Deutschen der Reformation bis zur Bundes⸗Akte. Sec ter Band. Die Zeiten der Kaiser Matthias Ferdinand II. bis zur Schlacht auf dem we Berge gr. Sro. Preis: 2 Thlr. 10 sgr.

„Geschichte des dreißigjaͤhrigen Krie in Deutschland. Erster Band. Handschriftliche, zeither unbenutzte Nachrichten Aktenstuͤcke werden diesem Bande auch fuͤr Geschichtsforscher und Geschichtsfreunde, denen Ungedrucktes als neu gilt, ein besonderes Inn geben Da die Geschichte des dreißigjaͤhrigen ges cin fuͤr sich bestehendes Ganzes bildet, so f die denselben enthaltenden Baͤnde dieses Werkes besonderer Titel bestimmt worden, unter welchem jenigen, die das ganze Werk nicht anschaffen wl

Auch unter dem Titel:

diesen wichtigen Zeitabschnitt abgesondert erhe soͤnnen. Die Behandlungsweise desselben unterse det sich von der in allen andern

Geschichtswe durch Beruͤcksichtigung der kirchlichen Standpu deren Mangel in den zeitherigen Darstellungen politischen Verhaͤltnisse jenes Zeitalters so oft noͤthigen Lichtes entbehren laͤßt. 8

8

Die Bridgewater-Stiftung 8000 Pfund Sterling, 48,000 T. b 88,000 Gulden.

Wir erhalten so eben den Prospectus einer ischen Ausgabe der beruͤhmten Bridgewater B (Stuttgart bei Paul Neff) und beeilen unz, diese literarische Erscheinung von seltenem P voclaͤustg aufmerksam zu machen. Bekanntlich der vor einiger Zeit verstorbene Graf von N water eine Stiftung von 8000 Pfund Sterling macht, um die bedeutendsten englischen Naturso zu veranlassen, einen Cyelus von Werken üuͤbg Natur, ihre Wunder und ihre Geheimnisse zu ben. So entmanden diese Buͤcher. Es ist Auf dentliches geleistet worden. Besonders interest

dabet, daß die Verfasser von der schoͤnen Idah gingen, die Natur aus dem religidsen G

punkt, im besten Sinne des Wortes, zu sch

Der geistreiche Redacteur des Morgenblattes 0 Herausgabe uͤbernommen eine Buͤrgschaft

fuͤr die Gediegenheit der Sache! Wir koͤnnen

Unternehmen daher mit Vertrauen empfehlen.

Ganze giebt 8 10 Baͤnde oder 30 Lieferungen 6 Bogen à 30 Kr, = 9 sgr. und beginnt mit

von

Auflage der: Lehre vom F Oberst Lieut (8 der Ober⸗Offiziere und Untergeordneten. 8 Kupfertafeln in Folio 487 in Figuren,

So eben ist die dritte umgearbeitete und vermehrte

*2gneer48 7 878 c * Fger, Fenccfete. ür- ratis, zu haben; mm. Fran Niederer Theil): Die Leistungen vesmeiden, bestelle man: Pau eff⸗ 6 1 it der Bridgewater⸗Buͤcher in der Stuhl

dSächbandluns zu Bertin, Schlogplas 0. 8

Werke des beruͤhmten Anatomen Bell uͤber Wunderbau der menschlichen Hand. Die erße

ferung erscheint in diesem Monate. Die elche Um Jrrunge

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sche Staͤats-Zeit

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mtliche Nachrichten. Kronik des Tages.

Se. Majestaͤt der Koͤnig haben dem Ober-Landesgerichts⸗ Salarten⸗Kassen⸗Rendanten, Hofrath Schneider zu Glogau, und dem Ober⸗Post⸗Secretair Volcke zu Breslau den Rothen Aoöler⸗Orden vierter Klasse zu verleihen geruht.

Des Koͤnigs Maäjestaͤt haben dem Historien⸗Maler Julius Schoppe das Praͤdikat eines Professors beizulegen und das Patent fuͤr denselben Allerhoͤchstselbst zu vollziehen geruht.

Itungs⸗Nachrich

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8 188 RNußklan d. 1 St. Petersburg, 2. September. Se. Majestaͤt de Kaiser haben dem St. Petersburgischen Militair⸗General⸗Gou⸗ verneur, General von der Infanterie, Grafen von Essen, aus Rücksicht fuͤr seine ausgezeichneten Verdienste, die Erlaubniß zu ertheilen geruht, seinen Familiennamen auf seinen Schwiegersohn, den Grafen Jokob von Steenbock⸗Fermor, welcher von nun an Graf von Essen⸗Steenbock⸗Fermor heißen soll, zu uͤbertragen. Die hiesigen Zeitungen enthalten folgenden Allerhoͤchsten Ukas an den dirigirenden Senat vom 7. Aug. d. 2 „Indem

1 J.: Wir am 7. Juli d. J. das Reglement in Betreff der Lehr⸗Be⸗ zirke des Ministeriums des oͤffentlichen Unterrichts bestaͤtigten, haben Wir dadurch die Thaͤtigkeit der Universitaͤten dem wesent⸗ lichen Nutzen der Wissenschaften und des oͤffentlichen Unterrichts zugewandt. Um die Organisation der hoͤheren Lehr⸗Anstalten zu vervollstaͤndigen und dieselben die ihnen gebuͤhrende Stellung ein⸗ nehmen zu lassen, haben Wir fuͤr gut befunden, diesen Anstalten ein neues, ihrer fernern Vervollkommnung angemessenes, Statut zu verleihen. In dieser Absicht ist unter Unserer Eigenen Lei⸗ tung beim Comité zur Organisation des Schulwesens das Pro⸗ jekt der allgemeinen Statuten fuͤr die Kaiserlich Russischen Uni⸗ versitaͤten, mit den dazu gehoͤrigen Etats, angefertigt worden. Da Wir diesen Entwurf Unsern Anordnungen und Absichten an⸗ gemessen fanden, so haben Wir solches zugleich mit den Etats der Universitaͤten von St. Petersburg, Moskau, Charkow und Kasan bestaͤtigt und befehlen hiermit, daß solche in Ausfuͤhrung gebracht werden, nachdem das Ministerium des oͤffentlichen Un⸗ terrichts sich mit dem Finanz⸗Ministerium daruͤber verstaͤndigt haben wird. Der dirigirende Senat wird seinerseits nicht unterlassen, in dieser Beziehung die noͤthigen Anordnungen zu treffen. (gez.) Nikolaus.“

Se. Maj. der Kaiser haben den Beschluß des heiligen Sy⸗ nods zu bestaͤtigen geruht, in Folge dessen dem Ober⸗Priester Schio⸗Dwali Schwili ein auf der Brust zu tragendes Kreuz, und den Geistlichen Eustaphius, Peikri⸗Schwili und Georgius Jschonkadze violettfarbige Sammtkappen, als Belohnung fuͤr ih⸗ ren Eifer als Missionaire, zuerkannt worden. Desgleichen wurde auch dem Geistlichen Jacob Nezwetoff bei der Achtinskischen Ni⸗ kolaus⸗Kirche, in den Russisch⸗Amerikanischen Kolonieen, eine Muͤtze von demselben Stoffe und derselben Farbe, als Anerken⸗ nung seiner ausgezeichneten Leistungen als Lehrer des Christen⸗ thums unter den Aleuten, ertheilt.

Die Nordische Biene meldet, daß, nachdem der Berliner Professor und Maler Kruͤger bei seinem Aufenthalte in St. Pe⸗ tersburg durch die sehr getroffenen und talentvoll ausgefuͤhrten Portraits der Kaiserlichen Familie den hoͤchsten Anforderungen der Kunst entsprochen, nun auch den Wuͤnschen derer nachge⸗ kommen sey, die den Lithographieen der Bildnisse Ihrer Kaiserl. Majestaͤten entgegensahen, indem Herr Kruͤger unter seiner Lei⸗ tung in Verlin dergleichen hat besorgen lassen. Diese ausge⸗ zeichneten Lithographieen sollen nach dem Beschlusse des Kuͤnst⸗ lers zum Besten der von Ihrer Majestaͤt der Kaiserin im Jahre 1828 gestifteten Armen⸗Anstalt in St. Petersburg ver— kauft werden.

Am Schlusse des Jahres 1834 befanden sich auf der Uni⸗ versitat zu St. Petersburg: 52 angestellte Beamte und Lehrer und 230 Studirende: von ihr wurden 39 junge Leute mit gelehr⸗ ten Graden entlassen. Der St. Petersburgische Lehrbezirk be⸗ steht aus 6 Gouvernements und enthaͤlt: 8 Gymnasien, 49 Kreis⸗ schulen und 76 Pfarrschulen, auf welchen sich insgesammt 524 angestellte Beamte und Lehrer befinden. Die Zahl der Schuͤler beiderlei Geschlechts belaͤuft sich auf 6858. Außerdem enthaͤlt die⸗ ser Bezirk 76 Privat⸗Pensionen und Schulen mit 2924 Schuͤlern und Schuͤlerinnen; so daß die Gesammtzahl der Lernenden in diesem Bezirk 9782 betraͤgt. 8

Auch auf unsrer akademischen Sternwarte ist der Halleysche Komet in der Nacht vom 26sten auf den 27ster v. Monats auf⸗ gefunden und in dieser und der folgenden Nacht fleißig beobach⸗ et worden.

Der Nordischen Biene zufolge, sollen bis zum 13. Au⸗ gust dieses Jahres, aus der Nordsee kommend, 1987 beladene

chiffe und 1021 Schiffe mit Ballast, und von der Ostsee aus, Blb beladene und 92 Schisfse mit Ballast, den Sund passirt seyn; daher im Ganzen 31 Schiffe mehr als im vorigen Jahre. ilter denen, die von der Norosee kamen, befanden sich 122 Jussische beladene Schiffe, und unter denen aus der Ostsee 150 dergleichen. Außer den Schwedischen und Norwegischen Schif⸗ in war daher die Anzahl der Russischen die groͤßte.

1Eö Frankreich. 8 „Paris, 3. Sept. Dem Koͤnige wurden gestern durch die Minister der Justiz und des Kultus die Bischoͤfe von Avignon und Montpellier vorgestellt. Se. Majestaͤt arbeiteten demnaͤchst mit dem Conseils⸗Praͤsidenten und den Ministern des Handels und des Innern. Es heißt, daß der Koͤnig und die Koͤnigin der Belgier gegen

Ende dieses Monats eine Reise nach Frankreich zum Besuche ihrer Durchlauchtigen Aeltern unternehmen wuͤrden.

Geestern Abend hat eine Ministerial⸗Konferenz bei dem Mi⸗ nister der auswaͤrtigen Angelegenheiten stattgefunden.

Die von der Pairs⸗Kammer ernannte Kommission zur Pruͤ— fung des Preß⸗Gesetzes ist gestern zum erstenmale zusammenge⸗ treten und hat den Baron von Varante zu ihrem Berichterstat⸗ ter erwaͤhlt. Die Pairs⸗Kammer selbst ist auf den 5ten d. M. zusammenberufen worden; man glaubt, daß bis dahin der Be⸗ richt uͤber das gedachte Gesetz fertig seyn werde.

Herr Chapuys⸗Montlaville, Deputirter des Depts. der Saone und Loire, hat sich veranlaßt gefunden, an seine Kom⸗ mittenten, die Waͤhler des Bezirks von Louhans, folgendes Schrei⸗ ben zu richten:

„M. H., wir leben in einer Zeit, wo jeder gute Buͤrger auf der Stirn tragen muß, was er von den offentlichen Angelegenheiten denkt. So muß es seyn in diesen Zeiten des Drangfals, wo die Versprechungen des Grund⸗Vertrages auf eine frevelhafte Weise verletzt werden, wo das Ministerium, indem es dem Lande die Wohl⸗ thaten vierzigjaͤhriger Kaͤmpfe entzieht, versucht, ihm noch einmal das Gesetz des Despotismus aufzulegen. So muß es seyn, vorzuͤg⸗ lich fuͤr einen Deputirten, wenn er die Ueberzeugung hegt, daß das ministerielle System das Land in die gefaͤbrlichsten Bahnen stuͤrzt. Meine Herren, vor kurzem hat ein schaͤndlicher, hoͤllischer Anschlag Frankreich in Schmerz versenkt; mit Ihnen habe ich Trauer ange⸗ legt. Aber dieses Verbrechen ist eine jener schrecklicher Ausnahmen, die von Zeit zu Zeit die natuͤrliche Ordnung stoͤren. Es ist eine jener Graͤuelthaten, woruͤber die Menschheit seufzen muß. Inmit⸗ ten der allgemeinen Betruͤbniß, als Frankreich sich ganz seinem Schmerz, einem Unwillen hingab, ertoͤnte Reactions⸗ Geschrei gegen die Freiheit. Beim Himmel! welche Verbindung kann denn zwischen Frankreich, zwischen der Freiheit und dem blut⸗ duͤrstigen Urheber des Attentats vom ssten Juli bestehen? Trifft ihn nicht die allgemeine Verwuͤnschung? Jenes Geschrei ging aus dem Schoße der ministeriellen Partei hervor; Frankreich sab in diesem ungluͤcklichen Tage nur einen Anlaß zu Schmerz; das Mi⸗ nisterium entdeckte und sah darin eine Huͤlfsleistung der Politik. Es berechnete kalt, was ihm das vergossene Blut einbringen koͤnnte. Vergebens ward es von der Presse gewarnt, vergebens war die Ver⸗ gangenheit da, als eine große Lehre: die doctrinatre Unbeugsamkeit behielt die Oberhand. Gesetze der Gewaltsamkeit und des Despo⸗ tismus wurden vorgelegt. Sie haben der Revolution bei ewohnt. Sie kennen den Geist, der bei diesem Aufstand des Volkes s8 Masse vorherrschte, das die Dynastie verjagte und sich neue Gesetze und neue Chefs inmitten der Aufwallung schuf, die von dem auf einen Volkssieg folgenden Tage unzertrennlich ist. Sie wissen, ob man die Volks⸗Souverainetaͤt achtete, ob man die volle und gaͤnzliche Preßfreiheit wollte; Sie wissen, ob man die Censur verwuͤnschte, ob man Vertrauen in das Institut der Geschworenen setzte. Haben wir jetzt die Spur dieser Erinnerungen so ganz verlo⸗ ren, sind wir so weit von dem im Jahre 1830 bezeichneten Wege abgewichen, daß ein Ministerium es wagen konnte, der Deputirten⸗ Kammer solche Gesetze vorzuschlagen? Diese Gesetze sind ein Ein⸗ griff in die National⸗Souverainetaͤt; sie verletzen nicht bloß den Geist, sondern auch den Buchstaben der Charte. Sie vernichten das Recht der Pruͤfung, jenes Recht, wofuͤr unsere beiden Revolutionen von 1789 und 1830 unternommen wurden. Diese Gesetze erfinden Verbrechen, sie aͤndern die Gerichtsbarkeiten ab; sie uͤbertragen die Privilegien der Jury dem Pairshofe; sie berauben auf diese Weise die Nation des Rechtes der Justiz; sie stellen die Confiscation wie⸗ der her; sie bestaͤtigen von neuem den Grundsatz der Censur; sie voll⸗ enden endlich, meiner Meinung nach, den Plan der Contre Revolu⸗ tion, den zu vollbringen das Ministerium seit mehreren Jahren sich bestrebt. So wuͤrde die Charte nicht mehr eine Wahrheit seyn: un⸗ ter den Haͤnden der Doctrinairs waͤre sie nur noch eine Luͤge. Es ist eine schlimme Zeit gekommen! Ich war Ihnen, m. H., diese Darlequng meiner Gesinnungen uͤber die gegenwaͤrtige Lage schuldig. Ich wuͤrde mich fuͤr strafbar halten, wenn ich Sie nicht von dem Gange des Systems der Regierung und seinen unseligen Wirkungen unterrichtete. Ich war Ihnen dieses um so mehr schul⸗ dig, m H., als Sie Mittel gegen das Uebel besitzen, da in Ihren Haͤnden die Rettung des Reiches liegt. Ja, m. H., es ist unser Glaube an die Einsicht des Landes, der uns noͤch aufrecht haͤlt, uns, die wir, ungeachtet der Verleumdungen, womit man uns uͤberhaͤuft, weder Unordnungen noch gewaltsame Bewegungen wollen: die wir die Ueberzeugung haben, daß das Fortschreiten nur durch die einzige Kraft der Ideen gesichert werden kann, und die wir, ije⸗ den Anfruf an die materielle Kraft verwerfend, deshalb nicht minder Maͤnner der Energie und der Freibeit sind. Euch, Waͤhler, Geschworne, National⸗Gaͤrdisten; Dir, freie und aufgeklaͤrte Nation, steht es zu, alle Tage, unter allen Umstaͤnden, durch die gesetzlichen Mittel, welche die Constitution Euch verliehen hat, gegen die Ver⸗ letzung der Charte und gegen die Vernichtung der Juli⸗Revolution zu protestiren Was mich betrifft, so erklaͤre ich laut und fest, ich sage mich fuͤr meinen Theil von der Verantwortlichkeit fuͤr Alles, was geschehen ist, los. Mit meinen politischen Freunden vereint, habe ich das Ministerium durch eine gewissenhafte Opposition ge⸗ warnt; es blieb mir noch uͤbrig, Sie zu warnen; ich thue es; ich glaube meine Pflicht gethan zu haben.“

er Courrier français sagte gestern auf Anlaß des neuen Preß⸗Gesetzes: „Die Repraͤsentativ⸗Regierung, die Frank⸗ reich seit einem halben Jahrhundert herbeiwuͤnscht, die von der Oppositions⸗Partei funfzehn Jahre hindurch theoretisch so gelehrt entwickelt wurde, und die wir durch die Juli⸗Revolution prak⸗ tisch eingefuͤhrt zu haben waͤhnten, diese ernste, aufrichtige, Ach⸗ tung gebietende Repraͤsentativ⸗Regierung, die uns verheißen wor⸗ den und die man uns schuldig war, sie soll also niemals ins wirkliche Leben treten! Mindestens sehen wir uns vergeblich nach ihr um: wir erblicken uͤberall nur die Form, nirgends die Sache.“ Hierauf erwiedert heute die France, ein Blatt, das bekanntlich das System der absoluten Monarchieen versicht: „Es giebt einen ganz einfachen Grund, weshalb jene gesellschaftliche Fiction sich nir⸗ gends verwirklicht; und dieser Grund ist, daß die Verwirklichung einer Taͤuschung an und fuͤr sich unmoͤglich ist, daß aus einem Luͤgen⸗Systeme niemals etwas anderes als eben eine Luͤge her⸗ vorgehen kann: quod, ab initio non valet, tractu temporis convalescere nequit. Alles Falsche ist de jure todtgeboren, wenn es auch de facto eine augenblickliche Existenz hat. Wahr ist in der Politik wie in der Literatur nur, was lebensfaͤhig ist.“ es unter den in der letzten Siz⸗

Der Temps behauptet, daß zung der Pairs⸗Kammer zugegen gewesenen Mitgliedern vielleicht

nicht 30 gebe, die das Gesetz uͤber die Jury ihrer Ueberzeugung

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nach billigten; nichts desto weniger sey dieses Gesetz angenommen worden. „Wie will man sich diesen Widerspruch erklaͤren“, fragt das gedachte Blatt, „wie koͤnnen die Pairs als Gesetzgeber an⸗ nehmen, was sie als Staatsmaͤnner und unbescholtene Richter verwerfen? Dieses Phaͤnomen ist eine natuͤrliche Folge des Cha⸗ rakters, den das Ministerium allen seinen Gesetzen zu geben weiß. Man frage jeden Pair, vielleicht mit Ausnahme von Maͤnnern wie Cousin und Barthe, aufs Gewissen, was sie von den letzten Gesetzen halten, und es wird die Antwort erfolgen⸗ die Gesetze sind an und fuͤr sich nicht gut, aber die Regierung behauptet, daß sie ihr fuͤr die Sicherheit des Staates nothwen⸗ dig seyen, und die Pairie muß ihrer Natur nach der Verwaltung huͤlfreiche Hand leisten.“

Einer im Moniteur enthaltenen Koͤnigl. Verordnung vom lsten zufolge, sollen die Operationen der Revisions⸗Conseils zur Bildung des Kontingents der Klasse von 1834 am 15. Oktober d. J. beginnen, und die Zusammentragung der einzelnen Listen der Kantonal⸗Kontingente zur Bildung der General⸗Liste des Departemental⸗Kontingents soll am 5. Dezember erfolgen. Diese Verordnung giebt einem hiesigen Blatte zu folgenden Be⸗ merkungen Anlaß: „Vor einigen Tagen enthielten alle Pariser Journale die Nachricht, daß an die Militair⸗Divisionen der Be⸗ fehl ergangen sey, den Effektiv⸗Bestand aller Regimenter durch Austheilung von unbestimmten Urlauben um 300 Mann zu ver⸗ mindern. In Bordeaux und Paris hatte man bereits begonnen, diese Maßregel in Ausfuͤhrung zu bringen, und in den anderen Militair⸗Divisionen wollte man eben zur Vertheilung der Ur⸗ laube schreiten, als ploͤtzlich durch den Telegraphen nach allen Richtungen hin Gegenbefehle erlassen wurden. Man fuͤgt so⸗ gar hinzu, daß die Regimenter, deren Effektiv⸗Bestand sich jetzt auf 2300 Mann belaͤuft, bis auf 3000 Mann gebracht werden wuͤrden. In die Richtigkeit des ersten Theils dieser Nachricht ist durchaus kein Zweifel zu setzen, denn sie geht uns gleichzeiti von Rennes, Nantes und Dijon zu, und die heute in de „Moniteur“ befindliche Verordnung, durch welche die Zeit de Zusammenkunft der Revisions⸗Conseils vorgeruͤckt wird, ist ein 1 daß die Regierung einen wichtigen Beschluß g. faßt hat.“

Der Abbé Nicolle, ehemaliger Rektor der Pariser Akademie ist gestern fruͤh hierselbst im Hotel der Sorbonne im 77sten Le bensjahre mit Tode abgegangen.

Auch der General⸗Lieutenant und Pair, Graf Morand, vor denesn Adjutant Napoleon's, ist in der vergangenen Nacht ver

orben.

Der Moniteur du Commerce meldet heute als ein Ge ruͤcht, daß der Praͤfekt des Dordogne⸗Departements, Herr Ro

mieu, zum Polizei⸗Praͤfekten in Paris ernannt werden duͤrfte.

Zwei aus dem Gefaͤngnisse Ste. Gefangene sind neuerdings auf der Norden wieder ergriffen worden.

Ein ministerielles Journal erzaͤhlt, daß Abends die Gendarmerie in der Naͤhe von Aurillac zwei Wagen mit Reisenden angehalten habe. Einer derselben, ein Mann von 33 Jahren, giebt sich fuͤr einen Englaͤnder aus, und nennt sich Lord Calthorpe. Er ist von einer Dame begleitet, die fuͤr seine Schwester, und fuͤr eine Verwandte des Lord Granville gilt. Man versichert, daß zwischen jenem Fremden und Dom Mi⸗ guel eine auffallende Aehnlichkeit herrsche. Der Praͤfekt hat die Befehle des Ministers des Innern eingeholt, und einstwei⸗ len jenen Fremden die Weiterreise untersagt.

Der General Graf de La Roncidre, dessen Sohn kuͤrzlich eine so traurige Beruͤhmtheit erlangt tern an, daß Herr Chaix⸗d'E muͤhungen als Vextheidiger seines Sohnes abgelehnt habe.

Der Baron Larrey ist von seiner Reise nach den Staͤdten des suͤdlichen Frankreichs zuruͤckgekehrt, und bringt die beruhigende vesh mit, daß die Cholera aus Frankreich fast ganz verschwun en sey.

Die neuesten Nachrichten aus Spanien in den mi riellen Blaͤttern lauten folgendermaßen: „Briefe aus Sara⸗ gossa bestaͤtigen die Niederlage, die das Navarresische Streif Corps in Aragonien erlitten hat; dasselbe ist am Lsten durch Roda gekommen; seine Lage soll sehr unsicher seyn. In Aragonien herrschte viel Enthusiasmus. Die Junta hat sich die Hoͤchstbe steuerten zugesellt und hat entschieden, daß die Orts⸗Einnahmen fuͤr die Beduͤrfnisse der Provinz verwendet werden sollen; sie be⸗ zeigt indeß in einer Proclamation viel Anhaͤnglichkeit an die Re⸗ gierung der Koͤnigin. Merino ist am 2ö60sten bei Almarga, im der Provinz Soria, geschlagen worden. Er hat 300 Gewehre auf dem Schlachtfelde gelassen. Don Carlos hatte den Gene⸗ ral Maroto nach Santander, und Guerillas zu seiner Unterstuͤtzung auf den Weg nach Castilien gesandt. Dies hat zu der Vermu⸗ thung Anlaß gegeben, daß man einen neuen Angriff auf Bilbao beabsichtige.“

Großbritanien und Irland.

Parlaments⸗Verhandlungen. Oberhaus. Siz⸗ zung vom 1. September. Lord Melbourne legte die Ab⸗ schrift der durch Lord Elliot's Vermittelung zwischen den krieg⸗ fuͤhrenden Parteien in Spanien abgeschlossenen Convention auf die Tafel des Hauses nieder. Der Marquis von London⸗ derry nahm eine Gelegenheit wahr, um zu erklaͤren, daß er wenn er die Bills in Betreff der Irlaͤndischen Polizei, in Be⸗ treff der Registrirung der Irlaͤndischen Waͤhler und andere auf Irland bezuͤgliche Maßregeln betrachte, die das Ministerium noch in einer so spaͤten Zeit der Session dem Hause vorgelegt habe nicht umhin koͤnne, zu glauben, daß der Zweck der Minister sey⸗ den Einfluß eines einzigen Mannes und einer einzigen Partel in Irland zu vergroͤßern. Viscount Duncannon versicherte jedoch, daß Herr O Connell bei keiner dieser Maßregeln um Rath gefragt worden sey, und Lord Hatherton bestaͤ⸗ tigte dies dadurch, daß er dem Hause mittheilte, er selbst habe als er Secretair fuͤr Irland gewesen, eine Polizei⸗Bill fuͤr Irland

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vorbereitet gehabt, die der des jetzigen Ministeriums vollkommen ent⸗

Pélagie entsprungene April⸗ Graͤnze des Depts. des

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hat, zeigt in den oͤffentlichen Blaͤt⸗ 8 stange jedes Honorar fuͤr seine Be⸗