1835 / 264 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

8 .

uuinn

1 8

Die in den letzten Jahren aus den Wartha⸗Bruch⸗Gegenden der Neumark im Posenschen Angebauten haben, nach Aus⸗ weis ihrer Legitimations⸗Dokumente, meistentheils ihre dor⸗ tigen kleinen Bruchstellen verkauft, um hier in den Besitz groͤßerer Wirthschaften zu kommen. Der Gesammt⸗Besitz dieser neu eingerichteten Stellen betraͤgt 25,538 Morgen, im

8 Durchschnitt fuͤr jede Stelle 76 Morgen. 2 48 8 kleine Eigenthuͤmer, theils Gewerbetreibende, theils Arbeits⸗ FZKamilien, von denen der groͤßere Theil vor den Reguli⸗ rungen und Dismembrationen in den herrschaftlichen Tage⸗ loͤhner, und auch in Bauerhaͤusern als Einlieger wohnte, da in der Provinz Posen, bis zum Eintritt der Reguli⸗ rrungen, die bäͤuerlichen Wirthe verpflichtet waren, die Tage⸗ ee- loͤhner und Deputanten der Grundherren in ihren Wohn⸗ haͤusern aufzunehmen. Ihr Gesammtbesitz ist 3411 Morgen, wmaäs fuͤr jede Stelle durchschnittlich etwas uͤber 8 Morgen

218 Pb

6 betraͤgt. 1

124 neu dotirte Schulen mit 1045 Morgen, so daß auf jede Setelle im Durchschnitt 8 ½ Morgen fallen.

25,814 Morgen sind zum Theil Fngee g. Kommunal Weiden,

*

1

254

923

zum Theil Schulzen⸗ und Hirten⸗Laͤndereien.

Die bis jetzt etatirten Zinsen von den regulirten baͤuerli⸗ chen Wirthen und von den aus Vorwerks⸗ und Forst⸗Laͤndereien neu gebildeten 345 baͤuerlichen Stellen betragen uͤberhaupt 49,092 Rthlr. 24 Gr. Sie sind bis auf einen ganz unbedeutenden Rest pro 1834 aufgekommen, obgleich dieses Jahr, bezuͤglich auf Ge⸗ traide- und Futter⸗Aerndte, zu den sehr schlechten gehoͤrt hat, woraus zu entnehmen, daß saͤmmtliche Wirthe dergestalt regulirt sind, vaß sie in ihren Stellen gut bestehen koͤnnen.

Seit der Wiederbesitznahme der Provinz sind in dem Po⸗ sener Departement, bis zum Jahre 1834 einschließlich, uͤber⸗ haupt 123,059 Morgen 164 ◻¶ R. an Domainen⸗, Vorwerks⸗ und Forst⸗Landereien veraͤußert worden, worunter 82 Vorwerke

515 72,000 Morgen 50 R. dismembrirt sind. Davon sind gebildet:

58 sogenannte Haupt⸗Etablissements von circa 200 700 Morgen; 314 ganz neue baͤuerliche Stellen von durchschnittlich 85 Morgen; 251 kleinere Stellen fuͤr Arbeits⸗Familien und Gewerbetreibende,

durchschnittlich von 10 Morgen; 615 alte baͤuerliche Stellen sind in ihrem Landbesitz erweitert, wozu 12,348 Morgen verwandt worden, so daß durchschnitt⸗ llcch jede Stelle 20 Morgen Land⸗Zulage erhalten hat; kleine, bereits vorhanden gewesene Stellen haben zu ihrer Erweiterung 511 Morgen, durchschnittlich 5 ½ Morgen, er⸗ halten. Zu Schul⸗Dotationen und sonstigen Kommunal⸗

4 .

1078

3 Haupt⸗Etablissements, 17 neue baͤuerliche Stellen, 6 neue klei⸗ nere Stellen.

In dem Zeitraume vom 16. August bis 15. September einschließlich sind in dem Hafen zu Koͤln angekommen: zu Berg 131, zu Thal 477, zusemmen 608 beladene Fehezeuge, und von dort abgegangen: zu Berg 63, zu Thal 56, zusammen 119 bela⸗ dene Fahrzeuge. Unter zenen angekommenen Fahrzeugen waren von Holland kommend 9 Schiffe; sie brachten nebst den Nieder⸗ laͤndischen Dampfschiffen zusammen 43,200 Centner. Dagegen fuhren von Holland kommend bei Koͤln vorbei nach Koblenz, Mainz, Mannheim und Frankfurt 12 Schiffe mit 35,212 Ctnr., mithin sind 7988 Ctnr. mehr in Koͤln angekommen als vorbei⸗ gegangen. Verladen wurden nach Mainz, Mannheim und dem Main zusammen 32,229 Ctnr. und sind diesemnach 10,971 Ctnr. weniger zu Berg abgegangen als angekommen. Hn9

Berichtigung. Im gestrigen Blatte der Staats⸗Zeitung, S. 1071, Sp. 1, 3. 31 statt „Abschlusses“ l. „Abschosses“.

Berliner Börse. Den 21. September 1835.

Amtlicher Fonds- und Geld-Cours- Zettel. Pr. Tour. Pr. Cour. Brief. .Geld. Geld. ĩi 7. 101 995 6 99 ¼

59 G 59 ¾ 101 ¼ 101 101 ¾

Brief. 102 ½ 105 101 ¾

Oatpr. Pfandbr. Pomm. do. Kur- u. Neum. do. Schlesische do. Rückst. C. und Z. Sch. d. K. u. N.

St.-Schuld-Seh. Pr. Engl. Obl. 30. PrümSch. d. Seech. Kurm. Obl. m. l. C. Nm. Int. Sch. do. Berl. Stadt-Obl. Königsb. do. Elbinger do. Danz. do. in Th. Wentpr. Pfandbr. Gressh. Pos. do.

101 Hl 106 ½

101 H 84 ½

216 ½ 215 ½

18 ¾₰

13 3

Gold al marco Neue Ducaten

Friedrichsd'or

Disconto

41

413¾ 102 ⁄½ 103 ¼

4. -lN8öäönbnee e Zf.

13 4

8

e Börsen. Amsterdam, 16. September. 1“ 5 % do. 10151. Ausg. Schuld 3 ½ % 78. Russ.

do. 4 % Aul.

Auswärtig

Niederl. wirkl. Schuld 54 3⁄1%. 99. Oesterr. 99 ½. Preuss. Präm.-Scheine 104 ⁄. 5 % Span. 30 ¾¼. do. 3 % 19 ⅛3. 82 Antwerpen, 15. September. 5 % Span. 30 ⅛¼. Zinsl. 12 à ½. Cortes 27 ⅓. Neue Anl. 36 ¼. Darmst. 25. Belg. 100 ¼. Frankfurt a. M., 18. September. Oesterr. 5 % Metall. 102 H. 102 6. 4 % 989⁄1 6. 98 1 6 2 ½ %

56 ¾. 1 % 25. Br. Bank-Actien 1589. 1588. Partial-Oblig. 18986. v.

.

Coup. —.

Paris, 15. September.

pr. compt. 107. 20. fin cour. 107. 45. 3 % pr compt. 79. 95. fin cour. 80. 10. 5 % Nen. fin cour. 98. 5¼. 5 % Span. Rente 30 ½. 3 % do. 19 ¼. usg. Schuld 12 ½

Cortes 30. Wien, 16. September. 5 % Met. 102 ⁄6 2. 4 % 981 ⁄2. Bank-Actien 1323. Anl. 575 ⁄. 1 % 24 ⅛. Koͤnigliche Schauspiele. Dienstag, 22. Sept. Im Schauspielhause: André, Lust spiel in 1 Akt, von C. Blum. Hierauf: Herrmann und Dorg,

1u“ Ser- 5 % Rente

dicht, vom Dr. C. Toͤpfer.

Mittwoch, 23. Sept. Im Schauspielhause: Der grün, Domino, Lustspiel in 1 Akt, von Th. Koͤrner. Hierauf: I Rosenmäaͤdchen, komische Oper in 3 Abth., nach dem Franz., vag Kotzebue. Musik von Lindpaintner. 4 . Koͤnigstaͤdtisches Theater. 1 Ditenstag, 22. Sept. Zum erstenmale wiederholt: Der Lh. ner und sein Sohn, Posse in 1 Akt, nach dem Franz., von K laͤnder. Hierauf: Das goldene Kreuz, Lustspiel in 2 Akten, si nach dem Franz., von G. Harrys. Zum Beschluß: Das Ejs paar aus der alten Zeit, lokaler Scherz in 1 Akt, als Vaudeyll⸗ behandelt von L. Angely. (Neu einstudirt. Hr. A. Wohlbric, vom Stadt⸗Theater za Breslau, im ersten Stuͤck: Crack; im letzten: Duval; Mad. Wohlbruͤck: Mad. Duval, als Gaß rollen.) Donnerstag, 24. Sept. Titus, Oper in 2 Akten. Must von Mozart. (Dlle. Vial: Sextus, als Gastrolle. Hr. Hol; miller: Titus.)

Preise der Plaͤtze: Ein Platz in den Logen und im Bälkan des ersten Ranges 1 Rthlr. ꝛc.

Da die Oper einen weit groͤßeren Kosten⸗Aufwand ee⸗ dert, als das Schau- und Lustspiel, so sieht die unterzeichnen Direction sich Fendchigs, vom 1. Okt. d. J. an die Preise da Plaͤtze zu den Opern⸗Vorstellungen im Koͤnigstaͤdtischen Theate in folgender Art festzusetzen:

Ein Platz in der Fremden⸗ und in der Orchester⸗Le 1 Rthlr. 10 Sgr. Ein Platz in den Logen und im Balkon de ersten Ranges 1 Rthlr. Ein Platz im Parquet und in da Parquet⸗-Logen 20 Sgr. Ein Platz im Amphitheater und n den Logen des zweiten Ranges 15 Sgr. Parterre 10 Sgr. Sperrsitz des dritten Ranges 7 ½ Sgr. Gallerie 5 Sgr.

Die Direction des Koͤnigstaͤdtischen Theaters.

Redacteur Cottel.

vot Fed Ias er.

Auf Verfaͤgun villen⸗Collegii sollen in termino

im Sessions⸗Zimmer des unterzeichneten Collegii folgende Gegenstaͤnde aus dem Nachlasse der Frau Fuͤrstin von Salm⸗Salm, als

1) ein Uhrhacken mit Amethist,

2) ein rothes Kaͤstchen mit ei⸗ aar Braseletten... 8) ein rothes Kaͤstchen mit zwei goldenen Braseletten.. 1) ein Kaͤstchen mit Ringen, als:

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„6

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n I

11131“]

eich

Zwecken sind verwandt 2957 Morgen.

Im Laufe des Jahres 1834 sind 3. Domainen⸗Vorwerke mit 3436 Morgen 25 ◻R. dismembrirt und davon gebildet:

—‚—

Preuss. Präm.-Sch. 59 ¼. 59. do. 68 ⁄¾. 68 ½.

Br. Loose zu 500 Fl. 114 ⁄à¾. 114 ⅛. Loose zu 100 Fl. 213. 5 % Span. Rente 27 ½. 27 ½¼.

4 % Anl. 98 ¼. B. Poln. Loose 3 % 16 ⅞. 16 ¾.

Gedruckt bei A. W. Hayn.

—.—

v“ y14“*“

82

9 2 8 288

Allgemei

Oeffentliche Bekanntmachung.

des Kbnigl. Kurmaͤrkschen Pu⸗

den 2. October, Vormittags 10 Uhr,

taxirt zu.

nem P

a) ein Brillantring

b) ein Ring mit drei Tuͤr⸗

kisen

3

c) ein Ring mit zwei Bril⸗ lanten und einem Ru⸗

binchen

c) ein Ring mit einem Ru⸗ binchen und zwei Sma⸗

ragden

e) ein Ring mit einer Ro⸗

sette

8) ein Paar Ohrgehaͤnge von

Blutkorallen

12 Steinen

eine goldene Schnalle mit

7) ein goldener Ring mit Ru⸗

binen und Perlen

) ein von einer Uhrkette ge⸗ trenntes Gehaͤnge, bestehend

S

9) ein Kollier von kleinen wei⸗ ßen Perlen, nebst Brillant⸗

1 *

ßen

Saphir mit vierzehn Bril⸗

inn einem goldenen Uhrha⸗ ken mit einem Steine, dann vier goldenen Pettschaften und einem goldenen Schluͤs⸗

Krreeuz mit eilf Steinen, ei-. nen dito⸗Ring mit fuͤf Steinen und dito Schloͤße⸗ chen mit sechs Steinen ta⸗ n 81

rirt zu 8 ein Kollier von großen wei⸗ erlen nebst blauem

111“”

aanten, dann einem goldenen Scchloͤßchen mit einem Bril⸗

lant 11) eine brillantene Rosette mit

12²)

vor dem ernannten Commissario, dffentlich an den Me in Courant verkauft

53 dchten Steine zwei brillantene

n zu . 1 Oür Ge⸗ haͤnge, welche zusammen

Aleine und 2 große Steine

enthalten, taxirt zu

550 Justizra

Thlr.

z9

auf annehmliche Meistgebote der Zuschl

Königl. Preuß. Kurmaäͤrk. Collegium.

Pupillen⸗

8 5 v.:

15 sgr.;

1““

2*

JZofeph von Kosinski, ein Sohn des verstorbenen Ge⸗ nerals Anton Hamilcar von Kosiüski, welcher als

seekklaͤrt und dessen , ssten Erben ausgeantwortet werden wird.

the Sulter, istbietenden gegen baare Zahlung werden, zu welchem Kauflustige

mit dem Beifuͤgen hierdurch vorgelaben werden, daß und die

Ueberlieferung sofort im Termine gegen baare Zah⸗

lung erfolgen soll. Wecih sden 4. August 1835.

914

88

auf 5462 Thlr. 23 sgr. 4 pf. gerichtlich veranschlagte Rustical⸗Grundstuͤck, welches in 4 Schulzen⸗Huben cullmisch Land eigener Qualitaͤt nebst Wohn⸗ und Wirthschafts⸗Gebaͤuden bestehet, soll in nothwendiger Sübhastation verkauft werden.

vor dem Herrn Justizrath Barnheim an der Gerichts⸗

Koͤnigl. Preuß. Land⸗ und Stadtgericht

Oectober 1817; 2) der Pyschtzer Muͤller Auszuͤgler Jobanna Lamczick, gebornen Homolla, von 40 Thlr.

Me. besarben 1802, angebliche Geschwister Simon, Bartek,

ner Anzeiger fuͤr

und Nr. 2 in dem Hypotheken⸗Buche verzeichnete,

Hierzu ist ein Termin auf den 26. October c., Vormittags 11 Uhr,

stelle angesetzt b Die Taxe, der neueste Hypotheken⸗Schein und die besonderen Kauf⸗Bedingungen koͤnnen in unserer Registratur eingesehen werden.

anzig, den 20 Maͤrz 1835.

Edietal⸗Citation. Von dem unterzeichneten Landgerichte werden der

nfanterie⸗Regiment trat, und seit der Zeit nichts at von sich hoͤren lassen, so wie dessen etwa hinter⸗ lassene Erben und Erbnehmer aufgefordert, von sei⸗ nem Leben und Aufenthalte unverzuͤglich und spaͤte⸗ stens bis zu dem auf 1 den 26. Maͤrz 1836, Vormittags um 10 Uhr, vor dem Referendarius Witteler im Instructions⸗ Zimmer des Koͤnigt. Ober⸗Landesgerichts hieselbst anberaumten Termine, schriftlich oder persoͤnlich zu melden und weitere Anweisung im Falle des Aus⸗ bleibens aber zu gewaͤrtigen, daß derselbe fuͤr todt Vermoögen seinen legitimirten naͤch⸗

Fetanech. im Jahre 1806 in das 10te Polnische

Posen, den I11. Mai 1835. 1 Königl. Preußisches Landgericht. (gez.) Bielefeld.

42

9 .

Massen, als der: 1 1) Des Opschuͤtzer Knechts Andreas Schimera oder Schmeja von 5 Thlr. 12 sgr. 7 pf., gestorben den 18

Feserg 3) des Sczepankowitzer Joseph und Wenzel Blokesch von 16 Thlr. 3 sgr. 6 pf, angeblich vor 50 Jahren ins Oesterreichische ausgetreten; 4) des Owschuͤtzer Georg Lukaschik oder Lukasek, hinter Valentin Lukasezick, von 22 Thlr. 25 sgr.; 5) des Koe⸗ berwitzer Franz Bayer, angeblicher Sohn des Urban Bayer, von 5 Thlr. 18 sgr. 2 pf.; 6) der Borutiner Catharina Schebeseczik, angeblichen Tochter des Wen⸗ l Schebesczik, von 11 Thlr. 26 sgr.; 7) des Rosch⸗ aauer Josepb und Franz Blachczik oder Rosalia und Franz, hinter Robotgaͤrtner Franz Blachezick oder Blaschezok, von 18 Thlr. 3 sgr. 9 pf; 8) des Nico⸗ laus Gurny oder Garny von der Grabowkaer Herr⸗ schaft, von 323 Thlr. 4 sgr. 2 pf.; 9) der Ruderswal⸗ der Magdalena. Adamek, angeblichen Tochter des Jo⸗ hann Adamek, von 6 Thlr. 23

Pyschtzer . Riebotschauer Gabriel Kollek von 5 Thir

ter Thomas Zaßek von 11 Thlr. Pyschtzer Blastus Pachulla von

Grieger von 20 Thlr. A pf.; Anton Halfar von 29 Thlr. 24 sgr.; 16) der Roho⸗

ben von 45 Thlr. 6 sgr. 2 pf. 18) der Pyschtzer an⸗ d geblich vor dem Jahre 1798 ins Oesterreichische ge⸗ v zogenen Veronica Philippek von 28 Thlr. 11 sgr. 1 pf.; a 19) des Rohower vor 1788 entwichenen Mathes a Halfar, angeblichen Sohnes des Bauers Andreas Hal⸗ far von 48 Thlr. 23 sgr. 10 pf.; 20) des Strandorffer

Aufgebot Verschollener und herrenloser teressenten oder deren Erben, oder alle, welche An⸗

sgr. 1 pf.; 10) des Jacob Konietzny von 3 Thlr. 8 sgr. 10 pf.;

11) des

7 bür 1 pf.; 12) der Kuchelnaer Marianna Zatzek hin⸗ 18 P 1 pf.; 13) des 19 Thlr. 29 sgr. 5 pf.: 14) des Ruderswalder, angeblich im Jahre 1792 in den Rybniker Kreis verzogenen Caspar Greger oder Balfady 15) des Kocberwitzer

die Preußischen S

vor 1801 angeblich ins Oesterreichische gezogenen Jo⸗ hann Obruschnik, Sohnes des Maͤthes Obruschnik von 5 Thlr. 2 sgr. 10 pf.; 21) des Anton Molinari, eines Sohnes der 1816 zu Kuchelna verstorbenen Josepha, verwittweten Molinari, gebornen Koenig, von 5 Thlr. 11 sgr. 8 pf.; 22) des Simon und Franz Nawroath, Soͤhne der Pyschtzer Marianna Nawroth, gebornen Hadamczick, von 2 Thlr. 13 sar 10 pf.; 23) des Koeberwitzer verschollenen Knechts George Schwitzka von 1 Thlr. 10 sgr. 3 pf; 24) des Sczepankowitzer Joseph und Bartholomeus Thiel, Soͤhne des Bauer Bartholomeus Thiel, vor 1788 angeblich ins Oester⸗ reichische gegangen und verschollen, von 45 Thlr. 18 sar 7 pf.; 25) des Opschuͤtzer Isidor nnd George Za⸗ wadsky, Soͤhne des Jacob Zawadsky, die verschollen, ersterer in einer Schlacht geblieben, letzterer vor 43 Jahren als Kutscher in Wien verstorben sein soll, von 15 Thlr. 13 sgr. 11 pf.; 26) des Pyschtzer Mar⸗ tin Lamczik, Sohnes des Muͤllers Gregor Lamczik, angeblich vor 35 Jabren als Preußischer Soldat im Lazareth zu Prag verstorben, von 73 Thlr. 10 sgr.; 27) des Valentin Wanjek aus Borutin, Sohn des Schaͤfers Paul Wanjek von Rydultau, der vor 15 Jahren sich entfernt hat, von 16 Thlr. 19 sgr. ö pf.; 28) des Borutiner Lorenz Ziedek, Sohn des Bartho⸗ lomeus Ziedeck, seit 30 Jahren ins Oesterreichische verschollen, und angeblich im Jahre 1805 in einer

Syriner Mathes Kuchta, Sohn des Anton Kuchta, angeblich als Maurergeselle in Polen verstorben, von 21 Thlr. 20 sgr.; 30) des Anton, Joseph und Nico⸗ dem, Soͤhne des Krzizanowitzer Bauer Martin Kun⸗ zik, seit 40 bis 47 Jahren außer Landes gegangen, von 113 Thlr. 8 sgr, wegen welcher vorgenannte In⸗

spruͤche daran zu haben vermeinen, aufgefordert wer⸗ den, sich schriftlich, persoͤnlich oder durch die mit Vollmacht und Information zu versehenden Justiz⸗ Commissarien, Herrn Stanjek II. und Laube zu Rati⸗ bor, entweder vorher, oder in dem auf den 30. März 1836, des Vormittags 9 Uhr, in der Gerichts⸗Kanzelei zu Bolatitz anstehenden Ter⸗ mine zu melden, um ihre Legitimation oder Forde⸗ rung zu bescheinigen, widrigenfalls die Ausbleibenden mit ihren Anspruͤchen ausgeschlossen: die ad 24 - 30 gedachten Vorgeladenen insbesondere fuͤr todt erklaͤrt, und die Massen entweder den sich legitimirenden Er⸗ ben oder als herrenloses Gut, woruͤber die weitere Bestimmung vorbehalten bleibt, erachtet werden sol⸗ len. Spaͤter sich Meldende muͤssen alle bis dahin gc 1

troffenen Dispositionen sich ae lassen, und

vorhanden sein duͤrfte,

mit dem, was alsdann no begnuͤgen.

Ratibor, den 11. Mai 1835. Fuͤrst Lichnowskysches vereinigtes Patri⸗ monial⸗Gericht.

Literarische Anzeigen.

So eben sind erschienen und durch alle solide Musik⸗ handlungen zu haben:

Czaty. Pierwiosnek. brzez Adama Mickie wicza.

Trzech Budryséw. Drei

Balladen von Mizkiewitsch mit deulschem und

Lafont.

Panseron. Tyrol, Jattene- Rossini.

Malibran.

zu Stuttgart erscheinen:

Schlacht geblieben, von 6 Thlr. 7 sgar 9 pf.; 29) des 0

nach Original⸗Zeichnungen von

7 *

1 8 88 ensaͤngers hochgefeierten Loewe. Die Balladen sin on den

uch in Polen den Ruhm erlange, den er sich

Vaterlande seit langer Zeit durch seine genialen Com positionen („Der Wirthin Toͤchterlein, Oluf, Edwan Goldschmid's Toͤchterlein ꝛc. ꝛc.) errungen hat.

Choix de Romances avec Acc. de Piano:

Zeauplan. L'enfant du régiment avec Psie. Jagr.

une larme, Je pense à toi, Je veux t'aimer tod jours, à 5 sgr.

Meyer beer. Nella 5 sgr. Le moine (der Mönch

gr. air pour voix de hasse Thlr. Le rieh danze, aria per mezzo 1.n ½ Thlr.

s, La J'uive à 5 sgr. Nizza. Romance av. Pst. 5 sgr.

10 Romances:; La Tyrolienne à 1 8 Schlesingersche Buch⸗ und Musikhandl b in Berlin, unter den Linden Nr. 34. An das gebildete Publikum. In der Buchbhandlung von L. F. Rieger & Con

en,

8 „2 ½

2**

v. BAL ZAC's

er zaͤh Deutsch bearbeitet von Friedrich Seybold,

etwa 15 Lieferungen in Taschenformat à Asgr.

Baͤndchen von 6 Bogen, der 9 Lieferungen in Octav à 9 ½ sgr. pr. Liefenn von 8 Bogen Velinpapier. b Mit Abbildungen L. Igelsheim Die erste und zweite Lieferung, mit zwei, von e

talentvollen Kuͤnstler Iägelsbeimer nach dem T gezeichneten Abbildungen, sind demnaͤchst in als

Buchhandlungen zu haben (in Berlin bei G.⸗ Mittler, Stechbahn Nr. 3), woselbst auch ausfl⸗ liche Anzeigen zur Einsicht niedergelegt sind.

Leipzig. Im Aug. 1835. Durch den Ankauf ganzen Vorraths und des Verlagsrechts der,! Herrn C. Schumann in Schneeberg veranstalte jetzt gaͤnzlich vollendeten Ausgabe von

Forcellini, A. Totius latinitalis Lexicon 8

4 Tomi. Folio. sind wir in den Stand gesetzt, den bisherigen gen Subscriptions⸗Preis von 30 Thlr. (fuͤr ciren Bogen auf feinem Velinpapier) fuͤr einige 3 auf 20 Thaler zu ermaͤßigen, um dasdurch Anschaffung noch mehr zu erleichtern, und die nst und allgemeinere Verbreitung dieses fuͤr jeden lologen so hoͤchst wichtigen Werkes zu befoͤrden Uebrigens beziebt diese Preis⸗Verminderung si diglich auf vollständige Exemplare, und einzelne dge; so weit der Vorrath wie bisher nur à 1 Thlr. abgelassen werden.

Hahnsche Verlagsbuchhandlun

In der v. Rohdenschen Buchhandlung in b0 ist erschienen und in der Stuhrschen zu Bal Schloßplatz Nr. 2, zu haben; .

Hude, B. H., von der, kleine deutsche Ebue

lebre, zunachst fuͤr Toͤchter⸗ und Buͤrgersch

Mit einem Anhange fehlerhafter Aufse Regeln

Polen als die gelungensten des Mizktewitsh nerkannt; es ist wohl nicht zu bezweifeln, daß Loem

M'entends-tu? Dôuce espérance, Ge*

richtigen Anwendung der gegebenen

hatte, auf

F. .

* b 2 82

thea, idyllisches Familien⸗Gemaͤlde in 4 Abth., nach Goͤthe’s Ge

Amtliche Nachrichten. Kronik des Tages.

Se. Majestaͤt der Koͤnig haben dem Hegemeister Doͤring zu Linow, Regierungs⸗Bezirk Koͤslin, und dem Schullehrer und Organisten Wende zu Oelse, Regierungs⸗Bezirk Breslau, das Allggemeine Ehrenzeichen zu verleihen geruht.

Se. Majestaͤt der Koͤnig haben dem Ober⸗Graͤnz⸗Controlleur Groning zu Peenemuͤnder Schanze, und dem Fischer Roggow zu Freest, Regierungs⸗Bezirk Stralsund, die Rettungs⸗Medaille mit dem Bande zu verleihen geruht.

Se. Koͤnigliche Hoheir der Prinz August ist von Kalisch hier eingetroffen.

Der bisherige Advokat, Christian Mauß, ist zum Ad⸗ vokat⸗Anwalt bei dem Appellations⸗Gerichtshofe in Koͤln be⸗ stellt worden.

Im Bezirke der Koͤnigl. Regierung u Liegnitz ist der Predigtamts⸗Kandidat Scheller zum evangelschen Pfarrer in Konradswaldau ernannt worden; zu Oppeln ist der bisherige Huͤlfs⸗Prediger in Katscher, Jako b Janotta, als katholrscher Pfarrer in Dirschel, und der Kandidat Rampold als evangelischer Pastor in Pluͤmkenau angestellt worden.

Angekommen: Der General⸗Major, General⸗Adjutant Hr. Majestaͤt des Koͤnigs und 2ter Kemmandant von Verlin, Graf von Nostitz, von Kalisch. 1

Abgereist: Se. Durchlaucht der

erzog von Le berg, nach Dresden. Herzog

g

ngs⸗Nachrichten. Ihkääebleg n d.

Frankreich.

Paris, 10. Sept. IJ. MM. sind vorgestern Abend kur vor I1 Uhr im besten Wohlseyn auf dem Schlosse Eu eingetrof⸗ fen. Ungeachtet der Dunkelheit draͤngte sich Alles auf den Weg, um die Hohen Reisenden zu begruͤßen. Es war das erstemal, daß man in dieser Provinz nach dem Attentate vom 28. Juli

Zeitu

dn Koͤnig und seine Familie wiedersah; Stadt und Land deei⸗

ferten sich daher, ihre Freude uͤber die gluͤckliche Errettung des Monarchen an den Tag zu legen. Geruͤhrt uͤber den Empfang, der Sr. Maj. auf der ganzen Tour zu Theil wurde, stiegen

Höchstdieselben unterweges mehrmals aus dem Wagen, um sich

dem Volke naͤher zu zeigen. In Aumale und Blangy musterte der Koͤnig zu Fuß die National⸗Garde. Bei seiner Ankunft in Eu fand er die verschiedenen Behoͤrden des Seine⸗Devparte⸗

ments und den Magistrat der Stadt vor, die ihn bewillkomm⸗

neten, und nach deren Entlassung er sich, umgeben von der ge⸗ sammten Einwohnerschaft, nach dem Schlosse begab. Das Journal des Débats meldet folgende Ernennun⸗ 5 im diplomatischen Fache: Baron von Barante zum Bot⸗ chafter in St. Petersburg an die Stelle des Marschalls Mai⸗ son; Graf von Rumigny zum Botschafter in Turin statt des hHarn von Barante; Herzog von Montebello zum Botschafter in der Schweiz an die Stelle des Grafen von Rumigny; Graf Karl von Mornay zum Gesandten in Stockholm an die Stelle

des Herzogs von Montebello; Baron Mortier zum Gesandten

im Haag statt des Marquis von Dalmatien, der seinen Abschied 5* hat. Graf Alexis von St. Priest zum Gesandten in isabon an die Stelle des Barons Mortier; Herr Eduard von Pontois zum Gesandten in Brastlien statt des Grafen Alexis von St. Priest; Herr Lagrenée zum Minister⸗Residen⸗ ten in Griechenland an die Stelle des Barons Rouen; Herr von Bacourt, zuletzt erster Gesandtschafts⸗Secretair in Lon⸗ don, zum Minister⸗ Residenten in Karlsruhe, statt des Grafen arl von Mornay; Graf Hippolyt de la Rochefoucauld zum Geschaͤftstraͤger in Hessen⸗Darmstadt an die Stelle des Herrn agrence. Herr von Langsdorff ist zum ersten Gesandtschafts⸗ Secretair in Wien statt des Grafen Hippolyt de la Rochefou⸗ kauld ernannt; Herr Lutteroth zum ersten Secretair in Berlin an die Stelle des Herrn von Langsdorff; Herr Casimir Pöérier zum zweiten Secretair in Wien statt des Herrn Lutteroth; Mar⸗ zuis Napoleon von Bassano zum Secretair in Bruͤssel an die

89 2 8 Stelle des Herrn Casimir Périer; endlich Herr Durand de

Mareuil zum Attaché bei der Legation am Belgischen Hofe statt Vortheile darbieten, und die inneren und aͤußeren Verlegenheiten 8 n nur vermehren wuͤrde.“

er General⸗Lieutenant Baron Curto ist vor einigen Tagen

des Herrn Napoleon von Bassano. (Der Moniteur und das vurnal de Paris melden diese Ernennungen noch nicht.)

hierselbst mit Tode abgegangen.

füt Der Graf von Cambis hat die in einem inlaͤndischen Ge⸗

sate gezogene Stute „Agar“, die bei den Pferderennen am ten der „Miß Annette“ des Lord Seymour den Sieg streitig fuͤr 10,000 Fr. gekauft.

geboten. Beide Pferde werden morgen wieder, mit noch

in laufen. 6 8ze. Jaffrenou, der Herausgeber des „Roͤformateur“, war gen mehrerer in den Nummern dieses Blattes vom 9., 10.,

Ge⸗ 23. und 30. Juni d. J. erschienenen Artikel, in denen der 1 G Denkschrift von 170 katholischen Paͤchtern und kleinen Grund⸗

neral⸗Prokurator eine Aufforderung zum Ungehor die Gesetze ie Auff 9 3 gehorsam gegen und r verzundeb eee Haß und Verachtung gegen die Regierung,

gestern vor den Assisenhof geladen; derselbe stellte sich

Lord Seymour hatte 8000 Fr.

tei anderen, um den großen Koͤniglichen Preis von 12,000 Fran⸗

chmaͤhungen auf den Beamtenstand, erkannt

in, Mittwoch den

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23sten September

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Réformateurs (vom 14. Sept.) und zwar auf den Grund des neuen Preß⸗Gesetzes in Beschlag genommen worden.

Im Bon Sens liest man uͤber die Fieschische Angelegen⸗ heit: „Herr Pasquier faͤngt an, zu glauben, daß Fieschi die Wahrheit sagt, indem er behauptet, daß er Geld empfangen habe, aber nicht wisse, von welcher Partei es komme. Jedesmal, wenn man ihn fragt, welches seine politische Meinung sey, erwiedert er, er habe gar keine und habe niemals eine gehabt. Die re⸗ publikantsche Partei sey ihm ganz eben so gleichguͤltig, wie die legitimistische; er habe leben muͤssen, und als man ihm den Vor⸗ schlag zu dem Verbrechen gemacht, habe er gar keine Huͤlfsquelle mehr und auch nicht die Aussicht gehabt, sich eine zu schaͤffen. Dies habe ihn bestimmt, die ihm gemachten Anerbietungen au⸗ . Anerbietungen, die im außerst unbedeutend gewesen waͤren. Als man ihm eimwendete, daß er doch habe wissen muͤssen, daß das Verbrechen im Interesse einer Partei begangen wuͤrde, und es selt am fand, daß er die⸗ serhalb gar keine rkundigungen eingezogen habe, erwiederte er: „Daran lag mir gar nichts; ich brauchte Geld, das uͤbrige rkuͤmmerte mich wenig.““ b

Nach einem Schreiben aus Bilbao vom 7ten d. sollen zwei Haup:quartiere, eines in Durango und das andere in To⸗ losa, errichtet werden. Man will auf diesen Punkten eine Armee von 24,000 Mann unter den Befehlen der Generale Evans, Iriarte und Jaureguy zusammenziehen. Espeleta erhaͤlt das Ober⸗Kommando. Diese Truppen sollen in Biscaͤya und Gui⸗ puzcoa agiren. Das Schottische Bataillon hatte ein kleines Ge⸗ fecht gegen ein Karlistisches Bataillon zu bestehen, a's es auf dem Marsche nach Bilbao war. Nach dreimaligen Salven drangen die Schotten unter donnerndem Hurrah und mit gefäll⸗ tem Bajoͤnnette vor und verjagten die Karlisten.

Den neuesten Privat⸗Mittheilungen von der Graͤnze zufolge, waͤre das Manifest der Koͤnigin, worin die Provinzial⸗ Junten fuͤr aufgeloͤst und rebellisch erklaͤrt werden, auf den oͤffentlichen Plaͤtzen in Sarazossa und Barcelona unter dem Rufe: Es lebe die Freiheit! verbrannt worden. Der Stein der Constitution von 1812 soll in beiden Staͤdten wieder aufgerichtet worden seyn, und der Name Isabella's haͤtte nur wenig Anklang unter der versammel⸗ ten Menge gefunden.

Aus Saragossa meldet man vom 5ten d.: „Der groͤßte Theil von Andalusien hat die Constitution von 1812 proklamirt. Die Koͤnigin hat Kenntniß von dem, was vorgeht, und sie beeilt sich, dem Uebel abzuhelfen. Als Quesada die Division, die in der Umgegend von Madrid steht, musterte, empfingen ihn die Soldaten mit der Tragala. Er wollte ihnen Stillschweigen ge⸗ bieten, aber der Commandeur rieth ihm, sich zu entfernen, weil sonst sein Leben in Gefahr sey. Die Eintracht, die zwischen den Truppen und den Milizen herrscht, laͤßt glauben, daß man bald in den Straßen Madrids die Constitution von 1812 mit Sang

und Klang verkuͤndi en werde. Der Generel Latre war zum

General⸗Capitain, und Garcia zum Civil⸗Gouverneur ernannt worden; man hat sie aber nicht angenommen. Man verlangt all⸗ gemein, daß das Ministerium auf folgende Weise zusammengesetzt werde: Arguelles, die auswaͤrtigen Angelegenheiten; Isturiz, die Finanzen; Florez⸗Estrada, die Marine; Calatrava, das Innere; Almodovar, das Kriegs⸗Departement; Herrera, Gnaden und Justiz.“ Da auch heute noch keine Bestaͤtigung der Nachricht von einer Volksbewegung in Madrid und von einer Aenderung des Ministeriums hier eingetroffen ist, so duͤrfte dieselbe wohl as eine Erfindung zu betrachten seyn. Es sind heute ein Handele⸗ und ein Kabinets⸗Courier mit Depeschen aus Madrid vom Ften und 9ten d. eingetroffen. Bei ihrem Abgange war durchaus nicht die Rede von der Ernennung des Antonio Arguelles zum Premier⸗Minister, und die Hauptstadt war vollkommen ruhig. An der Boͤrse hieß es heute allgemein, die von der Koͤnigin Christine abermals nachgesuchte Intervention sey von der Fran⸗ zoͤsischen Regierung auf das bestimmteste abgelehnt worden. Die Gazette de France gFiebt daruͤber folgende Deta ls: „Die Antwort auf das dem Kabinet der Tuilerieen von dem Herzoge von Frias zusestellte Interventions⸗Verlangen hat nicht lange auf sich warten lassen; sie ist verneinend ausgefallen, aus dem Grunde, weil die Unzulaͤnglichkeit des von den Regierungen Englands und Frankreichs bewilligten indirekten Beistandes noch nicht erwiesen sey; weil die direkte Intervention in diesem Au⸗ genblicke in Spanien weit mehr Hindernisse antreffen wuͤrde, als vor 6 Monaten; weil nichts die Besorgniß rechtfertige, daß die Armee Cordova's das Feld nicht gegen Don Carlos behaupten koͤnne; weil dieser Prinz noch nicht im Besitz einer einzigen Festung sey, und weil die Mißvergnuͤgten in Barcelona und an⸗ deren Staäͤdten die Autorität Isabella's II. noch immer anerkann⸗ ten; weil uͤbrigens eine Franzoͤsische Armee, die jetzt in Spanien einruͤckte, die beiden kaͤmpfenden Parteien gegen sich haben wuͤrde; kurz, weil die verlangte Intervention zu viel Gefahren, und keine

Großbritanien und Irland.

London, 16. Sept. In der Hof⸗Zeitung wird bekannt gemacht, daß die Levers Sr. Majestaͤt des Koͤnigs bis auf Wei⸗ teres nicht n stattfinden werden. Auch enthaͤlt dieses Blatt bereits einen Geheime⸗Raths⸗Befehl in Betreff der Vollziehung der neuen Munizipal⸗Reform⸗Akte.

Vorgestern wurde Herrn O'Connell zu Newcastle am Tyne ein großes Gastmahl gegeben.

Um zu zeigen, welches Ungluͤck selbst uͤber die Irlaͤndischen Katholiken von deren Parteihaͤuptern durch die Irlaͤndische Kir⸗ chen⸗Bill gebracht werden wuͤrde, theilt die Times heute eine

besitzern, saͤmmtlich Familienvaͤtern, an einen protestantischen Geistlichen, den Vikar von Duagh, mit, worin jene demselben den innigsten Dank fuͤr seine menschenfreundliche Fuͤrsorge dar⸗

Verhaͤtniß zu der Gefehe

reich ihrer angenommen haͤtte; durch ihn haͤlten sie auch die noͤ⸗ thige Aussaat fuͤr den naͤchsten Sommer erhalten, die sie sich aus eigenen Kraͤften unmoͤglich haͤtten verschaffen koͤnnen, und sie wuͤnschten und hofften von Herzen, daß, was auch fuͤr neue Parlaments⸗Akten unter der jetzigen oder einer küͤnftigen Ver⸗ waltung in Kraft treten moͤchten, dieser wuͤrdige Geistliche nie aus ihrem Kirchspiel oder aus ihrer Gegend entfernt werden wuͤrde. „Und dieser Geistliche“, bemerkt die Times, „waͤre nach der vorgelegten Bill jedenfalls kassiet worden, da seine Gemeinde weniger als 50 Mitglieder zaͤhlt. Seine personliche, von Nie⸗ mand, unterstuͤtzte Wohlthätigkeit hat Hunderte vom Hunger⸗ tode gerettet, waͤhrend er an Zehnten nur das geringe jaͤhrliche Einkommen von 200 Pfund hat; und wer Iriand kennt, der weiß, daß dies nur einer von vielen Fäͤllen aͤhnlicher Menschen⸗ freundlichkeit Seitens der Geistlichen der Kirche ist, gegen die O'Tonnell und seine papistischen Verbuͤndeten die vellen Ladun⸗ gen ihrer Verleumdung und Falschheit abfeuern.“

Als die Tories im Amte waren, schickten sie, wie der Aber⸗ deen Observer versichert, die offiziellen Anzeigen immer dem⸗ jenigen Blatt zu, weslches das verbreitetste in einer Stadt wer, ohne Ruͤcksicht auf die politische Farbe desselben; die Whigs aber sollen dies jetzt nicht thun, sondern immer nur die Presse ihrer Partei bevorzugen, wenn ein Blatt auch noch so unbedeutend und noch so wenig gelesen ist.

Mit Bezug auf die kuͤrzlich vom „Journal des Débats“ und von einem anderen ministeriellen Franzoͤsischen Blatte hin⸗ geworfene Bemerkung, daß bei der jetzigen Lage der Dinge in Spanien Aller Augen auf Frankreich gerichtet seyen, daß aber bis jetzt die Franzoͤsische Regierung in daeser Hinsicht noch zu

keinem Entschluß gekommen sey, sagt die Times in ihrem heu⸗ tigen Blatte: „Da es ganz offenbar ist, daß keine Partei in Spanien, mit Ausnahme der unbedeutenden, die aus den Freun⸗ den der jetzigen Minister besteht, sich nach Frankreich umsieht und dessen Einmischung wuͤnscht, so kann man aus jenen Be⸗ merkungen keinen andern Schluß ziehen, als daß damit die oͤf⸗ fentliche Meinung sondirt werden soll, ob sie es angemessen fin⸗ det, daß Frankreich in die inneren Angelegenhetten Spaniens einschreite. Wenn die Franzoͤsische Regierung wirklich geneigt ist, sich danach zu richten, so sind wir uͤberzeuzt, daß sie bald zu der Einsicht gelangen wird, es sey angemessen, die Spanier ihre inneren Streitigkeiten unter einander selbst abmachen zu lassen.“

Vom General Evans sind Privatbriefe vom 3. d. hier einge⸗ gangen, die uͤberaus guͤnstig lauten; man erfaͤhrt daraus, daß General Tordova dama's die Britische Legion nach Vittoria be⸗ schieden hatte.

Die hiesigen Blaͤtter fuͤllen jetzt, seit Schließung des Parla⸗ ments, in Ermangelung des Stoffs, taͤglich einen großen Theil ihrer Spalten mit Eroͤrterungen uͤber Rußlands Politik, theils auf Anlaß der angeblichen Sperrung des Bosporus fuͤr andere als Russische Kriegsschiffe, theils in Erwiederung auf Artikel im „Journal de Francfort“, welches Blatt von der Times als ein gelegentliches Organ des Russischen Kabinets bezeichnet wird.

Aus dem Haag, 16. Sept. Se. Koͤnigl. Hoheit Prinz Feldmarschall ist heute Vormittag von hia 88 Ceeder⸗ abgereist, wo, wie man vernimmt, Ihre K. K. Hoheit die Prin⸗ zessin von Oranien, seine Gemahlin, in diesen Tagen erwar⸗ tet wird. 8 Das Journal de Luxembourg enthaͤlt ein Schrei⸗ ben aus dem Haag folgenden Inhalts: „Die Aufmerksamkeit unserer Politiker ist durch die fast gleichzeitige Ankunft des Gra⸗ fen Stahremberg, Kammerherrn des Kaisers Ferdinand, des Ba⸗ rons Nexele, Kammerherrn des Kaisers Nikolaus, in Begleitung eines Obersten der Russischen Marine, des Herrn Welkoff, und eines Adjutanten des See⸗Ministers, ungemein in Anspruch ge⸗ nommen worden. Man versichert jedoch, daß diese Herren keine diplomatische Missionen haben. Es ist indeß gewiß, daß die Kabinets⸗Conseils haͤufiger sind, als gewoͤhnlich, und daß im Devpartement der auswaͤrtigen Angelegenheiten eine große Thaͤ⸗ tigkeit herrscht.“”“) v1616“]

Bruͤssel, 16. Sept. Man hat bei der Bank falsche Fuͤnf⸗ frankenthaler, mit der Oberflaͤche der Stuͤcke von a cche hchf entdeckt; man hat diese Oberflaͤche auf eine kuͤnstliche Weise von den guten Muͤnzen weggenommen und sie auf runden Kupfer⸗ platten befestigt. Die falschen Muͤnzen, welche bei dieser Art von Betrug dem geuͤbtesten Auge Trotz zu bieten scheinen, sind leicht an ihrem dumpfen Klange zu erkennen. ““

Polen. 8 Warschau, 18. Sept. Der hiesige Kurier enthält Folgendes: „Die ganze Einrichtung des Theaters in Lalisch wird außerordentlich gelobt; die Decorationen, von Sacchetti ge⸗ malt, sind hoͤchst geschmackvoll; der erste Vorhang stellt eine An⸗ sicht von der Pfauen⸗Insel dar, dem Lieblings⸗Aufenthalt Sr. Majestaͤt des Koͤnigs von Preußen; auch die Logen und Saͤl sind praͤchtig und kostbar ausgeschmuͤckt und drapirt. Gestern erhielten wir die Nachricht, daß am vorigen Sonnabend die erste Vorstellung in diesem Theater vor den erlauchten Monarchen säattgefunden hat; die Mitglieder der Koͤniglichen Buͤhne von erlin fuͤhrten in Deutscher Sprache das Lustspiel: „Die Ein⸗ falt auf dem Lande“ auf; es folgten dann Taͤnze von den aus Beclin angekommenen Taglioni's und von den Warschauer Taͤn⸗ zern, unter welchen letzteren sich Dlle. Lidemann, Mad. Koß und die Seernh Morys, Grekowski und Turczynowic befinden; auch die Spanischen Taͤnzer fuͤhrten einige National⸗Tänse aus. A Sonntag wurde das Lustspiel „Goldschmieds Toͤchterlein“ gege⸗ ben, worauf ebenfalls Taͤnze folgten.“ 8

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8 polnischem Text lür eine Fiht tenn m. Begl. Rope d. Pianoforte, componirt von C. Loewe. Op. 49. 1s Hefl 25, sgr. 28 Heft 20 sgr.

Bekanntmachung. Das jetzt dem Gutsbesitzer von Kleis zugehdrige,

fruͤber dem Gutsbesitzer Haber dugehbrig gewesene,

in dem Werderschan Dorfe Klein⸗Zuender gelegene,

zur Vermeidung der gewoͤhnlichsten (Schreit 1 1 bringen, indem sie versichern, daß uͤber 200 Familien ihres Kirch⸗

spiels in dem letzten theuren Sommer arhenee⸗ seyn wuͤrden, wenn Herr Hickson (so heißt der Geistliche) sich nicht so lieb⸗

wer Dominik, Mathes, Marianna Strusch, hinter Lorenz Strusch von 13 Thlr. 13 sgr. 8 pf; 17) der Sezepankowitzer Gregor oder Georg Maikschen Ei⸗] Obiges ist die neueste Composition des als Balla⸗

16676 Annihsmhag EEEEE1“ 11I13““ 8 EI 5 AIIo mI e anmmss. Aiwenbith vIIrhg I hev. Lhenn . raee mit, ene,neaa0

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des in der Nr. 260 der reußischen Truppen, img

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Sprachfehler. 7te Auflage. 8vo. 1835. f dedesen nicht; er wurde demnach kontumazirt, und in Betracht Fprfeeerm düv⸗ zu einjaͤhriger Fer e- einer Geldbuße von 10,000

degnfen verurtheilt. Gestern ist abermals eine Nummer des

St. Ztz. gegebenen Berichtz.) Die 8 „0ꝙꝗ meienta, ien Ke

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