1835 / 266 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

u bringen,

8 gossen wuͤrde. Venezuelaner! Sehet mich unter

Nechte zu vertheidigen und den Schiffbruch abzuwenden, der das

Volk bedroht. Hauptquartier S. Pablo, den 15. ““ FJoseph A. Porto Cabello, 1. August. Wie man

erklaͤrte sich General Paez fuͤr die Sache der Verfassung und des

Praͤsidenten Vargas, ohne einen Augenblick zu

rachte auf den Llanos unverzuͤglich 800 Reiter ergab, so wie alle Staͤdte zwischen dort und Caraccas, vor welcher letzteren er am sogleich die Empoͤrer aufforderte, sich ohne

Sie sammelten ihre Landstreicher und

brach nach Valencia auf, das sich ihm sogleich

27. v. M. ankam und Bedingung zu ergeben. verließen mit denselben Stadt. Am folgenden wurde mit dem Praͤfident Vargas!“ empfangen. in der Stadt auf und setzte dann de

ostwaͤrts auf einem

geendet hat, wenigstens bis jetzt. geschehen wird, weiß man noch nicht. werde unverzuͤglich einberufen werden.

fuͤr das Blut verantwortlich gemacht werden, das ver⸗

Morgen um 6 Uhr zog Paez ein und Jubelruf: „Es lebe die Verfassung! es lebe der Er hielt sich nur eine Stunde Fluͤchtlingen nach. war also eine Revolution von 20 Tagen, die ohne Blutvergießen Was mit den Raͤdelsfuͤhrern Es heißt, der Kongreß

London, 1 Cons. 3 % 90 %.

Euch fertig, Eure 1834 39. Zinsl. 11 ½.

Ausg. Juli 1835 .

1“ 8

Paecz.“”“ vermuthet hatte,

Columb. 31 ½. Mex. 36.

5 % Span. 31 ⅛¼. 3 % 19 ⅞. Ausg.

schwanken. Er

5 % Met. 102 7G2. zusammen und Anl. 57617½⁄¶ꝝ 2 ½

2 % 56 ¼.

Belg. —. do. 102 ⅛. 5 % Port. 87 H¼. do.

Paris, 17. Rente 107. 50. 3 % do. 80. 5. 5 % Neap. 98. —.

Wien, 18. 4 % 98916.

Sonntag, 27. Sept. Im Opernhause: Auf vieles ren: Die Jungfrau von Orleans, romantische Tragoͤdie Abth., von Schiller.

Donnerstag, 24. Sept. Titus, Oper in 2 Akten. von Mozart. (Dlle. Vial: Sextus, als Gastrolle. Hr. September. miller: Titus.)

Bank tien 1324. Neue Preise der Plaͤtze: Ein Platz in den Logen und 8 des ersten Ranges 1 Rthlr. ꝛc. Freitag, 25. Sept. Die Kreuzfahrer, Schauspiel in 52„

8. September.

pan. Cortes 41 ¼. Obl. 2 ½ % Holl. 54] 48

Bras. 87.

273 7/ 11e 3 3 ’0 56 ¾.

September. 5 %

Schuld 12 ¾.

11“

1835. 22. September.

Nachmitta 2 Uhr.

Morgens

Seitenwege die 6 Uhr.

Luftdruck.... 335,43“" P Luftwärme .. Thaupunkt.. Dunstsättigung

Wetter

335,97 Par. 12,0 0 R. 11,0 0 R. 92 „Ct.

heiter. D.

Dies 37 pCt. heiter. O.

““

Wolkenzug..

Auswärtige Börse

Amsterdam, 18. September.

Niederl. wirkl. Schuld 54à ⅛¼. 5 % do. 10191

—. Kanz-Bill. 233 66. 4 ½ % Amort. 94.

98 ⁄à½1. Oesterr. 100 h1. 101 ⅛16. 5 % Span. 30 ⅞. do. 3 % 18 ⅓.

Antwerpen, 17. September.

5 % Span. 30. Zinsl. 12 ½. Cortes 27 ¼.

Anl. 37 ¼.

. 94. 3 ½ % 785⁄10 Preuss. Präm.-Scheine -. do. 4 % Anul.

Tagesmittel: 335,74“ Par... U.

Meteorologische Beobachtung.

21,00 R. 10,1 ° R.

von Kotzebue. (Hr. Pfeiffer, Koͤnigl. Hannoverscher Hof⸗ spieler: Balduin von Eichenhorst; Hr. A. Wohl vͤck Stadt⸗Theater zu Breslau; Cuno von Duͤben; Mad. bruͤck: Die Aebtissin, als Gastrollen.)

Sonnabend, 26. Sept. Fra Diavolo, oder: Das h haus zu Terracina, komische Oper in 3 Akten. Mulk⸗ Auber. (Dlle. Vial: Zerline, als Gastrolle. Hr. vom Stadttheater zu Breslau, neu engagirtes Mitglia g Buͤhne: Lorenzo, als Antrittsrolle. Dlle. Haͤhnel: Dan Im dritten Finale wird Dlle. Vial eine Arte aus der - „Il Furioso all' Isola di S. Domingo““ von Donizetti singe

Preise der Plaͤtze: Ein Platz in den Logen und im A rsten Ranges 1 Rthlr. ꝛc. .1

Nach einmaliger

Beobachtung. emxnn, amnA.

gs V Abends

10 Uhr

vaEr;

ar. 1325 8 Par. Quellwärme 8,1 0 R. 13,90 R. Flußwärme 13,2 0 R. 10,6 0 R. —ABodenwärme 12,1 ° R. 18 Ausdünstung 0,090„Rh. O. Niederschlag 0. Nachtkälte 10,0 ° R. 10,60 R. 69 „Ct.

0 5 15,60 N.. des

Ausg. Schuld

6‧* Kuss.

Donnerstag, 24. Sept. Eduard's, Trauerspiel in 3 Abth Freitag, 25. Sept. Zoͤgling der Liebe, Musik von Paer.

Coup. —. Neue

Koöͤnigliche Schauspiele. Im Schauspielhause:

Im Opernhause: Sargines, oder: Der heroisch⸗komische Oper in 2 Abth., mit Tanz.

Die Soͤhne , nach Delavigne, von Th. Hell.

Gedruckt bei A. W. Hayn

er-eenen na AnnAbUaK n rnre. TLH.ü 1mac.

Allgem

ggedenkbaren Grunde den Nachlaß der 1 „sporbenen pensionirten Die in dem Dorfe Unter⸗Lindow, Lebuser Kreises belegene, No. et Kol. 7 des Hypotbeken⸗Buches von unter-Lindow noch auf den Namen des Muͤhlen⸗ maeisters Philippv Ernst Meyer eingetragene, jedoch dem Muͤhlenmeister Carl August Bohle gehoͤrige

Subhastations⸗Patent.

Mahk⸗ und Schneidemuͤhle mit dem damit verbun⸗ denen Bauergute, welche Grundstuͤcke auf 9795 Thlr geschrieben Neun Tausend Siebenhundert Fuͤnf und Neunzig Thaler gerichtlich gewuͤrdigt worden sind, soll Schulden halber an den Meistbietenden verkauft werden, und es ist der Bietungs⸗Termin auf den 2. Februar 1836, Vorm. 11 Uhr, vpor dem ernannten Deputirten, Justizrath Melzer in dem Partheien-Zimmer des unterzeichneten Gerichts, in dessen Registratur die Taxe und der neueste Hy⸗ potheken⸗Schein des Grundstuͤcks eingesehen werden konnen, angesetzt worden, welches den Interessenten und Kauflustigen hierdurch bekannt gemacht wird. Zugleich werden alle unbekannten Realpraͤtendenten hierduͤrch aufgefordert, in dem Termin ihre Anspruͤche an das Grundstuͤck anzumelden, widrigenfalls diesel⸗ ben damit werden praͤcludirt und ihnen ein ewiges Stillschweigen deshalb wird auferlegt werden. Frankfurt a. d. O., den 6. Juni 1835. Koͤnigl Preuß. Land⸗ und Stadtgericht

Aluf den Antrag der Kinder und Erben des vor Rkeeiniger Zeit hierselbst verstorbenen Kaufmanns Jo⸗ hann Heinrich Bartels sen, werden hierdurch alle und jede, welche aus irgend einem Rechtsverhaͤltnisse Anspruͤche und Forderungen an die Verlassenschaft des Kaufmanns Johann Heinrich Bartels sen. zu machen berechtigt sind, aufgefordert, solche in nach⸗ stehenden Terminen, als am 24. September, oder am 8., oder endlich am 22 Oktober dieses Jah⸗ res, Nachmittags 3 Uhr, auf hiesiger Weinkammer gehoͤrig anzumelden und zu bescheinigen, oder zu er⸗ wearten, daß sie durch das in oͤffentlicher Diaͤt am 4ℳ Novemher dieses Jahres zu publicirende Praͤclusiv⸗ Eckenntniß werden praͤcludirt, und fuͤr immer abge⸗ wiesen werden. Stralsund, den 12. September 1835. (L. 8S.) Verordnete zum Stadt⸗Kammergericht. Bekanntmachung. Die der unterzeichneten Landschafts⸗Direction in der nothwendigen Subhastation fuͤr den Preis von 853,175 Thlr. adjudieirten im Czarnikauer Kreise Re⸗ gierungs-Departements Bromberg belegenen Guͤter Czarnikauer Hammer sollen anderweit aus freier Hand verkauft werden. Wir haben hierzu einen Termin auf den 6. Oetober c, Nachmittags um 3 Uhr, hieselbst angesetzt, und laden zu demselben die Kauf⸗Liebhaber mit dem Bemerken ein, daß die Kauf⸗Bedingungen in unserer zur Zeit um hiesigen Orte befindlichen Registratur einzusehen sind, und das die Kaͤufer, da die Taxe bei der Feuers⸗

93

2 8 e * 2

einer Anzeiger fuͤr Forderungen und Anspruͤche anj oberwaͤhnten in Bernstorff ver⸗ sioniꝛ Castellanin Laylie zu haben vermeinen, hiermit peremtorie und unter dem ein fuͤr allemal angedrohten Nachtheile mit ihren ver⸗ meintlichen Forderungen und Anspruͤchen fuͤr immer ausgeschlossen zu werden, geladen, sich

am Donnerstage, den 12. Novemberd. J., Vormittags 10 Uhr, auf dem Hofe zu Wedendorf entwedee in Person oder durch genugsam legitimirte Bevollmaͤchtigte zu gestellen und ibre Erb⸗ oder son⸗ stigen Anspruͤche an den fraglichen N chlaß anzumel⸗ den, zugleich aber auch sofort rechtlicher Art nach, zu bescheinigen.

Signatum Wedendorf, im Großherzogthum Meck⸗ lenburg⸗-Schwerin, am 17. August 1835. Graͤflich von Bernstorffsches Patrimonial⸗

Gericht hieselbst.

J. F. Ebert, Justit.

Oeffentliche Versteigerung des beruͤhmten v. Jabach'schen Familien-Gemaͤldes von Carl Le Brun in Koͤln.

Eins der vorzuͤglichsten Gemaͤlde Carl Le Brun's Hofmalers von Ludwig XIV., ist unstreitig dasjenige, in welchem er um das Jahr 1662 seinen Goͤnner sund Protektor, den als Besitzer großer Sammlungen und als Befoͤrderer der Kuͤnste und Wissenschaften bekannten Rathsberrn in Koͤln, E. von Jabach, und dessen Familie darstellte. Dieses Bild faͤllt demnach in die Periode des Kuͤnstlers, wo er bereits vom Koͤnige in den Adelstand erhoben worden und dessen hoͤchster Gunst genoß, und nie soll er es vermocht haben, in den Portraits und historischen Gemaͤlden, deren er als erster Hofmaler des Koͤnigs von Frank⸗ reich eine große Menge verfertigte, die Vortrefflich⸗ keit jenes Bildes, bei welchem, wie er selbst fagte, die Freundschaft den Pinsel gefuͤhrt, zu erreichen.

Auch wird jeder Kunstkenner gestehen, daß nicht leicht

ein Erzeugniß der Franzoͤsischen Schule dieses Werk

an Reichthum der Composition, an Richtigkeit der

Zeichnung, an Wahrheit der Charaktere, an Anmuth

des Colorits und an Zartheit der Ausfuhrung uͤber⸗

trifft. Das Bild mißt, mit Ausschluß des breiten goldenen Rahmens, 8 Fuß 9 Zoll in der Hoͤhe und

10 Fuß 5 Zoll (Rheinisch) in der Breite. Es ent⸗

Jabach, dessen Frau und vier Kinder im Alter von etwa zwei bis vieezehn Jahren; dann noch das Por⸗ tratt des Malers selbst als Spiegelbild. Es wird kaum noͤthig sein, etwas Weiteres uͤber die Vorzuͤge dieses Gemaͤldes hinzuzufuͤgen, wenn wir an den Eindruck erinnern, den es auf Goͤthe zu wiederhol⸗ ten Malen gemacht und den er in seinem Leben und spaͤter in Kunst und Alterthum am Rhein zu schil⸗ dern versucht. Dasselbe blieb seit seiner Entstehung lin ungetheiltem Besitze der Familie der Frau von [Jabach, geb. Maria de Groote, und nur die Ver⸗ zweigung der fernt wohnende Betheiligte veranlaßt gegenwaͤrtig zum ersten Mal den oͤffentlichen Verkauf, wozu der Termin *

Berlin, Schlolsplatz No 1.

ler) in Berlin, breite Str. Nr. 23;

baͤlt 6 lebensgroße Figuxen, naͤmlich den Herrn von Wilm sen; in Prenzlau bei

epistolischen Pericopen zum Gebrauch fuͤr Geistliche und Candidaten, ohne die evangelischen, die stets sehr beruͤcksichtigt sind, außer Acht zu lassen. Es

Familie in viele, zum Theil weit ent⸗ 1

des Bibeltextes so hochwichtig ist, so sind aus Lu⸗ thers Epistelpostille die wichtigsten exegetischen Be⸗

die Preußischen Staaten.

Bei G. Basse in Quedlindurg ist so eben e nen und in allen Buchhandlungen, in Berlin E. S. Mittler (Stechbahn Nr. 3), zu haben:

Moritz Graf von Goͤrtz⸗Wrisberg: Woͤrterbuch uͤber die

Schwierigkeiten der deutschen Sprac Oder bequemes Nachschlagebuch, um sich in sche rigrn Faͤllen sowohl binsichtlich der Sprachlehre, auch der Rechtschreibung und der Fremd⸗ und si

verwandten Woͤrter Raths zu erholen gr. 8v.

Preis 1 Thlr 15 sgr. Trbreffliche, allgemein anwendbare und uͤbereins

mend durchgefuͤhrte Grundsaͤtze der deutschen N schreibung; gruͤndliche, von großer Umsicht und nem Gefuͤhle zeugende Belehrungen uͤber richtt Ausdruck und edle Schreibart; die Aufnahme da der deutschen Sprache gebraͤuchlichen Fremdwif nebst ihrer Erklaͤrung und den ihnen entsprechen deutschen Woͤrtern, sowie klarer, gemeinfaßlicher trag sind die eigenthuͤmlichen Vorzuͤge dieses ne Woͤrterbuchs. Dem Schul⸗ und dem Geschaͤftome darf daher dieses hoͤchst brauchbare Werk mit N. empfohlen werden.

Bei Carl Focke in Leipzig ist erschienen und in allen soliden Buchhandlungen (in Berlin bei E S. Mittler, Stechbahn Nr. 3) zu haben:

Novellen und Erzaͤhlungen von Fulius Krebs, 2 Baͤnde, Preis 3 Thlr. Plutarchi Perieles.

Recensuit et commentariis suis illustravit Caro

lus Sintenis. 1 ½ Thlr.

Quaestiones grammaticaece et eriticae de

locis aliquot Ciceronis. Scripsit C. G. Diet- rich, Eh. Dr. A. A. L. L. Mag. I11 sgr.

Subscrip tions-Einladung 2 In Kurzem erscheint bei Uoterzeichnefem: Die Klassischen Stellen der Schwe i z2 Uund deren Hauptorte in Original-Ansichten dargestellt, sezeichnet von Gustav Adolph Mäller, auf Stahl geslochen von Henry Winkles und andern ausge- zeichneten Englischen Künstlern. 1.““ Mit Ersäuterungen von Heinrich Zschokke. Bei Vetter & Rostosky in Leipzig ist so In 24 monatlichen Lieferungen, Royal-Octav, jede serschienen und in allen Buchhandlungen, mu B mit 3 Stahlstichen u. 1 Bogen Text auf Velinpapier. in der Stuhrschen, Schloßplatz Nr. 2, zu habah Preis für die Lielerung: 10 sgr. Bibliogra p hia juridica Ausgabe in Royal-Quart mit Abdrücken auf chin.]. Vorgeicih sa 188 1u. - haltlich Papier Lielerung: 20 sgr. 6 ir. AhreGe ehe 8 et fat sons Sch Man subscribirt für das gauze Werk, zahlt aber 8 1.. 1 1n 5 d 8 8 ““ Für kes nur hei Empfang einer jeden Lieferung den Sub- Feronrte, und 15esellüne öö66“ den v vT11““ 2 71.8 8 Bibliophilen. 1s Helt. Jabrgung 1834 gr. Svo. „† scriplions-Preis derselben. Subseribenten-Samm- 111“ ahalic) 28 ler erhalten bei 12 beza"hlten Exemplaren eins frei.] 8 ööö“ eng Ankündigungen mit Probe des Drucks, so 1 Sub-] 1 8 scriptions-Listen mit Probe der Stahlstiche, liegen 1I“ ; 16“ E“ und Unterzeichnung in allen guten Der 1eSs Uühter bLat as.,. Buchhandlungen des In- und Auslandes bereit! Band d ereits unter der Presse befin iche - Carlsruhe und Leipzig, im August 1835. itd der 3 6 3 8 8 Zevbbhe sft

Kunstverlag. W. Creuzbauer. 9 BSostellungen nimmt an: George Gropius in fuͤr wissenschaftliche Bearbeitung Preußischen Rechtes, herausgegeben von Herren Geh. Ober⸗Justiz⸗ und Repisions⸗Rath Simon und Kammergerichts⸗Rath v. Stram In der Enslinschen Buchhandlung (Ferd. Muͤl⸗ wird, mit Genehmigung Ihrer Excellenzien derh in Landsberg bei ren Justiz⸗Minister v Kamptz und Muͤhler, redigirten, mit dem erforderlichen historischen kritischen Apparate versehenen Materialien des allgemeinen Landrecht den Lehren vom Besitz und von der 1 jaͤhrung enthalten. Das allgemeine Interesse, welches erste vollstaͤndige Mittheilung dieser Hauptguele die geschichtliche Auslegung jener Lehren bei juristischen Publikum erregen duͤrfte, veranlaßt Verlags⸗Buchhandlung 1) das Werk fuͤr die Nichtbesitzer der Zeits besonders abdrucken zu lassen, 2) füuͤr diejenigen, welche bis zum 1. Novem 6 J. auf den zten Band der Zeitschrift,” en besöndern Abdruck, subscribiren, den 7 fuͤr etwa 40 Bogen auf 2 Thlr. 2 zu bestimmen, wogegen der kuͤnftige Laden

Kalbersberg; in St. Petersburg bei Hoewert ist erschienen, und daselbst, wie auch in allen Buchhandlungen zu haben: Lisco, F. G.: Das christliche Kirchenjahr. Ver⸗ such einer Entwickelung seiner Idee aus den alten Pericopen. Ein Huͤlfsbuch beim Gebrauch, vornehmlich der epistolischen Texte. gr. 8 . 2 Bde. 3 Thlr. Dieses Werk behandelt vorzuͤglich ausfuͤhrlich die

giebt zuvor einen ausfuͤhrlichen Entwurf uͤber iede Pericope, und da die praktisch⸗exegetische Auffassung

sung, zum Advokat⸗Anwalt beim Koͤniglichen

Wedendorf conditionirt und seit einem Jahre als Pensionistin zu Bernstorff gewohnt, ist am 10ten v.

brunst in Schneidemuͤhl verbrannt ist, von den Rea⸗

Schwanke hieselbst, theils in Czarnikauer Hammer Kenntniß erlangen koͤnnen.

Koͤnigl. Westpreuß. Landschafts⸗Direction

rina, angeblich verwittwete Laylie, welche seit Mi⸗

itäͤten der qu. Guͤter, theils bei dem Administrator

Behle bei Schoͤnlanke, den 18. Septbr. 1835.

Schneidemuͤhlschen Departements. dingungen zur

naᷣᷓ A Avm.

auf Dienstag, den 20. Oktober 1835 zu Koͤln am Rhein anberaumt wird. nischen oͤffentlichen Blaͤtter wird 14 Verkaufs⸗Termine bekan! selbe zur Ansicht der steigert werden wird.

Durch die koͤl⸗ Tage vor dem it gemacht werden, wo das⸗ Liebhaber ausgestellt und ver⸗ wird. Auch werden daselbst die Be⸗ Einsicht offen liegen.

merkungen beigefuͤgt, welche gewiß fuͤr Schrift⸗Er⸗ klaͤrung und praktische Behandlung des Bibeltexrtes einen reichen Schatz darbieten und kraͤftig anregend wirken koͤnnen. Alsdann sind fremde Entwuͤrfe mit⸗ getheilt, welche zu interessanten Vergleichen fuͤhren werden. Ein Hauptzweck dieser Arbeit war aber, einen Versuch zu machen, ob sich aus den gebraͤuch⸗ lichen Pericoven nicht eine dem christlichen Kirchen⸗

Proeclamg. Die im Jahre 1764 im Breisgau geborne Catha⸗

haelis 1895 als Castellanin auf dem Schlosse zu

uchhandlung

1

Literarische Anz

Bei W. Zirges in Leipzig ist so chen erschie- en und in Berlin vorrälbig in der Stuhrschben Schlofsplatz No.

2.

2

ere eedxmn

eigen.

jahre zum Grunde liegende Idee entwicklen ließe, unter deren Leitung die Wahl und Anordnung jener

Pericopen gestanden haben mag, und somit Ihre

Sache gegen so viele ihnen mit Unrecht gemachten Vorwuürfe zu fuͤhren. Dem zweiten Theile ist ein ausfuͤhrliches Sachregister uͤber die in den Entwuͤr⸗ fen beruͤhrten Gegenstaͤnde der Glaubens⸗ und Sit⸗

mindestens 3 Thlr. 10 sgr. betragen wird. Die bisherigen Abnehmer der Zeitschrift erhh diesen dritten Band gleichfalls fuͤr den obigen 6 secriptionspreis. Bestellungen nehmen alle Buchhandlungen wn⸗ Nicolaische Buchhandlung in Berle

——

In der Stuhrschen Buchbandlung z: Aü. Schloßplatz Nr. 2, ist zu haben: Han d b u ch der Archäologie der Kunß von K. O. Muͤller.

M ohne Himterlassung letztwilliger Disposition mit Tode abgegangen, und ist ihr Nachlaß sofort durch Ve siegelung und Inventur sicher gestellt. So viel dem Gerichte bekannt geworden, hat die desuncta einen am 30

Souvenirs historiques.

Correspondance secrète de Marie Antoine

tte avant t après le voyage de Vasennes.

Guillotine.

tenlehre und Auszuͤge aus der 1 Melanchthons beigefuͤgt.

Documens administratifs relalils à l'odoplion de lIa

Zweite verbesserte u. vermehrte Auflage⸗ gr. 8v0. 1835. Breslau im Verlage bet Je Max & Comp. 46 Bogen. Preis 2 Thir. 22 sgr. . Die oͤffentliche Kritik hat gegenwaͤrtiges Hand als erstes Werk dieser Art, welches den Fortschen

sogenannten Postille

oder Berliner Conversations-Blatt.

7798 gebornen Sohnes,

Anton Laylie, welcher als Soldat in Koͤnigl. Grie chischen Diensten am 17. Juli 1834 zu Nauplia ver⸗ storben ist.

welche aus

gebornen Sohn, Carl Jo

Januar 1794 zu Wabern im Hessischen 1 boh Laylie, hinterlassen, nindestens dessen Tod nicht so constatirt wie der⸗ entge eines andern von ihr in Bamberg am 7. Juli Namens Carl Sigisward

v“ 8

Gerichtswegen werden demnach alle diejenigen, Erbrecht, Schuld oder sonst irgend einem

nal

Berthier

1835.

br.

Mélanges: a) Exécution des jagemens du tribu- revolutionaire; b) Lettre de Napoléon au maréchal motivant

libraire Palm de Nuremberg. Un Vol. in Svo. 8

7 7 2 l'exécution

20 sgr.

du

Damit das resp. Publikum sich überzeuge, wie sehr dieses Journal an Interesse gewonnen hat und doss es den besten der belletristischen Zeitschriften zugewäüählt werden müsse, überlassen wir das Quar- tal von October bis Decbr. d. J. für 2 Thlr. Die Zusendung geschieht franco.

Schlesingersche Buch- und Musikhandl. in Berlin, unter den Linden No. 34.

dieser Wissenschaft entspricht, laͤngst und algen anerkannt, und die geistvolle Beherrschung dess chen Materials bewundert. Die 2te Ausgabe neues Zeugniß von dem unausgesetzten wissensche chen Fleiß und Eifer des beruͤhmten Verfassets, dem sie keinesweges eine blos vermehrte unic besserte, sondern als eine nach den neuesten Fuse gen und Entdeckungen, theilweise umgearbeit

betrachten ist. 8

Be

8

Amtliche Nachrichten. Kronik des Tag e.

Des Koͤnigs Majestaͤt haben den bisherigen Ober⸗Landes⸗ crichs⸗Rath Meier zu Koͤnigsberg als Rath an das Kammer⸗ gerict zu versetzen geruht.

Se. Koͤnigliche Hoheit der Prinz Friedrich ist von Ka⸗ lich hier eingetreffen.

Der bei dem Land⸗ und Stadtgerichte zu Bochum ange⸗ stellte Justiz⸗Kommissarius Natorp ist zugleich zum Notarius im Bezirke des Ober⸗Landesgerichts zu Hamm bestellt worden.

Der bisherige Landgerichts⸗Referendarius Karl Christian Schuͤrmann ist, auf den Grund der bestandenen dritten Pruͤ⸗ Landgerichte zu Köln bestellt worden.

Der Referendarius Friedrich Adrian Joseph Thes⸗ mar ist auf Grund der bestandenen dritten Pruͤfung zum Advo⸗ kar Anwalt bei dem Landgerichte zu Koblenz bestellt worden.

SNo Der

Angekommen: General⸗Major im Kriegs⸗Ministe⸗

rium, von Huͤlsen, aus den Rhein⸗Gegenden.

122

eitungs⸗Rachrichten. t. u sblan d.

1 FSr l1re t. Paris, 18. Sept. Der Aufenthalt des Koͤnigs und eines Theils der Koͤniglichen Familie auf dem Schlosse Eu hat eine betraͤchtliche Menge von Einwohnern aus allen Staͤdten der Provinz dort hingezogen, so daß die Gasthoͤfe uͤberfuͤllt sind und es schwer haͤlt, noch ein Unterkommen zu finden. Am 16ten NRorgens kam der Finanz⸗Minister in Eu an und wurde sofort von dem Koͤnige empfangen. Nach dem Fruͤhstuͤck nahmen Se. Majestaͤt, begleitet von den beiden Ministern des Handels und der Finanzen, das Innere des in neuerer Zeit ausgebauten und mit vielem Geschmack dekorirten Schlosses in Augenschein. Ge⸗ gen Mittag begab die ganze Koͤnigliche Familie sich nach den Muͤhlwerken des Herrn Packham, eines Englaͤnders, dem der Köͤnig vor einiger Zeit ein zu dem Schlosse gehoͤriges Stuͤck Land abge⸗ reten hatte, auf welchem jener eine Schneide⸗, eine Getraide⸗Muͤhle, und eine Muͤhle zur Anfertigung des Schiffs⸗Zwiebacks erbaut hat. Diese letztere vorzuͤglich war es, welcher der Koͤnig seine volle Aufmerksamkeit schenkte, da in derselben mittelst eines eben so einfachen als sinnreichen Mechanismus das Mehl in sehr kur⸗ jer Zeit zu dem trefflichsten Schiffs⸗Zwieback verarbeitet wird. Nach der Ruͤckkehr von diesem Etablissement (um 2 Uhr) em⸗ pfingen Se. Majestaͤt eine große Menge von Deputationen der National⸗Garden der benachbarten Gemeinden. Um 6 Uhr wurde an einer Tafel von 80 Couverts gespeist. Die Koͤnigl. Familie wird bereits morgen Abend von dort in der Hauptstadt zuruͤck⸗ erwartet.

Der verantwortliche Herausgeber des „Réformateur“ ist, wegen des vorgestern mit Beschlag belegten Blattes, schon zu kunftigen Montag vor die Assisen geladen worden. Bekanntlich hat der General Prokurator durch das neue Gesetz das Recht er⸗ „hHalten, die Instanz der Anklage⸗Kammer zu uͤbergehen und den

eschuldigten, wenn er es fuͤr angemessen haͤlt, direkt vor die Jury zu stellen. Es ist jetzt der erste Fall, daß von dieser Be⸗ fugniß Gebrauch gemacht worden ist. -

Bei dem gestrigen Wettrennen stritten nur 3 Pferde um den Königlichen Preis von 12,000 Fr., naͤmlich die „Miß Annette“ des Lord Seymour, „Helena“ und „Arlette“; die „Agar“ war zurüͤckgezogen worden, da der gegenwaͤrtige Besitzer dieses Pferdes, Graf von Cambis, es vorgezogen hat, mit demselben erst am naͤchsten

onntag um den Preis des Koͤnias in die Schranken zu treten. „Miß Annette“ siegte im ersten Laufe in 4 Min. 55 Sek., im zweiten in 4 Min. 56 Sek.; „Arlette“ war schon im ersten kaufe distanzirt worden. Lord Seymour hat sonach mit einem und demselben Pferde alle 4 Preise, um welche bis jetzt gelaufen worden, im Gesammt⸗Betrage von 26,000 Fr. gewonnen.

Heute um 4 Uhr hat ein tragisches Ereigniß in der Mili⸗ kair⸗Schule stattgefunden. Der Sergeant Bonnal von dem Isten leichten Infunterie⸗Regimente gehoͤrte zu einem Piquet, das den Dienst hatte. Der Lieutenant Santanin hatte ihn beim Appell zweimal vergebens aufgerusen. Beim dritten Aufruf meldete sich Bonnal; er erhielt einen Verweis, und wahrscheinlich auch die Ankuͤndigung einer Strafe. Kurze Zeit darauf naͤherte er sich von hinten seinem Lieutenant, und schoß ganz dicht bei ihm das Gewehr auf ihn ab. Die Kugel drang etwas unter der lin⸗ ken Schulter ein, und kam rechts unter den letzten Rippen wie— der heraus. Herr Santanin stuͤrzte augenblicklich todt zu Bo⸗ den. Bonnal wurde verhaftet. .

Seit der doppelten Ermordung der Eheleute Maës hat man sich viel von ihrem Vermoͤgen unterhalten. Folgendes sind ei⸗ nige Details uͤber diesen Gegenstand: Herr Maëös war nicht im Wohlstande geboren, und im Jahre 1812 war er noch ein unbemittelter Schlaͤchter in der Stadt Louvain, die damals zu

88

rankreich gehoͤrte. Im Jahre 187/3 gab er dieses Geschaͤft auf.

und kurze Zeit darauf erhielt er von der Franzoͤsischen Regie⸗ ung den Auftrag, alle fuͤr den Russischen Feldzug nothwendi⸗ gen Lebensmittel anzukaufen. Waͤhrend der ganzen Dauer der perationen der Franzoͤsischen Armee war Herr Maäüs bestaͤndig mit der Verpflegung beauftragt. Diejenigen, die ihn damals kannten, versichern, daß die Regierung woͤchentlich eine Million zu seiner Verfuͤgung stellte, um die zahlreichen Ankaͤufe fuͤr 16 Beduͤrfnisse der großen Armee zu bestreiten. Nach em Russischen Kriege kehrte Herr Maës nach Frankreich zurüͤck, und erhielt die General⸗Lieferung fuͤr die Heizung und

Seit der Zeit lebte er bestaͤndig in Paris, wo er den Armen mit vollen Haͤnden gab, und man hoͤrte ihn oft sagen, daß er es fuͤr seine heiligste Pflicht halte, einen Theil seines Vermoͤgens in dem Lande zu lassen, das ihm zum Erwerbe desselben behuͤlflich gewesen sey. Sein nachgelasse⸗ nes Vermoͤgen soll die fruͤher angegebene Summe von 4 Mill. noch weit uͤbersteigen.

Der Moniteur faßt die neuesten Nachrichten aus dem noͤrdlichen Spanien in folgende kurze Worte zusammen: „Eine Depesche aus Bayonne vom 17ten d. meldet, daß Espartero und die Englischen Huͤlfs⸗Truppen eine ziemlich bedeutende Nie⸗ derlage bei Bilbao erlitten haben. Man spricht von einem Verlust von nahe an 1000 Mann.“

Der Indicateur de Bordeaux meldete noch unterm 13ten. „Auf der Graͤnze sind die Dinge fast in dem naͤm⸗ lichen Zustande. Bei der Annaͤherung der Truppen von San Sebastian und Balmaseda hatten die Karlisten, welche Bilbao blokirten, eine ruͤckgaͤngige Bewegung gemacht, allein noch am naͤmlichen Abend, nachdem sie Verstaͤrkungen erhalten, ihre fruͤ⸗ heren Stellungen wieder eingenommen, die man ihnen uͤbrigens, wie es schien, fuͤr den Augenblick nicht streitig machen wollte, da die Stadt von einem Angriffe nichts zu fuͤrchten hat.“ Ein Privat-Schreiben aus Bayonne vom l4ten d. M. enthaͤlt dagegen schon Folgendes: „Das Karlistische Haupt⸗ quartier ist am 9ten d. M. von Murieta nach Villareal de Alava verlegt worden; mehrere Bataillone haben sich nach dieser Richtung hin in Bewegung gesetzt. Privat⸗Nachrichten aus Bilbao melden, daß in der Umgegend ein eben so ernstes als hartnaͤckiges Gefecht zwischen den Englischen Huͤlfs⸗Truppen und den Karlisten stattgesunden habe. Das Treffen soll sehr moͤrde⸗ risch gewesen seyn. Die Truppen der Koͤnigin haben das Schlacht⸗ feld raͤumen und sich in eiliger Flucht nach Bilbao zuruͤckziehen muͤssen. Man spricht auch von einem hitzigen Gefechte bei Puente la Reyna zwischen einigen Navarresischen Bataillonen und einem von der Armee Cordova's detaschirten Corps, welches von Lerin kam, und sehr arg zugerichtet worden seyn soll. Man erwartet, um diesen Geruͤchten Glauben zu schenken, umstaͤndlichere und bestimmtere Berichte. (Ob hiernach die oben mitgetheilte tele⸗ graphische Depesche eine Bestaͤtigung dieser Nachrichten, oder die Meldung von einem zweiten Siege der Karlisten ist, bleibt noch dahingestellt.)

Das Journal des Doébats sagt: „Wir haben heute Briefe aus Madrid vom gten d. erhalten; sie erwaͤhnen nichts von der Ministerial⸗Veränderung, von der man gestern hier sprach; aber man behauptete, daß Herr Mendizabal bei der Koͤ⸗ nigin die Nothwendigkeit einer Modification des Kabinets dringend geltend mache, und daß er auf unverzuͤgliche Zusam⸗

Erleuchtung der Kasernen.

menberufung der Cortes und auf eine Veraͤnderung der inneren Politik bestehe.“ *)

Aus Perpignan soll die Regierung gestern die Nachricht erhalten haben, daß die Navarresische Expedition nach Catalonien gaͤnzlich verungluͤckt ist, indem die Truppen, aus denen sie bestand, uͤber die Franzoͤsische Graͤnze zuruͤckgeworfen, und hier entwaff⸗ net worden sind. 8

Großbritanien und Irland. 8

London, 18. Sept. Aus der am Aten v. M. gehaltenen Eroͤffnungs⸗Rede des Gouverneurs von Jamaika ergiebt sich, daß der Koͤnig in der Geheime⸗Raths⸗Versammlung die von der Ko⸗ lonial⸗Legislatur beschlossene Akte in Betreff der Ausfuͤhrung der Emancipations⸗Bill gemißbilligt und eine Verbesserung der ver⸗ werflichen Klauseln anempfohlen hat. Ferner ersieht man daraus, daß die Kolonisten meistentheils den schwarzen Lehrlingen zwar die Pflichten freier Maͤnner auferlegen, ihnen aber die entspre⸗ chenden Rechte zu verkuͤmmern suchen, und daß die oͤrtlichen Behoͤrden sogar deren Privat⸗Eigenthum besteuert haben, was um so unbilliger scheint, als die Schwarzen noch kein Wahl⸗ Recht besitzen. In Betracht der großen Veraͤnderungen, die mit dem Kolonial⸗System vorgegangen, wird der diesjaͤhrige Zucker⸗ Ertrag als gut ausgefallen angesehen, da im ersten Halbjahr von 1835 von Jamaika 68,000 Oxrhoft verschifft worden sind. Auch die kuͤnftige Aerndte, besonders von Kaffee, versprach reich⸗ lichen Ausfall. Die Insel St. Christoph, bei welcher der Prinz Heinrich der Niederlande auf seiner Fahrt an Bord der Fre⸗ gatte „Maas“ von Surinam angelangt war, hatte durch einen Orkan furchtbare Verheerungen erlitten. Auch Antigua, Nevis und Montserrat waren sehr verheert worden.

Im Albion liest man: „Am Sonntag Abend zwischen 10 und I11 Uhr wurden die Bewohner von Manchester⸗Square ploͤtzlich durch einen furchtbaren Knall, der dem Donner eines schweren Geschuͤtzes glich, in großen Schrecken versetzt. Eine alte Frau, Namens Marie Wilson, die in Marylebone wohnt, hatte einige Augenblicke vor der Explosion auf dem Trottoir vor dem Hotel des Franzoͤsischen Botschafters ein matt glimmendes Licht bemerkt, aber wenig darauf geachtet, indem sie es fuͤr einen Widerschein oder fuͤr eine weggeworfene noch brennende Zigarre hielt. Kaum aber war sie einige Schritte weiter gegangen, als sie hinter sich ein gewaltiges Krachen hoͤrte, und ehe sie sich umvenden konnte, um zu sehen, woher es kaͤme, wurde sie hinten am Kopf von einem Pflasterstein oder von etwas aͤhnlichem getroffen; die Wunde der armen Fran war sehr bedeutend, und das Blut floß stroͤmend daraus hervor. Es sammelte sich sogleich ein Volkshaufen in Manchester⸗Square, und das Geruͤcht verbreitete sich, es sey dort eine Hoͤllen⸗Maschine in boͤswilliger Absicht gegen den Franzoͤsischen Botschafter abgebrannt worden. Ein Polizei⸗Beamter untersuchte den Fleck und entdeckte eine große zerplatzte Granate, die noch rauchte. Man hat seitdem erfahren, daß zwei Maͤnner, die ih⸗

*) Die vorgestern hier auf außerordentlichem Wege eingegange⸗ nen neuesten Nachrichten aus Madrid besogen, daß Herr Mendiza⸗ bal mit der Bildung eines neuen Ministeriums im liberalen Sinne beauftragt worden ist, und daß der General Alava (wahrscheinlich als Kriegs⸗Minister) zu den Kandidaten desselben gehoͤrt. Der Graf

von Toreno scheidet wahrscheinlich aus.

rem Aeußeren nach Fremde zu seyn schienen, einige Augenblicke nach 10 Uhr auf jener Stelle eine Frau angehalten hatten, die eine Laterne trug, und daß der Eine derselben ein Stuͤckchen Licht daran anzuͤndete, welches er in seinem Hut verbarg, worauf dann die beiden Fremden sich zuruͤckzogen, indem der, welcher das Licht trug, zu der Frau sagte: „Es ist gut!“ Dieser selt⸗ same Vorfall hat großes Aufsehen hier erregt, und die Polizer bietet alles Moͤgliche auf, um den Urhebern des Verbrechens auf die Spur zu kommen.“

Der General⸗Lieutenant Sir Colqhoun Grant ist mit seiner Tochter und seinem Schwiegersohn, Herrn Sheridan, der sich seine Gattin bekanntlich entfuͤhrt hatte, nach seinem Landsitz in Dorsetshire abgegangen, so daß also eine Aussoͤhnung zwischen beiden Theilen stattgefunden haben muß.

Der Missionair Joseph Wolff, der uͤber Timbuktu in das Innere von Afrika vorzudringen und uͤber das Vorgebirge der guten Hoffnung zuruͤckzukehren beabsichtigt, hat sich entschlossen erklaͤrt, als christlicher Missionair fuͤr seine Nation, die juͤdische, zu leben und zu sterben, und nach dem Muster der Kirche von England eine christliche Kirche in Jerusalem, mit Liturgie und Gebeten in Hebraͤischer Sprache, zur Bekehrung seiner Bruͤder zu gruͤnden. .

Der Standard sagt: „Man will wissen, daß Pepin, der angebliche Mitschuldige Fieschi's, zu Rotterdam angekommen sey, wohin er sich am 6. September von Duͤnkirchen aus einge⸗ schifft habe.“

Briefe aus Lissabon vom 6ten d. melden: „Einiges Auf⸗ sehen erregt in der vornehmen Welt die Vermaͤhlung des Grafen v. Sam Lourençgo mit der Schwester seiner verstorbenen Gattin, deren Bruder der bekannte Vizconde d'Asseca ist. Der Patriarch und der Erzbischof von Lacedaͤmon nahmen keinen Anstand, Dispen⸗ sation zu ertheilen. Allein der Graf war mit der Einwilligung der constitutionnellen Praͤlaten nicht zufrieden und wandte sich an den Roͤmischen Stuhl, welcher 8900 Cruzados dafuͤr verlangte, und noch außerdem 4000 Cruzados, weil die Braut bei einem Kinde des Grafen aus fruͤherer Ehe Pathen gestanden.“

Ein Schreiben aus Paris vom 15ten d. im Courier haͤlt sich fuͤr uͤberzeugt, daß Ludwig Philipp jedenfalls ohne Eng⸗ lands Einwilligung sich auf keine Intervention in Spanien ein⸗ lassen werde, so sehr auch die Spanische Regierung und der groͤßte Theil der besitzenden Klassen in jenem ungluͤcklichen Lande dieselbe als das einzige Mittel ansaͤhen, um sie vor den Graͤueln der Revolution zu erretten. Ferner nimmt dasselbe Schreiben sowohl die Britische als die Franzoͤsische Fremden⸗Legion gegen die Anfechtungen Franzoͤsischer Blaͤtter in Schutz, da sich beide gar nicht in die politischen Zwistigkeiten der Nation mischten und nur zwischen der Regierung und den Karlisten einen Unterschied machten. Ein Schreiben eines Offiziers der Fremden⸗Legion aus Lerida vom 5ten d. melde, daß sie mit offenen Armen empfangen und gegen die in Banden von mehreren Hundert herumstreifen⸗ den Rebellen ausgesandt worden sey. Letztere, unter Anfuͤhrung von Moͤnchen, veruͤbten die groͤßten Graͤuel; viele haͤtten gar keine Gewehre, sondern nur lange Stoͤcke mit Messerklingen daran.

Aus Santander vom 8. Sept. schreibt ein Britischer Offizier: „Vorgestern ließ ein Poͤbelhaufe „die alte Tonstitu⸗ tion“ hoch leben, allein die Patrouillen stellten die Ruhe her. Der groͤßte Theil der Miliz soll fuͤr die bestehende Ordnung ein⸗ genommen seyn. Dagegen erfaͤhrt man, daß die Provinz Astu⸗ rien und insbesondere die Hauptstadt Oviedo eine Petition in dem Sinne der anderen Junta's an die Regentin beschlossen hat. Bekanntlich ist Graf Toreno der Deputirte fuͤr Oviedo, woraus Einige schließen wollen, daß er nicht ohne Antheil an der Bewe⸗ gung sey. Zu Portugalette lagen vorgestern 4500 Mann von der Britischen Legion und 1000 Spanier. Erstere brachen jedoch um Mittag nach Bilbao auf. Die Karlisten zeigten sich noch dann und wann, und es wurden einzelne Schuͤsse gewechselt. Ihr Haupt⸗ Corps war jedoch auf die Nachricht von dem Anruͤcken des Generals Iriarte mit ansehnlichen Streitkraͤften abgezogen. Oberst Tup⸗ per mit einer Abtheilung des Schottischen Regiments hatte Be⸗ fehl, die umliegenden Huͤgel zu saͤubern. Einige Irlaͤnder sielen in die Haͤnde der Karlisten, und einer von ihnen soll erschossen worden seyn. Dem Vernehmen nach, ist die Britische Legion nach Vittoria bestimmt. Das Dampfboot „Fingal“ hat 400 Mann von Irland hierher gebracht. Die Toͤdtung und Ver⸗ wundung mehrerer Eunglischen Seeleute durch die Karlisten hat zu einer lebhaften Korrespondenz Anlaß gegeben; indessen hat Don Carlos erklaͤrt, er habe keine Befehle zum Angriffe auf die Englaͤnder ertheilt, und General Maroto hat sogar bei Lord John Hay anfragen lassen, ob England gegen Don Carlos Krieg er⸗ klaͤrt habe, erhielt aber zur Antwort, die ganze Sache sey der Britischen Regierung zur Erwaͤgung vorgelegt.“

Es gehen noch fortwaͤhrend ansehnliche Corps fuͤr die Bri⸗ tische Legion nach Spanien ab. Das Schiff „Barbadoes“ nimmt 500 Mann zu Liverpool an Bord. Oberst Carbonel betreibt die fernere Rekrutirung.

Von den beiden Kandidaten bei der Regenten⸗Wahl in Rio⸗ Janeiro ist Padre Feijo dort der beliebteste; die Opposition ge⸗ gen ihn beruht groͤßtentheils nur auf religioͤsen Gruͤnden; ob⸗

leich zum Priester erzogen, ist naͤmlich Feijo ein Gegner der Autorält des Papstes und des Coͤlibats. Seinen politischen Prinzipien nach ist er Republikaner und ein Mann von großer Energie, von dem man, wenn er gewaͤhlt werden sollte, wichtige Maßregeln erwartet. Die Regenten⸗Wahl sollte gegen Ende Augusts entschieden seSyn. Zur Zeit, wo die letzten Berichte ab⸗ gingen, zu Ende Junis, war der Kongreß versammelt und be⸗ schaͤftigte sich mit Regulirung der Geldwaͤhrung.

8 Niederlande.

Amsterdam, 19. Sept. Die Geschaͤfte in Staats⸗ꝙ. pieren waren waͤhrend der abgelaufenen bsch icg n gnhen bedeutend, und außer in den Spanischen Effekten bieten die Noti rungen keine erhebliche Preis⸗Veraͤnderungen dar. Nachdem die Montag⸗Boͤrse sich wieder besonders flau gestellt hatte, indem fast ohne Ausnahme alle Staats⸗Papiere zu billigeren Coursen wie