1835 / 271 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

Majestaͤt waren bereits am

ans Land setzen, und sah sich sodann genoͤthigt, von Antivari zu verweilen,

auf der Rhede wo sie noch gestern vor Anker lag.

suchte sie sich mit Trinkwasser zu versehen, welches auch

an den Muͤhlen, len lassen, nicht, wie es scheint, gebenheit ab; in Dulcigno hingegen der

nhang der ersteren uͤberwiegend ist. 500 Mann, 1 h 8 cigno gelandeten

bewerkstelligt wurde.

Großherrlichen Truppen zu

zwei Abgeordneten uͤbernommenen Sendung erfahren.

den ruhigeren Bewohnern des flachen Landes, und vorzuͤglich un⸗

ter dem Handelsstande, welcher taͤglich besorgen muß, beraubt

oder ermordet zu werden, um so mehr, da es scheint, daß auch die Bewohner der vier großen Berge im Begriffe seyen, mit den Aufruͤhrern gemeinschaftliche Sache zu machen, so sehr auch An⸗ dere dieses in Abrede stellen moͤchten. Es dient uns uͤbrigens die aus Skutari unterm 29. August unmittelbar zugekommene achricht zum Troste, daß der gegen Skutari anruͤckende Groß⸗ Wesir von Rumelien die christliche Gemeinde von seiner sowohl, als des Sultans wohlwollender Gesinnung gegen dieselbe versi⸗ cherte, und sie unter diesen Umstaͤnden zugleich ruͤcksichtlich ihrer Personen und ihrer Habseligkeiten vollkommen beruhigte.

Aegypten.

Ein Reisender meldet Folgendes aus Kahira, wo er den Pallast des Paschas besucht hat: „Im sogenannten Rathszim⸗ mer wurden wir bei dem Praͤsidenten eingefuͤhrt, einem lustigen Tuͤrken, der mit bewundernswuͤrdiger Gelaͤufigkeit plauderte. Der Rath, dessen Chef er ist, besteht aus einer Anzahl Beamten und Secretairen, welche sich taͤglich versammeln. Diesen Rath hat man in Europa den Senat, die Repraͤsentativ⸗Versammlung, das Parlament Aegyptens genannt; allein es ist ein sonderbares Par⸗

lament. Hat der Pascha etwas Angenehmes zu thun, so thut er es selbst, ohne seinen jaͤmmerlichen Rath erst vorher zu befragen, der ja doch keine von der seinigen abweichende Meinung haben darf. Wenn man aber Geld vom Pascha haben will, oder et⸗ was von ihm verlangt, was er nicht gern bewilligt, und doch nicht direkt von der Hand weisen kann, so heuchelt er auf ein⸗ mal hohe Achtung vor der Autoritaͤt seines Rathes, weiset die Bittsteller an denselben, dem er heimlich seine Befehle giebt, und öͤffentlich das Gehaͤssige aller abschlaͤgigen Antworten aufbuͤrdet. So ist das Aegyptische Parlament I1“

Inland.

Berlin, 28. September. Se. Majfestaͤt der Koͤnig am 26sten d. M. gegen Abend im erwuͤnschtesten Wohlseyn in Teplitz eingetroffen, nachdem Allerhoͤchstdieselben vom 25sten auf den 26sten in Goörlitz uͤbernachtet. Des Kaisers von Rußland 1 1 25sten in Teplitz angekommen. Ihre Majestaͤt die Kaiserin wurden noch am 2östen spat Nes r⸗ wartet. n Der Ober, Praͤsident der Provinz Posen brinat im neuesten Stuͤcke der Posener Zeitung die nachstehende Allerhoͤchste Kabinets⸗Ordre zur oͤffentlichen Kenntniß: „Ich habe mit Ver⸗ gnuͤgen in Erfahrung gebracht, mit welcher Bereitwilligkeit die Einwohner der Provinz Posen, selbst unter Darbringung man⸗ cher Opfer, dem kombinirten Detaschement Meiner Truppen waͤh⸗ rend des Durchmarsches nach Kalisch entgegen gekommen sind. Ich trage Ihnen auf, denselben hieruͤber Meine besondere Zu⸗ friedenheit zu erkennen zu geben. 1

Kalisch, den 18. September 1835

(gez.) Friedrich Wilhelm. An den Ober⸗Praͤsidenten Flotrwell.“

Im Jahre 1834 ist den bedeutenderen Staͤdten des Reg. Bez. Dosen, auf ihren Antrag, die revidirte Staͤdte⸗Ordnung vom 17. Maͤrz 1831 verliehen und in den Staͤdten Rawicz, Zduny, Birnbaum, Fraustadt, Lissa auch eingefuͤhrt worden; den Staͤdten Schwerin, Bojanowo, Krotoschin und Kempen ist die⸗ selbe ebenfalls verltehen, doch war die Einfuͤhrung am Schlusse des Jahres noch nicht vollendet. Von neun andern Staͤdten sind Antraͤge auf Verleihung der Staͤdte⸗Ordnung eingegangen, die zum Theil hoͤhern Orts bevorwortet, zum Theil zuruͤckgewie⸗ sen wurden, weil der Bildungsstand der Einwohner die Kom⸗ mune zur selbststaͤndigen Verwaltung ihrer Angelegenheiten noch nicht zu befaͤhigen schien. In den uͤbrigen Staͤdten, die noch nach dem Herzoglich Warschauschen Gesetz vom 22. Februar 1809 v.r⸗ waltet werden, ist der Buͤrgerschaft durch das Gesetz vom 9. Maͤrz 1833 das Recht verliehen worden, ihre Buͤrgermeister selbst zu waͤhlen, was auch im Jahre 1834 bereits in mehreren Staͤd⸗

2

sind

die sie durch etwa vierzig Mann hatte umstel⸗ Die Stadt Antivari weicht von der der hohen Pforte schuldigen Er⸗ schwankt das Volk zwischen Pforte und jener der Scutariner, obgleich der Die Rebellen sendeten um sich mit diesen dem Vorruͤcken der in Dul⸗ no 1 widersetzen; allein letztere bleiben unthaͤtig, bis sie das Ergebniß der von den Diese unbesonnenen Unternehmungen verbreiten indessen Angst -

daher noch 172,333 Rthlr. 16 Gr. und 114,671 Rthlr 26 Gr. Im Jahre 1834 wurden wiederum abgestoßen resp. 7120 Rthlr. 12 Gr. und 8468 Rthlr. 4 Gr., so daß am Schlusse des Jah⸗ res 1834 die Kaͤmmerei⸗Schulden 165,213 Rthir. 4 Gr. und die Kommunal⸗Schulden 106,203 Rthlr. 22 Gr. betrugen.

In der am 2lsten zu Bonn gehaltenen zweiten Gene⸗ ral⸗Versammlung der Naturforscher und Aerzte sprachen: 1) Pro⸗ fessor Berthold aus Goͤttingen uͤber die Verbreitung des Schalls; 2) Dr. Treve aus Frankfurt a. M. uͤber fehlerhafte Schaͤdel⸗ Bildung; 3) Professor Geiger uͤber die Einrichtung seiner allge⸗ meinen Pharmacopoͤe; 4) Dr. Zennek aus Tuͤbingen uͤber die Ge⸗ ruͤche; 5) Dr. Reef aus Frankfurt uͤber Electricitaͤt und Galva⸗ nismus, und 6) Dr. Schmidt aus Paderborn uͤber die Frauen.

jetzt beendigten Saison von 1318 ben waren eigentliche Kurgaͤste.

Frem

den besucht. 713 b. 8

Meteorologisch Morgens

1835. 6 Uhr.

Nachmittags 27. September.

2 Uhr. 10 331,84“ Par. 12,0 0 R. 8,2 0 R. 75 pCt. heiter. NO.

Luftdruck... Lustwärme. Thaupunkt.. Dunstsäͤttigung Wetter

18,6 0 R.

9,70 R.

51 pCt. heiter. NO. NO.

74

Wolkenzug..

330,56 Par. 331,36“ Par. Qunellwärme 8,20

heiter.

Tagesmittel: 331,29“„ Par... 14,8 0 R.

. e Beobachtung. Abends

Nach einmalige Beobachtung.

Uhr.

Flußwärme 1490 1 Bodenwärme 1261 Ausdünstung 0, oeo⸗2 Niederschlag 0. Nachtkälte 8,20 8

. 9,00 R.. 67 59 provinze G hanten 52 Blatt am Vorabende seines Datums durch die

4 1“

„Ct.

aber bei den Koͤniglichen Post⸗Aemtern zu machen sind,

* Das Seebad⸗ zu Swinemuͤnde ward waͤhrend der 8 1 b

16.4“ Preise der vier Haupt⸗Getraide⸗Arten in den fuͤr die Preußische Monarchie bedeutendsten Marktstaͤdten im Monat Durchschnitte in Preußischen Silbergroschen und Scheffeln angegeben.

August 1835,

nach einem monatliche

Weizen Roggen

Namen der Staͤdte. Gerste Hafer

30 2 14 . 16

71 172

38 %2 45 98 48 2

Koöͤnigsberg .. Memel Tilsit

F *

12 18 1709, 10,2½ 16

Insterburg 40 Rastenburg Neidenburg

Danzig

——

ten geschehen ist. Der Zustand der Kaͤmmerei⸗ und Kommu⸗ na⸗⸗Schulden in den Sraͤdten des Regierungs⸗Bezirks Posen war am Schlusse des Jahres folgender: Die Passiva betrugen bei der Wiederbesitznahme der Provinz im Jahre 1815 an Kaͤmmerei⸗ Schulden 271,321 Rthlr., an Kommunal⸗Schulden 308,285 Rthlr. 21 Gr.; darauf wurden bis einschließlich des Jahres 1833 abgebuͤrdet 98,987 Rthlr. 14 Gr. an Kaͤmmerei⸗Schulden und

193,613 Rthlr. 25 Gr. an Kommunal⸗Schulden; es verblieben

16 2

Bromberg

Fraustadt

Rawitsch

Kempen

Berlin

Brandenburg

Kottbus

Frankfurt a. d. O. Landsberg a. d. W. . . .. h*“ Stralsund

Gruͤnberg Glogau Liegnitz Goͤrlitz Hirschberg Schweidnitz Neiße Leobschüͤtz

31 33 ½g

423. 22,6. 46 18 25 5 1 2

225 8 46 152 22r2 1 9 1 2

Namen der Staͤdte. Wetzen Magdeburg Stendal. Halberstadt Nordhausen Muͤhlhausen Erfurt Halle Torgau

gS⸗ 8 90 =—8

2 8⸗

—, 0

Roggen Gerste

eu

Hafer

224 8 Kronik des Tages. Koͤnigliche Bibliothek zu Berli In der hiesigen Koͤniglichen Bibliothek wird seit etwa 30 —⸗ 8 Jahren eine Anzahl von Buͤchern und neueren, groͤßtentheils auf die Geschichte der Mark Brandenburg sich beziehenden Hand⸗ chriften aufbewahrt, deren Eigenthuͤmer bisher nicht hat ermit⸗

2

. 22

4

Muͤnster

Minden.. Paderborn Dortmund

——

x

B. b

2x 2 Sn

et werden koͤnnen. 8 Da der beschraͤnkte Raum der Koͤniglichen Bibliothek die

emnere Aufbewahrung dieser Buͤcher und Handschriften nicht getattet, so wird hierdurch in Folge der Verfuͤgung des vorge⸗

Koͤln Elberfeld Duͤsseldorf Krefeld

Wesel

Kleve

Achen Malmedy ... Trier Saarbruͤck Kreuznach Simmern . .. Koblenz Wetzlar

—7 e E

S

& 22

& 1 69*

tzin Koͤniglichen hohen Ministeriaums vom l3ten d. M. der⸗ emge, welcher einen begruͤndeten Anspruch auf dieselben nachzu⸗ wesm vermag, hierdurch aufgefordert, solchen von heute ab bin⸗ hne drei Monaten geltend zu machen, und demnaͤchst sein Eigen⸗ 2la thum gegen Erstattung der durch diese Aufforderung veranlaßten 1 Kosten in Empfang zu nehmen. Die Buͤcher koͤnnen zu diesem 2 gweck waͤhrend des gedachten Zitraums jeden Mittwoch und Sonnabend Vormittag von 9—1 Uhr in Augenschein genom⸗ R nen werden.

Wenn nach Verlauf von drei Monaten der Eigenthuͤmer r gedachten Buͤcher sich nicht gemeloet haben sollte, so wird ber dieseiben alsdann anderweitig zum Vortheile der Koͤnigli⸗ chen Bibliothek verfuͤgt werden.

Berlin, den 30. September 1835. Der Koͤnigl. Geheime Regierungs⸗ Rath und Ober⸗Bibliothekar,

25; 2

Durchschnitts⸗Preise

der 12 Preußischen Städte 5 Posenschen Staͤdte ⸗9 ʒBrandenb. u. Pom⸗

merschen Staͤdte.. - 11 Schlesischen Staͤdte 8 Saͤchsischen Staͤdte 4 Westfaͤl. Staͤdte .. 14 Rheinischen Staͤdte

50 88

42 8 218, 188

Wilken.

Angekommen: Se. Excellenz der General der Kavalle⸗ rie und kommandirende General des 8ten Armee⸗Corps, von

Borstell, von Kalisch.

tungs⸗Nachrichten.

37,92

Zei

Ratibor

. Den 28. September 1835. Amtlicher Fonds- und weld=wCGours-Zettel. 8 Pr. Tour. Pr. Fonr.

Brief. Celd. d 1 teld. St.-Schuld-Sch. 4

101 à2 100 ¼ Pr. Eugl. O1¹. 30. 995½ 99 % PrümSch. d. Sech. 60³ 6 597 . Kurm. Obl. m. l. C.

Ostpr. Pfandbr. do. Kur- u. Neum. do. Schlesische do.

Pomim.

Aul. 57613½2 2 ½

Span. 33 ½. 3 0% 33 à½. 3 % Port.

21. X273 7

97 74.

0% 5⁰%

Met. 1027

4 % 99 ⅛.

12: ) 561 0 56 /3.

Neue Anl. 4134. Ausg. Schuld 14. Con-

Wien, 23. September. Bank-Actien 13261¼.

Ausland.

1 Frankreich. Paris, 23. Sept. Der Bischof von Coutances ist kuͤrz⸗

sich mit Tode abgegangen. Der Moniteur bestaͤtigt heute die (bereits gestern gemel⸗

Dienstag, 29. Sept. Lustspiel in 1 Akt.

Rückst. C. und z.

Sch. d. K. n. N. 2 I w

101 Nim. Iunt. Sch. do. 101 Berl. Stadt-Obl. 4 101 ¾ Königsb. do. 88 Elbinger do. Danz. do. in Th. Westpr. Pfaudhr. Groflsh. Pos. do.

☛☚ vu

216 ½¼ 188

Gold al marco Neue Ducaten

Friedrichsd'or

Disconto

4—

41³ 1021 ½ 103 ½

8 V

Auswärtige Börsen. 8 Amsterdam, 23. September. Niederl, wirkl. Schuld 54 ⅛. 5 % do. 101³4. 5 Kanz-Bilt. 2318 163. 4 ½ % Amort. 94 ⅝. 3 ½ % 98 %. Oesterr. 100. l'reuss. Präüm.-Scheine 1045 8. 101. 5 % Span. 331 8. do. 3 % 190 ⁄½2. Antwerpen, 22. September.

Span. 34 ¼. Ziusl. 145 2. Cortes 33. 3.

Ausg. Schuld 78 %. Russ.

do. 40 0 Anl. 1

5 % Anl. 435

Coup. —. Neue-

8 8 Frankfurt a. M., 25. Suptember.

Psterr. 5 % Met⸗: 25⁷ 21 1 9⸗ 877 2 ¾ 88 5 % Metall. 10277¾. 102 ½. 4 % 989/716. 98716 2 ½ % 56 ⁄à½à½. 1 % 25. Br. Bank-Actien 16 16093 Fartial-Oblig. 1391 ½. Ur. Loose zu 500 Frl. 116 . 115 1¶. Loose zu 100 Fl.- 213 ¼. P. 1 6en. 593 8. 591⅛. 40. A70 An.. 983 1. B. PL'oln. Loose 58 4. 68 ½2. 5 % Span Kentg 31 ¾¼. 31 ½. 30 9 18 ¼. 18.

Paris, 22

22. Septemhber. 0% Renute 107. 80. 3 0% 4o. 80. 50. 5 % Neap. 98. 20.

2 12.

5⁰

931

Al

Bekanntmachungen. en zu Feeser⸗

Bekanntmachung, n Verpachtung der Domaine Kuckerneese.

Das im Niederungs⸗Kreise des Regierungs⸗ zirk Gumdinnen, 4 Meilen von Tilse, ½ Meile von der schiffbaren, stidten Tilse, Memel, und Koͤnigs Stroͤmen Ruß und Gilge belegene Koͤnigl. Domai⸗ nen⸗Gut Kuckerneese soll anderweit auf 21 Jahre, vom 1. Juni 1836 ab, verpachtet werden.

Die zu veepachtenden Gegenstaͤnde bestehen:

1) in dem Vorwerk Kuckerneese mit den dazu gehoͤ⸗ rigen Wobn⸗ und Wirthschafts⸗Gebaͤuden und mit einem Flaͤchenmaaß von 345 Morgen 8 ½ Ru⸗

hen Acker, 32 Moegen 115 Ruthen Gaͤrte, 461 Morgen si: Nuthen Wiesen, 352 Morgrn Rurhen Weide, 59 Morgen 112 Rutben Unland, Bruͤcher Wege ꝛc. I11 Morgen 149 Ruthen Hof⸗

und Paustellen, zusammen 1262 Morgen 93 Ru then Preuß; 1e;

2) in der Benutzung der Propination der Propina⸗ tions⸗Gebaͤude und Geraͤthe, und in dem Ver⸗ lage der debitspflichtigen Schankstellen.

lgemeine

11

auf: Der Ba Mittwoch, 390. Sept.

Koͤnigstaͤdtisches T

DDienstag, 29. Sept. Der Luͤgner

in 1 Akt, nach dem Franz., von Kurläaͤnder. 2 Akten,

rist und der Bauer, Lustspiel in Zum Beschluß: Das Ehepaar aus in 1 Akt, als Vaudeville

der a

Herr von Crack; im zweiten: Gruͤbler; Mad. Wohlbruͤck: Madame Daͤval, als

Mittwoch, 30. Sept. Knabenraͤuber, oder: Der Christ und Schauspiel in 5 Akten, nach Spindlers

fuüͤr die Buͤhne bearbeitet von B. Neustaͤdt

—— vmcreegn.

Koͤnigliche Schauspiele. 2. Im Schauspielhause: (Frl. Auguste von Hagn: ll zu Ellerbrunn, Lustspiel in 4 As 9. Se Im Schauspielhause: V Eduard's, Trauerspiel in 3 Ahbth., nach deh,ss von Th. N

behandelt von L. Angell Wohlbruͤck, vom Stadt⸗Theater zu Breslau e im dritten: Duͤvalz-

Zum erstenma

Redacteur Cottel.

dae) Wiederverhaftung des Herrn Pepin; er soll heute mit Fieschi konfrontirt werden.

Herr Crevat, einer der aus Ste. Pälagie entflohenen April⸗ Geßengenen, ist der Polizei wieder in die Haͤnde gefallen; man versichert, daß noch drei oder vier seiner Gefaͤhrten sich unter siche⸗ ter Bedeckung auf dem Wege nach Paris befaͤnden.

Eine Depesche aus Bayonne vom 14ten d. meldet, daß die Farlisten in der Naͤhe von Andaya eine Barke, die unter Fran⸗ sisischer Flagge fuhr, angegriffen haben; sie wurde aber durch das Feuer einer Abtheilung Infanterie gedeckt.

Die Sentinelle des Pyrensées erklaͤrt in ihrem neue⸗ sen Blatte, daß sie im Irrthuͤme gewesen, als sie in ihrem Be⸗ nchte uͤber die Affaire bei Arrigoriaga gemeldet, daß 500 gefan⸗ gene Englander auf Befehl des Don Carlos erschossen worden vaͤren. Zugleich giebt sie einen neuen Bericht uͤber dieses Ge⸗ fecht, woraus bloß hervorgeht, daß eine Kolonne der Truppen der Koͤnigin, die sich von Bilbao nach Vittoria begeben wollte, von uͤberlegenen Streitkraͤften angegriffen und zum Ruͤckzuge ge⸗ noͤthict wurde; Espartero habe darauf den Befehl ertheilt, die neue Bruͤcke bei Bilbao zu besetzen, um seinen Ruͤckzug zu dek⸗ ken; dieser Befehl sey aber schlecht vollzogen worden, so daß die Farsisten, die auf den umliegenden Anhoͤhen Posto gefaßt, den Christinos einen bedeutenden Verlust zugefuͤgt haͤtten; indessen hätten sie auch ihrerseits viele Leute verloren; der Commandeur des Regiments von Almanza (ein Regiment der Koͤnigin)

Die Hehe Bertha.) Hash

th., von C. Bim

Die Si

heater.

und sein Sohn, P Hierauf: Der 9 von Rautenstraut lten Zeit, lokaler Sch

(Hr. 1 ,im ersten San

Gastrollen.)

le: Ben David, w der Jude, romantisches Roman: „der I‚nde⸗

Anzeiger Der zu dieser Verpachtung

Freitag, den 30. Oktober d. Nachmittags um 3 untertzeichneten Regierungs Abtheilun an, und we Be⸗ den Pachtbewerber, agt Whnen. der Handelsstadt nachweisen koͤnnen, da,u h erdurch eingeladen. zu den Iie Pachtbedinsungen koͤnnen in der erg fuͤhrenden nanz⸗Registratur eingesehen werden, auch steht es jedem Pachtbewerber 4

Der Zuschlag der Pacht bleibt der Koͤnigl. Gene⸗ ral⸗Verwaltung fuͤr halten, bis zu veren Entsch an sein Gebot gebunden hleibt.

Gumbinnen, den 15. Septor. 1835.

„Koͤnig! Abtheilung fuͤr die Verwa ten Steuern und der Domainen und Forsten.

Subhastations⸗ 1e.228e-en raueigen 8. a hederrs Hirsekorn - bierselbst in der Bruͤckenstraße beleg Hypothekenbuche su Sega Ighnc⸗ nebst Zubehoͤr auf 5992

fuͤr di g anberaumte Licitations⸗ soll in nothwendiger S h⸗ den 28. Maͤrz 1836, Vo

renzhause der vor dem Herrn Ober⸗ Land r⸗(von Stechow, angesetzt.

Uhr, in dem Konfe

welche die gehoͤrige Sicherh n. sserer Registratur einzusehen. hesigen Fi⸗

frei, das Gut zu besuchen.

—— 2 9 GSIsrMo Preußischen

G der Subhastation verkauft werden.

Der Bietungstermin ist in unserm Gerichtslocal

rmittags 10 Uhr,

besgerichts⸗Referendarius

chon Die Taxe, der neueste Hy⸗

eit pothekenschein und die Kaufdedingungen sind in un⸗

Landsberg a. W., den 12. September 1835 Koͤnigl. Preuß. Land⸗ und Stadtgericht.

æ 2 p⸗

Staaten.

chald, Holzminden, Colm Annaberg, ihre Forderungen an haben, und hat derselbe ducirt, welche aber tariats⸗Beglaubigu auf Antrag des im stellten Curators, gen Wuͤstenfel

auf den zwa

ng verse

Domainen und Forsten vorbe⸗

eidung der Meistbietende Buͤckeburg. In dem vochin Stadtgericht, jetzt bei der unterzeichne lichen Behoͤrde, pendenten Concurse moͤgen des hiesigen Kaufmanns Wuͤst Oeconom Wilhelm Reischauer zu K

Preuß Regierung.

b der direk⸗

E“ sche Glaͤubiger (welche resp. in Han

Patent. Frankfurt a. M., Gotha, Gladbach,

Huͤckeswagen, Viessen, Branden

b No. 36 verzeichnete

Thlr. 12 sgr. 9 pf abgeschaͤtzt, Erfurt, Aachen, Eibenstock,

9

Oeffentliche Vorlad

gezeiget, daß neun und vierzig vamhafte Wuͤstenfeldt beim, Duͤsseldorf, Roͤtgen bei Aachen, Ronsdorf,

3 burg, Pyrmont, Mag⸗ im deburg, Verlin, Reukath, Gehn. er Qucb⸗ Wohnhaus linburg, Potsdam, Limburg bei Hagen, Iserlohn, Burtscheid, Crefeld, Bo⸗

1 schauer wirklich nicht cedi vorgeladen werden, solches Termin,

ung.

beim hiesigen ten obergerecht⸗ uͤber das Ver⸗ enfeldt, hat der leinneelhof an⸗

als ansonsten die vom eirten Cesstons⸗- Urkunden u

Namens⸗Unterschriften der

nover, Hildes rf, Richtigkeit der Braunschweig, Sign. Buͤckeburg, den 16.

Elberfeldt, Lennep

weder mit gerichtlicher noch

Wuͤstenfeldtschen Concurse aff Advokat Meyer dahier, aue diesst dischen Glaͤubiger, welche ihre Foh rungen an den Gemeinschuldner dem Oeconom N0

„„Montag, den 16. November d. bei hiestoer Justiz⸗Canzlei um gedachten nd die darunter be⸗ nommen und sie mit ihren Ein

tigke Cersion nicht weiter gehoͤrt, son P damit gaͤnzlich praͤcludirt werden solen 1

Fuͤrstlich Schaumburg Canzlei.

ey verwundet in die Gefangenschaft der Karlisten gerathen, ein anderer Anfuͤhrer sey verwundet, und ein dritter getoͤdtet wor⸗ den; was die Englaͤnder betreffe, so waͤren sie zu spaͤt gekommen, um noch einen ernstlichen Antheil an dem Gefechte zu nehmen, und ihr Verlust sey daher auch nur unbedeutend gewesen. „An diesem Tage“, sagt die Sentinelle jetzt, „haben die Karlisten ihrem eigenen Gestaͤndnisse zufolge etwa 400 Mann verloren. Der Verlust der Christinos betraͤgt 500 Mann, besteht aber groͤß⸗ ntheils in Verwundeten, worunter auch der General Espartero. in 12ten ist Nichts vorgefallen. Am 13ten machten die Eng⸗ lünder mit den Christinos eine Recognoscirung in der Umgegend von Bilbao, die indessen zu nichts fuͤhrte. Am 15ten hofften sie die Karlisten zu einem allgemeinen Gefechte zu bringen. In den Lazarethen von Bilbao liegen 269 Verwundete, und 30 Fn⸗ vre sind in Privathaͤusern untergebracht. Andererseits vernimmt nan, daß auf Befehl des Don Carlos eine Junta fuͤr Catalo⸗ 18 ernannt worden sey, die aus dem Erzbischofe von Solsona, im Sohne des Barons von Eroles und dem Oberst⸗Lieutenant on Louis Velaz bestehe.“ er Temps sagt in Bezug auf die Madrider Angelegen⸗ sgeiten: „Der Zwiespalt zwischen dem Englischen und dem Franzoͤsi⸗ schen Betschafter in Madrid tritt entschiedener als je hervor. Herr von Rayneval wirft dem Herrn Villiers und seinem neuen erbuͤndeten, dem Heren Mendizabal, vor, unter der Hand die deralistische Bewegung veranlaßt zu haben, welche auf allen

ar, Hamburg, Roöenlt wohnhaft sind) Uhh Gemeinschuldner cehtt

r Cessions⸗Urkunden ple

ben worden sind, N.

rt haben sollten, hiemn in dem peremtorische

0 so gewisser an incs⸗ Reischauer 18g findliche Cedenten aæs echt ange rendungen gegen fi

Hunkten des Koͤnigreichs die Provinzial⸗Junten hervorgerufen Septbr. 1835. 8 und err Villiers wirft seinerseits dem Herrn von Rayneval Lippische Jußtit seinem vormaligen Verbuͤndeten, dem Herrn von Toreno,

Capaun.

und daß der Preis fuͤr , Stadtpost frei eir bitten, die Bestellungen bis spaͤtestens den z3osten d. M. an zes Blattes eine Unterbrechung erleidet und nicht saͤmmtlich

Berlin, Mittwoch den 30ten September

den ganzen Umfang der Monarchie auf 2

ins Haus gesandt wird. Um jedoch die erforderlich

vor, die oͤffentliche Meinung weder zu zuͤgeln noch zu befriedigen verstanden zu haben. Dem Franzoͤsischen Ministerium koͤnnen Ferb Villiers, England und Spanien vorwerfen, daß sie das Ministerium Toreno bis zum letzten Augenblick zu einem ohn⸗ maͤchtigen Widerstand angetrieben und es dann verlassen haͤtten, indem ihm sein letzter Rettungs⸗Anker, die Intervention Frank⸗ reichs, entrissen worden. Von diesem Augenblicke an kann man die Quadrupel⸗Allianz als aufgeloͤst betrachten, wenigstens in so⸗ weit sie England und Frankreich betrifft.“

In der Gazette de France liest man; „Wir halten uns fuͤr hinlaͤnglich unterrichtet, um die von allen Morgen⸗Zeitungen mitgetheilten Nachrichten zu berichtigen, Nachrichten, die uͤbri⸗ gens von der Spanischen Gesandtschaft ausgegangen, und in ei⸗ nem fuͤr die besiegten Minister guͤnstigen Lichte dargestellt worden sind. Man hat oft behauptet, daß Herr Mendizabal ohne irgend eine Verpflichtung und ohne ein bestimmtes System von London nach Paris abgereist sey. Herr von Toreno hatte sich mit einer Hoffnung geschmeichelt, die nicht in Erfuͤllung gegangen ist, daß naͤmlich der neue Kollege, den er von London beruüfen, ihn durch seinen Kredit und durch seine Popularitaͤt Unterstuͤtzen wuͤrde. Herr Mendizabal hat die Falle bemerkt, und ist nicht darauf eingegangen. Als Mann der Revolution, durch die Revolutio⸗ nen bereichert, hat er gefuͤhlt, daß er sein ganzes Ueberge⸗ wicht und seine ganze Wichtigkeit verlieren wuͤrde, wenn er sich in Madrid nicht zum Repraͤsentanten der Bewegungs⸗Partei machte. Auch beeilte er sich nicht, das Ministerium anzunehmen. Er wartete ab, bis Herr von Toreno zum Ruͤckzuge gezwungen war, um zu handeln, und er hat, ohne vorher etwas Anderes zu unternehmen, nach Barcelona und nach den uͤbrigen insurgir⸗ ten Staͤdten Emissarien gesandt, die beauftragt sind, die Junten mit seinen Absichten bekannt zu machen. Bis nach Eingang der Antworten in Madrid muß man das unter dem Einflusse des Herrn Mendizahal gebildete Ministerium als provisorisch be⸗ trachten. Herr Mendizabal verlangt von den Junten, als einen Beweis des Vertrauens, die Anerkennung der Madrider Regie⸗ rung; aber er verlangt nicht, daß sie sich aufloͤsen sollen. Er will also der Minister der Revolution unter dem Namen Isa⸗ bella's und nicht der Minister Christinens seyn.“

Das Memorial bordelais sagt: „Wir wissen aus gu⸗ ter Quelle, daß bei dem letzten Aufenthalte des Herrn Mendiza⸗ bal in Paris Herr Aguado ihm seine Dienste angeboten und ihm die Versicherung ertheilt hat, daß er alle Maßregeln und Pläne nach Kraͤften unterstuͤtzen wuͤrde, die dazu dienen koͤnnten, den Kredit Spaniens neu zu beleben.“

An der Boͤrse wurden heute nur wenig Geschaͤfte gemacht. Mendizabal'’s Schreiben an die verwittwete Koͤnigin hat nur eine geringe Wirkung hervorgebracht, weil darin von den Ministern keine einzige Maßregel bestimmt angedeutet wird. Man behaup⸗ tete, die Regierung habe die Nachricht erhalten, daß die Cortes zusammenberufen worden waͤren. 6 I1“

8 8 2

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Paris, 23. Sept. Der Koͤnig ist in der Nacht von vorgestern auf gestern von dem Schlosse Eu hierher zuruͤck⸗ gekehrt. Gestern verbreitete sich das Geruͤcht, daß in der Naͤhe von Paris auf seinen Wagen geschossen worden sey. Das Haus, aus welchem der Schuß siel und das zwischen St. Ouen und Batignoles belegen ist, wurde sofort umstellt und der Eigenthuͤ⸗ mer desselben sammt seiner Frau verhaftet. Beide sind indeß schon wieder auf freien Fuß gesetzt worden, nachdem der Erstere erklaͤrt, daß die Ankunft des Koͤnigs ihm voͤllig unbekannt ge⸗ wesen sey, und daß er aus dem Fenster seiner Wohnung bloß blind geschossen habe, um Diebe zu verjagen, die ihm die Fruͤchte seines Gartens haͤtten stehlen wollen. Heute sollte ein großer Minister⸗Rath gehalten werden. Da indessen der Herzog von Broglie noch nicht aus dem Eure⸗Departement zuruͤck ist, so ist derselbe vorlaͤufig auf morgen nens worden. Herr Thiers hatte vor einiger Zeit die Absicht, eine Reise nach der Schweiz und nach Italien zu machen; spaͤterhin aͤnderte er jedoch diesen Plan, und wollte bloß nach dem Rheine und Belgien gehen. Jetzt hat er aber auch auf diese Reise verzichtet, und wird sich be⸗ gnuͤgen, einige wenige Tage mit seinem Schwiegervater, dem Herrn Dosne, in Lille zuzubringen. Man erzaͤhlt sich, der Koͤnig selbst habe dieses Opfer von dem Minister verlangt, indem er ihm vorgestellt, daß einerseits doch schon die Jahreszeit zu weit vor⸗ geruͤckt sey, um noch eine weite Reise zu machen, andererseits aber seine Gegenwart in Paris, in dem Augenblicke, wo die Spanischen Angelegenheiten sich mit jedem Tage mehr verwickelten, dringend nothwendig sey. Was diese Angelegenheiten betrifft, so ist man hier aͤußerst unzufrieden mit dem General Harispe, daß er bloße Geruͤchte als positive Thatsachen meldet, die man sodann am an⸗ dern Tage widerrufen muß. Das Gefecht bei Bilbao, der ge⸗ waltige Verlust der Christinos, die Execution der gefangenen Engläͤnder, Alles war uͤbertrieben. Wahr ist bloß, daß die Karlisten einen Vortheil errungen haben, durchaus unerwiesen aber, daß Don Carlos, wenn wirklich Englaͤnder in seine Haͤnde gefallen seyn sollten, seibige habe erschießen lassen. Die Kar⸗ listen waren uͤbrigens bei jenem Gefechte zahlreicher als die Christinos, und den letzteren mangelte es uͤberdies an Artillerie. Diese gab den Ausschlag, und ein Flanken⸗Angriff der Navarresen vermehrte die Unordnung in den Reihen ihrer Gegner. Die Englischen Huͤlfs⸗Truppen haben bei der Affaire viel Muth be⸗ wiesen; was aus dem General Evans geworden, weiß man zur Zeit noch nicht. Herr v. Rayneval giebt in seiner letzten Do⸗ pesche die Ministerial⸗Veraͤnderung in Madrid nur als transito⸗ risch an. Mendizabal's Manifest hat das Publikum nicht be⸗ friedigt; man erwartete von seiner Seite eine entschiedenere

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Hinneigung zu dem Systeme der Revolutions⸗Maͤnner. Er ist

e Staͤrke der Auflage fuͤr das kommende uns gelangen zu lassen, indem sonst die Interessenten es sich selbst zuzus e Nummern vom Anfange des Quartals an nachgeliefert werden koͤnnen.

1835.

Beim Ablaufe des Quartals wird hiermit in Erinnerung gebracht, daß die Bestellungen auf diese Besvng neb Jecge a. ger 1,98 ie. 68 de, Niehaction. e en/n zze .vierte hfestgese . 8 Abon⸗

Vierteljahr abmessen zu koͤnnen, müssen leiben haben, wenn die Zusenduns

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ein Mann, der eine große Thaͤtigkeit mit ungemeiner Schlauheit verbindet; im Finanz⸗Fache soll er sehr bewandert seyn; doch spricht die oͤffentliche Stimme ihm alles Talent in politischen An⸗ gelegenheiten ab. Wenn er Zeit genug behaͤlt, um seine Finanz⸗ Plaͤne in Ausfuͤhrung zu bringen, so werden dieselben in folgenden Maßregeln bestehen: Er wird zunaͤchst den großen Fehler Toreno's moͤglichst wieder gut zu machen suchen, wonach dieser dem Interesse der Kapitalisten zu nahe trat, indem er die oͤffentliche Schuld in eine aktive und passive eintheilte. Zu die⸗ sem Behufe wird der neue Minister den Passtv⸗Schuldnern, die erst in 16 Jahren zur Liquidation kommen sollten, das Anerbien ten machen, die passive Schuld sogleich in aktive umzuwandeln, jedoch unter der Bedingung, daß die Staats⸗Glaͤubiger dem Kre⸗ dite zu Huͤlfe kommen und sofort an einem neuen Anlehen von 400 Mill. Realen Theil nehmen. Herr v. Rayneval erneuert in jedem seiner Schreiben seine Bitte um Versetzung von Ma⸗ drid, nachdem alle seine Bemuͤhungen zur Erhalrung des Tore⸗ noschen Ministeriums vergeblich gewesen, waͤhrend der Einfluß des Englischen Gesandten gegenwaͤrtig der einzig herrschende ist. Wie mir heute versichert worden, hat man sich endlich ent⸗ schlossen, den Wuͤnschen Rayneval's nachzukommmen: man sucht ihm einen Nachfolger, schwankt aber noch zwischen Rumigny und Montebello. Herr von Rayneval duͤrfte von Madrid nach Wien gehen. Hier in Paris wuͤnscht man sich sehr den Grafen von Toreno zum Gesandten, und schmeichelt sich um so mehr, daß er diesen Posten erhalten werde, als dem Herrn Menoizabal daran gelegen seyn muß, ihn von Madrid zu entfernen, Toreno selbst aber unter den gegenwaͤrtigen Umstaͤnden unmoͤglich wuͤnschen kann, in Spanien zu bleiben. In der vo⸗ rigen Woche haben hier haͤusige Konferenzen zwischen dem Herzoge von Broglie und dem Belgischen Gesandten statt⸗ gefunden. Letzterer stellte vor, daß sein Land, von al⸗ len Seiten eingeschlossen, sich genoͤthigt sehe, ein anderes Handels⸗System anzunehmen, und daß sonach das eigene Inte⸗ resse Frankreichs, sowohl in politischer als in merkantilischer Hin⸗ sicht, erheische, die fruͤher angeknuͤpften desfallsigen Unterhand⸗ lungen wieder aufzunehmen und zu dem erwuͤnschten Ziele zu fuͤhren. Dieses Ansinnen hat aber die hiesige Regierung eini⸗ germaßen in Verlegenheit gesetzt, da sie die enrschiedene Abnei⸗ gung fast aller Deputirten und selbst der hohen Aristokratie gegen eine Handels⸗ und Zoll⸗Verbindung mit Belgien kennt.

Großbritanien und Irland.

London, 23. Sept. Der Agent und General⸗Konsul Sr. Maj. in Tripolis, Herr Warrington, hat dem Staats⸗Secretair fuͤr die Kolonieen, Lord Glenelg, eine von Sr. Excellenz Esseid Mustapha Nedschib an ihn gerichtete offizielle Note eingesandt, welche folgendermaßen lautet: „Esseid Mustapha Nedschib, von Gottes Gnaden Pascha Wesir der hohen Ottomanischen Pforte, General⸗Statthalter von Tripolis und seiner Dependenzien, an Han⸗ mer Warrington, den Koͤniglich Britischen General⸗Konsul zu Tripolis. Sir! Waͤhrend der Unruhen, die in den drei letzten Jahren dieses Land verheerten, hat sich ein verdeeblicher Miß⸗ brauch gezeigt, den keine Regierung dulden kann, näͤmlich der, daß Waaren und andere Artikel an anderen Orten als in den dazu bestimmten Haͤfen eingeschifft und gelandet wurden. Dieser. unerlaubte Handel ist, abgesehen davon, daß er den Einkuͤnften den groͤßten Schaden verursacht, dem gesetzmaͤßigen Handel und der Ruhe des Landes aͤußerst nachtheilig. Wir zeigen Ihnen daher an, Sir, daß wir mehreren unserer Schiffe die noͤ thigen Befehle ertheilt haben, sich sfertig zu halten, um an der Kuͤste zu kreuzen; und Sie werden demnach die Guͤte haben diejenigen Ihrer Landsleute und alle Andere, die es angeht, zu benachrichtigen, daß hinfort aller Kuͤstenhandel ausdruͤcklich ver boten ist, und daß an anderen Orten als in den Haͤfen von Tri⸗ polis, Bengasi und Derna kein Handels⸗Verkehr erlaubt werde wird, und daß folglich vom 1. September 1835 an alle Schiffe, Boͤte und Fahrzeuge, die sich an den verbotenen Orten betreffen lassen, in Beschlag genommen werden sollen, indem hiermit er⸗ klaͤrt wird, daß diese ganze Kuͤste von diesem Augenblick an als im Blokade⸗Zustand befindlich anzusehen ist, mit alleiniger Aus⸗ nahme der drei oben erwaͤhnten Haͤfen. Wir gruͤßen Sie u. s. w. Gegeben in unserem Palast, 9. August 1835. Geschrieben auf Befehl Sr. Hoheit. Rustem Bey, Secretair.“ Die Times meint, diese Bekanntmachung werde wahrscheinlich den Schiff⸗ fahrts⸗Interessen in Malta großen Eintrag thun.

Von dem Oberst Chesney, der die Euphrat⸗Expedition kom⸗ mandirt, ist folgendes Schreiben, datirt Port William, am oberen Euphrat, 21. Juli, hier eingegangen: „Sie haben wahr⸗ scheinlich von den Hindernissen gehoͤrt, die der Pascha von Aegyp⸗ ten anfangs unserer Expedition in den Weg legte; sie wurden zwar endlich beseitigt, als er den Zweck der Expedition gehoͤrig begriff, doch nicht ohne bedeutenden Zeitversust. Wir langten vor vier Tagen hier an, und der Ort, wo wir jetzt mit Arbeiten beschaͤftigt sind, ist zur Ehre unseres ersten Patrons, des Koͤnigs, wie oben benannt worden. Wir geben uns große Muͤhe, unsere Fahrzeuge bald moͤglichst flott zu machen, um, Bassora bei Zeiten zu erreichen, und wir denken, gegen den 30. September den Strom hinab segeln zu koͤnnen. Ich setzte das kleine Dampfboot auf dem Orontes zusammen, um zu zeigen, daß wir uns nicht wuͤrden zuruͤck⸗ halten lassen, aber Se. Hoheit gab nach, und anstatt die Geraͤthschaften auf unserem Dampfboot nach Antiochia hinauf zu schiffen, nah⸗ men wir dasselbe aus einander, zerlegten es in acht Stuͤcke, luden diese auf Kielschwinnen und andere Stuͤcke Schiffsbauholz, an denen wir Naͤder anbrachten, und schafften sie zu Lande fort. Das Depot Amelia war vor kurzem eine voͤlliger Bauplatz; Al⸗

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les war darauf bedacht, etwas Neues und Nuͤtzliches zur Errei⸗