1835 / 273 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

.“ mannlich weiiblich Uebertrag . .5,131,385 2 Gleichzeitig starben Uebervierzehnjährige . vor Vollendung des 60sten Lebensjahres. 739,791

nsenmmneeen

wornach uͤbrig blieben .. 4,391,684 In die hoͤhere Altersklasse gingen nach uͤberschrittnem 60sten Jahre uͤber waͤrend dieser 15 Jahre nach deren Abgang noch bleiben 1 Hierzu traten noch in dem mitlern Lebens⸗ alter zwischen 15 und 60 Jahren waͤrend derselben 15 Jahre 8 a) durch die Erwerbung des Fuͤrsten⸗

thums Lichtenberg. b) außerdem durch Einwanderung oder

sorgfaͤltigere Aufnahme

wodurch sich ergeben die durch die Zaͤhlung 8 zu Ende des Jahres 1834 gefundnen. 3,901,361 3,967,747 8

Noch sind zu Ende des Jahres 1819 ge⸗ 8 zaͤhlt worden Uebersechzigjaͤhrie 350,902 346,794 Dazu kamen in den folgenden 15 Jahren I

durch Ueberschreitung des sechzigsten Le⸗ bensjahres nach vorstehender Berechnung

1117

Man liest in der Breslauer Zeitung unterm 28. September: „Der Halleysche Komet ist nunmehr dem unbewaff⸗ neten Auge sichtbar geworden. Gestern Abend nach 10 Uhr war der Komet zwischen Wolkenstreifen, und vielleicht gerade be⸗ guͤnstigt durch diesen Umstand, zum erstenmale mit bloßen Augen sichtbar. Wenn man sich von o im Fuhrmann nach Castor, und von 6 im Fuhrmann nach dem Jupiter gerade Linien gezogen vorstellte, so erschien der Komet fast genau im Durchschnitts⸗ Punkte dieser beiden Linien. Jetzt ruͤckt er aber immer mehr in das Alignement von Castor und. Pollux. Der Komet mußte also bis zu einem Abstande von nur 13 Mill. M. uns nahe ruͤk⸗ ken, und ümal heller werden, als zur Zeit seiner ersten Wahrneh⸗ mung durch Fernroͤhre, ehe er mit bloßen Augen erblickt wer⸗ den konnte. Bis zur Zeit seines groͤßten Glanzes am 13. Okt. wird nunmehr sein Licht noch beinahe 6mal staͤrker heranwach⸗ sen. Um einigermaßen beurtheilen zu koͤnnen, wie groß wohl ungefaͤhr der Durchmesser des Kometen am 12. Okt., zur Zeit seiner groͤßten Annaͤherung zur Erde, uns erscheinen werde, wurde der Durchmesser desjenigen Theils der Nebelhuͤlle beilaͤufig ge⸗ messen, von welchem der Wahrscheinlichkeit nach sich vermuthen laͤßt, daß er dann mit bloßen Augen wahrgenommen werden koͤnne, und etwas uͤber 3 Minuten groß gefunden, was einem wirklichen Durchmesser von 11,900 Meilen entspricht. Diese wuͤrden uns dann, am 12. Okt., 10 Min. 37 Sek., also unge⸗

genossenschaft im Jahre 1828 abgeschlossenen Vertrags aufmerk⸗] ches noch nicht vollstaͤndig organisirt ist, so doch des Hrn. Mal den Weg nach Badajoz eingeschlagen. Die Diviston des sam gemacht habe, demzufolge die Franzoͤsische Regierung die dizabal, der mit der Zusammensetzung desselben beauftragt islerals Latre setzt ihren Marsch nach Andalusien fort. Die Auslieferung gewisser Fluͤchtlinge verlangen koͤnne. Namentlich auseinanderzusetzen und die Absichten desselben zu entwickeg haftung einiger exaltirten Patrioten zu Manzanares koͤnnte wuͤrde von diesem Rechte Gebrauch gemacht werden, wenn ein Der eine dieser Artikel lautet folgendermaßen: „Die Darlegun Diviston bei der Ankunft in Despeliaperros kompromitti⸗ der Theilnahme an Fieschi's That Verdaͤchtiger in der Schweiz des Herrn Finanz⸗Ministers an Ihre Majestaͤt die Koͤnigin Mlwenn er nicht etwa schon seinen Marsch eingestellt hat, da

5 suchen see. Weßi ech deas g ge. hat ferner von gentin enthaͤlt ein Fhanze⸗ ““ welches von Mdoch wahrscheinlich Gegenbefehl zugegangen ist. einer Regierung den Befehl erhalten, das Erscheinen republika⸗ hoͤchsten Gewalt wohlwollend aufgenommen und genehmigt wan n 522 G 1 3 nischer fuͤr Frankreich bestimmter Blaͤtter in der Schweiz moͤg⸗ bech sie umfaßt die fuͤr unsere gegenwaͤrtige Lage nofhns e Faazieh sehen (Fihpen 8 Füchen den9. vn sichst zu hindern. Bisher ist noch keine solche Zeitung ange⸗ digen und wesentlichsten Elemente, naͤmlich den Thrm Pünd sind von den Divistonen uUnter Guoren Montes und kuͤndigt. Ihbellas II., die Grundgesetze, die Einigkeit der Spanin irs von allen Seiten umzingelt. Es ist ein Treffen vorge⸗ Genf, 19. Sept. die Gleichartigkeit und Verantwortlichkeit des Ministerinng win welchem beide Parteien sehr gelitten haben; 500 Kar⸗ Fuße der Dent du Midi werden immer beunruhigender. Der Das Ende des uns verschlingenden brudermoͤrderischa hwarfen sich in ein Kloster, gegen welches General Pastors eit acht Tagen in Menge gefallene Regen hat neue Risse und Krieges ohne Anwendung anderer Mittel außer den Kraͤften „, detaschement mit 2 Kanonen ausgesandt hat. Aus den De⸗ Felsenstuͤrze veranlaßt. Am 9. fruͤh gegen 4 Uhr hoͤrte man ein Nation, die Bewahrung der weisen Gesetze und der Rechte en zweier aufgefangener Spione ersieht man, daß Don Car⸗ entsetzliches Krachen bei der Dent du Midi, und schon nach ei⸗ welche aus dem Wesen der Repraͤsentativ⸗Regierung selbst sm zie Ruͤckk hr seines Generals Guergué nach Navarra, Letz⸗ nigen Minuten kam ein ungeheurer Strom von Schlamm und fließen und ihr zur Stuͤtze dienen, die definitive und ehrenvid bingegen Verstaͤrkungen aus Navarra erwartete, widrigenfalls großen Felsenbloͤcken herab, und floß in großer Breite in's Entscheidung uͤber das Schicksal der den geistlichen Ordens⸗Cnglt wohl duͤrste ergeben muͤsen. Der Gouverneur von Gi⸗ Rhonebett, unweit von der Mineralquelle Lavey. Noch ist diese porationen angehoͤrenden Individuen und die Begruͤndung Don Vincente Magrath, obwohl von der Junta ernannt, erhalten, wiewohl die Rhone gewaltsam von einer Seite nach Staats⸗Kredits. Einige Personen haben gemeint, daß jene D vsch ihrer Botmaͤßigkeit entzogen, was man geistlichen Be⸗ der andern getrieben worden ist. Der niedergegangene Gletscher legung nicht ausfuͤhrlich genug sey; aber reicht es nicht hin, iabtt, naaen zuschreibt. Es sollen von hier 2000 Mann mit Ar⸗ oberhalb dieser Auelle ist so angewachsen, daß von hier bis hin⸗ eine allgemeine Erklaͤrung die Tendenz und den Geist angic 1g ein anderes Detaschement von Lampourdan dahin auf⸗ auf bis unter die Stelle, genannt Es Lex, die Rhonestroͤmung wovon sich die Regierung in ihren Handlungen leiten lassen wit den; General Pastors hat der Junta den Eid der Treue geleistet. ganz unterbeochen worden ist und einen See gebildet hat. Eine Die Einzelheiten werden der Gegenstand der vorzulegenden m gch⸗ den Anhaͤngern der konstiturrenden Cortes und denen zu eroͤrternden Gesetze seyn, und sobald der Augeytichi Ennsttution von 1812 ist eine Verschmelzung eingetreten,

Die Generale Rozniecki, Gillenschmidt, Mussin⸗Puschkin, 82* Labanoff⸗Rostowski, Schilder, Read, Gortschakoff, Wlodek, Kos⸗ jecki, Berg, Rennenkampf, Hauke, Obrutschoff und Plautin, der Sohn des Fuͤrsten von Warschau, Faͤhnrich im Preobrazenski⸗ schen Leibgarde⸗Regiment, die Mitglieder des Administrations⸗ raths und die uͤbrigen hohen Regierungsbeamten sind von Kalisch hierher zuruͤckgekehrt.

Auf den letzten Warschauer Maͤrkten zahlte man fuͤr den Korzez Roggen 12 ½ 14 Fl., Waizen 18 20 Fl., Gerst 13 13 ½ Fl. und Hafer 7 7 ½ Fl.

B Deutschland. „Dresden, 26. Sept. Se. Kaiserl. Hoheit der Erzherzog Karl von Oesterreich stattete gestern von Teplitz aus einen Be⸗ such bei Sr. Koͤnigl. Majestaͤt in Pillnitz ab, speiste Mittags daselbst an der Koͤniglichen Tafel und begab sich sodann nach Drinz⸗Mitregent

Teplitz zuruͤck. Ihre Koͤnigl. Hoheiten der gestern Nachmittag von Pillnitz

615,020 3,770,664

(Allg. Itg.) Die Nachrichten vom

9,878 114,819

und Gemahlin sind ebenfalls aus nach Teplitz gereist. Nachrichten aus Teplib zufolge, ist das Zusteoͤmen von Fremden dort noch keinesneges uͤbermaͤßig gewesen; doch wird sich der Ort heute und morgen sehr fuͤllen, zumal da der Eintritt nach Voͤhmen unter den jetzigen Umstaͤnden eigentlich keinen groͤ⸗

615,020 669,102

Beren Schwierigkeiten unterliegt, als sonst. So verhaͤlt sich's wenigstens an unserer Graͤnze. Morgen wird ein naͤchtliches Leuchtfener auf dem hohen Milleschauer einen großen Theil Boͤh⸗ mens und das benachbarte Erz⸗Gebirge beleuchten.

Die Leipziger Zeitung enthaͤlt folgende nicht uninteressante Notiz: „Wenn schon auf hohen Bergen durch den verminder⸗ ten Luftdruck das Kochen der Fluͤssigkeiten in niederer Tempe⸗ ratur als in den Thaͤlern erfolgt, dann kann jenes Kochen natuͤr⸗ lich in solchen Reͤumen, in welchen durch die Luftpumpe eine viel merklichere Verduͤnnung der elastischen Fluͤssigkeit bewirkt wird, in noch auffaͤlligerem Grade erreicht werden. So alt nun diese bekannten Thatsachen auch sind, so neu duͤrfte doch die An⸗ wendung der Luftpumpe in großen technischen Anstalten seyn, wie jetzt zu Koͤnigsaal bei Prag, wo man naͤmlich beim Versie⸗ den des Runkelruͤben⸗Syrups zu Zucker eine große Lustpumpe anwendet, welche durch eine Dampfmaschine von 14 Pferden Kraft in Umtrieb erhalten wird. Dadurch erlangt man nicht allein

Versieden in der geringen Temperatur von 40 und einigen Graden Réaumur, also eine wesentliche Ersparung an Brenn⸗ material, sondern man verliert auch bedeutend weniger an Zuckerstoff als bei der gewoͤhnlichen sreien Versiedung. Dieser doppelte Vortheil ist erheblich, und soll mit dem Anlags⸗Kapital der gro⸗

üuftpumpen⸗Maschine in guͤnstigem Verhaͤltnisse stehen.

a sohr wahrscheinlich in Sachsen bald Runkesruͤben⸗Zucker⸗Fa⸗ briken *) entstehen werden, so glauben wir auf diesen Umstand aufmerksam machen zu muͤssen, der ohnehin jeden Gebildeten mit Freude erfuͤllt. Es ist die jetzige Zeit, in weicher die Natur⸗Wis⸗ senschaften nach allen Richtungen hin ihre Siege im buͤrgerlichen und Gewerbs⸗Leben feiern, und so konnte wohl auch laͤnger nicht der Gebrauch der Luftpumpe bloß fuͤr die physikalischen Apparate beschraͤnkt bleiben,“

Sigmaringen, 22. Sept. Ihre Hoh. die Frau Erbprin⸗ zessin ist heute fruͤh um 2 Uhr in dem Sommer⸗Residenzschloß Krauchenwies von einem Prinzen gluͤcklich entbunden worden. Sogleich wurde eine Fahne auf dem Burg⸗Schloßthurme aufge⸗ steckt, mit allen Glocken gelaͤutet, und durch 101 Kanonenschuͤsse dieses gluͤckliche Ereigniß den Einwohnern der Stadt und Um⸗ gegend bekannt gemacht, welches hierauf durch Boͤllerschuͤsse auf dem Josephsberg his in die Nacht fortgesetzt, und von den be⸗ nachbarten Ortschaften Laitz und Inzigkofen u. a. m. erwiedert wurde.

Stuttgart, 25. Sept. Zu Ende Dezember v. J. zaͤhlte das Koͤnigreich Wuͤrttemberg 775,374 maäͤnnliche und 814,863 weibliche Einwohner, zusammen 1,590,237 Seelen. Die Zahl der Geburten betrug im letzten Jahr 76,289; eingewandert wa⸗ ren 71,703, ausgewandert 2233 (ein Beweis, wie viele Ueber⸗ treibung den fruͤheren Berichten uͤber Auswanderung nach Ame⸗ rika u. s. w. zu Grunde lag). Die unehelichen Geburten ver⸗ halten sich zu den ehelichen wie 1 zu 9 ½. Geburten, so war auch die Sterblichkeit im Jahre 1838 ¾, au⸗ ßerordentlich groß.

Hamburg, 29. Sept. Der „Cuxhavener Neptunus“ mel⸗ det, daß am 26sten d. M. Morgens um 10 Uhr 20 Minuten das Franzoͤsische Dampfschiff „Hambourg“, Capitain Baladier, und um 10 Uhr 30 Minuten das Englische Dampfschiff „John Bull“, Capitain Corbin, auf der Fahrt von Hamburg bei Cuyx⸗ haven vorbeipassirt seyen, und erzaͤhlt, daß zwischen den Capitainen der beiden Schiffe bei der Abfahrt von Hamburg eine Wette in Betreff der Schnelligkeit ihrer Fahrzeuge abgeschlossen worden zey, in welcher denn das Franzoͤsische Schiff den Sieg davon ge⸗ tragen haͤtte

Oesterreich.

Wien, 22. Sept. Obgleich die neuesten Nachrichten aus Italien weniger Besorgnisse wegen der Cholera erregen, so ver⸗ anlaßt dieselbe doch noch immer Manche zur Flucht. Unter die⸗ sen befindet sich auch die Prinzessin von Beira mit den Insan⸗ ten Don Juan, Don Ferdinand und Don Sebastian, welche zu Laibach angekommen sind. Man weiß hier noch nicht mit Be⸗ stimmtheit, wohin diese erlauchten Personen ihre fernere Reise richten werden.

Der Ungarische Landtag wird nun in kurzer Zeit aufgeloͤst werden; schon ist der Allerhoͤchste Beschluß deshalb gefaßt, und es bedarf nur noch der gewoͤhnlichen Foͤrmlichkeiten, um den Koͤniglichen Befehl vollzogen zu sehen.

Ob die Armee in Italien nach der Wendung der Dinge in Spanien jetzt noch reduzirt werden duͤrfte, ist zweifelhaft. Jeden⸗ falls wird es nicht uninteressant seyn, den ganzen Stand unseres Heeres kennen zu lernen. Er belaͤuft sich in diesem Augenblicke auf ungefaäͤhr 395,000 Mann, die Offiziere jedes Grades einge⸗ rechnet. Die Generalitaͤt betraͤgt, ohne die unangestellten Gene⸗ rale, 239, Stabs⸗ und Ober⸗Offiziere etwa 10,000, Unteroffiziere 31,200, Beamte gegen 1590. Pferde 70,000. 8

Schweiz.

Zuͤrich, 21. Septbr. (Deutscher Cour.) Trotz der strengen Aufmerksamkeit der Franzoͤsischen Regierung ist es dem aus St. Pelagie entw ZHenen April⸗Angeklagten Fournier gelun⸗ gen, Bern zu erreichen. Die dortige Polizei gab sich viel Muͤhe, ihn aufzuspuͤren, 888 ihn jedoch nicht. Sonst Gutunterrichtete wollen wissen, daß der Franzoͤsische Geschaͤftstraͤger die Berner Regierung vertraulich auf die Bestimmungen eines mit der Eid⸗

*) In diesem Jahre. wird Boͤhmen zum ersten Male mehr als 10,000 Centner Runkelruͤhen⸗Zucker erzeugen. b

8*

Wie die Zahl der

ungeheure Menge von Felsbloͤcken fuͤllen und erhoͤhen das Fluß⸗ bett; die Rhone ist aber jetzt zu klein und schwach, um sie weg⸗ zutreiben. Daraus koͤnnen fuͤr kuͤnftigen Sommer, wenn der Fluß auf einmal anschwillt, ungeheure Verwuͤstungen entstehen. Füe- und kostspielige Arbeiten werden dringend noͤthig, um das Walliser und Waazdtlaͤndische Rhone⸗Ufer vor diesen Gefahren zu bewahren. Wird aber das, was man heute unternimmt, morgen nicht durch einen neuen Bergsturz zerstoͤrt und unnuͤtz gemacht werden? So ist ein großer Theil der provisorischen Straße von St. Maurice nach Martigny, desgleichen die ganze Arbeit um den St. Bar⸗ thelemy⸗Strom in sein altes Bett zuruͤckzudraͤngen vor einigen Tagen in wenigen Augenblicken zerstoͤrt worden. Die Walliser Regierung scheut jedoch keine Kosten, um die Communication zu erhalten. Das Haus links an der Straße, das schon die ersten Erguͤsse versandeten, ist von großen Felsbloͤcken ganz zerstoͤrt wor⸗ den. Aehnliches ist fuͤr das Dorf Rasse zu fuͤrchten. Waͤhrend so Unruhe und Angst an dem oͤstlichen lüfer unseres Sees herr⸗ schen, freut man sich in Genf eines neuen Beweises, wie die Regierung auf besonnene Verbesserung und Entwickelung ihrer Landes⸗Anstalten und Institutionen bedacht ist. Lange ward die Akademie wegen ihrer Einseitigkeit und wegen ihrer veralteten, nicht im Geist hoͤheren Unterrichts gedachten Emrichtungen ge⸗ tadeit. Sie hat nun eine neue zeitgemaͤße Organisation mit Hin⸗ zufuͤgung mehrerer neuer Lehrstuͤhle bekommen und es ist nur zu bedanern, daß diese neue Gestaltung den Austritt unseres großen Botanikers De Candolle aus der Reihe der akademischen Pro⸗ fessoren veranlaßt und herbeigefuͤhrt hat.

1 11“ J talien. Mailand, 18. Sept. Herr Paganini, der sich in diesem Augenblicke noch hier befindet, will sich diesmal nicht bewegen lassen, in einem Konzerte aufzutreten, sondern begiebt sich nach seinem Landgute bei Parma, um seine zerruͤttete Gesundheit her⸗ zustellen.

Livorno, 18. Sept. (Allg. Ztg.) Die Cholera ist hier nun merklich im Abnehmen, besonders sind in dem Innern der Stadt in den letzten Tagen nur sehr wenige neue Fälle vorge⸗ kommen. Die Krankheit fing im Nordwesten der Stadt an und zog nach und nach in suͤdoͤstlicher Richtung weiter, welche Rich⸗ tung sie auch noch heut verfolgt, und fuͤr jetzt bis Montenero, einem 4 Italiaͤnische Meilen entfernten Dorse, vorgeruͤckt ist. Gleichzeitig mit Livorno brach die Krankheit auch in dem 18 Mei⸗ len suͤdoͤstlich entfernten Staͤdtchen Rossignano aus. Mit dem Innern von Toskana sind die Communicationen ganz frei, nur die von hier abgehenden Briefe werden geraͤuchert. Dennoch sind weder, in Pisa, noch sonst in der Umgegend andere Eholera⸗Faͤlle, als von Livorneser Ausgewanderten, vorgekommen. Die Krankheit hat keine Volksklasse verschont, doch forderte sie in den groͤßern luftigen AQuartieren nur einzelne Opfer, waͤhrend sie sich in den engern, schmutzigen Theilen der Stadt und Vorstaͤdts einheimisch machte. Das Herzogthum Lucca haͤlt auf seinen Kordon gegen Toskana mit großer Strenge. Modena, Parma, der Kirchen⸗ staat, Neapel, alle haben Cordons gezogen, und ein Reisender, der jetzt durch Italien wollte, muͤßte sich gefaßt machen, mehrere Monate in den verschiedenen Quarantainen zuzubringen. Die Dampfschifffahrt hat ganz aufgehoͤrt. Die Stadt ist noch im⸗ mer todt und oͤde, die meisten Laͤden geschlossen. In Civita vecchia hingegen ist die Schifffahrt mit Spanien lebhaft, sie be⸗ reichert aber die Kaufleute nicht, denn die von dort kommenden Ladungen bestehen in Moͤnchen und Nonnen. Darf man den Berichten Glauben beimessen, so sind noch Tausende dieser Un⸗ gluͤcklichen in Italien zu erwarten. Von Alexandrien in Aegypten lief gestern ein Schiff mit einer lebendigen Giraffe hier ein, welche fuͤr unseren Großherzog bestimmt seyn soll. Das Wetter ist seit mehreren Wochen sehr veraͤnderlich. Bei niedrigem Thermometerstande haben wir haͤufige Gewitter, und jedes Gewitter wirkt nachtheilig auf die herrschende Krankheit.

Florenz, 22. Sept. In der Nacht vom 19ten d. hat man hier den Halleyschen Kometen zum ersten Male mit bloßem Auge wahrnehmen koͤnnen, und zwar glich er fast dem Stern Kappa des Sternbildes Fuhrmann, dem er auch am naͤchsten stand.

In Livorno sind am 18ten d. 15 und am 19ten d. 23 Per⸗ sonen an der Cholera erkrankt. In Genua waren bis zum 18ten d. 4012 erkrankt und davon 2017 gestorben. In Turin macht die Cholera nur langsame Fortschritte und es erkrankten bisher taͤglich 3 4 Personen. 1

Rom, 14. Sept. Heute Vormittag ist Dom Miguel mit dem Marquis von Lavradio und einem Theile seines Gefolges von hier abgereist. Das Ziel seiner Reise ist, dem Vernehmen nach, Boͤhmen. 11““

Spanien.

„Madrid, 18. Sept, Der Infant Don Franzisco de Paula ist von Valencia hierher zuruͤckgekehrt.

Die Hof-⸗Zeitung enthaͤlt folgendes an Herrn Garcia 1] gerichtete Koͤnigliche Dekret: „Da die Ruhe in der Hauptstadt des Koͤnigreichs vollkommen wiederhergestellt ist und ich sehr zufrieden bin mit den Beweisen der Loyalitaͤt und Ord⸗ nungsliebe, welche die treuen und friedfertigen Einwohner mir gegeben haben, so erklaͤre ich das Dekret vom 16. August, wo⸗ durch die Hauptstadt in Belagerungs⸗Zustand versetzt wurde, hiermit fuͤr aufgehoben. Im Prado, 16. September 1835.

(gez) Die Koͤnigin.“

Mehrere Artikel desselben Blattes scheinen darauf be⸗

rechnet, die Lage, wenn auch nicht des neuen Ministeriums, wel⸗

Nachricht von der Ernennung des Ministeriums, Halt gem

gekommen seyn wird, werden die darauf bezuͤglichen Angelega heiten bis in ihre kleinsten Theile analysirt werden. Man m uͤberhaupt den Zweck der Regierung von den Mitteln untersh den, deren sie sich bedient. Der Zweck muß offen und klarz

gezeigt werden, wie es geschehen ist, waͤre es auch nur, um nen, die sich dem Ministerium anschiießen sollen, das Zieh bezeichnen, welches dasselbe sich vorgesteckt hat. Programm der Regierung der Ernennung des ganzen Die unmittelbaren Age

e 1 1

Deshalb ist Minjg nten

riums vorangeschickt worden. ce wschtan.

hoͤchsten Gewalt muͤssen den Gang kennen, den man e will, und das Ziel, nach welchem alle Operationen auslaufen sollen, ehe sie daran Theil nehmen koͤng sie muͤssen wissen, welches der Gedanke des Throns ehe sie sich mit ihren Handlungen demselben beizugefh im Stande sind. Dies liegt in der Natur der Faachs tativ⸗Regierung. Man legt zuerst das System dar, und dat waͤhlt man die Maͤnner, deren Ansichten mit dem Geist und i Tendenz desselben uͤbereinstimmen. Da es aber bis jetzt nich moͤglich gewesen ist, die Maͤnner, welche das neue Ministerinm bilden sollen, und unter denen sich einer besindet, der unsene Sache in den Baskischen Provinzen ausgezeichnete Dienstelisstt, alle zusammenzubringen, so kamm man auch in diesem Augrnbüch nicht ein abgesondertes Programm bekannt machen, noch kane man das Werk der ministeriellen Reorganisation jetzt beendigen, di selbst in den Laͤndern, welche auf der politischen Laufbahn aim weiteste vorgeschritten sind, eine reifliche und unparteiische Pruͤfung der Men schen und der Umstaͤnde erheischt. Die Mittel zum handein, das heif die Maßregeln und die einzelnen Gesetze, welche angenomme werden muͤssen, um das erwuͤnschte Ziel zu erreichen, koͤnne nicht improvisirt werden und haͤngen nicht allein von der Regi rung Ihrer Majestaͤt ab; denn so sehr sie auch mit Zuversich hofft, daß ihre Vorschlaͤge die Zustimmung der Cortes erhalt werden, so koͤnnten sich doch uͤber die Details, hinsichtlich derrn man gerade eine Erklaͤrung verlangt, Meinungs⸗Verschiedenheite kundgeben, durch die sich die Regierung genoͤthigt sahe, dieselben wenn auch nicht wesentlich, so doch in ihren untergeordneten Be stimmungen zu modifiziren. Und wie koͤnnte die Regierung a diese Modificationen voraussehen? Sie darf sich also in ku Einzelheiten einlassen, sie kann nur das darlegen und behaupte was sie sicher erreichen zu koͤnnen uͤberzeugt ist. Die Regietme Ihrer Majestaͤt ist fest entschlossen, ihr Programm zu verwitkliche dies muß denen genuüͤgen, die den Thron Isabella's ll., die oͤffentli Freiheit und die Wohlfahrt des Vaterlandes lieben. Die M tel zur Ausfuͤhrung werden sich nach und nach entfalten und w dem Ministerium auf seiner schwierigen, aber ruͤhmlichen bne bahn eroͤrtert werden. Der Kredit wird vor allen Dingen d bestaͤndige Ziel des Nachdenkens und der Bemuͤhungen bes Hem Mendizabal seyn, der mit den schwierigen Combinationen i traut ist, welche heutzutage die Basis der politischen Macht t Nationen ausmachen; er hofft, daß es ihm gelingen wird, ] beweisen, daß er die zwoͤlf Jahre, die er in England und Fiah reich gewesen, nicht ohne Nutzen fuͤr sein Vaterland dort zr bracht hat. Aber der Kredit fuͤrchtet, wie ein schuͤchternes M chen, jeden Skandal und jede Unruhe; er kargt mit seinen 66 ben und vertheilt ste nur dann retchlich, wenn er Eintracht, Nh und Gehorsam gegen die Gesetze herrschen sieht.“

Der General Andriani ist zum Gouverneur von Mahe und zum zweiten Kommandanten von Neu⸗Castilien ernamg worden.

In der Nacht vom 14ten zum 15ten wurde hier eine Vc schwoͤrung entdeckt, welche die Proklamirung der Constitattt von 1812 zum Zweck hatte, und deren Heerd die Kaͤrasse serne war, woselbst zehn Quartiermeister verhafte t wurden, denen man wichtige Papiere fand.

Das Journal des Doöbats theilt folgende Auszh aus einer Korrespondenz aus Madrid vom 18. September ine ohne sich jedoch fuͤr die Unparteilichkeit der darin enthaltenen o. trachtungen verbuͤrgen zu wollen: „Mendizabal ist in diesch Augenblick der einzige Minister in Akrivitaͤt. Die allgemen Politik des Ministeriums wird bald vollstaͤndig bekannt sem⸗ aber im Voraus kann man wenigstens so viel sagen, daß die m nisterielle Politik sich hauptsaͤchlich auf folgende drei Punkie stütg wird: Beibehaltung des Koͤniglichen Statuts, Treue gegen N9. bella II. und Bestaͤtigung der Regentschaft Maria Christineng Dann wird das Ministerium, immer im Einklang mit demit Koͤniglichen Statut aufgestellten Prinzipien, seine ganze E auf Folgendes richten: auf die Aufhebung der verse Moͤnchs⸗Orden, auf die Vertheilung ihrer Guͤter und die stellung ihrer buͤrgerlichen Rechte nach dem Gesetze, auf Wien herstellung des bis jetzt nur zu sehr erschuͤtterten Kredits, auft Einberufung der Repraͤsentanten der Nation, um ihnen die we tigsten Gegenstaͤnde vorzulegen, und auf die Vernichtung der surgenten, gegen welche Mendizabal alle seine Kkaͤfte aufzubi Willens ist, sobald die Juntas sich werden unterworfen haben. M dies hat quch das vorige Ministerium gewollt; aber Mend za hat groͤßeres Vertrauen zu seinen eigenen Kraͤften und seinem Pan tismus, als Toreno, und hofft, den Karlisten das Garaus zumacheh ohne einer Intervention zu beduͤrfen, die, oft versprochen und unme verweigert, nicht wenig zu dem Sturze Toreno's beigetragen 1 Die große Frage, von deren Loͤsung in diesem Augenblc e Schicksal des Ministeriums und die Zukunft Spaniens abhin ist, ob die Provinzial⸗Junten sich dem neuen Ministerium 9 schließen werden. Die Junta von Cadix, unstreitig eine der eil flußreichsten, hat sich unterworfen. Die Kolonne ber Freichillig von Estremadura, welche nach Madrid marschirte, hat, auf 1

1 r 2

Ulber worden.

heime⸗ Raths⸗Sitzung am Hten d. ist mit 4 Stimmen gegen 2,

worden,

n nichts weiß.

Hzwar zu Gunsten der Letzteren. Morgen soll die Junta st den Volks⸗Deputationen wieder zusammentreten, und man artet die unverzuͤgliche Proklamirung der zu reformirenden stitution von 1812. Die Junta steht uͤbrigens auf sehr bachen Fuͤßen, und nur die Buͤrger⸗Milliz schuͤtzt die Stadt der Anarchie. Rach dem Vorschlage des Vapor soll zu den wesentlichen woificationen, die mit der Constitution von 1812 vorzunehmen ten, die Aufhebung des Artikels gehoͤren, durch welchen die holische Religion fuͤx die alleinige Religion des Landes erklaͤrt d jede Ausuͤbung einer anderen verboten wird; sie solle hin⸗ to nur, insofern die Majoritaͤt sich dazu bekenne, als Staate⸗ boion angesehen werden.

Cadix, 14. Sept. Die Constitution von 1812 ist hier lamnirt und eine provisorische Regierung von 7 Mitgliedern Der Gouverneur von Algesiras hat sich nach

raltar gefluͤchtet. . Portugal. Lissabon, 15. Sept. (Englische Blaͤtter.) In einer

des Marschall Saldanha und des Capitain Jervis, beschlos⸗ alle Truppensendungen nach Spanten einzustellen, man der Militairmacht im Inlande beduͤrfe, um die Ruhe kecht zu erhalten, obgleich man von einer Gefaͤhrdung dersel⸗ Herr Magalhaens soll bei dieser Berathung rauf aufmerksam gemacht haben, daß man doch fuͤglich nur uppen nach Spanien schicken koͤnne, um gegen Don Carlos kämpfen; wolle man aber in die Provinzen gelangen, wo dieser it senen Truppen hause, so muͤßte man durch Provinzen ziehen, e gleichfalls die Regierung der Koͤnigin⸗Regentin nicht mehr nerkͤnnten, und so wuͤrde man in das unangenehme Dilemma ymmen, entweder mit den insurrectionellen Junten gemeinschaft⸗ che Sacht machen oder gegen dieselben agiren zu muͤssen, was eides gleich unthunlich sey. So wurde also das dreimal wie⸗ erholte Gesuch des Spanischen Gesandten in Lissabon um ein aikte Intervention zuruͤckgewiesen.

Die Koͤnigin will Ramalhao in der bevorstehenden Woche eraassen, um den Palast von Recessidades zu beziehen, und die nzogin von Braganza gedenkt sich von Caxias nach Belem zu aehen, indem, wie es heißt, die beiden erlauchten Frauen kuͤnf⸗ ig nicht mehr zusammen wohnen wollen.

Der Mexikanische Gesandte, Herr Santa Maria, ist am ten d. von Falmouth hier angekommen und am 8ten nach Ca⸗ ir Hter gereist, von wo er sich zu Lande nach Madrid bege⸗ en will.

Lord Seaford verweilt noch in Cintra bei seinem Schwie⸗ eisehne Lord Höward de Walden.

Am 7an d. ist der neue Brasilianische General⸗Konsul direkt on Nio Janeiro hier angelangt.

Der Civil⸗Gouverneur von Porto, Vizconde S. Gil, ist t Tode abgegangen, und man will wissen, daß Herr Mou⸗ inso von Albuquerque, ehemaliger Praͤfekt von Madeira, an fine Stelle kommen werde. Die Unterhandlungen des Ministeriums mit der Bank uͤber dee Konvertirung der inlaͤndischen Schuld haben wieder be⸗ onnen.

In Figueira sind die Hafsengelder fuͤr Portugiesische Schiffe jedeutender, als fuͤr Englische, weil letztere gewisse Sporteln an hdas Marine⸗Departement zu entrichten haben.

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Von der Serbischen Graͤnze, 19. Sept. Die neue⸗ sten Nachrichten aus Albanien bis zum 1iten d. inelden endlich ole in den ersten Tagen dieses Monats erfolgte Landung der auf der Httomanischen Flotte aus Konstantinopel eingetroffenen Ex⸗ peditions⸗Truppen, deren Anzahl 6600 Mann betraͤgt, bei Dul⸗ eigno. Gleichzeitig wußte man, daß die zu Land operirenden Luphen des Rumeli Valesst mit den aus Salonichi vorgeruͤck⸗ ten Truppen bereits in der Naͤhe von Skutari eingetroffen wa⸗ ine er. Operationen, welche bisher durch den Uebergang Boyana (einen Fluß in der Naͤhe der Hauptstadt) ge⸗ ben unverzuͤglich beginnen wollten. Hafiz Pascha Pfarts utari, der die Festung unter allen Formen fuͤr die 8 en wußte, wird demnaͤchst schon entsetzt seyn, scich ügcch man uͤberzeugt ist, daß er nach Konstantinopel ge⸗ lhm h; so glaubt man doch nicht, daß die Pforte die von

8 Stand gebrachte letzte Capitulation anerkennen wird.

Iyland.

h erlin, 1. Okt. Am 23sten v. M. tr cheiten die Prinzen Karl und Albrecht, von Kalisch und Breslau emend, in Glatz dein und machten sofort eine Reise nach Lan⸗ ene und der Umgegend. Se. Koͤnigl. Hoheit der Prinz Karl Mte Abends 5 ½ Uhr nach Glatz zuruͤck, ertheilte im Gouver⸗ sbaw den Militair- und Civil⸗Behoͤrden Audienz und 8 c einer halben Stunde die Reise nach Reinerz, Lewin nenahrpi fort. Se. Koͤnigl. Hoheit der Prinz Albrecht un⸗ Wälsen von Landeck aus uͤber Habelschwerdt eine Reise nach 8 8 grund, uͤbernachtete daselbst und nahm den Wasserfall in 6- nschein, traf am L4sten Morgens um 9 Uhr wieder in

t ein und setzte die Reise uͤber Reinerz, von wo ab der

trafen Ihre Koͤnigl.

P ½ im Durchmesser so groß erscheinen, als die Scheibe des ollmondes.“

Am 20sten v. M., Abends um 9 Uhr, brach in dem Ge⸗ sindehause des Dominiums Kasawe, der Standesherrschaft Mi⸗ litsch zugehoͤrig, Feuer aus, welches in kurzer Zeit sowohl dieses Gebaͤude als die Scheunen und Stallungen in Asche legte. Außer mehrerem Vieh, kamen bei diesem Brande leider auch die Frau des dortigen Schaͤfers mit ihrer 10jaͤhrigen Tochter, so wie zwei Knaben von 11 und 4 Jahren in den Flammen um.

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Neueste Nachrichten von der Bevoͤlkerung des preu⸗ ßischen Staats. Das Ergebniß der zu Ende des Jahres 1834 im preußi⸗ schen Staate vollzognen Volkszaͤhlung und der uͤber Geburten, Trauungen und Todesfaͤlle im Laufe des Jahres 1834 gefuͤhrten Register ist nunmehr aufgestellt. Der Staat mit Ausschluß des Fuͤrstenthums Neufchatel enthielt zu Ende des Jahres 1834 hiernach Einwohner mit Einschluß des Militaͤrs, und zwar Kinder bis zum vollendeten vierzehnten Lebensjahre ““ 2,425,563 2,408,579 Uebervierzehnjaͤhrige bis zum vollendeten sechzigsten Jahre 8 8 3,901,361 3,967,747 7,869,108 nAEAemness

maͤnnlich weiblich Ueberhaupt

sechzigjaͤhrige

2

Ueber 8 maͤnnlich 391,365 415,415

8 111u“] Ueberhaupt.. 806,780 In allen Lebensaltern zusammen

maͤnnlich weiblich..

6,718,289 6,791,741

““ Ueberhaupt. 13,516,030 JFunfzehn Jahre fruͤher, zu Ende des Jahres 1819, waren mit einer wahrscheinlichen Verbesserung der Zaͤhlung vorhanden: Kinder bis zum vollendeten 14ten Jahre Maaͤdchen. 1,910,276 AUMaeberhaupt 3,863,856

bis zum vollendeten 60sten

1,953,580

Uebervierzehnjaͤhrige,

Jahre männlich 3,189,638 3,333,803

weiblich 6,523,441

Ueberhaupt

346,794 697,690

maͤnnlich weiblich. Ueberhaupt In allen Lebensaltern zusammen maͤnnlich 5,494,120 5,590,873

11,084,993

Ueberhaupt..

bmnne

Der Uebergang der Bevoͤlkerung aus diesem Zustande in den am Ende des Jahres 1834 vorgefundnen hat sich wahr⸗ scheinlich folgendermaassen gestaltet: 11“¹“

Am Ende des Jahres 1819 waren ge... zaͤhlt worden 8 maͤnnlich

Kinder bis zum vollendeten 14ten Jahre 1,953,580 Dazu kamen in den folgenden 15 Jahren Geborne ..

Summe ..

Davon starben Untervierzehnjaͤhrige gleich⸗ blieben also uͤbrig... 4,369,750

Davon sind in denselben 15 Jahren durch

Ueberschreitung des 14ten Jahres in die folgende Altersklasse uͤbergegangen .. . 1,941,747

blieben also noch Untervierzehnjaͤhrige 2,419,013 Dazu sind gekommen durch Erwerbung des Fuͤrstenthums Lichtenberg Untervier⸗ zehnjaͤhrige wodurch sich ergeben die zu Ende des Jah⸗ res 1834 durch Zaͤhlung gefundnen...

Ferner sind am Ende des Jahres 1819 gezaͤhlt worden ... . ebervierzehnjaͤhrige, die das 60ste jahr noch nicht vollendet hatten. Dazu kamen in den folgenden 15 Jahren nach uͤberschritinem 14Aten Lebensjahre, ge⸗ maͤß vorstebender Berechnung. 1,941,747

weiblich 1,919,276

3,686,473 5,596,70

1,301,814

eErA Abns

3 98 2R 4,29 4,935

6,5. 2,425,563 y—

mäͤnnlich weiblich

tem 60sten Jahre wornach blieben Uebersechzigjaͤhrige ....

des Fuͤrstenthums Lichtenberg Uebersechzig⸗ und ergeben sich die bei der Zaͤhlung zu Ende des Jahres 1834 gefundnen ....

jedes Alters und Standes mit

1,892,733 2,2

6,377

2,408,579

3,333, 803

1,892,733

trsn as eAemn Summe 9065,922 1,015,956

Davon starben gleichzeitig nach vollende⸗

1 1,084

575,677 399,245

Dazu kamen noch durch Erwerbung

1,120

Ueberhaupt sind also zu den am Ende 8 des Jahres 1819 gezaͤhiten Einwohnern maͤnnlich weiblich 5,494,120 5,599,873 in den 15 Jahren bis zu Ende des Jahh res 1834 hinzugekommen a) durch den Ueberschuß der Gebornen nach Abzug der Gestorbnen b) durch Erwerbung des Fuͤrstenthums Lichtenberg 1 c) durch Einwanderung oder sorgfeaͤlti⸗ gere Aufnahme bei den Zaͤhlungen. 114,819

wornach sich ergeben die bei der Zaͤhlung zu Ende des Jahres 1834 gefundnen. 6,718,289 6,791,741

Zur Erleichterung der Uebersicht ist die vorstehende Berech⸗ nung so gestellt worden, als ob das Fuͤrstenthum Lichtenberg, welches jetzt einen landraͤthlichen Kreis des Nesetn Trier bildet, erst am Ende des Jahres 1834 an Preußen uͤber⸗

1,091,802 1,044,00

17,548

₰3

17,708

geben worden sei, obwohl dieses schon einige Monate fruͤher ge-⸗ 3 8

4 daselbst

8

schahe. Es sind daher die im Laufe des Jahres 18. E1A4““ Gebornen 1,3650 ““ hier nicht mit in Rechnung gebracht, dagegen aber die Einwoh⸗ ner mit der Gesammtzahl von 35,256 so aufgefuͤhrt worden, wie sie die zu Ende des Jahres 1834, von den preußischen Behoͤr⸗ den vollzogne Zaͤhlung ergeben hat. 1 Die Zaͤhlungen der Einwohner im preußischen Staate wer⸗ den jetzt von drei zu drei Jahren wiederholt: sie ergaben zu Ende der Jahre 1 1831 1828 1825

13,510,030 Einwohner 13,038,960 12,726,110 12,256,725 1822 11,664,133 1 1819 11,084,993 eceztres ist nicht sowohl das Ergebniß der zu Ende des Jah⸗ res 1819 vollzognen offenbar unvollstaͤndigen Zaͤhlung, als viel⸗ mehr das Ergebniß der zu Ende des Jahres 1820 verrichteten sorgfaͤltigern Zaͤhlung, wovon der Ueberschuß der im Laufe des Jahres 1820 Gebornen abgezogen worden ist, um die Zahl der zu Anfange des Jahres 1820, oder was gleichgeltend ist zu Ende des Jahres 1819, wirklich vorhandnen Einwohner so genau zu erhalten, als es die gegebnen Huͤlfsmittel gestatten. Darin liegt die in vorstehender Berechnung erwaͤhnte wahrschein⸗ liche Verbesserung der Zaͤhlung zu Ende des Jahres 1819. Hiernach ergiebt sich als Vermehrung der Einwohnerzahl in den dreijaͤhrigen Zeitraͤumen: 1834, 1833, 1832 471,070 1831, 1830, 1829 312,850 1828, 1827, 1826 469,385 1825, 1824, 1823 592,592 8 1821, 1820 579,140 zusammen in diesem 15jaͤhrigen Zeit⸗ raume uͤbereinstimmend mit vorste⸗ hender Berechnung 425,037 1 Insbesondre sind in den ebengenannten dreijaͤhrigen Zei raͤumen geboren worden gestorben also Ueberschuß geblieben 316,518 241,664 422,208 562,904 899,006 592,514 uͤberhaupt 7,593,017 5,457,209 2,135,808 Nun betrug nach vorstehender Uebersicht der Zuwachs in den

Jahren 183 ½U w 471,070 Davon kommen auf das Fuͤrstenthum Lichtenberg. 38,256

wornach bleiben ,n Der Ueberschuß der Gebornen war 316,518 Es sind also außerdem noch zugekommen 119,296 Der Zuwachs in den Jahren 185 ½, betrug 312,850 Davon war Ueberschuß der Gebornen 241,664

kamen also außerdem noch zu

Der Zuwachs in den Jahren 182 % betrug .. Davon waren Ueberschuß der Gebornen

kamen also außerdem noch zu 3

Der Zuwachs in den Jahren 182 ¾ betrug . 552 Davon waren Ueberschuß der Gebornen 562,904

0) . */

1,258,211 1,241,622 1,093,597

964,773

1,574,729

2 1 9

2 8* n⸗ 8 1,515,895 1,527,677

459,385 422,208

. 2₰ 2

——

V

unz in einem leschten Wagen die Heuscheuer besuchte, und

ewin na itz ch Teplitz fort.

Summe .5,131,385

8

5,220,535

V

kamen also außerdem noch zu.. 25,88