1835 / 274 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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gemeine

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1118

88 8 W 2 F““ . ger Zuwachs erhalten duͤrfte, als dieses: denn die junge Mann⸗ schaft ist wegen ihrer Militaͤrpflichtigkeit einer Aufsicht unterwor⸗ fen, die bei dem weiblichen Geschlechte nicht stattfindet.

Kinder und Greise wandern nur allenfalls mit Familien

Der Zuwachs in den Jah aber der Ueberschuß der Gebornen raume war

Die Zaͤhlung gab also hier weniger

““ B“

lichen sich sogar noch um Etwas, obwohl sehr bessert hat.

Die Kinder bildeten dagegen am Ende des funfzehnjaͤhrigen Zeitraums einen schon merkli

579,140] 592,514

betrug ....

mselben Zeit⸗ unerheblich,g

hier betrache

ch groͤßern 1

Demnach war ein von dem Ueberschusse der Ge⸗ bornen und Erwerbe neuer Besitzungen unabhaͤngiger Zuwachs der Bevoͤlkerung vorgefunden worden in den Jahren 183 ½ 8

2

2 2

Zusammen von. Dagegen zeigte sich in den Jahren 182 % eine Ver⸗ minderung von 8

nach deren Abzug fuͤr den ganzen fun raum noch ein Zuwachs bleibt von.

welcher vorstehend unter den Uebervierzehnjaͤhrigen, die das 60ste Lebensjahr noch nicht vollendet hatten, und zwar maͤnnlich mit

weiblich mit

fzehnjaͤhrigen Zeit⸗

in Rechnung gebracht ist. Die Angaben der Gebornen und Gestorbnen beruhn auf aͤmt⸗ lichen Auszuͤgen aus Kirchenbuͤchern und aͤhnlichen zu oͤffentlichem Glauben gefuͤhrten Verzeichnissen: was etwan unter hoͤchst selt⸗ nen Umstaͤnden nicht darin eingetragen sein koͤnnte, ist jedenfalls ganz unbedeutend, und die Vermehrung oder Verminderung der Volkszahl, die aus dem Verhaͤltnisse der Gebornen gegen die Gestorbnen entsteht, kann daher fuͤr hinlaͤnglich zuverloͤßig geachtet werden. Aber auf das Ergebniß der Zaͤhlungen haven noch andre Um⸗ staͤnde Einfluß, deren Wirkungen nicht eben so zuverlaͤßig bekannt werden. Zunaͤchst gehoͤren hierher die jaͤhrlichen Einwanderun⸗ gen und Auswanderungen, die eine Vermehrung oder Vermin⸗ derung der Volkszahl bewirken, je nachdem erstre oder leztre uͤber⸗ wiegen. Daß ganze Familien mit Kindern und Greisen ein⸗ oder auswandern, kommt jetzt im preußischen Staate wohl kaum irgendwo unter solchen Verhaͤltnissen vor, daß ein erheblicher Ge⸗ winn oder Verlust an Bevoͤlkerung daraus entstehen koͤnnte: wie viel Aufsehn auch solche Veraͤnderungen machen, so gering ist doch im Ganzen ihre Anzahl; und auf Zugang und Abgang hierdurch wirken Zufaͤlligkeiten, welche sich in laͤngern Zeitraͤumen großentheils ausgleichen duͤrften Anders steht es dagegen mit dem Wandern junger unangesessener Leute zwischen 18 und 30 Jahren. Es ist fast Regel, daß diese wenigstens fuͤr einige Zeit ihr Gluͤck außer ihrem Geburtsorte versuchen; und Viele uͤber⸗ schreiten dabei die Graͤnze des Staats, dem sie durch ihre Ge⸗ burt Hierbei ist nicht blos an die wandernden Hand⸗ merker⸗Gesellen zu denken; auch Tageloͤhner und Gesinde suchen oft in weiter Entfernung Arbeit und Unterkommen. Die poli⸗ zeiliche Beschraͤnkung solcher Auswanderungen bezieht sich nur auf Verhinderung des zwecklosen Umhertreibens, und auf Verei⸗ telung der klaren Absicht, sich der Militairpflichtigkeit zu entziehn. Auch ist es nicht das maͤnnliche Geschlecht allein, was auswaͤrts Beschaͤftigung und Erwerb sucht. Ein nicht unbetraͤchtlicher Theil des weiblichen Gesindes in Berlin ist aus Mecklenburg, Anhalt und Sachsen angezogen. Das Einwandern und Auswandern der jungen Leute ist zwar auch gegenseitig; doch duͤrfte der uͤber⸗ wiegende Wohlstand der groͤßern Staͤdte, der lebhaftere Verkehr, die groͤßre Mannigfaltigkeit der Erwerbsmittel dem preußischen Staate hierin ein Uebergewicht gegen einige seiner Nachbarn ge⸗ ben. Viele dieser Wandernden kehren endlich, wenn sie das Beduͤrfniß eines festen Wohnsitzes und haͤuslichen Lebens fuͤhlen, in ihr Vaterland zuruͤck; aber nicht Wenige buͤrgern auch aus⸗ waͤrts allmaͤlig ein, und werden daselbst ansaͤßig: oft erst nach läangen Diensten, und wenn es schon vergessen ist, daß sie Aus⸗ laͤnder sind. Diese Ansiedelungen Fremder erregen daher wenig Aufsehen, obwohl sie gar nicht selten vorkommen. Es ließe sich hieraus namentlich wohl erklaͤren, wie der preußische Staat in den Jahren 1820 bis 1822, wo seine Re⸗ gierung fast in der Haͤlfte seines jetzigen Gebiets noch eine sehr neue war, selbst ein Uebergewicht der Auswanderungen haͤtte erfahren, dann aber bei wachsendem Vertrauen ein von Jahr zu Jahr zunehmendes Uebergewicht der Einwanderungen haͤtte erlangen koͤnnen, wie es die vorstehenden Berechnungen nach⸗

aut und ein: das Uebergewicht der Einwanderungen wird, wo es stattfindet, daher in der Regel nicht durch diese Altersklassen, sondern durch zwar meist noch junge, aber doch den Kinderjah⸗ ren schon entwachsne Personen bewirkt. Untervierzehnjaͤhrige und Uebersechzigjaͤhrige sind in der Regel von persoͤnlichen Abgaben befreit; auch leben sie gewoͤhnlich unter Verhaͤltnissen, worin sie keiner besondern Legitimation beduͤrfen. Gruͤnde, sie der Aufnahme bei Volkszaͤhlungen zu entziehn, sind deshalb nur hoͤchst selten vorhanden. Es hat daher mit hoher Wahrscheinlichkeit angenom⸗ men werden koͤnnen, daß diejenige Vermehrung der Volkszahl, welche nur entweder durch das Uebergewicht der Einwanderun⸗ gen, oder durch sorgfaͤltigere Aufnahme bei den Zaͤhlungen ent⸗ standen ist, der mitlern Altersklasse angehoͤre, welche das vier⸗ zehnte Lebensjahr uͤberschritten, das sechzigste aber noch nicht voll⸗ endet hat. Soweit diese Annahme richtig, und soweit die Zaͤh⸗ lung zu Ende des Jahres 1834, welche mit fortschreitender Sorg⸗ falt der Oberbehoͤrden angestellt wurde, zuverlaͤßig ist: so weit sind die nachstehenden Folgerungen aus der am Eingange dieses Aufsatzes aufgestellten Uebersicht sicher.

Mit Ausschluß des Zuwachses durch Erwerbung des Fuͤr⸗

stenthums Lichtenberg sind dem preußischen Staate, auf jede

Nillion Einwohner, die er zu Ende des Jahres 1819 besas, in den funfzehn Jahren bis zu Ende des Jahres 1834 zugewachsen durchschnittlich 215,587 oder noch etwas uͤber 21 % Prozent.

Waͤre diese Vermehrung gleichfoͤrmig erfolgt: so haͤtte man die Einwohnerzahl jedes Jahres mit 1,01381002 multipliziren muͤssen, um die Einwohnerzahl des naͤchstfolgenden Jahres daraus zu erhalten; das ist, die durchschnittliche jaͤhrliche Vermehrung war 12 1 % Prozent. Es ist aber die Vermehrung wirklich sehr ungleichfoͤrmig erfolgt, und in den lezten Jahren viel lang⸗ samer fortgeschritten, als in den ersten.

Da der Tod jaͤhrlich Menschen aus allen Lebensaltern hin⸗ rafft, die Bevoͤlkerung aber nur durch den Ueberschuß der Neu⸗ gebornen uͤber die saͤmmtlichen Gestorbnen waͤchst: so koͤnnte es scheinen, als wenn der Ersatz nur der Zahl, aber nicht der Be⸗ schaffenheit nach vollstaͤndig oder wie »es bei wirklichen Fort⸗ schritten doch geschehen muß sogar uͤberwiegend waͤre. Hier⸗ bei wird aber uͤbersehen, daß die menschliche Gesellschaft jaͤhrlich nicht blos der Zahl nach durch Geburten und Todesfaͤlle, sondern auch der Beschaffenheit nach dadurch veraͤndert wird, daß die Lebenden indeß um ein Jahr aͤlter werden, also aus der huͤlf⸗ losen Kindheit zum thaͤtigen Lebensalter, und freilich aus diesem auch wieder zum schwachen Greisenalter fortruͤcken. So lange nun die juͤngern Altersklassen der Einwohner zahlreicher sind, als die äͤltern, so lange wird auch Gewinn an koͤrperlichen und geistigen Kraͤften bei dieser Veraͤnderung sein. Je nachdem dieser Gewinn den Verlust, welchen auch die thaͤtige Le⸗ bensaltersklasse durch den Tod erleidet, uͤberwiegt, eben ersetzt, oder nicht ganz zu ersetzen vermag, je nach dem wird auch in Ruͤcksicht auf die Beschaffenheit der Bevoͤlkerung, so weit sie naͤmlich von dem Lebensalter abhaͤngt, eine Zunahme, ein Behar⸗ rungszustand, oder eine Abnahme stattfinden.

Nach der vorstehenden Uebersicht sind im preußischen Staate in den funfzehn Jahren 1820 bis mit 1834 von beiden Geschlech⸗ tern zusammengenommen nach und nach

aus dem vierzehnten Lebensjahre in das funfzehnte

uͤbergetreten 3,834,480

zuweisen scheinen. 1 Offenbar uͤbt aber auch der verschiedne Grad der Zuver⸗ laͤßigkeit der Zaͤhlungen selbst einen großen Einfluß auf das Er⸗ 8 gebniß derselben. Diese Zuverlaͤßigkeit haͤngt von der Sorgfalt 8 und Wahrhaftigkeit nicht blos der Ortsvorstaͤnde, sondern auch ihrer Unterbedienten, und selbst der Hausvaͤter in solchem Maaße ab, daß die Glaubwuͤrdigkeit aller Volkszaͤhlungen wesentlich auf der sittlichen und Verstands⸗Bildung der Laͤnder und Landes⸗ theile beruht, worin sie vollzogen werden. Strenge Aufsicht kann nur in einzelnen Faͤllen etwas wirken: sie erlahmt aber bald bei periodisch wiederkehrenden Leistungen, wobei eine große Anzahl von Gehuͤlfen thaͤtig sein muß 8 cheingruͤnde, mehr Einwohner anzugeben, als wirklich vporhanden sind, duͤrften hoͤchst selten bestehen: auch wuͤrden sich geflissentliche Unwahrheiten in vielen Faͤllen streng bestrafen, wo Dienstleistungen oder Geldbeitraͤge nach der Volkszahl ver⸗ heilt werden. Faͤlle, worin eine groͤßre, als die wirklich vor⸗ handne Volkszahl angegeben wird, weil Personen irthuͤmlich doppelt gezaͤhlt sind, koͤnnen bei irgend zweckmaͤßigem Verfahren auch nur hoͤchst selten, und niemals unentdeckt in solchem Maaße vorkommen, daß sie einen wesentlichen Einfluß auf Folgerungen aus dem Ergebnisse der Zaͤhlungen haben koͤnnten. 8 Dagegen bestaͤtigt bisher die Erfahrung, daß die Zaͤhlungen um so mehr Einwohner ergeben, je sorgfätiger sie angestellt werden. Personen, welche noch nicht ansaͤßig geworden ind, aben nur zu oft ein Intresse sich der Aufnahme in die ba⸗ eichnisse der Orts⸗Einwohner zu entziehn, sei es, weil sie poli⸗ heilich nicht hinlaͤnglich legitimirt sind, oder um den Beitraͤgen zu lichen oder Landes⸗Personalsteuern zu entgehen. Die Haus⸗ vater, bei welchen sie in Arbeit stehn, oder als Gesinde dienen, sind wahrscheinlich ihrer Pflichten nicht immer eingedenk genug, im dieses zu verhindern: und es darf wenigstens als moͤglich edacht werden, daß Ortsvorstaͤnde selbst noch zuweilen auf einer so niedrigen Bildungsstufe stehn, um sorgloses Uebersehen hierin füͤr eine zulaͤßige Gefaͤlligkeit zu achten. Unter solchen Voraus⸗ setzungen wird es erklaͤrlich, wie besonders in den Landestheilen, wo die Bildung der großen Volksmasse noch minder vorgeschrit⸗ ten ist, die Verbesserung der polizeilichen Aufsicht von Zaͤhlung zu Zaͤhlung ein Mehr ergiebt, welches den durch den Ueberschuß der Geburten inzwischen entstandnen Zuwachs erheblich uͤber⸗ steigt. Auch kann wohl nur hierdurch erklaͤrt werden, daß dieses Mehr bei dem weiblichen Geschlechte groͤßer erscheint, als bei dem maͤnnlichen; obwohl jenes durch Einwanderungen piel weni⸗

9 , F

Dagegen traten gleichzeitig aus dem ö0sten Lebens⸗

jahre in das ölste uͤber 1,284,182 Es uͤbertraf demnach jener Zuwachs diesen Abgang um 2,550,298 In demselben Zeitraume starben nun 8 ar duch

Uebervierzehnjaͤhrige, die das 60ste Jahr noch

nicht uͤberschritten hatten: dieser Gestorbnen An⸗

zahl betrug jedoch nur ..

und die Bevoͤlkerung des Staats hatte also, blos aus eignem Zuwachse, an Menschen im thaͤtigen Lebensalter zugenommen in diesen 15 Jahren um 1,071,569

Allerdings veraͤndern sich die Verhaͤltnisse der verschiednen Altersklassen der Einwohner gegen die ganze Masse der Bevoͤlke⸗ rung jaͤhrlich um Etwas, je nach dem die einzelnen Jahre reicher an Geburten sind, und je nach dem die Todesfaͤlle besondre Al⸗ tersklassen staͤrker oder schwaͤcher treffen. Der Wechsel hierin ist jedoch der Erfahrung nach bei weitem nicht so groß, als den ge⸗ woͤhnlichen Vorstellungen nach erwartet werden duͤrfte. Der preußische Staat hat in dem hier betrachteten funfzehnjaͤhrigen Zeitraume sehr große Abwechselungen in der Anzahl der Gebor⸗ nen und Gestorbnen erfahren: demohngeachtet hat sich das Ver⸗ aͤltniß der verschꝛednen Altersklassen gegen die Gefammtzahl der

evöͤlkerung nicht mehr veraͤndert, als folgende Uebersicht ergiebt.

Auf eine Million Einwohner 8. Ende des zu Ende des kamen durchschnittlich ahres 1819 Jahres 1834

Kinder, welche das 14te Jahr noch nicht vollendet hatten, und zwar Knaben Maͤdchen

——

176,236 172,330 358,506

179,538 178,281

Ueberhaupt 357,819. mEEnmnnnnn

Uebervierzehnjaͤhrige, welche das sechzigste Lebensjahr noch nicht vollendet hatten, und zwar 8

maͤnnlichen Geschlechts weiblichen Geschlechts

Ueberhaupt

chzigjaͤhrige, und zwar maͤnnlich

288,775 293,689 582,707

AREEEEmn

28,968

287,744 300,749 8,493

58 erEenAemwem

Ueberse

8

31,656

30,749

Ueberhaupt 59,717 rgmEmEEEnn.

’“ 8

Von allen Lebensaltern zusam⸗ mengenommen, und zwar maͤnnlichen Geschlechts weiblichen Geschlechts 502,719

Ueberhaupt 1,000,000 1,000,000

Hiernach beldete die ahlreichste und wichtigste Altersklasse die mitlere naͤmlich, allerzin zu Ende des Segge⸗ 1834 1n etwas geringern Theil der gesammten Bevoͤlkerung, als funfzehn Jahre fruͤher. Aber der Unterschied betraͤgt sehr wenig uͤber ein Prozent, indem die Zahlen 582,464 und 588,493 sich ver⸗ halten wie 100 zu 101,035: dieser Unterschied trift uͤberdies nur

497,281

2

der Gesammtbevoͤlkerung, schied betraͤgt fast 2 ¼ Prozent; indem die Zahlen 357,819 sich verhalten, wie 100 zu 102,655. aber ist der Unterschied bei den Uebersechzigjaͤhrigen, Ende des Jahres 1834 einen um 5 % Prozent kleinern

der gesammten Volkszahl bildeten, als zu Ende des Jahres 1g indem die Zahlen 59,717 und 62,941 sich verhalten, wie!

105,400. Aber selbst diese groͤßte der hier aufgefundnen aͤnderungen duͤrfte im gemeinen Leben kaum bemerklich ver indem es z. B. offenbar nicht sonderlich auffallen kann, daß einer Ortschaft von 1000 Einwohnern, deren Volkszahl seit funfzehn Jahren im Beharrungszustande verblieben ni

348,566

60 Uebersechzigjaͤhrige lebten; obwohl unter solchen gewiß e seltnen Verhaͤltnissen die Veraͤnderung noch am klaͤrsten hen treten wuͤrde. Ueberdies aber berechtigt nichts, aus der hie merkten Veraͤnderung auf eine fortschreitende Vermine der Dauer des menschlichen Lebens zu schließen. Diese P derung entstand hier allein dadurch, daß die Seuchen, welch Sterblichkeit in den lezten Jahren uͤberhaupt so betraͤchtlic mehrgen, die hoͤhern Altersstufen verhaͤltnißmaͤßig staͤrker ne als dee fruͤhern Lebensjahre. In den ersten Jahren des hier trachteten Zeitraums war dagegen die geringere Sterdlt hauptsaͤchlich in den hoͤhern Altersstufen bemerkbar. Hoff findet sich bald Gelegenheit, auch diese wechselnden Verhil in der Staatszeitung soweit zu besprechen, als ein solche genstand uͤberhaupt dem Felde der allgemeinen Bildung um oͤffentlichen Lebens angehoͤrt. 1 9

1. Meteorologische Beobachtung. 1835. Morgens ÿyNachmittags Abends Nach einme 30. September. 6 Uhr. 2 Uhr. 10 Uhr. Beobachtn 8

Quellwärme 80 Flußwärme 129 Bodenwärme 12l Ausdünstung 0’h. Niederschlag 0.

334,39 „Par. 333,55" Par. 16,1 90 R. 10,2 ° R. 7,8 0 R. 57°R. 53 pCt. 70 vCt. heiter. heiter. S SO. SS

Luftdruck.... Luftwärme .. Thaupunkt.. Dunstsättigung Wetter

Wind Wolkenzug .

335,91" Par. 3,2 0 R. 88 pCt. heiter. OSO.

Se⸗ O. e⸗

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Den 1. Oktober 1835.

Am tlichern Eondse und aeld-Cours-Ze ttal Pr. Cour. Brief. Geld.

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Pr. Cour. Brief. C6d.

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St.-Schuld-Sch. Pr. Engl. Obl. 30. PrämSch. d. Seeh. Kurm. Obl. m. l. C. Nm. Int. Sch. do. Berl. Stadt-Obl. Königsb. do. Elbinger do.

Danz. do. in Th. Westpr. Pfandbr. Grossh. Pos. do.

Ostpr. Pfandbr. Pomm. do. Kur, u. Neum. do. Sechlesische do. Rückst. C. und Z. Sch. d. K. u. N.

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250 Fl. Kurz 2 Mt. Kurz 2 Mt. 3 Mt. 2 Mt. 2 Mt. 2 Mt. 2 Mt. 8 Tage 2 Mt. 3 Woch.

300 Mk. 1 LSt. 300 Fr. 150 Fl. 150 Fl. 100 Tbl. 100 Thl. 150 Fl. 100 Rbl.

Auswärtige Börsen. Amsterdam, 26. September.

Niederl wirkl. Schuld 541 3⁄6. 5 % do. 101 ⅞. Ausg. K. 32- Kanz-Bill. 24 ¼. 4 ½ % Amort. ½. 3 ½ % 7019. ½. Oezterr. 99 ¾. Preuss. Präm.-Scheine —. do. M . 5 % Span. 33. do. 3 % 19 ⅞.

Antwerpen, 25. September.

5 % Span. 33 ⅛. Ziusl. 13 ¾½. Cortes 31 ½. Aul. 12. Darmst. 25.

Frankfurt a. M., 28. Se Oesterr. 5 % Metall. 102 ½. 1027 ⁄h G 56 ½¼. 1 % 25. Br. Bank-Actien 1598. 1596 Partial-Oblig. ¹ Br. Loosc zu 500 Fl. 115 ½. 115 ½. Loose zu 100 Ff. A. Preuss. Präm.-Sch. 59 ¼. 59. do. 4 % Ann. 98 6. B. Poln. l 68 ⅛. 68 78. 5 % Span. KRente 31 ½⅛. 30 ⅛. 3 % 18 ½¼. 18. Hamburg, 29. September. Angl. Russ. 106. ilope in Cert. 98 ¼4. 118 ½¼. Poln. Part. 137. Port. 85. 3 % do. 55 ¾. laris, 25. September. 5 % Keute 107. 990. 3 % do. 80. 75. 50- Span. 34 ½. 3 % 21 . Neue Anl. Cortes 34 ½. 3 % Port. 59 ⅞. Wien, 26. September. 2 ½ % 571 ⁄2.

Koͤnigliche Schauspiele. FrrXeitag, 2. Okt. Im Opernhause: Der reisende Stue musikalisches Quodlibet in 2 Abth. Hierauf: Der Schweh Soldat, militairisches Ballet in 1 Akt, von Hoguet. Sonnabend, 3. Okt. Im Schauspielhause: Der Schritt, Lustspiel in 3 Abth., von Frau v. Weißenthurn. Sonntag, 4. Okt. Im Hpernhause: Maria Stuart, Tu spiel in 5 Abth., von Schiller. In Charlottenburg: Der Platzregen als Ehe⸗Peokum dramatisirte Anekdote in 2 Abth., von E. Raupach. Hiet Der reisende Student, musikalisches Quodlibet in 2 Abth.

. Koͤnigstaͤdtisches Theater.

Freitag, 2. Okt. Julerl, die Putzmacherin, parodinn Posse mit Gesang in 2 Akten. (Herr Beckmann wird, von ner Urlaubsreise zuruͤckgekehrt, hierin als Licinerl wieder auftett Im Zwischenakt: Walzer von Strauß und von Lanner.)

Sonnabend, 3. Okt. Die weiße Dame, komische Opet 3 Akten. Musik von Boyeldieu. (Dlle. Vial: Anna, als Gastrol

Preise der Plaͤtze: Ein Päatz in den Logen und im Bal

des ersten Ranges 1 Rthlr. ꝛc. 6

Redacteur Cottel. ——

Wien in 20 Xr. Augsburg

Breslau

Leipzig

Fraukfurt a. M. WZ. Petersburg

1 S 1

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Coup. —. N

ptember. 4 % 989⁄1 6. 98 ½.

Preuss. Prüm. ‧† Neue Poln. Anl. 170. Dän. 74 ½.

Neap. 98. 40. Ausg. zchola 2

8

Bank-Actien

32.

5 % Met. 13 Anl. 576 4

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allein das weibliche Geschlecht, indem das Verhaͤltniß des maͤnn⸗

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Gedruckt bei A. W. Hahl⸗

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demohngeachtet nach Verlauf von 15 Jahren statt 63 nur

Se. Majestaͤt der Koͤnig haben dem Ober⸗Forstmeister von leistzu Breslau den Rothen Adler⸗Orden zweiter Klasse mit nlaub, dem Superintendenten Koͤhler 1 gs⸗Bezirk Koͤnigsberg, den Rothen 2 fase mit der Schleife, und dem Direktor des Thal⸗Amtes zu

iche erun

kocho

evollmaͤchtigten Minister an dem Koͤniglich Wuͤrttembergischen Nachtkälte 81 ofe, Desgleichen bei der Schweizerischen Eidgenossenschaft, Tagesmittel: 334,62% Par. 10,4 0 R.. 5,60 R. .. 710)C. gnaͤdigst zu ernennen geruht. 9

D

im Justiz⸗Kommissarius bei den Gerichten der Kreise Heiligen⸗ il und Braunsberg und zum Notarius in dem Departement 6 Ober⸗Landesgerichts zu Koͤnigsberg, mit Anweisung seines hnorts in Braunsberg, bestellt worden.

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10heral⸗Lieutenant und Staats⸗Minister, von Minkwitz, von 06 er 827

Dresden. Der Bischof zu Kulm, Dr. Sedlag, von Pelplin.

Zeitungs⸗RNachrichten

Paris, 26. Sept. nist 2 nach Cherbourg, wohin er sich zur Besichtigung der dortigen Ha⸗ senbauten begeben hatte, hierher zuruͤckgekehrt. -

der General Michaud ist auf seinem Gute Lusancy, im Dopartement der Seine und Marne, mit Tode abgegangen.

Ueber die Fieschische Angelegenheit enthaͤlt der Bon Sens Folgendes: „Der Constitutionnel laͤßt heute Morey den freiwil⸗ ligen Hungertod sterben. eb lich den Versuch gemacht haben, sich umzubringen, und nun seit vier Tagen keine Nahrung zu sich genommen haben. stitutionnel ist schlecht unterrichtet. scläft gut und sagt zu denen, die ihn besuchen, er hoffe, die

Pairs

gen eines Menschen wie Fieschi Glauben schenke. Die Freunde ds Herrn Pepin erzaͤhlen, Perr Pepin habe sich in seiner Ein⸗ samkeit gelangweilt, und, von seiner Unschuld uͤberzeugt, haͤtte er

einem

Entdecker seines Aufenthalts nicht sfehlen konnte. Auf diese Weise habe die Polizei Kenntniß von seinem Versteck erhalten.

Heute Morgen um 11 Uhr ist Fieschi mit Herrn Pepin in Gegenwart der Herren Pasquier und Portalis, eines Offiziers der Munizipal⸗Garde und mehrerer Polizei⸗Beamten konfrontirt worden.

Es hat sich eine Kommission gebildet, um die Leichen⸗Feier Bellin's auf eine wuͤrdige Weise anzuordnen. Mitglieder dieser den sind die Herren Rossini, Cherubini, Paee, Carafa,

alevy, bini und Troupenas. Bellini hat im Ganzen 9 Opern komponirt. Er arbeitete zuletzt an einer Oper, die im großen Opernhause zur ns kommen sollte, und hinterlaͤßt mehrere noch unvollen⸗ erke. Gestern sind in dem Hause des Herrn Maës neue Durch⸗ luchungen angestellt worden, die wieder einiges Licht auf diese ngelegenheit zu werfen scheinen. dam hat hinter einem Buͤndel Holz ein kleines Paquet ent⸗ deckt, in dem sich Diamanten fuͤr den Werth von etwa 80,000

dete

Fr. b

nur den einen vor, der andere wurde lange vergeblich gesucht. Endlich wurde eine mit Blut befleckte Weste aufgefunden, die dem Kammerdiener Petrus gehoͤrt, und in deren Tasche man den zweiten Ohrring fand. 9 hhach der neuesten Zaͤhlung befinden sich in Paris 28,384 an Im Moniteur liest man: „Ein Schreiben vom 19ten hrscheinlich aus Perpignan) enthaͤlt nachstehende Details: Karlistischen Generale de la Poble und Ros d'Erolles, die sit einigen Tagen die Salinen von Cherry, dicht bei dem Thale ran, mit 800 Mann besetzt hielten, sind von der Fremden⸗Legion geschlagen, de la Poble ist getoͤdtet, und Ros d'Erolles ver⸗ wuͤndet, und die unter den Befehlen des Letzteren stehende Trup⸗ hen⸗Abtheilung ist gaͤnzlich zerstreut worden. Navarresischen Batailldn, das er geschlagen, den Nuͤckzug abge⸗ chnitten. Die Fremden⸗Legion schließt die Fluͤchtlinge immer en⸗ 9 und wenn sie nach Frankreich uͤbertreten wollen, so koͤn⸗

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salle Ober⸗Landesgerichts⸗Rath Dr. Zepernick, den Rothen dler Orden dritter Klasse zu verleihen geruht.

Se. Majestaͤt der Koͤnig haben dem Kuͤster und Schullehrer och zu Bargischow, Regierungs⸗Bezirk Stettin, das Allge⸗ eine Ehrenzeichen, und dem Unteroffizter Gebauer vom 2ten dataillon (Insterburgschen) des Isten Landwehr⸗Regiments die sttungs⸗Medaille mit dem Bande zu verleihen geruht.

Se. Maäjestaͤt der Koͤnig haben nhaes

hen Gesandten und bevollmaͤchtigten Minister an den Groß⸗ ersoglich Badischen, Großherzoglich Hessischen und Herzoglich sauischen Hoͤfen, so wie bei der Schweizerischen Eidgenossen⸗ hast, Wirklichen Geheimen Rath, Freiherrn von Otterstedt, on dem zuletzt gedachten Posten Allergnaͤdiagst abzuberufen geruht. Se. Majestaͤt der Koͤnig haben den Oberst⸗Lieutenant von

als zu Anfange desselben. Der l V 8 ’“ 3

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Berlin, Sonnabend den 3ten Oktober

Ieeenhn

u Kremitten, Re⸗ dler⸗Orden dritter

oͤchstihren außerordent⸗

w zu Allerhoͤchstihrem außerordentlichen Gesandten und

1““ 8 er bisherige Erb⸗Hauptamts⸗Assessor Karl Porsch ist

ngekommen: Se. Excellenz der Koͤnigl. Saͤchsische Ge⸗

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Frankreich. Der See⸗Minister ist von seiner Reise

Er soll bereits mehrere Male vergeb⸗

Der Con⸗ Morey ißt gut, trinkt gut,

Kammer werde sich wohl vorsehen, ehe sie den Erklaͤrun⸗

armen Teufel die Belohnung zuwenden wollen, die dem

Habeneck, Nourrit, Robert, Severini, Panseron, Ru⸗

Der Polizei⸗Kommissarius efanden. Von einem Paar kostbaren Ohrringen fand man

werker, von denen nur 1120 unbeschaͤftigt sind.

Gurrea hat dem

bei Bagneres, Luchon oder Fer versuchen. Gur⸗

ie es nur ch dem Thale Aran gesandt, um das⸗

at einige Bataillone na

indem das Gros seiner Armee vor Bilbao stand.

vom 22. Sept: „Don Carlos geht damit um, in den Baskischen Provinzen und in Navarra einen Aufstand in Masse zu orga⸗ nisiren. Er wurde am 16ten mit seinem ganzen Generalstabe in Tolosa erwartet. In Navarra sind starke Contributionen ausgeschrieben worden. Familien, die Muͤhe haben, 100 Fr. zu⸗ sammenzubringen, sollen 1500 herbeischaffen; man verspricht ihnen 6 pCt. Zinsen. Nach einem Befehle der Junta von Navarra vom 10ten sollen die diesjaͤhrigen Schenkungs⸗Gelder, zum Be⸗ trage von 100,000 Fr., in die Kasse der Karlisten gezahlt wer⸗ den. Die Junta von Saragossa unterwirft alle Reisenden einem strengen Verhoͤre; sie hat 8000 Urbanos und 100 Reiter be⸗ waffnet und equipirt, die gegen die Rebellen (die Karlisten oder die Christinos?) marschiren sollen. In Coruna sind alle Moͤnche aus dem Dominikaner⸗ und Augustiner⸗Kloster weggejagt worden.“ In einem Privat⸗Schreiben aus Bayonne von demselben Tage heißt es: „Es sind hier Nachrichten aus dem Karlistischen Hauptquartier eingetroffen, das sich am 17ten in Murguia be⸗ fand. Aus Zornoza hatte man erfahren, daß bis zum l5ten vor Bilbao nichts Neues vorgefallen war; nur hatten die Christinos sich seit der Affaire vom I1ten mehrmals außerhalb der Stadt gezeigt, waren jedoch, nachdem sie mit den Karlisten einige Schuͤsse gewechselt, jedesmal am Abend wieder in die Stadt zuruͤckgekehrt. Don Carlos hatte in Murguia nur einige Bataillone bei sich, Cordova be⸗

fand sich am 17ten mit 6000 Mann am Ebro, in Berberano, Espejo und Puente Larra. Es soll an diesem Tage vor Bilbao 1 abermals zu einem Gefechte gekommen seyn, in welchem der Ge⸗ neral Espeleta ums Leben gekommen waͤre; doch verdient diese Nachricht noch eine Bestaͤtigung. Reisende, die aus Estella hier⸗ angekommen sind, versichern, daß eine Kolonne Christinos von etwa 3000 Mann Fußvolk und 400 Reitern sich aus der Ribera in Marsch gesetzt habe, um zu Cordova zu stoßen. Die Karli⸗ sten haben eine Depesche 39, die aus Bilbao an Cor⸗ dova gerichtet war, und worin die Unmoͤglichkeit geschildert wird, die Stadt ohne Succurs noch lange zu behaupten. Nach den Stellungen der verschiedenen Truppentheile in Biscaya scheint eine Affaire fast unvermeidlich. Der General Guergué stand am 18ten mit den Navarresen bei Organija in der Richtung nach Seu d'Urgel. Die Fremden⸗Legion und die Corps des Pa⸗ stor und Gurrea waren damals in der Umgegend zusammenge⸗ stoßen, und man erwartete von einem Tage Pem andern, daß es zu einem ernsten Gefecht kommen wuͤecde. (S. oben den Artikel des Moniteur.)

Das Memorial des Pyrenèes sagt: „Don Carlos hat den Plan, eine Aushebung in Masse vorzunehmen. Er hat

und 7,259,200 Pfund gruͤner, ausgefuͤhrt worden sind.

demzufolge auf den 22ͤsten d. M. alle unverheiratheten Maͤnner und kinderlose Wittwer von 18 bis 36 Jahren nach Elisondo zusammenberufen lassen. Der Oberst Ibarrolla ist beauftragt, in dieser Versammlung zu praͤsidiren und die Anwerbungen vor⸗ zunehmen. Es scheint, daß dieser Aufruf, wenn Alle, an die er gerichtet ist, ihm nachkommen, ein Corps von ungefaͤhr 8000 Mann hervorbringen wird.“

Das Journal des Débats behauptet heute, im Wider⸗ spruche mit allen bisherigen Angaben, daß der Graf von Rayne⸗ val „gluͤcklicherweise“ in Spanien bleiben wuͤrde.

Der Temps enthaͤlt Folgendes: „Lord Palmerston hat es, indem er dem Franzoͤsischen Kabinette seine Zufriedenheit bezeigt, daß er auf jede Art von Intervention verzichte, fuͤr nothwendig gehalten, in einer Note Herrn Villiers wegen der gegen ihn vor⸗ gebrachten Beschwerden zu rechtfertigen. England stellt es durch⸗ aus in Abrede, daß sein Gesandter in Spanien die Bewegung in den Provinzen auch nur im allerentferntesten unterstuͤtzt habe; es raͤumt nur ein, daß Herr Villiers die politische Schuͤchtern⸗ heit der Ministerien Martinez de la Rosa und Toreno nicht im⸗ mer gebilligt, und daß er es fuͤr noͤthig gehalten habe, sich einem freimuͤthigeren System zuzugesellen, um dem Buͤrgerkriege ein Ende zu machen.“

Die Observations⸗Armee an der Pyrenaͤen⸗Graͤnze, die in dem Augenblicke, wo von einer Intervention in Spanien die Rede war, eine Concentrations⸗Bewegung nach den Pyrenaͤen hin gemacht hatte, hat ihre alten Stellungen wieder eingenommen.

Das zu Paris fuͤr den Dienst der Donna Isabella ange⸗ worbene Jaͤger⸗Regiment unter dem Obersten Schwarz ist am ISten d. M. auf Spanischem Boden angekommen, und marschirt auf Jacca. In der Proclamation des Anfuͤhrers an seine Sol⸗ daten ist stark von Marengo und Wagram die Rede.

In Bordeauyx halten sich gegenwaͤrtig mehrere Spanier von Distinction auf. Unter ihnen bemerkt man den Marquis v. San⸗Felice, Procer und Grand von Spanien, die Grafen v. Castellar, v. Rotova und v. Canaveral, den Marquis v. Vil⸗ lapalmma, Herrn Anduaga und Andere; den Grund ihrer Entfer⸗ nung aus Spanien muß man lediglich der jetzigen kritischen Lage ihres Landes zuschreiben.

Die Rente ist abermals in die Hoͤhe gegangen. Als Ur⸗ sache dieses Steigens wird hauptsaͤchlich die nunmehr erlangte Gewißheit angegeben, daß keine materielle Einmischung in die Spanischen Angelegenheiten stattfinden werde. Von Madrid wa⸗ ren an der Boͤrse keine neueren Nachrichten im Umlauf; man erwartet aber jeden Augenblick Briefe vom 20sten mit der Nach⸗ richt von der definitiven Zusammensetzung des neuen Ministeriums. Ein von dem „Messager“ verbreitetes Geruͤcht, als haͤtten sich 7000 Christinos von dem Heere unter Cordova fuͤr die Provin⸗ zial⸗Junten erklaͤrt, fand wenig Glauben.

Großbritanien und Irland.

London, 26. Sept. Der Sgzos von Nemours begab sich gestern fruͤh zu einem Besuch bei Ihren Majestaͤten nach Schloß Windsor.

ve Herzogin von Sachsen⸗Weimar wird, wie verlautet, gegen den 10. Oktober von England abreisen.

Sir Charles Metcalfe ist zum Großkreuz des Bath⸗Ordens ernannt worden.

Die Hof⸗Zeitung meldet die Ernennung des bisherigen

u beschuͤtzen.“ ie Sentinelle des Pyrenées meldet aus Bayonne

ßerordentlichen Gesandten und bevollmaͤchtigten Minister Sr. Majestaͤt bei den Vereinigten Staaten von Nord⸗Amerika, des bisherigen Britischen Bevollmaͤchtigten bei den Vereinigten Pro⸗ vinzen am La Plata, Hetrn Charles Hamilton, zum außeror⸗ dentlichen Gesandten und bevollmaͤchtigten Minister Sr. Ma⸗ jestaͤt beim Kaiser von Brasilien, des bisherigen Britischen Ge⸗ sandtschafts⸗Secretairs bei der Ottomanischen Pforte, Herrn John Mandeville, zum bevollmaͤchtigten Minister Sr. Majestaͤt bei den Vereinigten Provinzen am La Plata, und des Herrn David Urquhart zum Koͤniglichen Gesandtschafts⸗Secretair bei der Ottomanischen Pforte.

Der Staats⸗Secretair fuͤr die Kolonieen, der General⸗Feld⸗ zeugmeister und der General⸗Adjutant hatten gestern Nachmit⸗ tag Unterredungen mit dem Kanzler der Schatzkammer.

Auf eine desfallsige Anfrage hat der Praͤsident der Handels⸗ Kammer erklaͤrt, daß den Nord⸗Amerikanern der Handel mit Singapore, so wie uͤberhaupt mit allen Britisch⸗Ostindischen Haͤ⸗ fen freistehe. Die Gewaͤsser von Singapore wurden sehr von Seeraͤubern heimgesucht, weshalb ein Kriegsschiff zum Schutze der Britischen Flagge requirirt worden war.

Aus einer von der Britischen Handels⸗Kammer zu Canton publizirten offiziellen Angabe geht hervor, daß vom 23. April 1834 bis zum 31. Maͤrz 1835 von dort nach Großbritanien 43,641,200 Pfund Thee, wovon 36,382,000 Pfund Fewseher

ier⸗ von kamen 31,903,468 Pfund nach London, 5,051,867 Pfund nach Liverpool, 1,295,066 Pfund nach Bristol, 2,197,667 Pfund nach Irland und 1,462,533 Pfund nach Schottland. Das Ganze wurde in 67 Schiffen, zu 651,361 Pfund im Durchschnitt, aus⸗ efuͤhrt. 68 Se. Times theilt ein anonymes, an den Herzog von Wel⸗ lington gerichtetes Schreiben uͤber O'Connell's jetzige Reise mit, worin es unter Anderem heißt: „Daniel O' Connell's System heißt: non vi, sed saepe cadendo. Er erzaͤhlt eine und dieselbe Geschichte so oft, daß er endlich vergißt, daß er selbst sie erfun⸗ den hat, oder sich wenigstens so stellt, als haͤtte er es vergessen, und daß er dann auf die zehnmalige Wiederholung der Ge⸗ schichte, als auf eine unbestreitbare Bestaͤtigung ihrer Wahrheit, fußt. Er sagt zu Neweastle, was er zu Manchester, zu Edin⸗ burg, was er zu Newcastie, und zu Glasgow, was er zu Edin⸗ burg gesagt hat, und wenn dies Alles widerlegt ist, so wiederholt er es noch anderswo. Wenn er nach Irland zuruͤckkehrt, wird er seinen Rente⸗Sammlern, den Priestern und dem verhungern⸗ den Landvolk, seiner Beute, dieselben Geschichten erzaͤhlen; ja, er wird noch mehr sagen, als er an dieser Seite des Kanals ge⸗ wagt; er wird ihnen vorreden, daß jeder Handwerker in England ein Republikaner und jeder Presbyterianer in Schottland ein Papist, und daß alle Radtkale und Republikaner auf dieser großen evangelischen Insel Unglaͤubige seyen! Ferner, daß diese Unglaͤubigen, Radikalen und Republikaner neun Zehntel von der Bevoͤlkerung Großbritaniens ausmachten und sich nicht im min⸗ desten darum bekuͤmmerten, zu welcher Religionsform sich Irland bekenne. Er wird ihnen auch sagen, daß der katholische Glaube mit Riesenschritten in Schottland um sich greife, und daß es dort mehr Meßhaͤuser als presbyterianische Kirchen gebe, daß der Sturz der protestantischen Kirche in Irland nothwendiger Weise ihre Zwillings⸗ schwester in England mit in den Abgrund reißen muͤsse, und daß dann Alt⸗Irland seyn werde, was es seyn sollte. Zu alledem wird er vielleicht als vertrauliche Mittheilung noch hinzufuͤgen, daß die Englischen Radikalen die duͤmmsten Kerle seyen, mit de⸗ nen er je zusammengekommen, aber die Schotten uͤbertraͤfen sie noch, und sein kuͤrzliches Zusammentreffen mit beiden habe ihm seine eigenen Landsleute nur um so theurer gemacht. Dies Alles, oder so viel ihm beliebt, wird er dann am folgenden Tage, wenn die Zeitungen es melden, ganz und gar ableugnen und den Irr⸗ thum entweder der Dummheit oder der Verraͤtherei des ungluͤcklichen Berichterstatters auf den Hals schieben. Und von diesem Manne hat sich Lord Melbourne den Lordlieutenant von Irland vorschla⸗ gen lassen! Wer waren die beiden Pairs, unter denen Lord Mel⸗ bourne auf O'Connell's Rath dem Koͤnige zu treffen rieth? Lord Clanricarde und Lord Mulgrave. Das Kabinet zog in seiner Weisheit den Letzteren vor, das Theater den Pferderennen, und O'Connell war unwillig; da man ihm aber ernstlich vorstellte, in welche Schwierigkeiten und Verlegenheiten es die Regierung ver⸗ setzen muͤßte, wenn sie einen Irlaͤnder und einen solchen Irlaͤnder, wie den Jokei⸗Pair Lord Clanricarde, als Lord⸗Lieutenant nach Irland senden wollte, gab O'Connell nach, unter der Bedingung, die ihm auch bis jetzt treulich erfuͤllt worden, daß man ihm das alleinige und unbestrittene Patronat uͤber Irland ließe. Was wa⸗ ren die Folgen davon? Der Theater⸗Pair Lord Mulgrave wagt es nicht, auch nur hin und wieder einmal, den Lord⸗Mayor von Du⸗ blin zu Tische zu laden. Jetzt naht nun die Zeit, wo des Koͤ⸗ nigs Lord⸗Lieutenant von Irland amtlich verpflichtet ist, mit dem Lord-Mayor und der protestantischen Corporation von Dublin zusammen zu speisen. Mein Herzogthum gegen einen Bettler⸗ pfennig, daß Lord Mulgrave es nicht wagen wird, dort zu dini⸗ ren, und daß, wenn er es thut, O'Connell ihn bald abberufen und den Jokei⸗Lord Clanricarde an seine Stelle senden wird. Nein, nein; Lord Mulgrave kennt die Bedingungen zu gut, unter denen er seine Stelle inne hat. Er weiß, daß er des Koͤ⸗ nigs Statthalter unter Daniel O'Connell ist, und daß er ohne die Erlaubniß des jetzigen Laien⸗Papstes von Irland keinen Protestanten an seine Tafel ziehen darf.“

Alle Briefe aus Lissabon enthalten die guͤnstigsten Berichte uͤber den Fortgang des Verkaufs der National⸗Guͤter; man glaubte, daß im Monat September fuͤr den Taxations⸗Werth von 200,000 Pfund verkauft werden wuͤrden, und wenn es so fortginge, wie bisher, so wuͤrde die doppelte Summe dafuͤr ge⸗ zahlt werden. Unter den zunaͤchst zum Verkauf kommenden Guͤ⸗ tern befinden sich auch die durch ihre Fruchtbarkeit bekannten Laͤndereien und Ebenen von Riba⸗Tejo.

Der Pariser Korrespondent der Times schreibt diesem Blatt am 2ästen Abends: „Im Hotel des Ministers der aus⸗

Britischen Gesandten in Brasilien, Herrn Henry For, zum au⸗

waͤrtigen Angelegenheiten langte heute fruͤh ein Courier an, der