1835 / 280 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

meiner Anzeiger fuͤr

Oeffentliche Vorladung.

Buͤckeburg. In dem vorhin beim hiesigen Stadtgericht, jetzt bei der unterzeichneten obergericht⸗ lichen Behoͤrde, pendenten Concurse uͤber das Ver⸗ moͤgen des hiesigen Kaufmanns Wuͤstenfeldt, hat der Oeconom Wilhelm Reischauer zu Kleinneelhof an⸗ ezeiget, daß neun und vierzig namhafte Wuͤstenfeidt⸗ che Glaͤubiger (welche resp. in Hannover, Hildes⸗ heim, Duͤsseldorf, Roͤtgen bei Aachen, Ronsdorf, Frankfurt a. M., Gotha, Gladbach, Braunschweig, Huͤckeswagen, Viessen, Brandenburg Pyrmont, Mag⸗ deburg, Berlin, Reukath, Schwelm, Hoͤxter, Qued⸗ linburg, Potsdam, Limburg bei Hagen, Iserlohn, Erfurt, Aachen, Eibenstock, Burtscheld, Ccefeld, Bo⸗ chald, Holzminden, Colmar, Hamburg, Rheydt, Annaberg, Elberfeldt, Lennep wohnhaft sind) ibm ihre Forderungen an den Gemeinschuldner cedirt haben, und hat derselbe zwar Cessions⸗Urkunden pro⸗

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Bekanntmachungen.

bFe Nothwendiger Verkauf. DOber⸗Landesgerscht zu Bromberg. 8 Das Rittergut Pieranie im Kreise Inowraclaw, andschaftlich abgeschaͤtzt auf 21,848 Thlr. 12 sgr. 2 pf. zufolge der nebst Hypotheken⸗Schein und Bedingun⸗ en in der Registratur einzusehenden Taxe soll am 19. December 1835, Vormittags 9 Uhr, an ordentli⸗ cher Gerichtsstelle subhastirt werden.

2

Auf Ansuchen des Herrn Senators Carl Pogge hieselbst werden alle und jede, welche an das von ihm kaͤuflich erstandene, dem Herrn Major ꝛc. Lichtenfeldt bisher zugehoͤrig gewesene, hieselbst auf der Fetten⸗

vorstadt sub No. 7 belegene Gehoͤft mit allen Perti⸗ nenzien, insbesondere das dazugehoͤrende Wohnhaus, die Scheune, das kleine Stallgebaͤude, den Garten, Acker ꝛc. aus irgend einem rechtlichen Grunde For⸗ derungen und Anspruͤche haben moͤchten, hiemit auf gefordert, solche in einem der auf

den läten und 28sten k. Monats und 11. November d. J.,

Morgens um 10 Uhr angesetzten Liquidations⸗Ter⸗ mine hieselbst in Curig anzumelden und zu beglau⸗ bigen, widrigenfalls sie zu erwarten haben, daß sie damit durch die am 25. November d. J., Morgens um 10 Uhr zu erlassende Praͤelusiv⸗Sentenz auf im⸗ mer von dem gedachten Gehoͤft cum pertinentiis wer⸗ den abgewiesen und praͤeludirt werden.

Datum Greifswald, den 28. September 1835 e

Buͤrgermeister und Rath hieselbst.

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HvgwPwublicandu m. Die Anna Pobantz, geborne Kuehn, hat gegen ih⸗ ren Ehemann, den Schmidt Johann Pobantz, wel⸗ cher sie vor circa 5 Jahren in ihrem damaligen Wohnorte Laszewo boͤslich verlassen haben soll, diefer⸗ halb auf Ehescheidung geklagt. Zur Beantwortung der Klage und ferneren Verhandlung haben wir ei⸗, nen Termin auf

den 11. Januar 1836, Vorm. 9 Uhr, hierselbst anberaumt, zu welchem wir den seinem Aufenthalte nach unbekannten Johann Pobantz ent⸗ weder in Person oder durch einen gesetzlich legiti⸗ mirten Bevollmaͤchtigten, unter der Verwarnung vorladen, daß er der boͤslichen Verlassung fuͤr gestaͤn⸗ dig und was darnach Rechtens gegen ihn erkannt werden wird Schwetz, den 15. October 1835. Adelig Westpreuß. Kreisgericht.

tariäts⸗Beglaubigung versehen worden sind, daher a if Antrag des im Wuͤstenfeldtschen Concurse ange⸗ stellten Curators, Advokat Meyer dahier, alle dieseni⸗ gen Wuͤstenfeldtschen Glaͤubiger, welche ihre Forde⸗ rungen an den Gemeinschuldner dem Oeconom Rei⸗ schauer wirklich nicht cedirt haben sollten, hiemit vorgeladen werden, solches in dem peremtorischen Termin, Montag, den 16. November d J, bei hiesiger Justiz⸗Canzlet um so gewisser anzuzeigen, als ansonsten die vom gedachten Reischauer produ⸗ eirten Cessions⸗Urkunden und die darunter befindlichen Namens⸗Unterschriften der Cedenten als echt ange⸗ nommen und sie mit ihren Einwendungen gegen die Michtigkeit der Cesston nicht weiter gehoͤrt, sondern damit gaͤnzlich praͤcludirt werden sollen. Sign. Buͤckeburg, den 16. Septbr 1835. Fuͤrstlich Schaumburg⸗Lippische Justiz⸗ Canzlei.

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2n.

Capaun

Schlesischer Kunst⸗Verein. Bei der in der General⸗Versammlung des Schle⸗ sischen Kunst⸗Vereins am 28. Septbr stattgefundenen Verloosung der von demselben erworbenen Kunst⸗ Gegenstande, sielen die Gewinne auf folgende Mit⸗ glieder des Vereins: 1 1) Merkur auf einem Waarenballen sitzend, von

Maͤchtig,

Herrn Regierungs⸗Rath Storch.

2) Stall mit Ackerpferden, von Adam,

an den Medicinal⸗Nath D. Ebers.

3) Blick auf Florenz, von Ahlborn,

an Herrn Grafen von Renard. 4) Kleine Landschaft mit Architectur, von Bel⸗j

lermann, 1 Herrn Buͤrgermeister Perschke in Landeshuth. 5) Italienische Landschaft, von Brandes,

Herrn Grafen von Magnis zu Ullersdorf.

6) Erinnerung an Rom, von Carus, Herrn Ober⸗ und Geh. Regier.⸗Rath Rothe zu Breslau.

7) Aussig in Steyermark, von Gauermann,

Herrn Apotheker Tschörtner zu Hirschberg.

8) Gegend am Lago maggiore, von Goldstein,

Herrn D. Simson zu Breslau.

9) Stiftskirche in der Schweiz, von Hasenpflug, Herrn Kaufmann J. 10) Landschaft im Character des Sauecland, von

Happel, 8 .

Herrn Grafen von Hochberg zu Fuͤrstenstein. 11) Waldkapelle mit Raͤubern, von Jacobi,

Herrn Regier⸗Rath von Ziegler zu Dambrau. 12) Duͤsseldorf von Hamm aus, von John,

Herrn Grafen von Renard. 13) Ein Fruͤhstuͤck, von Kiesewetter, Herrn Kaufmann Lehwald zu Breslau. 14) Ein das Wetter beobachtender Fischer, von Kramer,

Ea

5 Bekanntmachung. Das 6 Stunden von Leipzig, 2 Stunden von Borna, 2 ½ Stunde von Grimma, 3 Stunden von Rochlitz und Stunde von Colditz entfernte, in seiner Einrichtung und Lage sowohl als in seinen Heilkraͤften aͤußerst vortheilhaft bekannte Mineralbad, das Herrmannsbad genannt, mit allen Ein⸗ und Zu behoͤrungen, insonderheit einem maͤchtigen Braun⸗ kohlen⸗Lager und einem nicht unansehnlichen In⸗ ventario, soll den 17. November 1835

nothwendigerweise an hiesiger Gerichtsstelle oͤffentlich und unter den bei nothwendigen Subhastationen gel⸗ tenden Bedingungen versteigert werden.

Indem ich daher Solches, und, daß das Ganze, exel des Braunkohlen⸗Lagers, und ohne Beruͤcksich⸗; tigung der darauf haftenden Steuern und Abgaben auf 7248 Thlr. taxirt worden ist, andurch bekannt mache, lade ich alle diejenigen, welche sothanes Grund⸗ stuͤck zu erstehen gemeint sind, hiermit ein, gedachten Tages Vormittags allhier zu erscheinen, sich anzuge⸗ ben, ihre Gebote zu thun und sich zu gewaͤrtigen, daß demjenigen, welcher, wenn es auf hiesigem Kirch⸗ thurme Mittags 12 Uhr ausgeschlagen haͤben wird,

ducirt, welche aber weder mit gerichtlicher noch No⸗

Muͤllendorff zu Breslau.

1

die Preußischen

nico Quaglio zu Muͤnchen, Herrn Hofrath Wilke zu Kottbus

„Herrn Maler Otto zu Breslau. 39) Ein kleiner Kopf, von Pelz,

40) Ein Kopf Naturstudie, von R. Schall, Herrn Major von Fircks zu Breslau. 41) Schlafender Amor, von Koͤnig, Herrn Marx von Uechtritz zu Breslau. 42) Der gruͤne Hirt, von Troll, Herrn Medieinal⸗Rath 0. Vogel zu Glogau

43, Kloster zu Subiaco, Landschaft v

Herrn Geh. Justizrath v. Reinersdorf zu Retinersdorf⸗

44) Schweizer⸗Landschaft, von Kunkler,

Herrn Professor D. Scholz zu Breslau.

Landschaft, von Dahl,

Herrn Grafen von Saurma zu Laskowitz.

46) Tischler⸗Werkstatt, von Huͤppe,

Herrn Obrist, Grafen Henkel von Donnersmark zu

Breslau.

47) Tyroler mit seinem Maͤdchen, von Petzl in Muͤnchen,

Herrn Hauptmann von Scheele zu Spandau.

48) Tausfe Christi nach Guido⸗Reni Kupferstich von Gleditsch in Mien,

Herrn Gtrafen von Saurma zu Jeltsch.

49) Zeichnung zu der Lithographie der Lautenspiele⸗

rin von Hopfgarten, von Koͤnig, Herrn Justizrath Neumann zu Posen.

50) Die Kirche zu Weichselburg. 185Heft Litho graphien (Das 2te Heft wird dem Gewinner nachgeliefert, . 1

Herrn Polizei⸗Secretair ꝛe. Schneider zu Göorlitz.

51) der Alexanderzug nach Thorwaldsen, gestochen von Amsler,

Herrn Oberfoͤrster Blaͤsker zu Neißergrund.

52) Berliner Kunstblaͤtter, 1

Herrn Gutsbesitzer von Schmidt zu Kunersdorf

53) Madonna des heiligen Franz von Correggio, Kupferstich von Peter Lutz,

Herrn Ober-Landesgerichts⸗Rath von Wangenheim

zu Glogau.

Derselbe Kupferstich, Herrn Kautmann Nitschke zu Bre Saͤmmiliche Gewinne köonnen mit Ausnahme der zur Lithographirung bestimmten Gemaͤlde (Nr. 14 und 37) —, welche spaͤter erst abgegeben werden, bei dem Castellan der Schlesisch Vaterlaͤndischen Gesell⸗ schaft, Herrn Glaͤnz (Bluͤcherplatz im Boͤrsen⸗Ge⸗ baͤude), gegen Quittung in Empfang genommen werden.

Im Namen und Auftrage des Verwaltungs⸗Aus⸗ schusses des Schlesischen Kunst⸗Vereins.

Kießling, n

45)

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Secretair. Cassirer.

vs. I-,mNv HeFnes esrrrxagn.

Literarische Anzeigen. Im Verlag der unterzeichneten Buchhandlung er⸗

scheint demnäaͤchst eine ausfuͤhrliche Geschichte

(Gustav Adolphs, Koͤnigs von Schweden,

und seiner Zeit, beschrieben von Professor A. F. Gfrbrer, Bibliothekar in Stuttgart.

Ein starker Oktav⸗Band in 5 bis 6 Lieferungen à 114 sgr., fuüͤr eine Lieferung von 8 Bogen. Mit Kupfern und Holzschnitten.

In diesem Werke wird nicht dloß das Leben Gu⸗ stav Adolphs geschildert, sondern auch ein Bild seiner Zeit gegeben. Die Triumphe Gustavs in Teutschland, der Kampf mit einem finstern, durch

Macht gefuͤrchtete Kaiser, mit einem Gegner wie Wallenstein, mit Feldherrn wie Pappenheim,

Herrn Baron von Rosenberg⸗Lipinski zu Breslau. 15) Fischer am Strande, von W Krause, 3 Herrn Kaufmann Garn zu Breslau. 16) Bewegtes Meer, von W. Krause, Herrn Kaufmann Moͤcke zu Breslau. 17) Eine Wassermuͤhle, von C. Kruͤger, Herrn Gutsbesitzer Koen zu Breslau 18) Landschaft, von Kunkler A, 88 Herrn Geh Ober⸗Tribunals⸗Rath Hoͤppe zu Berli 19) Landschaft, von Kunkler B., v. Heern Justiz⸗Rath von Koͤltsch zu Oels. 20) Landschaft, von Kunkler 0, Herrn Justiz⸗Commissartus Pfitzner zu Schweidnitz. 21) Madonna nach Titian, von Rabe, Herrn Grafen von Nenard. 22) Landschaft aus der Gegend bei Berlin, v Roch, Sr. Excellenz den Koͤnigl. Wirkl. Geh. Rath u. Oh.⸗ Praͤsidenten Herrn von Merckel. 23) Eine Kaffee⸗Schwester, von Constantin Schroͤder, Herrn Regier.⸗Rath Noͤldechen zu Breslau. 122) Seestuͤck, von C Schulz, Heren Landesaͤltesten Baron von Gaffron zu Ku⸗ 1 nern, Muͤnsterb. Kr 25) Landschaft mit pfluͤgenden Bauern, von C Schulz, Herrn Justiz⸗Commissarius Woit zu Hirschberg. 2) des Reisenden Erfrischung, von C F. Schulz, Herrn Grafen von Strachwitz zu Ait⸗Stubendorf. 27 und 28) Zwei Jagdstuͤcke, von J. Schulz, Herrn Justitiar und Buͤrgermeister Dittrich zu Reinerz. 29) Morgenlandschaft, von J. Schulz, Sr. Excellenz den Koͤnigl. Wirkl. Geh. Staats⸗Mi⸗ nister Herrn Freiherrn von Altenstein. 30) Landschaft aus den Karpathen, von Siegert, Herrn Maler Rabe zu Breslau 31) Taufkapelle im gothischen Styl, v. Stuͤrmer, Herrn Kaufmann Ruthard zu Breslau. 32) Porcellan⸗Vase, gus Pupke'v Malerei, Herrn Commerzien Rath Loͤsch. 33) Triumph⸗Wagen des Kaiser Maximilian nach Duͤrer, von Kuͤntzel Lithographie, Herrn Erzpriester Birambo zu Glogau. 34) Die Lautenspielerin nach Sohn, Lithographie im Prachtrahmen, Herrn Maurermeister Tschocke zu Breslau. 35) die Kirchengaͤngerin nach Blanc, Lithographie im Prachtrahmen, Herrn Justiz⸗Commissarius Steinmann zu Ohlau. 36) eele Gegend, Landschaft von v. Norr⸗ Herrn Bapon v. Zedlitz zu zuͤlzendorf. 8

11“

das hoͤchste Gebot behaͤlt, den 10ten Theil der Erste⸗ hungssumme sofort zu erlegen und den z3ten Theil hinlaͤnglich sicher zu stellen vermag, das Grundstuͤck zugeschlagen werden wird. Eine naͤhere Beschreibung dieses Grundstuͤcks haͤngt mit den Subbastations Bedingungen an hiesiger Ge⸗ richtsstelle aus, kann auch gegen portofreie Einsen⸗ dung von 1 Thlr. 10 gr. Copialgebuͤhren auf Ver⸗ langen einem Jeden mitgetheilt werden. Koͤnigl. Saͤchs Gericht Lausigk, den 5. Sept. 1835.

Adolph Friedrich Sommer.

. n.

Zwecks guͤtlicher Beilegung des zwischen den Schultz Kl. Luckowschen Creditoren und der ver⸗ wittweten Schultz zu Clausdorff, wegen Herausgabe es Guts Clausdorff eum annexis obschwebenden Rechtsstreits, ist zwischen dem Advokaten Francke hierselbst, als fruͤheren Actore communi im Schultz Kl. Luckowschen Debitwesen, und der verwittweten Schultz zu Clausdorff ein Vergleich verabredet, die⸗ ser Vergleich auch bereits wiewohl mit Ausnahme einer Glaͤubigerin, auf deren Widerspruch es jedoch nicht ankommt von den bis zum Posten sab No. 164 der Schultz Kl. Luckowschen Prioritaͤtsurthel locirten annoch interessirenden Glaͤubigern genehmigt worden, so wie wider die nach dem Posten sub No. 164 der gedachten Prioritaͤtsurthel locirten, mit pro- enraloribus in loco versehenen Glaͤubiger das den⸗ selben angedrohete Praͤjudiz, daß auf ihren etwani⸗ gen Widerpruch wider den gedachten Vergleich keine weitere Ruͤcksicht werde genommen werden, puristeirt. Diesemnach werden auf ehrerbietigst⸗gehorsamsten Antvag des Dovwtoris Aarons hierselbst, als jetzigen Xvrtoris rvomunmis im Schultz Kl. Luckowschen De⸗ bitwesen, alle hinter dem Posten sub No. 164 der Prioritatsurthel locirte, mit procurator bas in Jaco nicht verjehene, Schultz Kl Luckowsche Glaͤubiger, unter genatteter Einsicht der Acten, hierdurch aufge⸗ fordert, sich binnen neun Wochen a dato uͤber die Annahme oder Ablehnung des erwaͤhnten Vergleichs bestimmt zu erklaͤren, sub praejudicio pro omni, daß ste wideigenfalls fuͤr diesen Vergleich genehmigend werden angenommen werden. Gegeben Guͤstrow, den 5. September 1835, (L. S8) E verecleghurgsche gor usth⸗ nzlei Alerhoͤchst verordnete Director, Vicedtreetor Canz und Raͤthe. 4

9 8 2 8 ”öö.

32

der Wahn, die Grausamkeit und Thorheiten jener Zeiten, der voͤllige Ruin Teutschlands, der Unter⸗

gang seiner Staͤdte, seiner Industrie und Bevoͤlke⸗

rung endlich das Baeld einer Soldateska unter de⸗

3 ren brutaler Faust Hohe und Niedrige sich beugen

mußten alles dieses wird ein außerordentliches Panorama, mit Gustav Adolph dem Großen in der Mitte, bilden, um den sich in groͤßter Mannig⸗ faltigkeit und Lebendigkeit alles dreht.

Da das Werk fuͤr ein groͤß res Publikum in leben⸗ diger Darstellung geschrieben ist, so lassen wir es zur Erleichterung der Anschaffung in Lieferungen von 8 Bogen à 36 Kr, 9 ggr oder 11 1 sgr. erscheinen, und um dem Leser ein treues Bild der merkwuͤrdigsten Momente aus der Geschichte Gustav Adolphs zu

verschaffen, werden wir, außer dessen Portrait, fol gende Ansichten in schoͤnen Abvildungen dem Werke

beifuͤgen: 1 1) eine Seene aus dem Jugendleben Gustav Adolphs, 2) die Landung an der pommerschen Kuͤste,

3) der Einzug Gustav Adolphs in Nuͤenberg,

4) dessen Aufenthalt in Muͤnchen, b

5) 8 Gruppe von Soldaten aus dem 30jaͤhrigen

Lrieg,

6) die Schlacht bei Luͤtzen, 1v g. ,

7) die Leiche Gustav Adolphs in Weißenfels aus⸗

gesett,

8) das Denkmal bei Luͤtzen.

Findet dieser interessante Gegenstand die zu hof⸗ fende Theilnahme des deutschen Publikums, so sind wir bereit auch das Bildniß Orenstierna's, Tilly's und Wallenstein's unentgeldlich beizufuͤgen

Das Werk wird mit ganz neuen deutlichen Lettern auf schoͤnes Papier in groß Oktav⸗Format gedruckt und die Ausfuͤhrung der artistischen Beilagen mit groͤßter Aufmerksamkeit behandelt, wie uͤberhaupt auch die Ausstattung nichts zu wuͤnschen uͤbrig lassen duͤrfte.

Die erste Lieferung erscheint im Laufe des naͤchsten

Monats, das ganze Werk ist aber unfehlbar bis Ostern

1836 in den Haͤnden der resp. Subseribenten Auf zehn Exemplare geben wir ein Frei⸗Exemplar. Bestellungen darauf koͤnnen in allen Buchhandlun⸗

gen des In⸗ und Auslandes (in Berlin bei E. S.

Mittler, Stechbahn Nr. 3) gemacht werden. Stuttgart, im August 1835. 1G

L F. Rieger & Comp.

Neue sehr verbesserte Auflagen ausgezeichneter wissenschaftlicher Werke, welche durch die Stuhr⸗

sche Buchhandlung in Berlin, Schloßplatz Nr. 2,

zu heziehen sind:

37) Ansicht einer Kapelle am Rhein, von Dome⸗ 28) Osterie bei Rom, von H. Buͤrkel zu Muͤnchen,

Herrn Ober Landesger.⸗Refer. Kahlert zu Breslau.

on Siegert,

bereitet und erscheint nächstens das erste Hest.

blinden Glaubenseifer eben so sehr als durch seine

August v. J auf Subscription angekuͤndigte

v“

à. AUs, Fsch. ga e,87. FeN Fatsat gots

J. J. Berzelius, Lehrbuch der Chemie. umgearbeitete Auflage, ör Band in à F, Fsne r. bis Ende d. J. 2 Thlr. Ladem

r. .

H. Cotta (Obe forstratb), Anweisung zum A. bau. Fuͤnfte verbesserte Auflage, herausg. A. Cotta. Mit des Verfassers Bildniß.

2 8

gemeine

4.

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4

S8vo. Velinpap. raͤn⸗Pr. bis Ende h 2 ½ Thlr. Ladenpreis Thlr.

D. S. Hahnemann, die chronischen Krang ten, ihre eigenthuͤmliche Natur und hom thische Heilung. Erster u. zweiter Band. 38

sehr vermehrte Auflage gr. 8 %. Velinzu Praͤn.⸗Pr. bis Ende d. J. 3 Thlr.

Von G S. Hoͤrnig (Baukommissar) ist 7

und 6te Heft der 1

Sammlung praftischer Zimmerrisse’ ausgefuͤhrter, theils fuͤr verschiedene Zwech worfener Baugegenstaͤnde: mit 12 großen drucktafeln erschienen und fuͤr Thlr. im Pr. zu bekommen. Alle sechs Hefte kosteg Ende d. J. 7 ½ Thlr. Der nachherige Laden⸗ betraͤgt 9 Thlr.

Arnoldische Buchh. in Dresden

☛☚

Amtliche NRachrichten. Kronik des Tages.

Se. Majestaͤt der Koͤnig haben dem Advokat⸗Anwalt Sitt Küln den Rothen Adler⸗Orden vierter Klasse zu verleihen ruht. 1““

Ihre Koͤnigl. Hoheit die Prinzessin Karl ist, von Teplitz ommend, in Glienecke eingetroffen.

Subscriptions-Einladung. So chen ist erschienen: Die Klassischen Stellen der Schwei 2 und deren Hauptorte in Originel-Ansichten dargestellt, gezeichnet von Gustav Adolph Müller, ausg gestochen von Henry Winkles und andern zeiehneten Englischen Künstlern. Mit Erläuterungen von Heinrich Zschokhke. 1 Erste Lieferung.

Als Bürgschaft für den hohen literarisch en sa des Werkes; nennen wir nur den Namen Zschokh er machte die Bearbeitung des Textes zur la arbeit literarischen Wirkens waährend; u““ 88 letzten Jahre. 6922 2 8

S im en auf allgemeine lq N . chr; ch te nahme des deutschen Publikums konnten wir v 1 1u Unternehmung wagen: vües belürchten nichth mlll Mus I g n d. sern Erwartungen getäuscht zu werden! . g. g

Das Werk wird sümmtliche Cantone der Schne. 3 S 8 8 ei ch. umlassen und in 2 ½¼ monatlichen Liclerungen ml- 64 1 Koͤnig ist vorgestern Abend um det werden. Der. Preis der Lieferung in aq½ Uhr in Fontainebleau angekommen. Die Stadt war er⸗ Octay, mit 3 Stablstichen und 1 Bogen Jert Puchtet, und die Haͤuser waren großentheils mit dreifarbigen Velinpapier ist: 10 sge.; der Pracht- Ausgabe ahnen verziert. Im Schloßhofe wurden Ihre Majestaͤten von Royai, Quart mit Abdröücken auf chinesisch besqsm Praͤfekten, dem tommandirenden Genedal der Provinz und 8 n Orts⸗Behoͤrden bewilleommnet.

b 1 11. NEG Besegateg in nag 4 t von hie gereist, um sich mit der Fuͤrstin Schouwalo Eine französische Ueberselzung ist bei uns i iten des Grafen Pallier (Hahlen?), zu vermaͤhlen und danbe Carlsruhe und Leipzig. im Septbr. 1835. 2. etschafter⸗Posten in St. Petersburg zu uͤbernehmen. Herr

Kunstverlag, W. Crenzhauer acs Traetto bleibt vorlaͤufig hier als Geschaͤftstraͤger zuruͤck.

Bestellungen nebmen an: in Berlin: die Ensli Der Réformateur stellt dem Ministerium folgende Fra⸗ sche Buchhandlung (Perd. Müller), Breitestrasen: „Ist es wahr, daß man den letzten Ministern Karl's X. Fo. 23; in Landsberg e. d. W.: sVilmsen:Pofftrung zu ihrer baldigen Befreiung gemacht hat? Ist es Prenzlau: Kalbersberg; ia St. Peterburg; ͤr, daß man die Verpflichtung eingegangen ist, ihnen zuvoͤr⸗ llsveetsche. Bafathagdlsnsg. it den Aufenthalt in einem Krankenhause zu gestatten, und ß in wenigen Tagen die Pforten des Gefaͤngnisses von Ham sch für Herrn Chantelauze oͤffnen wuͤrden, mit dem man die ffenlice Meinung sondiren will? Ist es wahr, daß man eine bich Maßregel dem Herrn Sauzet versprochen, und daß er es ür unter dieser Bedingung uͤbernommen hat, den Bericht der kommission uͤber die letzten Preß⸗Gesetze abzustatten? Wenn eir gut unterrichtet sind, und wir glauben es zu seyn, so wuͤrde ch dem Staatsstreich, der den Herren von Polignac, Peyron⸗ tt, Chantelauze und Guernon de Ranville ihre voͤllige Freiheit piedergaͤbe, Herr Sauzet in das Ministerium eintreten.“

Heute Vormittag fand hierselbst das feierliche Leichenbegaͤng

zu Erfurt ist der bisherige Pfarrer in Bothenheilingen, riedrich Wilhelm Engeling, gen ernannt worden.

Angekommen: Der Kammerherr, außerordentliche Ge⸗

note und bevollmaͤchtigte Minister am Koͤniglich Schwedischen

öfe, Freiherr von Brockhausen, von Dresden. I Der Koͤniglich Daͤnische Kammerherr, außerordentliche Ge⸗

ünde und bevollmaͤchtigte Minister am hiesigen Hofe,

vn Keventlow, von Hamburg. 1“

——.—

Hartig's Lerikon fuͤr Jaͤger ꝛc. Den verehrl. Herren Subseribenten auf das

Waidmaͤnnische Conversations⸗Lexikon

bearbeitet von dem Koͤnigl. Oberlandforstmeister: Dr. G. L Hartig,

beehren wir uns auf mehrfache Anfragen hie

ergebenst anzuzeigen, daß der Druck des Werlch

weit vorgeschritten ist, daß wir die Vollendung

selben zum November d J. bestimmt versprechen U.

nen. Bis dahin werden in allen Buchhandlung noch Bestellungen zu dem wohlfeilen Subseriytn Preise angenommen, der nach Maßgabe der Baem zahl etwa 2 ½ Thlr. Preuß. Cour. betragen wird. N dem Erscheinen des Werkes hoͤrt diese Verhang auf und es tritt dann der um ein Drittel bihe Ladenpreis ein Berlin, im Oktober 1835.

Nicolaische Buchhandlung.

Verlag der Creutz schen Buchhandlung 6, deburg, zu bekommen in der Stuhrschen Tu zu Berlin, Schloßplatz Nr. 2:

Brüggemann, Dr. A. F.. Gesundheitsled Von dem Baue und dem Leben des mewms- lichen Körpers und der. Erhaltung seiner sundheit. in Vorträgen an Gebisdete für Jedd mann fasslich dargestellt. Ir Band. 1 ¾ ' (3 Fl. 9 Xr)

Biurchardt, die Wirksamkeit der Provinzialkän der Provinz Sachsen, dargestellt nach den U

handlungen und Abschieden der Landtage 1. 27, 29, 33. geh. ½ Thlr. (54 Pr)

Heinzelmann, F., Schattenrisse aus Well⸗ Tagebuch (Poesieen). ½ Thlr. (1 Fl. 24 Ft)

Hygiea, Blaͤtter fuͤr Freunde der Gesundhet,

Bellini's statt. Gegen 9 Uhr setzte der Zug sich nach dem nvalidenhause in Bewegung. Die Zipfel des Leichentuches fiten die Herren Cherubini, Rossini, Paer und Caraffa. Fast le Saͤnger und Schauspieler der verschiedenen Theater der nuptstadt, so wie die bekanntesten Komponisten und dramati⸗ chen Schriftsteller schlossen sich dem Zuge an, der gegen 10 ½ Uhr

der Invaliden⸗Kirche ankam. Hier wurde der Sarg auf ei⸗ en Katafalk gesetzt, worauf die kirchliche Feier begann. Die herren Tamburini, Rubini, Jvanof und Lablache fuͤhrten einen serstmmigen Gesang aus, worauf das Orchester Cherubini's eguiem anstimmte. Um 1 Uhr, wo die Feier beendigt war, ne Trauerzug den Weg nach dem Kirchhofe des Pater - aise.

Unter den Buͤchern, die angeblich in neuerer Zeit in Be⸗ chlag genommen worden, nennt man die „Paucelle“ von Vol⸗ aire; die guerre des Dieux“ von Evariste Parny; „Jacques e Fataliste! von Diderot; die „liaisons dangereuses“ von hauderlos de Laclos; die „Amours de Fanblas“ u. g. Vaͤhrend alle üͤbrigen Blaͤtter sich heute ohne neuere Nach⸗ ichten aus Madrid befinden, auch notorisch bei den mit der Spa⸗ sschen Hauptstadt in Verbindung stehenden Personen keine neue⸗ een Briefe eingegangen sind, liest man in der Gazette de rance folgende Mittheilungen: „Briefe aus Madrid vom 24. ends melden, daß es Herrn Mendizabal endlich gelungen sey,

des Familsengluͤcks, herausgegeben von DUe M. Philippson. Jahrgang 1835. 12 R 3 Thlr. (5 Fl. 24 Pr.) 1

Platts, A, Elementarkarten v. Europa, Deune land und Preeußen, jede von A Blaͤttern. 709 oder 9 Fr.

tin Ministerium, und zwar auf folgende Weise zu organisiren: err Arguelles, Praͤsident des Conseils ohne Portefeuille; eir Gil de la Cuadra, Minister des Innern; Herr Go⸗ nez Becarra, Justiz⸗Minister; Herr Sancho, Kriegs⸗Mini⸗ *r; Herr Ulloa, See⸗Minister. Der General Alava wuͤrde

V

Minister der auswaͤrtigen Angelegenheiten und Herr Mendoizabal manz⸗Minister bleiben. In dem Falle, daß Herr Alava das imn angebotene Portefeuille ablehnen sollte, wuͤrde Herr Alcala daliano an seine Stelle treten. Der General Quiroga und 2 hösrer vertrauter Freund des Herrn Mendizabal, von denen ff 1 1 . 1 ine zu dem Marquis de las Navas, der Andere zu dem Beifall aufgenommenen Magazins ist zu demß derrn Carasco nach Estremadura gesandt worden sind haben Preise zu haben) b nn veblln Mendizab 8 Häö 9 48 Ribbeck, W., Jungfer Emerentia Lorenz nn e Prot zabals Namen das foͤrmliche Versprechen, ertheilt, daß Tangermuͤnde, eine Legende mit 2 Abbildun)e drokuradoren⸗Kammer zusammenberufen werden solle, um * Thlr. (18 Fr) n bor ein liberaleres und ausgedehnteres Wahl⸗Gesetz zur Annahme Riest, J. F., uͤber die Abloͤsung der Sernh eäzulegen, und daß sie dann sogleich aufgeloͤst und zu einer 19n zu gebende Entschaͤdigung. 12 er eceweümnen Deputirten⸗Wahl geschritten werden wuͤrde. Un⸗ 2 Fl. 42 Kr. Bedingungen haben die s Tru Mittel, den Rauch aus Zimmern und Bc bura unter den Befeh en Cata 1 bei jeder Witterung und unter den ungun n Madrid n Befehlen des Herrn Carasco ihren Marsch auf iegee drcd eingestellt. Die Ersteren haben in Val de Penas, die avalmoral, 30 Stunden von Madrid, Halt ge⸗

sten Umstaͤnden zu vertreiben. Neue verm t Ausgabe mit Abbild. ³ Thlr. (54 Pr.) V Fteren in N 1 8 Die Revista vom ästen enthaͤlt mehrere Artikel, 8 1“

Meyer, F., die Vor⸗ und Nachselben der b deutschen Sprache. ¾ Thlr. (1Fl. 20 Fr.) 1 Predigt und Schulmagazin, is gelitise herausgegeben von Dr. Philippson. 2 Jahrgang. 12 Hefte. 2 Thlr. (3 Fl. 36 Tt⸗ (Der erste Jahrgang dieses mit so viel verdeen

um Pfarrer in Kirchhei⸗ 3

Berlin, Freitag den 9ten Oktober

——

welche alle auf die Zusammenberufung der tes abzielen.“

Die Quotidienne sagt in Bezug auf obige Nachrichten: „Es sind heute keine Nachrichten aus Madrid eingetroffen, und wir wissen durchaus nicht, auf welchem Wege die Gazette de France die Bildung des neuen Ministeriums, wie sie es in ihrer gestrigen Abend⸗Edition mittheilt, hat erfahren koͤnnen. Wir koͤnnen versichern, daß die großen Banquier⸗Haͤuser, die die ge⸗ nauesten und schnellsten Mittheilungen von der Halbinsel erhalten, von jener Zusammenstellung des Ministeriums nichts wissen, und wir halten es deshalb auch fuͤr uͤberfluͤssig, dieselbe unseren Lesern ausfuͤhrlicher mitzutheilen.“ Der Messager stimmt der Erklaͤ⸗ rung der Quotidienne, daß gestern keine Nachrichten aus Madrid angekommen, bei, und fuͤgt hinzu, daß auch heute bis diesem Augenblick (Mittags 12 Uhr) noch nichts Neueres aus Madrid eingetroffen sey. Das Journal des Débats theilt die Nachrichten der Gazette mit, und bemerkt dabei, es habe nichts zur Bestaͤtigung oder zur Widerlegung derselben erfahren.

Im Indicateur de Bordeaugp liest man: „Nachrichten aus Madrid vom 23sten zufolge, hatte die Regierung in alle Provinzen Personen gesandt, deren politische Gesinnungen allge⸗ mein bekannt sind, um sich mit den Junten zu verstaͤndigen, und so rasch wie moͤglich eine allgemeine Versoͤhnung herbetzu⸗ fuͤhren. Man bezeichnet als Justiz⸗Minister den Herrn Go⸗ mez Becarra, Praͤsidenten des Koͤnigl. Gerichtshofes von Ara⸗ gonien. Der General Espinosa, der von der Koͤnigin neral⸗Capitain von Andalusten befoͤrdert worden, ist Zeit von den Junten von Sevilla, Cadix, Cordova und Gra⸗

außerordentlichen Cor⸗

rieen ernannt, die in Andujar zusammengezogen werden, um die Man erzaͤhlt fuͤr gewiß, daß die K celona, Sevilla, Cadix, Cordova, Granada u. s. w. bestehenden Regierungs⸗Junten stillschweigend als gesetzlich anerkannt habe, sondern da ein mit ihren National⸗Garden allen ordnungswidrigen Ereig⸗ nissen die Spitze bieten sollen.“

Das Mémorial Bordelais sagt: „Briefe aus Ma⸗ drid vom 21sten melden, daß Herr Mendizabal sich gleich nach seinem Eintritt in das Ministerium das voluminoͤse Aktenstuͤck habe vorlegen lassen, welches die Forderungen des Herrn Aguado betrifft. Bekanntlich hatten sich fruͤher bedeutende Schwierigkei⸗ ten uͤber diesen Gegenstand erhoben. Die Spanische Regierung glaubte, noch mit mehreren Millionen Glaubiger des Herrn Aguado zu seyn, waͤhrend dieser ein bedeutendes Saldo zu seinen Gun⸗ sten in Anspruch nimmt. Der jetzige Finanz⸗Minister haͤlt es dem Interesse Spaniens fuͤr angemessen, sich mit dem einflußrei⸗ chen Banquier zu verstaͤndigen, um durch seine Vermittelung dem Kredite des Landes wieder aufzuhelfen.“

Der Temps will wissen, daß der Graf von Rayneval in Madrid von dem M drid zu verlassen: 1) falls der verwittweten Koͤnigin die Regent⸗ schaft entzogen und Letztere einer provisorischen R einem Rathe unter dem Vorsitze des Don Franz de Paula an⸗ vertraut werden sollte; 2) falls die Provinzial⸗Junten nicht bloß als Verwaltungs⸗, sondern auch ais Regierungs⸗Junten, wodurch die ganze Macht in ihre Haͤnde uͤbergehen wuͤrde, anerkannt wer⸗

proklamirt werden sollte, indem ein solches Ereigniß der Einfuͤh⸗ rung der Republik in Spanien gleichzuachten seyn wuͤrde.

vom 30sten d. meldet, daß die Ernennung Palafox's in Sara⸗ gossa nicht publizirt worden ist, und daß er in dieser Stadt nicht aufgenommen werden wuͤrde. Mina wird, wie man sagt, erst nach Zusammenberufung der Cortes nach Catalonien gehen. Die Avant⸗Garde der Andalusier ist in Val⸗de⸗Penas angekommen; ihr Anfuͤhrer hat eine Proclamation erlassen, in welcher er seine Anhaͤnglichkeit an die Koͤnigin betheuert, und ihre Feinde, wer sie auch seyn moͤchten, zu bekaͤmpfen verspricht. Der Deputirte Aranda ist ihnen entgegengesandt worden. Der General Rodil ist zum General⸗Capitain von Estremadura, und Caratala zum Kommandanten von Valencia ernannt worden; Letzterem wird der Deputirte Palarea zur Seite stehen.“

Ein Privat⸗Schreiben aus Perpignan vom 25. Septem⸗ ber enthaͤlt Folgendes; „Die oͤffentliche Ruhe ist in Barcelona neuerdings gestoͤrt worden; es haben mehrere Verhaftungen statt⸗ gefunden. Alle Volks⸗Auflaͤufe sind jetzt auf das strengste ver⸗ ein Kriegsgericht gestellt werden. Der General Pastor berichtet nicht mehr an die Junta von Bareelona uͤber seine Operationen; er handelt vielmehr im Einverstaͤndnisse mit den Behoͤr⸗ den der Provinz Lerida, die noch jetzt den Befehlen der Madrider Regierung Folge leisten. Die Karlisten haben kuͤrzlich den Postwagen von Saragossa in Brand gesteckt, auch eine Compagnie Miquelets aufgehoben und, dem Vernehmen nach, erschießen lassen. Dagegen hat der Oberst Niubo einen Karli⸗ stenhaufen von 500 Mann gezwungen, die Waffen zu strecken, und der Brigadier Ayerbe hat einen anderen voͤllig in die Flucht ge⸗ schlagen. Die Junta von Barcelona hat die Ausweisung aller Fremden anbefohlen, die ihr nicht hinläͤngliche Buͤrgschaft faͤr ihre politische Gesinnung gewaͤhren. In Valencia ging es am 18. und 19. sehr unruhig her. Der Poͤbel umlagerte den Palast des General⸗Capitains und stieß furchtbare Drohungen gegen ihn aus. Dieser (Almodovar) zeigte sich mehrmals auf dem Balkon des Palastes; so oft er aber die Stimme erhob, ließ das Volk sich in Schmaͤhungen gegen ihn aus, so daß er sich zuletzt genoͤthigt sah, sein Amt niederzulegen. In der folgenden Nacht schiffte er sich nach Barcelona ein. (Dem vorgestrigen Moniteur zufolge, soll er am 20sten seine Functionen wieder angetreten haben.) Nachdem die Junta von Valencia kuͤrzlich die Glocken der aufgehobenen Kloͤ⸗ ster öoͤffentlich verkauft, hat sie sich jetzt auch die silbernen Geraͤth⸗ schaften derselben zugeeignet.“

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zum Ge⸗ zu gleicher 1 empfangen, sich in Bereitschaft zu halten, um Ihre Hoheit die nada zum Ober-Besehlshaber der 16,000 Mann und 7 Batte⸗ Herzogin von Sachsen⸗Weimar nebst Familie nach Rotterdam zu bringen. Koͤnigin Isabella II. und die Volks⸗Freiheiten zu unterstuͤtzen. Seeca in das Hauptquartier der Hollaͤndischen Armee, wo sie oͤnigin nicht allein die in Bar⸗

z es auch die Absicht des Herrn Mendizabal sey, in 0 . jeder Provinz aͤhnliche Junten errichten zu lassen, die im Ver⸗ O'’Connell einen Brief an einen Freund in Dublin, worin er seine Freude daruͤber aͤußerte, die Sympathie zwischen Irland

egierung, oder „bin sch aufgenommen word nach Irland zuruͤckgekehrt, und Ste erken Irlaͤndischen Bruder an. (Großer Beifall.) Irland fuͤr immer! 8 1 8 8 t“⸗ Kaͤmpfe sind stets Irland geweiht. den sollten; endlich 3) falls die Verfassung der Cortes von 1812 8

dabei vor Augen. 1 Heimath entfernt zu wuͤnschen, als ich, und meines Im Moniteur liest man: „Eine Depesche aus Bayonne

Freuden erkenne ich an, daß die in der That, nicht bloß dem Scheine nach,

Lection fuͤr die Orangistischen Burschen, und sie wi sie zu erwarten haben, wenn sie hartnaͤckig seyn wo

ihre Seine trefflichen Bills in der letzten Session wurd

gen

Im Phare de Bayonne vom 29. Sept. liest man: „In der Umgegend von Balmaseda hat am 21. Sept. ein Gefecht stattgefunden, an dem Cordova und Espartero Theil genommen haben. An der Spitze der Karlisten standen Moreno, Castor und Villareal. Das Gefecht war lebhafter, wie irgend eines der fruͤheren. Die Christinos hatten 12 bis 13,000 Mann, die Kar⸗ listen 14 Bataillone im Feuer. Nach fuͤnfstuͤndigem Gefechte wurden angeblich die Karlisten, mit Hinterlassung von 300 Tod⸗ ten und 7 bis 800 Verwundeten, zum Ruͤckzuge gezwungen. Die Christinos haͤtten aber ebenfalls 150 Todte und 500 Verwundete gehabt.“

Die durch die Gazette verbreitete Nachricht von der Ernen⸗ nung des Hrn. Arguelles zum Premier⸗Minister fand auch an der heutigen Boͤrse wenig Glauben, und machte auf die Spanischen Fonds fast gar keinen Eindruck.

Großbritanien und Irland.

London, 2. Okt. Auf die der Herzogin von Kent bei ih⸗ rer Ankunft in Namsgate von den dortigen Einwohnern uͤber⸗ reichte Adresse erwiederte Ihre Koͤnigl. Hoheit: „Meine muͤtter⸗ lichen Gefuͤhle und meine Gesinnungen gegen Koͤnig und Vater⸗ land lassen mich die Hoffnung theilen, die Sie hinsichtlich der Prinzessin aͤußern. Es ist das hoͤchste Streben meines Lebens,

sie der liebevollen Theilnahme, die sie so allgemein einfloͤßt, und

der Anhaͤnglichkeit und Achtung eines freien und loyalen Volkes

wuͤrdig zu machen.“ 1n Das Regierungs⸗Dampfboot „Firebrand“ hat den Befehl

„Am 10ten d.“, sagt der Courier, „begiebt sich die

mit ihrem Gemahl, dem Herzog Bernhard, zusammentrifft.“ Lord Melbourne hat sich gestern von hier nach Panshanger, dem Landsitz des Grafen Cowper, begeben. Von Kelly aus, an der Schottischen Graͤnze, schrieb Herr

und Schottland befoͤrdert zu haben, und sich bei seinem Einzuge alle Fahnen, Baͤnder und sonstige Symbole verbat. Es wurde darauf an der Dubliner Kornboͤrse eine Versammlung einberu⸗ fen, in welcher Herr Lawleß die Verdienste O'Connell's ausein⸗ andersetzte und die Vortheile hervorhob, welche Irland von der Wirksamkeit des jetzigen Ministeriums und des Vice⸗Koͤnigs Lord Mulgrave zu erwarten habe. Man beschloß demnaͤchst, Herrn 9 Connell zwar feierlichst zu empfangen, jedoch auf seine Wuͤn⸗ sche Ruͤcksicht zu nehmen. Ungeachtet des heftigen Sturmes und Regens stroͤmten uͤber 60,000 Menschen von Dublin aus ihm nach Kingstown entgegen. Nirgends aber murde die Ruhe

gestoͤrt; die Orangisten verhielten sich den ganzen Tag hindurch still und zeigten sich nirgends oͤffentlich. er in Dublin angelangt war (wie gestern erwähnt), inister der auswaͤrtigen Angelegenheiten an⸗ kon seiner Wohnung herab eine Rede, wovon Folgendes der we⸗ gewiesen worden sey, in folgenden drei Faͤllen unverzuͤglich Ma⸗

O’'Connell hielt, nachdem vom Bal⸗

sentliche Inhalt war:

„In den volkreichsten Theilen von England“, sagte der Redner, den, als waͤre ich ein Englaoͤnder. In Schottland ward ich wie ein Schotte bewillkommt. Ich bin nun nen mich noch als Ihren

Ich moͤchte rufen: Alt⸗ Jubel und Schwenken der Huͤte.) Meine Die Reise, die ich machte, hatte nicht in eitler Neugier ihren Grund, nein, ich hatte Irlands Wohl Niemand hat weniger Ursache, sich aus seiner Vaterlandes Sache ist eins mit den Gefuͤhlen meines Herzens. Ich habe lange fuͤr Irland gegen heillose Gegner und Verwaltungen gekaͤmpft, gegen Verwaltungen, die sich mit jener zerstoͤrenden Fackion ver⸗ schmolzen, welche dies Land so lange mit Fuͤßen getreten hat, ich meine die schaͤndliche, blutduͤrstige, treulose Orangisten⸗Faction. Mit jetzige Verwaltung wirklich ge⸗ erweisen und seine Bevoͤlkerung mit ihren Mit unterthanen in England auf gleichen Fuß zu stellen. Ich lasse den Grafen Mulgrave dreimal hoch leben? (Die Menge stimmte jauch zend in dieses Vivat ein.) Dieser Edelmann hat die Drangisten⸗

Irland Gutes zu

Faction mit ihrem ungesetzlichen und factibsen Charakter gestempelt. Seine Weigerung,

g der Stadt Cork die Ernennung Orangistischer Sheriffs und eines Orangistischen Mayors zu erlauben, ist eine derbe 8 ssen jetzt, was lten. Die Ir⸗

lͤndische Regierung will, daß kein Theil des Volkes, er moͤge das

orangefarbene oder das gruͤne Band tragen, unterdruͤckt werden soll. Ich unterstuͤtze das jetzige Ministerium, weil es das

boten; diejenigen, die dennoch daran Theil nehmen, sollen vor welches

weil es

so lange in Irland vorgeherrscht hat, der Polizei

schlossen ist, die Lasten des Armen zu erleichtern, Krallen auszureißen und billige Gesetze en freilich den Lords, diesen ehrenfesten Freunden Ihres wahrhafti⸗

Recorders (des Herrn Shaw), verworfen. (Gewaltiges

Der Beifall, den Daniel O'Connell diesen Bills zollte,

war den Lords hinreichend, sie zu verwerfen. (Gelaͤchter.) soll man also mit diesem Oberhause fertig werden? Vernuͤnftig rechten laͤßt sich mit ihm nicht. Es hilft folglich kein Mittel bei diesen Klotzkoͤpfen, deren Tick darin zu bestehen scheint, die Fort⸗ schritte der nationalen Verbesserungen so viel als moͤglich aufzuhal⸗ ten. Das Volk von England und Schottland ist empoͤrt daruͤber,

von

Murren.)

—₰

sich stets als eine S B. erwiesen. Sie haben bereits blutlose Revolutionen vollfuͤhrt. Sie haben die katholische Emancipation durchgesetzt und uͤberhand neh⸗ mende Anmaßungen mit friedlichen Waffen zu Boden geschlagen. Ich bin jetzt derselbe friedfertige, aber entschlossene Anfuͤhrer in der Friedensschlacht, und ich habe noch dasselbe friedfertige und entschlossene Volk um mich, das mir helfen wird, eine eben so wirksame Reform des Oberhauses zu erlangen, wie die des Unterhauses es war. Ich habe stets gegen gebeime Gesellschaften C(hoͤrt!), gegen Gewalt uünd Auf⸗ ruhr gepredigt, und ich hoffe, ohne dergleichen à bis 5 Millionen Unterschriften in diesem Lande und eben so viel in England zu Pe⸗ titionen um Ausdehnung des Wahlrechts auf Jedermann zu erhal⸗ ten. Die Katholiken bezahlen ihre eigene Geistlichkeit, wenn sie ihnen recht ist, und ich denke, daß jeder Andere eben so handeln

System aͤndert, ent⸗

durchzufuͤhren.

chranke auf der Bahn der vernuͤnftigen Freiheit

und auch das Volk von Irland muß es seyn, denn jenes Haus hat