Reglement mit Bei⸗ werfe, und nachdem solches chul⸗Collegio gepruͤft und von Un⸗ ichen und Unterrichts⸗Angelegenheiten der Ober⸗Aufsicht und wissenschaftlichen ⸗ Schul⸗Collegii, die Taubstummen⸗ dieses Reglements verwalte.
wird, das dem Institute zu ertheilende rath des Seminar⸗Direktors ent von Unserm Provinzial⸗S serm Minister der Geistl gebilligt worden, unter Leitung des Provinzial nach den Vorschriften Dagegen kann
nicht stattfin ponibel werden, Nutzen Gebrauch
sung eines Klostergebaͤudes zu Posen an die Schule da nur noch wenige Gebaͤude dieser Art dis⸗ von denen fuͤr andere Zwecke mit noch mehr gemacht werden kann.
Auf den Antrag Unserer getreuen Staͤnde haben Wir die An⸗ ch die fremde Gesetzgebung aufgeho⸗ d Gewohnheiten uͤber Erbfolge und m Ober⸗Appellations⸗Gerichte terer Rechtsverstaͤndigen, gesammelt wer ben Wir befohlen, da
getroffen, daß die dur rovinzial⸗Gesetze un streitigteiten von Unser unter Zuziehung aͤl
Gleichzeitig ha fremden Gesetzgebung bestand heiten in dentenigen Rechtsma f. solche ausdruͤcklich Bezug nehmen, o keine Vorschriften enthalten, genau ermitt sie noch jetzt anwendbar sind, zusam
Wir behalten uns vor, diese Staͤnden auf dem näaͤchsten Provi legen zu lassen.
7) Auf die verschledenen sten zu errichtende Correction Staͤnden folgende Re
3 speziellen Veranschlagung der Baukosten, so wie bei der er⸗Bau⸗Deputation immittelst schon bewirkten Revision Anschlaͤge sind bereits diejenigen Ein⸗ ruͤcksichtigt worden, welche staitfinden Sicherheit und
ß die zur Zeit der Einfuͤh⸗ enen Provinzial⸗Gesetze und chen die fremden der uͤber welche elt, und, so weit mengestellt werden.
Zusammenstellung Unsern getreuen nzial⸗Landtage zur Erklaͤrung vor⸗
terien, in we Gesetze au
Antraͤge in Beziehung auf die zu Ko⸗ s⸗Anstalt ertheilen Wir Unsern getreuen
solutionen:
durch die Ob und Feststellung der Plaͤne und schraͤnkungen und Ersparnisse be die nothwendigen Bedingungen der
koͤnnen, ohne zu beeintraͤchtigen.
Zweckmaͤßigkeit
schlage Unserer getreuen Staͤnde, Einrichtung zunaͤchst der Er⸗ der Ueberrest aber mit Posener Departemental⸗Fonds und mit rger Fonds entnommen und demzufolge figen Reglements, wonach die Kosten in 3 auf die beiden Regierungs s modifizirt werde. findet sich nichts dagegen zu erinnern, Vorschlage Unserer getreuen Staͤnd §. 21 des vorlaͤufigen Reglements, Kosten der Anstalt in den ersten zwei partements⸗Fonds entn Auf den Antrag,
3 b Wir genehmigen, nach dem Vor daß zu den Kosten des Baues und loͤs der Fordoner Zoll⸗Gebaͤude verwe ⁄ aus den Bestaͤnden des aus denen des Brombe die Bestimmung des vorlaͤu dem Verhaͤltnisse von 8 zu vertheilt werden sollten,
daß von der nach e getroffenen Be⸗ nach welcher die Jahren aus den ommen werden sollten, abge⸗ daß entweder die nach dem Tode ors Miaskowski eingezogenen Guͤter des Johanniter⸗ tirung der Corrections⸗Anstalt bestimmt, d getreuen Staͤnden bezeichnete, osen sich befindende Kapital von jedoch nach Lage der uͤber diese handlungen nicht einzuge⸗ terhaltungs⸗Kosten beson⸗ der Kosten stellt sich aber, die Vertheilung und billigste Maß⸗
ch der Bevoͤlkerung auf die⸗Kreise 5⸗Verwaltung ausgeschlossenen Staͤdte und innerhalb der Kreise nach demselben Gemeinden (Staͤdte, Dorfer und gehdrige Vorwerke) zu vertheilen, emeinden selbst aber durch deren Landraͤthe zu bewirken, wobei den Maßstabes zu dieser Sub⸗Repartition, wie unter Genehmigung der Regierung des Innern uͤberlassen bleibt.
u 3
dem fruͤhe stimmung des Unterhaltungs Zinsen der De gangen werde. des Kommendat rdens zur Do n Zwecke das Depositorium des Landgericht 115,283 Rthlr. hergegeben werde, i Gegenstaͤnde schwebenden besonderen ben. Die Provinz muß vielmehr die Un Fuͤr diese Aufbringung f die Bestimmung der Seelenzahl als der angemessenste
Die Beiträaͤge sind daher na und auf die von der Krei Posen und Bromberg, Prinziv auf die einzelne selbststaͤndige zu keiner Gemeinde die Sub⸗Repartition in den G Vorstaͤnde unter der Leitung der Gemeinden die Wahl des bei anderen K
von Unsern
ders aufbringen. mit Ruͤcksicht au
Kommunal⸗Lasten, und respektive des Ministeriums
Die Regierun Gebaͤude zu Fordo Meistbietenden den 1564 Rthlr. 18 Sgr. 6 Pf. einzuziehen.
4
Der stattgefundenen mission, so wie dem
Zu 3. g zu Bromberg, welche die Licitation der Zoll⸗ eleitet hat, ist bereits angewiesen worden, dem
uschlag zu ertheilen und den Kaufpreis von
Zu 4. . Wahl der Mitglieder der staͤndischen Kom⸗ daß der Vorsitz dem
Vorschlage der Staͤnde, ors⸗ von Chelmicki, uͤber⸗
Deputirten der Ritterschaft Gnesener Kreises, 1 ge, ertheilen Wir Unsere Bestaͤtigung, bestimmen usche der getreuen Staͤnde, zelnen Kommissions⸗
werden mo daß in Faͤllen der Mitglieder die Stellvertre⸗ Provinzial⸗Landtage auch deren Geschaͤfte bei der
en Kommission wahrnehmen. ““ daß der Kommission die Befugniß ch ihrer Einrichtung von Zeit zu Zeit en abzunehmen und daruͤber Decharge Genehmigung dieses Antrages, seinem we⸗ n Staͤnden bereits durch das Proposi⸗ r d. J. verheißen worden. Die in An⸗ ommission zugestan⸗ Pruͤfung der Beschluͤsse vorbehalten blei⸗
f der For⸗ veil Unsere
Behinderung der ein ter derselben beim gedachten staͤndisch
Was den Antrag betrifft, ertheilt werde, die Anstalt na zu besichtigen, die Rechnung zu ertheilen, so ist die sentlichen Inhalte nach tions⸗DOekret vom 28. Janua ten Befugnisse werden daher der K edoch dem Ober⸗Praͤsidenten die so wie die Kontrolle der Verwalt
Daß die Kommission den Kontrakt uͤber den Verkau doner Zoll⸗Gebaͤude mit vollziehe, getreuen Staͤnde dem Meistgebote durch in genuͤgender Art ihre Ein
Was ferner die von Unser Abaͤnderungen einiger Bestimmu Innern und der Poli
lements anlangt, so elben in der Beilage genehmigte Gutachten des Der am Schlusse der Denkschr die Anstalt so bald als moͤglich in nachdem die Bauplaͤne und Kosten⸗ faͤlligen Gutachten der Ober des Innern und der Polizei den, erledigt, und die schle Einrichtung veranlaßt werden. 8) Wir haben mit Zufriedenheit e Staͤnde die Bemuͤhungen Unserer Regie berg, das Departemental⸗Schulden⸗Wes⸗ solche erreichten Erfolg mit Dank a dem Landtage auf seine diese Antraͤge folgende Bescheide: 8 Was zubvoͤrderst die Theilnahme an Bezahlung derjenigen Ford eitigen Unterthanen an jetzt macht worden sind, so muß es, lediglich bei dem auf dem zweit gs⸗Abschiede vom 14. Februar nach welchem der heile und der zu Brom orderungen beizutragen romberger Bezirks besteh kann nicht in Betra Abschiede vom 20. Dezem welche zu Befriedigung dieser nen, gedacht, die definitive Ent ben, welche darauf durch Bestaͤti kommens erfolgt ist. Hierin ein
trag gebrach den, wobei 1 derselben,
ist nicht erforderlich, 1 ihre Zustimmung ertheilt und da⸗ willigung ausgesprochen haben.
n getreuen Staͤnden gewuͤnschten ngen des von dem Minister des zei fuͤr die Anstalt erlassenen vorlaͤuft werden Unsere getreuen Staͤnde auf A mitgetheilte und von Uns in a Ministers verwiesen.
ift ausgesprochene Wunsch, daß Wirksamkeit trete, wird endlich, Anschlaͤge bereits nebst dem dies⸗ ⸗Bau⸗Deputation durch den Minister dem Ober⸗Praͤsidenten mitgetheilt wor⸗ unige Ausfuͤhrung des Baues und der
sehen, daß Unsere getreuen rungen zu Posen und Brom⸗ n zu ordnen und den durch nerkannt haben, und ertheilen s Gegenstandes wegen Uns vorgelegten
der Bezirke Posen und Brom⸗ erungen anlangt, welche von Polnische Departements geltend ge⸗ dem Antrage der Majoritaͤ ge getroffenen und von Uns 1832 bestaͤtigten Ueberein⸗ Departemental⸗Fonds zu P berg ein Fuͤnftheil zur Bezah⸗ hat. Was die aus den Depu⸗ ende Minoritaͤt hiergegen an⸗ chtung kommen, da Wir im 1828 nur beispielsweise
orderungen verwandt werden koͤn⸗ ßung aber Uns vorbehalten ha⸗ gung des oben gedachten Ueberein⸗ e Aenderung zu treffen, ist um so
llen Punkten
en Landta
im Landta kommen b sen vier lung dieser F tirten des B
der Mittel,
1182 weniger eine Vebanlassung vorhanden, als das Devartement Broͤm⸗ berg, in welchem die auf dasselbe von der Central⸗Behoͤrde repar⸗ tirten Coaͤquations⸗Gelder durch die Departements⸗Behoͤrde nicht ausgeschrieben worden sind, hierdurch bereits gegen das Departe⸗ ment Posen im Vortheil steht.
In Beziehung auf die sonstigen Antraͤge hat es
8) bei der Ratibhabition der Handlungen der von Unserm Ober⸗ Praͤstdenten dem Departement Bromberg bestaͤtigten Aktoren von Seiten des Landtags sein Bewenden.
b) Wir bestaͤtigen die Wahl des von Tschepe auf Broniewice zum Bevollmaͤchtigten des Bromberger Beztirks, Behuss der ferneren Behandlung und Beendigung dieser Angelegenheit,
unnd des von Schwanenfeld auf Kobelniki zu dessen Stell⸗ vertreter; nicht minder
c) die Wahl des ritterschaftlichen Abgeordneten Posener Kreises, von Gorczyczewski, zum Stellbvertreter des Bevollmaͤch⸗ tigten des Posener Departements.
d) Auch genehmigen Wir, daß der unter b. benannte Bevollmaͤch⸗ tigte des Bromberger Bezirks und dessen Stellvertreter auto⸗
risirt worden sind, mit den vormals zum Herzogthum War⸗
scchau gebhdrig gewesenen, jetzt zu Westpreußen gehdrigen Krei⸗ 1 sen, wegen ihrer Betheiligung an dem Bromberger Departe⸗ mmental⸗Fonds zu verhandeln und, mit Vorbehalt der Geneh⸗ mmigung Unsers Ministerii des Innern und der Poltzei, einen “ abzuschließen. Sollte ein solcher nicht zu treffen seyn, so behalten Wir Uns, nach gehdͤriger Ermittelung der Verhaͤltnisse, die Entscheidung vor. Unser Ober⸗Praͤstdent der Provinz Preußen erhaͤlt Auftrag, die Kreis⸗Staͤnde der bethei⸗ ligten Kreise zur Wahl von Deputirten zu veranlassen
c) Wir genehmigen die von Unserm Ministerio des Innern Un⸗ serer Ordre vom 2. Juli 1829 gegebene Auslegung, nach wel⸗ cher die an die Fonds der Departements Posen und Bromberg aus dem Rechts⸗Titel der nuͤtzlichen Verwendung gemachten Anspruͤche nur dann noch haben zugelassen werden köͤnnen, wenn die Anmeldung derselben im Verfolg der Ordres vom 27. September 1823 und 27. Januar 1829 vor Eintrett des in der letztern festgesetzten Praͤklusiv⸗Termins, also vor dem 1. Jult 1829, erfolgt ist. Was aber die vor diesem Termine angemeldeten, jedoch nicht weiter festgesetzten Anspruͤche aus der Ordre vom 2. Juli 1829 anlangt, so setzen Wir fest, daß solche bis zum 1. Januar 1836 fortgestellt, auch die Belaͤge und sonstigen Bescheinigungen bei der betheiligten Regierung eingereicht werden sollen, indem spaͤtere Antraͤge auf Fortstel⸗ lung der Sachen und Annahme der Belaͤge und Bescheinigun⸗ gen nicht weiter beruͤcksichtigt, die Forderungen vielmehr fuͤr definitiv praͤkludirt erachtet werden sollen. G
) Wir wollen noch fuͤr dieses Mal die Entnehmung der Kosten des Landtags aus dem Departemental⸗Fonds, und zwar zu vier Fuͤnftheilen aus dem Posener und zu einem Fuͤnftheile aus dem Bromberger, genehmigen. 8 Wegen Verwendung der Fonds zu den Kosten des Corrections⸗ Hauses zu Kosten, des Irrenhauses zu Owinsk und der Taub⸗ stummen⸗Lehr⸗Anstalt ist gehoͤrigen Orts besondere Entschlie⸗ ßung enthalten. “ 88
Ferner 8 8 ö wollen Wir, dem Wunsche der Staͤnde gemaͤß, die jetzigen Be⸗ vollmaͤchtigten der Departements, bis zur Abwickelung des ganzen Schulden⸗Wesens, in der ihnen aufgetragenen Function bestaͤtigen, und endlich ₰
i) genehmigen, daß fuͤr Rechnung des Departements Poßen dem Bevollmaͤchtigten desselben aus dem dortigen Fonds eine Re⸗ muneration von 2000 Rthlr. verabfolgt werde.
Was avber den Regierungs⸗Kalkulator Höoͤhne anlangt, so ist es Uns zwar angenehm, die Bemuͤhungen desselben vom
Landtage durch die Bewilligung einer Remuneration von 200
Rthlr. aus dem Fonds anerkannt zu sehen. Da diese Verwen⸗
dung aber der Bestimmung des Fonds nicht entsprechen wuͤrde,
so haben Wir verordnet, daß dem Hoͤhne die ihm zugedachte
Summe aus Staats⸗Fonds verabfolgt werde.
9) Dem Gutachten Unserer getreuen Staͤnde zustimmend, wer⸗ den Wir auch fernerhin denjenigen Staͤdten, welche durch die Mehr⸗ beit ihrer Gemeinde⸗Repraͤsentanten darauf antragen, wenn sonst kein Hinderniß entgegentritt, die revidirte Staͤdte⸗Ordnung verlei⸗ ben und dabei auch die Wuͤnsche derjenigen dazu geeigneten Staͤdte, welche in den Woyt⸗Bezirken begriffen sind, gern beruͤcksichtigen.
Die Wahl der Buͤrgermeister der in den Woyt⸗Bezirken be⸗ griffenen kleinen Staͤdten haben Wir bereits durch Unsere Verord⸗ nung vom 9. Maͤrz 1833. §. 9 den Eingesessenen zugestanden, wol⸗ len auch diese Befugniß hiermit auf die Wahl der Kaͤmmerer aus⸗ dehnen. 1 Wegen der oͤfteren Revision der Verwaltung wird Unser Mi⸗ g des Innern und der Polizei die Regierungen mit Anweisung versehen. 1
Was nun die gewuͤnschten Modificationen der revidirten Staͤdte⸗ Ordnung anlangt, so beruht die 8
1
ad §. 11 — 14. vW1 auf einem Mißverstaͤndnisse, da die Juden, welche naturalisirt wer⸗ den, mit dem Naturalisations⸗Patent noch nicht das Buͤrgerrecht in irgend einer Stadt erhalten, vielmehr, wenn sie es erwerben wollen, wie die christlichen Einwohner es besonders gewinnen und die Gebuͤhren dafuͤr bezahlen muͤssen. Die Bemerkungen G ad §. 15., 46., 56.
sind von der Beschaffenheit, daß ein besonderes provinzielles Be⸗ duͤrfniß und Verhaͤltniß ihnen nicht zum Grunde liegt. Ueberall, wo deshalb in einzelnen Orten besondere Bestimmungen erforder⸗ lich sind, koͤnnen sie nach §. 2 und 3 der Staͤdte⸗Ordnung durch das Statut getroffen werden.
Ad §. 68. 1
Wir muͤssen Bedenken finden, den Ansichten des Landtages bei⸗ zustimmen und vorauszusetzen, daß es den Buͤrgern der dortigen Staͤdte an Gemeinsinn mangele, und es daher noͤthig sey, sie durch Geldstrafen zum Erscheinen in den Wahl⸗Versammlungen zu noͤ⸗ thigen; daber Wir es in dieser Hinsicht bei den Bestimmungen der revidirten Staͤdte⸗Ordnung auch, 6 dortiger Provinz bewenden lassen.
Ad §. 75.
Auch finden Wir es fuͤr unzulaͤssig, die Rechte, welche Wir Unsern juͤdischen Unterthanen durch die Verordnung vom 1. Juni v. J. verliehen haben, durch die in Antrag gebrachte Bestimmung zu beschraͤnken, daß nur ein Viertheil der Stadtverordneren aus Juden bestehen duͤrfe. Wo wegen besonderer Lokal⸗Verhaͤltnisse eine Bestimmung hieruͤber noͤthig seyn moͤchte, bieten die §§. 52 und 53 der revidirten Staͤdte⸗Ordnung zu deren Bewirkung die noͤthigen Mittel dar.
Ad §. 79.
Da die Staͤdte Unsers Großherzogthums Posen Uns mehrere Beweise einer guten Gesinnung und keinen Grund zu dem Ver⸗ dachte gegeben haben, daß sie die Befugniß der Stadtverordneten, sich unter dem Vorsitze ihres Vorsteherz zu versammeln, mißbrau⸗ chen moͤchten, so finden Wir auch keine Veranlassung, sie in dieser Befugniß durch besondere vesegee Bestimmungen zu beschraͤnken.
Ad §. 101. es
Wenn ein Buͤrgermeister, welcher neben dieser Stelle auch die
eines Woyts verwaltet, nicht wieder gewaͤhlt wird, so hat er nur
wegen des aus der Kaͤmmerei bezogenen Gehalts auf Penston An⸗
spruch. Erhaͤlt er aber spaͤter als Woyt, oder in einem andern
Amte, eine hoͤhere Besoldung, so wird die Pension aus der Stadt⸗
Kasse ohnehin nach den Vorschriften des angezogenen Paragraphen sich vermindern oder ganz e8g-4- 4 Ad §. 109.
Die Bestreitung der volizeilichen Ausgaben in Orten, in wel⸗ chen nicht eine besondere Polizei⸗Behoͤrde angeordnet ist, liegt in Unserer ganzen Monarchie den Gemeinden ob. Hierbei muß es auch in Unserm Großherzogthum Posen sein Bewenden behalten.
Ausnahmen von dieser Regel koͤnnen nur durch ganz besondere staͤnde motivirt und muͤssen dags vep nhs besonders bewilligt wer Ad. §. 121.
Im §. 32 der Staͤdte⸗Ordnung ist nur von solchem Gemein
Vermoͤgen die Rede, dessen Nutzungen von Buͤrgern oder Sch Verwandten, als solchen, nicht aber in Folge eines privatrechtl Titels bezogen werden. Diese Nutzungen sollen nach §. 121. zum oͤffentlichen Besten verwandt werden, ehe Steuern fuͤr Kommunal⸗Beduͤrfniß ausgeschrieben werden duͤrfen, da es niche angemessen erscheint, baare Geld⸗Beitraͤge aufzubringen, so e die Nutzungen des Gemeinde⸗Vermöoͤgens ohne eine privatrecht Verbindlichkeit an Einzelne vertheilt werden. Der obnehin ganz klare, und, wie es scheint, auf einem Mißverstaͤndnisse beruje Antrag des Landtags kann daher zu einer Aenderung des Gc keine Veranlassung geben. Ad. §. 139.
Den am Schlusse, dieses Paragraphen fuͤr alle Staͤdte, in chen die revidirte Staͤdte⸗Ordnung eingefuͤhrt worden ist oder eingefuͤhrt werden wird, gemachten Vorbehalt wegen des Gruß zogthums Posen zu modiftziren, sinden Wir in den dortigen po⸗ ziellen Verhaͤltnissen keine Veranlassung. Hiernach ist zu einer; dification des Gesetzes bei Einfuͤhrung desselben in dortiger Pm um so weniger eine Veranlassung vorhanden, als sich in denje Staͤdten, wo dasselbe bereits in Wirksamkeit getreten ist, eine nirgends als nothwendig gezeiat hat.
10) Auf die Bemerkungen Unserer getreuen Staͤnde uͤbe Gesetzes⸗Entwuͤrfe, wegen Verpflichtung der Kommunen zur nahme neu anziehender Personen, nicht minder
11) wegen Verpflichtung derselben zur Armenpflege, wirn der 1 Berathung uͤber diese Entwuͤrfe Ruͤcksicht genon werden.
„ 12) Nachdem durch die von Unsern getreuen Staͤnden uͤhg Regulirung der Feuer⸗Versicherungs⸗Angelegenheiten abgegt Erklaͤrung der an den Landtag ergangenen Aufforderung gen auch inzwischen uͤber die wegen Zusammensetzung des staͤnd Feuer⸗Soctetaͤts⸗Ausschusses statt efundene Meinungs⸗Verschiehe von Uns entschieden, auch uͤber den Behoͤrden⸗ und Geschaͤft⸗. ganismus von Uns Bestimmung getroffen worden ist, so ist nung der Emanirung des neuen Feuer⸗Societaͤts⸗Reglements und Argng gehoͤrigen Ausfuͤhrungs⸗Ordnung des baldigsten entgegen zusht.
(Schluß folgt.)
Meteorologische Beobachtung. 1835. Morgens ]Nachmittags Abends Nach einmalig
16. Oktober. 6 Uhr. 2 Uhr. 10 Uhr. Beobachtung,
2
Luftdruck. . 339 72 Par. 339,48„ Par. 328,68" par., Quellwaͤrme 796 Luftwärme .. 429° F. 8,2 °R. 4,0 0 R. Flußwärme 7,30]% Thaupunkt. 3.,20 R. 2,5°R. 2,00 R. Bodenwarme 690 Dunstsättigung 93 pCt. 63 pCt. 88 C....
healbheiter. trübe. halbheiter. dnal Angäng 8 ONO. O. Niederschlag 0,0n,
Wutkenzug .. — ONd. — Nachtkalte 2,1 09
* gesmittel: 339,29“„% Par. 5,5 0 R.. 260 R... 80 pCt,
B11“ 8 Den 17. Oktober 1835.
Aantlichez Founds- und Geld-Cours-Zettel se Pr. Cour. . Fr. Vour.
8]Brief. GSeld. ]Brief. 1 6 4]101 8 4 [Ostpr. Pfandbr. 4 102 ½ 8 99 —/½ Pomm. do. 104 ⅞ 8* 5956 Kur- u. Neum. do. 10! 100 ¾½ Schlesische do. 8 10 Rückst. C. und Z. 101 ½¼ sSch. d. K. u. N. 84 ½ —⸗
St.-Schuld-Sch.
Pr. Engl. Obl. 30. PrämSch. d. Seeh. Kurm. Obl. m. l. C. Nun. Int. Sch. do. Berl. Stadt-Obl. Königsb. do. Elbinger do.
Danz. do. in Th. Westpr. Pfandbr. Grossh. Pos. do.
— Gold al marco 216 ½ 41 3h Neue Ducaten 18 ½ 8 102 ⁄1 [vriedrichsd'or 13 ˖ 18 102 ½ Disconto 3 1
Wechsel-Covwr’s. b 7½
—ä.ööö —2
Amsterdam 8 Kurz do. 8 2 Mt. 88 Hamburg 8 Kurz 152¹ do. 300 Mk. 2 Mt. London 1 LSt. 3 t. 6 NM 2 Mt. 2n Wien in 20 Xr 2 Mt. 2 ent Augsburg 2 Mt. 2 Breslau 100 Thl. 2 Mt. 99 ⁄ m*%h,” 100 Thl. 8 Tage II7
Sa1]
Fraukfurt a. M. WZ. 170 Pl. 2 Mt. 103 6 1g Petersb urg 100 Rhl. 3 Woch. 30 ⅛ 1
Auswärtige Börsen. Amsterdam, 12. Oktober. Niederl. wirkl. Schuld 55. 5 % do. 10115⁄1 3. Ausg. 8C —. Kan-Bill. A11516. 4 ½ % Amort. 95 ¼. 3 ½ % 79 7713. 97 ⅞. Oesterr. 98 ¾½. Preuss. Prüm.-Scheine 105. do. 4 %/ 101 ¼. 5 % Span. 3015⁄1 6. do. 3 % 18 ⅞. Frankfurt a. M., 14. Oktober. Oesterr. 5 % Metall. 101 ¾. 101 ¼. 4 % 98 ½. 98 ⅜. N98 57 ½. G. 1 % 25. Br. Bank-Actien 1608. 1606 PFart.-Oöbl. 107 Br. Loose zu 500 Fl. 116. 115 ⅛. Loose zu 100 Fi. 213 ⅛. b'reuss. Pr-Sch. 591 ⁄1. 58 1. do. 4 % Anl. 98 ⅞. Br. Poln. 10. 68 1⅛ 68 1. 5 % Span. Rente 28 ⅛. 27 ⅛. 3 % 16 ¾. 16 ¼ St. Petersburg, 9. Oktober. Lond. 101 ½ 2. Amsterdam —. Hamburg 9 ⁄1 6. Paris 1I- Silber-Rub. 357 ½.
Koͤnigliche Schauspiele.
Sonntag, 18. Okt. Im Opernhause: Die Rosen des He
von Malesherbes, laͤndliches Gemaͤlde in 1 Akt, von Koze (Fraͤul. A. v. Hagn: Susette.) Hierauf: Scenen in Julit scher Sprache aus der Oper: Der Barbier von Serill,“ Rossini. (Mad. Amalte Masi, Saͤngerin der Theater zu Nu und London, wird in der Rolle der Rosine auftreten und! Herrn Mantius ein Duett aus der Oper: Armide, von Rost singen, so wie am Schlusse: La Biondina in Gondoletta! tragen. Und: Der Schweizer⸗Soldat, militairisches Ballt t Akt, von Hoguet. 1 Im Schauspielhause: Don Carlos, Infant von Cpul Trauerspiel in 5 Abth., von Schiller. In Potsdam: Zum erstenmale: Lehrer, Schuͤler und rektor, Lustspiel in 1 Akt, nach dem Franz. des Vial: Le2 et l'amant, von C. Lebruͤn. Hierauf: Pour le premier H de Mr. Kime dans l'emploi des premiers comiques, la prem- représentation de: Pourquoi? vaudeville en 1 acte, par Lockroy et Anicet. cMr. Kime remplira le röle de Girauig Und; Der Onkel schlaͤft, Lokalposse in 1 Akt, frei nach Ge
von L. Angely. “ 1.
Koͤnigstaͤdtisches Theate
Sonntag, 18. Okt. Die Goldgrotte des Geisterbanne oder: Noch einmal jung, romantisch⸗komisches Originabgn spiel mit Gesang, in 2 Akten, von J. E. Gulden. Must Franz Edlen von Marinelli. (Im Zwischenakt: Walzer Lanner.) 1 1A1AX.X“ Redacteur Cottel.
8 —
Gedruckt bei A. W. Hahl
Berlin, den 18. Oktober 1835.
Se. Majestaͤt der Koͤnig sind gestern hier wiede S oE11
aben dem Medizinal⸗Rat
Provinz Brandenburg, Medizinal⸗Raths huld⸗ ge Patent Allerhoͤchst zu voll⸗
iesigen Polizei⸗ das Praͤ⸗ zinal⸗Raths huldreichst beizulegen Allerhoͤchst zu vollziehen geruht.
oͤnig haben den Ober⸗Landesgerichts⸗ Ober⸗Landesgericht
Des Koͤnigs Majestaͤt h edizinal⸗Kollegiums der r. Eck, das Praͤdikat eines Geheimen schst beizulegen und das diesfaͤlli hen geruht.
Des Koͤnigs Majestaͤt haben dem bei dem braͤsidium fungirenden Medizinal⸗Rathe Dr. skat eines Geheimen Medi id das diesfaͤllige Patent Se. Majfestaͤt der K goth Clavin in Glogau Köͤnigsberg zu versetzen geruht.
Ihre Koͤnigl. Hoheiten der Kronp kinzessin, so wie e. Koͤnigl. Najestaͤt des Koͤnigs) und in Wilhelm, Höͤchstdesse
ier eingetroffen.
Mitgläede des
als Rath an d
rinz und
Prinz Wilhelm (Sohn Sr. Ihre Koͤnigl. Hohei
n Gemahlin, sind von Erdmannsdorf
Hoheit der
n Schirp
Der Justiz⸗Kommissarius Schröder genannt vo ezirke des Ober⸗
zugleich zum Notarius im B aandesgerichts zu Hamm bestellt worden.
Der bisherige Ober⸗Landesgerichts Frankfurt a. d. O. ist zum Justi nd Stadtgerichte in Crossen beste
Der bisherige Advokat Johan däͤsseldorf ist zum Advokat⸗Anwalt ichte bestellt worden.
Limburg i
Referendarius Wenzel Kommissarius bei dem Land⸗ t worden.
n Gottfried Deycks zu
bei dem dortigen Landge⸗
Bekanntma
Der Schluß der dies Greiswald und Ystadt trit in weschem Tage das letzte Damp Pstaot abgefertigt werden wird. Kenntniß gesetzt. 4 Berlin, den 6. Oktober 1835. “ Derr General⸗Postmeister, 1 vpon Nagler.
che sich, ohne nach den
yn, dem chirurgischen oder phar⸗ hiesigen Koͤniglichen Friedrich⸗Wil⸗ schon begonnene fortsetzen sich noch vor Anfang des rs bei dem Unter
jaͤhrigen Dampfschifffahrt zwischen November d. J. fschiff von Greifswald nach Hiervon wird das Publikum
t mit dem 1.
Ale Diejenigen ehenden Ge⸗ seen immatriculationsfaͤhig zu se maceutischen Studium bei der belns⸗Universitaͤt widmen od delen, werden hierdurch veranlaßt, scorstehenden neuen Studien⸗Semjeste osische Straße Nr. 42, in den Morgenstunden v gung der uͤber ihre Schul⸗Kenntnisse oder uͤber rlesungen sprechenden Zeugnisse, sie geeignet befunden oder es
zeichneten, on 8 — 10 mit Beibrin hereits gehoͤrte Vo nichst sie, wenn ifung werden, die Zulassung und naͤ fenden Studium zu gewaͤrtigen habe Berlin, den 10. Oktober 1835. der Direktor des chirurgisch hiesiger Koͤnig
zu melden, wo⸗ nach einer Vor⸗ here Anleitung zum be⸗
. pharmaceutischen Studiums bei lichen Universitaͤt 8
men: Der General⸗Major und Commandeur
se zten Kavallerie,Brigade, Graf von der Groeben, aus
Zeitungs⸗Nachrichten fusland. b s..
Der General der K
Odessa, 29. Sept. angekommen und gestern
st vorgestern von Kalisch hier nach der Krimm abgereist. Am 26sten d. wurde die ch neue Kaufleute Tagen wird sich den meisten Absatz findet. as Dampfboot „Meteor“ ist gestern, von hier vor Anker gegangen; niral Lasareff, 98 Goelette „Z
Aus Sulin ung gestiegen war, und Russische Fuß unter konnten, ohne sich zu erleichtern. Frankreich. *) Der Prinz von Joinville ist gestern se wieder in den Tutilerieen eingetroffen. Rath hat vorgestern unter dem Vorsitze des oͤffentlichen Sitzungen wieder begonnen.
Praͤsidenten ersucht worden, sich dt einzufinden, um an dem
hiesige Messe eroͤffnet; taͤglich kom⸗ aus dem Innern hier an, und erst in sagen lassen, welche Art von Waaren
Nikolajeff kom⸗ an Bord desselben befand sich der gestern Abend wieder von hier abreiste. meia“ ist von hier nach Griechenland ab⸗
a schreibt man, daß das Wasser in dieser Donau⸗ von Rostoff kom⸗
daß Fahrzeuge, gingen, in
dem Wasser
ß einlaufen
Paris, 12. Okt. ag von seiner Rei
898 r. be Pairs sind von dem mäglichst bald wieder in der H ——
„ der „Constitutionnel die
„Journal des Débats“ und die „Quotidienne“ sind uns heute nicht ’
de France⸗ en.
32
Fieschischen Prozesse, woruͤber der Bericht in den ersten 10 Ta— gen des Novembers erstattet werden soll, Theil zu nehmen.
Der Marquis von Rumigny, Vater des diesseitigen Bot⸗ schafters in Turin und des Adjutanten des Koͤnigs, ist kuͤrzlich in Amiens mit Tode abgegangen.
Man sieht hier taͤglich der Ankunft des Grafen von Toreno aus Madrid entgegen.
Deer Arzt des Herrn von Chantelauze widerspricht der von einigen Blaͤttern gegebenen Nachricht, daß derselbe an Geistes⸗ Zerruͤttung leide. 4
Das Journal des Débats enthaͤlt Folgendes: „Die Nachrichten aus Catalonien lauten sehr unguͤnstig. Das Ravar⸗ resische Corps unter den Befehlen des Generals Guergué hat sich definitiv in dieser festgesetzt. Trotz der Verluste, welche dieses Corps in Folge der Strapatzen, einiger Niederla⸗ gen, und durch Desertion vieler Leute erlitten, hat es doch der Catalonischen Insurrection als Kern gedient, indem es die ein⸗ zelnen umherirrenden Haufen, wovon ein jeder fuͤr sich cperirte, zu einem gemeinschaftlichen Zwecke vereinigte. Alle jene einzelnen Haufen sind in den letzten Tagen des Septembers in den Di⸗ strikten von Balaguer, Solsona, Urgel, Ripoll, Olot und Cam⸗ predon zusammengezogen worden, um die constitutionnellen Ko⸗ lonnen einzuschließen und dem General Guergué das Eindrin⸗ gen in die Cerdagna zu erleichtern. Die Karlisten haben gegen⸗ waͤrtig in dem Norden Cataloniens eine Streitkraft von 7 bis 8000 Mann, die uͤbereinstimmend unter den Befehlen des Gene⸗ rals Burjo operiren. Von den obengenannten Distrikten aus sind sie in die von Castell⸗Follit, Figueras und Rosas gedrungen. Diese Bewegung hat am 30. Sept. und 1. Okt. stattgefunden. Den letzten Nachrichten aus Perpignan zufolge, die vom 7ten d. M. sind, halten sie fortwaͤhrend die ganze Gegend besetzt, die an die Ost⸗Pyrenaͤen graͤnzt. Wir wissen nicht, ob sie sich dort festge⸗ setzt haben, um das Einschmuggeln von Munition durch die Berge und von der See her zu erleichtern, oder ob es, wie an⸗ faͤnglich bei der Navarresischen Insurrection, ihr Plan ist, sich an die Graͤnze Frankreichs anzulehnen, um von dieser Stellung aus ihre Unternehmungen in das Innere Cataloniens auszudeh⸗ nen. Man behauptet, daß es schon gelungen sey, 6000 Gewehre für die Karlisten in dem Meerbusen von Rosas ans Land zu ringen.“”“
Einige Blaͤtter hatten behauptet, daß der Artikel im Jour⸗ nal des Débats vom 7ten d. oͤber die Kriegs⸗Operationen in Navarra aus der Feder eines Karlistischen Offiziers geflossen
waͤre. Das genannte Journal hatte dieser Angabe widerspro⸗
chen, und erklaͤrt, daß jener Aufsatz der gewoͤhnlichen Redaction
angehoͤre. Jetzt sagt die Nouvelle Minerve: „Wir unse⸗
rerseits behaupten, daß der in Rede stehende Artikel auf den Wunsch des Herzogs von Broglie von einem vormaligen Franzoͤ⸗ sischen Offizier, jetzt Brigadier im Dienste des Don Carlos, mit
einem Worte von dem General Latapie, dem gewesenen Adjutan⸗
ten und Vertrauten Zumalacarreguy's, abgefaßt worden ist; wir behaupten ferner, daß jener Artikel der Redaction des Journal des Débats direkt aus dem Kabinette des Ministers der aus⸗ waͤrtigen Angelegenheiten zugesandt worden (st..
n dem Memorial des Pyrenses liest man: „Die Insurrection dehnt sich jeden Tag weiter aus. Man hat zahl⸗ reiche Truppen⸗Aushebungen vorgenommen, wodurch es möglich geworden ist, 5 neue Bataillone zu organisiren. Die Kavallerie
hat ebenfalls Verstaͤrkungen erhalten, und zwei Gießereien sind unaufhoͤrlich damit beschaͤftigt, das Matertal der Artillerie zu vermehren. Das Geld, dieser Nervy des Krieges, scheint seit Deputation Zutritt zu gewaͤhren. Nachdem der Vormann der
einiger Zeit nicht zu fehlen; Alles wird verschwenderisch bezahlt, und man fragt sich mit Erstaunen, wie es moͤglich ist, mitten in b erschoͤpften Provinzen so außerordentliche Ausgaben zu be⸗ reiten.
Die Sentinelle des Pyrenees giebt nach einem Schrei⸗ ben von der Graͤnze die Stellung der Haupt⸗Streitkraͤfte der beiden Parteien in folgender Weise an: „Am 2ten d. ist der General Cordova mit seiner Kolonne in Lerin eingeruͤckt; die Kolonnen des Oraa, Iriarte und Aldama befanden sich ebenfalls daselbst, und die vier Generale hatten zusammen 10,000 Mann Infanterie, 600 Pferde und 4 Stuͤck reitendes Geschuͤtz. An demselben Tage besetzte Iturralde mit 14 Bat illonen Autepza, Allo, Dicastillo und Aroniz. Don Carlos befand sich zu dieser Zeit in Estella; er war daselbst am 1. Oktober um 10 Uhr Mor⸗ Fen angekommen. Es ist sehr wahrscheinlich, daß Cordova sich uͤber die Bruͤcke von Mendigorria nach Pampelona begeben wird; man glaubt, daß die Karlisten sich dem widersetzen werden. Am 3ten Morgens hielt eine Karlistische Avant⸗Garde Mendigorria besetzt, und der General Moreno hatte auf den umliegenden Hoͤ⸗ hen Offiziere aufgestellt, die durch Fernroͤhre die Bewegungen der Christinos beobachteten. Wenn Cordova am 4ten oder Iten eine Bewegung gemacht hat, so mußte ein blutiges Zusammen⸗ treffen stattfinden.“
An der Boͤrse fielen heute die Spanischen Papiere etwa um ½ pCt. Man versicherte, daß die Junten der suͤdlichen Staͤdte Spaniens sich nicht unterwerfen wollten. Inzwischen hatte man Briefe aus Madrid vom 5ten d., deren Inhalt guͤnstig lautete. Die Junta von Estremadura soll begonnen haben, ihr Versprechen, der Armee Cordopa's 10,000 Mann zuzusenden, in Ausfuͤhrung zu bringen, und bereits 3000 Mann organisirt ha⸗ ben. Die von dem Grafen de las Navas befehligten Rebellen erregten keine Besorgnisse mehr in der Hauptstadt. Alle An⸗ fuͤhrer seiner kleinen Armee sind verschiedener Meinung, und alle Milizen der umliegenden Gegend haben sich geweigert, auf Madrid zu marschiren, so daß de las Navas keine Bedingungen 1““ sondern dieselben von Madrid zu erwar⸗ ten tte.
Großbritanien und Irland. .““
London, 11. Okt. Den gestrigen Abendblaͤttern zufolge, bestaͤtigt es sich, daß Sir Edward Cromwell Disbrowe, jetzt Britischer Gesandter am Schwedischen Hofe, in gleicher Eigen⸗ schaft an den Niederlaͤndischen Hof versetzt worden ist. 8
Berlin, Montag den 19ten Oktobe -
Der Courier denkt morgen den Bericht uͤber die letzten vierteljaͤhrlichen Staats⸗Einkuͤnfte publiziren zu koͤnnen; man weiß bis jetzt nur, daß die Einnahmen einen bedeutenden Mehr⸗ Ertrag uͤber die Veranschlagungen geliefert haben, besonders in den Departements der Zoͤlle und des Postwesens.
Die Morning Post bemerkt, daß die Stelle eines Ober⸗ Aufsehers des Herzogthums Cornwallis, wozu der Koͤnig kuͤrzlich seinen Schwiegersohn Lord de 1⸗ Isle ernannt, eine sehr eintraͤg⸗ ”n2 Sinkure sey, da sie mehr als 2000 Pfund im Jahre ein⸗ ringe.
In der Grafschaft Tipperary ist Herrn Shiel ein großes
Festmahl gegeben worden.
Der Admiral C. Tyler ist mit Tode abgegangen.
O Connell hat sich in Irland herausgenommen, selbst das Feldherrn⸗Talent des Herzogs von Wellington herunterzusetzen, weshalb sogar der Courier ihn zurechtweist.
Die Times meldet, daß die Bank von England beschlossen habe, keine Wechsel zu diskontiren, welche das Indossement von Banken tragen, die eigene Noten ausgeben. Dieser Beschluß gilt nicht nur den Wechseln, die nur Ein Indossement haben, sondern trifft sogar diejenigen, auf welchen sich das Indossement von fuͤnf oder sechs der angesehensten Londoner Haͤuser befindet, wenn unter denselben die Firma einer der eben bezeichneten Banken ist.
Die Morning Chroniele findet nichts als die Aeußerung natuͤrlicher Billigkeit darin, daß das Franzoͤsische Ministerium die Absicht hege, die zu Ham gefangen gehaltenen Ex⸗Minister Karl's X. frei zu lassen, besonders da, wie das genannte Blatt hinzufuͤgt, zwischen dem Verfahren der Franzoͤsischen Minister in den Jahren 1830 und 1835 kein wesentlicher Unterschied sey.
Aus den Zeitungen von Quebek bis zum 5ten v. M. er⸗ sieht man, daß Graf Gosford das Provinzial⸗Parlament zum 27sten d. M. einberufen hat.
Die Englischen Fonds behielten an der gestrigen Boͤrse ganz denselben Stand wie vorgestern, nur war der Geldmangel noch groͤßer, welcher Umstand sich sehr hinderlich fuͤr den regelmaͤßigen Lauf der Geschaͤfte zeigt. Auch in fremden Fonds fand kein be⸗ sonderer Umsatz statt, doch standen die Spanischen fast etwas besser, weil die Nachrichten von der Pariser Boͤrse guͤnstiger
E1“ Schweden und Morwegen. Sgs.
Stockholm, 9. Okt. Wie man vernimmt, haben die Be⸗ hoͤrden hierselbst Anstalten zum Empfange Ihrer Majestaͤten bei deren Ruͤckkehr aus Norwegen getroffen. Die Reiter⸗ Schwa⸗ dron der Buͤrgerschaft wird dem Wagen derselben außerhalb der Stadt entgegenziehen, und die 50 Stadt⸗Aeltesten haben beschlos⸗ sen, einen Triumphbogen oder eine E renpforte beim Schloß⸗ huͤgel errichten zu lassen, wovon die Kosten 7 bis 8000 Thaler Banko betragen werden. Die Diskussion hieruͤber ist sehr leb⸗ haft gewesen. Bekanntlich machte bei der Ruͤckkehr des Kron⸗ prinzen die Stadt ein Geschenk von 5000 Thaler an die Armen.
Die Besorgniß, daß durch die am 1. Okt. 1834 wieder an⸗ gefangene Baar⸗Zahlung der Bank ihr Silder⸗Vorrath sich bald erschoͤpfen wuͤrde, ist nicht in Erfuͤllung gegangen.
Christiania, 6. Okt. (Boͤrsenhalle.) Nachdem die Studirenden uͤbereingekommen waren, Ihren Maj. durch einen Fackelzug ihre Huldigung zu bezeugen, begaben sie sich vorgestern Abend in geschlossenen Reihen vom Univer itaͤrshofe zum Palais, wo es Ihren Maj. gefiel, einer von den Studirenden gewaͤhlten
Deputation im Namen der Studirenden die Versicherungen ihrer Ergebenheit und ihre Freude daruͤber bezeugt hatte, die erhabe⸗ nen Personen im Vaterlande zu sehen, so wie ihre Wuͤnsche fuͤr das fernere Wohl des Vaterlandes und Ihrer Maj., gefiel es dem Koͤnige, darauf in den gnaͤdigsten Ausdruͤcken zu antworten und seine Erlaubniß zur Absingung eines, fuͤr diese Veranlassung ge⸗ dichteten Liedes zu geben. 8. —
draußen versammelten Studirenden wieder angeschlossen, ge⸗ ruhten Se. Maj. hinaus in ihre Mitte zu treten und die Aus⸗ fuͤhrung des Liedes anzuhoͤren, das in Strophen nach der Na tiongl⸗Melodie von: „Wie herrlich ist mein Heimathsland!“ verfaßt war Sodann rief der Vormann aus: „Gott erhalte den Koͤnig!“ worauf ein mit Dreimal drei wiederholtes Hurrah die Freude und die Hingebung der Juͤnglinge fuͤr den geliebten Fuͤrsten aussprach. Begeisterte Hurrahrufe folgten ferner dem: „Gott erhalte die Koͤnigin!“ Um das edle Fuͤrstenpaar noch einmal zu sehen, umzogen die Studirenden in geordneten Reihen das Palais und begruͤßten wieder unter Wiederholung der letzten Strophe des Liedes mit lebhaftem Hurrah und dem Ausrufe: „Gott erhalte Ihre Majestaͤten!“ die in einem offenen Fenster stehenden Koͤniglichen Personen. Dann begab sich der Zug un⸗ ter Ausfuͤhrung des National, und des Studentenliedes uͤber den Markt zur Universitaͤt zuruͤck, wo er auseinander ging.
Deutschland. Weimar, 16. Okt. Ihre Kaiserl. Hoheit die Frau Groß⸗ herzogin ist gestern Nachmittag mit des Erb⸗Großherzogs Koͤ⸗ nigl. Hoheit im erwuͤnschtesten Wohlseyn aus Teplitz hier wieder eingetroffen. Se. Koͤnigl. Hoheit der Großherzog wird noch ei⸗ nige Tage in Dresden verweilen. Sondershausen, I11. Okt. Am 5ten d. hatte sich unser jetzt regierender Fuͤrst nebst seiner Gemahlin von Arnstadt hier⸗ her begeben, um wegen ihres kuͤnftigen Wohnsitzes noch einige Vorbereitungen zu treffen. Die Freude der iesigen Einwohner, das verehrte Fuͤrstenpaar hier zu besitzen, wurde jedoch Tages darauf durch die Kunde von einem eingetretenen Unwohlseyn der geliebten Fuͤrstin getruͤbt, und leider wurde es bald bekannt, daß eine zu fruͤh erfolgte unzeitige Entbindung schoͤne Hoffnungen vernichtet und die Gesundheit der theuern, allgemein geliebten Fuͤrstin in Gefahr gesetzt hatte. Desto lebhafter ist daher heute die Freude des hiesigen Publikums uͤber die Nachricht, daß nach. dem Ausspruch des zugezogenen Arztes die verehrte Fuͤrstin au⸗
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achdem sich die Deputation den