denselben zustehender Geldzahlungen, Vermoͤgen, Kapitalien und Dokumente festgesetzt sind. 1— — Namen⸗Register derjenigen Personen des Wilnaer Gouvernements, deren beweg⸗ liches und unbewegliches .een definitiv konfiszirt 8 worden ist:
Adamkowicz, Matheus, Feld⸗ Niewiarowic;, Ludwig, Guts⸗ messer aus dem Zawileyschen besitzer⸗Sohn aus dem Zawi⸗ Kreise. 1 F fevyschen Kreise.
Wysocki, Nikolaus. Plater, Emilie, adelig, unver⸗
Wereyko, Julianng. eirathet, aus dem Wilkomir⸗
Wereyko, Eduard. chen Kreise.
Waszklewicz, Ernst, Student, Rymkiewiczewa, Marianne, aus Wilna gebuͤrtig. hefrau des beim letzten Auf⸗
Erragier, Kastmir, Edelmann, ruhr betheiligten Joseph Rym⸗ aus dem Trocker Kreise. kiewicz.
Zatkiewicz, Johann, Edel⸗ RSnk s⸗ Ignatz, aus dem
— mann, aus dem Rosienschen r. Wilkomirschen Kreise. Zaliwski, Joseph, aus dem Siemaszko, Anton, aus dem Flecken Jurburg gebuͤrtig. Wilnaschen Kreise.
Zambrzycki, Ludwig, Gutsbe⸗ Chmarzynski, Joseph, sitzer im Wilnaschen Kreise. dem Wilkomirschen Kreise.
Kasperowicz, Anastastus, an⸗ Szowman, Johann, ehemali⸗ geblich Edelmann aus dem ger Kameral⸗Paͤchter von
Wilnaschen Kreise. odopurnie im Wilnaschen
Kudorowski, Franz, Sohn reise.
Joseph's und Maria's, gebuͤr⸗ Szancillo, Juri, Edelmann rigen Sobolewska. — aus dem Oszmianschen Kreise. Laudanski, Juri, Gutsbesitzer: Szantyr, Dominik, aus dem Spohn im Wilnaer Kreise. Szawelschen Kreise. Milosz, Anton, verabschiedeter Jacewiczowa, Rose, Ehefrau Offizier der ehemaligen Pol⸗ des beim letzten Aufruhr be⸗ nischen Armee. theiligten Onufrius Jacewicz.
Nietocoi oder Nieszokoi, aus Jacunski, Vincent, Gutsbe⸗ dem Dorfe Pokopurnie im Wil⸗ sitzer⸗Sohn aus dem Trocki⸗ naschen Gouvernement. schen Kreise.
aus
1212
Berzrliner Börze.
Den 24. Oktober 1835.
Amtliezer Foade- und Ggeld-Courg-Zettel.
„ Vour.
8 BHlr.
r. Cour. Brief. Geld.
1011’12
100 ¼ 60 ½
101 ½
101 ¼
Oatpr. Pfandbr. Pomm. do. Kur- u. Neum. do. Schlezische do. 4 Mückat. C. und Z. Sch. d. K. u. N.
St.-Schuld-Sech. 4 Pr. Engl. Obl. 30. 4 PrämSch. d. Sech. — Kurm. Obl. m. l. C. 4 Nm. Int. Sch. do. 4 Berl. Stadt-Obl. 4 Königsb. do. 4
425
4
4
Gold al marco 42 Neue Ducaten 102 Friedrichsd'or 021 102 ½ Disconto
Elbinger do.
Danz. do. in Th. Wentpr. Pfandbr. Grosgh. Pos. do.
42 ½ 102 ½
—
106 ¼½ 215 ½ 13 1 4
3 Fr. Cour.
Wechsel-Cours.
Brief. ] Geld.
Kurz 2 Mt. Kurz 2 Mt. 3 Mt. 2 Mt. 2 Mt. 2 Mt. 2 Mt. 8 Tage 2 Mt. 3 Woch.
Amsterdam do. Hamburg
Wien in 20 Xr. Augsburg
Breslau
Leipzig
Frankfurt a. M. WzZ. Petersburg
100 Thl. 100 Thl. 150 Fl.
100 Rbl.
142 ½ 142
152 ⅞ 152 ⅛
141 ⅓ 152 ⅝
8
— 6 28 ⅛ 81 6 mw— 103 ¾ 1031½ — 103 ½ 99 6 — 103 ⅛
30 h
Au s würtig Amsterdam, 19. Oktober. Niederl. wirkl. Schuld 55 ½. 5 % do. 101 ⁄.
e Börsen.
Ausg. Schuld
125⁄1 3. Kanz-Bill. 25 ½. A ½ % Amort. 95 . 3 ½ % 79 ½¾¼. Russ.
Oesterr. 98 ⅛. 5 % Span. 30 ⅞.
98.
do. 3 % 18 ⁄⅞.
Preuss. Präm.-Scheine —.
do. 4 % Aul.
3“
Frankfurt a. M., 21. Oktober- . 57 1⁄. G. 1 % 2415514. Br. Br. Loose zu 500 Fl. 115. 114 ⅞. Loose zu 100 Fl. 213. t* Preuss. Pr.-Sch. 59. 58 ¾½. do. 4 % Anl. 98 ⅓. Br. Poln. Lon 68 ½. Br. 5 % Span. Kente 28. 27 ⁄¼. 3 % 16 ½. 16 ¼. Fr
Koͤnigliche Schauspiele.
Sonntag, 25. Okt. Im Opernhause: Das eherne Pfer Zauber⸗Oper in 3 Abth., mit Tanz. Musik von Auber. (D Therese und Dlle. Fanny Elsler werden hierin tanzen.)
Im Schauspielhause: Die Lichtensteiner, dramatisches . maͤlde in 5 Abth., nebst einem Vorspiele: Der Weihnachtsaben von Bahrdt.
Montag, 20. Okt. Im Schauspielhause: Das Kaͤth von Heilbronn, großes Ritter⸗Schauspiel in 5 Abth., nebst Vorspiele in 1 Akt, genannt: „Das heimliche Gericht“, von von Kleist. 1 1
In Potsdam: Der gruͤne Domino, Lustspiel in 1 Alt, mj Th. Koͤrner. Hierauf: Zum erstenmale: Laßt mich lesen, Sch in 1 Akt, vom Dr. C. Töͤpfer. Und: Der Kammerdiener, 2' spiel in 4 Abth., von Leitershofen. 8 8
KRodnigstaͤdtisches Theater.
Sonntag, 25. Okt. Moses, oder: Der Auszug aus A h ten, Oper in 3 Akten. Musik von Rossini. Fuͤr die Königs tische Buͤhne eingerichtet von Fr. Genẽée.
Montag, 26. Okt. Zum erstenmale: Die Familie Rigas bourg, Schauspiel in 1 Akt, nach dem Fra des Scribe, mf Peucer. Hierauf: Zum erstenmale: Der lustige Rath, Luftshe in 2 Akten, nach dem Franz. von Th. Hel. 1“ Redacteur Cottel.
EC11 Gedruckt bei A. W. Hayn.
21 ¼
emaegvx
Alllgemeiner Anzeiger
Wie soll das Kindlein heißen? Oder: Die Bedeutung der Tausnamen. fuͤr jeden Familienvater, besonders auch fuͤr Lehrer. Bearbeitet von F. Atzerodt und H. Kaiser. 8ro0
geh. Preis 10 sgr.
Eltern ist bei der Wahl der Taufnamen die Kennt⸗ niß ihrer Bedeutung von besonderem Interesse. Die Mehrzahl dieser Namen enthaͤlt ein Lebens Motto zur Staͤrkung der sittlichen Kraft; sie stellen dem Traͤger gleichsam eines wuͤrdiges Ziel seines Han⸗ delns vor's Auge. 8 8
”n “ Bekanntmachungen. 8 MNothwendiger Verkauf Das dem Baͤckermeister Ernst Pbilipp Krueger zugehoͤrige, auf dem Kassubschen Markte in den schwarzen Kreuzen unter der Servis⸗Nummer 889 und 890 und Nr. 12 und 13 des Hypothekenbuchs gelegene Grundstuͤck, abgeschaͤtzt auf 5051 Thlr. 15 sgr. 5 pf, zu folge der nebst Hypothekenschein und Bedin⸗
gungen in der Registratur einzusehenden Tarxe, soll
am 31. Maer z 1836
vor dem Artushofe verkauft werden.
Konigl. Land⸗ und Stadtgericht zu Danzig.
— Subscriptions-Einladung. So eben ist erschienen: “ Die Klassischen Stellen der
Schwei Zz
un d deren Hauptorte in Original-Ansichten dargestellt, gezeichnet von Gustav Adolph Müller, auf Stahl gestochen von Henry Winkles und amsern ausge- zeichneten Englischen Künstlern. Mit Erläuterungen von Heinrich Zschokke. 1 Erste Lieferung. Als Bürgschaft für den hohen literarischen Werth des Werkes; nennen wir nur den Namen Zsch akke, er machte die Bearbeitung des Textes zur Hau arbeit seines literarischen Wirkens wuhrend 4.
Edietal⸗Citation.
Von dem unterzeichneten Gericht werden alle die⸗ jenigen, welche an den, von dem hiesigen Kaufmann Franz Weiner unterm 23. September 1834 auf die e Schummel K& Hinkel zu Breslau an die
rdre des hiesigen Kaufmanns Ludwig Michaelis uͤber 500 Thlr. Courant gezogenen, und von diesem nach erfolgter Acceptation unterm 28. October pr. an den Kaufmann Moritz Lilienhayn allhier girirten, nach 2 Monaten zahlbar gewesenen, jedoch in Ber⸗ lin abhaͤnden gekommenen Wechsel, als Eigenthümer, Cessionarien, Pfand⸗Inhaber oder sonstige Anspruͤche zu haben glauben, auf den Antrag des ꝛc. Lilienhayn hierdurch aufgefordert, sich in dem auf
den 21. November c., Vorm. 11 Uhr,
vor dem Herrn Assessor Fischer in dem Stadtgerichts⸗ Gebaͤude hierselbst angesetzten Termin entweder per⸗ soͤnlich oder durch legitimirte Bevollmaͤchtigte zu melden, ihre Anspruͤche an den gedachten Wechsel anzuzeigen und bescheinigen, widrigenfalls ihnen die⸗ erhalb ein ewiges Stillschweigen auferlegt und ge⸗ achter Wechsel amortisirt werden wird.
Glogau, den 31. Juli 1835. Koͤnigl. Preuß. Land⸗ und Stadtgericht.
letzten Jahre.
det werden.
Velinpapier ist: Royaf.b 20 sgr.
Literarische Anzeigen.
Bei uns ist erschienen und durch alle gute Buch⸗ handlungen zu haben: Repertorium esetzlicher Bestimmungen u Verfuͤgungen, gesee uͤber das evangelische Kirchen⸗ und Elemen⸗ tar⸗Schulwesen, uͤber die Amtsfuͤhrung und Pflichten, so wie uͤber die Einkuͤnfte und Gerechtsame der Kir⸗ chen⸗ und Schulbeamten des Preußischen Staats ergangen sind, ein Handbuch fuͤr Geistliche, Schul⸗ lehrer und demnaͤchst auch fuͤr Kreis⸗ und Ortsbe⸗ hoͤrden, welche auf das Kirchen⸗ und Schulwesen n einwirken, . herausgegeben vpon Joh. Christoph Friedrich Seger, Koͤnigl. Schul⸗Inspektor in der Superintendentur Potsdam u. Prediger zu Wustermark u. Hoppenrade. gr. 110. 23 ½ Bogen. Preis 1½ Thlr. Dieses Werk wird einem gefuͤhlten Beduͤrfnisse im Preuß. Staate abhelfen, und allen Consistorien, an- dern geistlichen Behoͤrden, allen Kirchen, Schulen und deren Beamten hoͤchst willkommen sein, auch in Bezug auf hohe Ministerial⸗Verfuͤgung, wegen all⸗ gemein anzulegender Pfarr⸗Registraturen ersprießliche Dienste leisten. 8 1 Der Herr Verfasser hat bei seiner Arbeit das All⸗ gemeine Landrecht, Matthis juristische Monatsschrift, die Gesetzsammlung, die Amtsblaͤtter der Koͤnigl. Regierungen und naͤchstdem die Kegelschen Auszuͤge, die Sammlungen von Rumpf, Haupt, Baͤvenroth u. s. w., die altern und neuern Circular⸗Verfuͤgun⸗ gen der geistlichen Provinzial⸗Behoͤrden, auch die v. Kamptzschen Jahrbuͤcher benützt, und so ein Werk eliefert, welches im Manuscript schon von hohen ersonen im geistlichen Ministerium sehr guͤnstig heurtheilt und dessen Zweckmäaͤßigkeit in einem Re⸗ seript des hohen Ministeriums der Geistlichen⸗ und Unterrichts⸗Angelegenheiten anerkannt worden ist. Um dasselbe recht gemeinnuͤtzig zu machen, haben wir den Preis dafuͤr, bei guter Ausstattung, moͤg⸗ lichst billig gestellt.
Stuhrsche Buchhandlung in Berlin, Schloßplatz Nr. 2.
handlun
8vo.
wir dasselbe gen in der
gesammten Rußland,
i G. Basse in Quedlinburg ist so eben erschie⸗ E in allen Büchbandüanchal,, sn Berlin bei E. S. Mittler (Stechbahn Nr. 3), zu haben: 1
Se asese hecasMesa iAhehhchc M111118“
2
zu haben:
Nur im festen Vertrauen auf allgemeine Theil- nahme des deutschen Publibums konnten wir diese Unternehmung wagen; wir befürchten nicht in un-] 1 sern Erwartungen getäuscht zu werden! 9
Das Werk wird sämmtliche Cantone der Schweiz umfassen und in 24 monatlichen Lieferungen vollen- Der Preis der Lieferung in Royal- Octav, mit 3 Stahlstichen und 1 Bogen Text aulb 10 sgr.; der Pracht-Ausgabe in unart mit Abdrücken auf chinesisch Papier:
Subscribenten-Sammler erhalten bei 12 bezahlten Exemplaren eins frei! Eine französische Uebersetzung ist bei uns vor- bereitet und erscheint davon nächstens das erste Helt. Carlsruhe und Leipzig, im Kunstverlag, Bestellungen nimmt an: die Buch- und Kunst- von E. H. Schroeder in Berlin,
Semilasso's Weltgang. Neuestes Werk aus den Papieren des Verstorbenen. So eben ist erschienen:
Vorletzter Weltgang von Semilasso.
Traum und Wachen. Aus den Fen des Verstorbenen
Erste und zweite Abtheilung. 8 brosch. Verfasser, ausgezeichnet durch die glaͤnzendste Darstellungsgabe, pikanten Witz, Reich⸗ thum der scharfsinnigsten Beobachtungen, Freimuͤthig⸗ keit und hohe Eleganz, hat dies Alles neuesten Werke in so reichem als eine der interessantesten Erscheinun⸗ neuern Literatur zu bezeichnen keinen Anstand nehmen. Wuͤrdig schließt sich Semilasso's Weltgang an die Briefe eines Verstorbenen, als deren verheißene Fortsetzung Jeder es anerkennen wird. Die ersten zwei, elegant ausgestatteten Baͤnde, denen der dritte binnen wenigen Wochen folgen wird, brin⸗ gen des Verfassers Gang durch Europa. Baͤnde werden dann seine Denkwuͤrdigkeiten in Afrika enthalten. Stuttgart, im Oktober 1835. Hallberg ersche Zu haben in saͤmmtlichen reuß. Monarchie, Deutschland, Kurland, 1 chweden, Daͤnemark u. bei Ferd. Duͤmmler, Linden Nr.
Der geistreiche
So eben haben bei F. Kupferberg in Mainz die Presse verlassen, und in allen Buchhandlungen
Beurmann, E., Frankfurter Bilder.
Thlr. 15 sgr.
Ein Buch
gruͤnde der w Band.
Heft. er geb 20 sgr.
Ir Band enthaͤlt:
8;⁄sgr.
2r Band enthaͤlt:
ten im
Septbr. 1835. lik W Creuzbhauer. in Auflage. gr. König-
1“
8 Kunst.
rster Theil. 8 An Europa. “
4 Thlr. 20 sgr.
gr. 8vo.
in seinem Maße vereinigt, daß
Spaͤtere
Verlagshandlung.
Buchhandlungen der zugleich in
als folgendes:
s. w., in Berlin 19.
8vo. geh. 11“
1 888 10 son uͤbener, J. W. F. 9 . vn e
Die Nacht der Irrungen Katharina II. und ihr Hof. 13 ¾ sgr. 3) Die vornehme Welt, in der Bedientenstube.
2 Theile.
Commission gegeben.
Unbestritten und ohne
—
——
fuͤr die Preußischen S
Graff, G., die Weltgeschichte. dium zunaͤchst fuͤr die mittlere Bildungsstufe der Gymnasien und anderer hoͤherer Lehranstal⸗ ten. gr. 8vo.
Heße, W, die Anfangsgruͤndr der Formenlehre fuͤr den wissenschaftlichen und Elementar⸗Un⸗ terricht fuͤr Lehrer an Volksschulen. Mit neun Steintafeln. Auch unter dem Titel: die Anfangsgruͤnde der Formenlehre fuͤr Real⸗ und Buͤrgerschulen. Zweite ganz umgearbeitete Auflage. gr. 8vo. 1t
Heße, W., Rheinhessen in seiner Entwickelung
1““ von 1798 bis Ende 1834.
wirthschaftlicher Versuch. ,
Rheinhessen und 1 lithog. Tafel. gr. 8vo. geb.
Dr., theoretische Anfangs⸗ ftlichen Pflanzenkunde. Als Anleitung zum Selbststudium fuͤr Anfaͤnger. 11 Handbuch der Terminologie und Orga⸗ nographie des Pflanzenreichs. Nedst den Grund⸗ zuͤgen zum Eingehen in die Wissenschaft, den Gesetzen, uͤber die Benennungen der Pflanzen, und s Kunst sie zu beschreiben. 8vo. geb.
22 ½ sgr.
1 Thlr.
r.
hlr. Jakobi, G. A, Beschreibung des gegenwaͤrtigen Zustandes der Europaͤischen Feld⸗Artillerieen. 18 Beschreibung des Materials und der Aus⸗ ruͤstung der Englischen Feld⸗Artillerie. gr. 8v0
Lenz⸗Kuͤhne, J. St., Lustspiele. 2 Thlr. 22 ½ sgr.
à4) Carl II. oder: Ein fuͤrstliches Abentheuer in der Taverne.
10 sgr.
1) Margaretha von Valois und die Mißvergnuͤg⸗ Jahre 1579. 2) Hochmuth kommt vor dem Fall. Moͤhler, J. A. Dr., neue Untersuchungen der Lehrgegensaͤtze zwischen den Katholiken und Pro⸗ testanten. Eine Vertheidigung meiner Symbo⸗ egen die Kritik des Herrn Professors Baur Leoingen. Zweite verbesserte und vermehrte
20 sgr.
8vo. 2
Thlr.
Steudenmaier, F. A Dr., der Geist des Chri⸗ stenthums, dargestellt in den heiligen Zeiten, in den heiligen Handlungen und in der heilgen
geb. 2 Thlr. 5 sgr. In Berlin in der Enslinschen Buchhandlung
(F. Muͤller), Breitestraße Nr. 23, zu haben.
8vo
Bei G. F. Heyer, Vater, in Gießen ist von jetzt an in alleinigem Verlage zu haben, und bei E. S. Mittler in Berlin (Stechbahn Nr. 3), so wie in allen reellen Buchhandlungen zu erhalten:
Wissenschaftliche Darstellun
chen Berufes, nach den neue nissen entwickelt von Robert Haas, 2 Baͤnde, 1834.
Der geistreiche Verfasser dieses zeitgemaͤßen Werkes hatte es auf seine Kosten sehr anstaͤndig drucken lassen und der J. Ricker schen Buchhandlung dahier in Indem ich hiermit anzeige, daß es mit allen Verlagsrechten in meinen Verlag uͤbergegangen ist, glaube ich mich durch mehrseitige guͤnstige ürtheile geistreicher Sachverstaͤndigen fuͤr verechtigt zu halten, dieses Werk als eines der wichtigsten neuen Erzeugnisse im Felde der theologischen Wissenschaften zu empfehlen.
2 Thlr
Fuͤr Lateinschreibende und Lateinlern ende
Unter allen bis jetzt vollendeten Woͤrterbuͤchern hat noch keines bei so billigem Preise die Vollstaͤndigkeit Bogenzahl und innerer Guͤte erreicht
Deutsch-lateinisches Handwoͤrterbuch.
Nach dem groͤßeren fuͤr Gymnasien bearbeitet von F. K. Kraft und M. A. F
90 Bogen gr. Lexikonformat. papier: 3 ½ Thlr.
Nebenbuhler ist der Werth des groͤßeren Werkes, dessen jetzige 3te, wieder um 12 Bogen vermehrte Auflage sich vorzuͤglich durch
Ein statistisch⸗staats⸗ Mit
15 sgr.
oͤrbiger. 2 ½¾ Thlr., Schreib⸗
“ ta q t b 1 t. g9 9 6 groͤßere Ruͤcksicht auf Synonymik und gramna⸗ tische Regeln auszeichnet. Lexikon. Aus den roͤmischen Klassikern zusammen nach den besten Huͤlfsmitteln bearbeitet von: Dr. F. K Kraft. 2 Bde. 171 Bogen gr. Lexikonf. 6 Thlr. Schrejb⸗ papier: 8 Thlr. Schon durch die vierte Auflage bewaͤhrt sich der Werth der Geschichte von Altgriechenland. Als Anleitung zum Uebersetzen bearbeitet von N. F. K. Kraft. 23 Bog. gr. Svo. ¾ Thlr.; Schrah ppapier: 1 Thlr. 6 Ernst Kleins literarisches Comptoir in Leipng Vorraͤthig in der Plahnschen Buchhandlm (L. Nitze) Jaͤgerstraße Nr. 37.
Ein Compen⸗
Ir Theil
1 Karte von
—
e A u 2o1e..
Die Literarische Zeitung, berausgegeben von Karl Büchner, wird auch im Jahre 1836 in der bisherigen Arta scheinen, wöchentlich, am Mitfwoch cine Numm jedoch öfter als bisher mit Beilagen, der aus 10 Jahrgang (über 60 Bogen) zu dem mölsigen sn von 2 ¾ Thlr. — Wie bekannt, gewährt die W. Ztg. die beste und vollständigste Uebersicht üksa 2 Baͤnde e das ganze Gebiet der, neuen Literatur, indem K 8 3 nicht nur eine krilische Anzeige der in- und ams 1 lländischen neuen Büchen, Dissertatianen und Da 3 ssromme, sondern auch eine Angabe des Inhalts s sgichtigsten Journale enthäült. Sie ist für alle Ge lehrte, Beamte, Militairs, Technologen und Lans wirthe, welche mit der Literatur fortgehen wollen ein unentbehrliches Blatt.
Um den Wünschen mehrerer neuen Abonnences welche die Lit. Zig. schon vom October d. J. 4 zu empfangen wünschen, entgegen zu kommen, und len wir das Ate Quartal des Jahrg. 1835 eimM zu ¾ Thlr. erlassen.
Bestellungen nehmen alle Buchhandlungen ul für ganze Jahrgänge auch die Königl. Postämter n Probeblätter sind gratis zu haben.
Duncker und Humblot in Bersn
18 ¾ sgr.
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Nr. 8, und in Neu⸗Ruppin sind zu haben: Gutsmuths:
Der praktische Hefenfabrikant, oder gruͤndliche Anweisung, nicht allein die holli⸗ dische Preßhefe nach einer verbesserten Methode fabriciren, sondern auch die besten Arten füsst Hefen fuͤr die Weißbaͤckerei 1g leichte Weise ut weuigen Kosten sich zu jeder Zeit selbst anzuferttha Rebst Mittheilung der besten Rezepte zur Berestn kuͤnstlicher Gaͤhrungsmittel fuͤr die Branntweinbras⸗ nerei. Ein noͤthiges Hef znugs fuͤr Gewerbtreibenze in diesem Fache, Hefenhaͤndler, so wie fuͤr Lan⸗ wirthe, die ihren Hefenbedarf oft aus der Ferne be⸗
ziehen muͤssen. Svo. geh. Preis 15 sgr.
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die besten, haltbarsten Kitte fuͤr metallene, steinerne und hoͤlzerne Geraͤthschaften⸗ als: eiserne Kuͤchengeraͤthe, Roͤhren, Oefen, Mo beln, Porzellan, Steingut, Edelsteine, Glas, Fensta⸗ Flaschen, Pfeifenkoͤpfe, chemische Apparate, irdene
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Naturwissenschafgen fuͤr das prakt ische eben. 1) Angewandte Naturlehre von Kaft nas 2) Angewandte Chemie von Doͤberei . In unserem Verlag erscheint seit Jahr und 29 Handbuch der angewandten Naturlehre, von . G. Kastner, K. B. Hofrath und Professor e Physik und Chemie zu Erlangen. Diesem lassen n folgen, von Neujahr an: . Die angewandte Chem ien⸗ bearbeitet von dem ersten jetzt lebender Chem Hofrath und Ritter Dr. J. W. Doͤbereiner⸗ Professor der chemischen Wissenschaften zu Jena. In Lieferungen von 6—s Bogen. lan⸗ Bestellingen nehmen an alle gute Buchbanzlin gen (in Berlin E S. Mittler, Stechbahn Nr. Stuttgart, im Oktbr. 1835. dlung. ““
W.
8 des geistli⸗ sten Zeitbeduͤrf⸗
0,2* Bank-Act. 1601. 1599. Fart- Obl. 1197
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Kironik des Tages.
. Berlin, den 25. Oktober.
Se. Majestaͤt der Koͤnig haben vorgestern dem zum Koͤnig⸗ uh Gaͤchsischen außerordentlichen Gesandten und bevollmaͤchtig⸗ ag Minister an Allerhoͤchstihrem Hoflager ernannten Staats⸗ Mmister und General⸗Major von Minckwitz die Antritts⸗ dienz zu ertheilen und das Beglaubigungs⸗Schreiben dessel⸗ um entgegen zu nehmen geruht.
Se. Majestaͤt der Koͤnig haben den Legations⸗Rath de la roir II. zum Wirklichen Legations⸗ und vortragenden Rath in Ministerium der auswaͤrtigen Angelegenheiten Allergnaͤdigst mernennen und die daruͤber ausgefertigte Bestallung Allerhoͤchst⸗
dcs zu vollziehen geruht. 8
Angekommen. Der General⸗Major und Commandeur ne öten Landwehr⸗Brigade, von Hedemann, von Ruppin. Der Bischof der evangelischen Kirche und General⸗Super⸗
mendent der Provinz Pommern, Dr. Ritschl, von Erfurt.
Abgereist: Se. Excellenz der Wirkliche Geheime Rath,
etragen unsaußerordentliche Gesandte und bevollmaͤchtigte Minister bei Sr. Majestat dem Koͤnige der Franzosen, Freiherr von
mach Wuͤrzburg. 3
Werther,
Zeitungs⸗Nachricht
lsslhelandd. .“ Rußland.
Odessa, 6. Okt. Lord Durham hat am z3ten seine Qua⸗ antaine beendigt. Ein Kosaken⸗Piquet begleitete ihn von der
Auarantaine bis zum Hotel Richelieu, welches er bewohnt, und
dor dem eine Ehrenwache mit einer Fahne aufgestellt war. Bei inem Eintritt in die fuͤr ihn bestimmten Gemaͤcher wurde er ag dem hiesigen Kommandanten, dem Brigade⸗General der Gar⸗ e, hem Polizeimeister und dem Stadt⸗Aeltesten empfangen. . darauf erschien der General⸗Gouverneur, Graf Woronzoff, Beitung des Gouverneurs der Stadt, Herrn Lewschin, um n kord zu begruͤßen. Lord Durham stattete noch an demselben hemen Besuch bei vem Genexalk⸗Gouverneur ab und speiste hem Englischen General⸗Konsul, Herrn Neames. Am fol⸗
do Tage machten die fremden Konsuln dem Botschafter ihre ehng, der auch die hier wohnenden Englaͤnder empfing⸗ Snbr besuchte derselbe das hiesige Institut fuͤr adliche Damen, vihes unter dem Schutze Ihrer Majestaͤt der Kaiserin steht, Füegge unsere Feuer Loͤschanstalten und wohnte nach dem Di⸗ c hei dem General⸗Gouverneur einer Vorstellung von Belli⸗
u Norma bei. Frankreich.
Paris, 19. Okt. Der bisherige Griechische Gesandte, Fuͤrst Lansja, hatte gestern die Ehre, dem Koͤnige in einer Privat⸗ Ladienz sein Abberufungs⸗Schreiben einzuhaͤndigen. Unmittelbar wrauf uͤberreichte der General Colettis, der den Fuͤrsten Caradja seiner bisherigen Eigenschaft ersetzt, dem Koͤnige sein Kreditiv, un machte demnaͤchst der Koͤnigin und den Prinzen und Prin⸗ esinnen des Koͤniglichen Hauses seine Aufwartung.
Der neue Russische Botschafter, Graf von Pahlen, ist vor⸗ gistern hier angekommen.
Im Journal de liest man Folgendes: „Die Be⸗ sörde war seit laͤngerer Zeit davon unterrichtet, daß einige poli⸗ ische Fluͤchtlinge an der Verbreitung auswaͤrtiger geheimer Ge⸗ felschaften arbeiteten, und ließ sonach diejenigen, die sie im Ver⸗ gachte hatte, daß sie solche strafbare Umtriebe leiteten, strenge seccachen. Gestern Abend wurde demgemaͤß ein Haus umzin⸗ dult, in welchem sie wußte, daß hier Fluͤchtlinge sich versammeln vürden, und man fand deren in der That 15, die gerade eine Oitzung hielten. Auf dem Tische, um den sie saßen, fand man niele wichtige Briefe und fast alle Papiere der erwaͤhnten Ge⸗ llschaften.“) Das Journal du Commerce enthaͤlt uͤber die schon sange beabsichtigte e nh der 5procentigen Rente nachste⸗ hende Bemerkungen „Man ehauptet, daß der Plan, die 5pro⸗ 88 Rente zu konvertiren, hoͤhern Orts Schwierigkeiten finde, dne Herrn Humann entmuthigten. Man fuͤgt sogar hinzu, daß eine Operation zu Stande zu bringen, auf die er gruͤnden gedachte, und daß er des⸗ falb auf dem Punkte stehe, seinen Abschied zu nehmen. Dies härde uns nicht wundern. Die Schwierigkeiten, die sich dem lane des Herrn Humann entgegensetzen, schreiben sich nicht von jisern her; schon vor einem Jahre haben wir sie angedeutet; ind wenn Herr Humann sich jetzt zuruͤckziehen will, so mag er vohl die Unmoͤglichkeit eingesehen haben, politische Ruͤcksichten u beseitigen, die er vergeblich mit einer eines besseren Erfolges vüͤrdigen Beharrlichkeit bekaͤmpft hat. Die Konvertirung ist er dennoch eine Nothwendigkeit, der die v sich nicht nniehen kann, es mag geschehen, was da wolle. Das Recht hü- Raͤckzahlung al pari tritten. Was die Zweckmaͤßigkeit der Anwendung desselben 88 so geht sie aus der allmaͤligen Vermehrung der Kapitalien
aus der immer steigenden Befestigung des oͤffentlichen Kredits
Die Herabsetzung des Zinsfußes ist eine Thatsache, die sich Privat⸗Verkehr geltend macht, und von der der oͤf⸗ Sceß ebenfalls Nutzen ziehen muß. Man erinnert sich, daß Vorschlag zur Reduzirung der 5procentigen Rente im
1825 von Herrn von Villèle gemacht wurde; aber die estauration schlug diese Maßregel nur vor, um die Milliarde chubringen, die sie fuͤr die Emigrirten verlangte. Ungluͤck⸗
t verzweifle, den Ruhm seines Namens zu
Berlin, Montag den 26sten Okt
wird von Niemanden mehr ernstlich
licherweise, und zum Theil wegen der zͤkonomischen Vorurtheile,
wurde die Reduction verworfen, waͤhrend
die damals herrschten, Gegenwaͤrtig herrscht eine andere
man die Milliarde votirte. Politik. Was die Regierung schen Zwecke vorschlug, das verweigert die jetzige Regie⸗ rung, und zwar ebenfalls zu einem politischen Zwecke, der ihr aber eben so wenig Ehre macht. Die Anhaͤnger belohnen, Uindem sie ihnen eine Milliarde zum Ge⸗ schenk machte; die Doctrinairs wollen ihre Anhänger belohnen, indem sie ihnen die 35 Millionen erhalten, welche durch die Re⸗ duction auf dem Budget erspart werden wuͤrden. dieselbe Taktik. Glaubt man aber, daß das Land ohne Murren eine solche Last noch laͤnger tragen werde? Gewiß nicht. oͤffentliche Meinung ist seit 1825 aufgeklaͤrter geworden. Die gehaͤssi⸗ gen und schimpflichen Benennungen, mit denen damals viele Rentiers in der Kammer den Konvertirungs⸗Plan belegten, werden jetzt nach ihrem wahren Werthe ist gegenwaͤrtig unter sich einig, die Verwirklichung einer Erspar⸗ niß durczusesen, die um so vortheilhafter ist, als dadurch in keinem Verwaltungs⸗Zweige eine Verlegenheit herbeigefuͤhrt wird. Es zeigt sich taͤglich mehr, moͤglich seyn wird, die teressen nothwendigen Unser Budget ist mit des Effektiv⸗Bestandes an den Summen, die auf dem Kriegsfuße zu erhalten, muͤssen wir auch noch jaͤhrlich 35 Millionen geben, um den Eifer der Pariser Nattonal⸗Garde nicht erkalten zu lassen, die die Hauptstuͤtze der jetzigen Regierung ist. Was soll man von einem Systeme sagen, welches nur Vertrauen zu der materiellen Staͤrke hat, und nur durch solche Mittel be⸗ stehen kann?“
Der Messager sagt:
daß es den Doctrinairs un⸗ oͤkonomischen Reformen zu hintertreiben.
der Armee uͤberladen; aber nicht genug
„Herr Pasquier haͤlt es fuͤr gewiß, daß man die Debatten des Fieschischen Prozesses am 10. No⸗ vember werde eroͤffnen koͤnnen. Dieser Prozeß wird allerdings hoͤchst anziehend, aber doch nicht in dem Maße interessant seyn, als er es geworden waͤre, wenn er sich an eine Partei geknuͤpft haͤtte. Die Instruction beginnt mit dem Gestaͤndnisse, daß sie nichts Entscheidendes ermittelt habe, und daß man nicht uͤber Herrn Pepin hinauskomme, wenn man einigermaßen positive Thatsachen und wegescseeabere Einverstaͤndnisse finden wolle. Um welche erbaͤrmliche Summe handelt es sich? Um etwa 500 Fr., um eine Speculation von 40 Sous auf jeden Flintenlauf, kurz, um eine Verschwörung, ohne irgend eine politische Bedeutung. Das Merkwuͤrdige in den Debatten wird sich lediglich auf die Person Fieschi's beschraͤnken, um so mehr, als er verspricht, sein Auditorium durch Aufschluͤsse in Erstaunen zu setzen; und in der That gestehen alle Leute, welche Gelegenheit haben, Fieschi zu sprechen, ein, daß seine Antworten etwas Ue erraschendes und Buͤndiges haben, was den oͤffentlichen Debatten viel Pikantes geben duͤrfte.“ — Der Von Sens glaubt den Prozeß nicht so nahe bevorste⸗ hend, und mißbilligt die Art und Weise, wie jener abscheuliche Verbrecher behandelt werde. „Es ist unmoͤglich“, sagt das ge⸗ nannte Blatt, „sich einen Begriff davon zu machen, wie zuvor⸗ kommend und aufmerksam Fieschi behandelt wird. Seit demn 28. Juli hat man ihm noch nicht ein einziges Mal gesagt, daß er ein Elender sey. „Im Gegentheil, alle Versonen, die ihn umge⸗ ben, ce den Auftrag, den Geist, die Entschlossenheit und Kuͤhnheit anzuerkennen, deren es bedurft habe, um sein Verbre⸗ chen auszufuͤhren; man macht ihn fast zum Helden!“
Morey, der muthmaßliche Mitschuldige Fieschi'’s, hat sich endlich entschlossen, Nahrung zu sich zu nehmen, so daß man nun⸗ mehr gegruͤndete Hoffnung hat, ihn zu retten.
Der verantwortliche Herausgeber des „Réformateur“ ist heute abermals, wegen jcfetef in den Nummern vom 13. und 14. Okt. enthaltenen Artikel, von dem hiesigen Assisenhofe in con- tumaciam zu Zmonatlicher Haft und einer Geldbuße von 5000 Fr. verurtheilt worden.
Die Zoll⸗Einnahme in Marseille hat im verflossenen Monat 2,785,218 Fr. betragen.
Im Moniteur liest man: „Wie wir gestern gemeldet hatten, so sind die Grafen Almodovar und Las Navas am 9ten d. in Madrid angekommen. Am IIten wurde die ganze Natio⸗ nal⸗Garde gemustert. Die Division Gurrea ist wieder in Na⸗ varra eingeruͤckt; man erwartet daselbst auch die Fremden⸗Legion, die am 16ten in Barbastro stand. Am 16ten hatten Don Car⸗ los und Cordova noch immer ihre fruͤheren Stellungen inne, ge⸗ trennt durch die Arga, welche sehr angeschwollen ist. Cordova hat die Bruͤcken von Mendigorria und Belasquari abbrechen, und die von Larraga befestigen lassen. Am 15ten ist Oraa mit 4000 Mann nach Pampelona marschirt, um diesem Platze Pro⸗ viant zuzufuͤhren.“
„Wir hatten gestern“, sagt das Journal des Débats, „die Unterwerfung des Grafen de las Navas angekuͤndigt, da seine Anwesenheit in Madrid uns dieses hinlaͤnglich anzudeuten schien. Ein Madrider Schreiben vom 10ten besagt aber, daß Herr de las Navas, nachdem er 48 Stunden in erfolglosen Konse enzen mit den Freunden des Herrn Mendizabal hingebracht, in Begriff stehe, nach seinem Hauptquartiere uruͤckzukehren. Sollte dies gegruͤndet seyn, so waͤren die Sachen noch nicht so weit vorge⸗ ruͤckt, als wir es Anfangs glaubten.“
In einem von hiesigen Blaͤttern mitgetheilten Schrei⸗ ben aus Madrid vom 10ten d. liest man unter Anderem: „Die gemaͤßigte Partei hat sich von ihrer Ueberraschung erholt, und wird sich dem Herrn Mendizabal anschließen, besonders da sie sieht, daß die Anstrengungen dieses Ministers zur Besiegung der Karlisten Erfolg zu versprechen scheinen. Wenn aber diese An⸗ strengungen fruchtlos bleiben sollten, so muß man darauf gefaßt eyn, daß die der Intervention guͤnstige Meinung die groͤßte
usdehnung erlangen und daß die Majoritaͤt der beiden Kammern, auf 11 Millionen Spanier gestuͤtzt, sich kraͤftig fuͤr eine Maßregel aus⸗
sprechen werde, deren Zweck es seyn soll, dem Karlismus durch einen
entscheidenden Schlag ein Ende zu machen. Die scharfsichtigsten Per⸗ sonen scheinen uͤber die Gesinnungen Frankreichs in Cchag auf uns
ober
der Restauration zu einem politi⸗
teur“, das anerkannte offizielle Blatt des
Restauration wollte ihre
Es ist immer Die
gewuͤrdigt; und die liberale Opposition zur Entwickelung unserer materiellen In⸗
-gee Ausgaben zur Ünterhaltung
wir bezahlen muͤssen, um unsere Armee
um Ihrer Majestaͤt ihre Huldigungen
herum von elegant
ler⸗Stuhl ein, und
getheilter Meinung zu seyn: man fuͤrchtet und man hofft. Hr. Men⸗ dizabal hat den Vertruß nicht verheimlicht, den ihm mehrere
Artikel des Journal des Débats verursacht haben; indessen hat er sich einigermaßen beruhigt, als er bemerkte, daß der „Moni⸗ Franzoͤsischen Ministe⸗ Aber die Ungewißheit, Franzoͤsischen Blattes nachtheilis, und man
riums, jene Artikel nicht wiederholte. welche die Betrachtungen des genannten in den Gemuͤthern zuruͤcklassen, wirkt sehr
moͤchte gern vor dem Zusammentreten der Cortes bestimmt wissen, woran man ist. Besonders unzufrieden ist die Englische Gesandt⸗
schaft uͤber die Artikel des Franzoͤsischen ministeriellen Journals.“
Der Herzog von Frias soll sich vor einigen Tagen nach Ein⸗ gang einer Depesche des Herrn Mendizabal bei dem Minister der auswaͤrtigen Angelegenheiten uͤber die geringe Wachsamkeit der diesseitigen Zoll⸗Behͤrden an der Spanischen Graͤnze amtlich beschwert haben. Der Herzog von Broglie (so erzaͤhlt man sich) habe geantwortet, daß von Seiten Frankreichs nichts verabsaͤumt worden sey, um die Granze gehoͤrig zu bewachen; die Polizei allein habe seit dem 1. Januar d. J. einen Kosten Aufwand von 450,000 Franken verursacht, ohne die außerordentlichen Ausga⸗ ben fuͤr das Observations⸗Corps und die Zoll⸗Beamten in An⸗ schlag zu bringen; das Gebirge aber und der in den Spanischen Granz⸗Provinzen herrschende Gemeingeist, verbunden mit der Gewinnsucht aller Graͤnz⸗Bewohner, muͤßten natuͤrlich den Schleichhandel gar sehr erleichtern; indessen werde die Regie⸗ rung noch einmal die schaͤrfsten Befehle ergehen lassen, daß jede Verbindung mit den Karlisten moͤglichst unterbrochen werde. Man will wissen, der Koͤnig fuͤr seine Person sey mit
dieser Antwort eben nicht zufrieden gewesen, da er den aͤußersten
Widerwillen gegen die Wendung, welche die Spanischen Angele⸗ genheiten in neuerer Zeit genommen, hege, und daher der Mei⸗ nung sey, daß Herr von Broglie zu viel versprochen habe. Herr Thiers soll diese Ansicht theilen.
Briefe aus Genua vom 10ten d. M. lauten uͤüber den dor⸗ tigen Zustand ziemlich befriedigend. ab, und man hoffte, daß sie bald ganz verschwinden wuͤrde. De Portugiesische Konsul war, obgleich er seine Paͤsse erhalten hatte noch nicht abgereist, und man schmeichelte sich daher, daß die zwischen dem Turiner und dem Lissaboner Kabinet entstandenen IJr-: rungen in einer fuͤr beide Theile befriedigenden Weise beseitigt werden wuͤrden. b “
Großbritanien und Irland.
London, 20. Okt. Gestern bot die Stadt Orford einer außerst belebten Anblick dar; die Straßen waren schon am fruͤ hen Morgen mit Menschen gefuͤllt, die sich nach allen Richtun⸗ gen hin bewegten, indem ein Jeder sich einen Ort aussuchte, von wo aus er den Einzug Ihrer Majestaͤt der Koͤnigin am besten zu sehen hoffte. Eine große Menge stroͤmte auch auf die Land⸗ straße hinaus, auf welcher die Koͤnigin ankommen sollte. Im Gasthof zum Engel waren die glaͤnzendsten Vorbereitungen zur Aufnahme Ihrer Majestaͤt getroffen. Die Behoͤrden der Stadt und der Untversitaͤt hielten sich dort auf, um darauf zu sehen, daß nichts verabsaͤumt wuͤrde. Ein Corps reitender Neomanry zog der Koͤnigin bis Benson entgegen. Um 12 Uhr langte der Bagage⸗Wagen Ihrer Majestaͤt vor dem Hotel an, und eine halbe Stunde spaͤter fuhr die Koͤnigin selbst, voran das Kavallerie⸗ Corps und ein Trompeter, langsam zur Stadt herein, uͤberall vom freudigsten Jubel empfangen. Die Herzogin von Sachsen⸗ Weimar saß zur Linken Ihrer Majestaͤt. Im folgenden Wagen befand sich der Prinz George von Cambridge. Die Koͤnigin war kaum abgestiegen, als sie sich schon auf dem Balkon dem Volke zeigte. Nachdem sie sodann ein Fruͤhstuͤck eingenom⸗ men hatte, erschienen der Mayor und mehrere andere Beamten, Kajest darzubringen. Die große Aula der Universitaͤt war aufs geschmackvo ste dekorirt und rings geputzten Damen besetzt, die der Ankunft der Köͤnigin harrten. Die Studirenden brachten unterdeß mehrere Vivats und Pereats aus, theils im Ernst, theils im Scherz. Mit rauschendem Applaus wurden die Namen Herzog von Wel⸗ lington, Sir Robert Peel, Lord Eldon und Lord Lyndhurst auf⸗ genommen, eben so die Lebehochs auf die Kirche und den Koͤnig, auf die Majoritaͤt des Oberhauses und auf die Damen. Großes Gelaͤchter erregten Vivats auf die Jungfrauen, auf Lord Radnor und seine Jagdhunde und auf den Koͤnig der Kannibalen⸗Inseln. Mit Zischen und Murren wurden die Namen der Minister und besonders Lord John Russell's begleitet; dem Lord Brougham und den Dissenters brachte man geradezu ein Pereat. Um 3 Uhr erschien die Koͤnigin und wurde mit schallendem Jubel begruͤßt. Als Ihre Majestaͤt und die Herzogin von Sachsen⸗Weimar sich niedergelassen hatten, schritt der Herzog von Wellington, als Kanzler der Universitaͤt, in die Mitte der Aula vor und verlas eine Adresse an die Koͤnigin, worin, naͤchst dem Dank fuͤr den Besuch, womit Ihre Majestaͤt die Universitaͤt beehrt, folgende Aeußerungen enthalten sind: „Das Haus Braunschweig hat sich der Britischen Nation theuer gemacht durch den Eifer, womit es stets deren constitutionnelle Prinzipien zu behaupten gesucht. Lange Fese hindurch hat es diesem Reiche den voll⸗ kommenen Genuß seiner buͤrgerlichen Rechte und verfassungsmaͤ⸗ ßigen Freiheiten bewahrt; und diese Universitaͤt hat allen Grund, dessen unablaͤssige Bemuͤhungen zu Gunsten des Unterrichts und der wahren Religion anzuerkennen. Wir koͤnnen auch hinzufuͤ⸗ gen, daß wir unter den Vorgängerinnen Ihrer Majestaͤt in der hohen Stellung, welche Sie jetzt einnehmen, einige der eifrigsten Goͤnnerinnen dieser Universitaͤt hatten, welche dieselbe zum Ge⸗ genstande ihrer Koͤniglichen Gunst machten. Ew. Majestaͤt aber haben auf dem hoͤchsten Platze im Koͤnigreich in ihrem persoͤnli⸗ chen Charakter die groͤßten Tugenden gezeigt, die das Privatle⸗ ben schmuͤcken, und Sie bieten nicht nur Ihrem Hofe, sondern allen Staͤnden des ganzen Landes ein glaͤnzendes Muster zur Nachah⸗ mung dar.“ Ihre Majestaͤt dankten in den huldreichsten Aus⸗ druͤcken. Hierauf nahm der Herzog von Wellington den Kanz⸗ es wurde mit den uͤblichen Formen dem Prin⸗ zen von Hessen⸗Philippsthal⸗Barchfeld, dem Grafen Howe, dem
Die Cholera nahm taͤglich 11