1835 / 306 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

ch eine weit groͤßere Zahl von Fremden sehr da viele, die sonst nach Italien gegangen waͤren, Uebrigens

sem Winter dur belebt seyn, den ruhigen Aufenthalt bei uns vorgezogen haben. hat die fortdauernde Trockenheit unserer Elb⸗Schifffahrt großen Abbruch gethan, und der Wassermangel dringende Veranlassung gegeben, an Dampfmuͤhlen kann die Frage uͤber die An

irk Zamose, belegenen jaͤhrlichem Ertrage; en Armee, General⸗ Fuͤrst Gortschakoff, ezirk Pultusk, l. jaͤhrlichem Ertrage; 4) der Ge⸗ rmee, General⸗Lieutenant und die in der Wojewodschaft Augustowo, en Ludwinower Guͤter von 20,000 Fl. der Ingenieurs⸗Chef der aktiven Armee, r Wojewodschaft Sandomir, ieniser Guͤter von 20,000 Fl. jaͤhr⸗ der Artillerie der aktiven Armee, dt, die in der Wojewodschaft Ma⸗ „belegenen Przedeczer Guͤter von 20,000 7) der Kriegs⸗Gouverneur der Stadt Adjutant Pankratjeff, Bezirk Olkusk, belegenen Ko⸗ jaͤhrlichem Ertrage; 8) der djutant, Graf Nostiz, die Bezirk Kalwarya, bele⸗ jaͤhrlichem Er⸗ ision, General⸗

die in der Wojewodschaft Lublin, Bez Guͤter von 1 3) der Chef des Generalstabes der aktiv Lieutenant und General⸗Adsutan jewodschaft Plozk, Zuͤter von 20,000 neral⸗Auartzermeister der aktive General⸗Adjutant Berg, Bezirk Kalwarya, belegen jaͤhrlichem Ertrage; 5) General⸗Lieutenant Den Bezirk Radom, belegenen K lichem Ertrage; 6) der Che General⸗Lieutenant Gill ovien, Bezirk Kujavien jaͤhrlichem Ertrage; Warschau, General⸗Lieut die in der Wozewodschaft Krakau, eglower Guͤter von 20,000 Fl. General⸗Lieutenant und General⸗A in der Wojewodschaft Augustowo genen Bartnicker

Urzendower

in der Wo Oberytter G u denken. Unter diesen Umstaͤnden egung der neuen Eisenbahn zwischen Leipzig und Dresden nur noch lebhafteres Interesse auch fuͤr die Bewohner der Residenzstadt erregen. andelsstand wenig daran gelegen seyn, ob der Waa⸗ von hier in die Lausitz und nach Schlesien durch jene ahn gefoͤrdert werde oder nicht, aber fuͤr uns ist es eine Lebensfrage.

Die Weinlese ist auf unseren Weingebirgen sehr verschieden ausgefallen. Haͤtte nicht die unerhoͤrte Duͤrre mehr als die Haͤlfte der sich ansetzenden Trauben voͤllig verkuͤmmert, so wuͤrde die dies⸗ jaͤhrige Lese der vorjaͤhrigen vollkommen gleich gewesen seyn. Jetzt steht sie ihr sowohl in der Menge als in der Guͤte bedeutend nach doch wird es immer einen sehr trinkbaren Wein geben. kaum durch einzelne Spruͤhregen unterbrochene Duͤrre hat auch auf unseren Bergbau im Erzgebirge nachtheiligen Einfluß gehabt, zu fehlen ansing. Doch ist, wie man faͤlschlich verbreitet hat, kein Grubenbau ertrunken, und kein Bergmann feiert. Ueberall, wo Maschinen durch Wasser, und nicht durch Daͤmpfe betrieben werden, sind verdrießliche Hem⸗ mungen bemerkt worden. Dies ist besonders der Tuch⸗Fabrica⸗ Man wußte sich indeß zu hel⸗ satz aller nur nicht ganz leichtfertig ge⸗ webter und dereiteter Tuͤcher in der verflossenen Michaelis⸗Messe hat unseren Tuch⸗Manufakturen groͤßeren Umschwung gegeben. Eine andere Folge jener Duͤrre, der Mißwachs der Kartoffeln im Gebirge und im Voigtlande, so daß der Scheffel schon mit 1 Rthlr. an manchen Orten bezahlt wird, mußte auf die aͤrmere fabrizirende Klasse der Bewohner jener uͤbervoͤlkerten Gegenden noch druͤckender wirken, wenn nicht dabei die Kornpreise sich sehr niedrig erhalten haͤtten.

Leipzig, 31. Okt.

Natuͤrlich kann dem

, die in de

enant und General⸗

von 20,000 Fl. da es an Abschlagwasser uͤberall der Chef der 9ten Infanterie⸗Div die in der Wosewodschaft Kalisch, Bezirk Guͤter von 20,000 Fl. jaͤhrlichem raͤsident und General⸗Direktor der Regierungs⸗ in, der geistlichen und Unterrichts⸗Angele⸗ ieutenant Golowin, die in der Wojewodschaft Lukow, belegenen Prawdaer Guͤter von * jaͤhrlichem Ertrage; 11) der Praͤsident und General⸗ Kommission der Finanzen, Geheimerath schaften Masovien und Plozk, in k, belegenen Brwilnoer 12) der Chef der 7ten In⸗ General⸗Major Kupryanoff, die in der Woje⸗ wodschaft Kalisch, Bezirk Petrikau, belegenen Wiewiecer Guͤter jäͤhrlichem Ertrage; 13) der Commandeur der Infanterie⸗Division, General⸗Major Paniutin, die in der zun, belegenen Kon⸗ chem Ertrage; 14) der General⸗Major Wikinski, Bezirk Lenczyz, belegenen jaͤhrlichem Ertrage; 15) der Ge⸗ neral⸗Polizeimeister der aktiven Armee und Vice⸗Praͤsident von Warschau, General⸗Major Storozenko, Krakau, Bezirk Kielce,

Lieutenant Petrikau, belegenen Cza

rtrage; 10) der Kommission des nheiten, General⸗ odlachien, Vezirk

Tymofiejeff,

tion vielfach hinderlich fen, und der schnelle A

20,000 F or der Regierungs⸗ die in den Wojewod den Bezirken Gostyn und Ploz von 30,000 Fl. jährlichem Ertrage; fanterie Division,

Fuhrmann,

Heute, am Tage des Reformations⸗ Festes, fand in der Universitaͤts⸗Kirche nach dem Gottesdienste der jaͤhrliche Rektoratswechsel statt. fessor Wachsmuth, deutete in einer Lateinischen Rede die wesent⸗ lichen und bleibenden Eigenschaften der Deutschen Hochschulen an, worauf er zu der Geschichte seiner Rektoratsfuͤhrung uͤber⸗ ging, und insbesondere erwaͤhnte, daß waͤhrend derselben 310 Studirende inskribirt worden und 316 abgegangen waren. (Rech⸗ 1 net man hierzu noch die bereits Angemeldeten, so wird die Zahl der Studirenden sich in dem Winter⸗Semester auf 1030 belau⸗ Darauf machte er das sehr erfreuliche Resultat der sechs im vorigen Jahre von den vier Fakultaͤten den Studirenden aufgegebenen Preisfragen bekannt. waͤhlte Rektor, der Ordinarius der Juristen⸗Fakultaͤt, Domherr Dr. Guͤnther, den Eid abgelegt und die Insignien des Rekto⸗ rats uͤbernommen hatte, entwickelte er in einer Lateinischen Rede die Gruͤnde der bei Abaͤnderung alter Einrichtungen anzuwen⸗ denden Vorsichts⸗Maßregeln, worauf er den ehrfurchtsvollen Dank und die Wuͤnsche unserer Hochschule fuͤr Se. Koͤnig aussprach und den S deihen der Universitaͤt anrief.

Weimar, 31. Okt. Die verwittwete Frau Erb⸗ in von Mecklenburg⸗Schwerin ist am 25sten v. M ier abgereist.

Der Nuͤrnberger Korrespondent schreibt aus Thuͤ⸗ ringen vom 25. Okt.: „Wir koͤnnen nicht umhin, in jedem unserer Berichte auf die Wohlthaten zuruͤckzukommen, die unse⸗ rer Provinz durch die Einverleibung in den Deutschen Zollverband zu Theil geworden sind. Wir koͤnnen das Wort: „Einverleibung“ in der That im vollen Sinne gebrau Badens Anschluß, nach Nassau's Zusage, so zu sagen den Leib, oder richtiger ausgedruͤckt, das Herz des Zoll⸗Vereins bildet. Wir genießen die Vortheile, ohne die Beschwerden, oder vie'mehr das Unangenehme der Graͤnzstaaten mit diesen theilen zu muͤssen. Die unsere Provinz in mehrfachen Richtungen durchschneidenden Chausseen und Hauptstraßen Deutschlands erfreuen sich der besten Frequenz, insbesondere zeigt diese sich aber zu der wo die Leipziger Messen beginnen, andauern und aufhoͤren, und wieder insbesondere war dies der Fall mit der diesjaͤhrigen Michaelis⸗Messe, welche bis jetzt noch ihren nuͤtzlichen Einfluß auf die gewerbtreibenden Bewohner unserer Provinz aͤußert. Die Weimarische Zeitung Nr. 82 sagt sehr richtig: „daß die jetzigen Welt⸗ Verhaͤltnisse, namentlich der Friede des Morgenlandes, die Erwei⸗ terung des Deutschen Zoll⸗Vereins, besonders aber auch die Anwen⸗ dung wissenschaftlicher Ausbeute auf das Leben, den groͤßten Einfluß auf diesen Wiederaufschwung des Meß⸗Verkehrs haben, wird wohl Keinem verborgen bleiben!“ spruche vollkommen beistimmen, indem wir hinzufuͤgen: auch den Bewohnern unserer, eigentlich nur zum groͤßten Theile in ihrer Ausdehnung von der Landwirthschaft und der partiellen Er⸗ zielung und Bearbeitung der Produkte derselben sich naͤhren⸗ den Provinz ist nach langer Pause eine schoͤne Aera aufe gangen, die nunmehr, nachdem auch die Furcht vor der sch ge dauernder Trockenheit durch Regen diger Hoffnung auf das Gedeihen der kommende Jahr segensreich zu werden

von 10,000 Fl.

Wojewodschaft P Bezirk Rad Der abgehende Rektor, Pro⸗ kolownicaer Guͤter von 10,000 Fl. jährli Dejour⸗General der aktiven Armee, die in der Wojewodschaft 8

Bryesker Guͤter von 10,000 Fl.

die in der Wojewodschaft belegenen Chenciner Guͤter von 10,000 Fl. jaͤhrlichem Ertrage, und 16) der General⸗Intendant der aktiven Armee, Pogodin, die in der Wojewodschaft Sandomir, Bezirk belegenen Osieker Guͤter von 10,000 Fl. jaͤhrlichem enkten haben alle auf diesen Guͤtern haf⸗ Die Schen⸗

Sandomir, Nachdem nun der neuge⸗

Die Besch tende Lasten und Verpflichtungen zu uͤbernehmen. kung tritt mit dem 20. Nov. (2. Dez.) d. J. in Kraft, die Beschenk⸗ ten werden aber erst am 20. Mai (1. Juni) 1836 in ihren neuen Besitz installirt und erhalten die auf das Semester zwischen beiden Ter⸗ kuͤnfte aus dem Schatz ausgezahlt. Die ge⸗ schenkten Guͤter duͤrfen bei der Vererbung nicht zerstuͤckelt, mit keinen neuen Verpflichtungen belastet, nicht verpfaͤndet und nicht veraͤußert werden; das Recht ihrer Vererbung erstreckt sich nur auf legitime Kinder der Griechisch⸗Russischen Religion, und zwar sollen sie immer auf das aͤlteste Kind uͤbergehen, wobei jedoch die Soͤhne vor den Toͤchtern den Vorzug rader Linie vorhanden, so geht die Erbschaft nach denselben orschriften auf die naͤchste Seitenlinie uͤber; erlischt die Familie so fallen die Guͤter an den Schatz zuruͤck; dasselbe ist der wenn kein Nachkomme der Familie von Russischem Adel und Griechisch⸗Russischer Religion mehr am Leben ist. Die Be⸗ schenkten haben alle Kosten zu tragen, welche diese Schenkungen verursachen. Der General Ruͤdiger ist von hier nach Kurland abgereist, wo er einen Monat verweilen wird. . err A. W. Fusiecki in Krakau hat zum 1. Dezember d. J. rscheinen einer periodischen t Sammlung von Denkmaͤlern der Polnischen Geschichte und Alterthums“ angekuͤndigt

Kaäjestaͤt den chutz des Allerhoͤchsten fuͤr das Ge⸗

Großherzo⸗ wieder von

minen fallenden Ein

aben; ist kein Erbe in

chen, da unsere Provinz nach

unter dem Titel:

iteratur und des und zu Beitraͤgen aufgefordert.

Suwalki, 22. Okt. Ihre Majestaͤt die Kaiserin und eit fuͤrstin Olga, nachdem sie in Grajewo zu Mittag gespeist hatten, im besten Wohlseyn hier ein. Die ganze Stadt war aufs glaͤn⸗ Ihre Majestät und Ihre Kaiserliche Hoheit

bernachteten in hiesiger Stadt, setzten gestern fruͤh um 7 Uhr, begleitet von dem Jubelruf der zahlreich versanimelten Einwoh⸗ ner, ihre Reise weiter fort und langten noch vor 2 Uhr Nach⸗ mittags gluͤcklich am Niemen an, wo Hoͤchstdieselben am entge⸗ esetzten Ufer von den sie erwartenden Behoͤrden empsangen

Polnischen Kunst

8 Uhr trafen Hoheit die Groß⸗

estern Abend um

hre Kaiserl.

eenbste erleuchtet. Wir muͤssen diesem Aus⸗

Deutschland.

1. Okt. Se. Koͤnigliche Hoh ner Durchlauchtigsten Famtlie morgen von Rotenkirchen in hiesiger Residenz wieder eintreffen. Ihre Koͤnigl. oheit die Prinzessin Wilhelm von Hessen, welche mit ihren b indern bisher in Rotenkirchen verweilte, beabsichtigt, noch mor⸗ ggen Abend die Ruͤckreise nach Daͤnemark fortzusen

8 Dresden, 21. Okt. (Allg. Ztg.) Unser Hof ist Anfange d. M. von der Sommer⸗Residenz in Pillnitz wieder in die Stadt zuruͤckgekehrt, und macht, wie immer, bei einem alle Mitglieder umfassenden Familienleben wenig Geraͤusch. Die Prinzessin Auguste, die Tochter des verstorbenen Koͤnigs, war auf einer Gesundheitsreise an den Rhein bis jetzt abwesend. Sie wird sich auf ihrer Ruͤckreise einige Tage in Weimar aufhalten. Die Koͤnigliche Bibliothek erhielt durch nicht unbedeutende Ge⸗ schenke und Ankaͤufe bei sehr maͤßigem Fonds doch viele Berei⸗ cherungen und wird durch den jetzigen Ober⸗Bibliothekar von Falkenstein und seine drei Gehuͤlfen an schneller Uebersicht ge⸗

winnen. Aber auch die Haupt⸗Zierde Dresdens, die Gemaͤlde⸗ Gallerie, hat durch die neue Anordnung in mehrere Abtheilun⸗ Platz zur Ausstellung fuͤr mehr als 150 Gemaͤlde aller zogen waren, eben so sehr an als durch einen nunmehr ganz g an der Moͤglichkeit gewonnen, sich selbst bei ser Kunstschaͤtze Fuͤhrer und Wegweiser zu ier eine belehrende Nachricht üͤber das mit der Gallerie verbundene Pastell⸗Kabinet, welches durch die darin aufbewahrten Portraits aus der Geschichte beider Auguste auch historisch merkwuͤrdig ist. Der Verfasser dieses Katalogs, der Direktor und Professor Matthaͤi, hat dabei manche bis jetzt uͤbersehene Auelle benutzt, und so wird dies Verzeichniß auch fuͤr die Kunstgeschichte uͤberhaupt von Nutzen seyn. Dresden wird in

lichen Einwirkung zu lan verschwunden ist, in freu Winter⸗Saaten fuͤr das verspricht.“ Regensburg, 20. Okt.

r oheit der Vice⸗ Koͤnig wird mit

Unsere Stadt feierte in diesem gahre mit dem Namenstage der Koͤnigin zugleich den 25sten ahrestag ihrer Wiedervereinigung mit Bayern und die 700jäͤh⸗ rige Begründung ihrer Donaubruͤcke. Ein „an die Donau“ uͤber⸗ schriebenes schoͤnes Gedicht des Herrn von Schenk beruͤhrt so⸗ wohl diese Ereignisse als die silberne Hochzeit Ihrer Majestaͤ⸗ f Jahren geschehene Begruͤndung unserer

Hof ist seit dem

ten und die vor fuͤn Walhalla. b

Darmstadt, 29. Okt. (Frankf. Journ.) Allem An⸗ schein nach, duͤrfte die gegenwaͤrtige Staͤnde⸗Versammlung noch einige Zeit hier vereinigt bleiben, Arbeiten bevorstehen sollen,

da ihr noch mehrere wichtige welche in mehrfacher Beziehun angestrengte Thaͤtigkeit beider Kammern in Anspruch ne ierher glaubt man hauptsaͤchlich die Bestimmung des chicksals der Landes⸗Universitaͤt, fuͤr welche auf dem neuen Budget nicht weniger als 83,000 Fl. außerordentlicher Zu⸗ schuß vorgesehen ist, zaͤhlen zu muͤssen. in dem Plan der Staats⸗Regierung zu liegen, die Universitaͤt nicht laͤnger mehr in der Stadt Gießen bestehen zu lassen, son⸗ dern vielmehr dieselbe, je nach den Umständen, fruͤher oder spaͤ⸗ ter nach Darmstadt zu versetzen. in hiesiger Stadt umlaufenden Geruͤchte sich auf Thatsachen stuͤtzen, glauben wir mit Bestimmtheit versichern zu koͤnnen. So hat z. B. bei dem hiesigen Stadt⸗Vorstand bereits eine Bera⸗ thung stattgefunden, in Folge deren man aus staͤdtischen Mit⸗ teln eine Summe von 100,000 Fl. im Interesse der Univer⸗ siaͤt verwenden will, falls die Verlegung derselben hoͤchsten

Schulen, die bisher dem Auge en Zugleich scheint es auch Bequemlichkeit und Vollstaͤndigkeit, vollendeten Katalo der Beschauun

Zum erstenmale erscheint ß die in dieser Beziehung

Orts beschlossen werden sollte. Man hat zwar schon ost sagt, daß die Stadt Gieten sich das Recht auf das 8 rende Verbleiben der Universitaͤt in ihrer Miete senh allein diese Behauptung ist ungegruͤndet, wenn Sah. abe 8 auf eine Allerhoͤchste Zusicherung Bezug nehmen wo⸗ 886 wie hier Jedermann weiß, in dem Umfange und mit Der. stimmtheit nie ertheilt worden ist, wie man im Gießer Pubi. glauben zu wollen scheint. Es ist uͤbrigens eine schon laͤngst machte Erfahrung, daß Gießen und seine Oertlichkeiten

Zwecken hoͤherer wissenschaftlicher Studien wenig guͤnstig sit

und daß nur durch den den Inlaͤndern zur Pflicht gemacht

zweijaͤhrigen Besuch der Universitaͤt ein Fortbestehen ihrer W samkeit in der bicsherigen Weise moͤglich gemacht werden kon Fuͤr Darmstadt koͤnnte (wir sind davon vollkommen uͤberzeu eine gesetzliche Verpflichtung der Art wegfallen, und doch wu daselbst eine bluͤhende und zahlreich besuchte Hochschule beste

koͤnnen. Außerdem ist die Residenz reich an wissenschaftlict

Huͤlfsmitteln, welche zur Anregung hoͤherer wissen schaftli Thaͤtigkeit, sowohl fuͤr Lehrer als Lernende, maͤchtig mitwir wuͤrden. Wir erwaͤhnen nur in dieser Beziehung der so bed tenden Großherzoglichen Hof⸗Bibliothek, welche bei den Lit toren Deutschlands einen ausgezeichneten Ruf erlangt hat. Stadt Gießen wuͤrde jedoch, wenn die projektirte Versetz wirklich zur Ausfuͤhrung kommen sollte, eine andere angemese. Entschaͤdigung erhalten, was sich von den wohlwollenden Ab ten der Großherzoglichen Staats⸗Regierung ohnehin schon Zuversicht erwarten laͤßt. 8 Frankfurt a. M., 31. Okt. Ihre Koͤnigl. Hoheit Prinzessin Auguste von Sachsen ist heute unter dem Nan einer Graͤfin von Plauen Hier eingetroffen. 8 Frankfurt a. M., 31. DOkt. Der Staats⸗Pavier⸗H

del war im Laufe dieser Woche sehr belebt. Am meisten wurze Oesterreichischen und Hollaͤndischen Effekten gemacht. Bis 28. Oktober zwar blieb die Notirung flau, weil von Paris Amsterdam etwas weichende Course kamen. Die Spekulanten

allen machten zur nahen Liqutdation Versprechungen, weil sie mmer den Ein zuß der Geldverhaͤltnisse des Platzes in Ansch brachten. Durch ihre Operatitonen druͤckten sich auch wirklich 29. Oktober die Integralen auf 53 ⅞, die Aproc. Metalliques 98 ¾, 5proc. Metall iques auf 101 ¼ und Actien auf 1627. G Ende der Boͤrse zeigte sich's jedoch, daß die effektiven Stuͤcke nesweges abondant seyen, das baare Geld aber fuͤr Staats⸗Pag ar nicht feble, indem sich viele Kaͤufer pr. Cassa einstellten. ù diefen Umstanden behaupteten die Spekulanten aufs Steigen bei Liquidation das Feld. Der Mangel an Stuͤcken waroͤ verm durch starke Versendungen nach Amsterdam und Wien, wahrend verschiedenen Seiten ansehnliche Posten Contanten hier eintre Dies ward auch am gestrigen Abrechnungstage verspuͤrt. Der zere Theil der gegen Geld in Empfang zu nehmenden Papiere von den Baissters, die Versprechungen in den Wind gemacht! ten, zu liefern. Die Effekten fingen darum gleich bei Beginn Boͤrse an zu steigen, und diese Tendenz erhielt sich bis zum Sal Die Gegner mußten die noͤthigen Fonds mit Schaden ankaufen; Beweis, wie sehr die Stuͤcke in Natura fehlten, ergiebt sich dem Umstand, daß der Report bei Metalliques und Int⸗gr. ploͤtzlich verschwand. Die Ausgleichungen gingen ohne Sckewue keiten vor sich. Die Haussiers konnten zu steigenden Couesen imn siren oder ihre Fonds fuͤr die laufenden Zinsen auf naͤchsten M prolongiren. Ausnahmsweise kam vor, daß der Diskonto⸗Zin mit dem Prolongations⸗Zinsfuß fast gleich stand. Die Ursache

waͤhrend andererseits der Stand der Course zu Wien und Am dam gute Arbitrage gab und Versendungen von Oesterreichis und Hollaͤndischen Egekten veranlaßte, wodurch denn Ueberflug Diskonto⸗Papier entstand und Mangel an Stuͤcken. Die Ergeg der Abrechnung waren vortheilhaft fuͤr die Haussiers. Die Metalliques standen am 30 Oktober an ¾¼ vCf. hoͤher als Anfe des Monats; Actien stiegen um à1 Fl., Oesterreich sche Loos⸗ 500 Fl. um 1 ½ „vCt., Integrale um 19⁄ vCt., 4 ½ proc E kats fast um 2 pCt. Nur die Spanischen Fonds, worin der Um seit einiger Zeit sehr schwach ist, blieben im Nachtheil. Die 9 rung der Polnischen, Preußischen und Darmstaͤdtischen Loose sich stationatr. Die Course der Wechsel auf fremde Plaͤtze g meist flauer; die Devisen waren unter der Notiz zu haben; sterdam, Hamburg und Augsburg waren am Ende der Woch kurzer Sicht etwas beliebter. Der Diskonto wurde zu 5 ¼½ gemacht. Von dem neuen Oesterreichischen 3proc. Anlehen mehrere Posten zu 76 à 76 ¼ pCt. auf 3 Monate nach der 6 sion geschlossen worden. Rachschri t. Ungeachtet der flal Course von Paris und London blieben Oesterreichische und He. dische Fonds heute, am Sonnabend, gesucht; es zeigten sich Kaufer pr. comptant. Polnische und Preußische Loose waren gehrt und steigend im Cours. In Spanischen kein Umsatz. Luxemburg, 28. Okt. Se. Durchlaucht der Landgraf Hessen⸗Homburg, Militair⸗Gouverneur unserer Bundesfest

ist in der Nacht vom 24sten zum 2”5sten d. M. hier eingetr⸗

Oesterreich. ““

Wien, 24. Okt. Es sind neuerdings wieder Exzesse Bosnischen Raͤuberbanden auf unserer Graͤnze veruͤbt won die das Einschreiten einer diesseitigen ziemlich ansehnlichen! tair⸗Abtheilung noͤthig machten. Die Raͤuberbanden wurden genblicklich zerstreut und fuuͤchteten sich in die Gebirge, in haben site doch manches Unheil angestiftet, das fuͤr die Folge zuwenden die Behoͤrden sich jetzt ernstlich angelegen seyn Einstweilen wird der Kordon an der Graͤnze verstaͤrkt w und spaͤter, wenn man sich mit den Tuͤrkischen Behoͤrden Einvernehmen gesetzt hat, duͤrfte von beiden Seiten seoͤn Jagd auf die Raͤuber gemacht, und sie aus den Schlupfwin wo sie seit Jahren jeder Verfolgung auszuweichen wußten, ausgetrieben werden. Dies waͤre eine große Wohlthat fu Bewohner der Bosnischen Graͤnze. 1

Prag, 14. Okt. (Allg. Ztg.) Als Nachlese zu der schreibung der glanzvollen Tage, welche Boͤhmen waͤhren Anwesenheit so vieler hohen Gaͤste sah, werden Ihre Lesg gewiß auch als ein guͤnstiges Zeichen der Zeit betrachten, dieser Glanz nicht ohne erfreuliche Spuren fuͤr unsere Induf voruͤberging. Waͤhrend des kurzen Aufenthalts in Karlsba suchte unser geliebter Kaiser die nahen Porzellan⸗Fabriken Elbogen und Pirkenhammer, so wie die Dallwitzer Stii e6“ und nur die etwas zu weite Entfernung mochte U eyn, daß der Mutter⸗ und Muster⸗Anstalt dieses Fabrical Zweiges, der Schlaggenwalder Porzellan⸗Fabrik nicht selbe Gluͤck zu Theil wurde. Die uͤber den Besuch genannten Anstalten bekannt gewordenen Detail⸗ sind hoch ehrend fuͤr die Besitzer jener Etablissen⸗ Bei dem von Teplitz aus von der ganzen dortigen hohen sammlung nach dem Leizenden Tetschen gemachten Ausffluge n⸗ auch die Siderolith⸗ Fabrik von Schiller und Gerbing bef von den geschmackvollen Erzeugnissen dieses Etablissementee angekauft und bestellt. Fuͤr einen in Teplitz Sr. Majestat Kaiser von Rußland uͤberreichten kuͤnstlichen Glaspokal cher mit im gruͤnen Ueberfang matt eingeschliffenen Adlit Arabesken die Russische National⸗Farbe darstellte, in eitng daillon das pastenartig weiß eingebrannte gelungene Brustbl

*

*

aisers, und im nfassen des eer hiesige Glas

Fußgestesle ein Spielwerk Pokals die 2 National H oziant Vincenz We abrik der Bruͤder eist der Besi Maschinen und son nufaktur der Mona als Fabrikant und

enthielt, ausedem beim ymnen ertoͤnten erhielt tzstein einen kostbaren Bril⸗ Porges, durch tzer binnen wenigen stigen Vorrichtungen rchie erwachsen, und Schriftsteller gleich v. Kurrer, diesem Umfange an⸗ rde von unserm Kaiser in Be⸗ mmt dessen Soͤhnen, so wie des hoch verdienten So sichtlich gnaͤdig der vä⸗ ruf der Hunderte von Arbeitern auf⸗ tig und die Details der chemischen und nen erkundend, wurden aͤlle Piecen des durchgangen, Tagwerke beschaͤftigten gewoͤhnli⸗ belobend angesprochen.

en seltenen n fahren an G t größten Kattun⸗Ma urch Einwirkung des usgezeichneten Dirigent messene Produkte liefernd, wu eitung des Erzherzogs Karl sa Flor der Boͤhmischen n Chotek besucht. Monarch den Jub.⸗“ hm, eben so sorafz echanischen Operatio verzweigten

g selbst die mit ihrem en Arbeiter fragend und waren die neuesten, ind Reichstadt wuͤrdig zur Seite ter denen der erlauchte Gast age erfreute sich die Buchdruckerei von s Besuchs Sr. Majfestaͤt. In diesem oßen Schriftgießerei, Stereotypage u ter mancherlei Schwierigkeiten und so vollendet ausgestatteten Etablissemen gungen der verschiedenen Bran ach besichtigt. ng den begiuͤckenden Besuch eußeren die verschiedenen Ma aulichte, wurde, da eihenfolge fortschreitend ar, gleichsam unter den Augen des M Der Kaiser verließ das E olter Bezeugung gnaͤdi— n Eiser, dem es gelungen war, ihre f Deutschland und Italien zu erstre

Schweiz.

Muͤnch. pol. Ztg.) von Basel⸗Landschaft am l9tken d. M. auf seinem fruͤheren Be⸗ bschwebenden Streites zu eit hat diese Behoͤrde einer aus ihrer 1 ston den Auftrag ert 1 inweisung auf die Landes,⸗ hasel⸗Landschaft die zwischen der ehenden Vertraͤge nicht ver oͤgen, daß er den Louis r Zuruͤcknahme seiner Ordonnanz anz uninteressanten n fraglichen Gegen f aufmerksam gemacht, othwendigerweise aus ei r die ganze Schweiz wichtige een wuͤrde, das Niederla

r Erscheinung liegt wohl darin, daß viele Handelshaͤuser, um eoln We 1 8 Ens 8 madsen,“öarke Posten in Wechseln auf den Platz zo⸗ 8* nicht nur vom Kant

nternehmungs⸗

Industrie so

Etablissements und häaͤu⸗ In einem senen von Kosmannos stehenden Erzeugnisse ausgelegt, mehrere auswaͤhlte. Am andern Gottlieb Haase Soͤhne ausgedehnten, mit einer Huͤlfszweigen nur durch rege Intelligenz k, wurden alle chen des Buchdruckers au, das in gemuͤthlicher Dich⸗ um Inhalte hatte, und in seinem . nieren des Kongrevedrucks veran⸗ jede der verschiedenen Pressen nach der Gegenstande beschaͤftigt onarchen begonnen und tablissement unter wieder⸗ uͤber die Leistungen und steghafte Konkurrenz auch

nd andern

er Reihe roßes Table

mit demselben

zen Beifalls

Bern, 24. Okt. aͤhnt, hat der Landrath it 37 gegen 3 Stim hlusse in Betreff des mit Frankreich o Zu gleicher 3 Nitte gewäaͤhlten Kommis

Wie bereits er⸗

men entschieden,

heilt: 1) dem Vor⸗ Gesetze zu beweisen, daß Schweiz und Frankreich be⸗ letzt habe, und 2) denselben (offiziell gebrauchter Ausoruck) Im Laufe der nicht auern⸗Senates uͤber urde einigen Mitgliedern dar⸗ daß die Unbeugsamkeit des Landrathes ner an sich unbedeutenden machen und Fra⸗ ssungsrecht fuͤr seine j Landschaft,

Berathungen dieses B stand wurde von

Sache eine uͤdischen Untertha⸗ sondern von der Diesen und andern Klug⸗ t, um die Ver wurde von all nd das, was im Namen chlossen worden sey, duͤrfe man willen durchaus nicht wieder aufhe⸗ von dem Liestaller Land⸗Rath gefaßte Mitte angedeuteten Ergeb⸗ ingen fuͤhren wird, unter⸗

dies aus der Schlußstelle

Herzogs von Broglie an die Liestaller Regie⸗

Dieselbe lautet folgendermaßen: m Schreiben erwaͤhnten G Ihrer Pruͤfung, als, wenn Frankreichs, auf seine alte gewissenhafte Rechtlich⸗ der Helvetischen Eidgenossen⸗ Franzoͤsischen Isracliten fort⸗ Verbot betroffen zu seyn, das welches niemals unter Schweiz, die auf sein Ge⸗ r Gewerbe auszuuͤben, sich sehr gegen seinen Wil⸗ faͤnde, zu Maßregeln zu schreiten, seiner Buͤrger, das Gefuͤhl seiner oͤffentlichen Meinung erheischen.“ n Frankreich wohnenden und ge⸗ chweizer ohne alles Verhaͤltniß groͤßer, als die z fuͤr den gleichen Zweck angesied also die Schweiz den Franzoͤsischen Frankreich in Folge hiervon sei so waͤre der fuͤr die Schweizer da außerordentlich groß. es Benehmen von Franzoͤsi einer das Niederlassungs⸗Recht betref⸗ kreich 1826 getroffenen ch davon ausgeschlossen. „Die furchtbaren und anhalten⸗ gangenen Wochen, die im Westen un eres e, Saone und Arve so große und zerstoͤrende gen veranlaßten, haben in Wallis gluͤcklicherweise gerichtet, was man von ihnen fuͤrchtete. Ingluͤck und Einsturz drohenden Dent du abgeloͤst und sind mit furchtbarem Donnern n das Krachen viertehalb Stunden weit ze haben eine von den bishe nommen; e jene im

ich die letzten suͤdli

lern, Schluͤnden s e Zerstoͤrung und eine aben moͤgen. uͤssige Coulées, die sehr zu fuͤrchten waren. der aus dem innern Ge⸗ jedoch nicht aus

on Basel⸗ ldgenossenschaft zu fordern den, vorgebracht, ebigkeit zu bestimmen, est muͤsse man bleiben, u ainen Volkes einmal bes⸗ nes auswaͤrtigen Koͤnigs . Daß in der That der utschluß nicht nur zu dem ß, sondern zu noch ganz anderen D gsten Zweifel, wie

sungs⸗Akte von der Central⸗”

gt nicht dem gerin er Zuschrift des ng klar hervorgeht pfehle sie (di n um so ernstlicher f 816 . reundschaft, it in Erfuͤllung haft abgeschlossenen Vertraͤge, hren, in der Schweiz durch ein ichts rechtfertigen kann, Fran n Tausenden der Angehoͤrigen der et kommen, um sich niederzu gend einen Unter i in der Noth elche gleichzeiti Ruͤrde und die Wuͤnsche der ist die Zahl der i

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Man schreibt aus Genf: len Regen der ver ees an der Rhon leberschwemmun as Unheil nicht aben sich an der 1 Felsenwaͤnde crabgestuͤrzt, so da eörte, aber diese erschiedene R nd Osten d nd suͤdwest

ichtung ge es Berges niedergingen, haben lich nach den innern Felsen⸗Thaͤ letschern gewendet, wo sie eine furchtbar anz andere Gestaltung derselben an hal kamen weder Felsen, noch Atmosphaͤre so strom St. Barthélemy,

ploͤtzlich stark angeschwollen,

ei dem Zu ur der Wald irge koͤmmt, i inem Ufer getret

stande der

Italien.

Die auffallende Gutartigkeit der Cholera rdei angraͤnzenden Theile weiter im Suͤden, na⸗ lle gehalten, giebt den

Turin, 24. Okt. ier in Turin und in d Piemonts, geg

entlich in Genua,

em an die Lomba oͤsartige Chdlera Toulon und Marsei

en die b

1“ 1 11]

noͤrdlich von uns und hoͤher uͤber dem Meere liegenden Laͤndern selbst fuͤr den Fall gute Hoffnungen, daß sich die Krankheit bis zu ihnen verbreiten sollte, was jedoch nicht wahrscheinlich ist, da sie bisher nicht einmal das nahe Mailand erreicht hat. In Ge⸗ nua und in Toskana hat die Cholera aufgehoͤrt und scheint sich fuͤrs Erste nicht in Italien verbreiten zu wollen; dessen ungeach⸗ tet haben die meisten Reisenden das Land verlassen, oder gehen nicht dahin, um den Winter in Rom oder Neapel zuzubringen, was diesen Staͤdten sehr empfindlich seyn wird, zumal da in Italien schon jetzt der Handel darnieder liegt. Waͤhrend die Cholera in Genua besonders stark herrschte, ging eine Sardinische Kriegs⸗ Brigg von Cagliari nach Genua ab; ihre Mannschaft befand sich wohl, und es war kein Kranker an Bord. Kaum hat das Schiff sich den Kuͤsten von Genua genaͤhert, so bricht ploͤtzlich die Cholera auf demselben mit solcher eftigkeit aus, daß in kurzer Zeit sieben⸗ zehn kraͤftige Maͤnner starben, und die Brigg nach La Spezzia ins Lazareth eilen mußte. Gewiß eine der merkwuͤrdigsten Er⸗ scheinungen in der Geschichte dieser noch unerklaͤrten Krankheit, welche bisher weder Sardinien noch Korsika beruͤhrt hat.

(Sbeanien. eheevas enen.

Madrld, 17. Oktober. (Journ. des Débats.) An⸗ dalusten ist noch immer eine Quelle der Besorgniß fuͤr die Regie⸗ rung, wenn auch vielleicht nicht mehr einer so lebhaften, aber doch immer noch einer ziemlich ernstlichen. Die Lage dieser Provinz, der Regierung gegenuͤber, laͤßt sich in folgender Weise darstellen: Cadix steht unter der Leitung einer feindlichen Junta, Sevilla unter dem Einfluß einer befreundeten; Granada gehorcht noch, aber nur schwach, den Befehlen der Central⸗Junta zu Andujar; eben so ist es mit Cordova; die Regierung zweifelt nicht an ihrer baldigen Aufloͤsung. Huelva, welches sich ganz unterworfen hat, protestirt gegen jeden Beschluß einer andern Regierungsgewalt

außer der von Madrid, und Malaga hat bereits vorlaͤufige

Schritte zur Versoͤhnung gethan. Die Junten von Cadix und von Andujar, die bei ihrer Widersetzlichkeit beharren, haben we⸗ nigstens noch nichts gethan. Die Armee des Grafen de las Na⸗ vas hat noch immer ihre erste Siellung zu Despenaperros inne; diese kleine Armee ist aber wenig zu l

Berichten des Generals Quiroga Plauben darf, der seit 2 Tagen von seiner Mission zuruͤck und bei seiner Ankunft in Ma⸗ drid mit einer glaͤnzenden Serenade empfangen worden ist. Es soll eine schreiende Unordnung in den Reihen vieser aufruͤhre⸗ rischen Soldaten de Offiztere, Unteroffiziere, Sergeanten, Alle naͤhren die ehrgeizigsten Plaͤne; Alle wollen steigen; Jeder will herrschen, Keiner gehorchen; die Stimme des Anfuͤhrers wird ganz uͤberhoͤrt. Villa⸗Padierna uͤbt gar keine Macht mehr aus, und die Abwesenheit des Grafen de las Navas wenn er nicht bald wieder zu dieser Armee zuruͤckkehrt, wird seinem Einfluß

verderblich seyn. Der Graf ist noch immer in Madrid, man

glaubt aber nicht, daß er seinen Aufenthalt hier noch sehr ver⸗

lngern werde, denn er fuͤhlt wohl, wie noͤthig es fuͤr ihn ist,

sich schleunigst wieder nach Despesjaperros zu begeben. Er sieht sich hier ganz verlassen; Alles vermeidet ihn, und wenn er auch seine anscheinende Zuversicht noch nicht abgelegt hat, so ist es doch aanz unglaublich daß er se. starrkoͤpsig seyn sollte, noch laͤnger in dieser schtefen Stellung zu verbleiden. Der Eng⸗

lische Gesandte hat von seinein Secretair, Herrn Sou⸗ im Namen des Gesezes ein. Die ungewisse Lage der Beamten hat jedoch in Amerikg nicht die persoͤnlichen Nachtheile, wie in

thern, der von ihm mit algem besonderen Auftrage an

d 8 die Central⸗Junta zu Andujar abgesandt worden, Depeschen sammlung zur Nach⸗ en Seiten erwiedert:

empfangen, uͤber deren Inhalt sedoch noch nichts verlautet hat; nur so viel hat man erfahren, daß dieser Secretair bei seiner Abreise von Andujar beraubt worden ist, und man kuͤrchtet all⸗ gemein, er moͤchte in der Erfuͤlung seines Auftrages nicht sehr

1 aIArXAE 82 0 . gluͤcklich gewesen seyn, da die Regierung noch keine Unterwer⸗

Junta empfangen hat. Man ver⸗ sichert, die Regierung habe die amtliche Nachricht von dem Ein⸗ ruͤcken von 3000 Portugiesen in Spanien erhasten; sie sollten ihren Marsch sogleich nach Valladolid und von da nach Burgos nehmen; der Rest des Portugiesischen Hüͤlfs⸗Corps wurde binnen

kurzem erwartet. Der Generol Alava wild, wie es heißt, erst nach der Froͤffnung der Cortes, bei welcher die Koͤnigin in Per son erscheinen will, nach London zuruͤckkehren.

Portugal.

„DPorto, 29. Sept. Eine fuͤr die Geschichte des Alterthums hoͤchst wichtige Entdeckung ist in unserer Landschaft gemacht wor⸗ den. In dem Kloster Santa Maria de Merinhao, in der Pro⸗ vinz Entre Duero y Minho, sind die neun Buͤcher Phoͤnizischer Geschichten des Philo von Byblos, welche derselbe aus dem Phoͤ⸗ nizischen des Sanchuniathon ins Griechische uͤbersetzt hat, jetzt

vollstaͤndig aufgefunden, waͤhrend bisher nur das erste Buch die⸗ 8

ses Werks in des Eusebius praeparatio evangelica, und zwar sehr verdorben, bekannt war. Herr Oberst Pereiro, welchem wir diese Nachricht verdanken, wird den Druck des Werkes in Kur⸗ zem in Deutschland veranstalten lassen.

Serbien.

Die neueren Nachrichten von dem Koͤnigl. Saͤchsischen Ober⸗ Berghauptmann, Freiherrn von Herder, aus Serbien sind von

den ersten Tagen des Oktobers und kommen aus dem suͤdlichsten

Theile jenes Landes, der zugleich die hoͤchsten Berge desselben hat. Der Reisende, der sich von der dortigen Natur sehr ange⸗ Füreea fuͤhlt, hat sich sehr beschwerlichen Untersuchungs⸗Arbei⸗ en selbst unterzogen und viele Naͤchte in bloßen Laubhuͤtten zu⸗ gebracht. Es scheint, daß die wichtigste Erzfuͤhrung Serbiens in Urgebirgen (namentlich im Glimmerschiefer) vorkomme, in de⸗ nen oͤfters ein Syenitporphyr hervorgebrochen. Von welcher Be⸗ deutung der ganz alte Bergbau gewesen seyn muͤsse, laͤßt sich schon daraus abnehmen, daß an 21 Stellen Spuren von Schmelzhuͤt⸗ ten zu finden waren. Ein Wiederangriff maͤchtiger Ganglager⸗ 1 Stufe der Intelligenz, die man jetzt beim ergbau un üttenwesen erreicht hat, zu erfreuli E nissen fuͤhren. 1 1“

Vereinigte Staaten von Nord⸗Amerika.

„New⸗York, 2. Okt. Der Courrier des Etats⸗Unis enthäͤlt unter der Ueberschrift: „Ueber die Demokratie in Ame⸗ rika“, eine Reihe von Artikeln, worin es uͤber die Wahl des Praͤsidenten unter anderem heißt: „Die Anwendung des Wahl⸗ Systems auf das Oberhaupt eines großen Volks bietet Gefahren dar, welche durch die Erfahrung und durch die Geschichte hin⸗ reichend dargethan sind. Man wirft dieser Anwendung des Sy⸗ stems nicht ohne Grund vor, daß sie dem persoͤnlichen Ehrgeize eine so große Lockspeise darbiete, und daß derselbe, wenn er sei⸗ nen Zeveck nicht auf gesetzlichem Wege zu erreichen vermoͤge, auch nicht anstehe, sich ungesetzlicher Mittel zu bedienen. Natürlich ist die Lockung um so verfuͤhrerischer, je ausgedehnter die Praͤroga⸗ tive der exekutiven Gewalt sind, und der Ehrgeiz findet dann um so groͤßere Unterstuͤtzung bei denjenigen, welche an der Macht

Theil zu nehmen hoffen, wenn ihr Kandidat den Sieg davon getra- I

gen hat. Die Gefahren dieses Systems wach

rchten, wenn man den

sen daher im Verhaͤltniß zu dem Einfluß der exekutiven Gewalt auf die Angelegenheiten des Staates. Es hat sich indeß noch niemals ereiguͤet, daß Je⸗ mand, um Praͤsident der Vereinigten Staaten zu werden, seine Ehre und sein Leben auf's Spiel gesetzt habe; indem derselbe nur eine temporaire, beschraͤnkte und abhaͤngige Macht besitzt. Es ist bis jetzt noch keinem Kandidaten zur Praͤsisenten Wuͤrde gelungen, lebhafte Theilnahme oder heftige Leidenschaften unter dem Volke zu erregen, aus dem einfachen Grunde, weil er, an die Spitze der Regierung gelangt, seinen Freunden weder zur Macht, noch zu Reichthuͤmern oder zum Ruhme verhelfen kann, und seine Gewalt ist zu gering, als daß die Parteiungen in seiner Erwaͤhlung ihr Gluͤck oder ihren Untergang erblicken sollten. Die erblichen Monarchieen haben hier einen großen Vortheil vor⸗ aus, indem das besondere Interesse einer Familie bestaͤndig mit dem Interesse des Staates verbunden ist, das sie daher nicht einen Augenblick aus den Augen verlieren. Anders verhaͤlt es sich dagegen in Wahl⸗Staaten, wo, bei Herannahung der Wahl und schon lange vorher, die Räͤder der Regierung gewissermaßen nur von selbst wirken. Bei dem Herannahen der Wahl denkt der Praͤsident nur an den Kampf, welcher sich vorbereitet; er hat keine Zukunft mehr; er kann nichts unternehmen, und betreibt das nur nachlaͤssig, was vielleicht ein Anderer vollendet. „„Ich bin”“, schrieb der Praͤsident Jefferson am 21. Januar 1809, sechs Wochen vor seinem Austritte, „„dem Augendeecke meines Ausscheidens so nahe, daß ich nur noch dadurch an den Angele⸗ genheiten Theil nehme, dat ich meine Meinung abgebe. Es scheint mir billig, meinem Nachfolger die Initiative bei denjeni⸗ gen Maßregeln zu uͤberlassen, deren Ausfuͤhrung ihm obliegt und fuͤr die er verantwortlich ist.““ Die Nation. ihrerseits hat die Augen nur auf Einen Punkt erichtet, auf die bevorstehende Wahl. Sobald das Oberhaupt der erwaͤhlt ist, tritt gewoͤhn⸗ lich ein Mangel an Festigkeit in der inneren und aͤußeren Politik des Staates ein, und dies ist einer der Hauptfehler dieses Sy⸗ stems. Dieser Mangel ist mehr oder weniger fuͤhlbar nach dem Grade der Gewalt, welche die erwaͤhlte Person besitzt. Der Praͤ⸗ sident der Vereinigten Staaten uͤbt einen ziemlich bedeutenden Einfluß aus auf die Angelegenheiten des Staats; aber er leitet sie nicht, die groͤßere Macht ist auf der Seite der National⸗Re⸗ praͤsentation. Man muͤßte daher die Masse des Vollks selbst ver⸗ aͤndern und nicht bloß den Praͤsidenten, um eine Aenderung der politischen Grundsäͤtze zu bewirken. Die Amerikaner haben mit Recht geglaubt, daß es dem Praͤsidenten frei stehen muͤsse, seine Agenten seibst zu waͤhlen und sie nach Belieben zuruͤckzurusen. Hieraus folgt jedoch, daß die Lage der diplomatischen Agen⸗ ten bei jeder neuen Wahl sehr ungewiß ist. Man be⸗ klagt sich darüber, daß in den constitutionnellen Monar⸗ chieen Europa's das Schicksal der Agenten der Verwaltung oftmals von dem Schicksal der Minister abhaͤngt. Dies ist noch schlimmer in den Staaten, wo das Oberhaupt erwaͤhlt wird. In constitutionnellen Monarchieen wechseln die Minister schnell, aber der Haupt⸗Repraͤsentant der exekutiven Gewalt wechselt nie⸗ mals, wodurch die Neuerungen in gewisse Graͤnzen eingeschlossen sind. Die Verwaltungs⸗Systeme aͤndern sich mehr in den De⸗

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lich aͤndern koͤnnen, ohne eine Art von Revolution zu veranlaf⸗

sen. In Amerika dagegen tritt diese Revolution alle vier Jahre

andern Laͤndern, indein & in den Vereinigten Staaten so leicht ist, sich eine unabhaͤngige Lristenz zu sichern. Die Politik der Amertkaner ist einfach. Man koöͤnnte fast sagen, sie beduͤrfen Niemandes und Keiner betarf ihrer. Die Rolle der crekuti⸗ ven Gewalt ist sowohl durch die Umstaͤnde als durch das Gesetz beschroͤn? Der Praͤftrent fann oft seine An

sichten andem, ohne daß der Staat darunrer teide, oder in Gefahr gerathe. Welches auch die Praͤrogative eines Praͤsiden cen sehn moͤgen, so ist doch stetz die Zeit, welche der Wahl un⸗ mittelbvar vorhergeht und die Zeit der Wahl selbst, als National⸗ Krisis zu betrachten,, die um so gefaͤhrlicher ist, je mehr der inner

Zustand elnes solchen Landes zerruttet ist. Unter den Voͤlkern

Europa's giebt es wohl nur wenige, die nicht eine Eroberun

oder die Anarchie zu fuͤrchten haͤtten, so oft sie sich ein neues 1

Oberhaupt erwaͤhlten. In Amerika ist die Gesellschaft so organi⸗ sirt, daß sie sich durch sich selbst und ohne Huͤlfe erhalten kann. Die aͤußeren Gefahren sind niemals dringend. Die Erwaͤhlung eines Praͤsidenten bringt wohl Aufregung hervor, zieht aber kei⸗ nen Untergang nach sich.“ 8

Merxiko. 32

In dem Schreiben eines Deutschen aus Tampico vom 10. August heißt es: „Die regnigte Jahreszeit hat nunmeh angefangen, welches hier vorzuͤglich laͤstig ist, weil die Straßen Tampicos gar nicht gepflastert sind. Des Abends und des Nachts ist es nicht auszuhalten vor dem Gequake der großen Kroͤten, welche in ungeheurer Menge bei uns nicht bloß Suͤmpfen, sondern durch alle Straßen der Stadt verbreite sind. Das gelbe Fieber hat sich hier bis jetzt noch nicht o fenbart; es ist aller Grund zu glauben, daß es uns dieses Jah nicht ganz verschonen werde, und in dem Falle muß es in went gen Tagen zum Vorschein kommen; unsere Bevoͤlkerung zaͤhlt noch sehr Viele, die fuͤr diese Seuche empfaͤnglich sind. Die Colonisations⸗Geschichte des Barons von Racknit scheint sich ganz zerschlagen zu wollen; der mit der Regierung des Stae⸗ tes Tamaulipas abgeschlossene Vertrag bedurfte nur noch de Ratification des Gouvernements in Mexiko. Dies aber ha dieselbe nunmehr positiv auf den Grund him verweigert daß es durchaus gegen sein Interesse ist, die Kolonisi⸗ rung derjenigen Laͤnder zu beguͤnstigen, welche in der Naͤhe von Texas liegen, indem die Ansiedler in jener Provinz sich schon jetzt so stark fuͤhlen, daß sie der Mexikanischen Regierung den Gehorsam weigern, und diese ist nicht maͤchtig genug, weil ihre Kraft fortwaͤhrend auf anderen Puntten in Anspruch ge nommen wird, um sie zu ihrer Pflicht zuruͤck zu fuͤhren. Meh⸗ rere von hier aus nach der beabsichtigten Kolonie gereiste Perso⸗ nen haben ihre Gutachten daruͤber eingesandt, und ruͤhmen ein⸗ stimmig die Fruchtbarkeit und das schoͤne Kima. Mit Ausnahme von einigen Wenigen sind fast alle Einwohner von Texas aus den Nord⸗Amerikanischen Freistaaten eingewandert und betrachten sich noch als Nord⸗Amerkaner. In diesem Augenblick ist das Land ziemlich ruhig; es ist aber nicht wahrscheinlich, daß dies von langer Dauer seyn werde, denn es giebt noch gar zu viele unzufriedene Gemuͤther, welche gegen das Vorhaben der nunmehr zur Macht gelangten Partei: den bis jetzt noch bestehenden Foͤ⸗ deralismus in eine Central⸗Regierung umzuwandeln, gewaltig murren. Unser Tarhe ist seit einigen Monaten so elend, wie sich unsere aͤltesten Kaufleute zu keiner Zeit entsinnen koͤnnen.“

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