1835 / 308 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

2 2 e—— 8 5 8 8 b

ruͤck und ihre Bewegungen ließen einen ihrerseits beabsichtig⸗ ten Angriff gewaͤrtigen. Diesem zuvorzukommen, ruͤckte Ge⸗

neral von Rukavina am 17. d. M. um 10 Uhr Vormittags in drei Angriffs⸗Kolonnen gegen Groß⸗Kladuß. Die Bosnier,

woeelche unter Anfuͤhrung des Capitains Bessierevich in star⸗

wald geziemend angezeigt, daß im Jahre 1792 da⸗ biesige Handlungshaus Grasmeyer und Marschner

ren nmniinistra ion der Masse beliebt worden Vor einigen

Grasmeyer und Marschner acceptirten Wechsel aus⸗ zumitteln, falls dieselben aus diesen Accepten noch

Eeven nicht aufzufinden waͤcen.

8

4 8 8 .

eventualiter derselben Erben oder rechtmaͤßige

sehr lebhaftes Gewehrfeuer.

scheidend die Wirkung der mitgenommenen Raketen, indem durch

ker Anzahl die wichtigsten Punkte besetzt hatten, fochten tapfer, wurden aber durch den muthigen Andrang unserer Truppen zu⸗ ruͤckgeschlagen und warfen sich hierauf in ihre nach Art der Vertheidigungs⸗Chartaken befestigten hoͤlzernen Haͤuser. Aus denselben unterhielten sie auf unsere freigestellten Graͤnzer ein Hierbei nun bewaͤhrte sich als ent⸗

selbe mehr als 100 solcher Haͤuser in Brand gesteckt und mit einer großen Anzahl ihrer Vertheidiger vernichtet wurden. Das zu gleicher Zeit mit Geschuͤtz angegriffene feste Schloß Kladuß wurde von der hierdurch geaͤngstigten Besatzung im Laufe des Gefechts verlassen, so wie auch allmaͤlig das Feld von den fluͤchtigen Bosniern geraͤumt. Nachdem hiermit die beab⸗ sichtigte Zuͤchtigung der raͤuberischen Nachbarn vollfuͤhrt war, ist Abends desselben Tages der Ruͤckmarsch unserer Truppen in bester Ordnung angetreten und spaͤterhin die e he ass der Com⸗ pagnieen bewerkstelligt worden. Von dem während dem Gefechte uns in die Haͤnde gefallenen Hornvieh wurde die zur Entschaͤdigung der am 12ten beraubten Graͤnzer noͤ⸗ thige gleiche Anzahl zuruͤckbehalten, der Ueberrest aber den be⸗ treffenden Bosnischen Eigenthuͤmern wieder zuruͤckgestellt. Der Verlust, den die Tuͤrken an Mannschaft erlitten haben, kann noch nicht mit Bestimmtheit angegeben werden, muß jedoch sehr betraͤchtlich seyn; unsererseits belaͤuft er sich auf 10 Todte und 32 Verwundete. Der General von Rukavina, unter dessen einsichtsvollen Leitung und Anfuͤhrung dieses Repressalien⸗Unter⸗ nehmen ausgefuͤhrt wurde, belobt mit lebhafter Anerkennung das tapfere gute Betragen der bei diesem Gefecht unter seinem Befehl ge⸗ standenen Graͤnztruppen, dann der zur Geschuͤtzbedeckung mitge⸗ wesenen Abtheilung vom Linien⸗Infanterie⸗Regimente Fuͤrst Bentheim, ferner der Individuen der Artillerie, des Raketen⸗ Corps und des Fuhrwesens; namentlich aber ruͤhmt solcher das Betragen des Herrn Obersten Koͤster, der Herren Kolonnen⸗Kom⸗ mandanten Oberst⸗Lieutenant Poppovich, Major Bettiny und n des be Baron Joseph Jellachich, welche saͤmmt⸗ lich einen heftigen Kampf zu bestehen hatten; ferner des Capi⸗ tain⸗Lieutenants Bossanacz und Regiments⸗Adjutanten Ober⸗Lieu⸗ tenants Jellenesics und uͤberhaupt saͤmmtlicher Herren Offiziere aller Abtheilungen der ausgeruͤckten Truppen.“

Fnland. 8

Beerlin, 4. Nov. Man schreibt aus Duͤsseldorf unterm lsten d. M.: „Am 29. und 30. Oktober wurde hier die erste General⸗Versammlung der Actionaire der Duͤsseldorf⸗Elberfelder Eisenbahn abgehalten. Es waren dabei von den 456 Actionai⸗ ren 169 persoͤnlich anwesend, welche uͤberhaupt, theils eigene, theils auswaͤrts gezeichnete Actien, 6546 an der Zahl, jede zu 100 Rthlr., repräsentirten. Die Versammlung wurde durch den

Regierungs⸗Praͤsidenten Grafen zu Stolberg⸗Wernigerode er⸗ oͤffnet. Hierauf sollte zur Wahl eines Vorsitzenden, zum Zwecke der Verhandlungen des Tages geschritten werden. Die saͤmmt⸗ lichen Actionaire druͤckten jedoch einstimmig den Wunsch aus, daß es dem Herrn Grafen zu Stollberg gefallen moͤge, den Vorsitz zu uͤber⸗ nehmen, welcher Wunsch willfaͤhrig aufgenommen wurde. Die seithe⸗ rigen provisorischen Eisenbahn⸗Comité's erstatteten nun Bericht uͤber ihre Wirksamkeit, und uͤber den Standpunkt des projektirten Unterneh⸗ mens. Namens des Comité von Elberfeld geschah dieses durch den dortigen Landgerichts⸗Praͤsidenten Hoffmann, und im Namen des Duͤsseldorfer Comités durch den hiesigen Ober. Buͤrgermeister von Fuchsius. Letzterer gab zualeich Nachricht von dem Resultate der seitherigen Vorarbeiten. Nach mehreren Eroͤrterungen uͤber die technischen und merkantilischen Beziehungen des Unterneh⸗ mens kam, durch einzelne Actionaire veranlaßt, die Frage zur Diskussion, ob es uͤberhaupt schon an der Zeit sey, in der heuti⸗ gen Versammlung eine Gesellschaft fuͤr das Unternehmen des Eisenbahn⸗Baues zu bilden, und ein Statut anzunehmen. Nachdem sich die Anwesenden zur Bejahung dieser Frage vereinigt, die endliche Bestimmung uͤber die Zeit und die Art des Baues aber einer nachfolgenden General⸗Versammlung unter Vorlage der genauen Kosten⸗Anschlaͤge und Berechnungen vorbe⸗ halten, erfolgte die Diskussion des Entwurfs des Statuts. Am 30. Okt. wurde sodann, in Gemaäͤßheit dieses letzteren, nach welchem ein Verwaltungs⸗Rath von 15 Mitgliedern (10 in Duͤsseldorf und seinen Umgebungen, und 5 in Elberfeld und sei⸗ nen Umgebungen) und eben so viele Stellvertreter, auch 4 Eh⸗ ren⸗Mitglieder erwaͤhlt werden sollen, diese Wahl vorgenommen, und am Schlusse des Wahl⸗Geschaͤfts noch die dankbare Aner⸗ kennung der vielfachen Bemuͤhungen der nun aufaeloͤsten beiden Provinzial⸗Comité's um die Sache des Eisenbahn⸗Unternehmens, von der General⸗Versammlung ausgesprochen und dem gefuͤhr⸗ ten Protokoll inserirt. Insbesondere wurde dem Regierungs⸗ Praͤsidenten Grafen zu Stolberg fuͤr seine seitherige ebenso un⸗ ermuͤdet thaͤtige als weise Leitung der Eisenbahn⸗Angelegenheit, wodurch der jetzige guͤnstige Standpunkt der Sache herbeigefuͤhrt worden ist, der lauteste Dank dargebracht, und dieses in die heu⸗ tige Verhandlung aufgenommen.“

Meteorologische Beobachtung. Morgens Nachmittags V Abends Nach einmaliger

1835. 6 Uhr. 2 Uhr 10 Uhr. Beobachtung.

3. November.

Quellwarme 7,.3 9 R. Flußwärme 50 ° R. Bodenwärme 5,4 9 R. Ausdünstung 0,048“ Rh. Niederschlag 0. Nachtkälte 2790 R. 78 eECt.

339 89“ Par. 339,47“ Par. + 3,00 R. I1 0,0 R. 170 R. 200 R.

Luftdruck 339,64“ Par. Luftwärme . 2,090 R. Thaupunkt. 4,3 0 R. Dunstsättigung 82 v„Ct. 67 pCt. 84 vCt. Welter halbheiter. trübe. heiter. Wind. NRNO. N. NNW. Wolkenzug.. N. FPagesmittel: 339 67“ Par. + 030 R. 280 N...

8 Auevartige Borsoen. Amsterdam, 30. Oktober.

Niederl, wirkl. Schuld 55 16. 5 % do. 101 ⅛. Ausg. Schuld

8 Kanz- Bill. 2271s. 4 ½ % Amort. 95 ¼. 3 ½ % 79 ¼. 97 ½. Oesterr. 99 ½¼2. Preuss. Präm.-Schein 104 ½. do. Anl. —. 5 % Span. 28 ½. do. 3 % 17 .

Antwerpen, 29. Oktober. 5 % Span. 28 ¼2. Zinsl. —. Cortes 27 ⅞. Neue London, 30. Oktober. Belg. 103. Span. Cortes 43 ½¼. Obl. 1835 42 ¼. Zinsl. 10 ½. Ausg. Sch. 18 ¼. 2 ½ % Holl. 55 ½¼. 50 do. 100 ½. 5 % Port. 87 ½. do. 3 % 57. Engl. Russ. 108½. Br. 84 ¼. Columb. 31. Mex. 36 ½. Madrid, 22. Oktober.

5 % pr. compt. 47. Nichtconsolidirte Vales 20 ½. London 37 ¾à¾. Paris 16. 3.

Paris, 29. Oktober.

5 % Rente 108. 80. 3 % do. 81. 65. 5 % Neap. 99. 35. 5 Span. 34. 3 % 20 ⁄1⅛. Ausg. Schuld 14 ½.. Cortes 34 ¼. N Anl. 43 ½. 3 % Port. —.

St. Petersburg, 27. Oktober.

Lond. 101 ⅞62. Amsterdam —. Hamburg 91 62. Paris 110

Silber-Rub. 358 ½. 5 % Silber-Inscr. Ser. MI. —. Wien, 30. Oktober. 5 % Met. 101 ⅞.

Anl. 41 ¼.

Cons. 3 % 91 ⅞.

Zinsl. 10³

Actien 1375 ¼. Neue Aul. 582 ¼2.

Koͤnigliche Schauspiele. Donnerstag, 5. Nov. Im Schauspielhause: Zum erst male wiederholt: Laßt mich lesen, Schwank in 1 Akt, p Dr. C. Topfer. Hierauf; Karl XllI. auf seiner Heimkehr, litairisches Lustspiel in 4 Abth., vom Dr. C. Toͤpfer.

Freitag, 6. Nov. Im Opernhause: Sargines, heroisße kemische Oper in 2 Abth., mit Tanz. Musik von Paer. auf: Die Maskerade, komisches Vallet in 1 Akt, von Hen (Dlles Therese und Fanny Elsler werden hierin tanzen.)

Im Schauspielhause: Pour la continuation des déb de Mr. Kime: 1) La Dugazon, vaudeville en 1 acte. 2) seconde représentation de: Pourqyuoi? vaudeville en 1 a 3) Mr. Jovial. vaudeville en 2 nctes. Dans la seconde pid Mr. Kime remplira e roͤle de Girodeau, et dans la troisiè celui de Jovial. M

Koͤnigstaͤdtisches Theater. .“

Donnerstag, 5. Nov. Titus, Oper in 2 Akten. Musik Mozart (Dlle. Haͤhnel: Sextus.)

Freitag, 6. Nov. Endlich hat er es doch gut geme Lustspiel in 3 Akten, von Abint. Vorher: Die Seelenwan rung, oder: Der Schauspieler wider Willen auf eine an Manter. Posse in 1 Akt, von Kotzebue.

Sonnabend, 7. Nov. Der Fleischhauer

G von Oedenbu Wiener Lokalposse mit Gesang, in 3 Akten. 131

Redacteur Cottel.

Gedruckt bei A. W. Hayn.

Allgemeiner Anzeiger fuͤr die Preußischen Staaten.

Morgen zu 180 Ruthen die Ruthe zu 12 Fuß Rheinisch gerechnet), an Gaͤrten, Landen, Wie⸗ sen, Baumwiesen, vier Weihern, Graͤben, Buͤ⸗ schen, Holzungen und Ackerlaͤndereien, mit Inbe⸗

griff des Flaͤcheniuhalts der Gebaͤude und Hbfe. Das Ganze durch die vereideten Experten werth⸗ eschaͤtzt zu der Summe von Zweiundfunfzig Tau⸗ send sechshundert einen Thaler einundzwanzig Sil⸗

Bekanntmachungen. m a.

1 bel a Einem Wobhlloͤblichen Niedergerichte baben Srs. Gustav Jencquel und Ernst Alvers durch ihren An

sich genoͤthigt gesehen habe, seine Insolvenz zu erklaͤ⸗

perpeivi silentii in diesem k richte anzumelden und gehbdrig zu justifieiren 4

Diesem Petto ist gerichtsseitig alles Inhalts defe⸗ rirt und der 29. Februar 1836 Pro termino unicoh etf peremtorio anberaumt worden; welches hiermit be kannt gemacht wird. 1 Hamburg, den 10 October 1835.

Wohlloͤblichen Niederge⸗

Im Jahre 1810 sei den Creditoren eine Divi⸗ dende von 10 pCt. ausgetheilt und darauf eine Ad⸗

Zeit seien sie die Imploranten an die Stelle

erwaͤhlt worden. Um nun diese Masse gaͤnzlich been⸗ digen und die noch vorhandenen Geldec mit Sicher⸗ beit vertheilen zu koͤnnen, sei ein vorgaͤngiges Pro⸗ clam unerlaͤßlich, theils um die Inhaber, sowohl der bekannten, unten specificirten, als auch der etwaigen unbekannten fuͤr Rechnung Dritter gezogenen, von

Anspruͤche zu haben vermeinen sollten; tbeils aber, weil die unten aufgefuͤhrten Creditoren oder deren Demnach bhaͤten Imploranten um Erkennung eines oͤffentlichen Pro⸗ elams des Inhalts: daß I. die Inhaber aller und jeder von Grasmeyer und Marschner acceptirten und indossirten, nament⸗ lich aber folgender in den Buͤchern specificirten Tratten, naͤmlich: 1) zwei Tratten von H. J. Meyer vom 1. Mai

Dieses

zwei Tratten von demselben vom Aten ejusdem, groß resp. Beo⸗Thlr. 500 und 400;

Tratte von H. Broberg vom 6. Maͤrz 1792, groß Bco. Thlr. 1800; drei Tratten von T. C Winckler, naͤmlich: vom 9. Maͤrz 1792,

um

1792, groß Bco⸗Thlr. 150; Tratte von W von Asten und Sohn, Thlr. 4760; Tratte von J. Clason jr. in Stockholm zum Belaufe von Beo.⸗Mark 30,600; (Jas Datum der Tratten suhb No. 5 und 6 ist aus den Buͤchern nicht zu ersehen.) .Daß folgende Creditoren, naͤmlich: 1) B. J Ackermann in Stockholm; 2) A. F. Westerberg & Comp. daselbst; 3) H J. Meyer daselbst; 4) Medling und Gummer daselbst; 5) T. C. Winckler daselbst; F. W. Frantz in Liebau: 7) Henry Greig in Gothenburg; 8) F. E, Kahl & Comp. in Bremen; 9) J F. R. Huͤbner in Stettin; 10) Rothlaͤnder und Boyd in Danzig; 11) Ugonin in Belfort; 12) B. und J. Barck in Uddewalla; 13) Mich. Theod. Voͤlckers; 19) 8 M. Hasse Soͤhne: 15) H. Mohrmann: 16) Hahmann und Behn; 17) Lange und Spiegelberg; 18) Claes Friedrich Hagel Erben; 19) Johann Herrmann Wunder⸗ lich; 20) Nordthoff und Sohn; 21) F. W. Martens; 22) Brandons Gebruͤder;

Speicher.

Stall.

Vertreter schuldig sein sollen, und zwar Auswaͤr⸗ tige durch gehbrig zu legitimirende hiestge Bevoll⸗ mäaächtiate, ihre an die Fallitmasse von Grasmeyer und Marschner habenden Anspruͤche, in termino unice

iperemtorie praefigendo, sub poena praeclusi et

Oeffentlicher Verkauf des Schlosses und Rittergutes Kalkofen bei Aachen. . Das Publikum wied biermit benachrichtigt, daß der inzwischen verstorvenen Administratoren wieder in Gemaͤßbeit eines gehoͤrig norificicrten, von dem Koͤnigl chen Landgerichte zu Aachen, Großherzogthum Ntederhein, am 21. August 1835 erlassenen Urtheils in der Schreibstube des in der Stadt Aachen woh⸗ nenden Notars, Franz Anton Daniels, zum praͤpara torischem Verkaufe am Mittwoch, den 25sten November und zum definitiven Verkaufe am Mittwoch, den 9ten Dezember achtzehn⸗ hundert fuͤnfunddreißig, jedesmal um 10 Uhr Morcgens, des Patrimonial⸗ Gut, Kalkofen genannt, in der Gemeinde und dem Stadtkreis Aachen, eine veertel Meile von der Stadt und in der Naͤhbe der nach Koͤln fuͤhrenden Land⸗ raße gelegen, geschritten werden soll. . Hut, welches in die Matrikel der land⸗ tags faͤhigen Rittersitze der Rh.inpcovinz eingetra⸗ gen ist, besteht: 1) Aus dem herrschaftlichen Schlosse mit zwei 1792, groß resp Beo.⸗Thlr. 600 und 350; bööö“ und einem runden Thurm Im Innern, Keller, Souterrains. große Treype, große Saͤle, die Schloßkapelle, Kuͤchen, Zimmer, Kabinette, daruͤher peicher mit Schiefern bedeckt. diese Gebäude, in Mauerwerk eingeschlossene roß Beo. Thlr. 600, vom 13ten Wassergraͤben. In Mitte dieser Graͤben die Bruͤcke, ejnsdem, groß Beco. Thle. 300, und vom 5 April mit dem Auffahrtthor, unter einem Thurme, von drei Stockwerken, mit der Laterne und der Schloß⸗ groß Beo⸗ uhr. Vor dem Schlosse; der mit hausteinernen Pfeilern und eisernem Gitterwerk mit zwei kleinen Hauschen eingeschlossenen Hof. 2) Aus den Wohnungs⸗Gebzuden des Pachters von zwei Stockwerken, mit Schiefern gedeckt. Im Innern: Keller und Sousterrains laͤngs dem Schloßgarten, Flur und Treppe, Kuͤche, Zinmer, gewoͤlbte Brauerei, und uͤber das Ganze geraͤumige

3) Aus dem Pferde⸗, großen Kuh⸗ und Schaaf⸗ staͤllen.

4) Aus der großen Scheune, baͤude des Paͤchters sen und dem herrschaftlichen Pferdestall neben der Scheune.

5) Aus der Gaͤrtners⸗Wohnung von zwei Stock⸗ werken mit einem Thurme und einem kleinen

6) Aus dem Orangerie⸗Gebaͤude, worin ein gro⸗ ßer Saal und drei andere Raͤume mit einem choppen und einem Stalle fuͤr das Federyvieh.

7) Aus den 4 und 1 Roͤhrbrunnen im Wasserleitung 1 8) Aus 214 Morgen 90 Ruthen altes Aachener Landmaaß (der Morgen zu 150 Muthen, die Ruthe zu 16 151 Ruthen

vorne Fabricius.

gegenwärlige Fonds 7 2 der Hagelschaden-Versi- cherungs Gesellschaft. der Mobiliar Brand-Versi-

H gelschaden-Vergüti- lig ingen 5 mn Mobittar-Brand-Vergü- gungen

Vestibale

große

heute einen Beitrag

Mitglicdern mit Zaversicht

leihe bei Hlope & Comp.,

dem Wohnungs Ge⸗ gegenuͤber, aus zwei Remi⸗

hen zu lassen.

den.

Sp inabrunnen im Schloßgarten Schloßhofe mit ihrer

—,Nö—

gerechnet), der 255 Morgen 6 Fuß Preußisch Maaß (den

vergroschen Pr. Crt, 52,601 Thlr. 21 sgr. Pr Ert. Das besagte Gut gehoͤrt den Erben und Repraͤnsetanten der oder Angabe erprobter in Aachen verstorbenen Eheleute, Herrn Christian

Friedrich Claus und Frau Johannette Maria, ge⸗ Uebel

Das Bedingungen⸗Heft fuͤr den im Licttations⸗ Wege abzuhaltenden Verkauf, ist dem obengenannten und unterzeichneten Notar hinterlegt.

Aachen, den 12. Oktober 1835.

(gez.) F. A. Daniels, Koͤniglicher Notar.

NB. Plaͤne von dem vorgenannten Gute liegen bei dem Banquiee Herrn Moöritz Bielfeld in Berlin, Breitestraße Nr. 9, zur Einsicht offen.

Bekanntmachung. Den geehrten Mitgliedern hiesiger Versicherungs- Vereine machen wir hierdurch bekannt, dals der

8 Mill. 108,050 Thlr.

cherungs-Eesellschaft 290 Mill. 412 700 Thlr. beträzt, und dafs für das abgelaulene Semester an

16,891 Thlr. 1 sgr. 3 pf.,

2 25,852 Thlr. 7 sgr. Apf. gezahlt werden müssen, zu welchem Zweck wir

von 5 sgr. A pf. pro Cent zur Hagelkasse, und von 3sgr. 9 pf ro Cent zur Feuerkasse auszuschreiben beschlossen haben. ste Einzahlunz desselben erwarten wir von den resp.

Schovedt, den 3ten Octoher 1835. Die llaupt-Direklion der Hagelschaden und Mobiliar- Brand-Versicherungs-Gesellschaft zu Schweilt. v. Rieben. Saengzer. Meyer. v. Köller.

Die Inhaber von Certifikaten der Russ.-IIoll.-An- 3te Serie, die am r. Dezbr. d. J. fäflig werdenden LZinsen in Berlin zu erheben wünschen, werden hiermit aul- gefordert, die betreffenden Coupons bis spätestens den 28sten d. M. bei den Unterzeichneten zeigen und mit dem erforderlichen Vermerk verse- 1 Der Einlösungs- Termin der diece Weise augemeldeten Coupons wirdh s. Zt durch die öffentlichen Blätter bekannt gemacht wer Berlin, am 1. November 1835 8 Anhaolt und W agener, Brüderstralse No. 5.

vA.e, nr,ngereerenee

Literarische Anzeigen. Medizinischje Schriften fuͤr Nichtaͤrzte. In allen Buchhandlungen sind zu haben, in Ber⸗ 1

lin bei E. S. Mittler (Stechbahn Nr. 3): .

——yy —, —— 8

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und wie dasselbe in den mannichfachen Krancht

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Die pünktlich-

1“

Bei Riegel u. Wießner in Ruͤrnberg schienen und in Berlin bei G. Gropius, 6 platz Nr. 1, so wie in den uͤbrigen Buchham gen zu haben:

Ueber die Kometen, besonders den im Laufe dieses Jahres e⸗schein großen Halleyschen von Dr. L. Woͤckel. einer Sternkarte, worin die Bahn des genuch Kometen nach Damaiscau's und Pontecoulant! sier Bentimmung angeg ben. 2te verb. Aufl

1 7 ¼ sgr. 1 Die beste Empfehlung fuͤr das Schriftchen . zulsder schnelle Absatz der ersten Auflage seyn, der d; wenigen Wochen einen neuen Abdruc! machte.

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Wirkungen des kalten Wassers,

gene

9 1

.

Kronik des Tages.

Die von dem unterzeichneten Rektor und Richter hiestge Friedrich⸗ Wühelms⸗Universitat vorschriftsmaͤßig 8 Bechelase Gesuche der ö

um Stundung und resp. Erlaß der Honor:

8 c. Fertazae sr 1 der Honorare fuͤr muͤssen nicht nur durch genuͤgende Maturitaͤts⸗Zeugnisse (Zeuq⸗ niß der Reife bei den Inlaͤndern) und resp. 85⁄ 6g 8 Ad⸗ gangs⸗Zeugnisse von den fruͤher besuchten Universitaͤten, sondern insbesondere auch durch Zeugnisse der Beduͤrftigkeit gehoͤrig be⸗ güneg verhgn dlese 3

n Ansehung dieser Beduͤrftigkeits⸗Atteste it setzt, daß sie bei Waisen nur von 85 e Hen Vhr fefige schafts⸗Behoͤrde, und fuͤr Studirende, deren Aeltern noch am Leben sind, von dem Maaistrate des Wohnorts oder von den b F. Vaters eüsgestelt werden koͤnnen, und in diesen Zeugnissen folgende Punkte ausdrs 5 er n he; g folg Punkte ausdruͤcklich enthalten

1) Angabe des Vor, und Zunamen

direnden;

2) Amt, Stand und

der Vormuͤnder;

3) Zahl der etwanigen uͤbrigen versorgten oder un versorgten

aeFcens gesgang daß keine vorhanden sepen; neabe der Lehr⸗Anstalt, auf welcher Butsteller sei 1113““ f welcher der Butsteller seine die von den Aeltern oder Vormuͤndern zu

9 stimmte Angabe der Unterstuͤtzung, e dden jaͤhrlich zugesichert worden, aus welcher Quelle sie auch

8 komme, und von welcher Art sie auch seyn moͤge;

6) die bestimmte Versicherung, daß die Aeltern oder Vormuͤn⸗

der nach ihren, der attesttrenden resp. Behoͤrde genau he⸗

ckäannten Vermoͤgens⸗Verhaͤltnissen dem studirenden Soghe⸗

pder Muͤndel nicht mehr, als die unter Nr. 5 angegebene G b1 hececen koͤnnen.

Ludem wir diese hehen Anordnungen hierdurch zur öoͤffentli Fee bringen, damit dieselben bei Nernarch,; 880 ten Duͤrftigkeits⸗Zeugnisse von den resp. Behoͤrden in der vor⸗ geschriebenen Art beruͤcksichtigt werden, sind wir zu der Bemer⸗ kung verpflichtet, daß bei mangelhaften Attesten die von uns vor⸗ schriftsmaͤtig zu prüfenden Gesuche um Stundung der Honorare fuͤr die Vorlesungen nicht bewilligt werden koͤnnen 8 8 31 8n 1835. .

er Rektor und der Richter hiesiger Friedrich⸗Wil elms⸗Uni

Busch. F. Krause. 1 1

und des Alters der Stu⸗ Wohnort der Aeltern, und bei Waisen

1X“

chten.

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* ris, 30. Okt. Der Koͤnig begab sich gestern nach Ver⸗ Der Admiral von Rigny befindet si bereits seit eini Tagen in Paris; er ist indessen 1gö kishesere ““ 88 Odilon⸗Barrot ist gestern Abend wieder in Paris ein⸗ 8 u General Llauder befindet sich seit vergangenem Freitag Der General⸗Lieutenant Achard ist statt des verstorb Generals Morand zum Commandeur der Mili air O dgon o worden. 1“

m heutigen Journal de Paris liest man: Die Re⸗ beerucg hat Nachrichten aus Madrid bis 8 -7 Central⸗Junta von Andujar hat sich unterworfen. Die die sich nach ihren Befehlen versammelt hatten, gehen

38 ragonien ab, um gegen die Karlisten zu fechten. Die Zu⸗ Cader hat sich nicht aufgeloͤst, aber sie hat, durch nete an die Koͤnigin, der Regierung ihre Mitwirkung 99 prochen. Sie hat uͤberdies das an die Deputirten der Pro⸗ En venen. Verbot, an der devorstehenden Versammlung der hecs zu nehmen, aufgehoben. Man weiß noch nicht, velc n Futschiuß die Junta von Granada gefaßt hat. In 8⸗ aga ist die bisherige Junta durch eine insurrectionelle Be⸗ gung aufgeloöͤst und eine neue an deren Stelle gesetzt worden.

n Fosge dieser Bewegung hat die Nationat⸗Garde vier gefan⸗ Farlisen ohne Urtheil und Recht erschossen. Die „Ma⸗ r Hof.Zeitung publizertmehrere Dekrete, die zum Zweck haben, 1 der Armee und der National⸗Garde anzuspornen. Durch ehes ieser Dekrete wird die Errichtung eines Invalidenhauses be⸗ 180. Ein anderes Dekret beauftragt die General⸗Capitaine, ahe leglerung diejenigen Provinzen anzudeuten, die, wegen der uh 8 8 denselben vorhandenen Aufruͤhrer, in Belagerungs⸗ augan 9. lärt werden muͤßten. Sie werden sogar ermaͤchtigt, d,ng gen den Faͤllen diese Maßregel eintreten zu lassen, ohne die .82 e der Regierung abzuwarten. Es ist eine Kommission 64. 4 worden, um zu untersuͤchen, ob es unter den gegenwaͤr⸗ ben Amsäͤndem angemessen sey, die Unabhaͤngigkeit des Spani⸗ bezn merika s anzuerkennen. Unter den Mitgliedern derselben 2 7n. sich die Herren Quadra, Alava und Congo Arguelles Re. sich zam, 2lsten d. zum ersten Male versammelt. Die * pista espaniola „ein von den Freunden des jetzigen Ministeriums 8 1. Journal, enthaͤlt in ihrem Blatte vom 18. d. folgen⸗ * Arrihel⸗ „„ Wir wissen ganz bestimmt, daß das Dekret we⸗ Pubst isammenberufung des Cortes in Paris sowohl von dem n dum. a 8 von der Regierung sehr guͤnstig beurtheilt worden sorgnsd e Thatsoche, die wir verbuͤrgen koͤnnen, wird die Be⸗ 8. zerstreuen, welche einige gutgesinnte Spanier uͤber die ng Frankreichs in Bezug auf das von uns eingeschlagene

politische System hegten.““ Die Legion des Obersten chwar ist wegen Mangels an Mannszucht vsgelöss und 88 1 den⸗Legion entwaffnet worden. Die Regierung hat es den Sol⸗ daten freigestellt, entweder in diese Legion einzutreten oder nach snntreich zuruckgukehren. 8 der Moniteur enthaͤlt die⸗ s rtikel, mit Ausnahme jedoch der zten Saͤtze i Betreff der Gchwsenneg begion. 1 Ueber die erfolgte Entwaffnung der von dem Obersten Schwarz in Frankreich geworbenen Soͤldlinge berichtet das Scho del Comercio vom 17. Oktbr. folgendermaßen: „Nach Briefen aus Saragossa vom 14. sind die beiden Bataillone Fran⸗

oͤsischer Freiwilliger, die in Ober⸗Aragonien eingeruͤckt waren,

entwaffnet worden. Diese Maßregel ist durch die Zuchtlostaken und das schlechte Betragen jener eup sen 1“ aus Achtung aber fuͤr das Kabinet der Tuilerieern, das auf den Grund des Quadrupel⸗Allianz⸗Traktats das Anwerben dieser 1 hatte, hat man die Entwaffnunq panische Truppen, sonder ie F Le

28 vorrehgnen sasson. ppen, sondern durch die Fremden⸗Le⸗ Der Moniteur enthaͤlt Folgendes: „Die Boͤswilligkei und der Parteigeist haben dem Herrn Mendizabal ein Spstem und Absichten unterlegt, die niemals die seinigen gewesen sind. Wir lassen hier einen Auszug „us einem Madrider Schreiben folgen, das uns die Dinge aus einem richtigeren Gesichtspunkte aufzufassen scheint: „„Dem neuen Ministerium ist es in weni⸗ ger als sechs Wochen gelungen, fast alle die Provinzen, die sich unter dem Namen von Junten besondere Regierungen gegeben hatten, unter die Botmaͤßigkeit der Regierung der Koͤnigin zu⸗ ruͤckzufuͤhren. Man wird vielleicht sagen, daß, wenn dieser Triumph auch kein Blut, er doch eine Menge Zugestaͤndnisse ge⸗ kostet, und daß man der Opposition nichts verweigert habe. Dies wuͤrde nicht ganz richtig seyn. Man verlangte konstituirende Cortes und die Aufloͤsung der jetzigen Kammern; statt des⸗ sen aber werden gerade diese Kammern jetzt zusammenberufen. Man wollte wenigstens, daß, wenn ste sich versammelten, es aus⸗ schließlich geschehe, um ein neues Wahl⸗Gesetz zu votiren, und daß sie sich dann sofort wieder trennten; statt dessen wird man ihnen noch mehrere andere Fragen von großer Wichtigkeit zur Berathung vorlegen. Mehrere der Junten hatten mit großer Beharrlichkeit den Wunsch ausgedruͤckt, daß alle ihre Handlun⸗ gen und alle ihre Ernennungen bestaͤtigt wuͤrden; man hat die⸗ ser Aufforderung widerstanden, und eben so wenig hat man in die Absetzung der oͤffentlichtn Beamten in Masse und in die unverzuͤgliche Einfuͤhrung der Freiheit der periodischen Presse ge⸗

willigt. Es scheint, 1““ der Maͤßigung revidirt werden wird; egasen 2⸗ Absicht der Maͤnner, die sich jetzt am Man schreibt aus Bayonne unterm 26sten: „Den neue⸗ sten Nachrichten aus Spanien zufolge, waren de Stellungen 88 beiden kriegfuͤhrenden Theile noch dieselben wie am 20sten. Cor⸗ dova stand unbeweglich in Miranda am Ebro; die Anglo⸗Chri⸗ stinos wagten sich aus Bilbao nicht heraus, und die Kar⸗ listischen Streitkraͤfte waren groͤßtentheils in der Umge⸗ gend von konzentrirt. neu organisirt. asselbe besteht gegenwaͤrtig aus 2 naͤmlich der aktiven vennat 8 8an Reserve; in Fece befinden sich bloß unverheirathete, in dieser alle verheirathete Naͤnner. Die aktive Armee ist in 3 Divisionen und jede Di⸗ vision in 3 Brigaden getheilt. Der Generalstab besteht aus sol⸗ genden Personen: Ober⸗Befehlshaber: General⸗Lieutenant Graf von Casa⸗Eguia. Divisions⸗Commandeure: Die General⸗Majore Don Francisco Ituralde, Don Buo. Villareal, Don Miguel Gomez. Chef der Generalstaͤbe: Der Ge⸗ neral⸗Masor Don Jose Ma anasa, Chef des Generalstabes des Ober⸗Befehlshabers; der Brigadier Don Antonio Zarategut, Chef des Generalstabes der 3ten Division. (Die Chefs der Ge⸗ neralstaͤbe der Isten und 2ten Division werden nicht genannt.) Brigade⸗Commandeurs: Don J. Goni, Don Pablo Saraza, Don Th. Taragual, Don Bartholome Guibelalde, Don Simon de la Torre, Don Prudencio Sopelana, Don Perez de las Bacas, Don J. Brearmuguia und Don Jose Maria Aroyo. General⸗Capitain von Gutpuzcoa ist der Brigadier Don Jose Miguel Sagastibelza. Der General Moreno ist der Person des Don Carlos attachirt. Im Fuͤrstenthume Catalonien zaͤhlt man gegenwaͤrtig uͤber 20,000 bewaffnete Karlisten. San Sebastian 1- herf 6 kein Mundvorrath in die Stadt gebracht ann. Die Einnahme von La P rch die t⸗ EWE“ h La Puebla durch die Karli⸗ In der Gazette de France liest man: „Die Nachrichten von der Graͤnze lauten sehr widersprechend uͤber den Marsch der Truppen und uͤber die fernerweitigen Plaͤne des Don Carlos und Cordova s. Die Einen sagen, die Karlisten marschirten auf Burgos, und schon haͤtte ein kleines Gefecht bei Briviesca, einer kleinen Stadt auf dem Wege nach Madrid, stattgefunden. Nach Anderen haͤtten die Bewegungen der Karlisten zwischen Bilbao und Vittoria nur zum Zweck, jede Verbindung zwischen Cordova und den Englischen Freiwilligen zu verhindern. In dem einen Falle wie in dem andern ist es jedoch gewiß, daß Don Carlos sich in der Offensive befindet. Man ist in Navarra weder uͤber die Anwerbung von Freiwilligen unter den Anhaͤngern der Re⸗ volution, noch uͤber die patriotischen Subscriptionen im Geringsten beunruhigt. Diese Prahlereien des Parteigeistes werden nicht mehr bewirken, als die Anwerbungen in England und Frankreich und die Absendung der Fremden⸗Legion. Diese Huͤlfsleistungen haben immer nur außerhalb Spanien einen moralischen Einfluß gehabt. Waͤhrend man in Paris und London von dieser indi⸗ rekten Intervention Wunder erwartete, war man im Lager des Don Carlos vollkommen ruhig daruͤber. Die Folge hat gelehrt daß diese Sicherheit keine eitle Ueberschaͤtzung war. Die mili⸗ tatrische Rolle des Oberst Evans ist nach dem Laͤrm, den die Englische Presse seinetwegen machte, wahrhaft laͤcherlich gewor⸗ den. Das Corps, welches er kommandirt, eilte nur nach Bil⸗

dies ist we⸗ Staatsruder

bao, bts daselbst eine Niederlage zu erleiden, und um den heim⸗

daß das Koͤnigl. Statut in einem Geiste der

Don Carlos hat sein Heer

jener

so sind sie wenigstens

obwaltenden Umstaͤnde 11““ 8

den die Englischen Kaufleute mit den Karlisten treiben. Uebrigens ist diese unerklaͤrliche Unthaͤtig⸗

keit der Disziplin sehr nachtheilig geworden. Die Fremden⸗Le⸗

aion befindet sich in einer seltsamen Lage. Anfanglich uͤber ganz

Catalonien zerstreut und einzeln geschlagen, wurde sie spaͤter zu⸗

sammengezogen, um auf Aragonien zu marschiren; voͤn diesem

Augenblicke an hoͤrte man nicht mehr von ihr sprechen. Jetzt

meloet man, daß der Mangel an Disziplin in den Reihen der

Franzoͤsischen Freiwilligen so groß gewoörden ist, daß man sich

gezwungen gesehen hat, sie zu entwaffnen, und der Ansoͤhrer der

Fremden⸗Legion ist mit dieser strengen Maßregel beauftragt wor⸗

den. Also nicht allein unter den Christinos, sondern auch

unter ihren Verbuͤndeten greift die Demoralisation um.

sich. Wenn man den Blick von Navarra und Catalo⸗

nien abwendet und auf das uͤbrige Spanien wirft, so sieht man nur sehr unbedeutende Truppen⸗Corps, die taͤglich

durch Desertionen geschwaͤcht werden und nicht mehr wissen, wem sie gehorchen sollen, ob den Junten, oder den Behoͤrden Christinen's. Die bevorstehende Versammlung der Cortes, statt diese Spaltungen auszugleichen, wird dieselben nur noch ernster machen. Don Carlos hat also von den Fortschritten der Revo

lution in Madrid weder in politischer noch in militairischer Hin⸗ sicht etwas zu befuͤrchten.“

Dem. Taglioni ist, zum großen Leidwesen der hiesigen Bal⸗ let⸗Freunde, seit einigen Tagen bedeutend unwohl. Sie leidet ar einer Schwaͤche der Bein⸗Muskeln und an einem heftigen Knie⸗ schmerz, so daß sie wahrscheinlich laͤngere Zeit nicht wird tanzen koͤnnen. Die Pariser empfinden unter diesen Umstaͤnden die Ab⸗ wesenheit des Elslerschen Schwester⸗Paares doppelt schmerzlich.

Auch das Journal des Déöbats melder heute, daß die Portugiesische Division am 14. Oktober uͤber Zamora in Sp nsen ineet sacacac.

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Paris, 30. Okt. Es hat sich seit meinem letzten Schreiben hier wenig Erhebliches zugetragen, man muͤßte denn als Dinge von Wichtigkeit die belustigenden Streitigkeiten uͤber den Verfasser des im „Journal des Débats“ erschienenen Arti⸗ kels und die wahrhaft skandaloͤsen Offenbarungen uber ein vor⸗ gebliches Bacchanal bei Herrn Vigier in Grandvaux betrachten. Beide Gegenstaͤnde sind indessen in den Zeitungen selbst o viel⸗ fach, ja man moͤchte fast sagen zum Ueberdrufse besprochen Mor⸗

den, daß ich es vorgezogen habe, daxuͤber gaͤnzlich zu schweigen,⸗

wie die Presse denn auch ihrerseits von nun an düAüiver schwei⸗

Prozeß der Herren Sarrans und Latapie fuͤr diese Herren ge⸗

nommen hat, und nach dem energischen Schreiben des Heren

boͤsen Zunge noch ferner freien Lauf lassen sollten ichtlich z

gerichtlich zu

belangen droht, moͤchten jene Ereignisse den Zeitungen 5 ten. Die Sache selbst betreffend, bemerke ich nu 8

2 1 h nur noch,

daß der Artikel des Journal des Débats von einem Mitarbeite⸗

lichen Handel zu beschuͤtzen,

HS1“

gen duͤrfte; denn nach dem wahrhaft klaͤglichen Ende, das der Vigier an mehrere Journalisten, worin er sie, insofern sie ihrer laͤufig keinen Stoff mehr zur Fuͤllung ihrer Spalten bie⸗

dieses Blattes herruͤhrt, der ihn nach verschiedenen ihm mitge⸗

theilten Materialien bearbeitet hat, und daß es bei dem Gast⸗ mahle in Grandvaux so zugegangen ist, wie es nach einer froͤhlichen Jagd⸗Partie wohl zuzugehen pflegt. Was hat das große Publikum danach zu fragen? Doch zu etwas Wichti⸗ gerem. Es wird seit einiger Zeit wieder viel von Uneinigkeiten im Schoße des Minister⸗Conseils gesprochen. Ich halte diese Geruͤchte fuͤr grundlos; herrschen Meinungs⸗Verschiedenheiten, ewiß nicht politischer Art, denn sowohl uͤber die inneren als uͤber die auswaͤrtigen Angelegenheiten sind die Minister einerlei Ansicht. Dagegen will man bemerke haben, daß Herr Thiers seit seiner Ruͤckkunft noch einen hoͤheren Gras von Eifersucht gegen die Herren Maison und Guizot zeige, als fruͤher. Was die Spanischen Angelegenheiten betrifft, so stoßen die neuesten Pariser Bläͤtter wieder gewaltig ins Horn; Alles soll auf's beste fuͤr die Madrider Regierung gehen; der Zwist mit den Junten soll gaͤnzlich beseitigt seyn, und Hundert⸗ tausende, die man freilich erst auf die Beine bringen will, sollen nun auch den Karlisten rasch den Garaus machen. Ich kann Ihnen hinsichtlich der Nachrichten aus Madrid in deß Pariser Blaͤttern nicht Vorsicht genug empfehlen. Einmal ist zu beden⸗ ken, daß Madrid, als der Sitz der Regierung, gerade das meiste Interesse dabei hat, die Lage der Dinge in dem guͤnstigsten Lichte erscheinen zu lassen; hierzu kommt aber auch noch die Entfernung zwischen Madrid und Paris. A beau mentir, qui vient de soin, ist ein altes Franzoͤsisches Spruͤchwort, und so mag wohl jenen Eehsgingen an der Graͤnze oder hier am Orte selbst aus eigener Macht⸗Vollkommenheit Manches hinzugefuͤgt werden, wie es gerade dem Parteigeiste am meisten zusägt. *) Ich er⸗ fahre aus guter Quelle, daß die neuesten Berichte des Grafen von Rayneval fuͤr die Madrider Regierung nichts weniger als guͤnstig lauten. Man versichert mir, es werde die Ansicht darin ausgesprochen, daß die Regierung so wenig der ultra⸗liberalen, als der legitimistischen Partei werde die Stirn bieten können, und daß die Eroͤffnung der Cortes ohne Zweifel das Ende des gegenwaͤrtigen Drama's herbeifuͤhren werde. Viesleiche kͤnnte dann noch das Interregnum einer Regentschast unter dem Vorsitze des Infanten Franz de Paula di Katastrophe verzoͤgern; gewiß aber nur auf kurze Zes wonach jedenfalls die absolute Demokratie siegen wird. hiesige Regierung soll auf dieses End⸗Resultat gefaßt seyn und schon läͤngst uͤber die Mittel berathschlagt haben, wie fuͤr diesen Fall dem ungluͤcklichen Lande am besten geholfen werden koͤnnte

Nig Ulr

*) Eben weil wir annehmen duͤrfen, daß unsern Lesern die ah gegebenen Gruͤnde nicht unbekannt sind, und daß sie also die Nach⸗ richten aus Madrid vorsichtig aufnehmen werden, haben wir kein Bedenken getragen, ihnen gestern unter Madrid vom 22sten alles dasjenige mitzutheilen, was wir in den Pariser Blaͤttern fanden⸗ wobei wir ihnen uͤberlassen, ob und wie viel Glauben sie unter den

diesen Nachrichten schenken wollen. 8

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