1835 / 309 p. 3 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung, Sat, 07 Nov 1835 18:00:01 GMT) scan diff

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Humann die Pflichten seiner Stellung in dem Grade verkannt haben sollte, um seine Verbindlichkeit in Bezug auf die in Rede stehende Frage zu verleugnen; und es ist seltsam, daß ein mini⸗ sterielles Blatt, welches gewiß nicht von ihm den Auftrag dazu erhalten hat, eine Operation fuͤr Thorheit erklaͤrt, an die er öffentlich die Ehre seiner ministeriellen Laufbahn geknuͤpft hat. Noch seltsamer aber ist es, daß das „Journal des Débats“ hofft, die oͤffentliche Meinung so sehr irre leiten zu koͤnnen, daß sie an dee Uebereinstimmung uͤber diesen Gegenstand glauben sollte.“

Der Moniteur enthaͤlt Folgendes: „Eine Depesche aus Perpignan vom 26. d. meldet, daß Mina am 21. d. inkognito in Barcelona angekommen ist. Unter seinen Fenstern wurden patriotische Lieder gesungen, und zahlreiche Haufen durchzogen die Straßen unter dem Rufe: Es lebe Mina! Es lebe die Frei⸗ heit und Isabella! Abends war die Stadt erleuchtet. Der General Bermelle und ein Theil der Fremden⸗Legion befanden sich am 25sten in Jaca.“

Im Memorial bordelais liest man: „Herr Mendiza⸗ bal dringt darauf, den General Espinosa an die Stelle des Ge⸗ nekals Cordova zum Ober⸗Befehlshaber der Nord⸗Armee zu er⸗ nennen. Die Koͤnigin Christine weigert sich aber entschieden, den Ge⸗ neral Cordova von seinem Posten abzuberufen, weil der Hof in seingen anti-demokratischen Grundsaͤtzen eine Buͤrgschaft fuͤr die Treue der Armee erblickt. Aus Pampelona schreibt man, daß alle einigermaßen wohlhabende Bewohner dieser Stadt wegen der dort herrschenden großen Theuerung auswanderten. Ituralde soll in neuerer Zeit das Vertrauen des Don Carlos und mit demselben zugleich das Kommando seiner Division verloren ha⸗ ben, dagegen aber dem großen General⸗Stabe attachirt wor⸗ den seyn. (Hiernach waͤre ein fruͤheres Geruͤcht, daß dieser General zu den Christino's uͤbergegangen sey, un⸗ gegruͤndet.) Der erste Adjutant Sagastibelza's hat sich in Felge einer gegen ihn vorgebrachten Anklage nach Frankreich fluͤchten muͤssen; es war bereits der Befehl gegeben worden, ihn zu verhaften. Aus Bilbao sind unlaͤngst 4 Bataillone Karli⸗ sten ausmarschirt, um zu der Reserve⸗Armee zu stoßen. Sehr

spaoßhaft ist es, daß sie dies nur unter dem Schutze von 40009 Englaͤndern vermochten, die ihnen bis auf die große Straße das Geleite gaben.“

Die Sentinelle des Pyrenées sagt: „Man versichert uns, daß Don Carlos mit seinem Gefolge am 2lsten d. in Ar⸗

mentia war, und daß ein Theil seiner Truppen nach dem Eng⸗

passe von Penäacerrada detaschirt war, um daselbst den General Cordova in einem Hinterhalt zu erwarten. Vittoria war durch das 9te Infanterie⸗Bataillon blokirt, und die Artillerie setzte ihr Feuer auf verschiedenen Punkten fort.“

1 Die Gazette de France beleuchtet heute die Frage, ob

pfe von den Spanischen Junten beschlossene Abfertigung von

Truppen⸗Corps nach dem noͤrdlichen Spanien und die Ankunft „Zunäaͤchst“, aͤußert dieses Blatt,

Feldzuge keinesweges guͤnstig ist; das Regenwetter hat bereits

bbegonnen und die Wege sind fast unzugaͤnglich, so daß die mili⸗ tairischen Operationen schon aus diesem Grunde werden verscho⸗ 8 ben werden muͤssen. Dann aber darf man jene Huͤlfs⸗Mann⸗

schaften auch nicht uͤberschaͤtzen. Schon unter Rodil sollten

8n 80,600 Mann, und unter Valdez gar 80,000 Mann versammelt

8 berden; das erstemal aber kamen hoͤchstens 10,000 Mann, das zweitemal 12,090 Mann zusammen. Man braucht sich bloß zu erinnern, wie viel Truppen bereits diesseits des Ebro verbraucht worden sind, um die Ueberzeugung zu gewinnen, daß Don Carlos auch jetzt wieder den gesammten Streitkraͤften die Spitze zu bieten im Stande seyn wird, die man ihm aus den suͤdlichen Provinzen und aus Portugal entgegenschicken will. Alle Gene⸗ rale der Koͤnigin, die nach einander mit dem Kommando in Navarra und den Baskischen Provinzen bekleidet worden sind, haben freische Truppen mitgebracht: Valdez, Saarsfield, Rodil, Mina, dann wieder Valdez, endlich Cordova. Alle sind allmaͤlig zusammengeschmolzen, und theils getoͤdtet und gefangen genommen worden, theils in Folge der Cholera gestorben oder desertirt. n ist em

Maße angewachsen, und hat theils durch siegreiche Gefechte, theils durch mehrere gluͤckliche Ueberfaͤlle ihr Material bedeutend vermehrt. Man darf ohne Uebertreibung die Gesammtmacht der Karlisten gegenwaͤrtig auf 45 bis 50,000 Mann annehmen. Vor einigen Monaten, als die Englischen Soͤldlinge und die Franzoͤ⸗

in den Haͤnden der Christinos; jetzt sind sie es nicht mehr. Mina und Valdez meinten damals, man brauche mindestens 100,000 Mann, um die insurgirten Provinzen mit Erfolg anzugretfen. Elaubt man ernstlich, daß die Madrider Regierung, von Alem, und namentlich von Geld entbloͤßt, im Stande sey, eine solche Macht auf die Beine zu bringen? Nie⸗ mand glaubt dies; ja in Madrid selbst glaubt man es nicht. Was die Portugiesische Legion betrifft, so wird sie, da sie in ihren Reihen viele Miguelisten zaͤhlt, die Karlisti⸗ sche Armee durch zahlreiche Desertionen verstaͤrken. In milttai⸗ rischer Hinsicht werden mit einem Worte jene Anstrengungen nicht das Mindeste bewirken. Wir hatten dies fruͤher schon drei⸗ mal prophezeiht, naͤmlich bei dem Auftreten des Valdez, des Ro⸗ due und des Mina. Derselbe Erfolg ist jetzt um so unfehlbarer, als der partielle Aufstand in Catalonien die Macht des Don Carlos bedeutend erhoöht hat.“ 1“ Der Graf von Espagne ist am 27. in Begleitung zweier Gendarmen in Lvon angekommen. 8 In Melun ist am Lasten d. M. die Bruͤcke uͤber die Seine zusammengestuͤrzt. Gluͤcklicherweise hat dieser Unfall kein Men⸗ schenleben gekostet. Dagegen unterbricht er momentan die Ver⸗ bindung sowohl zu Lande als zu Wasser. Schon ist die Dampf⸗ schifffahrt eingestellt, da die Seine an der betreffenden Stelle so mit Truͤmmern angefuͤllt ist, daß kein Schiff vorbeikommen kann. Es bleibt nichts uͤbrig, als die Passagiere von einem Schiffe in das andere uͤberzusetzen, und es ist dieserhalb bereits ein Abkom⸗ men zwischen den Eigenthuͤmern getroffen worden, wonach das eine Dampfboot oberhalb von Melun bis nach Montereau, un das andere unterhabb von Melun bis Paris fäͤhrt.

Großbritanten und Irland.

wondon, 31. Oktober. Die Herzogin von Sachsen⸗Wei⸗ mar ist gestern fruͤh um 6 Uhr in Begleitung der jungen Prin⸗ zessinnen und Prinzen von Sachsen⸗Weimar von Schloß Wind⸗ sor nach Woolwich abgereist, wo Ihre Hoheit sich mit ihrer Fa⸗ milie an Bord der von Lord Adoiphe'’s Fitzelarence befehligten

Koͤniglichen Nacht um 11 Uhr nach Rotterdam einschiffte.

Im Geheimen⸗Rath ist am 28. d. die weitere Prorogation

8 des Parlaments vom 10. Noveinber bis zum 17. Dezember be⸗

schlossen worden. 8 Der Minister des Innern, Lord John Russel, hat sich ürzlich ungefaͤhr auf dieselbe Weise wie sein Kollege, Sir J.

Die Armee des Don Carlos dagegen ist in demselben

der Portugiesischen Huͤlfs⸗Truppen der Madrider Regierung von großem Nutzen seyn wuͤrden. s B ‚muß man bedenken, daß die gegenwaͤrtige Jahreszeit einem

Campbell, gegen die Resorm des Oberhauses erklaͤrt. In der Antwort auf eine ihm uͤberreichte Adresse sagt er: „Gekraͤftigt durch fruͤhere Siege, fest vertrauend auf kuͤnftige Fortschritte, empfehle ich Ihnen ernstlich, den Triumph fernerer Reform⸗ Maßregeln lieber von den Wirkungen der oͤffentlichen Meinung, erleuchtet und gereift durch Kenntnisse und Diskussion, zu er⸗ warten, als von organischen Veraͤnderungen in unserer Legisla⸗ tur, welche nicht vorgeschlagen werden koͤnnen, ohne Spaltungen hervorzubringen, nicht ausgefuͤhrt, ohne die Gefahr innerer Kon⸗ vulsionen, und die, selbst ausgefuͤhrt, der Sache des Volkes nur sehr zweifelhaften Erfolg, unzweifelhaft aber der Monarchie Ge⸗ fahr bringen wuͤrden. Ich habe, als ich mein Amt uͤbernahm, meine Ansichten uͤber solche fundamentale Aenderungen und mei⸗ nen Entschluß ausgesprochen; ich werde mich streng an die gro⸗ ßen Marken unserer Freiheit halten; ich bin ein warmer Be⸗ wunderer der Prinzipien, die unsere Fundamental⸗Institutionen durchdringen, und der Constitution unseres Vaterlandes in allen ihren Zweigen; ich bin gebunden durch Grundsaͤtze, durch Ueber⸗ zeugung und durch Pflichtgefuͤhl.“ 3 Herr Alexander Raphael, der im Juni nebst Herrn Vigors fuͤr Carlow ins Unterhaus gewaͤhlt, aber zwei Monate darauf in Folge einer von dem Oberst Bruen und Herrn Kavanagh dagegen eingereichten Petition seines Sitzes fuͤr verlustig erklaͤrt wurde, hat eine Adresse an die Waͤhler von Carlow erlassen, worin er denselben die Gruͤnde darlegt, weshalb er den Kampf gegen jene Petition aufgegeben und den Platz geraͤumt habe. Es geht daraus hervor, daß derselbe 2000 Pfund an O'Connell bezahlt und daß Letzterer sich dafuͤr verpflichtet hatte, seine Wahl zu betreiben und ihm seinen Parlamentssitz zu sichern, daß aber der letztere Theil dieses Sprechers von O Tonnell nicht gehalten worden war, indem derselbe die Sache des Herrn Naphael vor der Wahl⸗Untersuchungs⸗Kommission ganz fahren ließ. Letzterer theilt die ganze Korrespondenz mit, dee er in dieser Augelegen⸗ heit mit O Connell gepflogen, und aͤußert sich, nachdem er bemerkt, daß er allein, da sein Kollege Herr Vigors gar kein Geld zur Fuͤhrung der Sache hergegeben, sein Recht nicht habe durchfechten koͤnnen, am Schluß der Adresse folgender⸗ maßen: „Ich weiß sehr wohl, daß ich mich durch die Veroͤfsent⸗

lichung dessen, was zwischen Herrn O'Connell und mir vorgefal⸗

len, den gewoͤhnlichen rachsuͤchtigen und verleumderischen Verfol⸗ gungen jenes Mannes aussetze, aber ich fuͤhlte auch, daß die libe⸗ ralen Waͤhler von Carlow diese Erklaͤrung von mir zu forden berechtigt waren. So, meine Herren, hat sich der Mann benom⸗ men, der in seinem kuͤrzlich an den Herzog von Wellington ge⸗ richteten Schreiben mit seiner gewoͤhnlichen Bescheidenheit von

sich selbst sagt: „„Die Irlaͤndische Nation kennt meine Aufrich⸗ tigkeit und Rechtschaffenheit; sie vertraut auf meinen moralischen Muth und meine unermuͤdliche Ausdauer.““ Moͤgen Sie, meine Herren, vielleicht dieser Meinung seyn, ich fuͤr mein Theil bin

es nicht.“ Die Times meint, daß diese Angelegenheit, von der Art sey, daß sie jedenfalls noch der Gegenstand einer parlamen⸗ tarischen Untersuchung werden muͤsse. 8 Lord Brougham hat aufs neue die Journalistik in Auf⸗ regung versetzt. Im letzten Heft des Edinburgh Review liest man einen Artikel, uͤberschrieben: „Die letzte Session des Parlaments; Oberhaus“, und allgemein heißt es, Lord Broug⸗ ham sey der Verfasser; Einige lassen den Aufsatz ganz aus sei⸗

ner Feder geflossen seyn, Andere, hierfuͤr nirgends Beweise fin⸗:

dend, begnuͤgen sich mit der Behauptung, die darin ausge⸗ sprochenen Ideen seyen wenigstens von ihm ausgegangen. Die Times, welche Alles haßt, was von Lord Brougham kommt, läßt es an beißenden Bemerkungen uͤber jenen Artikel nicht feh⸗ len. Der Standard, bekanntlich ein nach den Grundsaͤtzen des Herzogs von Wellington redigirtes Blatt, sagt: „endlich ein⸗ mal enthaͤlt die Edinburgh Review einen nachdruͤcklich⸗konserva⸗ tiven Artikel, der wahrhaft merkwuͤrdig, lehrreich und nuͤtzlich ist, der hohen Talente des Verfassers nicht unwerth und ein wichtiger Beitrag zur Foͤrderung der konservativen Sache.“ Der

Radikal⸗Spectator bedauert es natuͤrlich sehr, den einst so

liberalen Lord diesen Weg einschlagen zu sehen; der edle Lord, meint dies Blatt, vergesse, daß er zum Minister nicht tauge, und strebe nach Aemtern; seine Vertheidigung des Oberhauses, seine

den Verdiensten desselben und seinen eigenen Verdiensten in dem⸗

selben gespendeten Lobreden, sein Auftreten gegen O9 Connell zeigten dies deutlich; zudem wimmele der Aufsatz von Widerspruͤchen,

Jrrthuͤmern und unmotivirten Behauptungen. Der ministerielle

1 4 9 j .„S 1 8 MNor 9„ * „1 z. ni 8 sische Fremden⸗Legion landeten, waren noch mehrere Positionen Courier scheint den Verfasser zu ignoriren und hebt einige in

dem Artikel ausgesprochene Ansichten als richtig und mit denen der Minister uͤbereinstimmend hervor, ohne der Tendenz des Ganzen zu erwaͤhnen. Was nun den Artikel selbst betrifft, so behauptet der Verfasser, das Ministerium stehe auf sehr schwachen Fuͤßen; es sey im Unterhause nur eben stark genug, um nicht geschlagen zu werden; im Oberhause zu schwach, um auch nur Eine Maßregel mit Gewißheit durchzusetzen; es sey außerdem, wie es scheine, auch bei Hofe sehr schlecht angeschrieben und habe die Kirche und die Aristokratie zu unversoͤhnlichen Feinden. An einer anderen Stelle sagt er: „Fruͤhere Ministerien haben ge⸗ fuͤhlt, daß ihre Existenz von der Gunst des Hofes and der Ge⸗ neigtheit der Pairs und bis auf einen gewissen Grad auch von dem Volke abhange; das gegenwaͤrtige dagegen fuͤhlt und weiß, daß es auf den Beifall des Volkes fußt und dadurch sich haͤlt.“ Von einem solchen Beifall des Volkes wollen nun aber die Tory⸗ Blaͤtter nichts wissen, wäͤhrend die ministeriellen freilich ganz da⸗ mit einverstanden sind. Sodann behaupteter ferner, der ungeziemende und mißbeaͤuchliche Ton, der in einigen oͤffentlichen Versammlungen laut geworden sey, habe im November v. J. den Sturz des Mi⸗ nisteriums Melbourne veranlaßt, denn sofort habe nun die andere Partei das Ministerium als unpopulair ausgeschrieen und der Koͤnig dasselbe entlassen. Was das Oberhaus anlangt, so ver⸗ theidigt der Verfasser das Verfahren desselben bei Verwerfung oder Emendirung mehrerer vom Unterhause angenommener Bills; dagegen spricht er sich fuͤr eine Reform des Unterhauses, nament⸗ lich durch Abkuͤrzung der Dauer der Parlamente und durch ge⸗ heime Abstimmung, aus, um dadurch die Stimme des Volkes kraͤftiger ausgedruͤckt und vertreten zu sehen; durch eine solche kraͤftigere Vertretung des Volkes im Unterhanse, meint er weiter, werde eine Reform des Oberhauses überfiussig; jede organische Reform desselben wuͤrde schaͤndlich und der Constitution zuwider seyn; man wuͤrde durch ein vom Volke gewaͤhltes Oberhaus nichts als ein Duplikat des Unterhauses erhalten, welches offen⸗ bar zwecklos sep. Dies ist bekanntlich eine Meinung, die von der O'Connells und seiner Anhaͤnger gaͤnzlich verschieden ist, waͤh⸗ rend das Ministerium, wenigstens nach den Aeußerungen der ministeriellen Presfe und des Sir John Campbell zu urtheilen, damit einverstanden zu seyn scheint,

Aus Dublin schreibt man der Times, daß die Provinz Connaught, die fruͤher von Aufregung fast ganz frei war, jetzt der Hauptkampfplatz des Systems des aktiven und passiven Wi⸗ derstandes sey, und daß die Geistlichen dort keine Executtons⸗

Bank⸗Direktoren haben in ihrer Versammlung am Donnerst

war melden,

der Polizei gestellt worden, und seitdem haben bedeutende

angesehenen Londoner Banquierhauses von der Griechischen

o1111“ 8 EEE11“ Dekrete gegen diejenigen zu erhalten vermoͤchten

8

, die ihnen d var üer 8 Kezngs besnegehen, 8 8 sgengezendsn hier angekommen war, hat heute ihre Reise er Begleiter des Capitains Back auf seiner Nordpol⸗Exg Aus Schwar 8 dolst 1 e 5 dition, Herr Richard King, der jetzt gleichfalls hier eingetroffthend des 2 9 ne,e 8' d.enee8. echeteenn An ist, schiffte sich, nachdem er eine Last von 4000 Pfd. auf Schn Seulwitz ploͤtzlich am Schlagfluüß, als er sich auf der Jagd im ten uͤber die ganze Länge des großen Sklavensees transportsgalde kei seinem Gute Loͤhma befand. Erst am folgenden Mor⸗ und auf dem Sklavenflusse ein Boot gebaut hatte, welches ser eu fand man nach langem Suchen seinen Leichnam. Er hatte Mannschaft, 11 an der Zahl, uͤber Portage La Roche tragen so och nicht das vierzigste Lebenejahr erreicht; sein Verlust wird auf 1en am 10. wo der 1 8 mit gemein betrauert.“ 1 war, schwer beladen mit Proviant und Gepaͤ⸗ e, ein; in ag Coͤthen, 4. Nov. Dur t 1 Ver kam er uͤber Portage La Roche hinuͤber; auf dem ferneren W om v. M. werden nec ae ande gegrlche 8 wurde er durch die Krankheit einiger seiner Leute und dusanen davon in Kenntniß gesetzt, daß, nachdem auch das Groß⸗ einige Zuͤge von Eingeborenen aufgehalten; am 28. August rzogthum Baden in den großen Zoll⸗Verein eingetreten, auch reichte er die Faktorei York an der Hudsonsbay, ohne einen f diesen Staat die Zoll⸗Cartel⸗Convention vom 12 Maͤrz 1834 zigen Mann verloren zu haben. Von dort segelte er, auf ein nwendung finde. 5 dort eingetroffenen Schiffe, am 24. September nach England Muͤnchen, 30. Okt. Ein so eben erschienener, vom 28sten und landete am 27sten d. M. bei astings. datirter Koͤnigl. Armee⸗Befehl lautet in seinem ersten Para⸗ Am Sonntag Abend, als das ampf. Packetboot „Lord aph: „Wir haben beschlossen, allen Unsern Infanterie“ und resford⸗ bei Guernsey vor Anker lag, ging ein Franzoͤsisc avallerie⸗Regimentern (mit Ausnahme des éten Chevauxlegers⸗ Fahrzeug von ungefaͤhr 150 Tonnen Last, mit Wein und Bre egiments) Inhaber zu geben, und ernennen demnach: den wein beladen, von seinen Ankern los und trieb gegen den „Mpeneral⸗Lieutenant Karl von Theobald zum Inhaber des 4ten Beres ford”. Die vier Franzosen, aus denen die Mannschaft inien⸗Infanterie⸗Regiments; den General⸗Lieutenant Karl Gra⸗ stand (der Capitain war geraͤbe an der Kuͤste) sprangen an Buen v. Pappenheim zum Inhaber des 7ten Linien⸗Infanterie⸗ des Englischen Schiffes und uͤberließen ihr Fahrzeug seinem Regiments; den General der Infanterie Clemens v Raglovich schick, so daß es in kurzer Zeit an den Felsen bei Glatney m Inhaber dos 10ten Linien⸗Infanterie⸗Regiments; den Ge⸗ zertruͤmmert war. Die Times bemerkt bei dieser Gelegenhe eral⸗Lieutenant Peter Freiherrn v. Lamotte zum Inhaber des „Ein so feigherziges Benehmen charakterisirt Frankreichs Mag Iten Linien⸗Infanterie⸗Regiments; den Generab Lieutenant Max sen, wie es sich schon oft gezeigt hat. Englaͤnder wuͤrden Prafen v. Seyssel d'Aix zum Inhaber des 13ten Linien⸗Infan⸗ geschaͤmt haben, das Eigenthum ihrer Brodherren so schmaͤh⸗ rie⸗Regiments; den General⸗Leeutenant Georg v. Weinrich zum im Stich zu lassen. Das edle Verhalten der Mannschaft nhaber des 14ten Linien⸗Infanterie⸗Regiments; ¶Pique“ kann den Franzosen in dieser Hinsicht als eine be— Major Franz Freiherrn v. Hertling zum Inhaber des löten zigenswerthe Lehre anempfohlen werden.“ 1b inien⸗Infanterie⸗Regiments. Die Infanterie⸗ und Kaval⸗ Im Boͤrsenberichte der heutigen Times liest man: „erie⸗ Regimenter haben zwar ihre bisherigen Nummern der angeblich in Folge des gedruͤckten Courses der Schatzkam bbböbeen. ollen aber nicht mit diesen, scheine, den Beschluß gefaßt, die Zeit fuͤr Darlehen gegen si bigt, genannt werden: Linien⸗Infanterie⸗Regimenter: Staatspapiere noch bis zum 15. Januar 1836 auszudehnen, eatment; 1) Köoͤnig; 2) Kronprinz; 3) Prinz Karl; 4) mit der Jahres⸗Abschluß ohne Hinderniß von ihrer Seite heobald; 5) Erb⸗Großherzog von Hessen; 6) Herzog Wilheim: Statten gehen koͤnne. Die Bekanntmachung diesos Beschl Pappenheim; 8) Herzog Pius; 9) Wrede; 18) Raglovich; brachte zvar nur ein geringes Steigen der Consols zu I ) Lamotte; 12) König Otto von Griechenland; 13) Seyftei 1 ee der Geldmarkt doch fester und bot qc Weinrich; 15) Hertling. Kuͤrassier⸗Regimenter: 1) guͤnstigern Anblick dar. rinz Karl; 2) Prinz Johe on. Ehav hehg. Uacn den Bürsen Nachrichten fheit vie Limes 2u8 egmenter, 1) Khenpech, 2) Secer a sece esene⸗ gende politische und das Ausland betreffende mit: „Mit ch bloß Taxis genannt); 3) Herzog Maximilian; 4) Koͤnig; Dampfboot „African“, welches am Mittwoch in Falmouth ) Leiningen; 6) vacant Leuchtenberg. Von diesen Regimentern langte, haben wir Nachrichten aus Athen vom Isten d., aus K ehalten ihren Namen immer: Linien⸗Infanterie⸗Regi⸗ vom 3ten, aus Patras vom 4ten, aus Zante vom zten, henter: Leib⸗Regiment; 1) Köoͤnig; 2) Kronprinz; 9) Wrede. Malta vom 8ten, aus Gibraltar vom 19:ten und aus Caß Fhevauxlegers⸗Regimenter: 2) Thurn und Taxis; 4) vom 20sten erhalten. Die Briese ven letzterem Ort schittoͤnig. Die Artillerie⸗Regimenter und die Jäͤger⸗Bataillons diese Stadt und ihre Umgegend als vollkommen ruhig. GC nd bis auf weitere; nur nach Nummern zu nennen Andalusien hatte sich zu Gunsten des neuen Ministeriums erk Das hiesige Tagesblatt meldet daß Se Majestaͤt der und die Behoͤrden und anderen leitenden Personen in KNoͤnig, dem Vernehmen nach, gegen die Mitte des Monats thaten alles Moͤgliche, um die Zwecke der Regierung zu foͤnsgeovenber eine Reise nach Griechenland antreten wuͤrden. In den Geschaͤften war es belebt. Die Zeitungen aus Gitr Bayerische Blaͤtter berichten: „Bereits sind in der daß Herr William Sherwill wegen Penediktiner⸗Abtei St. Stephan zu Augsburg außer dem Abte Verschiffung von Guͤtern an Marnabas Huber, 32 Priester aus der Oesterreichischen Monarchie, %, die zum Sklavenhandel gebraggus der Schweiz und Bayern versammelt, 27 Patres, von de⸗ werden sollte, zu einer Strafe verurtheilt worden en jedoch zwei in das Priorat nach Ottobeuren abgehen wer⸗ Neeh 3 v 1 ganzen des Schiffs ien, und fuͤnf Novizen.“ rozeß gemacht, sie wurde aber freigesprochen, mir Ausnqh Am 31. Okt. wurde auf der Eisenb d des Patrons, Jose Hidalgo, der auf 14 Jahre deportirt wagend Fuͤhrt ein Versuch mit 1ic ist. Die Briefe aus Arhen (vergl. unten den Artikel Grit Versonen befanden, und welcher nur von einem Pferde gezogen land) berichten, daß diese Stadt sehr schnell emporbluͤht; es vurde, mit uͤberraschendem Erfolge angestellt. Zunaͤchst verband ren dort einige neue Straßen nach einem schoͤnen Plan anggman mit diesem Versuche die Absicht, die Wirkung einer ange⸗ worden und Auslaͤnder, besonders Englaͤnder, kamen in rachten Bremse zu pruͤfen. Der Wagen, obgleich mit einer Anzahl daselbst an. Herr Black, ein Engländer, der das ronen Geschwindigkeit sich bewegend, konnte doch in jedem Augen⸗ ruͤhmte Maͤdchen von Athen geheirathet hat, ist an die 6 icke und an jedem beliebigen Orte zum Stillstande gebracht wer⸗ en, oyne daß hierdurch den Menschen eine unanger ehme Em⸗ indung verursacht, oder das Pferd gezwungen worden waͤre, zum ufhalten irgend eine Kraft anzuwenden. Die Bremse hebt icht nur die Bewegung des Wagens in 2 bis 3 Sekunden aͤnzlich auf, sondern bringt auch durch die Reibung einen Wi⸗ erstand hervor, welcher durch die angestrengteste Zugkraft des Pferdes nicht besiegt werden konnte. Dadurch ist jede Gefahr eseitigt, welche durch ein scheues Pferd entstehen koͤnnte, da man Stande ist, die Kraftanstellung desselben unschaͤdlich zu achen. Da durch die Versuche des Bremsens oͤfters eine Ver⸗ ögerung in der Bewegung des Wagens eintrat, so wurde der Weg von Nuͤrnberg nach Fuͤrth in 26 Minuten zuruͤckgelegt. achdem jedoch diese Versuche auf dem Ruͤckwege nicht mehr othwendig waren, so ließ man das Pferd in vollem Trabe lau⸗ ; der Fe legte in 24 Minuten 21,000 Bayerische Fuß te einstellen uruͤck; demnach betrug die mittilere Geschwindigkeit desselben Klasse von Griechen, denen die Leichtigkeit, Geld geborgt einer Sekunde 141 8 Fuß, und kam fogach der Gefcunn kommen, sehr erfreulich seyn wird, sind die, weiche duns tigkeit eines frei fallenden Koͤrpers, welcher bekanntlich in der Tuͤrken von ihren Guͤtern vertrieben wurden und all ihr hersten Sekunde 15 ⁄l“ Bayerische Fuß zuruͤcklegt, ziemlich Geld ausgeben mußten, um sich im Kriege das lahe. Dieses glänzende Resultat bringt dem Koͤntglichen Be⸗ zu fristen, und die nun, obgleich sie in ihr Ge irks⸗ Ingenieur Herrn Denis, unter dessen Leitung die thum wieder eingesetzt sind, nicht die Mittel haben, dasEisenbahn und der fragliche Wagen erbaut wurden, um so mehr zu bebauen. Der Capitain Sir E. Lyons, Britischer Gesateehre, als diese Geschwindigkeit nicht auf einer streng wagerech⸗ am Hofe zu Athen, soll bei dem Koͤnig Otto sehr beliebt zen, sondern nuf der von Fuͤrth nach Nuͤrnberg etwas steigen⸗ und bei allen wichtigen Gelegenheiten von ihm zu Rathe hen Bahn erreicht wurde, welche jedoch durch den genannten gen werden. Im Piraͤus lag das Koͤniglich Britische lhagenieur vortrefflich nivellirt worden ist. Die Eisenbahn „Ceylon“ mit der Flagge des Contre⸗-Admirals Sir Thehseigt naͤmlich von Fuͤrth nach Nuͤrnberg auf die Laͤnge von Briggs. Das Englische Geschwader in Zante bestand ausl7,100 Fuß um 32,8 Fuß, und hat demnach auf 1000 „Caledoniz“ von 120, dem „Thunderer“ von 84, dem Luß eine Steigung von 1,92 Fuß, oder nicht ganz einen pus“ von 84, der „Revenge“ von 78, dem „Barham“ vonßuß auf 500 Fuß. Nach den in England gemachten Er⸗ dem „Vernon“ von 50 Kanonen und dem Dampfboot „Ma sahrungen werden auf einer horizontalen Eisenbahn 250 Pfund Bgl g en esen 21. ast mit einem Pfunde Kraft bewegt. Der Wagen mit den 1 ¹ b . Personen, unter welchen sich auch der Schreiber dieser Zeilen Bruͤssel, 31. Okt. In einem hiesigen Blattt

befand, wog 5200 Pfund, und diese Last zog ein Pferd mit ei⸗ man: „Aus sehr achtbarer QAuelle erfahren wir, daß die em Kraft⸗Aufwande von 20 Pfund auf dem wagerechten Theile des Kriegs⸗Ministers, General Evain, nach Paris den 8

d ber Bahn zunaͤchst Nuͤrnberg, und da, nach den Gesetzen der Me⸗ hat, sich mit dem Marschall Maison, Kriegs⸗Minister vonz hanik, übes die her Fuͤrth 18 Nuͤrnberg steigende Ebern 10 he reich, über die Maßregeln zu verstaͤndigen, die in Betreteraft mehr aufzuwenden waren, so wirkte das Pferd mit einem Zuruͤckberufung der nach Belgien / getaschirten Franzoͤsischen Gesammt⸗Aufwande von 30 Pfd. Kraft. Diese Kraft wurde aber ziere zu treffen sind.“ ur bei dem Anfange der Bewegung angewendet, denn nachdem Dem Joh rnal de la Belgique zufolge, ist der scaaer Wagen eine beharrliche Geschwindigkeit erreicht hatte, konnte Franzoͤsischen Blaͤttern viel genannte General Latapie im Mman unschwer aus dem schlaffen Zugriemen entnehmen, daß das 1815 vom Assisenhofe, wegen Ermordung eines Gendanbhehier hoͤchstens 10 bis 12 Pfund Kraft zum Fortschaffen der der ihn arretiren sollte, zum Tode verurtheilt worden. Ehamhaften Last von 5200 Pfund verwendete. Die Bewegung floh nach Belgien, wo er sich ebenfalls nicht durch sein Hatwar sehr sanfr, und nicht mit Erschuͤtterungen zu vergleichen, sehr auszeichnete und ging dann nach Suͤd⸗Amerika, wo elche man in einer Chaise auf einer gewoöͤhnlichen guten Chaus⸗ einer Expedition gegen Brasilien Theil nahm. In Fernanh empfindet; man konnte mit Bleistift schreiben, und die Schrift festgenommen, wurde er nach Portugal geschickt, von wo er ae keine zitternde Bewegung der Hand. Die Eröͤffnung der Spanien nach Frankreich zuruͤckgekommen istt.. b ihn soll demnaͤchst erfolgen, da nunmehr der Dampfwagen an⸗

Deutscche ommen ist. BIEI - entscheaànd. k. Darmstadt, 30. Okt. Heute wurde in unserer zweiten Aua Sotha, 4. Nov. Ihre Koͤnigl. Hoheit die Prisseammer die Berathung üͤber den Gesetzes⸗Entwurf, die Abloͤsung Auguste von Sachsen, die gestern auf der Ruͤcktehr au

Theilnahme an der der Brigg „Cruzador“,

besserungen in der Reinhaltung und anderen Bequemlichte des Orts stattgefunden. Herr Glaß hat als Repraͤsentant

gierung auf 30 Jahre das ausschließliche Recht erhalten, Bank in Athen zu errichten, und zwar mit einem Kapital 1,500,000 Pfund und mit der Befugniß, fuͤr ein Drittheil! Betrages Noten auszugeben. Der Zinsfuß, zu welche Geld ausleihen darf, soll auf Laͤndereien nicht & Ct. und Haͤuser nicht 12 pCt. uͤberschreiten. Man verspricht sich von Errichtung der Bank großen Nutzen fuͤr das Land, namun fuͤr die Eingebornen, die bis jetzt ihr Geld, wenn sie we besaßen, zu vergraben pflegten, um es in Sicherheit zu he und die dasselbe nun sicher unterbringen koͤnnen, waͤhrend gleich die Wucherer, die jetzt dort Geld gegen 30 bis 40 Zins ausliehen, ihre Geschaͤfte einstellen muͤssen. Eine

2 1

den General⸗

mit den Namen der Inhaber, wie.

dann der Stadt Bern, von welcher zunaͤchst

der Grund⸗Renten betreffend, fortgesetzt. Man kam ziemlich

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weit in den einzelnen Artikeln.

Das Einzelne der Berath

daruͤber hat kein allgemeineres Interesse. Der —— Gagern hatte bereits bei dem allgemeineren Theile beantragt daß die Pflichtigen etwas weniger als Absindung zu bezahlen an⸗ gehalten werden moͤchten. Jenen Antrag wiederholte er heute und fand darin Unterstuͤzung von dem Abgeord⸗ neten Bergstraͤßer. Ihn widerlegten mehrere Abgeordnete, so wie die Regierungs⸗Commissaire, der Praͤsident des Fi⸗ nanz⸗Ministeriums, Frhr. v. Hoffmann, und der Geh. Staats⸗ rath Knapp. Naͤchsten Montag wird wohl der Gesetz⸗Entwurf und insbesondere die Mitwirkung der Staatsschulden⸗Tilgungs⸗ kasse zur Abloͤsung der Grundrenten vollends berathen werden, da außer diesem Gegenstande auch die Abstimmung uͤber den Gesetz⸗Entwurf, die Stellvertretung im Militairdienste betre end, auf den bemerkten Tag festgesetzt ist. Se. H. der Prinz Emil von Hessen ist so weit hergestellt, daß er wieder den Sitzungen der ersten Kammer zu praͤsidiren im Stande ist. 1—

Oesterreich.

Lemberg, 26. Okt. Am 15ten d. M. wurde der Postu⸗ laten⸗Landtag fuͤr die Provinz Gallizien und die Bukowina auf die gewoͤhnliche feierliche Weise abgehalten. M

Schweiz.

Bern, 31. Okt. Nachstehendes ist das (bereits angedeutete) durch die Allgemeine Schweizer⸗Zeitung veroͤffentlichte Manifest der Patrizier von Bern: „Endesbezeichnete halten da⸗ fuͤr, daß, bei einer vom Volke vorgelegten Verfassung, die denn⸗ zumal erklaͤrte Verwerfung derselben, eben so wenig fuͤr die Ver⸗ wersenden irgend eine Pflicht begruͤnde, der durch diese Verfassung eingesetzten Regierung fremd zu bleiben, als diejenigen, welche die Verfassung angenommen haben, dadurch ein besonderes Recht auf das Regieren erlangen. Wenn daher an dem jetzigen Staats⸗ wesen kein thaͤtiger Theil genommen wird, so ist es nicht wegen der Form, nach welcher es entstanden ist; auch nicht, weil damit eine stillschweigende Nichtanerkennung desselben an den Tag ge⸗ legt werden soll, indem man den Erfolg einer Majoritet gelten laͤßt, und fuͤr sich nur verlangt, was billig: daß die dergestalt angenommene Verfassung auch verfassungsgemaͤß ausgeuͤbt werde, gleich fuͤr Jeden; sondern der Grund, warum man ohne eine thaͤtige Mitwirkung dabei verbleibt, ist, weil dieses fuͤr den Kanton Bern verfaßte Grundgesetz in gänzlicher Beiseitsetzung der großen Mehrzahl der im Dezbr. 1830 eingereichten Wuͤnsche des Landes keine Verbesserung, sendern eine voͤllige Zerstoͤrung aller derjenigen Grundlagen enthaͤlt, durch welche“ der Kanton Bern sechs Jahrhunderte hindurch einen hohen Grad von Gluͤck, Ruhe, Ehre und Wohlstand. genossen hat; dasselbe insbesondere ta⸗ diese Guͤter ausge⸗ gangen sind, ihre wohlhergebrachte staatsrechtliche Stellung zum ganzen Lande voͤllig entzieht, und fuͤr unser gemeinsames Vater⸗ land als eine Auelle von Zwiespalt und Unheil sich darstellt, wo⸗ gegen die Bestrebungen der Einzelnen erfolglos bleiben, da, wie oft bemerkt, die einzelnen Menschen von den aufgestellten Staats⸗ Grundsaͤtzen uͤberragt und beherrscht werden. Wenn demnach die Verfassung selbst als das wirkende Uebel angesehen werden muß, und der zu erzielende bloße Personenwechsel in der Re⸗ gierung, welche auf Handhabung dieser Verfassung den Eid schwoͤrt, nicht hinreicht, dem Uebel fuͤr Stadt und Land abzu⸗ helfen, so kann allen denen, welche von dieser Ueberzeu⸗ gung durchdrungen, derselben getreu, sich vom Staatsleben in den Stand einfacher Privaten zuruͤckgezogen haben, das Ver⸗ bleiben in demselben mit Wahrheit weder als unchristlich noch als unvaterlaͤndisch ausgedeutet werden, noch liegt in diesem ih⸗ rem ruhigen, keinem Gesetze zuwiderlaufenden Benehmen ein Grund, um dessentwillen eine Regierung sie helotisiren oder des gemeinen Rechtes verlustig machen wird. Wer die Verantwor⸗ tung der Gegenwart und der ihr entkeimenden Zukunft zu tra— gen habe, das entscheidet ein Hoͤherer. Indem die Naͤmlichen von den politischen Wahlen auch gegenwaͤrtig entfernt bleiben handeln sie als einzelne Privatpersonen gleich der uͤberwiegend großen Mehrheit aller uͤbrigen im ganzen Kanton, welche wahr⸗ scheinlich aus einem uͤbereinstimmenden Gefuͤhle, die Wahlver⸗ sammlungen bis jetzt unbesucht und in mehreren Bezirken bei⸗ nahe veroͤden laͤßt. Eine Mehrzahl Berner.“

Madrid, 13. Okt. (Allg. Ztg.)

Der Attaché der hie⸗

sigen Englischen Gesandtschaft, Hr. Southern, dessen Abreise

nach Cadix kuͤrzlich erwaͤhnt wurde, ist auf dem Wege dorthi am 8. um 3 Uhr Morgens nicht .“ Sevülh den. 5 Rar⸗ bern uͤberfallen worden. Sie feuerten alle fuͤnf auf die Maut⸗ thiere ihre Flinten ab, wodurch eins derselben getoͤdtet ward und der Postillon einen Schuß durch die Hand erhielt. Gluͤck⸗ licher Weise ward weder Hr. Southern, noch der ihn begleitende Courier verletzt; Beide aber gezwungen, aus dem Wagen zu stei⸗ gen, in ein Dickicht gefuͤhrt, und hier alles ihres Geldes, ihrer Kleider, Effekten beraubt; selbst die Kissen des Wagens so wie die Maulthiere, wurden von den Raͤubern mitgenommen Nur mit der groͤßten Muͤhe konnte Hr. Southern die Raͤuber be vegen, ihm den Sack, welcher seine Depeschen enthielt zuruͤck⸗ zugeben, denn, sobald er zu sprechen versuchte, drohten sie ihn zu erschießen. Nachdem endlich die Raͤuber ihn verlassen hatten suchte Hr. Southern seinen Wagen wieder auf, ließ andere Maul⸗ thiere kommen, und wird wahrscheinlich am 9. Abends in Cadix angekommen seyn. Ein solches Abenteuer hat, wie ich aus eige⸗ ner Erfahrung weiß, seine sehr unangenehmen Seiten, und es bedarf wahrlich nicht der mannigfachen hier umlaufenden Sagen welche das Romantische dieser Begebenheit auf sehr wenig glaub⸗ hafte Weise noch zu steigern suchen. Es war näaͤmlich gestern kaum der Bericht des Hrn. Southern üͤber diesen Vorfall ange⸗ kommen, als sich das Geruͤcht verbreitete, er habe bei seither Durchreise durch Andujar eine Zusammenkunft mit der dortigen Junta gehabr, welche so wenig zur Befrieoigung der letztern 8 gefallen sey, daß sie ihm einige Patrioten nachgesandt habe, um seiner Depeschen habhaft zu werden, und daß auch diese ihren Zweck erreicht haͤtten. Indessen versichert die iesige Englische Gesandtschaft auf das bestimmteste, daß nur Geld und Essekten aber keine Depeschen dem Herrn Southern ahgenommen worden waͤren, Immerhin hat dieser Vorfall bei dem hiesigen diplomati⸗ schen Corps eine tiefe Sensation erregt, da die liebenswuͤrdige Persoͤnlichkeit des Herrn Southern hier von jeher allgemeige Anerkennung gefunden hat. Uebrigens scheint es, daß, wenn Herr Mendizabal, wie er versichert, in der Meinung steht vermittelst der von ihm bisher bewiesenen Passivitaͤt den Daͤmon des Widerstandes der Andalusischen Junten ba⸗ schworen zu haben, er ssch einigermaßen im Irrthume befin⸗ det. Es haͤlt zwar sehr schwer, etwas Besimmees über die dor⸗ tigen Begebenheiten zu erfah P I. 1 gebe zu erfahren, da der Postenlauf haͤufig unter⸗ brochen ist, indessen versichert man mit Bestimmtheit, daß sowohl

das in der Mancha befindliche Truppen⸗Corps, als auch die Mehr⸗

und fuͤr die moͤglich

zahl der Andalustschen Provinzial⸗Junten zu enthusiastisch fuͤr die

nen errungene Freiheit (welche hauptsaͤchlich in unbedingter Ver-.

fuͤgung uͤber die oͤffentlichen Gelder und Ab⸗ und Einsetzung von Beamten besteht) eingenommen sind, als daß sie sich, hloß im Vertrauen auf die Versprechungen des Herrn Mendizabal, der Regierung anschließen sollten. Zwar kuͤndigte der General Hore in Tadix unter dem 5ten an, daß er in Folge der Aufloͤsung der Juntz directiva jetzt den Oberbefehl im Namen J. M. der Koͤni⸗ gin fuͤhre, und daß er jene Junta gebeten habe, bis zur Bildung von Provinzial⸗Deputationen als Junta⸗Auxiliar⸗Consultativa versammelt zu bleiben; allein es heißt seit gestern, daß in Cadix die Aufloͤsung der Junta allgemeine Unzufriedenheit erregt, und sich eine neue, aus noch entschiedenern Liberalen bestehende gebil⸗ det habe. Ein Deputirter dieser Junta soll gestern hier eingetrof⸗ fen seyn, um die „bescheidenen“ Wuͤnsche derselben der Regierung vorzutragen. Mittlerweile kam der Held des Tages, der Graf de las Navas, hier in Madrid an, begab sich sogleich in Cou⸗ rierstiefeln und Sporen zu Sr. Excellenz dem Minister⸗Praͤ⸗ sidenten, und erklaͤrte diesem, welcher gerade fuͤr den aufruͤhreri⸗ schen Oberst⸗Lieutenant Villapadierna das General⸗Patent aus⸗ fertigte, um ihn fuͤr seine patriotischen Gesinnungen“ und die Absicht, nach Aragonien zu marschiren, zu belohnen, daß aus letzterem Projekte nichts werden wuͤrde, weil die Central⸗ Junta diese Absicht nicht genehmige. Da Herr Mendizabal unter andern Buͤrger⸗Tugenden auch die der Nachgiebigkeit ge⸗ gen den Willen des Volks besitzt, so hat er den Herrn Gra⸗ fen, welcher mit großem Selbstgefuͤhl, aber ohne den erwar⸗ teten Enthusiasmus zu erregen, durch die Straßen von Madrid schreitet, gewaͤhren lassen.

Madrid, 22. Okt. Die hiesige Hof⸗Zeitung enthaͤlt folgendes Koͤnigliche Dekret, wodurch eine (gestern F Artikel Paris bereits erwaͤhnte) Kommission ernannt wird, die sich mit der Pruͤfung der Frage beschaͤftigen soll, ob es unter den gegenwaͤrtigen Umstaͤnden gerathen sey, die Unabhaͤngigkeit der Suͤd⸗Amerikanischen Staaten anzuerkennen:

.„Ihre Majestaͤt, die erhabene Kontgin⸗Regentin, stets bemüht, fuͤr das ihrer muͤtterlichen Sorgfalt anvertraute Volt diejenigen Maßregeln zu ergreifen, welche zu dem Gluͤck und der Wohlfahrr desselben beizutragen vermoͤgen, hat seit dem Augenblick, wo sie im Namen ihrer erlauchten Tochter, der Donna Isabvella II., die Re⸗ gierung dieses Koͤnigreichs uͤbernahm, die Zwietracht zu schlichten gesucht, welche dadurch herbeigefuͤhrt worden war, daß einige Staa⸗ ten, die zu der Spanischen Monarchie gehoͤrten, sich gegen sie em⸗ poͤrten und de facio von ihr trennten. Ihre Majestaͤt glaubt, daß sich dieses Ziel, das die Civilisation des Jahrhunderts und die edel⸗ muͤthigen Gesinnungen fuͤr das Wohl der Menschheit fordern, mit einem Grundsatze der Politik vereinigen lasse, der niemals von denen, welche die Macht in Haͤnden haben, gleichguͤl⸗ tig behandelt werden sollte, naͤmlich mit dem wechselseiti⸗ gen Vortheil von Laͤndern, deren Bewohner einst Bruͤder wa⸗ ren, obgleich sie seitdem durch Ursachen getrennt wurden, die nicht selten sind in der Geschichte der Voͤlker. Die Regterung Forer Majestaͤt ist ünausgesetzt thaͤtig gewesen, um diesen edlen Gaoanken auf eine der Wuͤrde des Thrones und der großen Nation, angemes⸗ sene Weise auszufuͤhren, und hat niemals das Interesse des Spani⸗ schen Volkes dabei aus den Augen verloren. Aus den deshalb ge⸗ haltenen Kouferenzen, aus den mit Sorgfalt und Umsicht 2 melten Dokumenten hat sich ergeben, daß die Zeit zu einer definiti⸗ ven Entscheidung dieser wichtigen und so folgereichen Frage gekom⸗ men ist. Aber die Annahme dieser Entscheidung bietet auch Schwie⸗ dar, weil Zeit und Umstaͤnde oft den Zweck der diplomati⸗ schen Unterhandlungen vereiteln. Durchdrungen von diesen Be⸗ trachtungen und unwillig daruͤber, daß ein Gegenstand von solcher Wichtigkeit noch ferner aufgeschoben werden sollte, und mir dem ernstlichen Wunsche, den beabsichtigten Zweck so vollstaͤndig als moͤglich zu erreichen, hat Ihre Majestaͤt vie Ernennung einer Kom⸗ mission zu befehlen geruht, welche aus Personen von anerkannter Rechtschaffenheit, Bildung und Vaterlandsliebe bestehen son

damit sie ihre Meinung daruͤber abgeben, wie diese Fee 4 auf die leichteste und zweckmaͤßigste Weise zu erlevdigen ce Ihre Majestaͤt hat unter hr Personen, welche die noͤthigen Eigenschaften besitzen, folgende zu waͤhlen geruht: Praͤsident der genannten Kommission ist Don NRamon Gil de Ia Cuadra, Procer des Koͤnigreichs. Mitglicher derselben sind: der General Don Miguel Ricado de Alava, Procer des Koͤnigreichs Don Jose Canga Arguelles, Minister des Koͤniglichen Rathes von Spanien und Indien, der Brigadier Don Vincente Sancho, Se⸗ cretair des Minister⸗ Conseils, und Don Valentin Ortigosa, Archi⸗ diakonus :ꝛc. Seecretair der Kommission ist Don Manuel Maria de Alzaybar, Vorsteher einer Abtheilung in dem Staats⸗Sekretariat Auf Koͤnigl. Befehl setze ich Ew. Excellenz hiervon in Kenntniß, damit geeignete Maßvregeln fuͤr die Versammlung der Kommission 1 schnellste Beendigung ihrer Geschaͤfte genom⸗ men werden moͤgen. Zugleich benachrichtige ich Ew. Excellenz daß ich den Secretair der Kommission angewiesen habe, alle Dokumente. die sich auf den vorliegenden Gegenstand beziehen und die in dem⸗ ünter meiner einstweiligen Aufsicht befindlichen Archive vorhanden sind, zur Verfuͤgung Ew. Excellenz zu stellen. Gott erhalte Ew

Excellenz, Im Palaf, den 16. Oktober 1835. 8

1 Juan Alvarez y Mendi 1 An Señor Don Ramon Gil de la Cuadra⸗“ dizabal.

Die Times enthaͤlt folgendes Schreiben aus Konstanti⸗ nopel vom 3. Okt. „Da die Ortsbehoöͤrden von Odessa bei der Ankunft des Schiffes, an dessen Bord sich der Repraͤsentant des Koͤnigs von England am Russischen Hofe befand, die Bri⸗ tische Flagge mit salutirten und der Graf Woronzoff nicht in Odessa anwesend war, so uͤbersandte Lord Durham dem Vice⸗ Gouverneur eine Note, worin er sich uͤber diese unerwartete Verletzung der Etikette beschwerte und eine Erklaͤrung deshalb verlangte. In der Antwort bemerkte der Vice⸗Gouverneur, daß, da der „Pluto“ bei seiner Ankunft im Hafen weder den Wim⸗ pel noch eine der drei Flaggen der Britischen Marine aufgezogen, auch weder Kanonen noch irgend etwas am Bord habe, was ihm das Ansehen eines Kriegsschiffes gebe, er es fuͤr ein Pri⸗ vatschiff gehalten und geglaubt habe, Lord Durham wolle bei seiner Landung incognito bleiben. Auf Lord Durham's Frage. ob der Gouverneur etwa glaube, daß die Britische Admirals Flagge, welche der „Plxto“ aufgezogen hatte, nicht salu tirt zu werden brauche, erwiederte der Vice⸗ Gouverneur, daß die Britische Admiralitaͤts⸗Flagge niemals zuvor im Schwar zen Meere erschienen und ihm daher voͤllig unbekannt sep; 1 waͤre es wohl nicht passend, eine Flagge zu salurtiven 858 am Bord eines Englischen Transportschiffes aufgezogen werde; abe 8 aus Achtung vor Lord Durham's Meinung wolle er dessen Wuͤnsche erfuͤllen und sogleich den Befehl geben, die Flagge salutiren. Washaf Efendi ist am 3ten d. M. von Stutart 8 ruͤckgekehrt und hat sich sogleich zum Sultan begeben der 8 sehr freundlich empfing. Er erhielt als Belohnung fuͤr seine Dienste eine mit Brillanten verzierte Decoratio. Wie es heißt, uͤberbringt er Dokumente, welche die Verbindung Mehmed Ali's mit den Rebellen in Albanien außer Zroeifel setzen. Der Ba⸗ 1n Seütchg. 8 v sind nach Smyrna abgegan⸗ disanen „bet ihrer Rüͤckkehr auch die Ebene von 1