ter) die Bank nicht einen
ist vore estern auf einem Koͤnigl. Englischen Regierungs⸗Dampf⸗ boote, begleitet von Lord Adolphus Fitzclarence, aus Windsor in
Rotterdam eingetroffen.
. Belgien. Bruͤssel, 2. Nov. Die Repraͤ l10ten d. zusammenberufen worden. Unsere Kammern werden sic meln. Man wird sogleich zur Froͤrterung der in der 1 gebliebenen Gesetz⸗Entwuͤrfe uͤbergehen. das Ministeriur, das Budget von 1836 vorlegen. Session wiro man auch die Schuld kroͤrtern, welche die oes vormaligen Kassiers veen. sterium wird bei diesem
Rechnungshofe dieser Anstalt durch das vorige tion kassiren sollte. Sollte aber
Antheil
von ihr ohne Praͤjudi; der lung der im definitiven Traktate bezahlt wurden, ansprechen koͤnnen? Die gekanften Renten kosteten 95 ½ bis 96. Beso werden der Opposition (obgleich in der das Ministerium wird auch die wegen Errichtung einer medizi⸗
ischen Spezialschule fuͤr die Militair⸗Aerzte in Loͤwen vorkom⸗ men, wozu es durch kein Gesetz ermaͤchtigt war. Was die ka⸗
tholische Universitaͤt betrifft, so gedeiht sie seit ihrer Errichtung. Sie beruft ausgezeichnete Professoren vom Aus⸗ und Inlande, und weist ihnen nach ihrem Verdienst hohe Gehalte an. Man erwartet viele Zuhoͤrer. die Errichtung dieser Universitaͤt einen hohen Werth. Sie hofft, sie werde durch die Vorzuͤge ihres Unterrichts den Staats⸗Universi⸗ eten den Vorrang abgewinnen, die allerdings durch eine solche Konkurrenz sehr leiden duͤrften. Dieser Zustand der Dinge ist aber die Folge der unbeschraͤnkten, durch die Belgische Constitu⸗ tion geweihten Freiheit des Unterrichts. Sie war eine der Hauptursachen des vor und zu Anfang der Revolution zwischen dem Klerus mit seinen Anhaͤngern und der liberalen Partei ge⸗
m. — . am 10. November versam⸗ Auch diesmal wird eeine Thron⸗Rede gehalten werden. letzten Session Zuerst wird In dieser große Frage der Bezahlung der.⸗ Bank dem Staate in ihrer Eigen⸗ der Niederlande schuldig ist. Das n. . Anlaß nur den Zuschauer machen dd sich gefaßt halten, die Bank vor den Tribunalen oder dem zu belangen, wenn die Kammer die 1833 mit Ministerium geschlossene Conven⸗ dann (fragen oͤffentliche Blaͤt⸗ t einen an dem Gewinn von den in der Summe von 13 Millionen Franken angewandten Fonds, die Rechte Hollands und ohne Feststel⸗ vorbehaltenen Summen zu dem Ende als 1 Jetzt stehen sie 72. Dies ist eine sehr wichtige Ruͤcksicht. — Unter den Minoritaͤt) gegen
Offenbar legt die katholische Partei auf
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1272
meter errichtet worden, welches jenen nun dieselben Vortheile ge⸗ waͤhrt, als ob die Anstalt selbst in ihrer Naͤhe gelegen waͤre.
Leipzig, 26. Okt. (Schwaͤb. Merk.) Es herrschte auf unserer diesjzaͤhrigen, erst jetzt voͤllig beendigten Michaelis⸗Messe eine ungemeine Lebhaftigkeit. Die Zahl der Verkaͤufer war zwar, wie bei der vorigen Jubilate⸗Messe, außerordentlich groß; aber es fehlte verhaͤltnißmaͤßig auch keineswegs an Kaͤufern. So un⸗ geheuer auch die Waaren⸗Vorraͤthe waren, so sah man doch uͤberall Absatz, und gleich in der ersten Woche wurden viele Ma⸗ gazine ganz geleert. Manche Deusche Fabrikanten, namentlich in Baumwollen⸗Zeugen, hoͤrte man sogar bedauern, daß sie nicht mehr von ihren Artikeln an Ort und Stelle haͤtten, indem die Nachfrage den vorhandenen Vorrath uͤberstieg. Klagen uͤber Mangel an Absatz wurden fast nur von Englischen und Fran⸗ zoͤsischen Waarenhaͤndlern vernommen, die allerdings in mehr als einem Artikel die Konkurrenz mit den in den Staaten des Zoll⸗Vereins verfertigten Waaren nicht bestehen zu koͤnnen schienen. Auch die Deutschen Wolltuch⸗Fabrikanten, de⸗ ren Verkehr auf der vorigen Messe wegen Ueberfuͤllung des Marktes etwas flau war, daher Manche es vorzogen, lieber nicht zu verkaufen, als sich zu niedrige Preise gefallen zu lassen, haben diesmal gute Geschaͤfte gemacht. Welch ein großer Waaren⸗Vertrieb hier stattgefunden hat, mag man schon aus der einzigen Thatsache abnehmen, daß gegen 30,000 Centner Waaren allein von den Orientalen und Polnischen Juden auf⸗ gekauft worden seyn sollen. Ankaͤufer aus den Vereinigten Staaten von Nord⸗Amerika fanden sich ein ganzes Dutzend hier diesmal beisammen. — An die Arbeiten zu der Eisenbahn zwi⸗ schen Leipzig und Dresden wird nun bald Hand gelegt werden. In den Steinbruͤchen bei Rochlitz liegt schon ein großer Vor⸗ rath von Steinen zum Bau dieser neuen Straße. Die Erwer⸗ bung des erforderlichen Terrains bietet nach Erscheinung des Appropriations⸗Gesetzes wenig Schwierigkeit mehr dar. Es wird der Werth der abzutretenden Laͤndereien, bei Fehlschlagung einer guͤtlichen Verabredung, von einer Kommission abgeschaͤtzt, die aus Mitgliedern besteht, von denen eins von den Grund⸗Eigenthuͤ⸗ mern, das zweite von der Direction der Eisenbahn⸗Gesellschaft und das dritte von der Regierung ernannt wird.
Hamburg, 6. Nov. (Boͤrsenhalle.) Der gestern hier eingetretene Fall, daß vermittelst der Dampfschiffe innerhalb 6 Tagen auf Briefe von hier nach Havre Antwort eingetroffen, duͤrfte im naͤchsten Jahre selbst zwischen hier und Paris manch⸗ mal stattfinden koͤnnen, wenn, wie verlautet, Aussicht vorhanden
macht haben, nimmt auch das von den Russischen Garden am Vor abende der Schlacht von Kulm stegreich bestandene Gefecht eine Zur Erinnerung an diesen wichtigen un
glorreichen Tag lasse Ich bei Priesten ein Denkmal errichten, des
29sten September d. J. gele f Feierlichkeit haf
ssen, die Ich Ihnen im Anschlun
ehrenvollen Platz ein.
erster Stein von Mir, dem Kaiser von Rußland und Koͤnige von Preußen am worden ist. Zur See diefer erhabenen Ich eine Denkmuͤnze praͤgen la 2 üͤbersende. Ich wuͤnsche dadurch noch im Grade den obersten Fe herrn der Allianz zu ehren, der bei jedem unter seinem Ober⸗Ko
mandostabe errungenen Siege seinen Antheil des Ruhmes mit alle 2 gDhgge dieses Andenken Ihnen den 2
weis liefern, daß die großen Verdienste des seligen Feldmarsche
Rechte ansprechen durfte. nie aus Meiner dankbarlichen Erinnerung werden verwischt werz
Ferdinand.“ Preßburg, 29. Okt. dagegen ihre Bemerkungen uͤber den Artikel,
Ungarischen Sprache und b) üuͤber das Urbarium verlesen w den. bewilligt. —
Die Breslauer Zeitung enthaͤlt nachstehende nicht
interessante Privat, Mittheilungen aus St. Jean de Luz v‚
20. Okt.: „Der Buͤrgerkrieg in Spanien beschraͤnkt sich ni mehr bloß auf die Baskischen Provinzen, er hat im Gegem
in diesen beinahe aufgehoͤrt, denn die Herrschaft des Don
los ist in ihnen fast uͤberall anerkannt. So hat sich mit A.
nahme von Bilbao ganz Biscaya fuͤr ihn erklaͤrt, wie ganz C
puzcoa, mit Ausnahme von St. Sebastian. In Alava ist — toria die einzige Stadt, von deren Thuͤrmen seine Fahnen ue wehen, und Navarra erkennt ihn als Koͤnig und Herrn, P pelona und Puente de la Reyna haben allein noch Christin, Garnisonen. Es ist wahr, daß diese Staͤdte die Hauptz dieser Provinzen sind, aber es ist auch wahr, daß sie vond Karlisten eng blokirt werden und daß die Bewohner zum gri⸗ Theil bereits Mangel aller Art leiden. Nunmehr ist Catt nien die naͤchste Provinz, die in die Hand des Don Ca
(Preßb. Zrg.) In der heukte 379sten Reichstags⸗Sitzung haben die loͤbl. Stände die Be thungen uͤber den Proportional⸗Artikel geendigt und densellbe mittelst Deputation an die hohe Magnarentafel gesandt, well
die Besteueru des Adels betreffend, zuruͤcksandte, welche verlesen und zur D. tatur gegeben wurden. Hierauf folgte eine gemischte Sitzung, won zwei neue Koͤnigliche Resolutionen: a) uͤber den Gebrauch 1 scheinen werden, In letzterer wird zugleich zur Beendigung der uͤbrig Reichstags⸗Gegenstaͤnde noch eine Zeitfrist von zwei Monqah
8 1'
und daß es noͤthig sey, vor aflen die Kranzoͤsische Graͤnze genau zu e er werde ihrer Kichtung in kleiner edeckung mehrere Stunden lang folgen. amso und Mutchacho, ote den Grund einer solchen Demarche nicht einsahen, widersprachen lebhaft, sahen sich aber am nde doch zur Nachgiebigkeit g rzwungen. Indem sie sich dem Dorfe Sanct Laurent da Cerdans näͤherten, einer Gegend, wo die Graͤnze nicht genau bezeichnet ist, wurden sie voch in der Dunkelheit durch ein „qui vive“ angerufen, welches se mit einem „Carlos Auinto“ beantworteten, in Folge dessen sie ogleich von einem Detaschement des Franzoͤsischen 17ten Regi⸗ ents umringt wurden. Sie hatten die Franzoͤsische Graͤnze aberschritten, von der sie nach der Meit⸗ ig des Grafen Espana nehrere tausend Schritt entfernt seyn sollten. Samso schlug dor, sich vertheidigend zuruͤckzuziehen, sie konnten unmoͤglich ehr als 100 Schritt von der Spanischen Graͤnze seyn, der Graf aber widersetzte sich lebhaft und ließ sich gefangen nach erpignan fuͤhren. Ich knuͤpfe keine Betrachtung an dies Er⸗ eigniß, ob es auch gewiß sehr außerordentlich erscheinen duͤrfte, nd ob ich gleich mit aller Gewißheit voraussage, daß die beiden Gefaͤhrten des Grafen in wenig Tagen wieder in Catalonien er⸗ eine Prophezeiung, die ich nicht auf ben Grafen ausdehne. Trotz diesem fuͤr den Moment un⸗ gluͤcklichen Ereigniß lauten die Nachrichten fuͤr Don Car⸗ os von allen Punkten Cataloniens eben so uͤberaus gluͤck⸗ ich, als aus den Baskischen Provinzen, in denen etwas im Werke
er nicht aufgeben wolle,
scheint, wovon ich Ihnen heute noch keine Nachricht geben kann.
Ich fuͤge nur hinzu, daß die gesammte Kavallerie sich bei Sal⸗ vatierra konzentrirt hat und daß es scheint, Don Carlos erwarte ein gluͤckliches Ereigniß in Alava. Zugleich scheinen die Engli⸗ chen Truppen in Bilbao mit dem General Cordova unzufrie⸗ den, sie haben die Spanischen Farben durch die Englischen ersetzt, nd diese wehen von allen Punkten, die sie besetzt halten. Auf er ganzen Linie der Vorposten zwischen den Christinos und den Karlisten herrscht Ruhe, seit einigen Tagen faͤllt auch nicht ein einziger Schuß. Bloß in meiner Gegend haben sich die Karli— en einen Fintenschuß von St. Sebastian entfernt, gestern eines großen massiven Gebaͤudes bemaͤchtigt, dasselbe in dieser Nacht it einem starken Erdwall umgeben und noch vor Tagesanbruch Kanonen hinein gebracht.“
„Zwischen Don Carlos und Cordova wird, wie man sagt, vegen Auslieferung der Gefangenen seit einigen Tagen parla⸗
mentirt, dies giebt zu sonderbaren Geruͤchten Veranlassung, die,
der Regentschaft zuruͤck, die von den Griechen mit Begeisterunz aufgenommen worden sey, weil sie ueit den Huüͤlfezuellen des von den Maͤchten garantirten Anlehens ihnen auch die Wohlthat ei⸗ ner neuen und zweckmaͤßigeren Graͤnzbef Aussicht auf eine definitive, geregelte Ordnung der Singe Zweier Regentschafts⸗Mitglieder, dis allgemein als die thaͤtigsten und Griechenland am meisten erge⸗ benen galten, und durch deren Abberufung Graf Armansvperg gleichsam in den alleinigen Besitz der Gewast gelangte, wird als die Quelle lebhafter Unzufriedenheit bezeichnet, die nur bunh die Hoffnung auf die Großjährigkeit des Koͤnigs vom Ausbruch zu⸗ ruͤckgehalten worden sey. Jetzt, wo Graf Armansperg mit dem seltsamen und neuen Titel eines Erzkanzlers in seiner Macht be⸗ staͤtigt worden sep, aͤußere sich eine Aufregung, die fuͤr Griechen: land und Europa selbst gefahrdrohend werden koͤnne. „ faͤhrt das Journal des Débats fort, „welche die schaft im Interesse des jungen Souverains zu erfuͤllen hatte, war, seine Eigenschaft als fremder Drinz vergessen zu machen, den Aufenthalt Bayperischer Truppen in Griechenland möglichst abzu⸗ kuͤrzen, und hinsichtlich der politischen Anstetutionen gessen, daß Griechenland, trotz der Factionen und Buͤrgen mehreren Jahren im Besitz des Rechtes war, sich d tanten selbst zu beherrschen, und daß die, den Ver⸗. unterzeichnenden Maͤchte, indem sie ihm ein Oberhaup 1 aus der Natur der Griechischen Revolution selbst hervorge “ Ordnung der Dinge weder aͤndern wollten, noch konnten, Senplsch sollte die Regentschaft sich in jeder Beziehung ais Nation. Ge⸗ walt zeigen, und, besonders wegen der neuerlichen Verwickenn d0 Verhaͤltnisse, scch keinem ausschließlichen Ein⸗ fluß hingeben, der geeignet war, Griechenland bei dem Wider⸗ n zu kompromittiren, welchen die Umstaäͤnde herbeifuͤhren * ß durch die Lage des Londes, sondern rten Männer, welche Griechenland die ausdruͤcklich vorgezeichnet, und enr⸗ uͤnglichen Gesinnungen aller kontrahirenden Theile, tmehrerer Regentschafts⸗Mitglieder.“ Nun Ficht das bats nachzuweisen, in wiefern Graf Armanspern die⸗ Es behauptet, er habe das uͤnstliche auswaͤrtige Stuͤtzen Griechen, selbst Denjenigen, welche lution geleisteten Dienste gerechten Etn⸗ sten zur Begruͤndung der Monarchie
ten. Sie sind, mit Ausnahme des „Pike“, seit gestern hier wie⸗
Unsere Regierung hatte, wie sich ergiebt, die en, daß die Franzosen, in der Absicht, auren⸗Stammes, noͤrdlich vom Sene⸗ mit Gummi zu verschaffen, Haͤndel gesucht und ihnen zum Schein den Prieg u einer strengen Blokade er Englischen und anderen Franzoͤsischen
der angekommen. Nachricht erhalt dem Sitze eines M⸗ gal, sich den Alleinhandel
mit den Eingebornen erklaͤrt haͤtten, um einen Vorwand
üͤste und zur Ausschließung al ffe zu haben. Geschwaders,
Briggs bestand, Friedens⸗Unter die Ausschließ
Der Austritt
Befehlshaber des Kriegssloop knuͤyste jedoch mit dem schwarzen Haͤuptlinge handlungen an und stellt; als Haupt⸗Bedingung namentlich Englischen Schiffe und um einige Besorgnisse versicherte er denselben, daß ts zu befuͤrchten habe, denn Koͤnig Wilhelm te, oder, wie der Neger⸗Haͤuptling sich ge⸗ sckte, „keine dicken Schiffe“. Im n wuͤrde, sollte die Stad: In Betreff der „dicken Schiff itain jedoch bald ein, daß er sich verrech⸗ rhandlungen meldete der wach⸗ ei bis vier sehr verdaͤchtig aussehende Es wurde sogleich eine Franzoͤsische Fremden zu rekognosziren, die bald mit Nachricht zuruͤckkehrte, daß es eines von Schiffen und drei kleinere Fahr euge Capitatn Lockyer, welcher sich am rfall von einem Engli⸗ „das von Portendic ge⸗ der zwischen der Stadt vor Anker, so daß letztere nicht glischen Schiffe zu treffen, Farce einer Aussoͤh⸗ Alles ist wieder auf d Franzoͤsischen Offiziere e besuchten vor ihrer Ruͤck⸗ lassung am Senegal, wo sie groͤßten Hoͤflichkeit empfangen stindien abgegangen. ist leider das gelbe Fieber Lieutenant des „Tweed“
ung aller fremden,
von dem Handel an diesem Platze, des schwarzen Fuͤrsten zu beseitigen, er von England nich besitze gar keine Flot gen den Capitain Lo Falle der Vorschlag nicht ange in Truͤmmern geschossen werden. sah der Franzoͤsische Cap net habe, denn waͤhr habende Offizier, daß dr Schiffe im Gesicht seyen. Brigg abgesandt, um die der unwillkommenen Koͤnig Wilhelm's di Der Commodore, des „Stag“ befand, und Kauffahrtei⸗ kommen war, gin und den Fran auf die Stadt
ckyer ausde nen nicht zu ver— rkriege, seuit rch seine Repraͤsen⸗ vag von London de gaben, die
end der Unte
den ganzen Vo Schiffe erfahren hatte g mit seinem Geschwa zoͤsischen Schiffen i schießen konnten, ohne die En was sie jedoch nicht wagten. Es fand endli nung zwischen den kriegfuͤhrenden dem alten Fuße, bewirtheten sich ge kehr noch die
der orientalischen
streit von Interesse wischen seinen Schutzmaͤchten erfahren war nicht ble auch durch die aufgekläͤ groͤßte Theilnahme widmeten, sprach den urspt so wie der Ansich Journal des De sem Plan zuwi
nden Parteien statt, und dze Englischen und
Franzoͤsische Nieder von dem Gouverneur mit der Der „Pike“ ist nach Bord des „Tweed“ und der „Klio“ ausgebrochen, woran bereits der erste und einige Matrosen gestorben sind.“
der gehandelt habe.
Interesse seines Souverains durch k zu wahren gesucht, und den durch ihre in der Revo
fluß besaßen, ja am mei
o wenig sie auch bis zur Stunde durch Thatsachen bestaͤtigt sind, inige Wahrscheinlichkeit in dem zweideutigen Charakter Cordo⸗ g's finden. Derselbe hat wunderbar schnell seine Carriere ge⸗ macht. Cordova, der keinesweges von dem großen Capitain un⸗ ter Ferdinand dem Katholischen, Karl 1. und Philipp II. ab⸗ stammt, ist von einer wenig bekannten und unbemittelten Fami⸗ lie, und war im Jahre 1820 noch Lieutenant bei einem der in — 1 — Madrid in Garnison stehenden Regimenter. Bei dem mitrel sind in der Stadt so knapp zugemessen, daß er diese CeAusbruch der constitutionnellen Unruhen hatte er Gele⸗ fangennehmung als ein wahres Gluͤck anzusehen genoͤthigt! genheit, Ferdinand VIlI. persoͤnlich kennen zu lernen, er zeich⸗ In Unter⸗Aragonien, an der Graͤnze von Valencia, zeigen nete sich durch seine anmuthigen Sitten, seinen großen Ver⸗ immer entschiedener Karlistische Streif⸗Corps. Eine denselstand und besonders sein entschiedenes Auftreten gegen die kuͤrzlich in die Haͤnde gefallene feindliche Depesche, fuͤr Constitutionnellen bald aus. Wenige Jahre nachher sehen Haupraguartier der Christinos bestimmt, sagt: „Ich habe awir ihn zum Obersten ernannt, in der ausgezeichneten Gunst des Unter⸗Aragonien durchreist und bin uͤber die Menge der uͤbel Koͤni s, die er oft, aber immer nur voruͤbergehend, verlor. In umherstreifenden Karlisten erstaunt, ja erschrocken, hee Pden Jahren 1826 war er der Legation in Paris beigegeben, er belaͤuft sich auf 11,000 Mann Infanterie und 400 Pfern war bald der sehr genaue Hausfreund des Herzogs von San diese schnelle Vermehrung ihrer Kraͤfte ist unbezweifelt Carlos — damaligen Spanischen Ambassadeurs in Paris — Werk des Fray Jose de Escoriguhela, der, Dank dem Gerlgldies und die großen Summen, die er in Paris ausgab und die der Heiligkeit, in dem er steht, ganz Aragonien gegen uns — mit seinen beschraͤnkten Einnahmen in großem Wderspruch stan⸗ Aufstand bringen wird.“ Dieser in Catalonien und Aragongden, mißfiel dem Koͤnige Ferdinand, seine Zuruͤckberufung war allgemein bekannte Geistliche ist ein Mann von gruͤndlichem Mbereits unterzeichnet. Ein Freund in Madrio benachrichtigte ihn sen und seuriger Beredtsamkeit; inmitten aller revolutionann unter der Hand, und Cordova, immer den rechten Augenblick Stuͤrme lebte er seither in voͤlliger Abgeschiedenheit der Wnutzend, immer schnell entschlossen, warf sich auf ein Pferd und Sey es, daß die Verfolgung der Geistlichkeit oder vielfaritt, wie Carl XIl. von Bender nach Stockholm, in wenig Ta⸗ Graͤuel der Anarchisten ihn bestimmten, sich G Vertheihgen von Paris nach Madrid. Hier angekommen, empfangen ihn der Kirche und des Don Carlos aufzuwerfen, so ist doch gaüͤberall kalte Gesichter, er aber dringt, ohne die Toilette zu wech⸗ daß seit 14 Tagen die Bevoͤlkerung jener beiden Provinzen seln, vor den Koͤnig, uͤberzeugt ihn von seiner Unschuld, von ihm aäufgestanden ist, und Alles zu ihm und zu den Waffen, seiner Anhaͤnglichkeit, und wir sehen ihn gleich nach dieser dop⸗ Die Verehrung, die er unter seinen Anhaͤngern genießt, ispelten tour de force zum Gesandten in Kopenhagen und bald groß, daß, wenn er in einer Stadt predigt, ihn eine Compasdarauf zum General ernannt. Diese Art von ehrenvoller Verban⸗ seiner treüesten Anhaͤnger umgiebt, das Volk zu hindern, nung, der der ausdruͤckliche Befehl hinzugefuͤgt ward, nicht wieder eines Theils der Kleider zu berauben, auf welche die aberglaͤt und zwar bei Allerhoͤchster Ungnade ohne besondern Befehl nach Ma⸗ sche Menge einen großen Werth legt. Unbezweifelt brinzt drid zuruͤckzukehren, kann er nicht lange tragen. Er ist sich seines Pater Jose der Revolution in Aragonien und Catalonien persoͤnichen Einflusses beim Koͤnige schon lebhafter bewußt nen toͤdilichen Stoß bei. Ueberdem sah sich der Christeisund versucht den Weg nach Madrid noch einmal ohne Befehl sche General genoͤthigt, die Division von Gurrea, so und Erlaubniß. In Madrid beweist er, daß ein Mann wie die aus Afrika gekommene Fremden⸗Legion nach Navarrler in der so bewegten Zeit in Kopenhagen nicht an rechter Stelle iehen, so daß gegenwaͤrtig nicht allein in den Gebꝛrgs⸗„Allsey, daß seine vielen Feinde die des Koͤnigs sind, daß seine ern von Urgel bis Figueiras die Karlisten den Meister socteloyalen Gesinnungen ihm uͤberall Widersacher bereiten u. s. w. sondern daß sie auch von der Graͤnze bei Campredon bis⸗ Er wird zum Gesandten in Berlin ernannt, dort träͤgt er seine Golf von Rosas und von hier laͤngs der Kuͤste bis gegen 1 royalistische Farbe, sein fast freundschaftliches Verhaͤltniß zu celona unter den Befehlen Guergué's in aller Ruhe eine Doun Koͤnig Ferdinand uͤberall zur Schau. Unterdeß ist die Juli⸗ Linie gezogen haben. Zugleich blokiren die Navarresischen¹. Revolution ausgebrochen, und in deren Folgen zeigen sich taillone Figueiras mit 30900 Mann und haben Vallaberz, uͤberall Unruhen auf der Pyrenaͤischen Halbinsel. Tordova Llers und Villaton besetzt; 1500 Karlisten unter den Besthe wird in einer Zeit, wo die Gesinnung vieler zwerfelhaft gewor⸗ des Pater Biosca haben Casas besetzt, nachdem sie 1200 U den ist, endlich sogar zum Ambassadeur in Lissabon ernannt; nos geschlagen und aus Basala vertrieben haben. — Aus gh er ist mit Dom Miguel persoͤnlich und genau bekannt; er hat Hauptguartiere des Don Carlos habe ich Ihnen iu diesen im Jahre 1827 in Paris kennen lernen, zu welcher essante Mittheilungen zu machen, die zum Theil nur Ger Zeit Dom Miguel eben von Wien kam und sich 8 Zeit sind, aber aus guter Quelle kommen, und Ihnen gewiß neu in Paris aufhielt. Cordova, in Lissabon angekommen, spricht Ich selbst habe Don Carlos am 8. Oktober in Estella gest sich im Sinne seiner Regierung nicht nur enischieden fuͤr Dom und gesprochen, er genießt einer vollkommenen Gesundheit. Miguel aus, sondern geht so weit, an den Armee⸗Bewegungen seit dem Anfang dieses Felozuges, habe ich die Armee in bestul thaͤtigen Antheil zu nehmen. Alle revolutionaire Blaͤtter schleu⸗ Zustande gefunden, alles brannte vor Verlangen, sich zu schegl dern den Bannstrahl auf einen Ambassadeur, welcher so lebendig Am 1s8ten schrieb mir ein Freund aus Elisondo uͤber die Fllhem Kriege Theil nimmt, wie es fuͤr seine offizielle Stellung strophe des Grafen Espagna sehr merkwuͤrdige Thatsachen, nicht ziemlich scheint. Aber kaum ist Ferdinand todt und Don eben so unbezweifelt als wenig gekannt sind. Am 1 4een U edro in Lissabon, als der so sehr kompromittirte Cordova die Uhr des Morgens hatte der Graf Espagna den Karlistischen rbe wechselt und, um seine geaͤnderten Gesinnungen zu deoku⸗ Samso und Mutchacho dicht an der Franzoͤsischen Graͤnze ein reug mentiren, sogar um ein Kommando gegen den Rebellen Don vous gegeben, wohin sich diese nicht ohne Widerwillen, abetCarlos bittet; fuͤr diesen Preis wird ihm Verzeihung. An der ter starker Bedeckung begaben. Man zeigte dem Grafen bite seiner Brigade sehen wir den wenig erfahrenen jungen Proclamation an die Catalonier, weiche Samso entworfen ul General, uͤberall ungluͤcklich, immer geschlagen. Wiederum, nach⸗ die sich aber der Graf zu unterzeichnen weigerte. Umsonst dem mehrfach von seiner Abberufung die Rede ist, fliegt er nach ten ihm die Haͤupter der Karlisten vor, daß die Avant⸗G Madrid und kommt zur Armee zuruͤck — als kommandirender eines Corps von 3000 Mann in kurzer Entfernung stehe Deneral. Verzeihen Sie die Weitlaͤuftigkeit dieser Notizen, sie Das Journal des Débats vom 29 Corps in der Naͤhe, vom besten Geiste beseelt und daß d zetreffen einen Mann, dem Niemand vielen Verstand, eine große ein Kern gegeben sey, der bei der Stimmung der Provinz, ewandtheit, ein richtiges Ergreifen des Moments absprechen kuͤrzlichen Siege Guergué's, dem Aufstande des Pater Jost! fina⸗e und in dessen Hände jetzt die Armee, die Krone Chri⸗ andern so gluͤcklichen Ereignissen mehr als hinreichend seg, lemen 8 und vielleicht das Schicksal der Spanischen Nation ge⸗ scheidende Schritte zu thun. Der Graf widersprach aufs legt ist. hafteste und behauptete, einen ganz andern Plan zu haben,
Die Times enthaͤlt ein Schreiben aus Lissabon von demselben Tage, worin es heißt: „Gestern erhielt der General Sartorius die 10,000 Pfd., welche die Regierung ihm schuldig war. Vor einigen Tagen wurde die Sache der Englischen Of⸗ fiziere, welche in Portugiesischen Diensten gewesen sind, vor Ge⸗ richt verhandelt. Die Frage war, ob sie bei dem Austritt aus dem Dienste nur den einjaͤhrigen Sold erhalten sollten, wie es der Marschall Saldanha verordnet hat, oder ob sie berechtigt seyen, den Betrag eines zweijaͤhrigen Gehalts zu forden, wie es ihnen versprochen worden war. Der gewesene Minister Freire, der Staatsrath Miranda, der Admiral Sartorius und mehrere andere angesehene Maͤnner waren als Zeugen zugegen. Aber der Gegenstand war so klar, daß es ihres Zeugnisses nicht be⸗ durfte. Es macht dem tapferen Marschall wenig Ehre, diesen Maͤnnern so viele Hindernisse in den Weg gelegt und sie so lange hingehalten zu haben. Die Jurp hat noch nicht ihren
Tuͤrke. Sb
Konstantinopel, 14. Okbr. (Oestr. Beob.) Der Kai⸗ serlich Russische General Graf Alexander Serogedff hatte am 10ten d. M. eine Audienz beim Sultan, von welchem er mit einer reich mit Brillanten besetzten Dose beschenkt wurde, und trat am demselben Tage Abends die Ruͤckreise nach Odessa an. egen die Instructionen An die Stelle des vor wenigen Tagen abgesetzten Griechi⸗ hab 1 schen Patriarchen ist der vormalige Metropolit von Seres, Gre⸗ gorius, zum Patriarchen ernannt worden.
Der bisherige Statthalter von Skutari, dieses Amtes enthoben und durch Osman ersetzt worden.
Im Arsenale wird eine Flottille von acht Kriegsschiffen aus⸗ geruͤstet, weiche unter dem Kommando des Groß⸗Admirals Tahir Pascha absegeln und dem Vernehmen zufolge sich nach Tunis begeben soll.
Der mit dem Rumeli⸗Walessi nach Skutarz Pforten⸗Commissair, Wassaf Efendi, waͤre auf dem Ruͤckwege nach der Hauptstadt, als er mit vieren seiner Begleiter auf einem Flosse uͤber den durch Regenguͤsse stark angeschwollenen Wardar setzte, beinahe umgekommen; er rettete sich mit einem seiner Reisegefaͤhrten mit genauer Noth, die drei uͤbrigen fanden den Tod in den Fluthen.
Der Kaiserl. Oesterreichische Internuntius Freiherr von Stuͤrmer, der mit seiner Gemahlin auf dem Oesterreichischen Dampfschifse „Maria Dorothea“ eine Excursion nach Smyrna unternommen hatte, ist bei seiner am 7ten d. M. daselbst er⸗ folgten Ankunft von den Behoͤrden dieser Stadt mit allen sei⸗ nem Range gebuͤhrenden Ehrenbezeigungen empfangen worden. Der Gouverneur ließ das Dampfschiff, an dessen Bord sich der Kaiserliche Internuntius befand, bei seiner Ankunft auf der Rhede mit 17 Kanonenschuͤssen salutiren, und schickte ihm ein schoͤnes Pferd zum Geschenk. Am folgenden Tage empfing der Internuntius die Besuche der Konsuln, der Oesterreichischen Ca— pitaine, des Handelsstandes und vieler andern angesehenen Ein⸗ wohner von Smyrna.
Die Pestseuche erhaͤlt sich in Pera und Galata in demsel⸗ ben Grade der Intensitaͤt und richtet auch unter den Tuͤrken in Konstantinopel einige Verheerungen an. Der Oesterreichische Unterthan und Doktor der Arzneikunde, Treffer, welcher als Arzt in einem Tuͤrkischen Militair⸗Spital angestellt war, ist am gren d. M. von der Pest befallen worden und am folgenden Tage gestorben. Nach einem sich heute verbreiteten Geruͤchte sollen 8 Personen in Galata ploͤtzlich von der Cholera befallen wor⸗ en seyn.
beigetragen hatten, unverdientes Mißtrauen gezeigt. Ungeachtet der Huͤlfsmittel des Anlehens sey keine Armee organisirt, die Marine in schlechtem Zustand, fuͤr den Volks⸗Unterricht noch nichts gethan; in der inneren Verwaltung seyen bloß kostspielige und erfolglose Versuche gemacht worden, und endlich frage man vergebens nach den, der Nation so oft versprochenen consti⸗ tutionnellen Buͤrgschaften, deren Ermangelung so vielen Mtß⸗ braͤuchen Thuͤr und Thor oͤffnete. „Diese Lage“, o schließt das Journal des Débats, „scheint uns in der That die Aufmerksamkeit der westlichen Maͤchte dringend und ernstlich in Anspruch zu nehmen; denn auch hierin läge fuͤr das Gleich⸗ gewicht des Kontinents eine Gefahr, die sie abzuwenden berufe sind. — Dies ist es, was England und Frankreich, auch ohn die Bestimmungen der Vertraͤge, das strenge Recht verleihen und die Pflicht auflegen wuͤrde, das Verfahren der Griechischen Regierung zu beaufsichtigen, um zu verhindern, daß sie sich aus schließlich Rußland hingebe, oder daß sie ihre eigene Existen und somit die Ruhe des Orients, durch ein politisches System gefaͤhrde, welches mit den Beduͤrfnissen und Wuͤn⸗ schen ihrer Unterthanen im Widerspruche stuͤnde. Der letzte Englische Gesandte in Griechenland laͤßt in dieser Hinsicht seinem Nachfolger viel zu thun uͤbrig. Man versichert, daß er, gegen die Interessen und wahrscheinlich auch 8 die I seines Hofes, Vieles dazu beigetragen abe, die Dinge in die Lage zu bringen, in welcher sie sich jetzt befinden. Durch die Zuruͤckberufung des Herrn Dawkins h⸗ die Englische Regierung ohne Zweifel beweisen wollen, wie seh sie den Gebrauch nußbillige, den dieser Diplomat von seinem Einfluß gemacht hat, und wenn unsere Vermuthungen nicht truüͤ gen, so darf man hoffen, daß sein Nachfolger, Capitain Lyons besser einsehen wird, was das Interesse Griechenlands und seines Koͤnigs, das Interesse Frankreichs und Großbritaniens erheische.“
Aegyppten.
Der Englische Courier enthaͤlt ein Privatschreiben aus Alexandrien vom 2ten Oktober, worin es unter Anderem heißt: „Ich gehoͤre nicht zu denen, wesche glauben, daß der jetzige politische Zustand im Orient von langer Dauer seyn werde. Die Erbirterung des Großherrn gegen seinen aufsaͤssigen Vasallen hat sich keinesweges gelegt, sondern wird vielmehr durch die In⸗ trigue des Letzteren fortwaͤhrend genaͤhrt, denn der Ehrgeiz Meh⸗ med Alu's ruhe nicht, so sehr ihm auch die Europaͤischen Maͤchte gezeigt haben, daß sie ihn in seinem Plan, sich unabhaͤngig zu machen, nicht unterstuͤtzen wuͤrden. Vor einigen Wochen kam es an's Licht, daß die Unruhen in Albanien vom Pascha, wenn auch nicht angestiftet, so doch beguͤnstigt worden, und in Folge dessen schleu⸗ derte der Großherr sogleich seinen Bannfluch gegen ihn und befahl der Armee Redschid Pascha's, uͤber den Taurus zu gehen, um ihn zu zuͤchtigen; nur vermoͤge des Einflusses der vermittelnden Maͤchte ward dieser Befehl wieder eees has en. Sollte aber in der Politik dieser Maͤchte eine Veraͤnderung vorgehen und es zu ei⸗ ner Kollision zwischen beiden Theilen kommen, so scheint man jetzt allgemein zu glauben, daß Redschid Pascha seinem Gegner mehr als gewachsen seyn wuͤrde. Er hat die Unruhen in Kur⸗ distan benutzt, um die Disziplin seiner Armee zu vorvollkomm⸗ nen und sich mit mehr Kriegs⸗Material zu dcesa und es ist ihm auch gelungen, ein betraͤchtliches Huͤlfs⸗Corps von jenem kriegerischen Volk unter seinen Bannern zu sammeln, waͤhrend Ibrahim's Armee, mit deren Mannszucht es immer nur schwach stand, da sie in den letzten beiden Jahren nur mit Unterdruͤckung innerer Bewegungen in Syrien zu thun hatte, ganz demorali⸗ sirt ist und einen so wilden Charakter angenommen hat, wie er sonst den milden und lenksamen Arabern gar nicht eigen ist. Ihre Grausamkeiten und die von Ibrahim Pascha ergriffenen harten Maßregeln haben die Bevoͤlkerung von Syrien dermaßen em⸗ poͤrt, daß es gar nicht Wunder nehmen darf, wenn bei der ersten guͤnsti⸗ gen Gelegenheit eine allgemeine Insurrection entsteht und Ibrahim als Opfer faͤllt. Seine einzige Macht beruht noch auf seiner Ar⸗ mee, und dieser Einfluß ist natuͤrlich nur sehr schwach, wenn die Zuͤgel der Disziplin erst lose sind. Wenn diese Soldaten nicht bald ihren fruͤheren friedlichen Beschaͤftigungen wiedorgegeben werden, so moͤchte ihre Ruͤckkehr nach Aegypten als der groͤßte Fluch fuͤr dieses ungluͤckliche Land zu fuͤrchten seyn, als das schlimmste Vermaͤchtniß, welches sein jetziger eherrscher ihm hinterlassen koͤnnte. Wenn England es wirtklich fuͤr moͤglich und wuͤnschenswerth haͤlr, daß das Tuͤrkische Reich in seiner Staͤrke unversehrt erhalten werde, so sollte es ein Mittel aufsuchen, um der jetzigen kriege⸗
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fallen moͤchte, und die deshalb gegenwaͤrtig Aller Blicke auf zieht. Bereits hat der General Guergué die zweite Stadt. Provinz Vich *) erobert, und, Herr der ganzen Ebene, Bag Tora und Guisona besetzt, er belagert das Fort Pratz de! sanes und Figueiras, letztern Ort so enge, daß der Christinss Gouverneur sich kuͤrzlich zu einem Ausfall genoͤthigt sah, dessen Folge 400 Urbanos — wie es scheint absichtlich von ausgeschlossen — das Gewehr strecken mußten. Die Leben
ist, daß im naͤchsten Jahre die Verbindung mit drei Schiffen be⸗ schafft werden soll.
Muͤnchen, 2. Nov. Se. Majestaͤt der Koͤnig haben sich bewogen gefunden, die von der Koͤnigl. Akademie vollzogenen Wahlen zu genehmigen und 1) als ordentliche Mitglieder in der philosophisch⸗philologischen Klasse: die bisherigen außerordentli⸗ chen Mitglieder, den ordentlichen Professor der Sanscrit⸗Spra⸗ che an der hiesigen Universitaͤt, Dr. Ottmar Frank, den Wirkl. Geheimen Rath, Hof⸗Bau⸗Intendanten Leo von Klenze, und den Dom⸗Kapitular und geistlichen Rath von Allioli; 2) als außer⸗ ordentliche Mitglieder, und zwar in der philosophisch⸗philologi⸗ schen Klasse: den zweiten Vorstand des philologischen Seminars an der hiesigen Universitaͤt, Prof. Spengel, in der historischen Klasse: die Professoren an der hiesigen Universität, Ignaz Doͤl⸗ linger und Fr. Herrmann; 3) als auswaͤrtige Mitglieder: in der philosophisch philologischen Klasse: den Professor in Goͤttingen, Benecke; in der mathematisch⸗physikalischen Klasse: den Professor Heinrich Rose in Berlin, und den Praͤsidknten der Koͤnigl. Aka⸗ demie der Naturforscher und Prof. in Breslau, Nees von Esen⸗ beck; 4) als Korrespondenten: in der philosophisch⸗philologischen Klasse: die Professoren Fitze in Prag, und Tafel in Tuͤbingen; in der mathematisch⸗physikalischen Klasse: die Professoren Rud. Wagner in Erlangen, Georg Wilh. Osan in Wuͤrzburg und Hugo Mohl in Tuͤbingen, zu bestaͤtigen.
Hiesige Blaͤtter sprechen davon, Se. Koͤnigl. Hoheit der Kronprinz werde noch eine groͤßere Reise unternehmen, und erst nach der Ruͤckkehr von derselben einen eigenen Hofstaat bil⸗ den. Sie wiederholen die Sage, daß Graf Armansperg's Ge⸗ sundheit sehr zerruͤttet sey, und der Graf ganz von der Leitung der Griechischen Verwaltung zuruͤcktreten werde. Eines dieser Blaͤtter nimmt auch das im Publikum verbreitete Geruͤcht auf, daß Sr. Majestaͤt dem Koͤnige von Griechenland fuͤr Ende No⸗ vembers oder Anfang Dezembers ein hoher, sehr erfreulicher Be⸗ such aus dem Deutschen Vaterlande bevorstehe.
Frankfurt a. M., 4. Nov. In der Sitzung der gesetz⸗ gebenden Versammlung vom 31. Oktober war der Kommissions⸗ Bericht vom 24sten d., die durch die Ereignisse vom 3. April 1833 und 2. Mai 1834 nothwendig gewordenen außerordentli⸗ chen polizeilichen Ausgaben betreffend, an der Tagesordnung. Unsere Blaͤtter enthalten die sehr ausfuͤhrlichen Verhandlun⸗ gen in dieser Beziehung. “
Oesterreich.
Wien, 31. Okt. (Schles. Zeit.) Gestern Abend ist Ihre Majestaͤt die verwittwete S- von Bayern hier an⸗ gekommen, um waͤhrend der Zeit des Wochenbettes Ihrer Durch⸗ lauchtigen Tochter, der Erzherzogin Sophie, hier zu verweilen. Ihre Majestaͤt die Kaiserin Mutter war dem hohen Gaste auf eine ziemliche Strecke entgegengefahren. Die Wohnungen der Erzherzogin Mariane Kaiserliche Hoheit, welche dermalen noch in Schoͤnbrunn verweilt, in der Kaiserlichen Burg, waren zum Empfange der Koͤnigin in Bereitschast gesetzt worden. — Der aus Veranlassung der Taufe der neugebornen Erzherzogin gehal⸗ tene Cercle war diesmal ganz besonders glaͤnzend. Von Seiten des Hofes, wie des hohen Adels und des diplomatischen Corps, war Alles in groͤßter Galla. Alle hier anwesende Mitalieder der Kaiserlichen Familie, mit Ausnahme Ihrer Maäjestaͤt der Kaiserin Mutter, die jedoch der kirchlichen Handlung ungesehen beizuwohnen sich nicht enthalten konnte, waren dabei erschienen.
Wien, 3. Nov. Sonntag, den 1. d., als am Feste Aller⸗ heiligen, war in der Hofburg⸗Pfarrkirche Vormittags um halb 11 Uhr Predigt und ein Hochamt fuͤr die Ritter des goldenen Vließes. Se. Maj. der Kaiser, Ihre Kaiserl. Hoheiten die Erz⸗ herzoge und die hier anwesenden Ordensritter wohnten diesem Gottesdienste mit umhangenden Ordens⸗Colanen, unter Aufwar⸗ tung des Hofstaates, bei. Am naͤmlichen Tage Abends um 5 Uhr, als am Vorabende des Festes Allerseelen, erschienen Se. Maj. der Kaiser nebst den uͤbrigen hohen Herrschaften, unter Begleitung des Hofstaates, in den Oratorien der Hofburg⸗ Pfarrkirche, um der Allerseelen⸗Vigil — und gestern, den 2ten d. Vormittags um 11 Uhr eben so daselbst, um dem Seelenamte beizuwohnen.
Se. Kaiserliche Majestaͤt haben von Teplitz unterm 2. Ok⸗ tober d. J. an die Wittwe des Feldmarschalls Fuͤrsten von Schwarzenberg nachstehendes Allerhoͤchste Handschreiben erlassen:
„Liebe Fuͤrstin Schwarzenberg! Unter den vielen ruhmvollen Waffenthaten, die das Jahr 1813 zu einem der denkwuͤrdigsten ge⸗
sch ossenen Vertrags. Da die katholische Universitaͤt in den Kam⸗ mern herrscht, und dadurch in den Pruͤfungs⸗Jurys, die sie zu ernennen haben, da sie ferner weit mehr Geldmittel besitzt, als die Subscriptionen der Liberalen betragen, so wird sie die ande⸗ ren Untversitaͤten bald uͤberfluͤgeln.
In oͤffentlichen Blaͤttern liest man: „Die letzte durch die vormalige Bank (société générale) eroͤffnete Subscription fuͤr eine Steinkohlen⸗Ausbeutung belief sich auf 371 Millionen Fr., und man brauchte nur 700,000 Fr. Bei Unterschreibung von 371 Millionen mußte man 10 pEt. ein ahlen, um Theil zu er⸗ halten, sonach 37 Millionen 710,000 Fr. in Actien der Bank oder Actien z9rer Gesellschaften, oder in baarem Gelde. Die Bank ist noch in Unterhandlung fuͤr den Ankauf mehrerer reichen Stein⸗ kohlen⸗Gruben. Unter den Muthmaßungen, die man uͤber so viel⸗ soche Erwerbungen anstellt, gehoͤrt auch die, daß man sagt, die Hol⸗
lundische Regierung werde in einiger Zeit sich geneigt zeigen, unsere Steinkohlen zuzulassen. Die aus England kommenden Steinkoh⸗ len sind in einem betraͤchtlichen, an die Uifer der Maas graͤnzen⸗ den Theile Hollands theurer als die unsrigen, und dieser Zustand der Dinge ist fuͤr die Einwohner sehr laͤstig. Die Operation der Bank ist in vielfacher Beziehung dem Lande vortheilhaft. Sie kauft zuerst fuͤr ihre ecsüün und bildet dann eine anonyme Gesellschaft, welche Actien emittirt, die fuͤr alle mittelmaͤßigen Vermoͤgen zugaͤnglich sind. Dadurch wird eine Art von Eigen⸗ thum mobllisirt, das bisher durch eine gewisse Zahl reicher und maͤchtiger Familien gewissermaßen monopolisirt war. Die Asso⸗ ciationen, welche sich bildeten, bestanden aus reichen Kapitalisten, und mittelmaͤßige Vermoͤgen wagten sich nicht an diese Art von Industrie.
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i, Hafis Pascha, ist Pascha von Kaißarie
Daͤnemark.
b Kopenhagen, 2. November. Von der Schleswig⸗Hol⸗ steinisch⸗Lauenburgischen Kanzlei ist unterm 22. Oktober ein Pa⸗ tent erlassen, worin den Handwerksgesellen im Herzogthum Schleswig verboten wird, in solche Laͤnder zu wandern, wo no⸗ torisch Associationen und Versammlungen der Handwerker ge⸗ duldet werden. Die 5 Paragraphen desselben sind woͤrtlich mit dem am 7. Maͤrz d. J. erlassenen Patent fuͤr das Herzogthum Holstein gleichlautend. — Ebenfalls ist unterm 23. Oktober ein Kanzlei⸗Placat fuͤr Daͤnemark erschienen, enthaltend ein Verbot, daß Daͤnische Handwerksgesellen auf ihren Wanderungen Laͤnder und Städte, wo Associattonen oder Versammlungen geduldet wer⸗ en, besuchen oder sich in selbigen aufhalten. Der erste Paragraph vieses Artikels lautet: „Es soll allen zu Unserm Reiche Daͤne⸗ mark gehoͤrenden Handwerksgesellen verboten seyn, auf ihren Wanderungen Laͤnder oder Staͤdte zu besuchen und sich in selbi⸗ en aufzuhalten, wo Associationen und Versammlungen von Hand⸗ werkern geduldet werden, so lange solche daselbst notorisch vorhan⸗ den sind. Gleichwie nun demzufolge Polizei⸗Obrigkeiten keine Wanderbuͤcher an Handwerksgesellen nach Laͤndern und Staͤdten, wo solche Associationen geduldet werden, ausstellen duͤrfen, so soll es auch besonders den Obrigkeiten obliegen, bei Mittheilung von Wanderbuͤchern an reisende Daͤnische Gesellen, selbige gegen den Besuch solcher Laͤnder und Staͤdte auf ihren Reisen zu warnen.“
88 Deutschland. 1 8 Dresden, 1. Nov. Von der Gas⸗Erleuchtung in unserer Stadt ist nun auch schon uͤber Zweidrittel vollendet. Dieselbe ist, ein seltener Fall, bereits jetzt wohlfeiler, als die Oel⸗Beleuch⸗ tung, und bei der stets zunehmenden Neigung der Prirvaten, sich jener anzuschließen, laͤßt sich mit Sicherheit darauf rechnen, daß binnen kurzem die Ausgabe fuͤr die Kommune kaum noch eine Last zu nennen seyn wird; auch hat sich der Preis des Ga⸗ ses seit der ersten Einrichtung stetig vermindert und ist bereits von 4 auf 2 Gr. pr. 100 Kubikfuß herabgesunken, ein Vortheil, an welchem das Publikum verhaͤltnißmäßig Theil nimmt. Die Kosten belaufen sich fuͤr die Stadt gegenwaͤrtig auf nicht viel uͤber 8000 Rthlr. jaͤhrlich. Auch hat der sehr verdiente Leiter deeser Anstalt, Inspektor Blachmann, durch eine Menge der vor⸗ üglichsten Einrichtungen das Institut zu dem musterhaftesten, nicht allein auf dem Kontinente, sondern vielleicht unter allen bekannten erhoben. Die eisernen Roͤhren werden, statt durch Wasser, unter Wasser mit komprimirter Luft gepruͤft, ein augen⸗ scheinlich sehr zweckmaͤßiges und sicheres Mittel; die Heizungen sind vortrefflich und beduͤrfen nur 30 pCt. von der Menge des Gas⸗Materials. Um der aus Ungleichheit des Drucks bei groͤ⸗ ßeren Leitungen entspringenden Schwaͤchung der Gas⸗Flammen zu begegnen, ist fuͤr die entfernten Stadttheile ein zweites Gaso⸗
abgesendete
Griechenland. “ Okt, giebt einen Ueberblick der gegenwaͤrtigen Lage Griechenlands. ön⸗ Eingange dieses Artikels wird die Meinung geaͤußert, daß die lebhaften Besorgnisse, welche die letzten Nachrichten aus Griechenland er⸗ regten, etwas uͤbertrieben seyen, obgleich das Wiederaufleben der Naäubereien, die Erschoͤpfung der Finanzen, die oͤffentliche Unzu⸗ friedenheit, und die Absichten, welche einer von den, das neue Koͤnigreich schuͤtzenden Maͤchten beigemessen werden, die Aufmerk⸗ samkeit „Europas auf die Angelegenheiten eines Volkes zuruͤrk⸗ lenken muͤßten, das bereits die Genuͤther zu beschaͤftigen aufge⸗ hoͤrt hatte. Das Journal des Débats geht nun auf die heil⸗ verkuͤndende Erwaͤhlung des Koͤnige Otto und auf die Einsetzung
8 Portugal. 8
.s,In einer Korrespondenz des Morning Herald aus Lis⸗
19. 19 vom 24. Okt. liest man: „Sie werden sich erinnern, 88 ang des Augusts die Koͤnigl. Schiffe „Stag“, „Klio“,
8 „Tweed“ nd „Pike“ - . 5 8 u 1Pe Ph zerstegesten Ordern von hier absegel⸗
*) Vich (das alte Ausonien) ist die Hauptstadt des Cunt mento und Sitz eines Bischofs. Sie hat eine Kathedrale, 9. ster, eine Universitaͤt, 13,000 Einwohner und mehrer fakturen.