1835 / 314 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

.“ 1 „egenseitige Freiheit des Handels und der Schifffahrt. Gegensei⸗ tige Behandlung der handeltreibenden Unterthanen des anderen Staates in allen Abgabe⸗Punkten auf dem Fuße der Nationalen. Ausgenommen sind von der Handelsfreiheit: Kriegs⸗Contrebande zur Kriegszeit, vorbehältlich näherer Einigung über den Begriff der ersteren, und der Küsten⸗Handel, welcher nur den National⸗ Schiffen zustehen soll, jedoch mit Freiheit für Unterthanen des an⸗ deren Staates, ihre Waaren darin bei völliger Gebühren⸗Gleichheit zu verladen. Entrichtung aller Schifffahrts⸗Abgaben mit Gleichstel⸗ lung der Fremden und Nationalen. Bestimmung des Begriffs der Natienalitat Oesterreichischer und Griechischer Schiffe, nach den in den beiderseitigen Staaten darüber geltenden Vorschriften. Ein⸗ und Ausführung aller dazu im Allgemeinen verstatteten eigenen Pro⸗ dukte und Fabrikate in Schiffen beider Nationen, mit völliger Ab⸗ gaben⸗Gleichheit; desgleichen fremder Produkte und Fabrikate mit nicht höherer Besteuerung, als wenn sie in National⸗Schiffen einge⸗ hen. Auch sollen Produkte und Fabrikate der beiden Staaten ge⸗ genseitig nicht höher besteuert werden, als dieselben wenn aus an⸗ deren Ländern kommend. Die beiderseitigen Unterthanen sollen ge⸗ zenseitig den Landes⸗Gesetzen und polizeilichen Verordnungen des Aufenthaltsortes gehorsamen, dagegen aber aller bürgerlichen Rechte der Einheimischen genießen, und bei Ausübung derselben keinen hö⸗ heren Abgaben als diese unterworfen seyn. Bei Schiffbrüchen und sonstigen Unglücksfällen wird gegenseitige treue Hülfe versprochen. Gegen Seeräuberei soll von beiden Theilen kräftig eingeschritten wer⸗ den; Oesterreich wird gefangene Griechische Seeräuber ausliefern, wenn vorher für seine Fang⸗Kosten entschädigt. Wird ein Theil in Krieg verwickelt, soll dadurch der Handel des anderen Theiles mit dem Gegner des Ersten nicht weiter beschränkt werden, als in Bezug auf Kriegs⸗Contrebande und blokirte Plätze. Beide Staaten einigen sich mit Gegenseitigkeit über Rechte, Privilegien u. s. w. der bei ein⸗ ander zu akkreditirenden Konsuln und Handels⸗Agenten. Ueber die Verhältnisse des Donau⸗Handels wird eine besondere Einigung noch vorbehalten. Der Vertrag ist, von Auswechselung der Ratifica⸗ tionen an, auf zehn Jahre geschlossen.“

„Türkei. Londoner Blätter vom 22 September b. J. euthalten

ie amtliche Erklarung des jetzigen Pascha von Tripolis vom 9 Au⸗

ust d. J. über einstweilige Beschränkung alles mit seinen Küsten zu rreibenden Handels⸗Verkehrs auf die Häfen Tripolis, Bengasi und Derna, miit Androhung der Confiscation jedes Fahrzeuges, welches nach dem 1. September d. J. in irgend einem anderen Hafen oder Landungsplatz der besagten Küste sich betreten lassen werde.

Süd⸗Amerika. Neu⸗Granada. Zur näheren Kenntniß des neuesten Zollgesetzes dieser Republik geben wir nachstehenden Auszug eines Cirkulars des Französischen Handels⸗Ministeriums vom 10. Sep⸗ tember d. J., wonach denn vielleicht auch die in unserem Artikel XXV. nach Nord⸗Amerikanischen Blättern über den Gegenstand mitgetheilte Notiz zu berichtigen seyn dürfte, da in diesem Cirkular des unstreitig wohlunterrichteten Herrn Duchatel das Gesetz als völlig durchgegan⸗ gen und publizirt angenommen zu werden scheint.

„Nachdem vielfache Einsprache gegen die Mißbräuche sich erhoben hatte, zu welchen die Erhehung der Alcabala⸗Steuer in Neu⸗ Granada bisher Gelegenheit gab, ist dieselbe durch Kongreß⸗Dekret vom 13. Mai d. J. für jeden Verkauf im Innern, sowohl von aus⸗ wärtigen Waaren, als Grundstücken oder Landes⸗Produkten aufgeho⸗ ben worden. Es wird künftig diese Abaabe nur ein mal, und zwar hinsichtlich der fremden Waaren bei der Einsuhr, mit 7 pECt. nach der Tarifoͤschätzung bezahlt werden, ohne Zufatz der 15 pCt., welche das Gesetz vom 5. Juni 1834 bestimmte. Es ergiebt sich daraus allerdings,

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7

da die vormalige Alcabala nur àA pCt. betrug, für fremde Waaren eine neminelle Mehrbesteuerung von 3 pEt. Allein dafür werden die⸗ selben, hei ihrem Absluß ins Innere, von mannigfachen Plackereien und einer Abgabe befreit, die um so lästiger war, als sie bei jedem neuen Kauf oder Verkauf sich wiederholte. Das neue Gesetz ist so⸗ fort zur Ausführung gebracht worden, obgleich hiergegen von den Geschäftsträgern mehrerer Mächte Artikel 46 des Gesetzes vom 5. Juni v. J. geltend gemacht wurde, welcher bei künftiger Tarifs⸗Veränderun⸗ gen dem Handelsstande eine jedesmalige 6monatliche Vorbereitungs⸗ rist versprochen hatte. Außerdem sind durch die Regierung dieses Freistaats kürzlich noch mehrere vr Handel interessirende Verfügun⸗ gen getroffen worden, namentlich Trrichtung eines Entrepots zu Ste. Martha; vierjährige Abgaben⸗Befreiung gewisser nach Rio hacha einzuführender Bau⸗Materialien, Prämien⸗Bewilligung für Ausfuhr gewisser Produkte; Einschaltung der unter dem Namen vhiladil- los' bekannten Tressen und Bänder bei der dritten Klasse des Ta⸗ rifs; endlich Unterwerfung auch solcher Waaren, die im Allgemeinen ad valorem besteuert sind, unter die ihnen spezifisch auferlegten Taris⸗ sätze des Gesetzes vom 5. Juni 1835.“

Chili. Zu Valparaiso ist die Niederlage fremder Waaren zum Transito auf drei Jahre erlaubt worden. Die dafür zu zahlenden Abgaben betragen, im ersten Jahre ·4¼, im zweiten 1½, im dritten ½12 pCt. pr. Monat, und zwaͤr vom Tariss⸗ oder laufenden Werthe jeder Waare. Ist nach Ablauf der drei Jahre die Ausfuhr nicht er⸗ folgt, so sind Eigenthümer oder Consignatare der Waare dann ver⸗ pflichtet, sie in den Verbrauch des Landes übergehen zu lassen. K.

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Berli B ö r Den 10. November 1835.

Fonds- und Geld-Cours-Zettal.

Pr. Cour. 8 Brief.] Geld.

102 ¼

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Amtlicher

bes 8— 7 4

Pr. Cour. Brict.¼ Geld. 101 101 ¾ 100 ⅛¼ 99 101 ½ 101 ½¼ 100 ¾ 101 ¼

Ostp Jsandbr. Pom a. do.

Kur- u. Neum. do. Schlesische do. Rückst. C. und Z. Sch. d. K. u. N.

St.-Schuld-Sch. Pr. Engl. Obl. 30. PrämSch. d. Seeh. Kurm. Obl. m. l. C. 4 Nm. Int. Sch. do. 4 Berl. Stadt-Obl. 4 Königsb. 0o. 4 Elbinger do. 4 Danz. do. in Th. Westpr. Pfandbr. 4 102 ½ Grosah. Pos. do. 4 102

WMechsel-Cours.

101 ½ 106 ½6

101 72 84 Gold al marco Neue Dulc. Friedrichsd'or Disconto

42

42 ½ 102 ¾

215 ½

13 4

Cour. Geld.

142 ½ 142

153 152 ½ 6 28 ½ 81 ¼

103 ¼ 99 ¼ 102

Kurz 2 Mt. Kurz 2 Mt. 3 Mt. 2 Mt. 2 Mt. 2 Mt. 2 Mt. 8 Tage 2 Mt.

Wien in 20 Xr. Augsburg

Breslau

Leipzig

Frankfurt a. M. Wz.

100 Thl. 100 Thl. 150 Fl.

88 * 895 e Börsen.

8 Auswärtig mads Amsterdam, 5. November. 1 Niederl. wirkl. Schuld 555⁄16.. 5 % do. 102. Aus . Schah —. Kauz-Bill. 24 H½. 4 ½ % Amort. 95 ⅛. 3 ½ % 79 ⅞. Rus 97. Qesterr. 99. Preuss. Präm.-Scheine 104 ⅛6. do. 4 % Aul. 5 % Span. 311 ⁄1 6. do. 3 % 19. 1 Antwerpen, 4. Novemher. 5 % Span. 31 ⅞. Zinsl. —. Cortes 31 ⅛. Frankfurt an. M., 7. November. Oesterr. 5 % Metall. 1625/1. 102 ⁄6. 4 % 100. 99 ⁄1. 2 ½ % 60 ⅞. 1 % 26 ⅛. G. Bank-Actien 166 1. 1659 Partial-Obl. 140

Neue Aul. 44

(. Loose zu 500 Fl. 118 ⅛¼. 117 ⅛. Loose zu 100 Fl. 21à ¼1.

Preuss. Prüm-Sch. 59 3 ¾½. 59 ½. do. 4 % Anl. 98 ½. G. Poln. Lod

68 ¼. G. 5 % Span Rente 30 ⅛. 30 ⁄. 3 % 17 ¼. G. Paris, 4. November.

5 % KRente pr. compt. 108. 70. fin cour. 109. —. 3 % h compt. 81. 50, fin cour. 81. 60. 5 % Neap. 99. 60. fin con —, 5 % Span. Rente 35 ⁄¾. à 36. 3 % do. 21 ⁄¾. à 22 Ausg 8 14 ¾¼. Cortes —. 2 ½ % Integrale —. Neue Anl. 43 ⁄¾. ³ 4 Warschau, 6. November.

Pfandbr. 96 ¼6. 2¼. Part.-Oblig. v. 1835 —.

Koͤnigliche Schauspiele. Mittwoch, 11. Nov. Im Opernhause: Scenen in Jme liaͤnischer Sprache aus der Oper: Der Barbier von Seville von Rossini. (Mad. Masi, Saͤngerin der Theater zu Neap und London, Rosine.) Hierauf: Die Fee und der Ritter, gre ßes Zauber⸗Ballet in 3 Abth., von A. Vestris. (Dlle. Fann Elsler: Fee Viviane. Dlle. Therese Elsler: Prinzessin Iseult Im Schauspielhause: Keine Franzoͤsische Vorstellung. Donnerstag, 12. Nov. Im Schauspielhause: Die BralM von Messina, Trauerspiel in 4 Abth., von Schiller.

Koͤnigstaͤdtisches Theater. MNitttwoch, 11. Nov. Moses, oder: Der Auszug aus 8 ten, Oper in 3 Akten. Musik von Rossini. „Fuͤr die Koͤnigsta tische Buͤhne eingerichtet von Friedrich Genée. 1 Donnerstag, 12. Nov. Zum erstenmale: Die Bastille, ode Wer Andern eine Grube graͤbt, faͤllt selbst hinein. Origing Lustspiel in 3 Akten, von C. B. Berger. Hierauf: Die W. ner in Berlin, Posse mit Gesang in 1 Akt, von K. von S2⁸

Markt⸗Preise vom Getraide. Berlin, den 9. November 1835. Zu Lande: Weizen 1 Rthlr. 22 Sgr. 6 Pf., auch 1 Rthb 7 Sgr. 6 Pf.; Roggen 1 Rthlr. 7 Sgr. 6 Pf., auch 1 Rthl 3 Sgr. 9 Pf.; große Gerste 28 Sgr. 9 Pf., auch 21 Sgr. 11 9 kleine Gerste 1 Rthlr. 1 Sgr., auch 27 Sgr. 6 Pf.; Hafer 25 Sgr auch 20 Sgr. 8 pfn- Erbsen 1 Rthlr. 15 Sgr., auch 1 Rth 1 10 Sgr.; Linsen 2 Rhlr.

Zu 8G er: Weizen (weißer) 1 Rthlr. 26 Sgr. 3 Pf., au 1 Rthlr. 20 Sgr. und 1 Rthlr. 10 Sgr.; Roggen 1 Rthlr. 7 S 6 Pf., auch 1 Rthlr 6 Sgr. 3 Pf.; Hafer 22 Sgr. 6 Pf.

Sonnabend, den 7. November 1835.

Das Schock Stroh 5 Rthlr. 15 Sgr, auch à Rthlr. 20 Sg.

der Centner Heu 1 Rthlr. 10 Sgr., auch 20 Sgr. B11“

Redacteur Cottel.

der

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Hayn.

3 Woch. 2 291 ⁄l12

Petersburg

Gedruckt bei A. W. 90

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oauashna eee—

Bekanntmachungen.

Publicandum. . Die Anna Pobantz, geborne Kuehn, hat gegen ih⸗ ren Ehemann, den Schmidt Johann Pobantz, wel⸗ cher ste vor cirea 5 Jahren in ihrem damaligen Wohnorte Laszewo boͤslich verlassen haben soll, dieser⸗ balb auf Ehescheidung geklagt. Zur Beantwortung der Klage und ferneren Verhandlung haben wir ei⸗ nen Termin auf den 11. Januar 1836, Vorm. 9 Uhr,

hierselbst anberaumt, zu welchem wir den seinem Aufenthalte nach unbekannten Johann Pobantz ent⸗ weder in Person oder durch einen gesetzlich legiti⸗ mirten Bevollmaͤchtigten, unter der Verwarnung vorladen, daß er der boͤslichen Verlassung fuͤr gestaͤn⸗ dig und was darnach Rechtens gegen ihn erkannt werden wird.

Schwetz, den 1. October 1835.

Adelig Westpreuß. Kreisgericht.

mit die v vagnie von:

Praͤcelusiv⸗Bescheid.

In Sachen, das Schuldenwesen des zu Stadtolden⸗ dorf im Jahre 1791 verstorbenen Knochenhauers und Gastwirths Friedrich Au ust Beste betreffend, ist ge⸗ gen alle die, welche der Edictalladung vom 6. Febr⸗ c. nicht Folge geleistet haben, dem angedrohten Praͤju⸗ dize gemaͤß, heute die Praͤclusion erkannt. Holzminden, den 25. September 1835. 65 Herzoglich Braunschweig⸗Luͤneburgisches b EEEEEEI“ .“

Eigenthuͤmer.

1711

melden haben.

Nach dem Testamente meines verstorbenen Bruders auf Schloß Pencun, hat mir derselbe die freie Dis⸗ position uͤber seine Guͤter Pencun und Buͤssow uͤber⸗ lassen; ich habe mich daher entschlossen, gedachte Guͤter oͤffentlich zu verkaufen, und wird die nach⸗

nehena⸗ Beschreibung derselben Kauflustigen zur Nach⸗ richt dienen:

Das Schloßgut Pencun, im Randower Kreise, 3 Meilen von Stettin, liegt unmittelbar dicht bei der Stadt Pencun, besitzt ein Areal von 2556 M. Morg. 64 ¶R.; wird in 7 Binnen⸗ und 6 Außen⸗ . schlagen bewirthschaftet und hat in den Binnen⸗

chlaͤgen groͤßtentheils Weiz⸗Boden. Baare Hebun⸗

d 220 Thlr. Muͤhlenpacht und von der Kaͤm⸗

Dahingegen sind an

ke. 42 Thlr. tettin 166 Thlr.

in

en 3 29 Thlr. 16 sgr. 8 pf. Abgaben an die Kaͤmmerei zu 25 sgr. und an das Marienstift zu 16 sgr. jaͤhrlich zu entrichten. 1 Das Vorwerk Buͤssow, 4 Meile von der Stadt und dem Schloßgute Pencun, besitzt ein Areal von 2233 M. Morg. 124 ¶MR., guten Roggenboden und wird in 9 Schlaͤgen bewirthschaftet. Die Gebaͤude sind mit Inbegriff eines herrschaftlichen Hauses, in den letzten Jahren ganz neu von Fachwerk auf⸗ efuͤhrt. An Abgaben werden jaͤhrlich 114 Thlr. Vteuer entrichtet. Auf beiden Guͤtern befindet sich eine Schaͤferei von 3200 Stuͤck. Die Gemein⸗ heitstheilun mit der Buͤrgerschaft Peneun ist seit 1830 ausgefuͤhrt, und in Folge des Attestes der Koͤnigl. General⸗Commission zu Stargard in un⸗ geestoͤrter Benutzung. Zu diesem Verkaufe habe ich einen Termin auf deun 1b. 4919 dieses Jahres, 6 68 her in Stettin bei dem Hrn. Jusilz⸗Commissariussh

Stadt;

Truppen; die Russischen Ga

Allgemeiner Anzeiger fuͤr die Pr

s[von Dewitz daselbst abgehalten werden soll, ange⸗ setzt, als wozu Kauflustige eingeladen werden.

Die Verkaufsbedingungen koͤnnen sowohl bei dem Administrator Hrn. Block auf Schloß Pencun, als wie auch bei dem Unterschriebenen eingesehen werden. Blumberg bei Schwedt, den 28 Oktover 18385.

Rheinisch⸗Westindische Kompagnie.

Ankuͤndigung der Aten Kapital⸗Dividende. Die unterzeichnete Direktion benachrichtigt hier⸗ die Herren Aktionaire dieser Gesellschaft, daß vierte Austheilung aus dem Kapital der Kom⸗

Fuͤnf Prozent vom Nominalwerthe der Aktien; demnach von 25 Thlr. 1 und von 12 Thlr. 15 sgr. fuͤr jede halde Aktie im naͤchsten Monat November stattfindet. Die betreffenden Hebescheine sind vom 1. November an, unter Beobachtung der bekannten Formalitaͤten, in hiesigem Haupt⸗Buͤreau in Empfang zu nehmen.

Die Einschickung der Aktien⸗Dokumente zur Ab⸗ schreibung, wenn solche an die Direktion unmittel⸗ bar geschieht, wird frankirt erwartet, und es erfolgt die Ruͤcksendunng, wo solche, und nicht die Aufbe⸗ wahrung hier gewuͤnscht wird, gleich wie die Ueber⸗ machung der Hebescheine, auf Kosten und Gefahr der

jejenigen Herren Theilnehmer, welche ihre Aktien bei der Direktion deponirten, erhalten die Hebescheine zugefertigt, ohne daß sie sich deßhalb neuerdings zu

Da auch fuͤr eine gewisse Anzahl von Aktien die betreffenden Kapital⸗Dividenden noch nicht erhoben worden sind, so werden deren Inhaver dringend ein⸗ geladen, sie ungesaͤumt vorzuzeigen und ihre Quoten Empfang zu nehmen, widrigenfalls sie sich den Nachtheilen der naͤchstens anzuordnenden Ausschlie⸗ ßungs⸗Maßregel unterwerfen muͤssen.

Elberfeld, den 15. Okt. 1835. “] Direktion der Rheinisch⸗Westindischen

Literarische

Bei A. W. Hayn, Zimmerstr. Nr. 29, ist so eben erschienen und in allen Buchhandlungen zu haben:

K

im September des Jahres 1835. Blaͤtter der Erinnerung an diese Zeit von

Enthaltend: die Beschreibung und Geschichte der die genaue und detaillirte Schilderung aller Festlichkeiten; Bemerkungen uͤber die neue Organi⸗ tation, Uniformirung, Bewaffnung, Erercitium und Besoldung der Russischen Armee und die offtziellen Aktenstuͤcke uͤber die Lagerung und Verpfle Zusammensetzung des Preußischen und rde⸗ Etat der aktiven Russischen Armee; das Verzeichniß aller dort anwesenden Hoͤchsten und Hohen Herrschaf⸗ sen; den Plan zur Parade⸗Aufstellung; die Ordres do Bataille zu den Manoͤvern und eine Charte der umgegend und des Lagers bei Kalisch. 8 gigteis. sauber brof

eußis

Von der 8

v. d Osten, Hauptmann a. D.

—;

sind wieder erschienen und an alle,

und Subscribenten versandt:

Erste Section (A— C). Her Gruber. 26ster Thbeil.

G. Hoffmann. E. Meier und L. F

fuͤr jede ganze Aktie, b pfen Der Praͤnumerations⸗Preis ein

des Werkes dadurch ein Nachtheil Leipzig, im Oktober 1835.

Nicolaische Buchhandlun (Bruͤderstraße Nr. 13), Stettin,

Lceipzig, bei Fr. Augu ist erschienen, b

S. Mittler in Berlin, Posen, Kompagnie. und Gnesen), zu haben. uDab mseneRArnxas

Anzeigen.

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L. Schneider. erscheinen lassen

Namens, die sie traͤgt, naͤm wuͤrdig ist die kleine heitere

ung der

Darstellung behandelt hat, der d erscheinen laͤßt. Dasselbe kann Engel der Wuͤste behaupten,

Detaschements; den vollstaͤndigen

einander wuͤrdig die Haͤnde 8 2 Leen

ch., 25 sgr.

Allgemeinen Enecpklopaͤdie der Wissenschaften und Kuͤnste in alphabetischer Folge von genannten Schriftstel⸗ lern bearbeitet und hberausgegeben 88 von J. S. Ersch und J. G. Gruver, mit Kupfern und Karten.

Zweite Secction (1—N). Herausg. von A.

12ter Theil.

Dritte Section (0— 2). Herausg. von M. H Kaͤmtz. Auch diese Theile sind wieder reich an bedeuten⸗ 1u

den, ihren Gegenstand erschoͤpfenden Artikeln.

Ausgabe auf Druckpapier ist 3 Thlr. 25 sgr., indeß gewaͤhre ich gern fuͤr den ersten Ankauf des ganzen Werks sowobl, als auch einer Partie Baͤnde, die billigsten Bedingungen, um die Anschaffung zu er⸗ leichtern. Die getroͤffenen Einrichtungen machen es mir moͤglich, ein schnelleres Fortschreiten zur Been⸗ digung zu verbuͤrgen, ohne daß dem innern Gehalte

F. A. Brockhauc. Bestellungen darauf nehmen wir an

3 Vergißmeinnicht ein Taschenbuch fuͤr mit 8 Kupfern im Stahlstich.

Preis 2 Thlr. 10 sgr. ei dem Verleger und in den meisten Buchhandlungen Deutschlands (namentlich bei E

Fuͤnf unserer besten novellistischen Schriftsteller haben Beitraͤge zu dem Jahrgange dieses Taschen⸗ buchs geliefert, die durch Mannigfaltigkeit wie durch inneren Werth gewiß ansprechen werden. Vor allen duͤrfen wir um so mehr auf die „Probefahrt nach Amerika“, von Leopold Schefer aufmerk⸗ sam machen, als diese Arbeit, nach seiner eigeuen Erklaͤrung, die letzte Mittheilung in dieser Form seyn wird, welche er auf lange Zeit im Drucke wird Darauf erfolgt die Moskowiter Braut, von Fr. Pitt, welche interessnte histori⸗ sche Scenen ans der alten darstellt Des

ich Jacques Callot, Novelle von J. Lyser, dagegen E von Wachsmann in Laura jene hoͤchst merkwuͤrdige Zeit des Untergangs der Maurenherrschaft in Spanien mit einer Waͤrme der

man von Zehners r W. wo Aegypten als Scene und die Besitznahme der als Begebenheit ieten.

chen Staaten. Die neueste Tanz-Composition von Joh. Straufs in Wien, 825 Werk, ist so eben im Verlage der K. K. Hof- und prif Kunst- und Musikhandlung von T. Haslingerl Wien, und der Buch- und Musikhandlung von] Frautwein in Berlin, Breite Stralse No. 8, 4 schienen und in nachstehenden Au-gaben zu bekos men: 1) Für das Pianoforle 15 sgr. 2) Für t Pianosorte zu vier Händen 20 sgr. 3) Für Viol- nnd Pianoforte 15 sgr. 4) Für 3 Violinen und b 20 sgr. 5) Für die Guitarre 10 sgr. 6) Für Flöte 5 sgr. 7) Für das Orchester 2 Thlr. Ferner ist daselbst erschienen und zu haben: Das höchst gelungene Portrait von] hann Straufs, nach der Natur von Krick ber lithographirt. Preis 15 sgr.

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Buchhandlungen ausg. von J. G.

6ter Theil.

es Theils in der j Anzeige In der Fir. Brodhag’schen Buchhandlung Stuttgart erscheint und ist das erste Heft bereits allen guten Buchhandlungen fuͤr 4 Sgr. zu hab Dr. J. A. Bengel's sechzig erbauliche Rede uͤber die Offenbarung Johannis oder vielme Jesu Christi sammt einer Nachlese gleichen halts und dem Bildniß des Apostels Johannil⸗ Dritte Auflage. Mit einer Vorrede von mI. J. C. F. Burck,

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enstaͤnde.

6

in Berlig Libin u. Thorn.

9

buͤchern wurden jederzeit die 60 Reden Dr. J. n Bengel's uͤber die Offenbarung Johannis vorzuͤg ggeschaͤtzt, nicht allein als eine populaͤre Erklar dieses so schwer zu deutenden Buches, sondern a als eine eben so geistreiche und gesalbte, wie gemc faßliche Anwendung desselben auf Herz und Le Sie haben in sofern einen bleibendern Gebalt, selbst seine so hoch geschaͤtzte erklaͤrte Offenbaru Bengel's edler Christensinn, seine reiche Herzah und Welterfahrung, spricht sich darin auf eine wohlthuende Weise aus, daß auch diejenigen sich von angezogen fuͤhlen, welche nicht gerade Freul seines apokalyptischen Systems sind, obgleich al dings füͤr vetztere dieses Buch von besonderem We ist. Gewiß wird es daher fuͤr Viele eine erfreull Erscheinung seyn, wenn wir hiemit eine neue, ut feile, durch korrekten Druck und schoͤnes Papier

9

lt 1830

er Bromberg, Culm r

lehrreiche und zeitgemaͤße Vorrede des Bengel schhthit Biographen eine schaͤtzbare Zugabe erhalten wird

Die Posaune,

redigirt von Georg Harrys Fünft er Jabehg

Poͤchentlich erscheinen 3 Nummern in groß exel. der Beilagen, auf feinem Druckpapier Preis fuͤr den Jahrgang ist 4 Thlr. 16 ggr. Cou wosuͤr dieses Journal durch alle soltde Buchbun lungen und resp. Post⸗Aemter zu bezieben ist. ¹ bitten, die Bestellungen fuͤr das naͤchste Jahr moͤglichst an uns gelangen zu lassen.

Leipzig, im November 1835.

Literarisches Museum⸗

Verastagui

en Stoff ganz neu

zu 5000 Rthlr. auf Nr. 24,262 und 49,071 enoit und nach Sagan bei Wiesenthal; Rthlr. auf Nr. bei Burg und bei Mestag,

deitgebel, Loͤwenberg bei orn bei Paderstein, Quedlinburg bei Dammann, Holdstein, Thorn bei Kaufmann und nach Warmbrunn bei Grimme; 44 Gewinne zu 500 0,257. 12,633. 13,271. 15,447.

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dreslau Zmal bei Leubuscher und rauß und bei Reimbold, Danzig bei Rotzoll, D ei Spatz, Elberfeld bei Benoit ann, Juͤlich bei Mayer, Juͤterbogk bei Pr 2mal bei Burchard, 2mal bei andsberg a. d. W. bei Borchardt, Magdeburg 2mal

kordhausen bei Schlichteweg, Siegen bei Hees Pilsnach und nach Torgau bei Schubart; 62

2,67 1,588. 5,103. 5950. 1,667. 9,968.

Koͤnigl. Preußische General⸗Lotterie—

cchern der Schul⸗Anstalten von Kiew merkwuͤrdiger Tag bleiben.

ewilligung die

sser⸗ ligen

2 al⸗Feldmarschall F Stadtpfarrer in Großbottwar ten schall Fursten von Warschau

Unter den aͤltern wuͤrttemvergischen Erbauungisew, Grafen Gurjew, daselbst an 2 .

nviects und der Landmesser⸗Schule das uh

ck, um daselb

melt.

adke, twort erfolgte.

elb empfehlende Ausgabe ankuͤndigen, welche dueh issch

e der Kiewschen antnisse in sch dern selbst ements mit

nge wetteifern koͤnnen. de Abschiedswort : gt Alles ab e V

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Berlin, Donnerstag d

Amtliche Nachrichte

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Kronik des Tages.

Bei der am gten und 10ten d. M. öten Klasse 72ster Koͤnigl.

ten Ziehung 2 Gewinne 1 vhch Kelberseld bei „Sag ewinne zu 20

28,595. 84,991. 97,434 und 104,759 88 Berlan Ne nach Naumburg a. d. S. bei Kayser nach Prenzlau bei Herz; 27 Gewinne zu 1000 Rthlr. auf 523. 666. 1560. 7345. 8471. 26,103. 26,243. 27,722. 36,300.

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1,011. 41,354. 48,303. 54,823. 55,950. 56,402. 62,522. 62 887 88,430. 76,966. 82,138. 89,349. 89,666. 90, 341. 103,279. 108,775. 09,124 und 109,168 in Berlin bei Burg, bei Jonas, bei I porff, bei Seeger und bei Wolff, 5

ei H. Holschau und 2mal bei Schreiber Loͤln bei Krauß und bei Frankfurt bei Baßwitz, Halberstadt bei

. Matz⸗ nach Breslau bei Gerstenberg, „Bunzlau bei Appun, Danzig bei Reinhardt, ei Alexander, Halle 2mal in Pr. bei Burchard, Liegnitz bei pl, Muͤnster 2mal bei Lohn, Pader⸗ Schwedt bei

Reimbold,

Lehmann, Koͤnigs fen e

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Burg, bei Gronau, bei Mestag, 5ͤmal bei Seeger und Holzschuher, Bonn bei Haast, 2mal bei Schreiber, Coͤln bei üsseldorf 2mal Halle bei Leh⸗ Gestewitz, Koͤnigsberg Heygster und bei Samter, bei Brauns ster bei Lohn, Stettin bei Gewinne zu 218. 12,797. 13,407. 39,584. 40,375. 41,263. 17,135. 51,762. 52,048. 59,422. 64,883. 65,514. 23,727. 76,810. 79,980. 81,064. 85,785. 86,271f. 89,351. 99,003. . 95,780. 97,070. 97,086. 98,489. 102,329. 104,2441. 105,073. 108,367

38. 80. 4l. 91.

Sußmann, nach Barmen bei

und bei Heymer,

bei Roch, Merseburg bei Kieselbach, Muͤn

7144. 11 37,565. 44,834. 59,026. 73,727.

Rthlr. auf Nr. 1003. 6435. 74. 26,769. 32,428. 37,153. 42,527. 42,706. 43,554. 56,654. 56,940. 58,258. 67,641. 79,056. 72,432. 84,221. 85,197. 85,209. 91,403. 94,273. 95,124

100,737. 100,791. 108,432. Die

Ziehung wird fortgesetzt. Berlin,

den 11. November 1835. Direction.

Zeitungs⸗Nachrichten 1vla n. d

Rußland.

St. Petersburg, 4. Nov. Man schreibt aus Kiew 24. Oktober: „Der gestrige Tag wird ein in den Jahr⸗

22ͤͤten dieses wurden (wie bereits erwaͤhnt) die Bewohner Kiew, Abends gegen 9 Uhr, durch die anz e Sr. vner Kaisers begluͤckt. Tags darauf wurden mit Allerhoͤchster 1 Zoͤglinge der verschiedenen Anstalten und zwar ymnasiums, des Convicts unbemittelter Edelleute, der Land⸗ Schule und der Kiewer⸗Podolschen Kreisschule in der Pensions⸗Anstalt, gegen 700 an der Zahl, versammelt. Uhr langte Se. Kaiserliche Majestaͤt, begleitet vom Ge⸗ vom General-⸗Adju⸗ rafen v. Benkendorf und dem Kriegs⸗Gouverneur von Im Recreations⸗Saale der Zoͤglinge dieser Anstalt, so 9 auch die des Gluͤck, Sr. Maj. vorge⸗ zu werden, wobei der Monarch das Aussehen ber Kin 88 u loben se. us dem Recreations⸗Saale verfuͤgte sich der Monarch hrzimmer, in den Speise⸗Saal und das Zeughaus, und ch dem Besuch des obern Stockwerks in den Recreations⸗ Hierauf begab sich Se. Majestaͤt in den untern

st die Schlafstuben in Augenschein zu nehmen. waren im ersten Zimmer die Lehrer des Gymnasiums ver⸗ 99 1n der Kaiser sie sah, fragte Hoͤchstderselbe den Ku⸗ es Kiewschen Lehr⸗Bezirks, Wirklichen Staatsrath von ob er mit ihnen zufrieden sey, worauf eine bejahende 1 Bei Besichtigung der Schlafzimmer aͤußerte . Majestaͤt mehrmals vortheilhaft uͤber das Aeußere der in en versammelten freien Zoͤglinge des Gymnasiums und der 1G ule und stellte dem Kurator einige Fragen uͤber deren Fort⸗ mRussischen. Der Kurator erwiederte, daß nicht nur die Zoͤg⸗ Schul⸗Anstalten, von denen vollkommene der Russischen Sprache verlangt werden muͤssen, die von anderen Gymnasien der westlichen Gou⸗ Russischen Gymnasien in dieser Zuruͤckgekehrt in das Zimmer, wo sprach Se. Majestaͤt zu denselben fol⸗ 2 Groß sind Ihre Pflichten; von Ihnen Feges ; wenn Sie dieselben so tief fuͤhlen, wie Ich und 6ee etzten, so werden Sie dieselben gewiß erfuͤllen.““ versammelten sich mit Allerhoͤchster Genehmigung 3⸗S Majestaͤt alle Professoren, Beam⸗

sion hatten die

den eigentlich

ehrer befanden,

2289,.

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r Zahl. Nachdem Se. Botschafter, Lord Durham, empfangen hatte, Gluͤck zu Theil, dem Kaiser vorgestellt zu werden. redete die Professoren mit Milde und Gnade an, beim Kurator nach den Zoͤglingen der 2ten Section der Kaiser⸗ lichen Kanzlei, welche gegenwaͤrtig als Professoren im Fache der Jurisprudenz an der St. Wladimir⸗Universitaͤt angestellt sind, und sprach zu diesen: „„Ich hoffe, daß Sie die Fuͤrsorge der Regierung rechtfertigen werden.““ Sich zu den Studtrenden wen⸗ dend, mit denen der Kurator vollkommen zufrieden zu seyn erklaͤrte, gab Se. Maj. denselben Sein Wohlwollen zu erkennen und redete zu ihnen, sie mit vaͤterlicher Theilnahme ermahnend, was alle tief ruͤhrte. Die Zoͤglinge der Schul⸗Anstalten von Kiew hatten, noch vor Ankunft Sr. Maj., den Kurator um Erlaubniß gebeten, auf eigene Kosten die von ihnen bewohnten und besuchten Gebaͤude erleuchten zu duͤrfen. Ihre Absicht wurde gebilligt, und am Tage der Ankunft Sr. Maj. des Kaisers hatte jedes Schulgebaͤude seinen eigenen Transparent, seinen Wahlspruch und seine In⸗ schrift. Auf dem Transparent⸗Gemaͤlde der Universitaͤt sah man die Dankbarkeit und die Weisheit Lorbeerkraͤnze mit dem Namenszuge Sr. Maj. halten, waͤhrend von oben Fahnen entfaltete, auf denen das Datum der Ankunft Sr. Maj. in Kiew angegeben war. Das Transparent des Gymnasiums stellte den gekroͤnten Doppel⸗Adler vor, der mit seinen Fittichen diese Anstalt beschirmte. Die adelige Pension fuͤhrte die Ueber⸗ schrift: „„Deine Fuͤrsorge ist der Schöoͤpfer unsers Gluͤcks.““ Das Convict und die Landmesser Schule hatten auf ihrem ge⸗ meinschaftlichen Bilde den Namenszug des Allerhoͤchsten Gastes, umgeben vonEichlaub und Lorbeeren, mit der Inschrift: „„Dem Wohlthaͤter, Zaren und Vater die dankbaren Zoͤglinge.““ Der Wahlspruch der Kiewer⸗Podolischen Kreis⸗Schule war: 2 degei den eb Neüsf die Zoͤglinge der Paro⸗

ial⸗ ulen, so wie die Privat⸗Erziehungs⸗] ihre Transparent⸗Gemaͤlde. b“ er Commandeur der ersten Brigade der 19ten . rie⸗Division, General⸗Major Reut, ha. zur Tapferkeit bei der im Jahre

Majestaͤt den Englischen ward solchen das

Se. Majestaͤt erkundigte Sich

ten. Mehrere andere Offiziere, tion Theil genommen, erhielten schrift: „Fuͤr Tapferkeit.“ Se. Majestaͤt der Kaiser Ober⸗Praͤsidenten der Provinz Orden erster Klasse, und dem gierung zu Liegnitz, Grafen zu Hedeh 18. Klasse verliehen. er Kaiserlich Oesterreichische Botschafter am iesigen Hofe Graf von Ficquelmont, ist aus Berlin Fear neadlesgen Oefe⸗ „In Riga stieg am 3. Nov. der Frost im Freien auf 10 Grad Réaumur, und die Duͤna fuͤhrte bereits Eis. Aus Orenburg wird geschrieben, daß im vorigen Sommer der Tauschhandel mit den Asiatischen Graͤnzvoͤlkern besonders leb⸗

haft gewesen sey.

die ebenfalls an dieser Expedi⸗ goldene Halbsaͤbel mit der In⸗

haben dem Koͤniglich Preußischen Posen, Flottweil, den Stanislaus⸗ Praͤsidenten der Koͤniglichen Re⸗

Frankreich.

„5. November. Der Englische und der Tuͤrkische wurden vorgestern Abend von dem Koͤnige empfan⸗ Maj. nach einander mit mehreren

Pari Botschafter gen. Gestern arbeiteten Se.

und Studenten der St. Wladimir⸗Universitaͤt, gegen

9

Ministern.

Es heißt, daß der Koͤnig und die Koͤnigin der Belgier am bb Sonnabend wieder nach ihren Staaten zuruͤckkehren wuͤrden.

Der. Graf von Rigny soll sehr gefaͤhrlich krank seyn, so da man fast an seinem Aufkommen 1 8

Es soll jetzt ernstlich die Rede davon seyn, Ministern Karl's X., wegen der Ham, einen anderen Aufenthaltsort anzuweisen. Man bezeichnet dazu das Fort Pierre⸗Chatel im Departement des Ain, oder das Schloß zu Blaye.

Man las gestern in dem oͤffentlichen Anzeiger folgende An⸗ nonce: „Das praͤchtige, auch durch seine schoͤnen Merino⸗Schaͤfe⸗ reien bekannte Schloß von St. Ouen, wo die Charte von 1814 1H wurde, ist zu verkaufen.“

Der gestern von dem Temps gegebenen Nachricht, daß man bei Pepin eine Zeichnung der Hoͤllen⸗Maschine gefunden habe, fuͤgt der Courrier frangais Folgendes hinzu: „Man spricht viel von den Resultaten einer Durchsuchung, die der Polizei⸗ Kommissarius Jacquemin kuͤrzlich in dem Hause des Herrn Pe⸗ pin angestellt hat. Derselbe soll daselbst mehrere wichtige Pa⸗ piere, die man bisher vergebens suchte, aufgefunden und dem Praͤsidenten des Pairshofes eingehaͤndigt haben. Sie sind, wie man sagt, geeignet, den Aussagen Fieschi's einen Grad von Glaubwuͤrdigkeit zu verschaffen, dessen dieselben bis jetzt entbehrten.“

Die gestrige Nummer der „S0hn de France“ ist auf der Post und im Expeditions⸗Lokale in eschlag genommen worden.

Man schreibt aus Tarbes vom 29. Okt.: „Gestern Mor⸗ gen um ein Viertel auf 5 Uhr verspuͤrte man hier eine Erder⸗ schuͤtterung. Die Haͤuser erzitterten waͤhrend 7 bis 8 Sekun⸗ den. Mehrere Stunden in der Runde fuͤhlte man die Stoͤße; besonders stark und anhaltend aber waren sie in der Naͤhe der Pyrenaͤen. In Bagndres hielten sie mehrere Minuten an, so daß die Einwohner aus den Betten sprangen, und fast nackt auf 8 herazen seürsten beäg Nea Erscheinung, die uͤbrigens einen haden angerichtet hat, folgte ein donneraͤhnliche Ge⸗ raͤusch in den Luͤften.“ . 1“ Der Moniteur Al

den vormaligen ungesunden Lage der Festung

gérien berichtet von einer wichtigen Affaire, die am 17ten v. M. bei Belida zwischen den Wvweassn und Arabern stattgefunden habe. Wenn das Gefecht wichtig ö 1 eee g Sr blutig, denn man liest etzten Zeile des Ber : „Wir hatten eine dt

und . b h

m Moniteur liest man: „Am ästen, bei der Ankunft Cordova's in Vittoria, zog sich ein Theil der Karlistischen Ar⸗ 5 nach Salvatierra, der andere mit Don Carlos nach Segura

der Ruhm schwebend

Stolberg⸗Wernigerode, denselben

en 12 ten November

Ig

von seinen alten Freunden verkannt.

—2 8 —üy—— ——õ

zuruͤck. Am 27sten griff Cordova die erstere Abtheilung an, schlug sie und ruͤckte in Salvatierra ein; aber am 28sten, als das Gros der Karlistischen Armee angekommen war, zog er sich nach Vittoria zuruͤck, zwar verfolgt, aber niemals angegriffen. Es scheint, daß eine seiner Schwadronen sich auf dem Wege verirrt und nicht wieder hat zu ihm stoßen koͤnnen. Die Kar⸗ listen haben diesen Zufall benutzt, um Sieges⸗Geruͤchte zu ver⸗ breiten, obgleich sie in der That mehr gelitten haben, als die Christinos. Das zweite Garde⸗ und ein Kavallerie⸗ Regiment sind zur Armee abgegangen. Am 26sten ist die Andalusische ürmee auf ihrem Wege nach Aragonien durch die Provinz Cuenga gekommen.“

In einem Schreiben aus Mondragon vom 29. Okt. heißt es: „Gestern hat Villareal mit 11 Bataillonen eine Kolonne von 12,000 Mann Christinos in das Dorf Arieta und nach Sal⸗ vatierra zuruͤckgedraͤngt. Ein großer Theil der Karlistischen Streit⸗ kraͤfte sind jetzt in der Gegend von Salvatierra zusammengezogen, und sie bestehen aus 25 Bataillonen, 900 Pserden und 4 Stuͤck Geschuͤtz. Man versichert, daß die Niederlage der Christinos bei dem letzten Ausfalle aus Vittoria sehr bedeutend gewesen sey; man spricht von 3000 Gefangenen und von eroberter Artillerie. In der Nacht vom 30. zum 31. Okt. soll das Englische Schiff „the Fox“ an der Kuͤste von Fuentarabia den Infanten Don Sebastian an's Land gesetzt und dieser sich sogleich zu Don Car⸗ los begeben haben.“ Der Messager sagt: „Wir bedauern, die gestern von der „Quotidienne“ gegebene Nachricht von der Ankunft des Don Sebastian in dem Karlistischen Hauptquartiere bestaͤtigen zu muͤssen.“

Das Memorial bordelais sagt in Bezug auf die Lage des Spanischen Ministeriums: „Die Popularitaͤt des Herrn Mendizabal nutzt sich ab; seine guten Absichten werden selbst Herr Mendizabal hatte den

Plan, eine Vereinigung zwischen dem Hofe und der Revolution

1M Anerkennung seiner 1 1834 unternommenen Expedition gegen die Bergvoͤlker, den St. Annen⸗Orden erster Klasse erhal⸗

1

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zu bewirken; er hat versucht,

die Koͤnigin der demokratischen Par⸗ ihm aber nur zur Haͤlfte gelun—⸗ hat zwar den verabredeten Schritt Platze

tei naͤher zu bringen; dies ist gen. Die verwittwete Koͤnigin zur Annaͤherung gethan, aber die Demokratie ist auf ihrem geblieben. Das fuͤr diese Annaͤherung bestimmte Terrain war immer das Koͤnigliche Statut. Davon wollen aber die Ultra⸗ Liberalen nichts wissen, eben so wenig wie von dem Regent⸗ schafts⸗Rathe, eben so wenig wie von der Koͤnigin Christine und von der aristokratischen Proceres⸗Kammer. Sie wissen am Ende nicht, was sie wollen; vorlaͤusig aber ist es ihnen darum zu thun, die bestehenden Institutionen uͤber den Haufen zu werfen.“ Der Constitutionnel enthaͤlt Folgendes: „Wir haben seit einigen Tagen mit Vergnuͤgen bemerkt, daß die Franzoͤsische Regierung allmaͤlig wieder zu den natuͤrlichen Grundsaͤtzen ihrer Politik, d. h. zu dem Traktat der Quadrupel⸗Allianz, uruͤck⸗ kehrt. Dieses Resultat ist dem gluͤcklichen Einflusse der Vorstel⸗ lungen des Englischen Kabinets zu verdanken. Herr von Broglie mag noch so sehr leugnen, daß solche Vorstellungen wirklich stattgefunden, so viel ist gewiß, daß er vor einem Mo⸗ nate eine andere Sprache fuͤhrte, als jetzt. Er behandelte damals die Spanische Frage mit der groͤßten Gleichguͤltigkeit; der Her⸗ zog von Frias beschwerte sich bitter daruͤber, und Herr von Rayneval schrieb aus Madrid, daß —6

die dortige Regierung habe.

Ideen zuruͤckgekehrt. England, das dem abgesch

treu ist, wie einem gegebenen Worte, hat endlich gefragt, wel⸗ chen Weg man einschlagen wolle, ob man ff

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gen Ta 1b og von

der Herzog von Broglie haͤufig Konferenzen mit einander; wir hoffen, daß aus denselben einige entscheidende Maßregeln hervor⸗

gehen 1“

us Pau schreibt man: „Seit zwei Tagen sehen wir eine Menge Jäͤger der aufgeloͤsten See Schwartz 5 unsere Stadt kommen, um sich nach dem Innern Frankreichs zu bege⸗ ben. Sie bilden die Avant⸗Garde zahlreicherer Abtheilungen, die ihnen auf dem Fuße folgen. Wir glauben, unseren Mitbuͤr⸗ gern die beruhigende Nachricht schuldig zu seyn, daß von der Graͤnze bis nach Oleron Gendarmerie⸗Posten, und von Oleron bis nach Garlin Kavallerie⸗Piquets aufgestellt sind, und daß Tag und Nacht zahlreiche Patrouillen hin und her marschiren, die den Befehl haben, fuͤr die Aufrechthaltung der Ordnung und oͤffentlichen Sicherheit Sorge zu tragen.“

Die hiesige Spanische Gesandtschaft hat sich zur Empfang nahme patriotischer Gaben Behufs der Bewaffnung der auszu⸗ hebenden 100,000 Mann bereit erklaͤrt. Mehrere in Paris an⸗ wesende Spanier sollen wirklich schon ihr Scherflein beigesteuert haben, um nicht hinter denjenigen hoͤheren Staats⸗Beamten in Madrid zuruͤckzubleiben, die zu demselben Behufe auf einen Theil ihres Gehaltes verzichtet haben. Ein hiesiges Blatt er⸗ klaͤrt sich die Bereitwilligkeit der Spanischen Beamten, ihre Ein⸗ nahme ganz oder theilweise zum Opfer zu bringen, aus dem sehr einfachen Grunde, daß sie schon seit geraumer Zeit kein Gehalt mehr erhielten.

Der Gazette de France zufolge, befand sich das Haupt⸗ Quartier des Don Carlos auch am 27ͤten noch in Alsazua. An der heutigen Boͤrse trug man sich mit unguͤnstigen Nachrichten fuͤr die Sache der Koͤnigin von Spanien herum, so daß die Spanischen Fonds wieder um etwas zuruͤckgingen. Es hieß, die Karlisten haͤtten in der Umgegend von Vittoria einen entschei⸗ denden Sieg uͤber die Christinos erfochten. Die neuesten Nach⸗ bcchahn aus Bayonne vom 3lsten enthalten indessen Nichts ieruͤber.

Dem Messager zufolge, waͤren die Verbindungen zwischen Barcelona und der Graͤnze neuerdings unterbrochen. 1

Großbritanien und Irland.

London, 6. Nov. Der Russische Botschafter Graf Po di Borgo gab am Dienstag Abend in Ihsvrnhan oc L.Pache