der jungen, schoͤnen, lebenslustigen und weltgebndeten Tochter des Hauses, Luciane, wird mit Cinemmal die gewohnte gesellschaftliche
groößeres, allgemeineres Publikum erfreut, was ist dabei zu verwun
au den Meisthietenden oͤffentlich verkauft werden, zu
gegen baare Zahlung in Courant erfolgen soll.
11“
liegenden Gute ren. — Am 27. November Abends zwischen 5 und 6 Uhr, als der Schaͤfer zum Abendbrod war, brachen sie in
inen Pferch zu Kaͤrlich ein, zersprengten die ganze Heerde, zer⸗ 8 12, tödteten 4, und erst am Tage darauf hatte man den der Heerde, nachdem sie die ganze Nacht hindurch mit aternen weit und breit aufgesucht worden, bis auf drei Schafe zusammenbringen koͤnnen. Bei hellem Taze spatzieren die Woͤlfe ganz ungenirt uͤber die Felder. Sehr gut ist's, daß wir Mauern um die Stadt haben; sonst wuͤrden sie gewiß noch in Koblenz eindringen. Es wird von guter Hand versichert, daß sogar auf dem Wege zwischen Koblenz und Neuendorf ein des Nachts nach Koblenz heimkehre der Reiter sein Pferd von einem Wolfe an⸗ gefallen sah.“ 8 3
Koͤnigliches Schauspiel. „Lebende Bilder“ sind gegenwaͤrtig wieder an der Tagesord⸗ nung und bringen seit ihrer erneuerten Vorstellung der Buͤhne fort⸗ waͤhrend volle Haͤuser, mithin auch volle Kassen, und fast ungetheil⸗ ten Beifall. Es ist also wohl an der Zeit, daß auch in diesen Blaͤt⸗ tern thnen einige Zeilen gewidmet werden. Als ein unterhaltendes und ohne Zweifel geistreicheres Gesellschaftsspiel, als viele andere, seit langer Zeit geuͤbt und beliebt, vornehmlich in den esellschaften, weil diese durch ihre reichern Mittel den
Bildern die gehdrige Ausstattung, die Pracht der Gewaänder, den ₰
ter Archdolog und viel vor einem Viertel⸗Jahrhundert eine das Wesen der Malerei zerstoͤre un stellenden Kunst⸗Produkte, der Mim Wir haben seit der geraumen Zeit, do 1 n Jahr zu Jahr sich beifaͤllig aus⸗ dlichen Einfluß dieses Medusenhaupts ler nichts wahrgenommen; die zleben⸗ gehen fluͤchtig voruͤber, leider
vorhalte. Bilder“ au stellen,
——— —;— —
ntlecher Faude. ꝛc n geld-Courg-Zette .
zugehoͤrenden Hunde verjagt worden waͤ⸗ ruͤstig aufwachen. Und so moͤchten ihrem Zauberreiz der echten dramati
aupt.
den Bilder“, wie die bildenden Lebenden oft die berrlichste mimische Kunst sp unsere Absicht, uns auf das Detail 1 1 stellten „lebenden Bi EE“ 8 “ man Zweckmaͤßigkeit der Wahl der 4 auch nicht bei Allen die Ausfuͤhrung in gleich gen zu nennen ist, so ist doch, — se und der S der unvermeidlichen — koͤrverlichen Beduͤrfnisses im Athme die ungestoͤrte und immer kurz nach einander wiederholte Ausfuͤhrung des naͤmlichen Bildes wahr
chwierigkeiten in der
Ein vor kur seitig gebildeter
Einwirkung des n und Zucken der
urlos. —
der seit etwa 14 Tagen aufge⸗ lder“ einzulassen. Allen
Bilder na
chon in Betracht des Mechaniemus Ausfuͤhrung, insofern solche von sich augenblicklich aͤndernden
haft zu bewundern.
zem verstorbener hochberuͤhm⸗ C. Kunstkenner nannte sie schon tolle Zusammenschmelzung, die d dem lebendigsten aller darzu⸗ St. ik, das verruchte Medusenhaupt
bei allem igen Ge⸗ ais der bil⸗ 60 ¼.
oose zu
Lond. 10 ¾ daß die „lebenden
1835. 4. Dezember.
TETTT--——
Uebrigens ist es nich:
ohne Ausnahme muß Luftdruck.... chruͤhmen, und wenn
em Maße wohlgelun⸗ Thaupunkt.
Glieder, — Wolkenzug. —
Frankfuürt a. M., 2. Dezember. Oesterr. 5 % Metall. 102. 101 ⅓. 1 % 26. Fr. 500 Fl. Preuss. Präm.-Sch. Loose 697⁄. 69 %¾.
Silber-Rub. 35754.
T —
Meteorologische Beobachtung.
Morgens 6 Uh
336,06 % Par. 335 70 „Per⸗ 336,28 Par. Luftwärme. †. 1,4 °R. 0,0 R. + 24 °R. *†+†. 27° R. 89 „Ct. heiter. W.
Tagesmittel: 336,21" Par..:
8 % 99 7¼4. 998 Bank-Actien 1651. 1649. Fartial-Oi- 118. 117 ¾. Loose zu 100 F.; 59 ⅛. 59 %. do. 4 % Aunl. 98 1 ,6 5 % Span. Anl. 47. 46 ½, 3 % . Petersburg, 27. November. Amsterdam. —. Hamburg 977⁄16. Parig 6 % in B. A. —. 1“
8 8339 11
.““
5&
—
Nachmittags Abends Nach einn 2 Uhr. 10 Uhr. Beobache
Quellu-arme — Flußwärme —
79 pet 88 er Bodenwaͤrm 7 p Ct. pCi. 9 85 1“ heiter. heiter. 1 Ausdünstung 8 322
8
ö. —e aan0, Zeitungs⸗RNachri chten.
W. — Nachtkälte 8868 8 8* 1
r.
*
9 Berl iner B 5
Den 5. Dezember 1835.
r e.
8 K
Sonntag,
Reiz der Farben, wohl auch schoͤnere Gestalten, und durch den ange⸗ messensten Ort und dessen Einrichtung den vortheilhaftesten Lichteffekt
82— Pr. Cour. 8 Bricf. † Geld.
. Pr. Cour. — Sr. Geld.
zu verleihen wußten. Schon in Goethe’'s Wahlverwandtschaften, die im Jahre 1809 im Druck erschienen, spielen sie eine glaͤnzende Rolle, die hier um so bemerkenswerther seyn duͤrfte, als Goethe durch die Art und Weise, wie er sie in die Gesellschaft einfuͤhrt, und durch die Person, die ihnen ihre besondere Neigung zuwendet, auch sich bei der Ausfuͤhrung derselben mit leidenschaͤgtlicher Liebha⸗ berei hervorthut, seine Meinung von ihrem eigentlichen Werth und Zweck nicht undeutlich zu erkennen giebt. Durch die Ankunft
Unterhaltung umgewandelt. Luciane ist gleichsam die lebendige
Königsb. Elbinger Danz. do. in ha 43 Westpr. PIaudhr.] 4
Grofsh. Pos. do. 4
St.-Schuld-Sch. - Pr. Eugi. Oi. 30. 4 100 PrämSch. d. Sceh. — Kurm.Obl. m. l. C. 4 101 G Nw. Int. Sch. 40. 4 —
Berl. Stadt-Obl. 4 101 ¾ do. 4 — do. 4½ — Go Neue Duk.
7v517 1 99 ⅜ 60 ½ 100 ⁄¾ 101 ½
60 1
102 % Fri
Ostpr. Pfandbr. Pomm. do. Kur- u. Neum. do. Schlesische Rüekst. C. und Z. Sch. d. K. u. N.
—
ld al marco
edrichsd'or
Disconto
1 102 ¾¼ 8 4 . Blum. Montag, 7.
—
87 ⅓
12i, Frau und Regen 13 ¼ bearbeitet von L.
Personification der modernen gesellschaftlichen Bildung, Alles ist an ihr Bildung, wenig Natur, sie gebt auf nichts Anderes aus,
WMechsel-Courv.
Cour. 1Celd.
als zu glaͤnzen und bewundert zu werden. Einer solchen eitlen, schoͤnen Welrdaͤme muun demnach der gelegentlich hingeworfene Gedanke, bekannte Gemäaͤlde in lebendigen Bildern nachzuahmen, hoͤchst wil⸗ 8. kommen seyn und sie unwiderstehlich anreizen, ihre Gestalt in den 8
mannigfachsten, verfuͤhrerischsten Formen und Farben erscheinen zu 41 lassen. Schen allein, daß der Oichter diese Spiele von solchen Personen vorzugsweise beguͤnstigen laͤßt, beweist klar genng, welche Meinung er von denselben, als Kunstwerk betrachtet, gehegt habe. Vollends unzweifelhaft aber wird diese Meinung durch den Kon⸗ trast, in welchem er auch bei diesem Anlasse die st. Ue, anspruchlose, man kann ohne Phrase sagen, himmlische Otlilie gegen die eitle, weltliche Luciane gestellt hat. — Wenn nun gver das reizende Ge⸗
e.
sellschaftsspiel auch auf die oͤffentliche Schaubuͤhne uͤbergeht und e n
deen? Nur das etwa, daß in den Klagen uͤber den Verfall des Theaters die lebenden Bilder so gaͤnzlich vergessen sind, da sie doch ohne Zweifel nicht minder als die immer mehr uͤber⸗ handnehmende Musikmanie eine einschlaͤfernde Gewalt ausuben. —. Iadeß der Schade ist nicht bedeutend; es giebt immer nogh Leute, 96 %. die wach bleiben, und andere, die wieder aus dem Schlummer recht 1 —.
Amsterdam
Hamburg
5 London
Augshurg Breslau
250 Fl. 300 Mk. 300 Mk.
150 Fl. 150 Fl.
100 Thl. 100) Thl.
150 Fl.
100 Rbl.
2 Mt. Kurz 2 Rt. 3 Mt. 2 Mt.
2 Mt. 2 Mt.
2 Mt.
Auswärtige
Amsterdam, 30. Niederl. wirkl. Schuld 55 ½ Kanz-Bill. Oesterr. 98 ¾. 5 % Span. Anl. 49 ⅞.
241127⸗ 2311⁄16. Preuss.
Börsen.
November. 5 % do. 10111 4 ½ 0% Amort. 95 ¼. 4† Prüm.-Scheine 10 „
2 Mt.”
8 Tage
3 Woch. —
143 Wahrheit.“ 142 ¾⅔ 153 2. A 152 ¾ 6 28 ⅛ 6 28 ¾ 1037 ⁄1v 1035¾ 103 ½
ngely.
Sonntag, 6.
103 ¼ relli.
103
roscop, oder: Buͤhne bearbeitet 4 Dienstag, 8. . Ausg. Schuld] Bellini.
31 ½ %c. 79 ⁄. Russ. “ do. 4 % Anl.
— — —
Bekanntmachungen.
111“ Auf Mequisttion des Koͤnig ichen Pupillen-Collegii Sa rr; S.
u 1nes sell ein im Nachlaß des in Paris ver⸗ ausgleichung halber,
iorsenen Domberrn Grafen von Schlaberndorff vor⸗
gefundener Brillant⸗Ring, 13 Karat w niger utel
Panorama⸗Verst
14,,100 Francs, kuͤrzlich hier in vber⸗, 9
clusive der dazu gehoͤrigen goldenen Einfassung, au vs 8 7005 Thlr abgeschaͤtzt worden ist, in kermin⸗ zende Umgebungen den 29. Januar 1836, Vorm. 10 „Uhr, n Sessions⸗Zimmer des üunterzeichneten Collegii vor werden em ernannten Commissario, Justiz⸗Rath Sultzer, dere
welchem Kauflustige mit dem Eroͤffnen bierdurch ein⸗ gelazen werden, daß bei annehmlichem Meistgebote
Allgemeiner Anz
eige
Dienstag, den 19 Januar 1836, 11 Uhr, soll zu Dresden durch Unterzeichneren, Erb⸗ das im vielen Beifall aufgestellt gewe ene Panorama a. ; 1 f 9 resdn. — enthaltend schwer, welcher in Paris vor mehreren Jahren auf 8 T“ “ thaltend, 1 außer der Ansicht des rauchenden Aetna's, dessen rei⸗ von 14 bis 15 Ital. Meilen im Umkreise darbietet, bestimmt den Meisibietenden auclionis lege uͤberlassenA, Stahlstiche Dresden, am 30 November 1835 b ve Carl Ernst Heinrich, verpflicht Raths⸗Auctionator.
v
rung zu Dresden. Vormittags um
Jahre 1833 allhier mit om Aetna,
zu Breslau gemalt,
der Zuschlag sofort in termino und die Ausli ferung
Beriin, den 24. November 1835.
Kbnigl. Preuß. Kurmaͤrksches Pupillen⸗ G Collegium.
Subhastations Patent.
Das im Delitzscher Kreise im Dorfe Pehritzsch un⸗ ter Ne. 10 belegene, auf 7550 Thlr. 18 sgr. 8 pf n, of! abgeschaͤtte 1 ½ Hufengut der Gerischerschen Erben der broschie t vorraͤthig uno eine in Groitzscher Aue liegende Wiese derselben 182 Thlr. 20 sgr. tarirt, ollen der Theilung wegen in dem au 1 den ] 2 Mai 1836, Vormittags 9 Uhr, im Gutswohnhause werden. Taxe, Kaufbedingungen Hyvpotheknscheine sind in unserer zusehen
Eilenburg, den 21. Oktober 1835.
Ksonigliches Gerichts⸗Amt.
Die interessante
K
der Angaben als aus, und ist
und die neuesten Registratur ein⸗
Schulze
90
m e
4½ 8 8 1 „ F unbekannt wo, abwesenden, dahier gewese⸗
nen Polizey⸗Secretariats Accessisten Joseph Faul⸗E ste Lieferurg,
haber wird hiermit eroͤffnet, daß seint, am 15. No⸗ groß Quer⸗ Folio enthaltend, Noͤrdliche Haͤlfte des Himmels. 1 4) Der Stier und Ocion.
Preis 1 Fl. 36 Kr. Rhein. oder 1 Thle. Preuß.
En sehr werthvolles Weihnachtsgeschenk fäͤr Er⸗ beigefuͤgte Literaturblatt erfreut sich wegen des bemerklich, melches seine Schrift als Erkenmun Urtheil und zu derselben Lehre von
vember 1833 dahier verstorbene, Mutrer — die Wittwe des Amtsschreibers Franz Joseph Faulhaber zu Alze⸗ nau — einige letztwillige Disvpositionen hinterlassen und ihn darin hona mente enterbt, ihm jedoch ein Legat von 400 Fl. ausgesetzt hat.
In Auftrag Großh cial. Senats dabier wird kaher der gewesene Poltzey⸗ Seeretariats⸗Accessist — — kentlich aufgefordert, sich um so gewisser binnen vier
3) Die
Fische
schen Volkslieder von
Mongten, von untenstehendem Datum an gerechnet, vis in die erste Haͤlfte de
üuͤber die vorliegenden letztwilligen Verfuͤgungen sei⸗
losem Ablauf dieser Zeit dieselben als von ihm aner⸗ kannt betrachtet und vollzogen werden sollen. Darmstadt, den 20. Oktober 1835 Der Verlassenschafts⸗Commissair
“ Zu Berlin
Literarische Broschuͤre üͤber den des Preußischen Garde⸗Detaschements in
September
von L. Schneider, enthaltend Alles, was in der geschehen, und die officiellen
und
Bei Scheible in Stuttgart ist eben erschienen und bei E. S. Mittler in Berlin vorraͤthig: Vollstaͤndiger .
1s
fuͤr Freunde u .— 1 z 8 nach den vorzuͤglichsten Huͤ foͤquellen un⸗ eigenen Edietal⸗Ladung. Beobachtungen gezeichnet 1 von Karl Friedrich Vollrath Hoffmann. ffe vier schoͤn illuminicte Blaͤtter in
Hess. Hofgerichts⸗Extrajudi⸗ wachsene ist das Natidnalw 8 e Polizer Die Volkslieder der Deutschen. Josepb Faulhaber hiermit bf. Eine vollstaͤndige Sammlun
der
6“
Anzeigen. Aufenthalt
18 85,
8
genannten Zeit dort
Actenstuͤcke, ist jetzt wie⸗ erschienen
in allen Buchhandlun⸗ B
gen fuͤr 25 sgr. zu haben. llha
Sie zeichnet sich eben so sehr durch Genauigkeit Lebendigkeit in der Schilderung seit ihrem Erscheinen von mehreren
angesetzten Termine subhastirt oͤffentlichen Blaͤttern Fasgftchg. beurtheilt worden.
W. Hayn.
I11“ der Sternkunde, w
welche darstellen: 2) Der Widdec.
erk:
g der vorzuͤglichsten deut⸗
Mitte des zunfzehnten
6 ¾ Thlr. off.
responden
darin
die
Ansicht braltar. stichen, beri 0.
Titel: ,
Tonrist in Spain 1836“ 7 Thlr. 10 sgr.
Die 31 St Alle Be
Blättern stimmen darin überein. dass das „Landscape
innal“ am
rdienen.
ches Spanien erregt. besser zu Geschenten eignen.
Von dem
Berlin.
Anzeige von einem neuen Taschenbuche fuͤr
So eben
erlin bei. ben:
C
Ein Taschenbuch fuͤr christliche 1836.
Herausgegeben im Verein mit mehreren Andern von Albert K
Ka elche sich
s vor meh
vollstaͤndiges lischen Kirche zu thun ist, . Blatt moͤglichst befriedigt finden.
g ne c—* durch alle Postaͤmter z neunzehnten Jahrhunderts (namentlich durch E. S. Mirtler
2 „ 5 „ 4 9 151 1 8 8 ner verstorbenen Mutter zu erklaͤren, als nach frucht⸗ Sag e. 39 veen; ec be Svemsnecngen sen, Bromberg, Culm und Gnesen), bezogen werden; zu haben:
Lieder aufgefunden werden koͤnnen, durch Friedrich Karl Freiherrn von Vier starke Baͤnde in gr. Svo. Mannheim, bei Heinrich H
8 Meyer, 8 zu haben in der Stuhrschen Buch⸗ Großh. Hess. Hofgerichts⸗Secretair. handlung, Schlaßplatz Nr. 2.
der Preis d
Fl. 2
der 3 Erlach. Aschaßend
2*½
vorwaltenden Scharfsinnes im wegen unpartheiischer Strenge eines Ansehens, das ie Redaction ihm zu erhalten bedacht sein wird — Die K. K⸗Z. erscheint woͤchentlich 3 Mal und kann
or Pergay, Kunst⸗ und Buchhaͤndler.
Preußischen Staaten. 811—
11X“
en von Spanien. Andalusien und Gi. Mit 21
nach Ociginalzeichnungen von D. RKo- gr. Svo Elegant carfonirt. 5.Thlr.
„Jeunnings Landscabe Annual or
ahl- und Holzstiche einzelu A Thhe. urtheilungen in Englischen u Deutschen
reichsten ausgestattet sei, und dals diebe als prachtvolle Gemmen Bewunderung Bei dem fortwährenden Interesse, wel- dürfte sich wohl kein Werk
ersten Jahrgange dieses Werks:
A. Asher, Linden No. 20.
christliche Leser. 1 ist bei C. F. Osiander in
G Eichler, Behrenstraße Nr. 44) zu heristoter öH Leser auf das Jahr
Mit Kupfern. 362 Seiten in
napp kl. 12mo. 2 Thlr
cholische Kirchen⸗Zeitung, durch Reichthum an
und solide Buchhandlungen
er 8 betraͤgt halbjaͤhrig nur 2 Thlr. 0 Kr. urg, im November 1835.
8
8 große Oper in 3 Abth., mit Ballets. (Herr Bader: Cortez. Herr
Im Schauspielhause. spiel in 1 Akt, von M. Beer.
spiel in 3 Abth, nach dem Italiaͤnischen des Alberto M
Lustspiel in 1 Akt. Abth. Musik von Paesiello.
In Potsdam. Zum erstenmale: vom Verfasser: „Luͤge und Wahrheit.“ schirm, Posse in 1
8 Dienstag, §. Dez. Der Oheim, Lustspiel in 5 Abth., vom Verfasser: Hierauf, zum erstenmale wiederholt;: Faf Regenschirm, Posse in 1 Akt, nach Laurencin fre
Oper in 3 Akten, ster Franz Glaͤser. (Neu einstudirt.]
Maria: Dlle. Montag, 7. Dez. Das Leben ein Traum. Nach dem Spanischen des Calderon de la Barca, fuͤr die D
nen 2 2 1 9 4 herrlichen Stahl- und Holz- Nacgaahias, Leitfaden zur allgemeinen Weltgesch Dasselbe Werk in Englischer Sprache, unler dem Fuͤr Divisionsschulen, hoͤbere Buͤrgerschulen!
Geschichte des
vn . 9. 1 snada und das Alhambras mit 21 Stahl- und 10 Holz-“ des Sprach⸗Unterrichts in Volkssch stichen von denselben Künstlern sind noch wenige Naturgemaͤß aufgestellt und mit didaktischg
Exemplare zu den obhemerkten Preisen vorräthig.
Tuͤbingen nen und an alle Buchhandlun en versandt: und in allen guten Buchhandlungen (in gen serse
Erkenntniß, worauf im eine Naturgeschichte des Geistes folgen In der Vorrede setzt der Verf. den von G ling angeregten Streit üͤber die Methode 1“ “ Wesen der Philosophie weiter fort, und bvet Jahren bei mir erscheinende slich ausfuͤhrlich uͤber die Natur und Bedeutun
interessanten Cor⸗unsre Zeit histprisch verfalgt, und philosophisch az⸗Nachrichten, durch geistreiche und buͤndige 8” nt er siasch neife 85,8 va.1e 8n Darstellung und durch sorgfaͤltige Auswahl des Stof⸗ Zustand der Philosophie in Deutschland seit reren aͤhnlichen Blaͤttern auszeichnet und T 2„ daher bereits in einem sehr ausgedehnten Kreise be⸗smes uͤber die Deutsche Philosophie und uͤber 1) skunnt und gern gelesen ist, wird auch im kuͤnftigen gelsche Philosovhie insb —
Jahre fortgesetzt werden. Wem es um ein klares u. ing veranlaßte Opposition gegen dieselre, . uͤrde i sse in dem Augenblick anruͤcken, wo Bild des heutigen Zustandes der katho⸗ vor allen von dlesem ausgegangen, und al⸗dnn der wird sich durch dies ibm von mehreren Andern gemacht worden . as demselben! letzt macht er den
in Berlin, Po⸗sin Berlin bei E. H. S
als einen zur Vermittelung zwischen Monang pfe vorzub
Paris, 30. Nov. Der Preußische Gesandte, Freiherr von Werther, der nach Paris noch nicht zuruͤckgekehrt war, als has diplomatische Corps dem Koͤnige der Belgier vorgestellt bakt⸗ vorgestern die Ehre, von Sr. Majestaͤt empfangen u werden.
Der Direktor und der immerwaͤhrende Secretair der Fran⸗ ösischen Akademie, Herr Alexander Du 1 in berreichten gestern dem Koͤnige ein E
erbuchs der Akademie.
Der Pairshof setzte heute die Debatten in dem April⸗Pro⸗ ese, und namentlich das Verhoͤr der vorgeladenen Zeugen fort. Von den Pairs, die in der ersten Audienz zugegen waren, fehlte er Herzog v. Montebello. Auf die von dem Praͤsidenten an ehrere der Angeklagten gerichteten Fragen, was sie auf die aus den eugen⸗Aussagen sich ergebenden Beschuldigungen zu erwiedern atten, erfolgte keine Antwort. Der DHr. Böchet war anfangs er einzige unter den Angeklagten, der dem Praͤsidenten Rede gnd und an den Verhandlungen Theil nahm. Spaͤterhin be⸗ vemte sich indessen auch der Angeklagte Thomas dazu, jedoch soß, in so weit er uͤber Böchet befragt wurde. „Ich war ent⸗ Hlossen“, sagte er, „an den gerichtlichen Debatten durchaus kei⸗ den Theil zu nehmen; hier aber aͤndert sich meine Stellung: es andelt sich nicht mehr von mir, sondern von einem jungen Mamne, der in eine mich betreffende Angelegenheit wider seinen glen verwickelt worden ist. Wenn ich also, weil der Gerichts⸗ of meine Rechtfertigung nicht hat hoͤren wollen, fuͤr mich selbst uf jede weitere Vertheidigung verzichtet habe, so erheischt doch eine Pflicht, das Wort zu ergreifen, um die Unschuld eines inem Stande und seiner Familie entriss n Mannes
erweisen, dem meine Bekanntschaft so theuer öä mmen ist, und ich erklaͤre daher, daß, wenn ich in H
het einen Freund erkannt habe, der meine Sinnesart theilte, er
88n ]ch niemals mein Mitschuldiger war.“ Diese offene Erklaͤrung regte einige Sensation. Mit eintretender Dunkelheft wurde ite Audienz wieder auf kurze Zeit unterbrochen, um die Kron⸗
Luchter aazuzuͤnden. Einer telegraphischen Depesche aus Toulon vom 28sten d. pfolge, war dort die Nachricht von der am lsten erfolgten wiunft des Herzogs von Orleans in Oran eingetroffen. Die lee sich am Lsten oder 25sten nach Mascara in Marsch
oͤnigliche Schauspiele. 91 Im Opernhause: Fernand Musik von 6 Hauser: Telasko.)
egehren: Der Parig,
Auf B;. Parig, Hierauf: Ich bleibe ledn
Dez. Im Schauspielhause: Der Po Hierauf: Die schoͤne Muͤllerin, Om
Der Oheim, Lust
— Akt, nach Lauren Angely. 1 Im Schauspielhause: Zum erstn
„Ll
i bearheng
Theater. Horst. Romantisch lan oltei. Musik vom Kape (Veronica: Dlle. N Beckaͤr. Rose: Dlle. Gerhardt.) Zum erstenmale wiederholt: De Schauspiel in 5
nigstaͤdtisches Dez. Des Adlers von K. von H
von C. A. West. Dez. Norma. Oper in 2 Akten. Mus
Redacteur Cottel. 1 Gedruckt vei A. W. Hap
dekergin Essen ist neu so wie in jeder andern
Bei G. D. Ba⸗ und bei Ludwig zen
Dem Couxrrier zi l9ten d.
mittlern Klassen der Gymnasten bearbeitz von J. W. Grashoff. Zweite verbesserte Auflage. Preis 15 sgr. Reichs Gottes in Bif von Wilhelm von Kuͤgelgen. Mit andeutendem Texte hberausgegehen von r. F. A. Krummacher. Drittes Heft. Folio. Preis 1 Thlr. 28₰ Stufengang
Das eine dieser Corps steht vor Mascara auf einer mit r Küste von Arzew parallelen Linie; das andere stuͤtzt sich an s Gebirge, und das dritte ist mobil auf dem Wege nach Oran. bgleich der Emir Mascara is seiner Operationen zu achen scheint, so i cht seine Absicht, eine Be⸗ gerung daselbst abzuwarten; denn er hat Alles, was er Kost⸗ ares besitzt, weiter fortschaffen lassen, und es soll sich in diesem ugenblicke schon kein einziger Arabischer Einwohner mehr daselbst den. Tremezen soll ihm 7 bi sandt haben, und rwiederholten Gesuche in Marokko haben zur Folge gehabt, Hein Corps Reiter in Ouchda angekommen, und ein anderes
sprochen worden ist; aber die Staͤmme, auf di
von A J. Gaucksterdt
1 J. . vr ihm nicht so viel Truppen gestellt, wie er Erster Cursus: Die Wortlehre. sie. Die Kanonen, die sich Abdel⸗Kader verschafft hat, wer⸗ Prris 20 sgr. g ihm von keinem großen Nutzen seyn,
1 weil die Araber sich 8 8 1 selben öegg 1.” 96 usne⸗ ungeschickte Weise be— Bei⸗ Mohri ; ; 1 1 ur unter den Deserteurs efinden sich einige, obgleich zet⸗ Nohr in Heidelberg ist nar ich schlechte Artilleristen.“ — Der Messager seinerseits enithaͤlt Die Genesis des Wissens. Erster met algendes: „In Marseille hat man Nachrichten aus Oran er⸗ sischer Theil. Von Dr. H. F W. H intaallten, die vor der Ankunft des Marschalls Clausel und des ordentl. Professor der Philosophie an der elergogs von Orleans von dort abgegangen waren. Die Zu⸗ versitaͤt zu Halle. Gr. 8vo. Geh. 1 Thh stungen zu der Expedition nach Mascara wurden mit großer Dieser erste Theil enthaͤlt eine Metaphys hatigkeit betrieben, und taͤglich trafen neue Truppen ein, die eine psychische 1 8 118” berselben Theil nehmen sollen. Abdel⸗Kader laͤßt unter der 51 and Geruͤchte und Drohungen verbreiten, die geeignet sind, Linheimischen, welche versucht seyn duͤrften, unter den Fran⸗ schen Fahnen zu fechten, einzuschuͤchtern. Ueber den Opera⸗ ns Plan bdel⸗Kader's erzaͤhlt man sich Folgendes: Er wuͤrde eldzug nur mit Reiterei und ohne Artillerie eroͤffnen; seine anterie und Kanonen sollen zur V der befestig⸗ unkte dienen. Er n von Oran iff nachgeben,
n zu necken.
zur Vertheid aufgestellten Staͤmme 4 sich bei A des Feindes theilen, ihn durchlas⸗ beunruhigen. Das Gros seiner
gr. S8vo.
methodologischen Bemerkungen begleil
Indem er die Ausbildung und Entwit
hode seit den letzten Jahrhunderten
ode aus. Er beleuchtet die Aeußerungen H
esondre, und die von e
Feind di Pläͤtze angriffe l⸗Kader hat die M esten 1b 8 2 e Ma⸗ buts und die einflußreichsten Maͤnner jedes Stammes um ersammelt, und sich ihrer Mitwirkung im Namen des SS lelmaͤnnischen Glaubens, den er als bedroht darstellt, ver⸗ Vorraͤthig in Berlin bei Ferd. Duͤmmle Die Aufstellung eines Observations⸗ Geschwaders unter dem . er⸗Befehle des Contre⸗Admirals Barons von Mackau wird in Minden ist eben erschteng wäloner Blaͤttern in hohem Grade gebilligt. Der dortige chroeder, Koͤnigsfir. Me reur aͤußert in dieser Beziehung: „Wir freuen uns, daß 5 endlich zu einer Maßregel entschlossen, die wir schon Adel, e S en hatten; sie ist ein Wink fuͤr unsere d Jedermann weiß jetzt, daß er ich zum Demokratie nothwendigen Volksbestandth en, die ereiten hat. Frankreich moͤge bie Ausgaben ni Von F. W. D. von Geisler Eßredte dieser Krieg ihm verursachen wird; daß man uns
Unerschi d und das Nerte Bei Eßman
Ueber den
„Monaten in Madrid zu sehen hofft.
r. 8vo. Geh. Preis 1 Thlr. Lhten⸗Erklaͤrung schuldig ist, ist klar wie der Tag; unsere eung ist gerecht un illg, und wenn der Krieg vnt dem⸗
82
— ⁰— —
—— — —
b— — —
jenigen Nachdrucke gefuͤhrt wird, den man von einem Minister wie der Admiral Duperré erwarten darf, so kann der Erfolg auch nicht zweifelhaft seyn. Gleichwohl koͤnnen wir uns nicht ernstlich und fruͤhzeiti genug darauf vorbereiten, und deshalb wuͤnschen wir uns Gluͤck zu der kuͤrzlich beschlossenen Aufstellung einer Observations⸗Flotte.
In verschiedenen kuͤrzlich aus Madrid hier eingegangenen Privatbriefen wird die Lage der liberalen Pariei in Spanien in den unguͤnstigsten Farben geschildert, und dagegen diejenige des Don Carlos so herausgehoben, daß man ihn schon in wenigen
Indessen sind dergleichen rophezeiungen nur mit großer Vorsicht aufzunehmen. Unbe⸗ streitbar ist aber, daß die Karlisten⸗Partei sich seit einiger Zeit merklich verstaͤrkt hat, und zwar nicht bloß in den ehemaligen insurgirten Provinzen, sondern auch in Catalonien und Arago⸗ nien. Dieser guͤnstige Erfolg duͤrfte zunaͤchst zweien Ursachen zu verdanken seyn: einmal dem Umstande, daß die Karlisten bessir und regelmaͤßiger bezahlt werden, als die Christinos, und zwei⸗ tens der vorgeruͤckten Jahreszeit, die eine große Menge von Landleuten, nach Beendigung ihrer Feld⸗Arbeiten, unter die Fahnen zuruͤckfuͤhrt. Herr Tassin⸗de⸗Mereilly, derselbe, der bereits zu mehreren Anlehen fuͤr Don Carlos die Hand ge⸗ boten hat, ist vor etwa 8 Tagen von hier nach Bayonne abge⸗ reist, um dem Don Carlos Anxrbietungen zu einer neuen Anleihe von 50,000,000 Fr. zu 5proc. zu machen. Man zweifelt nicht an dem Erfolge dieser Unterhandlung.
Der Temps enthaͤlt Folgendes: „Man versichert, daß Herr von Rayneval neuerdings, und dringender als je, seine Zuruͤckbe⸗ rufung aus Madrid verlangt, und als Grund dazu die durchaus falsche Stellung angefuͤhrt habe, in der er sich seit einiger Zeit besinde, und die besonders durch die zuletzt von dem Franzoͤsischen Kabinette erhaltenen Instructivnen herbeigefuͤhrt worden sey. Diese Instructionen lauten, wie man sagt, dahin, um jeden Preis eine Annaͤherung zwischen Herrn Mendizabal und dem doctri⸗ nairen Ministerium zu bewirken, und sich, zur Erreichung dieses Zweckes, auf die einflußreiche und thaͤtige Partei zu stuͤtzen, welche die vorigen Minister umgiebt. Die kuͤrzlich entwickelte Kraft dieser Partei in der Prokuradoren⸗Kammer, und die Ver⸗ sprechungen des Herrn von Toreno haben ploͤtzlich die Hoffnun⸗ gen des Franzoͤsischen Ministeriums neubelebt; man verzweifelt nicht daran, den Herrn Mendizabal zu umstellen, ihn, wie fruͤ⸗ her die Herren Martinez de la Rosa und Toreno in das doctri⸗
Garn zu locken, und ihn zu veranlassen, nach und nach
die ihm von der Gefahr abgedrungenen Zugestaͤndnisse und Ver⸗
sprechungen zuruͤckzunehmen Man schmeichelt sich, ihn dem Ein⸗ flusse Englands zu entreißen, indem man ihm Besorgnisse uͤber die Gefahren des eingeschlagenen Weges einfloͤßt. — Ungluͤcklicher⸗ weise hat sich Herr von Rayneval, mit einer Bescheidenheit, die ihm Ehre macht, nicht fuͤr geeignet gehalten, eine so schwierige Unterhandlung durchzufuͤhren; er fuͤhrt seine zu oͤffentlich bekann⸗ ten Verbindungen mit dem vorigen Ministerium, das Gezwun⸗ gene in seinen Verhaͤltnissen zu dem jetzigen Ministerium, und das in Spanien wie in London gegen das doctrinaire Kabinet herrschende Mißtrauen als die Hindernisse an, die ihm bei der Ausfuͤhrung obiger Instructionen im Wege stehen würden. Er bittet in ndigst um einen Nachfolger, der wahrscheinlich nicht besser reuͤssiren wird als er, der aber doch wenigstens ohne hem⸗ mende Ruͤcksichten handeln kann. Es ist indeß nicht wahrschein⸗ lich, daß das doctrinaire Kabinet dem Gesuche des Herrn von Rayneval willfahren werde. Zuvoͤrderst wird dem Herzoge von Broglie seine bekannte Hartnaͤckigkeit nicht erlauben, daß er sich
— fung des Gesandten den Schein der Nachgiebig⸗ keit gebe. ‚Beharren bei seinen Ideen ist, wie man weiß, der charakteristische Zug des edlen Herzogs; und Vorstellungen, Rath⸗ schlaͤge, selbst die Beredsamkeit der Thatsachen, so maͤchtig uͤber andere Gemuͤther, uͤben auf ihn gar keinen Einfluß aus. Außer⸗ dem aber macht auch die jetzige Verwickelung der Spanischen Angelegenheit mit andern Europaͤischen Fragen die Wahl eines neuen Botschafters in Madrid sehr schwierig. Der einzige zu diesem Posten taugliche Diplomat, Herr von Rumigny, ist selbst
Schweiz zu liberal gehalten worden. st daher zu vermuthen, daß Herr von Rayneval, trotz seiner Bitten, in Ma⸗ drid die Annehmlichkeiten jener gezwungenen Sinekure, die ihm das doctrinaire Kabinet bereitet hat, noch laͤnger wird genießen muͤssen. Wir koͤnnen indeß Herrn Mendizabal nicht genug war⸗ nen, gegen gewisse freundliche Zudringlichkeiten auf seiner Hut zu seyn. Die Freundschaft der Doktrin muß man in der jetzi⸗ gen Zeit schwer bezahlen, wodurch freilich nicht bewiesen wird, daß sie viel werth ist; sie ist den Herren Martinez und Toreno theuer zu stehen gekommen, und was hat sie ihnen eingebracht? Nicht einmal eine Intervention.“
Man schreibt aus Bayonne vora 26. d.: „Gestern ver⸗ breitete sich hier das Geruͤcht, es habe neuerdings ein Treffen zwischen den Karlisten und den Christinos in der Umgegend von Estella stattgefunden; aber verschiedene hier eingegangene Briefe aus Navarra vom 24. und 25. erwaͤhnen eines solchen Gefechts mit keiner Sylbe. Man hatte Nachrichten aus dem Karlistischen Hauptquartiere bis zum 22. d. erhalten; Don Carlos befand sich noch zu Oñate. — Heute Morgen sah man in aller Eile die Lanciers, welche in Biarritz stehen, einige Artillerie und das 8ste Infanterie⸗Regiment aufbrechen. Diese Streitmasse mar⸗ schirte nach Behobia, wohin sich der General Noguez schon vor Tagesanbruch begeben hatte. Es scheint, daß die Karlisten sich zweier aͤußern Forts von St. Sebastian bemaͤchtigt haben, von wo aus sie bestaͤndig die Stadt bedrohen, und ihr das Wasser abschneiden, welches jetzt mit großen Kosten zur See hingeschafft werden muß. Die Karlisten haben gestern 1500 Mann mit 5 Stuͤck Geschuͤtz detaschirt, um das Fort, welches die Christinos vor der Bruͤcke uͤber die Bidassoa errichtet haben, zu beschießen. Da es sich bei dieser Operation ereignen koͤnnte, inig Kugeln auf Franzoͤsisches Gebiet niedersielen, so haben die Kar⸗ listen gestern die außerordentliche Aufmerksamkeit gehabt, dem General Harispe von ihrem Fessesen in Kenntniz zu setzen, und ihn aufzufordern, seine Vorke rungen zu treffen, damit kein
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der Ertrag des Landbaus in den letzten
Einwohner von Behobia zu Schaden komme. Dies soll Anlaß 9 den oben erwaͤhnten militairischen Bewegungen gegeben haben.“
Die aktive Spanische Rente ist an der heutigen Boͤrse von 47 ½ auf 45 proc. gefallen.
Großbritanien und Irlagc
London, 1. Dez. Der Koͤnigl. Daͤnische Gesandte hat im Namen seines Monarchen Sr. Majestaͤt dem Koͤnige den Elephanten⸗Orden uͤberreicht und von Letzterem eine kostbare gol⸗ dene Tabatière erhalten.
Den durch den Tod des Herzogs von Beaufort erledigten Hosenband⸗Orden wird, dem Vernehmen nach, der Marquis von Lansdowne erhalten.
Zum Ober⸗ Befehlshaber d
n Station in Nord⸗ Amerika und Westindien ist de i
Peter Hal⸗ dessen Dienstzeit abgelaufen ist, ernannt worden. rnennung wurde ihm in der vorigen Woche offiziell angezeigt, und er wird, dem Ver⸗ nehmen nach, seine Flagge am Bord des „Melville“ aufstecken Der Capitain Douglas ist zu seinem Flaggen⸗Capitain und Her James Smith zu seinem Secretair bestellt. In einer gestern von den Waͤhlern des Kirchspiels Maryle⸗ bone gehaltenen Versammlung trat Herr Robinson mit dem Antrage hervor, daß die Ernennung des Herrn Henry Lytton Bulwer zum Legations⸗Secretair in Bruͤssel denselben nicht noͤthigen solle, auf seinen Parlamentssitz zu verzichten. Die Er⸗ waͤgung dieser Motion wurde auf den naͤchsten Montag anbe⸗ raumt.
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sehr angelegentlich mit der Betrachtung des Englischen Agrikul⸗
rur⸗Zustandes; es ist ihr besonders darum zu thun, den Beweis
zu fuͤhren, daß mit der Noth der ackerbautreibenden Klasse die Landes⸗Valuta gar nichts zu schaffen habe, rung derselben ihrer Lage Grund des Uebels nur in der unrichtigen Bewirthschaftung des Bodens und in den gegenwaͤrtigen Korn, Gesetzen liege. So sagt sie in einem dieser Artikel unter Anderem: „Die Agrikulturisten sind uͤberall in Bewegung; wenn wir aber nach der Meinungs⸗Verschie⸗ denheit urtheilen duͤrfen, die sich unter ihnen uͤber den Ursprung des angeblichen gedruͤckten Zustandes des großen Landbau⸗Inte⸗ resses und uͤber die Heilmittel dafuͤr kund giebt, so fuͤrchten wir, daß ihre Manöoͤver zu keinem befriedigenden Resultat fuͤhren werden. Der Verein von Buckg klugen Rath des Marquis von Chandos verworfen, der jede Gemeinschaft mit den Landesvaluta⸗Doktoren von sich gewiesen hat, wohl wissend, daß deren Lehre niemals von dem Unterhause unterstuͤtzt werden, sondern nur durch ihr unvermeidliches Mißgluͤcken die Sack⸗ der bei dem Ackerbau Betheiligten dem ungerechten Vol⸗ wurf der Unpopularitat im Parlamente, s 1 Th heit und Uebertreibung in ihren Absichten, aussetzen wuͤrde, den sie sonst nicht verdient, wenn sie nicht von solchen Leuten vertheidigt wird. Die Paͤchter sind aus vielen Gruͤnden zu bedauern, unter Anderem auch deshalb, weil sie eigentlich nicht wissen, worin ihre Beschwerde besteht. Die Guts⸗ besitzer sind, unserer Meinung, weniger zu bemitleid koͤnnen sich jedenfalls eine gehoͤri Thatsachen und chaffen, wenn chen Irrlicht folgen wollen, als welches eine Einmischung zwi⸗ schen Produzenten und Konsumenten vermittelst einer Parlaments⸗ Akte sich unfehlbar erweisen wuͤrde, wenn man darin ein Gegen⸗ mittel gegen unzureichende Preise suchen wollte, so muͤssen sie, wenn nicht ganz verkehrt, so doch dermaßen verblendet seyn, daß
es eben so fruchtlos als verdrießlich waͤre, sich daruͤber mit ihnen
noch in eine weitere Eroͤrterung einzulassen. Aus allen Theilen des Landes gehen uns Briefe zu, die uͤber die Noth der ackerbautreibenden Klasse und uͤber die schrecklich niedrigen Preise des Getraides klagen. Wie koͤmmt es aber, we
lohnt hat, daß dessenungeachtet, wie waͤhrend dieser Zeit der fortwaͤhrend steigenden Klagen eine groͤ⸗ ßere Masse Landes umgepfluͤgt worden ist, als fruͤher? Denn man wird doch wohl nicht behaupten wollen,
beit uͤber eine weitere und folglich herrn Klagen ganz gegruͤndet waͤren) weniger einbringende Ober⸗ faͤche auszudehnen? Wenn die zunehmende Kultur des Bo⸗ dens nicht durch einen lohnenden Preis ermuntert worden ist, was in aller Welt kann denn der Grund davon gewesen seyn? Andererseits, wenn das 1 sich in's Mittel zu legen, so fr r solchen Einmischung, wie es die Gebote des Gesetzgebers noch uͤber die eines Schutz⸗ Zolles hinaus, der den inlaͤndischen Produzenten vor aller Konkurrenz mit dem auswaͤrtigen bewahrt, bis zu dem Punkte zu treiben, wo der Britische Weizen einen Preis erreicht haͤtte, den man einen wahren Hungersnoth⸗Preis nennen koͤnnte? 6 raides seit einer Reihe v ttgefunden, auf einen fuͤr den Briti⸗ uhigend niedrigen Stand herabgesun⸗ ken ist, so ist der Grund derselbe, wie wen der Baum⸗ wollen⸗Waaren zu niedrig waͤre. ist zu viel Baumwollenzeug, i worden. Die Lage des Agrikulturi len minder hart, als die des Kaliko⸗ denn sobald der Markt mit Manufaktu ist, was kann da der Baumwollen⸗Fa er seinen in großen Quantitaͤten aufgehaͤuften rohen wenden? Aus roher Baumwolle laͤßt sich kein Tuch und kein Seidenzeug fabriziren. Es ist daraus nichts Anderes zu machen, als die Waare, welche die Fabrication nicht mehr lohnt. Se kann es kommen, daß seine Ladungen roher Baumwolle Jahre lang ungenutzt daliegen muͤssen. Das ist aber mit dem rohen Material des Landmanns, mit dem Boden, nicht der Fall.
wohl moͤglich
Die Times beschaͤftigt sich in ihren letzten Blaͤttern wieder
daß eine Veraͤnde⸗ nicht abhelfen wuͤrde, und daß der
wenn ahren sich nicht be⸗ ord Fitzwilliam versichert, 8
1 S. daß es die Aus⸗ sicht auf Verlust gewesen, die den Paͤchter angetrieben, seine Ar⸗ 18 (wenn seine und seines Guts⸗