welche Interesse daran haben mögen, bereitliegen:
zwar für jeden der beiden Hauptzweige des empfangenen Unterrichts besonders, eine Zahl zwischen 0 — 20 notiren, um dadurch den ge⸗ ringern oder höhern Grad ihrer Zufriedenheit mit der Antwort zu bezeichnen. Für jeden der beiden Unterrichtszweige werden am Schlusse der Prüfung die empfangenen Zahlen jedes Kandidaten zu⸗ sammenaddirt, und die Summe derselben bezeichnet sein Fähigkeits⸗ Verhältniß zu den Uebrigen. Wer in einem Unterrichtszweige nicht mindestens auf 14 gekommen ist, wird vorläufig noch für unfähig zur Anstellung erklärt.“ 1b Der Minister des Innern benachrichtigt den Handelsstand, daß in seinem Bureau der Direction des Handels zur Einsicht für Personen,
der Zoll⸗Tarif der Philippinen vom Jahre 1831
desgl. von Bnenos⸗Ayres „ „ 1835
desgl. don Enbasa „ 1835
Tarif und Handels⸗Bilanz von Singapore und Manila Handels⸗Bilanz von Puerto Rico aus dem Jahre 1833 — 1834; desgl. von Havanna aus dem Jahre 1834.
Spanien. Zufolge Nachrichten aus Sevilla vom 3. Nov. d. J. ist, in Erfüllung des längst gehegten Wunsches der Kaufmann⸗ schafr dieser Stadt, das Zollhaus von Bonanza hierher zurückverlegt worden. Zugleich wurde der Zoll von 14 ½ R. d. V. pr. Tonnladung, zmzelchen sremde, und von 9 ½ R. d. V. pr. dito, welchen Spanische Schisse in neuester Zeit an die Compania del Guadalquivir zu zahlen hatten, wieder aufgehoben.
Porrugal. war zu Lissabon die Einfuhr⸗Erlaubniß von 36,000 Quarter Weizen dahin beschränkt worden, daß eine gleiche Quantität Portugiesischen Weizens angekauft und unter Königs Schloß gelegt werden sollte, um ein zu tiefes Sinken der Marktpreise zu hindern. Zugleich wollte der Londoner Korrespondent wissen, es solle vom 1. Januar k. J. an auf piele Französische Produkte ein Einfuhr⸗Zoll von 30 pCt. gelegt wer⸗ den, während er für Englische auf 15 pCt. bewenden bleiben werde.
Griechenland. Ueber die zu Athen zu errichtende Bank (vergleiche Nr. 326 der Staats⸗Zeitung) wird von der Times, an⸗ scheinend aus guter Quelle, mitgetheilt: das Kapital der Unterneh⸗ mung solle 1,500,000 Pfund Sterlins, der Werth auszugebender Bank⸗ noten nicht über ½ dieser Summe betragen, und das Exklusiv⸗Privi⸗ legium auf 30 Jahre verliehen werden.
Türkei. Die Aufhebung der Albanischen Küsten⸗Blokade vom 1. November d. J. an ist den fremden Missionen und Konsulaten amtlich von der Pforte angezeigt worden. Einer späteren Nachricht zufolge, war diese Aufhebung schon am 22. Oktober d. J. beabsichtigt.
GSüd⸗Amerika. Venezuela. Die Häfen dieser Republik sind jetzt also klassifizirt worden: 8
1) Zur Ein⸗ und Ausfuhr: Angostura, Cumana, La⸗ guayra, Portocabello, Lavela und Maracaibo; 1
Iallgemein zur Ausfuhr, aber zur Einfuhr nur für die eigene Consumtion der Hafenstadt: Carupano, Ma⸗ turin, Guiria, Pampetan und Juan Griego;
3) bloß für die Ausfuhr: Jayagno und Papaco, und
) für die Ausführung von Maulthieren und sonsti⸗ gem Vieh: die zwischen Angostura und Yaga belegenen kleinen Häfen.
Peru. Die Regierung hat im März d. J. das nachstehende, in mehr als einer Hinsicht merkwürdige Dekret erlassen:
„In Erwägung: 1“
1) daß es von dringender Nothwendigkeit ist, untergekommenen Ackerbau zu Hülfe zu kommen:;
2) daß aber in dem Mangel an Händen die Haupt⸗Ursache sei⸗ nes Verfalls besteht; 8
3) daß, beim gegenwärtigen Zustande unserer Bevölkerung, und mit Rücksicht auf die unbesiegbare Macht der Gewohnheit, freie Arbei⸗ ter mit Nutzen nicht angewendet werden können;
4) daß es ungerecht seyn würde, unser Grund⸗Eigenthum, und mit ihm den solidesten Reichthum unseres Landes der Achtung über⸗ triebener philantropischer Grundsatze aufzuopfern, daß also Maßregeln genommen werden müssen, die beiden Ertreme zu vereinigen;
5) daß durch Einführung von GSklaven aus Amerika der Afri⸗
dem ganz her⸗
.“ kanische Neverhandel nicht vermehrt, und das Loos der Neger nicht PSHerschlimmert werden kann; 1
wird verordnet:
8 Die Einführung von Sklaven aus Amerika ist erlaubt, und zwar
Dümmler:
und
E“
8— 8 *
zollfrei.
Brasilien. Nach Briefen aus Rio vom 1. September d. J.
Londoner Nachrichten vom 3. Nov. d. J. zufolge,
1 1400
war kürzlich das neue Zollgesetz in 222 Artikeln publizirt. Von dessen Fahent 86 vorläufig nur folgende vom Einfuhr⸗Zoll befreite Ar⸗ tikel mitgetheilt: 8
Fremde Gold⸗ und Silber⸗Münzen und Barren. Bücher⸗Gegen⸗ stände für sremde Gesandten aus den Ländern, wo dieselbe Begün⸗ stigung für die Brasilianischen Gesandten besteht. Kleidungsstücke zum Gebrauch solcher Personen, die sich im Lande aufhalten wollen. Rohe Stosse für inländische Fabriken. Maschinen, die in den Provinzen, für welche sie bestimmt sind, bisher noch nicht angewendet wurden, oder die man im Lande noch nicht anzufertigen versteht, oder durch deren Anwendung die Erzeugnisse besser und wohlfeiler geliefert wer⸗ den können. I1n
Keteorologische Beobachtung.
Morgens Nachmittags Abends Nach einmaliger
1835. 6 Uhr. 2 Uhr. 10 Uhr. Beobachtung.
7. Dezember.
Quellwärme 7,2 ° R.
Flußwärme 18° R.
Bodenwarme 3,0 °)R.
Ausdünstung 0.003“ Rh.
Niederschlag 0,029“Rh. [Vormittags Schnee.
e 1,4⁰⁹ R... 84 pCt.
—
337,54“ Par.
0,2 ° R.
ExgagUn gE R. 84 vCt. heiter. NNW.
+ 0,72 R..
Luftdruck.. Luftwärme.. Thaupunkt.. Dunstsättig. WMetter.
337,47“ Par. 337,40““Par. . + 2,1 ° R. — 0,9 ° R. 78 vCt. halbh eiter. NW.
Wolkenzug.. NW. Tagesmittel: 337,47 Par...
Berliner Börsse. Den 8. Dezember 1835. * Amtleackherzr Faads- und beld-Gours-Zettal. Pr. Pr. To0r. Brief. 1 Geld. 102 ½ 102 l 104 ⁄1 100 ½l 106 ½
—
heiter.
—
☛ Pr. Cour. 8 Bricf. Geld. 1017.
Ostpr. Pfandbr. Pomm. do. 8 Kur- u. Neum. do. Schlesische do. Rückst. C. und Z. Sch. d. K. u. N. *. * 2. Gold al marco Neue Duk. 18 ¾ 4 Friedrichsd'or 13 ⁄1 2 Disconto 4 3
2 Wechsel-Cours. Fr
Brief. †
250 Fl. — 250 Fl. 142 G 300 Mhb. 300 Mk.
1 LSt. 300 Fr. 150 Fl. 150 Fl. 100 Thl. 1000 Thl. 150 Fl.
St.-Schuld-Sch. Pr. Engl. Obl. 30. 4 PrämSch. d. Seeb. Kurm. Obl. m. l. C. Nm. Int. Sch. do. Berl. Stadt-Obl. Königsb. do.
Elbinger do.
Danz. do. in Th. Wezstpr. Pfandbr. Grossh. Pos. do.
100 ¾
216
1 3 1 1 9. 4
Cour. Geld.
II
Aqnâqnb
Kurz
2 MHt. Kurz
2 Mt. 3 Mt.
2 Mt. 2 Mt. 2 Mt. 2 Mt. 8 Tage 2 Mt. 3 Woch.
Amasterdam do. Hamburg do. London
Wien in 20 Xr. Augsburg
Breslau ,
Leipzig
Fraukfurt a. M. WzZz.. Petersburg
eIIII
102 ¾ 2911 12
8
Auswürtige Börsen. Amsterdam, 3. Dezember. “ Niederl. wirkl. Schuld 55 3⁄⁄6 5 % do. 101 ¾¼. Ausg. Schuld 151 2. Kanz- Bill. 24 ⅞. 4 ½ % Amort. 95 ⅛. 3 ½ %. 79 ½. Kuss. 96 ¼. Oegterr. 98 ⁄¾. Preuss. Präm -Scheine 105 ¾⁄. do. 4 % Aul. —. 5 % Span. Anl. 48 5 ⅞. 3 % do. —. 1 Antwerpen, 2. Dezember. “ 5 % Span. —. Zinsl. — Cortes —. Neue Anl. 7 ½ — Frankfurt a. M., 5. Dezember. . G Oesterr. 5 % Metall. 102 1 1. 10118 1 6. 4 % 99111 61. 999⁄1 6 2 ½ % 1 % 25 ⁄[. Br. Bank-Afrien 1650 1649 Partial-ObI. 150 ½. Loose zu 500 Fl. 118 ¼. 118. Loose zu 100 Fl. 2.8. G. do. 4 % Anl. 98 % Br. Poln.
vE“ Paris, 2. Dezember. 8 8 5 % Rente pr. compt. 108. 30. fin cour. 108. à5. 3 % pr. compt. 80. 60. ün cour. 80. 70. 5 % Neap. ohne Conpon 96. 60.
60. Br. Preuss. Präm.-Sch. 59 ⅛. 59 ⅞. Loose 69 /4. 69 ½. 5 % Spau Anl. 40 ⅜.
5 % Span. Rente 45 ½. 3 % —. Ausg. Schuld 17 ⅛½. 3 % Portug. 55 à 55 l¼. 8
Koͤnigliche Schauspiele.
9. Dez. Im Opernhause. Mit Allerhoche Genehmigung. Zum Benesiz der Dlles. Therese und Fan Elsler. Lebende Bilder. 1) Die Ruͤckkehr, nach ein Bilde von Nerenz. 2) Der Heiraths⸗Antrag auf Helgola nach einem Bilde von Jordan. 3) Toilette einer Florentines nach einer Farben⸗Skizze von Hopfgarten. 4) Franzzs Marodeurs, nach einem durch die Unterschrift: „iens ferm
Mittwoch,
8 ß 9
bezeichneten Bilde von H. Vernet. 5) Procidanerinnen, einem Bilde von L9. Robert. 6) Die Schwaben auf der Hc jagd, nach einem Biloe von Heß. Hierauf: Die Benesiz stellung, Pesse in 1 Akt und in 5 Abth. (Dlle. Maria Am Zephirine.) Composition und Ausfuͤhrung des Violin⸗ zu dem Pas seul, von dem Koͤnigl. Kammer⸗Musikus Laf Ganz. Und: Zum erstenmale: Pygmalion, Divertissemen 1 Akt. In Scene gesetzt von Dlles Therese und Fanny h (Dlle. Fanny Elsler: Galathe. Dlle. Therese Elsler wird tanzen. 1630 dieser Vorstellung sind in der. Wohnung der Elsler, Jaͤgerstraße Nr. 67., zwei Treppen hoch, von gens 9 Uhr bis Mittags 2 Uhr, und Nachmittags von 4 Uhr, nur noch Billets zu den Logen des zweiten Ranges Sgr., zu den Logen des dritten Ranges à 10 Sgr., zum terre à 15 Sgr., und zum Amphitheater à 7 ½ Sgr. zu r Abonnements und freien Entreen sind ohne Ausnahme ltig. 8 Bm Schauspielhause: 1) La servante justisiée, vauda en 1 acte. 2) Les rivaux d'eux - méême, comédie en 1 3) Le Parrain, pièce comique en 1 acte. Donnerstag, 10. Dez. Im Schauspielhause: Zum ½ male wiederholt: Der Oheim, Lustspiel in 5 Abth., vom fasser: „Luͤge und Wahrheit.“ Hierauf: Nachbarliche 7 schaft, Lustspiel in 1 Akt, von L. Angerlrxlxl.
An che Nachrichten. Kironik des Tages.
Se. Majestaͤt der Koͤnig haben den Rittmeister a. D. und bbesitzer Ernst Braun zu Seubersdorff unter dem Namen: aun von Schwanenfeld, und mit Beilegung des von Eenleschen Familien⸗Wappens in den Adelstand zu er⸗
geruht.
Se. Majestoͤt der Koͤnig haben dem vortragenden Rathe Gestuͤt⸗Verwaltung und des Ober⸗Marstall⸗Amtes, Justiz⸗
Seidel, das Praͤdikat eines Geheimen Regierungs⸗Raths ranaͤdigst beizulegen geruht. 1 Se. Majestät der Koͤnig haben den bisherigen Land⸗ und adigerichts⸗Assessor Hartwich zu Marienwerder zum Land⸗ Stadtgerichts⸗Rath Allergnaͤdigst zu ernennen und das dies⸗ ge Patent Allerhoͤchstselbst zu vollziehen geruht.
Se. Majestaͤt der Koͤnig haben dem Kaufmann Traͤger es den Rothen Adler⸗Orden vierter Klasse zu verlei⸗ geruht.
Amtli
Koconigstaͤdtisches Theater. Miittwoch, 9. Dez. Der Alpenkoͤnig und der Men feind. Großes romantisch⸗komisches Original⸗Zauberspie Akten, von F. Raimund. Musik von W. Muͤller.
Donnerstag, 10. Dez. Die Bastille, oder: Wer . eine Grube graͤbt, faͤllt selbst hinein. Original,Lustspilsg Akten, von Berger. Vorher: Der lustige Rath. Lufse 2 Akten, von Th. Hell.
Der Justiz⸗Kommissarius Adolph Heinrich John zu salz ist zugleich zum Notarius im Bezirke des Koͤniglichen t.Landesgerichts zu Glogau bestellt wordoen. — Der Notariats⸗Kandidat Klemens August von Franz zum Notarius im Friedensgerichts⸗Bezirk Eitorf, Landgerichts⸗ vrt Koͤln, mit Anweisung seines Wohnories in Eitorf, er⸗ int worden. 1
—
Das 26ste Stuͤck der Gesetz⸗Sammlung, welches heute aus⸗
iben wird, enthaͤlt die Allerhoͤchsten Kabinets⸗Hreͤres unter
1073. vom 28. Oktober d. J., den Verkehr der Gerichte mit der Koͤniglichen Bank betreffend; 1
1674. vom 5. November d. J., wonach der §. 1 des Ge⸗ setzes vom 14. April 1824 auch auf diejenigen Per⸗ sonen, welche, ohne das Schiffer⸗ oder Fuhrmanns⸗ Gewerbe zu treiben, Transporte fuͤr Lohn uͤberneh⸗
men und Veruntreuungen u. s. w. daran sich schul⸗ dig machen, angewendet werden soll; b vom Ften desselben Monats, wodurch die von einer 888 Gesellschaft Antwerpener Kaufieute unternommene Rienten⸗Ausspielung in Absicht des Verbots der KCheilnahme und der Strafen fuͤr ein Spiel in einer fremden Lotterie erkläͤrt ist und die betreffenden Mi⸗ nisttrien in kuͤnftigen Faͤllen derselben Art zu aͤhn⸗
lichen Verboten autorifirr werden;
76. vom 17ten, betreffend die Kriminal⸗Gerichtsbarkeit “ dette, Kemmlsstonen bei den Unter⸗Gerichten, un 1 —
1 1677. vom 21sten ejsd. m., die Amts⸗Verschwiegenheit Gedruckt bei A. W. H n der oͤffentlichen Beamten betreffend. 888 18
Markt⸗Preise vom Getraide. 8
Berlin, den 7. Dezember 1835. Zu Lande: Weizen (weißer) 1 Rthlr. 22 Sgr. 6 Pf, 1 Rthlr. 18 Sgr. 9 Pf. und 1 Rthlr. 8 Sgr. 2 Pf.; R. 1 Rthlr. 5 Sgr., auch 1 Rthlr. 3 Sgr.; große Gerste N 6 Pf.; kleine Gerste 1 Rthlr., auch 22 Sgr. 6 Pf.; Hafer B auch 20 Sgr. 8 Pf.; Erbsen 1 Rthlr. 25 Sgr., auch 1 Rthlr. 9
z Wasser: Weizen (weißer) 1 Rthlr. 27 Sgr. 6 N. 1 Rthlr. 20 Sgr. und 1 Rthlr. 12 Sgr. 6 Pf.: Roggen 1. 7 Sgr. 6 Pf., auch 1 Rthlr. 5 Sgr.; große Gerste 1 Rthle 28 Str. 9 Pf.; Hafer 23 Sgr. 9 Pf. . Sonnabend, den 5. Dezember 1835.. Das Schock Stroy 5 Rthlr. 5 Sgr., auch 4 Rthlr. 1— der Centner Heu 1 Rthlr. 10 Sgr., - 11“
1675.
Berlin, den 10. Dezember 1835. Debits⸗Comtoir der Gesetz⸗Sammlung.
Dem Glockengießer und Spritzen⸗Fabrikanten ristian Lange zu Frankfurt a. d. O. ist unterm 7. Dezem⸗
— -——ö — ————
S —. —— -—
1835 ein Patent
AhAlllgemeiner Anzei ger fuͤr
Aus dem Englischen uͤbersetzt von Dr. Unge⸗ Mit 2 Abbild.
Adler, Dr. K. F., Die Seefahrer, oder selt⸗ same Schicksale und Abenteuer der Zwillings⸗ bruͤder Wienhold auf ihren Reisen durch Eu⸗ ropa, Afrika und Amertka. 8vo. 1 Thlr. 10 sgr.
Dietrich, Dr. E., Ritter Feige von Bom⸗ sen, oder deutsche Kraft und Redlichke:t. Tvo. 1 Thlr. 5 sgr. 1
Linke, M. H., Erinnerungen an K. F. G. Stöckhaedt, destehend in einer kurzen Bio⸗ graphie und einem Anhange von Origenalbrie⸗ fen, Gedichten und Aphorismen aus dessen Ta⸗
Seinen Freunden zum Andenken, an⸗
gehenden Predigern zur Betrachtung und gebil⸗
deten Christen uͤberhaupt zur Erbauung. 8vo.
8
Literarische Anzeigen. Neu erschienene Büchor der Dieterich-
zchen Buchhandlung in Cöttingen, durch alle Buch- jandtungen zu erkalten, in Berlin durch Ferd.
witter. 15 sgr.
Arens. Fr. J., de evangeliorum apocryphorum in canonicis usu historico, critico, exegetico. Gr. Ato. à 20 sgr.
Himty, C., de Caoutchouk ejusque Productis
e destillatione sicca inter quae praecipuo de
Caountchino novo quodam corpore ex bydrogenio
etk carhonen çomposito. S8vo. à 1 Thlr.
Helford. H. M., Französisches Lesebuch, enthatterd eine zweckmössige, zur Beföede-
rung der Fortschritte hbesonders dienliche Samm- lang von Lese- und Ueberselzungsstücken, aus en hesten fcanzösischen Prasaisten und Dich- ben Z8z0gen, nach stufenweiser Schsierigkeit vworduet, und mit zahlecichen, untar dem Texte mngebrachten Bedeuntangen der Wörter, so wie mit lebensgeschichtlichen Anmerkungen verse- hen. 20 Bogen. ge. 8vo. 3 22 sgr
. 28 . „ 2
Tibulii, A., Carmina, receusione Car. vLach⸗ manni puassim mutala explicuit L. Dissenius. II.
Partes. (Pars I. Disquisitiones de Vita et Poe-
sie Tiballi Caormina. Accedunt loctiones edi
8 Manis Pinellianac nunc peimum collatae. Pars II. Commentarium coöntinens.) 8 maj.
— Cherta impr. 3 Thlr. 20 sgr. 11“ secript. 5 Thle —— memhr. 7 Thle 10 sgr. Dablmann, F. C, die Politik, auf den
Grund und das Maaß der gegebvenen Zuftaͤnde
zu uͤckgefuͤhrt. Bd. I. Staatsverfassung Volks
bildung. Gr Svoa. à 1 Thlr 20 sgr.
Grimm., J., Deutsche Mytholagie. Gr. Svo
2, 4 Thlr. 15 sgr.
Catalag herabgesttzter medieiuischer Bücher.
gebuche.
—9
gestuͤtzt
— — —
tin. 8 zü. 1½ Thlr. Bei F. W,. Goedsche in Meissen ist erschienen in Berlin bei E. S Mittler (Stechbahn Nr. 3), so wie in allen andern Buchhandlungen vaselost und anderwaä ts (in Loͤwenberg bei Eschrich & Comp, in Neisse bei Hennings) zu haben: Alexander, J. E, Stizzen aus Portugal während des Buͤegerkrieges im Jahre 1834, nebst
Bemerkungen uͤber den gegenwaͤrtigen Zustand
und die Aussichten in die Zukunft Portugals. 11114“*“
Enthuͤllte Geheimnisse der Bierbrauerei. Eine Sammlung der untruͤglichsten Mittel, ver⸗ dorbene oder sonst unraugliche Biere wieder zuu verbessern und teinkhar zu machen, verschiedene Biere, namentlich alte aute Sorten, zu brauen, Meth zu sieden ꝛc.
Aus den nachgelassenen Papieren eines
alten Bierbrauers, von J. Gbrl.
Tafeln Abbild. 8 0.
In unterzeichneter Buchhandlung sind folgende in diesem Jahre erschienene Werke, welche sich zu Fest⸗ geschenken ganz besonders eignen, stets vorraͤtbig: Geschichte Napoleons und der großen Armee im Jabre 1812 - von Segur. Aus dem Franzoͤsischen der zehn⸗
Mit 12 Kupferstichen.
risch⸗biographisch Chauber. Zweite Ausgabe, vermehrt mit: W. Burkhardts Lebensbeschreibung Bluͤchere. fuͤr sich g — — Mit 5 Stahlstichen, 2 Lithographien und 25 noch uͤbrigen 3 Theile als „die Darstellung des christ⸗ Preis 2 Thlr. 11 ½ ggr. lichen Lebens (Sittenlehre)” — „populaire Einlei⸗ Vellstäͤndige Geschichte des alten Roms tung in die heiligen Schriften“ — und die „Ge⸗- ruͤderst
EEEEETEEETIIRmencn meeehh 11111
Holzschnitten. Gr. 8vo.
Geh. 1 Thlr.
Svo.
sançon)
25 sgr.
Auf eine 50jaͤhr. Erfahrung
Mit zwei Geh. 10 sgr.
anden.
Von dem Grafen
— — — —
die Preußischen Staagten. und seines Volkes, seit der Gruͤndung der Stadt schichte der Entwicklung d Rom. Ein nuͤtzliches Lese⸗ und Schulbuch fuͤr die reifere Jugend. Nach dem Franzdsischen des H. Bourgon, (Professors der Geschichte zu Be⸗
bersetzt und mit grammattkalischen Noten zum Uebersetzen in's Franzbsische versehen von Professor Carl Courtin 3 Octav. Der Preis beider Baͤnde betraͤgt, Be⸗ hufs allgemeiner Verbreitung dieses wahrhaft nuͤtzlichen Buchs, nur 1 Thlr.
Hugo's Geschichte des Kaisers Napoleon. Nach Diktaten und eigenhaͤndigen Norizen des Kaisers, so wie nach den Schriften, Memolren, Berichten, militairischen Werken ꝛc. von Las Cases, Bertrand ꝛc. Zweite von Dr Heinrich Elsner besorgte und gaͤnzlich unmgearbeitete Auflage. Mit vielen Holzschnitten, Kupfer⸗ und Stahlstichen, in elegantem Einbande.
Stuhrsche Buchhandlung,
Schloßplatz Nr. 2.
Wichtige Anzeige fuͤr hoͤhere katholische Lehranslalten und fuͤr alle Gebildete. Hannover, im Verlage der Hahnschen Hof⸗ buchhandlung sind so eben erschienen: Lehrbuch der christlichen Religion. 2 8 fuͤr Schule und Haus 2,9. 8. Zrjechen unl Historische Festgeschenke in huͤbschen Ein⸗ vpon Dr. Josepb Beck, Da stellung der Geschichte, der Griechen unehde. 8 vesegce nm Gehs zu dtgeo g, n. siga ister Tbeil: auch unter dem Titel: der christliche Geschichte des Mitelalters mit besonderer laube nach den Grundsaͤtzen der katholischen Kirche Sg Toere ⸗ E111 Galaaßenn chr boͤhere nseens der aiasbalten und ge⸗auf Teutschland, in der zweiten Abtheilung der bildete Christen üͤberhaupt. Gr. 8v0. 1835. * Thlr. Der verdienstvolle Hr. Verfasser eroͤffnet mit dieser 98 bnc E, ein eben harefeseene 8 vües ten Auflage uͤbersetzt von Professor Carl Cour⸗ trefflich durchdachtes und vielfach noch entbehrtes Sen 5 “ 1 1 fehgr 8 0. Peri: Werk, weiches nicht nar als Lactaden beim Untec⸗ tefcht wef⸗ 7.oane hah. c Gescich richte in hoͤheren katholischen Lehranstalten, sondern 2 arg Friedrich der Große, Koͤnig von Preußen. uͤberhaupt denkenden und gebildeten Christen als Sein Leben und Wirken; nebst ciner gedraͤngten Handbuch dienen soll, worin sie uͤber die heiligsten Geichschte des siebenjaͤhrigen Krieges Fuͤr Le⸗ Interessen unseres Daseins Belehrung finden, und ser aller Staͤnde nach den besten Quellen bisto⸗ wonach sie ihren christlichen Glauben laͤutern und bearbeitet von Theo b 4d befestigen koͤnnen. Das Ganze wird 4 Abtheilungen umfassen, jedoch so, daß auch jede derselven einzeln ebraucht und angeschafft werden kann. Die
wegen eines fuͤr neu Spritzen⸗Mundstuͤcks Sechs Jahre, von jenem Termin an gerechnet, und fuͤr den irche hsang der Monarchie ertheilt worden.
und eigenthuͤmlich befundenen
den baldigst nachfolgen. Lehrbuch der allgemeinen Geschichhll Angekommen: Der Koͤnigl. Großbritanische außerordent⸗ fuͤr Schule und Haus. le Gesandte und bevollmaͤchtigte Minister am hiesigen Hofe, Erster Cursus oder Lehrbuch der allgemeinen 86d George William Russell, von London. fuͤr die unteren und mittleren Klassen i 8 3 Unterrichts⸗Anstalten. 1 Von Dr. Joseph Beck, Professor am Gymnastum zu Freiburg und M. der historischen Gefellschaft daselbst Mit fuͤnf synchronistischen Tabellen in gr.. Gr. 8vo. 1835. ¾ Thlr. (Die Tabellen apart n Dee Herr Verf. beginnt mit dieser ersten! lung einen neuen zeitgemaͤßen und ausfuͤhll Lehrcursus der allgemeinen Geschichte, welchet geistreiche, anziebende und wuͤrdige Darstellun zweckmaͤßige Anordnung sich auszeichnend, ein her noch gefuͤhlten Mangel, besonders in kalte Unterrichts Anstalten, abhelfen und gewiß de meinsten Beifalls auch bei Gebildeten sich? wied. Ein besonderer Vorzug dieses Lehrbue unstreitig dieser, daß es die Geschichte als de sie wirklich ist, als Offenbarung der Gottheit ben der Menschheit selbst, behandelt, und wichtigen und einflußreichen Unterrichtszwe⸗ richtige Stelle anweis't. Die obige Ahbthel fuͤr die beiden ersten Jahreskurse des hisiot richts bestimmt; der 2te Theil soll die ausflt
Zwei Baͤnde in
Szas Rußland. lgacte St. Petersburg, 2. Nov. Der Chef des Generalstabes — Marine, General⸗Adjutant Fuͤrst Mentschikoff, ist aus Mos⸗ „und der Minister⸗Staats⸗Secretair des Koͤnigreichs Polen, af Grabowski, aus Warschau hier eingetroffen. Der Etat der Kanzlei des Staats⸗Secretariats fuͤr Annahme an Se. Majestaͤt den Kaiser gerichteten Bittschriften ist Aller⸗ hsten Ortes auf 97,500 Rubel festgesetzt worden. tan meldet aus der Stadt Baturin, daß im Laufe des een September⸗Monats die Schifffahrt auf dem F uß Seima, das Tschernigeffsche und einen Theil des Kurskischen Gou⸗ gements, eine Strecke von 200 Werst lang, durchstruͤmnt, und dessen Schiffbarmachung der Karskische Adel die noͤthigen mmen aus seinen Mittein hergegeben hatte, feierlich eroͤssnet ei einem, bei diefer Gelegenheit veranstalteten Mit⸗ mahle ward unter anderen auch ein Toast auf das Wohl inanz⸗Ministers Grafen Cancrin, der zur Aussuͤhrung die⸗
1½ Thle.
smit besonderer Ruͤcksicht auf Archdologie 1 ratur; der 3te Theil in der ersten Abthell lebhaftesten Theilnahme ausgebracht. odessa, 20. Nov. Das Englische Dampfboot „Pluto,“ 9l am 15ten d. von Sebastopol nach den Donau⸗Muͤndun⸗ gegangen war, ist vorgestern wieder hier angekommen. herren Drinkwater und de Roos, welche am Bord desselben 8 er Krimm zuruͤckkehrten, haben von hier uͤber Jassy und ihre Ruͤckreise nach England angetreten. ““ “ Frankreich. Fuͤrst von Talleyrand wurde vor⸗ ige empfangen. Gestern arbeiteten
Majestaͤt nach einander mi ini einander mit mehreren Ministern. Der heutige Moniteur enthaͤlt einen Bericht des Mini⸗
schichte der vorzuͤglicheren eurovaͤlschen S der neuen Zeit behandeln, so daß bei solcheg nung des historischen Stoffes nicht nut Schuͤler eine gruͤndliche Kenntniß der Gesch
durch umsichtige Auswahl des Wesentlichs durch eine klare lichtvolle Gesammtanschaun den Entwicklungsgang der Mensch eit eine 9e zuͤgliche Brauchbarkeit und Uebersichtlichkeit — wozu noch die synchronistischen Tabellen 7 beitragen, welche auch apart zum Anheften
lich sind. 1 Obiges ist zu haben in der Nicolaischen Buchhandlung ind 9. (Bruͤderstr. Nr. 13), Stettin, Elbing 28872979,8888
„
Berlin, Donnerstag den 10 ten De;
ten haben,
Unternehmns seinerseits ouf das kraͤftigste beigetragen hatte,
Personen,
82
sters des oͤffentlichen Unterrichts an den Koͤnig und in Folge des⸗ sen eine vom Isten d. M. datirte Koͤnigl. P.dn2 8.S ein Lehrstuhl fuͤr administrative Jurisprudenz bei der Sugh 88 Aix 86 wird. achdem noch in der gestrigen Audienz des Pairshofes der General⸗Prokurator Martin sein Feguisitorkum 8. P der heutigen Audienz der Advokat Crémieux zur Vertheidigung des Mitangeklagten, Dr. Böchet, auf. Er suchte namentlich zu beweisen, daß das Komplott zum Umsturze der Regierung, wel⸗ ches man seinem Klienten und dessen Mitangeklagten zur Last lege, mehr in der Einbildung des General⸗Prokurators bestehe, als es in der Wirklichkeit bestanden habe. Gesetzt aber auch, die angefuͤhrten Thatsachen waͤren alle gegruͤndet, so wuͤrde sich aus denselben noch immer nicht ein Verbrechen des Hochverratbs er⸗ geben, wie solches im 87. Art. des Straf Gesetzbuches bezeichnet wird. „Ich bin weit entfernt“, fuhr der Redner fort, „Maͤn⸗ net vertheidigen zu wollen, die jede Vertheidigung verschmaͤhen; Böchet aber hat mich zu seinem Rechtsbeistande gewaͤhlt, und da der General⸗Prokurator ihn als einen Haupt⸗Mitschuldigen der uͤbrigen Angeklagten bezeichnet, so muß ich in dem eigenen In⸗ teresse meines Klienten den Beweis fuͤhren, daß gar kein Kom⸗ plott stattgefunden hat, und Ihnen zu diesem Behufe alle uͤbri⸗ gen Angeklagten wider ihren und meinen Willen vorfuͤhren. Diese Angeklagten befinden sich, wie Sie selbst fuͤhlen werden, in einer seltsamen Lage. Die letzten Gesetze naͤm⸗ lich, zu dinan. Sie g. Se Macht die Haͤnde gebo⸗ gestatten den Angeklagten nicht, sich nach ihre Weise zu vertheidigen. Wollten sie Ihnen 8 B. Cech sixer dne ün 9 bnen zut Fägs t ehr thees Benehmens gedient „ und die sie fuͤr gut hielten, so wuͤrde der Praͤsi Deefaben ese Heden Iöet d. hengele gestatten, der Vertheidigung Gehoͤr zu geben, denn man dar sich jetzt nicht mehr ein Republikaner 1, Legitimist he eg, und wie sollen also die Angeklagten sich vertheidigen, — sie, die nicht bloß eines Komplotts gegen die Regierung, sondern uͤberhaupt des entschiedensten ikanisazus beschuldigt wer⸗ den? Eben so wenig wuͤrde ein Advokat auf diesem Terkain die Vertheidigung fuͤhren koͤnnen, und es kann also unmoͤglich in Ihren Herzen eine vorgefaßte Meinung gegen Maͤnner Wurzel gefaßt hahben, denen das Gesetz selbst verbietet, sich zu vertheidi⸗ gen, und denen unter diesen Umstäaͤnden nur noch die Kompetenz⸗ Frage zu eroͤrtern uͤbrig blieb. In dieser Beziehung gestehe ich srei, daß ich zu der Zahl derer gehoͤre, die da glauben, daß der 28. Art. der Charte Sie nicht zu Richtern uͤber die Angeklagten bestellt; ich halte Sie nicht fuͤr kompetent; dennoch freue ich mich Ihres Richteramts, denn, als Advokat Bchet's, will ich Sie eber zu Richtern als irgend einen anderen haben. Die uͤbrigen Maͤnner, die hier vor ihren Schranken stehen, sind vielleicht von denselben Gesinnungen beseelt; sie koͤnnen sie Ihnen aber nicht ausdruͤcken.“ Der Redner beleuchtete hierauf die verschie⸗ denen Beschuldigungen, die einem Jeden der Angeklagten zur Last gelegt werden, und bemuͤhte sich, zu beweisen, wie aus kei⸗ ner einzigen der Zeugen⸗Aussagen der Beweis eines Komplottes hervorgehe. Es habe, meinte er, hoͤchstens eine nicht be⸗ folgte Aufforderung zur Empoͤrung stattgefunden, keineswegs aber habe sich aus dem Verhoͤre irgend eine Verzweigung mit den Ereignissen, die sich in Lyon, Arbois, Paris und Marseille zugetragen, ergeben. Der Advokat schloß seinen zweistuͤndigen Vortrag mit einigen allgemeinen Betrachtungen uͤber das Mora⸗ lische des Prozesses, indem er bemerkte, daß die Folgen der Juli⸗ Revolution — einerseits das Bedauern der Freunde der vorigen Regierung, andererseits die Hoffnungen der Anhaͤnger eines noch liberaleren Systems als das jetzige — nothwendiger⸗ weise im Lande haͤtten eine Bewegung hervorbringen muͤssen, die unter den obwaltenden Umstaͤnden wohl einige Entschuldi⸗ gung verdienen. — Nach einer kurzen Unterbrechung der Audienz trat der General⸗ Prokurator Martin zu seiner Replik auf und behauptete die Anklage. Der Advokat Crémieux machte mitt⸗ lerweile auf seinem Manuskripte Rand⸗Bemerkungen und berei⸗ tete sich zu einer Gegen⸗Antwort vor. Bei dem Abgange der Post war indessen Herr Martin noch auf der Rednerbuͤhne. Herr Parquin hat seinen an den Praͤsidenten des Pairsho⸗ fes gerichteten (gestern mitgetheilten) Brief dem Fieschi, in Ab⸗ schrift zugehen lassen, und darauf von diesem folgende Antwort erhalten, welche die hiesigen Blaͤtter ganz genau nach dem Ori⸗ ginal mittheilen, dessen Orthographie sehr mit dem Style im Widerspruch steht. Es lautet folgendermaßen: „M. H., ich habe die Abschrift des Schreibens erhalten, welches Sie au den Praͤsidenten des Pairshofes gerichtet haben. Sie haben meine Sache angenommen, die ungemein schwierig ist, und ich gebe Ih⸗ nen die Bersicherung, daß ich nicht in der Hoffnung auf Frei⸗ sprechung Ihre Waͤhl zu meinem Vertheidiger veranlaßt habe. Nein, m. H., ich weiß, daß ich strafbar bin, und wenn der große Cicero oder der große Homer meine Sache vertheidigten, so wuͤrde es ihnen unmoͤglich seyn, meine Freisprechung zu bewirken, weil ich selbst mein schreckliches Attentat eingestanden habe, und auf nichts hoffe; aber es gewaͤhrt mir eine Freude, meine Richter zu uͤberzeugen, daß ich die Wahrheit gesagt habe, ohne dazu von irgend Jemanden gezwungen worden zu seyn oder Versprechungen erhalten zu haben; auch werde ich dieselbe im Angesichte der ganzen Weit sagen, damit man sich ein Beispiel an mir nehmen moͤge. Die Hersonen, die mich verhoͤrt haben, muͤssen mir auch die Gerech⸗ tigkeit widerfahren lassen, daß ich nichts versucht habe, um mei⸗ nen Kopf zu retten, nein, m. H., nichts! Ich habe mich nicht gescheuet, Boͤses zu thun, und jetzt bleibt mir nichts uͤbrig, als die Gefahr zu verachten, mein Haupt muthig unter das Beil zu legen und die Opfer, die durch meine Hand gefallen sind, zu bedauern. Ich fuͤhle, daß die Vertheidigung, der Sie sich un⸗ terzogen hahen, nicht mit Erfolg zu fuͤhren ist, und wenn Sie es dennoch unter irgend einem Vorwande versuchen sollten, so wuͤrde Herr Parquin nicht mehr fuͤr den Mann gelten, fuͤr den ihn Frantreich jetzt haͤlt. Bei dem Allen bedarf ich eines Ver⸗ theidigers. Meine Wahl ist auf Sie gefallen, und weit davon entfernt, daß das Schreiben,
S..e
Rechts⸗
e wuͤrden Ihnen, m. H., nicht
wesches Sie an den Praͤstdenten
ember
des Pairshofes gerichtet haben, es mich bedauern waͤhlt zu haben, bitte ich Sie vielmehr, nur meine eigenen Gefuͤhle ausspricht und ehrt, mir auch
wuͤrden Sie mich selbe Publizitaͤt,
Sie von
ließe, Sie ge 8 biehs Schreiber — ie in meinen Auge fernerhin mit Ihrem Rathe beh miczen— 2. sogar verbinden, wenn Sie diesem Briefe die wie dem Ihrigen, geben wollten. Ich gruͤß ganzem Herzen. (gez.) Fieschi.“ 8 Aus Havre schreibt man vom 2ten d.: „Der Geschaͤfts traͤger der Vereinigten Staaten, Herr Barton, ist gestern von Paris hier eingetroffen, um sich morgen am Bord des Amerika nischen Packetbootes „Albany“ nach New⸗York einzuschiffen Herr Barton ist bei dem Amerikanischen Konsul, Herrn Beas ley, abgestiegen.“ 11“
Der Courrier français enthaͤlt unter „Muß man die Krieg den nachstehenden Artikel: Flilar. vor. In 8 Lande, haltung des Friedens so viele Opfer gebracht worden se zwar unter der Herrschaft
die National⸗Ehre und um die zukuͤnftige Freiheit bekuͤmmerte,
dagegen aber den Steuerpflichtigen die Entwaffnung und allen Industrieen eine Sicherheit versprach, die nur 8 den Sturz des Systems gefaͤhrdet werden koͤnnte, verbreiten sich ploͤtzlich lebhafte Besorgnisse; große Zuruͤstungen werden angekuͤndigt, und man spricht von nahe bevorstehenden Kriegen zur See und zu Lande. Sind wir wirklich schon bis zu diesem Aeußersten vactihsttsat und sollen wir glauben, daß unsere friedfertige Re⸗ gierung, jetzt auf dem Punkte stehe, zu gleicher Zeit im Mittellaͤndischen Meere gegen die Koͤnige von Neapel 18 Sardinien, in ” nien gegen Don Carlos und im Atlantischen Meere gegen die Amerikaner zu kaͤmpfen? Ist unter allen diesen Kriegs⸗Besorg⸗ nissen wenigstens eine einzige gegruͤndete? Haben wir ein ande⸗ res Resultat zu erwarten, . - Generale in der Armee un
in der Marine? Wir wollen mit kaltem Blute die Lage 88 Dinge pruͤfen und sehen, ob die Befuͤrchtungen der Boͤrse und des Handelsstandes nicht uͤbertrieben darf es in dem positiven Jahrhundert, in welchem wir leben,
eines ernsten Grundes; eine Laune oder ein falsches Ehrgefuͤhl reichen dazu nicht aus. Wir werden z. B. niemals glauben, daß irgend ein Angriff von den Vereinigten Staaten ausgehen werde, da es feststeht, daß beide Voͤlker sich nichts vorzuwerfen haben, daß ihr gemeinschaftliches Interesse und ihr gemeinschaft⸗
licher Wunsch dahin geht, die alten Verbindungen des Friedens und der Freundschafte aufrecht zu erhalten; da es sich bei ihrem
angeblichen Streite hoͤchstens um ein Mißverstaͤndniß zwischen den Regierungen handelt, voß denen die eine mit ungeschickter Vor⸗ eiligkeit etwas angeboten hatte, was die andere mit Ungeduld zu erlangen strebte; da endlich alle Schwierigkeiten, wenn deren wirklich vorhanden waren, beseitigt sind. Es handelt sich nicht einmal mehr um Worte, oder um eine Frage der Eigenliebe
Eine solche, wir wissen es, kann zuweilen erbittern, und Natio⸗ nen, wie Einzelne, zu unverbesserlichen Fehlern verleiten. Aber Frankreich verlangt von Amerika durchaus nichts Verletzendes oder Demuͤthigendes. Es wuͤrde thoͤricht seyn, ein Volk, dessen Stolz bekannt, und dessen Allianz von Werth ist, in seiner Ehre verletzen zu wollen. Amerika seinerseits, durch den Senat und
den Kongreß repraͤsentirt, hat niemals daran gedacht, unserm
Lande zu drohen oder die Redlichkeit Frankreichs in Zweifel zu
ziehen.é Die Repraͤsentanten brauchen bloß diese Thatsache, die
unbestreitbar ist, neuerdings auszusprechen. Sie haben keine andere Erklaͤrung zu geben; denn diese wuͤrde auch noͤthigenfalls eine hinlaͤngliche Mißbilligung der unpassenden Worte des Ge⸗
nerals Jackson seyn, wenn der Praͤsident nicht selbst fuͤhlen
sollte, daß mehr wahre Wuͤrde darin liegt, eine Unbedachtsamkeit
vereeh zu machen, als hartnaͤckig die Folgen derselben ab⸗
In Toulon ist durch den Telegra en der Befehl gen, die dort auszurustenden Schiffe 18n Theil 98 Seee à la Paixhans zu bewaffnen; die Linienschiffe sollen deren 4 und die Fregatten ersten Ranges deren 3 erhalten.
Nachrichten aus Algier vom 21. Nov. zufolge, hatte der Herzog von Orleans (der diese Stadt bekanntlich am 19 en ver⸗ lassen hat) schon am 16ten einen Versuch gemacht, auf dem Dampfboote „Castor“ in See zu gehen. Das Wetter aber, das schon bei der Abfahrt sehr unguͤnstig war, verschlechterte sich Nachmittags so, daß es dem Schiffe unmoͤglich war, um das Kap Caxine herumzukommen. Nachdem dasselbe einige Stunden lang gegen den Wind gekaͤmpft hatte, mußte es, sammt dem dasselbe begleitenden Dampfboote „Salamander“, nach Algier zuruͤckkehren. Waͤhrend der 9 Tage, daß der Herzog von Orleans in Algier war, hat es uͤberhaupt unaufhoͤrlich geregnet und ge⸗ stuͤrmt. Nichtsdestoweniger hat der Prinz alle Laͤger und oͤffentlichen Anstalten besucht. Am 19ten endlich konnte die Abreise erfolgen und am 21sten fand die Ankunft Sr. Koͤnigl. Hoh. in Oran statt, von wo die Armee unverzuͤglich aufbrechen sollte. Ueber die Staͤrke des Feindes hat man sich nur sehr unvollstaͤndige Notizen verschaffen kö nen. Die Reiterei wird, ohne Zweifel sehr uͤbertrieben, auf 30,000 Mann angegeben. Die Hauptmacht konzentrirt sich bei Mascara, wo⸗ hin alle zwischen Oran und dieser Stadt belegenen Staͤmme beschie⸗ den worden sind, so daß eine große Strecke Landes auf diesem Wege gaͤnzlich veroͤdet ist. Die meisten Waffen und Munitions⸗ Vorraͤthe gehen dem Emir Abdel⸗Kader aus Marokko zu. Man weiß aus sichere, Quelle, daß er dem Kaiser von Marokko die in dem Gefechte an der Macta gemachten Gefangenen geschenkt hat; unter ihnen befinden sich auch eine Franzoͤsin und ein jun⸗ ges TT“ 1 Sardinien. „
; ie ministeriellen tter enthaltTheute kein ere? richten aus Spanien. In der vheTneus Feans urie vae2 dagegen Folgendes: „Das Hauptquartier des Don eee am ästen noch in Onate, wo er selbst
1— ich mit d 0 Don Sebastian befand. Der Graf 8½ Casa v
Eö6“ Cordova in Lerin und Espartero mit 5000
v11“
4 der Ueberschrift:
s⸗Geruͤchte ernstlich nehmen?“ „Es geht in diesem Augenblicke etwas
wo seit fuͤnf Jahren der Ere
8
die so gutwillig die Zahlung der 25 Mill. versprochen hat,
— als die Bewegungen einiger Geschwa⸗ der, und die Befoͤrderung einiger 3 8 2
sind. Zu einem Kriege be⸗
das sich wenig um