80stenmale wiederkehrende Geburtsfest unseres ehrwuͤrdigen Koͤ⸗ nigs auf eine ausgezeichnete Weise zu feiern. Eine Deputation von Jungfrauen wird dem Koͤntglichen Greise Gluͤck wuͤnschen, und ein Gedicht im Namen unserer Stadt uͤberreichen.
Unseve Staͤnde⸗Versammlung wird, wie es heißt, erst im Monat September des kommenden Jahres beginnen. Nicht nur das auf der letzten Staͤnde⸗Versammlung verfassungsmaͤßig (und zwar diesmal durch das Loos) ausgeschiedene Drittheil der Ab⸗ geordneten ist neu zu ernennen, sondern es sind auch die Stel⸗ len mehrerer Staͤnde⸗Mitglieder zu besetzen, welche theils durch den Tod, theils durch den Eintritt ihrer Inhaber in den Staats⸗ dienst, theils endlich durch andere bekannte Umstaͤnde erledigt wurden. Unter den letztern ist vornehmlich die zu nennen, wel⸗ che der M. Richter aus Zwickau inne hatte. Dieser ehemalige Redacteur der „Biene“ befindet sich gegenwaͤrtig in New⸗ York. Seine Kinder halten sich, dem Vernehmen nach, zum Theil in Leipzig auf, und werden von der Mutter durch Haͤnde⸗ arbeit ernäaͤhrt.
Das neue Volksschulen⸗Gesetz soll in seiner Ausfuͤhrung auf mancherlei Schwierigkeiten stoßen, und die Anfragen bei den Be⸗
hoͤrden sich in dieser Hinsicht bedeutend haͤufen. Bei dem hiesi⸗ gen Hof⸗Buchdrucker Meinhold ist sogar eine eigene Broschuͤre erschienen, durch welche dem Buͤrger und Landmann die in die⸗ sem Gesetze vorkommenden zahlreichen, fremdartigen Ausdruͤcke erklaͤrt werden sollen. Ueberhaupt herrscht ruͤcksichtlich der syste⸗ matischen Bearheitung der neuen, in diesem Jahre erschienenen Gesetze eine große literarische Thaͤtigkeit.
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Munchen, 14. Dez. Der aus Athen in Muͤnchen einge⸗ troffene Koͤnigl. Bayerische Legations⸗Secretair Freiherr von Herding bestaͤtigt die Nachricht, daß Se. Majestaͤt der Koͤnig nebst Gefolge bei der Einschiffung in Ankona sich vollkommen wohl befand. Die guͤnstige Witterung ließ hoffen, daß die Fahrt bis zum 9. Dezember beendigt seyn werde.
Die Koͤnigliche Akademie der Wissenschaften hat mit einer an Einstimmigkeit graͤnzenden Maoritaͤt den Geheimen Rath v. Schelling abermals fuͤr die naͤchsten drei Jahre zu ihrem Vor⸗ stande erwaͤhlt. Unter 20 Votanten erhielt derselbe 17 Stimmen, so daß nur drei Stimmen auf ein anderes Mitglied fielen, wor⸗ 58- sich dazu noch die Stimme von Schelling's selbst befun⸗ den hat.
Stuttgart, 13. Dez. Unter den in der Kammer der Ab⸗ geordneten eingekommenen Antraͤgen befindet sich auch die des Abgeordneten Dr. Menzel: Die Regierung zu bitten, daß sie das bereits begonnene Werk der Juden⸗Emancipation weiter fort⸗ setzen, und diesfalls zunaͤchst: 1) Eine Aenderung des §. 47 des repidirten Gesetzes ger das Gemeinde⸗, Buͤrger und Beisitzrecht, die gemeindebuͤrgerlichen Wahlen betreffend; 2) die Abschaffung des §. 35 des Juden⸗Gesetzes von 1828 der staͤndischen Verab⸗ schiedung unterstellen moͤge. — Dann befindet sich unter den eingekommenen Bittschriften die eines Commissairs Metzger, die
Staͤnde⸗Versammlung wolle das Gesetz uͤber das Recht, Waffen
zu tragen, endlich feststellen.
Stuttgart, 13. Dez. Nachdem die irdischen Ueberreste Ihrer Koͤnigl. Hoh. der hochseligen Prinzessin Katharina, ver⸗ maͤhlten Fuͤrstin von Montfort, unter Begleitung eines Koͤnigl. Commissairs von Lausanne in Echterdingen angekommen waren, wurden dieselben von da in feierlichem Zuge in der Nacht vom IlIten auf den 12ten d. nach Ludwigsburg in die Schloßkirche gebracht, woselbst gestern Vormittag 11 Uhr die Beisetzung derselben in der dortigen Koͤnigl. Familiengruft mit den dem ho⸗ hen Range der Verblichenen entsprechenden Feierlichkeiten statt⸗ geluͤnden S6ga. 8. 11 24 gank Schweiz. Zuͤrich, 9. Dez. (Schwaͤb. Merk.) Die Herren Amrhpn
und Roll haben die Urkunden, welche sich auf ihre Versuche zur Beilegung der Streitigkeiten zwischen Aargau und dem Bischof beziehen, durch den Druck bekannt gemacht. Ihre siebentaͤgigen Verhandlungen mit dem Bischof sind bekanntlich ohne Erfolg geblieben, jene Schrift ist aber dennoch in mehr als einer Be⸗ ziehung merkwuͤrdig; es ergiebt sich daraus, daß der Bischof zwischen den Eiferern der katholischen Partei, die sich die Glaͤu⸗
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bigen nennen und sich auf den Papst stuͤtzen, einerseits, und den Anspruͤ⸗
chen der Regierung andererseits, in einer schlimmen Lageist. Jene ha⸗ ben ihn mehrmals durch Deputationen und Bittschriften hestuͤrmt, weil das Volk uͤber die Gefaͤhrdung der katholischen Religion sehr bekuͤmmert sey. Als er sich ihren Wuͤnschen nicht ganz fuͤgte und nach der Absetzung der widerstrebenden Getstlichen nicht, wie jene Partei verlangte, eine Proclamation an das Aar⸗ gauische Volk erlassen wollte, drohten sie ihm, sich an den Papst zu wenden und wurden so zudringlich, daß ihnen der Bischof die Thuͤre weisen mußte. Sie scheinen jedoch ihre Drohung erfuͤllt zu haben: es erschien die Bannbulle des Roͤmischen Hofes gegen die Badener Beschluͤsse, der Bischof wurde in einem Paͤpstlichen Breve wegen seines langen Stillschweigens zur Rede gestellt und dringend zur Pflichterfuͤllung aufgefordert, in einem späͤtern hingegen (vom September dieses Jahres) wegen seines Widerstandes gegen die Einsetzung der widerspenstigen Geistlichen vom Roͤmischen Hof belobt und ermuntert. In sei⸗ ner schriftlichen Entschließung an die beiden Deputirten, die in betruͤbtem Tone abgefaßt ist, sagt er, es handle sich in seinen Zerwuͤrfnissen mit der Aargauischen Regierung nicht um den all⸗ gemeinen Grundsatz, ob die Geistlichen unter weltlichen Gerich⸗ ten stehen sollen, er beabsichtige nicht, diese Immunitaͤt zu erzwin⸗ gen, vielmehr liege nur ein einzelner Fall vor, er koͤnne naͤmlich Priester, welche sich geweigert haben, eine ihn beleidigende und verunehrende Proclamation von der Kanzel herab vorzulesen, nicht bestrafen helfen; um so mehr, da sie durch Vorlesung jenes Aktenstuͤcks dasselbe zur Ehre einer gottesdienstlichen Handlung erhoben haben wuͤrden. Er wisse jetzt keinen andern Ausweg, als daß der große Rath zum Wohl des Staates und der Kirche uͤber Alles „den Mantel der Vergessenheit schwinge“, ein anderes Mittel koͤnne er in dieser Sache nicht vorschlagen, da der Papst in einem eigenhaͤndig unterzeichneten Breve (siehe oben) sein ganzes bisheriges Benehmen gutgeheißen und die Ueber⸗ zeugung ausgesprochen habe, der Bischof von Basel werde lieher alle seine zeitlichen Guͤter einbuͤßen und jeder Gefahr entgegen⸗ gehen, als von seiner Pflicht weichen. Seine Doppelstellung zwischen Kirche und Staat habe schon den Gedanken in ihm erzeugt, ahzudanken, aber er habe diese Anfechtung uͤberwunden und werde bei seiner geliebten Heerde ausharren. Wie sie, die Abgeordneten, habe er nur einen Wunsch, der Kirche und dem Staat treu zu bleiben und fuͤr Gott und Vaterland das Leben zu opfern. — Man erfaͤhrt jetzt nachträglich Manches, was auf die Aargauer Novembertage einiges Licht wirft und die Sache wichtiger, die ergriffenen Maßregeln minder laͤcherlich erscheinen tuͤßt, als man sie darzustellen vemuͤht ist. Nicht zu sprechen von
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dem, was bloß Geruͤcht ist und es wohl auch bleiben wird, von den Verbindungen, welche Schwyz waͤhrend der Unruhen mit dem freien Amte unterhalten, der Korrespondenz, die zwischen den Ur⸗Kantonen stattgefunden, den Vergroͤßerungs⸗Plaäͤnen auf Kosten Aargaus, wovon das kleine Zug auch wieder getraͤumt haben soll, von der Reise einiger Basler nach Unterwalden, nicht zu sprechen von all diesem, ist doch manches andere nicht abzu⸗ leugnen und von Bedeutung.
In Schweizer Blaͤttern liest man: „Der große Rath des Kanton Waadt hat in seinen Sitzung vom 3. Dezember die Zulassung buͤrgerlicher Ehen, welche ohne kerchlichen Segen bloß vor dem Richter geschlossen werden, gesetzlich ausgesprochen. Materielle Begriffe von der Ehe, sektirerische und radikale An⸗ tipathieen gegen die Staats Kirche u. dgl. haben zu der Annahme dieses Beschlusses zusammengewirkt, welcher, wenn er aus der Ansicht des Waadtlaͤndischen Volkes und nicht bloß aus der Neuerungssucht leichtsinniger Gesetzgeber hervorginge, ein sehr bedenkliches Zeichen moralischer Aufloͤsung waͤre. Denn jener Beschluß heißt in Wahrheit nichts anderes, als die Ehe und die Familie sollen aufhoͤren, ein religioͤses Heiligthum zu seyn, und zu einem bloßen oͤkonomischen oder sexuellen Vertrage werden; wo aber die Ehe dee tiefere sittliche Bedeutung, wo die Familie die Weihe eines religioͤsen Heiligthums verloren, da wanken die moralischen Grundfesten des Staats und loͤsen sich die sittlichen Bande der Gesellschaft.“
Die Buͤndner Zeitung meldet aus dem Galanda⸗Thal, in Graubuͤndten, daß der Landamman jenes Thales, Gamboni, in seinen Erlassen eine merkwuͤrdige Sprache fuͤhre. In einem Er⸗ laß gegen die Pocken⸗Krankgeit, worin er es beklagt, daß diese Krankheit so viele Menschen dah nrafft, faͤhrt er also fort: „Zur Abwendung groͤßerer Ausbreitung des Ue⸗ bels verbiete ich jedem meiner Unterthanen, die angesteck⸗ ten Gemeinden zu besuchen, unter Androhung willkuͤrlicher Straf⸗Auferlegung ꝛc.“ — Nachdem der Große Rath von Tes⸗ sin kaum einige Tage gesessen hatte und die wichtigsten Geschaͤfte noch unerledigt waren, fehlte schon am 28. November die gesetz⸗ liche Zahl, weil die Herren Landesvaͤter nach allen Seiten hin nach Hause eilten. Der Prͤsident ließ durch Soldaten die Wa⸗ gen der Abreisenden anhalten. Es half indessen nichts. In un⸗ aufhaltsamer Hast enteilten sie den unbehaglichen Arbeiten im Sitzungs⸗Saale. Dann erstattete der Praͤsident einen Bericht daruͤber an den Staats⸗Rath, welcher versprach, die naͤchste Wo⸗ che sich mit diesem Gegenstand beschaͤftigen zu wollen. Darauf eilten die noch wenigen Anwesenden ihren entlaufenen Bruͤ⸗ den nach16 1“
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Prokuradoren⸗Kammer. Sitzung vom 30. No⸗ vember. (Nachtrag.) Folgendes ist im Wesentlichen die Rede, die der Graf de las Navas in dieser Sitzung hielt: „Ich kann mich auf keine Weise dem Prinzipe, das die Kommission aufgestellt und worauf sie ihren Adreß⸗Ent⸗ wurf gegruͤndet hat, widersetzen. Ueberzeugt von den Absichten Ihrer Majestaͤt und von der Wichtigkeit der Umstaͤnde, in denen bie Nation sich besindet, kann ich sie nicht bekaͤmpfen, aber ich werde gewisse in dieser Rede beruͤhrte Gegenstaͤnde nicht voruͤber⸗ gehen lassen, ohne meine Ansichten daruͤber auszusprechen. Es handelt sich um drei Punkte zarter Art, von denen ich wuͤnschte, daß sie andere Folgen haben moͤchten, als ich besorge. Ich kann indeß nicht umhin, die Gruͤnde zu dieser Besorgniß anzugeben. Ihre Majestaͤt, heißt es in der Thron⸗Rede, hat ihr Ver⸗ trauen den Ministern geschenkt, die auch das der Nation zu verdienen scheinen. In der That, sie hat das fruͤ⸗ here Leben mehrerer unter ihnen besonders in Anschlag gebracht, und wenn es sich bloß um diesen Punkt handelte, so wuͤrde ich keinen Anstand nehmen, ihnen ein Votum des Vertrauens zu be⸗ willigen. Aber ich werde der Kammer zeigen, daß wir uns nicht in der Lage befinden, Vota des Vertrauens zu geben, wie groß auch das Vertrauen seyn mag, welches uns die an der Spitze der Regierung stehenden Personen einfloͤßen. Die Umstaͤnde sind ohne Zweifel der Art, daß die Regierung außerordentlicher * Hüͤlfsmittel bedarf, aber lassen Sie uns nicht das Interesse un⸗ serer Kommittenten aus den Augen verlieren, denn durch eine Art von unvermeidlichem Schicksalsschluß sind die Vota des Vertrauens stets denen nachtheilig gewesen, die sie gegeben ha⸗ ben. Steht uns denn uͤberhaupt auch das Recht zu, ein Votum des Vertrauens zu bewilligen? Sind wir nicht hierher berufen worden, um uns über ein Wahlgesetz zu berathen? Ich werde mich einem beschraͤnkten Votum des Vertrauens zu Gunsten der Minister nicht widersetzen, ich bin bereit, dem Ministerium alle Unterstuz⸗ zung zu gewaͤhren, deren es bedarf, aber wir muͤssen nicht ver⸗ gessen, daß wir in einem Zeitraum von 6 Monaten zwei Vota des Vertrauens abgegeben haben, und daß das erstere ohne allen Nutzen fuͤr die Nation gewesen ist. Es bedarf nur eines Blik⸗ kes auf die Lage Spaniens und auf den Zustand des oͤffentlichen Kredits, um sich von der Wahrheit meiner Worte zu uͤberzeu⸗ gen. Ich habe das groͤßte Vertrauen zu den Ministern, vorzuͤg⸗ lich zu einigen von ihnen; aber hier ist nicht die Rede von mei⸗ nem Vertrauen, sondern von dem meiner Kommittenten, und ich wiederhole, daß ich mich nicht ermaͤchtigt glaube, dieses zu be⸗ willigen. Ich glaube, Ihre Aufmerksamkeit noch auf einen anderen Punkt lenken zu muͤssen. Der dritte Pa⸗ ragraph der Adresse handelt von unseren diplomatischen Ver⸗ haͤltnissen zu den fremden Maͤchten und wenn man nach den Thatsachen urtheilen duͤrfte, so wuͤrden wir eben keine Ur⸗ sache haben, mit einigen unserer Nachbarn sehr zufrieden zu seyn. Warum sagt man nicht der Franzoͤsischen Regierung, es liege wenig daran, daß der Werth eines Systems anerkannt werde, wenn man doch im entgegengesetzten Sinne handle? Hat Spanien nicht Kinder, auf deren Tapferkeit und Patriotismus es zaͤhlen kann? Vergessen Sie nicht, meine Herren, daß die Verzagtheit unter allen Umstaͤnden am uͤbelsten wegkommt. Die Spanische Nation will, daß die anderen Nationen mit den ih⸗ nen gebuͤhrenden Ruͤcksichten behandelt werden, jedoch unter der Bedingung der Reciprocitaͤt. Ich wuͤnschte, daß die Adresse Be⸗ schwerden enthielte, nicht gegen die Franzoͤsische Nation, denn die Franzosen kaͤmpfen, gleich den Spaniern, fuͤr ihre Freiheit, sondern gegen die Franzoͤsische Regierung. Verlassen wir dies System des Temporisirens, wenn es von den Einen fuͤr ein System der „richtigen Mitte“, und von Anderen fuͤr ein System der Verzagtheit gehalten wird. Ich sage dasselbe in Bezug auf den Roͤmischen Hof. — Die Thron⸗Rede kuͤndigt uns drei Gesetz⸗Entwuͤrse von der hoͤchsten Wächtigkeit an. Der erste bezieht sich auf die Waͤhler. Ich werde einige Worte dgruͤber sagen. Der Herr Conseils⸗Praͤsident spricht in seinem Programm davon, die Nation zu konstituiren, ich habe freilich kein großes Vertrauen zu Programmen dieser Art, weil ich der⸗ gleichen gesehen habe, die in ehen so pomphaftem Stil abgefaßt waren, aber niemals zur Ausfuͤhrung gekommen sind; da indeß
das Programm des Conseils⸗Praͤstoenten von der Nation mit Freude
j aufgenommen worden ist, so haͤtte ich gewuͤnscht, daß die Adrest , zachtiat, un einige Worte uͤber dieses Programm, insofern es die Wahle e⸗ Verbesserungen, welche betrifft, enthalten haͤtte; aber man beschraͤnkt sich darauf, zu sa Ehlen möchte, in Folgendem Eurer gen, daß ein Wahl⸗Gesetz diskutirt werden solle, ohne anzu -
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zeigen, weshalb. Heißt das, dem Koͤniglichen Statut gem handeln? Die Nation hat gesehen, welche Wirkungen dies Gesetz hervorgebracht hat. ich habe es niemals fuͤr ein Fundamental⸗Gesetz gehalten, 9
gleich einige meiner Freunde in dieser Beziehung anderer Mo
nung sind. Ich habe dies Statut als die Kruͤcke betrachtet, „h ren sich ein Lahmer bedient.
herstellung des Landes zu beginnen. Gesetz entwerfen wollen, so ist es wichtig, bei ihrem rechten Namen zu nennen. Die Nation hat erkang daß das Koͤnigliche Statut ihre Wohlfahrt nicht zu sichern n mag. Die Regierung haͤtte uns in der Thron⸗Rede eine Zuß geben muͤssen; es haͤtte gesagt werden muͤssen, weshalb w. vs zusammenberufen worden sind, und wenn ich Mitglied der K mission gewesen waͤre, so wuͤrde ich meine Kollegen aufgefol
haben, ihre Me nung hieruͤber auszusprechen. Well der Min
mir in dieser Beziehung irgend eine Garantiegeben, so we ich sie annehmen; schweigt er indeß, so erkläre ich, daß ich
diesem Theile der Adresse nicht zufrieden bin. Ich weiß bestim daß die Regierung mit der groͤßten Leichtigkeit alle Mittel finden wiͤn deren sie bedarf, wenn sie eine genuͤgende Erklaͤrung abgeben well Taͤuschen wir uns nicht, meine Herren, die Nationen verlang jetzt etwas Positives. Was den oͤssentlichen Unterricht beunf so wünsche ich, daß er so ausgedehnt als moͤglich werden mat
und ich danke Ihrer Majestaͤt fuͤr die in ihrer Rede in 0n
Beziehung ausgesprochenen menschenfreundlichen Gesinn ung Indem ich meine Ansichten kurz zusammenfasse, sage ich, ich das verlangte Votum des Vertrauens bewilligen werde, ne es nothwendig ist. In Betreff der fremden Nationen is wichtig, daß wir uns mit Energie aussprechen, damit sier sehen, daß wir stark genug sind, um uns die Achtung uns Freunde und unserer Feinde zu verschaffen. Ich wuͤnsche n lich, daß die Nation und die Regierung hinsichtlich des Weh gesetzes einig seyn moͤgen, mit einem Worlte, daß das Ministeriume klaͤre, daß seine Wuͤnsche mit denen der Nation uͤbereinstimmen.“ In Bezug auf das, was der Graf de las Napas uͤber Funt reich sagte, erwiederte Herr Mendizabal: „Es ist die Pflcht der Regierung, uͤber Alles, was mit Hinsicht auf Frankreich gesagr worden ist, genaue Aufschlauͤsse zu geben. Man darf die Fran⸗ zoͤsische Regierung nicht fuͤr die groͤßere oder geringere Thitg⸗ keit der Graͤnz⸗Behoͤrden verantwortlich machen. Seit zwei Mo⸗ naten hat die Franzoͤsische Regierung die zufriedenstellendsten Aufschluͤsse uͤber ihr Verfahren gegeben; und noch nie hat die Spanische Regierung groͤßere Willfaͤhrigkeit gefunden, als he ihren Beschwerden uͤber diesen Gegenstand. Im gegenwaͤrtige Augenblick läͤßt die Franzoͤsische Negierung die ihren Unnn Beamten schuld gegebene Nachlaͤssigkeit untersuchen.“
Madrid, 2. Dez. Die Hof⸗Zeitung enthaͤlt ein h 28. Nov. datirtes Dekret der Koͤnigin, wodurch zur Verhi rung des Schleichhandels strengere Maßregeln bei der Einb gung von Waaren angeordnet werden. Es soll naͤmlich ein, der, der Waaren einfuͤhren will, dem Spanischen Konsul in Lande, von wo er die Waaren einfuͤhrt, eine Declaration ü die Quantitaͤt, Qualitaͤt und das Gewicht derselben uͤbern chen; der Konsut soll diese Declarationen untersuchen und sah Visa daruntersetzen, und diese Atteste sind bei der Aneunse d Schiffs in einem Spanischen Hafen den dortigen Zoll⸗Behdee einzuhaͤndigen. Dies Dekret stuͤtzt sich auf einen Bericht Herrn Mendizabal an die Koͤnigin, worin der Minister die me theiligen Folgen des Schleichhandels auseinandersetzt und 1. Maßregel einstweilen vorschlaͤgt, bis die Handels⸗ Und Zollt setze des Landes uͤberhaupt verbessert seyn wuͤrden.
Ein anderes in demselben Blatt enthaltenes Koͤnigliches kret vom 28. Nov. hebt das Ober⸗Marine⸗Zahl⸗Amt und ein andere mit der Marine verbundene Aemter auf und verorzn daß das Marine⸗Amt kuͤnftig aus einem Unter⸗Secretat, Sections⸗Chefs und 5 Ober⸗Registratoren bestehen soll. N Sections⸗Chefs, welche die Personalien, den wissenschafte Zweig, den materiellen Theil und die Rechnungen der Magt zu verwalten haben, sollen ein Marine⸗Conseil bilden, wel alle Tage wenigstens auf zwei Stunden zusammenkommen u In dem Bericht des Herrn Mendizabal, worauf Dekret sich gruͤndet, heißt es unter Anderem: ₰ Niederlagen, welche unsere Flotte in den Kriegen mit 7 britanien vor der Franzoͤsischen Invasion erlitten hat, und . waͤhrenden Ungluͤcksfaͤlle, welche sich seit jener unseligen zülit unser Land haͤuften, haben die Spanische Marine nach un vermindert und in einen so armseligen und unbedeutenda 9 stand herabgebracht, daß wirklich aller Eifer der Regierunn alle Kraft der Nation erforderlich sind, um sie aus ihren dn mern wieder emporzuheben. Die Nichtigkeit, zu welchtt e Marine durch alle Fehler in der Verwaltung und durch ungie liche Zeitumstaͤnde reduzirt worden ist, hat einen solchen 0' erreicht, daß die Regierung diese wichtigste Macht des n vielleicht geringschaͤtzte und das Volk sie wie ein abgestotte Glied betrachtete, das man, als nutzlos, am besten ganz gaͤbe. So haben die ersten Fehler und das daraush gegangene Unheil neue Irrthuͤmer erzeugt und virt Wenn Spanien auch den unausloͤschlichen Ruhm, de durch seine Marine selbst erlangte, und die unermess Vortheile, die es der ganzen Welt dadurch gesch wenn es auch die seinen Schiffen zu verdankende Entdeckn ner neuen Welt und den Antheil, den es an den nuͤtzlichsin deckungen zur Vervollkommnung der Schifffahrt hatte, sh die vielen Spanischen Namen, welche Europa's Matü⸗s schichte schmuͤcken, vergessen koͤnnte, so wuͤrde es doch 122 ohne die groͤßte Gefahr die Nothwendigkeit hintansetn nen, bei seiner eigenthuͤmlichen Lage zwischen dem Oeu dem Mittellaͤndischen Meer eine achtbare Seemacht zur digung seines Bodens, zur Bewahrung der wichtigen a gen, die es noch in Amerika, in Asien und in Afrika zur Beschuͤtzung seiner auswaͤrtigen Verbindung seines Seehandels mit allen Maͤrkten der Welt e. halten. Die Erinnerung davon ist noch frisch ue rem Gedaͤchtniß, wie wir Kauffahrteischiffe aus unsem sh absegeln sahen, die nicht durch die Flagge gedeckt werden ten, welche einst so siegreich auf den eneferntesten und 592q testen Meeren wehte. Nun erheischt es jedoch weder - liche Lage Spaniens, noch gestattet es uns die jetzige zun unserer Marine, ür dem Besitz einer zahlreschen Fhm - ben, sondern es ist fuͤr jetzt genug, wenn wir eine h act haben, um 8 Küfen in beiden Hemisphaͤren theidigen und unsere Kauffahrteischifffahrt zu beschütenge ist der Zweck, den meine ehrerbietige Adresse an C.
Ich spreche von dem Statut, denall
Es ist eine Thuͤr, die der Ehlt muth Ihrer Majestaͤt eroͤffnet hat, um das Werk der Wieghen Wenn wir ein Wasgi vie fuͤr das Wohl derjenigen, die Dmn
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er Plan, den ich spaͤter die Erfahrung anem⸗ - 1 Majestaͤt vorlege, von dem seichtigen Wunsch geleitet, die Pflichten des Marine⸗ Ministe⸗ ums, mit welchem Ew. Majestaͤt mich interimistisch beehrt ha⸗ eln, zu erfuͤllen und den Ruhm so wie die Wohlfahrt meines ateriandes zu befoͤrdern. Die ganze Koͤnigliche Flotte bedarf hüer völligen Rrorganisirung in den Personalien, in dem Ma⸗ rial und in den administrativen Theilen. Sie muß nach den pervollkommnungen der neueren Zeit ganz umgestaltet und es uß fuͤr die jetzt so sehr vernachlaͤssigte wissenschaftliche Ausbil⸗ üng der jungen Leute, die sich dieser ruͤhmlichen Laufbahn widmen, die Alter oder Krankheit zum Dienst föhig machen, gesorgt und ein Marine⸗Invalidenhaus errichtet itzen. Unsere Schiffe müͤssen hinsichtuich ihres Baues, ihrer mannung und Ausruͤstung auf gleichen Fuß mit denen der hudetsten Nationen gebracht werden. Vor Allem aber ist eine keinfachung der Verwaltung und eine gehoͤrige Vertheilung von den Cortes fuͤr die verschiedenen Zweige der Marine willigten Summen nothwendig.“ Es folgen nun die durch gges Dekret in Ausfuͤhrung gebrachten Vorschlaͤge. Die Hof⸗Zeitung vom 30sten enthaält auch einen langen sobenden Artikel in Bezug auf die zahlreichen patriotischen Ge⸗ henke, die von allen Seiten eingingen, und fuͤgt demselben am schluß Folgendes hanzu⸗ „Alle Geruͤchte von angeblichen Sie⸗ n, welche die Insurgenten errungen haͤtten, sind falsch, abge⸗ mackt und ruͤhren von Boͤswilligen her. Es sind Depeschen n der Armee eingegangen, nach welchen gar nichts Neues vor⸗ fallen ist; sie beobachtet von ihren Stellungen aus die Bewe⸗ üngen des Feindes und ist, we immer, bereit, jede sich darbie⸗ de Gelegenheit zum Kampf zu benutzen. Unter den Insur⸗ nen herrscht Mangel an Geld und Kleidungsstuͤcken, und es mmen fortwaͤhrend Ueberlaͤufer, namentlich von der Infanterie, unser Lager. Die neuen Truppen⸗Aushebungen gehen uͤberall schund mit der groͤßten Ruhe von Statten.“ Der Kriegs⸗Minister Graf von Almodovar wird sich, dem ernehmen nach, am öten d. von hier nach Briviesca begeben, wmit den Generalen Cordova und Evans zu konferiren und h mit ihnen uͤber die wirksamsten Maßregeln, welche zu ergrei⸗ n seyn moͤchten, ze berathen. Auch der General Alava wird sie verlautet, auf seiner Reise nach Paris und London densel⸗ en Weg einschlagen und an diesen Konferenzen Theil nehmen.
Mexiko.
New⸗Yorker Blaͤtter enthalten Nachrichten aus Me⸗ sio bis zum 4. Okt. Es ist darin 1Sechäsch von g ihne des Entwurfs einer neuen Constitution von Seiten des nresses die Rede; es scheint, daß die Diskussion bei ver⸗ hlossenen Thuͤren stattfindet, denn keine Zeitung der Haupt⸗ iot enthaͤlt eine Zeile uͤber diesen Gegenstand. Allem Anscheine ich wird der Entwurf, so wie er abgefaßt worden ist ohne derlichen Widerstand beide Kammern passiren. 8
Am 27sten Sept. sind die beiden ersten Artikel des Ge⸗ „eEntwurfs zur Reorganisirung der Republik von dem Kon⸗ esse angenommen woroen. Sie lauten folgendermaßen: 1) ie souveraine und unabhaͤngige Mex kanische Nation erkennt d beschuͤtzt, reie bisher, nur eine einzige Religion, naͤmlich die mwisch-katholisch⸗apostolische. 2) Die Nation wird die Rechte er Fremden achten, welche sich innerhalb des Mexikanischen Febietes aufhalten, vorausgesetzt, daß sie ihrerseits auch die Re⸗ gion und die Gesetze des Landes achten. Das Voͤlkerrecht und Eeeenaaniecht etanhnen 89 Rechte der Auslaͤnder. Ein
e esetz wird die beso 1 sen Bäcer hihe sonderen Rechte der Mexika⸗
Don Massimo Garro, bevollmaͤchtigter Minister bei ek-s erung, e güngs Frtsehr e an, den danta Maria, dem diese Stelle angeb r eigert, sie anzunehmen. b. dhsg gch se
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4* DSFmnland.
Berlin, 18. Dez. Die im heute ausgegebene r Gesetzsammlung unter No. 1680 Lnthegsen Aabhecs, gene ietsordre vom 5. d. M., betreffend die Anwendbarkeit des fiska⸗ chen Untersuchunge,Verfahrens bei den, den Beamten niederen anges in der Ausübung ihres Amtes zugefuͤgten Beleidigun⸗
„Die nach Ihrem und des Ministers der geistli eanheiten Berichte vom läten v. M. von Aahccengiahe. seden festgehaltene, aus dem §. 216. des Anhangs zur Gerichts⸗ dnung hergeleitete Ansicht, daß die den Beamten niederen 2f bei Ausuͤbung ihres Amtes oder in Beziehung auf das⸗ e zugefuͤgten Beleidigungen nur im Wege einer ewoͤhnlichen njurienklage geruͤgt werden koͤnnen, ist dem Geset entgegen Füe Bestimmung in dem angefuͤhrten §. 216. giebt zu die⸗ 19 arthümlichen Auslegung keinen Anlaß, da sie nur von ge⸗ 89 ichen Injurien spricht, ohne der im Amte zugefuͤgten Be⸗ 8 gungen zu gedenken, wogeaen das Gesetz im §. 209. Tit. 20 es Landrechts ausdruͤcklich auch die Beschimpfungen der 16 bneen des Staats in ihrem Amte zu den Verbrechen haeen hiese sind, insofern sie nur zu den geringern Verbrechen - hlederxgit nach der Vorschrift der Prozeßordnung Tit. 35. 1 9 g. im Wege der fiskalischen Untersuchung zu ruͤgen, 4 ꝛuß, aus den im Berichte vom 14ten v. M. angefuͤhr⸗ N. e9 en, hierbei belassen werden. Es bedarf aber hieruͤber . gesetzlichen Bestimmung, vielmehr haben Sie nur bencger ge⸗ zu belehren, welches durch die Bekanntmachung
rdre durch die Gesetzsammlung geschehen kann.
Berli, den 5. Dez. 1835. 8 b Friedri 8 den Staats⸗ u. Justizminister Mühler”7 E. ilh h. — Ein seltenes Fest verein 88 te am 13ten und 14 3 Lngah der Bewohner unserer Stadt aus den r en. Der Superintendent und erste evangelische Pre⸗ — Bee Fe zelche sseofeschen he Dorotheenstaͤdtschen Kir⸗ ristian Goitfried Kuͤst 1 ich l3ten, als am zien Ad . b, . . 2. 31 vents⸗Sonntage, sein funfzi 6 ts. Jubilaͤum welches dadur 8 ns gjaͤhriges übelgreis vom Anbeginn sein dhnch 1eftns. 1eeine, dag der gin es Wirkens bis j tzt im beiden Kirchen thaͤtig gewesen ist. — Zur Feien dlase
1s bilars, woselbst er General⸗Superintendent )r B 1 6 1 bor 89 enden Brescius den Rot
den zweiter Klasse mit Eichenlaub, als Heeae 1
ng seiner Verdi 9h 1, 1 serreichte, eo von Seiten Sr. Majestaͤt des Sahncge, Kir⸗
darauf ward de igreis in di
a der Jubelgreis in die na
1..vr Behhte sich theilnehmende Mitglieder esn. rden, des Magistrats und der Stadtver⸗
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jetzt, unbeschadet der Einfuͤh⸗
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Gemeinden, als Repraͤsentanten derselben, zahlreich ei hatten, und die freudigen Empfindungen Sadaeic . nen Ihrer Koͤniglichen Hoheiten des Kronprinzen und der Frau Kronprinzessin noch erhoͤht wurden. Nachdem die Liturgie gehal⸗ ten war, empfing der Jubilar von dem Superintendenten Pelk⸗ mann die neue kirchliche Einsegnung und hielt dann, nach ei⸗ ner kurzen, von dem Organisten Schneider komponirten und von dem Direktor der Sing⸗Akademie, Herrn Rungenhagen, ge⸗ leiteten Fest⸗Musik, die Jubelpredigt. — Nach der kirchlichen Feier empfing er in seiner Wohnung zuerst den Gluͤckwunsch der hiesigen Universttaͤt, die ihm durch den Konsistorial⸗ Rath, Dr. und Professor Marheinecke, das theologische Doktor Diplom uͤber⸗ sandte; des Magistrats und der Stadtverordneten, deren Gefuͤhle und Empfindungen der Stadtrath Klein aussprach; und der Leh⸗ rer des Friedrichswerderschen Gymnastums, — dessen Lehrer der Jubilar vor 50 Jahren gewesen, und dessen Ephorus er jetzt seit langer Zeit ist, — in deren Namen der Direktor Ribbeck ein von ihm verfaßtes Lateinisches Gedicht uͤberreichte. Dann traten die unmittelbaren Kollegen des Jubilars in Ge⸗ meinschaft mit den Mitgliedern der Vorstaͤnde beider Kir⸗ chen zu ihm, und uͤbergaben ihm Namens beider Kir⸗ chen⸗Gemeinden und anderer Freunde und Verehrer eine aus der Medaillen⸗ Muͤnze des Muͤnzraths Loos hervorgegangene Denkmuͤnze, in einem goldenen und einem silbernen Exempiare und außerdem noch zwoͤlf silberne Exemplare zur Vertheilung an die Glieder seiner Familie. Die Medaille stellt auf der vor⸗ dern Seite das wohlgetroffene Brustbild des Jubilars, und auf der Ruͤckseite den geistlichen Lehrer dar, die Jugend wie das Alter belehrend, troͤstend und segnend, mit der Umschrift: „Die Lehrer werden mit viel Segen geschmuͤckt. Ps. 84, 7.“ Der al⸗ b Kollege, Prediger Pauli, sprach in herzlichen Worten die mpfindungen Aller aus, und der Stadtrath Dietrich, als Vor⸗ sitzender des Vorstandes der Dorotheenstaͤdtschen Kirche stellte ihm saͤmmtliche Unter⸗Beamten beider Kirchen vor, deren jeder aus der Hand des Jubelgreises ein Exemplar der Medaille in Mengohd zum Andenken an diesen Tag empfing. Auch der Probst C hiesigen St. Hedwigs⸗Kirche, Domherr Fischer, nahere freund⸗ ich dem 9 erzlichen und bruͤderlichen Wor⸗ n Theilnahme an dem Feste aus.
—
nick, noch besonders fuͤr seine Person Soͤhne des Jubelgreises hatten sich gleich falls einge das Fest ihres ehrwuͤrdigen Vaters 18, Sene sch lin na⸗ den hier anwesenden Gliedern seiner Familie zu feiern. — Alle ver⸗ einigte am 14ten mit vielen theilnehmenden Freunden und Ver⸗ ehrern ein frohes Mahl im Jagorschen Lokale, in welches der Jubilar durch den Prediger Brunnemann und das aͤlteste Mitgited des üeSe eudesschen Kirchen⸗Vorstandes, d g rt, und wo er von dem evangelischen Bischo -. Neander empfangen wurde. Mit freudigen Gefaheif velhn Herzen stimmten Alle in den von dem wirklichen Geheimen Ober Regierungsrath Nicolovius ausgebrachten Toast auf das Wohl Sr. Maͤj. des Koͤnigs ein, dem ein zweiter suͤr Se. Koͤ⸗ nigl. Hoh. den Kronprinzen und das Koͤnigliche Haus, von dem Leesdei ger wegtee, gegsniß ausgebracht, und ein dritter fuͤr „ von dem Superinten Pelk i chenden Worten begleitet, fötgten. nenes eang 218
— Das Kirchen⸗Kollegium zu St Ulrich i
fuͤr den ersten Prediger und den Küster aus ö ein großes, sehr schoͤnes massives Wo nhaus ches einen Kosten⸗Aufwand von 899 Das Gebaͤude ist vor kurzem bezogen
— Vom 27. Oktober bis 27. Nove Gühmanen 56 gefahren 34 Elblehemnber
ern, 4 mit Rappsaat, 2 mit Steinkohlen und 21 Oder⸗ und Saalkaͤhne als: 4 mit Guͤtern, 5 mit Renr saa 2 mit Kalksteinen, 24 mit Bruchsteinen, 2 mit Steinkohlen unos 6 leer; stromabwaͤrts fuhren 42 Elbkähne, als: 2 mit Guͤ⸗ tern, 38 mit Salz, 2 leer, und 52 Oder⸗ und Saaltaͤhne als: 1 mit Guͤtern, 9 mit Salz, § mit Dachsteinen und 34 leer,
— Am Packhofe zu Magdebur bi — 2 g sind vom 1. 25 November 47 Schiffe angekommen und 20 von da 28,dehans.
— Die Rheinbeuͤcke bei Koͤln ist we lbei t gen des Treib der Nacht vom 13ten zum 14ten d. abermals abgefahren .
Zwei entfernt lebende
hat dem Kirchen⸗Fonds erbauen lassen, wel⸗ 80 Rthlr. verursacht hat. worden.
sind bei Halle ne und zwar 7 mit
.28. „1 79⸗ 65ö
EAEAiterarische Nachrichten. Floridas unter Hernando de Soto FA Irving. Aus dem Englischen uͤbersetzt. 1“ erlin bei Duncker und Humblot. 1836. 2 Baͤnde in 8 „ „Den Erinnerungs⸗Schriften an die kuͤhnen Seefaur 4 zehnten und sechzehnten Jahrhunder Seesacker des funf⸗ Fevtng⸗ grandiiche und * 4 dasaaalche 115 Masbengroem ren von neuem in den Kreis der gebildeten L. 8 —2 . schse üch 229 voaes n E“ Weise n. Soc ame Theodor Irving's d vi ir wi 9 1eG hee gefeitrten eee ee geve⸗ 1 9 ges Vorurtheil, und man findet sich auch in dem⸗ selben nicht getaͤuscht. Denn eine frisch eeeee mC. ht. 2. e, auf fle ztud en. Geographen gestuͤtzte Erzahlung fuͤvrt uns 3 an muthigste in jene abenteuerlichen Zuͤge ei nechafad an. Menschen ei 1 Rgäl Haufens von tausend tes Land zu erobern, und weiß ung durch dien 1e- enb. sestzuhalten, denn Indianer, nich eee Schilvernng 1 ht wie sie jetzt in den Nord⸗ Amerikanischen Waͤldern gefunden w en Rord⸗ erden, vertraut mit Si ten und Raͤnken der Europaͤer sond nit Sit⸗ schen treten handend neben 821 ddern reine Natur⸗Men⸗ 29; 8 8, 1 Svaniern des Mittelal auf, Europaͤische Disziplin und Ta . aee; List und Vaterlandsliebe, Spanische vibigia ehe“ endianischer 1 Spanische Hoͤflichkeit d R lichkeit neben der angebornen Großmuth 1 ee. — b Hroß der Wilden lich ei 8 eea g. saseh. he wI in rnnene n allch, eüne 1 ebqrrlichkeit gelichtet werd 8 ist es auch, in der Beschrebun Zuge den Wohlthuend ch. 2 rerbung des Zuge; in Florida nich 1 boͤrende Zuͤge von Grausamkeit und Mensc 8 5 nicht so em⸗ b 2 1 lerei wahr h⸗ men, als es in den Eroverungs⸗ Zuͤgen zunch 4 . es Cortez 1 5 Fälh ist. Kurz, das Ganze ist eine wohlgelungene eee 8 zur Belehrung als zur Unterhaltung „eeignet is, — in erste⸗ en, ern fuͤr aͤltere Maͤnner zur er Ab⸗ wechselung nach der Lektuͤre so nur erquicklichen Ab⸗ auf nan Sch e⸗ s traurigen Erscheinungen 8, Herr Jeving hat seiner Erzaͤhlung den Spani z 1 en B .,he h.s bist Poetuglestschenschen ee * . aus diesem historischen Boden hebt sich n Allem die edle, ritterliche Erscheinu 1 8½ he Erscheinung des Hern S . F. der den Kaiser Karl V. bat, die Eroberung eang,o⸗ ” gene Kosten unternehmen zu duͤrfen, und sein vedeutendes Ver⸗
11”.
dneten ie f 1 4 Rern, so wie faͤmmtliche staͤdtische Beamte beider Kirchen⸗
immer einer der streitvaren Helden des
moͤgen fuͤr dieselbe verwendete. Tapfer, stark und mutvig, wie nur
Dasseibe that der Oberbuͤrgermeister, Geheime Justizrath Kraus⸗
Gestalten, Gomez, und Andere
Chi dern, oder wir nur des
und auf fast
lich
unversoͤhnlich
n
absendete, um
Mobile), wo
das Hoͤchste.
cher Richtung, glaubte. (II. 222 gebiet,
Kuͤste nahmen. nach der gleichn
welcher dieselbe
arstellung Anabasis.
gewachsen gewesen se
unwe
undvierz'g Pferd leicht verwundet diesem Tage verlaren, die Unternehmens fehlgeschl. nach der Kuͤste hin, Aber im Januar 1541 erlitt dieses neuen Uebverfall der Indianer, der hatte, wenn sie gleich Meister des Schlachtfeldes blieben. gann ein Hin⸗ und Herziehen ohne ging uͤver den Mississippt, wahrscheinlich am untersten Chickelaw⸗ Bluff, einem der alten Fäaͤhr⸗ zasten und 35sten Grad noͤrdlicher Breite, bald feindliche Aufnahme und uͤberwinterte in Mit dem Fruͤhjahre 1542 begannen wieder die Zuͤge in und die Noth der Spanier, In di 5 ofc anch g8 d J esem Elende war der T Soto' im ehhe ee einem schleichenden 191 ,sefaen be. gen und Anstrengungen erlag, fuͤr sie das groͤßte Ungluͤck. n bm den Oberbefehl und fcaute das eeeeeee
ung, wo man nach den Graͤnzen Mexiko's
Die Spanier durchzogen nach Hrn. J ) offenbar die Jagdgebiete des E“ vv vielen Stellen nicht viel besser als Wuͤsten oder öd Die zahllosen Möpseriskebess aber, 8e. ten, erzeugten be sissippi anzutreten. waren durch Regenguͤsse angeschwollen, Strenge ein, das kaum zur Nachtze und Wasser bedeckt war. als Jacken von Gemsen⸗ nackt und der ganze Koͤrper fortwaͤhrend Provinzen Guachoya großer Muͤhe sieben
des Arkansas⸗Flusses, kleidung, Munition
Moscoso uͤberna
laͤnzender Schaar.
Geschichtschreiber Geschoͤpfen aͤhnlich sahen. Spanischen Vice⸗Koͤnigs nach Mexiko, nien safraxsesle Hiermit,, sagt der Verf. am Schluß, „endigt diese Erzaͤhlung vereitelter Hoffnungen und fehlgeschlagener Untern 7, amn der wir noch zum Schlusse die 4 8 Aeebmungts
verband Hernando de Soto mit Klugheit, Beharrlich
entweder Juͤnglinge in der aͤltere Maͤnner, aber von Jugendkraft und Jugendmuth, denen kein Auftrag des verehrten Heerfuͤhrers zu schwer 9
im Getuͤmmel einer blutigen Schlacht, wie in
sich
ßerdem fielen zweiundviersig von ihnen im Kampfe, e ein und fast ein Jeder von ihnen
Kl keit und Geschicklichkeit i
“ Geschicklichkeit in solche Erfolge bervorbringen und seine Leute Ausdauer begeistern; nur ein Charakter, wie wuͤrde den pielen Schwierigkeiten des Zuges in Florida schwerlich yn. Um ihn reihen sich Nuno Tobar, Gonzalo Silvestre, Arias, Pedro Calderon,
Versoͤhn d ecge Ve ung der ihm Nur mit solchen Eigenschaften 1.e. er zur unausgesetzten der Pizarro's war,
diesen Eigenschaften eine
elne Menge ritterlicher 1 Gonzalo de Gallegos, Juan de Angsio, Luis de Moscoso Bluͤthe ihres Alters oder⸗ aällt, moͤchte es auch der bei Mauvila und
caza, seyn, oder auf einzelnen Streifzü 8 98 Sn; 8 Streifzuͤgen in den dichten Waͤl
Moor⸗Gegenden. Unter diesen wollen
kuͤhnen Rittes zweier Juͤnglinge, des onzalo Sil⸗ vessre und Fuan Lope, gedenken, melche Szis vurch dan Bichüe Ss; durergesse es ebtnere de.n um die im Ruͤcken des reiter, welche einen ä 8 Uurufen; Hirribigug an der Hei
der dreißig Lanzen⸗
hnlichen Auftrag an Pedro Calderon, der zu ligen⸗Geist⸗Bay zuruͤckgebli . , ͤck⸗ uͤberbrachten, und des en 4 heeegee here lr äes hhebeh in den Apalachischen Strom⸗Uebergaͤnge und Fluß⸗Gefechte anzufuͤhr ich di Tapferkeit der Einzelnen senedch eeeg a ee seie schen Fükften 188 -. veae e- treten or; die unerschuͤtterlich treuen Kaziken die nebenbuhlerischen Kaziken Capaba vegasnf. Salehe⸗ oͤhnlichen Feinde der Spanier, barehet. die 1b 9 Cofachi wenig dazu bei, den Reiz der lebensvollen Schilder ben Es kann nicht der Zweck vhcernzaen 1n, beg. lichen Zug Hernando de gen. Der Feldherr brach weilte laͤngere Zeit auf der Insel 1 die einer tiefen welche nach ihm noch jetzt die Heilige⸗Geist⸗Bay genannt wird. üIrree bhanch dn⸗ Laͤnder verschiedener Kaziken und b e rovin vpalachee, von wo donado nach dem Achusi⸗ chgc⸗ Fhfach
zur Eroberung einer Indiani⸗ Waldungen, ohne die vielen
Aber auch unter den Indiani⸗ bedeutende Erscheinungen her⸗
und Casquin, die streitbaren Vitachuco, Tuscaloosa, Uri⸗ qui und Andere tragen nicht
dieser Anze ge seyn, den abenteuer⸗ Soto's in seinen Einzelnheiten zu verfol⸗ am 6. April 1538 aus Spanien auf, ver⸗ Cuba und erreichte am 20. Mai Bay an der Kuͤste von Florida,
den Diego Mal⸗
Hafen (jetzt die Pensacola⸗Bay genannt)
hierdurch eine Verbindung mit der Havan 18 Im Mai 8 wurden die 3 eg ging durch die Provinzen Atapaha, Cofaqui, Cosa, Tuscaloosa
von denen die letztere einen Theil der gegenwaͤrtigen Staaten dnsh⸗ bama und Mississippi ausmachen, nach dem stark befestigten Mauvila (auf der Iz der Alabama, wo jetzt der Fluß und die Bucht je am 18. nach freundlich aufgenommen. gann die furchtbarste Mauvila, eine der blutigsten, neuen Welt geliefert sind, die I en Tödee ;ne g behs Niederlage endigte, ’1 aber um ihr ganzes Ge⸗ und Privat Banquier Schultze, dwelundvie Fe
Winterquarttere verlassen, der
Oktober 1540 anlangten, dem Anschein Aber noch an demselben Tage be⸗
Schlacht des ganzen Zuges, die in und bei
die auf den Entdeckungs⸗Zuͤgen in de zwar mit einem furchtbaren Blutbad
1 die Spanier Eigenthum brachte. Au⸗ sie buͤßten zwei⸗ war schwer oder
De Soto's Offenheit, Energie und Munterkeit war mit
Erwartung auf einen guͤnstigen Ausgang seine
agen. Am 18. Noveiber brach er auf, nich
sondern nordwaͤrts in das Innere des Landes
Heer Spanier in Chicaza einen
fuͤr sie die nachtbeiligste Folge Nun be⸗ Plan und Ordnung, das Heer
und Ueberfahr⸗Plaͤtze, zwischen dem fand bald freundliche, der Provinz Utiangue. der Gegend nier, denen es an Be⸗ Lebensmitteln fehlte, stieg auf
ieber und den vielfachen Sor⸗ Heer in westli⸗ zu gelangen
5 ving's Annahme fernen Westen, das Buͤffel⸗
oder Savennen, welche an Steppen sind. zu kaͤmpfen hat⸗
Prairien
mit denen sie
i ihnen den Entschluß, den Ruͤckwe nach dem Mis⸗ Hier war die Noth nicht Fn. en die Sra s.
der Winter trat mit großer
Erdreich war fast ganz unwegsam it inen aae n ganz unwegsam und bot ihnen
platz, indem der Boden mit Koth Sie selbst hatten zur Bekleidung nichts oder anderen Fehen, die Beine waren durchnaͤßt. Erst in den
bc. een . sie sich wieder, wo sie mit roter iu Brigantinen erbauten, in denen sich am 2. Jul 1543 nicht ganz 350 Frsner Kn7ce⸗ die letzten vrc de S.Zan⸗ uf diesen gebrechlichen Fahrzeugen wa ich, ohne Karten und Kompaß, auf den Fachensn8e7 e1, s nung, irgend ein von C bin sie das nackte Leben retten koͤnnten. lange von den Indianern verfolgt, des Mississipyi gelangten und ibre
Mississippt, in der Hoß Gestade zu ö
en. Auch hier sahen sie sich bis sie endlich an den Aussiuß Richtung nach der Merxikanischen
hristen bewohntes
Sturm und Wind trieben sie in die Gegend, wo
der Fluß Penuco muͤndet. Had n amigen Stadt, 1 ig, halb nackend und nur mit den Haͤuten von Buͤffeln, Bäͤren 8 anderen Thieren bekleidet ankamen, so daß sie, 8 185 bemerkt, eber wilden
hen ht Sre.ee. aeeentt ist. D Lewitz nicht zu ihrem Nachtheile — recht oft an die meister af ” des Ruͤckzuges der zehntausend Griechen in Le ae;
Sie stiegen ans Land und begaben sich
in der sie geschwaͤrzt, garstig, runze⸗ b
98 2 der Spanische Thieren, als menschlichen Von dort felgzen 6 Penhelinlahung des uind kehrten theils nach Spa⸗ Gluͤck in Peru. Sens
—₰ 4 4 8 en edle Simplizitaͤt ruͤhmen muͤssen, 2
adurch erinnert sie — und
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