1836 / 39 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

. Reiß,

889 Ctr. Tabacksblaͤtter, 161 Ctr. raffinirter Zucker, 5770 Ctr. roher Zucker, 600 Ctr. Hanfoͤl, 112 ½¼½ Ctr. Dachsteine und

Schleifsteine, 15,886 Ctr. Steinkohlen, 635 Ctr. Talg, 15

Thran u. s. w. Last Weizen, 109 Last Roagen,

1

Kleesaat, 4162 Ctr. Roggenmehl, 880 Ctr. thierische Knochen, Flachs, 109 Ctr. Butter, 4000 S wand, 1288 Ctr. Ruͤboͤl, 19,075 Ctr. zer, als Balken, Planken, Dielen u. s. w.

8b

welche zusammen

in Elbing im Jahre 1835 neu gebaut worden,

08 Last Erbsen, 25 Last Leinsaa

chiff, 240 Lasten groß, und ein Briggschiff,

tromfahrzeuge sind 5 neu gebaut, welche zu nthalten. Dyer Rhederei in Elbing ge 2255 Lasten tragen.

2250

141 Ctr. rohe Haͤute, tuͤck Saͤcke von Klunker⸗Lein⸗ Oelkuchen, 224 Last Hoͤl⸗ Zwet Seeschiffe sind naͤmlich ein Bark⸗. 222 Lasten groß. ammen 134 Lasten hoͤren 13 Seeschiffe an,

auptgegenstaͤnde der Ausfuhr waren: 38 Last Gerste, 290 Last Hafer, t, 432 Last Rapssaat, 1 ¼ Last 395 Tonnen Wendasche 2 3 Ctr.,

71

99 Ctr. 291

3 Ctr.

1 1““

Den 6. Februar 1836.

11

mw tlrcher Fonds- un d Setdü-Cours-Zettel.

Pr. Cour. Brief. Geld.

Pr. Cour. Brief.

Geld.

Kurm. Obl. m. l. C. 8 Nim. Iut. Sch. do.* 101* Berl. Stadt-Obl.“

8

Westpr. Pfandbr.

4 4

102 ༠101 l 101 V 100 ⁄G 102 101 7¾¼

8

Ostpr. Pfandbr. Pomm. do. Kur- u. Neum. do.O I69 Schlesische do. Rückst. C. und Z. Sch. d. K. u. N. Gold al marco Neue Duk. Friedrichsd'or Disconto

t.-Schuld-Sch. r. Engl. O0bl. 30.

räm Sch. d. Seeh

4/1 4* 1 § 8 4 1 103 2 99 122 4 103

rosah. Pos. do. 4 104

102¹

103 ½

do.

4 2

do.

05 ¼ 01 98 712½ 07 2 89] 2

16 ½

104⁄₰ 101 1

mechsel-Cours

18

Brief

Amsterdam ..

Fraunkfurt a. M. WZ.

welcher im Sommer 1835 hierselbst sehr bedeutende

8—

Auslandes werden ersucht, die Untergerichte unseres

zu haben, ihn im Betretungsfalle verhaften, unter

lich Bart: braun; Miene und Gesichtsbildung: oval;

einzusehenden Taxe auf uͤberhaupt 6059 Thlr. 2o9 sgr.

frau des

2₰

dies Grundstuͤck von dem Victualienhaͤndler Hintze

1. Juni 1836 pa Paͤchter Heren derweite Verpa

Betruͤgereien veruͤbt, nunmehr gegen ihn eroͤffneten em 10. Dezember hie er sich mit einem Paß des hiesigen

1— 1 1 1

250 Fl. 250 Fl. 300 Mk. 300 Mk. 1 LSt. 300 Fr. 150 Fl. 150 Fl. 100 Tul. 100 Thl. 150 Fl.

do.

6

1

Petersburg

53 G 28 ½

03 ⁄¾

81551 103 3 99 ¼ 102 291 ⁄1 2

158

Auswärtige Börsen. Amsterdum, 1. Febrnar.

Niederl. wirkl. Schuld 55 ¾¼½. 5 % do. 103 à4. Kanz-Bill.

24 1. 5 % Span 50 ½. Passive 16 ⁄1⅞. Ausg. Schuld 25 ⅞.

Zinsi. 19 ⁄1. Preuss. Präm.-Scheine 105 ⅞. Poln. 125 ½1. Oesterr. Met. 99 ½à.

Antwerpen, 31. Januar. 8 8

Passive 16 ⅞. Ausg. Schuld —. Zinsl. Neue Anl. 49 ½¼. Br. ⅛. G.

Frankfurt a. M., 3. Februar. .

Oesterr. 5 % Metall. 103. 102 ⅞. 4 % 99 ⁄¾à. 99 ⁄.

59 ¾. 1 % 25 ⁄1. G. Bank-Actien 1044. 1642. Partial-Obl. 141 a.

G. Loose zu 500 Fl. 118. 117 ¼. Loose zu 100 Fl. 218.

Br. Preuss. Präm.-Sch. 60 59 ½. do. 4 % Aul. 99 ⅛. G. Poln.

Loosel 70 1l. Br. 5 % Span. Anl. 49. 48 à½. 2 ½ % Holl.

5.

2 ½ %

St. Petersburg, 29. Januar. Lond. 10 ½. Amsterdam. 52 [. Hamburg 91 ½12. Paris 111 ¼. Silber-Rub. 357 ½. 6 % in B. A. —.

Meteorologische Beobachtung. 8 Morgens Nachmittags Abends Nach einmaliger 5. Februar. 6 Uhr. 9) hn 10 Uhr. Beobachtung.

337,49 Par. 337,01“ Par. Quellwarme 7,9 9 R.

+ 2,49 R. 0,4 ° R. Flußwaͤrme 1,40 R. 0,69 R. 0,5 9 R. Bodenwärme 1,3 9 R. —qN— 0 90 Ct. 8 2 8 5. 8 7 6 Ausdünstung 0,028 „Rh. heiter. nebelig. EE1“ O9SO SSO. Niederschlag 0,013“Rh. Nachtkälte 1,1 0 R.

28. 337,42“ Par... 0,70 R. 89 v„Ct.

Luftdruck.. 337 76““ Par. Luftwärme .. 0,2 0 R. Thaupunkt... 1,1 0 R. Dunstsättig... 92 pCt. Wet heiter. AtII1) S9eeee OSO Wolkenzug... Tagesmittel:

+ 0,690 R...

Sonntag, 7. Febr. Im Opernhause: Don Juan, Oper in 2 Abth. Musik von Mozart. (Mad. Franchetti Walzel: Donna Anna, als Gastrolle. Dlle. Stephan: Elvira, als Gastrolle. Herr Eichberger: Octavio.)

Im Schauspielhause: Die Muͤndel, Schauspiel in 5 Abth., von A. W. Iffland. (Herr Rott: Kanzler. Herr Grua: Philipp Brook.)

Montag, §. Febr. Im Schauspielhause: Auf Begehren: Koͤnig Konradin, historische Tragoͤdie in 5 Abth., und einem Vorspiele, von E. Raupach.

Dienstag, 9. Febr. Im Schauspielhause: Der Gefan⸗ gene, Lustspiel in 1 Akt, von Kotzebue. Hierauf: Der Oheim, Lustspiel in 5 Abth.

Mittwoch, 10. Febr. Im Opernhause: Zum er Die Puritaner, große Oper in 3 Abth., mit Tanz, nach de Italiaͤnischen des Pepoli, von dem Freiherrn v. Lichtenstein Musik von Bellini. n.

Zu dieser Oper bleiben die bereits geloͤsten, mit Dienst bezeichneten Opernhaus⸗Billets guͤltig; auch werden die dan noch zu verkaufenden Billets ebenfalls mit Dienstag bezeichn

seyn. Im Schauspielhause: Franzoͤsische Vorstellung.

Koͤnigstaͤdtisches Theater. DSponntag, 7. Febr. Eulenspiegel, oder: Schabernack Schabernack, Wiener Lokal⸗Posse mit Gesang in 4 Akten.

Montag, 8. Febr. Zum erstenmale: Zriny, oder: d' Bestuͤrmung von Sigeth, Melodrama mit Choͤren in 5 Angn. von Theodor Koͤrner. Musik vom Kapellmeister Franz Glae Die neuen Decorationen sind vom Decorations⸗Maler Herrn Deny. n

Dienstag, 9. Febr. Zum Besten der hiesigen Armen: M ses, oder: Der Auszug aus Aegypten, Oper in 3 Akten 1 die Koͤnigstaͤdtische Buͤhne eingerichtet von Friedr. Genée. vnn von Rossini.

üͤben

8 VBhö.

Wir ersuchen unsere lieben Mitbuͤrger, die wohlwollende n schließung des Koͤniglichen Kommisstons⸗Rathes und Direktorzn Koͤnigstaͤdtischen Theaters, Herrn Cerf, den Ertrag der Vorsela der Oper: „Moses“, ohne Abzug von Tages⸗Kosten, halb für! Speisung der Armen und halb fuͤe die Versorgung annoch feuerun

Brennholze zu wiͤng

beduͤrftiger Familien mit kleingehauenem Opern⸗Vorstellung i

durch zahlreichen Besuch der ausgezeichneten tig zu foͤrdern.

Veim Verkaufe der Billets werden diesseitige Deputirte in mm Billet⸗Verkaufs⸗Buͤreau gegenwaͤrtig seyn. Gaben, welche dhe die gewoͤhnlichen Einteitts⸗Preise hinaus, ruͤcksichtlich des viie thaͤtigen Zwecks, gespendet werden moͤchten, werden dankbar ah genommen.

Beelin, den 5. Februar 1836.

Die Armen⸗Direection und die Direction der

1 Arme. Speisung.

Redacteur Ed. Cottel.

†% 8 ½ 8 2 9 ¼ Allgemeiner Anzeiger zum Gesammtflaͤchen⸗Inhalt von 771 Morgen 36 R,, schlag: worunter 215 Morg. Acker und

licher Wiesen; insgesammt zum mindesten jaͤhrlichen achtzinse von 1880 Tblr. incl. ½ in Golde.

B. Das Vorwerk Budwetschen, zum Gesammtflaͤ chen⸗Inhalte von 1653 Morg. Magdeb., worunter Acker vorzuͤglicher Bodenbeschaffenheit und 205 Morg. guter Wiesen, zum mindesten jaͤhr⸗ lichen Pachtzinse von 1100 Thlr. einschließlich 3 in

Bekanntmachungen.

1111313“ Der hiesige Viehhaͤndler Friedrich August Doering,

hat sich vor Einleitung der Kriminal-Untersuchung entfernt, nachdem Koͤniglichen Po⸗ v. J. zu einer Reise

v. J. von hier

jzei⸗Praͤsidii vom 9. Dezember in Handlungs⸗Geschaͤften nach Fuͤrstenwerder an der Mecklenburgschen Grenze versehen hatte. Saͤmmt liche Civil⸗ und Militair⸗Behoͤrden des In⸗ und

Departements aber angewiesen, auf denselben Acht

icherer Begleitung hierher transportiren und gegen Erstattung der Kosten zum Hausvoigtei⸗Arrest ablie⸗ ern zu laͤssen.

Berlin, den 28. Januar 1836.

Koͤnigl. Preuß. Kammergericht. A“

Familienname: Doering; Vorname: Friedrich Au⸗ ust; Geburtsort: Dresden; Aufenthaltsort: Berlin; Religion: evangelisch; Alter: 29 Jahr; Groͤße: 5 Fuß 5 Zoll; Haare: schwarz; Stirn: frei: Augenbraunen: schwarz: Angen: braun; Nase und Mund: gewoͤhn⸗

Zesichtsfarbe: gesund; Bekleidung kann nicht ange⸗

P

Golde.

eben werden.

Nothwendiger Ve⸗

Kammergericht zu Berlin. Das hierselbst in der Wadzeckstraße Nr. 3 belegene, dem Victualienhaͤndler Christian Friedrich Hintze ge⸗ drige Grundstuͤck, welches mit Einschluß der zu emselben gehoͤrigen Baustelle, zufolge der nebst Hy⸗ pothekenschein und Bedingungen in der Registratur

bgeschaͤtzt ist, sell am 24. August d. J., Vorm. um 11 uhr, an oedentlicher Gerichtsstelle subhastirt werden. Zugleich werden die unbekannten Erben der Ehe⸗ c. Kutzer, Dorothee Sophie, gebornen welche

Nltenberg oder Auguste, gebornen Erdmann, rkauft haben soll, so wie alle sonstige unbekannte Reral⸗Praͤtendenten aufgefordert, sich bei Vermeidung r Praͤklusion spaͤtestens in diesem Termine zu mel⸗ bden Ebenso werden der Glaͤubiger, Schullehrer Julius Friedrich Bibend, dessen gegenwaͤrtiger Auf⸗ nthaltsort unbekannt ist, oder dessen Erben, zu die⸗ em Termine oͤffentlich voegeladen. Berlin, den 14. Januar 1836. Koͤnigel. Preuß Kammergericht.

—.——

Bekanntmachung.

Da die im Kreise Stallupoͤnen, Regierungbezirks (GGumbinnen, belegene Domaine Sodargen mit dem chtlos wird und mit dem zeitherigen ber⸗Amtmann Hasford uͤber die an⸗ chtung eine angemessene Vereinigung offen werden koͤnnen, so sollen die Pacht⸗ Wege der Submission auf einen Zeitraum von 24 Jahren, vom 1. Juni 1836

D

nicht hat getr . stuͤcke dieser Domaͤne im

bis dahin 1860 verpachtet werden und zwar abge sondert a. Das Domaͤnengut Sodargen zum Ge

worunter 960 Morg. 173 R. Acker von vorzuͤg licher Bodenbeschaffenheit, 443 Morg. 87 DR. gu

ter Wiesen, 19 Morg. 50 ¶R. Gaͤrten und das Ue⸗ brige Huͤtung, mit der Brau⸗ und Brennerei und

sammtflaͤ⸗ chen⸗Inhalt von 1849 Morg. 136 (R. Magdeb⸗,

Vorw

dem Krugverlag; nehst dem

erk Schwigupoͤnen,

822 Morg

- zu den Vorw

Die Pachtbewerber, welche die naͤheren Nachrich⸗ ten uͤber die Pacht-Gegenstaͤnde und deren Veran⸗ schlagung im Buͤreau des Departements⸗Raths, Re⸗ gierungs⸗Raths Schrader erhalten koͤnnen, werden hiedurch aufgefordert; unter Nachweisung ihres Ver⸗ moͤgens und ihrer sonstigen Fäaͤhigkeit zu Uebernahme dieser Domaͤnen-Pachten, ihre bei den feststehenden Pachtbedingungen nicht hinter dein festgesetzten min⸗ desten Pachtzinse zuruͤck bleibenden Gebote, in einer mit ihrem Privat⸗Siegel verschlossenen Submissions⸗ Schrift, bei dem Justitiarius der Abtheilung, Re⸗ gierungs Rath Nast, persoͤnlich abzugeben, und zwar laͤngstens bis zum neunten Maͤrz dieses Jah⸗ res, mit welchem Tage das Submissions⸗Verfahren geschlossen wird. Die Eroͤffnung der eingegangenen Submissionen soll in der Sitzung der Abtheilung am Freitag den 11. Maͤrzec. erfolgen und wird den Pachtbewerbern freigestellt, dieser Eroͤffnung persoͤnlich beizuwohnen; jedoch nicht gestattet, weitere Nachgebote abzugeben. Gumbinnen, den 4. Januar 1836.

Königl. Preuß. Regierung. Abtheil. fuͤr die Verwaltung der direkten Steuern, Domainen und Forsten.

Be k

Die der hiesigen Kaͤmmerei gehoͤrigen, vor der Neu⸗ stadt belegenen Vorwerke Schmoͤllen, Wendgraͤben und Goͤrisgraͤben, so wie die in der Neustaͤdtschen Forst an der Buckau belegene sogenannte Neuemuͤhle, nebst dazu den 3. Märzc., von Vormittags 10 Uhr ab, zu Rathhause vor dem Stadt⸗Syndikus Brandt an⸗

gehdri

gefetzten Termine auf 12 J einzeln und zusammen in Zeitpacht ausgeboten werden. Indem wir Pachtlustige hierdurch einladen, bemer⸗ ken wir, daß zu dem Vorwerke Schmoͤllen

442 Morg.

157

2 84

609 Morg. 255

333 Morg.

und zur Neuenmuͤhle

2z2

—— ———

erken Schmoͤllen, Wendgraͤben und Goͤ risgraͤben betraͤchtliche Schaͤfereien und zu saͤmmtli⸗ chen Vorwerken ansehnliche Huͤtungen und Weide⸗ nutzungen gehdren, dieselben auch mit den noͤthigen Wohn⸗ und Wirthschafts⸗Gebaͤuden und Inventarien versehen sind. Bedingungen koͤnnen in unserer Registratur einge⸗ sehen werden, auch Pachtlustige Abschriften davon, gegen Kopialien, von unserem Registrator Angerstein ferhalten

In dem angesetzten Termine werden neue Bieter nach 6 Uhr Abends nicht mehr zugelassen, und der Deputirte ertheilt mit dieser Stunde, wenn nach ge schehenem Aufruf kein Mehrgebot erfolgt, den Zu⸗

—y.—ꝙ

228 Morg. vorzuͤg⸗

2

Brandenburg, den

—.

hat, wird auf den Antrag seiner des Muͤhlschers Johann Heinrich

Erben uͤberwiesen werden wird. Leobschuͤtz, den 27. August 1

89

gau aus dem dasigen Herzoglich

anntmachung.

Nr. 1. Hochheimer

2,

2S 1⸗*

—⸗ 822 & = —₰ —. 22

gem Vorwerke, sollen in dem auf 1 . 40. Hochheimer

37. Ruͤdesheimer 32

103

Jahre Pro Tvinitatis 18½ ½

2

100. Steinberger 18

.123. Hochheimer 125. Ruͤdesheimer 145. Steinberger 36. Hochheimer

84 Ruth. Ackerland, 18-h Wiesewachs und 102 . Gartenland; zu Wendgraͤben

Acker, 128 Ruth. Wiesen und 134 Gartenland; zu Goͤrisgraͤben 108 QRuth. Acker, 141 Wiesen und 121 Gartenland,

18

69. Hochheimer 74. Ruͤdesheimer 88. Steinberger 2 ½8. Hochheimer 7

194. Ruͤdesheimer

B 2.

85 Ruth. Ackerland, 54 Wiesewachs und 144 Gartenland,

196 197. Steinberger 200. Hochheimer 216. Ruͤdesheimer

2

215. Marcobrunner 1 218. Hochheimer Die Anschlaͤge und speziellen Pacht⸗ Si Steinberger 169. Ruͤdesheimer 184. Steinberger 185. 8

296. Ruͤdesheimer

11.“

5 die Preußische 5 8 9 S

fuͤr die 4 reußisch 2 ein jeder Mitbieter muß sich aber uͤber seine Vermoͤgens⸗Umstaͤnde und Qualifrkation zur Uever⸗ nahme der Pachtung ausweisen, auch sofort Kaution fuͤr sein Gebot auf die Haͤlfte desselben bestellen. 2. Februar 1836. Ober⸗Buͤrgermeister, Buͤr

Rath hiesiger Chur⸗ und Hauptstad

dT 1ö1““

Der aus Hohndorff, Leobschuͤtzer Kreises in Preu⸗ ßisch Schlesien, gebuͤrtige Joseph Heinrich, welcher im Jahre 1817 Hohndorff verließ und im Jahre 1820 die letzte Nachricht aus Namslau von sich gegeben

tharina, gebornen Heinrich, verehel. Nietsch, nebst seinen etwa zuruͤckgelassenen unbekannten Erben hier⸗ durch vorgeladen, sich innerhalb neun Monaten, spaͤ⸗ testens aber in dem vor dem unterzeichneten Ge⸗ richte auf den 6. Juli 1836 angesetzten Termine in der Gerichts⸗Kanzlei zu Hohndorff persoͤnlich oder schriftlich zu melden und weitere Anweisung zu er warten, widrigenfalls der Joseph Heinrich fuͤr todt! erklaͤrt, und dessen Vermoͤgen seinen obengenannten Geschwistern als den alleinigen naͤchsten gesetzlichen

Das Patrimonialgericht uͤber Hohndorff.

Wein⸗Versteigerung. Montag, den 14. Maͤrz und den folgenden Tag, Morgens 9 Uhr, werden zu Eberbach im Rhein⸗

nets-Keller, nachstehende Kabinets⸗Weine von vor⸗ zuͤglichster Qualitaͤt, oͤffentlich versteigert: 17481. 1779 r 383r 17839 * 1794r 18079 18079 18069rv . 18181 *105. Marcobrunner 1818r

178

18199r

1819r 1806r⸗ 66. Marobrunner 1811r. 18IlIr 181 ir 1811r. 1827r

18289

Berg Riesling 1825 191 Marcobrunner 18251r 18251r 18259r

Berg Riesling 18269 8269r 1826 18269 18269r 164. Marecobrunner 1822r 18 18220 18221*

295. Marcobrunner 1831-9.

Berg Riesling 1831r9.

—’— . 4 „„%

Staaten.

Nr. 297. Hochheimer 1831r;

* 298. Steinberger 1831r T sodann aus der Erndte von 1834. Stuͤck Hattenheimer und Erbacher Zehntwär ferner aus den Herzoglichen Domanial⸗Vil bergen erzogene:

15 Stuͤck Hattenheimer, 6 Marcobrunner, 40 Steinberger, dem Verkauf ausgesehzt. Die Proben koͤnnen den 20. und 30. 13. und 20. Februar,

C q 1“ an den Faͤssern genommen werden.

An den Versteigerungs⸗Tagen werden solchet nur in dem zur Veisteigerung bestimmten Saal, igeben.

Wiesbaden, den 2. Januar 1836.

Herzogl. Nassauische General⸗Domaina

Direction. Freiherr von Bock⸗Hermsdorf Graͤflich Sternbergsche Kupferstich⸗Aul tion zu Dresden. Montag den 9. Mai d. J. beginnt zu Dtesden

en

und 16

germeister und

Januar,

beiden Geschwister und der Anna Ca⸗

88 durch Unterzeichneten die Versteigerung de ersten Abtheilung der zum artistischen Nachlasse Sr. Excellenz des Herrn Grafen Frat von Sternberg, Manderscheid, weiland K. wirkl Geheimen Rathes und Kamn rer, auch Ober⸗Landes⸗Kaͤmmerer Boͤhmen ꝛec. ꝛc ꝛe. gehoͤrigen, an seltenen Blaͤttern so wie uͤberta außerordentlich reichhaltigen (gegen 73,000 Nummch Kupferstich- und Häandzeichnungem⸗ Sammlung. Der uͤber diese erste Abtheilung von dem heh Vorsteher der K. S. Kupferstich⸗Gallerie, J. G Frenzel, gefertigte Katalog enthaͤlt in 7440 Nunna (auf 52 Bogen gr. Fvo.) die Kupfer nach der Malerschule und mehrere der aͤltern als auch stägte. Sculptur und Architektur und ist auf portofetn schrift Exemplar 1 Thlr.) zu haben, in al⸗ bet Herrn Asher und in der Schenk uns hern⸗ aͤckerschen Kunsthandlung; Duͤsseldorf: in derbinh schen Buchhandlung: Breslau: in der Schull Buchhandlung: Hamburg: bei Herrn Harzel ris und Straßburg: in der Levraultschen Buch lung: London: in der Black & Armstron Buchhandlung; Schaffhausen: in der Hurte Buchhandlung; Krakau: in der Buchhandlung, Herrn Friedlein Zuͤrich: in der Heinr. Fueß schen Kunsthandlung; außerdem durch jede Ue und Kunsthandlung; zu Dresden durch die M. thersche Hof⸗Buchhandlung. Dresden, den 28. Januar 1886. I C. E. Heinrich, Auktionan Literarische Anzeigen. (Vor einigen Wochen erschien die Ate und dte⸗ vor einicen Tagen die öte bis 9te Lieferung des Taschenbuchs fuͤr die Einwohner Ber und der Provinz Brandenburg. Dieses fuͤr Beamte, Familienvaͤter, Kaufleut⸗ Gewerbtreibende aller Art unentbehrliche But nun vollendet, und kostet, aus 52 enggedrut⸗ Bogen in großem Format bestebend, —inr⸗ Sobald der bauwissenschaftliche Nachtrag fernt welcher in 14 Tagen erscheint und 20 sgr. 1'. dieser niedrige Subseriptions⸗Preis auf. Da auch die Versendung an die zahlreichen aufnss Abonnenten beginnen. Wer es naͤher pruͤfe dem steht es zur Ansicht zu Diensten. Kl. Praͤsidenten⸗Straße af

8 8

Nassauischen Kabi⸗

uͤck,

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Er sagte n

llgemeine Bewegung.

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Kronik des Tages.

Im Bezirke der Koͤnigl. Regierung

u Danzig ist dem bisherigen katholischen Pfarrer zu lew, Nelke, die erledigte Roͤmisch⸗katholische Pfarrstelle in utkau, so wie dem bisherigen Dom⸗Vikar zu Pelplin, Jo⸗ unn George Jeschke, die erledigte Roͤmisch⸗katholische Pfarr⸗ le in Orhoͤft verliehen worden;

zu Koͤslin ist der bisherige Prediger in Nehmer, Haͤ⸗ cke, als Prediger in Hasenfier angestellt worden;

u Liegnitz ist der Predigtamts⸗Kandidat Mosig zum astor in Uhyst ernannt worden.

v“

Das Publikum wird benachrichtigt, daß das Sach⸗ und Na⸗

ens⸗Register zur Gesetz⸗Sammlung der Jahre 1831 bis ein⸗

sießlich 1835 erschienen ist und dasselbe alle diejenigen Inter⸗

inten unentgeltlich ausgeliefert erhalten, welche ihr Abonnement tdem 1. Januar d. J. fortgesetzt haben.

Berlin, den 8. Februar 1836. Debits⸗Comtoir der Gesetz⸗Sammlung. Abgereist: Der Fuͤrst Alexander zu Sau

36 on-Witt⸗ nstein-Berleburg, nach Frankfurt a. M. 1XuX“

.“

Fieschi'’s Prozeß. Sitzung vom 31. Januar. Da; Innere

Saales bot gau; den Anblick wie Tages zuvor dar. Die Tri⸗ en waren uͤberfuͤllt.

Die Angeklagten waren in ihrer aͤußeren stung unveraͤndert: nur schien Morey kraͤnker und niedergeschla⸗ her. Der Praͤstdent setzte das Verhoͤr mit Fieschi fort. Dieser eeine Bleifeder in der Hand und machte von Zeit zu Zeit No⸗ „Fr. „Fiescht, wer waren die drei Frauenzimmer, die Euch er besuchten, und die Ihr Eure guten Freundinnen nennet?“ tw. „Nur Eine war meine gute Freundin; die beiden Anderen ren seit einiger Zeit aus Lyon angekommen; die Eine war eine kanntschaft des Bruders der Nina und hatte fuͤr diese einen Brief zebracht, worin sie von ihrem Brnder aufgefordert wurde, der berbeingerin eine Stelle zu verschaffen. Ich uͤbernahm diese Sorge; kam zwei oder drei Mal zu mir, aber nicht als meine Geliebte. war ihr von Nutzen, verschaffte ihr eine Wohnung und lieh ihr ar 5 Francs, obgleich ich selbst nicht viel Geld hatte. Die dere war die Geliebte eines meiner besten Freunde ge⸗ sen, der sie mir auf dem Stervebett empfohlen hatte; Lnahm sie zu mir, aber ich ehrte sie: sie war fuͤr mich his als ein Mann, und ich beteachtete sie als ein mir anvertrau⸗ Fheiliges Gut. Meine Vernunft war starker als meine Leiden⸗ Auch ihr verschaffte ich eine Stelle vei einer Waͤscherin, p sie so viel verdiente als sie bedurste. Nina allein war meine eliebte; ich hatte sie schon als Kind erzogen und ihr meine Grund⸗ te beigebracht, obgleich ich selbst deren bedurfte. Dies ist Alles, is ich hinsichtlich jener drei Frauenzimmer sagen kann. Ich hatte er eine Gelichte; mit eimer hat man schon zur Haͤlfte zu viel.“ Fr. „Unterhieltet Ihr Euch nicht oft mit jenen Frauen uͤber

üre politische Meinung? Antw. „Wer wird denn mit Frauen uͤber plitik sprechen Davon verstehen sie ia nichts.“ Fr. „Wußtzte die Nina saye um Euer Geheimniß? Antw. „Nein, Nina wußte nur, ß. ich Pepin genau kannte.“ Fr. „Habt Ihr nicht zu der sssave gesagt, daß, im Fall Euch ein Ungluͤck zusleße, Pepin fuͤr sorgen und es ihr an nichts fehlen lassen wuͤrde?“ Antw. „Ja, war verabredet, daß Pepin und Morey, -jeder ihr monatlich Fr. zahlen sollten, faͤlls ich bei dem Alttentate oder in age desselben das Leben verldre.“ Fr. „Wann habt Ihr nen Beiden die Lassave zum Letztenmale empfohlen?“ Antw. N.ö dich. fuͤrchtete, verhaftet zu werden. Ich war in bestaͤn⸗ ger Besorgniß deshalb. Morey sagte mir, daß, wenn ich ver⸗ ifttt wuͤrde, er die Maschine laden und abfeuern wolle.“ Fr. Fr. „Wann

Kannte die Lassave den Boireau?“ Antw. „Nein”“ Dezember

utet Ihr den Boireau zuerst kennen? Untw. „Im 1 „Fr. „Habt Ihr nicht eine Nacht bei ihm geschlafen!“ mtw. „Ja.“ Fr. Hat nicht Boireau bei einer gewissen Gele⸗ vheit gesagt, daß man darum loosen muͤßte, wer den Koͤnig toͤd— sollte, und daß er, wenn ihn das Loos traͤfe, willig gehorchen tde?’ Antw. „Ja; aber er hat es in der Trunkenheit gesagt.“ Fr. „Hat Euch Boireau nicht eines Tages von einem Kom⸗ otte, welches auf dem Wege nach Neuilly auzgefuͤhrt werden te, wie Jemand gesprochen, der die Verschwoͤrer kannte?“ Antw. ir einmal, daß er etwas der Art von einem Bekannten,

neinem Freunde vernommen habe; er hat Freunde zu Tausen⸗ m.— ich, fuͤr mein Theil, bin etwas kaͤrger mit meiner Achtung.“ Leises Murren.) Fr. „Zu einer gewis⸗ Nina Lassave, als ob Eure Lage sich gebessert hattet mehr Geld wie gewoͤhnlich. Ruͤhrte dies von Pevpin und Morey eingegangenen Verpflichtungen es die Frucht Eures Komplottes und Eurer Ver⸗ Antw. „Haͤtte ich auf diese Weise Geld erhalten, 15 es gesagt haben. Wenn ich das Schaffot besteige, lh e sagen, daß ich ein großer Verbrecher sey, aber man epin b hebaußten onnen, daß ich aus Eigennutz gehandelt habe. 8p estritt die Kosten der Maschine und gab mir von Zeit zu he as Geld, um mich zu kleiden, und fuͤr meinen Unterhalt zu beiti as war aber kaum so viel, als ich mir durch meiner Haͤnde 39 erdient haben wuͤrde.“ Fr. „Ihr sagt bestaͤndig, Ihr egen Pepin und Morey so feierliche Verpflichtungen einge⸗ itcen⸗ d Ihr Euch denselben nicht entziehen zu koͤnnen geglaubt schah Bei welcher Gelegenheit war dies gescheben?“ Antw. „Es Ich hatte ihnen yersprochen,

hert n baban chast Cegläsche Chelbe en. eine ungluͤckliche Eitelkeit ist mein groͤßter . g dieselbe wuͤrde ich zuruͤckgetreten seyn.“ Pr. se. cg⸗ 9 nicht eigentlich Eide von Eurer Seite geleistet worden“ zoates/Ech. Eide! Gegen sie?% Hier machte Fieschi ein unuͤber⸗ hneng. ortspiel, welches er selbst laut belachte. Er sagte: Moi, des 1. de tels zarmens. Das Verhoͤr drehte sich nun zu⸗ gjin 1r 9 Versuch, den Fieschi, Pepin und Morey eines Ta⸗ nlne,Sch egend des Kirchhofes des Pater La Chaise mit einer ange gemacht hatten. Fiescht wiederholte den Hergang

zeit schien es der * Ihr zuren mit r? War techungen?⸗ wuͤrde ich

der Sache genau so, wie wir ihn bereits

M

ontag den Sten

Berlin,

Imien

88 b eits in dem Auszuge aus der Instruction mitgetheilt haben. Fr. „Wie hoch belaufen sich wobl im Ganzen die Summen, die Euch von Maͤrz bis Ende Juli durch Pepin und Morey zugestellt worden sind Antw. „Hoͤchstens auf 530 Fr.; ganz genau kann ich es aber nicht angeben.“ Fr „Es ist schwer zu glauben, daß Ihr fuͤr eine so unbedeutende Summe Euch zur Ausfüͤhrung eines so jurchtbaren Attentats verstanden ha⸗ ben solltet. Wenn Ihr in der That nur 500 Fr. erhalten habt, hat man Euch nicht groͤßere Summen fuͤr die Folge versprochen⸗ Ist nicht oͤfter zwischen Pepin, Morey und Euch von den Maßregeln die Rede gewesen, die im Falte des Erfolgs zu ergreifen waͤren; Habt Ihr Euch mit Pevin und Morey nicht zuweilen von dem Verderben unterhal⸗ ten, welches die Maschine nothwendig anrichten mußte? Was sag⸗ ten sie in dieser Beziehung? Wie blind auch ihr Haß gegen den Koͤnig gewesen seyn mag, haben sie nicht wenigstens geschwankt bei dem Gedanken, wie viele unschuldige Opfer fallen muͤßten? Die Erklaͤrungen, die Ihr im Laufe der Instruction und auch heute ab⸗ gegeben habt, sind der Art, daß sie, wenn sie sich bestaͤtigen, die ganze Strenge der Gesetze auf die Haͤupter der neben Euch siten⸗ den Personen laden. Ich muß Euch noch einmal fragen, ob Ihr bei allen Euren Erklaͤrungen und bei allen Euren Gestaͤndnisten be⸗ harret? Fieschi mit Ruhe, Festigkeit und besonderm Nachdruck „Ich spreche hier fuͤr mich; ich suche mein Verbrechen nicht zu be⸗ schoͤnigen, weil das unmoͤglich ist. Ich bin entschlossen, den Lei⸗ denskelch bis auf den Grund zu leeres. Ich hatte allerdings Be⸗ trachtungen uͤber die Folgen meines Verbrechens angestellt, aber sie Pepin und Morey nicht mitgetheilt. Sie brobachteten ihrerseits daͤruͤber ebenfalls Stillschweigen. Zuweilen dachte ich an meine traurige Lage. Doch uͤber dies Alles werde ich mich ausfuͤhrlicher aussprechen, wenn mir der Gerichtshof nach den Reden meiner Ver⸗ theidiger einige Augenblicke goͤnnen will“ Fr. „Beharret Ihr bei allen Euren Erklaͤrungen?“ Fieschi (beide Haͤnde emporhe⸗ bend und mit feierlichem Tone): „Ja, Herr Praͤsident, ich beharre dabei, und schwoͤre bei dem Grabe meines Vaters, daß ich die Wahr⸗ heit gesagt habe!“ Der Praͤsident. „Genug; setzt Euch Die Sitzung wurde hier auf kurze Zeit unterbrochen. Waͤhrend die⸗ ser Zeit wurde ein Lehnstuhl fuͤr Morey näher an den Sitz des Praͤ⸗ sidenten geschoben. Bei Wiedereroͤffnung der Sitzung beauftragte der Praͤsident einen der Gerichts⸗Schreiber des Pairshofes, sich ne⸗ ben Morey zu stellen, und die Antworten desselben, die er nur mit leiser Stimme geben konnte, laut zu wiederholen. Fr. „Angeklagter Morey, habt Ihr nicht seit der Juli⸗Re⸗ volution bestaͤndig an geheimen politischen Gesellschaften und namentlich an der Gesellschaft der Menschenrechte Theil ge⸗ nommen?“ Antw. „Ja.“ Fr. „Ich zeige Euch hier eine Quan⸗ titaͤt Pulver und Kugeln, die in Eurer Wohnung gefunden worden sind. Erkennt Ihr sie?“ Antw. „Ja; ich bediente mich der Kugeln und des Pulvers beim Scheibenschießen’“ Fr. „Waret Ihr nicht orher schon war ich Sattler,

fruͤher Soldat? Antw. „Ja; aber v nd meiner Dienstzeit setzte ich dies Handwerk fort.“

und auch waͤhre Fr. „Habt Ihr Euch nicht ein ausgezeichnete Geschicklichkeit „Im Gegentheil, ich war ein

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im Schießen erworben?“ Antw. ganz gewoͤhnlicher Schuͤtze Fr. „Seit wie lange kennt Ihr den Fieechi?“ Antw. „Im Jahre 1834 habe ich ihn kennen gelernt”“ Fr. „Kanntet Ihr die Nina Lassave?“ Antw. „Ich habe sie bei ihrer Mutter kennen gelernt und sie vielleicht zwei oder drei Mal gesehen.“ Fr. „Fieschi behauptet, Ihr haͤttet versprochen, Euch ihrer anzunehmen, falls ihm ein Ungluͤck widerfuͤhre?“ Antw. „Das ist falsch!“ Fieschi: „Ich verstchere, daß es wahr ist.“ Morey: „Ich behaupte, daß es unwahr ist.“ Fr. „Kanntet Ihr Pepin? Antw. „Ja.“ Fr. „Seit wie lange“ Antw. „Etwa seit dem Jahre 183 27 Fr. „Kanntet Ihr Boireau?“ Antw „Nein.“ Fr. „Bescher?n Antw. „Jag.“ Fr. „Drehten sich Eure Gespraͤche mit Fieschi nicht bestaͤndig um Politik“ Lie⸗ ßet Ihr nicht siets Eurem Haß gegen den Koͤnig Ludwig Philipp freien Lauf’ Antw. „Es war zwischen Fiescht und mir nie von Politik die Rede.“ Fr. „Hat er Euch nicht die Zeichnung einer von ihm erfundenen Maschine gezeigt, und dabei gesagt, daß er sich derselben gern im Juli 1830 gegen Karl X. bedient haͤtte; Habt Ihr bei dieser Gelegenheit nicht bemerkt, daß man sie auch gegen Ludwig Philipp brauchen koͤnnte?“ Antw. „Fieschi hat mie nie eine solche Zeichnung gezeigt, ich konnte mithin auch keine solche Antwort geben.“ Fr. „Fieschi, Ihr hoͤrt diese Behauptung; was Habt Ihr darauf zu erwiedern’ Fieschi: „Ich beharre bei mei⸗ ner fruͤheren Erklaärung“ Morey verneint auf das Bestimm⸗ teste alle Fragen des Praͤsidenten, die sich auf die fruͤheren Erklaäͤ rungen Fiesch's in Betreff seiner Theilnahme an dem Komplotte beziehen, und schaltet oft die Bemerkung ein, daß es nicht genuͤge, daß Fieschi solche Thatsachen behaupte, er muͤsse sie auch beweisen koͤnnen. Fr. „Habt Ihr nicht fuͤr Fieschi, als er unter dem Namen Gerard eine Wohnung auf dem Boulevard du Temple miethete, die Haͤlfte des Miethszinses fuͤr ihn im Vor⸗ aus bezahlt’“ Antw. „Ich gewiß nicht. Fieschi schleppte sich immer mit einer Menge von Leuten. Wohl moͤglich, daß man Ei⸗ nen derselben fuͤr mich gehalten hat. Er ging oft mit einem Pie⸗ montesischen Offizter, der ganz meine Gestalt hatte, und man hat ihn leicht fuͤr mich halten koͤnnen.“ Fr. „Wißt Ihr den Na men dieses Offiziers” Antw. „Nein, ich erinnere mich dessen nicht.“ Fr. „Fieschi, habt Ihr wirklich mit etnem Piemontesi⸗ schen Ofsizier Umgang gehabt?“ Fieschi „Nein. Ich habe wohl einen Italiaͤnischen Offizier gekannt; aber er war viel kleiner als Morey.“ Fr. „Koͤnnet Ihr nicht genauere Aufschluͤsse uͤber die⸗ sen Italiaͤnischen Offizier geben? Herr Dupont (Vertheidiger des Morey) „Ich habe selbst Nachforschungen uͤber diesen Ge⸗ genstand angestellt und viele Personen gefunden, die jenen Offizier gesehen haben, und seinen Namen wissen muͤssen. Ich habe diese Personen als vorladen lassen.“ Der ganze uͤbrige Theil des mit Morey angestellten Verhoͤrs verging unter bestaͤnd igem Leug⸗ nen von seiner Seite, und unter eben so beharrlichen Betheurun⸗ gen von Seiten Fieschi's, daß er die Wabrheit gesagt habe. Das Einzige, was Morey eingestand, war, daß er am 20. Juli mit der Nina Lassave zu Mittag gegessen, und ihr kleine Unterstuͤtzungen an Geld gegeben habe. Dies haͤtte er aber nur aus Mitleid gethan,

klagenswerthen Lage

weil sch das junge Maͤdchen in einer hoͤchst be befunden habe. Mit den feierlichsten Versicherungen von Seiten s im entgegengesetzten Sinne schloß das Ver⸗

Fieschi's und Morey hoͤr dieses Letztern.

Paris, 1. Febr, Conseils⸗Praͤsidenten.

Die Deputirten⸗Kammer hielt heute wieder eine oͤffent⸗ liche Sitzung, zu der sich indessen, ungeachtet die Minister mit gutem Beispiel voraugegangen waren (es fehlte Keiner von ih⸗ nen), nur wenige Deputirte eingefunden hatten, woran ohne Zwei⸗ fel die gerichtlichen Verhandlungen vor dem Pairshofe Schuld

Der Koͤnig arbeitete gestern mit dem

waren. Zunaͤchst legte der Minister des oͤffentlichen Un⸗

Februar

r -

terrichts im Namen des Grafen Duchaͤtel, der bei der Eroͤff⸗ nung der Sitzung noch nicht zugegen war, einen Gesetz⸗Entwurf vor, wodurch die seit der letzten Session erlassenen Zoll⸗Verordnun⸗ gen Gesetzes⸗Kraft erhalten sollen. Derselbe Minister brachte sodann einen Gesetz⸗Entwurf uͤber den Elementar⸗Unterricht ein, wonach dieser hinfuͤhro voͤllig frei seyn soll; als einzige Buͤrgschaft fuͤr die Regierung wie fuͤr die Familien wird bloß festgesetzt, daß die Schulhalter künftig eine Pruͤfung uͤber ihre wissenschaftliche Ausbildung und ihre Moralitzt bestehen sollen. Herr Gouin ent⸗ wickelte hierauf seinen bekannten Antrag auf Reduction der 5proc. Rente, dessen Berathung auf den naͤchsten Donnerstag (Aten) an⸗ gesetzt wurde. Den Beschluß der Sitzung machten verschiedene Petitions⸗Berichte. 1

Der zweite Wahl⸗Bezirk des Depts. der Eure und der erste des Depts. der Oberen Loire sind resp. auf den 27. Febr. und 1. Maͤrz in Verneuil und Le Puy zusammenberufen worden, um statt des im Amte befoͤrderten Herrn Rancé und des aus der Kammer ausgeschiedenen Herrn Bertrand neue Deputirte

zu waͤhlen.

I Journal des Deöbats enthält auch heute wieder einen Artikel, worin es den Beweis zu fuͤhren sucht, daß eine Reduction der 5proc. Rente nicht bloß eine unzeitige, sondern uͤberhaupt eine ungerechte Maßregel waͤre. Als Belag fuͤr diese Ansicht giebt das gedachte Blatt das nachstehende Schreiben ei⸗ nes gewissen Faviers: „M. H.! ich bin 83 Jahr alt; als mein Bater im Jahre 1768 starb, hinterließ er mir 12,000 Liv. Ren⸗ ten auf das Pariser Stadthaus; 3 Jahre spaͤter koͤmmt der Abbé Terray ans Ruder und nimmt mir die Haͤlfte davon; 24 Jahre spaͤter nimmt mir der Konvent zwei Drittheile des Ueberrestes, und jetzt soll ich wieder ein Fuͤnf⸗ theil verlieren, dergestalt, daß, wenn die Renten⸗Reduction ins Leben traͤte, mir von meinen 12,000 Liv. Renten nur noch 1600 blieben. Ein Wink fuͤr Diejenigen, die ihr Geld in Staats⸗Pa⸗ pieren anlegen wollen!“ Das „Journal des Débats“ macht die einfache Bemerkung, wie ganz anders die gegenwaͤrtige Lage des Briesstellers seyn wuͤrde, wenn sein Vater, statt sein Geld in Renten anzulegen, es zum Ankaufe von Grund⸗ Eigenthum verwandt haͤtte. In dem Budget von 1837 werden zur Ver⸗ zinsung der 5proc. Rente fuͤr das erwaͤhnte Jahr 147 Mill. Fr. verlangt. Rechnet man von den zirkulirenden Renten diejenigen ab, die der Tilgungs⸗Fonds, die Invaliden⸗Kasse und andere oͤf⸗ fentliche Institute besitzen, so belaͤuft sich die Masse der uͤbrigen auf etwa 110 Mill. (also 2200 Mill. an Kapital), wovon sich 70 Mill. in Paris und 40 Mill. in der Provinz befinden.

Nachrichten von der Spanischen Graͤnze vom 27. Ja⸗ nuar zufolge, waren am 24sten fuͤnf Kanonen unter der Beder⸗ kung des 4ten Karlistischen Bataillons von Guipuzcoa aus Aspei⸗ tia nach St. Sebastian geschafft worden, und das Feuer gegen diese Stadt hatte aufs neue begonnen. X“

Großbritanien und Irland.

London, 30. Jan. Se. Maäj. ertheilten gestern in Brigh⸗ ton dem General Sir Frederick Mulcaster Audienz. Im Schloß zu Windsor werden schon Vorbereitungen fuͤr die Ruͤckkehr Ih⸗ rer Majestaͤten getroffen. Man glaubt jetzt, daß der Hof am 20. Februar den Pavillon von Brighton fuͤr diesen Winter ver⸗ lassen, sich von da zuerst nach dem James⸗Palast und dann nach

Windsor begeben werden.

Der Geburtstag des Herzogs von Sussex wurde vorgestern von den Freimaurern, deren Großmeister er ist, in ihrer Halle in. Great Auecen Street durch ein großes Gastmahl begangen. Der Herzog hatte seit 25 Jahren bei dieser Gelegenheit dort den Vorsitz gefuͤhrt, diesmal aber verhinderte ihn der Zustand seiner Augen daran, und seine Stelle wurde daher durch das Parla⸗ ments⸗Mitglied Herrn Jehn Ramsbottom vertreten. Unter den ausgebrachten Toasts galten die ersten dem Herzoge, dem Grafen von Durham, als Vice⸗Großmeister, dem Lord Fincastle, Groß⸗ meister in Schottland, und dem Herzoge von Leinster, Großmei⸗ ster in Irland.

Heute Nachmittag wurde im auswaͤrtigen Amte wieder ei Kabinetsrath gehalten.

Der hiesige Russische wird sich, dem Vernehmen Paris begeben.

Graf Bjornstjerna bewirthete vorgestern dreißig seiner Lands⸗ leute zur Feier des Geburtstages Sr. Maj. des Koͤnigs von Schweden.

Sir Robert Peel ist vorgestern Abend in London angekom men und scheint sich einer trefflichen Gesundheit zu erfreuen.

Lord Palmerston hat die erledigte Stelle des obersten Kanz⸗ lei Beamten im auswaͤrtigen Departement dem Herrn W. M. Huskisson, einem Verwandten des beruͤhmten Staatsmannes, verliehen.

Der General⸗Prokurator Sir John Campbell hatte gestern eine Unterredung mit Lord Melbourne. G

Was die Frage in Betreff eines Amendements zur Adresse anbetrifft, so meint der Standard, sie werde großentheils von dem Inhalt der Mittheilung abhaͤngen, die gewoͤhnlich die Koͤnigliche Thron⸗Rede genannt werde, die man aber diesmal nicht einmal der Form nach als eine Rede des Souverains be⸗ zeichnen koͤnne. „Wenn diese Mittheilung,“ sagt das genannte Blatt, „wie wahrscheinlich, nichts weiter seyn sollte, als eine un⸗ bedeutende Aneinanderreihung leerer Phrasen, so wird man wohl kein Amendement fuͤr noͤthig halten. Ohne Zweifel wird die Versuchung groß seyn, ein Amendement vorzu⸗ schlagen, wodurch das Mißtrauen in die jetzigen Mi⸗ nister, welches die Bevoͤlkerung bei allen letzten Parlaments⸗Wah⸗ len kundgegeben hat, laut ausgesprochen wuͤrde. Wir glauben so⸗ gar, daß ein solches Amendement durchgehen wuͤrde; wir sind uͤberzeugt, daß, selbst wenn es verworfen wuͤrde, die es verwer⸗ fende Majoritaͤt nur sehr klein seyn wuͤrde; und in beiden Faͤllen staͤnde es gewiß dem Koͤnige frei, ein Kabinet zu entlassen, dem das Volk mißtraut, das dem Oberhause verhaßt und Sr. Maje⸗

Botschafter, Graf Pozzo di Borgo, nach, wieder auf einige Zeit nach

staͤt nichts weniger als angenehm ist. Wir gehen jedoch von der