1836 / 59 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

8

gen mit Lerchen und 593 Morgen mit Fichten. wurden 10 Morgen mit Eichen und 193 Morgen mit Kiefern und Fichten. Einzeln wurden angepflanzt 19,636 Stuͤck Eichen, 3800 Stuͤck Buchen und 307,890 Stuͤck Nadelhoͤlzer. Schutz⸗ graͤben wurden neu angelegt in der Gesammt⸗Laͤnge von 4802 Ru⸗

ihen, Wasser⸗Abzugs⸗Graͤben in der Laͤnge von 2344 Ruthen. Als Nachtrag zu der in der Nummer 50 der Staats⸗ Zeitung enthaltenen Berichtigung der Zahl der Badegaͤste, die im vorigen Sommer Reinerz in Schlesien besuchten, bemerken wir, daß auch in Altwasser 38 Familien mehr waren, als durch ein Mißverstaͤndniß in der Nummer 13 der Staats⸗Zeitung an⸗

Angepflanzt

sterium schließlich in folgender

242 Weise zusammengesetzt wor⸗ den ist: Herr Thiers, Tonseils⸗Praͤsident und Minister der auswaͤr⸗ tigen Angelegenheiten; Herr Sauzet, Großsiegelbewahrer und Minister und des Kultus; G 1 Graf von Montalivet, Minister des Innern; Herr Passy, Minister des Handels; Baron Pelet (vom Lozère⸗Dept.), Minister des oͤffentlichen UHMhnterrichts.

der

Justiz

8

Doo1111“;

Den 26. Februar 1836. Amtlicher Fonds- und bweld-Cours s Fr. TCour.

Brief. L. LCeld. 101 101 101 1007 % 61 % 60 ¼ 102 ½ 102 101 ¾ 102

-2e M 8— Brief- 1*. 103 1 105 102- 101

St.-Schuld-Sch. Pr. Engl. Obl. 30. PrämSch d. Seeh Kurm. Obl. m. l. C. Nm. Int. Sch. do. Berl. Stadt-Obl. Königsb. do.

Ostpr. Pfandbr. Pomm. do. Kur- n. Neum. do. do. do. do. Schlesische do. Rückst. C. und Z. Sch. d. K. u. N.

103 %l 89

gegeben worden sind, naͤmlich nicht 339, sondern 377.

16

Namen der Staͤdte. Weizen

E“ telearaphischem Wege ist hier aus Paris vom 22sten d. M. die Nachricht eingegangen, daß das Franzoͤsische Mini⸗

Preise der vier Haupt—

in den fuͤr die Preußische Monarchie bebdeutendsten Marktstaͤdten im Monat Januar 1836, nach einem monatlichen Durchschnitte in Preußischen Silbergroschen und Scheffeln angegeben.

Rogken s Gerste Hafer

es sind:

Admiral Duperré, Mini HGraf von Argout, Mini

—.————

8 De drei anderen Minister behalten ihre Portefeuilles;

Marschall Maison, Minister des Krieges;

Elbinger do.

ster der Marine, und e-e

Dauz. do. in Th. Weatpr. Pfandbr. 4 [4104

4 4 4 4 4 ½

99 Gold al murco Neue Duk. 18 ¾ wriedrichsd'or 13 ¾

Disconto 3

13 ½ 102 ½ 1031½

103

ster der Finanzen.

Getraide-Arten

Niederl.

Passive 16. Ausg. Sechuld 24 ¼.

Namen der

212 31 712 39

38 12

26 /1 30 astenburg 29 31l 2 22 ⁄12 Neidenburg.... . [38 h 1 Danzig.. 1369122 Elbing.. 36 I“ Graudenz.

Koͤnigsberg. Memel Tilsit

Insterburg

241 07 24 712

35 191 2 1 3616⁄1 2 23

35 2337„ 35 23 712

18191 19 —171 2 16

Magdeburg 8. Hrbherab. alberstadt. Nordhausen Muͤhlhausen CF

Helle. ..

Torgau..

11 3 h 2 13 1 12

6⸗ 6 1

8

Staͤdte.

b 159 ⅞. Br. 1 % Weizen Roggen G. Loose zu Loose 69 ¾

55 ½¼. 553/16.

5 % Rent compt. 80 80 Rente 47 ⁄i.

Passive 16.

Oesterr. 5 % Metall. 103 ⅛.

Preuss. Präm.-Sch. 60 ⁄⅞. 60 ¾.

Auswürtige Börsen. Amsterdam, 21 Februar. wirkl. Schuld 557⁄⁄ 6.. 5 % do. Neue Anl. 48 ¼. Antwerpen, 20 Februar. Ausg. Schuid ELZinsl. 18 ½. Neue 4ul. gr, Frankfurt a. M., 23. Februar. 6. 10 4 % 997⁄. 99 ¾8 20 25 ½ G. Bank-Actien 1640. 1639 Partial. ub 1a70 500 FI. 114 ½ 114 ⁄. L. ose zu 100, Fl. 25 % do. 4 % Anl. 99 ¾ 6. bön

Anl. 18. 477⁄. 2 Ud

—. Ka

anz . PBIl.

G. 5 % Span. Paris, 20. Februnar. e pr. compt. 109. 60 fin cour. 109 70 30

sin cour. 80. 90 5 % Neap. 99 90 v gn

Passive 15 ½. Neue Ausg. Sch. ½¼. Ausg. Sch. N.

Muͤnster.. Minden.. Paderborn

Eu“ Bromberg ... statt. e“ Kempen WET

371 %h 2 25 12 37 ⁄1 ½¶ 26 ⁄h2 24⁴

24 712

25 ⁄1

2

Dortmund 5 9

male: Hierauf: ¹F. Juͤnger.

Sonntag,

Er

3 3⁄1 15 1 ““

15 Elberfeld. Duͤsseldorf.. 1“ 38

Berkin... 967⁄12 Brandenburg 36 291 % 1 bqbööö 297712 Landsberg a. d. W.. 27 So Stralsund Kolberg

Stolpe

261 ⁄1 20

301%h 20

335⁵ 7 2 8 24 5 4 2

B ör Ig16“”“

Lustspiel in 2

712 32 ⁄1 2 36 96 2 38

von L. Angely Montag,

*“ Saarbruͤck

6 6 5 0

92 /1 . 9 FreöF

Simmern.. 8““

8b81111116

3/ 9⁄1 ½

53,1½

Breslau... E““ Glogau Hirschberg. Schweidnitz. Glatz

; RNelße

II6 Ratibor ..

232 ⁄1 2 20 3 o7 2 8* 2

21

38 1 28¹* 1 2

18 17

27612 92 25 ⁄12 6/12 der 12 Preußischen Staͤdte 221 61 ½2˖ 15 %G 28 12 2 8 7 2 g 25

17

18 ¾

sich gewendet,

E1“ 712 3 Zum erstenmal

43 11 2 33 ⁄1 38

31 —671 2 34 ⁄1

87 22/12

Durchschnitts⸗Preise

5 Posenschen Staͤdte 9 Brandenb. u. Pom⸗

merschen Staͤdte.. 11 Schlesischen Staͤdte 8 Saͤchsischen Staͤdte 1 Westfaͤl. Staͤdte.. 14 Rheinischen Staͤdte

2

2 712 712

1 17„¼

246

24 12 20 8 4 1 2 30112 239

23 %12

+—

Aꝗn

quis von Carabas, oder: Der gestiefelte K Ballet in 2 Abth., von Hoguet. mer⸗Musikus H. Schmidt.

Im Schauspielhause: Der Oheim, Lustspiel in 5 -” Hierauf: Warum? Lustspiel in 1 Akt, nach dem Franzöͤsssche

von G. A. v. Maltitz.

Königstaͤdtisches Theater. 4 Sonnabend, 27. Febr. Zu ebener Erde und erster nc, eder: Launen des Gluͤckes, Lokal⸗Posse mit Gesang in 3 1 ten, von J. Nestroy. Sonntag den 28. Februar, Montag den 29sten und Diwh

stag den 1. Maͤrz wird die obige Vorstellung wiederholt. Zu den Vorstellungen am Sonnabend und Sonntag s

nur noch Parterre⸗ und Galleris⸗Billets zu haben.

Konigliche Schauspiele.

Sonnabend, 27. Febr. Im Schauspielhause: Zum ersn, Die Leibrente, Schwank in 1 Akt, von G. A. v. M

mengt sich in Alles, Lustspiel in 5 Abth., von

28. Febr. Im Opernhause: Abth., von E. G. Kaair.

Die Lotterie Lisen Hierauf: Der M Hierauf: Der M. ater, komisches Zauhn⸗ Musik von dem Koͤnigi. Am⸗

29. Febr. Im Schauspielhause: Das Blatt hal Lustspiel in 5 Abth., von Schroͤder. Hierauf e wiederholt: Die Leibrente, Schwank in! Act

Musik von A. Muͤller.

Redacteur Ed. Cottel.

ETn

Gedruckt bei A. W. Hayn.

2.

Allgemeiner

—2 . 24 3 Bekanntmachungen. E61 Der unten signalisirte Schiff knecht Simmig hat, nach der uns gemachten glaubhaften Anzeige, am 15. d M. einen betraͤcht ichen Diebstah! mittelst Ein⸗ pruch; veruͤht und ist seit snem Tage von hier entw chen

Alle resp Militair- und Eivil⸗Behoͤrden des In⸗

und Auslaͤndes werden ergebenst ersucht, auf den ꝛc Simmig vigiliren, denselden im Betretungsfalle ver⸗ haften, das bei ihm noch etwa sich vorfindende baare Geld oder Effekten in Beschlag nehmen, ihn unter sicherm Geleit hierher transvortiren und an die Ge⸗ faͤngniß⸗Erpedition der Stadtvoigtei, am Moilken⸗ markt Nre' 1, avbliefern zu lassen

Wir veresichern die sofortige Erstattung aller da⸗ durch erwachsenen Kosten, und den geehrten Behoͤr⸗ den des Auslandes die Bereitwihigkeit zu allen recht⸗ lichen Gegendiensten.

Berlin, den 24 Februar 1836.

ie Criminal⸗Deputation des Koͤniglichen

Stadtgerichts. LC11’1“*“ Name: Franz Simmig; Aufenthaltsort: Hart⸗ wigswalde vei Steinau in Schlesten; Alter: 25 Jahr: Geöße: 5 Fuß 3 Zoll; Haar: hellbraun; Augen: grau Gesicht: rund und voll; Backenbart: braun: Kinn: rund; Zohne: vollstaͤndig Bekleidet wor derselbe bei seiner Entweichung mit einer blauen Tuchjacke, einem Paae Beinkleidern von hellgrauem Englischen Leder, einer bunt seidenen Weste, einem rothbunten Hals⸗ ruche, ein m Pnar Wasserstiefeln und einer schwarz⸗ blauen Tuchmuͤtze mit Schirm. Verz richniß des gestohlenen Gutes:

1)9 58 Thalerstuͤcke; 2) 10 Thaler in diversem Cou⸗ rant 3³) drei weiße Battist⸗Halstuͤcher; 4) zwei blau⸗ bunte baumwollene Tuͤcher; 5) ein Paar lange lederne Wasserstiefel; 6) zwei Schloͤsffel.

Bekanntmach unn g. Nachdem uͤber das Vermoͤgen des Kaufmanns Karl Wilhelm Zimme mann allhier, alleinigen Inhabers der Handlung Aßmann &X Zimmermann, durch die Vecfuͤgung von Heute der Konkursg erbffnet worden, so we den saͤmmtliche unbekannte Glaͤubiger dessel⸗ ben hierdurch vorgeladen, in dem auf den à Juni d. J, Morgens 9 Uhr, an Gerichtsstelle hbier vor deinn Land⸗ und Stadt⸗ gerichts⸗Rath von Boemelburg angesetzten Tecmine in Pe son oder durch zulaͤsst ze Bevollmaͤchtigte, zu denen ihnen im Falle ihrer Unbekanntschaft am hie⸗ sigen Orte die Herren Justtz⸗Kommissarien Horch, Poettcke und Reihner in Vorschlag gebracht werden,

2

Z““ in Betreff der Polnischen Partial⸗Obliga⸗

Anzeiger fuͤr

nit ihren Forderungen gegen die Masse werden prä⸗

fudirt und thnen deshalb gegen die uͤbrigen Glaͤu⸗

biger ein ewiges Stillschweigen wird aufe legt werden. Magdeburg, den 17 Februar 1836. Koͤnigliches Land⸗ und Stadtgericht

Fisnhbastatteons Das den Erben des Fdester Johann Wilhelm Maͤr⸗ ke gebdrige, zu Lotzen Ne 6 belegene Erbrachts⸗ Grundnüuͤck, auf 3212 Tble 15 sge. abgesch tzt, soll in nothwendiger Subhastation verkauft werden Der Birtungs⸗Termin ist in unserm G richts⸗Lokal auf den 1. Juni 1836, Vormittags 10 Uhr, vor dem Herra Land⸗ und Stadtgerichts⸗Assessor Hirsekorn angesetzt. Die Tape, der neueste Hyvotye⸗ kenschein und die Kauf⸗Bedingungen sind in unserer Registratur einzusehen. Landsberg a. d. W., den 12. Februar 1835 b Koͤnigl. Preuß Land⸗ und Stadtgericht.

8J 11““ Der Graͤflich Goͤrtziche Seeretair Friedrich Bene⸗ dietus Samu l. Schwarz ist am 16. Jan. d. J. da⸗ hier ohne echeliche Nachkommen, mit Hinterlassang eines Testaments, geuorden.

Zur moͤglichst genauen Bezeichnung seiner Person fuͤgt man bei, daß er fruͤber unter dem Herrn Ge⸗ neral von Saldern in Maadeburg als Gouverne⸗ ments⸗Secretair und hierauf als Haushofmeister bei dem Herrn Grafen Argim von Boitzenvurg, wel⸗ chen er auf seinen Gesandschaftsposten nach Kopen⸗ hagen beglei'ete, in Diensten gestanden hat, ehe er bei dem Herrn Grafen Karl von Schlitz, genannt

Die Ausbleibenden haben zu gewaͤrtigen, daß sie schau stattfindet, veraͤuße e ich zum moͤglichst billig⸗

sten Tage⸗Course nicht allein ganze Parthieen, son⸗ deen auch einzelne Stuͤte Dem geschaͤftstreiben⸗ den Puvlikum dies anzeigend, bemerke noch, daß der Verloosungsplan gedachten Anlehns bei mir zur Ein⸗ sicht vorliegt.

Berlin, den 16. Februar 1836

Arons Wolff, Linden Nr. 44.

vHe va ℳꝙ ꝗnrd a derntde weteder ditwe, 2a.. dnag nev gwhw . .34 412 5.e J⸗

Literarische Anzeigen.

Elsner's Geschichte Napoleon's.

An alle Huchhandlungen, nach Berln an die Stuhrsche Buchhand. ung, Schloßvlatz Nr. 2, wurde so eben die 11te und 12 e Lieferung (oder Schluß des zweiten Band s) folgendes met Stahlstichen ge⸗ schmüuͤckten, elegant ausgestatteten Werkes versandt:

fuͤr gebildete Leser.

bearbeitet von r. Heinrich Elsner.

G genstand vom allgemeinsten Inte esse behandelt, sosten nun im Subseriptions⸗Preise 4Fl 4 Kr oder 3 Thlr.; naͤmlich der erste Band 2Fl oder 14 Thlr., der zweite (viel staͤrkere) Band 2 Fl 48 Kr. oder Thlr Wir laden alle diejenigen, welche etwa nur den ersten Band besitzen, zur An⸗ schaffung dieses zweten hiermit ein.

Diese beiden Baͤnde sind mehr als 1300 Seiten

Goͤrtz, die Stelle eines Secretairs erhielt. Diejenigen, welche an seinen Nachlaß Erb⸗ Anspruͤche oder sonstige Rechte geltend zu machen gesonnen seyn! sollten, werden hierdurch aufgefordert, solche so gewiß den 28. Mäaͤrz d. J, Vormittags 10 Uhr, bei unterzeichnetem Gerichte anzuzeigen und unter Vorlegung der noͤthigen Legitimatons⸗Dokumente genuͤgend zu begruͤnden, als sonst ihr Ausschluß ohne besondere Veroͤffentlichung des Praͤklusto⸗Dekrets er⸗ kannt und nach Berichtigung des Collateralgeldes der Nachlaß den nach dem Testamente dazu berufe⸗ de Frben auf vorgaͤngige Legitimation uͤberlassen uͤrde. Schlitz, den 19. Januar 1836 Großherz. Hessisches Gräͤflich Goörtzsches Landgericht. Bermann.

tionen 300 Gulden p. Von den Polnischen Partial⸗Obligationen à 300

zu erscheinen, ihre Forderungen gehbrig anzume und deren Richtigkeit nachzuw dcheh

[(Gulden, deren 7te Verlosung am 1. Maͤrz c. in War⸗

engen, aber schoͤnen Druck s (auf Velinpapier) stark, und bereits broschirt. Die guͤnstigsten Heurtheilun⸗ en in oͤffentlichen Blaͤttern haben dieses Werk wohl! chon zur Genuͤge empfohlen.

J. Scheible’s Buchhandlung in Stuttgart.

Ansichten von Spanien.

Bei dem gesteigerten Interesse, welches dieses Land erregt, dürften „Robert’s Ansichten von Spa. nien“ wohl wahrhaft zeitgemässe Erscheinungen zu nennen seyn, es sind bis jetzt zwei Bände davon erschienen:

Bd. I.: Granada und das Alhambra, Bd. II.: Andalusien und Gihbraltar, mit 21 Stahl- und 10 Holzstichen von den berühm ten Künstlern Englands gearheitet. Preis 5 Thlr. A. Asher, Linden No. 20.

8

““

Z Carneval à Berlin p. I. Pste. à 10 sgr.

Ch. III. Tänze aus den Puritanern von Bellini.

1) Contretänze. 2) Redowa. 3) Galopp. Es enthalten:

in Berlin (Schloßplatz und Breltestr⸗Ecke) Praͤnumeration und Subfeription an au Cotta erschelnende Pracht⸗Ausgabe von 7. the's Werken in jwei Vaͤnden, mit Stah stichen und einem Faesimile. Preis 10 ½ Thlr Subsecriptions⸗P

Sergent-Marceau. monastéres. Lettre du Dauphin, Arrestation du duc d'Enghien. de Talleyrand. Projet de rapport a bpar Napoléon. Lettre de Marie démwarches de Charles IX. en sa faven inédite de Jean de Müller. Gr. 8vo.

mühig in der Stuhrschen DBuchhandlung zu- Schlossplatz

2

1 19

Ch. I. Neuester Carnevals-Walzer van GChöener,

Ch. II. Preulsischer Walzer. Masurek u. Jagt.

Galopp von Görner. Neuvuster Colosscum-Galoyg von Koblmann. Il imaths- Galopp

W. Fröhlich & Comp asggestr. No 8, nahe der Nünre)

Bei Weller in Bautzen ist erschienen und in aln Buchhandlungen, zu Berlin besonders in der Stübt⸗ schen, Schloßplatz Nr. 2, à Thlr. zu haben:

Dreßler, Erog. Grammatik der Franz⸗

sischen Sprache zum Gebrauche in Gyn⸗ nasien und andern boͤhern Lehr⸗Ah⸗ stalten, nebst Aufgaben zum Ueberstz⸗ zen, einem Lesebuche und vollstaͤndigem Wort⸗Register. 19 Bogen compress Dube⸗ kes. Gr. 8v0

Dee Verfasser, dessen Kritik der Franzoͤsischen Gran⸗

Umfassende Geschict le des Kaisjers Napolcon, matik großen Beifall gesunden hat, uͤbergiebt hits mit vollstaͤndiger Sammlung seiner Werke mit, aufg fordert zur Hev ausgabe einer vollstäͤndiger Grammatik, dem Publikum, namentlich den gelche⸗ In Verhindung mit mehreren Gelehrten F ankreichssten Schulen, ein Lehrbuch, in welchem die Gram⸗ und Deutschlands, und nach authentischen Quellen matik auf den Standpunkt gehoben ist, auf welchem es moglech wird, die Franzoͤsische Sprache in Beide Baͤnde dieses gediegenen Werkes, das einen nasien eben 0 wissenschaft ich, wie die alten 1 chen, und als foͤrderndes Bild ungsmittel der fünde⸗ renden Jugend zu behandeln. .

Gom⸗ Spvra⸗

.—

R Zesch ül- f die h

Die Buch⸗ und Musikallen handlung von

Praͤnumer reis 4 eit⸗

erung 31 Thlr. Ausfuhrliche Ankuͤndigungen s

daselbst gratis zu haben.

Souvenirs historiques. 111 Notice historique sur les évènemens Je 179 Ahbus et scandales 9 sils de Louis X78 Lcure du prince au Sénat. ie Stuart? r. Letteo Leipaig-

ei gr. und vot- Preis 15 sgr. hesn

V. Zirges. 1836. Brosch

2 2.

No

geben

VBerlin, Sonntag den

28 sten

Amtliche Nachrichten. Kronik des Tages.

Se. Majestaͤt der Koͤnig haben den bei dem hiesige 8 mundschasts,Gerichte angestellten Kalkulator Woͤhlermann zum gechnungs⸗Rath zu ernennen geruht. 9

Se. Majestaͤt der Koͤnig haben dem Feuerwerker Metzel d 2ten Artillerie-Brigade die Rettungs⸗Medaille mit dem ömde zu verleihen geruht.

Den Fabrikanten J. C. Haarhaus Soͤhnen zu Elber⸗ fid st unterm 26. Februar 1836 ein Patent b auf eine Anordnung des Harnisches, insonderheit der Litzen, bei gemusterten Geweben, wodurch die Vorder⸗ kaͤmme entbehrlich werden, so weit die Anordnung ge⸗ gen die bisherige abweicht und für neu und eigenthuͤm⸗ lich erachtet worden, b euf Acht Jahre, von jenem Termin an gerechnet und ur den Unfang der Monarchie, ertheilt worden. Abgereist: Se. Excellenz der Wirkliche Geheime Rath, nußerordentliche Gesandte und bevollmaͤchtigte Muinster an dem Großherzoglich Badischen, dem Großherzoglich Hassischen und dem Herzoglich Nassauischen Hofe, Freiherr von Otterstedt, ach Darmstadt 8

2 b„ 1 453 8 Zeltu ngs⸗Nachrich bqö1ö1öö-58

St. Petersbura, 19. Febr. Se. Mafestaͤt der Kaiser aben dem Koͤniglich Preußischen General⸗Arzt )r. Kothe des sten Armee⸗ Corps den St. Stanislaus⸗Orden 3ter Klasse ver⸗ iehen. .

Der seit dem Jahre 1808 hier bestehenden mediko⸗chirur⸗ gischen Akademie, die in Morkau eine Unter⸗Abtheilung hat, ind von Sr. Majestaͤt dem Kaiser neue Statuten verliehen orden.

Der hiesige Adel hatte an dem Tage, wo sich hier das große Srand⸗Ungtuͤck ereignete (S. Nr. 52 der Staats⸗Ztg.) einen Ball gerangirt, der zwar, wegen Kuͤrze der Zeit, nicht mehr abbestellt werden konnte, aber vorzugsweise dazu benutzt worden ist, um

ine Kollekte fuͤr die Verunglückten oder deren Hinterbliebene;

u veranstalten. In wenigen Minuten kam eine Summe von nehr als eilf Tausend Rubeln zusammen. Tichon Ssaweljew, ein Bauer aus einer Besitzung der Fuͤrstin Golizyn, hat bei je⸗ er Feuersbrunst mit ungewoͤhnlicher Selbstverleugnung den Ver⸗ üngluͤckten Huͤlfe geleistet und unter den Augen des Kaisers acht Menschen gerettet. Se. Maj. haben ihm zur Belohnung eine llberne im Knopfioch zu tragende Medaille mit der Aufschrift: „fuͤr die Rettung Verungluͤckter“ und 500 Rubel Bk. Assig. verliehen.

Das Departement des Bergwesens und der Salinen macht bekannt, daß vom Finanz⸗Ministerium in Astrachan, zur Beschif⸗ fung des Kaspischen Meeres, ein Dampfschiff: „die Uaterneh⸗ mung“ von hundert Pferden Kraft, fuͤr den Handel Rußlands mit der Transkaukasischen Provinz und Persien, erbaut worden zund fuͤr Fahrten dieses Dampfschiffes eine bedeutende Menge Steinkohlen vorhanden sind. Jetzt wird auf Allerhoͤchsten Be⸗ fehl zur oͤffentlichen Kunde gebracht, daß, wenn irgend eine Ge⸗ sellschaft oder Privat⸗Person das Dampfschiff „die Uaterneh⸗ mung“ fuͤr die Fahrten auf dem Kaspischen Meere an sich zu bringen wuͤnscht, dieselben von der Krone sehr annehmbare Be⸗ dingungen zu gewaͤrtigen haben.

sketeich 86 Paris, 21. Febr. Der Koͤnig ertheilte gestern Vormittag nach einander vier Privat⸗Audienzen, und zwar zunaͤchst dem Gra⸗ fen Appony, der Sr. Majestaͤt die Antwort Ihrer Majestaͤt der hHerzogin von Parma auf das Abberufungs⸗Schreiben des Ba⸗ tons von Barante uͤberreichte; dann dem Graftn von vLoͤwen⸗ hielm, der ein oͤhnliches Schreiben seines Souverains in Bezug auf den Herzog von Montebello uͤbergab; hierauf dem Comman⸗ deur Mouttinho de Lima, der dem Koͤnige ein Schreiben des neuen Regenten von Brasilien wegen Uebernahme der Regent⸗ schaft behaͤndigte; endlich dem Grafen Jenison⸗Wallworth, der sein Kreditiv als Gesandter Sr. Maj. des Koͤnigs von Bayern uͤbergab. b Die kuͤrzlich von dem Journal des Doebats verheißene amt⸗ siche Mittheilung der nach erfolgtem Urtheilsspruche noch mit Pein, Morey und Fieschi angestellten Verhoͤre ist nunmehr ge⸗ schehen. Der Praͤsident des Pairshofes hat der Gazette des ribunaux die nachstehenden Aktenstuͤcke zugesandt: I. Verboͤr des Pepin am 17. Febr. 1836, vor dem Ba⸗ ron Pasquier, Praͤsidenten des Pairshofes. nns Wir Etienne⸗Henis Baron Pasquier u. f. w. haben uns auf b dem gegenwaͤrtigen Protokolle beiliegende Schreiben des Ver⸗ etheilten Pepin nach dem Gefaͤngnisse in der Straße Vaugirard mitben, wo wir in Gegenwart des Leon de la Chauvinière, Proto⸗ dlfübrers des Gerichts, den Verurtheilten Pepin aufgefordert ha⸗ auns 8 ganze Wahrheit zu sagen, sowohl in Bezug auf sich, Wlöt.se ne Mitschuldigen, indem wir ihm bemerklich machten, daß sten kuͤng vielleicht der letzte sey, wo er sich selbst diesen Dienst lei⸗ Gan vnf⸗ Der Verurtheilte Pepin erwiederte uns: „Was den Sang. zetrifft, den ich am 28. Jult Morgens nach der Vorstadt nur ne Jaegues gemacht habe, so habe ich bei dieser Gelegenheit e. er Personen besucht, die ich schon im Laufe der De⸗ J. dne e Unter ihnen befand sich der Weinhaͤndler 6 zu dessen Etablirung ich den groͤßten Theil der Ko⸗ beitagen hatte. Ich sagte ihm, daß es vielleicht Laͤrm h- wuͤrde, worauf er mir erwiederte, daß er, wenn geschaͤhe, einen Ort wisse, wo sich seine Freunde und

Februar

Antw.

Bekannte versammeln wuͤrden; aber er hat mir nicht gesagt, wo und auf welche Weise diese Versammlung stattfinden wuͤrde, und ich habe nichts weiter daruͤber erfahren. Ich bin noch immer uͤberzeugt, daß Fieschi sich zu mir gedraͤngt hat, um mich zu verderben. In Allem, was er gesagt hat, sind sehr viel Luͤgen, mit einigen Wahr⸗ heiten untermischt.“ Fr. „Bleibt Ihr dabei, daß die Erklaͤrun⸗ gen Fieschi's in Betreff der Gespraͤche, die Ihr mit Cavaignac ge⸗ habt haͤttet, unwahr sind?“ Antw. „Jener Mensch ist immer mit dem Gedanken umgegangen, ein Verbrechen zu begehen und auf die Tuilerieen zu marschiren. Er wollte Waffen haben, und eines Ta⸗ ges fragte er mich, ob ich ihm solche verschaffen koͤnnte; ich erklaͤrte ihm, daß mir dies unmoͤglich sey. Darauf sprach er mir von dem Plane, in die Kaserne der sedentairen Unteroffiziere einzudringen und dort Alles zu toͤdten, indem dies nothwendig sey, um sich der Waf⸗ fen zu bemaͤchtigen. Da ich damals oͤfter nach Ste. Pélagie ging, um Leconte zu besuchen, so sagte ich zu Fieschi, um ihn zuruͤckzu⸗ halten und um ein Ungluͤck zu vermeiden, daß ich mit einigen Pa⸗ trioten und namentlich mit Cavgignac sprechen und sie um Waffen bitten koͤnnte. Ich begegnete in der That Cavaignac in dem Hofe des Gefaͤngnisses und fragte ihn, ob er mir nicht Waffen nachwei⸗ sen koͤnne. Cavaignac ermahnte mich dringend, mich auf solche Dinge nicht einzulassen, und erklaͤrte, daß er mir keine Waffen liefern koͤnne. Ich leugne nicht, daß ich einige Zeit darauf zu Fieschi, im⸗ mer in der Absicht, ein Ungluͤck zu vermeiden, gesagt habe, daß ich ihm Waffen durch Cavaignac's Vermittelung wuͤrde verschaffen koͤn⸗ nen. Wenn der Hr. Praͤsident noch andere Fragen an mich richten will, so bin ich bereit, zu antworten.“ Fr. „Habt Ihr dem Cavaignac, als Ihr ihn um Waffen anspracht, nicht gesagt, zu welchem Zweck Ibhr dieselben gebrauchen wolltet?“ Antw. „Ich habe ihm gesagt, daß ich sie fuͤr eine Person brauchte, die sich gegen die Regierung und den Koͤnig schlagen wolle. Mehr habe ich ihm nicht gesagt, aus Furcht, daß ich sonst selbst haͤtte ermordet werden koͤnnen.“ Fr. „Habt Ihbr keine Details uͤber den Spazierritt hinzuzufuͤgen, der am 27. Juli Nachmittags auf dem Boulevard stattfand?“ „Ich wiederhole, daß ich dem Boireau mein Pferd nicht angeboten hatte; er kam zu mir und ersuchte mich im Namen Be⸗ scher's, uͤber den Boulevard zu reiten, ohne mir den eigentlichen Grund dieser Promenade erklaͤren zu wollen; er sagte mir nur, daß es zur Ausfuͤhrung eines von Bescher entworfenen Planes dienen solle. Ich weigerte mich, in sein Gesuch zu willigen, und darauf bat er mich, ihm mein Pferd zu leihen, was ich that.“ Fr. „An welchem Tage war dies? Antw. „Ich glaube am Sonntag Abend zwischen 10 und 11 Uhr, als ich vom Lande zuruͤckkehrte.“ Fr. „Glaubt Ihr, daß Botreau seit langer Zeit in das Komplott eingeweiht war?“ Antw. „Das glaube ich nicht; aber ich habe ihn von nichts in Kenntniß gesetzt. Dazu kannte ich ihn zu wenig; er aber war mit Fieschi genau bekannt.“ Fr. „War Morey nicht weit mehr und weit fruͤher der Vertraute Fieschi's, als Ihr?“ Antw. „Ich glaube es.“ Fr. „Hat er nicht zuerst von der Ma⸗ schine mit Euch gesprochen?“ Antw. „Nein, Herr Praͤsident.“ Fr. „Wer hat denn mit Euch zuerst davon gesprochen?“ Antw. „Fieschi sprach zuerst davon, als er mir seine Rache⸗Plaͤne mittheilte.“ Fr. „Habt Ihr in Ste. Pélagie nicht, außer Cavaignae, noch an⸗ dere Personen um Waffen ersucht?“ Antw. „Nein“ Fr. „Ge⸗ hoͤrte das Geld Euch, welches Ihr'so oft theils an Angeklagte, theils an politische Verurtheilte gabet?“ Antw. „Das Geld, welches ich gab oder vielmehr lieh, gehoͤrte mir und ich habe es immer nur in wohltbaätiger Absicht vorgeschossen. Aber ich weiß wohl, daß man sich ein Vergnuͤgen daraus gemacht hat, mich als ein Werkzeug darzustellen, welches hoͤberen Eingebungen gehorchte. Das ist nicht der Fall. Alles, was ich that, that ich aus eigenem AÄntreibe, aus Menschlichkeit, und auch, um manche Personen von schlechten Ideen abzuhringen. Was die Art und Weise betrifft, wie ich Fiescht ken⸗ nen gelernt habe, so kann ich nur meine fruͤheren Aussagen wieder⸗ holen. Ich sah ihn zuerst bei Morey, bei einem Mahle, zu welchem mich dieser eingeladen hatte, und wo ich die Frau Petit und zwei Maͤnner von Morey's Alter fand. Weil ich Niemanden gern etwas schul)ig bleibe, so lud ich meinerseits Morey wieder zum Essen ein, und das war das Diner, an dem Herr Levaillant Tbeil nahm.“ Fr. „Habt Ihr nichts Anderes zu er⸗ klaͤren?“ Antw. „Nein, meine Herren, nichts Anderes. Ich leugne nicht, daß ich dem Fieschi Geld geliehen habe; damals zetzte er mir einen Brief von einem seiner Freunde, der ihn bald in den Stand setzen wuͤrde, seine Schuld zuruͤckzuzahlen.“ Fr. „Erinnert Ihr Euch vielleicht ungefähr deß Summe, die Ihr auf diese Weise dem Fieschi geliehen habt?“ Anrw. „Ungefaͤhr 250 bis 300 Fr. Ach! mein Herr, Morey weiß es sehr wohl, daß ich bei der ganzen Sache nur ein Opfer bin.“ Fr. „Hat Euch Morey zu dem un⸗ gluͤcklichen Unternehmen verleitet?“ Antw. „Nein, m. H.; mei⸗ ner Ansicht nach, ist Morey vielleicht tiefer in die Sache verwickelt, und hat sich vielleicht mehr Vorwuͤrfe zu machen, als ich; aber ich glaube, daß er ebenfalls ein Opfer ist. Der Dolch Fieschi's, der mir Furcht einjagte, ist an meinem Verderven Schuld. Wenn Fieschi aufrichtig waͤre, so wuͤrde er Ihnen gesagt haben, welche Muüͤhe ich mir noch bei unserer letzten Zusammenkunft gegeben, um ihn zur Tugend zuruͤckzurufen, und ihn von dem Schießen auf seine Mit⸗ buͤrger abzubringen. Ich schwoͤre bei dem Leben meiner Frau und meiner Kinder, daß ich niemals Boͤses gethan, daß ich niemals dazu gerathen, und daß ich niemals zur Ausuͤbung desselben Geld berge⸗ geben habe. Ich fuͤge hinzu, daß, wenn Fieschi meine Rathschlaͤge vefolgt haͤtte, er heute ein arbeitsamer Handwerker seyn wuͤrde.“ Und hat dies Protokoll mit uns unterzeichnet, nachdem ihm dasselbe vorgelesen worden. (gez.) Th. Pepin. Pasquier. Leon de la Chauvinisre. Nach der Unterzeichnung sagte Pepin: „Zum Beweise, daß ich Fieschi niemals schlechte Rathschlaͤge gegeben habe, dient noch, daß ich ihn verhindert habe, Herrn Caunes, dem er sein Ungluͤck zu⸗ schrieb, und Herrn Maurice, auf den er wegen der Frau Petit eifer fuͤchtig war, meuchlings zu morden. Ich sagte ihm, daß man sie eher beklagen, als sich an ihnen raͤchen muͤsse. ²2 (gez.) Th. Pepin. Pasquier. Leondela Chauvinidre. Von hier begaben wir uns sogleich in das Zimmer des Ange⸗ klagten Fieschi, den wir fragten, ob er nicht mit Pepin von einem Plane gesprochen habe, um in die Kaserne der sedentairen Unteroffi⸗ ziere einzudringen und sich mit Gewalt der dort befindlichen Waf⸗ fen zu bemaͤchtigen? Fieschi erwiederte: „Das ist wahr. Wir be⸗ riethen uns drei, Pepin, Morey und ich, uͤber die Mittel, uns nach dem Ereignisse Waffen zu verschaffen. Ich schlug jenes vor. Pepin seinerseits sagte, daß man sich leicht der bei den Bewaffnungs⸗Ca⸗ pitainen der National⸗Garde befindlichen Gewehre bemäͤchtigen koͤnnte. Auch war die Rede davon, die in den Kasernen etwa be⸗ findlichen Waffen⸗Hepots in Beschlag zu nehmen“ (gez.) Freschi. Pasquier. Leon dela Chauvinisdre. 1I. Verhoͤr des Pepin am 17. Febr. 1830. Auf das Gesuch des Verurtheilten Pepin haben wir uns heute, am 17. Febr. 1836, um halb 10 Uhr Abends in Begleitung u. s w. zu ihm begeben, und ihn aufgefordert, seine gestrigen Erklaͤrungen

zu vervollstaäͤndigen, da wir Grund zu glauben haͤtten, daß sie nicht vollkommen gegruͤndet waͤren. Pevpin erklaͤrte uns, daß er nichts binzuzufuͤgen habe. Wir stellten ihm darauf vor, daß er sich doch wahrscheinlich offener, als er bisher eingestanden, gegen Cavaignae ausgesprochen habe. Der Verurtheilte antwortete uns: „Nein, meine Herren, ich habe ihm nicht gesagt, zu welchem Zwecke ich die Ge⸗ wehre brauchen wollte.“ Wir haben darauf den Verurtheilten ge⸗ fragt, ob er nicht mit Personen von der Karlistischen Partei in Ver⸗ bindung gestanden habe? Pepin antwortete. „Nein, wenn ich mit Karlisten gesprochen habe, so ist es ohne mein Wissen geschehen.“— Fr. „Erinnert Ihr Euch nicht, irgend Jemanden das beabsichtigte Attentat anvertkaut zu haben?: Antw. „Ich erinnere mich nicht, mit irgend Jemanden davon gesprochen zu haben.“ Fr. „Heute Morgen hat der Herr General⸗Prokurator, auf Euer und auf Fiechi's Verlangen, Euch einander gegenuͤber gestellt. Ich werde diesen Ver⸗ such erneuern, und vielleicht entschließt Ihr Euch bei einer Confron⸗ tation mit Fieschi die ganze Wahrheit zu sagen?“ Antw. „Ich er⸗ neuere und bestaͤtige die Erklaͤrung, die ich heute fruͤh abgelegt habe.“ Fr. „Kennet Ihr irgend Jemanden, der außer Euch dem Fiescht zur Ausfuͤhrung des Attentats Geld gegeben baͤtte?“ Antw. „Nein.“ Und unverzuͤglich haben wir den Angeklagten Fieschi vor uns fuͤhren lassen und haben ihn aufgefordert, sich von neuem, in Ge⸗ genwart Pevin's, uͤber die Konferenz zu erklaͤren, die am 24. Juli unter den Bogen der Austerlitz⸗Bruͤcke Jiscben Pepin, Morey und ihm stattgefunden hat. Nachdem Fieschi die verschiedenen Detatls dieser Konferenz ganz wie fruͤher erzaͤhlt hatte, fuͤgte er hinzu: „Morey sagte; Ich werde die Laͤufe laden, und setzte ausein⸗ ander, auf welche Weise er sie zu laden gedaͤchte, worauf Pepin be⸗ merkte: „„Ihr werdet sehr viel Menschen toͤdten.““ Ich wußte nicht, ob Pepin dies im ironischen oder in einem anderen Sinne meinte“ Pepin sagte bierauf: „Ich versichere, daß ich dem Fieschi, als ich sein definitives Projekt kannte, laͤnger als eine halbe Stunde Vorstellungen uͤber die Opfer, die fallen wuͤrden, gemacht und ihm von seinem Vorhaben abgerathen habe““ Fieschi, aufgefordert, sich bieruͤber zu erklaͤren, sagte: „Ich raͤume ein, daß Pepin olese Vorstellungen, meinetwegen eine Stunde lang, gemacht hat. Ich erwiederte ihm darauf: „„Man muß sich entscheiden, Ja oder Nein; entweder Alles aufgeben oder die Gewehre kaufen.““ Nichtsdestoweniger wurde, ehe wir uns trennten, be⸗ schlossen, daß die Gewehre gekauft werden sollten, und Morey⸗ brachte mir am andern Morgen das Geld in meine Wohnung.“ Pepin; „Fch erklaͤre, daß ich nicht von Gewehren habe sprechen hoͤren; indeß ist es moͤglich, daß davon die Rede gewesen ist. Ich fuͤge hinzu, daß es Morey war, der mich von meinem Hause ab⸗ bolte, und mich zu dieser Zusammenkunft fuͤhrte“ Fieschi: „Das ist wahr. Ich habe noch zu bemerken, daß Pevin nicht so auf die Sache versessen war, wie Morey.“ Pepin: „Das glaube ich wohl da ich sogar dem Fieschi die Ausfuͤhrung verbot.“ Fieschi: „Ver⸗ Zebt tich, d68 Ihr 19, e,, .. Warum habt Ihr es gege⸗ ben?“ Pepin: „Wenn ich dem Fieschi Geld gegeben habe, so geschab es fruͤher, und weil ich unter seinem schrecklichen Einflusse stand. Sie seben, daß Fieschi selbst sagt, Morey habe ihm das Geld zum An⸗ kauf der Gewehre gegeben. Zum Beweis, daß ich nichts mehr ver⸗ heimlichen will, erklaͤre ich, daß mir Fieschi das hoͤlzerne Modell seiner Maschine gezeigt hat. Ich habe es zerbrochen.“ Fieschi⸗ „Das ist wohl moͤglich; denn Tages darauf fand ich es nicht mehr auf dem Nachttische, wo ich es hingestellt hatte.“ Wir fragten darauf Fiescht und Pevin, ob sie noch etwas hin⸗ zuzufuͤgen haͤtten. Pepin sagte: „Ich fordere Fieschi auf zu sagen, ob ich ihm nicht mehreremale gerathen habe, als Gefangener zu stellen, als er mir sagte, daß er wegen heimlicher Aufbewahrung von Waffen verfolgt werde?“ Fieschi „Ja, das ist wahr; weil ich den eigentlichen Grund, warum. ich verfolgt wurde, nicht zu sagen wagte.“ Wir fragten zuletzt noch Fieschi und Pepin, ob sie der Justiz nichts mehr uͤber Personen zu sagen wuͤßten, von denen sie bis jetzt noch nicht gespro chen haͤtten? Pepin erwiederte: „Haͤtte ich wohl mit Jemanden von seinem Vorhaben sprechen koͤnnen?“ Fieschi: „Die Maschine hat Niemand gesehen als Morey und ich. Pepin hat nur das Mo⸗ dell gesehen; er ist nur einmal zu mir gekommen. Aber ich bin noch immer uͤberzeugt, daß Pepin zu Mitgliedern von geheimen Ge⸗ sellschaften gesagt hat, daß es an dem Tage der Revue Laͤrm gebvet werde.’”“ Pepin. „Ich versichere, daß ich keine geheimen Gesell⸗ schaften kannte; ich erklaͤre auch, daß ich mich weder genau des Tages jener Zusammenkunft erinnere, noch uͤber die Ladung der Gewehre etwas gehoͤrt habe. Ich fuͤge hinzu, daß ich mich nicht entsinne⸗ daß Fieschi mir die Nina Lassave empfohlen hat. Ich habe, wie ich es schon heute Morgen erklaͤrte, immer unter dem Einflusse Fies⸗ chi's gehandelt.“ 8 (gez.) Fieschi. Pepin. Pasquier. Leon dela Chauviniéère. (Wir werden morgen noch die beiden letzten Verhoͤre Pepin's: und Morey's folgen lassen.) Nachrichten aus Bayonne vom 16ten zufolge, ist der Ge⸗ neral Cordova, nachdem er daselbst auf dem Schlosse Lacarre mit dem Unter⸗Chefedes Generalstabes des Generals Harispe, Herrn v. Villebacg, eine Unterredung gehabt, direkt von dort nach Na⸗ varra zuruͤckgekehrt. Man will wissen, daß die von dem Spa⸗ nischen Oberbefehlshaber im Namen seiner Regierung gemachte Forderung, daß ihm gestattet werde, mit einem Theil der Armee das Franzoͤsische Gebiet zu betreten, um eine Diversion im Ruͤk ken der Karlisten zu machen und St. Sebastian so wie Gueta⸗ ria zu entsetzen, diesseits abgelehnt worden sey.

Großbritanien und Jrland,

Parlaments⸗Verhandlungen. Unterhaus. Siz⸗ zung vom 19. Februar. (Nachtrag.) Herr Poulett Thom⸗ son (Praͤsident der Handels⸗Kammer) fand sich durch die Bemer⸗ kungen des Herrn Robinson uͤber den Preußischen Zoll⸗Verband zu folgenden Erwiederungen veranlaßt:

„Wie diese Angelegenheit (sagte der Minister) den Weg in diese Debatte gefunden, ist mir ein Geheimniß. Mein edler Freund, der den Gegenstand zur Sprache brachte, hat auf irgend eine Weise ent⸗ deckt, daß Rußland dabei im Spiele sey. Er hat dies in einer merk⸗ wuͤrdig absurden Schrift, dem „Portfolio“, gelesen, aber er bedachte nicht, daß es, was Jedem, der den Gegenstand kennt, einleuchten muß, unmdoͤglich im Interesse Rußlands liegen konnte, selbst wenn es die Macht dazu gehabt, einen Verein zu befoͤrdern, der, wenn er wirklich einen politischen Zweck haͤtte, in Deutschland eine Macht gruͤnden wuͤrde, die groͤßer waͤre, als irgend ein ein⸗ zelner der jetzt bestehenden Staaten. Die Angabe des ehren⸗ werthen Herrn, die mich besonders zu einer Erwiederung veranlaßt, ist, daß Preußen es in seiner Gewalt habe, den Zoll auf unsere Er⸗ zeugnisse nicht nur in seinem Gebiete, sondern in allen Vereinsstaa⸗ ten zu erhoͤhen. Ruͤcksichtlich auf das Preußische Gehiet ist nun gerade das Gegentheil der Fall, und in Betreff der anderen Stas⸗