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Die Aussicht auf Reduction der 5proc. Metalliques tritt nehr und mehr in den Hintergrund; daher auch das allmaͤlige Hoͤhergehen derselben. Es ist kein Zweifel, daß die großartigen Actien⸗Unternehmungen fuͤr Eisenbahnen und Dampfmaschinen, wodurch der Kapitalist Gelegenheit findet, sein Vermoͤgen auf gute Interessen zu legen, und die Vorliebe fuͤr Staatspapiere vermindert wird, hierauf maͤchtigen Einfluß uͤben. Sollen alle die gegenwaͤrtig obschwebenden Plane in den Kaiserl. Staaten ausgefuͤhrt werden, so wird es noch viele Jahre immer schwierig bleiben, die Reduction zu bewerkstelligen. Unter die wichtigsten Entwuͤrfe gehoͤrt wohl der einer Eisenbahn⸗Anlage von hier nach Triest. 1b
Briefe aus Preßburg sprechen von einem vulkanischen Or⸗ an, welcher mit außerordentlichen Natur⸗Ereignissen in der Näaͤhe des Plattensees betraͤchtlichen Schaden verursacht habe. AUnsere Boͤrse war in den letzten Tagen wegen der Krakauer Angelegenheiten sehr bewegt. Die Nachricht von der neuen feind⸗ seligen Botschaft des Praͤsidenten der Nord⸗Amerikanischen Frei⸗ staaten aͤußerte auf die Course der Staats⸗Papiere nicht den mindesten Einfluß, was wohl nur durch die eingeleitete Vermit⸗ telung Englands, wovon man das beste Resultat erwartet, zu erklaͤren ist.
Fuͤrst Milosch von Serbien hat dem Dr. W. Binder, Ver⸗ fasser des Werkes „Fuͤrst C. Metternich und sein Zeitalter“, einen Brillantring von hohem Werthe uͤberreichen lassen und sein warmes Interesse fuͤr Wissenschaft und Literatur hierdurch um so glaͤnzender an den Tag gelegt, als er genanntes Werk nicht aus der Hand des Verfassers, sondern auf dem Wege des Buchhandels erhalten hatte.
Aus Bitoglia melden Handelsbriefe, daß die Großherr⸗ lichen Truppen, 14,000 Mann stark, aus Albanien zuruͤckkehrend, in jener Stadt und der Umgegend dislocirt und einquartiert wor⸗ den seyen, und es heiße, ihr Aufenthalt wuͤrde ein halbes Jahr dauern. Diesemnach scheint es nicht, daß die Pforte ernstlich Willens und entschlossen ist, auch in Bosnien die Ordnung neu zu begruͤnden, sondern die Truppen nur als Observations⸗Corps in der Naͤhe Albaniens vorlaͤufig noch postiren laͤßt.
Prag, 16. Febr. Es soll sich jetzt ein Englaͤnder hier auf⸗
halten, welcher die Absicht hat, Prag mit Wien durch eine Ei⸗ senbahn in Verbindung zu setzen; er laͤßt bereits auf dem kuͤr⸗ zesten Wege die Hoͤhen messen und zieht Erkundigungen ein, wie stark der Verkehr ist, wie viel 1000 Persenen jaͤhrlich hin und zuruͤck reisen, wie theuer der Strich Landes bei der Abloͤsung zu bezahlen seyn wuͤrde u. s. w.
8 Vor 14 Tagen hat man mehrere Gauner eingezogen, welche in dem Prager Bezirke Diebereien veruͤbten, zuletzt aber bei ei⸗ nem Getraide⸗Diebstahl, den sie im Canalschen, jetzt Zdekauerschen Garten begingen, aufgegriffen und dem Kriminal⸗Gerichte uͤber⸗ liefert wurden.
Gestern Abends gegen 9 ½ Uhr wurden Prags Bewohner durch die Sturm⸗Glocken allarmirt, indem die an der Spitze des Canalschen Gartens stehende große Scheune mit 3 Tennen, sammt allen darin befindlichen Vorraͤthen an Getraide, Stroh, Heu ꝛc. in Feuer aufaing. Wahrscheinlich haben Complicen der in Haft befindlichen Verbrecher diese Rache ausgeuͤbt. oll uͤber 8000 Fl. betragen.
Preßburg, 19. Febr. Se. Koͤnigl. Hoheit der Herzog von Lucca, Karl Ludwig, Spanischer Infant und Schwager Sr. K. K. Majestaͤt, sind am 31sten v. M. in Pesth angelangt und im Hotel zum Jaͤgerhorn abgestiegen. Am 4. Febr. wurde Se. Koͤnigl. Hoheit von dem Ausschuß des Ungarischen Natio⸗ nal⸗Kasino's einstimmig zum Mitgliede erwaͤhlt.
Der Graf Nikolaus Esterhazy, K. K. Wirklicher Geheimer Rath, hat fuͤr den Fonds der Magyarischen gelehrten Societaͤt 4000 Gulden C. M. geschenkt.
— Dem Schwaͤbischen Merkur wird aus Sieben⸗ buͤrgen vom 9. Febr. geschrieben: „Wir haben jetzt die Gewiß⸗ heit erhalten, daß Se. Maj. der Kaiser und Koͤnig, den ausge⸗ sprochenen Wuͤnschen und Bitten unserer General⸗Congretationen gemaͤß, einen neuen Landtag, und zwar, wie es heißt, auf den 1. Mai d. J. einberufen habe. Man erwartet das diesfaͤllige Koͤnigl. Patent unverzuͤglich, dagegen duͤrfte sich die Ruͤckkehr des Erzherzogs Ferdinand von Este noch einige Zeit verzoͤgern, ja man glaubt, sie duͤrfte erst nach Ostern oder zur Eroͤffnung des Landtages stattfinden. Wir haben fortwaͤhrend einen sehr strengen Winter.“
— Eben dieses Blatt enthaͤlt auch folgende Mittheilung aus Ungarn vom 15. Febr.: „Die Sitzungen der zweiten Land⸗ tafel unseres Reichstages im Laufe der vorigen Woche haben wieder mehrere Nuntien an die Magnaten zu Stande gebracht, welche aber zu keiner Vereinigung fuͤhren duͤrften. Die Mag⸗ naten haben sich uͤber die Bekeser Angelegenheiten und die so⸗ genannte Redefreiheit zu sehr ausgesprochen, als daß eine Ueber⸗ einstimmung zu erzielen waͤre. Waͤhrend der Abwesenheit des Erzherzogs Palatinus in Wien traten die Magnaten nicht zu⸗
Der Schaden
sammen. Dem Vernehmen nach, finden dort Konferenzen uͤber die Angelegenheiten Ungarns und Siebenbuͤrgens statt, denen beide Erzherzoge, Palatinus und Ferdinand von Este, abwech⸗
selnd beiwohnen.“
Schweiz.
Bern, 20. Febr. Der Vorort hat auf Ansuchen des zu diesem Zwecke nach Bern gekommenen Herrn Gutzwyler im Namen der Regierung von Liestal der Franzoͤsischen Gesandtschaft uͤber die Wahlsche Angelegenheit Vorstellungen gemacht. 8
V11 t
Turin, 16. Febr. (Allg. Ztg.) Man hat hier Nachrich⸗ ten aus Spanien erhalten, die fuͤr die Madrider Regierung sehr unguͤnstig lauten. Sie sprechen von einem weit ausgedehnten Komplotte, welches gegen die Koͤnigin Regentin angesponnen sey. Man glaubte, daß es in Madrid selbst bald zu unruhigen Auf⸗ tritten kommen duͤrfte, und war der Meinung, daß Herr Men⸗ dizabal einen großen Mißgriff begangen, indem er die Cortes auf⸗ geloͤst hat. Nach der Ansicht der Turiner Korrespondenten in Spanien zu urtheilen, befindet man sich zu Madrid in einer aͤußerst bedraͤngten Lage, und die Regierung kann auf keine Art moralischer Unterstuͤtzung rechnen, was doch bei dem dermaligen Zustande Spaniens fast noͤthiger und wichtiger ist, als eine ma⸗ terielle Huͤlfe, falls wirklich eine so ausgebreitete Verschwoͤrung vorhanden seyn und zum Ausbruche kommen sollte. Aber abge⸗ sehen von dem moralischen Beistand, den die versammelten Cor⸗ tes am Tage eines solchen Ereignisses zu geben im Stande ge⸗ wesen waͤren, tadelt man Herrn Mendizabal wegen ihrer Aufloͤ⸗ sung auch in der Hinsicht, daß er das Resultat der naͤchsten Wahlen nicht berechnen kann und es sich ereignen koͤnnte, daß er, trotz seiner Hinneigung fuͤr einen wohl ausgebeuteten Libe⸗ ralismus, sich in der bevorstehenden parlamentarischen Versamm⸗ lung uͤberfluͤgelt saͤhe und mit andern seindlichen Elementen zu kaͤmpfen haͤtte, als die in den eben zerstreuten Cortes. Dann moͤchte es nicht mehr in seiner Macht stehen, sagen die Turiner Korrespondenten, die berufenen Cortes abermals aufzuloͤsen, und so haͤtte er dann mehr als jeder Andere zur Vernichtung des Koͤniglichen Statuts beigetragen. Man muß abwarten, in wie weit diese Voraussetzungen in Erfuͤllung gehen; jedenfalls ist nicht zu leugnen, daß Herrn Mendizabals Stellung sich in der letzten Zeit sehr verschlimmert hat, und daß es ihm schwerer fal⸗ len wird, die Angelegenheiten Spaniens zu regeln, als er fruͤher versprochen hat. Die Sardinische Escadre wiro naͤchstens nach Genua zuruͤckkehren, um abgetakelt zu werden.
Spanien. 8
Ueber die letzten militairischen Operationen der Christinos und der Englischen Legion enthaͤlt der Englische Courier fol⸗ gende Betrachtungen: „Man hat uns versichert, daß die hoͤ⸗ heren Offiziere der Britischen Legion es außer allen Zweifel setzen, daß, wenn Cordova weiter gedrungen waͤre, nachdem er die Hoͤhen erreicht hatte, wenn er Espartero und Evans erlaubt haͤtte, eine Bewegung nach Oüate zu machen, der Erfolg der Waffen vollstaͤndig gewesen waͤre. Was aber auch Cordova fuͤr Grund zu seinem Benehmen gehabt haben mag, das bleibt gewiß, daß er beschlossen hat, der Britischen Legion so wenig Antheil am Kampfe als moͤglich zu lassen. Nur dann und wann hatte sie auf dem Marsche kleine Gefechte mit dem Feinde, der offenbar die Englischen Truppen scheute und sich vor ihnen zuruͤckzog. Ob Cordova aus politischen Gruͤnden eine Franzoͤsische Intervention wuͤnscht, oder ob er der Sache der Freiheit uͤberhaupt abgeneigt ist, laͤßt sich fuͤr jetzt nicht mit Gewißheit entscheiden, aber allgemein ist der Glaube in der Armee, daß er die guͤnstigste Gelegenheit zum entscheidenden Siege hat entschluͤpfen lassen. Ein sehr ver⸗ daͤchtiger Umstand wurde oft bemerkt; ein Karlistischer Oberst naͤmlich machte, anscheinend als Parlamentair, gewoͤhnlich den Zwischentraͤger zwischen den Karlisten und Cordova, und besuchte die Christinos selbst auf ihrem Ruͤckzug. Dies ist allerdings auffal⸗ lend. Cordova hat nicht bloß unterlassen, von seiner großen Trup⸗ penmacht Gebrauch zu machen, sondern durch seinen Ruͤckzug v einem weit schwaͤcheren Feind eine moralische Wirkung hervor⸗ gebracht, die es jetzt schwerer und langwieriger machen wird, die Rebellion zu erdruͤcken. Noch einen anderen Nachtheil brachte die fehlgeschlagene Unternehmung. Die Armee, welche außer den Englaͤndern 20,000 Mann zaͤhlte, hat alle Vorraͤthe aufgezehrt, welche die Grundlage fuͤr ein Depot zu einem Feldzuge bildeten. So wenig man den Englaͤndern Anlaß zu kaͤmpfen gab, so hatten sie doch manche Gelegenheit, ihre Tapferkeit und Verach⸗ tung der Gefahr zu zeigen. Bei dem Dorfe Mendijar hatten einige Stabs⸗Offiziere zu Pferd ein sehr hitziges Scharmuͤtzel zu bestehen. Der Brigade⸗General Evans selbst und der General Macdougall waren dabei, uͤnd die ganze Zahl bestand etwa aus 16 Mann. Die leichte Infanterie des Feindes floh vor ihnen, feuerte aber auf dem Ruͤckzuge, wodurch ein Adjutant des Generals Macdougall, Capitain Yockmus, am Kopfe
verwundet und ein Sergeant getoͤdtet wurde. Ein bald b erscheinendes Bataillon reinigte durch einen Bajonnett⸗An rig’a Gehoͤlz, worin der Feind Posto gefaßt hatte. Wir sind 118 e durch einen jungen Offizier, der neulich von der Legion ab aun gen ist, Geruͤchte zum Nachtheil von Evans verbreitet zu in Dieser Offizier hat noch keine Erfahrung im Felde re wagen daher zu behaupten, daß er vom General Erans ei der tapfersten Britischen Offiziere, in dessen Abwesenheit nicht gesprochen haben kann. Evans hat fast 30 J n Britise Indien mit Auszeichnung gedient. Im 9 befehligte er eine Brigade und hatte das hoͤch Oberbefehlshabers Archibald Campbell, auf dessen angelegentli Empfehlung er auch den Bath⸗Orden erhielt. Wir kennenden Geüch Evans als einen liebenswuͤrdigen und bescheidenen Mann, sowohl seinem oͤffentlichen als Privatleben, und wir fuͤhlen uns um mehr gedrungen, ihm diese Anerkennung oͤffentlich zu zollen man absichtlich bemuͤht ist, die angedeuteten Geruͤchte in Unada zu setzen, Geruͤchte, die von Offizieren verbreitet werden, 1 bei der Legion nicht ihr Gluͤck gemacht haben. Der Effekin Bestand der Britischen Legion war am 3. Februar, nach de Ruͤckzuge, etwas uͤber 5000. Vor kurzem sind 47,000 Pfd. abgeschickt worden, um den Sold zu bestreiten.“ 2
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Meteorologische Beobachtung. 1836. Morgens Nachmittags Abends Nach einmalige 27. Februar. 6 Uhr. 2 Uhr. 10 Uhr. Beobachtung.
een EIAEEEmTEAEEE
Luftdruck. 329,89“ „Par. 330,¹15“„Par. 330,97„Par. Quellwärme 7,10 Luftwärme... +.·¶0,1 °R. +. 6,00 R. + 2,/4 ° R. Flußwärme 1,109 8 .“ 81 EE Wetter. 800 8 heiter. heiter. heiter. 3 Pus dunstung 0,0- h“ SO. 988. S8. Niederschlag 0. Wolkenzug... — SO. — Nachtkälte †. 1, Tagesmittel: 330 04"„ Par.. P† 2.,8 0 R... — 05 ° R. 727 pg.
Auswärtige Börsen. Amsterdam, 23. Februar.
Niederl. wirkl. Schuld 55 . 5 % do. 103 ⅞. 1 249⁄16. 5 % Span. 48 ¼. Passive 16 hl1 6⁄ Ausg. Schuld 2 Zinsl. 18 . Preuss. Präm.-Scheine 106 ⁄¾. Poln. 123 ⁄. Oen Met. —.
Antwerpen, 22. Februar.
Passive 15 ¾. Ausg. Schuld —. Zinsl. 18 ¼4.
Frankfurt a. M., 25. Februar.
Oesterr. 5 % Metall. 103 ⅛. 103 4 % 99 ⁄. 99 ⁄. 2 % 59 . 1 % 25 ⁄¾l. Br. Bauk-Actien 1642. 1640 Partial-Obl. 1äl- G. Loose zu 500 Fl. 1145⁄⅞. 114 ⅞. Loose zu 100 Fl. 218 ½ Preuss. Präm.-Sch. 60 ⁄⅞. 60 . do. 4 % Anl. 99 ⅞. G. E. Loose 69 ½. 69 ¼l. 5 % Span. Anl. 47 ⁄⁄+. 47 ⅞. 2 ½ % l
11ö1“ 55 5„16. 55 /½H-
Neue Anl,
Hamburg, 26. Februar. Bank-Actien 1360. 1360. Engl. Russ. —. do. 3 % 51 ⅛6. Neue Anl. 44 ⅛. London, 23. Februar. Belg. 103 ½. Cortes —. Obl. v. 183ʃ4 2 ½ c% Holl. 5551. 5 % 10ʃ
5 % Port.
Cons. 3 % 91 1 4· Passive 14 ¾X¾½. Ausg. Sch. 23. 5 % Port. 83. do. 3 % 52 àXℳ. Engl. Russ. 110 ½0. Bras. Columb. 32. Mex. 36 ½. Peru 25. Chili 49 ½. Neue Anl.
Faris, 22. Februar. 1
5 % Rente pr. compt. 109. 55. fin cour. 109. 60. 30 % „% compt. 80. 75. fin cour. 80. 75. 5 % Neap. 99. 80. 5 % 9- Rente 47 ¼. Passive 15 ½. Neue Ausg. Sch. 23 1. Ausg. 18 ⅛. 2 ½ % Holl. —. 3 % Portug. 53 ½. Wien, 23. Februar.
5 % Met. 102 ⅛. 4 % 99 . 3 % 75 ¼.
—. Bauk-Actien 1365. Neue Anl. 5721 32
Koͤnigliche Schauspiele. Montag, 29. Febr. Im Schauspielhause: Der Kaufma von Venedig, Schauspiel in 5 Abth., von Shakespeare, uͤbers von A. W. Schlegel. 1
Dienstag, 1. Maͤrz. Im Opernhause: Das Geheimn Singspiel in 1 Akt. Musik von Solié. Hierauf: Konze fuͤr ein Holz⸗ und Stroh, Instrument arrangirt und auf de selben vorgetragen von Herrn Gusikow. Dann: Der Baͤr u der Bassa, Vaudeville⸗Burleske in 1 Akt, von C. Blum. Un Potpourri, fuͤr ein Holz⸗ und Stroh⸗Instrument komponirt un auf demselben vorgetragen von Herrn Gusikow.
2 ½ %
Im Schauspieihause: Franzoͤsische Vorstellung.
8 Koͤnigstädtisches Theater. Montag, 29. Febr. Zum fuͤnften Male: Zu ebener Ers und erster Stock, oder: Launen des Gluͤckes, Lokal⸗Hose mf Gesang in 3 Akten, von J. Nestroy. Musik von A. Müller. Dienstag den 1. Maͤrz. Zum sechsten Male: Die obig Vorstellung. Redacteur Hd. Cottel.
Allgemeiner Anzeiger fuͤr die Preuß
ischen Staaten.
U
Bekanntmachungen.
MNotbhwendiger Verkauf. Civil⸗Senat des Koͤnigl. Ober⸗Landes⸗ gerichts zu Segg.
Das freie adliche Allodial⸗Gut Wilken im Inster⸗ burgschen Haupt⸗Amte, abgeschaͤtzt auf 10,409 Thlr⸗, zufolge der nebst Hypothekenschein in der Registra⸗ tur einzusehenden Taxe, soll in termino den 28. September c., Vormittags 10 Uhr, vor dem Deputirten, Herrn Ober⸗Landesgerichts⸗Rath Barnheim, hier an ordentlicher Gerichtsstelle sub⸗ hastirt werden.
Nothwendiger Verkauf. bIEEEEen Das Allodial⸗Rittergut Mersin im Fuͤrstenthum⸗ schen Kreise, abgeschaͤtzt auf 25137 Thlr. A sgr. 11 pf, zufolge der nebst Hypothekenschein und Bedingun⸗
gen in der Registratur einzusehenden Tare, soll am 6. August 1836, Vormittags 10 Uhr, n ordentlicher Gerichtsstelle subhastirt werden. Cöͤslin, den 3. Dezember 1835. Koͤnigl. Ober⸗Landesgericht von Pommern. Civil⸗Senat.
MNibhdendiger Verkauf. Von dem Koͤnigl. Ober⸗Landesgerichte zu Stettin oll das Erbpacht⸗Vorwerk:
Ziegelei⸗Vorwerk bei Fiddichow,
im Greiffenhagenschen Kreise Hinter⸗Pommerns, ab⸗ geschaͤtzt auf 10,201 Thlr. 10 gr. A pf., zufolge der nebst Hypothekenschein und Kauf⸗Bedingungen in der Registratur einzusehenden Taxe,
am zehnten September 1836, an ordentlicher Gerichtsstelle subhastirt werden.
Nothwendiger Verkauf. Land-⸗ und Stadtgericht zu Bromberg. Die hiesigen Herkules⸗Muͤhlen⸗Grundstuͤcke, abge⸗
schaͤtzt auf 110,259 Thlr. 7 sgr. zufolge der, nebst Hy⸗ pothekenschein und Bedingungen, in der Registratur einzusehenden Taxe sollen 1 am 30. Mai 1836, Vormittags 10 Uhr, an ordentlicher Gerichtsstelle subhastirt werden. Bromberg, den 29. September 1835. Koͤnigl. Preuß. Land⸗ und Stadtgericht. Meißner.
Bekanntmachung9. Nothwendiger Verkauf. Stadtgericht zu Berlin, den 26. November 1835.
Das in der Poststraße Nr. 2, und Burgstraße Nr. 6 belegene Grundstuͤck des Stadtraths Carl Traugott Dettlow Vetter, taxirt zu 34,429 Thlr. 5 sgr. 9 pf. soll
am 30. August 1836, Vormittags 11 Uhr, an der Gerichtsstelle subhastirt werden. Tarxe und Hypothekenschein sind in der Registratur einzusehen. Der dem Aufenthalte nach unbekannte Agent Paul
Mathis oder dessen Erben wird hierdurch oͤffentlich vorgeladen.
Auf ehrerbietigst gehorsamsten Antrag des Kam⸗ merherrn von Engel auf Brusen, als Vormundes der Geschwister von Gentzkow auf Kraase, werden alle diejenigen, welche an die Verlassenschaft des am 13. Juli v. J. verstorbenen Karl Wilhelm von Gentz⸗ kow auf Kraase, Amts Stavenhagen, in so weit solche in hiesigen Landen belegen, insbesondere an das ge⸗ dachte Gut Kraase cum pertinentiis et inventario, und aus der Wirthschaftsfuͤhrung des Inspektors Rothe daselbst, aus irgend einem civilrechtlichen Grunde Anspruͤche und Forderungen zu haben ver⸗ meinen, peremtorie hiermit geladen,
am 18. Mai d. J., Morgens um 10 Uhr, auf hiesiger Großherzoglicher Justiz⸗Kanzlei zu er⸗ scheinen, und solche ihre Anspruͤche und Forderungen bestimmt anzumelden und sofort rechtsgenuͤgend zu bescheinigen, widrigenfalls aber zu gewärtigen, daß sie damit, unter Auferlegung eines ewigen Still⸗ schweigens, auf stets werden abgewiesen und praͤklu⸗ dirt werden. Von dieser Anmeldungspflicht werden jedoch ausdruͤcklich hierdurch ausgenommen: 1
1) der Engere Ausschuß der Ritter⸗ und Landschaft
89 Fi soch hinsichtlich aller und jeder Landes⸗
. gaben, 2) die Kirche zu Kraase, so wie der Prediger und der Kuͤster zu Varchentin, hinsichtlich der den⸗ selben zustehenden sicen Hebungen, und endlich
3) alle diejenigen, deren Forderungen in dem das Gut Kraase und der Pertinenz Kl. Kr niedergelegten Hypothekenbuche richtig verze net stehen,
mindestens haben selbige eine Erstattung der L dationskosten nicht zu gewaͤrtigen. b Gegeben Guͤstrow, den 13. Februar 1836, ₰ Großherzoglich Mecklenburgsche, zur; stiz⸗Kanzlei allerhoͤchst verordnete
Vi 2 2 ir nd 2 d1. 80-, Vice⸗Direktor u dRg ranbi
en IrRMnarn
6 9 9 Literarische Anzeigen. In Ferd. Duͤmmleres Buchhandlung, b Nr. 19, hat eben die Presse verlassen: „ Bötticher. G., Historiae antiquae epilomag jancta orbis veteribus noli brevi desers scholarum in usum. 1 Thlr.
8 8 8 1 uft: G. Fincke, Spittelmarkt Nr. ds, vfekan v.
Raphaels Logen 42 Bltt. Imp. Fs 0 16. etc. trefflich alte Drucke 15 di nara sloria d. scult. 8 Vol. 18 18 8 Tav. Fol. 30 Thlr. IvHö interp. schinis duac ext. oinn. 1020 Steph. .
var. lect. annot. var. illust. 10⸗ acced. animadv. Reiskii etc. 10 798 Thlr. 828. sauber gebd. st. 45 Thlr. f- 18
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