FI1“X
Ausvirtige
8 Amsterdam, 12. März. Fiederl. wirkl. Schuld 56 ⁄1.
25 ½. 5 % Span. 44 ¼. Paszive 135. Ausg. Schuld Preuss. Präm.-Scheine 107 ¼. Poln. 117. 5 Antwerpen, 11. März. Ausg. Schuld —. Zinsl. 17. Frankfurt a. M., 14. Marz.
Oesterr. 5 % Metall. 1031 ⁄1. 1038121 ½. 40⁄% 991
60. Br. 1 % 25 ½. G. Bank-Actien 1643. 1641. G. Loose zu 300 Fl. 114 ¾. Br. Prauss. Präm.-Sch. 60 ½. Br. do. 4 % Anl. Loose 66 ¾¼. Br. 5 % Span. Anl. 42 ½¼. Hamburg, 15. März.
Passive 14 ¼.
Bank-Actien 1362. Br. 1360. G. Engl. Russ. 107.
Neue Anl. 40 ½. Paris, 11. März.
53 % Rente pr. compt. 107. 50. fin cour. eompt. 81. —. Rente 43. Passive 14 ¼. 16 ½. 2 % Portug. 46 ¾. Wien, 12. Mörz.
4 % 991516.. 3 % 7 Neue Anl.
5 % Met. 103 71 ½. 1 % —. Bank-Actien 1360 ½.
———
Börsen.
5 % do. 102 ¼. Oesterr. Met. 100 ¼. Neue Anl. 44.
Partial-Obl. 143. Loose zu 100 Fl. 216 ½. 99 1. G. 42 ⅞. 2 ½ % Holl. 561¼. 56.
107. 65. 8 üin cour. 81. 10. 5 % Neap. 100. 45. 5 % Span. Neue Ausg. Sch. 21 ½.
322
Freitag, 18. Maͤrz. 6.““ in 1 Akt. Hierauf: Kanz-Bill. —. Zinsl. 16 ¼. Im Schauspielhause:
vaudeville en 1 acte.
rir! vaudeville en 1 acte, par
Sonnabend, 19. Maͤrz.
4. 99 ¼. 2 ½ W%
Bauernfeld.
Sonntag, 20. Maͤrz. Im Das Rosenfest von Ballets. Musik von Spontini.
Im Schauspielhause: tend:
Poln. 5 % Port.
3 % pr. Ausg. Sch.
errn Gusikow. Montag, 21. Maͤrz. Im
von
I
8 1“ Bekanntmachungen. Avertissement. “ Zum nothwendigen Verkauf des in der Nieder⸗ Lausitz, im Kalauer Kreise, belegenen Mannlehn⸗Rit⸗ terguts Settinchen, abgeschaͤtzt auf 13,901 Thlr. 14sgr. 2 pf., ist ein Termin auf 1 den 20. August c., hora X., vor dem Deputirten, Ober⸗Landesgerichts⸗Assessor Oellrichs, hier anberaumt worden; die Taxe, der neueste Hypothekenschein und die besonderen Kauf⸗ Bedingungen sind in unserer Registratur einzusehen. Frankfurt a. d. O., den 19. Januar 1836. Koͤnigl. Preuß. Ober⸗Landesgericht.
Bekanntmachung. Der Kaufmann Wilhelm Eiselin in Kalisch be⸗ hauptet, im Jahre 1830, zur Zeit des Ausbruchs der
Unruhen im Koͤnigreich Polen, nachbenannte Pose⸗
ner Pfandbriefe:
1) Nr. 65 auf Gola, Kroebener Kreises uͤber 8 1000 Thlr., 0) Nr. 56 auf Kojewo, Pleschener Kreises uͤber
25 Thlr.,
als deren Eigenthuͤmer er sich gerirt, nebst den dazu gehoͤrigen Zins⸗Coupons in einem eisernen Kasten verwahrt und in einem ’ö Keller vergraben, solche aber bei der spaͤterhin erfolgten Erbffnung je⸗ nes Kastens durch die Feuchtigkeit verdorben vorge⸗ funden zu haben. 1
Indem wir dieses zur oͤffentlichen Kenntniß brin⸗ gen, fordern wir die etwanigen Inhaber der oben bezeichneten Pfandbriefe auf, sich bis zum 8ten Zins⸗ Zahlungs⸗Termine d i. Johanni 1836, spaͤtestens aber in dem vor dem Referendarius Espagne auf
den 27. Juni 1836, Vormittags 10 Uhr, angesetzten Termine persoͤnlich oder durch einen ge⸗ setzlich zulaͤfsigen, mit Vollmacht und Information versehenen Mandatar zu melden und sich als recht⸗ maͤßige Inhaber gedachter Pfandbriefe nebst Coupons auszuweisen. 1 1
Sollte sich in obigem Termine Niemand melden, alsdann erfolgt ohne Weiteres die Amortisation je⸗ ner Pfandbriefe.
Posen, am 7. November 1835. 1 Königl. Ober⸗Landesgericht. Erste Abtbeil.
e. Notbwendiger Verkauf. dem Hofbesitzer Peter Wilhelm Kiep zuge⸗ hoͤrige, in dem Werderschen Dorfe Groß Zuender gelegenen Grundstuüͤcke Nr. 23 und 25, von welchen zufolge der mit den Hypotheken⸗Scheinen und Be⸗ dingungen in der Registratur einzusehenden Taxen, ersteres auf 5692 Thlr. 1 sgr. 8 pf,, letzteres auf 1002 Thlr. 6 sar. 8 pf. abgeschaͤtzt worden, sollen einzeln in dem auf
den 20. April 1836, Vormittags 10 Uhr, angesetzten Terminen an der Gerichtsstelle verkauft werden. 1 Königl. Land⸗ und Stadtgericht zu Danzig.
Bekanntmachung. 3
Die am 23. Februar 1815 hier verstordene Wittwe des Schuhmachers Fladung, Dorothea, geb. Roehl, Tochter des Kellerwirths Johann David Roehl zu Ballenstedt, hat in ihrem am 2. April 1805 errichte⸗ ten und am 20. Mai 1815 hier publizirten Testamente unter andern auch ihren Bruder, den Invaliden Georg Gottlieb Roehl zu Potsdam, zum Miterben eingesetzt, und betraͤgt dessen bisher in unserem Depositorium verwahrter Erb⸗Antheil ungefaͤhr 300 Thlr. Gold.
Da die bisherigen Schritte, uͤber das Leben, den Aufenthalt oder den Tod des genannten Invaliden Georg Gottlieb Roehl, welcher boͤchst wahrscheinlich am 10. November 1736 zu Ballenstedt geboren ist, bestimmte Nachrichten zu erhalten, erfolglos geblie⸗ den sind, so werden der Invalide Georg Gottlieb Roehl oder dessen Erben hierdurch aufgefordert, zur Wahrnehmung ihrer Gerechtsame sich binnen 6 Wochen bei uns oder dem den abwesenden Erben bestellten Kurator, Justiz⸗Kommissarius Heine, zu melden, wi⸗ drigenfalls nach Vorschrift des §. 38. Tit. 1. Tbeil I. des A. L. R. angenommen werden muß, daß der ein⸗ gesetzte Erbe den Erb⸗Anfall nicht erlebt habe.
Uebrigens wird bemerkt, daß, wenn der Invalide Georg Gottlieb Roehl etwa vor dem 23. Februar 1815 verstorben seyn sollte, dessen Erben an die vor⸗ handene Masse keine Anspruͤche haben, diese vielmehr nach Inhalt des Testaments den uͤbrigen eingesetzten Erben gebuͤhrt.
Halberstadt, den 1. Maͤrz 1836. Kdnigl. Land⸗ und Stadtgericht. Subhastations⸗Patent.
Das in der Richtstraße Nr. 77 hieselbst belegene, Vos. I. No. 328. f0s. 341 des Hypothekenbuches ver⸗ zeichnete, dem Kausmann Ernst Eusebius Gebhardt gehörige Haus nebst neun Nuthen Wiescwachs, wel⸗ ches auf Funfzehn Tausend Drei Hundert und Eilf Thaler 15 sgr. 7 pf. gerichtlich gewuͤrdigt worden ist, soll Schuldenhalber an den Meistbietenden verkauft werden, und es ist der Bietungs⸗Termin auf
Allgemeiner Anzeiger fuͤr
den 28. Juni 1836, Vormittags 11 Uhr,
svor dem ernannten Deputirten, Land⸗ und Stadt⸗
gerichtsrath Zastrow, in dem Partheienzimmer des unterzeichneten Gerichts, in dessen Registratur die Tare und der neueste Hypothekenschein des Grund⸗ stuͤcks eingesehen werden koͤnnen, angesetzt worden, welches den Interessenten und Kauflustigen hierdurch bekannt gemacht wird. Frankfurt a. O., den 1. September 1835. Koͤnigl. Preuß. Land⸗ und Stadtgericht
—
NRotbhwendiger Verkauf. Landgericht Torgau. 1 Das dem Amtmann Carl Eduard Mevyer zugehd⸗ rige Freigut Blankenau, im Torgauer Polizeikreise nebst folgenden walzenden Grundstuͤcken: a) 29 Hufe Feld und Wiese am Klitzschner Wege, b) zwei Stuͤcken sogenanntem Koͤppenfeld daseldst, c) 1 Hufe Feld in der Mark Rieder⸗Naundorf, abgeschaͤtzt auf 12,720 Thlr. 11 sgr. 8 pf. zufolge der nebst Hypothekenscheinen und Bedingungen in der Registratur einzusehenden Tare, soll am 1. Juli 1836, Vormittags 11 Uhr, an ordentlicher Gerichtsstelle subhastirt werden. Alle unbekannte Real⸗Praͤtendenten werden aufge⸗ boten, sich bei Vermeidung der Praͤclusion spaͤtestens in diesem Termine zu melden.
8
Edictal⸗Ladung. Die im nachstehenden Verzeichnisse sub O genann⸗ ten Personen sind seit dem bei jedem angegebenen Zeitpunkte von hier abwesend, ohne daß von ihnen smmittelst eine Nachricht uͤber ihr Leben oder ihren Aufenthalt hat erlangt werden können.
Auf den Antrag ihrer Abwesenheits⸗Vormuͤnder und muthmaßlichen Erben werden, in Gemäaͤßheit des Allerhoͤchsten Mandats vom 13. November 1779 und des Gesetzes vom 27. October 1834, Edictalien erlas⸗ sen und die untengenannten Abwesenden unter der Verwarnung, daß sie außerdem fuͤr todt erklaͤrt und ihr Vermoͤgen denjenigen, welche daran gegruͤndete Anspruͤche nachweisen koͤnnen, werde verabfolgt wer⸗ den, alle andere bekannte und unbekannte Personen hingegen, welche an deren Nachlaß als Erben, Glaͤu⸗ biger oder aus einem sonstigen Rechtsgrunde An⸗ spruͤche zu haben vermeinen, bei Verlust ihrer An⸗ spruͤche und der ihnen etwa zustaͤndigen Rechtswohl⸗ that der Wiedereinsetzung in den vorigen Stand hier⸗ mit aufgefordert und geladen,
den 11. Mai 1836, an hiesiger ordentlicher Gerichtsstelle entweder per⸗ sönlich und resp. die Frauenspersonen gehoͤrig bevor⸗ mundet, oder durch gehoͤrig legitimirte Bevollmaäch⸗ tigte, welche von auswaͤrtigen Interessenten bei 5 Thlr Strafe allhier zu bestellen sind, sich einzufinden, ihre Anspruͤche unter Beibringung des erforderlichen Be⸗ weises und Production der einschlagenden Urkunden, auch nach Befinden unter Ausfuͤhrung der etwani⸗ gen Vorzugsrechte zu liquidiren, mit dem verordne⸗ ten Contradictor, sowohl wegen der streitigen Vor⸗ zugsrechte unter sich rechtlich zu verfahren, binnen 6 Wochen zu beschließen und sodann
den 25. Juni 1836, der Inrotulation der Akten, sowie
den 26. August 1836, der Publication eines Erkenntnisses oder Bescheids, womit in contumaciam der Außengebliebenen Mit⸗ tags 12 Uhr verfahren werden wird, gewaͤrtig zu seyn.
Stöoͤtteritz obern Theils bei Leipzig, den 29. De⸗ zember 1835.
Die Herrlich Eichstaͤdtschen Gerichte daselbst
von Hake, G.⸗V.
Vermoͤgens. Th.] gr. pf.
Abwesenden und sonstiges Bewand⸗ niß der Sache.
Christian Mathaͤus Schnei⸗ der, vierter Sohn des Gastwirths Johann Gottfried Schneider, ge⸗ boren 1773. Wann er von hier fortgegangen, ist undekannt, doch ist die letzte Nachricht von ihm 1808 von St. Petersburg gekom⸗ men. Sein Vermoͤgen besteht in
Johann Gottlob Wilhelm Hilscher, Sohn des vormaligen hiesigen Nachbars und Einwoh⸗ ners Johann Gottlob Hilscher, geboren in den 80ger Jahren des vorigen Jahrhunderts, welcher seit dem Jahre 1811, wo er ein⸗ mal hier gewesen seyn soll, keine Nachricht von seinem Leben und Aufenthalte hierher hat gelangen
lassen. Sein Vermoͤgen besteht in
Koͤnigliche Schauspiele. Im Opernhause: Das Schweizer⸗Milchmaͤdchen, pantomi⸗ misches Ballet in 2 Abth. (Dlle. Vagon: Liesli.)
1) Un changement q'uniforme, 2) Un Mariage raisonnable, comédie nouvelle en 1 acte, par Mr. Ancelot. 3) Etre aimé ou mou-
Im Schauspielhause: ler, Drama in 1 Akt, von E. Raupach. male: Buͤrgerlich und romantisch, Lustspiel in 4 Abth., von
Kaschmir, lyrisches Drama in 2 Abth., mit
Konzert des Herrn Gusikow, enthal⸗ Variationen uͤber ein Thema von offmeister, auf dem Holz⸗ und Stroh⸗Instrument vorgetragen. ierauf: Die Royalisten, Schauspiel in 5 Abth., von E. aupach. Und: Großes Potpourri, arrangirt und vorgetragen
male: Der Naer seiner Freiheit, Lustspiel in 2 Abth., von E.
E1“““
Warum? Lustspiel
Scribe. B
Der Bett⸗
Hierauf, zum ersten⸗
Opernhause: Nurmahal, oder: (Dlle. Stephan: Namuna.) von Gomis.
Herz; Allegro von
Schauspielhause: Zum ersten⸗
Raupach. Hierauf! Das Blatt hat sich gewendet, 5 Abth., von Schroͤder. (Neu einstudirt.] det, kusspee 1 Amtsrath Poll.) 8
große Kinder, Lustspiel in Morton, von Bernd von Guseck. Sonntag, 20. Maͤrz. der Lasttraͤger von Granada, romantisch⸗komische Oper in ten, nach dem Franzoͤsischen des Scribe, von J. Cornet.
Ruͤthling, M
88 ö 8
Konigstaͤdtisches Theater.
Freitag, 18. Maͤrz.
in 2 Akten, nach dem Italiaͤnischen, von Seyfried. Bellini. (Dlle. Gerhardt: Adalgisa.)
Sonnabend, 19. Maͤrz. Zum erstenmale:
Auf Hoͤchsten Befehl: Norma, Ope- Musik von
5 Akten, nach dem Englischen des 8j
Zum erstenmale wiederholt: Gasparn
3 A-
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1 — Fereeöeee 5 2 Fg= — — — — —
Amtliche Nachrichten. Kronik des Tages.
Se. Majestaͤt der Koͤnig haben dem Landrath des Brauns⸗
berger Kreises und Landschafts⸗Direktor, von Schau, den Ro⸗
hen Adler⸗Orden zweiter Klasse met Eichenlaub zu verleihen gerutt.
Se. Majestaͤt der Koͤnig haben die Kammergerichts Assesso⸗ en Gustav Adolph Noͤrner, Johann Friedrich Eduard
Betrag des Vermoͤgens.
Th.] gr.! pf.
tamen
der : Abwesenden und sonstiges Bewand⸗ niß der Sache.
M2,2à
Johann Gottlob Henze, Fleischhauermeister, bereits vor dem Jahre 1804 von bier weg⸗ gegangen, hat nur einmal im Jahre 1814 eine Nachricht von Berlachshayn hierher gelangen. lassert. Er besist och
., Christian Gottlieb Rein⸗ hardt ist schon vor dem Jahre 1790 von hier weggegangen, ohne daß seit dieser Zeit eine Nach⸗ richt von ihm anher gelangt waͤre
ihn 8 8 W“
Johann Daniel un “
August, Gebru⸗ der Dunkel, Beide sind laͤnger als seit 1785 abwesend. Das von ihrer Mutter, der im Jahrc 1785 verstorbenen Auszuͤglerin Anna Dorotheag, verw. Dunkelin, auf sie gefallene Vermoͤgen besteht in 44 12
o161 e.
Pharmaceuten, welche Behuls ihrer Studien und Staatsprüsung sich nach Berlin hegeben wollen. sin⸗ den, nach wie vor, zu Ostern und Michaelis jeden Jahres, in dem dortigen pharmaceutischen Institute freundliche Aufnahme, und werden die anerkannt billigen Bedingungen auf postfüéeie Briefe von dem Unterzeichneten gern miigetheilt.-
8 Professor Lindes.
IrExrxAmʒHxmnErxxIAHAsaUMʒerwA.Ire TveaTeaverne
Literarische Anzeigen.
Bei der Unterzeichneten ist so eben erschienen und bei E. S. Mittler in Berlin (Stechbahn Nr. 3), Posen, Bromberg, Culm und Gnesen, zu haben: Versuch einer militairischen Recognos⸗
zirung des
Gesammt⸗Gebietes der Donau von ihren Quellen bis zu ihrem Einflusse in das schwarze Meer. Aus dem Memorial topographiquvc. frei bearbeitet von Fr. von Kausler. ster Band 27 ⅞ Bogen stark mit 6 Tabellen und einer Uebersichts⸗ karte des Stromgebietes der Donau Gey 3 Thlr.
Die Donan⸗Schifffahrt ist zum Tagesgespraͤch ge⸗ worden. Ihre Wich igkeit wurde einst von Napoleon so anerkaunnt, daß er an das Genie⸗Corps den Be⸗ fehl erließ, das ganze Donau⸗Gebiet zu recognos ziren. Das Resultat jener Untersuchung wurde im Nemorial topographique ntedergelegt, und kam den Deutschen nie zur Kenntniß. Wir haben eine Ueber setzung dieses hoͤchst wichtigen Werkes veranstaltet, womit eine Karte verbunden ist, die den ganzen Donaustrom von der Quelle bis zur Muͤndung giebt, und die gesammten WTTöe in klarster Anschauung dar⸗ stellt.
Freiburg, im Februar 1836.
Herder'sche Verlagshandlung⸗
Nouveautòs de Bruxelles. Leltres autographes de Madame Roland adressées à Bancal des Issarts ed. Saint-Beuve. Thomas Grossi, Marco Visconti, traduit de l'italien. 2 Vol. Balzac. Livre mysticque. 2 Vol. Abrantès, Scèênes de la vie espagnole. 2 Vol. Vanderburch, Roi Margot. 2 Vol. Samuel Bach, li Vivere. B. Behr's Buchhandlung, Oberwallstr. No. 13.
“ “
So eben ist erschienen: A. F. A. Wiegmann's Archiv für Naturgeschichte. 1836. 1s Heft. mit 2 Kuͤpfertafeln. Inhalt: De familia fungorum Boletoideorum, auctore Dr. G. Opatowski. — Beiträge 2, Gesch. der Hymenopteren, von Drewsen und Boie. —
System. Auseinandersetzung der Familie der Bor- kenkäler, v. Dr. Erichson. — Beobacht. schwedi- scher Zoologen, im Auszuge mülgeth. v. Freih. v Krassow. — Melchior „Den donske Stats og Norges Pattedyr“ angez. v. Nathusius. — Nach- lrägl. Bemerk. z. Jahresberichte des ersten Jahrg. v. Herausg. — Ueber das Geschlecht der Blatt- nasen (Rhinolophus) v. Temmincek. — Beschreib. v. Zonurus microlepidotus Cuv, et Zonurus Novae Guineae Schleg., v. Schlegel. — Noti⸗z über die Aasvögel. v. Rengger.
Die Einrichtung der Zeitschrift bleibt im Wesent-
lichen dieselbe; es erscheint davon regelmäfsig alle
resberichte geschehen konnte.
peonhard und Johann Ferdinand Christian Busse zu Fustiz Naͤthen zu ernennen geruht. be Majestaͤt der Koͤnig haben dem Raths⸗Zimmermeister 1 1 . 1 ohann Gottfried Steinmeyer das Praͤdikat eines Hof⸗ 2 Monate ein Heft von 6—10 Bogen, mit 1 — 2 Kupiar. mmermeisters beizulegen geruht. der Preis des vollständigen Jahrganges ist 6Ih† Durch eine Vergrösserung des Formates wirdg möglich seyn, auch der Petrefactenkunde mer Aufmerksamnkeit zu widmen, als dies im ersten ¹h. Herr Quensteik welchem diese Zeitschrift bereits einige schätzbm Beiträge verdankt, hat die Bearbeitung dieses Thei les übernommen. Mit obigem Iefte zugleich ist auch das 6te Hel auf 1835 erschienen, womit der erste Jahrgang;s
Ihre Koͤnigl. Hoheit die Herzogin von Anhalt⸗“ sc nach Deßau zuruͤckgekehrt. 1 Köoͤnigliche Bibliothek. In der naͤchsten Woche, vom 2lsten bis 26sten d. M., fin⸗ het, dem §. XIV. des gedruckten Auszugs aus dem Reglement imaͤß, die allgemeine Zuruͤcktieferung aller entliehenen Buͤcher die Koͤnigliche Bibliothek statt. Es werden daher alle Die⸗
V
schlossen ist. Es enthält dasselbe, aufser 3 Aufsan zen der Herren DD. Burmeister, Kunth au Meyen, den Schlafs des Berichtes über die Fen- schüitte der Zoologie, vom Herausg., und das voll Sach- und Namenregister zum Jahbresberichte. Die Zeitschrift ist in allen Buchhandlungen vor. räthig und zur Einsicht zu erhalten. 8 Nicolaische Buchhandlung in Berlin,
nigen, welche noch Buͤcher der Koͤniglichen Bibliothek in Haͤn⸗ en haben, hierdurch aufgefordert, dieselben an einem der genann⸗ n Tage, Vormittags von 9 — 12 Uhr, zuruͤckzuliefern.
1
I
In meinem Verlage ist so eben erschienen unz n
allen Buchhandlungen (in Berlin, Posen, Gnceen 1 Rußland.
und Bromberg bei E. S. Mittler) zu haben: 3 K „ 1 Pohle, De. Chr. Fr., uͤber das Einstudiren ne St. Petersburg, 9. Mäarz. Se. Mejestaͤt der Kaiser
Compositionen oder Aufschluß uͤber die Geheim⸗ saben der Fuͤrstin Nina Georgijewna von Minarelien, wegen der
nisse des Vortrags fuͤr Pianofortespieler. Erkreue und Ergebenheit, welche dieselbe gegen Rußland und des⸗
8vo. Eleg. broch. Pr. 15 sgr. 1 en Thron stets an den Tag gelegt, das Praͤdikat „Hoheit’“ ver⸗ ZJZlulius Klinkhardt in Leipzig. den doch soll dasselbe nicht auch auf die Kinder der Fuͤrstin 1““ bergehen.
Der bisherige Marine⸗Minister, Admiral von Moller, ist, pegen seiner zerruͤtteten Gesundheit, seiner Functionen entlassen und der Admiral Fuͤrst Menschikoff interimistisch mit dem Por⸗ efeuille desselben beauftragt worden.
Der Crvil⸗Gouverneur von Esthsand, Wirkliche Staatsrath on Benkendo ff, hat den Stanislaus Orden erster Klasse erhalten.
Am 9ten v. M. ist in Kronstadt der Vice⸗Admtral Korobka
77sten Jahres seines Alters und nachdem er unter 4 Monar⸗
hen 60 Jahre lang gedient hatte, mit Tode abgegangen. terlassenen Papieren des Verewigten und den Oester⸗
reschischen ö 8 6 Eigeßcasar. ag Fric Frankreich.
Hinterlassenes Werk des Generals von Clausewit Haris, 12. Maͤrz. Pri 6 he. s elngsezge. eerndes) d. Nraeste ae fhee Uespets 88 E 1.““ 8 d. 81 8c ang ge⸗ Veraͤnderungen. VI. Verzeichniß der in den Jabr⸗ ““ C116“ 2
3 8Z“ e . den Jah⸗mehrere Denkmaͤler und oͤffentliche Anstalten der Hauptstadt; gaͤngen der Oesterreichisch⸗militatrischen Zeitschrt bnter and die Saͤul 1 — 1 ; 1811— 1812, zweite Auflage, dann 1813, ferner „inter anderen die Saufe auf dem Venodôme⸗Platze, die Magda⸗ der dritten Auflage von 1811, 1812 u. 1813, emüchenen⸗Kurche, das Hotel⸗des⸗Invalides, das Panthéon, die Kirche 1818 bis einschließlich 1835 enthaltenen Aufsaͤtze. zu U. L. Fr., den Pflanzengarten und das Artillerie⸗Museum,
Auch im Jahre 1836 wird diese Zeitschrift ihrm Zu der heutigen Sitzung der Deputirten⸗Kammer Plane nach unveraͤndert fortgesetzt, und da die Nehatte sich eine ungewoͤhnliche Menge von Zuhoͤrern eingefunden, daction die Staͤrke der Auflage nach den eingegm m den Debatten uͤber die Amnestie⸗Frage beizuwohnen. Die genen Bestellungen bestimmt, so ersucht der Ung ffentlichen Tribunen waren uͤberfuͤllt, und von den Deputirten z ichnete die P. . Herren Abnehmer hiermit hoͤflich elbst fhlten nur wenige In der 1 b i. 1 öre Bestellungen so schnell als moͤglich durch e nige. In der Versammlung herrschte eine G Buchhandlungen an ihn gelangen assen.
Der Preis ist, wie bisher, Acht Thlr. Saͤchs, u welchen auch die fruͤhern Jahrgaͤnge, von 1818 ange fangen, noch zu beziehen sind. Wer die ganze Reale von 1818 bis 1835 auf Einmal abnimmtw, erhaͤlt die selben um 1 wohlfeiler.
Wien, den 23. Januar 1836.
Oesterreichisch⸗militairische Zeitschrift 1835, v1I1*
*Dieses Heft ist so eben erschienen und an alt
Buchhandlungen versendet worden:
Inhalt: 1 Der Feldzug 1795 in Italien. (Schluß des zweiten Abschnittes.) II. Ueber militairische Dis ciplinarstrafen. III. Kriegsscenen aus dem Leben de K. K. Generals der Kavallerie Freiherrn Michaal von Kienmayer, von 1779 bis 1794. Nach den hin⸗
anz unbeachtet biieben. Den ersten Bericht uͤber die Amnestie istattete Herr Lavie lle; er betraf die Eingabe eines Pariser Ad⸗ hokaten, Namens Vernet⸗Girardet, der eine Amnestie fuͤr alle Personen ohne Ausnahme verlangte, die seit dem 25. Juli 1830 pegen politischer Handlungen kondemnirt oder gerichtlich belangt rfn Der 11“ bemerkte, daß die Kammer zur 4 assung eines Amnestie⸗Gesetzes nur in Bezug auf die Ange⸗ J. B eb ner, lagten, nicht aber auf die bereits Berusthelldee befugt sey, in⸗ 8 em letzteres ein Eingriff in das Begnadigungs⸗Recht des Koͤ⸗ I igs seyn wuͤrde; er stimmte sonach fuͤr die Tagesordnung. Nach hm berichtete Hr. Sauveur⸗Lachapelle uͤber mehrere andere Hetitionen in Bezug auf die Amnestie⸗Fraage und erklaͤrte, daß die Majoritaͤt der Kommission fuͤr die Beseitigung derselben durch die Tagesordnung stimme, daß er indessen fuͤr seine Person diese Ansicht nicht theile. Als er bei dieser Erklaͤrung von mehreren Seiten unterbrochen wurde, bemerkte der Praͤsident, ein Bericht⸗ istatter habe allerdings das Recht, auch seine persoͤnliche Mei⸗ ꝛung auszudruͤcken, doch moͤchte es angemessener seyn, wenn Hr. aagh in dieser Absicht spaͤterhin als bloßes Mit⸗ Nied der Kammer auftrete. Als hieruͤber die Kammer befragt wurde, entstand ein allgemeiner Tumult: Die Einen wollten, daß Herr Sauveur⸗ Lachapelle sofort seine Ansicht zu erken⸗ 89 gebe, die Anderen, daß er spaͤterhen damit hervortrete. ie Majoritaͤt entschied sich endlich fuͤr die erstere Al⸗ ernative, worauf der Berichterstatter sich dahin aussprach, daß r nicht wohl begreifen koͤnne, was man fuͤr einen großen Unter⸗ ied zwischen dem Begnadigungsrechte und einer Amnestie ma⸗ hen wolle; der einzige Unterschied bestehe, seines Erachtens, da⸗ in, daß das erstere sich uͤber Einzelne, die letztere aber sich uͤber 1. erstrecke. Er koͤnne sich hiernach mit dem Antrage der Kom⸗ haison nicht einverstanden erklaͤren und wuͤrde auch das unter esen Umstaͤnden unangenehme Amt eines Berichterstatters nicht wernommen haben, wenn seine Kollegen sich nicht entschieden ge⸗ itgert haͤtten, einen Anderen statt seiner zu ernennen. Als Hr en darauf aufmerksam machte, daß noch eine andere 8 88 zu Gunsten der Gefangenen in Ham eingegangen sey, - gliche 3b erkte Herr Sauveur⸗Lachapelle, daß diese Eingabe in gewührt, dem betreffenden Publikum nicht unvil- Punangemessenen und fuͤr die Pairs⸗Kammer beleidigenden A kommen seyn, zumal es zur Einführung derse ben druͤcken abgefaßt und mithin durch die T G 8 8 keiner Veränderung der bestehenden Brennerei-Ein- gen sey. Der G 58 1 6- agesordnung zu desestt⸗ richtungen bedarf. A. F. Schultz in Berlin. u raf von Sade ergriff darauf das Wort, um . einer Amnestie Er koͤnne nicht
schofsstrasse No. 25, Apotheker und wirkliches Mitglie Amn ur des Apotheker-Vereins im nördlichen Deutschland. 1 dieselb n Maͤnner, die fruͤher als De⸗
Erschienen und versandt ist:
Journal für praktische Chemie. Herauszege- ben von 0. L. Erdmann und F. W. Schweig- ger-Seidel. 7r Band. Istes Heft. 1836. Na.. Gr. Svo. Gehb. Preis des Jahrgangs von 3 Bäe- den oder 24 Heften 8 Thlr.
Inhalt: Mineralogische Chemie. I. Lan- vadius, Beiträge zur nähern Kenntniss backender Steinkohlen, vorzüglich deren Anwendung zum Ia- sammensintern staubiger Erze und Hlütten-Produkbte betreflend. II. Derselbe, chemische Untersuchung eines Mineralwassers von der Insel Elba, nebs einigen geognostischen Bemerkungen über diese lo⸗ sel von Krantz. Mittheilungen vermwisehb- ten Inhalts.
Leipzig, den 6. März 1836. Joh. Ambr. Bacth.
E. S. Mittler in Berlin (Stechbahn No. h) nimmt Bestellungen hierauf an.
Für die Herren Brennerei-Bositzer,
Ein durch praktische Erfahrung ganz neu entdeecktes und als zuverlässig sich bewührtes kostenloses Gäb. rungsmiltel ist für 3 Thlr. bei mir zu haben und durch jede gute Buchbandlung von mir zu beziehen-
jm Besitz mehrerer sich überzeugend ausspre, chender Anerkennungen, dürfte diese so nam 38 gewinnbringende Erfindung, welche sowohl bei Kaü. toffel- als Getraide-Brennerei anwendbar ist, un einen höhern als bisher möglichen Spiritus-Ertrag
große Aufregung, daß alle uͤbrigen Petitions⸗Berichte fast
putirte die Amnestie⸗Frage oͤffentlich vertheidigt, sie jetzt als Minister brkaͤmpfen koͤnnten. Nach ihm bestieg der Großsiegelbewahrer die Revnerbuͤhne, um, wie Herr Lavielle, den Unterschied zwischen einer Amnestie und dem Begnadigungsrechte hervorzuheben. Dieses Recht, meinte er, sey unantastbar, und wenn er dasselbe vertheidige, so gerathe er dadurch keinesweges in Widerspruch mit den Ansich⸗
ten, die er fruͤher als Deputirter uͤber die Amnestie⸗Frage zu erkennen gegeben habe. Das Vorrecht der Begnadigung muͤß⸗ ten die Minister dem Koͤnige als ein Heiligthum bewahren, und Jedermann werde fuͤhlen, welch ein Unterschied zwischen dem Angeklagten, der die Ruhe des Landes gefaͤhrdet, und dem be⸗ reits Verurtheilten bestehe, der seine letzte Hoffnung nur noch auf die Milde des Koͤnigs gesetzt habe. Der Minister erklaͤrte schließlich, daß die Kammer in dem Interesse der Bittsteller selbst nichts Besseres thun koͤnne, als sich in dieser Beziehung auf die Einsicht und Unparteilichkeit der Regierung zu verlassen. Herr Janvier suchte die Ansicht zu bekaͤmpfen, daß eine Amnestie auf einen bereits Verurtheilten keine Anwendung finden koͤnne, und fuͤhrte dieserhalb einige Beispiele aus der Geschichte Frankreichs selbst an. Er erinnerte Herrn Sauzet, mit welcher Beredsamkeit der⸗ selbe noch im vorigen Jahre eine unbedingte Amnestie nicht bloß fuͤr die Angeklagten, sondern auch fuͤr die Kondemnirten verthei⸗ digt habe. Auch citirte er eine Stelle aus einer Rede des Herrn Thiers als Antwort auf den damaligen Vortrag, des Herrn Sau⸗ zet, worin er das indirekte Versprechen sinden wollte, dem Lande eine Amnestie zu geben, nachdem die Gerechtigkeit ih⸗ ren Lauf gehabt habe. Herr Sauzet fand sich hier⸗ durch veranlaßt, noch einmal das Wort zu ergreifen. Es handele sich einzig und allein darum, aͤußerte er, ob dem Koͤnige auch ferner das Begnadigungsrecht zustehen solle; er koͤnne aus voller Ueberzeugung diese Frage nur bejahen und bleibe sonach bei seiner Behauptung, daß die Kammer sich in diese Sache nicht zu mischen habe. Als es darauf zur Abstim⸗ mung kam, wurde die von der Bittschriften⸗Kommission bean⸗ tragte Tagesordnung mit großer Stimmen⸗Mehrheit ange⸗ nommen. Nur einige 20 Mitglieder der aͤußersten linken Seite stimmten dawider. Die Sitzung wurde schon um 4 Uhr aufgehoben. Man trennte sich auf eine gewissermaßen tumul⸗ tuarische Weise. Herr Sauzet (auf dessen Vortrag wir mor⸗ gen ausfuͤhrlicher zuruͤckkommen werden) empfing die Gluͤck⸗ wuͤnsche seiner Kollegen und einer zahlreichen Menge von Mit⸗ gliedern des Centrums.
In den Buͤreaus der Deputirten⸗Kammer sind gestern acht Kommissionen zur Pruͤfung der letzten, der Kammer vorgelegten Gesetz⸗Entwuͤrfe ernannt worden. Die Mehrzahl der gewaählten Mitglieder gehoͤrt der alten Majoritaͤt an.
Man las kuͤrzlich im „Courrier frangais“: „Der Vorsatz, Krakau zu besetzen, wurde dem Herzoge von Broglie in den ersten Tagen des Februars mitgetheilt. Dieser Minister hatte gerade damats seine Entlassung eingereicht; er beschraͤnkte sich also darauf, jene Mittheilung entgegenzunehmen, und erklaͤrte, daß er, fuͤr seine Person, nicht mehr darauf zu antworten habe. Die Frage ist also unerledigt auf seinen Nachfolger uͤbergegangen.“ — Hierauf antwortet heute das Journal de Paris durch folgenden halbamtlichen Artikel: „Herr Thiers uͤbernimmt jede Verantwortlchkeit fuͤr das, was unter dem vorigen wie unter dem neuen Ministerium in Bezug auf Krakau gethan worden ist. Aber die Wahrheit ist, daß die ersten Mitthetlungen und die ersten Antworten unter der Verwaltung des Herzogs von Broglie stattgefunden haben, und Alles, was damals und jetzt in dieser Sache geschehen, ist von dem wahren Gefuͤhle fuͤr die Interessen und fuͤr die Wuͤrde Frankreichs eingegehen worden.”“
Der Moniteur enthaͤlt eine Koͤnigl. Verordnung, wodurch das Gehalt der Kardinal⸗Erzbischoͤfe von Rouen und Auch vom 1. Januar. d. J. ab auf 25,000 Fr. festgesetzt wird.
Im Journal de Paris liest man: „Vorgestern hat die Polizei in einem Hause in der Straße Oursine eine geheime Pulver⸗Fabrik entdeckt. Sechs Personen, die in der versteckten Werkstaͤlte arbeiteten, sind nebst dem Eigenthuͤmer des Hauses verhaftet worden. Man hat 130 Pfund Pulver vorgefunden. Gestern wurden in einem Hause in der Straße Beaune vier Kisten mit Flinten, Karabinern und Pistolen in Beschlag genom⸗ men. Alle diese Waffen waren in brauchbarem Zustande. Auch fand man daselbst 80 Pakete Patronen. Die Kisten waren in jene Wohnung durch eine Person gebracht worden, die aller Wahrscheinlichkeit nach einen falschen Namen angegeben hat. Das Zimmer war ganz unmoͤblirt, und der Miether hat sich seit mnehreren Monaten nicht mehr blicken lassen. Die Justiz infor⸗ mirt. Man hat schon mehrere Verhaftungen vorgenommen.“
Das Journal des Déöbats enthaͤlt heute einen Artikel uͤber die zwischen Frankreich und den Vereinigten Staaten ob⸗ waltenden Differenzen, der geeignet ist, die Zuversicht, der man sich in Bezug auf diese Angelegenheit uͤberließ, einigermaßen zu stoͤ⸗ ren. Derselbe lautet seinem wesentlichen Inhalte nach folgender⸗ maßen: „Bei der Ankunft des Englischen Packetboots „Saint⸗ Andrew“, welches Briefe aus Paris vom 7. Januar uͤberbrachte, die also nach dem Empfang der jaͤhrlichen Botschaft des Praͤsi⸗ denten geschrieben waren, verbreitete sich am 14. Febr. in New⸗ York, Philadelphia und Washington das Geruͤcht, daß die Dif⸗ ferenzen zwischen beiden Landern gehoben waͤren. Alle Amerika⸗ nischen Journale verkuͤndigten dasselbe. Sogar der „Globe“ aͤußerte sich in seinem Blatte vom 15. Februar folgendermaßen: „„Es ist ganz gewiß, daß Frankreich, in Antwort auf die jaͤhrliche Botschaft des Praͤsidenten, die ruͤckstaͤndigen Ter⸗ mine zaͤhlen wird, ohne die Annahme der Englischen Ver⸗ mittelung von Seiten der Vereinigten Staaten abzuwar⸗ ten.““ — Es ist in der That gewiß, daß Frankreich und seine Regierung, bei ihrem Wunsche, den Frieden aufrecht zu halten, darein gewilligt haben wuͤrden, die Botschaft vom 7. Dez. als ein Dokument zu betrachten, das genuͤgende Explicationen enthalte, wenn man sie als solche dargestellt haͤtte. Alle Welt wuͤnschte nichts sehnlicher, als sich damit zu begnuͤgen, so allge⸗ mein ist in Frankreich der gute Wille in Bezug auf die Ameri⸗ kanische Frage. Leider hat der General Jackson nichts gethan, um dieser guten Stimmung zu Huͤlfe zu kommen, iel
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mehr, er hat viel gethan, um dieselbe zu neutralisiren. Waäͤh⸗ rend man hier keine Gelegenheit voruͤbergehen laͤßt, um auszu⸗ druͤcken, wie sehr man wuͤnscht, einen kindisch gewordenen Streit beendigt zu sehen, scheinen jenseits des Atlantischen Meeres Die⸗ jenigen, die nur ein Ja oder Nein auszusprechen brauchten, um der Sache ein Ende zu machen, ein Vergnuͤgen darin zu finden die Lage der Dinge durch unvorhergesehene Zwischen⸗Ereig⸗ nisse zu verwickeln und einer Schlichtung neue Hinder⸗ nisse in den Weg zu legen. Wenn man es uͤberhaupt bedauern koͤnnte, versoͤhnende Gesinnungen ausgesprochen zu ha⸗ ben; wenn eine große Nation, die nicht erst noͤthig hat, Be⸗ weise ihres Muthes und ihrer Staͤrke abzulegen, uͤber Zuge⸗ staͤndnisse erroͤthen koͤnnte, die sie vervielfaͤltigt hat, um einen abgeschmackten Krieg zu vermeiden, so wuͤrden wir jetzt Ursache zum Bedauern und zum Erroͤthen haben. Niemals ist ein loya⸗ ses Entgegenkommen schlechter aufgenommen worden. Nicht al⸗ lein, daß sich die Organe des Generals Jackson beeilen, schon im Voraus anzuzeigen, daß Frankreich zahlen werde, sagen sie auch, Europa tadle einstimmig die Ungerechtigkeit und den Leichtsinn Frankreichs und bewundere die hohe Weisheit und die une schuͤtterliche Festigkeit der Amerikanischen Regierung! Nachde England seine Vermittelung angeboten hatte, zweifelte Nieman mehr daran, daß der Streit beendigt sey. Es scheint indeß, daß man sich allgemein getäaͤuscht hat, und daß die Verhaͤltnisse zwischen den beiden Laͤndern auf unbestimmte Zeit zweideutig leiben werden, und zwar durch die Schuld des General Jack⸗ son. Er hat die Englische Vermittelung angenommen, aber wohlbedaͤchtig in solchen Ausdruͤcken, daß er, wenn es ihm ge⸗ faͤllt, berechtigt ist, sich derselben zu entziehen. Man hatte in den Vereinigten Staaten verbreitet, daß der Praͤsident, trotz der offiziellen Vorbehalte bei Annahme der Vermittelung, doch dem Englischen Geschaͤftstraͤger eine Note zugestellt habe, worin er die ihm unterlegte Absicht, Frankreich beleidigt oder ihm gedroht haben zu wollen, foͤrmlich in Abrede stelle. Diesem Geruͤchte hat er aber sogleich widersprechen lassen. Der „Globe“ vom 9. Februar publizirt, um, wie er sagt, die von der Presse ver⸗ breiteten Irrthuͤmer zu berichtigen, den wesentlichen Inhalt der an den Englischen Geschaͤftstraͤger gerichteten Note. Diese Note laͤßt sich in folgende Worte zusammenfassen: „„Keine fremde Regierung hat das Recht, sich in unsere inneren Angelegenheiten zu mischen. Niemand hat sich darum zu kuͤmmern, was der Praͤsident dem Kongresse sagt. Die Praͤtensionen Frankreichs in dieser Hinsicht sind mit unserer Constitution unvertraͤglich. Diese Grundsaͤtze sind dem Praͤsidenten heilig; er ist fest ent⸗ schlossen, nicht einen Zoll breit davon abzuweichen. Er begreift icht, wie uͤber eine Frage, die so eng mit der Ehre und Unab⸗ haͤngigkeit seines Landes verbunden ist, eine Unterhandlung moͤg⸗ lich waͤre; es ist ihm daher auch nicht erlaubt, jene Frage der Ver⸗ mittelung eines Dritten zu unterwerfen. Wir nehmen die Ver⸗ mittelung Englands nur unter diesem foͤrmlichen Vorbehalte an. Wir verlangen nichts mehr, als mit Frankreich in Eintracht zu leben, und wir wuͤnschen, daß es England gelingen moͤge, beide Parteien mit einander zu versoͤhnen. Aber wir werden diese Aufgabe nicht durch das geringste Zugestaͤndniß erleichtern.““ Der „Globe“ fuͤgt alsdann noch hinzu, daß es aus Achtung vor dem Vermittler und als ein Pfand der versoͤhnlichen Gesinnun⸗ gen, die die Vereinigten Staaten beseelten, zweckmaͤßig sey, die Diskussion uͤber die von dem Praͤsidenten vorgeschlagenen Maßregeln gegen Frankreich zu verschieben; daß aber die Versetzung des Landes in den Vertheidigungs⸗Zustand sich sehr gut mit den friedfertigen Gesinnungen vertrage, die die Verei⸗ nigten Staaten veranlaßt haͤtten, die Vermittelung Englands an⸗ zunehmen. Wir ersehen in der That aus den Debatten des Kongresses, daß die Amerikanische Verwaltung ganz kuͤrzlich be⸗ deutende Summen zur Instandsetzung der Festungen und fuͤr den Dienst der Marine verlangt hat. Es scheint uns indeß bei dem Allen ganz unmoͤglich, daß der Praͤsident den Kongreß dahin werde bringen koͤnnen, den Krieg oder die Abbrechung des Ver⸗ kehrs zu votiren. Wir koͤnnen in dem, was sich in diesem Au⸗ genblick in den Vereinigten Staaten zutraͤgt, nichts erblicken, als die verschiedenen Phasen einer Intrigue, deren Faͤden wir aller⸗ dings noch nicht entdecken, die aber auf keinen Fall wirk⸗ lich einen Krieg mit Frankreich bezwecken kann. Was wuͤrde dieser Krieg fuͤr einen Sinn, was koͤnnte er fuͤr Folgen haben? Alle Welt weiß, was die Amerikaner dabei zu verlieren haben; Niemand sieht ein, was sie gewinnen koͤnnten. Wir setzen voraus, daß die Amerikaner noch weit weniger daran denken, die Normandie zu erobern, als wir es uns einfallen lassen, Louistana wiederzunehmen. Frankreich befindet sich vollkommen in der Lage, warten zu koͤnnen; es wird warten. Es hat in diesem Streite mehr gethan, als man von ihm zu fordern berechtigt war. Wir waren Geld schuldig; wir sind bereit, es zu bezahlen, Kapital und Zinsen, bis auf den le ten Heller. Man ist uns Explicationen schuldig, und wir werden in dieser Beziehung leicht zufriedenzustellen seyn. Also, Viel geben und Wenig verlangen, sollte das nicht ein un⸗ fehlbares Mittel seyn, die Beendigung des Streits herbeizufuͤh⸗ ren? Dem Praͤsidenten steht es frei, seine Wuͤrde darin zu su⸗ chen, daß er halbe Explicationen giebt, um sie sogleich zuruͤckzu⸗ nehmen, daß er eine Annahme notifizirt, die keine ist, daß er Botschaft auf Botschaft und beleidigende Aeußerungen auf Aus⸗ bruͤche des Zoras haͤuft. Die Franzoͤsische Regierung sieht die Sache anders an. Sie hoͤrt nicht auf die Prahlereien des Ge⸗ neral Jackson; man mag sie uͤber das Atlantische Meer heruͤber noch so stolz herausfordern, sie wird den Handschuh nicht auf⸗ heben; sie wird sich nicht viel um den Krieg mit Amerika be⸗ kuͤmmern, weil sie weiß, daß er unmoͤglich ist; und da es dem jetzigen Praͤsidenten nicht gefaͤllt, ein Ende zu machen, so wird sie sich bis zur Erwaͤhlung seines Nachfolgers in Geduld fassen.”) Das Memorial des Pyrenèes vom SFten d. theilt einen Tages⸗Befehl Cabrera's mit, worin derselbe, als Repressalie fuͤr die Erschießung seiner Mutter, befiehlt, daß die Gattin des Ober⸗ sten Don Manuel Fontileras und noch 34 andere Frauen sofort erschossen werden sollen. Die Spanischen Fonds sind an der heutigen Boͤrse aber⸗