MRieechte zu rauben, die ihm gebuͤhrten;
Partei, aber dies finde an Orten statt, in welchen keine andere Personen von den Munizipalitaͤten vorgeschla⸗ gen worden seyen, und wo er selbst auch keine andere taugliche Subjekte verschiedener Ansicht habe finden koͤn⸗ nen. Uebrigens sey der Unterschied, welchen man unter den verschiedenen politischen Parteien mache, ein so unbestimmter und relativer, und die Motive, aus welchen man dem Einen diese, dem Andern jene politische Ansicht unterschiebe, seyen im Allgemeinen so wenig zuverlaͤssiger Art, daß Taͤuschungen in die⸗ ser Hinsicht ganz gewoͤhnliche Ereignisse seyhen. Ueber den Fall von Bristol aͤußerte Lord John Russell, daß allerdings das Ver⸗ haͤltniß der vorgeschlagenen Kandidaten das von Sir Robert Peel angegebene gewesen sey; ob es durch Uebereinkunft ent⸗ standen, koͤnne er nicht behaupten; nur das sey gewiß, daß von den Konservativen nicht alle als passend zu dem ihnen zu uͤber⸗ tragenen Amte befunden und daher auch nicht alle erwaͤhlt wor⸗ den seyen, und was insbesondere den erwaͤhnten Herrn Daniel betreffe, so habe dieser selbst erklaͤrt, daß ihm sein Alter und schwaches Gedaͤchtniß nicht mehr erlaube, das Amt eines Frie⸗ densrichters zu bekleiden; unter diesen Umstaͤnden sey es denn Fanz natuͤrlich, daß die Wahl 18 fähige Maͤnner getroffen habe, von denen zufaͤllig 12 Liberale seyen. Schließ⸗ lich machte Lord John Russell noch darauf aufmerksam, daß man nur wegen der Ernennungen in 8 Staͤdten Klage fuͤhre, waͤhrend doch uͤber 600 Friedens⸗Richter ernannt worden seyen, woraus denn hervorgehe, daß die Wahlen nicht im Allgemeinen so tadelnswerth befunden worden seyn muͤßten. In leidenschaftlichem Tone aͤußerte sich darauf Sir R. Vypyan (Mitglied fuͤr Bristol), der sich ebenfalls uͤber mehrere Ernen⸗ nungen von Friedensrichtern beschwerte. Er fand es mit dem von Lord John Russell angegebenen Prinzipe unvertraͤglich, daß Bristol, eine Stadt von 104,000 Einwohnern, nur 18, und da⸗ gegen Bath, welches nur 50,000 Einwohner zaͤhle, 16 Friedens⸗ richter habe. Man wisse indeß freilich, daß Bristol schon seit dem Jahre 183y1 dem edlen Lord und denen, welche damals seine Kollegen im Ministerium gewesen, ein Dorn im Auge sey. Deshalb habe er denn auch Herrn Daniel wegen hohen Alters uͤbergangen und doch in Nauzgich einen Obersten Harvey zum Friedensrichter ernannt, decgiße altascz. Deshalb seyen auch neuerdings gegen den Mior, Hrn. Pinney, auf Anhalten der Regierung gerichtliche Verfolgungen eingeleitet worden. Was die ernannten Friedensrichter betreffe, so habe man in Bristol geglaubt, daß der Minister des Innern die Absicht habe, drei der Kandi⸗ daten von der lideralen Partei, welche von dem Stadtrathe nicht als ganz faͤhig betrachtet worden seyen, aufzuopfern und dage⸗ gen sechs von den Konservativen zu streichen, und schon ein sol⸗ ches Verfahren wuͤrde die groͤßte Indignation hervorgebracht ha⸗ ben, jetzt aber, da man erfahre, daß nicht nur jene drei beibe⸗ halten, sondern die Liste der Konservativen um die Haͤlfte ver⸗ ringert worden sey, muͤsse die Sache dem Parlament zur Anzeige gebracht werden. Jeder Minister der Krone, welcher, um die Interessen der Partei, zu der er gehoͤre, zu Hetdein, sich dazu verstehen koͤnne, G handeln, wie der edle Lord gethan habe, vuͤrde sich, seiner Ansicht nach, verwerflichen Verfahrens schul⸗ dig machen. Er bedaure daher, daß die Sache jetzt schon zur Sprache gebracht sey, weil er sonst im Stande seyn wuͤrde, noch genauere Beweise gegen den Minister vorzubringen. Er wuͤn⸗ sche unter keinen Umstaͤnden in Bezug auf die Munizipal⸗ Einrichtungen, weder von Irland noch England, dem Volke z Alles, was er wuͤnsche, sey die Aufrechthaltung der bestehenden Gesetze. Alle Macht der Konservativen gehoͤre dazu, dies zu bewirken, und wenn der edie Lord, durch Parteigeist bewogen und von Individuen auf⸗ gereizt, welche ihre Absichten nicht zu erklaͤren wagen duͤrften, uf die angegebene Weise verfahre, so gehoͤre nicht viel Scharf⸗ sinn dazu, um vorauszusehen, daß dieses Land, von solch' einem Minister regiert und Unter solchen Umständen, auf dem gerade⸗ sten Wege zur Revolution sey. Auf diese Beschuldigungen er⸗ wiederte Lord John Russell, er koͤnne allerdings dem ehren⸗ werthen Baronet (Sir R. Vyvyan) nicht das Recht absprechen, ich der von ihm gebrauchten Ausdruͤcke gegen ihn, einen ver⸗ ntwortlichen Minister der Krone, zu bedienen, er seinerseits finde sich aber eben so berechtigt, das Verfahren des ehrenwer⸗ hen Baronets als das eines Verleumders zu bezeichnven, wenn r nicht unverzuͤglich und ohne Zeitverlust die Frage wegen des ngeblichen verwerflichen Verfahrens zur besonderen Entscheidung ringe; er (Lord John R.) sey bereit, sich bei dieser Entscheidung u beruhigen, und erklaͤre hiermit, daß die Anklage wegen ver⸗ werflichen Verfahrens eine falsche und unbegruͤndete atahe sey. Sir R. Vypyan, statt, der Aufforderung seines Gegners ge⸗ maͤß, die Enrtscheidung des Hauses zu veranlassen, begnuͤgte sich damit, eine nahere Erklaͤrung des Ausdruckes „verwerfliches Ver⸗ ahren“ zu geben, und behauptete, ein Minister der Krone uͤbe seine Amts⸗Gewalt auf eine verwerfliche Weise aus, wenn er in einer Justiz⸗Angelegenheit partetisch im Interesse seiner eigenen politischen Faction handle; er wiederholte, daß das Verfahren des edlen Lords, seitdem derselbe sein Amt uͤbernommen habe, fortwährend mehr oder minder darauf berechnet gewesen sey, ie Interessen der Partei zu foͤrdern, zu der er gehoͤre, eine Erklaͤrung, die schallendes Gelaͤchter von Seiten der ministeriel⸗ len Seite des Hauses hervorrief. Der Praͤsident der Handels⸗ Kammer, Herr Poulett Thomson, wollte indeß diese Er⸗ klaärung nur 1-; gelten lassen, als unter Partei⸗Interessen die Interessen der Partei im Allgemeinen, in dem gewoͤhnlichen Sinne des Wortes, verstanden werden sollten; wollte aber Sir R. Vyvyan sagen, daß der Minister des Innern bei den fraglichen Ernennungen aus verwerflichen Motiven gehandelt habe, so muͤsse derselbe diese Anklage entweder ohne Weiteres zuruͤcknehmen, oder sie unverzuͤglich beweisen. Endlich machte der Sprecher durch sein Einschrei⸗ ten dem Wortwechsel ein Ende. Er erklaͤrte, daß Sir Robert Vyvyan sich nur des einem jeden Parlaments⸗Mitgliede zustehen⸗ den Rechtes bedient habe, gegen die Regierung eine bestimmte und spezielle Anklage zu erheben. Deshalb habe er denn auch den Reoner nicht unterbrochen, was er kraft seines Amtes haͤtte hun muͤssen, wenn derselbe dem edlen Lord im Allgemeinen ver⸗ werfliche Motive vorgeworfen haͤtte. Nachdem auf diese Weise die Frage uͤber das Unparlamentarische des Angriffs entschieden war, wurde der Angriff selbst von Seiten der Lories weiter fortgesetzt. Herr Richards wollte gefunden haben, daß nicht nur Lord John Russell, sondern alle Anhaͤnger seiner Partei verwerflich handelten, ja daß sie sich der Verschwoͤrung gegen den Staat und der Absicht schuldig machten, die Regierungsform aus einer monarchischen in eine republikanische umzubilden. Sie braͤchten Maßregeln unter falschem Vorwande zum Vorschlag, unter dem Schleier des Patriotismus und angeblich um Nutzen des Volkes, und beabsichtigten nur, das Interesse
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verlaͤngern, aber er muͤsse auf einige Bemerkungen aufmerk⸗ am machen, die er von der andern Seite des Hauses her ge⸗ hoͤrt habe, und zwar von dem ehrenwerthen Secretair, — nein,
ihrer Partei zu foͤrdern. Er habe nicht die Absicht, die Debatte
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dem Präͤsidenten der Handels⸗Kammer (Gelaͤchter auf den mi⸗ nisteriellen Baͤnken), nein, nein, er glaube, die Aeußerung ruͤhre vom Kanzler der Schatzkammer her. (Großes Gelaͤchter. Herr Spring Rice: „Ich habe noch gar nicht gesprochen.“) Herr Richards: „Ich spreche nicht von der heutigen, son⸗ dern von der gestrigen Debatte, als ich siebenmal zu Worte zu kommen versuchte.“ (Abermals Gelaͤchter. O'Connell und ei⸗ nige andere Mitglieder rufen die Worte des Herrn Spring Rice nach: „Er hat gar nicht gesprochen.) Herr Richards fuhr darauf fort, er wolle annehmen, daß zu einer oder der andern Zeit bei den Verhanolungen uͤber die Munizipal⸗ Bill der ehrenwerthe Herr gesagt habe, sein Zweck sey es, der Ma⸗ joritaͤt des Volkes Macht zu geben, eine Behauptung, welche abermals vieles Gelaͤchter hervorrief und Hrn. Ewartveranlaßte, den Redner zur Ordnung zu rufen, da er die Zeit des Hauses verschwende. Herr Richards ließ sich indeß nicht irre machen, bewunderte den oͤkonomischen Sinn des Herrn Ewart, beschwerte sich, daß er dessen lange Reden immer anhoͤren muͤsse, ohne selbst zu Worte kommen zu koͤnnen, lenkte aber wieder auf sein erstes Thema, die revolutionairen Bestrebungen der Minister, ein und aͤußerte am Schlusse, er habe gar nicht die Absicht gehabt, uͤber die dem Hause vorliegende Frage zu sprechen. Diese Frage wurde darauf, und zwar sehr ernstlich, von Dr. Lushington und Herrn Spring Rice behandelt, welche es nicht ungeruͤgt hingehen lassen wollten, daß gegen einen Minister so nebenbei eine schwere Anklage ohne Begruͤndung und ohne Beweis erhoben worden sey. Insbesondere forderte der Erstere den Anklaͤger ausdruͤck⸗ lich auf, seine Anklage zu motiviren; seiner Aufforderung geschah aber kein Genuͤge, vielmehr suchten einige Mit⸗ glieder der Tory⸗Partei das Verfahren des Herrn Richards und des Sir R. Vyvyan zu rechtfertigen. Kaum schien es, daß nach mehrerem Hin⸗- und Herreden die Sache zu Ende gebracht werden sollte, als Herr Roebuck sich erhob und den Sir R. Peel fuͤr gaͤnzlich unbefugt erklaͤrte, in der Qualitaͤt als Groß⸗Protektor der Justiz aufzutreten, da unter seiner Verwaltung politische Ansichten fortwaͤhrend bei Besetzung der Justiz⸗Aemter in Betracht gezogen worden seyen. Mit In⸗ dignation wies Sir R. Peel diesen Vorwurf von sich zuruͤck und benutzte die Gelegenheit, um nochmals, und zwar in ver⸗ staͤrkten Ausdruͤcken, die Beschwerde gegen die Minister uͤber ihre neuesten Ernennungen zu den Friedensrichterstellen zu wie⸗ derholen. Endlich nahm noch Herr O'Connell das Wort. Er freute sich, daß das Haus Gelegenheit gehabt habe, an ei⸗ nem Abende tragische, komische und possenhafte Darstellungen sich vorfuͤhren zu Was die Sache selbst betreffe, so sey es die Schuld der Tories, daß die Minister in die Moͤglichkeit versetzt worden seyen, liberale Ernennungen nach ihren Wuͤn⸗ schen vorzunehmen, denn wenn nicht durch das Oberhaus die Ernennungen der Friedensrichter an die Krone uͤbertragen worden waͤren, so wuͤrden die Munizipal⸗Behoͤrden selbst dieses Recht, nach der Absicht der urspruͤnglichen Muni⸗ zipal⸗Bill, besizen. Daß man den Ministern vorwerfe, sie haͤt⸗ ten zu viele Liberale ernannt, werde von großem Nutzen seyn, denn jetzt erst erfahre das Englische Volk, wie viel es den Mi⸗ nistern verdanke. Er (O'Connell) seinerseits glaube nicht, daß man sich mit Recht uͤber Sir Robert Peel deshalb beschwere, daß er waͤhrend seiner Amts⸗Verwaltung nur Tories angestellt habe; man koͤnne sich nur daruͤber beschweren, daß Viele nicht ernannt worden seyn wuͤrden, waͤren sie nicht Tories gewesen. Diese regellose Diskussion schloß endlich damit, daß sowohl Lord John Russell als Eir Robert Vyvyan auf Veranlassung des Sprechers erklaͤrten, sie betrachteten ihre Aeußerungen ge⸗ genseitig als nicht persoͤnlich beleidigend. In derselben Sitzung uͤberreichte Herr Hughes eine Bittschrift von einem Ingenieur, Namens Johann Studall, einem Schweizer von Geburt, worin dieser sich uͤber Verletzung eines mit der Britischen Regierung in Betreff einer von ihm erfundenen neuen Kriegs⸗Maschine abgeschlossenen Kontrakts beschwerte. Die Petition besagte, daß man mit dieser Maschine 36 Kugeln in einer Minute habe ab⸗ schießen koͤnnen, und daß der Bittsteller im Jahre 1834 mit Herrn Bligh, Britischen Geschaͤftstrager in St. Petersburg, einen Vergleich uͤber eine Summe von 10,000 Pfd. abgeschlossen habe, die ihm ausgezahlt werden sollte, falls seine Erfindung Beifall faͤnde; an dem Tage aber, fuͤgt der Bittsteller hinzu, ehe die Maschine habe geprobt werden sollen, habe er sie auf den Rath eines beiderseitigen Freundes verbrennen lassen, weil man ge⸗ fuͤrchtet, daß sie der Russischen Regierung in die Haͤnde fallen moͤchte. Der Bittsteller hatte eine Summe von 3300 Pfund empfangen, und er bittet nun, daß die Britische Regierung den abgeschlossenen Kontrakt erfuͤllen oder ihm die Caution, die er seinerseits fuͤr die Erfuͤllung desselben gestellt, zuruͤckgeben solle; er sey, sagte er, nachher ein Jahr lang von der Russischen Re⸗ gierung gefangen gehalten worden; bei seiner Ankunft in Eng⸗ land habe er eine Summe von 50 Pfd. erhalten und sey von Lord Palmerston nach Woolwich gewiesen worden. Herr Gis⸗ borne äußerte sich nach der Ueberreichung dieser Bittschrift folgendermaßen: „Der Bittsteller behauptet, Herr Bligh, der Britische Geschaͤftstraͤger, habe mit ihm einen Kontrakt uͤber den Ankauf einer Maschine abgeschlossen, die ein Morgenblatt eine „Hoͤllenmaschine“ hu nennen beliebte; aber dies ist kei— nesweges der Fall. (Hoͤrt!) Es wurde ihm nie die bestimmte Hoffnung gemacht, daß die Britische Regierung die Maschine kaufen wuͤrde. Der einzige Vergleich, in welchen man einging, war folgender: Der Bittsteller ersuchte Herrn Bligh, er moͤchte unserer Regierung zum Ankauf der Maschine rathen; dieser weigerte sich aber, dies zu thun. Nach sechs Monaten kam er wieder zu Herrn Bligh, worauf dieser ihm die Summe von 3000 Pfund vorschoß, um ihm den Transport der Maschine nach England, wohin er mit derselben gehen wollte, zu erleich— tern. Spaͤter machten die Russischen Behoͤrden wegen einiger Forderungen, die sie darauf stehen hatten, den Versuch, sich der Maschine zu bemaͤchtigen, was ihnen aber nicht gelang. Ich bedaure, daß die Petition in Abwesenheit des edlen Secretairs fuͤr die auswaͤrtigen Angelegenheiten (Lord Palmerston) uͤber⸗ reicht worden ist; wenn jedoch der Bittsteller das ihm vorge⸗ schossene Geld zuruͤckzahlen will, so wird ihm auch jede Caution, die er geleistet, augenblicklich wieder eingehaͤndigt werden.“ Die Bittschrift wurde sodann auf die Tafel des Hauses niedergelegt.
Unterhaus. Sitzung vom 30. Maͤrz. (Nachtrag.) Die Antwort, welche Lord Palmerston auf die an ihn gerich⸗ tete Frage wegen der Handels⸗Verhaͤltnisse Englands zu Por⸗ tugal ertheilte, lautete vollstaͤndig folgendermaßen: „Ich bedaure es, daß ich nicht im Stande bin, dem Hause einen befriedigen⸗ den Schluß der zwischen England und Portugal in Betreff ei⸗ nes neuen Handels⸗Traktat angeknuͤpften Unterhandlungen an⸗ zuzeigen. Die Unterhandlungen mit Portugal dauern fort und werden, wie ich hosse. zur Zufriedenheit ausfallen. Jedoch muß das Haus aus oͤffentlichen Blaͤttern wissen, daß sich auf Seiten der Regierung der Koͤnigin Ansichten gezeigt, die fuͤr den Ab⸗
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EqEEnmn d.
schluß unter wechselseitig vortheilhaften Bedingungen nicht guͤn, Lelpzig, 4. April. Die Literarische Zeitung (von
stig sind (hoͤrt, hoͤrt!), daß der Portugiesischen Kammer ein, To j s oose No . si el omßar 88 1 daß die dortige Re “ getlaͤrt ist Ich hoffe jedoch, †† log solgende Uebersicht: „Abermals liegt ein halbjaͤhrliches S b D1“ E“ .6“ einen solchen—FateRegister der Deutschen literarischen Republik vor uns, Tarif esch wo Vicht, 9 werden 9. 1 egierung und ꝛu Seiten umfassend, also staͤrker als jemals. 530 Buchhaͤnd⸗ das Par ament nglands zu uͤberlegen haben, 8 che dem angemes⸗ 1 S en 3941 fertige Buͤcher und 98 Landkarten an: 479 Buͤ⸗ ““ hoͤrt. er werden fuͤr die Zukunft versprochen. — Nach der Menge die durch den Tod des Lord Napier als O er ⸗Handess⸗uhende er als fertig “ b EEEö“ 111AXX“X“ 1ö6 48⸗Aufseher dermaßen: Reitzel in Kopenhagen 64; Schlosser in Augs⸗ in Canton entstandene Luͤcke wieder auszufuͤllen. Lord Pal, plgendernaenold in Dresden 49; Manz in Regensburg 47; merston erwiederte: „Das tiefe Gefuͤhl der Wichtigkeit unse. bure Cu“ b 9; Manz Reg 1 ;
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rer dortigen Handels-⸗Interessen hat die Regierung bewogen, in brochaus in Lezzis dieemnen in 1““ Hinsicht neuer Maßregeln einigen Anstand zu nehmen. Es ic art 42; Basse auedl g, Metzler in Stuttg⸗ ;
Lreuttel und Wuͤrtz in Straßburg, Voigt in Weimar 39; Brummer Kopenhagen avg Leprault in Straßburg 36; Voß in Leipzig 34; Herold in Hamburg 33; Hahn in Hannover, Kollmann in Leip⸗
anfangs bestimmt worden, daß, wenn eine Lüͤcke unter den dort ernannten Aufsehern entstuaͤnde, sie dort auf der Stelle, Unter Hdodin .„swäͤropo (Hone 1 . 9„† Fes5A der Bedingung der spaͤteren Genehmigung der hiesigen Regie, *. 89, Barth in Leipzig 30; Duncker und Humblot in Berlin 16— gag sage Robenn the m. dege Ausehe Feinkepf in Sturtgart 28; Fr Fleischer in Leipzig, Hinrichs Noih AM8 . Robinson ruͤher im ien er Ostindische “X“ 899 CF1ö4““ — Compagnie, der erste, Capitain Elliot, der zweite, Here üshn das., Verlags⸗Lomtoir in Grimma 27; Baumgartner in Leip⸗ son 8 dritte 7 Am Saü luß vöö der leat, n“ Campe in Nuͤrnberg, Heckenast in Pesth, Riegel u. Wieß⸗ 8 8 Oster⸗Ferien nahm g. - fr csncn FR. 96 in Nuͤrnberg 24; Heymann in Berlin, Kollmann in Augs⸗ 6 18 1 Eulalsn aiehte b Bil 6 burg 23; Brodhag in Stuttgart, Duͤmmler in Berlin, Hoffmann 1XAXA“ 7. 1“ . HEIII Fampe in Hamburg, Raw in Nuͤrnberg, Sauerlaͤnder i Regulirung der Schottischen Universitaͤten einbringen zu düͤrfn Ind Campe⸗ in oe 1nc6 he 8 EC111A““ 1 wieder zuruͤck. uaurantsurt g. Te. 275 Eo“ Muͤnchen,
Hallberger in Stuttgart 21; v. Boekeren in Groͤningen, Bon⸗ nier in Kopenhagen, Fleischmann in Muͤnchen, Hermann und Koͤnigin von Portugal, ist nebst seinem Gefolge auf dem Briti— Langbein. ö 1“ 9 “ schen Dampfschiffe „ Manchester“ von Portsmouth in See ze Seurtgaut b 88 111A4“*“ deseie⸗ gangen, begleitet von dem Dampfschiff „Lightning“ und deasg] ten ben sih faͤr Nord⸗Deutschland “ b MPor osschen Friegsschiffe Her Br —7 ergebe “ 2g, EA“ 1 2 Kriegsschiffen „Herzogin von Braganza“ und ben) 2149 Werke, und fuͤr Suͤd-Deutschland (ebenfalls mit 19 Der Sergeant Lefroy hat neulich im Parlamente erklin Milionen Bewohnern) — CCC111A1“ dann noch daß sich in der Irlaͤndischen Stadt Cork 600 zur Parlamenmz de Fleß Narai 6 8 F 1u“ b —“ 83 1 chen Meß⸗Katalog gehoͤrenden Werken. Von den Nord⸗Deut⸗ eöe Bhuger Befsnden, dis hicht leson ins sche. sher Staaten lieferten Preußen 992 Werke (Berlin allein 406); 7 1— 5. 315 (Leipzi ein 508); die Saͤchsischen Herzogthuͤ Fuͤr die General⸗Dampfschifffahrts⸗Compagnie ist abermal badsan 5ödie aas e F W Igehüͤ⸗ . S 8 3 Eve. 58 8 ; 5 ; 9 G 8 alnl. WW11“6“”“ 1““ Dampfschiff, die „Caledonia“, vom Staui Pon den Sud⸗Deutschen Staaten lieferten Oesterreich 203 gele vorden. 1 erke (Wien allein 106); Bayern 469; Wuͤrttemberg 337 8h. x 1 D „ Werke (Wien allein ; Bayern 469; emberg 337 1“ 1ö“ Dom Miguel von Civit⸗ euntgart allein 116“ 145; Großherzogthum Hessen 74 5 8 95 1898 Frankfurt a. M. 64. Der Oberst Caradoc, jetzt Ritter von neun Orden, wird sch vnd Fean ft 8 1“ 1 8 1
von Paris, wohin er kuͤrzlich von hier abgereist, angeblich aber Muͤnchen, 1. April. Gestern Nachmittag riß der Sturm mals nach Spanien begeben. das Geruͤste am rechten Thurme der Ludwigskirche unter fuͤrch⸗ Von der zu Gunsten des Don Carlos negozüirten Anlece] terlichem. Krachen gerade in 8 Moment Wusornegot Fo Ber ist der erste der sechs Einzahlungs⸗Termine auf den dreißigseen Maurer⸗Polier im zweiten Stock beschaͤftigt war, dasselbe zu un⸗ Tag nach dem Einzuge des besagten Fuͤrsten in Madrid feste⸗ tersuchen; er wurde lebensgefaͤhrlich verwundet und mit ihm noch setzt und betraͤgt 6 pCt., waͤhrend die saͤmmtlichen fuͤnf uͤbrigen an Tageloͤhner und ein Steinmetz. Se. Koͤnigliche Hoheit der Einzahlungen sich auf 39 pCt. belaufen. Am 29sten v. M. stan⸗ Kronprinz verfuͤgte sich augenblicklich, trotz des heftigen Stur⸗ den die Obligationen an der hiesigen Boͤrse zu 1 pCt. Praͤmte. mes und Regens zur Staͤtte, um den Verungluͤckten Trost und Von der Euphrat⸗Expedition reichen die Nachrichten bi alse 38.asen⸗ sich Familiey⸗Verhaͤltnis⸗ zum 2. Dezember und lauten sehr unerfreulich; die Aegyptisch kn der es ö und sandte 100 Fl. zur einstweiligen Ver⸗
Behoͤrden legten ihr fortwaͤhrend Hindernisse in den Pez hheilung unter diese G .“ “ Oberst Chesney, der Befehlshaber der Expedition, und 17 vm dSg 8 11141A1“A*“ vielfach der uͤbrigen Mannschaft lagen krank danieder. Eine Missot herbreitete Geruͤcht, daß die Landstaͤnde im naͤchsten Herbste zu⸗ des Lieutenant Lynch an die Arabischen Staͤmme war durcg sammentreten wuͤrden, koͤnnen wir als ungegruͤndet erklaͤren. Mehmed Ali's Einfluß vereitelt worde Man erfaͤhrt vielmehr aus guter Quelle, daß dies erst zu An⸗ Mehmed Ali's Einfluß vereitelt worden. 8 05 bng des Jahres 1837 geschehen werd vt ts sesen iberden Rundschit Sing ist, nach den neuesten Berichten aus Os l3 2 n werde. Inzwischen werden, ch 1 9 ) hem sichern Vernehmen nach, die Wahlen fuͤr die Kammer der
indien, von seiner Krankheit wieder voͤllig genesen. hgde u“ 1616 — „ er Gesandte der Vereinigten Staaten soll einen Handeh lbseordneten im Herbste dieses Jahres stattfinden. LLETbbbb9h
Vertrag mit der Regierung von Neu⸗Granada auf Lene Fhrdl 1 1 ener Reziprozitaͤ . sen haben. Sobald die 8 “
satz vollkommener Reziprozitaͤt abgeschlossen haben. S Wien, 29. Maͤrz. AA4X“ Kaiser haben den Wunsch zu erkennen gegeben, daß der Got⸗
ser Vertrag ratifizirt ist, werden Guͤter aus 8b Weltthei⸗ 81 d⸗Amerikanischen Schiffen dort eingefuͤhrt werden , 8 .
len in Nord⸗ anischen Scheff gefuch kesdienst in der Hofburgpfarrkirche waͤhrend der Charwoche von den Hofwuͤrdentraͤgern fleißig besucht werde. Die Fußwaschung
koͤnnen.
Das Ministerium der Finanzen der Republik Neu⸗Gra—⸗ — G elucht n etG 1 Fe 2 J. an die Gouverneure de um Gruͤndonnerstag werden IJJI. MM. persoͤnlich verrichten, Provinzen ein Cirkular folgenden Inhalts erlassen: „Die Fol⸗ und auch der Auferstehungs⸗Prozession, welche besonders giaͤnzend Verwaltung von Carthagena hat bei verschiedenen Gelegenheinm seyn EE13“ beide Magzestaͤten in Person beiwohnen. Alle fuͤr gut befunden, Gold, Silber, Platina und andere edle Mo Geheim⸗Raͤthe, Kaͤmmerer und Truchsesse sind verbunden, im Fall talle, die in Barren oder Muͤnze in Neu-Granada eingefäͤh 2 Feierlichkeit beizuwohnen verhindert seyn sollten, dies
„ 52 2 2 2 ö 8 8 „ 2 9 5 „ rho voi9 0 worden, mit Eingangsrechten und anderen Abgaben zu belaste teeenden zbevsten Hofwuͤrde EbE Die Regierung der Republik erklaͤrt dies Verfahren fuͤr eine m g. Waͤhrend der Anwesenheit der Koͤnige von Bayern und „ 1b — GGg; auf I“ wurden mehrere Notabeln von denselben
8 g. 8 ur p oeroge 8 lie iderfüußhn diese Ehro v
In Peru hat Salaberry eine gezwungene Anleihe va ser afel gezogen. kament ich widerfuhr diese Ehre zweimal 500,000 Dollars gemacht und ist mit 5000 Mann nach Valy em Chef des 8 geachteten Handlungshauses „Ralli’. Bei 590,000 D g II „29v. JeAlltr eche S auuinem solchen Diner brachte Se. Maj. der Koͤnig von Bayer 4 1u“ „ OS8 „ — ach 8ee der nig von Bayern rista aufgebrochen, um die Armee Obregoso's und des Vo liwe 1“ ei Derselbe, weil s je 91. e x Pesienten, Santa Cruz, die aus 4000 Mann bestang einen Toast aus, wobei Derselbe, weil so die Unterhaltung ge⸗
8 2 2 fuͤhrt wurde, in Italiaͤnischer Sprache aͤußerte: „l Greci hanno anz Ln Ehili ncquistato molto nella min opiniones. (Die Griechen haben öö’ 22 . n meiner Meinung sehr gewonnen.) beste Ordnung, und der Praͤsident „ Die Actien fuͤr die Eisenbahn nach Bochnia sind wieder
Fetwas zuruͤckgegangen, doch finden sie mit 10 bis 12 pCt. Agio ortwaͤhrend Kaͤufer.
„Wien, 2. April. Ihre Maj. die Kaiserin⸗Mutter haben das Alerhöchstderselben uͤberschickte Werk: „Was verdankt Oester—
69 b 14 m— reich der begluͤckenden Regierung Sr. Majestaͤt Franz I.“, v rungen von den auswärtigen Märkten die Kauflust der Spekulanch Adolph T 1. “ 9 8 19 er 8 auregten, in Folge deren die Preise der meisten Effekten einen höbt⸗ Zeit ph Baͤuerle, Redacteur der Wiener allgemeinen Theater⸗ ren Stand wie heute vor acht Tagen einnabmen. Veon deu Hollän⸗der 11. gpol- anzunehmen und dem Verfasser, als Zeichen dischen Fonds haben seitdem die dprocentige wirkliche Schuld vnd die Ne nerkennung seiner patriotischen Gesinnungen, eine goldene 8 . kedaille mit dem Bildnisse des verewigten Monarchen zu übersenden geruht.
London, 1. April. Der Prinz Ferdinand, Gemahl der
herrschte, den letzten Nachrichten zufolge, di ieto war sehr populair.
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„Paxpiein
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— — Amsterdam, 2. April. Der Handel in Staats sing am verwichenen Montag recht lebhaft an, indem bessere
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alten oder 4 ½ procentigen Sondikat⸗Obligationen anhaltend eieie Abnehmer gefunden; für erstere sollen auch anschnliche Einküäufe füt Englische Rechnung geschehen seyn, und dies brachte den Eours der selben endlich auf 102 ⅞ pCt., während letztere 98 ⁄ pCt. erreichten, dagegen schienen Integrale, Kanz⸗Billets und 3 ½ procentige Sondi— kar⸗Obligationen wegen des Verrechnungs⸗Termins mehr ausgeboten und gedrückt zu scyn; ihre etwas gewichenen Preise haben sich inie gestern wieder erholt. Actien der Handels⸗Gesellschaft machten 18 141 ½ pCt., die vorigen Sonnabend dafür angelegt worden, am nuͤch sten Montag plötzlich einen Sprung bis 146 pCt., doch seitdem 1 men mehrere Stücke an den Markt und täglich waren sie billiger; haben, so daß man endlich gestern wieder zu 141 ⁄¾ pCt. verkanfe Der Spanische Fondsmarkt bot ncuerdings erhebliche Flnctuativnf dar. Mehrere ungünstige Gerüchte, unter denen besonders das, 1h es noch sehr zweifelhaft sev, ob die erwartete Zins⸗Zahlung von -
Spanlen.
d rid, 24. Maͤrz. (Franzoͤsische Blaͤtter.) Die roͤffnung der Session der Cortes hat sich durch eine in den parla⸗ nentarischen Jahrbuͤchern wahrhaft außerordentliche und seltene kaction ausgezeichnet. Der Praͤsident der vorigen Prokurado⸗ en⸗Kammer, Herr Isturiz, ist von der neuen Kammer nicht 1 ermwaͤhlt worden, obwohl die Talente und die Festigkeit, er waͤhrend der letzten Session bei der Ausuͤbung seines cücäen Amtes bewiesen, ihm den Praͤfidenten⸗Stuhl haͤtten 8c ollen. Der Widerwille des Ministers hat ihn verdraͤngt. e Niederlage, welche er in den neuen Cortes erlitten
zin-Obligativnen mit dem 1. Mai wohl stattsinden würde, erre, ichat Se a h “M 8 8 b 2b immer niedriger von Paris und Antwerpen kommenden s 9 2 1 durch denselben - oder vielmehr durch die⸗ tirungen eine solche Muthlosigkeit unter den Spekulanten, daß n. Laune oder persoͤnliche Erbitterung veranlaßt, wo⸗
88 Herr Caballero von dem Sekretaviat der Kammer
geschlossen worden ist. Es ist so gut, wie gewiß, 88 die Koͤnigin von den fuͤnf Kandidaten zur Praͤsidentenwuͤrde b auf der Liste obenan stehenden, naͤmlich Don Antonio Gon⸗ ‚ es, waͤhlen wird. Die Vice⸗Praͤsidentschaft wird wohl den begen Nügneles oder Ferrer uͤbertragen werden. Dies Ereig⸗ ben den vorigen Stand ohne erhebliche Beränderung behaufie nle Menesnbenes E G g offenbar b An⸗ Von den Süd⸗Amerikanischen Fonds blieben Brasilianische beg ten verschiedene Weise 1eeg. “ EbEbE111“ doch Columbische und Obligationen auf Peru häufig ausgeban, der Prokur eise beurtheilt. Wollte man aus diesem Votum wodurch erstere auf 22 % und letztere auf 17 ½2 pCt. gefallen ichts man oes ohen wahrscheinliche Folgerungen ziehen, so koͤnnte Der Zius⸗Cours ist unverändert. — Am Getratdemarkt, ist erhal⸗trachte wohl als das Vorzeichen einer stuͤrmischen Session be⸗ Merkwürdiges vorgefallen. Die Preise von fremdem Weizens scheu dei hten, in der die Leidenschaften eine große Rolle spielen wuͤr⸗ ten sich bei kleinem Handel; dagegen war es slau mit Hniannah chr b waͤhrend man hoffen muß, daß eine ruhige und beson⸗ Ss.g. häufiger vorkam; im Ganzen war der IM ruͤfung des Wahl⸗Gesetzes das Land endlich mit un d.
doin⸗Obligationen bis zu 42 ⅞ à 43 ½ pCt. heruntergegaugen 9. passive Schuld war zu 1434 pCt. zu haben, und alte aufgescho Schuld zu 16 6 pCt. Gestern erhielt man nun wieder günsitg Course von London und Antwerpen, wonach sich hier der Conna Ardoin⸗Obligationen auf 43 ½¼ à 44 ⁄11 6 pCt. stellte und alte ausß schobene Schuld mit 16 ½ pCt. bei nicht bedeutendem bezahlt wurde. Russische und Oesterreichische Staatspapier
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diesen Fundamental⸗Bestimmungen beschenken wird. Herr Men⸗ dizabal rechnet ohne Zweifel auf zahlreiche Anhaͤnger in der neuen Prokuradoren⸗Kammer, und diejenigen Deputirten, welche ihm behuͤlflich waren, seine Rache gegen Herrn Isturiz, weil derselbe nicht in das Kabinet eintreten wollte, auszufuͤhren, werden ihn auch, selbst durch die aͤußersten Mittel, unterstuͤtzen. Allein sie werden gegen eine starke, an populairen Namen und ausgezeich⸗ neten Faͤhigkeiten reiche Opposition zu kaͤmpfen haben, welche durch die ihrem Fuͤhrer widerfahrene moralische Beleidigung ge— reizt ist. Herr Galiano wird durch seine parlamentarischen Angriffe ein Kabinet bekaͤmpfen, das hinsichtlich des Rednertalents ihm Niemand entgegenzustellen hat; waͤhrend Herr Isturiz seine fruͤheren intimen Verhaͤltnisse zu dem Conseils⸗Praͤsidenten be⸗ nutzen und in seinem Zorn das famoͤse Geheimniß verrathen wird, das, wie man sagt, ihm bekannt ist, und Herr Mendiza⸗ bal wird es bedauern, daß er sich hat durchschauen lassen. Dies sind wenigstens die umlaufenden Geruͤchte. Die Ungeduld, wo⸗ mit die bevorstehenden Debatten uͤber die Adresse erwartet wer⸗ den, ist schwer zu beschreiben. In diesen Diskussionen, die schon fuͤr mehr als Ein Kabinet entscheidend geworden sind, werden die Parteien natuͤrlich mit der groͤßten Heftigkeit hervortreten. Man glaubt üͤbrigens, daß vor dem Osterfeste keine Sitzung mehr seyn wird; auch sagt man, daß die Opposition, imFalle sie siegreich waͤre, ihre ministeriellen Gegner noch schonen wolle, bis nach der vollstaͤndigen Zahlung der im Mai faͤlligen Dividende, indem der Conseéils⸗Prasident diese Operation begonnen habe und sie baher auch zu Ende fuͤhren muͤsse. — Die Prokuradoren⸗Kammer hat heuce keine Sitzung gehalten. Die Proceres werden wohl heute ihre Secretaire waͤhlen; man glaubt, daß die Wahl auf die Herren Miraflores und Osuna fallen wird. Die Namen der beiden Anderen kennt man nicht. Die Session duͤrfte in⸗ teressant werden, wenn, wie es heißt, der Antrag gemacht wird, zu untersuchen, ob einige Mitglieder der ersten Kammer die von dem Handelsstande zu Gunsten Mendizabal's an die Koͤnigin gerichtete Adresse ebenfalls unterzeichnet haben. Man weiß, daß die Grandezza foͤrmlich gegen den Mißbrauch, der mit den Unterschriften mehrerer ihrer Mitglieder getrieben worden ist, so wie dagegen protestirt hat, daß man sie zu eifrigen Verthei⸗ digern des jetzigen Ministeriums hat machen wollen. Diese Protestarionen sind nicht eben schmeichelhaft fuͤr Herrn Mendi—
zabal, allein man sagt, er erwarte, um ihrem Eindruck das Gleichgewicht zu halten, zahlreiche Provinzial⸗Adres⸗ sen. Wenn dies Mitttel, sich machen, auch
populair zu unzureichend seyn sollte, so kann es doch als drost dienen.
Die hiesigen Blaͤtter beschaͤftigen sich noch mit der Thron⸗Rede und tadeln sie wegen ihrer Unbedeutendheit. Sie sehen darin eine Apologie der Absichten und nicht der Handlun— gen des gegenwaͤrtigen Ministeriums, und selbst die gemaͤßigt⸗ sten beschweren sich daruͤber, daß sie die in den alten Institutio⸗ nen vorgenommenen Reformen und den beunruhigenden Cha⸗ rakter der Angelegenheiten in Navarra mit Stillschweigen uͤbergeht.
In Catalonien werden alle noͤthige Vorbereitungen getrof⸗ fen, um, sobald besseres Wetter eintritt, den Kampf zu beginnen. In diesem Fuͤrstenthum sollen 30,000 Mann regulairer Truppen placirt werden, wovon 10,900 Mann die Garnisonen in den Staͤdten und Festungen bilden, waͤhrend die uͤbrigen 20,9000 Mann, in Verbindung mit der National⸗Garde, in zahlreichen Kolonnen das Land nach allen Richtungen durchziehen sollten.
Der General Cabrera hat eine Proclamation an die Arago⸗ nier erlassen, worin er sagt, „daß er die Koͤnigin Christine unter seinen besonderen Schutz nehmen wolle und ihr, als verwittwe⸗ ten Koͤnigin, eine Pension zu erwirken verspreche.“ 1 Konstantinopel, 10. Maͤrz. Die Nachrichten aus Sy⸗ rien lauten fortwaͤhrend traurig. Die Unzufriedenheit erhaͤlt immer wieder neue Nahrung, und besonders ist es das Rekru⸗ tirungs⸗System, was alle Gemuͤther erbittert. Die Entwaffnungs⸗ Maßregel kommt der Aegyptischen Regierung jetzt sehr zu Stat⸗ ten; gewiß waͤren sonst, wenn nicht ein allgemeiner Aufstand, doch theilweise blutige Reactionen erfolgt. Dieser Zustand kann schwerlich von Dauer seyn. Ibrahim Pascha versaͤumt uͤbrigens nichts, um die Pforte, falls sie diesen Stand der Dinge zu ihrem Vortheile zu benutzen versuchen wollte, nachdruͤcklich zu⸗ ruͤckzuweisen; die ganze Graͤnze Syriens gegen Itschil Karaman und Merasche bildet eine fast ununterbrochene, vollständig mit Geschuͤtz versehene Festungslinie. Indessen ist es augenschein⸗ lich, daß dies nur auf die Defensive berechnete Vorkehrungen sind und sich daraus keineswegs, wie das gegen Mehmed Ali feindselige Journal de Smyrne thut, auf neue Eroberungs⸗ Plaͤne Ibrahim's schließen laͤßt.
Aus Bosnien ist die Anzeige von neuen Unruhen eingegan⸗ gen (vergl. die Nachrichten aus Livno im gestr. Bl. d. St. Z.); man hegt jedoch dieserhalb wenig Besorgniß. Ali Pascha von Herzegowina hat den Auftrag erhalten, zur Unterdruͤckung dieses Aufstandes mitzuwirken.
Nachstens wird eine regelmaͤßige Post⸗Verbindung zwischen hier und Aleppo mittelst Tataren ins Leben treten, wofuͤr die Pforte und Mehmed Ali gleiches Interesse zeigen.
Die Pest ist hier ganz erloschen; aus Macedonien verlautet schon seit laͤngerer Zeit nichts mehr davon, und auch in Smyrna sind die kuͤrzlich berichteten verdaͤchtigen Krankheits⸗Faͤlle ohne
Folgen geblieben.
Konstantinopel, 16. Maͤrz. Am 12ten d. hatte der Koͤnigl. Franzoͤsische Botschafter, Admiral Roussin, eine Audienz beim Sultan, um Sr. Hoheit die Antwort Sr. Majestat des Koͤnigs Ludwig Philipp auf das Begluͤckwuͤnschungsschreiben, welches er uͤber seine wundervolle Rettung bei dem gegen ihn veruͤbten Attentate vom Sultan erhalten hatte, zu uͤberreichen.
Am 16ten d. ist im Hause eines der Aerzte des Sultans, Namens Kivok, zu Ortakoy ein naͤchtlicher Einbruch veruͤbt worden. Zwoͤlf vermummte Diebe, dem Vernehmen nach Sla⸗ vonier, sind naͤmlich, waͤhrend Alles im Hause schlief, eingedrun⸗ gen und haben selbes vollkommen ausgepluͤndert, wobei sie den⸗ jenigen, welche durch den Laͤrm aufgeweckt worden waren, mit dem Tode drohten, wenn sie den mindesten Laut hoͤren ließen. Seither wurden von der hiesigen Polizei die thaͤtigsten Nach⸗ forschungen angestellt, doch ist es noch nicht gelungen, den Thaͤ⸗ tern auf die Spur zu kommen.
Der Gesundheits⸗Zustand ist fortwaͤhrend befriedigend
Molbdau und Wollachei.
Nachrichten aus Jassy zufolge Cheißt es in der Allgem. Zeitung), war daselbst die, von Seiten Rußlands zur Untersu⸗ chung der gegen den Fuͤrsten Michael Sturdza erhobenen Beschwer⸗ den delegirte Kommission bereits angekommen. Sie besteht aus dem General⸗Konsul Baron Ruͤckmann, zwei Generalen, worunter der durch seine Theilnahme an der Organisation der Fuͤrstenthuͤmer bekannte General Starof, und aus dem Obersten Loprandi, wel⸗
cher bekanntlich bei Ausbruch des Russisch⸗Tuͤrkischen Krieges Jassy besetzt und den Ex⸗Hospodar Jonitza Sturdza, der noch immer in Kischenew, der Hauptstadt Bessarabiens, sich aufhaͤlt, gefange genommen hat. Die von Seiten der Pforte ernannten Kommis⸗ sarien wurden ebenfalls erwartet, und es soll die diesfallsige Wahl des Großherrn nicht auf den Schwiegervater unsers Hospodars, den Fuͤrsten Stephanaki Wogoridis, sondern auf andere Tuͤrkische Wuͤrdentraͤger gefallen seyn. Auf das Resultat der Untersuchung ist man um so gespannter, als es nunmehr keinem Zweifel un⸗ terliegt, daß die gegen die Regierung erhobenen Beschwerden groͤßtentheils nur zu gegruͤndet sind, und daß wirklich unerhoͤrte Mißbraͤuche stattgefunden haben und noch stattfinden — Miß⸗ braͤuche, auf welche die von den Schutzmaͤchten garantirte, von dem Fuͤrsten und dem Lande beschworene Verfassung die Strafe der Absetzung verhaͤngt. 1
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Fuͤrst Sturdza duͤrfte demnach einen um so schwerern Stand haben, als auch der fruͤhere Justiz⸗Mi⸗ nister Lupuschoru Balsch sehr gravirende Aussagen gegen ihn gemacht haben soll. Daß unter diesen Umstaͤnden die Stim⸗ mung des Landes sich entschieden gegen den Fuͤrsten Sturdza erklaͤrt, ist leicht zu begreifen. Besonders groß ist die Unzufrie⸗ denheit des Landmannes, den die Steuer⸗Erhoͤhung um so empfind⸗ licher druͤckt, als er bei der gaͤnzlichen Steuerfreiheit des zahlreichen beguͤterten Adels fast ganz allein die Staatslasten traͤgt und im verwichenen Winter im Widerspruche mit der Verfassung, welche vierteljaͤhrige Renten⸗Zahlungen vorschreibt, den ganzjaͤhrigen Steuer⸗Betrag auf Einmal und im Voraus binnen dreißig Ta⸗ gen abfuͤhren mußte. Dies konnte aber bei der bekannten Ar⸗ muth der hiesigen landwirthschaftlichen Klasse und bei dem Um⸗ stande, daß der entlassene Wisternik Nikolaki Kanta den mit der Steuer⸗Verwaltung beauftragten Isprawniks (Kreis⸗Hauptleuten) fuͤr den Fall, daß die ganzjaͤhrige Steuer⸗Summe nicht binnen der anberaumten Frist einginge, mit Amts⸗Entsetzung, Execution und sonstigen Strafen gedroht hatte, nicht ohne beispiellos grau⸗ same Zwangsmittel durchgesetzt werden. Wie groß uͤbrigens die Unordnung und Aufregung im Lande sind, mag man aus der Thatsache ermessen, daß die kaum zusammen getretene Deputir⸗ ten⸗Versammlung von den zahlreichen Unzufriedenen mit Huͤlfe des Volkes aus Jassy vertrieben worden ist, weil der Hospo⸗ dar zum zweitenmal versucht hat, mit Umgehung der Verfas⸗ sung, die Deputirten eigenmaͤchtig und nach Willkuͤr zu ernennen und einzuberufen, wodurch viele Unwuͤrdige in der Eigenschaft von Deputirten in Jassy erschienen waren. Nur des Beispiels wegen bemerke ich, daß unter diesen vom Fuͤrsten eigenmaͤchtig Einberufenen ein gewisser Skogihorn aus Herza ist, der als Schleichhaͤndler allgemein bekannt und auch sonst arger Verbre⸗ chen bezuͤchtigt ist. — Gleich auf die Kunde von der bevorstehen⸗ den Ankunft der Russischen Kommission hat der kuͤrzlich ent⸗ lassene Minister Kanta Jassy verlassen und sich auf seine Guͤter begeben.
Weastillen. Nord⸗Amerikanische Blaͤtter melden Nachstehendes aus Brasilien: „Die foͤderalistische oder republikanische Par⸗ tei ist in der ausgedehnten Provinz Rio Grande so maͤchtig ge⸗ worden, daß sie sich der Regierung mit bewaffneter Hand wider⸗ setzt. Die gegen sie abgeschickten Kaiserlichen Trupxen sind ge⸗ schlagen und zum Ruͤckzuge gezwungen worden. Dieser Sieg hat einen Aufstand in Masse, die Einsetzung einer provisorischen Regierung und die Einberufung einer Provinzial⸗Versammlung zur Folge gehabt, um die Frage einer Trennung der Provinz Nio Grande van dom Kaiserthum Brasilien in 2 erathung zu ziehen. Es ist eine Kommission ernannt worden, um so bald als moͤglich einen Entwurf zu einer Verfassung auszuarbeiten und der Versammlung vorzulegen. Der Geist der Unabhaͤngigkeit verbreitet sich schnell auch uͤber die angraͤnzenden Provinzen. Die Kaiserliche Regierung ruͤstet eine bedeutende Truppenmacht aus, um die Insurrection zu unterdruͤcken, oder wenigstens ihrem Umsichgreifen Einhalt zu thun, allein man hat wenig Vertrauen zu einem gluͤcklichen Erfolg. Die Kaiserliche Flotte, aus einer Korvette, vierzehn leichten Fahrzeugen und einem Dampfboote be⸗ stehend, ist mit 3000 Mann Linientruppen, National⸗Gardisten und Freiwilligen nach Para abgesegelt.“
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Berlin, 7. April. Der Wirkliche Geheime Rath und Ge⸗ neral⸗Intendant der Koͤnigl. Museen, Graf von Bruͤhl, ist von der Kaiserlichen Akademie der vereinigten bildenden Kuͤnste zu Wien zu ihrem Ehren⸗Mitgliede erwaͤhlt worden.
— Nach dem vierten Jahresbericht der Handels-Aka-⸗— demie zu Danzig wurde die Anstalt im verflossenen Jahre von 20 jungen Leuten benutzt, von denen 5 die erste, 10 die zweite Klasse besucht, und 5 an einzelnen Vortraͤgen und Uebungen Theil genommen haben. Die Akademie ist nunmehr beinahe 4 Jahre in Wirksamkeit, und haben durch sie mehr als 70 junge Maͤnner ihre Vorbildung fuͤr das Leben fester begrun⸗ det und vervollstaͤndigt. Der Umstand, daß jungen Leuten, we⸗ gen mangelhafter Vorbereitung, die Theilnahme am Unterrichte nicht hat zugestanden werden koͤnnen, hat das Kuratoriumn der Handels⸗Akademie bewogen, dem §. 14. des bestaͤtigten Statuts gemaͤß, eine Vorschule fuͤr kuͤnftige Zoͤglinge der Handels⸗Aka⸗ demie von Michaelis d. J. ab in Wirksamkeit treten zu lassen, wenn sich bis dahin eine Zahl von mindestens 10 Schuͤlern meldet.
— In den 13 Gymnasien der Provin; Preußen war im Sommerhalbjahre 1835, bei einem 1e eu hebso a von 114 or⸗ dentlichen und 45 Huͤlfslehrern, die Frequenz 3310 Schuͤler. Der Zugang betrug 275 Schuͤler, abgegangen waren im zunaͤchst vorher verflossenen Winterhalbjahre 1834335 293, davon 59 zur Universitaͤt und 234 zu anderweitigen Bestimmungen. Im Win⸗ terhalbjahre 183 ⁄36 betrug die Frequenz 3363 Schuͤler, neu aufgenommen waren 409, und der Abgang betrug im vorher⸗ vergangenen Sommerhalbjahre 396 Schuͤler, naͤmlich 50 zur Universitaͤt und 346 zu anderweitigen Bestimmungen. In den beiden katholischen Progymnasien zu Roͤssel und Deutsch⸗ Krone war, bei einer Lehrerzahl von 8 ordentlichen und 5 Huͤlfs⸗ lehrern, die Frequenz im Sommerhalbjahre 1835: 235 Schuͤler. Der Zugang betrug 14 Schuͤler und abgegangen war im Win⸗ terhalbjahre 185 3 eine gleiche Anzahl Schuͤler. Im Winter⸗ halbjahre 1855 36 betrug die Frequenz 230 Schuͤler, neu aufge⸗ nommen waren 45 Schuͤler, der Abgang betrug im Sommer vorher 50.
— Nachrichten aus Breslau zusolge, ist Mad. Schroͤder⸗ Devrient am 3ten d. M. daselbst eingetroffen, und gedachte schon in den naͤchsten Tagen den Cyeclus ihrer Gastspiele auf der dor⸗ tigen Buͤhne zu beginnen.
5 — Berichtigung. Im gestrigen Blatte der St. Ztg., S. 399, Sp. 2, Z. 16, statt „Rechts⸗Angelegenheiten“ 8 „Reichs⸗Angelegenheiten.“