1115
aats und selbst aus dem Auslande haben die Gymnasien der Provinz deshalb so Wenige zur Univer aͤchtlicher Theil der mer oder raͤthlicher findet, seine Soͤh benachbarter Provinzen anzuvertrauen. Auf ald sse ist Ruͤcksicht zu nehmen, wenn Ver Anzahl der von de inzelne Provin
dern Provinzen des St ieht. Im Gegensatze en auch großentheils
lassen koͤnnen, wei ner es noch beque Gymnasien diese Verhältni zwischen der ” zur Universit
Sie trugen aber nach vorstehender
beigetragen haben im Verhaͤltniße ihrer Volks⸗ Nachweisung dazu wirkli
und diese sich nach
zelnen Provinzen weniger
ur Universitaͤt entlassen werden, dem Verhaͤltnisse der Volkszahl auf die
vertheilen: so wuͤrden dazu beizutragen ha Ostpreußen ... WVestpreußen ppeisen..
ein nicht unbetr
— i b Ostpreußen ... gleichungen
Westpreußen .. Einwohnerzahl und der
ät Entlassenen fuͤr e
6 “ 2
g eme in 6⸗9
8“ 1 2 8
aals—
1l
8
8 u
DBrandenburg Pommern Schlesien Westfalen .. . . ... die Rheinprovinz... Lichtenberg
Sind zusammen
en Interesse h'ermit uͤbrigens keines gewuͤrdigt werden will.
Brandenburg.. Pommern.. Schlesien .. . .
Westfalen. die Rheinprovinz mit Lichtenberg 1077
EEETEEö1ö111
stellt werden, der oder minder
V1“
Auswärtige Börsen.
Amsterdam, 290. Mai.
Niederl. wirkl. Schuld 57. 5 % do. 103. Passive 14 ‧G1-
Kanz-Bill. 25, Ausg. Schuld —. Oesterr. Met. 100 ¾.
W13“]
5 % Span. Preuss. Präüm.-Scheine —.
Antwerpen, 19. Schuld —. Zinsl. 16 ½. Br. Neue Anl. 468 Paris, 19. Mai. Rente pr. compt. fin cour. 82. —. Neue Ausg. Sch. —.
Amtliche Nachrichten. 8 Kronik des Tages.
Se. Majestaͤt der Koͤnig haben den Ober⸗Landesgerichts⸗ Salarien⸗Kassen⸗Rendanten Schwanke zu Marienwerder zum Hofrath zu ernennen geruht.
ich auch nicht einmal annaͤhernd In den vorstehend angefuͤhrten te uͤberhaupt v
Passive 14 ½. Ausg.
Aber die Wirklichkeit stellt nach diesen Voraussetzungen. ren wurden im preußischen S
Gymnasien zur Universitaͤt in den Jah
. r darin, daß die gleiche gebildeter und wohlha— eiten und wirksame⸗ Ruf der Gymnasien s befinden sich
Ein Grund dieser Erscheinung liegt zwa ahl nicht uͤberall die gleiche Zahl bender Familien enthaͤlt. ren Grund beut die Vertheilung und der dar. Von den 112 Gymnasien des Staat Preußen und zwar
in Ostpreußen * Westpreußen Brandenburg Pommern Schlesien
Westfalen
1114142“
Suvr. . . . . . . . . . ...
Allerdings entscheidet hier lein, sondern auch ihre sehr Schuͤlerzahl zunaͤchst in den bei erleichtert es die Erziehung z wenn ein Gymnasium im Schon dadurch e Provinzen,
5 % Neap. 102. 75. Ausg. Sch. N
Aber einen zw compt. 8I. 95. Rente 45.
3 % Portug. 54 ¼.
Passive 14.
Wien, 20. Mai. 99 ⅛. 3 % 75 ⁄1 6. 2 ½ % —. 19 Neue Anl. 573 3¼. b
8 3 8
5 % Met. 104 ½6 2. 40 Bank-Actien 1367 ½.
Koͤnigliche Schauspiele. Im Schauspielhause: Zum eesten vom Verfasst von
in der Provinz
8— Im Bezirke der Koͤnigl. Regierung 8 zu Duͤsseldorf ist der Geistliche J. W. J. Hasten zum ner an dem Hospital und Krankenhause in der Neustadt uͤsseldorf ernannt worden;
zu Koͤslin ist der Rektor Reichhelm zu Baldenburg zum ediger in Falkenburg ernannt worden;
seburg ist der Predigtamts⸗Kandidat Otto Roͤ⸗
Pfarrer in Paupitzsch, Kreis
11111A66“*
Donnerstag, 26. Mai. male: Der Landwirth, Lustspiel in 4 Abth., „Luͤge und Wahrheit.“ Hierauf: Der 4 Abth., von Leitershofen. Koͤnigstaͤdtisches Theater. Zum erstenmale:
Zusammen
1111a““
Kammerdiener,
GGE 56.111
beginnenden Unter⸗ Universitaͤt entlas⸗ ere Durchschnitt vahrscheinli⸗ den naͤchsten Jahren Eine fernere
den also in jedem mit Michaelis richts⸗Jahre weniger Gymnasialschuͤler zur sen; und es kann daher aus diesen fuͤnf Jahren, welcher 1 che Mittelzahl de ur Universität Abgehenden angen Verminderung ist zur Zeit noch der fruͤhern Ueberzah Erst wenn ein Mangel ar Stillstand, und bald darauf neue
Aber auch die 6081, welche in den f 183 % von den Gymnasien sich keinesweges nach vinzen, wie nachst
Es sollten naͤmlich zu der
——-—⸗—x—;—-õõ * 4 2 .
Allgemeiner Anzeig
machungen.
Nothwendiger Ve K Kammergericht Das hierselbst zwischen der Exerzirplatze vor dem Branden nterbaumsbruͤcke fuͤhrenden Straße, belegene Kaufmann Salasche r. 6 pf., zu⸗ Bedingungen
Es wur
14“
Delitzsch, ernannt worden.
keinesweges der mitl 216 betraͤgt, als:
in der R
Vier und zwah in 1 Akt, nach dem Fran Hierauf: Zum erstenmale: Die d ama in 1 Akt, nach dem Franzoͤsischen we osmar. Zum Beschluß: Zum erstenmt
Posse in 1 Akt, frei nach dem
Donnerstag, 26. Mai. zig Stunden Bedenkz von A. Cosmar. ter Cromwell's, Dr Rougemont, von A. C Das Schreckens⸗Gewebe, zoͤsischen, von B. A. Herrmann.
ahl der Anstalten al⸗ veraͤnderliche Aber doch
r von den Gymnasien in ommen werden. wahrscheinlich, da d ch immer
eit, Lustspiel
nicht die Z verschiedene und sehr den obern Klassen. wissenschaftlichen Ausbildung Wohnorte selbst, oder auch nur hat Sachsen ein Uebergewicht daß es die meisten Hierzu kommt der altbegruͤndete welcher Schuͤler aus den an—
l von Studirenden no — Kandidaten bemerklich wird, en eintreten.
uͤnf Unterrichts⸗Jahren vertheilten Inen Pro⸗
Aus landd.
Frankreich. Der Russische Botsch
1 after und der ern Abend von dem Koͤnige Majestaͤt mit den Ministern iechische Ge⸗
20. Mai. Gesandte wurden vorgest
Gestern arbeiteten Se. d des Innern; auch hatte der Gr Privat⸗Audienz beim Koͤnige, in wel⸗ chreiben seines Souverains ster⸗Residenten in Athen,
in der Naͤhe ist. uͤber groͤßere und bevoͤlkerter unter allen hat.
Gymnaäsien in Sachsen,
die Preußischen
an den Tag zu foͤrdern; is, den das Werk im Buch ennen. Es ist nicht zu zweifeln,
Bauwelt wirken muß.“
ur Universitaͤt abgingen, evöͤlkerung auf die einze de Uebersicht nachweist. Gesammtzahl von 60
empfangen. der Finanzen un dte, Herr. Koletti, eine
cher ee Sr. Maje
Gymnasien Ruf einiger
n;E Gedruckt bei A. W. Hayn.
81 Entlassnen
ammmnnneen
er fuͤr
er, welche vorzuͤgliche geschicht⸗ literatur historische und antiqua⸗ auslaͤndische und aͤltere Spra⸗ Mineralogie, Mathematik, schaft, Jurisprudenz, Diplomatik, Numis⸗ meistbietend verkauft
staͤt das Antwort⸗S auf das Rekreditiv des diesseitigen Mi Barons von Rouen, uͤberreichte. Die Prinzessinnen Adelaide und 2 um 5 ½ Uhr aus Bruͤssel hier In der gestrigen Sitzung de wurden im Laufe der Be Fdels⸗Ministeriums noch fuͤr fuͤr das Konservatorium und Schulen 400,000 Fr. bewilligt. E batte erhob sich uͤber das 18te Kapitel, nere Schifffahrt 7,02 Jaubert beschwerte Ausgaben mitbegriffen hoͤrten und, da sie gr Auais betraͤfen, haͤtten gebracht werden sollen. Chausseen, Ansicht, waͤhrend Herr darauf antrug, daß das betr maͤßigt werde. utigen Sitzung wur usgaben fuͤr sentlichen Ersparnissen angenom Kammer 2,500,000 Fr. f Provinzen, und 350,000 Fr. Nachdem hierauf Herr
Staaten.
10 sgr. Planard, I. Eclair, 7 ½ sgr. D umanco- Un mari charmant, 7 ½ sgr. Scribe, ILa pass Racine, Phèdre. gamin de Paris, 10 sg. Abrantés, Mémoires s I. Restauration 2 vol. A- S. Bach, II Vivere. 1836. Jacob, La folle d'Ocleans. Soulié, Un été à Meudon. 2 vol. James, Marie de Bourgogne. Raymond, La Valise de Simon le Borgne. 1 M la littérature
Narie sind vorgestern Abend her zuruͤckgekehrt.
r Deputirten⸗Kammer das Budget des Han⸗— die Thierarznei⸗Schulen 560,000 Fr. die Kunst⸗ und Gewerbe⸗ ine ziemlich weitlaͤuftige De⸗ in welchem fuͤr die in— Der Graf
eben so ist der
kurzer Zeit Buchhandel hat,
maͤßige Pre sehr anzuerkennen Werk recht gut in der
nd neu erschienen:
hrbuch der Mechanik. „Besitzer, Maschinenbauer, Bauhandwerker und Di⸗ apitain Heinrich Kater
merraths G. Mahn liche, geographische, rische Werke, neuere au Naturlehre, Chemie,?
und Finanz⸗Wissen nd Staatswirthschaft, d Heraldik enthaͤlt,
d durch alle Buchhandlungen (durch welche sich dieserhalb an die Un⸗ so wie durch deren Brockhaus in Leipzig, zu
Mai 1836. ch Vieweg und Sohn.
el a gan Bayard, Le rathungen uͤber Spreec und der vom burger Thore nach der die Schiffer⸗
Ferner sir
Baumeister, Fabriken ie fuͤr Gewerbschulen, lettanten uͤberhaupt. Von C und Dionysius Lardner. 16 Tafeln Abbild. Gr. 8vo.
J. O. N. Rutter: Das Ganze der
nach ihrem jetzigen Anweisung, das Leuchtgas au bilischen und animalischen
ganze Staͤdte, und Wohnhaͤuser durch Ge erleuchten, und tragbare G nebst Beschreibung und Ab n Aoparate, nach ind Construction. Ne. Bemerkungen uͤber die Ga Nach dem
0,000 Fr. verlangt werden. sich naͤmlich daruͤber, daß in dies Kapitel worden wären, die gar nicht dahin ge⸗ oͤßtentheils die Anlegung und Instandhal⸗ auf das Kapitel fuͤr die Straßen⸗
straße genannt, süͤck, abgeschaͤtzt auf 32,756 Thlr. 13 folge der nebst Hypothekenschein und in der Registratur am 13. Augu
Kataloge sin E. S. Mittler), terzeichneten wenden
Commissionair, F. A.
Beäunschweig, den 9.
beschier, Histoire de 1 Thlr. 26 sgr.
De Latouche, France et Marie. 2 vol. 6 Ug- Bulwer. Rienzi, the last of the tribuns. Schlesingersche Buch- u. Musikhande
in Berlin, unter den Linden No. à4.
Preis 1 Thlr. 15 sgr.
einzusehenden Taxe, 1 st 1836, Vorm. um 190 Uhr, n ordentlicher Gerichtsstelle subhastirt werden.
Gasbeleuchtung,
Oder praktische s mineralischen, vegeta⸗ Stoffen zu gewinnen, einzelne Fabrikgebaͤude ithafteste zu
Legrand,
Standpunkte.
und zugleich effende Kapital um 500,000 Fr. er⸗ jedoch verworfen. — den die Berathungen fortgesetzt, die innere Schifffahrt mit einigen unwe⸗ bewilligte die straßen in den westlichen zur Vollendung verschiedener Leucht⸗ Herr Baude den Kommissions⸗Be⸗ Budget des Kriegs⸗Ministeriums auf das Buͤreau Berathungen
NRothwendiger Verkauf Berlin, den 30 Mäaͤrz 1836 straße Nr. 6 belegene Grundstuͤck ick, gebornen Sommerfeld, tarirt
Stadtgericht Das in der A r Wittwe Wern 5b 5184 Thlr. 21 sgr. 9 pf, soll am 18. November 1836, Vorm. an der Gerichtsstelle subhastirt werden. ekenschein sind in der Erben des eingetrage
Die Auszehrung heilbar! Dieser Vorschlag wurde altend die Mittel, wodurch Natur und si die Heilung der Schwindsucht bewirken. Rebst Vorschriften fuͤr alle Diejenigen, welche erblicher Anlage oder wegen kn eitszustandes am haͤufigsten unn worfen sind. Von Dr. Ramadge, Oberarzt des Londoner Hospitais fuͤr Schwindsuͤch Nach der zweiten Original⸗Ausgabe bearbein Schulze. 8vo. Geh. Pr. 129 amadge sagt: „D lche man bisher fuͤr unhet oͤglich; das Mittel zur Heilung dh harmazeutischen Arkanum, sonden einem einfachen, mechanischen, uͤberall Was bis jetzt dunkel war, ist nun
t Recht das groͤßte Aufse E. S. Mittler in Berlin (El
Literarische Anzeigen. für Bade⸗Reisen Linden Nr. 19
J A. E. w, ausführliche Beschreibung Kissingen und ihrer Wir-
die Kissingen der en, ein unentbehrlicher Rathgeber, Ort selbst, als uͤber die ver⸗ sowohl beim Baden als beim Aufschluß und Belehrung giebt. noch erschienen:
med. Darstellung der be- sichsten Länder
so wie auch Gas aufs vorthe aslampen zu verfertigen ildungen aller hierzu er⸗ ihrer zweckmaͤßigsten Ein⸗
RNebst einem Anhange, sproduction und Englischen Mit 10 Tafeln Abbil⸗ Preis 1 Thlr. 25 sgr.
Bei Ferd. Duͤmmler, ,ist zu er⸗ Siebold, der Heilquellen zu kungen eic. Dieses Werk Kur wegen besuch der sowohl uͤber den schiedenen Heilquell Trinken gehoͤrigen Auff Ferner sind bei mir Osann, Dr. E., kannten Heilq
Krankheit wegen haften Gesundh
forderliche richtung 1 enthaltend Gasbeleuchtung. t Zusaͤtzen verm
Registratur ernzusehen. igenen Glaͤubigers, Holz⸗ Inspectors Ferdinand Fabian von Plachetzky, werden hierzu bffentlich vorgeladen.
1 Thlr. 20 sgr.⸗ ist allen denen,
richt uͤber das des Praͤsidenten niedergelegt hatte, begannen die über die Ausgaben des Justiz⸗Ministeriums. Herr Bou⸗ Deputirter des Departements des Lot, als zuerst Kargheit, womit die meinte er, wenn sie kein ei—
dousquié, eingeschriebener Redner, klagte uͤber die Justiz⸗Beamten besoldet wuͤrden. 1„waren so schlecht bezahlt, daß es ihnen, ggenes Vermoͤgen besaͤßen,
Quedlinburg, bei G. Bas Der beruͤhmte R einer Krankheit, we
Oeffentliche Vorladung. Jabre 1812 mit nach Rußland marschirte, mene Johann Georg t seitdem nichts wie⸗ Dessen noch lebende hat daher um
Stüdte-Pfäanc. No. 60 der Series ok Maps enthält: Pläne von Genua und Furin, einzeln àν §6 sgr.
A. Asher, Linden No.
aber nicht wieder zuruͤckgekom
Goittlieb Gernert von hier ha Letztere“ sich hoͤren lassen. Schwester Friederike Gernert allbier dessen öffentliche Vorladung gebeten, weshalb solcher
hiermit bis 11
len der vorzüg Ir Bd. 2 Thlr. 2r Bd aiser Franzensbad bei hysik. chem. sdorff. 2te Auf⸗
in keinem p
8 Aeußerung Versammlung, und meh⸗
— die Mineralquellen zu K Eger hist. mediz. d untersucht von Dr. Tromm
1 Thlr. 15 sgr.
Verfahren. fentlich hell geworden!“ hrift macht mi
regte ein gewaltiges Murren in der rere Deputirte verlangten, daß der Redner seine Phrase wieder⸗ Herr Boudousquié that dies ohne Scheu und fuͤgte hinzu, daß die Richter gar oft ihr Amt niederlegten, um Advokaten oder Sachwalter zu werden, da diese Stellen eintraͤglicher wäͤ⸗ ren. Er erhob sich uͤberhaupt gegen die gegenwaͤrtige Organi⸗ sation des Justizwesens, in welcher er eine Art von militairi⸗ lickte, die einer guten Verwaltung der Ju— Der Großsiegelbewahrer trat zur Wi⸗ „Es giebt Worte“, sagte
estellt und b 8 ü f Leben Jesu.
Ueber Strauß h d bei Unterzeichnetem in
So eben ist erschienen un Kommission zu haben: Philalethes. in Beziehung von Strauß. Broschirt.
Oktober 8G d, um bei unterzeichnet d sein weniges zuruͤckgelassenes Ver⸗ Empfang zu nehmen, außerdem solches Schwester uͤberlassen werden wird. , den 10. Mai 1836. reis⸗ und Stadtgericht das. C. F. Bartenstein.
81 er Behoͤrde sich Se u haben be
vorgeladen wir bahn Nr. 3).
Das neueste, wichtigste Werk uͤber Chausseebau. auf das erschienen und
Berlin bei E. S
oͤnigl. Preuß Baumeisters) theoretisch⸗praktisches Handbuch des Chausseebaues und Anleitung zur Veranschlagung desselben. Tafeln Abbildungen. Gr. 8vo. Preis 2 Thlr. 25 sgr. mannichfachen Chausseebauten er liefert hier ein s Werk, das nicht sseebau theoretisch esondere auch dem prakti⸗ uͤhrer und Rathgeber ie Anweisungen zur sind hoͤchst gruͤnd⸗ Grundsaͤtzen gear⸗ Gegenden gleiche Verfasser hat keine saubere Risse und möglich zu er⸗
Zwei Gespraͤche Leben Jesu
3 ½ Bogen 8vo. Leipzig, im April 1836.
s eh; So eben erschien bei G. Fincke in Berlin:
riß von aͤlteren und uh Pracht⸗ und Kupferwer Manuscripten ꝛc. in issens u. d. K
Abtheil. J.
Bei G. Basse ist er handlungen zu haben, in ler, Stechbahn Nr. 3: Wedeke s (K
Hildburghausen Herzogl. S. K
Neues Verzeich: ren Buͤchern, Incunabe Zweigen d. W Sprachen. Dies Verzeichniß d an Inhalt seyn, gewiß findern meinen so n.
scher Hierarchie erb stiz Eintrag thue. dellegung des vorigen Redners auf. er, „die ein Justiz⸗Minister nicht ungeruͤgt hingehen las⸗ sen darf. Ohne Zweifel ist unser Justizwesen, eben so gut wie jeder andere Verwaltungszweig, noch mannigfacher Verbesserun⸗ Lassen Sie uns aber vor Allem nicht vergessen, ben bloß darauf ankommen muß, zu ver⸗ besseen und nicht zu zerstoͤren; lassen Sie uns nicht vergessen, Nagistratur alle unsere Revolutionen uͤber⸗ standen hat, ohne ihre Anspruͤche auf die Achtung der Voͤlker zu krsier auch wir darauf bedacht seyn, ihr diese Achtung, die ihr schoͤnstes Erbtheil ist, nicht zu schmaͤlern.“ ach diesem Eingange erklaͤrte Herr Sauzet, wie er allerdings der persoͤnlichen Meinung sey, daß die Gehalte der Justiz⸗ eamten nicht mit den Muͤhseligkeiten und der Wichtigkeit ihrer isse im Verhaͤltniß ständen. . .— eneral⸗Budgets⸗Kommission hielt vorgestern noch eine veistandige Sitzung, um die Ansichten des z m d Mitte der Kommission geladenen Marschalls Clauzel uͤber Algiersche Frage entgegen zu nehmen. Es handelte sich na⸗ ob der Effektiv⸗Bestand des dortigen Armee⸗ Nann zu belassen oder um 3600 Mann zu
llen Buchbandlungen ist zu erhalten: bert von Chamissos
ir bis 3r Band. 1“ Gr. 12mo. Velinp. In Ranschlus geh. Mit Kpfrn.
ke in Folio fuͤr uͤefte seit 20 Jahren das ri lches in Deutschland ersce ber in keinem fruͤ iedrig gestellte Preise.
Bekanntmachung Bei der gegenwaͤrtigen, zum G Zeit finden wir uns veranlaßt: uns allen denjenigen, welche gesonnen seyn moͤchten,
Landgüͤter und den angraͤnzenden Provinzen zu pachten oder 1 Besitzungen einzutauschen, zur Nachweisung sehr schoͤner eintraͤglicher und preiswuͤrdiger Guͤt glicher Groͤße nur in der Naͤhe von Breslau und in dem enden Gebirge, sondern auch in allen andern Gegenden Ober⸗ und Nieder⸗ raͤnzenden Provinzen, ahlungs⸗Modalitaͤten zu
Ankauf so Werke.
geeigneten 16 großen
Der durch seine m. H., daß es uns e
ruͤhmlichst bekannte rein aus der Erfahrung ge nur demjenigen, studiren will, sondern insb schen Baumeister al wahrhaft zu empfe Anfertigung der Ko lich, umsichtig und na beitet, die in ganz verschiedenen Anwendung finden. Muͤhe gescheut, andere Abbildungen laͤutern, denn die mag nicht e Der Herr Ober⸗B chinkel, diese hohe Werk in einem Schrei derm: „Sie haben diesen in u Theil des Bauwesens au Weise behandelt, im res Verdienst um denselben erwo 8 erkenne ich dies um so mehr a welche Schw
Schlesien
Hern sehsses Cheil; Tagebuch. er des Verfassers Leben, Bildniß als Titelk
je Welt. 2r Theil:
J h
Ir Band: Reise um die W Mit Nachrichten uͤb und seinem Reise um d gen und Ansichten. eines dem Verfasser bornen der Suͤdsee⸗In zr Band: Gedichte.
Der Ate Band, enthaltend Gedichte — Adelbert's Fabel — mit radirten Blaͤttern von Herrn ter in Duͤsseldorf, ist im Dru det, kann aber, da die sind, erst in
Der Prei
In der Buchhandlunz von Carl Curths in die Franzoͤsische M No. 47, ist so eben erschienen;
Lehrbuch der reinen Französischen Aussprac mit besonderer Berücksichtigung des - sodischen Accents und einem Anh ang praktischer Uebungen, von C. A. Nobiling,
Lehrer qer Französischen, Englischen, Ita schen Sprache und Literatur. Preis 12 ½ sgr.
welchen an einer reinen achen wir
aanzukaufen, der den Chau
gegen andere ““ lin, Jägerstrasse — Hiernach wollen
s treuer F
sten⸗Anschlaͤge ch solchen
befreundeten Einge⸗ seln und 1 Karte.
Der Herr den Terxt durch so vollstaͤndig als beste Erklaͤrung durch Worte ver⸗ ine bildliche Darstellung zu au⸗Direktor und Auctoritaͤt, sagt uͤber dieses ben an den Verf. unter An⸗ nsern Tagen so wi f eine so vollstaͤnd daß Sie sich ein wa rben haben. n, als ich aus ierigkeiten bei chitektonischen Werkes ent⸗ neine Verwunderung unen, wie es Ihnen nge guter Platten in
Peter Schlemihl, Adolf Schroed ck ebenfalls vollen⸗ Kupfer noch nicht ganz fertig sgegeben werden⸗
B ande betraͤgt
fruchtbaren Schlesiens und der an unter den annehmbarsten empfehlen.
Durch reelle, Vertrauen
und Spani s zu diesem Behuf in
solide und billige Bedienung das in zu rechtfertigen, wird jeder⸗ ichtschnur unserer Handlungsweise, das g Bestrebens seyn. 8 Auskunft und Abschrift der An⸗ schlaͤge wird von uns kostenfrei ertheilt.
im Mai 1836.
Anfrage⸗ und Adreß⸗Buͤreau und Residenzstadt Bresla alten Rathhause. vehs
Büͤcher⸗Auction in Braunsch Am 11. Juli d. die ausgezeichnete
Alle diejenigen, züsischen Aussprache liegt, m ineds unserer bekanntesten J. indem selbi
einigen Wochen au s fuͤr alle vier 4 ½ Thaler. Weidmannsche Buchh Vorraͤthig bei Ferd. D
d Professor — mentlich darum,
orys auf 22,900 N Frnüigean sey.
ommission fuͤr die letztere Ansicht. et des Kriegs⸗M prache kommen. estern wurde hier in ivil⸗Liste ein se 3 ens 4000 Personen zugegen, un finnahme auf 60,000 Fr., die, na chten Pensionairs
Werkchen e neuern Sprachen aulmerksam, enaue Erörterung der Vocale, eine häufige Nebeneinande tigen und feblerhalten Ausspraoche, über den Ton-Accent und licher Art durch Gründlie hlt. Die im Anhange enthaltene k Französischer Gedichte wird gewils eine willkommene Zugabe seyn.
Ziel unseres
gewuͤnschte dlung in Leipzig.
ler in Berlin. Der Marschall erklaͤrte sich fuͤr die erstere, die
Bei den Berathungen uͤber inisteriums wird diese Frage ausfuͤhr⸗
durch eine
eine Abhan
und genuͤgende Französische Neuigkeiten.
Répertoire du théatre français à Berlin. No. 153 — 160. Delavigne, Don Juan
Brozier et Melesville, Scribe, Une chaumiè
. 8 andi- nkeit und Volletin Tivoli zum Besten der Pensionairs hr glaͤnzendes Fest gegeben. d man berechnet die ch Abzug der Kosten, unter
werden sollen.
der Haupt⸗
seigener Erfahrung weiß, sdder Herausgabe eines ar gegentreten, daruͤber nicht zuruͤckhalten ko gelungen ist, eine solche Me
d'Autriche. Catherine, et son coeur,
ich havbe ren wenigst
Tagen soll
d den fol üc 5 storbenen Kam⸗
liothek des ver
Ueber den nunmehr beendigten Diebes⸗Prozeß vor dem hiesigen Assisenhofe ist noch zu bemerken, daß außer Leblanc noch sechs andere der fuͤr schuldig Befundenen, worunter eine Frau, zu zwanzigjaͤhriger Zwangsarbeit und zur Ausstellung am Pran⸗ ger verurtheilt worden sind. Die Uebrigen wurden resp. zu 15⸗, 10⸗ und Fjaͤhriger Zwangsarbeit, so wie zu 10⸗, 8⸗, 6⸗ und 5jaͤh⸗ riger Zuchthausstrafe, ohne Ausstellung am Pranger, endlich zu 5jaͤhriger Gefaͤngnißstrafe verurtheilt. Saͤmmtliche Verurtheilte waren angeklagt und sind uͤberwiesen, in den Jahren 1832, 1833 und 1834 an einer zahlreichen Menge von Diebstaͤhlen, die in der Hauptstadt ausgeuͤbt worden, Theil genommen zu ha⸗ ben, und zwar groͤßtentheils in der Nacht, in bewohnten Haͤu— sern, mit falschen Schluͤsseln, oder mittelst Einbruchs, also unter erschwerenden Umstaͤnden.
Durch eine telegraphische Depesche, datirt aus Bayonne vom 19ten, ist hier die Nachricht eingegangen, daß, nachdem die verwittwete Koͤnigin von Spanien sich geweigert, in die Entlassung der Generale Quesada, Espeleta und San Roman, die in Madrid kommandiren, zu willigen, das gesammte Mini⸗ sterium seine Entlassung eingereicht hat. Diese ist von der Koͤ⸗ nigin angenommen worden, und am 15ten haben Ihre Majestaͤt den Herrn Isturiz mit der Zusammensetzung eines neuen Mi—⸗ nisteriums beauftragt. S “ Abdankung der Spanischen Minister veranlaßt ein hie⸗ siges Oppositionsblatt zu folgenden Bemerkungen: „Es moͤchte schwer seyn, schon jetzt die eigentlichen Motive zu ergruͤnden, welche den Sturz des Herrn Mendizabal, den man noch kuͤrz⸗ lich in seinem Amte fuͤr durchaus befestigt hielt, herbeigefuͤhrt haben. Indessen ist es jedenfalls bemerkenswerth, daß, bloß um sich die Generale Auesada, Espeleta und San⸗Roman zu erhal⸗ ten, Marie Christine Herrn Mendizabal geopfert hat. Jene drei Befehlshaber repraͤsentiren das juste-milieu und waren schon laͤngst unter der Hand bemuͤht, die Torenosche Partei wie⸗ der ans Ruder zu bringen. Aus demselben Grunde aber auch wollte Herr Mendizabal sie entlassen und ihre Posten anderwei⸗ tig besetzen. Herr Isturiz, der von dem Grafen von Rayne⸗ val unterstuͤtzt wird, soll jetzt ein neues Ministerium bilden. Er gehoͤrte fruͤher der exaltirten Oppositions⸗Partei an, und war ein Freund Mendizabal's. Seit er sich aber mit diesem Mini⸗ ster uͤberworfen und sich sogar mit ihm duellirt hat, ist er zur To⸗ renoschen Partei uͤbergetreten. Man kann hiernach seinen Ein⸗ tritt in das Ministerium als eine Ruͤckkehr der Spanischen Re⸗ gierung zu gemaͤßigteren Ansichten betrachten. “ liegt indessen noch nicht fern, wo Herr de las Navas die Regierung gewissermaßen im Schach hielt und ihr die Provinzial⸗Junten aufdringen wollte. Es fragt sich jetzt, ob Herr Isturiz mit hin⸗ reichender Energie wird auftreten koͤnnen, um jener revolutionai⸗ ren Tendenz die Spitze zu bieten.“
Auf die Nachricht von der Abdankung der Spanischen Mi⸗ nister sind die aktive und die passive Rente heute wieder um
½ pCt. zuruͤckgegangen. 8
Großbritanien und Irland.
Parlaments⸗Verhandlungen. haus. Sitzung vom 18. Mai. (Nachtrag.) Der Marquis von Lansdowne zeigte an, daß sein edler Freund, der erste Lord des Schatzes, am Dienstage nach den Pfingstferien auf die zweite Lesung der auf das Bisthum Dur⸗ S bezuͤglichen Bill antragen werde, worauf der Marquis von Londonderry ankuͤndigte, daß er dann amendementsweise die Ernennung einer Kommission vorschlagen werde, welche die eigenthuͤmlichen Verhaͤltnisse von Durham und die Angemessen⸗ heit der Veraͤußerung irgend eines Theils des jetzt dem Kapi⸗ tel, Dechanten und Bischof von Durham gehoͤrigen Eigenthums oder der Verfuͤgung daruͤber zu anderen Zwecken, ehe noch fuͤr die Beduͤrfnisse der Kirche in der ganzen Grafschaft Dur⸗
ham und fuͤr die Universitaͤt Durham gehoͤrig gesorgt sey, untersuchen und pruͤfen solle. Hierauf folgte die De⸗ batte uͤber die dritte Lesung der Irlaͤndischen Munizipal⸗
Reform⸗Bill und uͤber die von dem Herzoge von Richmond von neuem beantragten Amendements zu derselben. Der Marquis von Lansdowne machte namentlich auch darauf aufmerksam, daß der Titel der Bill jetzt zu ihrem Inhalt nicht mehr passe, und daß die Einleitungsworte, wonach es eine Bill zur Regu⸗ lirung der Munizipal⸗Corporationen seyn sollte, ganz unnoͤthig und uͤberfluͤssig waͤren, da es vielmehr eine Bill zur Abschaffung der Irlaͤndischen Corporationen und zu alleiniger Inkorporirung der Irlaͤndischen Regierung an deren Stelle sey. Uebrigens sah er selbst durch die Bill in ihrer jetzigen Gestalt schon einen wichtigen Zweck erreicht, da Ihre Herrlichkeiten durch die Ab⸗ schaffung der bisherigen Corporationen doch wenigstens denjeni⸗ gen, die sich der Untersuchung widersetzt, welche zu dieser Maß⸗ regel gefuͤhrt, eine gebuͤhrende Antwort ertheilt haͤtten. Ueber die jetzige Gestalt der Bill bemerkte er, daß die Einleitung und 66 Klauseln der urspruͤnglichen Maßregel von der Opposition veraͤndert, daß 27 neue Klauseln eingeschaltet worden und daß sonach von den im Unterhause angenommenen Klauseln nur 8 unveraͤndert geblieben seyen; daher koͤnne er die Maßregel jetzt wohl mit Recht eine Bill des edlen und gelehrten Lords (Lynd⸗ hurst) und seiner Freunde nennen. Seinem Protest gegen die Bill schloß sich der Marquis von Clanricarde an, indem er die Maßregel eine Schmach fuͤr das Irlaͤndische Volk und eine Beleidigung fuͤr das Unterhaus nannte, vollkommen dazu geeig⸗ net, die Zwecke der Union zu vernichten und zu einer gewaltsa⸗ men Trennung zwischen Großbritanien und Irland zu fuͤhren. Mit dieser Erklaͤrung glaubte er sich begnuͤgen zu koͤnnen, da er sich versichert hielt, daß das Unterhaus die Bill ohne Weiteres verwerfen wuͤrde. Der Graf von Haddington meinte hierauf, wenn ein Fremder waͤhrend der Rede des edlen Marquis in das Haus getreten waͤre, so haͤtte er glauben muͤssen, Ihre Herrlich⸗ keiten wollten das Irlaͤndische Volk eines großen Theils seiner lange bestehenden geschaͤtzten Freiheiten berauben, waͤhrend sie doch in der That nur die Abschaffung von Corporationen ge⸗ nehmigt haͤtten, gegen die das Irlaͤndische Volk, so viel er ö 11“¹nn I11I1I
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(Verein verwandeln.
dessen Gefuͤhle und Wuͤnsche kenne, sich ganz gleichguͤltig ver⸗
halte, uͤber die man sich lange beschwert gr e bis fas bei jeder Gelegenheit als einen Schaden und als ein Werkzeug zur Verfolgung geschildert 81n was Ihre Herrlichkeiten verweigert haͤtten, sey nur der Aufbau eines neuen und noch schlechteren Systems auf den Truͤmmern der alten Mißbraͤuche. In den groͤße⸗ ren Staͤdten aber, meinte der Redner, auf den Vorschlag des Herzogs von Richmond hindeutend, koͤnne man solche Mittel zur Aufre⸗ gung des Volks noch viel weniger gestatten, als in minder be⸗ voͤlkerten Orten, denn dort wuͤrden sie noch viel verderblicher seyn, und wollte man etwa der Stadt Dublin allein eine Cor⸗ poration lassen, so wuͤrde dieselbe sich in einen stehenden, fest begruͤndeten, gesetzlich bestaͤtigten und perpetuellen katholischen rei- 1 (Beifall von der Opposition.) „Gott weiß“, so schloß der Graf (ehemaliger Lord⸗Lieutenant von Ir⸗ land) seine Rede, „daß Niemand sich gluͤcklicher fuͤhlen wuͤrde, als ich, wenn wir einst die schoͤne Zeit religioͤser Eintracht in Irland erscheinen saͤhen und wenn Ew. Herrlichkeiten eine solche Maßregel, wie sie jetzt von Ihnen verlangt wird, genehmigen koͤnnten, aber ich zweifle sehr, ob dann das Irlaͤndi⸗ sche Volk nach Munizipal⸗Corporationen noch Verlangen tragen wuͤrde.“ Lord Gort behauptete, als Irlaͤndischer Gutsbesitzer, den Zustand jenes Landes genau zu kennen, und versicherte, daß man dort, wenn eine neue Munizipal⸗Verfassung eingefuͤhrt wuͤrde, nicht eher ruhen werde, bis die protestantische Religion unterdruͤckt waͤre; er fuͤgte hinzu, daß er in die Ab⸗ schaffung der bestehenden Corporationen nur gewilligt habe, weil er leider keine andere Alternative vor sich gesehen, als entweder die Bill, so wie sie aus dem Unterhause eingebracht, oder so
wie sie von Lord Lyndhurst amendirt worden, anzunehmen; er
habe daher das Letztere gewaͤhlt, so ungerecht ihm auch das Ver⸗ fahren gegen die alten Corporationen erscheine. Lord Alvan⸗ ley fand es wenigstens fuͤr jetzt unmoͤglich, die Volkswahlen in Irland, die schon so viel Aufregung veranlaßten, noch zu ver⸗ mehren, wenn auch vielleicht inskuͤnftige einmal ein neues Mu⸗ nizipal⸗System in Irland eingefuͤhrt werden koͤnnte, sobald erst voͤllige Ruͤhe dort eingekehrt sey; diese Moͤglichkeit, meinte er, bleibe ja immer noch, da die jetzige Bill, die saͤmmtliche bestehende Rechte und Freiheiten abschaffe, der Gesetzgebung, gleichsam wie ein leeres Blatt Papier, fuͤr die Zukunft freien Spielraum lasse. (Hoͤrt, hoͤrt) Ueberdies, fuͤgte er hinzu, wuͤrde ja die ministe⸗ rielle Bill dem Irlaͤndischen Volk wenig helfen, denn nicht ein einziger Armer werde dadurch Lebens⸗Unterhalt oder Arbeit er⸗ halten, wogegen, seltsam genug, eine hierauf berechnete Maßre⸗ el von dem Ministerium ganz vernachlaͤssigt werde. „Um den rlaͤndischen Volke zu nuͤtzen“, sagte der Redner schließlich „muͤßte in dem ganzen socialen System eine Aenderung vorge ⸗ nommen, die Verhaͤltnisse zwischen den hoͤheren und niederen Klassen muͤßten auf einen anderen Fuß gebracht, die katholischen Geistlichen aus den allgemeinen Huͤlfs⸗Auellen des Staats be soldet und durch ein strenges Gesetz verhindert werden, von dem Volke Gebuͤhren zu fordern oder anzunehmen; endlich muͤßte, als noth⸗ wendige Folge davon, das Kollegium zu Maynooth, diese eigentliche Normal⸗Aufruhr⸗Schule, reformirt oder ganz abgeschafft werden.“ Nachdem sodann die Bill ohne Abstimmung zum drittenma verlesen worden war, erhob sich der Herzog von Richmond um den Versuch zu machen, wenigstens fuͤr die größeren Staͤdte Irlands, Dublin, Belfast u. s. w., Munizipalitaͤten zu erlangen Er warf den Tory⸗Pairs vor, daß sie nur aus Besorgniß vor einem einzelnen Individuum (O'Connell) den von ihnen einge schlagenen Weg betreten haͤtten, und machte sie darauf aufmerk⸗ sam, daß nichts so sehr dazu beitragen koͤnne, dem Letzteren noch groͤßere Macht zur Durchsetzung seiner Plaͤne, namentlich auch der neuerdings von ihm in Bezug auf das Oberhaus ausgespro chenen Absichten, zu verleihen, als wenn das Volk von Irland dessen Beifall seine Kraft ausmache, dadurch, daß man demsel ben alles Interesse an seinen Lokal⸗ Angelegenheiten raube, ge waltsam nicht nur Herrn O'Connell, jedem Agitator welcher sich an die Spitze stellen wolle, in die Arme ge— worfen werde. Ueberdies finde das Prinzip, welches mar zur Vertheidigung der Aufhebung der Munizipalitaͤten auf⸗ 82 9
estellt habe, das Prinzip von der Gefaͤhrlichkeit des ahlrechts bei Besetzung der Munizipal⸗Beamtenstellen, wen es in die Haͤnde der aͤrmeren Haus Bewohner gegeben werde auf die großen Staͤdte in Irland gar keine Anwendung, da ir diesen, den Bestimmungen der ministeriellen Bill gemaͤß, nur die Zehnpfund⸗Miether wahlberechtigt seyn sollten. „Mylords“ sagte der Herzog unter Anderem, „ich weiß eben so gut wie di meisten von Ihnen, daß das Bestehen dieses Hauses zum Schutz der Rechte und Freiheiten des Volkes nothwendig ist, und ich werde seine Privilegien stets vertheidigen. Aber, Mylords, ich bin auch ein zu alter Soldat, um nicht zu wissen, daß, wenn eine Batterie gegen eine Partei eroͤffnet wird, eine starke Po sition von dieser Partei eingenommen werden muß, aus der sie dem Angriff mit Erfolg Widerstand leisten kann. (Großer Bei fall.) Nun, Mylords, bin ich nicht deshalb, weil ich einen gro ßen Theil des Volks diesem Hause feindlich gesinnt glaube, son dern bloß, weil man das Volk gegen dieses Haus aufzuregen versucht hat, der Meinung, daß wir vorsichtiger als jemals in unserem Verfahren seyn muͤssen; deshalb habe ich das Amende ment vorgeschlagen, ohne besondere politische oder Partei⸗Ruͤck sichten, denn ich stehe in diesem Hause mit gar keiner Parte in Verbindung.“ (Hoͤrt!) Das Amendement des Herzog von Richmond wurde von dem Marquis von Clanricarde und dem Marquis von Lansdowne unterstuͤtzt, welcher Letz⸗ tere sich schon deshalb dafuͤr erklaͤren zu muͤssen glaubte, wei dadurch wenigstens das Prinzip, daß Munizipalitaͤten, als ver mittelnde Corporationen zwischen der Regierung und dem Volke bestehen muͤßten, gerettet werden wuͤrde, und weil sich darin zu gleich ein Mittel zeige, das Unterhaus mit den Veraͤnderungen welche mit der Bill vorgenommen worden, auszusoͤhnen und zu gleich den Charakter und Ruf des Oberhauses in der oͤffentli chen Meinung zu heben; zugleich erklaͤrte er, daß der Herzos
von Richmond mit dem Ministerium uͤber diesen Vorschlag kein
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