Bekanntmachungen.
8 Edictal⸗Citation.
Der verdorbene Ostpreußische Pfandbrief Schoen⸗ berg, Mohrungenschen Landschafts⸗ Departements Nr. 16 über 600 Thlr., auf welchem jedoch weder die angegebene Rummer, noch die bezeichnete Summe, noch auch das Datum der Ausfertigung mehr kennt⸗ lich ist, der aber nach Ausweis der Hypotheken⸗Akten am 30. Dezember 1793 vollzogen und sub No. 28. Rubr. III. in das Hypothekenbuch von Schoenberg eingetragen und anscheinend sub No. 6 in das Land⸗ schafts⸗Register eingetragen worden ist, soll auf den Antrag des Kirchen⸗Kollegiums zu Schoenfließ amor⸗ tistrt werden. Es werden daher alle diejenigen, welche an den bezeichneten Pfandbrief, als Eigenthuͤmer oder deren Erben, Cessionarien oder sonst aus irgend einem andern Grunde, Anspruͤche zu haben vermeinen, auf⸗ gefordert, spaͤtestens in dem auf
den 17. Dezember 1836, Vorm. 11 uhr, vor dem Deputirten, Ober Landesgerichts⸗Rath Sieg fried, im Konferenz⸗Zimmer des Ober⸗Landesgerichts⸗ Gebaͤudes hierselbst anberaumten Termin entweder versoͤnlich oder durch legitimirte Mandatarien, wozu denselben die biesigen Justiz⸗Kommissärien John, Brandt, Koehler, Schmidt in Vorschlag gebracht werden, ihre Auspruͤche anzumelden und zu degruͤnden.
Sollte bis zu dem anstehenden Termine, oder in demselben sich Niemand, weder schriftlich noch sonst melden, so wird der gedachte Pfandbrief amortisirt und dem Kirchen⸗Kollegium zu Schoenfließ statt des⸗ selben ein anderer Pfandbrief ausgefertigt und ettra⸗ dirt werden.
Marienwerder, den d. Mai 1836. Koͤnigl. Ober⸗ Landesgericht.
1“
Rotbhwendiger Verkauf. Von dem Koͤnigl. Ober⸗Landesgerichte zu Stettin soll das Erbpacht⸗Vorwerk: Ziegelei⸗Vorwerk bei Fiddichow, im Greiffenhagenschen Kreise Hinter⸗Pommerns, ab⸗ geschatzt auf 10,201 Thlr. 10 gr à pf., zufolge der nebst Hypothekenschein und Kauf⸗Bedingungen in der Registratur einzusehenden Taxe, am zehnten September 1836, vörventlicher Gerichtsstelle subhastirt werden.
Die dem Kontrolleur Anton Kosson hierselbst ge⸗ hoͤrige Ziegelei und Ackerberg, auf 12,915 Thlr. 19 sgr 9 pf. abgeschätt, soll in nothwendiger Subbastation verkauft werden. Der Bietungs⸗Termin ist in un⸗ erm Gerichts Lokal auf
den 29. August c., Vormittags 10 Uhr, vor dem Herrn Justizrath Soenderop angesetzt Die Taxe, der neueste Hypothekenschein und die Kauf Bedingungen sind in unserer Registratur einzusehen.
Landsberg a. d. W. den 9. Februar 1836. Koͤnigl. Preuß. Land⸗ und Stadtgericht. b
8 Subhastations⸗Patent Das den Erben des Foͤrster Johann Wilbelm Maerker gehoͤrige zu Lotzen belegene, im Hypothe⸗ Erbpachtsprundstuͤck,
kenbuch sutz Nô. 6 verzeichnete 1 auf 3212 Thlr. 15 sgr. abgeschaͤtzt, soll in nothwen⸗ diger Subhastation verkauft werden. Der Bietungs⸗ Termin ist in unserm Gerichts⸗Lokal auf
den 15. Dezember 1836, Vorm 11 Ubr, vor dem Herrn Assessor Hirsekorn angesetzt. Die Tare, der neueste Hypothekenschein und die Kauf⸗ Bedingungen sind in unserer Registratur einzusehen
Landsberg a d. W., den 15. April 1836. 86 Koͤnigl. Preuß. Land⸗ und Stadtgericht.
—
Edietal⸗Citation.
Gegen nachbenannte, ihrem Aufenthalt nach, un⸗
bekannte Personen:
1) den Arbeitsmann Christian Koͤthe, Sohn des
*Schuhmacher Christian Koͤthe zu Schneidlingen, aus der Ehe mit einer gebornen Deichmuͤller,
2) die verehel. Wahnfried, Johanne Sophie, geb Schrader von bier;
2) den Baͤcker Heinrich Andreas Oelgart aus Sins⸗ leben, Sohn des Freisassen Johann David Chri⸗ stian Oelgart und der Marie Sophie Ebert;
ist der Antrag auf Todeserklaͤrung gemacht Sie und ihre unbekannten Erben und Erbnehmer werden hiermit vorgeladen, sich vor oder in dem im hiesigen Gerichtslokal Vauf den 14. October 1836, Vorm 11 Uhr, nberaumten Termine zu melden, widrigenfalls die Provokaten fuͤr todt erklaͤrt werden sollen. Aschersleben, den 9. October 1833. Koͤnigl. Preuß. Land⸗ und Stadtgericht
Bekanntmachung. Nothwendiger Verkauf. Stadtgericht zu Berlin, den 10. Mai 1836. Das hierselbst in der alten Jacobsstraße Nr. 65 elegene Grundstuͤck der Rathsmauermeister Johann Cark Friedrich Guͤtheschen Erben, taxirt zu 12,443 Thlr. 21 sgr. 3 pf., soll Schuldenhalber am 6. Januar 1837, Vormittags 11 Uhr, u der Gerichtsstelle subhastirt werden. Taxe und vpothekenschein sind in der Registratur einzusehen.
des Koͤnigs in dem Landtags⸗Abschiede vom 29. Juni 1835 wird in hiesiger Stadt alljaͤhrlich Wollmarkt stattfinden. Es ist naͤchst in diesem Jahre einen der zeit anzuberaumen, und als Markt⸗Termin sind die Tage vom 6.
handeltreibende Pub bei wir bemerken, 1 Bequemlichkeiten hier finden soll, welche es bei dem Wollmarkt⸗Verkehr an andern Orten anzutreffen ge⸗ wohnt ist.
eine besondere Gelegenheit zur leichteren Beschaffung der noͤthigen Geldmittel gegen ein maͤßiges Disconto durch Errichtung besonderer Geld⸗Comtoire hier am Orte dargeboten werde. 8
jenigen, welche an dem bisher unter stadtgerichtlicher Aufstcht verwalteten, nach der letzten Vormundschafts⸗ Rechnung in 626 Thlr. 11 gr 6 pf. gangb. Geld be⸗ stehenden Nachlasse Todtenscheine am 4. Juli 1829 zu Commeren Euskirchen des Koͤnigl. Coln verstorbenen, aus Bruͤheim im Herzogthum Gotha
hierdurch oͤffentlich und peremtorisch geladen,
naͤmlich Montag nach dem zweiten Advent⸗Sonntage, Vormittags 11 Uhr, in Person, resp. mit Vormuͤn⸗ dern oder durch gehoͤrig Bevollmaͤchtigte, an Stadt⸗
den und ihre Anspruͤche bei der Wohlthat der
meinschuldner Anspruͤche zu haben vermeinen, edic.
Wiedereinsetzung in den vorigen Stand, ter der Verwarnung, daß diejenigen, welche, im obi⸗
vorseyenden
.
fuͤr
Bekanntmachun g. 8ee, Nach der Allerhoͤchsten Bestimmung Sr. Majestaͤt
zwei Mal ein beschlossen worden, zu⸗ Markt in der Herbst⸗
bis 8. Oktober c. bestimmt worden.
Wir laden die Woll⸗Producenten sowohl wie das likum zu diesem Markte ein, wo— daß das Publikum alle diejenigen
Imgleichen wird auch dafuͤr gesorgt werden, daß
den 27. Maͤrz 1836. Der Magistrat.
Naumann.
Von dem hiesigen Stadtgerichte werden alle Die⸗
des nach dem 1g. 1 m Kreise reuß. Regierungs⸗Bezirks
ebuͤrtigen Schauspielers Friedrich Karl Sardam, Erb⸗ schafts⸗ oder sonstige Anspruͤche zu machen haben, 1836,
den 5. Dezember
gerichtsstelle zu erscheinen, sich gebuͤhrend anzumel⸗ Verlust derselben, so wie Wiedereinsetzung in den vorigen Stand, gehdrig anzugeben und zu bescheinigen, darauf aber weiterer Perin ne zu gewarten. Gotha, den 17. Mai 1836 . Das Stadtgericht daselbst.
1 Ediectal⸗Citation.
Rachdem der hiesige Buͤrger und Kaufmann, Frie⸗ drich August Fritzsche, seine Jasolvenz angezeigt hat, und in dem zu dessen Vermoͤgen entstandenen Cre⸗
ditwesen
1 der 27. Juni 1836, zum Liquidations⸗Termine anberaumt worden ist, so werden alle diejenigen, welche an den genannten Ge⸗
taliter und peremtorie, nicht minder bei Verlust der endlich un⸗ gen Termine nicht erscheinen oder nicht gehoͤrig li⸗ quidiren, pro praeelusis, sowie die, welche ob sie dem ergleiche beitreten wollen, nicht oder nicht deutlich sich erklaͤren, pro consentientibus ge⸗ achtet werden sollen, geladen, daß sie entweder in Person oder durch hinlaͤnglich und von Auslaͤndern mittelst gerichtlicher Vollmacht zu legitimirende, so⸗ wohl zum Vergleich gleichen auswaͤrtige Glaͤubiger zur Annahme kuͤnf⸗ tiger Zufertigungen unter der Jurisdiction der Stadt Leipzig unbedingt und bei 5 Thlr. Strafe zu bestellen haben, gedachten Tages fruͤh um 11 Uhr auf hiesi⸗ gem Rathhause in der Richterstube erscheinen, mit dem Curalore Litis, welcher ebenfalls zu erscheinen bedeutet wird, die Guͤte pflegen und, wo moͤglich, einen Aecord treffen, in dessen Entstehung binnen 6 Tazen, vom Termine an gerechnet, ihre Forderungen unter Beibringung des erforderlichen Beweises, Pro⸗ duction der darauf Bezug habenden Urkunden, auch Deducirung der Prioritaͤt, gebuͤhrend liquidiren, der Curator Litis binnen anderweiten 6 Tagen auf das Vorbringen der Glaͤubiger sub pocna confissi et convieti sich einlassen und antworten, auch die pro⸗ dueirten Ürkunden sub poena recogniti recognosciren, die Glaͤubiger mit dem Curatore Litis, sowie der Prioritaͤt halber unter sich, von 6 zu 6 Tagen bis “ rechtlich verfahren, sodann beschließen un
22 9
den 22. August 18360, der Inrotulation der Akten, nicht weniger 8 den 5. September 18365ä, der Eroͤffnung eines Praͤclusiv⸗Bescheides, womit Mittags 12 Uhr in contumaciam der Nichterschei⸗ nenden verfahren werden wird, sich gewaͤrtigen sollen. Leipzig, den 11. Januar 1836. Das Stadtgericht zu Leipzig. Winter, Stadtrichter, R. d K. S. C. V. O. Meschke, G.⸗Schrer.
Dampf⸗Packet⸗Fahrt zwischen St. Petersburg und Luͤbeck.
Die Fahrt der drei ßen Dampfschiffe: Alexandra, Capitain J. C. Diets, Nicolay l., Capitain N. W. Stahl, und Naslednik, Capitain G. D. Boß, beginnt in diesem Jahre am
iesigen Buͤrgers und Tisch⸗
Auf den Antrag des h Auf de trag Eickelberg werden alle die⸗
lermeisters Friedrich Otto Eich zenigen, welche an das von ihm gekaufte in der Bruͤggstraße euh⸗ No. 9 belegene, bisher dem Kaufmann Zarncke zugehoͤrig gewesene Wohnhaus c. p. aus irgend einem rechtlichen Grunde Forderungen
und Anspruͤche zu haben vermeinen, hierdurch gela⸗ der auf
den, solche in einem den 17ten und 31st Morgens 10 Uhr, vor dem nachzuweisen, bei Strafe, daß sie son termino den 28sten ejusd. Erkenntniß damit fuͤr immer werden ausgeschlossen
und abgewiesen werden Dalum Greifswald, den 2. Mai 1836. Direktor und Assessores des St (L. 8.) D
r. Hoefer.
„hierselbst Die Preise der Passage und die Fracht fuͤr Con⸗
en d. M. und 14ten k. M., Stadtgerichte anberaum⸗
Kiquidations⸗Termine gehoͤrig anzumelden und vachzurwetser baß sie durch die in
zu publicirende Praͤklusiv⸗
adtgerichts.
Sonnabend den 14 Mai und endigt am Sonnabend den 29. Oktober. — Jeden Sonnabend geht ein Schiff von jedem der beiden Plaͤtze ab. tanten und Guͤter sind gen Jahre. . Die Ein⸗ und Ausschiffung geschieht in Cronstadt und Travemuͤnde. — Die Adfahrt von Travemuͤnde findet um 3 Uhr Nachmittags statt.
die naͤmlichen wie im vori⸗
der Dampfschifffahrts⸗Gesellschaft.
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ir B äͤchtigt 2— Winstruirte Bevollmaͤchtigte, der Spob r. L., Grande Polonaise Pour le Viol Pianoforte. Walch, J. II., Pièces d'llarmonie pour musicjue militaire.
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2 Thlr. 22 ¼ sgr.
22
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nestre. Op. le méême avec Pianoforte.
Op. 11. 25 sgr. Concertino pour le Violon-
2 Tlrlr. 10 sgr. sgr. accompagne- 1 ilc. 25 sgr. on avec
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le même avec Pianoforte
le même avec Piauoforte. 1
Am.
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0p. 40.
ivr. 22. Phlr. 25 sgr.
Livr. 22 2. Thlr. 25 sr.]1 Für Pianoforte mit Begleituns. Venez dans la Prairie. Troisième
ur la chanson- 0. 15 Sgr. Trois Sonates puur le Piano- B. GC. Dm. Op 23. No. 1 — 3
à 1 Thlr. 5 sgr.
22 ¾ sgr Rondo alla Polacca sur un moltif d'une chanson accompagneme nt D. Op. 17. 1 25 sgr. Varialions de bravoure sur une Romance mili-
Trio pour le Piano- Fm. Op. 103. 2 Thlr. 5 sgr.
mherg. Cipriano, Concertino pour le Violon- elle avece accompag. de Pianoforte. G. Op. 1 25 sgr Fantaisie pour le Violoncelle avec accompagne
Op. 2. 20 sgr.
bjanoforte. issiger,
b). Op. 22.
C. G., Neuvième
22 ½ sgr.
de Pianoforte. Am. Op. 40. Für Pianobkorte ohne Begleitung.
rrenc, L., Les Allemandes. Deux Mélodies fa- vorites variées pour le Pianoforte. F. C. Op. 16. à 12 ⅛ sgr.
No. 1. Chanson autrichienne. No. 2 Air de Weigl.
Air Kusse varié pour le Pianoforte. Gm. Op. 17 15 sgr Ppremier Rondoletto pour le Lagoanère. D. 10 sgr nour le Venez dauns la Prairieé. Proisième Rondoleito vour le Pianoforte avec accompag. de Flule on Vio- le Dolive. C. 15 sgr. variées Pianolorte. L'Es- pagnole. L.'Ecossaise. La Sicilienne. La Russe. La Bohémienne. Op. 83. 1 Thlr. Deuxième Caprice pour le Pianoforle, sur la Romance favorite „la Folle d'Albert Grisar.“ D. Op 84. 27
La grand'mère.
Naples. Deuxième Rondolelto
pour le
2427 Sgr. Huit Bagatelles pour le Pianolorte, en forme de Rondeaux et Variations, sur des airs nalionaux et des thèmes favoris. G. B. F. Am. C. D. Es. A. Op. 85. No. 1— 8. 3 Thlr. 15 sgr. No. 1. La Bertère du Valais. No. 2. Coupleis du Chalet. No. 3. Thème d'Aline.
scher
₰ S k
Maasse.
Quedlinburg, bei G
taaten.
No. 6. Air favori d'Auber. No. 7. Air Ecossais. 8 No. 8. Valse de la Reine d'’
noforte. C. B. Op. 55.
Pianoforte. B. A. Op. 77.
Pempo di Minuetto. Tempo di di - alse.
As. Fm. Es. Op. 69.
Mayer, Chaͤrles, à St. Petersbourg, riations sur un thème de lo Fiancée de
vour le Pianoforte. E. Qp. 31.
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ien.
seiner minige ldeen über eine bei Hervorbringung um Verbindungen in der lebenden Natur' nicht beobachtete, mitwirbkende Kraft. Tyqdh Astronomische Epheme »feln, um aus der Ephemeride den Külgane Sonne für Orte zwischen 44n° und 55° nörch. Tafeln zu Destimmurz Höhen vermllelst des Barometers von J. Olha Palelu zur Verwandlung der Barometerscaler,
alse
Barometerhöhen auf 0° zu reduciren, sicht auf die Ausdehnung der Scale. Vergleichung der Thermometerscalen. Verbleichungen der französischen und engl Specifische Gewichte: a) kester 1 b) flüssiger Körper, c) gas- und dampfförmig por. Ausdehnung der K a) fester Körper, b) Hüssiger Körper, c) 62 Vergleichung des Kilogramms von Platina. w Etatsrath Schumacher aufbewahrt, mit dem- lichen Kilogramm der Archive.
örper durch die W.
8 sche Buchhand) Vorräthig bei F. Dümmler in Berlin.
Die Auszehrung heilbar! Enthaltend die Mittel, wodurch Natur uß die Heilung der Schwindsucht bewirk, Nebst Vorschriften fuͤr alle Diejenigen, weln Krankheit wegen erblicher Anlage oder wegeng haften Gesundheitszustandes am haͤufigsten s
Von Dr. Ramadge, Oberarzt des Londoner Hospitals fuͤr Schwindͤtc Nach der zweiten Original⸗Ausgabe bearbtit von Dr. Aug. Schulze. Basse. 8vo. Geh. Pr. 2 Der beruͤhmte Ramadge sagt: „Die H. einer Krankheit, welche man bisher fuͤr ung gehalten, ist moͤglich; das Mittel zur Heilung in keinem pharmazeutischen Arkanum, so 1 anwene , ist nul
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Diese Schrift macht mit Recht das groͤßte A- ittler in Berlin!
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Nr.
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enthaltend die zur Bekanntschaft mit diesem literarischen⸗ rischen und isagogischen Nachweisungen. gr. buch fuͤr angehende Leser des Cicero.
(Chr. Schirlitz. Gr. 8vo. .
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Hleterre. L. Hünten, François, Deux Rondeaux No. 1. 2. No. 1. Rondeau sur un thème de Carafa No. 2. Rondeau Calascionata Napolitana. Kir Allemand et Air Frangais, variés; 8. NG. 1. 8. Ksalliwoda, J. W., Trois Solos pour le 8 arcia. A. Es. HI Op. 68. No. 1— 3. Quatre grandes Valses pour le Pianolorte. 8
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„Einsam wandle ich so gerne““
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Amtliche Nachrichte
Fronik des Tages. 8
Des Koͤnigs Majestaͤt haben geruht, den fruͤher bei dem her⸗Landesgericht 8 Glogau angestellten Rath, jetzigen Land⸗ Stadtgerichts⸗Direktor und Kreis⸗Justizrath Tiala zu doöberg a. d. W., als Rath an das genannte Landes⸗Justiz⸗ bllegium zuruͤck zu versetzen.
e. Majestaͤt der Koͤnig haben den bisherigen Ober⸗Appel⸗ jonsgerichts⸗Assessor Reimann zum Land⸗ und Stadtgerichts⸗ dem Land⸗ und Stadtgerichte zu Fraustadt zu ernen⸗
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Hahteönigs Majestaͤt haben den Land⸗ und Stadtgerichts⸗ essor, vormaligen Friedensrichter Krzyzanowski, und den nd⸗ und Stadtgerichts⸗Assessor Solms beim Land⸗ und Stadt⸗ ichte zu Graͤtz zu Land⸗ und Stadtgerichts⸗Raͤthen zu er⸗ nen geruht.
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Im Bezirke der Koͤnigl. Regierung u Gumbinnen ist der bisherige Gymnasial⸗Lehrer Dr. znig zu Tilsit zum evangelischen Pfarrer in Kraupischken, eis Ragnit, ernannt worden; zu Koͤln ist der bisherige Vikar zu Nothberg, August auf ow zurm, zum Vikar zu Ober⸗Pleiß im Sieg⸗Kreise, und der herige Vikar zu Kuͤrten, H. Kirsch, zum Vikar in Overath vhthannt worden; 8 zu Muͤnster ist der Kurat⸗Geistliche Franz Leifert in Wel⸗ zum Pfarrer in Henrichenburg ernannt worden.
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Angekommen: Se. Excellenz der Kaiserl. Oesterreichische dmarschall⸗Lieutenant, Graf von Haugwitz, von Wien. Se. Excellenz der Kurfuͤrstlich Hessische Ober⸗Hofmeister, n Thuͤmmel, von Meiningen. Abgereist: Der Fuͤrst Ludwig zu Schoͤnaich⸗Ca⸗ eanth, nach Eger. Se. Excellenz der General⸗Lieutenant und Inspecteur der n heget ete. tpezesor, von Reiche, nach Posen.
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Zeitungs⸗Nachrichten. 1115 Fuzland. St. Petersburg, 25. Mai. Se. Maj. der Kaiser Zeben General⸗Lieutenant von Saß l. den Weißen Adler⸗Orden d dem Praͤsidenten des Wasaschen Hofgerichts, Adlerstjerna, Stanislaus⸗Orden erster Klasse verliehen. Der Civil⸗Gouverneur von Wladimir, Wirkliche Staats⸗ Paskewitsch, ist, seiner zerruͤtteten Gesundheit wegen, von en jetzigen Functionen entlassen und zum Rathe des Ministe⸗ ms des Innern ernannt worden. Der Hollaͤndische Schiffer Mellem, der bei einem heftigen urme neun Menschen von der Bemannung eines Finnlaͤndi⸗ en Kauffahrteischiffes vom Untergange rettete, hat eine goldene hcge mit der Aufschrift: „Fuͤr die Rettung Verungluͤckter“ alten. Ueber die Einrichtung der seit zwei Jahren hier bestehenden ig Anstalt fuͤr Kinder erfaͤhrt man Nachstehendes: „Zur Stif⸗ g der Anstalt gab die Fuͤrstin Schakowskoj Waͤsche und Bet⸗ her, an Werth 18,000 Rbl. Der Avpotheker Greffs verab⸗ gte saäͤmmtliche Arzeneien unentgeltlich. Der Kaufmann W. chukow schenkte zur inneren Einrichtung 10,000 Rbl. u. s. w. oberste Chef dieser Anstalt, deren Statuten am 3. August J. bestätigt wurden, ist der General⸗Adjutant Graf von Ben⸗ dorf, Die Verwaltung leitet ein aus 30 Mitgliedern beste⸗ (ndes Comité, an dessen Spitze sich der Senator Graf Apraxin er Kurator des Kalinkin⸗Hospitals) befindet. Außer dem Di⸗ tor (Staatsrath Friedeburg) sind noch 4 Aerzte, die im Staats⸗ nste stehen, bei der Anstalt beschaͤftigt. Der Erste (Dr. Max. ine) fuͤr die Abtheilung der maͤnnlichen Kranken des Hospi⸗ hgs Zweite (Dr. Herman) fuͤr die der weiblichen Kranken, b ritte (Stabsarzt Nasarewskij) fuͤr das Clinienm ambula- hen, und der Vierte (Dr. Salinger) fuͤr die Poly⸗Klinik, feißt fuͤr solche arme kranke Kinder, die, wegen Mangel Platz im Hospitale selbst nicht aufgenommen, zu zuse behandelt werden. Das Hospital nimmt Kinder vom ha löten Lebensjahre auf und enthaͤlt 60 Betten — 35 cten, und 25 fuͤr Maͤdchen — die nach den Krankheiten 66 hiedene recht geräumige, reinliche und helle Zimmer ab⸗ n ert sind. Was Kost, Bekleidung, Bedienung und die gen Beduͤrfnisse fuͤr kranke Kinder betrifft, so ist dies Alles nden hxenn Vorbilde der besten Hospitaͤler der Art auf das Zweck⸗ dse und, wie das in unserer Residenz kaum zu umgehen e Eleganteste eingerichtet. Die Aufnahme der Kran⸗ begccieht zu jeder Stunde des Tages und der Nacht; auch chs nes Angehorigen das Recht, zweimal woͤchentlich (Mitt⸗ de Ang e Nachmittags) die Kinder zu besuchen. 9,1 alt selbst befindet sich in einem recht zweckmaͤßig gele⸗ 86 einem Gaͤrtchen versehenen großen steinernen Hause, cich n ldmiralitaͤts⸗Stadttheile, an der Alartschin⸗Bruͤcke. rn Hän ersten Halbjahre brachte die Anstalt 854 kranken Kin⸗ n:; he. von denen 317 im Hospitale selbst verpflegt wur⸗ m vom 1. Oktober an wurde die Zahl der Betten ir selben um 40 1 1 Es sa 1 4 vermehrt. 1 1 8 Schafzucht sich hier eine Actien⸗Gesellschaft zur Foͤrderung der ufleunte cuͤdlichen Rußland gebildet. An der Spitze stehen nüsg e J. Kempe, L. Heise und F. Werner. Das Gruͤn⸗ 2
Die N Proriua
Ueobad- mil 1 Ppya sene Talel
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ang Ein Von ( 2500nkal betraͤgt eine halbe Million Rubel Bank⸗Ass., die ctien vertheilt werden sollen und noͤthigenfalls um
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verei wieder zur Sprache. Versammlung in wenigen Worten auseinander, was die Regie⸗
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Srsch. 8 Paris, 26. Mai. Der Koͤnig ist in der verflossenen Nacht um 12 Uhr von hier nach 12 e “ Der Gesetz⸗Entwurf uͤber den von dem Kriegs⸗Minister ver⸗ langten Zuschuß von 900,000 Fr. zu dem Pensions⸗Fonds seines Ministerims wurde noch in der gestrigen Sitzung der Patrs⸗ Kammer mit 93 gegen 2 Stimmen angenommen. Bevor die Versammlung sich trennte, berichtete noch der Baron von Fre⸗ ville uͤber eine Bittschrift von 39 Grund⸗Eigenthuͤmern im De⸗ partement des Indre, worin dieselben gegen den Gesetz⸗Entwurf uͤber die Besteurung des inlaͤndischen Zuckers remonstrirten. Die Eingabe wurde auf das Nachweis⸗Buͤreau niedergelegt.
In der Deputirten⸗Kammer wurden gestern (wie be⸗ reits erwaͤhnt) die Berathungen uͤber das Budget des See⸗Mi⸗ nisteriums, namentlich in Bezug auf die Kolonieen fortgesetzt. Bei den Debatten uͤber diesen Gegenstand kommt mit jedem Jahre auch die wichtige Frage uͤber die Abschaffung der Skla⸗ Der See⸗Minister setzte der
rung zur allmaͤligen Emancipation der Sklaven bereits gethan habe. „Eine der wohlthaͤtigsten Maßregeln“, sagte er, „welche beschlossen worden, besteht darin, daß den Sklaven in unseren Kolonieen Freistunden bewilligt werden sollen, in denen sie nach Gefallen Arbeiten verrichten koͤnnen, die ihnen bezahlt wer⸗ den. Durch diese Anordnung werden die Fleißigsten in den Stand gesetzt, sich die Mittel zu verschaffen, dereinst ihre Freiheit zu erkaufen. Noch eine andere Maßregel, die ebenfalls ihre Fruͤchte tragen wird, ist zu Gunsten der Sklaven getroffen worden: ich meine die Koͤnigliche Verordnung, wonach alle Sklaͤven-Kinder, die mit ihren Muͤttern nach Frankreich kommen, sofort die Freiheit erlangen sollen, ohne daß dieselbe ihnen jemals wieder geraubt werden kann, jene Kinder moͤgen nun in Frankreich bleiben, oder spaͤterhin nach den Kolonieen zuruͤckkehren. Mit einer dritten Maßregel ist die Regierung noch in diesem Augenblicke beschäͤftigt, naͤmlich mit der Feststel⸗ lung eines Modus, wie kuͤnftig die Emancipation aller in den Kolonieen neugebornen Sklaven⸗Kinder zu bewirken seyn moͤchte. Die Loͤsung dieser Frage ist hoͤchst schwierig; es bleiben noch manche Hindernisse zu beseitigen; indessen soll dies uns nicht abhalten, das Ziel, das wir uns gesteckt haben, mit Beharrlich⸗ keit zu verfolgen, um endlich zu einem befriedigenden Resultate zu gelangen. Man macht der Regierung den Vorwurf, daß sie nicht alle ihre Versprechungen in Bezug auf die Kolo⸗ nieen gehalten habe. Ich bestreite dies aber: was wir ver⸗ heißen haben, ist auch in Erfuͤllung gegangen; die Frage wegen der Emancipation der Sklaven aber ist eine von denen, die sich nicht in einem Tage entscheiden lassen. Es bedarf dazu der reiflichsten Ueberlegung; die beabsichtigte große Reform kann nur allmaͤlig herbeigefuͤhrt werden, und hierauf ist die Regierung unablaͤssig bedacht. Ich schmeichle mir uͤbrigens, daß die Kammer, die schon so oft meinen redlichen Absichten Gerechtig⸗ keit hat widerfahren lassen, mir in jener Beziehung auch ferner 88 Vertrauen schenken werde.“ Nachdem sich noch die Herren Mauguin und Lherbette zu Gunsten der Emancipation der Sklaven hatten vernehmen lassen, wurde das betreffende Kapitel des Budgets, das fuͤr den Militairdienst in den Kolonieen 6,578,860 Fr. anweist, angenommen. Fuͤr die Marine⸗Invali⸗ den⸗Kasse wurden schließlich noch 10,132,000 Fr. bewilligt und hiermit die Berathungen uͤber das Budget des See⸗Ministe⸗ riums beendigt. — In der heutigen Sitzung kam, nachdem Herr Calmon den Bericht uͤber das Einnahme⸗Budget auf das Buͤreau des Praͤsidenten niedergelegt hatte, der Finanz⸗Etat des Ministeriums des Innern an die Reihe. Die fol⸗ genden Haupt⸗Positionen wurden fast ohne irgend eine Debatte angenommen: Kosten der Central⸗Verwaltung 775,000 Fr.; zu Pensionen und temporairen Entschaͤdigungen an entlassene Beamte 91,800 Fr.; fuͤr die Archive 50,000 Fr.; fuͤr die geheimen polizeilichen Ausgaben 1,265,500 Fr.; fuͤr die Telegra⸗ phen-Linien 223,500 Fr.; fuͤr den Stab der National⸗ garde 1,100,000 Fr.; fuͤr die Central⸗Gefangenhaͤuser 600,000 Fr.; fuͤr die Erhaltung alter historischer Denkmaͤler 120,000 Fr. — Bei dem Abgange der Post hatte die Debatte uͤber die Beisteuer zu den Koͤniglichen Theatern und zu der Pensions⸗ Kasse der großen Oper im Betrage von 1,300,000 Fr. begonnen.
Die Budgets⸗Kommission der Deputirten⸗Kammer findet in den letzten Ereignissen bei Oran einen Grund mehr, das dortige Besatzungs⸗Heer zu vermindern. Der Constitutionnel sei⸗ nerseits erblickt in denselben Ereignissen einen Grund mehr, je⸗ nes Heer zu verstaͤrken; und beide haben Recht: die Bud⸗ gets-Kommission insofern sie die Besetzung der Nord⸗Afrikani⸗ schen Kuͤste auf die Staͤdte Algier, Oran und Bugia beschraͤnkt wissen will; der „Constitutionnel“ insofern er von dem Ge⸗ sichtspunkte ausgeht, daß das Kolonisirungs⸗System nicht aufge⸗ geben werden duͤrfe. Es wuͤrde eine abel angebrachte Oekono⸗ mie seyn, meint dieses Blatt, wenn man, wie die Budgets— Kommission solches vorschlage, die Armee in Afrika um 500 Mann und 622 Pferde vermindern wollte; die Kosten fuͤr die Besez⸗ zung wuͤrden sich dadurch allerdings um 2,412,725 Fr. vermindern, indessen muͤßten die zuruͤckkehrenden Truppen in Frankreich doch eben so gut bezahlt, unterhalten und gekleidet werden, wie in Afrika, und die desfallsige Ausgabe wuͤrde sich auf 2,118,968 Fr. belaufen; rechne man hierzu noch die Transport⸗Kosten zur Zuruͤckbringung jener 6000 Mann und 522 Pferde mit 113,073 Fr., so beschraͤnkte sich die ganze Ersparniß auf 180,684 Fr.
Der heutige Moniteur publizirt das Gesetz wegen der Anlegung und Instandhaltung der Vicinalwege; dasselbe ist vom 21. Mai datirt. 1
Am gten kuͤnftigen Monats wird vor dem hiesigen Assisen⸗
hofe der Prozeß der muthmaͤßlichen Moͤrder der Eheleute Maës verhandelt werden. Man wird sich erinnern, daß Herr Maës, ein geborner Belgier und ehemaliger Armee ⸗Lieferant, der ein sehr betraͤchtliches Vermoͤgen in Belgien und in Frankreich be⸗
saß, am 7. Sept. vor. J. mit seiner Ehefrau in ihren Betten
ermordet gefunden wurden, und daß die Moͤrder, nachdem sie eine bedeutende Summe in Praͤtiosen und baarem Gelde 9 sich genommen, Feuer angelegt hatten, um wo moͤglich jede Spur ihrer Unthat zu vertilgen. Das Feuer wurde aber geloͤscht. Herr Maëés wohnte damals in der Rue des petites Ecuries Nr. 42. in einem kleinen Hause, dessen Eigenthuͤmer er war. Er war 70 Jahre alt und hatte erst im Juni 1834 die 60 jäͤhrige Dlle. Logerot geheirathet, die seit laͤnger als 20 Jahren bei ihm wohnte und der er im Ehe⸗Kontrakt sein bewegliches und unbewegliches Vermoͤgen in Frankreich vermacht hatte. Seine Dienerschaft bestand aus folgenden Personen: dem Kammerdiener Petrus Vancauwenbergher, der Koͤchin Katharine Vigneron, der Por⸗ tiersfrau, Witwe Labesse, und dem Intendanten Logerot. Die beiden letztern waren zugleich nahe Verwandte der Frau Mass. Von diesen Personen sind nun Vancauwenbergher und Logerot angeklagt, 1) die Eheleute Maës ermordet, 2) mittelst Einbruchs in ein bewohntes Haus, ihrer Herrschaft diamantene Ohrgehaͤnge Uhren, Tabatièren und andere Praͤtiosen, so wie gemuͤnztes Geld entwendet, endlich 3) in demselben “ Feuer angelegt zu haben. Man ist auf den 1829 Prozesses sehr gespannt.
Ein Schreiben aus Bayonne vom 22. Mai enthaͤlt Fol⸗ gendes: „Aller Wahrscheinlichkeit nach wird der General Evans seine Operationen gegen die Karlisten noch heute beginnen. Der Kommodore John Hay hat, nach einem ihm aus London zugegangenen Befehle, ein Bataillon Englischer See⸗Soldaten (500 Mann) in San Sebastian ans Land gesetzt und ist dar⸗ auf sofort abgesegelt, um ein zweites Bataillon in Santona zu landen. Man glaubt, daß er ein drittes in Gustaria ausschif⸗ fen werde. Die Englaͤnder scheinen . im noͤrdlichen Spanien festen Fuß fassen zu wollen. on Cordova weiß man seit dem 12ten nichts Bestimmtes. Man versichert jedoch, daß nachdem Herr Isturiz ans Ruder gekommen, der Spanische Ober⸗Befehlshaber eine groͤßere Thaͤtigkeit als bisher entwickeln werde. P. S. Lord John Hay kreuzte heute Morgen, nach seiner Ruͤckkehr von Santona, vor Salnt⸗Jean⸗de⸗Luz. Es heißt, der General Evans habe seinen Angriffsplan geaͤndert.“
Es sind hier noch immer keine neuere Nachrichten aus Madrid, als bis zum 17ten eingegangen. Das gestrige Boͤr⸗ sengeruͤcht, daß am 18ten in den Straßen von Madrid unru⸗ hige Auftritte stattgefunden haͤtten, scheint sich nicht zu bestaͤtigen.
8 Ueber Perpignan hat man Nachrichten aus Catalonien, die
fuͤr die Sache der Koͤnigin eben nicht guͤnstig lauten: Der General Mina“, so heiße es in einem Privat⸗Schreiben aus Barcelona, „ist seit seiner ploͤtzlichen Ruͤckkehr nach dieser Stadt bestaͤndig krank. Er soll sich den Doktor Lallemand aus Mont⸗ pellier verschrieben haben. Entweder er ist ernstlich krank, und dann wird er das Kommando von Catalonien aufgeben, oder seine Krankheit dient ihm bloß zum Vorwande, um sich auf eine eh⸗ renvolle Weise zuruͤckziehen zu koͤnnen.“ In demselben Briefe heißt es, daß die Karlisten Catalonien und das Koͤnigreich Va⸗ lencia durchzoͤgen, fast ohne irgendwo auf einen ernstlichen Wi⸗ derstand zu stoßen. Die Artillerie Cabrera's ist durch vier oder fuͤnf neugegossene kleine Geschuͤtze vermehrt worden.
Die Spanischen Fonds sind an der heutigen Boͤrse wieder etwas in die Hoͤhe gegangen, obgleich durchaus keine Nachricht zirkulirte, wodurch dieses Steigen sich erklaͤren ließe. Ein hie⸗ siges Blatt erzaͤhlt, Herr Aguirre Solarte, der neuernannte Spanische Finanz⸗Minister, habe sich gestern zum Conseils⸗Praͤ⸗ sidenten begeben, um ihn uͤber die Gesinnungen der Franzoͤsi⸗ schen Regierung in Bezug auf eine Intervention zu sondiren; g Thiers habe ihm aber geantwortet, daß die Spanische
egierung hierauf unter keiner Bedingung rechnen koͤnne.
Großbritanien und Irland.
London, 27. Mai. Der Koͤnig hielt heute Geheime⸗Raths⸗Versammlung und d . —“ 810 dienzen. Der Herzog von Cumberland, der Ihre — im St. James⸗Palast besuchte, empfing Hoͤchstderen Gluͤckwuͤnsche zu dem Geburtstage des Prinzen Georg, der heute sein sieb⸗ zehntes Jahr zuruͤckgelegt hat. Abends wird bei Sr. Koͤnial Hoöeg s 85 großes Diner seyn. 85
Gestern ist der regierende Herzog Wilhelm v 1 schweig nebst Gefolge auf dem Sarnhnng .; ee in Dsver angekommen und nach eingenommenem Dejeuner so⸗ gleich nach London weiter gereist. Sowohl bei seiner Ankunft . 69 H“ 1g abgefeuert. Mit demsel⸗ en Paketboot ist auch Herr Herries v 3 8t elegebee ) H Herries vom Kontinent nach Eng⸗
Graf Grey gab am Mittwoch dem Herzoge von Ri dem Grafen von Ripon, dem Lord aea Eö Freunde ein Diner.
Der Herzog von Gordon liegt sei 8 se ne dnce g iegt seit ein paar Tagen sehr
Die hiesigen Zeitungen sind jetzt, in Erma laments⸗Verhandlungen und Ahbecer außer den Spanischen Angelegenheiten, fast nur mit Betrachtun⸗ gen uͤber die vom Oberßause vorgenommene Umgestaltung der Irlaͤndischen Munizipal⸗Reform⸗Bill und die erwartete Verwer⸗ fung derselben von Seiten des Unterhauses, so wie mit Berich⸗ ten uͤber den Eindruck angefuͤllt, welcher durch die Maßnahmen der Majoritaͤt des Oberhauses in Irland selbst hervorgebracht worden. Die ministeriellen Blaͤtter behaupten, die Aufregung sey daselbst sehr groß, doch erscheine es als unzweifelhaft, daß es den Fuͤhrern der Volkspartei gelingen werde, die e. enae⸗ des Volkswillens in den Schranken der Gesetzlichkeit zu halten und die Agitation, welche sich durchaus nicht vermeiden lasse und welche denn allerdings die demokratische Partei auch gan. nicht vermeiden will, nur als eine friedliche Agitation, im Sinne O'Connell s, auftreten zu lassen. In allen Theilen Irlands, in der Grafschaft Tipperary sogar fast in jedem einzelnen Kirchsplele sind bereits Versammlungen gehalten und Petitionen an das Unterhaus beschlossen worden, des Inhalts, dasselbe moͤge die amendirte Reform-Bill der Lords ohne Weiteres ver⸗
werfen. Die bedeutendste Versammlung der Art fand jedoch