e Statue des erhabenen Herrschers, auf sein Schwert gestützt, darstellt, Werk, blieb im Marmor unausge⸗ and, die so viel Schönes ge⸗ Sinnig, anspruchslos, war Karl Wich⸗
Kaiserl. Familie; allein die eigen die ihn sitzend, als Siegesheld vielleicht des Künstlers schönstes führt, indem der Tod die kunstreiche H bildet, mitten in ihrer für die Seinen sich aufopfernd, mann, denen, die ihn kannten, als ehrwürdig, wie er als herv Zeit vor der N. 9. April dieses Jahres seine Unter den Neugewählten, sich kein einheimischer Künstler. ordentliche Mitglieder der Ernst Friedrich Au gust Rietschel in Dresden, früher Schüͤler der Akademie und einen Ehrenpreis von ihr ausgezeichnet. Voigt aus Berlin, ebenfalls ein Schüler der u einem Aufenthalt in Italien ger
Thätigkeit erstarren ließ. voll Treue und Liebe, Mensch und als Bruder eben so orragender Meister einer kunstgebildeten Eine kurze Krankheit machte am m Leben ein Ende.
zum Entsa
achwelt dasteht.
so vieler Verluste, sindet anuar d. J. aufgenommen: der Bildhauer „Königl. Sächs. Professor im Jahre 1828 durch Karl Friedrich Akademie, welche ihm vwährte, jetzt Königl. Der Landschaft⸗ Professor und n seiner Vaterstadt Karl Müller aus Zum Ehren⸗Mitgliede der Akademie der Graf Athanas von cher Gesandter und bevollmächtigter In der Plenar⸗Versammlung vom 27. rdentlichen Mitgliedern der Akademie ge⸗ ig Spohr aus Branunschweig, gegen⸗ Musik⸗Direktor apellmeister der Peters⸗ ums in Reapel, wo ini, Römischer tlichen Kapelle zu Rom; reto, jetzt Cen⸗ Maria Lud⸗ Direktor des Konservatoriums Frangois Forster aus Lotcle
wurden s
die Mittel Bayverscher Hofmedailleur in München. spektiv⸗Maler Johann Karl Schultz, Kböniglicher Direktor der Kunst⸗ und Handwerk⸗Schule i Endlich der Kupferstecher Heinrich Straßburg, jetzt in Paris. wurde in derselben Raczynsky Minister zu Kopenhagen. Februar d. J. wurden zu o wählt die Komponisten: Ludw wärtig Kurfürstlich Hessischer n Kassel; Nicold Zingarelli, früher K kirche in Rom, jetzt Direktor des Kounservatori r 1752 geboren wurde; Giuseppe Ba Cappellano Cantore und Direktor der Päp — asilv, vormals Kapellmeister zu Lo sor des K. K. Konservatoriums zu Mailand, und wig Karl Zenobio Cherubini, zu Paris; endlich der Kupferstecher m Fürstenthum Neuchatel, jetzt in Zu Beisitzern des akademischen Ser Königl. Geheime Ober⸗Regierungsrath lem, welcher der Akademie bereits seit neun an die Stelle des Geheimen Königl. Geheime Bergrath Frick, in seiner Eigen⸗ nigl. Porzellan⸗Manufaktur. an der Königl. Friedrichs Wil⸗ wurde zum Lehrer der Anato⸗ nach Halle versetzten Professors d'Alton, der ell zum Lehrer der erstorbenen akademische Künstler
, vormals Königli
Hof⸗Kapellmeister und
raucesco
nats wurden : August Otto von Har⸗ Jahren als Ehren⸗Mit⸗
glied angehörte, c Ober⸗Regierungsrathes
Uhden, und der schaft als Direktor der Kö Der außerordentliche Professor heim Universität, Dr. R. Froriep, mie, an die Stelle des Privat⸗Doceut an der Universität Dr. A. Scho Mvthologie und Alterthumskunde, Professors Levezow, Karl Kolbe, in Fol des Landkarten⸗ und Planstechens, an die Stelle des v Die Lehrer bei der Akademie Ur. Franz Docent an der Univerfität, und Heinrich Lenge⸗ Schoppe wurden zu Xrofessoren
an die Stelle des v der Kupferstecher und ge früher erhaltener Anwartschaft, zum Lehrer erstorbenen Pprofessors Mare Kugler, Privat⸗ rich, so wie der Maler Julius
Theodor Wilhelm Achter⸗ der Tischler und Leh⸗ der Holzbildhanerei Au⸗ kus Friedrich Wil⸗ aßtuͤba, und der mit macher Moritz, der Bürger und
Die Bildhauer und Holzschnitzer mann, der Viidhauer Friedrich Holbein, rer im Schnitzen von Verzierungen und in , der Königl. Kammermusi Erfinder der chromatischen B
gust Kleemever helm Wiprecht, dabei thätige Blase⸗Instrumenten Urbeiter iu Gsas Julius Franz Emil Große und elius erhielten von dem Senat der Alkade⸗ der Geschicklichkeit in ihren verschiedenen ihrer Werke,
thograph Hermann Auerkennung chern und zum Schutz gegen unbefugte Nachmachung das Patent als akademische Künstler. 8 In den Einrichtungen der Akademie erungen statt; mehr und mehr stellte sich 9 gestifteten Prüfungs— d es bei dem
als Lehr⸗Anstalt fanden keine wesentlichen Neu Wichtigkeit der 1 als bei jedem andern Beruf wir zum Voraus der natürlichen Anlage zu versichern. schichte zahlreiche Beispiele dar, Lebensbahnen, trotz
Klasse heraus. — des Künstlers,
daß angebornes T
2 2 . 1 aller Hindernisse, mit unst als seinem wahren Element zu⸗ Die Uebungen, welche die sich bringt,
die Kunst⸗Ge⸗
aus ganz verschiedenen glücklichstem Erfolg sich rückwendete; nicht aber vom Gegent liche Bestimmung zum sie bei keinem andern höhern ben gänzlich verloren einladend!
Je mehr Au⸗ rleuchteter Für⸗ von allen Seiten der
frühe ausschließ sind so eigenthümlicher Art, daß fördernd einwirken, also bei mißlingendem Stre hwohl ist die Künstler⸗Laufbahn so en Gaben so schmeschelhaft! nach dem Vorbi
gehen. Und gleie Täuschung uber die eigen erkennung unsere gesegnete Zeit, insten widmet, um so mehr wächst daß Strenge bei der Aufnahme Allein hart würde es seyn, eine für das n dem Erfolg weniger angen⸗ öhnlich geschieht.
sten, den Ki Zudrang der Schüler, so immer unerläßlicher wird. ganze Leben so blicklichen Versuche abhängig zu Die momentane Befangenheit o ein falsches Resultat, und über Talents läßt aus improvisirten Diesen Uebelständen zu b tet, in welche jeder zum E er nicht durch genügende Arbeiten sich Monat oder längere Zeit eintritt, ja Verlauf cines Jahres den Versuch erneuern kann, entscheidend wird. Unmöglich k
wichtige Entscherdung vo machen, wie dies gew der Aufregung giebt fast unfehlbar ähigkeit und Umfang des sich gar nichts entnehmen. gs⸗Klasse errich⸗ leven der Akademie sich Meldende, wofern ausweisen kann, auf einen ei unglücklichem Ausfall nach der aber alsdann
Bildungs⸗F
egegnen, wurde die Prüfun
Akademie alle diejenigen ganz ausschlie⸗ der Kunst sich vorsetzen, oder die als egen bloß an einzelnen Vorträ⸗ Eine Unterscheidung der ie von der uüͤbrigen Menge wird da⸗ schon getroffenen ademie 498 Schüler, a
ann aber die nicht das Höchste in d besonderer Zwecke w gen und Uebungen Theil nehmen anerkannten Zöglinge de nerläßliche Folge der den Listen der Ak und noch 227 andere, Wie kann bei einer solchen chkeit für dieselben die Rede seyn? icht bewachen, die Fortschritte nicht Ueberblick und jede sichernde Anstalt durch die wachsende Zahl ihrer um so mehr werden Veranstaltungen unent⸗ elche sie Verantwortlichkeit übernimmt, iche anderer oder auch ihrer eigenen
Dilettanten un
Maßregel. lle mit gleicher Be⸗ welche die Zeichnen⸗Klassen allein Anzahl von einer speziellen Die Studien lassen
her eine u stehen auf rechtigung,
Verantwortli
Befriedung. Je mehr der Flor unserer Schüler sich bethätigt, behrlich, um von denen
diejenigen, für w nunterscheiden, we
hheil beschlossen und bereit, ins Leben zu noch mehr mit jener an⸗
n sind zum ch sie wird es möglich werden, 1 Kunstschule zusammen zu wirken, welche am geseg⸗ Rheins aus den zu Künstlern herangereiften Schü⸗ nstalt erwachsen ist. Der Wahlspruch alles Kunst⸗Uln⸗ „Das Genie wird angeboren, aber nicht
Einrichtunge
deren blühenden neten Ufer des lern unserer A terrichts kann nur seyn: die Meisterschaft!“
Mit diesen Anordnun gen in Verbindung trete Nachdem die elche bereits in der vorz
gen werden künftig die Preis⸗Bewerbun⸗ Akademie seit acht letzte für Architekten bestimmte: ährigen öffentlichen Sitzung cht hatte stattfinden können, wurde am 21. erbung für Geschichtsmalerei eröffnet, Konkurrenten Theil nahmen, tiven Preis⸗Arbeiten beschäftigt Akademie auf Reisen gegangenen der Architekt August Schep⸗ gekehrt. Der Ma⸗ durch Deutschland on wo er im vorigen Sommer die letzten te, seit dem Ablauf seiner Pension wie⸗ d scheint dort sich fixiren zu wollen.
ahren ver⸗
n, welche die onkurrenz,
aus Gründen, w entwickelt wurden, ni dieses Jahres an deren vorl während vier no
eine Preis⸗Bew äusigen Uebungen sechs ch jetzt mit den defi find. Von den als Pensionaire der er Bewerbungen ist vorigen Jahres na Bouterwek ist von eine
Siegern früher pig im Herbst ler Friedrich und Italien, aus Rom, v Proben seiner Arbeit einsand
Der Bildhauer Julius Troschel befindet sich in Rom. Von den üͤbrigen aus den Fonds der Akademie zu Studien⸗Reisen unterstütz⸗ ten Künstlern ist der Kupferstecher H. Fink aus Eugland zurückge⸗ kehrt, wohin er zur Aneignung der Meisterschaft im Stahlstich ge⸗ sandt worden war, und der Kupferstecher Eduard Mandel hat die vorzüglichsten Mittelpunkte der Kunf in Deutschland besucht. Von anderer Bestimmung als die jährliche Konkurrenz der rei⸗ feren Schüler der Akademie und ihnen gleichstehender jungen Künst⸗ ler, ist der von der musikalischen Section auf die gelungenste Com⸗ position für die Altstimme gesetzte Preis. Die Veranlassung dieser Aufgabe, durch die Vernachlässigung jener, in der Natur so oft vor⸗ kommenden Singstimme, bei den neueren Komponisten, ist in der Bekannt⸗ machung der Akademie vom 14. November vorigen Jahres näher entwik⸗ kelt. Nicht Schüler, sondern die Meister der Tonsetzkunst-wurden zu dieser Bewerbung aufgefordert. Obwohl der ausgesetzte Preis so be⸗ scheiden gestellt werden mußte, daß er in pecuniairer Rücksicht kaum in Betracht kommen kann, hat die Akademie die Genugthuung, daß aus allen Gegenden Deutschlands und aus noch ferneren Ländern nicht weniger als zweiunddreißig Bewerber in die Schranken getreten sind. Selbst ein ruhmgekrönter Tonmeister des Auslandes, der an der Spitze eines der wichtigsten musikalischen Institute steht, hat es nicht verschmäht, mit Rennung seines Namens und jedem Preise zum voraus entsagend, durch Einsendung einer Composition der neuge⸗ gründeten musikalischen Abtheilung der Akadmie eine schmeichelhafte Begrüßung darzubringen. Bei diesem Anlaß verdient es Erwähnung, daß gegen Ende v. rigen Jahres die zu Rom unter dem Namen Congregation der heil. Cecilia bestehende Akademie der Musik (Congregazione de“ Maestri e Professori qi Musica sotto l'invocazione di Sta Cecilia vergine e martire) wegen einer angefochtenen Entscheidung über den Werth eines musikalischen Receptions⸗Stückes, die zu einer Klage bei der Päpstlichen Regie⸗ rung geführt hatte, das Urtheil der Section für sich in Anspruch nahm und zu ihren Gunsten erhielt.
Ich wende mich zurück zu den Preis⸗Bewerbungen, deren in
diesem Jahr noch eine dritte von der Akademie ausgeschrieben wurde.
Der zu München am 22. März 1833 in der Blüthe der Jahre ver⸗ storbene dramatische Schriftsteller
durch testamentarische Verfügung bereits im Jahre 1826 ein bedeu⸗
tendes Kapital zu ciner von Sr. Majestät dem König Allergnͤdigst — un
1 Aufenthalt in Italien zur Aus⸗
genehmigten Ssiftung ausgesetzt, um unbemittelten Malern
Bildhauern jüdischer Religion der
1
bildung in ihrer Kunst durch Gewährung eines Stipendiums zu er⸗ einer jährlich stattfindenden Preis⸗Be⸗ Veranstaltung die König⸗ liche Akademie der Künste nach dem Wunsch des Stifters Allerhöch⸗ beauftragt worden ist. Verhandlungen über einige Punkte Statuts verzögerten bisher die Ausführung des hechherzigen Planes, worin man die Absicht des Stifters nicht ver⸗ in eine neue Lebensrichtung hinüberzuzie⸗ ähnlicher Art wie durch einen großen Maler unserer Tage in ergreifenden Bildern, durch ihn Gedicht (dem Paria) mit tiefer Da eine Versammlung der Konkurrenten bei dieser Bewerbung nicht wohl ausführbar schien, so die Akademie die Wahl des Gegenstandes cines jeden eige⸗ Termin der Einsendung auf den damit die Bilder noch in der diesjährigen Aus⸗ anderen jährlich 500 Rthlr., wird indeß jedesmal Kuratoren der Stiftung wurden der Königliche Geheime Ober⸗
leichtern, welches dem Sieger 1 werbung zu Theil werden soll, mit deren
sten Ortes bea des zu entwerfenden
kennen wird, jenes Volk i ne Le hen, dessen uraltes tragisches Geschick, in
in seinem gelungensten dramatischen Empfindung vor Angen gebracht wird.
überließ nem Ermessen, und bestimmte den 29. September d. J., stellung einen Platz fänden. akademischen Konkurrenzen, nur auf ein Jahr zuerkannt. Zu ernannt der Banquter Wilhelur Beer, Regierungs⸗Rath Schulze und der Direktor der Afademie.
Der Preis beträgt, wie bei de
Die Kunstschule zu Königsberg in Pr. wurde von der Akademie mit Gyps-Abgüssen zum Zeichnen und Modelliren versehen; die
und Die unter Leitung des Regierungs⸗Schulrathes Graf⸗ neuorganisirte Kunstschule zu Erfurt erhielt ebenfalls eine Ornameuten in Gyps⸗Abgüssen für den Un⸗ und Zeichnen⸗Schule zu Anclam erhielt
Kunst⸗ und Handwerks⸗Schule zu Danzig erhielt Vorbilder Gypsmodelle. funder zweckmäßige Folge von terricht. ie Sonntags⸗ tine Reihe Vorzeichnungen von 75 Blättern.
Auch die eigenen Lehrmittel der Akademie wurden bedeutend Unter den gedruckten und Kupferwerken, deren Anzahl zu zu machen, und wovon sie viele werth zu halten hat, ist be⸗ Direktors zu erwäh⸗ „Polyklet oder Lehre von den Verhältuissen des menschlichen mit Angabe der wirklichen
nebst einer Abhandlung über National⸗Physionomieen Gesichtszüge, von Dr. G. 58 Tafeln.)“ Zeichnungen und Kupferstiche wurden ebenfalls in ansehnlicher Menge theils verehrt, Dasselbe gilt von Gvps⸗Abgüssen antiker und moderner Skulptur⸗Werke, worunter besonders eine Reihe Arbeitenihres “ so wie das
Anerbieten zweier Genuesischen Rebili, des Marchese de' Negri Durazzi, der Akademie die Abgüsse dort be⸗
vermehrt. groß ist, um sie einzeln hier namhaft als Geschenke ihrer Verfasser vorzüglich sonders das seit Jahren vorbereitete Werk ihres nen: Körpers nach dem Geschlecht und Alter, Naturgröße; oder Beobachtung des Unterschiedes der Schadow (2 Bde. 40 mit 2 Kupferheften von
theils angekauft.
Mitgliedes, des Professors Rauch, Erwähnung verdient, und des Marchese 1 findlicher merkwürdigen Antiken zu überlassen, welche wa bereits hierher unterwegs sind, b sich ausmitteln läßt, um sie bequem aufzustellen.
So ausreichend nämlich das Lokal der deutender Erweiterung vor 16 Jahren für
der; was besonders darin seinen Grund hatte, daß der ursprüngliche Die Klas⸗
Man zu vermehren, fand aber auch so Die Gemälde⸗Sammlung der Akademie konnte nur zum Theil aufgestellt werden, und viele ältere Gppse blie⸗ Der reglementarischen
edem der Akademie vorgelegten Kunstwerk, zur Sicherung des künstlerischen Eigenthums, ein Eremplar oder einen konnte aus demselben Grunde nur unvollständig Besonders wuchs die Zahl der zu den G aß e
unmöglich fiel, allen Plätze anzuweisen, obwohl die Akademie der freundlichster Gencigtheit ihr Sitzungs⸗Lokal und Selbst die Aussonderung der Ar⸗ beiten der Kunstschulen und Atteliers zu einer jährlich sich Bei der
wuchs die Verlegenheit so Wochen anderen den Platz was nicht ohne mannigfachen Verdruß geschehen bedeutende Anzahl Kunstwerke Wochen lang im April und
plan jenes Umbaues nicht gauz zur Ausführung kam. sen⸗-Zimmer konnten die Zahl der Schüler nicht aufnehmen. wurde genöthigt, die Abtheilungen bald keinen Raum mehr.
ben in Rebenkammern über einander gepackt. Verpflichtung, von
Abguß zu bewahren, Genüge geschehen. ichs d lungen eingesandten Kunstwerke in so schuneller Progression, Wissenschaften mit ¹ Vorzimmer zu benutzen gestattete.
lenden besonderen Ausstellung, half nur auf kurze Zeit. letzten großen Ausstellung im Jahr 1834 sehr, daß viele Kunstwerke nach einigen räumen mußten, konnte. Und doch blieb noch eine zurück, welche im folgenden Jahr sechs Mai eine besondere Ausstellung bildeten.
So dringenden Bedürfnissen wurde durch Majestät Allergnädigst genehmigten Vergrößerungsbau, sen binnen nicht voller drei as glänzendste abgeholfen. bau gerichtet werden. Im Herbst Anban gegen den Hof zu aufgeführte, — tete Aktsaal der Akademie übergeben und sogleich benutzt.
Am 24
des Haupt⸗Geschosses, und am 11. Februar mit statt. Die zweckmäßige Ausführung
die Akademie dem Königlichen Hof⸗Baurath Braun.
Das ganze Akademie⸗Gebände mißt in der Frontseite längs den Linden 350 Fuß, und in der Länge, von den Linden längs der Uni⸗ Es reicht
in der Front durch zwei, und seit dem Reubau, in seiner ganzen Länge durch 3 Stockwerke, wozu im Eck⸗Pavillon an der Dorotheen⸗Straße Die Akademie der Künste besaß Gebäudes in der ganzen Länge und im Seitenbau in einer Aus⸗
versitäts⸗ bis zur Ecke der Dorotheen⸗Straße, 550 Fuß.
noch ein Zwischen⸗Geschoß kommt. schon bisher das Erdgeschoß des der Haupt⸗Fronte nach den Linden,
Michael Beer aus Berlin hatte
hrscheinlich — ohne daß fürs Erste der Raum
Akademie bei dessen be⸗ alle Zwecke derselben auf lange hin eingerichtet zu seyn schien, so wurden doch schon bald nach⸗ ber die Klagen wegen Mangel an Raum mit jedem Jahre dringen⸗
durch den von des Königs der schon Jahre zum Theil vollendet dasteht, auf Oktober 1834 konnte der Neu⸗ 1835 wurde der, a's besonderer geräumige und schön erleuch⸗ Am 11. Januar dieses Jahres fand dasselbe mit den Sälen und Corridors
den oberen Räumen des wichtigen Baues verdankt
2*
dehunng läugs der Straße von c. 160, und im Innern v
Fuß. Im Haupt⸗Geschoß, besaß sie den östlichen Theil her Fran feite und im Seitenbau längs der Untvent Zimme Corridors in einer Ausdehnung von c. 253; uß nebst den daran 8 liegenden Räumen; wozu jetzt im Haupt⸗Geschoß des Gesanühn Baues der angebaute neuge Aktsaal, von 34 Fuß Quadrat und d ein einzelnes großes Fenster schön erleuchtet, nebst einer Reihe Urc 7 Sälen und Zimmern (worunter der geschmackvoll decorirte wn Senatssaal), in einer Gesammtlänge von 242 Fuß nebst vorliegente Corridors, die Inspektor⸗Wohnung im Eck⸗Pavillon nach her dan theen⸗Straße, mit einem Zwischen⸗Geschoß, und die eben so vertie ten Räume des dritten Stockwerkes in derselben Ausdehnung s zukommen. ⸗ Na⸗ Für die Kunst⸗Ausstellung standen bisher mit Einschluß des 8
1“ 1““
der Akademie der Wissenschaften vergünstigten Lokals, Säle und zi
mer in einer Gesammtlänge von c. 500 Fuß, bei einer relann Breite von 22, 32 und 40 Fuß, Corridors in einer Länge von erhc bei einer Breite von 10 Fuß, zu Gebot. Künftig hingegen des die Akademie zu diesem Zweck in ihrem eigenen Lokal Fim und Säle von der angegebenen respektiven Breite in einer Lin „ Ausdehnung von 596 und nöthigenfalls von 650 Fuß, n Corridors in einer Gesammt⸗Länge von etwa 570 1- Hoffentlich werden die Kunst⸗Ausstellungen, wozu für dieses — dereits die Bekanntmachungen ergangen sind, selbst wenn sie n wie bisher, künftig nicht alljährlich stattfinden sollten, was 1- mehreren Seiten gewünscht wird, in einem so geräumigen Lofal benat Platz sinden. 1
Amtliche Nachrichten Kronik des Tages.
hA“ in Geheimen Ober⸗Justizrath zu ernennen geruht.
Den 14. Juni 1836.
Imtlicher Fon dr- ndi üeld-Cours-Zettel
Pr. Cour. Brief. Geld.
1015 G
eudamm zum Justizrath zu ernennen geruht.
1Ged-. 100N-
Ostpr. Pfandbr. 102 ⅔ 101 1 Pomm. do. 605 ewu gut 6.
101 5[1 1¶,do. do. do
St.-Schuld-Sch. 4 Pr. Engl. Obl. 30 4 PrämSch. d. Seech Kurm. Obl. m. l. C. Nm. Int. Sch. do. Berl. Stadt-Obl. Königsb. do. Elbinger do. 4 8 — Danz. do. in Th. — 44 — Westpr Pfandbr. 4 102 Grofsh. Pos. do. 4 104 ¼
IEUVechsel-Courn s.
rden. — Schlesische do. 102 Rückst. C. und Z. — Sch. d. K. u. N. Gold al marco Neue Ducaten Friedrichs'dor 32 Disconto 1 esden. Pr. Cour. 8 Brief. Ced.
142 1 —
Veltheim, von Ostrau.
Amsterdam Kurz do. 2 Mt. 141 ½ —
Hamburg 300 Mk. Kurz 1dd,-
do. 300 Mk. 2 Mt. — 19 9 Eee,Aö. 1 LSt. 3 Mt. 6 245 ⁄ 6 1 1 Aus l an d. FFeahnkvei c.
I 300 Fr. 2 Mt. 807012% — 88b Wien in 20 Nr. 150 Fl. 2 Mt. — b 0 Hngeakg 150 Fl. 2 Mt. Paris, 9. Juni. Die Deputirten⸗Kammer war auch “ 100 Tul. 2 Mt. een noch mit dem Budget des Kriegs⸗Ministeriums beschaͤf⸗ Leipzig 100 Thl. 8 Tage Im 20sten Kapitel werden 1,958,000 Fr. fuͤr die Mili⸗ Fraukfurt a. M. WZ. .. 150 Fi. 2 Mt. schulen verlangt. Die Budgets⸗Kommission beantragte, daß Petersburg 100 Rbi. 3 Woch. n die Zahl der Zoͤglinge der polytechnischen Schule (von 300) 1837 auf 285, und pro 1838 auf 270 herabsetze, wodurch ichst eine Ersparniß von 13,075 Fr. erzielt werden wuͤrde. ir Liadières widersetzte sich diesem Antrage, indeß Herr ago ihn unterstuͤtzte. Letzterer stimmte sogar fuͤr eine noch ere Reduction, indem dies das einzige Mittel sey, die korganisation der polytechnischen Schule, die jetzt viel zu uͤber⸗ tsey, zu verhindern. Die beantragte Ersparniß wurde dar⸗ ungenommen. Das 2lste Kapitel betrifft die Kosten fuͤr das validenhaus, im Betrage von 3,006,589 Fr. Dasselbe gab einer Debatte Anlaß, die den ganzen Rest der Sitzung fuͤllte. KLarabit wollte die kuͤrzlich in denZeitungen erschienene Anzeige Marschall Moncey auf die von dem Kriegs⸗Minister in der Siz⸗ gvom 3ten gehaltene Rede zur Sprache bringen. Der Praͤ⸗ ent schnitt ihm aber vorweg das Wort ab, indem er be— lte, daß es sich hier nicht um die Streitigkeiten zwischen beiden Marschaͤllen, sondern lediglich darum handle, ob in von der Kommission beantragte Abschaffung der Intendanz Invalidenhauses zu willigen sey, oder nicht. Herr Lara⸗ erklaͤrte darauf, daß er mit diesem Vorschlage einverstanden daß er zugleich aber die Gelegenheit benutzen wolle, um, esich irgend eine Persoͤnlichkeit zu erlauben, die Mißbraͤuche uͤgen, die sich in die Verwaltung des Invalidenhauses ein⸗ hlichen haͤtten. Die mit den Lieferanten der Lebensmittel ab⸗ hlossenen Kontrakte, meinte er, waͤren fuͤr den Staat im isten Grade laͤstig; uͤberdies aber taugten die gelieferten Arti⸗ ichts und namentlich waͤren auch die Bekleidungs⸗Gegenstaͤnde, auf drei Jahre berechnet waͤren, von so schlechter Beschaf⸗ het, daß sie kaum achtzehn Monate hielten. Unter en Umstaͤnden habe der Gouverneur sich einen Mann Obersten Greiner), der sein ganzes Vertrauen be⸗ adjungiren wollen; statt dessen aber habe man
tungs-Nachricht
Auswärtige Börsen.
Amsterdam, 9. Juni. wirkl. Schuld 562 ⁄, 6.. 5 % do. 247 . 5 % Span. 42 ½. Passive 12 à¾. Ausg. 15 ½¼. Preuss. Prüim.-Scheine 1006 ½¼½. Foln. —. Antwerbpen, 8. Juni.
Passive 12 ¾½. Ausg. Schuld —. Liusl. 14 1 3½3. Neue Aul 42 %2%
Frankfurt a. M., 11. Juni.
Oesterr. 5 % Met. 104 . 104 ½¼. 4 % 991 11 6. 99 ⁄1 6. W82 59 . 1 % 2 3. Br. Bank-Actien 1649. 1648, Uartial-Obl. W- 1.00se zu 500 Fl. 1145⅛. 114 ½. Loose zu 100 Fl. 216 ½. Br. Press Prüm.-Sch. 60 ¾. 60 ½. do. 4 % Aul. 100 ¾½. . I’'oln. La 6538⁄. B Spun. Aul. 42 ¼. 42 ⅛. 2 ½ % Holl. R- 551 9. S
5 % compt. 80. Neuap. 100. 40. Ausg. Sch. —.
102. Ranz-] Schuld —, 1. Oesterr. Met.
Niederl.
11“ nte pr. compt. 108 15. ün cour. 108. 40. 3 1 10. (Coup. dét.) iin cour. 80. 35. (Coup. §ét.) 5 % Span. Reute 41 %. Passive 12 ½. Ausg. Sch. I4 ¾. 3 % Portug. 51 ½. (Coup.
Koöͤnigliche Schauspiele. Mittwoch, 15. Juni. Im Opernhause: Zampa, oder! Marmorbraut, Oper in 3 Abth., mit Tanz, nach Melli von Carl Blum. Musik von Herold. (Fraͤulein v. Faßme Camilla, als vorletzte Gastrolle.) Im Schauspielhause: 1) Cathérine, ou: La croix! vaudeville en 2 actes. 2) La serrante justisiée, vaude comique en 1 acete.
Donnerstag, 16. Juni. Im Schauspielhause: Die stenbraut, Schauspiel in 5 Abth., vom Verfasser von: und Wahrheit.“ Hierauf: Zum erstenmale: Mary, M. heng 8122 W 1 Michel, komische Oper in 1 Akt und mit Musik von C. 9h n vielmehr pensionirt. Es sey jetzt allerdings eine Kommis⸗ Freitag, 17. Juni. Im Opernhause: Der reisende 0 eöücht worden, um die geruͤgten Mißbraͤuche zu untersu⸗ dent, musikalisches Quodlibet in 2 Abth. Hierauf: Der 0 h aln sey er uͤberzeugt, daß das Resultat dieser Unter⸗ quis von Carabas, komisches Zauber⸗Ballet in 2 Abth, 8 Phhals zur oͤffentlichen Kenntniß gelangen werde. Der e fech chramm bemerkte dagegen, daß, wenn der Oberst 9 geiner pensionirt worden, solches bereits im vorigen Jahre tegeschehen sollen, und daß der Kriegs⸗Minister ihn lediglich, etracht seiner guten Dienste, so lange wie es gesetzlich irgend - gewesen in Aktivitaͤt gelassen habe. Der Marschall uisen erklaͤrte seinerseits, daß er die beantragte Aufhebung ücndan; des Invalidenhauses nicht gutheißen koͤnne, indem die weeng der Anstalt dadurch jedenfalls leiden wuͤrde. Herr h eat zur Vertheidigung des Marschall Moncey auf. 86 jesen, daß die Invaliden nicht die ihnen zustehenden Lebens⸗ erhalten haͤtten, daß das gelieferte Tuch von schlechter Aua⸗ gewesen sey, daß das Brennholz eben so wenig den Bedingun⸗ 1 atts entsprochen habe, daß das Fleisch zuletzt gar nach fal⸗ rest 5 zugemessen worden sey; alle diese Mißbraͤuche waͤren 81* vnckdn .. worden, nachdem der Marschall Moncey die vBZavit⸗Pretse vom Eitavatde⸗ Nanng ’I habe. Unter diesen Umstaͤnden, meinte Berlin, den 18. Jant 1800 V gweiesene m sse man sich billig fragen, wozu denn nun die Zu Lande: Roggen 1 Rthlr. 6 Sgr., auch 1 Rthlr. 2 Sgr⸗ gen, oder seeeen ens Aüger solche Mißbraͤuche ihr ent⸗ Hafe n Sgr. 5 Pf. auch 20 Sgr. 8 Pf. Arct nennver sie gar die Augen daruͤber zudruͤcke, und ob Zu Wasser: Weizen (weißer) 1 Rthlr. 27 Sgr. 6 P, rr nte ehr besser sey, wenn es uͤberhaupt gar keine Mi⸗ 1 Rihlr. 22 Sgr. 6 Pf. und 1 Rthlr. 15 Sgr.; Roggen 18 i. danten mehr gaͤbe. „Die eingereichten Rechnungen“ 5 Sgr., auch 1 Rthlr. 3 Sgr. 9 Pf.; große Gerste 25 Sgre Uebe Mauguin fort, „werden gar nicht revidirt. Die Gerste 27 Sgr. 6 Pf.; Hafer 23 Sgr. 9 Pf., auch 22 Sgr. se venr des Conseils des Invalidenhauses unterzeichnen sie
Erbfen, schlechte Sorte, 1 Rthlr. 12 Sgr. 6 Pf. be iteres. Der Marschall Moncey selbst hat es Anf. Sonnabend, den 11. Juni 1836. wesle. Aunntgemacht, und als er aͤterhin erfuhr Bes ei 114““ Juni „Rttlrs lbesen, z er spaͤterhin erfuhr, daß es eine Rechnun Das Schock Stroh 5 Rthlr. 17 Sgr. 6 Pf⸗ auch 5 4, die er mit anderen Sac indli Vnes Centner Heu 1 Rthlr. 10 Sgr., auch 20 Sgr. 6 e dieserhalb d u“ dee itnsnas unnc . — g 8 er fche h den Intendanten zur Rede stellte, erwiederte ihm anders hüche daß der Geschaͤftsgang immer so und ere Gesc wesen sey. Ich frage hiernach, wozu dienen „esetzze, wozu dient die Verwaltung, wozu die⸗ Ich will nicht allzu strenge seyn;
Koͤnigstaͤdtisches Theater.
Mittwoch, 15. Juni. Auf Hoͤchsten Befehl: D auf gemeinschaftliche Kosten, Posse in 5 Akten, frei ch Franzoͤsischen, von L. Angely. Hierauf: Der Eckenstee an im Verhoͤr, komische Scene, arrangirt von Herrn Bectum
Donnerstag, 16. Juni. Zum erstenmale: Die Nüha den Abruzzen, oder: Gastfreundschaft, Tuͤcke und Naih große Pantomime mit Taͤnzen, Evolutionen und Gefäü Fuß und zu Pferde; ausgefuͤhrt von der Kunstreiter⸗Geselsg des Herrn Guerra. Vorher: Der schwarze Mann, 2 Akten, von Gotter.
—
Redacteur Ed. Cottel.
nach aber, solche leschtigt Friegs⸗Minister die desfalsigen Beschwerden kaum „daß man dem berreffenden Intendanten sogar noch
—— se Minister? Mißbraͤuche wahrnehme, wenn ich
Berlin, Donnerstag den 16ten J
Des Koͤnigs Majestaͤt haben den bisherigen Geheimen Ju⸗ und vortragenden Rath im Justiz⸗Ministerium, Starke,
Se. Koͤnigliche Majestaͤt haben den Stadtrichter Pahl zu
— — Des Koͤnigs Majestaͤt haben geruht, den Ober⸗Landesgerichts⸗ sn Con —Punesor Huͤbener zum Fuͤrstenthumsgerichts⸗Rath zu ernennen.
Der Ober⸗Landesgerichts⸗Rath Buddee in Glogau ist als rektor an das Land⸗ und Stadtgericht in Wrietzen versetzt S 8 “ 84
6 8 8 8 8 h “ 1 A ngekommen: Der ö1“ Direktor Finanz⸗Ministerium fuͤr VBerg⸗, Huͤtten⸗ und Salinenwesen,
Abgereist: Der Fuͤrst Alexander Baratinsky, nach
waltung steuern sollen.“
mente, das er diesem Letztern machte.
Talent habe wie einige Worte zur
sen, zu sagen. Was zunaͤchst das gelieferte
uͤbrigen
kehrt.
traͤchtlich ist, als es Anfangs von dort berichtet wurde.
ken sind zerstoͤrt worden.
den sollte, bei Erprobung ihrer Tragbarkeit gerissen. und andere Personen verungluͤckten.
anderen aber mehr oder weniger schwer verwundet wurden.
nicht, aus welchem Grunde. Der Moniteur enthaͤlt Folgendes:
worden; ihre Ver
nach Kadix eingeschifft.
gierung abgesetzt worden. Briefe aus Baäyonne
Hafenorte Passage gegeben haben.
mit einem Verluste von 300 Mann zuruͤckgeworfen. toria hatte sich bis zum 1. Juni nichts Neues zugetragen.“ Die Gazette de France giebt die Streitkraͤfte der Kar⸗ listen in Valencia und Aragonien auf 20,100 Mann an. In Valencia kommandirt Cabrera, in Aragonien Quilez. 8
Großbritanien und Irland.
vom 9. Juni. Der Graf von Wicklow nahm seine Moti in Bezug auf die Nicht⸗Vollziehung der Mandate bes Irläͤndi⸗ schen Schatzkammergerichts wieder zuruͤck, weil in dieser Sache schon von Irland aus an das Oberhaus, als oberster Gerichts⸗ hof, appellirt worden, und der Marquis von Clanricarde verschob seinen Antrag auf die zweite Lesung der Bill uͤber die Trauungen der Katholiken, um erst die jetzt dem Unterhause vorliegende Bill uͤber die Regulirung aller Trauungen abzu⸗ warten.
Unterhaus. Sitzung vom 8. Junt. Lord Morpeth erklaͤrte auf eine an ihn gerichtete Frage, daß er noch im Laufe dieser Session im Stande zu seyn hoffe, ein vorlaͤufiges Armen⸗ Gesetz fuͤr Irland einzubringen, jedenfalls aber in der naͤchsten Session ein umfassendes Gesetz uͤber diesen Gegenstand in Vor⸗ schlag bringen werde. Auf den Antrag des bn Ward wurde eine Kommission niedergesetzt, um die Art und Weise zu
Wert r redet, so muͤß ich mich natuͤrlich fragen, ob die Mi⸗
untersuchen, in welcher in den verschiedenen Kolonieen, in An⸗
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nister denn bloß das Staatsruder fuͤhren, um Befehle 2 theilen, ob sie nicht vielmehr vucz en ieeingen 8 829 Ber⸗ 1 Der Marschall Maison, der na Herrn Mauguin das Wort ergriff, begann mit sehha er d 2 rsehe wohl ein, aͤußerte er, daß er sich im großen Nachtheile 68nde 5 er die eir⸗ bune nach einem Manne besteige, der ein so eminentes Redner⸗ Hers S „ bec koͤnne er nicht umhin, — Rechtfertigung der Verwaltung des Invali⸗ denhauses in der Zeit, wo er noch nicht Krie 1g.. hs⸗ 1 uch betreffe, se sey dasselbe allerdings als mangelhaft befunden derve; 8. desfalsige Revisor, so wie der Militair⸗Unter⸗Intendant haͤtten daher den Abschied erhalten. Das Brennholz dagegen sey nur ein einziges Mal in nicht gehoͤriger Qualitaͤt geliefert worden, und der Lieferant habe deshalb auch 20 % weniger dafuͤr erhalten, als ihm kon⸗ traktlich worden. Eben so verhalte es sich mit den Mißbraͤuchen, die man geruͤgt habe, und die man jeden⸗ falls sehr uͤbertreibe, weshalb es wohl besser gewesen waͤre, wenn die Kammer sich um diese Sache gar nicht bekuͤmmert, sondern die Entscheidung der niedergesetzten Untersuchungs⸗Kom⸗ mission abgewartet haͤtte. „Was mich betrifft“, so schloß der Minister seinen Vortrag, „so koͤnnen die Vorwuͤrfe, die man der Verwaltung des Invalidenhauses macht, mich nicht treffen, da sie aus einer Zeit herrühren, wo ich noch gar nicht an der Spitze des Kriegs⸗Ministeriums stand; seit dieser Zeit aber ist die Verwaltung so zufriedenstellend, daß ich jedermann heraus⸗ fordere, mir das Gegentheil zu beweisen. Mein ganzes Leben ist, was man auch behaupten mag, tadellos, und ich koͤnnte viele Faͤlle anfuͤhren, wo ich Beweise meiner Uneigennuͤtzigkeit gegeben habe; ja in dieser Versammlung selbst befindet sich Jemand, der mir erforderli⸗ chen Falls bezeugen koͤnnte, daß ich einst betraͤchtliche Summen in die Kasse eines von mir befehligten Armee⸗Corps fließen ließ, ohne jemals die Ruͤckerstattung derselben vom Staate zu verlangen.“ Herr Mauguin erklaͤrte hierauf noch, es sey bloß seine Absicht gewesen, der niedergesetzten Untersuchungs⸗Kommission anzudeu⸗ ten, daß die Kammer ein wachsames Auge auf sie habe, und er halte sich nunmehr uͤberzeugt, daß sie ihre Pflicht im strengsten Sinne des Wortes erfuͤllen werde. Der von der Budgets⸗Kom⸗ mission gemachte Antrag, die Gehaͤlter der Intendanz des In⸗ validenhauses im Betrage von 34,625 Fr. zu streichen, wurde sodann mit starker Stimmen⸗Mehrheit verworfen und das 2lste Kapitel unverkuͤrzt bewilligt. — In der heutigen Sitzung begannen die Berathungen uͤbe? vas Budget der Kolonie Algier. Der Großsiegelbewahrer ist aus Chartres hierher zuruͤckge⸗ Der Maire dieser Stadt, Herr Chasles, der bei dem Brande gerade in Paris war, sich aber auf die erste Nachricht von demselben dorthin begab, hat ein Schreiben in die hiesigen Zeitungen einruͤcken lassen, aus welchem sich ergiebt, daß der von dem Feuer angerichtete Schaden bei weitem nicht so be⸗ — Das Innere der Kirche hat gar nicht gelitten; au ehen bei Thuͤrme noch; bloß das Zimmerwerk in ahe u Cehe⸗
In Givors, unweit Lyon, ist am 3ten d. gegen 7 Uhr Abends die eiserne Haͤngebruͤcke, die dort uͤber den Rhöne 8 schlagen worden ist und naͤchstens dem Publikum geoͤffnet wer⸗ 1 kobu uglei
stuͤrzte das ganze Geruͤst zusammen, “ mehrere 8 818 u 1 Man giebt die Zahl der selben auf 21 an, von denen 6 das Leben 8 15
Die gestrige Nummer des legitimistischen Blattes „la France“ . e rance ist auf der Post in Beschlag genommen worden, man weß noch
Den Madri 8 tungen vom 3ten G; war in Mallaga eine uche, einen Aufstand zu bewirken, sind jedoch fruchtlos gewesen und sie ist am 26. Mai wieder aufgeloͤst wor⸗ den. In Karthagena haben am 22sten ernste Unruhen stattge⸗ funden; sie dauerten drei Tage und in dieser Zeit wurden zehn Karlisten ermordet. Der National⸗Garde gelang es endlich, die Ruhe wiederherzustellen; 40 Aufruͤhrer wurden verhaftet und Der Gouverneur ist von der Re⸗ 9) 7ten bestaͤtigen die Nachrichten, die wir uͤber den letzten Versuch der Karlisten gegen die Linien von San Sebastian nach dem Hafenor as Zehn Bataillone waren zu diesem Angriffe beordert; sie wurden aber auf allen Punkten In Vit⸗
Parlaments⸗Verhandlungen. Oberhaus. Sitzung
stralien, Westindien und auf dem Cap, uͤber die Kolonial⸗Län⸗ disponirt werde, damit man Auskunft uͤber den besten Ps erhalte, der in dieser Beziehung eingeschlagen werden Unterhaus. Sitzung vom 9. Juni. Nach U 6 88 9. 8 eberrei⸗ chung mehrerer Bittschriften zu Gunsten der Jrlͤndischen Mu⸗ nizipal⸗Reform und nachdem Herr Robinson seine auf heute angekuͤndigte Motion in Betreff der Handels⸗Verhaͤltnisse mit Portugal noch weiter bis zum 7. Juli aufgeschoben hatte, setzte Lord John Russell dem 888 seinen Plan in Bezug auf die vom Oberhause umgestaltete Irlaͤndische Munizipal⸗Bill naͤ⸗ her aus einander. Die Vorschlaͤge, welche er der von den Mi⸗ nistern urspruͤnglich eingebrachten Bill und den Amendements des Oberhauses substituirte, stimmen ganz mit dem fruͤher schon von den minisieriellen Blaͤttern daruͤber gegebenen Bericht (s. den Art. London in Nr. 163 und 164 der St. Z.) uͤberein, au⸗ ßer daß er in Schedula A jetzt auch noch Carrikfergus, also zu⸗ sammen 12 Staͤdte aufgenommen hatte. Es sollen naͤmlich, nach Auf⸗ hebung der jetzt bestehenden Irlaͤndischen Corporationen, den zwoͤlf groͤßten Staͤdten in Irland (nach dem bekannten Amendement des Herzogs von Richmond im Oberhause waren nur sieben dazu ausersehen) neue Munizipal⸗Verfassungen mit dem Rechte der Wahl ihrer obersten Stadtbehoͤrden, des Mayor und der Aldermen, ertheilt werden. Zwanzig andere Staͤdte sollen das Recht erhalten, Commissaire zu erwaͤhlen, welche ihre Lokal⸗An⸗ hento nhenren./ so weit sie die Ordnung und oͤffentliche Sicher⸗ eit betreffen, zu verwalten haben sollen. In den uͤbrigen Staͤdten, welche bisher Muntzipalitaͤten besaßen, soll die stimmung, welche bei der zweiten Klasse von Staͤdten zur Anwendung gebracht wird, fuͤrs erste noch cessiren, und erst bei genauerer Untersuchung entschieden werden, wie ihre Lokal⸗Angelegenheiten zu ordnen sind. Jedenfalls aber 1 der Antrag der Lords verworfen werden, dem Lord ieutenant von Irland die Befugniß zur Ernennung von Com⸗ missairen zu ertheilen, welche das Eigenthum der Munizipalitaͤ⸗ ten zu verwalten haben wuͤrden. Der Minister meinte, die Amendements des Oberhauses schienen nur in der Absicht ent⸗ worfen und angenommen worden zu um so viel als moͤg⸗ lich die schlechtesten 895 des alten Systems beizubehalten und aus dem neuen alles Nuͤtzliche auszuscheiden, so daß das Unter⸗ haus sich, dem Grundsatze nach, unmoͤglich in einen Vergleich mit dem anderen Zweige der Legislatur einlassen koͤnne; da er jedoch wuͤnsche, daß es sich zu jedem moͤglichen Vergleich bereit und einen Geist der Versoͤhnicchkeit zeige, so wolle er nicht gleich von vorn herein die Verwerfung saͤmmtlicher Amendements der Lords vorschlagen, sondern sie theilweise annehmen, jedoch mit leheh Veraͤnderungen, daß sie den Grundsaͤtzen der ministeriel⸗ len Maßregel gerecht wuͤrden. Weniger als dies koͤnne er nicht vorschlagen, mehr aber wolle er, um des Friedens willen, nicht fordern. 1 88. Zweck der vom Oberhause vorgeschlagenen Klauseln“, sagte Lord Russell unter Anderem, „ist, das ganze Corporations⸗Eigenthum in Irland und die Ernennung aller Corporations⸗Beamten in jenem Lande in die Hände von Kommissarien zu bringen, die der Lord⸗Lieu⸗ tenant von Irland ernennen soll; einer solchen Bestimmung aber werde ich nimmermehr beipflichten. Ich bin der Meinung, daß die Corporationen, selbst in ihrem schlechtesten Zustande, eine Art von Lokal⸗Regierung sind, mit welcher die oberste vollziehende Gewalt nichts zu schaffen hat und nichts zu schaffen haben darf. Ich bin der Meinung, daß sie in reformirtem Zustande Werkzeuge sind, durch welche die Einwohner unserer Städte vermittelst einer Volks⸗Kontrolle ihre eigenen Angelegenheiten so verwalten können, wie es für sie am heilsamsten seyn muß, und ich, ein Bewunderer der Grundsätze dieser Institutionen, ein Bewunderer der alten Grundsätze unserer Verfassung in ihrem Entstehen und Aufblühen, und in dem, was zu ihrer Reform geschehen ist, werde niemals diesem neuen despotischen Grundsatz meine geben, wonach der vollziehenden Cen⸗ tral⸗Gewalt eine Macht verliehen werden soll, die ihrer Natur nach eine lokale ist und nur der Lokal⸗Verwaltung zukömmt. Wenn wir auf die Geschichte zurüͤckblicken, so werden wir finden, daß alle Historiker, welche die früheren Begebenheiten in Europa geschildert haben, alle Civilisation, alle Wohlhabenheit, alle Ordnung, alle gute Zucht in unseren Städten nur ihren Munizipal⸗Institutionen zu⸗ schreiben. (Hört, göreh, Sie schreiben ihnen auch die Wirkung zu, daß sie den Geist der bürgerlichen Freiheit genährt und belebt haben. Es galt in jenen Zeiten für ausgemacht, daß jede Verletzung, jede Beeinträchtigun g der Corporationsrechte, jede Vernichtung der Corporationen, ein ge⸗ gen die Freiheit selbst gerichteter Streich sey. (Beifall.) Nicht in England allein, Sir, sind in den letzteren Zeiten freie Corporatio⸗ nen eingeführt worden. Ich las heute friüchh ein vom Jahre 1808 datirtes Dekret der Preußischen Regierung, wodurch in jenem Lande eine Munizipal⸗Verfassung auf liberaler Basis begründet wurde. Es thut mir leid, daß ich das Haus erst auf Preußen verweisen muß, ö 88 seehhe 1n egga, aber es bleibt mir nichts 2 „ deo ich um die Frage handelt, ir Ir⸗ land keine Munizipal⸗Verfassung 8 1 ö6“ 8 es Irland ist. Herr Burke sagte in seiner herrlichen Rede uüͤber die Versöhnung mit Amerika, die Sklaverei sey eine Pflanu⸗ ze, die überall Wurzel schlagen könne, die Freiheit aber eine Blume die nur in England blühe. Soll ich mich genöthigt sehen diesen. Satz umzukehren! Soll man sagen dürfen, daß die Muntzipal⸗Frei⸗ heit in Preußen wohl möglich sey, in Irland aber, unter Großbrita⸗ niens freier Verfassung, nicht bestehen könne? (Großer Beifall.) Wie, Sir, hat man wohl bedacht, welch' tiefe Wunde man Irland schgägt wenn man sagt, wie ich es mit meinen eigenen Ohren gehört habe, daß für uns drei Viertel der Irländischen Bevölkerung Fremd⸗ linge dem Blut nach, verschieden von uns in Sprache, verschieden in Religion seyen und nur auf eine günstige Gelegenheit war⸗ teten, um das Joch der einheimischen Regierung abzuschüͤt teln. Dies, Sir, waren die Worte, die aus dem Munde eines Mannes kamen, den das Publikum für das Haupt⸗Organ de Annahme jener Amendements des Oberhauses hält, eines Mannes. der noch vor wenigen Monaten den hohen Posten eines Lord⸗Kan 1 lers von England bekleidete. (Stürmischer Beifall.) Wenn Sie das Volk dieses vereinigten Königreichs aufrichtig und wirklich als ein einziges Volk ansehen und behandeln, so wird es auch als b. einziges Volk gegen unsere Feinde stehen. Handeln sie aber and 8. so begeben Sie sich muthwillig in Gefahr. Sehr wahr sagte D75s meiner ehrenwerthen Freunde, der seit funfzig Jahren in diesenn Hause sitzt, daß es bei Ihnen stehe, Irland zu Ihrer Schwäche 18—
zu Ihrer Stärke zu machen; wollen Sie das Letztere, so -. 0 ‿ b „ w mächtige Staat unauflöslich und unerschütterlich .X.Inene